Politik



Die Ressourcen und das Primat der Technologie

17. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdöl, Innovationspolitik, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Technium, Unkonventionelles Gas und Öl

ego150Es ist ziemlich einfach, eine Phantasie über den Weltuntergang zu begründen. Man kann Vogonen erfinden, die die Erde aus dem Weg sprengen. Man kann aber auch die bekannten Rohstoffvorräte gedanklich in einen begrenzten Behälter ohne Zulauf packen, nach dessen zwangsläufiger Entleerung unsere Zivilisation zusammenbricht. Beides ist gleichermaßen plausibel. Während allerdings die erste Variante von den meisten Menschen als überaus unterhaltsam empfunden wird, ist die zweite zentrales Dogma der ökologistischen Ideologie und damit nicht nur fester Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses, sondern auch Quelle weitverbreiteter Zukunftsangst geworden.

Denn wie in einem Artikel von Brian Hayes in der aktuellen Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft (Februar 2013) beschrieben, ist die Idee limitierter Ressourcenverfügbarkeit grundlegendes Element der Computersimulationen, die dem 1972 erschienenen Buch „Die Grenzen des Wachstums“ zugrunde liegen. Ein Werk, das die ökologistische Denkweise bis heute prägt. Nun übt Hayes durchaus heftige Kritik an dieser Veröffentlichung, bis hin zu der Aussage, das verwendete mathematische Modell („World3“) sei „eher ein Mittel der Polemik als eines der wissenschaftlichen Forschung“. Auch wird Vaclav Smil in diesem Zusammenhang zitiert, der in den „Grenzen des Wachstums“ schon immer „eine Übung in Falschinformation und Verschleierung“ erkannte. An der grundlegenden Idee begrenzter Ressourcen möchte Brian Hayes aber nicht rütteln.

Und das



Klimaschutz ist Ökodiktatur

12. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Politik, Wissenschaft

ego150In der Zeit konstatieren der Soziologe Nico Stehr und der Ökonom Manfred Moldaschl, unter Klimaforschern wachse die „Ungeduld mit der Demokratie“. Schließlich sei die Klimaerwärmung „kaum noch umstritten“ und „dramatischere und länger andauernde Folgen“ als bisher würden angenommen. Wer diese Sichtweise teilt, für den scheint es in der Tat erstens unverständlich und zweitens unerträglich, wenn die Industrienationen ihre selbstgesteckten Emissionsminderungsziele nicht einhalten. Die daraus von manchen gezogenen Schlußfolgerungen wurden auf Science Skeptical bereits thematisiert. Da gibt es die Idee, einfach Gremien zu schaffen, die weitreichende Entscheidungen jenseits jeder demokratischen Kontrolle treffen können. Da gibt es die Vorstellung, einen Teil der Parlamentssitze nicht mehr durch Wahlen, sondern anhand der als erforderlich angesehenen Gesinnung zu vergeben. Wissenschaftler, die an die kommende Katastrophe glauben, wollen den Handlungsrahmen für die Politik determinieren und natürlich können sie mit der Situation nicht zufrieden sein. Momentan ist Klimaschutz nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Was auch immer man unternommen hat, vom Emissionshandel über die Energiewende bis hin zum Verbot von Glühbirnen, schmerzt zwar das liberale Gewissen einiger durchaus, vermindert aber nicht die Ängste der anderen. Die Emissionen steigen weiter.

Die Beobachtung von Stehr und Moldaschl, die Demokratie würde aus Sicht der Alarmisten zunehmend als



Warum Annette Schavan zurücktreten sollte

7. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

ego150Nein, die Doktorarbeit interessiert mich nicht. Und auch die Frage, ob sie nun absichtlich plagiiert hat oder ungewollt, ist für mich nicht entscheidend. Eine “leitende Täuschungsabsicht”, wie seitens eines Gutachters unterstellt, wird ohnehin niemals nachweisbar sein. Eine geisteswissenschaftliche Arbeit besteht schließlich im wesentlichen aus Quellenstudium und der mehr oder weniger strukturierten Darstellung der Gedanken anderer Menschen, deren Neuinterpretation und Einordnung in einen anderen Zusammenhang. Es ist kein Skandal, wenn einer jungen Doktorandin im Zeitalter von Schreibmaschine und Zettelwirtschaft dabei einiges durcheinander gerät und ein paar Zitierfehler unterlaufen. Man darf von einer Doktorarbeit nicht unbedingt neue und große gedankliche Würfe erwarten. Es geht oft nur darum, die Befähigung zu selbstständigem wissenschaftlichen Arbeiten nachzuweisen. Und das scheint ihr, zumindest aus der Sicht der damaligen Prüfer, durchaus gelungen zu sein.

