Ökologismus



Keine Zeit für Niko Paech

17. September 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

ego3-150x150Die meisten Leser werden den Witz von den beiden Journalisten kennen, die an einer Kneipe vorbeigehen.

Das war schon die ganze Geschichte.

Zwei Journalisten gehen nämlich niemals an einer Kneipe vorbei, sie gehen immer gleich hinein. Man kann dieses Pointenkonzept natürlich beliebig anpassen. Etwa in der folgenden Variante: „Geht Niko Paech in ein Kaufhaus…“. Genau: Niko Paech würde niemals ein Kaufhaus besuchen.

Der Volkswirtschaftsprofessor, der als Vordenker der Nachhaltigkeitsideologie in den letzten Jahren mit seiner Utopie einer Subsistenzwirtschaft Furore machte, scheint auf den ersten Blick eine extreme Position zu vertreten. Denn im Gegensatz zu vielen grünen Salonrevolutionären und grüngetarnten Zeitgeistmitläufern gibt er sich nicht mit faulen Kompromissen zufrieden. In einem seiner Texte (hier ab Seite 41) findet sich diese bemerkenswerte Aussage:

Bisherige Versuche das entgrenzte Konsum- und Mobilitätsmodell durch technischen Fortschritt ökologisch reinzuwaschen, sind nicht nur systematisch gescheitert, sondern verursachen oft mehr neue Umweltschäden als an bisherigen beseitigt werden. Ein Beispiel dafür ist die deutsche Energiewende.

Das ist folgerichtig. Wer jeden menschlichen Eingriff in die Natur als gefährliches Übel ansieht, der kann die Energiewende nur als Verrat an seiner Sache bewerten. Wer dagegen Windenergie, Photovoltaik oder Biomasse als „grüne“ Technologien verkauft, der irrt oder lügt.



Hoffest auf dem Ökohof

14. September 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ernährung, Gesundheit, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Windkraft

vlcsnap-2015-09-14-11h16m35s129Ich war gestern mal wieder mit dem Rad im Bremer Blockland unterwegs. Dort gibt es seit einigen Jahren einen Biohof mit Ferienwohnungen, Bio-Eiscafe, Spielplatz, Kunstausstellungen und Erlebnis-Ökostall. Autos strengstens verboten. Dazu schreibt der Biohof auf seiner Internetseite:



„Peak Sand“ und die Kernkraft – Und warum Erneuerbare Energien keine gute Lösung sind

10. September 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Kernenergie, Ökologismus, Ressourcenverknappung, Windkraft

800px-Sahara_Grand_Erg_OccidentalEs gibt einen alten Witz, den man sich im sozialistischen Osten gerne erzählte: „Was passiert, wenn die Sahara kommunistisch wird? Die ersten paar Jahre nichts, danach wird der Sand knapp.“ Das Absurde daran ist natürlich, dass Sand augenscheinlich einer der häufigsten Stoffe auf dieser Welt ist, und daher nicht knapp werden kann. Außer natürlich durch die im Kommunismus übliche Fehlverwendung von Rohstoffen…

Nun scheint diese Vision vom knapp werdenden Sand allerdings in den Augen mancher Umweltbewegter auf eine etwas andere Art Realität zu werden.  Neulich lief auf Arte eine Dokumentation, in der genau dieses Schreckgespenst an die Wand gemalt wurde. In „Sand – Die neue Umweltzeitbombe“ erzählen die Macher eine Geschichte von Raubbau an der Natur, verschwindenden Stränden und einer global agierenden Sandmafia.

Manches davon ist völlig richtig dargestellt. So hat etwa der Bau-Boom in Dubai dazu geführt, dass man dort inzwischen Sand aus Australien importieren muss. Der nahe liegende Gedanke, den Bausand einfach aus der reichlich vorhandenen Wüste zu nehmen funktioniert nicht. Wüstensand hat durch den Wind rund geschliffene Körner und ist somit als Rohstoff für Beton nicht geeignet.

Auch den Bausand einfach vor der Küste aus dem Meer zu baggern oder direkt von Stränden zu verwenden,



Die Flüchtlinge, der Klimawandel und die Klimaschützer

8. September 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Politik

StahmannDer Weltklimarat IPCC prognostiziert, dass mit der fortgesetzten Erderwärmung die Austrocknung des Nahen Ostens voranschreitet, was angesichts der wachsenden Bevölkerung die Spannungen vor Ort weiter verstärken dürfte. Das bedeutet weitere Flüchtlinge!



