Politik



Monckton schlägt zurück

14. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Wie verschafft man sich heutzutage Öffentlichkeit, wenn man unter Feuer liegt? Diese Frage haben sich die Alarmisten nach Kopenhagen und Climategate sicher häufiger gestellt. Und haben kaum eine gute Idee entwickelt. Außer des üblichen Lamentos, Extremwetterereignisse als Vorboten des angenommenen künftigen Extremklimas zu feiern. Sie kommen nicht aus der Defensive, die Propheten des Untergangs.

Da verwundert es nicht, wenn eine amateurhaft vorgetragene Attacke gegen einen ihrer prominentesten Kritiker webweit gefeiert wird. Durchhalteparolen, die durchaus Assoziationen an Zeiten hervorrufen, in denen in Deutschland propagandistisch Niederlagen in Siege umdefiniert wurden. In denen „Wunderwaffen“ den „Endsieg“ erbringen sollten.

Die neue Wunderwaffe der Alarmisten ist ein bislang eher unbekannter Professor für Maschinenbau der ebenfalls bislang eher wenig prominenten St. Thomas Universität, Saint Paul, Minnesota. John Abraham  veröffentlichte im Internet eine Gegendarstellung zu einer Präsentation von Lord Christopher Monckton, die als Youtube-Video enorme Verbreitung fand. Rudolf Kipp berichtete bereits darüber. Die Jubelstimmung im Alarmistenlager kannte keine Grenzen mehr. Ob aber Abraham wirklich thematische Treffer verbuchte oder aber auch, warum ausgerechnet er, und nicht etwa die Granden der Szene, von Hansen bis Gore, eine solchen Versuch zur Wiedererlangung der Initiative unternahmen, wurde nie gefragt. Der Angriff an sich galt schon als Erfolg. Inhalt



Vom Vorurteil der Überbevölkerung

7. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

Gastbeitrag von Fabian Heinzel, Ökowatch, Freie Welt

„Wenn die Menschheit nicht aufhört, sich auszubreiten, so steht ihr ein vorzeitiger Untergang bevor.  Hungersnöte, Epidemien und Seuchen werden sie heimsuchen.“

Um das Jahr 1790 herum warnte der britische Ökonom Thomas Malthus mit diesen drastischen Worten vor den Gefahren der Überbevölkerung.  Zu diesem Zeitpunkt hatte der gesamte Planet ca. 980 Millionen Einwohner.  Diese Zahl hat sich bis heute nahezu versiebenfacht.  Und obwohl es immer noch Hunger und Armut in vielen Ländern der Erde gibt, haben sich der Lebensstandard und die Lebenserwartung in den letzten zwei Jahrhunderten überall auf der Welt deutlich erhöht.

 In China leben im Jahre 2010 beispielsweise mehr Menschen als zu Malthus‘ Lebzeiten in allen Ländern der Erde zusammen.  Dennoch leben sie weit besser als in den 1790er Jahren.  Die deutlichste Veränderung der Lebensumstände hat dabei erst im 20. Jahrhundert stattgefunden.  1949 betrug die Bevölkerungszahl in China 540 Millionen, die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei 36,5 Jahren.  Heute beträgt die Bevölkerungszahl 1,3 Milliarden – die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73,4 Jahren.  

Die Annahme, dass Überbevölkerung der Menschheit zahlreiche Probleme beschere, basiert nicht auf Fakten, stellt Brendan O ‚Neill in der britischen Internetzeitschrift Spiked klar.  Den Ansatz der Studie zur Weltbevölkerung, die



German Angst

4. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Ökologismus, Politik

In einer typischen klimapolitischen Diskussion wurde ich einmal gefragt, ob ich denn keine Angst hätte, beim Autofahren zu verunfallen. Meine Antwort „selbstverständlich nicht“ stieß auf ein gewisses Unverständnis. Ja: Ich besteige ein Fahrzeug nur, wenn ich absolut sicher bin, mein Ziel gesund und munter zu erreichen. Hätte ich Angst, auch nur ein wenig, würde ich nicht mit dem Auto fahren. Das ist offensichtlich für Klimaalarmisten nur schwer nachvollziehbar.

