Innovationspolitik



Die Neutronik – der Weg zur nuklearen Batterie?

2. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium

Das Prinzip eines Pumpspeichers ist leicht zu veranschaulichen. Man hebe einfach ein Glas Wasser hoch – und lasse es fallen. Der erste Schritt entspricht dem Pumpen von Wasser in ein höher gelegenes Becken. Das erfordert Arbeit, wie man leicht merkt, wenn man es mit einem vollen Maßkrug probiert. Denn die Erdanziehungskraft gilt es zu überwinden, wenn auch nur für ein paar Zentimeter. Ein Teil der aufgewendeten Energie ist nun im Wasserglas gespeichert – ein Teil aber auch unwiederbringlich verloren (beispielsweise durch Reibung in den Muskeln oder durch die Verdrängung der Luft). Beim Pumpspeicher geschieht gleiches. Verluste entstehen unter anderem in den Pumpen und durch die Reibung des Wassers in den Leitungen. Läßt man das Wasser aus dem oberen Reservoir wieder abfließen und zur Stromerzeugung durch Turbinen strömen, wird die gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Genau wie beim fallenden Wasserglas.

Jeder Energiespeicher funktioniert nach diesem Prinzip. Gespeicherte Energie ist das Potential eines Systems, Arbeit zu leisten. Verliehen wird ihm diese Fähigkeit durch ein Kraftfeld, in dem es sich befindet. Je näher sich das System an der Quelle dieses Feldes befindet, desto geringer ist sein Potential. Denn desto weniger Energie kann es bei einem “Absturz” noch freisetzen. Neben der Gravitation, die auf alle



Das Energiepolitische Manifest

30. Januar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl, Wasserkraft, Windkraft, Wirtschaftsförderung
http://www.youtube.com/watch?v=m2eVYWVLtwE”>http://www.youtube.com/watch?v=m2eVYWVLtwE

Hinweis: Das “Energiepolitische Manifest” der drei Autoren Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer wird seit heute in mehreren Teilen bei EIKE veröffentlicht. Ich stelle hier das Papier in voller Länge zur Verfügung. Zur Generierung einer druckfähigen und vielleicht besser lesbaren pdf-Datei findet sich eine Funktion am Ende des Textes.

Manifest

Energiepolitisches Manifest

Argumente für die Beendigung der Energiewende

von Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer

Hinweis zur Einordnung dieses Papiers

Die Autoren wirken in einer Gruppe von Fachleuten mit, die Bewertungen und Vorschläge zur Energiepolitik für die Partei „Alternative für Deutschland “ (AfD) erarbeitet. Es handelt sich dabei um den Bundesfachausschuss Energiepolitik (BFAE) der AfD.

Der Inhalt des vorliegenden Papiers ist zum Teil in die Programm-Arbeit der AfD eingeflossen, es gibt jedoch ausschließlich die Meinung der Autoren wieder und ist kein Programm-Papier der AfD. Politische Grundsätze und Ziele dieser Partei werden auf einem in Vorbereitung befindlicher Programmparteitag nach eingehender Beteiligung ihrer Landesverbände beschlossen – dieser Prozess und seine Ergebnisse bezüglich der künftigen Energiepolitik der AfD sind abzuwarten.

Gliederung

Vorwort

1. Klimaschutz – das Hauptziel der Energiewende wurde bereits aufgegeben

2. Faktencheck: Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, Energie-Einsparverordnung EnEV, Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz  EEWärmeG und Energiewende

   2.0    Physik und Technik des elektrischen Stromes versus Ideologie



Umweltökonomische Versager

23. Januar 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit

UGR_TitelKaum beachtet, veröffentlichte die Destatis kürzlich ihren Bericht

Umweltnutzung und Wirtschaft – Bericht zu den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen

Weiterführende Publikationen finden sich hier: Umweltweltökonomische Gesamtrechnungen (UGR)

Der Spiegel kommentierte:

Zwölf-Jahres-Bilanz: Deutschland nutzt Rohstoffe besser

Für die meisten Waren werden natürliche Rohstoffe benötigt. Ihre Verschwendung scheint in Deutschland gebremst. Vor neun Jahren hatte die EU beschlossen, Rohstoffe effizienter nutzen zu wollen. Deutschland sei mit dem Vorhaben mittlerweile recht erfolgreich, berichtet die Bundesregierung. “Wir brauchen weniger natürliche Ressourcen und nutzen sie besser”, teilt sie unter Berufung auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes mit.

