Politik



Brandenburg setzt Vorrang für unterirdische Autobahnen im Bundesrat durch

22. September 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Politik

Beim Ausbau des Autobahnnetzes sollen in Deutschland künftig Tunnel die Regel werden. Brandenburg setzte sich am Freitag mit einem Antrag zur Änderung des Straßenbaugesetzes im Bundesrat durch, wie das Wirtschaftsministerium in Potsdam mitteilte. “Dies ist auch ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz unter den Bürgerinnen und Bürgern für den Bau solcher Schnellstraßen”, sagte Minister Ralf Christoffers (Linke). Immer wieder wenden sich Bürgerinitiativen gegen Autobahnen über der Erde.

Mit der Änderung würden die Straßenbauer verpflichtet, im Bereich von Schnellstraßen auf denen schneller als 100 km/h gefahren werden darf grundsätzlich einen Tunnelbau zu beantragen. Nur wenn gegen die unterirdische Straßenführung öffentliche Interessen geltend gemacht würden, könnte eine oberirdische Schnellstraße errichtet werden.

Was bei Autobahnen wie offensichtlich Irrsinn klingt, ist bei “Stromautobahnen” offenbar durchsetzbar

Sie haben es sicher bemerkt, beim Zitieren dieser Meldung aus der Märkischen Oderzeitung habe ich den Begriff Starkstromleitung durch Autobahn ersetzt. Was eigentlich natürlich gar nicht geht (“Autobahn geht gar nicht“), hilft aufzuzeigen, was für ein Irrsinn am vergangenen Freitag vom Bundesrat verabschiedet wurde. Auf Antrag des Rot/Dunkelrot regierten Bundeslands Brandenburg wurde beschlossen, dass künftig neue Starkstromleitungen in der Regel unterirdisch verlegt werden sollen. Damit soll die Akzeptanz für neue Leitungen in der Bevölkerung gesteigert werden.

Irrsinnig ist



Zur Lage der FDP: Freiburg bietet keine Zukunft

17. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energiewende, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaftsförderung

Als Burkhard Hirsch im vergangenen Jahr einen tiefen Griff in die politische Mottenkiste wagte, schien das Ende seiner Partei besiegelt zu sein. Die FDP taumelte orientierungs- und perspektivlos in den bundesweiten Umfragen weit unter die fünf Prozent, Landtagswahlen endeten im Desaster, der fehlende Widerstand gegen die Volten einer panisch reagierenden Kanzlerin verschreckte und desillusionierte die eigene Klientel.

Nicht nur die plötzlich von der Kanzlerschaft träumenden Grünen triumphierten, auch Altliberale, die einst die Entkoppelung der FDP von der bürgerlichen Mitte und ihre Hinwendung zum linken politischen Spektrum betrieben, sahen ihre Zeit erneut gekommen. Nicht mit modernen Ideen, sondern mit der Forderung nach einer Rückbesinnung auf die vierzig Jahre alten Freiburger Thesen, meldete sich daher Hirsch im Magazin Liberal der Friedrich-Naumann-Stiftung zu Wort (Ausgabe 4/2011).

Er beschreibt die Situation der FDP des Jahres 1971 ebenfalls als kritisch, nur knapp war man drei Jahre zuvor wieder in den Bundestag eingezogen. Die Hinwendung zur SPD und die Etablierung einer sozialliberalen Koalition verlangten den treuen Anhängern eine ebensolche Flexibilität ab, wie im Frühjahr 2011 der überhastete Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Hirsch nennt vor diesem Hintergrund die auf dem Bundesparteitag des Jahres 1971 in Freiburg verabschiedete Programmatik einen Akt der Emanzipation



Branche fordert Einspeisevergütung für “Windgas”

15. September 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Bekanntlich gibt es bei der Produktion von Strom aus Wind und Sonne ein zentrales Problem. Wobei, in Wirklichkeit gibt es eine ganze Reihe von Problemen. Da sind etwa die hohen Kosten für die Energieerzeugung,oder etwa der gewaltige Fächenbedarf  von Wind- und Solarparks. Aber der größte Nachteil dieser zentralen Bausteine der Energiewende ist und bleibt der Umstand, dass in einem funktionierenden Stromnetz immer genau soviel Strom zur Verfügung gestellt werden muss, wie gerade verbraucht wird.

