Elektromobilität



Diesel: Die Lückenmedien im Glashaus (3)

22. September 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Politik

Deutschlands politische und mediale Eliten blasen zum Krieg gegen das angeblich klima- und gesundheitsgefährdende Automobil. Da man damit nahezu das ganze Volk trifft, von den knapp 1 Mio. Beschäftigten der Branche über zahllose Mitarbeiter bei Zulieferern und Werkstätten bis zu den rund 45 Mio. Autobesitzern, greift man zur Salamitaktik. Deshalb wird zurzeit der Diesel-PKW als angeblich gesundheitsschädlicher Schmutzfink in die Ecke gestellt. Er soll die Luft in den Städten verpesten und jedes Jahr zigtausende Tote verursachen. ARD und ZDF verhalten sich wie Staatsmedien und nehmen kritische Stimmen mit einem sogenannten „Faktenfinder“ aufs Korn [FAKT]. Ganz vorne dabei: Andrej Reisin vom NDR und Wolfgang Wichmann von tagesschau.de. Doch wie gut hält deren „Faktenfinder“ einem Faktencheck stand?

Bild 1. Erst hieß es nur bei den Grünen „5 DM für den Liter Benzin“, jetzt wollen auch CDU und SPD mit aller Macht die „Verbrenner“ auf den Scheiterhaufen zerren. Heutzutage überholen die etablierten Parteien die Grünen selbst auf der Autobahn wenn möglich rechts und ohne zu blinken – und dabei werden bei ihnen noch nicht einmal die Bremslichter rot

Bild 1. Erst hieß es nur bei den Grünen „5 DM für den Liter Benzin“, jetzt wollen auch CDU und SPD mit aller Macht die „Verbrenner“ auf den Scheiterhaufen zerren. Heutzutage überholen die etablierten Parteien die Grünen selbst auf der Autobahn wenn möglich rechts und ohne zu blinken – und dabei werden bei ihnen noch nicht einmal die Bremslichter rot

 

Im ersten Teil dieses Aufsatzes wurde nachgewiesen, dass die NO2-Belastung der Luft in ganz Deutschland und auch an den sogenannten „Hotspots“ in



Diesel: Die Lückenmedien im Glashaus (2)

21. September 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Politik

Deutschlands politische und mediale Eliten blasen zum Krieg gegen das angeblich klima- und gesundheitsgefährdende Automobil. Da man damit nahezu das ganze Volk trifft, von den knapp 1 Mio. Beschäftigten der Branche über zahllose Mitarbeiter bei Zulieferern und Werkstätten bis zu den rund 45 Mio. Autobesitzern, greift man zur Salamitaktik. Deshalb wird zurzeit der Diesel-PKW als angeblich gesundheitsschädlicher Schmutzfink in die Ecke gestellt. Er soll die Luft in den Städten verpesten und jedes Jahr zigtausende Tote verursachen. ARD und ZDF verhalten sich wie Staatsmedien und nehmen kritische Stimmen mit einem sogenannten „Faktenfinder“ aufs Korn [FAKT]. Ganz vorne dabei: Andrej Reisin vom NDR und Wolfgang Wichmann von tagesschau.de. Doch wie gut hält deren „Faktenfinder“ einem Faktencheck stand?

Bild 1. Der Vergleich der NO2-Jahresmittelwerte zeigt ungeachtet der unterschiedlichen Farbskalen, dass die Werte in der Umgebungsluft seit 2001 deutlich zurückgegangen sind (Grafiken: UBA)

Bild 1. Der Vergleich der NO2-Jahresmittelwerte zeigt ungeachtet der unterschiedlichen Farbskalen, dass die Werte in der Umgebungsluft seit 2001 deutlich zurückgegangen sind (Grafiken: UBA)

Im ersten Teil wurde nachgewiesen, dass die NO2-Belastung der Luft in ganz Deutschland und auch an den sogenannten „Hotspots“ in Städten zurückgegangen ist. Grund ist die stetige Ablösung älterer durch jüngere Fahrzeuge mit besseren Abgasbehandlungssystemen. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Im jetzigen zweiten Teil der Analyse wird zunächst der Frage nachgegangen, warum die



Entweder ein Verbrenner oder gar kein Auto

24. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Mobilität, Politik

ego150Nach der Energiewirtschaft geht es nun der Automobilindustrie an den Kragen. Ein Verbot von Verbrennungsmotoren trifft aber nicht nur die Wirtschaft, es bedeutet auch das Ende individueller Mobilität, wie wir sie kennen und schätzen. Einmal mehr zeigt sich: Klimaschutz und Freiheit passen nicht zusammen. Man kann nicht beides haben.

