Politik



Rösler contra Schellnhuber

7. Mai 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik

ego3-150x150In einer Welt voller sich widersprechender Partikularinteressen und voller um Berichtenswertes und damit um Aufmerksamkeit buhlender Medien ist politisches Überleben mit Unangreifbarkeit gleichzusetzen. Denn was auf breiter Front kontrovers diskutiert wird, hat bereits verloren. Die Komplexität der Moderne macht es der Politik unmöglich, für alle gleichermaßen richtige Entscheidungen zu treffen. Was man auch plant und durchführt, immer gibt es Profiteure auf der einen und Geschädigte auf der anderen Seite. Können sich letztere lautstark genug bemerkbar machen, weil ihren Argumenten in der Berichterstattung ausreichend Raum gegeben wird, wird jedes Vorhaben scheitern. Spätestens im Koalitionsgeschacher nach einer Wahl, in dem Festlegungen in strittigen Fragen immer vermieden werden.

Diese Handlungsunfähigkeit unserer Administration in strittigen Fragen hat durchaus Vorteile. Sie sichert letztendlich den schwachen Staat, dessen Machtlosigkeit notwendige Bedingung für individuelle Freiheiten ist. Aber es gibt auch entscheidende Nachteile. Nicht nur werden kluge Pläne oft genug zerrieben und verhindert, auch öffnen sich Tore für Manipulatoren aller Art. Wenn nur das Unangreifbare unstrittig genug für Einigung und Entscheidung ist, sichert der entsprechende Verkauf der eigenen Ideologie deren Durchsetzung.

Auf diese Weise konnte der Ökologismus in Deutschland seinen Siegeszug antreten, von der Implementation positiv besetzter Begriffe wie „Nachhaltigkeit“, „Vorsorge“, „Klimaschutz“ und „Erneuerbar“ bis hin zu konkreten



Der Bodeneffekt und die Zukunft der Mobilität

30. April 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Ökologismus, Technium, Wirtschaftsförderung

ego150Der Bus ist des Ökologisten liebstes Transportsystem, wenn dieser denn nicht gleich die Rückkehr zum Pferd oder zur Muskelkraft für geboten erachtet. Er gilt als das energieeffizienteste Transportsystem, betrachtet man den Treibstoffbedarf pro Passagierkilometer bei entsprechender Auslastung. Aber der Vergleich mit Eisenbahn oder Flugzeug hinkt an dieser Stelle gewaltig. Denn die eigentlich interessante Frage ist die nach dem Energiehunger eines Busses, der 1.000 Kilometer pro Stunde zurücklegt. Auch würde eine Fahrt von beispielsweise Berlin nach New York gewisse Probleme bereiten. Es kommt eben immer darauf an, was man braucht.

Ein jedes Verkehrsmittel hat einen spezifischen Nutzen und daher einen eigenen Markt. Schiff und Auto, Eisenbahn und Flugzeug stehen weit weniger in einem gegenseitigen Wettbewerb, als die grünen Ideologen glauben. Eines dieser Systeme abzuschaffen oder durch ökodiktatorische Regeln massiv zu behindern, würde eher Verzicht als Substitution erzwingen. Eine Reduktion von Wertschöpfungsmöglichkeiten, denn Mobilität als physische Bewegung von Menschen und Gütern ist die Voraussetzung für den Handel mit Waren, Dienstleistungen und Ideen und damit für unseren Wohlstand. Die Technologien der Fortbewegung entwickeln sich folgerichtig nicht in Richtung einer umweltideologisch geprägten Monokultur, sondern in Richtung einer immer größeren Vielfalt, die für jeden Transportbedarf die individuell effektivste und effizienteste Reisekette ermöglicht. Zukunftsträchtig sind Innovationen



Alptraum “kostenlose“ Energie – dank EEG ist der Strompreis auf dem Weg zu den Sternen

24. April 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Politik, Windkraft

In Deutschland herrscht das Energiewendezeitalter. Bis 2050 soll die Stromerzeugung zu 80 % auf die sogenannten Erneuerbaren Energien umgestellt werden. Im Vordergrund Rotornabe2stehen hierbei Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne, daneben gibt es noch Biomasse, Müllheizkraftwerke und Stauseen. Da Wind und Sonne keine Rechnung schicken, sollte dies alles den Verbraucher nicht mehr kosten als den Gegenwert einer Kugel Eis im Monat – so der grüne Bundesumweltminister Jürgen Trittin im Jahre 2004. Inzwischen sind die realen Kosten jedoch so explodiert, dass Trittins Nachfolger Altmaier nach der Bremse sucht – und keine findet. Da jetzt Prognosen bis 2017 zur Verfügung stehen, ist es dringend Zeit  für einen erneuten Faktencheck.

