Altmaier beerdigt die Energiewende

11. Oktober 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Wessen Arbeitszeugnis die Passage “hat die in sie/ihn gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt” beinhaltet, sollte sich damit vielleicht besser nicht auf einen anderen Job bewerben. Denn mehr als ein “ausreichend” versteckt sich hinter dieser Formulierung nicht. Wenn überhaupt.

Mit dieser Bewertung hat Bundesumweltminister Peter Altmaier heute dem “Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien” EEG gekündigt. So also liest es sich, wenn Politik einräumt, einen Fehler begangen zu haben.  Natürlich hat die Kanzlerin mit der Energiewende eine Position bezogen, von der man nicht so einfach abrücken kann. Begrifflichkeit und langfristige Zielstellung bleiben also erhalten. Aber was unter “Energiewende” genau zu verstehen ist, unterliegt einer variablen politischen Definition und die Zielstellungen für 2020 (40% Anteil der NIEs an der Stromerzeugung) und 2050 (80%) sind weit genug entfernt. Weit genug jenseits des aktuellen innenpolitischen (bis zur Wahl im September 2013 reichenden) Horizontes der Regierung jedenfalls, um weiterhin verteidigt werden zu können.

Denn jedem technisch und ökonomisch halbwegs gebildetem Beobachter ist klar: Mit den bisherigen Säulen der Energiewende, also Windenergie on- und offshore, Biomasse und Photovoltaik, können solche Ziele nur auf zwei Wegen erreicht werden. Weitgehender Verzicht auf Elektrizität oder unbegrenzte Übernahme der entstehenden Mehrkosten durch staatliche Subventionen. Letztere Taktik schlug das bisherige EEG ein, das Produzenten von Wind-, Bio- oder Solarstrom Absatzmengen und erzielbare Preise ohne Deckelung garantierte. Weicht man davon ab, ist die Energiewende unmittelbar beendet. Und Altmaiers “Verfahrensvorschlag zur Neuregelung des EEG” schlägt sehr deutlich einen anderen Weg ein.

Statt wie bisher die Marktfähigkeit aller NIEs durch unbegrenzte Zuwendungen sicherzustellen, sollen diese (bei der Photovoltaik bereits im Ansatz etabliert) in Zukunft stetig sinken und beim Erreichen einer technologiespezifisch festgelegten installierten Leistung einfach wegfallen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt fände kein weiterer Ausbau mehr statt, denn wer soll in eine Technologie investieren, die im Wettbewerb nicht bestehen kann? Altmaier glaubt, fehlende Marktfähigkeit durch diese Quotierung herstellen zu können. In der Tat hat das EEG bislang Innovationen behindert, weil es den entgegengesetzten Anreiz bot. Die Vorstellung aber, sinkende Einspeisevergütungen und strikte Mengenquoten würden technische Durchbrüche erzwingen, setzt entsprechende Möglichkeiten voraus. Was, wenn sich Wirkungsgrade und Effizienz der NIEs aus prinzipiellen physikalischen Gründen gar nicht so viel weiter steigern lassen?

Auch ändern solche technischen Fortschritte nichts am Problem der Volatilität. Nachts scheint die Sonne nicht und bei Flaute gibt es keinen Windstrom. Hat Altmaier jetzt auch verstanden. Die Lösung aus Altmaiers Sicht: Konventionelle Energien. Eine entsprechende strategische Reserve soll in Süddeutschland bis 2018 entstehen und es soll gar zur Herstellung einer größeren Versorgungssicherheit die Kombination unterschiedlicher Energiearten gefördert bzw. gefordert werden. Wenn also ein Investor ein Gas- oder Kohlekraftwerk in Zukunft mit seiner Rolle als Windenergie-Backup begründet, erhält er eine Förderung nach dem neuen EEG! Offensichtlich ist dehnbar, was die Bundesregierung unter “erneuerbar” versteht. Technologie-offen soll das neue Gesetz schließlich sein. Übrigens werden Kernbrennstoffe in einem thermischen Brutreaktor wie dem LFTR auch ständig erneuert. Und weiß eigentlich jemand, wie schnell sich Erdöl und Erdgas in ihren heute durch Fracking zugänglichen Muttergesteinen nachbilden?

Wenn in Süddeutschland Gaskraftwerke über das neue EEG errichtet werden, wird der Windstrom aus dem Norden nicht mehr gebraucht. Nach Altmaiers Vorstellungen sollen Offshore-Windparks in Zukunft ohnehin nur noch dann errichtet werden können, wenn auch der Netzausbau, sprich dicke und lange Kabel in die Nordsee, entsprechend fortgeschritten ist (Abstimmung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien mit dem Ausbau der Netze).  Nur: Wer will die Kabel finanzieren und legen, wenn Windstrom quotiert, an Land günstiger produziert und es absehbar keinen Kunden geben wird?

Natürlich dauert es noch einige Monate, bis das Gesetz mit den von Altmaier skizzierten Inhalten verabschiedet wird. Aber sicher nicht so lange, wie Altmaier sich das möglicherweise vorstellt (Verzögerung bis zur Wahl). Unser Umweltminister ist ein Getriebener. Getrieben von der Debatte, die am kommenden Montag mit der Verkündung der Erhöhung der EEG-Umlage auf 5,3 Cent weiter intensiviert wird. Getrieben vom Koalitionspartner (insbesondere dem Wirtschaftsminister), der eine solche Reform schnellstmöglich umsetzen möchte. Getrieben von der Industrie, die sich immer lautstärker über Kostensteigerungen und sinkende Netzstabilität beschwert. Getrieben von der Bevölkerung, die die Lust verliert, immer mehr zu bezahlen. Getrieben von den Medien, die ihn als “Ankündigungsminister” verspotten, der viel redet, aber wenig handelt.

Dabei ist das neue Gesetz eigentlich schon heute in Kraft getreten. Denn für Investoren in Offshore- und andere Projekte gibt es nun keine Investitionssicherheit mehr. Auch Ankündigungen haben Wirkung.

In 2009 begann es mit der “Klimawende”, die in  2011 durch die “Ausstiegswende” und heute dann durch die “Realitätswende” abgelöst wurde. Altmaiers Konzept beinhaltet die Anerkennung der technischen und ökonomischen Realitäten und eröffnet der Energiewende dadurch die Möglichkeit des Scheiterns. Also wird sie auch scheitern. Die Wende ist am Ende.

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94 Kommentare
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  1. @ Peter

    Dabei ist das neue Gesetz eigentlich schon heute in Kraft getreten.

    Das denke ich auch. Werde mal in nächster Zeit, zum Beispiel, diese Anleihe intensiver beobachten:
    Windreich AG Anleihe v.2011(2016)

  2. @Quentin Quencher #1
    Diese Anleihe wäre wohl auch bei erfolgreicher Energiewende mit Vorsicht zu geniessen aber vielleicht ist die Aussichtslosigkeit der Energiewende der Grund für ein solches Geschäftsgebaren

    Nimmt den Link nicht an, deshalb Link im Klartext
    http://www.finanzen.net/nachricht/anleihen/Anleihen-Check-Windreich-nicht-zeichnen-1196519

  3. @Umweltminister haben es nun wirklich nicht leicht .Nebenan wird (etwas spöttisch) über das Elektroauto diskutiert.
    Angenommen die Brennstoffzelle (Wasserstoff ) setzt sich in 10 bis 20 bis 30 Jahren als Autoantrieb doch noch durch --
    Dann wären die Wind und Sonnenströmler ideale Wasserstoff Erzeuger.
    Mir scheint die Autoindustrie spielt aus Konkurrenz Gründen nicht mit offenen Karten und der “Energieminister”
    ist dabei der Letzte Depp.Ich habe soeben bei Brennstoffzelle gegoogelt und den Eindruck gewonnen, daß der Wasserstoff Brennstoffzellen “Volkswagen” anscheinend doch keine ferne Utopie ist.
    Wie ich sagte :Dann wären ca 60 000 MW zusätzliche E- Energie nötig. Und der Umweltminister sollte die dann urplötzlich beizaubern.

  4. Der Verfahrensvorschlag des Herrn Altmaier zur Neuregelung des EEG beinhaltet u.a. folgende Kernaussagen:

    „Unzureichende Degressionsvorschriften bewirken Fehlallokationen durch Überförderung und einen überproportionalen Anstieg der EEG-Umlage
    Das geltende EEG ist zudem allein auf den quantitativen Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgerichtet…
    Mit dem neuen EEG sollen zeitliche und quantitative Ausbauziele für die Erneuerbaren Energien gesetzlich festgelegt werden.
    Das EEG sollte sich vorzugsweise auf marktwirtschaftliche Prinzipien stützen, soweit damit die Erreichung der genannten Ziele und Inhalte möglich ist.
    Durch die gesetzliche Festschreibung der Ausbauziele werden Zweifel am Gewolltsein der Energiewende endgültig beseitigt.
    Gleichzeitig wird das Erreichen der Marktfähigkeit gesetzlich als Ziel festgeschrieben.„

    Das klingt eher wie eine Verlautbarung der „Staatlichen Plankommission der DDR“. Vor der nächsten Bundestagswahl wird es keine Novellierung des EEG geben. Dafür werden Opposition, Bundesrat und Lobbyisten sorgen. Die Ausnahmeregelungen für die Industrie sollen nicht ausgeweitet werden. Die Regierung will damit einen weiteren massiven Energiepreisanstieg bzw. dessen Diskussion vor den nächsten Wahlen mit allen Mitteln vermeiden.

    Die tatsächliche Entwicklung bleibt offen. Die öffentliche Meinung könnte nach weiteren spektakulären Pleiten und einem Umschwenken der Medien kippen oder es wird alles noch viel schlimmer.

  5. Ist ja schön, dass die Regierung realisiert, dass die Kuh gemolken ist. Ein mehr würde wohl zum absterben führen. Aber der Widerstand des Personals an den Melkmaschinen wird nicht unbeträchtlich sein. Da möchten bestimmt noch etliche abgreifen, so wie es andere vor ihnen schon geschafft haben. Die haben die Kuh kaum im Blick. Die bekommen dann auch noch Beifall von den Ökobewegten. Ich hoffe die Vernunft setzt sich da durch aber es könnte auch anders kommen. Noch kann sich Deutschland einigen Unsinn leisten, aber bei der Energiewende ist kaum abzuschätzen, wann das zum Zusammenbruch führt. Kann sogar sein, dass es schon längst zu spät ist, da einen Klotz in die Speichen zu werfen. Man darf einfach nicht vergesssen, dass Energie die Basis unserer Zivilisation ist.

  6. Im Artikel heisst es:

    Aber was unter “Energiewende” genau zu verstehen ist, unterliegt einer variablen politischen Definition und die Zielstellungen für 2020 (40% Anteil der NIEs an der Stromerzeugung) und 2050 (80%) sind weit genug entfernt.

    Wenn man bedenkt, dass die Gestaltung der “Energiewende” schon nach wenigen Monaten — wie auf ScienceSkeptical nicht anders erwartet — modifiziert werden muss, dann kann man sich ausrechnen, was nach 38 Jahren (2050) davon noch übrig bleiben wird.

    Bis dahin wird der Begriff “Energiewende” zu einem MIx aus Kernkraft, Schiefergas und Methanhydrat mutiert sein. Kein Mensch wird dann mehr von der Illusion des frühen 21.Jahrhunderts — 80% NIE reden. Ein paar Windräder, ein bisschen PV, Erdwärme und sonstige Nischenenergien werden nicht da stören.

  7. #6. C-O

    moin C-O,

    Mit der Definition der Energiewende ist das wie mit dem Klimawandel, alles ist einer permanenten Änderung unterworfen. Nichts ist dabei statisch. Also alles normal. Ich bin gestern abend bald von der Couch gefallen, als tatsächlich im öffentlich rechtlichen Fernsehen (N3) ein Prof. Weber vor laufender Kamera (wenn man mal das sonstige Brimburium außen vor läßt) sinngemäß folgendes von sich gab: “Die Kernkraft ist nicht tot”, wobei ausdrücklich die Begriffe Kernspaltung und Kernfusion (Verschmelzung) benutzt wurden.Die Frage des Moderators zielte nämlich in die Richtung, was man gegen die exorbitante Preissteigerung aufgrund EEG machen kann.

