Politik



Deutsche Energiepolitik – die wahre Katastrophe? Teil 2

10. August 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik
Bereits 2012 wird es zu ersten Engpässen in der Stromversorgung kommen. Photo: Kurt F. Domnik via Pixelio

Bereits 2012 wird es zu ersten Engpässen in der Stromversorgung kommen. Photo: Kurt F. Domnik via Pixelio

Eigentlich wollte ich mein Köpfchen noch eine Weile über den Tellerrand halten, aber bei der Diskussion zu meinem Artikel ist mir aufgefallen, dass eine längere Vorbemerkung nicht erwünscht ist. Trotzdem sei mir noch ein letzter Punkt gestattet, eine Analyse der französischen Besonderheiten und warum diese Nation so auf Atomkraft setzt.

Atomkraft – Ja, bitte!

Der unbeschwerte Umgang Frankreichs mit der Kernenergie

“Frankreich verfügt weltweit über den größten Park an Kernkraftwerken und 52 Prozent der Franzosen befürworten Kernkraft als Energiequelle. Die Gründe dafür, weshalb sich im Nachbarland keine breite Protestbewegung gegen Atomkraft etablieren konnte, sind gesellschaftliche Zusammenhänge aber auch kulturelle Faktoren….”

Sehr interessanter Artikel und auch jedem Kernkraftgegner zu empfehlen. Da es hier um die deutsche Energiepolitik geht, werde ich mich ab sofort nur noch auf Deutschland konzentrieren.

Zu Beginn sehen wir uns mal in der deutschen Parteienlandschaft um und deren Programme der zukünftigen Energieversorgung in unserem Land.

CDU
Im Prinzip soll die Kernenergie weiter laufen, damit bis zur Einführung neuer Technologien die Stromversorgung in Deutschland gesichert ist. Weiterhin sollen bis 2020 wenigsten 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauches durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Die CDU



Deutsche Energiepolitik – die wahre Katastrophe? Teil 1

5. August 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik
Auch nach Kyoto steigt der CO2-Ausstoß jährlich um 1.0 Mrd. Tonnen. Photo: Kurt F. Domnik via Pixelio

Auch nach Kyoto steigt der CO2-Ausstoß jährlich um 1.0 Mrd. Tonnen. Photo: Kurt F. Domnik via Pixelio

Kein Tag vergeht, wo deutsche Medien über Kernkraft, schmutziger Kohle oder die klimafreundlichen erneuerbaren Energien berichten. Jede einzelne Lobby stellt sich vor Ihr Produkt und verteidigt dieses bis zum letztem Atemzug. Alle haben aber eins gemeinsam, ihre Lobby-Arbeit bei der Bundesregierung zeigen Wirkungen, im positiven wie auch im negativen Sinne.

Um die eigentliche Grundfrage zu beantworten, will ich zu Beginn über den ideologisch stark begrenzten deutschen Tellerrand blicken. Was läuft in anderen Ländern dieses Globusses, wie steht es um die CO2 Einsparung und welche Auswirkungen haben die deutschen Anstrengungen im Klimaschutz?

Beginnen will ich mit dem seit Jahren vorausgesagten Öl-Pike.

Dazu nur drei Pressebeispiele aus der jüngsten Vergangenheit.

Istanbul – Die Staaten um den Golf sorgen für rund 31 Prozent der weltweiten Ölproduktion – doch die Potenti ale sind längst nicht ausgereizt. Rund 62 Prozent der bekannten Vorkommen befinden sich in den Böden der Region. Deshalb sollen dort bis 2011 insgesamt 330 Milliarden Dollar investiert werden, wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” unter Berufung auf Zahlen des zuständigen Ministeriums in Saudi-Arabien berichtet….

…Allen voran steckt Saudi-Arabien dem Bericht zufolge Geld in den Ausbau



Der BUND hat da eine tolle Idee…

28. Juli 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Politik
Seien Sie dem “BUND” nicht gram, wenn Sie frierend und im Dunkeln die einsamen Winternächte überstehen müssen… Photo: s.e. janc

Seien Sie dem “BUND” nicht gram, wenn Sie frierend und im Dunkeln die einsamen Winternächte überstehen müssen… Photo: s.e. janc

Liebe Hartz-IV-Empfänger, Rentner mit Mindestrente, Alleinstehende mit Kindern und der Rest, der an der Armutsgrenze lebenden Deutschen,

die Energiepreise steigen und Sie wissen nicht mehr ein noch aus? Sie gehören zu den knapp 800.000 Menschen in Deutschland, die kurz- oder langfristig von der Strom- oder Gasversorgung abgeklemmt sind?

