Politik



Das Kopenhagen-Manifest

23. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kopenhagen, Politik

Kopenhagen_meerjungfrauPer Rundmail hat vor einigen Tagen Thomas Deichmann, Chefredakteur des Novo-Magazins, auch uns auf das von Brendan O’Neill, dem Herausgeber des britischen Magazins spiked, verfaßte “Kopenhagen-Manifest” hingewiesen. Der Text wird derzeit für die Novo ins deutsche übersetzt und soll dort sowohl Online, wie auch in der Printausgabe erscheinen.

Ich halte das Manifest für überaus gelungen, es beschreibt pointiert und in kaum zu übertreffender Klarheit auch meine Haltung als Klimaskeptiker. Ich möchte Ihnen daher den Artikel auch hier näherbringen, als Kopie des englischen Originals von der spiked-Webseite. Die autorisierte deutsche Fassung werde ich nachreichen, sobald verfügbar.

———-Zitat Anfang———-

Everyone, it seems, is disappointed with the Copenhagen Deal drawn up by world leaders, with its promise of more money to tackle climate change and its commitment to stop the planet from warming by more than two degrees. But never mind all that. As spiked kicks off a major online debate about the future of the planet and humanity post-Copenhagen, here is our Alternative Copenhagen Deal.

#1: Hands off the human footprint

From Genesis to the Enlightenment, mankind was seen as the master of the planet. We have ‘dominion over the fish of the sea, over the birds of the …



Schlechtes Wetter in Kopenhagen

7. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kopenhagen, Politik

Es war schon interessant, auf der Klimakonferenz in Berlin mit den vor dem Hotel demonstrierenden Greenpeace-Aktivisten zu diskutieren (die zwei Figuren von der ÖDP habe ich, demonstrativ rauchend, ignoriert). Fast eine Stunde übrigens – und das in aller Freundschaft. Es hat Spaß gemacht und wir sind mit der Erkenntnis auseinandergegangen, daß uns allen etwas an der Erde und den sie bewohnenden Menschen liegt. Aber es war auch aus zwei Gründen erschütternd. Da dachten die Aktivisten doch tatsächlich, ich wäre nun ein verbrecherischer Vertreter irgendeiner bösen Macht (wahlweise Kohle, Atom, Öl, Pharma oder Großkapital) und hätte Schlimmes im Sinn. Und zweitens waren die grünen Umweltkämpfer samt und sonders von jeglicher Vorahnung unbelastet. Schon meine Frage, ob sie denn jetzt den Emissionshandel oder die Karbonsteuer als regulierende Mechanismen zur Emissionsminderung bevorzugen, erntete fragende Blicke. Angesprochen auf ihre Heroen, beispielsweise Dennis Meadows und James Hansen, vertiefte sich die Leere in den Augen. Dennis wie? James wer? Falls jemand von Greenpeace das liest: Ladet doch mal mich zu einem Vortrag ein, ich erkläre Euch gerne, wofür Ihr da eigentlich demonstriert und was ich darüber denke.

Für den Anfang kann ja dieser Artikel ein paar Denkanstöße liefern. Denn so spannend es auch sein mag, über …



Werden in Kopenhagen zwei unterschiedliche Abkommen beschlossen?

9. November 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Kopenhagen, Politik

Kopenhagen_meerjungfrauJe näher die Entscheidung über eine neues weltweites Klimaabkommen in Kopenhagen rückt, umso unwahrscheinlicher wird es dass die Nationen sich auf einen verbindlichen Vertrag einigen werden. Schließlich endete auch die letzte Vorbereitungskonferenz in Barcelona ergebnislos.

Für die Staatschefs der westlichen Länder indes wäre das sich ankündigende Scheitern der Verhandlungen vor allem ein Problem für deren Glaubwürdigkeit, hatten viele von ihnen doch in den vergangenen Monaten verstärkt darauf hingewiesen, wie wichtig ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll für das globale Klima ist. Höhepunkt war die Einigung der G8 Staaten auf das “2 Grad Ziel von l’Aquila” im Juli dieses Jahres. Spötter haben schon damals angemerkt dass Regierungen die nicht einmal die Kosten für die Gesundheit im eigenen Land in den Griff bekommen können sich nun anmaßen das Wetter beeinflussen zu wollen.

Durch ihre Ankündigung jedenfalls haben sich die Staatschefs selbst dermaßen unter Druck gesetzt, dass in Kopenhagen irgendein Beschluss gefasst werden muss. Wenn schon keine neuen verbindlichen Ziele dann zumindest ein Kompromiss der dann publikumswirksam als Erfolg verkauft werden kann.

Kompromiss in Kopenhagen?