    @Heller

    Altmaiers Konzept beinhaltet die Anerkennung der technischen und ökonomischen Realitäten und eröffnet der Energiewende dadurch die Möglichkeit des Scheiterns. Also wird sie auch scheitern. Die Wende ist am Ende.

    moin Herr Heller,

    ich denke auch, dass damit das Ende der “Wende” ;-) eingeläutet wurde. Was m.E. jetzt noch dazu kommt ist, dass per gestern offiziell der Wahlkampf begonnen hat, der von nun an von 2 Themen beherrscht sein wird, nämlich EEG und die EuroPa -- Rettung. Jeder Stromkunde ist ein potentieller Wähler. Und ein weiterso wie bisher, wie ihn grün-rot vehement propagiert, wird sich dabei als nicht gerade förderlich erweisen. Die öffentliche Stimmung ist nämlich am kippen, was sogar die sonst so Linientreuen Medien mittlerweile schnallen.

    karl.s

  8. Unwahrscheinlich, denn wenn Schwarzgelb dies tatsächlich noch vor der Wahl schafft, wird Rotgrün es nach der Wahl wieder einführen, und schlimmer geht immer.

  9. @Heller

    Und weiß eigentlich jemand, wie schnell sich Erdöl und Erdgas in ihren heute durch Fracking zugänglichen Muttergesteinen nachbilden?

    Das ist ja interessant. Ich dachte immer, Erdöl und Erdgas seien aus Biomasse des Erdaltertums oder Erdmittelalters entstanden und bildeten sich daher überhaupt nicht nach (außer in dem Sinne, daß heute stattfindende Sedimentierung organischen Materials mit ein bißchen Glück in 100 Millionen Jahren neues Erdöl ergibt).
    Ist die Frage also nur ein Schuß ins Blaue oder steckt da etwas Interessantes dahinter?

  10. #8. M.Adeno

    Unwahrscheinlich, denn wenn Schwarzgelb dies tatsächlich noch vor der Wahl schafft, wird Rotgrün es nach der Wahl wieder einführen, und schlimmer geht immer.

    Dazu muß rot-grün aber erst einmal gewinnen!

    karl.s

  11. #9. Fluminist

    ließ mal hier was dazu.

    karl.s

  12. @ Fluminist:

    Ich dachte immer, der Flaschenhals wäre die Porösität der Muttergesteine. Aus diesen fließen, wenn genug “Risse” da sind, Öl und Gas ab und sammeln sich an bestimmten Stellen über undurchdringlichen Schichten an. Das ist dann eine “konventionelle” Lagerstätte. Entnimmt man diesen die Rohstoffe, fließen sie in einem gewissen Umfang -- aber sehr, sehr langsam -- nach. Die meisten Muttergesteine (also Sedimente und Schiefer) sind aber nicht porös. Da bleiben Öl und Gas dann an Ort und Stelle, über ein großes Volumen verteilt und nicht konzentriert. Mit hydraulic fracturing sind diese Lagerstätten nun auch wirtschaftlich erreichbar (konventionelles Öl in unkonventionellen Lagerstätten). Warum sollte in diesen der Prozeß der Öl- bzw. Gasentstehung bereits aufgehört haben?

    Aber ich bin kein Geologe. Vielleicht weiß einer der Leser das besser. Die Frage im Text soll eine provokante Spitze sein hinsichtlich der Definition des Begriffes “erneuerbar”.

  13. @Peter Heller #12
    Vielen Dank für die klärenden Worte; es geht also eher um die Nachbildung erschließbarer Lagerstätten durch Sammeln verteilten Öls als um die Nachbildung des Öls selbst.

    @karl.seegert #11
    Ja, das sind interessante Ideen; sie ändern aber nichts daran, daß die Kohlenwasserstoffe und die Energie irgendwo herkommen müssen. Außerdem befürchte ich, daß die abiotische Entstehung von Erdöl, wenn überhaupt möglich, auch geologische Zeiträume erfordert, auf die Schnelle wird sich da nichts Nenneswertes nachbilden.

  14. Langsam trauen sich auch einige Medien raus aus ihren Löchern….FAZ

    Ökostrom Planwirtschaft

    Die deutsche Energiewende wird Opfer ihres eigenen Erfolgs. Der Siegeszug von Energie aus regenerativen Quellen macht Strom zunehmend zu einem Luxusgut, den mancher Haushalt mit geringem Einkommen inzwischen sogar rationieren muss. Subventionierter Ökostrom fließt dank Vorrangeinspeisung mit einer langfristig fixierten, extrem hohen Vergütung ins Netz. Heute kann jeder Ökostromproduzent so viel Anlagen bauen und Strom einspeisen wie er will, er wird hierfür vom Staat fürstlich entlohnt und schützt sich nebenbei auch noch vor dem kräftig steigenden Strompreis, den er als Produzent selbst mit nach oben treibt…………………….

    Das Selbstbedienungssystem macht sogar seine Erfinder nervös…..

    Ich glaube, rot/grün mault zwar etwas rum in den Medien, sieht aber auch das ein “weiter so” in die Katastrophe führen wird……vllt sind se ganz froh drüber, das schwarz/gelb nun langsam anfängt die Handbremse zu ziehen…..obwohl..

    SPON
    Streit um Offshore Ausbau Nord-Bundesländer werfen Süden Blockade vor

    Treiben die Südländer ein zentrales Projekt der Energiewende ins Aus? Die norddeutschen Bundesländer warnen vor einem Scheitern des Offshore-Ausbaus. Vor allem Bayern gefährde den Bau neuer Windparks…………………

    anscheinend kommt jetzt das von mir vorhergesagte Hauen und Stechen von seitens der Bundesländer…..Wind gegen Solar, Norden gegen Süden…..alle haben sich an die netten Gewinne gewöhnt, die man Dank des doofen Stromkunden an Land ziehen kann.
    Altmeier steht der eigentliche Kampf noch bevor………..und es wird laut und fies werden, haben doch die Lobbyisten schon viel zu viel Macht und viel zu viel Politiker in der Tasche.
    Zumindest wird endlich anerkannt, das unsere tolle Energiewende ein Schuß in den Ofen ist.
    PS…..International ist es diesbezüglich noch sehr ruhig…….gucken die erstmal oder haben die das noch nicht registriert?
    H.E.

  15. @Fluminist #13
    Ja -- und wenn sich dieses Öl nachbildet, dann haben wir es mit “erneuerbaren” Energien zu tun, gell? :-D

    @karl.seegert #7
    Moin moin, Karl.
    Zustimmung ! Das einzig Stabile ist die Änderung. Diese simple Weisheit gilt eben auch für die “globalen” Rohstoff-Vorräte und die Bedeutung dieser Rohstoffen für unsere Zivilisation. Das müssen unsere neosozialistisch-planwirtschaftlich (hauswirtschaftlich) denkenden (überwiegend West-) Ökofuzzies — die an begrenzte Rohstoff-Vorräte glauben — noch lernen. Dabei müssten Sie nur in die Geschichte schauen, um zu sehen, daß unsere Zivilisation immer in der Lage war, auf neue Art und Weise neue Energiequellen zu erschliessen. Wer redet heutzutage noch von Talg, Fett oder Petroleum?

  16. Hier mal ein aktuelles Interview mit Rösler in der FAZ zu dem Thema.

    karl.s

  17. Zur abiotischen Bildung von fossilen Brennstoffen:
    Wir wissen anhand von Fossilienfunden zweigfelsfrei, dass die Kohle ein biologisches Produkt ist. Beim Öl ist es, angesichts der Komplexität der vorgefundenen Stoffe, zumindest hochwahrscheinlich. Im Muttergestein Schiefer (bemerkenswerterweise ein Sedimentgestein!) sind neben dem Öl sehr oft Fossilien zu beobachten, die die These der biologischen Bildung stützen. Erdgas ist als ‘Grubengas’ ein Begleiter der Kohle, es könnte aber auch leich als Methaneis (das ebenfalls auf organischer Zersetzung beruht) nach Abdeckung durch Sedimente eigene Lager bilden.
    Das alles deutet nach meiner Ansicht sehr eindeutig auf einen biologische Entstehungsgeschichte. Neben dieser zweifelsfrei erwiesenen biologischen Bildung nun auch noch einen zweiten, abiotischen Mechanismus zu postulieren, widerspricht Occams Razor, denn es stellt nur eine zusätzliche Komplizierung dar.
    Das einzige indiz für abiotische Bildung wäre das Vorkommen von gediegenem Grafit, den es tatsächlich an wenigen Stellen der Erde gibt, doch da lässt sich nachweisen, dass die Grafitbildung ein sekundärer Prozess durch Hitze war -- so wie Marmor (eine kristalline Kalkstein-Modifikation) ursprünglich aus sedimentiertem (‘organischem’) Kalkstein durch magmatische Erhitzung entstand.

    Ich lehne daher die These einer abiotischen Kohle- oder Ölbildung strikt ab.

    Allerdings denke ich nicht, dass der Prozess der Bildung heute nur noch sehr geringfügig wäre: Die Ostseen z. B. ist wenige Meter unter der Oberfläche anaerob und bietet sehr gute Voraussetzungen für die Bildung grosser Faulschlamm-Ablagerungen, der Vorstufe für Öl- und Kohlelager in der fernen Zukunft.
    Übrigens ist Faulschlamm durch die Anwesenheit grosser Mengen von Schwefel in der Form von Schwefelwasserstoff (‘Fauler-Eier-Geruch’) bzw. Sulfiden gekennzeichnet. Auch das passt zum biologischen Ursprung des Öls, denn das enthält zwar schwankende, aber STETS relativ hohe Schwefelanteile.

  18. Jetzt mal ganz dumm gefragt:
    Muss ab einer gewissen Tiefe nicht schon durch thermische Zersetzung von Wasser Wasserstoff entstehen,
    der in chemischen Folgereaktionen Energieträger sein kann?

  19. @ Seegert:

    Auch Rösler sagt:

    Nur da, wo es ein Netz gibt, können wir die Erneuerbaren ausbauen. Alles andere ist unwirtschaftlich und macht keinen Sinn.

    Es gibt aber kein Netz in der Nordsee. Für mich ist nach wie vor das Ende (bzw. eine entscheidende zeitliche Verzögerung) der Offshore-Pläne das erste konkrete Resultat von Altmaiers Plänen. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich heute im Radio einige Statements norddeutscher Minister hören können, die exakt dies Altmaier vorwerfen. Das wird noch heftige Debatten geben. Und das ist mal gut so, denn damit kommt endlich alles auf den Prüfstand.

    Ich sehe übrigens Altmaiers Konzept anders, als der oben verlinkte FAZ-Kommentator und auch anders als Zettel. Es ist aus meiner Sicht kein Einstieg in noch mehr Planwirtschaft, sondern der Beginn des Ausstieges aus selbiger.

  20. @ Tritium:

    Der Satz in meinem Artikel bezog sich auch nicht auf abiotische Theorien. Würde gerne hier bei der Energiewende und dem EEG bleiben und nicht die Erdölentstehung diskutieren.

  21. Dabei ist das neue Gesetz eigentlich schon heute in Kraft getreten. Denn für Investoren in Offshore- und andere Projekte gibt es nun keine Investitionssicherheit mehr. Auch Ankündigungen haben Wirkung.

    Nicht immer, die Ankündigung der novellierten DIN 45680 hatte bislang keine Wirkung.
    (Geld hat natürlich eine andere Wirkung)

    Bislang war es Rechtssicher, das in den Wohnräumen nicht gemessen werden musste, der Betreiber konnte sich also darauf verlassen.

    Der Entwurf der DIN 45680 von 2011 enthält schärfere Auslösekriterien, was sich auf die bisherigen Abstandsregelungen auswirken kann. Anfang 2013 soll die Umwandlung in geltendes Recht vollzogen sein.

    Die Frequenzen im Bereich der DIN 45680 werden als schädliche Geräuschemissionen bezeichnet.

    Die „schädliche Umwelteinwirkung“ ist grundlegender Maßstab für das gesamte öffentliche – rechtliche und zivilrechtliche Lärmschutzrecht.

    Schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des BImSchG sind solche Geräuschemissionen, die „erhebliche Nachteile“ oder „erhebliche Belästigungen“ herbeiführen.

    Bislang orientierte sich die „erhebliche Belästigungen“ nur an den dBA – Pegeln.

    Die Ursache warum Klagen vorm Verwaltungsgericht wegen gesundheitlicher Auswirkungen keinen Erfolg hatten, ist die „erhebliche Belästigungen“.

    Je nach Gebietsschutz, auf dem Land (Weiler, Einzelhäuser) sind 45 dBA in der Nacht die Schwelle der Erheblichkeit. Eine Klage führte nur dann zum Erfolg, wenn diese Grenze überschritten wurde, was selten der Fall ist.

    Die gesundheitlichen Beschwerden werden aber durch die Überschreitung der Hörschwelle im tieffrequenten Bereich in den Wohnräumen verursacht. Diese wurden jedoch aufgrund der alten Gesetzgebung (Rechtssicherheit) nicht ermittelt.

    Immerhin ist es ein Anfang. Umweltfreundliche Windenergieanlagen erzeugen schädliche Geräuschemissionen.

    Mfg

    Helga Hung

  22. @Peter Heller #20

    Würde gerne hier bei der Energiewende und dem EEG bleiben und nicht die Erdölentstehung diskutieren.

    Ja, tut mir leid diese Diskussion ausgelöst zu haben; aber die Frage stand nun mal im Text und ich habe nur das skeptische Grundprinzip angewandt, daß es im Zweifel nie verkehrt ist einmal genauer hinzusehen und nachzufragen.

    Aber Ihre Intention war nur darauf hinzuweisen, daß “erneuerbar” nicht nur das ist, was die bisherige EEG-Praxis dazu erklärt hat, und damit haben Sie natürlich vollkommen recht. Ich finde allerdings das Beispiel des nuklearen Brutreaktors überzeugender als die Sache mit dem Erdöl.

  23. @Energiewende und Autoindustrie /Öl . Es prallen hier mit Sicherheit gewaltige gegensätzliche Interessen aufeinander ,(es geht um viel Geld) die in der westlichen Welt nicht so ohne weiteres austarierbar sind.
    Lediglich China wird sich das Wasserstoff Brennstoffzellen Elektroauto widerstandslos leisten können.

  24. @Fluminist Mist! Krieg in Sicht?

  25. @Tritium #17
    Kritik an deinem Standpunkt zur (a)biotischen Entstehung hier in der Plauderecke 2.

  26. @Peter Heller #19
    Ich sehe gar keinen gravierenden Unterschied zwischen der Einschätzung von Zettel und Ihnen.

  27. Ich bin immer noch am nachdenken, um zu verstehen, was eigentlich momentan passiert (ist). Die Resonanz in der Presse ist ja, gemessen an dem was angekündigt wurde, eher spärlich. Die große Empörung bleibt aus, genauso wie die große Erleichterung. Statt dessen wird über Putschgerüchte gegen Rösler berichtet, was viel interessanter erscheint, als die Forderungen welche er stellt.

    Die nächste Frage die ich mir stelle: Welche Rolle spielt Merkel? Es ist schlichtweg undenkbar, dass sie nicht bis ins Detail informiert ist was Altmaier tut, nein, ich glaube eher, Altmaier ist Merkels Erfüllungsgehilfe und setzt um, was er von ihr gewiesen bekommt. Schon seine Rolle als Fraktionschef war dieserart. Es ist gut vorstellbar, dass dies alles schon so bei Röttgens unfreiwilligen Abgang so geplant war.

    Und die nächste große Frage ist, erleben wir zur Zeit den Anfang vom Ende des “grünen Zeitalters.” Werden sich neue Narrative durchsetzen, die eine Zukunft ohne den Begriff Nachhaltigkeit, so wie er heute verstanden wird, auskommen? Ist das Schweigen im Blätterwald möglicherweise so zu verstehen, dass sich die Journalisten auf der Suche nach neuen Standpunkten machen, die alten nicht mehr so vehement verteidigen wollen, mit neuen Standpunkten aber noch vorsichtiger sind?

    Fragen über Fragen.

  28. Das heute-journal im ZDF wurde gestern von Claus Kleber mit recht markigen Worten anmoderiert.

    Wäre vor einiger Zeit im öffentlich rechtlichen Rundfunk nicht möglich gewesen.

  29. Danke Herr Heller, für Ihren optimistischen Bericht.

    Wir werden erleben wie Unfug, so ganz langsam untergeht und haben mit unserem Einsatz daran mitgetan die „Wende“ eines politischen Manövers als Blödsinn zu outen. Jeder auf seine Weise und im Zeitalter der digitalen Chancen, das sowohl der Vernunft, wie auch denen eine Stimme und deutliche Argumente gibt, denen der Mainstream einer opportunistischen Journaille, kein Grund ist sich dem anzuschließen was „angesagt in ist“.
    Ich denke, wir haben noch einen weiten Weg vor uns aber ich möchte Allen mal Mut machen, nicht nur hier zu schreiben, sondern die Öffentlichkeit, mit Informationen zu versorgen, in den Tageszeitungen und frequentierten Blogs, weiter aktiv zu sein.

  30. Hallo Herr Heller,

    Ihr Optimismus in allen Ehren, aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass die diversen Auftritte Altmeiers Teil eines ausgebufften taktischen Manövers sind.

    Es stehen in ca. 12 Monaten Bundestagswahlen ins Haus und da ist es wenig hilfreich das Wahlvolk durch explodierende Energiekosten zu vergrätzen. Der Wähler hat ja bekanntlich ein kurzes Gedächtnis, aber für 12 Monate reicht es immerhin, besonders wenn es monatlich durch Blick auf den Kontoauszug aufgefrischt wird. Die Windbeutel und Sonnengeier entscheiden keine Wahl, wohl aber die geschröpften Verbraucher. Und die gilt es einzulullen. Der erste Schritt dazu war ja die konzertierte Aktion der Verbreitung der „Altmaier’schen Erkenntnisse über alle Kanäle. Altmaier versucht lediglich dem ohne Sinn und Verstand losgetreten Desaster einen seriösen Anstrich zu verpassen. Parallel dazu läuft das hinreichend bekannte Bashing der altbekannten „Schuldigen“ wie Stromkonzerne und Netzbetreiber. Gleichzeitig werden zusätzlich neue Sündenböcke, wie Banken und Versicherer, als Investitions-Verweigerer aufgebaut. Z.B. die Deutsche Bank, weil sie nicht gewillt ist Kredite in Mrd.-Höhe ohne Sicherheit auf Rückzahlung zu zeichnen. Oder die Allianz, die sich weigert in Objekte zu investieren, denen sie als Versicherer bereits mit „gemischten Gefühlen“ gegenüber steht.
    Offensichtlich ist man in Berlin der Meinung die deutschen Banken und Versicherungen seien Erfüllungsgehilfen planwirtschaftlicher Kalküle einer realitätsfernen Politikerclique. NOCH sind wir nicht soweit.

    Es ist einmalig seit Bestehen der Bundesrepublik, dass sich eine Regierung durch eigenes vorsätzliches Handeln und Beschädigung einer Grundversorgung des eigenen Volkes derart erpressbar gemacht hat. Das „Spiel“ ist noch nicht zu Ende. Es bleibt abzuwarten welche Figuren noch von Mutti ins Feld gestellt werden oder welche sie aus dem Spiel nimmt bzw. jagt. Mit Altmaier hat sie einen Vasallen installiert, der ihr treu ergeben ist und dies auch schon in diversen Situationen bewiesen hat. Er ist der typische sture Beamte der ohne Rücksicht auf die eigene Person nur die Interessen seines Herrn mit allen Finessen vertritt und durchsetzen will. Wenn man seine Einlassungen gegenüber einzelner Länder wertet, so scheint er auch herzlich wenig von demokratischen „Spielregeln“ zu halten sondern das „Ordre De Mufti“ zu bevorzugen. Nicht zu vergessen, gehört er zu den Dunkelgrünen innerhalb seiner Partei. Bezeichnend ist auch seine Gefühllosigkeit gegenüber den weniger betuchten Mitgliedern der Gesellschaft. So nach dem Motto: *Wer zu wenig Geld hat um den Strom zu bezahlen, der soll eben Strom sparen*. Im Klartext: ‚wer kein Geld hat, braucht auch keinen Strom‘.

    Nein, die Energiewende ist noch nicht am Ende. Das eigentliche Desaster steht uns noch bevor, wenn die Zwangsbewirtschaftung im Namen der Alternativlosigkeit kommt.

    schöne Grüße aus dem Moos

  31. @moosgeist #30

    Es ist einmalig seit Bestehen der Bundesrepublik, dass sich eine Regierung durch eigenes vorsätzliches Handeln und Beschädigung einer Grundversorgung des eigenen Volkes derart erpressbar gemacht hat

    Diese Beschädigung der Grundversorgung ist leider nicht nur nur eine Spezialität unserer Regierung, sondern sie wird von der Opposition unterstützt. Wir haben einen Konsens in der Politik, dass es uns schlechter gehen soll. Ich will nun nicht sagen, dass ich traurig darüber bin aber Altmeiers Vorschläge treffen wohl hauptsächlich die Off-Shore-Windkraft und damit grössere Unternehmen. Das ist einfach Populismus und hat nichts mit einer Einsicht über die Sinnhaftigkeit der Energiewende zu tun. Die Beschädigung der Grundversorgung bleibt weiterhin das Ziel. Soll bloss bis zum nächsten Wahltermin nicht so offensichtlich werden. Die Politik ist in einen Teufelskreis geraten, aus dem sie ohne einige richtige Nackenschläge in der Wählergunst oder was wahrscheinlicher ist in der Grundversorgung der Bevölkerung wohl nicht mehr herauskommt.

  32. Natürlich haben wir es hier auch mit einer Strategie zur Beruhigung der Wählerschaft zu tun. Die Frage wird sein, ob sich dieser Prozess noch steuern lassen wird, die FDP sieht hier eine Chance sich zu profilieren, und wird beim “Wähler einlullen” nur bedingt mitmachen.

    Wie ich schon an verschiedentlich anderen Stellen bemerkt habe, so denke ich, dass die meisten Menschen im Grunde Opportunisten sind. Das was als allgemein gültiger Konsens in der Gesellschaft gilt, dagegen opponiert man selten und richtet sich in dieser “Wahrheitsordnung” ein. Wird diese “Wahrheitsordnung” aber immer mehr in Frage gestellt, so beginnen sich die Opportunisten auch umzuorientieren.

    Wenn Zweifel erst einmal aufgekommen sind, und diese sich wie wachsende Kristalle verbreiten, so wird es schwierig die alten Erklärungen und Handlungsmuster weiter zu benutzen. Neue Narrative müssen her, und genau dies erleben wir in letzter Zeit. Zuerst war es der Klimawandel, von dem redet schon fast keine Sau mehr, dann der schwammige Begriff Nachhaltigkeit, in dem so gut alles hinein interpretieren lässt, und der deswegen auch noch wirkt. Weiter geht es dann mit den Ressourcenproblemen und diversen Peaks -- auch schon wieder Makulatur. Nun beginnt man wieder die Menschen zu entdecken, bislang lediglich als Schädlinge betrachtet, und dass die “Tragfähigkeit” des Planeten gefährdet ist, was beinhaltet, dass die Menschen nun ins System Erde eingebunden sind.

    Und die Intervalle, in denen neue Erklärungen und Rechtfertigungen fürs eigene Denken und Handeln präsentiert werden, werden immer kürzer. Das führt zu Glaubwürdigkeitsproblemen, was Opportunisten sehr wohl registrieren, doch noch abwarten bis sich der Wind dreht. Und ich denke, dies ist nun der Fall. Und deshalb denke ich auch, was momentan, auch in meinen Augen, wie Wahlkampf und Taktik aussieht, eine Eigendynamik bekommt, welche sich von der Politik nicht mehr steuern lässt. So wie ich an die Gestaltungskraft der Politik glaube, so sehe ich auch ihre Grenzen diesbezüglich.

