Tierschutz



Neu bei der Achse: Berufen sich Gentechnik-Gegner auf eine gefälschte Studie?

2. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Tierschutz

achselogoSpätestens nach seinem wütenden Artikel beim Deutschen Arbeitgeberverband ist Hans-Jörg Jacobsen, Professor am Institut für Pflanzengenetik der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, für seine deutlichen Worte bekannt. Nun äußert er den Vorwurf einer Täuschungsabsicht in Bezug auf eine aktuelle Studie, die ein Risikopotential der Grünen Gentechnik gefunden haben will:

Aber Hoffnung gibt es: Vielleicht haben die Tierschützer erkannt, dass diese Studie vermutlich ein Fake darstellt: So sind bei genauerem Hinsehen die Abbildungen nicht schlüssig, auch tauchen Daten auf, die von derselben Gruppe schon einmal in einem anderen Journal publiziert worden waren. Damals waren übrigens keine Unterschiede gefunden worden, in der jetzt publizierten Studie sind die Angaben für die Tiere, die mit der Milch von mit Gensojaextrakt gefütterten Ziegen aufgezogen wurden, gleich geblieben, die Daten bei der „Kontrollgruppe“ sind nun so hoch, dass es statistisch signifikant erscheint. Es steht zu vermuten, dass die Experimente überhaupt nicht durchgeführt worden sind und damit auch Tiere nicht sinnlos verbraucht wurden. Wenn dem aber so ist, dann liegt krasses wissenschaftliches Fehlverhalten vor, was mit Publikationsverbot nicht unter 5 Jahren geahndet werden müsste.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: Wo sind eigentlich die organisierten Tierschützer, wenn die Tiere sie brauchen?

 



Neu bei Novo: Schizophrene Tierfreunde und die Ethik fossiler Brennstoffe

14. Februar 2015 | Von | Kategorie: Blog, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Ressourcenverknappung, Tierrechte, Tierschutz

novo_logoAuf NovoArgumente Online sind drei neue Texte erschienen, die sicher auch unsere Leser interessieren werden und auf die ich daher hier hinweisen möchte.

Klaus Alfs beschäftigt sich mit Tierrechtlern und deren mangelnder Achtung vor dem Menschen. Sein Beitrag Das Tier ist nicht der Freund des Menschen entlarvt die Gedankenwelt ideologisch motivierter Veganer durch einen klaren und rationalen Blick. Denn wer Tieren wirklich auf „Augenhöhe“ begegnen wolle, solle sich vorsehen, am Ende nicht im Tiermagen zu enden. Tiere taugen nicht als Ersatzmenschen. Den Unterschied in den Beziehungen von Menschen untereinander zu solchen zwischen Menschen und Tieren zu negieren, ist eine Form von Menschenverachtung.

Passend dazu zeigt Axel Kleemann in Narrenfreiheit gegen Forschungsfreiheit die Irrationalität und Menschenfeindlichkeit von radikalen Tierversuchsgegnern auf. Denn Forderungen nach einem vollständigen Verbot von Tierversuchen ließen die Folgen für die medizinische Forschung und kranke Menschen außer Acht.

Da lasse ich es mir doch nicht nehmen, auch auf meinen alten Text zum Thema hinzuweisen: Erinnerungen an Circus Renz

Der Philosoph und Energieexperte (!) Alex Epstein hat ein Buch mit dem provokanten Titel The Moral Case for Fossil Fuels geschrieben und Andreas Müller hat es bei Novo rezensiert. Normalerweise heißt es doch immer, die Ökologisten hätten Moral und Ethik auf



Gute Fledermäuse, schlechte Fledermäuse…

10. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Ökologismus, Tierschutz, Windkraft

Big-eared-townsend-fledermausGute Fledermäuse:

Fledermäuse stoppen A20

Was ist wichtiger? Autoverkehr oder die Flugrouten kleiner Tiere? Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet zugunsten der Bechstein-Fledermaus.

