Energiewende



Sachsen ist nicht Berlin

6. August 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Momentan bedaure ich ein wenig, nicht in Sachsen zu leben. Nicht deswegen, weil man dort besonders schön wohnen könnte (kann man bestimmt) oder weil es dort gute Jobs gäbe (gibt es bestimmt), sondern weil eine wichtige Landtagswahl bevorsteht. Bei der ich erstens gerne meine Stimme abgeben würde. Und von der ich zweitens auch persönlich betroffen bin.

Bei dem Urnengang am 31. August handelt sich um die erste Wahl in Deutschland, bei der man eine regierende Partei dafür belohnen kann, konsequent die Interessen der Bürger gegen die Seelenschmerzen von Ökoideologen und die Gier von Subventionsempfängern verteidigt zu haben. Gemeint ist die sächsische FDP. Als einziges Bundesland hat Sachsen im Bundesrat weder der Energiewende, noch dem Ausstieg aus der Kernenergie zugestimmt. Was dem Einfluß des kleineren Koalitionspartners in der schwarzgelben Landesregierung zu verdanken ist. Die Liberalen haben die Rahmenbedingungen in Sachsen so klug gesetzt, daß der Ausbau der Windenergie dort weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Und sie haben – auch das ein bundesweit unerhörter Vorgang – die von den Vorgängerregierungen gesetzten Ausbauziele für die NIEs wieder gesenkt (!) und die Bezahlbarkeit und die Versorgungssicherheit der Energieversorgung als politisches Ziel gleichrangig zum Umweltschutz im landeseigenen Klimaprogramm verankert. Dies gegen eine zunehmend ergrünte Union



Verbalberserker: Ralph Sina

2. August 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Erdgas, Medien, Unkonventionelles Gas und Öl

avatar-quentinDas Wort »Rage« wurde, lt. wiktionary.org, aus dem Französischen übernommen und hat dort unter anderem die Bedeutungen Berserkerwut, Tollwut oder Raserei. Im Deutschen wird es gerne in der Redewendung »in Rage reden« gebraucht, oder jemanden »in Rage versetzen«. Wer sich in Rage redet, begeht sozusagen einen verbalen Amoklauf, alles was irgend im Weg steht wir ohne Prüfung vernichtet, herab gewürdigt mit Argumenten, die ihrerseits nicht geprüft oder bewertet wurden, sondern gerade eben zur Hand waren. Der in Rage geratene schlägt zu, so scheint es, mit dem was er auf die Schnelle zu greifen bekommt. Berserkerwut kann sich also auch verbal zeigen.

Verbalberserker wirken auf Zuhörer zweierlei, mitreißend auf diejenigen die die Wut teilen, und abstoßend auf die anderen, manchmal auch einschüchternd, weil man glaubt gegen die gewaltigen Wortwaffen keine adäquate Antwort zu haben, oder weil man einen Kampf scheut der nur, auch in verbaler Form, Niederlage oder Sieg kennt. Und genau diese beiden Reaktionen sind auch gewünscht und werden vom Verbalberserker genau einkalkuliert. Die Mitstreiter anfeuern und die Gegner einschüchtern. Wie auf dem Sportplatz, oder mit einer Militärparade, oder rituellen Drohgebärden im Tierreich. Der Gegner soll den Schwanz einkneifen und sich trollen,



Parteien zur Europawahl

12. Mai 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Emissionshandel, Energiewende, Klimawandel, Politik

ego150Seit der Bundestagswahl im vergangenen Jahr scheint die politische Stimmung in Deutschland erstarrt. Ein Blick auf die aktuellen Umfragen und deren Entwicklung seit dem September 2009 offenbart keinerlei Bewegung. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Trifft die große Koalition mit ihrer Politik wirklich die Wünsche der Bevölkerung? Sind die Deutschen zu satt und zu träge geworden, zu desinteressiert und gleichgültig, um noch den Wunsch nach Veränderungen zu haben? Oder stellen die Schwäche der Opposition und ihre Unfähigkeit, wirkungsvoll Alternativen zu formulieren und in die Debatte einzubringen, die entscheidende Ursache dar?

Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allen drei Faktoren. Ändern könnte dies wie so oft eine Wahl mit einem überraschenden Ausgang. Uns steht ja eine bevor, am übernächsten Sonntag wird über die Besetzung des europäischen Parlaments abgestimmt. Eine Chance für den Wähler, durch seine Stimme vor allem die Kommunikation von Themen in den Leitmedien zu beeinflussen. Überraschend gute Ergebnisse für die kleinen Parteien könnten zu einem verstärkten Interesse an deren Aussagen beitragen. Wenn sich die Journalisten der Frage widmen, wie ein solches Ergebnis erklärt werden kann. Die Abstimmung am 25. Mai wäre als Plattform geeignet, um Gegenpositionen zum sozialökokonservativen Einheitsbrei dieser Republik endlich mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Nutzt die



Report der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats veröffentlicht – Globale Energiewende zum Schnäppchenpreis?

14. April 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Strompreis EEG Umlage 2014Das Spektakel ist jetzt also wieder einmal vorüber. Nachdem gestern der dritte und letzte Teil des 5. Sachstandberichts des Weltklimarats Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist, herrscht erst einmal wieder Ruhe an der Front der Berichterstattung um die globale Erwärmung. Bis zum nächsten Bericht des Weltklimarats in sieben Jahren dürfte diese Ruhe höchstens gelegentlich von Berichten über die jährlichen, in aller Regel ergebnislos stattfindenden, Klimakonferenzen unterbrochen werden.

