Ökologismus



Reality Check – Über Politik und Wissenschaft

13. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Ökologismus, Politik

Die Pläne zur radikalen Umstrukturierung der Energieversorgung in Deutschland, zunächst unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen und dann mit dem Ziel des völligen Verzichts auf Nukleartechnik, werfen ein eigenartiges Licht auf die Rolle der Naturwissenschaft in der Gesellschaft. Einerseits beruft sich das Projekt auf klimatologische Aussagen, andererseits werden bei der Erörterung der grundsätzlich technischen Frage, ob und wie man die Energieversorgung eines hoch industrialisierten Landes von Grund aus umkrempeln und auf andere, noch nicht in den Einzelheiten ausgereifte und vielleicht tönerne Füße stellen kann, darf oder muß, Vertreter der Naturwissenschaft und Technik nur in sehr beschränktem Maße zu Rate gezogen.

Letzteres wohl wegen des Verdachts, gerade ihre spezielle Ausbildung dränge ihre Ansichten in eine technokratische Richtung und hindere sie daran, den allgemeinmenschlichen und ganzheitlichen Zusammenhang gebührend zu würdigen.

Das beschlossene Konzept umfaßt Wunschvorgaben,
Fragen der ethischen Verantwortung, Ideen zu Information und Miteinbeziehung der Bürger und vor allem einen Plan zur legislativen Umsetzung. Doch die erheblichen technischen Schwierigkeiten und Ungereimtheiten werden im Vertrauen darauf, daß „die Forschung“ sie bei hinreichender Forderung und Förderung schon im Handumdrehen lösen wird, unter den Teppich gekehrt. Hier spiegelt sich die zwiespältige Haltung einer Gesellschaft wider, die sich zum einen vollkommen auf die Problemlösungsfähigkeit



Lesetipp: Die Große Transformation – ein Luftballon

5. Oktober 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Politik

Dieser Artikel des Ökonomen Carl Christian von Weizsäcker gehört zum Besten was ich bislang (außer natürlich in diesem Blog ;-)) zur globalen Kulturrevolution großen Transformation gelesen habe. Hier ein paar Auszüge:

Bedarf der Übergang in eine Weltwirtschaft, die den Klimaschutz beachtet, einer Umwälzung ähnlicher Größe wie die industrielle Revolution? Das behauptet der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen. Seine Vorschläge sind widersprüchlich und offenbaren ein seltsames Demokratieverständnis (…)

So scheint der WBGU nun als Erster in der Weltgeschichte zu einer fundamentalen Umwälzung von der Größenordnung der industriellen Revolution aufzurufen. Oder vielleicht doch nicht als Erster? Es gibt ein historisches Ereignis, dessen führende Akteure sich ebenfalls als Träger einer derartig fundamentalen Umwälzung gesehen haben. Es ist dies die russische proletarische Revolution von 1917 unter der Führung des bolschewistischen Flügels der Kommunistischen Partei mit ihrem charismatischen Chef Wladimir Lenin. Über die Zeit von sieben Jahrzehnten hat die Führung des auf dieser Revolution aufbauenden Sowjet-Imperiums den Anspruch erhoben, die Menschheit in ein völlig neues Zeitalter zu führen, in ein weltumspannendes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendet und eine Welt herstellt, wie sie besser nicht sein könnte(…)

Von Hayek stammte die Formel von der „Anmaßung von Wissen“. Ein Paradebeispiel dieser



Das Narrativ der Zukunft

4. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Innovationspolitik, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Technium

Die Weltsicht der Ökologisten besteht offensichtlich aus glücklichen Lilakühen, die wohlgenährt auf saftigen Almwiesen unter strahlend blauem Himmel lustwandeln und dabei nur gelegentlich von blonden Dirndlmodellen mit perfekten Zähnen zwecks Milchgewinnung unterbrochen werden. Anders jedenfalls ist die Vehemenz kaum erklärbar, mit der sie darauf bestehen, die „natürlichen Lebensgrundlagen“ der Menschheit wären durch die Aktivitäten selbiger in einem Ausmaß gefährdet, das unser Fortbestehen in Frage stellt. In der Realität hingegen ist die Nichtexistenz dieser „natürlichen Lebensgrundlagen“ evident. Die Umwelt der bald 7 Milliarden Erdenbürger ist nahezu ausnahmslos artifizieller Natur. Es sind nicht die Lilakühe, es ist eine Hochleistungslandwirtschaft, bestehend aus gentechnisch optimierten (gleich ob durch Züchtung oder direkte Manipulation des Erbgutes) Pflanzen und Tieren, die entweder in künstlich geschaffenen Landschaften oder in Ställen und gewaltigen Treibhausanlagen gedeihen und uns mit Nahrung und allerlei nützlichen Stoffen versorgen. Es sind der Bergbau und die Grundstoffindustrie, die die Materialien bereitstellen, aus denen all die Gegenstände und Maschinen bestehen, die unser Leben ermöglichen. Die Vielfalt an Dingen, die sich in einem typischen Haushalt der industrialisierten Welt ansammeln, ist ungeheuer. Von den Möbeln über die Kleidung bis hin zum Geschirr, von den Küchengeräten über die multimedialen Elektronikspielzeuge bis hin zum Kraftfahrzeug – kein einziges Artefakt hat