Im Gegensatz zu dem, was viele Politiker besonders aus der rotgrünen Opposition gegenwärtig von sich geben, erschöpft sich die wissenschaftliche Methodik nicht in der korrekten Setzung von Anführungszeichen. Auch ist Anzahl und Länge der Fußnoten in einer Arbeit unwesentlich. Wissenschaft ist die rationale Beschreibung eines Sachverhaltes unter Einbeziehung aller verfügbaren Fakten und unter Berücksichtigung aller verfügbaren Schlußfolgerungen anderer kundiger Forscher zur gestellten Frage. Wissenschaft ist die Anerkenntnis der Vorläufigkeit jeden Ergebnisses, zu dem man



Die Enquete und das Nichtprofitprinzip in der Wirtschaft

27. Januar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik

urbex-fass-sesselDie Projektgruppe 1 (PG1) der Enquete-Kommission des Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebenqualität“ konnte sich nicht auf einen einheitlichen Bericht einigen, über weite Strecken haben die nicht einmal miteinander diskutiert, weil schon recht bald klar war, sie kommen auf keinen gemeinsamen Zweig. Die Aufgabe der PG1 war, herauszufinden, welchen Stellenwert Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft hat. Doch schon die Definition des Begriffs Wachstum bereitete erhebliche Schwierigkeiten, von weiteren Problem, wie zum Beispiel die Darstellung von Wachstum in geeigneten Indikatoren mal abgesehen. Die Frontlinie verlief recht eindeutig zwischen der Opposition (SPD, Grüne, Linke) und der Regierung (CDU/CSU, FDP) und so kam es, dass die beiden Gruppen jeweils einen eigenen Bericht zur Abstimmung vorlegten, welcher von beiden Grundlage für die weiteren Beratungen der Enquete werden sollte. Der der Koalition wurde mit knapper Mehrheit angenommen, doch das ist eigentlich nebensächlich.

Zwei Begriffe erhitzten die Gemüter der Anwesenden. Zum einen mokierte sich die Opposition darüber, dass ihnen unterstellt werde, ihre angestrebt sozial-ökologische Transformation laufe auf eine Planwirtschaft hinaus, und zum andern wehrte sich die Regierungsfraktion dagegen, Wachstum sei ein Ziel der Politik. Wenn die Vertreter der Opposition den Bericht der Regierung gelesen hätte, was sie offensichtlich nicht taten, dann hätten



Dezentral ist ideal? Vom Glück der Autarkie.

19. Januar 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Nachhaltigkeit, Photovoltaik

stationDie wachsende Kritik an der überteuerten Solarstrom-Einspeisung macht der Branche Sorgen. Das Image wandelt sich zum schlechteren, die einstigen Traumrenditen für Hausbesitzer sind nicht mehr realisierbar. In dieser depressiver werdenden Lage wird mehr und mehr das kleine Glück, die ganz private ‘Enrergiewende’, angepriesen: Ist PV-Strom nicht schon billiger als Strom aus dem Netz? Wurde nicht der alte Traum der ‘Grid Parity’ erreicht, Solarstrom als wirtschaftlicher Konkurrent zum Strom der ‘Konzerne’? Und als Unterschwingung: Haben wir nicht unser Ziel erreicht, durch Anschubfinanzierung eine Stromerzeugungsart rentabel zu machen, die anfangs als viel zu teuer verlacht wurde? Nun ja, wenn dieses Ziel erreicht ist, dann könnte, ja dann müsste die EEG-Förderung ja sofort eingestellt werden, aber das wollen die Solarfreunde dann auch wieder nicht. Ist da etwa ein Pferdefuß?

