Ökologismus



Der Ökologismus frisst seine Kinder

17. Juli 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Ökologismus

Gastbeitrag von Michael Miersch

Die Energiewende soll uns als grüne Großtat verkauft werden. Sie ist das Gegenteil davon: massive Umweltzerstörung mit Biosiegel

Es begann mit dem Weißkopfseeadler. 1962 erschien Rachel Carsons inzwischen weltberühmtes Buch „Der stumme Frühling“. Die amerikanische Biologin warnte darin vor dem übermäßigen Gebrauch von Pestiziden. Tatsächlich gingen die Bauern damals viel zu sorglos mit Pflanzenschutzmitteln um. Vögel starben am Einsatz unzureichend getesteter Agrargifte. Besonders betroffen war der Weißkopfseeadler, der Wappenvogel der Vereinigten Staaten. Dies war der Zündfunke der globalen Umweltbewegung. Dass es heute wieder über 100 000 lebende Wappenvögel in Nordamerika gibt, ist eines der vielen positiven Ergebnisse des großen Umdenkens, das damals einsetzte.

Jetzt machen sich kalifornische Naturschützer erneut Sorgen um die Greifvögel. Sie finden Weißkopfseeadler immer häufiger zerhackt unter Windkraftanlagen. Auch Hunderttausende anderer Vögel und Fledermäuse werden durch Windparks getötet. „The Green Killer“ betitelte die britische „Daily Mail“ einen Bericht über den Vogeltod für Ökostrom.

Kernkraftgegner machen sich große Sorgen darüber, dass durch den GAU in Fukushima ein Radius von 30 Kilometern nuklear belastet ist und wahrscheinlich für lange Zeit unbewohnbar. Allerdings sind hierzulande weitaus größere Flächen unbewohnbar durch Windfarmen, Solarfelder, Pumpspeicherkraftwerke und die endlosen Maismonokulturen zur Gewinnung von Biogas und E10-Benzin. Riesige Urwaldgebiete werden



Bio tötet – diesmal in Afrika

19. Juni 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Gesundheit, Ökologismus

In Afrika sterben Kinder, damit in Deutschen Reformhäusern die Regale gut gefüllt sind. Das schreibt die Autorin Laura Koch heute auf Spiegel Online unter der Überschrift „Wie die Malaria-Wunderwaffe Bauern in die Armut treibt“.

Zugegeben, sie drückt sich etwas anders aus. Bei ihr klingt das Ganze so:

Von Mücken übertragene Malaria tötet täglich Hunderte Menschen in Uganda – deswegen setzt die Regierung auf das Insektengift DDT. Doch der Pestizid-Einsatz hat gravierende Folgen für die Landbevölkerung: Lieferanten von Bio-Produkten können ihre Ware nicht mehr verkaufen, ihnen droht bittere Armut.

Schon bei diesen den Artikel einleitenden Worten stellen sich zwei grundsätzliche Fragen. Erstens: Ist der Anbau von Bio-Produkten die einzige Möglichkeit für Bauern in Uganda, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten? Und zweitens: Wenn durch den Einsatz von DDT täglich hunderte Menschen vor dem Tod durch Malaria gerettet werden können, wie viele Ugander sollten wir bereit sein dafür zu opfern, dass in dem Land einige Bauern nach den Richtlinien europäischer und US-amerikanischer Bio-Verbände Nahrungsmittel produzieren können? Nebenbei bemerkt: Bei der Hälfte der Malariatoten handelt es sich um kleine Kinder.

Der Sündenfall der Ökobewegung
In aufgeklärten Kreisen gilt das seit Beginn der 60er Jahre von Umweltschutzverbänden und Regierungsorganisationen durchgesetzte DDT-Verbot als der Sündenfall der Öko-Bewegung.