Ähnlich sei die Entwicklung bei Energie. Von 2000 bis 2012 sei dessen Effizienz um fast ein Fünftel erhöht worden, mithin um 1,5 Prozent jährlich.

Also eine Erfolgsgeschichte? Eine Bestätigung nachhaltiger, ökologischer Politik?

Das sollte man genauer hinterfragen.
Aber wie?
Nun, es bietet sich an, bestimmte Meilensteine der Umweltpolitik und ihren Einfluß zu betrachten. Wenn Politik etwas bewirkte, muss sich das in harten Zahlen und Daten niederschlagen.
Wenn sich zwischen 2000 und 2012 die Effizienz um knapp 20% verbesserte, dann kann dies nur dann als politischer Erfolg gelten, wenn die Effizienzsteigerung vorher in einem ähnlichen Zeitraum sehr viel schlechter war und die Erfolge anderer Länder deutlich übertroffen wurden.

Die Geburtsstunde der Umweltökonomie



Veranstaltung: Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

16. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Innovationspolitik, Ökologismus, Politik, Wirtschaftsförderung

Fortschrittsoffensive2014Die FDP-Fraktion im sächsischen Landtag setzt ihre Fortschrittsoffensive auch im Jahr 2014 mit weiteren, hochkarätig besetzten Veranstaltungen fort. Die letzte alternative Ökokonferenz im Mai 2013 hat ja eine ganze Reihe an Autoren und Lesern von Science Skeptical auch mal im realen Leben zusammengeführt. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen auch im kommenden März wieder in Dresden zu treffen. Das Podium ist jedenfalls mit einer Menge guter Bekannter gefüllt. Hier die Vorankündigung der Veranstalter:

Alternative Technologiekonferenz

Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

Wohlstandsdepression oder linksgrüner Zeitgeist?

Seit Jahrzehnten erfinden Untergangspropheten immer neue Horrorszenarien, um ihr fortschritts- und wachstumsfeindliches Weltbild zu etablieren. Vom Land der Tüftler und Denker ist Deutschland zum Land der   Bedenkenträger geworden. Hinter jedem Baum lauert die Katastrophe. Längst hat   sich der Begriff der „German Angst“ im englischsprachigen Raum etabliert. Der Atomausstieg nach Fukushima ist nur der vorläufige Höhepunkt eines wohlstandsgenährten, grünen Zeitgeistes. Was 1987 mit Forderungen der Grünen nach einem Verbot von Computern, digitaler Telefonie, Glasfaserkabeln, Kabel- und Satellitenfernsehen begann, findet in der pauschalen Ablehnung von Bio- und Nanotechnologie, Genforschung, Kerntechnik und der Raumfahrt die konsequente Fortsetzung.

Und so kann es nicht verwundern, dass die 2013 frisch gewählte rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen als eine der ersten Maßnahmen das Schulprojekt HannoverGEN verboten hat. Im Bundeswettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet,



Nachhaltigkeit – Was ist das?

8. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit, Ökologismus
http://www.youtube.com/watch?v=dEBJ-ta_sQs

nachhaltig1

‘Nachhaltigkeit’ ist DAS Buzzword der ökologistischen Bewegung, sozusagen das Qualitätssiegel der Alternativen Bewegung für jede Art von Tätigkeit oder Produktion.

‘Nachhaltig’ weckt Assoziationen wie stabil, sorgenfrei, zukunftssicher. Man baut ewas auf und wenn es geschaffen ist, darf man sich ausruhen und die Früchte der Arbeit geniessen bis an das selige Ende.

Das steht natürlich im krassen Widerspruch zu Fortschritt und Innovation, denn der Fortschritt wirbelt immer wieder die Karten durcheinander und verteilt sie neu. Um diesen Widerspruch aufzulösen, sollen nur solche Innovationen zugelassen werden, die zu einem stabilen Zustand führen, wie etwa die ‘Erneuerbaren Energien’, für die innovative (und sogar utopische) Techniken gefordert werden um dann, wenn das Ziel erreicht ist, das statische Schlaraffenland zu eröffnen.

