Politik



Klimaforschung als politisierte Wagenburg

7. September 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Gastbeitrag von Steffen Hentrich

Angesichts der hitzigen Debatte über einen aktuellen Artikel von Roy Spencer und William Braswell, in dem der Einfluss der Wolkenbedeckung auf die globalen Temperaturveränderungen untersucht wird, fragt sich einer der Autoren, Roy Spencer, wo eigentlich die Sorte von Klimaforschern geblieben ist, den es um den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und nicht um die Rettung der Erde vor einer aus theoretischen Modellen abgeleiteten Katastrophe geht. Ohne ein Aufbegehren redlicher Forscher sieht er wenig Chancen für eine Klimawissenschaft, die ihren Namen wirklich verdient:

Wir können gegen diesen kupplerischen, vom Gruppendenken geleiteten und in einer Wagenburgmentalität verfangenen Peer-Review-Prozess, der sich auf milliardenschwere Forschungsprogramme für ein vorgefertigtes politisches Ergebnis stützt, nicht viel ausrichten.

Für viele ist es inzwischen kein Geheimnis mehr, was sich hinter dieser Kulisse abspielt. Der nächste IPCC-Report (AR5) ist auf dem Weg und es wird alles dafür getan, dass entweder kein wissenschaftlicher Aufsatz veröffentlicht wird, der den politischen Zielen des IPCC in die Quere kommt oder jeder veröffentlichte kritische Artikel mit allen verfügbaren Mittel diskreditiert wird.

Von uns werden ständig höhere Standards erwartet als unsere Kritiker fordern, wenn es um die finanzielle Förderung ihrer Forschungsprogramme und die Veröffentlichung ihrer Forschungsresultate geht. Diese Art von Krieg begann schon



Abgeordneten-Check.de: Video-Clip zur Initiative „Stoppt EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)“

31. August 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Politik

Ein neuer Trailer soll die Informationsarbeit der Initiative „Stoppt EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)“ auf Abgeordneten-Check.de flankieren. In dem Video-Clip wird der ESM-Vertrag mit seinen Konsequenzen anschaulich erklärt.

So verlieren die nationalen Parlamenten ihr Budgetrecht an einen EU-Gouverneursrat und eine allgemeine, gesamtschuldnerische Haftungsgemeinschaft wird für alle Euro-Länder eingeführt. Bisher wurden über Abgeordneten-Check.de 70.000 Petitionen an alle 620 Abgeordnete des Deutschen Bundestages versandt.

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Wenn Sie der Meinung sind, unsere Abgeordneten dürfen der Transferunion NICHT zustimmen, dann sagen Sie das jetzt Ihrem Abgeordneten im Bundestag. Klicken Sie HIER, geben Sie Ihre Postleitzahl ein oder klicken Sie auf die Karte und kommen so zu Ihrem Wahlkreis, Geben Sie unterhalb der bereits fertigen Protest-Postkarte Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse ein und drücken dann auf „senden“. Sie müssen dann nur noch den automatisch an Ihre E-Mail-Adresse versandten Bestätigungslink klicken. Fertig. Wenn Ihr Abgeordneter antwortet, schicken Sie dessen Antwort an die angegebene Adresse, damit der AbgeordnetenCheck.de transparent machen kann, wer den ESM ermächtigen will, über uns zu regieren- und wer nicht.

 

Anlage 1: Aufteilungsschlüssel für die finanziellen Beiträge zum ESM:

Deutschland  27,1 %  (= 190 Mrd. Euro)
Frankreich 20,3 %  (= 142 Mrd. Euro9
Italien 17,9 % (= 125 Mrd. Euro)
Spanien 11,9 % (=



Auswertung des Bürgerdialogs (Phase 1): Energiewende wird abgelehnt

28. August 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

Die Energiewende ist keine Folge technischer Fortschritte, noch entsteht sie durch das Wirken des freien Marktes. Sie wird aus rein politischen Erwägungen erzwungen und ihre Realisierung ist mit Nachteilen verbunden. So muß in der gegenwärtigen Situation jeder, der die Wende in der Stromerzeugung will, mit höheren Kosten, geringerer Versorgungssicherheit und größeren Auswirkungen auf die Umwelt (Emissionen, Flächenverbrauch) einverstanden sein.

