Nachhaltigkeit



Kein Klimaschutz ohne einen Klimapräsidenten

10. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Politik

ego150Mit dem Beitritt zum Pariser Weltklimavertrag verdeutlicht die Bundesregierung ihren Willen zur „Großen Transformation“. Dieser Weg in den Abgrund sollte durch einen überparteilich vermittelbaren Klimapräsidenten begleitet und vermittelt werden. Es gibt sogar einen geeigneten, ja idealen Kandidaten.

Einstimmig hat der Bundestag vor gut zwei Wochen entschieden. Über alle Parteigrenzen hinweg gab es nicht einen Abgeordneten, der das Gesetz über den Beitritt Deutschlands zum UN-Klimavertrag von Paris abgelehnt hätte. Ein solcher Mangel an Opposition kommt selten vor. Nicht einmal der überhastete Atomausstieg des Jahres 2011 übte eine derartige Gleichschaltungskraft aus. Nachdem auch Bundesrat und schließlich das europäische Parlament zustimmten, gehört Deutschland nun zum Ensemble des großen Weltklimatheaters. Es ist nur noch nicht ganz klar, unter welchem Titel das Stück in die Geschichte eingeht. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ wäre ebenso passend wie „Viel Lärm um nichts“. Wenn es schlimm kommt, könnte es am Ende auch heißen „Die durch die Hölle gehen“. Denn sollten unsere Parlamentarier und unsere Regierung das Abkommen wirklich ernst nehmen, stünde Deutschland ein Sturz in den Abgrund bevor.

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Natürlich, das durch die Verbrennung fossiler Energieträger durch den Menschen in die Atmosphäre eingebrachte Kohlendioxid verändert das Klima. Jede Verdoppelung seiner



Die grüne Falle

26. September 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Ressourcenverknappung

ego150Mit der Strategie „Risikovermeidung statt Gefahrenabwehr“ konnte die grüne Bewegung in den letzten Jahrzehnten Deutschland prägen. Weil bei allzu vielen Menschen hierzulande die Angst vor dem Verlust größer ist, als die Lust auf den Gewinn. Dabei haben wir so viele Chancen auf eine bessere Zukunft, wie noch keine Generation vor uns. Um diese auch in Verantwortung für unsere Nachkommen nutzen zu können gilt es, ökologistische Denkverbote und Dogmen zu überwinden.

Auf der CeBIT 2013 erlebte ich den damaligen Bundesumwelt- und heutigen Kanzleramtsminister Peter Altmaier erstmals live. Von seiner Rede ist mir die Passage besonders in Erinnerung geblieben, in der er ausführte, mit der Kernenergie wäre es in Deutschland vorbei, für immer. Wie die dogmatische Attitüde des Vortrags verdeutlichte, wollte er damit nicht einen zu diskutierenden Debattenbeitrag leisten. Nein, Altmaier schien wirklich überzeugt zu sein, eine endgültige Entscheidung zu vertreten, an der niemand mehr rütteln würde, niemals mehr, bis an das Ende der Zeiten. Die Verkündigung bereitete ihm sichtlich Freude und erfüllte wohl auch ein tiefes inneres Bedürfnis. Warum sonst sollte man dieses Thema mit einem Abstand von zwei Jahren zum Fukushima-Störfall auf einer IT-Messe anschneiden? Der Zustimmung des Saales konnte er sich natürlich sicher sein. Denn Festlegungen mit Ewigkeitscharakter zu



80% weniger von allem

11. Juni 2016 | Von | Kategorie: Blog, Nachhaltigkeit

Ich bin Harald Welzer immer wieder für seine klaren und unmissverständlichen Worte dankbar. Er eiert nicht herum und benennt klar und deutlich, was notwendig ist, wenn man das Nachhaltigkeitspostulat und die grüne Ideologie ernst nimmt: Verzicht! Und das nicht wenig: „80% weniger von allem.“

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Damit wäre dann auch die Ursache der derzeitigen Flüchtlingskrise gelöst. Nämlich der Wohlstandsunterschied zwischen den armen Ländern Afrikas und Asiens gegenüber Europa wäre beseitigt. Haben wir 80% weniger von allem, bewegen wir uns etwa auf deren Niveau.
Die ganze Diskussion mit Welzer hier bei L.I.S.A.