Ich bin ein Veganer

6. September 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Ökologismus

ego3-150x150Ich habe meine Ernährung umgestellt. Auf Salat. Auf den Salat, den man zwischen zwei Brötchenhälften steckt. Mit einem Fleischklops in der Mitte. Sie finden diesen Witz albern? Ich auch. Aber irgendeiner lacht immer, wenn ich mich mit diesen Sätzen in die Mittagspause verabschiede.

Schließlich gibt es ein Vorbild. Auch unser Schwimmweltmeister Marco Koch folgt diesem Konzept. Nur meint er es tatsächlich ernst. „Vegan plus Fleisch“ heißt sein Erfolgsrezept. Sie fragen sich, was das für eine Ernährung sein soll? Ich auch. Die Erklärung lieferte er nach dem Gewinn der Goldmedaille mit den Worten: „Ich will gleich noch zu Burger King“.

Sie meinen, bescheuerter geht es nicht mehr? Dachte ich auch. Aber „vegan plus Fleisch“ ist bei weitem noch nicht perfekt. Wer es richtig machen und die Umwelt ebenso wie seine Gesundheit ruinieren möchte, der darf doch kein Fleisch essen! Der hat mindestens auf vegetarisches, wenn nicht gar veganes Fleisch umzusteigen.

Sie denken, das wäre Unsinn? Da kennen Sie Landwirt Ansgar Meydorf aus Schüttorf noch nicht. Er bietet „vegetarisches Schweinefleisch“ an. Nein, es handelt sich nicht um eine besonders raffinierte Tofu- oder Sojasimulation, sondern um das Fleisch von echten Schweinen. In dieser Publikation finden Sie auf Seite 34 seine Geschichte:



Die Drückerkolonnen der Umwelt- und Klimaschützer

4. September 2015 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Ökologismus, Profiteure

Druecker2Sie haben bestimmt auch schon davon gehört: Drückerkolonnen ziehen durch die Lande, die den Leuten an der Haustür irgendwelche Abos verticken. Den Drückern wird zunächst ein Lohn von mehreren tausend Euro versprochen. Sind diese aber erst einmal in die Fänge der Drückerbanden geraten, so werden sie in schäbigen Unterkünften untergebracht, zur Arbeit gefahren und müssen für ihre Auftraggeber anschaffen gehen und werden dafür mit einem Hungerlohn abgefunden. So ähnlich machen es jetzt auch die Umweltschutz- und Klimaschutzverbände, um Mitglieder zu werben und an Gelder von arglosen Bürgern zu kommen.



Buchempfehlung: „Erst stirbt der Wald, dann du!“

1. September 2015 | Von | Kategorie: Blog, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

avatar-quentin150In einer Rezension über Birgit Metzgers „Erst stirbt der Wald, dann du!“. Das Waldsterben als westdeutsches Politikum (1978–1986) heißt es:

Umso erklärungsbedürftiger ist es in der Rückschau, warum das „Waldsterben“ in vergleichsweise kurzer Zeit einem Großteil der Bevölkerung als drängendes Problem erscheinen konnte. So forderten bereits im Bundestags-Wahlkampf 1983 neben den jungen Grünen als selbsterklärten Bündnispartnern der Umweltbewegung auch die anderen Parteien konsequente Abhilfe. Den entscheidenden Grund für eine Breitenwirkung „quer durch soziale Milieus und politische Lager“ (S. 10) sieht Metzger im Gegensatz zu den damaligen Protagonisten nicht in der Größenordnung tatsächlich zu beobachtender Waldschäden – diesbezüglich habe weder in der Bundesrepublik noch andernorts eine direkte Relation zur Intensität medialer und öffentlicher Debatten bestanden. Vielmehr benennt sie als wesentliche Voraussetzung, dass sich um 1980 bis dahin getrennte Denkbewegungen zu verbinden begannen: aus dem wissenschaftlichen Bereich die organizistisch orientierte Ökosystemtheorie, aus der gesellschaftlichen Sphäre Diskurse des Krisenbewusstseins und der Zukunftsangst.

Frau Metzger hat dies als Dissertation geschrieben, doch so manches, so deutet sich in der Rezension an, könnte auch auf meinem Mist gewachsen sein. Wenn ich mal so im Gedächtnis meine älteren Texte durch gehe. Besonders interessant wird es dann hier: