Der Fall ENERVIE – Wie die Energiewende ein Inselnetz ruiniert

5. März 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kohle, Politik

Ein Gastbeitrag unseres Lesers Bert Robel

Allgemeines

Die nachfolgende Fallstudie beschreibt ausführlich den rasanten wirtschaftlichen Niedergang eines regionalen Energieerzeugers und -verteilers in Nordrhein-Westfalen durch die Veränderungen in der Elektrizitätswirtschaft in den letzten Jahren. Durch seine Lage in einem der in Deutschland nur noch sehr selten anzutreffenden Inselnetze zeigen sich in diesem Mikrokosmos überaus klar die exorbitant negativen Folgen der Energiewende.

Die Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG (Holding) ist eine regionale Public-Private-Partnership in Nordrhein-Westfalen (NRW), die im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge tätig ist. Aktionäre sind die Städte Hagen (42,66 Prozent) und Lüdenscheid (24,12 Prozent), die REMONDIS Wasser & Energie GmbH (19,06 Prozent) sowie weitere kleinere Kommunen (14,16 %). Das regionale Versorgungsgebiet (s. Karte) umfasst die kreisfreie Stadt Hagen, den südlichen Teil des Märkischen Kreises mit den Städten/Gemeinden Altena, Neuenrade, Werdohl, Breckerfeld, Schalksmühle, Halver, Lüdenscheid, Herscheid, Plettenberg, Kierspe, Meinerzhagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis die Stadt Herdecke. Die Geschäftsfelder der Enervie sind Energieerzeugung und -verteilung, Trinkwassergewinnung und -verteilung, Gasversorgung und Bäderbetrieb. Enervie lieferte 2013 nach eigenen Angaben an rund 380.000 Kunden und Energiehandelspartner rund 9,8 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom, 5,3 Mrd. kWh Gas, 419 Mio. kWh Wärme und 17,1 Mio. m³ Trinkwasser. Damit gehört die Enervie-Gruppe zu den größten, unabhängigen Energiedienstleistern mit Eigenerzeugung in Nordrhein-Westfalen und deckt als eines von nur noch rund 20 Unternehmen in Deutschland die gesamte Wertschöpfungskette im Energiemarkt ab.

Die Energieerzeugung und -verteilung der Enervie weist dabei eine in Deutschland nur noch äußerst selten anzutreffende Besonderheit auf, denn sie erfolgt in einem seit über 100 Jahren bestehenden Inselnetz, das bisher nur über eine einzige Kuppelstelle zum europäischen Verbundnetz verfügt.

Technische Beschreibung der Stromverteilung, -erzeugung und des Strombedarfs der Enervie im Inselnetz

Die nachfolgenden Angaben sind der Homepage der Enervie entnommen.

Die Stromverteilung im Versorgungsgebiet der Enervie erfolgt durch das Stromnetz der Enervie AssetNetWork GmbH (EAN) und umfasst ein Höchst-/Hochspannungs­netz von 220 km Länge und ein Verteilnetz von 12.500 km. Weiterhin gehören zum Betrieb des Stromnetzes zwei Umspannwerke auf der 220/110 kV Ebene sowie 26 Umspannwerke auf der 110/10 kV Ebene. Für die Stabilisierung des Stromnetzes wird in Finnentrop-Rönkhausen seit 1969 ein Pumpspeicherwerk (PSW) mit einer Leistung von 140 MW (2x70MW) und einer Kapazität von 690 MWh betrieben (Fallhöhe ca. 260 m, Pendelwassermenge 950.000 m³).

Das Stromnetz der EAN ist bis hin zur Kuppelstelle mit dem Netz der Amprion GmbH für eine Leistung von 1000 Megavoltampere (MVA = MW) ausgelegt. Weiterhin sind ihm noch die Netze der jeweils selbständigen Stadtwerke Iserlohn und Hemer (Märkischer Kreis) sowie Schwerte (Kreis Unna) nachgelagert und die dann gemeinsam das Inselnetz bilden.

Das Inselnetz ist nur über eine Kuppelstelle mit einer elektrischen Leistung von 600 MVA in Hagen-Garenfeld an das europäische Verbundnetz der Amprion GmbH angeschlossen. Die Leistung der Kuppelstelle reicht nicht für die Spitzenlastabdeckung im Inselstromnetz, da die Netzjahreshöchstlast in 2012/2013 rund 873/833 MW betrug!

Karte des Inselnetzes (grün) mit dem Versorgungsgebiet der Enervie (hellgrün) und den nachgelagerten Netzen der jeweils selbständigen Stadtwerke Hemer, Iserlohn und Schwerte (dunkelgrün). Balve, Menden und Neuenrade (grau) sind weitere Städte/Gemeinden im Märkischen Kreis.

Karte des Inselnetzes (grün) mit dem Versorgungsgebiet der Enervie (hellgrün) und den nachgelagerten Netzen der jeweils selbständigen Stadtwerke Hemer, Iserlohn und Schwerte (dunkelgrün). Balve, Menden und Neuenrade (grau) sind weitere Städte/Gemeinden im Märkischen Kreis.

Die Stromerzeugung im Inselnetz erfolgt bisher mittels nachstehend beschriebener Kraftwerke (KW) der Enervie:

Konventionelle Kraftwerke

  • Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Herdecke mit 400MW, Brennstoff Erdgas mit einem Wirkungsgrad von 59 %, Inbetriebnahme 2007, Mitbetreiber ist die Fa. Statkraft aus Norwegen
  • Blockheizkraftwerk (BHKW) Herdecke mit 8 MW (4MW + 4 MWtherm.), Brennstoff Erdgas, Inbetriebnahme 2004/2005
  • Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen mit 693 MW bestehend aus
    • 186 MW Block E3, Brennstoff  Steinkohle, Inbetriebnahme 1971, Wirkungsgrad ca. 40 %
    • 301 MW Block E4, Brennstoff  Steinkohle, Inbetriebnahme 1982, Wirkungsgrad ca. 40 %
    • 206 MW GuD Block E1/2, Brennstoff  Erdgas, Inbetriebnahme 1975/76
    • weiterhin wird in der Steinkohle-Wirbelschichtfeuerung des Block E3 Klärschlamm aus den Kläranlagen des Ruhrverbands mitverbrannt
  • GuD Hagen-Kabel mit 235 MW bestehend aus
    • 96 MW(brutto) Gasturbine H4, Brennstoff Erdgas, Inbetriebnahme 1981/erneuert 2004
    • 80 MW(brutto) Gasturbine H5, Brennstoff Erdgas, Inbetriebnahme 1981
    • 75 MW(brutto) Dampfturbine, Brennstoff Erdgas, Inbetriebnahme 1981 mit einer Prozessdampf- und Fernwärmeleistung von 108 MJ/s
    • Gesamtwirkungsgrad von 75 % wegen der Dampfauskoppelung (KWK-Anlage)

Die gesamte installierte elektrische Leistung der konventionellen Kraftwerke beträgt 1332 MW.