Rifkin und das Narrativ

24. September 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Medien, Ökologismus

Die Diskussionen in der Energiedebatte oder über den Klimawandel führen mitunter dazu, dass die Gegner als minderbemittelt oder dergleichen dargestellt werden. Doch hier muss ich warnen. Die Ökologisten, Alarmisten, Grüne und was auch sonst noch in die Richtung geht, diese Leute leiden weder an Hirninsuffienz, Demenz, noch sind sie irgendwie beschränkt. Es ist gefährlich diese Leute so zu titulieren, da dies nichts anderes heißt, als dass man sie nicht ernst nimmt, letztlich so betrachtet wie eine Grippe, die zwar unangenehm ist, doch irgendwie vorbei geht. Das wird nicht geschehen, denn diese Leute wollen eine andere Gesellschaft, da geht es nicht nur um ein paar Windmühlen, oder Hubspeicher, von denen das Fußvolk fabuliert. Die Leute die wirklich am Rad drehen, haben ganz anderes im Sinn. Als Beispiel sei hier nur einmal Jeremy Rifkin genannt, der gerade auf Werbetour für sein neues Buch ist :

„Wohin die neue Wirtschaftswelt führt, darüber schreibt und redet Rifkin schon seit Jahren. Er kennt die Mächtigen, berät sie, und was er sagt, klingt gut. Das große Schlagwort lautet „dritte industrielle Revolution“. Zurzeit bahnt sie sich gerade an. Der Begriff taucht schon am Ende seines letzten Buches auf. Aber wurde nicht so recht deutlich, was er damit



Bio auf dem Prüfstand

22. September 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Arte gehört ja zu den Sendern die nicht unbedingt eine große Zuschauerschaft haben. Meines Erachtens zu unrecht, findet man doch hier immer wieder Sendungen und Berichte, die sich von denen anderer Sender erfreulich abheben. Eigentlich eher beim zappen bin ich bei der Sendung Global hängen geblieben. Normalerweise singen die ja das hohe Lied des Ökologismus, doch nicht ausschließlich. Und eine solche Ausnahme ist das hier vorgestellte Video.

Für mich ein Grund bei Youtube ein Account zu eröffnen und einen Kanal einzurichten in dem ich beabsichtige, kritische Beiträge zu veröffentlichen: Ethan1video.

 

 



Lesetipp: Was ist los mit Deutschland?

11. August 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Gefunden auf  „Zettels Raum“:

(…)Es gibt, soweit ich sehe, weltweit keinen anderen demokratischen Staat, dessen politisches Spektrum nur von linksaußen bis zur Mitte reicht; mit einem gähnenden Vakuum auf der Rechten.

Es gibt keinen anderen Staat, in dem die Ökologisten mehr sind als eine kleine Partei von Eiferern. In der Bundesrepublik sind sie eine der drei Volksparteien.

Es gibt kaum einen Staat, in dem der Liberalismus – sei es in Gestalt einer Partei, sei es als Flügel einer großen Partei- nicht eine bedeutende politische Kraft wäre. In Deutschland sind die Liberalen heute eine quantité négligeable.

In dieser Bundesrepublik ist bereits ein konservativer Sozialdemokrat wie Thilo Sarrazin ein Rechtsaußen, dem man abspricht, überhaupt noch zum demokratischen Spektrum zu gehören.

Was ist los mit dieser Aussteigernation? Ich weiß es nicht. Ich habe schlicht keine Erklärung. Ein langfristiger Trend scheidet aus; sonst hätte Schwarzgelb nicht vor weniger als zwei Jahren eine Mehrheit bekommen.

Es kommt mir so vor, als sei diese Nation von einem Taumel erfaßt. So, als hätte man uns eine starke Dosis eines Rauschmittels verabreicht (…)

Hier gibt es den gesamten Text.



Wenn der große Bruder nachts das Mittagessen kocht… Ökologisch korrektes Verhalten durch intelligente Zähler

1. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Ökologismus

Die Idee scheint plausibel: Der Stromzähler soll mehr können, als nur Kilowattstunden aufzuaddieren. Er soll über das Internet mit dem Versorger kommunizieren, den Stromverbrauch im Hause qualitativ bewerten, die Tageszeit-abhängigen Tarife anzeigen und bestimmte Verbraucher abschalten, wenn Strom gerade zu viel kostet. Deshalb heißt er auf neudeutsch Smart Meter.

Hört sich gut an, aber dieses Kästchen öffnet auch den regierungsamtlichen Regulierungs- und Bürgererziehungs-Absichten Tür und Tor. Licht und Schatten liegen wie bei fast jeder Technik dicht beieinander, insbesondere, wenn eine Regierung, die Energiesparen beinahe schon zur ethischen Pflicht erhebt, den innovationsunwilligen Bürgern am Ende mit Nachdruck zur richtigen Gesinnung verhelfen will.

Betrachtet man den tatsächlichen Stromverbrauch in einem Einfamilienhaus, so stellt sich rasch heraus, daß nur wenige „dicke“ Verbraucher die gesamte Bilanz bestimmen. Es ist einfach, diese zu finden: Es sind allein die Geräte, die mit Strom Wärme oder Kälte erzeugen. Also der Kochherd, die Spülmaschine, der Kühlschrank, die Tiefkühltruhe, die Waschmaschine und der Wäschetrockner.

Vergessen Sie alle übrigen Verbraucher
Beleuchtung, Computer, Fernseher, alle Geräte mit Motor, die Umwälzpumpe der Heizung, selbst Föhn, Toaster, Kaffeemaschine oder die Mikrowelle spielen – trotz teilweise intensiver Wärmeerzeugung – wegen ihrer geringen Nutzungsdauer praktisch keine Rolle bei Ihrer Stromrechnung. Geht man mit diesem