Wirtschaftsförderung



Die Energiewende als Vorbild für die Welt?

17. Februar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Die Energiewende ist nicht nur ein zentraler Baustein deutscher Klimawandelvermeidungsphantasien. Sie wird – zumindest in der politischen Kommunikation – auch als Instrument zur Sicherung zukünftiger Wertschöpfungsmöglichkeiten unserer Wirtschaft verkauft.

So führte Sigmar Gabriel auf dem Berliner Energy Forum am 10.02.2014 aus:

Das Ziel ist keineswegs, nur den Klimaschutz und die Ökologie im Blick zu haben. Wir glauben vielmehr, dass wir mit der Energiewende auch ein erhebliches Potenzial für Wachstum und den Neuaufbau von Industrie und Arbeitsplätzen schaffen können. Darüber wollen wir in den kommenden Wochen und Monaten auch mit unseren europäischen Partnern verstärkt in die Diskussion kommen.

Wenn man sich der Diskussion über Sinn und Unsinn von Dekarbonisierung einer- und über Sinn und Unsinn des Ausstiegs aus der Kernenergie andererseits verweigert, reduziert man seine Wahrnehmungs- und Entscheidungsmöglichkeiten in riskanter Weise. Das Alternativszenario, in dem andere Länder diesem Ansatz nicht folgen, kann nicht mehr in das Kalkül einbezogen werden. Man ist festgelegt auf die Vorstellung, die Energiewende würde automatisch zu einem Exportschlager, weil in naher Zukunft weitere relevante Wirtschaftsräume des Planeten zwingend dem deutschen Vorbild nachzueifern hätten.

Noch einmal sei dazu unser Wirtschaftsminister zitiert:

[...] wollten wir zeigen, dass eine leistungsfähige Industriegesellschaft wie die deutsche Klimaschutz und Erneuerbare Energien miteinander verbinden



Das Energiepolitische Manifest

30. Januar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl, Wasserkraft, Windkraft, Wirtschaftsförderung
http://www.youtube.com/watch?v=m2eVYWVLtwE”>http://www.youtube.com/watch?v=m2eVYWVLtwE

Hinweis: Das “Energiepolitische Manifest” der drei Autoren Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer wird seit heute in mehreren Teilen bei EIKE veröffentlicht. Ich stelle hier das Papier in voller Länge zur Verfügung. Zur Generierung einer druckfähigen und vielleicht besser lesbaren pdf-Datei findet sich eine Funktion am Ende des Textes.

Manifest

Energiepolitisches Manifest

Argumente für die Beendigung der Energiewende

von Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer

Hinweis zur Einordnung dieses Papiers

Die Autoren wirken in einer Gruppe von Fachleuten mit, die Bewertungen und Vorschläge zur Energiepolitik für die Partei „Alternative für Deutschland “ (AfD) erarbeitet. Es handelt sich dabei um den Bundesfachausschuss Energiepolitik (BFAE) der AfD.

Der Inhalt des vorliegenden Papiers ist zum Teil in die Programm-Arbeit der AfD eingeflossen, es gibt jedoch ausschließlich die Meinung der Autoren wieder und ist kein Programm-Papier der AfD. Politische Grundsätze und Ziele dieser Partei werden auf einem in Vorbereitung befindlicher Programmparteitag nach eingehender Beteiligung ihrer Landesverbände beschlossen – dieser Prozess und seine Ergebnisse bezüglich der künftigen Energiepolitik der AfD sind abzuwarten.

Gliederung

Vorwort

1. Klimaschutz – das Hauptziel der Energiewende wurde bereits aufgegeben

2. Faktencheck: Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, Energie-Einsparverordnung EnEV, Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz  EEWärmeG und Energiewende

   2.0    Physik und Technik des elektrischen Stromes versus Ideologie



Veranstaltung: Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

16. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Innovationspolitik, Ökologismus, Politik, Wirtschaftsförderung

Fortschrittsoffensive2014Die FDP-Fraktion im sächsischen Landtag setzt ihre Fortschrittsoffensive auch im Jahr 2014 mit weiteren, hochkarätig besetzten Veranstaltungen fort. Die letzte alternative Ökokonferenz im Mai 2013 hat ja eine ganze Reihe an Autoren und Lesern von Science Skeptical auch mal im realen Leben zusammengeführt. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen auch im kommenden März wieder in Dresden zu treffen. Das Podium ist jedenfalls mit einer Menge guter Bekannter gefüllt. Hier die Vorankündigung der Veranstalter:

Alternative Technologiekonferenz

Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

Wohlstandsdepression oder linksgrüner Zeitgeist?