Erneuerbare Energieerzeugungsanlagen (EE)

  • Biomasseheizkraftwerk Hagen-Kabel mit 20 MW u. 25 t/h Prozessdampfauskoppelung, Brennstoff hauptsächlich Altholz aus benachbarter Papierfabrik der Fa. Stora Enso Kabel, Inbetriebnahme 2004
  • drei Laufwasser-Kraftwerke an der Lenne mit 4,35 MW (8 Francis-Turbinen), Inbetriebnahme 1921/24
  • Solarstrom mit 0,94 MWp aus 32 Photovoltaik(PV)-Anlagen
  • Zwölf Windkraftanlagen (WKA) mit 40 MW, deren Aufstellungsorte sich aber außerhalb des Inselnetzes in der Eifel und im Hunsrück befinden

Damit beträgt die installierte elektrische Leistung der EE-Kraftwerke 25,29 MW bzw. 65,29 MW (inklusive WKA). Über die installierte Leistung anderer Betreiber von PV, WKA und Biomasseverstromungsanlagen im Bereich des Inselnetzes liegen dem Autor keine Daten vor.

Der Strombedarf im Versorgungsgebiet der EAN beträgt durchschnittlich rund 6 TWh/a. Hiervon werden 50 % von Enervie selbst erzeugt. Der Rest wird zugekauft, wodurch die Nettostromerzeugung 2012/2013 bei 3,4 bzw. 2,7 TWh/a lag.

Wirtschaftliche Entwicklung der Enervie im Zeitraum 2012-2014

Die wichtigsten Finanzdaten für die Enervie sehen wie folgt aus und sind für 2012/2013 dem Geschäftsbericht für 2013 entnommen. Die für Februar 2015 vorgesehene Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2014, wurde wegen der aktuell äußerst prekären finanziellen Situation um ca. acht Wochen verschoben. Die Daten für 2014 entstammen Zeitungsberichten aus dem Internet.

 

Enervie2

Im Geschäftsbericht der Enervie für das Jahr 2013 wird zu der Wirtschaftlichkeit der konventionellen Kraftwerke folgendes ausgeführt (Zitate):

Die aktuelle Ausgestaltung der Energiewende führt dazu, dass die Enervie Gruppe ihre konventionellen Kraftwerke nicht mehr kostendeckend betreiben kann, obwohl diese für die Versorgungssicherheit in Südwestfalen dringend benötigt werden. Die steigenden Verluste in der Erzeugung können auf Dauer nicht durch positive Ergebnisbeiträge anderer Unter­nehmensbereiche kompensiert werden.

Aufgrund der gefallenen Großhandels-Strommarktpreise produziert unsere Gas- und Dampfturbinenanlage in Herdecke nur noch wenige Stunden im Jahr (Rückgang von 5.481 Betriebsstunden in 2011 um 4.781 auf 700 marktgetriebene Betriebsstunden in 2013). Um Stillstandsschäden vor allem durch Korrosion zu vermeiden, musste die Anlage von April bis September konserviert werden. Hierfür wurde ein umfangreiches Konzept erarbeitet und Umbauten getätigt.

Der Kraftwerksblock E4 in Werdohl-Elverlingsen lief, nach dem Rekordjahr 2012, auch 2013 mit einer hohen Einsatzzeit. Allerdings erwirtschaftet er weiterhin, bedingt durch die gefallenen Großhandelspreise, niedrige Deckungsbeiträge. Der Kraftwerksblock E3 war in seinem letzten Betriebsjahr von einer deutlich steigenden Schadensrate betroffen; er wird Ende April 2014 wie geplant stillgelegt.

Bei der BNetzA und dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion haben wir unseren kompletten konventionellen Kraftwerkspark mit rund 1.300 Megawatt Gesamtleistung zur Stilllegung angemeldet. Grund dafür ist die derzeitige massive Fehlsteuerung der Energiemärkte, die einen wirtschaftlichen Betrieb konventioneller Steinkohle- und Gaskraftwerke nicht zulässt. Die Anzeige ist vorsorglich geschehen, da der Gesetzgeber eine Frist von einem Jahr festgelegt hat, mit der eine Stilllegung von Kraftwerken anzuzeigen ist.

So integriert zum Beispiel die Enervie AssetNetWork als Netzbetreiber alle regenerativen Erzeugungsanlagen der Region in ihr Netz und gewährleistet trotz deren schwankenden Einspeisung Versorgungssicherheit. Aufgrund des Inselnetzes und der derzeit in ihrer Leistung begrenzten Kuppelstelle an das Übertragungsnetz der Amprion GmbH haben die Kraftwerke der Enervie Gruppe eine zentrale Bedeutung für die Stromversorgung in der Region Südwestfalen. Wir erwarten deshalb eine kostendeckende Vergütung für den erzeugten Strom und führen diesbezüglich intensive Gespräche mit der Bundesnetzagentur.

Es wurde in 2013 erstmalig keine Dividende durch die Enervie an die Gesellschafter ausgeschüttet, da der Betrieb der KW allein in 2013 einen Verlust in der konventionellen Erzeugung von rund 40-50 Mio. € verursacht hat. Um weiteren Verlusten entgegen zu wirken, wurden im September 2013 die konventionellen KW von Enervie bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Stilllegung angemeldet.

Entwicklung der Netzentgelte der Enervie im Inselgebiet im Zeitraum 2012-2015

Nach verschiedenen Zeitungsberichten sollen für die Enervie die Vorhaltungskosten für die konventionellen KW ca. 50-60 Mio./a betragen. Wegen der Unverzichtbarkeit der KW für die Stabilität des Inselnetzes soll die Bundesnetzagentur (BNetzA) zunächst den Weiterbetrieb der KW bis 2020 gegenüber der EAN angeordnet haben, da die Kupplungsstelle Hagen-Garrenfeld von der Amprion GmbH erst bis zu diesem Zeitpunkt auf die zur alleinigen Stabilhaltung des Stromnetzes benötige Leistung von ca. 900 MVA ausgebaut werden kann. Für die KW-Vorhaltung soll Enervie gemäß Bescheid der BNetzA ca. 40 Mio./a erhalten, die ausschließlich über erhöhte Netznutzungsentgelte der Stromabnehmer im Inselnetz aufzubringen sind. Hierdurch kommt es ab 2015 zu massiven Erhöhungen der Netznutzungsentgelte im Inselgebiet für Privatkunden um ca. 25 % und Industriekunden um bis zu 100 %. Sie sollen damit die höchsten Netznutzungsentgelte in NRW sein. Trotz dieser erheblichen Erhöhung der Netzentgelte erwartet der Enervie-Aufsichtsrat auch im Zeitraum 2014 bis 2017 keine Dividendenausschüttung an die Gesellschafter.

Die Netzentgeltbestandteile im Versorgungsgebiet der Enervie erreichten laut Preisblätter der EAN z. B. für Privatkunden mit Eintarifzähler an Abnahmestellen ohne registrierende Leistungsmessung mit einer Jahresarbeit < 100.000 kWh im Zeitraum 2012 – 2015 die in der folgenden Tabelle dargestellten Beträge.