    Letztlich hat dann die Politik keine Chance mehr den Zug aufzuhalten, die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit mag sie beeinflussen können, grundsätzlich verhindern geht nicht.

  33. #32 Quentin Quencher

    Sie schreiben:
    „Letztlich hat dann die Politik keine Chance mehr den Zug aufzuhalten, die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit mag sie beeinflussen können, grundsätzlich verhindern geht nicht.“

    Aus meiner Sicht ist „die Politik“ immer eine opportune Reaktion auf gesellschaftliche Stimmungen im jeweiligen Zeitgeist und mehr ein „Hinterherlaufen“. Sich also nachträglich an die Spitze einer „Bewegung“ zu setzen, um Mehrheiten hinter sich zu bringen.
    Sich über Probleme zu echauffieren, die erst durch die Politik verursacht wurden, ob die der eigenen oder der anderen Parteiführer, jeweils Menschen die sich als Politi-Makler betätigen. Die sich dazu weder durch Parteiprogramme oder Rechtssicherheit einengen lassen möchten, sondern viel lieber aus der Situation heraus lavieren.
    Gleichzeitig aber medial den Eindruck erzeugen lassen, es gebe politische Gestaltung und um das Gemeinwohl, statt den eigenen reinen Opportunismus als Antrieb der Parteipolitiker, sich Situationen Karriere fördernd nutzbar zu machen.

  34. achgut.com (Ederer):

    Energiewirtschaft – der lange Schatten der DDR

    …..Seit Monaten ist bekannt, dass im nächsten Jahr die Umlage pro Kilowattstunde für Otto Normalverbraucher auf 5,3 Cent plus Mehrwertsteuer steigen wird. Und jetzt, da diese Abzocke offiziell umgesetzt werden muss, verkündet Umweltminister Peter Altmaier, er wolle bis 2020 jedem Bürger eine kostenlose Energieberatung anbieten. Bei so viel Chuzpe bleibt mir die Spucke weg. Er will auch die staatlichen Eingriffe neu regeln. Der Plan soll neu geplant werden. Schade, dass DDR-Planungschef Günter Mittag schon verstorben ist. Der hat gewusst, wie unerfüllbare Vorgaben immer wieder neu aufgestellt werden können……

  35. Vielleicht gibt es auch gaaaanz andere Gründe, die unserer Regierung bald auf den Nägeln brennen wird…….die Stromimporte.

    Europa gehen die Kraftwerke aus

    Nach dem Abschalten der AKWs wollte Deutschland seine Energiewenden-Probleme mit ausländischer Hilfe lösen. Doch in den Nachbarländern sind viele Anlagen zu alt oder zu schmutzig und müssen ebenfalls vom Netz gehen…..

    Besonders in Frankreich und Polen müssen viele fossile Anlagen in den nächsten Jahren vom Netz, weil sie zu alt oder zu schmutzig sind. Nach aktuellen Berechnungen des Öko-Instituts werden in Deutschlands Nachbarstaaten bis 2020 Kraftwerke mit einer Kapazität von 32 Gigawatt außer Betrieb gehen -- das ist etwa so viel, wie ganz Spanien derzeit verbraucht…….

    Hinter der Abschaltwelle steckt vor allem eine europäische Richtlinie zur Luftreinhaltung. Demnach müssen besonders schmutzige Kraftwerke bis Ende 2015 vom Netz.

    Bisher war Deutschland ein stabiler und verlässlicher Versorger, der auch in Spitzenzeiten Europa elektrisch unter die Arme greifen konnte, nun aber wird durch unsere nationalistische Spielerei am Stromnetz ganz Europa gefährdet.
    Tja, und wenn dann auch noch EU-Richtlinien am Bedarf vorbei am Durchdrehen sind, dann kann sich demnächst dieses Europa zumindestens in den nächsten Wintern frisch machen, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Tja……..die deutsche Energiewende als nationales Projekt über den Köpfen derjenigen Europäer hinweg durchgezogen, die wir dann auf der anderen politischen Seite als unsere Freunde betrachten………ist Grün das neue Braun?
    Ist die deutsche Arroganz nun schon wieder dabei diesen Kontinent ins Unglück zu stürzen?
    Sind die europäischen Richtlinien zur “Luftreinhaltung” nicht auch und vor allem auf deutschen Mist gewachsen?

    Und…..die Frage die sich mir jetzt besonders stellt………..bekommt unsere Regierung massiven Druck, endlich mit den Quatsch aufzuhören, mittels Wind und Sonne die europäische Energieversorgung nachhaltig zu schädigen?

    PS……Moosi und Quentin……….die Wahrheit wird wohl in der Mitte euer beider Argumentationen zu suchen sein.
    Schönes Wochenende Euch allen.
    Onkel Heinz……….auch das habe ich vorhergesagt

  36. @ Gerhard Straten #31

    Diese Beschädigung der Grundversorgung ist leider nicht nur nur eine Spezialität unserer Regierung, sondern sie wird von der Opposition unterstützt.

    Das Problem ist, dass unser Parlament (Bundestag) nicht mit Leuten besetzt ist, die einen Querschnitt unserer Bevölkerung widerspiegeln –wie es sich die Gründerväter seinerzeit vorgestellt hatten-. Es hat sich im Laufe der Jahre, über alle Parteien hinweg, eine Kaste aus Berufspolitikern herausgebildet, die völlig realitätsfern, nur auf den persönlichen Vorteil bedacht, sich von einer Legislatur zur anderen durchhangeln und ihr einziges Augenmerk darauf richten bei der nächsten Wahl wieder einen sicheren Listenplatz ihres Arbeitgebers (Partei) zu erhalten. Diese selbst ernannten Eliten fühlen sich nicht ihrem Wähler oder gar allein Gewissen gegenüber verantwortlich, sondern ausschließlich den Anweisungen ihrer jeweiligen Partei. Wer gegen die Parteiordres verstößt wird gnadenlos niedergemacht. Siehe Disput Wolfgang Bosbach vs. Ronald Pofalla, den Kettenhund Merkels.
    Siehe auch den Versuch von CDU, SPD und FDP den sog. Partei-Abweichlern im Bundestag einen „Maulkorb“ zu verpassen. Es sollte nur noch den von der Partei-bzw. Fraktionspitze ausdrücklich ausgewählten Rednern das Rederecht im Parlament erteilt werden dürfen.

    Weil das aber so ist, und unsere heutigen selbsternannten Politeliten zum überwiegend‘sten Teil kaum noch in der Lage oder willens sind eigene Gedanken und Ideen zu entwickeln, laufen sie jeder Ideologie -und sei sie noch so bescheuert- hinterher, von der sie glauben, dass sie bei entsprechender „Medienbegleitung“ im Volk mehrheitsfähig sein könnte. Dabei sind diese „elitären“ Selbstversorger entweder zu dumm, oder einfach feige (den Vorsatz will ich hier garnicht beleuchten) zu erkennen, dass es im Kern immer wieder die gleiche Ideologie ist, der sie aufsitzen. Augenblicklich trägt diese Ideologie die Farbe GRÜN.

    Und wie bereits in den andersfarbigen Varianten, finden sich auch heute gewisse sog. „Wissenschaftler“ und „Intellektuelle“ bereit, die ganze Brühe mit ihrer Pseudowissenschaft und „Klugsch..ßerei“ zu würzen. Wenn das Ganze dann auch noch durch die Funk-, Fernseh- und Printmedien über das Volk gekübelt wird, ist der Weg zu einer Massenhysterie nicht mehr weit. In dieser Umgebung fühlen sich „unsere“ Parteien und deren Protagonisten richtig wohl. Der Wähler darf nur noch die Gewürzrichtung entscheiden, der Eintopf als solcher ist in jedem Fall schon gar.

    meint der Moosgeist

  37. Ups….einen hab ich doch noch.
    Eine Übersetzung auf EIKE eines gewissen Christopher Booker…..

    Deutschlands Chaos bei der Windenergie sollte für UK eine Warnung sein

    Beide Probleme haben sich in Deutschland ganz groß eingenistet, weil es aggressiver auf dem Weg der Erneuerbaren vorangeschritten ist als jedes andere Land in der Welt. Hunderte Milliarden Euro wurden an Subventionen in Wind- und Sonnenenergie gepumpt, was zu den fast höchsten Stromrechnungen in Europa geführt hat – auf dem Papier repräsentiert Deutschland in fast jeder Weise den fanatischsten Öko, den man sich denken kann……..

    Gelegentlich hilft der Blick von aussen…..besonders von jemanden, der diese Öko-Müll auch bald an der Backe hat.
    Vllt tröstet es uns im gewissen Masse als schlechtes Vorbild der restlichen Welt aufzuzeigen, wie man es nicht machen sollte.
    Deutschland als elektrotechnische Abschreckung………..nur blöd, das uns das Lehrgeld das wir zahlen werden, ein gewaltiges Loch in die nationale Brieftasche reissen wird …….ein scheiß teures Experiment, wat wir derzeit mit unserer wichtigsten Infrastruktur machen, leider.
    So, ick hab jetzt auch mal “positiv” Gedacht………..vllt helfen wir ja den Rest der Welt damit, indem wir uns selber in die Steinzeit zurückmurksen.
    Jetzt aber……das Mittag ruft, bye bye.
    H.E.

  38. Der DDR Strompreis betrug übrigens 8 Pf / kWh, also 2 ct / kWh ;)

  39. Beim WDR scheint bereits gestern das Frühwarnradar aufziehende dunkle Wolken am EEG-Himmel gemeldet zu haben; man hat jedenfalls schon einmal die ganz große Propagandamaschine angeworfen, auf daß das unwissende Volk über die Maschenschaften der bösen Energiekonzerne aufgeklärt werde. Einfache Glaubenssätze sind gefragt:

    “Wind und Sonne gehört die Zukunft, aber damit lassen sich eben schlecht Milliarden verdienen”

    “Es droht zwar tatsächlich ein Zusammenbruch -- aber nicht der unserer Netze, sondern der eines alten, hochlukrativen Geschäftsmodells”
    Klingt ja auch eigentlich logisch: So, wie kältere Winter ein untrüglicher Hinweis auf die zunehmende Erderwärmung sind, so können wir an steigenden Stromrechnungen ablesen, daß die Milliarden-Abzocke der Stromkonzerne langsam zuende geht..

    Damit in der heilen WDR-Welt aber alle weiterhin nachhaltig gut schlafen können, hat man dann doch auf solche dialektischen Verrenkungen und die Erwähnung der EEG-Umlage im Beitrag ganz verzichtet. Für die Sicherheit unserer Stromnetze sorgen schließlich hochkarätige Fachleute wie der “Energieexperte” Toralf Staud

  40. @QQ #27

    Und die nächste große Frage ist, erleben wir zur Zeit den Anfang vom Ende des “grünen Zeitalters.

    Ebenso wie bei der Überschrift “beerdigt die Energiewende” freut ihr euch da glaub ich ein bisschen zu früh. Die aktuellen Nachrichten offenbaren das, was viele ja schon immer vorhergesagt haben, nämlich dass die “Energiewende” an ihren eigenen Widersprüchen scheitern wird und das das eher früher als später zutage treten wird. Aber die Politik zieht nicht die Konsequenz, das Projekt zu beenden, sondern modifiziert an Stellschrauben, wenn auch diesmal ziemlich stark nachgestellt wird. Ein Eingeständnis, dass die ganze Richtung falsch ist, findet aber nicht statt. Auch ist der Impetus in den Medien und in der Bevölkerung viel zu stark. Ganze Generationen sind mit der Botschaft aufgewachsen, dass die Rohstoffe zu Ende gehen, dass der Mensch die Natur zerstöre, und der menschengemachte “Klimawandel” uns alle umbringt. Das kriegste so schnell nicht raus, aus der Richtung werden neue Vorstöße kommen (unabhängig davon, welche Partei(en) regieren). Da ist längerer Atem notwendig.

  41. @nleser #38

    Der DDR Strompreis betrug übrigens 8 Pf / kWh, also 2 ct / kWh ;)

    Der Smiley (wieso kommt der bei mir nicht als Grafik?) erinnert mich an eine BRD-Werbung aus den 1970ern für Strom. Da wurde vorgerechnet, dass 1 Stunde Licht, Fernsehen, oder Kochen nur wenige Pfennige auf der Stromrechnung ausmachen, verbunden mit der Aufforderung, ruhig ein bisschen mehr zu verbrauchen. Kann sich daran jemand erinnern? Im heutigen Zeitgeist unvorstellbar.

