Politik



In eigener Sache: Interview mit der Freien Welt

6. April 2010 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Politik, Wissenschaft

In der Internetzeitung „Freie Welt“ ist ein Interview mit mir erschienen. Vom Ökologismus über Fragen der strategischen Grundausrichtung des Umweltschutzes bis hin zu Verschwörungshteorien werden eine Menge Themen angesprochen, die auch für alle Leser von Science Skeptical interessant sein könnten. Ich bitte, eventuelle Kommentare zu den Inhalten und Thesen direkt bei der Freien Welt zu posten.



Unstimmigkeiten auch im Bericht der IPCC Arbeitsgruppe III – Top-Ökonom kritisiert Weltklimarat

30. März 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Wenn die Klimagläubigen unter den Politikern und Forschern anfangs vielleicht gedacht hatten, der Sturm, der mit Climategate aufgezogen ist, würde irgendwann schon leise abklingen, dann haben sie sich, bislang zumindest, gründlich getäuscht. Seitdem auch die bislang in Klimafragen eher autoritätengläubige Presse sich nicht mehr scheut, auch „klimakritische“ Meldungen zu veröffentlichen, vergeht kaum eine Woche, in der nicht neue Ungereimtheiten der Klimaforschung, meist in Form von Fehlern im IPCC-Bericht, ans Tageslicht kommen.

Aber der Rest des IPCC-Reports ist fehlerfrei…?

Die Glaubwürdigkeit der etablierten Klimawissenschaft sank auf bis dahin ungeahnte Tiefstände. Und dabei zeichnete sich schnell ab, wie die Rückzugslinie der Klimaforscher aussehen würde. Hatten doch die ersten und nach wie vor prominentesten Skandale hauptsächlich mit dem zweiten Teil (WG II) des IPCC-Berichtes zu tun. In diesem geht es um die Auswirkungen des Klimawandels auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Ökosysteme. Und hier sind auch die mittlerweile legendären Fehler und Falschaussagen beheimatet, die so eingängige Namen wie Glaciergate, Amazonasgate oder Africagate tragen.

Viel wichtiger und aussagekräftiger aber wäre, so die Klimaforscher, der erste Teil des IPCC-Berichtes. Und dieser wäre pure und hochkarätige Wissenschaft, die über jeden Zweifel erhaben ist. Die Wissenschaft hinter dem Klimawandel wäre gesichert und der Konsens unverrückbar. Allerdings hat auch



Wie der Klimaschutz die Kernkraft wieder salonfähig gemacht hat

28. März 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Grüne Politik und Kernkraft, das gehört nicht zusammen. Grüne Politik und Klimaschutz gehören hingegen zusammen. Dieser Eindruck vermittelt sich einem, wenn man die Initiativen der Umweltverbände verfolgt.

Viele Umwelt- und Klimaschützer sind auch erbitterte Kernkraftgegner. Sie sind gegen Kernkraft als auch gegen Kohlekraft und fordern statt dessen den Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE). Hier beißt sich die Katze allerdings in den Schwanz. Denn derzeit sind wir noch auf Kohle- und/ oder Kernkraft angewiesen, um unseren Bedarf nach Energie und Strom gerecht zu werden. Eine Vollversorgung durch EE ist in Deutschland nicht absehbar, jedenfalls nicht in den nächsten Jahrzehnten. Aktuell werden nicht einmal zehn Prozent des Deutschen Energiebedarfs über EE gedeckt.

Das weiß auch die Politik. Da in den letzten Jahren die Rufe gegen die Kohlekraft immer lauter geworden sind und diverse Neubauten von Kohlekraftwerken verhindert wurden, Kernkraftwerke hingegen als CO2- und Klimaneutral gelten, hat sich die Politik kurzerhand entschieden auf diesen Zug mit aufzuspringen und die Laufzeiten der Reaktoren zu verlängern. Zumal mit den Kernkraftwerken noch satte Gewinne einzufahren sind. Somit schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Die Parteien CDU/CSU und FDP wollen den seinerseits von SPD und Bündnis90/Die Grünen geschlossenen Konsensvertrag zum Kernkraftausstieg ändern und die



Lesetipp: Liberale Kampfansage an FDP-Klimapolitik

15. März 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Politik

Viele von denen, die bei der letzten Bundestagswahl ihr Kreuz bei der FDP gemacht haben, taten dies sicherlich in der Hoffnung, dass diese Partei, vielleicht als einzige der etablierten Parteien in Deutschland, beim Abbau von Subventionen und unsinnigen staatlichen Förderungen wirklich ernst machen könnte. Anders ist das im Parteiprogramm ausgeschriebene Ziel einer Senkung der Steuern und Lohnnebenkosten schließlich kaum zu erreichen.

So sollte man also erwarten, dass die FDP auch ein Sammelbecken der Gegner der unseligen Zuschüsse, welche die sogenannten regenerativen Energien in Deutschland erhalten, geworden ist. Denn, mal ehrlich, welcher Partei in Deutschland sollte man sonst noch zutrauen, dieses Thema auch nur halbwegs unideologisch anzugehen? Allerdings hat sich sehr schnell herausgestellt, dass die grünsozialistische Umweltpolitik auch mit einer FDP in der Regierung fast unverändert weiter betrieben wird. Hoffnungsfroh kann einen da da vielleicht nur stimmen, dass nicht alle FDP-Politiker den Kurs der Partei kritiklos mitgehen wollen.