Stromerzeugung aus Wind und Sonne von Wetter aghängig

Und das zu leisten sind Wind und Sonne gerade nicht in der Lage. Eine Stromerzeugung aus solchen Quellen ist von der Tageszeit und vom Wetter abhängig. Auf beide Faktoren haben wir keinen Einfluss und anders als der Einstellwinkel de Sonne ist das Wetter auch mittelfristig nicht in brauchbarem Maß vorhersagbar. Und, nebenbei bemerkt, selbst wenn wir für das nächste Quartal präzise vorhersagen könnten, wann und wo der Wind weht oder wo gerade ein Wolkenfeld die Sonne verdeckt, hätten wir keine Möglichkeit irgendwie regelnd auf die Stromproduktion aus Wind und Sonne einzuwirken. Man kann es also drehen und wenden wie man will. Entweder wir verabschieden uns von dem Gedanken einer bedarfsgerechten Stromerzeugung, oder wir begraben die Idee, unseren Strom



Das Offshore-Chaos

13. September 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Ökologistische Mythen, Politik, Windkraft

Wie wir alle schon mehrfach hörten, soll die Windkraft das Herzstück der Energiewende werden – und die Offshore-Windkraft soll den größten Anteil davon zur Verfügung stellen. Die Pläne sind “ehrgeizig”; das ist im Öko-Sprachgebrauch das Synonym für überzogen und realitätsfern. Die zu diesen ehrgeizigen Offshore-Ausbauplänen gehörenden Zahlen sind die folgenden:

  • Bereits 2013 sollten vor den Küsten Windenergieanlagen (WEA) mit einer Maximalleistung von 3.000 Megawatt (MW) in Betrieb oder im Bau sein.
  • Bis zum Jahre 2020 sollten WEA mit 7.600 MW zur deutschen Stromerzeugung beitragen. Das wären etwa 1.700 Windräder.
  • 2030 sollen es dann 25.000 MW sein.

Die Offshore-Experten von wind:research haben im Juni 2012 in einer Studie, über die die Wirtschaftswoche berichtete (10), ausgerechnet, dass im wahrscheinlichsten Fall 2020 rund 3.000 MW fehlen werden. Bis 2030 würde sich diese Lücke auf 6.000 MW verdoppeln. Im schlimmsten Falle allerdings wären 2020 gerade einmal ca. 3.000 MW auf See installiert – und bis 2020 käme kein einziges Windrad hinzu.

Dieser schlimmste Fall würde nach Einschätzung der wind:research-Experten eintreten, wenn die Übertragungsnetz-Betreiber vor den gewaltigen Kosten der Stromanbindung der Meeres-Windparks kapitulieren. Vor allem fürchteten sie die unbegrenzte Haftung für verspätete Anschlüsse. Dazu bereitet die Regierung allerdings eine für die gesamte Energiewende inzwischen



Der Stein der Weisen

7. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium

Von der Antike bis in die frühe Neuzeit war es das Ziel vieler Alchemisten, den Stein der Weisen zu finden. Eine mythische Substanz, mit deren Hilfe unedle Metalle wie Blei in wertvolle wie Gold verwandelt werden sollten. Methoden und technische Gerätschaften zur Durchführung chemischer Experimente wurden erdacht, neue Verbindungen synthetisiert und bislang unbekannte Elemente gefunden. Schließlich stellte sich Welt als aus diesen Elementen aufgebaut heraus, aus Grundstoffen, die sich gerade nicht ineinander umwandeln ließen. Die moderne Chemie war geboren.

Heute wissen wir, warum die Vision der Alchemisten nicht Realität wurde. Sie verfügten schlicht nicht über ausreichend Energie für eine Umwandlung chemischer Elemente, für eine Transmutation. Auch war ihr Konzept unzureichend. Heute wissen wir, wie eine Transmutation gelingen kann. Und wir haben die dazu erforderliche Substanz entdeckt. Es ist Thorium, ein Schwermetall, das in der Erdkruste ungefähr so häufig vorkommt wie Silber.

