Politik



Die FDP – eine Alternative für Deutschland?

23. September 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Politik

ego150Die FDP sollte nicht den zwei Millionen Wählern nachtrauern, die den Analysen zufolge zur Union wechselten. Das wahre Problem sind die 400.000, die man an die AfD verloren hat. Denn in diesen manifestieren sich am ehesten der Protest und die Überzeugung, aus denen man lernen kann. Der Protest gegen den Verlust einer liberalen Orientierung, die bei der FDP zwar noch auf dem Papier steht, aber nicht mehr ausreichend gelebt wurde. Die Überzeugung, aus dem Grundwert „Freiheit“ ergebe sich zwangsläufig eine andere, eine alternative Politik zu der des sozialdemokratischen Mutti-Staates.

Dessen Bildung durch die Bundestagswahl abgeschlossen wurde. Hierin liegt die eigentliche Zäsur in der politischen Landschaft. Das Parlament besteht nun, sieht man von einer Handvoll Ökologisten und Postkommunisten ab, nur noch aus Sozialdemokraten. Sie werden jede denkbare Regierung prägen. Allein schon zur Bildung einer solchen ist die Merkel-Union gezwungen, noch weiter nach links zu wandern. Sie wird der zaudernden SPD in vielen Themen entgegenkommen müssen – vom Mindestlohn über die Rente bis hin zur Frauenquote und zur Steuerpolitik. Die SPD könnte die rotrotgrüne Karte spielen und radikale Grüne und Linke durch die dann knappe Mehrheit und eine ständige Neuwahldrohung disziplinieren.  Für die Energie- und Klimapolitik bedeutet dies nichts Gutes. Vor allem



Eine letzte Wahlkampfimpression…

21. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Politik

Wahlkampfimpression1

CDU, FDP und AfD in trauter Eintracht. SPD und Linke (hinten rechts gerade noch zu erkennen) eng zusammen in der Schmollecke. Die Grünen haben ihren Stand schon abgebaut und sind nicht mehr zu sehen. Ein Zukunftsmodell?

Vielleicht noch nicht bei dieser Wahl.

Hier meine Prognose für den Sonntag:

CDU/CSU: 38%

FDP: 9%

AfD: 6%

SPD: 25%

Linke: 10%

Grüne: 5%

Piraten: 3%

Freie Wähler: 2%

Rest: 2%

Berücksichtigt wurden dabei die Trends (die Trends, nicht die aktuellen Werte) aus dem Verlauf der Prognosen der einzelnen Umfrageinstitute, den man bei Wahlrecht.de sehr schön nachverfolgen kann und die Erfahrungen hinsichtlich der Genauigkeit dieser Werte aus den letzten Bundes- und Landtagswahlen. Hinzu kommen die Wirkung der aktuellen Pädophilie-Debatte, die in den letzten Umfragen aus meiner Sicht noch nicht voll durchschlägt, und die FDP-Zweitstimmenkampagne, die wie immer erst in der Wahlkabine wirken wird. Ich gehe zusammenfassend von einer Fortsetzung der gegenwärtigen Koalition aus, obwohl die AfD in den Bundestag einzieht.

Wer mag, kann seinen Tip (Tip, nicht Wunsch) hier im Kommentabereich abgeben und gerne auch begründen. Morgen sehen wir dann, wer von uns die Stimmung im Land am besten eingeschätzt hat. Zu gewinnen gibt es außer dieser Anerkennung aber leider nichts.

 



Die Grünen, die Pädophilen und die K-Gruppen

19. September 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Politik

hilfeschreiDieser Artikel erschien hier bei Science-Skeptical schon im Mai diesen Jahres in der Off-Topic-Arena, aus aktuellen Anlass soll er hier aber noch einmal an hervorgehobener Stelle erscheinen. Der Text wurde nicht verändert, weshalb hier auch nicht von Jürgen Trittin die Rede ist, sondern ganz allgemein, warum Pädophile bei den Grünen eine solche Bedeutung hatten, oder haben.