Wie ein solcher Kompromiss aussehen könnte beschreibt der Telegraph in seiner heutigen Ausgabe. Nach Angaben der Zeitung liegen zwei Optionen auf dem Verhandlungstisch. Falls die Länder …



Warum Kopenhagen nutzlos ist

8. November 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Kopenhagen, Politik

“Ein Bild sagt mehr als tausen Worte”

Von Willis Eschenbach (Original bei WUWT)

Der kommende Kopenhagen Klimagipfel, hochoffiziell und schwergewichtig auch “COP15 United Nations Climate Change Conference Copenhagen 2009″ genannt, hat zum Ziel die Emissonen in der entwickelten Welt zu reduzieren. Hauptakteure sind natürlich Europa und die USA. Es gibt weitläufig die Wahrnehmung dass, wenn nur die USA und Europa  ihre Emissionen unter Kontrolle brächten, das Problem [Klimawandel] gelöst würde. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Um die große Lücke in der Argumentation zu sehen muss man nur einen Blick auf die historische Entwicklung der CO2-Emissionen werfen. Hier sind sie:

carbon_emissions_trends

Während die CO2 Emissionen von Westeuropa und den USA 1970 zusammen etwa die Hälfte aller CO2-Emissionen ausmachten, sieht das Bild heute ganz anders aus. In den letzten 35 Jahren ist der CO2 Ausstoß dieser Länder nur leicht angestiegen, wohingegen die Emissionen weltweit steil angestiegen sind und ein Ende nicht in Sicht ist.

Daher spielt es keine Rolle ob Europa einem “neuen Kyoto” zustimmt. Es spielt keine Rolle, ob die USA dem Emissionshandel zustimmt. Beide zusammen werden keinen signifikanten Unterschied ausmachen. Selbst wenn beide Regionen ihre CO2 Emissionen auf den Wert von 1970 zurückfahren könnten würde das …



Wird in Kopenhagen die Gründung einer Weltregierung beschlossen?

19. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kopenhagen, Politik
http://www.youtube.com/watch?v=PMe5dOgbu40&feature=player_embedded#[/youtube]

UNSSREnde dieses Jahres wird die ganze Welt gespannt nach Kopenhagen blicken. Wenn sich im Dezember die Regierungen der Welt treffen, um ein neues Abkommen zur Reduktion der CO2-Emissionen zu beschließen, steht einiges auf dem Spiel. Allerdings nicht, wie viele vielleicht meinen, die Rettung eines statistischen Mittelwertes, auch Globalklima genannt. Nein, auf dem Spiel steht vielmehr die Souveränität der Nationen, die Selbstbestimmung der Wirtschaft und die Freiheit der Menschen auf der Welt.

Weltregierung zur Durchsetzung der Klimaziele

Beschlossen werden soll nicht nur ein Abkommen, in welchem sich die Länder zur Einhaltung verbindlicher Emissionsziele verpflichten. Was nützt schließlich, so werden sich die Verantwortlichen bei der UNO und die Vertreter verschiedener Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace und WWF gefragt haben, ein globales Abkommen, wenn die Macht zu dessen Durchsetzung nicht ebenfalls zentralisiert wird.

Und eine solche Macht hat bislang noch keines der zahlreichen UNO Gremien. Da erscheint es nur konsequent, wenn in Kopenhagen gleich eine mit großen Ermächtigungen ausgestattete Weltregierung eingesetzt wird. Sie mögen jetzt sicher glauben, der Autor dieser Zeilen hätte in letzter Zeit zu viel Orwell gelesen und daher würde jetzt seine Phantasie mit ihm durchgehen. Wenn Sie sich überzeugen wollen, dass das nicht der Fall ist, dann lesen Sie weiter.

Lord Christopher



Wer berät die UNO in Klimafragen? Wikipedia!

3. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Wenn sich die mächtigen Männer und Frauen der Welt im Dezember in Kopenhagen treffen, um über eine Nachfolgeregelung für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zu beraten, geht es aus der Sicht vieler Politiker, Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen um einiges. Nämlich um nichts Geringeres als um die Rettung der Welt. Als Lösung für die Probleme der Erde wird die Reduktion des CO2-Ausstoßes angesehen und diese will man über eine massive Verteuerung der Emissionen erreichen.



Wird ein “Klimaskeptiker” Frankreichs neuer Superminister?

28. Mai 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Politik

tesvfdsfIn jedem Witz steckt ein wahrer Kern“, so sagt der Volksmund. Dass solche populären Weisheiten manchmal die Wirklichkeit äußerst treffend beschreiben, kann sich in den nächsten Tagen wieder einmal bestätigen.

Der Hintergrund: Am 1. April veröffentlichte ein deutscher Klimawissenschaftler in seinem Blog „PrimaKlima“ die sensationelle Meldung, Frankreichs Präsident Sarkozy plane den ehemaligen Sozialisten und heute bekennenden Klimaskeptiker Claude Allegre als Umweltminister in seine Regierung zu berufen. Einige Kommentatoren, die diese Ankündigung in dem Wissenschaftsblog für bare Münze nahmen, wurden dann wenig später ob ihrer vermeintlichen Naivität mit reichlich Häme überschüttet. Selbst von Wahnvorstellungen der Leichtgläubigen war die Rede. Eine Berufung Allegres zum Minister wäre völlig undenkbar. O-Ton: „Niemand der nicht von politischen Harakiri befallen ist, wird Allegre nochmal in eine Regierung nehmen.

Eine Meldung in einem deutschsprachigen Wissenschaftsblog erregt Aufsehen in den USA

Und nicht nur im deutschsprachigen Web fand die Ankündigung regen Anklang. Auch die AGW (Anthropogenic Global Warming/ von Menschen verursachte Erderwärmung)-skeptische Internetseite von Marc Morano, einem Mitarbeiter des US-amerikanischen Senators James Imhofe, nahm die Meldung auf “PrimaKlima” zum Anlass, über eine mögliche Berufung Allegres zu berichten. Diese Meldung wiederum veranlasste den Blogbetreiber, eine ätzende Polemik gegen Moranos ClimateDepot und den ebenfalls …