Dann habe ich die perfekte Lösung für Sie!

Oder besser gesagt, die Idee hatte zuerst der “Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland” (BUND). Denn dort heißt es:

“Angesichts der steigenden Energiekosten sollten einkommensschwache Haushalte entlastet werden, ohne ihren Stromverbrauch zu subventionieren. Dies forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und stellte ein entsprechendes Maßnahmenpaket vor, das u. a. die Finanzierung von Energieberatungsprojekten vorsieht. Bundesweit vorbildlich seien entsprechende Modellprojekte wie das der Caritas in Frankfurt am Main. So genannte ‘Sozialtarife’ oder die Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer lehnte der Umweltverband ab. Sie seien keine geeignete Antwort auf weiter steigende Energiepreise und kontraproduktiv bei der Umsetzung nationaler Klimaschutzziele.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: ‘Es gibt nur eine angemessene Antwort auf die steigenden Energiekosten: der Energieverbrauch muss runter. Gerade einkommensschwache Haushalte, die am



Öko-Institut beweist: Laufzeitverlängerungen der KKW sinnlos

21. Juli 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kernenergie, Politik

Wozu brauchen wir die Kernkraft denn überhaupt noch? Photo: Gerd Altmann/via pixelio.de

Gestern wurde ich auf eine Studie des Öko-Instituts aufmerksam gemacht, die ich heute zum Anlass nehmen möchte, mir diese etwas genauer anzusehen (PDF).

Als erstes möchte ich hier das Fazit dieser Studie zitieren:

“Die Effekte von Laufzeitverlängerungen für das künftige Strompreisniveau sind mit hoher Wahrscheinlichkeit quantitativ gering bzw. im Lichte der anderen Determinanten für die Entwicklung des Kraftwerksparks und des Erzeugungsmix in Deutschland bzw. im
europäischen Binnenmarkt für Elektrizität keineswegs richtungssicher zu bewerten. Spekulative und keineswegs richtungssichere Effekte für die Großhandelspreise können damit eher nicht als belastbare Grundlage für ein Laufzeitverlängerungsmodell herangezogen werden.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass ein Abschöpfungs- und Umverteilungsmechanismus für die Zusatzgewinne der KKW-Betreiber vor einer Vielzahl grundsätzlicher und praktischer Probleme stehen wird, die im Ergebnis entweder dazu führen werden, dass die Mechanismen nicht oder nur unter hohen (rechtlichen und
politischen) Risiken umsetzbar wären oder dass die effektiven Umverteilungsvolumina wegen der Vielzahl von realen und behaupteten Risiken sehr gering ausfallen und damit durch die Laufzeitverlängerungen im Wesentlichen doch nur Zusatzgewinne für die KKW-Betreiber verbleiben würden.”

Mit anderen Worten, rein rechnerisch bringt eine Verlängerung der Laufzeiten sowieso nichts, da die Konzerne bloß die Mehrgewinne einstecken und andererseits die Handhabungen der Subventionen zu aufwendig sind und



Es brodelt und der Deutsche ist der Dumme.

18. Juli 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Kommentare, Politik
Durch den unsäglichen Handel mit “Verschmutzungsrechten” wird die Produktion in Deutschland und Europa künstlich verteuert. Photo: via wikipedia.org

Durch den unsäglichen Handel mit “Verschmutzungsrechten” wird die Produktion in Deutschland und Europa künstlich verteuert. Photo: via wikipedia.org

Schon in diversen Kommentaren und Texten habe ich bereits erwähnt, dass Deutschland und Europa gerade dabei sind, sich selbst zu kastrieren. Ja lieber Leser, durch den unsäglichen Handel mit “Verschmutzungsrechten” wird die Produktion in Deutschland und Europa künstlich verteuert. Bis jetzt ruhten alle ökologischen Augen hauptsächlich nur auf die Energiewirtschaft, aber es sind auch andere Betriebe betroffen. Betroffen ist jede Firma, die mehr als 20 MW Feuerungswärmeleistung installiert haben, also auch die Stahl-, Zement-, Aluminium- und die chemische Grundstoffindustrie.