Preisentwicklung der Netzentgeltbestandteile für Privatkunden mit Eintarifzähler an Abnahmestellen ohne registrierende Leistungsmessung mit einer Jahresarbeit < 100.000 kWh/a im Zeitraum 2012 - 2015

Preisentwicklung der Netzentgeltbestandteile für Privatkunden mit Eintarifzähler an Abnahmestellen ohne registrierende Leistungsmessung mit einer Jahresarbeit < 100.000 kWh/a im Zeitraum 2012 – 2015

Somit ergibt sich z. B. für einen durchschnittlichen Privathaushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 kWh/a im Zeitraum 2012-2015 für die gesamten Netzentgeltbestandteile eine enorme Preiserhöhung von 41 % entsprechend rund 68 €.

Nach den Angaben der Enervie in Ihrem „Hinweis zur Anpassung / Erhöhung der Netzentgelte ab 2015“ sieht die EAN die Amprion GmbH in der Pflicht, die sich aus dem Engpass an der Kupplungsstelle ergebenden finanziellen Konsequenzen durch den Zwangseinsatz der KW mit zu tragen. Durch die sehr viel größere Zahl der Kunden der Amprion GmbH würde es zu einer erheblichen Verringerung der spezifischen Netzentgelterhöhung für jeden Kunden im Versorgungsgebiet der Enervie/EAN kommen. Die EAN hat daher bereits im Mai 2014 ein Missbrauchsverfahren gegen die Amprion GmbH eingeleitet und die Bereitstellung einer höheren Netzanschlusskapazität durch die Amprion GmbH beantragt.

Gegen die Netzentgelterhöhung, die bis 2020 andauern soll, liefen in 2014 insbesondere die Unternehmen, Verbände und die lokale Politik im Gebiet des Inselnetzes Sturm, da sie die Existenz vieler Betriebe, besonders in energie-intensiven Branchen (z. B. Kaltwalzwerke), auf dem Spiel stehen sehen (Mehrausgaben bei einzelnen Betrieben bis zu 1,5-2 Mio. €/a) und Investitionen künftig anderswo getätigt werden.

Enervie-Chef Ivo Grünhagen, Bundestagsabgeordnete und Wirtschaftsvertreter aus Südwestfalen machten bei einem Besuch bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am 18. Dezember 2014 in Berlin klar, dass diese Benachteiligung der Wirtschaftsregion nicht hinnehmbar sei.

Der daraufhin einsetzende politische Druck des Vizekanzlers brachte seither neue Bewegung.

Aktuelle Ereignisse

Nach Zeitungsberichten aus Januar und Februar 2015 (s. Datenquellen) stellt sich die aktuelle Lage nunmehr wie folgt dar:

  • Nach fachtechnischen Gesprächen mit angrenzenden Stromnetzbetreibern und regulatorischer Abklärung mit der BNetzA werden bis zum Ende diesen Jahres kurzfristig neue provisorische Kuppelstellen  in Dortmund-Kruckel (380 kV-Anschlusspunkt) zum Netz der Amprion GmbH und in der Umspannanlage Herdecke (110 kV-Anschlusspunkt) zum Netz der AVU Netz GmbH (Netzbetreiber im angrenzenden Ennepe-Ruhr-Kreis) errichtet, um mit zusätzlich 300 MVA die Spitzenlast im Versorgungsgebiet der Enervie sicher abzudecken. Die Kosten hierfür sollen ca. 2 Mio. € betragen.
  • Hieraufhin hat der Aufsichtsrat der Enervie in seiner Sitzung am 10.02.2015 mindestens die Schließung der beiden GuD-KW in Herdecke und Hagen-Kabel sowie des Steinkohleblocks E4 in Werdohl-Elverlingsen zum Ende des Jahres 2015 beschlossen, um die wirtschaftlichen Verluste der Enervie einzudämmen, da diese dann für die Netzstabilität nicht mehr benötigt werden. Für das GuD-KW in Herdecke erwägt der Mitbetreiber Statkraft eine Konservierung bis etwa 2020, da es dann wahrscheinlich wegen der Abschaltung der noch verbliebenen Kernkraftwerke (KKW) wieder benötigt werden könnte oder dieses zu demontieren und anderswo in der Welt wieder aufzubauen. Durch den Entfall der Kosten für die Vorhaltung der konventionellen KW soll eine Reduzierung des Netzentgelts für 2016 um 50 % u. 2017 um 70 % der Netzentgelterhöhung von 2015 möglich sein und so wieder eine wesentliche Entlastung der Stromkunden erreicht werden.
  • Die KW-Schließungen haben die Entlassung von ca. 220-330 Mitarbeitern zur Folge, wahrscheinlich teilweise mit betriebsbedingten Kündigungen. Für die zur Entlassung anstehenden Mitarbeiter wird von der Gewerkschaft ein Sozialplan gefordert, dessen Kosten auf 75-100 Mio. € geschätzt werden. Die Enervie soll aber nur noch über Rückstellungen von 20-25 Mio. € verfügen, weshalb akut eine große Liquiditätskrise droht.

Nach letzten Zeitungsberichten im Internet erwartet Enervie außerdem, dass die Bereitschaft nicht überall gegeben sein dürfte, die erhöhten Netzentgelte auch tatsächlich zu zahlen – Ankündigungen zur Zahlungsverweigerung insbesondere von Industriekunden lägen bereits vor. Ebenso seien Risikozuschläge bei Neudarlehen und den laufenden Zinsen nicht auszuschließen sowie „Anforderungen von Bürgschaften oder Barhinterlegungen der EFET-Handelspartner (Verband der deutschen Gas- und Stromhändler) möglich“, heißt es. Von den Kredit gebenden Banken wird auch der vollständige Einsatz zukünftiger Erträge der Enervie für die Erhöhung der Eigenkapitalquote gefordert, da diese in 2014 auf ca. 7 % gesunken sein soll und somit Ausfälle bei der Kreditrückzahlung befürchtet werden. Daher seien zur weiteren Liquiditätssicherung neben dem engen Kontakt zu den Banken auch Bürgschaften und Kapital von Anteilseignern als Maßnahmen denkbar. Selbst Gespräche mit der NRW-Bank und dem NRW-Wirtschaftsministerium über einen Rettungsschirm seien kein Tabuthema mehr. Die Vorlage der Bilanz für 2014 ist daher um ca. 2 Monate verschoben werden. Dies seien auch etliche der Gründe, warum der Enervie-Aufsichtsrat auch im Zeitraum 2014 bis 2017 keine Dividendenausschüttung an die Gesellschafter erwartet.