Noch ein Bild, für die Vorschau.

Noch ein Bild, für die Vorschau.



NovoArgumente Online: Ein Schüler liest den Ökos die Leviten

17. Januar 2016 | Von | Kategorie: Blog, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ressourcenverknappung

novo_logoWenn ich die moralinsauren Empfehlungen Revue passieren lasse, die während meiner Schulzeit in den 1970er und 1980er Jahren so auf mich niederregneten, kann ich im Nachhinein nur feststellen: Eure Indoktrinationsversuche, liebe Lehrer, haben nicht funktioniert. Schon damals standen Ressourcenverknappung, Umweltschutz und der böse Kapitalismus ebenso auf der Tagesordnung, wie praktische Regeln für den Alltag. Vor den aufkommenden Computern wurde ebenso gewarnt, wie vor Groschenheftchen (Perry Rhodan, Jerry Cotton und Co.) und vor Drogen aller Art (gleich ob legal oder illegal). Am Ende hat das alles nur neugierig gemacht und den Blick auf die Dinge gerichtet, die man sich zumindest intensiver anschauen, wenn nicht gleich hinterfragen sollte. Genau so, liebe Lehrplangestalter, läuft es heute immer noch ab:

Warum also verbietet meine Kantonschule Stadelhofen das Fliegen, wenn wir auf Klassenreisen gehen? In meinen Augen ist es ein elender Versuch einer Reue induzierenden Verhaltenskontrolle, die uns von der grünen Moralpolizei, die diese Schule beherrscht, serviert wird.

…schreibt der schweizerische Abiturient Andreas Seaman in einem empfehlenswerten Text bei NovoArgumente Online. Und gelangt nach einem Galopp durch die Zukunftsängste der Gegenwart zu folgendem Ergebnis:

Anders als die Grünen denke ich, dass wir die Armen aus ihrem Unglück heben und das Leben aller verbessern sollten, indem



Zurück zur Natur? Von den Walen lernen…

8. November 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artensterben, Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Ressourcenverknappung, Tierschutz

ego150Es schien aus Sicht von Hajo Schellnhuber eine gute Idee, sein neues Buch pünktlich zur kommenden UN-Klimakonferenz in Paris zu veröffentlichen. Bei den langen Vorlaufzeiten, die eine entsprechende Planung erfordert, konnte man natürlich nicht ahnen, wie sehr die Flüchtlingskrise alle anderen Themen in den öffentlichen Debatten derzeit beherrscht. Das dürfte einiges an Aufmerksamkeit kosten und die erhofften Verkaufszahlen werden sich vielleicht nicht einstellen. Schade eigentlich, denn das Werk hätte durchaus Beachtung verdient, da es einen tieferen Einblick in das verquere Denken des zum Politaktivisten mutierten Forschers bietet.

„Zurück zur Natur“ ist sein Credo. Die Nachhaltigkeitskultur, die er fordert, zeichne sich durch einen „Fortschrittspfad“ aus, der sich „in die Fläche zurückbiege“. Das ist der Wesenskern der von Schellnhuber beworbenen sogenannten „Großen Transformation“: Die Rückkehr zu den biogenen Energiequellen der vorindustriellen Zeit.

Zu denen beispielsweise auch Wale gehörten. Der Jagd auf die großen Meeressäuger widmet sich Schellnhuber in einigen Passagen. Er schreibt sinngemäß, dem Schwund der Walbestände habe das Erdöl seinen Siegeszug erst zu verdanken. Und dieser „ökologische Kollaps“ sei vor allem einer „erotischen Obsession der europäischen Gesellschaft“ geschuldet, mithin der „Sekundärformung“ des weiblichen Körpers durch „Korsetts, Mieder, Reifröcke und andere Folterinstrumente“.

