Politik



Grüne Programmatik: Der Weg in den Ökofaschismus?

4. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Das Verständnis von Freiheit in den heutigen, demokratisch verfaßten Gesellschaften orientiert sich in Anlehnung an die Ideen der Aufklärung und an die Werte der französischen Revolution an den Lebensumständen auf individueller Ebene. Freiheit ist ein Spektrum von Handlungsmöglichkeiten, auf das jede Einzelperson ein zu schützendes Recht hat.  Die Vielfalt und Verschiedenheit der Lebensumstände machen es unmöglich, dieses Spektrum in Form einer Positivliste über den allgemeinen Standard der bürgerlichen Freiheitsrechte hinaus (Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Wahlrecht, Religionsfreiheit u.v.a.) zu definieren. Unser Freiheitsbegriff ist daher noch am ehesten einer Definition zugänglich, die seine Grenzen aufzeigt. Wenn Freiheit auf individueller Ebene empfunden und gelebt werden soll, dann ist sie auch ausschließlich im Rückgriff auf die individuelle Ebene einzuschränken. Dies begründet die demokratische Tradition, die Grenzen der Handlungsfreiheit des Individuums an der Auswirkung auf die Handlungsfreiheiten anderer Individuen anzusetzen.

In den Grundsatzprogrammen  von CDU, SPD und FDP heißt es in auffälliger Übereinstimmung:

Die Freiheit des anderen bedingt und begrenzt die eigene Freiheit. (CDU)

Die Freiheit des Einzelnen endet, wo sie die Freiheit des Anderen verletzt. (SPD)

Die Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenze an der Freiheit der anderen. (FDP)

 Für diese drei Parteien ist individuelle Freiheit ein Ziel auf der obersten Ebene, dem sich andere Werte



Anmerkungen zum ökologischen Fußabdruck

22. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

In meinem Artikel zur diesjährigen Studie des Umweltbundesamtes zum Umweltbewusstsein in Deutschland habe ich mich auf die verzerrte Risikowahrnehmung konzentriert.  Den größeren ökologischen Fußabdruck der Grünen-Wähler, auf den sich einige gestürzt haben, habe ich nur am Rande erwähnt.  Das hat seine Gründe.  Denn um voller Entrüstung die Grünen für ihren ökologischen Fußabdruck zu kritisieren, müsste ich mich einem Denken unterordnen, das einen besonders kleinen dieser Fußabdrücke als grundsätzlich erstrebenswertes Ziel anerkennt.

Das tue ich aufgrund einiger einfacher Überlegungen inzwischen nicht mehr.



Handys, Schimmel und einige offene Fragen

17. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Gesundheit, Politik

Das Umweltbundesamt hat die Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2010“ vorgestellt.  Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass der sogenannte ökologische Fußabdruck bei Wählern der Grünen besonders groß ist, aber das dürfte ein alter Hut sein.  Wirklich interessant an der Studie ist die Grundauszählung am Schluss, denn hier kann man sehen, welche Fragen tatsächlich gestellt wurden.  So fühlen sich zum Beispiel mehr Menschen in ihrer Gesundheit durch die Abstrahlung von Handys und Mobilfunksendemasten belastet als durch Schimmel in Gebäuden (Frage 11).  Ziemlich erstaunlich, denn auch wenn schädliche Wirkungen elektromagnetischer Felder nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden können, konnte bisher dennoch kein Nachweis für die Schädlichkeit von Handystrahlung erbracht werden.  Schimmelpilze hingegen sind nachweisbar gesundheitsschädlich, können Allergien auslösen, die Atemwege befallen und in manchen Fällen sogar tödlich verlaufende Krankheiten verursachen.  Offenbar ist die Riskowahrnehmung der Befragten in vielen Fällen drastisch verzerrt.



Eine Ode an (die Kanzlerin) Angela Merkel – Sonnenaufgang für Deutschland

13. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Liebe Angela Merkel,

das Problem um die Lüge der Mensch-gemachten Klimakatastrophe (zum Geldkassieren), strapaziert nicht nur den Geldbeutel der Bürger, sondern es zeigt eine verwerfliche moralische Verkommenheit, an der Sie als Kanzlerin nicht beteiligt sein sollten.

Ich bin froh, dass wir Sie als Kanzlerin haben. Wer sollte es sonst machen? Lauter Nullen um Sie rum. Alle Guten weggelobt. Von all Ihren Taten bewunderte ich am meisten, in welchem Tempo Sie Anfang Mai 2010 Maastricht teilweise oder ganz beurlaubt haben. Zack, zack waren die Maastrichter Kriterien und die Bedingungen dispensiert. Das nenne ich „regieren“.

Dummerweise unterschrieben Sie eben so schnell ein inhaltlich fingiertes Kyoto-Protokoll, ein für die Bürger Deutschland fatales Dokument, ohne sich damals darum zu kümmern, dass sowohl Präparierung des Gesamt-Meetings in Kyoto, wie auch Organisation zur Offerte des Protokolls weitgehend in Händen des Präsidenten der UNEP lag. Er hieß und heißt noch: Maurice Strong. Sie kennen ihn. Damals waren Sie Bundes-Umweltministerin. Dass er für Jahrzehnte in praxi „Manager“ von Finanzen und Intimus des Hauses Rockefeller war, ließ bei Ihnen nichts klingeln.