Utopia

Ist schon der ursprüngliche Begriff unscharf, wird er auch noch maßlos überfrachtet:

Mit der Arbeit der Brundlandt-Kommission der UN und der darauf folgenden UN Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 wurde ein Begriffsverständnis von “Nachhaltigkeit” salonfähig, das verschiedene politische Interessen vereinen sollte; dabei sollten umweltpolitische Ziele den ökonomischen und sozialen Entwicklungszielen gleichgestellt werden. Der Begriff Nachhaltigkeit wird hier als Zielbündel verwendet: dauerhaft stabile Gesellschaften seien zu erreichen, indem ökologische, ökonomische und soziale Ziele nicht gegeneinander ausgespielt, sondern gleichrangig angestrebt würden. Dieses Begriffsverständnis von



Elektromobilität? Fliegen ist schöner…

27. November 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung
http://www.youtube.com/watch?v=xI1CyZbstJ4″>Video

ego150Zwischen der biologischen und der technischen Evolution besteht eine Gemeinsamkeit. Wie jedes neue physiologische Merkmal einen Anfangsvorteil aufzuweisen hat, soll es sich denn in einer Population durchsetzen, gilt dies auch für eine Innovation und ihren Markt. Während in dem einen Fall der Effekt auf die Fortpflanzung entscheidend ist, hat man in dem anderen die Bedarfe der potentiellen Nutzer zu beachten. Mobilität ist offensichtlich ein wichtiges Bedarfsfeld. Menschen müssen sich und ihre Güter bewegen können, um mit ihrer Arbeitskraft, ihren Produkten, ihren Gedanken und Ideen Handel mit anderen treiben zu können. Mobilität ist eine Basis des Austausches auf allen Ebenen in jeder Hinsicht. Des Austausches, der am Ende Wohlstand schafft und sichert und damit auch – hier schließt sich der Kreis – rein biologisch gesehen zum Fortpflanzungserfolg beiträgt.

Das Konzept “Fahrzeug”

Auf seinen zwei Beinen kann der Mensch grundsätzlich jeden Punkt der Landfläche seines Planeten erreichen. Von geeigneter Kleidung über Bergsteigerausrüstung bis hin zu Booten sind mitunter einfache Hilfsmittel erforderlich, aber bereits in der Steinzeit, noch ohne Pferde oder Segelschiffe, gelang es dem Homo Sapiens (mit Ausnahme der Antarktis) auf allen Kontinenten in allen Klimazonen heimisch zu werden. Natürlich hat es seine Zeit gedauert. Natürlich sind Wanderungen über lange Strecken mühsam



Technikfeindlichkeit am Beispiel Elektromobilität

24. November 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Die Veranstaltung nannte sich “Festival der Utopien”. Zwei Tage hatten die in verschiedene Gruppen aufgeteilten Studenten Zeit, sich Gedanken über die Mobilitätssysteme der Zukunft zu machen. Am Ende wurden die Ergebnisse einer Reihe geladener, als “Strippenzieher” titulierter Gäste präsentiert. Nicht primär Fachleute waren angesprochen, sondern eher Multiplikatoren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Dies mag erklären, warum die Vorstellungen der Studenten mit einem gewissen Wohlwollen betrachtet wurden. Man fand scheinbar amüsant, was gezeigt wurde. Ich dagegen war erschrocken und verärgert, was ich auch deutlich zum Ausdruck brachte.

“Mobilität” empfanden die durchweg gesellschaftswissenschaftlich orientierten Nachwuchsakademiker als etwas Bedrohliches, das auf eine im diffusen bleibende Weise die Menschen unglücklich macht und die Erde zerstört. Die zu ziehende Konsequenz erschien daher zwingend: Mobilität gehört abgeschafft. Da das aber nicht geht – und so viel Realitätssinn war durchaus noch vorhanden – verfiel man auf eine naheliegende Alternative: Das Beamen. Mobilitätsbedarfe würden in Zukunft also ganz einfach durch Maschinen abgewickelt, durch die Güter und Personen zeitverlustfrei und ohne sich physisch bewegen zu müssen, von einem Ort zum anderen teleportieren. Den Weg zu diesen Maschinen sollte man per Pferd und Luftschiff zurücklegen können – letzteres mit Pferdemist angetrieben.

Zu kritisieren sind solche Phantasien nicht nur wegen ihrer