Politik



Behindert die Solarförderung die effiziente Nutzung der Sonnenenergie?

20. Oktober 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Politik

Stellen Sie sich eine Zeit vor, in der man in der Lage gewesen wäre, erste Benzinkutschen herzustellen.  Diese Benzinkutschen wären den herkömmlichen Pferdekutschen aber in vielerlei Hinsicht unterlegen.  Sie wären sehr viel teurer in der Herstellung, könnten jedoch weniger weit fahren und hätten eine geringere Zugkraft.  Die Regierung würde aber unbedingt wollen, dass die Benzinkutschen die Pferdekutschen verdrängen.  Um dass zu erreichen, würde sie mit Hilfe von Steuern  die Benzinkutschen künstlich verbilligen, die Pferdekutschen künstlich verteuern.  In bestimmten Situationen würde es sogar eine gesetzliche Pflicht geben, Benzin- anstatt von Pferdekutschen zu nutzen.



Energieagentur warnt vor drohendem Netz-Kollaps

18. Oktober 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Politik


Es gibt Momente, da hält es einen Frosch nicht mehr brav auf der Leiter. Hier werde ich also ausnahmsweise nicht über das Wetter quaken, sondern auf eine Mitteilung aufmerksam machen, die heute durch die deutsche Presse ging.
Quelle
Das Thema ist ja nicht neu. Seit Jahr und Tag machen kompetente Autoren auf das Thema aufmerksam. Ich verweise dabei gerne auf die bereits kürzlich hier erschienenen Artikel. Nicht zuletzt nach dem Erscheinen des Energiekonzeptes der Bundesregierung erhalten die Zweifel an diesem neue Nahrung.
Wärend die Solarbranche und ihre Aktivisten jubelnd das 20. Gigawatt installierte Solarleistung in Deutschland begrüßen, treibt es Netzplanern und Netzbetreibern zunehmend den kalten Schweiß auf die Stirn. Denn Strom muss dann erzeugt werden, wenn er gebraucht wird. Eine Speicherung ist heute im großtechnischen Maßstab nicht bzw. nur unzureichend möglich.
Gegen Mittag und bei Sonnenschein steht schon jetzt eher zu viel Strom zur Verfügung, um das Netz wirtschaftlich zu betreiben.
Aber Moment, warum Netzzusammenbruch? Auf der einen Seite wird vor einer Stromlücke gesprochen, und jetzt vom Kollaps durch ein Überangebot, ja haben die noch alle, wird sich der geschätzte Leser fragen.
Steigt das Angebot, müssen konventionelle Kraftwerke gedrosselt werden. Das senkt den Wirkungsgrad, erhöht Verschleiß, Kosten und auch den



Das CO2 und der soziale Kahlschlag

5. Oktober 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Leider haben diejenigen Recht, die der Bundesregierung einen „sozialen Kahlschlag“ vorwerfen.  Der Grund dafür ist aber nicht so sehr, dass Hartz IV-Empfänger jetzt 5 Euro mehr erhalten als vorher.

Neben der Gesundheitsreform mit der die FDP jetzt im krassen Gegensatz zu ihrem Hauptwahlversprechen vor allem bei den mittleren Einkommen für „weniger netto“ sorgt, ist es vor allem die CO2-Sparpolitik die viele Menschen hart treffen wird.



Energiekonzept: Deutschland ohne Strom?

2. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik
Die Produktion von Roheisen ist ein Vorgang, bei dem sehr viel Kohle verbraucht wird. Das Prinzip ist, das im Eisenerz vorhandene Eisenoxid durch eine Verbrennung zu reduzieren. Der Kohlenstoff aus der Kohle geht dabei eine Verbindung mit dem Sauerstoff aus dem Eisenoxid ein, es entstehen reines Eisen und Kohlendioxid. In der aktuellen Ausgabe der Technology Review wird nun eine interessante Idee vorgestellt, diesen Prozeß durch eine effizientere Alternative zu ersetzen. Man kann die eisenoxidhaltigen Mineralien bei hohen Temperaturen auch in einer Salzschmelze auflösen und dann elektrolytisch die Eisen-Ionen abscheiden. Kohle wird nicht mehr benötigt. Und wenn die erforderliche Prozeßwärme durch Kernreaktoren der 4. Generation bereitgestellt würde, entstünden auch keine Kohlendioxid-Emissionen mehr.

Noch ist dies eine Invention im Konzeptstadium. Die praktische Realisierung wird weitere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen erfordern. Aber dieses kleine Beispiel zeigt den Weg, wie die industrielle Produktion effizienter werden kann. Man ersetze fossile Energieträger durch Elektrizität:

  • Bei der Erzeugung von mechanischer Energie für Maschinen aller Art ist der Elektromotor aufgrund seines höheren Wirkungsgrades gegenüber Verbrennungskraftmaschinen klar im Vorteil. Jedenfalls bei stationären Anwendungen, bei denen der Energieträger nicht mitgeführt werden muß.
  • Bei der Erzeugung von Prozeßwärme sind elektrische Systeme (Laser, Mikrowellen) gegenüber chemischen (Verbrennung) wann immer möglich zu bevorzugen. Die


Darf man beim Beten rauchen?

30. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Politik

Ein Mönch beobachtete einen Mitbruder, der rauchend sein Brevier betete. Entrüstet stellte er ihn zur Rede: „Ich habe unseren Abt gefragt, ob ich während des Betens rauchen darf – und er hat es mir ausdrücklich verboten. Das Verbot muss auch für dich gelten!“ – „Ich habe auch den Vater Abt gefragt.“ entgegnete der andere gelassen. „Ich habe gefragt, ob ich beim Rauchen beten darf – er hatte überhaupt nichts dagegen!“

Diese Geschichte kam mir spontan in den Sinn, als ich im Internet die Seite HEATBALL besuchte. Dort ist ein neuartiges Produkt zu kaufen, welches in handelsüblichen Lampen eingesetzt werden kann. Der Sinn dieser überschwänglich gelobten Innovation will sich einem auf den ersten Blick jedoch noch nicht so recht erschließen.

Aber durch den ersten Eindruck neugierig geworden, lese ich weiter in der Produktbeschreibung des Herstellers:

Die beste Erfindung seit der Glühbirne! Heatballs sind technisch der klassischen Glühbirne sehr ähnlich, nur dass sie nicht zur Beleuchtung gedacht sind, sondern zum Heizen.

Ein Heatball passt in jede herkömmliche E27- beziehungsweise E14-Fassung. Der Wirkungsgrad eines Heatball ist extrem hoch.

Weiter im Text erfährt man, dass es sich beim Heatball im eigentlichen Sinne um ein Kunstobjekt handelt, welches zur elektrischen Heizung von z.B. Passivhäusern geeignet



Unter Linken – Ein Erfahrungsbericht von Jan Fleischhauer

28. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Politik

Links zu sein kann deutlich mehr bedeuten, als bloß einer politischen Partei oder einer politischen Richtung anzugehören. Links sein ist ein Lebensgefühl. Es bedeutet die Gewissheit, für die richtige Sache zu kämpfen, sich auf die Seite der Geknechteten, der Unterdrückten und der Minderheiten zu begeben.

In dieser Gewissheit ist auch der 1962 geborene Jan Fleischhauer zusammen mit vielen seiner Generation groß geworden. Bis ihm irgendwann bewusst wurde, dass die linke Lebenswelt eben doch nicht die seine ist. Wobei er sich, wie er in seinem Buch „Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde„, zunächst mit dieser Erkenntnis schwertat.

„Am Anfang versuchte ich, meine konservativen Neigungen zu unterdrücken. Ich redete mir ein, sie würden vorbeigehen wie jugendliche Hitzewallungen. (…) Das Schwierigste für jeden späteren Konservativen ist immer das Coming-out.“

Fleischhauers Buch ist dementsprechend eine pointiert geschriebene Abrechnung in welcher er schonungslos die Gedankenwelt und die Widersprüche in der linken Kultur offenlegt. Absolute Leseempfehlung!

Und ähnlich empfehlenswert ist auch der Spiegel-TV Beitrag von Jan Fleischhauer, der am letzten Sonntag bei RTL gesendet wurde. Wer wissen möchte wie Christian Ströbele begründet (oder eben nicht), dass er eine Deutsche Pommes besser findet, als eine die von einer amerikanischen Kette stammt,



Lesetipp: Nicht der Atommüll, sondern die grüne Anti-Atomkraftideologie leidet unter einem Endlagerungsproblem

25. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kernenergie, Ökologismus, Politik

Im Blog „Denken für die Freiheit“ des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung ist unter dem Titel „Die Moritat von der ‚ungelösten Endlagerfrage‚“ ein bemerkenswerter Beitrag von Klaus-Dieter Humpich erschienen, welchen ich den Lesern dieses Blogs wärmstens zur Lektüre empfehlen möchte. Hier ein Auszug:

Wäre der „Atommüll“ innerhalb von — sagen wir 300 Jahren — vollständig verschwunden, würde die Diskussion sicherlich zu einer gänzlich anderen Bewertung führen. Als Totschlagargument gegen die Kerntechnik dient die Gefahr für Jahrmillionen. Diese besteht aber nur, wenn man so langlebige Isotope, wie Plutonium und die  sog. „Minoren Aktinoiden“ weiter bestehen lässt. Genau dies fordern aber nur die Deutschen Grünen! Machen wir uns nichts vor, selbst wenn heute weltweit mit der Nutzung der Kernenergie (Brückentechnologie!) Schluss gemacht würde, würden einige tausend Tonnen Plutonium und Aktinoiden — nicht zuletzt aus der Rüstung — verbleiben. Diese sollen nach den Wünschen von Trittin und Co aus rein ideologischen Gründen einfach verbuddelt werden. Wahrscheinlich als Dünger für die Verwirklichung des Sozialismus. Diese Forderung von „Atomkraftgegnern“ kann man nur als pervers bezeichnen. Es soll eine vermeidbare Gefahr aus einer verquasten Ideologie heraus erhalten werden, um Argumente für die Durchsetzung unsinniger Investitionen in Wind und Sonne rechtfertigen zu können

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