Fernsehtipp: Der Pakt mit dem Panda – ARD 22. Juni 2011, 23:30

8. Juni 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Dem Dokumentarfilmer Wilfried Huismann wurden vom WWF juristische Schritte angedroht. Um was geht es also? Heute, 08.06.11 war Huismann bei SWR1-Leute zu Besuch und spricht auch über diesen Film. In Ankündingstext beim SWR steht:

Der WWF ist die größte Umweltschutzorganisation der Welt, und hinter der heilen Öko-Fassade entdeckte Huismann Geschichten von vertriebenen Völkern und abgeholzten Regenwäldern.

Auch diese Sendung ist wirklich hörenswert und kann hier angehört oder herunter geladen werden.

Foto: Homepage Wilfried Huismann



Die „Halbwahrheiten“ über das Energie-Autark-Haus

17. Mai 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Ökologistische Mythen

Am 08.05.2011 wurde in ZDF-„UMWELT“ über das angeblich „energieautarke Haus“ von Timo Leukefeld berichtet.

SOLARKRITIK.DE hat in dem folgenden Video (Länge ca. 12 Minuten) einige „Halbwahrheiten“ kommentiert und mit weiteren Informationen ergänzt, die wichtig sind, um sich sich über dieses „ökologische Haus“ ein halbwegs objektives Bild zu machen.
So wird z.B. irreführend und „halbwahr“ behauptet, daß die im ZDF-Filmbericht gezeigten Akku-Batterien (nur) für die Speicherung des überschüssigen (!) Solarstroms vorhanden wären.
SOLARKRITIK.DE ergänzt und kommentiert im Video diese „Halbwahrheit“ mit wichtigen Informationen zum technischen Stand der Speichertechnik, nicht nur bei Batterien.
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In dem obigen Video ist auch ein Zitat von DENA-Chef Stephan Kohler zum technischen Stand der Energie-Speichertechnologie im Rahmen der Ethikkommission-Konferenz in Berlin zu finden. Stephan Kohler referiert in diesem Ausschnitt sehr glaubwürdig und fundiert im Beisein der anwesenden Energiefachleute über die Unwirtschaftlichkeit und Ineffizienz der bis heute existierenden Energie-Speichertechnologien.
SOLARKRITIK.DE hat allerderdings mehrfach Publikationen der DENA und/oder von Stephan Kohler aufgedeckt, die dokumentieren, daß es Stephan Kohler und die DENA mit der Wahrheit und Ehrlichkeit in Energiefragen nicht so genau nimmt, wenn der Adressat kein ausgewiesener Energiefachmann, sondern der „normale Bürger“ als Energielaie ist. Vor den zahlreichen Energie-Fachleuten in dieser Ethik- und


Nachhaltige Entwicklung? – Die Welt gehört den Lebenden…

15. Mai 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Der Besuch im Vergnügungspark endete vor der lebensgroßen Figur des Mammuts. „Lebensgroß“ bedeutet in diesem Fall nichts anderes als „ziemlich groß“, also beeindruckend. Der Gestalter hatte sich alle Mühe gegeben, denn immerhin wissen wir heute genau, wie Mammuts einmal ausgesehen haben. Und im Gegensatz zu all den vielen Dinosauriern, deren lebens- also ziemlich große Nachbildungen der Park ebenfalls zu bieten hatte, waren Mammuts einmal unsere Zeitgenossen. Das erklärt die Faszination, die diese Tiere auf uns ausüben. Und ebenfalls im Gegensatz zu den Dinosauriern gibt es zumindest Indizien, die das Aussterben dieser großen Landsäugetiere mit dem Menschen, mit den Fertigkeiten steinzeitlicher Jäger, in Verbindung bringen.  Die Figurengruppe im Vergnügungspark, die nicht nur aus dem gigantischen Rüsseltier, sondern auch aus unseren fellbedeckten, mit Speeren herumfuchtelnden Vorfahren besteht, bildete einen merkwürdigen Kontrast zu den Horden lärmender Kinder und staunender Eltern, die sie betrachteten.

Dieser Kontrast verdeutlicht das Scheitern des Prinzips der „nachhaltigen Entwicklung“.