Ja.

Er betrifft sowohl das große Ziel der Energiewende als auch das kleine Ziel der Selbstversorgung. Es sind die fehlenden Stromspeicher und dieses Dilemma lässt sich exemplarisch sehr gut am einfachen Beispiel einer kleinen, privaten Energiewende betrachten.

Der Selbstversorger

Da hat also jemand ein Häuschen und möchte seinen Strom selber machen. Unabhängigkeit von den bösen, raffgierigen Versorgern hat er sich aufs Panier geschrieben, ökologisch und dezentral will er sein Schicksal selbst in die Hand



CDU/CSU: Grüne verabschieden Morgenthau-Plan für Deutschland

18. Januar 2013 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Einer unserer Leser hat mich heute auf eine aktuelle Pressemitteilung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hingewiesen. Hier der Text in voller Länge (Quelle):

Grünes Energiepapier – Morgenthau-Plan für Deutschland

Mehr Staat, mehr Regulierung, mehr Gängelung der Bürger

Dr. Joachim Pfeiffer

In der vergangenen Woche hat die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf ihrer Klausurtagung den Antrag „Die Energiewende weiterdenken“ beschlossen. Hierzu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer:

„Mit ihrem neuen Forderungskatalog lassen die Grünen energie- und industriepolitisch die Maske fallen. Anstatt beim Umbau der Energieversorgung auf mehr Selbstverantwortung der Bürger und die Kräfte des Marktes zu setzen, gibt es für die Grünen nur ein Konzept: Mehr Staat, mehr Regulierung, mehr Gängelung der Bürger. Selbst offenkundige Fehlentwicklungen, wie der unkoordinierte Subventionswettlauf der Länder beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, werden ignoriert oder geleugnet. Mehr Realitätsverweigerung geht nicht.

Dabei stehen die Grünen-Forderungen teilweise im krassen Gegensatz zueinander: Auf der einen Seite wird behauptet, dass Kostensteigerungen um jeden Preis vermieden werden müssten, auf der anderen Seite werden neue und kostspielige Maßnahmen gefordert. Darunter etwa die künstliche Erhöhung der Emissionszertifikatspreise durch staatliche Eingriffe in den Emissionshandel, die Verstaatlichung der Netze oder neue Förderprogramme, die am Ende vom Verbraucher zu tragen sind.

Verantwortungsbewusste Energiepolitik sieht



“Erneuerbare Energien” führen zu höheren CO2-Emissionen – Einige Fakten.

6. Januar 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Photovoltaik, Windkraft

Holstein_1820Deutschland ist das Land, dass in den letzten Jahren weltweit den stärksten Zubau an sogenannten Erneuerbaren Energien, auch Neue Ineffiziente Energien (NIE) genannt, erlebt hat. Dieser Umbau der Stromversorgung bringt erhebliche Nachteile mit sich. Die Preise für Strom sind in den letzten Jahren erheblich angestiegen und die Versorgungslage ist inzwischen so kritisch, dass im Winter regelmäßig Uralt-Kraftwerke als Kaltreserve aktiviert werden müssen. Wobei jedem, der bei den Grundrechenarten und in den Naturwissenschaften in der Schule halbwegs aufgepasst hat klar sein müsste, dass das erklärte Zeile der Energiewende, nämlich der Umbau unserer Stromversorgung auf regenerative Lieferanten, allen voran Sonne und Wind, schon aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten unerreichbar ist.

Dafür dass unsere Bundesregierung, und mit ihr die vorherigen Regierungen und sämtliche Fraktionen im Bundestag, der größte Industrienation in Europa einen so massiven Umbau mit ungewissem Ausgang praktisch keiner Aussicht auf Erfolg schickt muss triftige Gründe haben. Und so geht es aus Sicht unserer Volksvertreter auch nicht um weniger als die Rettung des Planeten vor einem durch Kohlendioxid verursachten Klimawandel.

Unabhängig davon dass es erhebliche Zweifel an der postulierten massiven Wirkung von CO2 auf das Weltklima gibt und auch unbeeindruckt von der Tatsache dass selbst eine Reduktion des deutschen CO2-Ausstoßes auf Null global betrachtet