Bis 2012 haben die Enervie-Gewinne z. B. die Defizite im ÖPNV und Bäderbetrieb der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG) abgedeckt, diese sind jetzt entfallen, weshalb in Bälde größere Probleme bei der HVG erwartet werden. Die Hagener Politik soll daher nach einem Beitrag v. Martin Weiske „WBH-Millionen könnten Enervie stützen“ in „Der Westen“ vom 05.02.2015 über folgendes – nach Meinung des Autors abenteuerliche – Konstrukt zur Verbesserung der finanziellen Situation der Enervie und damit indirekt auch der HVG nachdenken:

Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) – eine Anstalt des öffentlichen Rechts –  könnte für einen dreistelligen Millionen-Betrag das Hagener Wassernetz von der Enervie erwerben, der gesamte Wasserbetrieb einschließlich des Ablese- und Abrechnungswesen im Rahmen eines Dienstleister-Konstruktes jedoch bei Enervie verbleiben, womit auch die Arbeitsplätze komplett bei Enervie blieben. Der WBH müsste sich dann in Zukunft vorzugsweise um den Bestand und die Wiederbeschaffungskosten des in Hagen ausgereiften Wassernetzes kümmern.

Für Enervie ergäben sich aus dem Verkauf der Wassersparte die Vorteile, dass

a) der Erlös des WBH-Deals reichlich frisches Kapital in die Kassen der AG spülte,

b) notwendige Investitionen künftig nicht mehr die Liquidität belasteten und

c) das Know-how im Unternehmen verbliebe.

Das neue Kapital könnte von Enervie dann beispielsweise dazu genutzt werden, um das Darlehensniveau (etwa eine Viertelmilliarde) zu senken, denn weniger Abschreibung, weniger Zinsaufwendungen und weniger Tilgung würden zu einer Verbesserung von Ertrag und damit Gewinn führen, was dann ja wieder der HVG zu Gute käme – trotz des Gewinnausfalls von einer knappen Million aus dem Wassergeschäft, so die Modell-Rechnungen, die dem Oberbürgermeister vorliegen.

Gleichzeitig würden sich für den WBH deutlich die Chancen erhöhen, Gewinne zu erwirtschaften. Obwohl ein solches Millionen-Geschäft die Liquidität des WBH belastet, geht der WBH davon aus, dass der Kämmerer ab 2018/19 sogar von einem erhöhten Liquiditätsabfluss profitieren könnte. Denn die Finanzsituation der WBH wäre selbst nach dem Wasser-Geschäft komfortabel: Die Eigenkapitalquote läge bei ansehnlichen 34 Prozent.

Vorläufiges Fazit

Nach Auffassung des Autors können die Ereignisse um die in einem Inselnetz gelegene Enervie als ein unübertrefflich reales Modell der betriebs- und volkswirtschaftlichen Folgen der Energiewende für die gesamte deutsche Wirtschaft dienen, da das Inselnetz schon jetzt fast alle Ausstattungen aufweist, die das Stromnetz Deutschlands nach Abschaltung der KKW und der angestrebten weitgehenden Reduzierung der Braunkohle-KW – den derzeit kostengünstigsten Energieträgern – haben wird. Im Mikrokosmos des Inselnetzes zeigen sich wie in einem Zeitraffer und unter einem Brennglas die exorbitant negativen Folgen der Energiewende, die im Verlaufe der kommenden Jahre und Jahrzehnte in und für ganz Deutschland bei Fortführung des planwirtschaftlichen Projekts Energiewende massiv auftreten werden. Der reale Fall der Enervie ist damit hinsichtlich des Erkenntnisgewinns über Ausmaß, Umfang, Ablauf und Auswirkungen der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Folgen der planwirtschaftlichen Energiewende wesentlich wertvoller als alle hochbezahlten Szenarien/Projektionen/Studien, die waschkörbeweise von allen möglichen Energiewende-Lobbygruppen präsentiert werden.

Sehr deutlich werden auch die von den erneuerbaren Energien im Verbund mit dem planwirtschaftlichen EEG ausgelösten negativen volks- und betriebswirtschaftlichen Dominoeffekte auf andere Bereiche der Städte/Stadtwerke wie z. B. ÖPNV, Bäderbetriebe etc. oder die Wirtschaftlichkeit von Industrie, Gewerbe, Dienstleistern, Banken etc. infolge der absolut zentralen systemischen Stellung der Elektrizität in unserer hochtechnisierten Gesellschaft. Ein Problemfeld, das bisher – aus dem Autor völlig unverständlichen Gründen – nahezu keine Beachtung findet. Da das Elektrizitätssystem heute auf Grund seiner hochintensiven Durchdringung und Verknüpfungen mit allen anderen wirtschaftlichen, öffentlichen und privaten Bereichen den zentralen Kernpfeiler für das Bestehen und die Fortentwicklung und damit für die unmittelbare Daseinsfürsorge einer hochtechnisierten Industrienation darstellt, ist doch offensichtlich, dass dessen tiefgreifende, wirtschaftliche Schädigung in allen übrigen verknüpften Bereichen unvermeidlich schwerste negative Folgewirkungen hervorrufen muss.

Der Tsunami an negativen Entwicklungen, der mit den erneuerbaren Energien in Verbindung mit dem planwirtschaftlichem EEG in Gang gesetzt worden ist, wird eine für sehr viele vollkommen unerwartete Durchschlagskraft hinsichtlich einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale für die Industrienation Deutschland entfalten. Es ist in seinen gesamtwirtschaftlichen Folgen halt ein dramatischer Unterschied für Deutschland, ob die Süßwarenindustrie ruiniert wird (als energiewirtschaftliche Folge müsste vielleicht ein KW wegen des Elektrizitätsminderbedarfs abgeschaltet werden) oder die für die heutige Daseinsvorsorge zentrale Elektrizitätswirtschaft, deren Ruinierung das Gesamtsystem zerstört.

Neben dem hier ausführlich beschriebenen Fall der Enervie sei aus Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus noch exemplarisch auf folgende Vorboten des heranrollenden Tsunami hingewiesen:

  • Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) prüft wegen horrender Verluste von 17 Mio. € in 2014 bei den konventionellen Kraftwerken ebenfalls eine Trennung von ihrem Kerngeschäft der Stromerzeugung. Zum Glück mussten hierdurch auch die Projekte für ein Wasserkraftwerk und für zwei Windkrafträder im November 2014 aufgegeben werden.
  • Bei dem hochmodernen GuD-Kraftwerk Hamm-Uentrop der Trianel, an dem die Stadtwerke Bochum, Herne und Witten und viele weitere Stadtwerke beteiligt sind, vielen bislang 50 Millionen Euro Verluste an. Für die hoch verschuldete Stadt Witten fällt daher die dringend erwartete Gewinnausschüttung flach.
  • Zudem sind die drei Städte und viele weitere Stadtwerke am Lüner Trianel-Kohlekraftwerk (Baukosten: 1,4 Milliarden Euro) beteiligt, das zwar Strom für 1,6 Millionen Haushalte produziert – aber eben auch ein Minus von ca. 100-140 Millionen Euro.
  • Über das Baudesaster um das RWE-Steinkohlekraftwerk in Hamm (GEKKO) schweigen Stadtwerke-Fürsten ohnehin gern: 50 % des 2,7-Milliarden-Euro-Neubaus wurden in den Sand gesetzt. Allein Dortmund -wie Bochum und Herne- an GEKKO beteiligt, musste Verlustrückstellungen in Höhe von 70 Millionen Euro bilden. Für den klammen Dortmunder Haushalt bleibt nichts mehr übrig.
  • Ein Rückgang kommunaler Einnahmen infolge der massiv rückläufigen Dividenden aus RWE-Aktien ist zu vermelden. Knapp 25 % der RWE-Aktien befinden sich in Kommunalbesitz (Beispiel Dortmund:  Rückgang der Dividendeneinnahmen um 55 Mio. € in nur 4 Jahren, Dividendeneinnahme 2010 bei 77 Mio. € (3,50 € Dividende  x  22 Mio. Aktien). Dividendeneinnahme 2013 bei 22 Mio. € (1,00 € Dividende  x  22 Mio. Aktien)).
  • Der Wertberichtigungsbedarf des Buchwertes der RWE-Aktien in kommunalen Vermögenshaushalten infolge des massiven Kurseinbruchs ist erheblich (Beispiel Essen:  Verringerung des städtischen Vermögens um 680 Mio. € (ca. 18,9 Mio. Aktien) zum 31.12.2013, Beispiel Hochsauerlandkreis: Verringerung des Eigenkapitals um 267 Mio. € (ca. 5,9 Mio. Aktien) zum 31.12.2013).
  • Bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm ergaben sich 2013 und 2014 Verluste von 15,5 Mio. € bzw. 24,4 Mio. € aus der Beteiligung am Kohle- sowie Gas- und Dampfturbinenkraftwerken der Trianel (s.o.). Jetzt muss die Stadt aushelfen.
  • In 2014 sind mit den Stadtwerken Gera und Wanzleben erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Stadtwerke in die Insolvenz gegangen.

Eine Analyse vom Mai 2014 der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) von 150 Energieversorgungsunternehmen (EVU) für die Jahre 2009-2012 kommt schon für diesen Zeitraum zu dem Ergebnis das rund 25 % der EVUs insbesondere Verschuldungsgrade und Zinsdeckungsgrade in zunehmend kritischen Grenzbereichen aufweisen. Auch die Eigenmittelausstattung dieser Gruppe liegt zum Teil deutlich unter dem Median aller untersuchten EVU’s und kann sich angesichts der überwiegend fast vollständigen Ausschüttung der Jahresergebnisse (z. B. zur Deckung der Defizite des ÖPNV) so kaum verbessern. Für diese Gruppe von EVUs bestehe akuter Handlungsbedarf.

Es wird äußerst interessant sein zu beobachten, nach wie vielen Zusammenbrüchen von kommunalen Versorgungsunternehmen Wirtschaftsminister Gabriel seine derzeit noch ablehnende Haltung gegenüber einem Kapazitätsmarkt aufgeben und stattdessen einen solchen (dann wohl unter einer anderen Bezeichnung) für alternativlos erklären wird, zumal ja die EU-Kommission auch in diese Richtung denkt und Nachbarländer (z. B. Frankreich) diesen einführen. Womit dann die nächste Subventionsspirale mit Millardenkosten pro Jahr in Gang gesetzt wird.

Wobei süffisanter Weise – wenig beachtet – ein gewisser subventionierter Kapazitätsmarkt ja schon existiert und kontinuierlich wachsen wird, nämlich die Reservekraftwerke nach Reservekraftwerksverordnung  (ResKV). Gemäß dem gemeinsamen „Monitoringbericht 2014“ von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt (vom 14.11.2014) müssen die Übertragungsnetzbetreiber zur Stabilhaltung des Stromnetzes im Winter auf Anordnung der Bundesnetzagentur aktuell und nach zukünftiger Planung zwangsweise folgende fossile Kraftwerksreserveleistung im südlichen Inland (vorwiegend Bayern, Baden-Württemberg u. Hessen) und im südlichen Ausland (Österreich, Schweiz, Italien) anmieten:  3.636 MW im Winter 2014/15; 6.000 MW im Winter 2015/16 und 2016/2017 (hoher Mehrbedarf wegen Abschaltung KKW Grafenrheinfeld in 2015); 7.000 MW im Winter 2017/18 (weiterer Mehrbedarf wegen Abschaltung KKW Gundremmingen Block B zum 31.12.2017). In den vorhergehenden Wintern 2011/12 bis 2013/14 betrug der Bedarf der Kraftwerksreserveleistung nach Abschaltung der KKW „nur“ 2.540 MW.

Vor Abschaltung der KKW und Ausbau der EE-Anlagen lag er bei 0 MW!

Gemäß Monitoringbericht betragen für das Winterhalbjahr 2014/2015 die Kosten für die im In- und Ausland kontrahierten Reservekraftwerke 78 Mio. €. Dieser Betrag würde sich, im Falle eines tatsächlichen Abrufs von Reserveleistung aus diesen Kraftwerken, noch um die Kosten für die eingesetzte elektrische Arbeit erhöhen. Bis zum Winter 2017/18 kann dann wohl getrost von einem linearen Anstieg der Kosten (ohne die abgerufene elektrische Arbeit) auf rund 250 Mio. € ausgegangen werden.

Die hier präsentierte Fallstudie über die Ereignisse bei der Enervie sind eine detaillierte Bestätigung der Ausführungen von Herrn Jürgen Gneveckow in seinem hiesigen Blogbeitrag „Energiepolitische Geisterfahrt – die deutsche Wendewirklichkeit“.

All dies zeigt, dass die erneuerbaren Energien in Verbindung mit dem planwirtschaftlichen EEG eine gigantische Fehl-Allokation von Finanzmitteln ist (bis jetzt ca. 100 Mrd. €, bis 2032 mindestens weitere 200 Mrd. € wegen der 20-jährigen EEG-Garantievergütung), die eigentlich für ein leistungsfähiges Bildungssystem und für die Erhaltung unserer Infrastruktur dringend benötigt würden. Mit dem Fortschreiten der Energiewende wird sich damit zunächst schleichend ein immer größer werdender allgemeiner Mangel einstellen und am Ende wartet weit verbreitete Armut und damit Zustände, die sich in der G7-Nation Deutschland bisher nur wenige vorstellen können. Besonders niederschmetternd ist dabei, dass die bereits erfolgten und die noch beabsichtigten Investitionen in die erneuerbaren Energien – wie in diesem Blog vielfach nachgewiesen – weder jetzt noch in absehbarer Zukunft in der Lage sind, die bestehende Elektrizitätserzeugung auch nur ansatzweise in irgendeiner Hinsicht adäquat zu ersetzen. 