Die Bombe ist geplatzt

Bis jetzt haben sich alle Medien und Industrievertreter ruhig verhalten, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass bis 2013 doch noch eine Besinnung auf die Abschaffung des Zertifikathandels erfolgt. Aber nein, unsere Regierung und Europa wollen das “Ding” tatsächlich “durchziehen”, auch wenn es Europa in die wirtschaftliche Steinzeit zurückbringen würde.

Nun ist jedoch dem ersten Industrie-Manager einfach mal der “Kragen geplatzt” und hat öffentlich seine Meinung geäußert:

“‘Wenn dieser ganze Handel so kommt, verlagern wir unseren Zementbetrieb schlichtweg in die Ukraine. Dann wird hier nicht gehandelt, dann wird hier gar nicht mehr produziert, dann gehen hier die Lichter aus’, rief



Der Europäische Schildbürgerstreich – so sparen wir kein CO2

15. Juli 2008 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern… Photo: Autor

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern… Photo: Autor

Da bauen wir ein Windrad nach dem anderen auf, da kaufen wir der halben Welt die Solarzellen ab, um sie teuer auf unsere Dächer zu installieren und was passiert dann? Die ganze Welt lacht sich kaputt über uns und wissen Sie warum? Gut, um diese Frage zu beantworten muss ich etwas ausholen…

Die Kernkraft ist in Deutschland verpönt und soll besser heute noch als morgen verschwinden. Kohle als weiterer Energielieferant erzeugt ganz viel CO2, schadet somit dem Klima und soll deswegen im Boden bleiben. Doch irgendwo soll ja trotzdem noch etwas Strom für unsere hochindustrielle Gesellschaft produziert werden. Ganz einfach, nehmen wir Wind und Sonne und schon sind wir alle Sorgen los, aber leider nur fast.

Wind und Sonne haben die unangenehme Eigenschaft, nicht ständig bereit zu stehen. In der Nacht und bei Windstille nützen uns die schönsten Anlagen nichts, da muss dann trotzdem jemand in die Presche springen. Da nun Atom und Kohle verpönt sind, nehmen wir besser sauberes Erdgas und produzieren damit den restlichen Strom. Alle sind zufrieden und glücklich, die Umweltschützer stolz auf sich und die Regierung kann beim nächsten Gipfeltreffen mit seinen tollen Ergebnissen prahlen.

Gut, der



Jetzt schlägt es 13. Oder wie weit will uns Gabriel noch in die Brieftasche langen?

2. Juli 2008 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik

Nun gilt es den Stromzähler im Auge zu behalten… Photo: Gerd Altmann/via pixelio.de

Nun gilt es den Stromzähler im Auge zu behalten… Photo: Gerd Altmann/via pixelio.de

Vorwort: Nach dem Dementi des Bundesumweltministers hatte ich meinen Artikel zunächst zurückgezogen. Neueste politische Entwicklungen machen es aber jetzt doch nötig, diesen Artikel in leicht abgeänderter Form wieder bei Readers Edition einzustellen.

Das gesamte deutsche Volk ist mit der Fußballeuropameisterschaft beschäftigt, nur einer nicht- Sigmar Gabriel. In einem kleinen Ministerialbüro sitzt gerade unser Bundesumweltminister und überlegt sich, wie man den Strom in Deutschland noch teurer machen kann: “Berlin – Atomwahlkampf in der Großen Koalition: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel plädiert in einem internen Papier für eine ‘Brennelemente-Steuer’ in Höhe von einem Cent pro Kilowattstunde. Zugleich warnt Gabriel die Union davor, weiter für längere Reaktorlaufzeiten zu kämpfen. ‘Der Atomausstieg hat einen tiefen gesellschaftlichen Konflikt in unserem Land befriedet’, sagte der Minister dem SPIEGEL. ‘Wer das rückgängig machen will, reißt die alten Gräben wieder auf.” Auch bei nt-v wird darüber berichtet. “Umweltminister Sigmar Gabriel will Atomstrom einem Magazinbericht zufolge verteuern. In einem internen Papier seines Ministeriums plädiere der SPD-Politiker dafür, eine Brennelementesteuer von einem Cent pro Kilowattstunde zu erheben, berichtete der ‘Spiegel’.”

Soweit, so schlecht, rechnen wir die Sache mal ganz grob durch.

2007 haben deutsche Kernkraftwerke insgesamt 140,5 Milliarden