In dieser Episode offenbart sich nicht nur das Wesen der Klimadebatte. Auch andere  Auseinandersetzungen (Umwelt, Energie, Mobilität) lassen sich auf diesen Kern zurückführen. Natürlich spielen Themen wie „freier Markt“ contra „staatliche Regulierung“ oder auch die Rolle der Wissenschaft als Ratgeber der Politik eine wichtige Rolle. Aber nur vordergründig. Hinter diesen Aspekten steckt das Aufeinandertreffen zweier völlig unterschiedlicher Grundhaltungen. In der Frage des Umgangs mit Risiken.

Im Alltag gehen wir natürlich alle Risiken ein, je nach konkreter Situation und den individuellen Einstellungen und Erfahrungen mal mehr, mal weniger. Wir gehen Risiken ein, weil wir davon Vorteile haben. Und stürzen uns auch nicht blindlings in jede Unwägbarkeit. Wir akzeptieren Risiken vor allem dann, wenn wir uns gegen die Folgen eines Schadens so weit wie möglich absichern können. Dies kann durch ein technisches System oder



Denn sie wissen nicht, was sie tun…

17. Juli 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Die mangelnde Fähigkeit vieler Klimaforscher, die Grenzen ihrer Kompetenzen zu erkennen, wird von mir oft kritisiert. Um so schöner ist es, auch einmal ein Gegenbeispiel registrieren zu können. Denn so schreibt Georg Hoffmann im jüngsten Beitrag seines Blogs „Primaklima“:

Ich bin häufig etwas unklar bei dem Punkt, wie weit man Mitigation, also die Vermeidung von CO2 Emissionen, treiben sollte, einfach weil mir die wirtschaftlich-technologischen Konsequenzen und Notwendigkeiten einer solchen „Forderung“ (als wenn ich was zu sagen hätte..) ziemlich unverständlich sind. Kurz: Keine Ahnung.

Wahrscheinlich werden so ziemlich alle (naturwissenschaftlich orientierten) Klimawissenschaftler diese Sätze unterschreiben können.

Ich weiß natürlich nicht, welche Folgerungen Georg Hoffmann aus seiner Aussage ableitet. Aber ein Leitgedanke von Science Skeptical wird hier klar bestätigt:

Klimaforscher sollten es unter allen Umständen unterlassen, ihre Arbeit einer politischen Ideologie zuzuordnen. Sie sollten auch nicht versuchen, aus ihrer Arbeit Argumente für eine bestimmte Klimapolitik abzuleiten. Wissenschaft kann und darf niemals politisches Handeln determinieren. Denn für Forscher gilt (nicht nur in der Klimadebatte): Von allen Fragen außerhalb ihres eigentlichen Fachgebietes wissen sie auch nicht mehr, als der normale Medienkonsument. Oder kurz: „Keine Ahnung“.

Uns Klimaskeptiker hingegen eint nicht nur das Verständnis der „wirtschaftlich-technologischen Konsequenzen“ der Vermeidungspolitik. Wir wissen auch um deren soziale



Die Mikroben und der Emissionshandel

26. Juni 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Biomasse, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Klimawandel, Politik, Profiteure

Meine Frau hat sich über die Creme sehr gefreut. Ein Kosmetikprodukt, dessen Inhaltsstoffe zum Teil aus Mikroalgen hergestellt werden. In der Kosmetik- und der Nahrungsmittelindustrie sind Mikroalgen schon länger ein wichtiger Rohstoff. Darauf hat EADS auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 2010 Bezug genommen und seinen Gästen entsprechende Werbegeschenke zukommen lassen.

Natürlich will EADS nicht etwa sein Portfolio diversifizieren und uns demnächst mit Lotionen oder Designerfood versorgen. Nein, der Ansatz ist, nun auch wirtschaftlich Treibstoff für Flugzeuge aus Mikroalgen zu gewinnen. Um damit dem Emissionshandel, in den ab 2012 auch der Luftverkehr einbezogen wird, geschickt zu entgehen.