Datenquellen

Hinweis: Der Autor Bert Robel ist diplomierter Chemieingenieur und auch beruflich mit Themen beschäftigt, die mit Fragen der Energieversorgung in Verbindung stehen. Seine obige Fallstudie übersendete er mir vor einigen Tagen mit den Worten

„Um ein möglichst vollständiges Bild der Energiewende zu erhalten informiere ich mich seit 2012 auf möglichst vielen Energiewende-kritischen als auch Energiewende-befürwortenden Internetseiten. Nach nunmehr rund 3 Jahren des Informationssammelns bin ich der festen Überzeugung, dass die wesentlichen Kritikpunkte der Energiewendegegner voll und ganz zutreffend sind und die Energiewende wegen der heute absolut zentralen systemischen Stellung der Elektrizität in unserer hoch technifizierten Gesellschaft das schädlichste und desaströseste Großprojekt in der Geschichte der BRD ist.“ 

Bert Robel wird seinen Bericht gegebenenfalls  im Verlauf der Zeit entsprechend den aktuellen Entwicklungen bei Enervie fortschreiben.

 

 

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61 Kommentare
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  1. Danke Herr Robel für die überaus gelungene Fleißarbeit zur Darstellung der Auswirkungen einer ideologischen und irrationalen Energiepolitik auf die regionalen Energieerzeuger.

    karl.s

  2. Danke, Herr Robel
    schöner Artikel.
    Besonders tragisch ist das Schicksal der modernen GuD Kraftwerke die durch das EEG runter fallen.
    Wie schon öfter mal geschrieben, hätte eine Kombination aus Kernkraft und GuD-Kraftwerken das Potential die CO2 Emission in Deutschland zu senken.
    Grüße
    Günter Heß

  3. Herr Robel,
    das sind deprimierende Aussichten aber logisch, wenn verkappte Kommunisten arbeiten. Gabriel will sich wegen der Subventionen für englische und rumänische KKW wehren, ihm schwebt sicherlich die Finanzierung eines gigantischen Kapazitätsmarktes vor, um dieses Spiel bis zum bitteren Ende weiter zu treiben.

    Herr Heß,
    Kernkraft und GuD wäre gut und modern aber warum sollen wir die CO2 Emissionen senken?

  4. Mit großem Dank und Respekt an Herrn Bert Robel, für seine sorgfältige, neutrale Faktenanalyse.
    Ich finde es ist eine tragische Entwicklung, wie sich politische Akteure, entweder als neurotische Saboteure oder unverantwortliche Scharlatane verhalten, indem sie gegen jede Logik verstoßen.
    Die Folgen die nun eintreten beschreibt Herr Robel sehr verständlich.

    Es gibt ja reichlich Personen aus dieser Region, wie z. B. ein Rainer Baake und seine Kumpels, siehe bei Frau Hendricks der grüne Stutzer oder bei agora und european klimate foundation, die sich als Lobbyisten bis in Ministerien netzwerkelten, wobei sie selbst größte Schuld auf sich geladen haben.
    Die Bevölkerung, die sie als „die Gesellschaft“ für ihre utopischen, süchtigen Visionen büßen lassen, oder als abhängige Klima-Lobby-Huren politisch anliefern, um diese Gesellschaft in ihrer persönlichen Abhängigkeit mafiös auszubeuten, finde ich absolut widerlich.
    Ich bemühe mich ja cool zu bleiben, aber angesichts der Personen, die eine solche Vernichtung von vernünftiger Vorgehensweise vorantreiben, werde ich sauer.

  5. @Rassbach

    Weil es die demokratische Beschlusslage ist, dass wir die CO2 Emissionen senken wollen.

  6. Hallo Herr Seegert, Herr Heß, Herr Rassbach und Herr Meier,

    vielen herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme und das Lob für meinen Gastbeitrag. Leider werde ich hier im Kommentarbereich aus persönlichen und beruflichen Gründen nur selten und kurz etwas sagen können. Ich bitte um Verständnis dafür.

  7. Ein Wort zum Wort „Kapazitätsmarkt“. Unser Stromversorgungssystem ist ja schon von vornherein ein einziger Kapazitätmarkt. Das ist nichts neues. Kohle, Gas, Wasser und die Kernkraft haben ja schon immer unterschiedlich in diesen Stromversorgungsmarkt mit ihren Kapaziäten eingespeist. Mit der Gesetzgebung des EEG hat sich jedoch dieser Kapazitätsmarkt dahin gehend geändert, dass nicht mehr der Markt bestimmt, wer einspeist, sondern das die Politik per EEG festschreibt, dass die teuerste Art und Weise Strom zu erzeugen = Erneuerbaren Energien VORRANGIG einspeisen dürfen und alle anderen billigeren Stromerzeuger sich hinten anstellen zu haben. Mit den Energieträgern Kohle, Gas und vor allen der Kernkraft gab es immer eine Stromkapzität in unseren Stromversorgungsnetz, die zuverlässig und kostengünstig in ihrer Gesamtheit eingespeist hat. Mit dem EEG hat sich jetzt die teuerste Art und Weis Strom zu erzeugen den Vorrang der Einspeisung gesichert. Somt kann es nur auf eine Volkswirtschaftliche Vernichtung unseres strombasierenden-industriebasierenden Wohlstand hinauslaufen. Das EEG verteuert künstlich unsere Wirtschaftliche Wohlstandsbasis….STROM!

  8. Hallo Herr Robel,

    Herzlich willkommen im Kreis der Autoren von Science Skeptical und vielen Dank für diesen hervorragenden Text. Ich muss sagen, dass Ihr Artikel einen durchaus depressiv machen kann. Zumal sich Beispiele wie das von Ihnen dargestellte mittlerweile in der gesamten Republik finden, wie auch dieser aktuelle Text auf der Achse zeigt:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/burn_burn_buergergeld

  9. Heute morgen kam dieses im Radio

  10. Alles was ahnungslose Stadtwerke nicht kaufen wird stillgelegt von den „Großen“, wenn sie dürfen

    und Claudi Kemfi und Börsen Hansi halten sich an den gefallenen Börsenpreisen fest

    jetzt können wir bald anfangen, Licht ins Rathaus zu tragen 😉

    der kleine Steuerzahler zahlt derweil Subventionen an englische und rumänische KKW Neubauten 😉

    EU machts möglich

  11. Mann muss das mit der Energiewende nur ganz fest wollen und glauben, dann wird das schon was. Bestimmt. Der Glaube versetzt physikalische Grenzen und Berge.

  12. Herr Robel, ein herzliches Willkommen auch von mir.

  13. #8, #12 Hallo Herr Kipp und Herr Quencher,
    vielen herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung.

    #9 Hallo Herr Frank,
    genau, E.ON meldet das Gas-KW Irsching (Bayern), Block 4 u. 5 (1400 MW) im März 2015 wegen Unrentabilität bei BNetzA zur Stilllegung im März 2016 an. Am Block 5 und damit an drohenden Verlusten sind zu 50 Prozent auch die „kommunalnahen“ Versorger HSE (Darmstadt), Mainova (Frankfurt) und die N-Ergie (Nürnberg) beteiligt. Im Zeitraum 2013-2016 wird das KW fast nur noch auf Anweisung der Übertragungsnetzbetreiber und der BNetzA zur Netzstabilisierung betrieben, was den Betreibern pro Jahr u. Block mit einem zweistelligen Millionenbetrag vergütet wird (im Prinzip auch ein schon Kapazitätsmarkt), den dann die Stromverbraucher über das Netzentgelt bezahlen dürfen. Da in 2015 und 2017 in Süddeutschland zwei weitere KKW, Grafenrheinfeld und Gundremmingen B, vom Netz gehen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die BNetzA den zwangsweisen Weiterbetrieb über 2016 hinaus wegen des weiter anwachsenden Erzeugungsungleichgewichts zwischen Nord- und Süddeutschland anordnen wird. Was wir dann alle über das Netzentgelt wieder weiterfinanzieren.