Seit Jahrzehnten erfinden Untergangspropheten immer neue Horrorszenarien, um ihr fortschritts- und wachstumsfeindliches Weltbild zu etablieren. Vom Land der Tüftler und Denker ist Deutschland zum Land der   Bedenkenträger geworden. Hinter jedem Baum lauert die Katastrophe. Längst hat   sich der Begriff der „German Angst“ im englischsprachigen Raum etabliert. Der Atomausstieg nach Fukushima ist nur der vorläufige Höhepunkt eines wohlstandsgenährten, grünen Zeitgeistes. Was 1987 mit Forderungen der Grünen nach einem Verbot von Computern, digitaler Telefonie, Glasfaserkabeln, Kabel- und Satellitenfernsehen begann, findet in der pauschalen Ablehnung von Bio- und Nanotechnologie, Genforschung, Kerntechnik und der Raumfahrt die konsequente Fortsetzung.

Und so kann es nicht verwundern, dass die 2013 frisch gewählte rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen als eine der ersten Maßnahmen das Schulprojekt HannoverGEN verboten hat. Im Bundeswettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet,



Elektromobilität? Fliegen ist schöner…

27. November 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung
http://www.youtube.com/watch?v=xI1CyZbstJ4″>Video

ego150Zwischen der biologischen und der technischen Evolution besteht eine Gemeinsamkeit. Wie jedes neue physiologische Merkmal einen Anfangsvorteil aufzuweisen hat, soll es sich denn in einer Population durchsetzen, gilt dies auch für eine Innovation und ihren Markt. Während in dem einen Fall der Effekt auf die Fortpflanzung entscheidend ist, hat man in dem anderen die Bedarfe der potentiellen Nutzer zu beachten. Mobilität ist offensichtlich ein wichtiges Bedarfsfeld. Menschen müssen sich und ihre Güter bewegen können, um mit ihrer Arbeitskraft, ihren Produkten, ihren Gedanken und Ideen Handel mit anderen treiben zu können. Mobilität ist eine Basis des Austausches auf allen Ebenen in jeder Hinsicht. Des Austausches, der am Ende Wohlstand schafft und sichert und damit auch – hier schließt sich der Kreis – rein biologisch gesehen zum Fortpflanzungserfolg beiträgt.

Das Konzept “Fahrzeug”

Auf seinen zwei Beinen kann der Mensch grundsätzlich jeden Punkt der Landfläche seines Planeten erreichen. Von geeigneter Kleidung über Bergsteigerausrüstung bis hin zu Booten sind mitunter einfache Hilfsmittel erforderlich, aber bereits in der Steinzeit, noch ohne Pferde oder Segelschiffe, gelang es dem Homo Sapiens (mit Ausnahme der Antarktis) auf allen Kontinenten in allen Klimazonen heimisch zu werden. Natürlich hat es seine Zeit gedauert. Natürlich sind Wanderungen über lange Strecken mühsam



Technikfeindlichkeit am Beispiel Elektromobilität

24. November 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Die Veranstaltung nannte sich “Festival der Utopien”. Zwei Tage hatten die in verschiedene Gruppen aufgeteilten Studenten Zeit, sich Gedanken über die Mobilitätssysteme der Zukunft zu machen. Am Ende wurden die Ergebnisse einer Reihe geladener, als “Strippenzieher” titulierter Gäste präsentiert. Nicht primär Fachleute waren angesprochen, sondern eher Multiplikatoren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Dies mag erklären, warum die Vorstellungen der Studenten mit einem gewissen Wohlwollen betrachtet wurden. Man fand scheinbar amüsant, was gezeigt wurde. Ich dagegen war erschrocken und verärgert, was ich auch deutlich zum Ausdruck brachte.