Die Idee mit den Mikroalgen ist sehr charmant, denn sie weist einige eindeutige Vorteile auf:

  • Algentreibstoff hat eine höhere Energiedichte als herkömmliches Kerosin. Außerdem enthält er deutlich weniger Stickstoff und Schwefel, womit die Emissionen der entsprechenden Oxide ebenfalls wesentlich reduziert werden können.
  • Algen können in Bioreaktoren gezüchtet werden, mit denen deutlich höhere Erträge pro Flächeneinheit möglich sind, als bei herkömmlichen Energiepflanzen. Nach Angaben von EADS ist der Ertrag pro Hektar um einen Faktor 30 höher als bei Raps.
  • Die Bioreaktoren können auf Flächen aufgestellt werden, die für die herkömmliche Landwirtschaft nicht geeignet sind. Mikroalgen stehen also nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung. Zumal sie zusätzlich


Gegen die wissenschaftsbasierte Politik

29. Mai 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Wissenschaftliche Kenntnisse über den Klimawandel seien wichtig als Grundlage für politische Entscheidungen. So Mike Hulme, einer der Autoren des Hartwell-Papiers, sinngemaäß in diesem bemerkenswerten Beitrag. Auch, wenn diese Politik nicht determinieren dürften. Vielmehr seien noch eine Vielzahl anderer Aspekte zu berücksichtigen.

Wissenschaftliche Kenntnisse über den Klimawandel erfordern ein bestimmtes politisches Handeln zwangsläufig. So dagegen Mojib Latif sinngemäß hier. Und Hans von Storch antwortet darauf mit dem Prinzip des „honest broker“, nach dem Wissenschaft neutral zu betreiben wäre, ohne Festlegung auf einen politischen Standpunkt, um überhaupt nützliches Wissen liefern zu können.

Climategate hat diese wichtige Debatte endlich in die Öffentlichkeit getragen. Denn was man schon seit Jahren vermuten konnte, wurde durch die jetzt frei zugänglichen Mails endgültig bewiesen. Eine kleine, gut vernetzte Gruppe von Klimaforschern hat Wissenschaft im Lichte einer politischen Agenda betrieben und instrumentalisiert. Statt Kenntnisse über die Abläufe in der Natur zu vermehren, ging es diesen Personen primär um die Konstruktion von Argumenten zugunsten einer bestimmten Ideologie.

Ich möchte mich in diese Auseinandersetzung mit einem ebenso einfachen, wie provokanten Statement einmischen:

Alle drei zitierten Protagonisten haben Unrecht. In Wahrheit bestehen zwischen dem naturwissenschaftlichen Erkenntnis- und dem politischen Meinungsbildungsprozeß keinerlei Verbindungen. Das eine kann dem anderen nur



Eiszeit – Der Tod des EURO

18. Mai 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Politik

Die künftige Finanzpolitik der Regierung im rechtsfreien Raum; ohne Hindernisse von Maastricht und Grundgesetz.

Wer Geld hat, hat Macht.
Wer die Macht hat, hat das Recht.
Wer das Recht hat, kann es biegen und brechen,
denn er hat die Macht.

Die Geburt der Einheitswährung
Vor 40 Jahren saßen Giscard d´Estaing und Kanzler Helmut Schmidt zusammen und brüteten darüber, wie man das „Europa der Vaterländer“ mehr zusammenschweißen könne. Eine gemeinsame Währung, die bei einer Konstruktion wie derjenigen der Europäischen Union eigentlich am Ende der Zusammenführung aller primären Notwendigkeiten stehen sollte, wurde an den Anfang, vor eine gemeinsame Verteidigung, vor eine gemeinsame Sprache und vor ein gemeinsames Finanzsystem gestellt.

Zum Eingewöhnen und Gehenlernen wurde daraufhin 1979 eine Kunstwährung geboren, der ECU (European Currency Unit). Er war zunächst, bis zur Einführung des Euro am 1. Januar 1999 ein Zahlungsmittel, eine Verrechnungseinheit, ähnlich dem des Internationalen Währungsfonds, welches als Zahlungsmittel mit den so genannten Sonderziehungsrechten ausgestattet wurde.

Kohl als Nachfolger von Schmidt bastelte weiter an einer europäischen Einheitswährung. Die Europäische Kommission, ein mit an Zahl von Kommissariaten und Beamten sich stets vergrößernder Verwaltungskoloss, gebar ein Kommissariat auf das der in Deutschland abgeschobene Wirtschaftsminister Bangemann als Kommissar hinaufgeschoben wurde. Ihm zur Seite gestellt wurde der