  14. Welcome Bert

    Die aktuelle Ausgestaltung der Energiewende führt dazu, dass die Enervie Gruppe ihre konventionellen Kraftwerke nicht mehr kostendeckend betreiben kann, obwohl diese für die Versorgungssicherheit in Südwestfalen dringend benötigt werden. Die steigenden Verluste in der Erzeugung können auf Dauer nicht durch positive Ergebnisbeiträge anderer Unter­nehmensbereiche kompensiert werden.

    Wenn ick gehässig wäre, würde ick fragen…….warum jammern die SW erst jetzt, warum ham se nich schon vor Jahren aufgemuckt, wo abzusehen war, das die E-Wende gegen die Wand fährt?
    Die Warner waren ja nur allesamt Spinner, rückwärtsgewandte Ewiggestrige, die nur den neunen tollen Pfad in die Zukunft nicht mitgehen wollten…warum musste das Kind erst in den Brunnen fallen, bis die Branche endlich mal das Maul aufmacht?

    Ach ja…Angst vor den Umwelt-NGO?

    Vattenfall fordert von Greenpeace über 20 000 Euro

    Die vierte Zivilkammer des Landgerichtes Cottbus will im April über eine Schadenersatzklage des Energiekonzerns Vattenfall gegen Umweltaktivisten von Greenpeace entscheiden…..
    Vattenfall fordert von den Umweltaktivisten über 20 000 Euro Schadenersatz für die Folgen einer Aktion im September 2013. Neun Aktivisten hatten sich damals aus Protest gegen die geplante Erweiterung des Braunkohlen-Tagebaus Welzow-Süd stundenlang an Gleise der Vattenfall-Kohlebahn gekettet.

    So geht dat……und nicht annerscher….und ewig wird die Politik auch nicht mehr die schützende Hand über diese grünen Terroristen halten können.

    Von mir gibs für Dich ein extra Bienchen, für den unheimlich gut recherchierten Artikel……und als Solidar-Mitbetroffener, tränen mir meine Augen…..für die Energiearbeiter, die ihren Job verlieren werden.

    MfG
    Energie-Ossi………….grenzenlose Wut im Bauch

  15. Hein Eng sagt.
    Wenn ick gehässig wäre, würde ick fragen…….warum jammern die SW erst jetzt, warum ham se nich schon vor Jahren aufgemuckt, wo abzusehen war, das die E-Wende gegen die Wand fährt?

    @ Herr Eng, da muss ich Ihnen tatsächlich mal zustimmen. Wenn sie dann gemerkt hätten, dass das Aufmucken nichts bringt, hätten sie sich sofort den gesetzlichen Vorgaben anpassen , und umstrukturieren können.

    Das gilt für alle von der konventionellen Seite. Die waren über Jahrzehnte so von ihrer monopolistische Situation verwöhnt, dass sie die Zeit total verschlafen haben. Kann man gegenwärtig immer öfter, und nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand, hören oder lesen.

    Jetzt wirkt alles etwas überstürzt, um auf dem fahrenden Zug wenigstens einer der letzten Wagen noch zu erreichen.

    MfG

  16. #15

    Wenn sie dann gemerkt hätten, dass das Aufmucken nichts bringt, hätten sie sich sofort den gesetzlichen Vorgaben anpassen , und umstrukturieren können.

    und was das anpassen an gesetzliche vorgaben und umstrukturieren bringt sieht man sehr schön zb bei den SWM oder in erlangen 😉
    der erhoffte gewinn bleibt aus und es werden sogar verluste generiert.
    aber schön, das sie mal wieder zeigen das sie keine ahnung haben und nur der eeg-lobby nach dem mund reden.

  17. @und täglich grüßt das Murmeldiehl

    ….sach mal, wer hat hier eigentlich von Kuchen geredet, das Du Krümel Dich unbedingt melden musst?

    Der Mann also, der sein MOE wie ein Mantra vor sich her betet, will mir vors Schienenbein treten?
    Sach mal…..hast Du nur ansatzweise den obigen Artikel gelesen oder hat Dich Dein Mantra blind für die Realität gemacht?
    Ich sach Dir die Realität der EE-Geier…….Knete verdienen, ohne die geringste Rückksicht auf uns Energiewirtschaft zu nehmen…..die Landschaft ist den Typen eh völlig Wurscht……und nun wollen so auch noch Ackerland vergewaltigen, damit se ihre sinnlosen Solarfelder für 20 Jahre in die Gegend pappen können.


    Großer Solarpark an der Autobahn 15 würde nicht jedem gefallen

    Auf einer Fläche von rund 26 Hektar südlich der A 15 bei Raddusch sollen Fotovoltaikanlagen errichtet werden. Den planerischen Vorbereitungen dafür hat der Hauptausschuss Vetschau grünes Licht gegeben, bevor die Stadtverordneten am 19. März endgültig entscheiden. Drei Landwirtschaftsbetriebe aber wehren sich, weil durch die Bebauung ihre Futterflächen verloren gingen, wie sie sagen…..

    Jo, so siehts aus……wenn die Gier den Stadtvätern und Müttern die Augen verblenden, müssen eben auch mal ein paar Milchkühe sehen, wo se demnächst ihr Futter herkriegen…..

    Ich will niemandem etwas nehmen und suche den Konsens mit allen Beteiligten.“ Über einen Zeitraum von 20 Jahren würde nach seinen Worten eine Gewerbesteuer von etwa einer halben Million Euro anfallen. 70 Prozent würden nach Vetschau fließen, 30 Prozent in Großräschen, dem Firmensitz, bleiben…..

    Tja…….warum diese Eile……..???

    Denn das Erneuerbare Energien Gesetz in seiner jetzigen Form ende im August. Ab 1. September werde das Verfahren bei der Vergabe von Solar-Flächen komplizierter, so Joseph Fischl.

    Das ist Deine Energiewende, die Du wie ein besoffener Groupie feierst……wahrscheinlich, weil Dir gewisse Leute ständig Freibier (bayrisches) einschenken, gelle.
    Während Ihr Euch im abgepressten Zwangsgeld wälzt wie türkische Schlammcatcher im Olivenöl, sollen wir von der Energiefront trotzdem den ganzen Scheiß ausbaden, die Typen wie Ihr uns einbrockt……..und dann habt Ihr auch noch die Shupze uns an Kopp zu knallen, wir hätten es doch auch so machen können……bähhh.