Schuld hatte also der menschliche Hedonismus. „Frivolität und Profitstreben“ seien



Bundesregierung ermutigt zur Umgehung ihrer Energiegesetzgebung

21. September 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energiewende, Nachhaltigkeit, Politik

ego3-150x150Die Vorschriften zur Energieeinsparung in Gebäuden, die im wesentlichen in zwei Gesetzen niedergelegt sind, werden seit einigen Wochen im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise diskutiert. Es existiert nämlich die Rechtsauffassung, nach der die Erfüllung der Vorgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV) die Bereitstellung von Notunterkünften häufig nicht gestatten.

In einem Rundschreiben fordert das Bundeswirtschaftsministerium die zuständigen Ressorts der Länder nun dazu auf, Lücken in diesen beiden Gesetzen aktiv zu nutzen.

Auf der eigens zu diesem Thema gestalteten Webseite heißt es:

Werden bestehende Gebäude umgebaut – beispielsweise die Ausrüstung einer alten Kaserne mit einer Heizungsanlage oder die Erneuerung von Fenstern – sehen EnEV und EEWärmeG Ausnahmeregeln von den energetischen Anforderungen vor. Die Länder haben dann die Möglichkeit, wegen „unbilliger Härte“ die Mindestanforderungen der EnEV nicht einzuhalten. Wenn energetische Anforderungen dazu führen, dass die öffentliche Hand im Einzelfall erforderliche bauliche Maßnahmen nicht umgehend umsetzen kann, sollte dies als ein Fall der „unbilligen Härte in sonstiger Weise“ bewertet werden.  […] Selbst wenn bei Neubau oder bei grundlegender Renovierung von Bestandsbauten grundsätzlich die Anforderungen von EnEV und EEWärmeG gelten: Die Ausnahme- und Befreiungsmöglichkeiten können auch hier zur Anwendung kommen.

Energetische Anforderungen seien grundsätzlich wichtig, schreibt das BMWI, aber in der gegebenen



Keine Zeit für Niko Paech

17. September 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

ego3-150x150Die meisten Leser werden den Witz von den beiden Journalisten kennen, die an einer Kneipe vorbeigehen.

Das war schon die ganze Geschichte.

Zwei Journalisten gehen nämlich niemals an einer Kneipe vorbei, sie gehen immer gleich hinein. Man kann dieses Pointenkonzept natürlich beliebig anpassen. Etwa in der folgenden Variante: „Geht Niko Paech in ein Kaufhaus…“. Genau: Niko Paech würde niemals ein Kaufhaus besuchen.

Der Volkswirtschaftsprofessor, der als Vordenker der Nachhaltigkeitsideologie in den letzten Jahren mit seiner Utopie einer Subsistenzwirtschaft Furore machte, scheint auf den ersten Blick eine extreme Position zu vertreten. Denn im Gegensatz zu vielen grünen Salonrevolutionären und grüngetarnten Zeitgeistmitläufern gibt er sich nicht mit faulen Kompromissen zufrieden. In einem seiner Texte (hier ab Seite 41) findet sich diese bemerkenswerte Aussage:

Bisherige Versuche das entgrenzte Konsum- und Mobilitätsmodell durch technischen Fortschritt ökologisch reinzuwaschen, sind nicht nur systematisch gescheitert, sondern verursachen oft mehr neue Umweltschäden als an bisherigen beseitigt werden. Ein Beispiel dafür ist die deutsche Energiewende.

Das ist folgerichtig. Wer jeden menschlichen Eingriff in die Natur als gefährliches Übel ansieht, der kann die Energiewende nur als Verrat an seiner Sache bewerten. Wer dagegen Windenergie, Photovoltaik oder Biomasse als „grüne“ Technologien verkauft, der irrt oder lügt.