  42. @ anorak2.

    Da will ich gar nicht widersprechen, obwohl so ein Meinungsumschwung SEHR schnell kommen kann und vor allem fast ohne Vorwarnung.

    Sicher ist mir allerdings das zwar private, aber dennoch sehr befriedigende Gefühl, dass ich genau im entscheidenden Moment gegen den Mainstream schwamm und mir hoffentlich noch viele Jahre bleiben, in denen ich, sacht mein Podest ersteigend, fragen kann: “Und -- wo warst DU denn, als die Kacke im Anflug aud den Ventilator war?”

    Und ausserhalb des privaten Narzissten-Altars?
    Wir stehen wohl vor weit mehr als einem lässlichen Fauxpas, sondern vor einem echten Paradigmenwechsel, der nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden kann. Anders als bei Waldsterben, Brent Spar und ähnlichen Bauchlandungen sehe ich hier eine Sprengkraft, die die ganze Grüne Öko-Gralsburg in die Luft jagen kann.

  43. :) :)

  44. #39

    hab dort mal nen kurzen kommentar zu dem beitrag über die bösen energiekonzerne hinterlassen.

    Michael M.

    schrieb am 13.10.2012 19:19

    Öko-Propaganda vom feinsten und das auf Kosten der GEZ-Zahler! Warum wohl will unsere Bundesregierung ein Abschaltverbot für unrentable Kraftwerke per Gesetz erzwingen? Sicher nicht, weil wir zu viele gesicherte Erzeugungskapazitäten haben!

    ma gucken, wie lange der so stehen bleibt ;)

  45. Fundstück bei Wilfried Heck:

    [13.10.2012] Grüner 6-Punkte-Plan gegen Energiearmut

    Mit der Energiewende entstehen neue oder gar neuartige Begriffe: Energiearmut. Die hat es bisher weder in der Realität noch in der sozialpolitischen Diskussion gegeben. Nicht in Deutschland. Nun haben wir sie und die Diskussion darüber. Schlussfolgernd muss die Energiewende daran schuld sein.

    Statt die Ursache zu bekämpfen, ist es in der Politik Usus, fehlgesteuerte politische Entscheidungen samt deren Folgen mit weiteren gesetzgeberischen Forderungen und Maßnahmen zu bekämpfen. Vorreiter und Wadenbeißer hierfür finden sich insbesondere in grünen und linksorientierten Gesellschaftsschichten. Motto: Erst selber durch gesetzgeberische Maßnahmen sukzessive die Lebenshaltungskosten -- hier die Stromkosten -- nach oben treiben, um sich hinterher als Retter der Armen gegen die bösen Energieversorger zu präsentieren bei denen sie oftmals selber in den Vorstands- und Aufsichtgremien vertreten sind. Und natürlich findet sich wieder mal eine Begründung für Energie- und Klimainstitute, aus öffentlichen Mitteln teure und umfangreiche Studienprojekte als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für willfährige Wissenschaftler anzuheuern.

    Und wie löst man die selbst geschaffene Energiearmut? Die grüne Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer weiß es……. Weiterlesen

  46. @ Tim Hardenberg #45

    Ich habe den Hinweis mal etwas prominenter platziert. Vielen Dank.

  47. Es kommt, wie es kommen muß:

    Rösler greift Kabinettskollegen Altmaier an

    Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat umfassende und rasche Änderungen bei der Ökostrom-Förderung angemahnt. Ein Verschleppen der Reform könne sich die Regierung “auch mit Blick auf die Akzeptanz der Energiewende nicht mehr leisten”, sagte Rösler der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. “Ankündigungen reichen nicht mehr aus”, so der FDP-Chef.

    und

    Kartellamtschef treibt Altmaier zur Eile

    Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördere nicht den Wettbewerb im Strommarkt, sagte Mundt der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. An diesem “grundlegenden Fehler” änderten auch Vorschläge zur Anpassung des Gesetzes nichts. “Wir sollten jetzt nicht weiter an den Symptomen rumdoktern, sondern umsteuern”, forderte Mundt. Die ausufernden Kosten bei der Ökostromumlage zeigten, wohin es führe, wenn der Staat sich daran versuche, Märkte zu planen.

    Die Debatte nimmt mächtig Fahrt auf. Wenn Altmaier glaubte, er könne mit seinem Konzept das Geschehen steuern, hat er sich geirrt. Stattdessen hat er Schleusen geöffnet, die sich nun nicht mehr schließen lassen. Das EEG wird fallen. Und zwar ganz sicher nach der Niedersachsen- und noch vor der Bundestagswahl. Diese Prognose wage ich.

    Interessant ist, daß noch kein Journalist auf die Idee gekommen ist, daß nur das gegenwärtige EEG die Energiewende absichern kann. Ich habe ja oben behauptet, daß jeder Ersatz des EEG durch eine Quotenregelung auch das Ende der Wende bedeutet. Wie sehen das eigentlich die Leser hier?

  48. Herr Heller,

    das Ende der Wende würde nur die Abschaffung eines Werkzeuges, Hilsmittels, Leuchtturms, Potjemkinschnen Dorfes auf dem Weg in einen internationalistischen Sozialismus bedeuten.

    Die europäischen Funktionäre in Gestalt von Sozialisten,Kommunisten,Maoisten, Ökologisten und Nationalsozialisten, also die gesamte geschaffene linke Internationale, werden sich ihren erreichten Stand dahin nicht streitig machen lassen.

  49. @Peter Heller #47
    Sind sie sicher, dass wirklich noch kein Journalist auf diese Idee gekommen ist? Zu äussern, dass nur massiver Geldeinsatz, der Kleininvestoren dazu bewegen kann ihr Geld nicht aufs Sparbuch zu legen sondern in Bürgerwindparks und eigene PV zu investieren und dass dann grosse Summen garantiert werden müssen, damit auch rechnende Investoren grössere Summen ind die Hand nehmen, ist natürlich etwas anderes. Aber wahrscheinlich ist das Nachdenken sowieso gebremst. Man will aus ökologischen oder politischen Gründen eine andere Lebensweise unserer Gesellschaft. Dass unsere Energiewende aus dem Abschalten der Kernkraft und deren Ersatz durch fossile Kraftwerke und ein bisschen Biomasse und hoffentlich ganz viel sparen besteht darüber denkt man wahrscheinlich nicht nach. Dass PV und Windkraft eher symbolischen Charakter haben und kaum einen Nutzen dämmert wahrscheinlich vielen so im Hintergrund. Spielzeug ist nur ohne Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit zu bezahlen und da stellt man das EEG eben nicht in Frage.
    Es fragt sich eher wie die gestrickt sind, die im Zusammenhang mit dieser Energiewende über Wirtschaftlichkeit nachdenken.

  50. Im Forum von Wallstreet-Online schreibt der User kraftfutter:

    Sieht eher danach aus, als würden die Nachzügler gar nicht bauen wollen.
    RWE nimmt z.B. stattdessen demnächst ein riesiges fossiles Kraftwerk bei Eemshaven in Betrieb, man lässt die Windbranche auflaufen.

    Aufträge z.B. an SIAG werden anscheinend nicht vergeben. TenneT weiss nicht ob die teuren Investitionen in Kabel sich je lohnen werden, weil RWE & Co mauern. Also wartet TenneT ab, die Presseerklärungen lauten natürlich anders.

    GT1 soll jetzt mit Abzweigekabeln angeschlossen werden, die eigentlich für einen anderen Windpark gedacht waren.

    Altmeier steht im Hintergrund voll auf der Bremse und wird dafür sogar von seinen norddeutschen Parteifreunden heftig kritisiert.

    Mich würde mal interessieren, wie fundiert diese Behauptungen sind. Vor allem, ob tatsächlich im Hintergrund schon Planungen laufen, die den Verlautbarungen in Presseerklärungen widersprechen. Auch die Aussage, dass Altmaier im Hintergrund voll auf der Bremse steht, ist sehr interessant. Sollte sie stimmen, wäre es schon ein deutlicher Fingerzeig wo es hingehen soll.

  51. @ michael m. #44

    Da muss doch irgendwo ein Nest sein :)

  52. @ Peter #47

    Ich denke wir reden hier über zwei verschiedene Ebenen, mindestens. Rein praktisch: Wenn eine Quotenregelung eingeführt ist, ist das EEG tot. Offshore und Photovoltaik sind sofort erledigt. Alles andere ein wenig später.

    Wir dürfen aber auch nicht außer acht lassen, was das EEG für eine Bedeutung für diejenigen hat, die wir oft Ökologisten nennen. Die werden mit Zähnen und Klauen verteidigen, alles was bisher in ihrem Sinne erreicht wurde. Ein Eingeständnis der Fehlplanung ist da nicht zu erwarten. Und hier greift natürlich dies was verschiedentlich als beinahe Jahrzehnte währende Indoktrination im grünen Sinne angerichtet hat. Das aus den Köpfen wieder raus zu bekommen wird keine einfache Sache. (Warum Journalisten nicht berichten was sie berichten sollten, und nicht fragen, was sie fragen sollten, ist auch eine so unendlich traurige Geschichte)

    Ich denke auch, die bisher verwendeten Begriffe werden nicht verschwinden, aber nur noch als leere Worthülsen gebraucht werden, und dort wo es geht, mit neuen Inhalten ausgefüllt. In Anlehnung eines Spruchs, die Ökoreligion geht mit einem Wimmern unter, nicht mit einem Knall.

  53. Die schlimmste Katastrophe für die deutsche Regierung ist möglicherweise die Tatsache, daß sich die Welt nicht mit deutscher NIE-Technik versorgen will. Der Zubau im Ausland sollte doch sicher die hohen Subventionen rechtfertigen und nicht der im Inland. Eine mögliche Quotierung heißt ja vor Allem ein Ende des Zubaus an Produktionsstätten und ein Abbau von Arbeitsplätzen.

    Beste Grüße B.

  54. @Bibliothekar

    Die schlimmste Katastrophe für die deutsche Regierung ist möglicherweise die Tatsache, daß sich die Welt nicht mit deutscher NIE-Technik versorgen will.


    ….z.B. unsere verstockten tschechischen Nachbarn
    , die noch nicht mal willens sind, ihr pöses Atomkraftwerk Temelin dicht zu machen (das im letzten Winter u.a. mithalf, Deutschland vor dem Blackout zu bewahren) – im Gegenteil, sie erdreisten sich sogar, dort noch zwei neue Reaktoren bauen zu wollen. …….. dafür sieht man auf dem Weg von Dresden nach Prag keine einzige klimaschonende Windkraftanlage…. das ist doch wohl der Gipfel !!!

    Na ja, mit so einem Transformationsbremser als Staatspräsident ist das ja auch kein Wunder, gelle?

  55. Eine interessante Grafik der weltweiten Industriestrompreise.

  56. @Energiewenden hatten wir in Deutschland doch schon häufig.
    1. Von Holz und Holzkohle zu Braunkohle und Steinkohle / für Heizenergie./
    2. Vom Kienspan und Wachs zu Petrolium und Waltran./für Licht/.
    3. Vom Petrolium( für Licht) zu Strom aus Steinkohle und Braunkohle.
    4.Von Kohle für Heizenergie zu Gas aus Kohle für Heizenergie.
    5.Für Gas aus Kohle zu Erdgas (Heizenergie)
    6.Das Ölzeitalter bricht an und wirft die Kohle aus dem Rennen.
    7.Atom macht sich wichtig und verspricht goldene Energie Zeiten.
    8.Und nun will Wind und Sonne als Urkraft uns das Leben schwer machen?
    Bisher haben wir finanziell diese Umbrüche irgendwie verkraften können und hingekriegt.
    Wie mir scheint werden die Einsätze und Risiken ,sowie die Interessen Gegensätze bei diesen Umbrüchen immer Größer und weniger handelbar. Öl und Gas scheint mir dabei der größte “Machtfaktor” zu sein, sich ungern verdrängen lassen zu wollen.Ideologien spielten geschichtlich gesehen auch je eine große Rolle .(Eigenversorgung 3. Reich)
    Geld sollte natürlich möglichst im Lande bleiben.Die Ölimporte Kosten UNS Unmengen an Geld.
    Gleichzeitig zockt hier der Staat mittels seiner beliebten Steuern auf diesem Sektor gewaltig ab und muß” Bestands -Interesse haben.
    Wir sind der Dumme.
    Problem der Zukunft also :Energiewende hin zum Elektrobrennstoffzellenauto, angetrieben von Sonne und Wind?
    Und was sagt die Ölindustrie zu diesem “unverschämten” Vorhaben?