Die Fraktionsvorsitzende der FDP im nordfriesischen Kreistag, Heide-Marie Rasch, kritisiert auf Eigentümlich Frei in einen offenen Brief an ihren Parteikollegen, den Umweltpolitischen Sprecher der FDP Bundestagsfraktion, Michael Kauch,  dass die Klimapolitik der FDP „in Zielsetzung und Methodik nicht von jener der staatsdirigistischen Parteien CDU/CSU/SPD/Grüne/Linke zu unterscheiden ist“:

Sehr geehrter Herr Kauch,

die



Mythos Ölpreis

14. März 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdöl, Politik

Der Frage nach der Verfügbarkeit von Erdöl bin ich ja bereits vor kurzem hier nachgegangen. Ich gelange dabei zum dem Schluß, daß über Planungshorizonte von 20 bis 25 Jahren Engpässe nicht zu erwarten und auch über längere Zeiträume (bis in etwa 100 Jahren) eher unwahrscheinlich sind.

Die gegenteilige Idee wird von den Ökologisten oft als zusätzliche Untermauerung für ihre Vorstellungen von der Zukunft der Energieerzeugung und insbesondere der Zukunft der Mobilität verwendet. Sie ist nicht nur in den Medien, sondern auch in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft weit verbreitet. Dabei gibt es keinerlei Hinweise auf den Wahrheitsgehalt dieser Spekulation. Keine reale Statistik, gleich, welche Daten betrachtet werden, kann derzeit als Begründung für die Angst vor dem Ende des Erdöls herangezogen werden. Seine Verknappung ist eine Phantasie von und über die Zukunft, sie findet vielleicht irgendwann statt, vielleicht auch nicht. Das Ende des Erdölzeitalters kann in der Gegenwart nicht ausgerufen werden.

Für die Bevölkerung ist es dabei nicht einmal erforderlich, sich in Verbrauchsdaten der Vergangenheit, in Fragen über Heizung und Verbrennungsmotoren, in Themen wie die Entwicklung der Mobilität oder den sozioökonomischen Wandel einzuarbeiten. Daß Erdöl nicht knapp ist, merkt man bei jeder Fahrt zur Tankstelle. Man kann seine Derivate, ob Benzin,



Warum regenerative Energien in Deutschland keine Zukunft haben

11. März 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Klimawandel, Politik, Profiteure

Im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes sind regenerative Energien derzeit in aller Munde. Wie realistisch ist aber eine Voll-Versorgung durch regenerative Energien in Deutschland? Und was bringt es für das Klima?

Zu den regenerativen, oder Erneuerbaren Energien (EE) gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Biogas, Solarthermie und Photovoltaik und die Erdwärme (Geothermie).

Kann man mit diesen Energieformen den Primärenergieverbrauch in Deutschland abdecken?

Der Primärenergieverbrauch ist der Gesamtenergieverbrauch mit Strom, Wärme und Verkehr in Deutschland. Der primäre Energiebedarf Deutschlands wird derzeit zu über 90% aus den konventionellen Energieträgern Öl, Kohle, Gas und Kernenergie gedeckt. Die EE machen weniger als 10% aus.

Schaut man sich nur den Stromanteil an, so werden ca. 15% des Strombedarfes in Deutschland durch die EE gedeckt. Davon ca. 0,003% aus Erdwärme, 0,6% aus Photovoltaik, 3,4% aus Wasserkraft, 4,2% aus Biomasse und 6,6% aus Windenergie.

Vor allem die Photovoltaik- und Windkraftanlagen werden derzeit in Deutschland stakt beworben und ausgebaut. Hier besteht das größte Potential, zumindest, wenn man den Versprechungen der Werbung und den laufenden Kampagnen glauben schenkt.

Biomasse und Wasserkraft sind weitgehend ausgebaut. Der Ausbau der Biomasse ist alleine durch die landwirtschaftlichen Flächen sehr beschränkt und die Flüsse sind weitgehend ausgebaut, so dass hier keine großen Steigerungsraten zu erwarten sind.



Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

6. März 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Vielleicht können Climategate und seinen Folgen („Africagate“, „Amazongate“, „Himalayagate“, „Hurricangate“ usw.) zu einer Versachlichung und Endemotionalisierung der Debatte beitragen.

Denn es stellen sich nicht nur Fragen nach der Verläßlichkeit von Wissenschaft und Wissenschaftlern (Peer-Review-Prozeß in der Klimaforschung, Qualitätssicherung innerhalb der Arbeit des IPCC, wirtschaftliche Motivationen hoher UNO-Repräsentanten und beteiligter Forscher). Es sind nun auch wichtige fachliche Aspekte öffentlich sichtbar, die Politik und Medien nicht mehr ignorieren können. Die folgenden Punkte lassen sich derzeit festhalten:

  • Baumringdaten und vergleichbare Proxies können nicht mehr als Goldstandard zur Ableitung von Temperaturen in der Vergangenheit dienen. Die Aussage, die gegenwärtig beobachtete Erwärmung wäre über einen längeren Zeitraum in der Menschheitsgeschichte (mindestens aber über die letzten 1.000 Jahre) in Ausmaß und Geschwindigkeit einzigartig, ist daher nicht mehr haltbar. Insbesondere die mittelalterliche Warmperiode mit Temperaturen mindestens auf dem heutigen Niveau ist für die Nordhalbkugel als gesichert anzusehen. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß es sich hier um ein globales Phänomen, hervorgerufen durch natürliche Klimavariabilitäten, handelte. Damit ist klar: Die Beobachtungen der letzten hundert bis hundertfünfzig Jahre mögen mit der Annahme eines menschgemachten Klimawandels (durch Freisetzung von Treibhausgasen) vereinbar sein – oder auch nicht. Vereinbar mit natürlichen Variabilitäten sind sie allemal.
  • Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die im jüngsten IPCC-Bericht