Dies ist auch die Erwartungshaltung der Bundesregierung an die von ihr getroffenen Entscheidungen. Denn die vier Leitthesen des Bürgerdialogs zur Energiewende spiegeln diese Aussichten wieder.  In der Zeit vom 11.07. bis zum 25.08.2011 war es auf dem durch das Bundesforschungsministerium betriebenen Portal für jeden möglich, seine Meinung zu diesen Fragestellungen zu äußern:

  • These 1 („Speicher und Netze“): Ich trage den Ausbau der Energieinfrastruktur mit, auch wenn es bedeutet, dass in meiner Umgebung neue Stromleitungen oder Energiespeicher gebaut werden müssen.
  • These 2 („Brückentechnologien“): Ich halte Investitionen in neue Gas- und Kohletechnologie für notwendig, auch wenn dadurch die Klimaschutzziele in Deutschland nicht vollständig erreicht werden.
  • These 3 („Erneuerbare Energien“): Ich bin bereit, höhere Strompreise (ca. 3 -6 % pro Jahr bis 2020) zu zahlen, um den Ausbau der erneuerbaren Energietechnologien zu fördern.
  • These 4 („Energieeffizienz“): Ich halte Maßnahmen zum Energiesparen für sinnvoll, auch


Bürgerdialog: Bürgerwerkstatt ohne Bürger

27. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Innovationspolitik, Kernenergie, Kohle, Politik, Wasserkraft, Windkraft, Wirtschaftsförderung

Nein, so viele Leute wie auf dem Bild unten zu sehen, waren dann doch nicht da. Ich habe siebzehn Gäste gezählt, die nicht der Gruppe der Veranstalter und geladenen Experten zugeordnet werden konnten. Man hatte sich allerdings redlich Mühe gegeben. Ein schöner Veranstaltungsort, kostenlose Getränke in großer Vielfalt und sogar ein Snack waren vorbereitet. Die Moderatorin (vom IFOK) war sehr bemüht und hat ihre Sache nicht schlecht gemacht – wenngleich das im Gesicht scheinbar festgefrorene Grinsen auf Dauer ermüdete. Gute Laune sollte verbreitet werden, man wollte die Leute offensichtlich nicht nur für die Energiewende, sondern auch für den Bürgerdialog an sich begeistern und gleichzeitig einen Impuls für eigenes Engagement setzen. „Was kann jeder persönlich in seinem Umfeld für den Erfolg der Energiewende tun?“ war daher auch die Leitfrage für den letzten Teil der Veranstaltung. Aber der Reihe nach…

 

Es begann mit der Begrüßung durch den Gastgeber (Braunschweig Energy, das örtliche Stadtwerk), dessen Vorstandsvorsitzender Francis Kleitz das folgende bedenkenswerte Zitat des französischen Literaten Denis Diderot zum besten gab:

„Wer den falschen Weg nimmt, verirrt sich um so mehr, je schneller er geht.“

Natürlich wurde dieser Satz in den dann folgenden 90 Minuten nicht mehr bedacht, man konnte



Bürgerdialog…..Expertenblog…..Smart Grid

18. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Nachhaltigkeit

Um den neuesten Expertenblog unabhängig von der Moderation des Bildungsministeriums ausdiskutieren zu können, stelle ich hier mal Zitatweise den Artikel des Herrn Dr. Jens Kube ein.

Ich werde mich bemühen die Genehmigung zu erlangen den kompletten Text kopieren zu dürfen, aber bis dahin sollten unsere werten Leser sich erstmal das Original auf der Seite des Bildungsministeriums zu begutachten.

 

Wo liegen das Potenzial und eventuelle Herausforderungen im Bereich Intelligente Stromnetze?

Dr. Jens Kube

Mit dem Begriff „intelligente Stromnetze“ (Smart Grids) wird ein komplexes Zusammenspiel im Bereich der Verteilung und Nutzung elektrischer Energie bezeichnet. Grundsätzlich sind die intelligenten Netze ein moderner Ansatz, Verbrauch und Produktion elektrischer Energie in Einklang zu bringen.