  57. Wilhelm,
    du bist hoffnungslos desorientiert. Wind und solar sind mittelalterliche Technologien, die modern nachgebaut werden, um Völker auszuplündern.

    PeakOil ist ein Märchen und es finden jetzt Kriege statt, die riesigen fossilen Energien unter alten monopolistischen Verhältnissen zu halten.

    Wie in Libyen hat man einen Keil in die internen Spalten getrieben, um den Zusammenbruch des Staates zu verursachen, indem die Tragödie ausgenützt wird, in der die Menschen verwickelt sind.

    Das Ziel ist das gleiche: Syrien, Iran und Irak haben im Juli 2011 eine Vereinbarung für eine Erdgas-Leitung unterschrieben, die dann ab 2016 die iranischen South Pars Reserven, die größten der Welt, über Syrien mit dem Mittelmeer verbinden sollte. Syrien entdeckte eine weitere große Reserve in der Nähe von Homs, und kann so ein alternativer Hub von Energie-Korridoren für diejenigen werden, die über die Türkei und andere Wege laufen, und die von amerikanischen und europäischen Unternehmen kontrolliert werden. Deshalb will man Syrien niederschlagen und besetzen.

    Syrien: NATOs Ziel ist die Ferngasleitung

    Wir sind nicht die Guten, wir stehen für Kriege ohne Kriegserklärung. Wir sind so verblödet worden, dass wir denken, wir bringen der Welt die Demokratie und merken nicht , dass die Welt , uns eingeschlossen, geplündert werden soll.

  58. @ Wilhelm Leonhard Schuster #56

    Einen wichtigen Punkt haben Sie in Ihrer Auflistung übersehen. In jedem einzelnen Ihrer Schritte 1) bis 7) spielten zwei wichtige Faktoren eine entscheidende Rolle. Jedes mal wurde die Energie entweder durch einen Wechsel günstiger oder besser verfügbar, oder beides. Die “finanziellen Umbrüche” haben jedes mal dazu geführt, dass die Energie insgesamt günstiger wurde und dass ein kleinerer Anteil der Volkswirtschaft für eine entsprechende Energiemenge aufgebracht werden musste. Aus diesem Grund hat es für die ersten 7 Wechsel auch keiner staatlichen Aufsicht und Alimentierung bedurft.

    Das ist bei den NIEs anders. Durch sie haben wir jetzt Probleme, sowohl bei der Bezahlbarkeit, als auch bei der Verfügbarkeit von Strom. Und weil das mittlerweile immer offensichtlicher wird, erleben wir ein Schwinden der Akzeptanz von Wind- und Sonnenstrom. Sowohl in der Politik, wie auch in der Bevölkerung.

  59. @ W.Rassbach

    Voltaire.net ist mit Vorsicht zu genießen:

    Réseau Voltaire International ist ein ungebundenes Pressenetz, auf Analysen der internationalen Beziehungen spezialisiert, und durch die Initiative des französischen Intellektuellen Thierry Meyssan geschaffen.

    Und wer dieser Thiery Meyssan ist, soll auch nicht verschwiegen werden. Wikipedia schreibt dazu:

    In Frankreich behauptete Thierry Meyssan 2002 in seinem Fotobildband Le Pentagate, es sei kein Flugzeug in das Pentagon geflogen.[13] Bei der von Thierry Meyssans Voltaire-Netzwerk ausgerichteten Konferenz Axis for Peace am 17. und 18. November 2005 in Brüssel trafen sich etwa 150 Anhänger und Vertreter von Verschwörungsthesen aus 37 Ländern.

    Normalerweise kümmere ich mich ja nicht darum, was Sie hier so schreiben. Doch wenn man mal schnell auf Ihre Quellen schaut, dann wundert es einem nicht mehr, welch hanebüchener Unsinn da manchmal heraus kommt.

  60. QQ,
    mir ist schnuppe, was in das Pentagon geflogen ist. Das ist von Manlio Dinucci und die Ferngasleitung ist real und das Vorkommen bei Homs auch. Manlio hat die Zusammenhänge fabelhaft erfasst.

    Ansonsten geniese ich alles mit Vorsicht ;-)

    Gibt es die politisch korrekte Quelle?

  61. @Rudolf Kipp :Akzeptanz! Akzeptanz ist eine Frage der Zeit. Warum “sofort “Einknicken” und sämtliche Kernkraftwerke still legen wollen . Umbruch so er gesund sein will, braucht immer Zeit.. Politische Zwangsspiegelfechtereinen sind doch offensichtlich .
    Was würden die “Räuber” eines Friedrich Schiller , wohl zu heutiger politischer Lage sagen?
    Nun ,der Schiller ist “mittelalterliche Freiheitsfrühzeit” und nicht opportun heutzutage.
    Herr Rassbach hat das sehr gut beschrieben.

  62. QQ,

    wundert es einem nicht mehr, welch hanebüchener Unsinn da manchmal heraus kommt.

    konkret würde ich gerne darüber diskutieren. Ich musste den Marxismus/Leninismus “studieren”. Heute weiß ich, dass diese Theorie hanebüchen aber geschickt gemacht ist.

    Dagegen konnte ich keinen “Wessi” verstehen, der sozialistischen Ideen nacheiferte. Was ich aber jetzt über die Frankfurter Schule gelesen habe, hat mich korrigiert. Horckeimer und Adorno konnte man nicht einfach entkommen.
    Diese Schule wurde schon in den 20er Jahren mittels RockefellerStiftung eingerichtet, flüchtete 1933 in die USA und wurde durch die alliierten Besatzer wieder eingerichtet.

    Diese Denkansätze unterscheiden sich nur marginal vom alten ML und können nicht gut für die Freiheit sein. Ökologismus ist nur eine Variante dieses “Kulturmarxismus”.

  63. Wilhelm,
    deshalb wird Deutschland auch Entschillert und Adornosiert ;-)

  64. @ Schuster:

    Die Ölimporte Kosten UNS Unmengen an Geld.

    Erstens kann niemand mit diesem Öl höhere Mehrwerte schaffen, als wir. Rohstoffe fließen immer dorthin, wo die Produktivität am höchstens ist. Und zweitens geben die, die das Geld bekommen, es ja auch wieder aus. Bei uns. Für die tollen Produkte, die wir mit dem Öl herstellen oder für unsere Dienstleistungen. Es ist ein guter Handel, der für beide Seiten Mehrwerte schafft und den Wohlstand steigert. Eine bessere Form der Entwicklungshilfe, als unterentwickelten Ländern ihre Rohstoffe abzukaufen, gibt es außerdem nicht. Und schließlich konnte der Westen auf diese Weise die arabische Welt über Jahrzehnte stabilisieren. Nehmen wir nur mal an, die Öleinnahmen für die Golfstaaten inkl. Saudi Arabien würden plötzlich wegfallen. Dagegen wären die Probleme mit Terroristen und Fundamentalisten, die wir jetzt haben, ein Zuckerschlecken.

    Bei den NIEs dagegen handelt es sich um einen schlechten Handel, der Werte nur umverteilt und vernichtet, statt Mehrwerte zu schaffen. Denn es ist eine Subvention gegen das, was der Markt entscheiden würde.

    Letztendlich aber ist Öl für das EEG uninteressant. Denn Öl wird ja bei uns nicht (mehr) verstromt, jedenfalls nicht nennenswert.

    “Energieautarkie” finde ich übrigens, wie jede Form der Autarkie, in einer modernen, globalisierten Welt höchst hinderlich. Man sollte den Handel ausweiten und nicht verringern. Autarkie hat auch immer etwas mit Kriegsfähigkeit zu tun und scheint mir daher nicht nur aus ökonomischen Gründen nicht erstrebenswert.

    Es wäre daher höchst sinnvoll, auch Strom viel intensiver grenzüberschreitend zu handeln (soweit das technisch realisierbar ist). Das ist für einige Wirtschaftspolitiker auch immer ein Argument für die Energiewende gewesen. Man hat nur übersehen, daß das dann auch nach Marktmechanismen funktionieren sollte. Man stelle sich nur einmal vor, ein russischer Atomstromanbieter würde den Kunden hier den Strom um die Hälfte preiswerter anbieten (können). Und ja, es ist dann auch denkbar, daß Solarstromanbieter aus dem Süden, Windstrom aus dem Norden und Erdgas von überall her auf dem deutschen Markt mit der heimischen Bruankohle in Wettbewerb treten. So wird das dann auch was mit den NIEs, sie würden erst dann genau da gebaut und realisiert, wo sie echte Marktchancen haben.

  65. @WLS #56

    1. Von Holz und Holzkohle zu Braunkohle und Steinkohle / für Heizenergie./
    2. Vom Kienspan und Wachs zu Petrolium und Waltran./für Licht/.
    3. Vom Petrolium( für Licht) zu Strom aus Steinkohle und Braunkohle.
    4.Von Kohle für Heizenergie zu Gas aus Kohle für Heizenergie.
    5.Für Gas aus Kohle zu Erdgas (Heizenergie)
    6.Das Ölzeitalter bricht an und wirft die Kohle aus dem Rennen.
    7.Atom macht sich wichtig und verspricht goldene Energie Zeiten.

    und

    8.Und nun will Wind und Sonne als Urkraft uns das Leben schwer machen?

    Ich hab die Punkte mal in zwei Gruppen aufgeteilt.

    Punkte 1 -- 7 haben gemeinsam, dass sie praktikabler und/oder billiger waren als die jeweilige Vorgängertechnik. Punkt 8. unterscheidet sich von 1. -- 7. darin, dass er sowohl unpraktischer als auch teurer ist. Ich wollte eigentlich noch dazuschreiben, dass Punkt 8. auch der einzige ist, der von der Politik gewollt ist, während die anderen von Gewerbe und Bevölkerung aus freien Stücken übernommen wurden. Das stimmt aber so nicht ganz, denn es trifft auch für Punkt 7. zu.

    Problem der Zukunft also :Energiewende hin zum Elektrobrennstoffzellenauto, angetrieben von Sonne und Wind?

    Bestimmt nicht, das Elektroauto ist ein weiterer ebenso sinnloser Ökotraum wie Wind- und Solarenergie, der keine tatsächlichen Bedürfnisse bedient und kein real existierendes Problem löst. Wenn dann noch ernsthaft gefordert wird, die Akkus sollten von teurem Solarstrom aufgeladen werden, ist das eh ein Rohrkrepierer.

  66. @Ach Herr Heller :Marktchancen werden auch “erzwungen” .Wie ist das mit dem “Antikoruptionsgesetz”!
    Irgendwie lächerlich die Sache .Lieber keine weitere Aussage dazu:Punkt!

  67. @Anorak s lösen sicherlich unser größtes Energieproblem, da haben Sie recht.
    Im übrigen aber ist die Energiesache , ein ungelöstes Problem der Zukunft ,die wir ja nur allenfalls für ca 30 Jahre abschätzen können (So sie ohne Großkatasstrophe abläuft).Streit und Denke darüber ist angebracht.
    Ich meine da stochern wir alle im ungewissen der Großinteressen verschiedenster Art.
    Ich hoffe wir kommen um das Schicksal der Inka herum.

  68. @ Schuster:

    ein ungelöstes Problem der Zukunft

    So etwas gibt es nicht.

    Außerdem ist die Brennstoffzelle nur ein Energiewandler und kein Energiespeicher. Sie hilft also überhaupt nicht bei der Frage, welcher Energieträger nun ökonomisch sinnvoll ist, oder nicht.

