Politik



Die Energiezukunft Deutschlands – Ein Aufruf an unsere Leser

22. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik

Die zunehmenden Meldungen einschlägiger Medien sollen uns suggerieren das wir die Kernkraftwerke bei uns viel eher abschalten könnten, als bisher geplant. Das ganze soll möglich sein ohne dass wir mit Versorgungsengpässen zu rechnen hätten. Und auch die Kosten einer solchen schnelleren Umstellung werden von verschiedenen Stellen sehr unterschiedlich angegeben.

Nun weiß ich aufgrund vergangener Recherchen (etwa für die Artikel Warum ist Öko-Strom eigentlich so billig? oder Ertappt: Eine kleine Nachlese zum Öko-Strom-Desaster) dass die Lage meist so einfach nicht ist. Vielfach gewinnt man den Eindruck, dass uns von Seiten der Politik etwas vorgemacht wird oder dass aus technischer Unkenntnis einfach mal das erzählt wird was der Atomgeängstigte Bundesbürger gerne hören möchten.
In diesen Zusammenhang muss man natürlich Gesamt-Europa energietechnisch als Ganzes betrachten, denn wer z.B. Strom Importieren möchte, sollte etwa sicher stellen, dass der Exporteur auch genügend Strom zu Verfügung stellen kann.

Heute wage ich mit diesen Aufruf ein kleines Experiment, wobei ich auf eine rege Mitarbeit der Leser hier im Blog hoffe. Ich möchte jeden Interssierten bitten, mit uns hier Informationen zu sammeln, wobei der Schwerpunkt liegen sollte bei:

  • Kraftwerksbestand
  • geplante Kraftwerksstilllegungen und Neubau auch unserer europäischen Nachbarn
  • mögliche Energiekonzepte und konkrete Planungen aller EU-Länder
  • Export/Import-Situation
  • derzeitiger Stand


Merkel dreht durch

20. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kernenergie, Politik

So schnell ändern sich die Verhältnisse im ehemaligen Land der Dichter und Denker. Gut, dass die heutigen Denker nicht auch noch nachdenken müssen. Gestern war Herr von Guttenberg der nationale Aufmacher. Heute wird in Minuten beschlossen, dass fast die Hälfte aller AKWs abgeschaltet werden soll (einige davon sofort; was immer „sofort“ auch bedeuten mag), nur weil in Japan als Folge eines Erdbebens in mehreren Reaktorblöcken eine Kernschmelze droht. Lassen Sie uns sofort die uralte, zur Wahrheitsfindung notwendige Frage stellen: CUI BONO?

Seit Jahren werden speziell in Deutschland die Bürger, angestachelt von Merkel und ihren Gesellen vom PIK, mit gigantischen Abgaben zum Kampf gegen eine hypothetische Menschgemachte Klimakatastrophe finanziell ausgeknautscht. Zwangsabgaben in Höhe von 11 Billionen Euro über die Dauer von 40 Jahren (dem Vielfachen dessen, was die Katastrophe in Japan kosten wird) sind gerade von der EU verkündet worden. Dies alles zum Kampf gegen einen fiktiven Feind CO2. Die weltweite großflächige Produktion von Energie soll Schuld sein an der angeblichen Klimakatastrophe. Die einzige Energieerzeugung im großen Maßstab, die CO2-frei liefern kann (konnte??) waren und sind die AKWs. Diese werden, ohne das Wort – den Begriff – CO2 überhaupt zu erwähnen, weder von der Regierung, noch – wie zu erwarten –



Fukushima

17. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

Es gibt keinen Ort auf dieser Erde, an dem ich jetzt lieber wäre, als in Fukushima. Im Kernkraftwerk, im Zentrum des Geschehens. Denn ich bin Physiker und es gibt keinen Ort, der für einen Physiker spannender und interessanter sein könnte. Und vielleicht gilt Ähnliches für viele, wenn nicht für die meisten Physiker und Ingenieure auf diesem Planeten.