Unsere gegenwärtigen Bedürfnisse, so dieses Prinzip, sollen wir auf eine Art und Weise erfüllen, die die Fähigkeit künftiger Generationen zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse nicht einschränkt. Für sich genommen bietet diese Vorgabe keinerlei Entscheidungskriterium. Denn erstens kennen wir die Bedürfnisse zukünftiger Generationen nicht – und zweitens nicht deren Fähigkeiten.

Das Prinzip



Leseempfehlung: Dirk Maxeiner zur Nachhaltigkeit

14. Mai 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Scharlatane haben sich zu allen Zeiten hinter Wort-Ungetümen versteckt. Das soll den normalen Menschenverstand auf Distanz halten. Ein aktuelles Beispiel liefert der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) mit seinem Bericht „Welt im Wandel“ in dem es nur so wimmelt von „partizipativer Forschung“ und „transformativer Wissenschaft“. Es handelt sich laut Autoren um einen „Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“, die wir uns als Ende des „fossilen industriellen Metabolismus“ und als „Übergang zur Nachhaltigkeit“ vorzustellen haben. Die neue „Weltgesellschaft“ soll mit deutschem Know-How verwirklicht werden und zwar durch „tiefgreifende Änderungen von Infrastrukturen, Produktionsprozessen, Regulierungssystemen und Lebensstilen.“ Bedauerlicherweise verhindern „politische, institutionelle und ökonomische Pfadabhängigkeiten, Interessenstrukturen sowie Vetospieler“ den Übergang zur „nachhaltigen Gesellschaft“.

Der Gremium-Vorsitzende Hans Joachim Schellnhuber hat deshalb ein paar zünftige Ideen, wie diese beseitigt werden können, beispielsweise durch „Volksentscheide mit Teilnahmepflicht“ oder von „Ombudsleuten für die Rechte künftiger Generationen – vielleicht sogar mit Parlamentssitz“. Schellnhuber freut sich auf die nachhaltige Zukunft jenseits unserer gegenwärtigen „Mitläuferdemokratie“ und beruft sich dabei auf Umweltminister Norbert Röttgen, der den Weg in die Nachhaltigkeit für eine „zivilisatorische Höchstleistung“ hält. Bundeskanzlerin Merkel bezeichnet Nachhaltigkeit als „Leitprinzip der Bundesregierung“ und möchte sie zu einem „Markenzeichen des 21. Jahrhunderts“ machen. Deshalb fordert sie den deutschen Volkskörper auf, „über



Nachhaltige Selbstzerstörung

28. April 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Die Geschichte ist reich an Berichten über Selbstzerstörungen. Der wohl eindringlichste Bericht stammt aus Afrika. Ein südafrikanischer Viehzüchterstamm löschte sich beinahe selbst aus. Wie konnte das passieren? Die Xhosa lebten teilweise unter britischer Herrschaft, teilweise wurden sie von den Buren bedrängt. Insgesamt eine recht ungute Situation.

Im Jahr 1856 begannen sich Bewegungung zu verbreiten, deren Anhänger glaubten, in der Auseinandersetzung mit den Weißen würden sie nun Verstärkung von ihren Toten bekommen. Propheten traten auf, die behaupteten mit den Toten in Verbindung zu stehen. Bevor die Toten aber in den Kampf mit ihren Feinden eintreten, müssten erst noch einige Vorbedingungen erbracht werden. Dazu gehörte, dass alles Vieh geschachtet und alle Vorräte vernichtet werden müssen. Nun muss man bedenken, dass das Vieh der größte Reichtum dieses Volkes war. Die Propheten verlangten praktisch, dass sich das Volk der Xhosa um seine eigenen existenziellen Grundlagen bringt. Nicht alle haben da sofort mitgemacht, es gab auch bedächtige Stimmen, doch diese gerieten immer mehr in die Minderheit. Und schließlich gaben auch diese nach, dem Befehl der Propheten wurde gefolgt, und als das letzte Vieh geschlachtet wurde, das letzte Korn vernichtet, erwarteten die Xhosa die Ankunft des Geisterheeres welches sie in den den siegreichen Kampf begleiten sollte.