  69. #67

    Im übrigen aber ist die Energiesache , ein ungelöstes Problem der Zukunft ,die wir ja nur allenfalls für ca 30 Jahre abschätzen können (So sie ohne Großkatasstrophe abläuft).

    warum?

    peakoil und co wurde um einige 100 jahre in die zukunft verschoben, also wo ist das problem?
    und wenn sie dann noch methanhydrate in ihre betrachtung einbeziehen sieht es hinsichtlich ihrer argumente ganz düster aus…

  70. #67:
    Nicht zu vergessen auch die Gen IV-Reaktoren. Für die ist Brennstoff ohne Ende da:

    3000 Year Fuel Supply: Depleted Uranium

    Das sind die ‘Abfälle’ der Urananreicherung, die sich im Lauf der Jahre angesammelt haben und für die man momentan ausser Wuchtmunition keine so rechte Verwendung hat. Aber klugerweise hat man alles aufgehoben.
    Dieses Uran reicht aus, um die USA für die nächsten 3000 Jahre mit Elektrizität zu versorgen!

    Und da wäre noch die Kernfusion. Sie steht kurz vor dem entscheidenden Durchbruch, nämlich einer kontrollierten Kernverschmelzung, die mehr Energie erzeugt, als die Zündung braucht. Das bedeutet Energie für Millionen Jahre!
    Das wird nicht in ferner Zukunft geschehen, sondern dieses Jahr!

    Sie haben recht, man soll nicht zu weit in die Zukunft sehen, aber Energie ist das LETZTE, um das sich die Menschheit Sorgen machen müsste.

  71. @Tritium Ist die nach Ihrem Wissen kurz vor Bändigung liegende Kernverschmelzung denn Geheimsache?
    Man sprach, so mein Wissen bisher : so um 2050″ vielleicht ” gienge da was.
    Wäre wirklich prima .Was kostet etwa so ein Ding? Dann wäre ja die Thorium Sache bereits ein alter Hut!
    Und Wasserstoff könnte man nach Belieben erzeugen ,Speicher ohne Ende!
    Trotzdem wird es dann noch 10 bis 20 Jahre dauern bis Großanlagen laufen.

  72. Geheim ist die Fusion nicht, nur ausgeblendet.

    Das hat einen sehr einfachen Grund, oder genauer, Gründe:
    -- Es hat was mit Kernenergie zu tun
    -- Es kommt aus den USA
    -- Es ist High-tech
    -- Es ist ein Spinoff der Waffenforschung.
    4 Rote Tücher für jeden aufrechten Linksgrünen und deshalb wird es, da gegen den Öko-Katechismus gerichtet, einfach nicht wahrgenommen.

    Nun zur Sache: In den USA wird neben dem Magneteinschlussverfahren a la ITER noch ein zweiter, völlig anderer Weg beschritten: Die Laserinduzierte Trägheitsfusion LIFE. Dabei wird ein Target mit hochenergetischen Lasern beschossen und auf Millionen Grad aufgeheizt und so die Fusion gezündet.
    Am NIF (National Ignition Facility) wird vorausichtlich dieses Jahr zu Weihnachten ein ganz besonderer Stern geboren werden: Die erste kontrollierte Kernfusion, die mehr Energie abgibt als zur Zündung verbraucht wird.
    Das ist noch kein Leistungsreaktor, sondern nur ein Tauglichkeitsbeweis, vergleichbar dem ersten mal als Nikolaus Ottos Motor für einen einzigen Takt zündete oder Fermis Graphitreakor ‘Chicago Pile 1′ für ein paar Minuten kritisch wurde, dennoch ist damit ein neues Technologiezeitalter eröffnet.

    Die praktische Bedeutung wird jedoch nicht groß sein. Als Otto seinen Motor erfand, wurden auch nicht gleich alle Kutschen motorisiert.
    Doch so lange die USA spottbilliges Erdgas im Überfluss haben, werden sie kaum daran denken, nun wirklich Fusionskraftwerke zu bauen und auch am NIF wird man sich eher wieder der Hauptaufgabe des Instituts, nämlich der militärischen Forschung, zuwenden. Aber es ist der Beweis, dass man es KANN, wenn es nötig werden sollte.

  73. @Tritium Danke für die Beschreibung ,leuchtet mir ein.Nicht aber wie die Leute da die Energie abführen wollen.
    Laienhafte Vorstellung :Da ist eine kleine Material Kugel magnetisch aufgehängt, die belasert wird. Diese strahlt als Mini Sonne frei hängend wie diese im All, Wärmeenergie ab und es kommt wie bisher ein Flüssigkeits Kreislauf zum Tragen.
    Ich versuche über die Sache zu googeln.

  74. @ Schuster:
    Da fliegt (Mit etwa Schallgeschwindigkeit) eine kleine Kugel gefrorener ‘schwerer’ Wasserstoff (Deuterium u. Tritium) durch den Zielpunkt der Laser, wird dabei durch einen ‘Schuß’ in Milliardstel-Sekunden auf Millionen Grad erhitzt. Dadurch steigt, weil der Wasserstoff viel zu träge zum Auseinanderfliegen ist, der Druck ungeheuer an und die Fusion zündet, ebenfalls nur winzige Bruchteile einer Sekunden lang.
    (Die Energie der gebündelten Laser ist in diesem winzigen Zeitraum mit >500 Terawatt übrigens 35 x höher als der gesamte Welt-Energieverbrauch -- Konzentriert auf einen Punkt von 2 Millimeter Durchmesser.)
    Der ‘Blitz’ dieser winzigen Fusions-Explosion heizt die Wände der Kammer und diese Wärme wird durch eine primäre Kühlung mit flüssigem Lithium abgeführt und sekundär durch einen Wärmetauscher zu Druckdampf für die Turbine gemacht. Nebenbei wird in dem Lithium durch die Neutronenblitze auch noch das benötigte Tritium erbrütet.
    Im Leistungsbetrieb werden die Kügelchen in einem stetigen Strom 15 x pro Sekunde in die Zündkammer eingespeist und ‘abgeschossen’. im Grunde arbeitet LIFE also wie ein Explosionsmotor im stetigen Takt. Unverbrauchtes Gas wird dabei wieder aus dem System abgesaugt und wiederverwendet.

  75. @Tritium mir raucht der Kopf vom Googeln wie ein Fusionsreaktor im Higgsbereich!
    Der Tritium Fachmann hat kurz die Sache verständlich zusammengefaßt .Ich bedanke mich dafür.
    Was mir noch nicht ganz einleuchtet ist :Die Wärmeabnahme in der Anlage.
    Die Leute sprachen davon ,daß Neutronen durch die Kammerwände jagen und die Wärme in flüssiges Lithium
    übertragen.Die Kammerwände müßten regelmäßig ausgetauscht werden und seien dann Gammastrahlen verseucht.
    Ich meinte zunächst da ,sei ganz normale” Kachelofen Wärme Abstrahlung” zu Gange .
    Nun, vielleicht finden die Fusionsleute irgendeinen( Keramik ) Werkstoff ,der von den Neutronen nur ganz lieb gestreichelt wird,ihn nicht schädigt und Gammastrahlen frei bleibt .(Fromme Wünsche!)
    Nochmals Dank für Ihre guten Ausführungen.

  76. Herr schuster, warum antworten sie.nicht
    Auf.meine
    Frage im beitrag #69?

    Sibd ihnen die argumente ausgegangen?

  77. @Michael m Mitnichten ! Grundsätzlich hat man vor 50 Jahren das Ende des Ölzeitalters spätestens für heutige Tage vorausgesagt und Argumentiert : Öl sei viel zu schade um verfeuert zu werden.
    Ich meine es ist im Grunde auch heute zu schade ,dieses zu tun.
    Die heutige Technik hat ermöglicht an unmöglichen Stellen, auf unterschiedlichste Art ,dieses kostbare Gut aus der Erde zu holen .Wir alle können uns darüber freuen, so für die nächsten 200 bis vielleicht sogar 500 Jahre ,heutige Mengen gefördert werden können.Nach wie vor ist mir Öl ,in Form einer Einkaufstasche, lieber denn dieses Öl sofort ohne den vorherigen Weg über die Einkaufstasche, zu verfeuern .Das Brennstoffzellen Elektroauto wird mit Sicherheit früher oder später kommen müssen. (In welcher Art auch immer)
    Ein Flugzeug wird wahrscheinlich auch in tausend Jahren noch mittels Kerosin betrieben werden müssen.
    Mein heimischer Ofen nicht.Da bin ich für Kernkraft in welcher Art auch immer.Es sei denn ich kann mir Solar auf meinem Dache leisten .Was die Energiepreise in Deutschland anlangt sind wir, wie bewiesen wurde “Entwicklungsland”.Und das in einem Lande in dem die Dynamo Maschine von Siemens entstand.
    Dies haben wir ohne Zweifel der “Steineschmeißerpartei” des später doch noch einigermaßen vernünftig gewordenen
    ehemaligen Außenministers zu verdanken.Man ist hierzulande stolz darauf ,IRRE zu sein.(Atomtransporte)
    In den USA gibt es ab und an Netzzusammenbrüche -aber der Strompreis ist um die Hälfte niedriger denn in Deutschland. Sowas mag in manchen Bereichen großen Schaden anrichten.
    Lieber aber günstigen Strompreis und notfalls mal 2 Stunden keinen Strom , wünschte ich hierzulande.
    Gegen Sonne und Solar sowie Windräder habe ich nichts Einzuwenden.Gegen so manche Subvention aber schon.
    Kohle und Atom ist subventioniert worden, warum also nicht die Erneuerbaren.
    Damals hatte der Staat aber nur eine lächerliche Schuldenlast zu tragen,man konnte sich das leisten.
    Heute ist das etwas anders .Als Kanzler würde ich heutzutage einen Juliusturm anlegen, so daß mir, keiner gegen die Hose pinkeln könnte. Was da in Griechenland und anderwärts abgeht ist “uneuropäisch” (In Anlehnung an das amerikanische “unamerikanisch”!)Den Deutschen und vernünftigen Europäern, wünschte ich mehr gesundes Rückgrat das nicht angeberisch sein sollte und auf dem Grundsatz beruht : Leben und Leben lassen.
    Alle notwendigen Übergänge, gleich welcher Art, die nicht mit Hauruck Methode durchgeführt werden sind gesund.
    Lafontaine sagte soeben: “,Man kann sich doch mal irren,sollte dann aber zurückrudern so man erkennt, daß man Mist produziert hat” (Frei zitiert) (Soll nicht heißen ,daß ich immer konform mit Lafontains Ansichten gehe-meist das Gegenteil, aber wo er recht hat hat er recht)
    Herr Michael: Ich hoffe Ihnen Genüge getan zu haben.
    Der Herr Blogbetreiber möge meine Abschweifungen tolerieren. Ich möchte niemanden Nerven.

  78. Hallo Leut‘s

    Ui, da geht aber einigen der *rsch schon dermaßen auf Grundeis, dass sie nicht mal mehr zwischen Versorger und Netzbetreiber unterscheiden können. Naja, bei dem Kauderwelsch, das der „Wohlgenährte“ so ständig von sich gibt, wohl kein Wunder

    Strom-Fiasko schreckt Politik auf

    Berlin -- Nach der Ankündigung der Netzbetreiber, die Förderumlage für erneuerbare Energien deutlich zu erhöhen, versucht die Politik, den Anstieg der Strompreise zu deckeln.
    Umweltminister Peter Altmaier (CDU) will die Energieversorger überzeugen, die Erhöhungen nicht an die Verbraucher weiterzugeben: „Das wäre die beste und schnellste Möglichkeit, die Strompreise stabil zu halten.“ Mit RWE kündigte der erste Betreiber an, den Preis vorübergehend stabil zu halten, Eon will „den Markt beobachten“.