Ich wußte schon sehr früh, daß ich eines Tages Physik studieren würde. Als Junge bekam ich zu Weihnachten ein kleines Teleskop geschenkt und fortan war der Blick in den Nachthimmel, die Beobachtung von Sternhaufen, Nebeln und Galaxien, meine liebste Beschäftigung. Erst später lernte ich, das Leuchten und Funkeln im Okular als Ausdruck einer chaotischen, ungebändigten Naturgewalt zu erkennen, der direkten Umwandlung von Materie in Energie bei der Verschmelzung von Atomkernen. Meine Neugierde trug mich wie im Rausch durch 10 Semester Studium und die anschließende Promotion, einer Zeit des Lernens, des mühsam errungenen Verstehens, einer Zeit voller Verzweiflung und Selbstzweifel angesichts der Komplexität und schieren Fülle dessen, was es zu wissen gab. Einer Zeit voller Glücksmomente, wenn sich die Nebel hoben und die Klarheit und Schönheit physikalischer Beschreibungen natürlicher Phänomene erkennbar wurden. Eine Zeit, die leider viel zu schnell vorüberging und viel zu lange



Störfall in AKW; welche Perspektive danach

14. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Erdgas, Kernenergie, Politik

Zugegeben, der Titel ist provokativ, doch hilft es nicht vor der derzeitigen Entwicklung die Augen zu verschließen. Egal wie die Störfälle in Japan noch ausgehen werden, alle hoffen das es glimpflich sein wird, es wird in nächster Zeit die ohnehin andauernde Diskussion über den Atomausstieg bestimmen. Ich stehe nach wie vor positiv zur Kernkraft, vor allem was die nächsten Generationen von Reaktoren betrifft. Auch würde ich mich der Forderung nach Stilllegung der ältesten Meiler in Deutschland anschließen, wenn diese durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden würden. Doch ob das politisch hierzulande durchsetzbar sein wird, dürfte mehr als fraglich sein.

Die Bundesregierung argumentiert in Bezug auf die Laufzeitverlängerung immer auch, dass die abgeschöpften Gewinne zum weiteren Ausbau der NIE verwendet werden. Sollte diese Laufzeitverlängerung kippen, wären auch diese Abschöpfungen hinfällig, die NIE müssten auf andere Weise gefördert werden. Doch den Stromkunden noch mehr Umlagen aufzubürden, dürfte jeder Regierung schwer fallen. Mit was also wollen wir die Kernkraft also ersetzen? NIEs sind nicht dazu imstande, kurzfristig schon gar nicht. Geeignete Speichertechnologien sind auch nicht vorhanden. Bleibt also nur Kohle, Öl, Gas.

Öl können wir auch gleich wieder vergessen, das spielt bei der Stromerzeugung keine Rolle. Für Kohle und Gas sind die Technologien vorhanden,



Wenn Vorsorge zur Gefahr wird

13. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

via pixelio.de
Der Gedanke des Vorsorgeprinzips ist bereits tief in unserer Gesellschaft verwurzelt.
So tief, dass viele Themen bedenkenlos akzeptiert werden, ohne ihren Nutzen geschweige ihre Konsequenzen zu überdenken.
Das Vorsorgeprinzip darf nicht verwechselt werden mit „Vorbeugen“. Es baut auf einer Strategie des Vermeidens aller möglichen und unmöglichen Beeinflussungen der uns umgebenden Natur -und umgekehrt auch aller Risiken- als das primäre Ziel der Glückseligkeit.

Von der Zeugung an ist das Leben ständigen, vielfältigen und unvorhersehbaren Gefahren ausgesetzt.
Mit vielen davon haben wir gelernt, umzugehen. Andere treiben uns noch heute Schauer über den Rücken.