Atome und Isotope

Ein sehr nützliches Modell vom Aufbau des Atoms beschreibt dieses als bestehend aus einem Kern und einer Hülle. Der Kern enthält elektrisch positiv geladene Protonen und elektrisch neutrale Neutronen, in der Hülle befinden sich elektrisch negative Elektronen. Die Anzahl der Protonen im Kern bestimmt die Struktur der Atomhülle und diese wiederum definiert die chemischen Eigenschaften eines



Wie der Fraunhofer Direktor in seinem Ferienhaus in Kalifornien Energie spart

2. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Photovoltaik, Profiteure

Der Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Professor Eicke R. Weber, hat in der Badischen Zeitung seine Meinung in einem Kommentar kundgetan. Es stört ihn, dass die deutsche Unternehmen das große Potenzial der Photovoltaik einfach nicht erkennen würden. Ihnen fehle der Glaube.

Völlig unbeeindruckt davon, dass aufgrund der Billigkonkurrenz aus China in Deutschland ein Photovoltaik-Produzent nach dem anderen  Insolvenz anmeldet und dass selbst die zu bedeutend geringeren Kosten produzierende und mit staatlichen Förderungen gepäppelte Branche in China gerade ebenfalls den Bach runter geht, ist Weber davon überzeugt, dass die Photovoltaik in naher Zukunft einen bislang ungesehen Boom erleben würde.

Mangelnder Glaube als Ursache für Insolvenzen?

Es wird nicht ganz klar ob der Professor tatsächlich meint, die Solarfirmen in Deutschland würden reihenweise Pleite gehen, weil ihnen der von ihm eingeforderte Glaube fehlt. Das scheint schließlich bei den hiesigen Produzenten das geringste Problem zu sein. Die glauben alle daran, dass ihre Produkte besser sind als die der Chinesen und dass der einzige Weg in eine nachhaltige Zukunft darin besteht, dass immer mehr Kunden immer mehr von ihren Solarmodulen kaufen.

Nur, zwar kann der Glaube bekanntlich Berge versetzen, aber er bezahlt keine einzige Rechnung eines Zulieferers und keine Löhne für die Angestellten.



Schweizer Studie: Keine Risiken für Umwelt und Gesundheit durch Grüne Gentechnik

29. August 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Ökologismus, Politik, Technium

Der Schweizer an sich gilt als ein äußerst besonnener Zeitgenosse. Überstürzte Reaktionen sowie unnötige Hektik sind ihm fremd. Dass an diesem stereotypen Bild so einiges stimmig ist, davon konnte man sich überzeugen, als im letzten Jahr nach Fukushima auch in der Schweiz die Kernenergie in die Kritik geriet und ein Ausstieg aus dieser Technologie beschlossen wurde. Nur, ganz anders als in Deutschland, erfolgte dieser nicht kopflos und überhastet sondern wesentlich besonnener. Nicht quasi über Nacht, sondern in einem langen Prozess bis 2034 soll dieser Ausstieg erfolgen. Genug Zeit also, um Alternativen zu entwickeln und diesen Schritt in einigen Jahren gegebenenfalls noch einmal zu überdenken.

Grüne Gentechnik polarisiert auch in der Schweiz

Ganz ähnlich verhält sich die Schweiz bei einem anderen Thema, dass ganz ähnlich wie die Kernenergie in der Lage ist, eher emotional als rational in der Öffentlichkeit diskutiert zu werden. Gemeint ist die Grüne Gentechnik.

Diese Technologie ist auch in der Schweiz alles andere als unumstritten. Weshalb die Schweizer 2005 sogar eine Volksabstimmung zu dem Thema abhielten, in der sich knapp 56% der Schweizer für ein fünfjähriges Moratorium der Grünen Gentechnik entschieden. Dieser Zeitraum sollte genutzt werden, um in einem eigens dafür eingerichteten Forschungsprogramm den Nutzen und die Risiken