Das Geldkassieren wegen Klima wird nun immer komplizierter.
Vor allem, seitdem aus England und den USA die Nachrichten kamen, dass die Weltklimaberichte des IPCC, gefälscht waren, um den



Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

5. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Politik

Die interessantesten Einblicke bei Konferenzen und Kongressen ergeben sich meistens nicht durch die Vorträge, sondern durch die Gespräche in den Pausen. Bei der „3. internationalen Energie- und Klimakonferenz“ war dies nicht anders. So endete der Freitag in der Hotelbar mit einem spanischen Journalisten, Pierre Gosselin von der NoTricksZone und einem der Köpfe von Ökowatch. Eine Art Bloggertreffen mit nützlichen Ein- und Ansichten. Wir haben natürlich über die Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit gesprochen und insbesondere bei Ökowatch gibt es große Pläne. Vielleicht wird sich in einiger Zeit das Berliner Treffen als erste Initialzündung für den Aufbau eines Metanetzes der deutschen, skeptischen Blogosphäre erweisen.

Und vielleicht sogar als ein Wendepunkt im Ansehen der Skeptiker in der Öffentlichkeit. Jedenfalls führte mich der Zufall beim Mittagessen am Samstag mit einer jungen Dame zusammen, die sich als Mitarbeiterin von Hans-Joachim Schellnhuber outete. Ganz freimütig und ohne jede Berührungsangst. Sie gab ihrer Verwunderung über den politischen Schwerpunkt der Tagung Ausdruck. Offensichtlich hatte sie etwas anderes erwartet, esoterische und antiwissenschaftliche Ansätze wahrscheinlich, über die sie dann in ihrem Institut hätte prächtig lästern können. Das genau hatte die Konferenz aber nicht zu bieten.

Im Zeichen der Sonne

Konferenzimpressionen

Der erste Tag stand zunächst im Zeichen



Wo die Innovation herkommt…

27. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Karbonsteuer, Politik

Vor einigen Wochen schon flatterte mir das neueste Heft der Siemens-Zeitschrift „Pictures of the Future“ auf den Schreibtisch. Und da Siemens in seinem Marketing glaubt, sich einen tiefgrünen Anstrich verpassen zu müssen, ist das Heft voll mit Zukunftsvisionen der Siemens-Vordenker zum Thema „nachhaltige“ Mobilität. Was das nun sein soll, was nun an diesen neuen Technologien und Systemkonzepten die „Nachhaltigkeit“ ausmacht, blieb mir verschlossen. Aber daß man kaum eines der auf über 50 Seiten angepriesenen technischen Systeme kaufen kann, ist mir aufgefallen. Die für mich eigentlich wichtige Nachricht in diesem Heft fand sich schon auf Seite 3. In der Rubrik „In aller Kürze“ werden nämlich die wirklichen Innovationen des Konzerns vorgestellt. Also die Produkte, die tatsächlich am Markt verfügbar sind und Wertschöpfungsmöglichkeiten eröffnen. Von einer neuartigen Gasturbine ist da die Rede. Die von einem amerikanischen Energieversorger zur Modernisierung konventioneller Kraftwerke gleich in sechsfacher Ausfertigung bestellt wurde. Mit dieser Turbine können Wirkungsgrade um 60% in der Stromerzeugung aus konventionellen Rohstoffen erzielt werden. Weltrekord.

Dieses kleine Beispiel zeigt nicht nur, wie blind uns die Klima- und Umweltdebatte für wirklich bedeutende technische Neuerungen gemacht hat. Sondern eben auch, wie Innovationen entstehen und welche für die Zukunft unserer Energieversorgung wichtig sind.

Der Hartwellsche



Das Leben ist ein Wunschkonzert – Das Energiekonzept der Grünen

26. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik

„Ja, ist denn heut schon Weihnachten?“ Dieser Spruch von Kaiser Franz war es, der sich spontan in meinem Geist festsetzte, als ich das Energiekonzept der Grünen durchgelesen habe. Man könnte dieses Positionspapier durchaus als Ausdruck fehlender Kompetenz  der Grünen Partei beim Thema Energieversorgung verstehen, aber wahrscheinlich handelt es sich hierbei gar nicht um ein konkretes Konzept, sondern um den Ausdruck dessen, was sich die grüne Seele tief in ihrem innersten sehnlichst wünscht.

In diesem Dokument ist vielfach die Rede davon, was die Grünen wollen. Es ist also eine Art Wunschliste, und genauso liest es sich auch in weiten Teilen. Es wird im Detail beschrieben, was alles erreicht werden soll. Wie man diese Wünsche auch konkret in die Tat umsetzen kann erfährt der Leser meist nicht. Und auch dass sich manche dieser Wünsche zum Teil diametral widersprechen, scheint nicht weiter zu stören.

Widersprüchliche Forderungen? Egal.

Ein Beispiel: Wie auch das Energiekonzept der Bundesregierung, sieht auch das Konzept der Grünen vor, massiv elektrische Energie einzusparen. Der Stromverbrauch soll etwa im Zeitraum von 2010 bis 2020 um 12 Prozent gesenkt werden.Im gleichen Zeitraum soll aber die Zahl der Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen auf 2 Millionen ansteigen. Aber Elektroautos sind ja auch „gute“ Stromverbraucher.