Eva Quistorp, Jahrgang 1945, war bei den Grünen von Beginn an dabei. Im TheEuropean schildert sie nun, dass pädophile Gruppen nicht heimlich die Grünen unterwandert hätten, sondern der Vorstand von Beginn an informiert war:

Ich habe damals zusammen mit Eberhard Walde versucht, die Indianerkommune aus dem Saal zu treiben und den Bundesvorstand auf dem Podium bekniet, etwas gegen sie zu unternehmen.

Die Verhältnisse diesbezüglich waren allen bekannt, da sich die Grünen einen innerparteilichen Krieg leisteten, der allerdings heute hauptsächlich als Auseinandersetzung zwischen Realos und Fundis in Erinnerung ist. Wie stark aber die Pädophilen wirklich in der Partei waren verrät ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1985

Eine rund zwanzigköpfige grüne Arbeitsgruppe namens „Sexualität und Herrschaft“ – die sich selber in Anspielung auf die ihr angehörenden Schwulen und Pädophilen „SchwuP“ abkürzt – hatte das Papier dem Landesparteitag in Lüdenscheid am 9. März als Teil des Wahlprogramms



Das EEG – Monopoly

16. September 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energiewende, Photovoltaik, Profiteure, Windkraft, Wirtschaftsförderung

monopoly

Der Slogan ‚Energie in Bürgerhand‘ suggeriert, dass die Energiewende eine Art soziales Projekt sei, an dem jeder teilnehmen und von dem jeder profitieren könne.
Nun, teilnehmen kann nicht nur jeder, teilnehmen MUSS jeder, gesetzlich verordnet, per EEG zwangsweise zur Zahlung verpflichtet.
Doch wie steht es mit dem Profit? Wer gewinnt denn daran?
Ist es wirklich so, dass die Energiewende auch ein Schlag gegen die Macht und die Gier der grossen ‚Konzerne‘ ist und dass die Einkünfte nun sozialer und gerechter auf die Bevölkerung verteilt werden?

Leider zeigt sich das genaue Gegenteil. Nur wer hat, dem wird gegeben. ‚Bürger‘ ist nicht jeder, sondern nur der Grund- und Kapitaleigner. Die Habenichtse zahlen die Zeche, die Besitzer der Schloßallee kassieren ab im großen Monopoly.

Woran liegt das?

Der Flächenbedarf der Energieerzeuger

Ein ganz wesentliches Merkmal der Industrialisierung war die Abkoppelung der Produktion von der Fläche. In der vorindustriellen Wirtschaft war die Größe des Landbesitzes praktisch gleichbedeutend mit der Produktionskapazität; auch wenn Handel und Manufaktur unabhängig vom Grundbesitz den Erwerb eines Vermögens ermöglichten, war die Agrarproduktion der herausragende Wirtschaftszweig.

Noch im Jahr 1900 waren 38% der Bevölkerung im Agrarsektor tätig und erwirtschafteten 29% der Bruttowertschöpfung. Heute sind noch 1,6% der Beschäftigten im Agrarsektor tätig,



Die Energiewende und der energetische Erntefaktor

14. September 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Politik, Wasserkraft, Windkraft

ein Beitrag von Daniel Weißbach und Götz Ruprecht vom Institut für Festkörper-Kernphysik gGmbH

Der folgende Artikel basiert auf einer kürzlich in dem Fachjournal „Energy“ erschienenen Veröffentlichung vom Institut für Festkörper-Kernphysik Berlin.[1]. Er beschreibt die vermutlich wichtigste Kenngröße von Stromerzeugungstechniken, den energetischen Erntefaktor, und beleuchtet die ökonomischen Konsequenzen. Auf dem US-amerikanischen Politblog „Daily Kos“ wurde diese Publikation sehr positiv rezensiert und mit über 300 Kommentaren diskutiert. Der Hauptautor Daniel Weißbach hat das Paper für Science Skeptical aufgearbeitet. Eine weitergehende, detaillierte Zahlenbasis kann der Google-Tabelle, welche auch für das Paper benutzt wurde, entnommen werden.

Die Energiewende und der energetische Erntefaktor

„Photovoltaik – Alles nur eine Frage des Wirkungsgrades“ meldete die FAZ im März dieses Jahres. Kurz vorher steigerte Sharp den Wirkungsgrad von Solarzellen auf rund 38%. Auch Fortschritte in der Speichertechnik werden stets auf Messen präsentiert. Immer größer werdende Windkraftanlagen und neuerdings auch Drachen zur Stromerzeugung sollen einen höheren Nutzungsgrad haben. Aber wieso gibt es dann ebenso viele Insolvenzmeldungen bei Solarfirmen und wieso verzeichnet die Windbranche immer mehr Absatzprobleme?

Mit derartigen Erfolgsmeldungen soll zwar suggeriert werden, dass es voran geht mit der Energiewende, dass man den neuen Stromerzeugungstechniken nur einen anfänglichen finanziellen „Klaps“ (der inzwischen 15



Peinlich, peinlich, Herr Ott

14. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Energiewende

330px-Hermann_E._OttDer Grüne Frontmann Hermann Ott retweete eine Nachricht über eine Erfolgsmeldung über die Langlebigkeit von Batterien, hatte sich dafür aber ein denkbar schlechtes Beispiel ausgesucht

Yeah! RT @CFigueres: Voyager 1 leaves solar system powered by battery w 88 yr life. Breakthroughs are not just possible, they are happening.

In Deutsch, frei übersetzt und nur nur so zum Spaß

Ja! RT @CFigueres: Voyager 1 verlässt Sonnensystem, Energie von Batterie mit 88 Jahre Lebensdauer. Durchbrüche sind nicht nur möglich, sie geschehen.

So toll der Erfolg der Voyager ist, hier hätte dem Herrn Ott ein kurzer Blick ins Wikipedia genügt, um zu erkennen, dass diese Meldung ganz sicher keine Erfolgsmeldung für „grüne Energie“ oder Batterietechnik im Sinne der Grünen ist. Es handelt sich nämlich um eine Radionuklidbatterie die ihre Energie aus radioaktiven Zerfall gewinnt.



Plädoyer für eine rationale Energiepolitik

10. September 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Kernenergie, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Kohlekraftwerk_Windrad_1Gastbeitrag unseres Lesers Jürgen Gneveckow

Eines lernt man schnell, wenn man sich an Diskussionen im Internet beteiligt: Wenn es um Energie, alternative Energien, Atomenergie, den Ausstieg aus selbiger und artverwandte Themen geht, hält man sich als einfacher Ingenieur am besten vornehm zurück. Gegen den geballten Sachverstand der anderen Poster hat man eh keine Chance“. Dies ist ein zugleich ernüchterndes und erhellendes Fazit am Ende einer langen Diskussion über ein Interview mit Gesine Schwan in ZEIT online vom 3. August 2013. Nun könnte man sagen, nicht verwunderlich, wenn schon in der Überschrift von „Palavern“ über die Energiewende die Rede ist und Frau Schwan auch im Laufe des Gespräches alles tut, um Sachkenntnisse herunterzuspielen, ja zu desavouieren: im Grunde die ernstgemeinte Aufforderung, möglichst den „Senf“ dazuzugeben, ohne die Grundlagen zu kennen. Nun mag das im Fußball noch angehen, in Fragen der Energiepolitik, die sehr langfristig angelegt und für die Zukunft Deutschlands entscheidend sind, ist das aber „tödlich“.

Wirklich tödlich? – es sind ja „nur“ Sandkastenspiele, die bestenfalls der Willensbildung und Entscheidungsfindung im Vorfeld von Wahlterminen dienen. Aber worin unterscheiden sich nun „Freizeit-Energiepolitiker“ von den Profis in unseren Parlamenten auf Landes- und Bundesebene? Ich würde sagen nur graduell, wenigstens das sieht Frau