Im Juli erhielt der deutsche Bundesrat von der EU-Kommission ein Papier, in dem die Grundzüge der künftigen europäischen Strategie für emissionsarme Mobilität skizziert werden. Im September formulierte die Länderkammer eine Stellungnahme, die mit neun Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen angenommen wurde. Im Oktober nahmen einige Medien diesen Beschluss zur Kenntnis und berichteten darüber unter der Schlagzeile, die Bundesländer hätten sich dafür ausgesprochen, ab 2030 die Neuzulassung von benzin- und dieselgetriebenen Automobilen zu verbieten.

Das stimmt so zwar nicht, aber richtig ist es dennoch. Widersprüche dieser Art ergeben sich zwangsläufig, wenn Klimaschutz und Wirklichkeit aufeinandertreffen. Also immer.

Die Vorlage der EU-Kommission geht von dem Ziel aus, die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts um 60% gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren, mit einer klaren Tendenz Richtung null. Der Bundesrat merkt zunächst an, diese Vorgabe sei nicht ausreichend, um die Vorgaben des Weltklimavertrages zu erfüllen. Das ist korrekt, denn das Zwei-Grad-Ziel erfordert



Volocopter: Bemannter Erstflug

7. April 2016 | Von | Kategorie: Blog, Elektromobilität, Innovationspolitik, Mobilität, Wirtschaftsförderung

Am 30.03.2016 hob der Volocopter von einem kleinen Flugfeld in Bruchsal erstmals zu einem bemannten Flug ab. E-Volo berichtet auf Facebook:

Volocopter „White Lady“ fliegt bemannt!

Der bemannte Erstflug des weltweit einzigen zugelassenen Multicopters, dem Volocopter VC200, läutet den Beginn einer neuen Ära in der Fortbewegung der Menschheit ein. Den historischen Erstflug führte am 30.03.2016 Geschäftsführer Alexander Zosel durch. An diesem Tag taufte er den Volocopter VC200 mit der Kennung D-MYVC auf den Namen „White Lady“.

“Der Flug war total super” sagte Alex Zosel direkt nach seiner Landung. “Also der erste Flug war einfach unglaublich. Ich habe mich reingesetzt, wir haben Vorchecks gemacht vielleicht 20 Sekunden gefühlt, dann habe ich schon die Freigabe für den Flug erhalten. Ich habe nicht lange gezögert, ich habe einfach den Hebel nach oben gedrückt und der Volocopter ist einfach mit einem Satz nach oben gesprungen. Es war unglaublich, es war ein total schwereloses Schweben, also es hat sich überhaupt nicht angefühlt als wären da wahnsinnige Kräfte am Werk, sondern es war alles total leicht und jede Bewegung, die ich mit dem Joystick gemacht habe, hat er sofort umgesetzt.

Es ist schon ein erhabenes Gefühl, abzuheben, zu fliegen die ersten Meter und dann



So geht Elektromobilität

12. Januar 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Innovationspolitik, Mobilität, Technium

ego150Bei der Suche nach neuen Ideen für innovative Produkte wird man häufig in der Vergangenheit fündig. Vor allem die Technikgeschichte der letzten 200 Jahre bietet viele faszinierende, damals zukunftsweisende Konzepte, die heute in Vergessenheit geraten sind. Die Ursachen des Scheiterns können meist auf einen oder mehrere der folgenden Umstände zurückgeführt werden:

  • Manche Visionen waren in der zu ihrer Zeit zur Verfügung stehenden technischen Umwelt nicht marktfähig umsetzbar. Beispiele sind das Fehlen geeigneter Materialien, geeigneter Steuerungs- und Antriebssysteme oder auch der erforderlichen Produktionstechnologien. Den Bodeneffektfahrzeugen geht es bis heute so, obwohl ich nach wie vor eine Renaissance derselben erwarte.
  • Manchen Erfindern gelang es nie, ausreichend Unterstützung zur Überwindung von Hindernissen aller Art zu generieren. Dies betrifft nicht nur das erforderliche Kapital, sondern auch ideelle und organisatorische Hilfen sowie geeignete Mitstreiter. Ohne die Allgegenwart von Massenmedien, ohne das Internet als Kommunikationskanal waren insbesondere Entwicklungen aus dem Umfeld des Militärs häufig so wenig Menschen bekannt, daß sie leicht augebremst und verhindert werden konnten. Mit dem Tragschrauber (Gyrocopter) und dem Flüssigsalzreaktor seien zwei Produkte genannt, deren Wiederentdeckung erst nach Jahrzehnten durch kleine Unternehmen und Startups erfolgte.
  • Manche Entwickler konzentrierten sich schlicht auf ein völlig falsches Marksegment, in dem andere technische Paradigmen die Bedarfe der


Der Powerwall: Geht es Tesla wirklich so schlecht?

5. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Energieerzeugung, Photovoltaik

ego150Man weiß nicht, wie gut es SpaceX wirklich geht. Wahrscheinlich hält sich das Unternehmen durch NASA-Aufträge einigermaßen über Wasser. Für die zweite der von Elon Musk geführten Firmen, Tesla Motors, scheint es aber düster auszusehen. Anders ist die Produktpräsentation vom vergangenen Donnerstag kaum zu verstehen.

Am 30.04.2015 stellte Elon Musk persönlich der Presse in Apple-Manier eine Neuheit vor.  Die die Energiebranche in den kommenden Jahren revolutionieren werde. Von der „Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen“ sprach Musk dabei ebenso, wie von einem Durchbruch für die Photovoltaik. Ein neuer globaler, viele Milliarden Dollar schwerer Markt täte sich auf.

Wer nun mindestens einen Flüssigsalz-, wenn nicht gar einen Fusionsreaktor erwartet, wird leider enttäuscht. Elon Musk hat nicht mehr zu bieten, als einen „Powerwall“ genannten Lithium-Ionen-Akkumulator. Der eben Überschüsse aus einer heimischen Solaranlage speichern und in sonnenlosen Zeiten wieder abgeben soll.

Innovativ ist das nicht. Produkte dieser Art gibt es schon seit Jahren auf dem Markt, auch von deutschen Herstellern. Die Leistungsdaten der Powerwall entsprechen dem derzeitigen Standard solcher Geräte. Sicher ist das Design sehr gelungen und vergleichsweise modern gegenüber den oft schlichten und lediglich farblich aufgefrischten Schaltschränken der Mitbewerber. Aber rechtfertigt  dies in Verbindung mit einem Kampfpreis den Muskschen Optimismus?

Für 3.500



Elektromobilität: Bilder einer Ausstellung

19. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

Im Historischen Museum Hannover ist noch bis zum 14. Juni 2015 eine kleine Sonderausstellung zum Thema Elektromobilität zu sehen. Unter dem Titel: „Hannover aufgeladen!: Elektromobilität zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ werden dort durchaus nachdenkliche Töne angeschlagen. Denn der gezeigte historische Verlauf der Entwicklung begründet den politischen Optimismus hinsichtlich dieser Technologie gerade nicht. Natürlich ist die Schau mit öffentlichen Mitteln im Rahmen des Projektes „Schaufenster Elektromobilität“ gefördert worden und natürlich findet man die üblichen Warnungen über Klimawandel und Ressourcenknappheit. Aber zum ersten Mal (zumindest nach meinen Erfahrungen) wird dem Publikum von „offizieller“ Seite deutlich mitgeteilt, ein Akkumulator mit einer Energiekapazität von mehr als etwa 1.000 Wh pro Kilogramm Batteriemasse sei physikalisch einfach nicht möglich. Zwar fehlt die Begründung (die findet man ja hier bei uns), doch die Ausstellungsmacher haben verstanden, daß nur 10% der Energiedichte nicht ausreichen, um mit Benzin oder Diesel konkurrieren zu können. Deswegen gelangen sie am Ende zu dem Fazit, der Markterfolg der Elektromobilität hinge von Veränderungen des Mobilitätsverhaltens und der Mobilitätsansprüche der Nutzer ab. Ich teile diese Einschätzung. Ein Batteriefahrzeug ermöglicht eben nicht den Individualverkehr, wie wir ihn heute kennen. Es funktioniert nur als Teil einer Kette von Linienverkehren, als Ergänzung zu Bus und Bahn,