“Mobilität” empfanden die durchweg gesellschaftswissenschaftlich orientierten Nachwuchsakademiker als etwas Bedrohliches, das auf eine im diffusen bleibende Weise die Menschen unglücklich macht und die Erde zerstört. Die zu ziehende Konsequenz erschien daher zwingend: Mobilität gehört abgeschafft. Da das aber nicht geht – und so viel Realitätssinn war durchaus noch vorhanden – verfiel man auf eine naheliegende Alternative: Das Beamen. Mobilitätsbedarfe würden in Zukunft also ganz einfach durch Maschinen abgewickelt, durch die Güter und Personen zeitverlustfrei und ohne sich physisch bewegen zu müssen, von einem Ort zum anderen teleportieren. Den Weg zu diesen Maschinen sollte man per Pferd und Luftschiff zurücklegen können – letzteres mit Pferdemist angetrieben.

Zu kritisieren sind solche Phantasien nicht nur wegen ihrer



FDP: Ein bißchen gegen die Energiewende

22. November 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Am 7. und 8. Dezember findet in Berlin der Bundesparteitag der FDP statt. Es wird dort nicht nur eine neue Parteispitze gewählt, es wird auch programmatisch gearbeitet. Im Antragsbuch findet sich auf den Seiten 29 und 30 ein Antrag zur Energiepolitik, der auf den ersten Blick einen Durchbruch darstellen könnte. Heißt es dort doch gleich zu Beginn:

Die FDP stellt fest, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz innovations- und wettbewerbshemmend ist und daher abgeschafft gehört.

Endlich. Seit 2000 warte ich darauf, daß eine relevante Partei sich in dieser Weise äußert. Vielleicht ist das unter machtpolitischen Aspekten erst jetzt möglich, da die FDP nur noch in Landesparlamenten, nicht mehr aber im Bundestag vertreten ist. Aber ach, wie enttäuschend ist es dann doch wieder, den Antrag ganz zu lesen.

Hier die Beschlußvorlage in voller Länge:

1. Die FDP fordert mehr Effizienz und Marktwirtschaft beim Ausbau der erneuerbaren Energien.

2. Die FDP stellt fest, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz innovations- und wettbewerbshemmend ist und daher abgeschafft gehört.

3. Die FDP stellt fest,dass die Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 ihr Ziel bis heute nicht erreicht hat. Da die Bundesnetzagentur nach dem Abschalten von acht Kernkraftwerken und dem teilweise hohen Aufkommen an fluktuierenden Strommengen starke Eingriffe in die Fahrweise von Kohle-



Vietnam und die deutschen Windmühlen

14. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Kernenergie, Wirtschaftsförderung

quentin_200Wenn sich Reisende zufällig auf Flughäfen treffen, wenn sie etwa auf einen Anschlussflug warten, so ergeben sich immer wieder nette Gespräche über die jeweiligen besuchten Länder. Schnell erkennt man, wer als gewöhnlicher Tourist unterwegs ist, oder wer entweder in der Fremde arbeitet, oder Globetrotter ist, der zwar viel Zeit aber in der Regel wenig Geld hat, und sich schon deshalb abseits der Touristendestinationen aufhält. Oft auch, gerade wenn es Asien betrifft, sind auch Familien zu sehen, die ihre Wurzeln sowohl in dem asiatischen Land haben, als auch im Westen. Alle diese Leute sind immer die interessantesten, können Geschichten und Eindrücke wieder geben, die sich in den Nachrichten oder den Reiseführern nicht finden. Vergleiche werden angestellt, Mentalitäten und Bräuche beschrieben, wo sind welche Entwicklungen im Gange, wo ändert sich nichts.

Kommt die Rede auf Vietnam, ist demjenigen der davon erzählen kann, sofort eine erhöhte Aufmerksamkeit gewiss. Vor rund zehn Jahren noch mehr als heute. Die wirtschaftliche Dynamik dieses Landes, der Willen der Vietnamesen die Zukunft anzupacken, nötigte immer einigen Respekt ab. Nun hat es sich bis in den letzten Winkel herumgesprochen, Vietnam ist auf dem Vormarsch, das Wirtschaftswachstum beständig und hoch. Dazu braucht man Energie und Rohstoffe, eine Binsenweisheit. Rohstoffe, zum