Das Thema Klima ist tot. Selbst ein Klimapolitisches Großereignis wie die Veröffentlichungen eines neuen Sachstandberichts wird von der Öffentlichkeit, wie es ein Autor in der Zeit bedauernd schreibt, “eher geschäftsmäßig zur Kenntnis genommen”. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein. Da ist zunächst einmal der aus der Verhaltenspsychologie bekannte Effekt der Gewöhnung. Die ständige Konfrontation mit der drohenden Katastrophe hat bei den Menschen schlicht zu einer Abstumpfung geführt. Hinzu kommt der Umstand, daß die vorhergesagten Katastrophen bislang größtenteils ausgeblieben sind. Das Eis in der Arktis ist seit dem letzten Weltklimarat-Bericht nicht mehr weniger geworden, die Ausdehnung des Eises in der Antarktis bricht sogar laufend Rekorde, die Winter bei uns waren in den letzten Jahren eher schneereicher und etwas kälter und auch von den oft beschworenen Klimaflüchtlingen



„Energiepolitische Geisterfahrt – die deutsche Wendewirklichkeit“

6. April 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Klimawandel, Politik

Banner

„You can fool all the people some of the time, and some of the people all of the time, but you cannot fool all the people all the time.“ Abraham Lincoln, 1856

Man kann alle Menschen einige Zeit hinters Licht führen und einige Menschen ewig,
aber man kann nicht alle Menschen ewig hinters Licht führen.

I. Ausgangssituation

Die Energiewende soll zwei (vermeintliche?) Probleme lösen: Erstens die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen beseitigen, die nach den „Prophezeiungen“ des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums aus dem Jahre 1972 „sehr zeitnah“ nicht mehr verfügbar sein werden, sprich die Begrenztheit der Vorräte an Kohle, Öl und Gas wird ins Kalkül gezogen. Dadurch sollen sich auch die anthropogen verursachten Emissionen des Gases CO2 verringern, die vom wissenschaftlichen „Mainstream“ ganz wesentlich für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden – Stichwort: Menschengemachter Klimawandel. Zweitens soll das deutsche Energiesystem sukzessive, d.h. in vier Schritten von fossilen auf erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft umgestellt werden. Bis 2020 sollen jeweils mindestens 35%, bis 2030 50%, bis 2040 65% und bis 2050 80% der Stromerzeugung regenerativ erfolgen, die gesamte Energieversorgung zur Jahrhundertmitte zu mindestens 50%.

Parallel zum Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien erfolgt der Ausstieg



North Dakota: Exorbitante Einkommenssteigerungen durch Fracking

28. März 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energiewende, Unkonventionelles Gas und Öl

quentin_50„Wir freuen uns über das Wirtschaftwachstum in allen Regionen des Landes und der Einkommenszuwachs betrifft nahezu alle Branchen.” Das sagte der Gouverneur von North Dakota (ND), Jack Dalrymple. Woran das liegt, ist jedem im Lande klar. ND ist nun der zweitgrößte Ölproduzent in den USA, nach Texas, und beim Einkommen auf die dritte Stelle, nach Conneticut und Washington D.C., vorgerückt. In 10 Jahren hat sich das Einkommen fast verdoppelt. Und es sind nicht nur einige wenige Profiteure die am Ölboom verdienen, so wie hierzulande nur einige wenige am Wind- oder Solarernergieboom profitiert haben, nein, in ND betrifft es nahezu alle Branchen. Allein im im letzten Jahr stieg das Einkommen um 7,6 Prozent und war damit um 5% höher als der durchschnittliche Einkommenszuwachs in den USA.

Nun ist in den Nachrichten zu hören, dass Angela Merkel geäußert hat: „Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben“. Grund ist aber nicht die durch das EEG und die sogenannten Erneuerbaren Energien ausgelöste Schwindsucht in deutschen Geldbeuteln, sondern die Erkenntnis, dass man sich von russischen Energielieferungen unabhängig machen möchte.

Statt nur nach neuen Lieferanten zu schauen, was an sich nicht verkehrt ist, ist es allerdings nun höchste Zeit auch die bislang weitestgehende



Polen sichert seine Netze gegen deutschen Ökostrom – BMWi nennt das “Meilenstein beim Netzausbau in Europa”

20. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Photovoltaik, Windkraft

Umspannwerk_01_KMJDer Ausbau der Produktion von Strom aus Windkraft und Photovoltaik  in Deutschland schafft nicht nur hierzulande wachsende Probleme. Neben der durch die Zwangseinspeisung von teurem “Ökostrom” stetig steigenden Energiepreise bereiten vor allem die  starken Fluktuationen der wetterabhängigen Stromerzeugung denjenigen die für die Stabilität der Netze verantwortlich sind zunehmend Kopfschmerzen. Schließlich muss in einem stabilen Stromnetz zu jeder Sekunde genau so viel Strom verfügbar sein, wie in diesem Verbraucht wird. Zu wenig oder zu viel Strom führen zunächst zur Instabilität und schließlich zum Zusammenbruch, also dem was man landläufig einen Black Out nennt.

Im März wieder kritische Situation

Deutlich wurde das Ausmaß der Probleme welche die Energiewende für eine sichere Stromversorgung schafft wieder am letzten Wochenende. Auf der unten dargestellten Grafik werden die Einspeisung von Wind- und Photovoltaik-Strom, sowie die Erzeugung mit konventionellen Kraftwerken und die Netzlast, also der jeweils aktuelle Strombedarf, im Zeitraum vom 1. bis zum 20. März gezeigt.

Last und Produktion März 2014

Während in der ersten Hälfte des Monats lediglich die Photovoltaik einen nennenswerten Beitrag zur Stromerzeugung leisten konnte, und das auch nur an wenigen Stunden des Tages, wandelt sich dieses Bild am Freitag den 14. März grundlegend. Die nächste Abbildung zeigt das noch deutlicher.

Einspeisung Wind 13. bis 17. März

Man erkennt sehr gut den Anstieg der