Ökologismus



Grün-braune Liebe zur Natur und zum Klima

17. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Es gibt zwei Parteien die sich an der Klimadebatte beteiligen. Zum einen die Klimaschützer, zum anderen die Klimaskeptiker. Klimaschutz wird politisch eher dem linken Flügel zugeordnet, während Klimaskeptizismus politisch eher dem rechten Flügel zugeordnet wird. Das dieser “Grundsatz” pauschal so nicht stimmt – und historisch anders gewachsen ist – zeigt u.a. das Beispiel von Günther Schwab.

Günther Schwab (geboren am 7. Oktober 1904 in Prag; gestorben am 12. April 2006 in Salzburg) war ein österreichischer Schriftsteller, Autor und Förster. Er war Mitglied in der NSDAP und SA, letzter Rang Sturmführer. Er gründete den „Weltbund zur Rettung des Lebens“ (WRL) – später unbenannt in Weltbund zum Schutze des Lebens (WSL) – und gilt als wegweisender Umwelt- und Klimaschützer.

Nach dem 1. Weltkrieg
siedelte Schwabs Familie nach Wien um, wo Schwab seine Liebe zur Natur entdeckte und später (1930) der NSDAP und SA beitrat. In Zeiten des Nationalsozialismus war es durchaus üblich, dass man sich wie Schwab der Liebe zur Natur und dem Umweltschutz verschrieb. 1938 waren von den deutschen Forstbeamten 85 Prozent Mitglied der NSDAP, was ein schöner Ausdruck der spezifisch deutschen Liebe zum Wald ist. Schwab setzte sich in seinen Büchern schon früh für den aktiven Umweltschutz ein (z. B. …



Welt-Waldbericht: Abkehr vom Ökologismus?

6. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Kohle, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Der Mythos, die Wälder der Welt würden dramatisch schrumpfen, begleitet uns seit Jahrzehnten. Wenn ich mich an die Warnungen meiner Schulzeit erinnere, an die dramatischen Bilder von Holzeinschlägen im Amazonasgebiet, von Bränden in Südostasien und Plantagen in Afrika und Mittelamerika, an die dringlichen Apelle, keine Tropenhölzer mehr zu nutzen und auch kein Papier, dann komme ich zu dem Schluß, der Wald müsse mittlerweile wohl gänzlich verschwunden sein. Der Blick aus dem Fenster belehrt mich ebenso eines besseren, wie das Studium von Satellitenbildern und Luftaufnahmen. Und spätestens seit Lomborgs “Apocalypse No!” könnte eigentlich jeder wissen: Die Wälder schrumpfen zwar, aber keineswegs in nennenswertem Umfang.

Der aktuelle Bericht der UN-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (FAO, Food and Agriculture Organization of the United Nations) über den Zustand der Wälder der Welt belegt es deutlich: Etwa 4 Milliarden Hektar (4.033.060.000 ha) der Erdoberfläche sind von Wald bedeckt (31% der Landfläche) und die Schrumpfungsrate von durchschnittlich 0,2% pro Jahr im Zeitraum 1990-2000 hat sich im vergangenen Jahrzehnt 2000-2010 auf 0,1% halbiert.

Wie ist dieser Unterschied zwischen allgemeiner Wahrnehmung und der Realität zu erklären? Ganz einfach: Der Wald verschwindet nicht, weil er nachwächst. Grundlegendes Dogma des Ökologismus aber ist die Verehrung der “unberührten Natur”. …



Keine Kompromisse in Lissabon

1. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Politik, Wissenschaft

Eine bemerkenswerte Konferenz fand letzte Woche (26. bis 28 Januar 2011) in Lissabon statt.  Unter dem Titel “Versöhnung in der Klimadebatte” trafen sich nach übereinstimmenden Berichten etwa 30 Protagonisten, darunter einige Stars der Blogosphäre.

Berichte und Diskussionen finden sich u.a. hier:

Werner Krauß (Klimazwiebel): “Der Klimakrieg kann weitergehen

Werner Krauß (Klimazwiebel): “Reconciliation in the Climate Debate

Gerald Traufetter (Spiegel Online): “Der Klimakrieg kann weitergehen

Judith Curry (Climate Etc.): “Lisbon Workshop on Reconciliation Part II

Skeptiker wie Steve McIntyre, Steve Mosher, Steve Goddard, Ross McKitrick und Fred Pearce diskutierten mit vom menschgemachten Klimawandel überzeugten Wissenschaftlern wie Judith Curry, Hans von Storch und Werner Krauß (der sich, wie er auf der Klimazwiebel verlauten ließ, tatsächlich mit “ß” schreibt – und ich halte meinen Lieblingsbuchstaben ja in Ehren). Eine vollständige Teilnehmerliste habe ich nirgends gefunden, aber echte Alarmisten waren wohl nicht anwesend. Bei Traufetter findet sich die Vermutung, der geladene Gavin Schmidt habe abgesagt, weil er nicht auf Steve McIntyre treffen wollte. Zur Debatte kam es also nur zwischen den Skeptikern und den “Honest Brokern”. Diese Bezeichnung habe ich von Roger Pielke jr. und Hans von Storch übernommen. Sie steht für Forscher, die sehr wohl von …



Das Ende der Ökozone?

27. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Die Reduzierung des anthropogenen Schadstoffausstoßes (jedenfalls das, was man dafür hält) ist nicht das oberste Ziel der ökologistischen Ideologie. Vielmehr geht es, wie bei allen totalitären Ansätzen, um die Umerziehung des Menschen an sich, um die Änderung seiner Verhaltensweisen unter der Ägide einer übergeordneten Zielstellung. Die gemeinhin verstanden wird als „nachhaltige Entwicklung“ in ihrer strengstmöglichen Form, in der jedwede physikalische Interaktion zwischen Mensch und Natur erstens zu hinterfragen, zweitens zu reduzieren und drittens schließlich ganz zu vermeiden ist. „Physikalische Interaktion“ meint nicht den Streichelzoo, sondern die Nutzung von Flächen (Siedlungen, Verkehrswege, Landwirtschaft), den Eintrag von Stoffen (vom Abgas bis zum Düngemittel) und die Gewinnung von Ressourcen (vom Eisenerz bis zum Steak). Die individuelle Freiheit der Menschen ist auch die Freiheit zu dieser Form der Wechselwirkung mit ihrer Umwelt, sie äußert sich in unserem Alltag in den Möglichkeiten der Kommunikation, der Versorgung mit allerlei Gütern von Kleidung bis Nahrung, der Versorgung mit Energie und Energieträgern aller Art und nicht zuletzt in der Erfüllung von Mobilitätsbedarfen. Im Innenleben des gewöhnlichen Ökologisten vereinen sich daher oft die Angst vor Handystrahlung, Vegetarismus oder gar Veganismus und der Glaube an die Klimaerwärmung zu einem geschlossenes Weltbild. Und dem Hang zum Totalitarismus entsprechend wird die persönliche …



Vergiftung von Kindergehirnen mit Klimaängsten: wird sich diese erzieherische Sturmflut 2011 wenden?

5. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Ökologismus

Wir haben erstaunliche 40 Jahre der Angsterzeugung erlebt, ausgelöst durch ein paar unverantwortliche Wissenschaftler, deren Computermodelle für sie so wahnsinnig echt geworden sind, dass sie grundlegende Verantwortlichkeiten eines Erwachsenen über Bord geworfen haben. Nach einer kurzen Liaison mit der Möglichkeit, dass die nächste Eiszeit bevorsteht, wandten sie ihre Aufmerksamkeit der Erwärmung zu, zweifellos ermutigt durch die bemerkenswerte, auf dem Mauna Loa gemessene jährliche Zunahme des CO2-Gehaltes der Luft. Sie entwickelten Modelle, um dem CO2 eine viel wichtigere Rolle zuzuschieben, als es durch Beobachtungen und sorgfältig rekonstruierte historische Aufzeichnungen gerechtfertigt ist.

 Die Modelle tun dann auch, was sie sollen, und zwar mit Hilfe eines hypothetischen positiven Feedbacks, bei dem der Wasserdampf ins Spiel kommt, ein Feedback, dass nach unseren Erkenntnissen der Vergangenheit der Atmosphäre nicht plausibel ist und auch nicht durch jüngste Beobachtungen bestätigt wird, nicht zuletzt deshalb, weil die Lufttemperatur nicht den troposphärischen ‚Hot Spot’ zeigt, den die Modelle vorhersagen. Der Einfluss des CO2 auf das Klima ist alles andere als unstrittig, denn die Schätzungen von Experten reichen von einer alles in allem leichten Abkühlung bis zu einer leichten Erwärmung aufgrund der angenommenen Zunahme des CO2 während der nächsten 100 Jahre oder so.

 Klimamodelle sind Spielzeug der Alarmisten
Das …



Grüne Programmatik: Der Weg in den Ökofaschismus?

4. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Das Verständnis von Freiheit in den heutigen, demokratisch verfaßten Gesellschaften orientiert sich in Anlehnung an die Ideen der Aufklärung und an die Werte der französischen Revolution an den Lebensumständen auf individueller Ebene. Freiheit ist ein Spektrum von Handlungsmöglichkeiten, auf das jede Einzelperson ein zu schützendes Recht hat.  Die Vielfalt und Verschiedenheit der Lebensumstände machen es unmöglich, dieses Spektrum in Form einer Positivliste über den allgemeinen Standard der bürgerlichen Freiheitsrechte hinaus (Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Wahlrecht, Religionsfreiheit u.v.a.) zu definieren. Unser Freiheitsbegriff ist daher noch am ehesten einer Definition zugänglich, die seine Grenzen aufzeigt. Wenn Freiheit auf individueller Ebene empfunden und gelebt werden soll, dann ist sie auch ausschließlich im Rückgriff auf die individuelle Ebene einzuschränken. Dies begründet die demokratische Tradition, die Grenzen der Handlungsfreiheit des Individuums an der Auswirkung auf die Handlungsfreiheiten anderer Individuen anzusetzen.

In den Grundsatzprogrammen  von CDU, SPD und FDP heißt es in auffälliger Übereinstimmung:

Die Freiheit des anderen bedingt und begrenzt die eigene Freiheit. (CDU)

Die Freiheit des Einzelnen endet, wo sie die Freiheit des Anderen verletzt. (SPD)

Die Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenze an der Freiheit der anderen. (FDP)

 Für diese drei Parteien ist individuelle Freiheit ein Ziel auf der obersten Ebene, dem sich andere Werte …



Anmerkungen zum ökologischen Fußabdruck

22. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

In meinem Artikel zur diesjährigen Studie des Umweltbundesamtes zum Umweltbewusstsein in Deutschland habe ich mich auf die verzerrte Risikowahrnehmung konzentriert.  Den größeren ökologischen Fußabdruck der Grünen-Wähler, auf den sich einige gestürzt haben, habe ich nur am Rande erwähnt.  Das hat seine Gründe.  Denn um voller Entrüstung die Grünen für ihren ökologischen Fußabdruck zu kritisieren, müsste ich mich einem Denken unterordnen, das einen besonders kleinen dieser Fußabdrücke als grundsätzlich erstrebenswertes Ziel anerkennt.

Das tue ich aufgrund einiger einfacher Überlegungen inzwischen nicht mehr. …