Eine der Urgefahren für uns Menschen ist das veränderliche Klima in seiner territorialen und zeitlichen Ausdehnung auf der Erde.
Der Mensch kann sich nur sehr schlecht an wechselnde Bedingungen, insbesondere Temperaturschwankungen, anpassen. Ihm fehlt von Natur aus der entscheidende Schutz – das Fell.
Damit blieb er so lange an begrenzte Gebiete der Kontinente gebunden, bis er auf die Idee kam, sich anzupassen, indem er sich Erfindungen der Natur zu eigen Machte, die er so nicht besaß: Die Kleidung und das Feuer.
Damit bestand für den Menschen fortan die Möglichkeit, die Herrschaft über den Rest der Kontinente zu übernehmen.
Gut, das ist soweit bekannt. Aber bereits hier liegt ein



Ich tanke Super Plus…

4. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

…obwohl mein Auto E10 problemlos vertragen würde. Denn Superbenzin mit 10% beigemischtem Bioethanol ist ein minderwertiges Produkt. Es enthält je Liter etwa 2% weniger Energie als das bisherige E5. Umgerechnet auf einen Preis von 1,50 Euro entspräche das einem Wertunterschied von 3 Cent. Hinzu tritt die oft unterschätze Komplexität einer analogen Verbrennungskraftmaschine. Wieviel man letztendlich von einem zwar teureren, aber klopffesteren Kraftstoff verbraucht, hängt neben dem Energieinhalt auch von der Einstellung des Motors und dem individuellem Fahrprofil ab. Es lassen sich kaum allgemeingültige Regeln aufstellen, aber mein Selbstversuch der vergangenen Woche, bei dem ich mehrere hundert Kilometer auf allen Straßenkategorien zurückgelegt habe, zeigte es eindeutig: Für mich lohnt sich Super Plus auch bei einer Preisdifferenz von 6 Cent pro Liter, wie sie an meiner Stammtankstelle besteht.

Die zwangsweise Einführung von E10 verdeutlicht einmal mehr, wie sehr sich Ziele wie Klimaschutz auf der einen und Effizienzsteigerung auf der anderen Seite widersprechen. Mit den NIEs jubelt uns die Politik genau das unter, was die Abkürzung besagt: Neue ineffiziente Energieträger, die nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt mehr belasten, als die konventionellen und hochentwickelten Technologien. Beim Bioethanol sind die Energiedichte (die nur etwa die Hälfte der herkömmlichen Benzins ausmacht) und



Sehr geehrter Herr Andreas Deuschle,

23. Februar 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik

Demnächst sind Landtagswahlen, hier in Baden-Württemberg. Sie kandidieren für den Wahlkreis Esslingen am Neckar, für die CDU. Das ist eine sichere Bank für Ihre Partei, seit einigen Jahrzehnten stellt sie den Direktkandidaten, und es ist der Wahlkreis in dem ich meine Stimme abgeben werde. Doch Sie werden sie nicht bekommen. Damit werde ich wortbrüchig. In einer Mail an den Herrn Mappus, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hatte ich ihm meine Stimme versprochen, wenn er bei Stuttgart 21 hart bleibt und sich nicht beirren lässt. Doch da wir in Baden-Württemberg bei der Landtagswahl nur eine Stimme haben, könnte ich diese Herrn Mappus nur geben, wenn ich Sie wählen würde. Ich möchte hier erläutern, warum mir dies nicht möglich ist.

Der Wahlkampf hat begonnen, Plakate mit sympathisch aussehenden Kandidaten sind überall zu sehen. Ihr Name und Ihr Gesicht, sympathisch ebenfalls, sagten mir nichts, für Landespolitik hatte ich mich bislang nicht so arg interessiert, es läuft ja alles auch recht gut hier im Ländle. Jobs gibts, mit der Schule der Kinder bin ich zufrieden, Immobilien und Mieten sind ein wenig teuer, aber das ist halt so in Gegenden wo Menschen lieber hin als weg ziehen. Wenn ich nicht über Ihre Homepage gestolpert wäre, dann wäre