 

Ausgangspunkt sind zunächst einmal die tatsächlichen Gesamtkosten, die den Bürgern aufgrund von Zahlungen an die Betreiber von Anlagen entstehen, die nach dem EEG-Gesetz gefördert werden. Diese sind für den Verbraucher viel interessanter als die ursprünglich „klein“ wirkenden Aufschläge, die er pro kWh auf seiner Stromrechnung erkennen kann. Diese tatsächlichen Gesamtzahlungen werden ihm letztlich nicht nur über seine direkte Stromrechnung, sondern auch über seine gesamten übrigen Lebenshaltungskosten weitergereicht. Von exportierten Gütern einmal abgesehen werden schlieβlich sämtliche Stromkosten, die Industrie, Handel, Handwerk und öffentliche Verwaltungen zu bezahlen haben, auf dem Umweg



Enquete: Das Finale

22. April 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Ökologismus, Politik

enquete-finaleDie 31. Stitzung der Enquete Kommission „Wachstum, Wohlstand, Nachhaltigkeit“ war ihre letzte. Der Abschlussbericht wurde verabschiedet, doch was eigentlich verabschiedet wurde, ist nicht klar ersichtlich. Der Gesamtbericht umfasst knapp tausend Seiten, und wird ergänzt durch Sondervoten und Namensbeiträgen die vor allem von der Mehrheitsmeinung abweichende Stellungnahmen sind. Das Parlament und die Öffentlichkeit wird nicht viel damit anfangen können und in der politischen Auseinandersetzung findet jeder, der danach sucht, Argumente für seine Darstellung. Ist das BIP nun geeignet die Entwicklung einer Gesellschaft darzustellen oder nicht? Jein heißt die Antwort, wie bei fast allem. Und was ist eigentlich Nachhaltigkeit? 1730mal kommt das Wort im Bericht vor, in fast jedem denkbaren und undenkbaren Zusammenhang und hat damit fast vollständig eine eigene Bedeutung verloren. Nachhaltig ist irgendwie alles was dauerhaft ist.

Dennoch ist die Arbeit der Enquete nicht umsonst gewesen, weil sie auch verdeutlichte, dass die Wissenschaften, und damit Gutachten etc., der Politik keine Entscheidung abnehmen kann. Immer gibt es Gegendarstellungen, oder die ganze Herangehensweise wird in Frage gestellt, bis hin zu philosophischen Betrachtungen was die Moderne eigentlich ist und ob wir in ein neues Zeitalter steuern. Oder dieses möglicherweise schon haben. Können wir Prozesse steuern, oder steuern die Prozesse uns? Fragen über Fragen,



Veranstaltungshinweis: Alternative Ökokonferenz der FDP Sachsen – Aktualisiert

22. April 2013 | Von | Kategorie: Blog, Internes, Politik

Unter dem Titel “Ökowahn statt Umweltschutz – Wenn grüne Ideologien zum Dogma werden” findet am 25.5.2013 in Dresden die dritte große Konferenz der FDP Sachsen im Rahmen ihrer Fortschrittsoffensive statt. Hier der Text der Vorankündigung:

Sie verhindern und verbieten – mit dem Selbstverständnis moralischer Überlegenheit und der Überzeugung vom Störfaktor Mensch bestimmen grüne Ideologen immer öfter, was gut für uns sei und wie wir leben sollen. Dabei spielt längst keine Rolle mehr, ob Natur, Gesundheit oder einfach nur die Vernunft auf der Strecke bleiben: Quecksilberhaltige Fieberthermometer werden verboten, dafür kurbelt das Glühlampenverbot die Gewinnung des Umweltgiftes in den Minen der chinesischen Provinz Guizhou an, um die Nachfrage zur Produktion von Energiesparlampen zu decken.

Klimaschutz heiligt die Mittel, da müssen Natur und Gesundheit im Zweifel zurückstecken. Auch beim Kreuzzug gegen die Globaltemperatur ist jedes Mittel Recht: So verdrängen artenfeindliche Monokulturen als Rohstoffe für „grüne Energien“ Tiere, Pflanzen und den Getreideanbau. Die Folge: Deutschland konnte 2012 erstmals seit 25 Jahren seinen Getreidebedarf nicht selbst decken. Auf dem Weltmarkt explodieren die Nahrungsmittelpreise und in der Sahelzone verhungern zur selben Zeit Menschen. Hauptsache die Mülltrennung ist so erfolgreich wie das Dosenpfand: Einst Geheimwaffe der Grünen im Kampf gegen die Einwegflasche, gibt es zehn Jahre



Aufruf: Für Kernenergie und das fliegende Auto abstimmen!

16. April 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

ego150Die Möglichkeit valider Prognosen wird nicht nur durch die Komplexität der betrachteten Systeme und den daraus folgenden oft unvorhersehbaren Wechselwirkungen begrenzt. Manchmal sind es auch neue Faktoren außerhalb der allgemeinen Wahrnehmung, die eine ungeahnte Dynamik entwickeln und die Zukunft in einer heute noch unvorstellbaren Weise prägen. Auf Messen wie der jüngst beendeten Industrie-Leistungsschau in Hannover sollte man sich daher tunlichst nicht nur das ansehen, von dem alle ohnehin schon reden. Sicher, man trifft dort viele Leute, Organisatoren, Aussteller, Journalisten und Politiker, die ganz genau zu wissen vorgeben, was Morgen wichtig wird. Weil natürlich die großen Fische im Teich mit aufwendigen Ständen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und wichtige Multiplikatoren pflegen können. Was den meisten Besuchern daher entgeht, ist aber oft spannender. Mitunter wissen nicht einmal die Aussteller selbst,  ihre verborgenen Schätze zu heben.

Der Stand der Stadt Moskau hatte nicht mehr als eine schön gestaltete leere Fläche zu bieten, auf der die Firma Bombardier drei kleine Modelle künftiger Nahverkehrszüge präsentierte. Am Counter langweilten sich zwei Damen. Mir fiel ein buntes Papier auf dem Tresen ins Auge. “Das ist ein Kalender, den wir im letzten Jahr gestaltet haben. Eine Aktion in Indien.”, meinte die Repräsentantin des Konzerns. “Wir hatten noch so



Für Licht oder Strom gibt es keine Eimer

7. April 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Windkraft

Leuchtsterne KopieJedes Kind kennt die Erzählung von den naiven Schildbürgern, die erst ihr Rathaus ohne Fenster bauten und dann versuchten, Licht in Eimern und Säcken hineinzutragen. Doch während man über den in Schilda vollbrachten Unsinn noch schmunzeln kann, weil es im Reich der Märchen liegt und uns ja nicht betrifft, spielt sich mitten unter uns ein noch viel gröβerer Schildbürgerstreich ab, der Deutschland technisch wie wirtschaftlich noch in gröβte Schwierigkeiten bringen wird. Das Problem liegt darin, dass man elektrischen Strom ähnlich wie Licht nur schlecht speichern kann. Und mit genau dieser Frage steht und fällt die ganze Energiewende mitsamt ihren Billionenkosten.

Solarleuchten Kopie

Bild 1. Hübsch, aber vergänglich: Die Akkus in Solarleuchten fallen oft schon nach 1-2 Jahren komplett aus

Zunächst einmal: Ja, rein vom Prinzip her kann man Licht und Strom durchaus speichern. Jeder kennt beispielsweise diese matt leuchtenden Kunststoffe, die Tageslicht aufnehmen und bei Stromausfall als Notmarkierung für Fluchtwege dienen. Auch so manches Kinderherz haben sie schon erfreut, wenn sie in Form von Spielzeug die Dunkelheit in Kinderzimmern mildern. Doch kein vernünftiger Mensch käme auch nur im Entferntesten auf die Idee, so etwas als Beleuchtung für unsere Wohnzimmer und Fabriken oder als Ersatz für Straβenlaternen einsetzen zu wollen.Ähnlich verhält es sich