HAMBURG taz | Die Küstenautobahn A 20 darf vorerst nicht weiter gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhängte am Mittwoch einen Baustopp für einen Teilabschnitt bei Bad Segeberg im Zentrum Schleswig-Holsteins. Grund ist der Schutz des größten deutschen Fledermaus-Quartiers in den nahe gelegenen Segeberger Kalkberghöhlen mit mehr als 20.000 Tieren.

Schlechte Fledermäuse:

Studie sieht Fledermaus-Massensterben an Windrädern

Eine Stichprobe alarmiert Behörden: Eine Viertelmillion Fledermäuse könnten demnach pro Jahr in Deutschland durch Windräder zu Tode kommen. Vogelschützer fordern, gefährliche Rotoren zu bremsen – doch die untersuchten Anlagen bleiben geheim.

Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)



Von den Walen lernen

17. März 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdöl, Nachhaltigkeit, Ökologistische Mythen, Politik, Tierschutz

ego150“There she blows! There she blows! A hump like a snow-hill! It is Moby Dick!”

(Herman Melville, Moby Dick, 1851)

So ein Wal ist eine tolle Sache. In den Barten des Blauwals findet sich Fischbein für körperformende Kleidung (Korsetts, Reifröcke) und diverse Accessoires (Sonnenschirme). Ein Pottwal liefert Ambra für allerlei Duftwässerchen und Walrat für feine Kerzen. Aus allen großen Meeressäugern kann man Tran gewinnen, nützlich als Energieträger (Beleuchtung), als wichtiger Grundstoff für die chemische Industrie (Farben, Pflegemittel, Sprengstoffe), für Medizin und Kosmetik (Salben, Seifen) und für Lebensmittel (Margarine, Suppen, Gelatine). Nicht zu vergessen: Der Wal ist ein nachwachsender Rohstoff.

Da wundert die Anziehungskraft nicht, die der Walfang über Jahrhunderte auf abenteuerlustige Tierliebhaber ausübte. Monate oder gar Jahre auf den Weltmeeren fernab der zivilisierten Metropolen unterwegs, trotzten diese Naturburschen allen Gefahren der See. Beseelt von dem Anspruch, der Menschheit Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu sichern, setzten sie tagtäglich ihr Leben ein. Wahre Helden, denen Herman Melville in der Figur des fiktiven Kapitäns Ahab ein literarisches Denkmal für die Ewigkeit erbaute.

Leider aber agierten die Regierungen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert nicht so vorausschauend, wie unsere heutige Administration. Statt ihn also massiv zu subventionieren, ließen sie den Walfang erst sterben,



Erinnerungen an Circus Renz

8. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Tierrechte, Tierschutz

Wenn der Musikclown in die Manege stolpert, in der das spotbeleuchtete Xylophon schon wartet, und die ersten Töne der zeitlosen Musik von Gustav Peter erklingen, beginnt die Reise durch eine Welt voller Wunder fernab des Alltags. Die Klänge, die Lichter, die Farben, der Geruch nach Sägemehl und Tieren, die Spannung im Publikum und das Versprechen des Außergewöhnlichen verbinden sich in Zeitlosigkeit – man ist wieder Kind und doch auch Vater. Der Zirkus ist in der Stadt.

Natürlich bin ich nicht alt genug, um den historischen Circus Renz zu kennen. Meine Erinnerungen sind verknüpft mit Williams-Althoff, Busch-Roland und natürlich Circus Barum, in dem Gerd Simoneit seine Löwen präsentierte. Es sind die schärfsten und klarsten Eindrücke, die mir aus der frühen Kindheit noch verblieben sind, der Salto Mortale unter der Kuppel, die mächtigen Elefanten hautnah und die gefährlichen Raubtiere in einer spektakulären Choreographie. Clownerie, Artistik und Tierdressuren – aus dem klassischen Dreiklang der großen Zirkuskunst sind es vor allem die Tiere, die sich in mein Gehirn eingebrannt haben.

Ich sehe sie wie heute vor mir, das Spiel der kräftigen Muskeln unter dem goldenen Fell, die weiß glänzenden Zähne, wenn sie ihre Wut dem Dompteur entgegenbrüllen, der Wunsch, zu springen und zu töten,