Wieso müssen Produktion und Verbrauch überhaupt in Einklang gebracht, ja sogar synchronisiert werden? Der Grund liegt darin, dass elektrische Energie zwar eine sehr hochwertige Energieform ist, was ihren Einsatz betrifft. Man kann mit Strom heizen, Dinge bewegen oder Suchanfragen im Internet durchführen. Leider kauft man sich diese vielen Vorteile jedoch mit dem Nachteil ein, dass elektrische Energie nur sehr schwer speicherbar ist. Batterien enthalten sehr kleine Mengen chemische Energie, die in elektrische Energie umgewandelt werden kann: 1500 mAh eines modernen AA-Akkus entsprechen in etwa 0,002 kWh, in einer Auto-Starterbatterie sind



Falsch bleibt Falsch – Studie zur Energieautarkie wieder aufgewärmt

17. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Medien, Politik

Klimaschutz fängt im Kleinen an. Dieses Mantra wird gerne wiederholt, wenn davon berichtet wird, wie einzelne Gemeinden oder Regionen ihre Energieversorgung unabhängig gestalten könnten. Dass es bislang noch keiner kleinen oder größeren Region in Deutschland gelungen ist, im wirklichen Sinne Energie-Autark zu werden, findet hingegen so gut wie keine Beachtung. Selbständige Stromversorgung etwa bedeutet schließlich nicht, über das gesamte Jahr gemittelt so viel Strom erzeugen zu können, wie im gleichen Zeitraum verbraucht wird. Elektrische Energie muss genau immer dann zur Verfügung stehen, wenn sie gerade gebraucht wird.

Dieser Umstand wird in den meisten Studien zur energetischen Vollversorgung leider kaum beachtet. Und nur unter Auslassung dieser elementaren Grundlage kann man zu Ergebnissen kommen, wie Sie momentan in einer Artikelserie des Bonner General-Anzeigers präsentiert werden. „Der Rhein-Sieg-Kreis ist autark – wenn es um Energieversorgung geht.“ wird dort vollmundig behauptet.

Grundlage dieser Behauptung ist eine Studie aus dem Jahr 2008, welche damals im Auftrag der Kreissparkasse Köln erstellt wurde. Nun könnte man den zuständigen Redakteuren des General-Anzeigers zugute halten, dass es sich bei ihnen nicht um ausgewiesene Energieexperten handelt und dass ihnen daher gar nichts anderes übrig bleibt, als der von Ihnen als Kronzeugen hinzugezogenen Studie zu vertrauen. Nur war gerade diese



Lesetipp: Was ist los mit Deutschland?

11. August 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Gefunden auf  „Zettels Raum“:

(…)Es gibt, soweit ich sehe, weltweit keinen anderen demokratischen Staat, dessen politisches Spektrum nur von linksaußen bis zur Mitte reicht; mit einem gähnenden Vakuum auf der Rechten.

Es gibt keinen anderen Staat, in dem die Ökologisten mehr sind als eine kleine Partei von Eiferern. In der Bundesrepublik sind sie eine der drei Volksparteien.

Es gibt kaum einen Staat, in dem der Liberalismus – sei es in Gestalt einer Partei, sei es als Flügel einer großen Partei- nicht eine bedeutende politische Kraft wäre. In Deutschland sind die Liberalen heute eine quantité négligeable.

In dieser Bundesrepublik ist bereits ein konservativer Sozialdemokrat wie Thilo Sarrazin ein Rechtsaußen, dem man abspricht, überhaupt noch zum demokratischen Spektrum zu gehören.

Was ist los mit dieser Aussteigernation? Ich weiß es nicht. Ich habe schlicht keine Erklärung. Ein langfristiger Trend scheidet aus; sonst hätte Schwarzgelb nicht vor weniger als zwei Jahren eine Mehrheit bekommen.

Es kommt mir so vor, als sei diese Nation von einem Taumel erfaßt. So, als hätte man uns eine starke Dosis eines Rauschmittels verabreicht (…)

Hier gibt es den gesamten Text.