  79. #78. moosgeist

    Naja, bei dem Kauderwelsch, das der „Wohlgenährte“ so ständig von sich gibt, wohl kein Wunder

    moin moosi,

    “Wohlgenährte” ist gut :-) Irgendwie wirkt er, wenn auch nicht gleich offensichtlich, etwas überfordert der Gutste. Ich glaube, er verdammt schon den Tag, als seine “Mutti” ihn angerufen und gefragt hat, ob er Umweltminister kann. Er hätte nein sagen sollen :-) Röttgen wird sich -- jetzt mit ein bißchen Abstand -- eins feixen. In dem Spiel kann man nur verlieren.

    karl.s

  80. @ karl.seegert #79

    moin Karl,

    wie sagte doch Ludwig Thoma sinngemäß? “Er ist Jurist und auch ansonsten keine Geistesleuchte”
    Woher wusste der das bloß schon seinerzeit?

    schöne Grüße aus dem kalten Moos

  81. #80. moosgeist

    “Er ist Jurist und auch ansonsten keine Geistesleuchte”

    Hallo moosi,

    jo, das trifft es auf den Punkt. Für meinen Geschmack haben wir ohnehin zuviel Juristen in der Politik.

    karl.s

  82. #77
    Heer schuster , sie haben einen wunderschönen beitrag geschrieben, wo ich ihnen fast uneingeschränkt zustimmen kann…
    Aber meine frage haben sie leider nicht beantworte!

    Ihre these in#67 war eine ungelöstes energieproblem in der zukunft.
    Welche probleme hinsichtlich der zukünftigen energieversorgung sehen sie und wo gibt es ungelöste probleme? (NIE mal außenvor gelassen)

  83. #83

    Per smartphone geschrieben, darum bitte die rechtschreibung nicht beachten;(

  84. @Michael m Problem ist das politische Hick Hack und Wunschträume auf die Schnelle.
    Rin in die Kartoffeln raus, raus die Kartoffeln.Ein ruhig denkender Politiker muß erkennen, daß die Vorgänge in Japan
    auf Grund der dortigen Erdbeben Gefährtung zu beurteilen sind und der sofortige Ausstieg aus der Kernkraft hierzulande nicht gerechtfertigt ist.
    Härtere Sicherheitsprüfungen ja,aber kein Radau wegen: “schon wieder Störfall in AKW” nur ,wenn mal eine Turbine oder ähnliches ausfällt ,wo dieses doch in keiner Weise gefährlich ist.( von wegen Atomgefahr ct.)

    Selbst wenn so eine Turbine mal zerreißen würde (was vorkommen kann) , wäre das kein Atomschaden .

    Das ungelöste Energieproblem ist wie gesagt :Man will zu schnell eine Änderung , raus aus der Atomkraft ohne aber die Änderung vernünftig in ruhiger Zeitfolge geplant zu haben.
    Die Spatzen pfeifen dies doch von allen Sonnenströmler Dächern und Don Quichote reitet vergeblich gegen den Überteuerten unsicheren Windmühlen Strom an.
    Und dies Alles wegen schlechter Planung und viel zu viel Ändern ändern wollen in zu kurzer Zeit. IRRE verhetzen das Volk und Mutti glaubt unbedingt weiter regieren müssen zu wollen ,(Frei nach Valentin)
    Habe ich damit Ihre Frage beantwortet? (Zusammen mit unter 77 sehen)

  85. @Willi
    Hut ab, ein ausgesprochen guter Kommentar (#84)……..man kann eine über viele Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur einfach nicht mal so nebenbei in wenigen Jahren komplett umkrempeln, weder technisch noch finanziell.
    Was haben wir bisher mit den vielen Milliarden Euros für die NIE erreicht…..?
    Nix, ausser ein zunehmend mürrisches Volk und eine Stromversorgung, die ständig auf Kante rumeiert…weil fachfremde Irre sich das energetische Schlaraffenland erträumen und die eigentlich Beteiligten (wie ick zum Beispiel) nicht mehr wissen was gehauen und gestochen ist.
    Inzwischen ist die Gesetzeslage kein Garant mehr um in den nötigen Zeiträumen planen zu können, auf der einen Seite die Liberalisierung die uns mit wahnsinnigen Bürokratismus nervt, auf der anderen Seite die Integration der NIE…..und zukünftig ein noch viel schlimmeres Problem, die Bildungsmisere die uns einen Nachwuchs erzeugt, der nicht mal mehr bis Drei zählen kann.

    PS…..Deine klaren Worte gefallen mir besser als Deine gelegentlich mundartbedingten dichterischen Freitexte.
    MfG
    Onkel Heinz……….vollste Zufriedenheit

  86. @Micha
    Rechtschreibung ankreiden ist was für Leute, die sonst von nix ne Ahnung haben.
    Ausserdem ist unser Hirn eine wundervolle Erfindung, denn dat schafft völlig alleine, auch aus den schlimmsten Buchstabensalat noch was sinnvolles herauszuholen.
    Einzig die Ästhetiker leiden da etwas unter dieser Situation, weswegen sich Onkel Heinz auch immer besonders Mühe gibt, nicht allzu schmerzhafte Schriftbilder zu hinterlassen.
    MfG
    H.E.

  87. herr schuster,

    ich kann ihrem beitrag in #84 nur zustimmen.

    aber warum schreiben sie in #67 dann so einen bullshit?

    Im übrigen aber ist die Energiesache , ein ungelöstes Problem der Zukunft ,die wir ja nur allenfalls für ca 30 Jahre abschätzen können (So sie ohne Großkatasstrophe abläuft).

    oder war das nur einer ihrer ‘verdrehten’ beiträge, den man nur versteht wenn man philosoph ist? ;)

    lg
    micha

  88. @Michael, der Erzengel ist doch klug und dem braucht man doch nicht Alles kleingeschrotet zu erläutern .
    Bullshit würde ich nicht sagen -sondern wenn Michael nicht sofort Verstehen will , will oder kann er halt nicht .
    Das soll kein Vorwurf sein!
    Ich räume aber ein, daß ich von Anfang an hätte schärfer Akzentuieren sollen . Also Tschuldigung . Ist Generationenfrage!

  89. Maxeiner heute abend bei BECKMANN

    Vier gegen Dirk

    Eigeladen sind:

    Peter Altmaier
    (Merkels Blitzableiter für das energiepolitische Desaster)
    Prof. Dr. Claudia Kemfert (die Klimakassandra vom DIW)
    Sven Plöger (findet die Energiewende auch richtig, hat jedoch -- hört, hört -- ein bisschen Detailkritik )
    Dieter Gewies (Die Grünen. Hält sein niederbayerische 3000-Seelen-Dorf für ein Zukunftsmodell)

    … und Dirk Maxeiner (Gottseibeiuns)

  90. @Tim
    Naja -- der Nährwert dieser Beckmann-Runde war letztendlich ziemlich nahe Null.

    C Kemfert demonstrierte wie immer, mit welch beschränkten geistigen Fähigkeiten man in diesem Land zum Titel eines Prof. und Dr. kommen kann, wenn man das staatliche Klima-Glaubenssystem nur genügend verinnerlicht.

    Und der Grüne Dorf-Öko begreift doch gar nicht, dass sein “autarkes” Dorf bestenfalls rein rechnerisch energetisch autark ist bzw. werden kann, Tatsächlich kann auch in seinem “autarken” Dorf eine stabile Stromversorgung (50 Hz, 230V) nur durch die Vernetzung mit dem Verbundnetz gewährleistet werden. Wahrscheinlich hängt das Konzept in viel stärkerem Maß von Biogas als einzig verlässlicher Energiequelle ab, was den Autarkie-Anspruch noch haltloser erscheinen lässt.

  91. @C-O #90

    …..dafür gießen nun brave Bürger ihren heiligen Zorn über den pösen Atomlobbyisten und Energiewendebremser Dirk Maxeiner aus, wie z.B. der hyperventilierende Herr Luckenbach, der sich gar nicht mehr beruhigen kann und gleich noch ’ne Fangschaltung gelegt hat, um den „armen Willi” zur Strecke zu bringen.

    Das meint der Zuschauer

    Habe gestern Abend Beckmann geschaut und musste mich fast übergeben wegen dem ganzen Scheiß, den Sie da wieder von sich gegeben haben, mein Gott, was sind Sie doch für ein unglaublicher Dummschwätzer! Werde ab jetzt das TV-Gerät ausschalten, sollte ich Ihre Fratze erneut in einer Talkshow sehen, wie zuletzt leider des Öfteren geschehen! Leider kann ich Sie nicht stoppen und mir bleibt nur diese eine Möglichkeit! Was glauben Sie, wie viele Menschen Sie hassen, weil Sie so sehr gegen die Erneuerbaren Energien sind? Tausende sage ich Ihnen, Tausende! Sie werden den Siegeszug der Erneuerbaren nicht aufhalten, Sie Atomlobbyist oder wer auch immer Sie bezahlt, Sie scheinheiliger und verlogener Mensch!

    Frank Luckenbach
    Frank.Luckenbach@gmx.de

    Du armer armer Willi, wie gerne würde ich Dich mal persönlich treffen, dann würdest Du was erleben, was Du noch nie erlebt hast! Habe grade meine Fangschaltung gedrückt und bin sehr gespannt, wenn ich die Auswertung bekomme, welche Nummer sich dahinter verbirgt, bei demjenigen melde ich mich dann! Ich bin nicht zu feige meinen Namen anzugeben Du schon Du armer Willi….. Deinen Fanatismus gegen die Erneuerbaren hat man gestern Abend wieder in Deinen Augen gesehen, die ganz wässrig und rot waren! Der liebe Bürgermeister neben Dir tat mir richtig leid, weil er sich nicht richtig wehren konnte, bei mir hätte das anders ausgesehen! Schön weiter antworten und anrufen, wird alles gespeichert und ich werde das mal an Beckmann und die anderen, bei denen Du auftrittst weiterleiten, dann sehen Sie wer sich hinter der teils quälend lächelnden Fassade verbirgt. Als im TV auftretende öffentliche Person musst Du immer die Contenance bewahren, mir ist es mit ganz einfachen Mitteln gelungen, dass Du sie verloren hast, Du armer Willi….. Wüsste zu gerne bei wem Du auf der paylist stehst!

    Frank Luckenbach
    Frank.Luckenbach@gmx.de

    …..jawoll, solche aufrechten Kämpfer braucht das Land!

  92. Ist zwar schon ein paar Tage alt, möchte es aber dennoch hier zeigen:

  93. Habe eben in die Beckmann-Sendung reingeschaut und mir den Rest erspart, als Menschen denen man in der Öffentlichkeit des Fernsehens zuschauen kann, wie sie emsig behaupten, wie billiger gleicht teurer und weniger gleich mehr und doch alle froh sein sollten, wenn der Ökostrom zwar teurer aber dafür wertvoller würde.
    Hätte nie geglaubt, welche Prostitution öffentlich betrieben wird. Welche „Unvorhersehbarkeiten“ beschworen werden, obwohl jedem der bis drei zählen kann, seit x Jahren es als Schabernack gilt das mit Vorrang und zu völlig erhöhten Abnahmepreisen erzeugter Öko-Strom aus Sonne, Wind und Biogas, auch noch ein zweites Netz braucht und gleichzeitig auch noch die konventionellen Stromwerke im Standby-Modus laufen müssen.

    Wenn also in der ARD eine solche Märchenstunde verzapft wird, wo Erwachsene sich wie unter Wahrnehmungsstörungen aufführen, dann wird klar wie absolut laienhaft Blinde von der Farbe schwärmen, unglaublich!

    http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/443668_beckmann/12174276_jahrhundertprojekt-energiewende-wird-strom-zum?buchstabe=B

  94. @ Meier (ich habe mal unsere beiden Kommentare hier hin verschoben, weil sich hier schon ein Diskussionsstrang entwickelt hatte):

    Ich habe nach 40 Minuten ausgeschaltet, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Nun war Beckmann ja nie ein investigativer Journalist, aber diese Sendung stellte wirklich eine Beleidigung für die Zuschauer dar. Aufgabe des Fernsehens, auch und gerade des öffentlich-rechtlichen, sollte es sein, Regierungshandeln zu hinterfragen und nicht etwa als zusätzlicher Regierungssprecher zu fungieren. Einmal mehr zeigte man übrigens deutlich die Erwartung, nur Idioten als Zuschauer zu haben.

    Schließlich war ich äußerst enttäuscht von Maxeiner. Er hatte viele Chancen, Punkte zu machen und er hat sie allesamt nicht genutzt. Schade, Chance vertan.

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