    So……statt ständig Dein beklopptes Tonband abzuspulen……..fang endlich an logisch zu denken……falls überhaupt möglich.

    OfG
    Energie-Ossi……….der, der heut auch schon in der Scheiße steckt…wegen Typen wie Dir

  18. #15

    Hallo Herr Diehl,

    da sind Sie ja endlich mit Ihrem grün-ideologischen Dummfug.
    Kennen Sie schon diese überaus interessante Meldung aus unserem Nachbarland Frankreich, da haben offensichtlich intelligente Leute die richtigen Schlüsse aus den bisher äußerst miesen Ergebnissen und den kommenden Desastern der deutschen Energiewende gezogen:

    „Frankreich sagt Energiewende ab“
    -- Der französische Senat streicht die Energiewende. Um das Wirtschaftswachstum zu sichern, soll der Anteil des Atomstroms unverändert hoch bleiben. --

    Die Energiewende hätte es werden sollen. Doch auch wenn das am Dienstag vom französischen Senat verabschiedete Gesetz noch diesen Titel trägt: Die von den Konservativen dominierte zweite parlamentarische Kammer hat die Rolle rückwärts hingelegt.
    Im vergangenen Herbst waren die von der sozialistischen Regierung gesteckten Ziele erstmals zusammengestrichen worden. Aber immerhin fand sich in dem von der Nationalversammlung mit sozialistischer Mehrheit verabschiedeten Gesetzestext noch halbwegs wieder, was man sich einmal vorgenommen hatte: So wies der Entwurf das Ziel aus, den Anteil des Atomstroms bis zum Jahr 2025 deutlich zu reduzieren. 58 Reaktoren decken zurzeit 75 Prozent des französischen Strombedarfs. Bis zum Jahr 2025 habe der Anteil der Kernenergie auf 50 Prozent zu sinken, sah Artikel eins des Regelwerks vor. Der Energieverbrauch des Landes sollte der Vorlage zufolge ebenfalls sinken – um 20 Prozent bis zum Jahr 2030.
    Der Senat hat nun beide Passagen entfernt und gleich auch noch die am gegenwärtigen Produktionsstand von 63,2 Gigawatt ausgerichtete Obergrenze für die in Frankreich produzierte Atomstrommenge getilgt. Wäre sie in Kraft getreten, hätten mit Fertigstellung des im normannischen Flamanville entstehenden modernen Druckwasserreaktors EPR ältere Atommeiler vom Netz gehen müssen.
    Frankreichs bescheidenes Wirtschaftswachstum solle nicht durch Energiesparauflagen erstickt werden, argumentierten die Senatoren. Was sie allerdings nicht gehindert hat, den Produzenten erneuerbarer Energien Knüppel zwischen die Beine zu werfen. So hat die zweite Kammer den im Gesetzesentwurf vorgesehenen Mindestabstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnorten von 500 auf 1000 Meter erhöht, womit nach Angaben der Windkraftanlagenhersteller 85 Prozent des Landes als Standort ausscheiden.
    Keine Herzensangelegenheit
    Das letzte Wort muss dies zwar noch nicht gewesen sein. Die Nationalversammlung kann den Senat im Gesetzgebungsverfahren überstimmen. Die Neigung der regierenden Sozialisten aber, die alten Ausstiegs- und Sparziele wieder hineinzuschreiben, scheint gering.
    Gewiss, als Ausrichter der Pariser Weltklimakonferenz will sich Präsident François Hollande im Dezember rund um den Globus als Wegbereiter ökologischen Fortschritts empfehlen. Aber Atomkraftwerke sind, wie ihre Befürworter unterstreichen, CO2-neutral. Womöglich ist Hollande gar nicht so unglücklich darüber, dass die Opposition die Drecksarbeit übernommen und zusammengestrichen hat, was ihm, wie gemunkelt wird, ohnehin nie am Herzen lag.“

    von Axel Veiel, Korrespondent, Paris

    Quelle: Frankfurter Rundschau v. 03.03.2015

    Jetzt kann man wenigsten noch hoffen, das D als schlechtes Beispiel zur allgemeinen Warnung taugt.

    Ich bin schon sehr auf Ihre weltanschaulich korrekte Antwort gespannt!

  19. #14 Hallo Herr Eng,

    auch Ihnen vielen Dank für die freundliche Begrüßung, Ihre herzerfrischend direkte Art und besonders das „extra Bienchen“.

    Ich habe eine Bitte an Sie.
    Könnten sie vielleicht von 1 oder 2 typischen Netzbetreibern aus dem Osten mal aktuelle 2015er Netznutzungsentgelte/Netzentgeltbestandteile posten, das würde mich sehr interessieren, damit man die Höhe der EAN-Beträge im Inselnetz besser einordnen kann. Ich habe in letzter Zeit öfters im Internet gelesen, dass diese Entgelte im Osten aktuell bereits deutlich höher sind als im Westen, wegen hohem Anteil an WKA/PV/Biomasse, deutlich geringerer Bevölkerungsdichte und den Kosten der Netzerneuerung/-ertüchtigung seit der Wende.

  20. @19 BR
    MITNETZ STROM
    stromnetz: >74.000 km in brandenburg, sachsen, sachsen-anhalt und thüringen
    Preisblätter gültig ab 01.01.2015
    Preisblatt 1: Netzentgelte für Kunden mit registrierende Leistungsmessung

    Preisblatt 2: Netzentgelte für Kunden ohne registrierende Leistungsmessung

    quelle:
    ***

    ENSO netz
    versorgungsgebiet: ostsachsen
    Preise für Netznutzung K ab 01.01.2015 Entnahme aus der Netzebene Niederspannung / ohne Leistungsmessung

    Preise für Netznutzung KL ab 01.01.2015 Entnahme aus der Netzebene Niederspannung / mit Leistungsüberwachung
    Preise für Messstellenbetrieb, Messung und Abrechnung ab 01.01.2015

    quelle:

  21. Bert Robel sagt # 18

    Hallo Herr Diehl,
    Kennen Sie schon diese überaus interessante Meldung aus unserem Nachbarland Frankreich, da haben offensichtlich intelligente Leute die richtigen Schlüsse aus den bisher äußerst miesen Ergebnissen und den kommenden Desastern der deutschen Energiewende gezogen:
    “Frankreich sagt Energiewende ab”
    — Der französische Senat streicht die Energiewende. Um das Wirtschaftswachstum zu sichern, soll der Anteil des Atomstroms unverändert hoch bleiben. –

    @Herr Robel
    Ja die kenne ich. Ich kenne aber auch die Folgende, nicht weniger interessante Nachricht..
    http://www.iwr.de/news.php?e=x1015x&id=28316
    Strompreise in Frankreich und der Schweiz mit über 5 Cent deutlich teurer
    Ebenso markant wie in Deutschland fällt der Strompreisanstieg in den Nachbarländern aus. In Frankreich steigt der Preis für Grundlaststrom im Day-ahead-Handel um 21,3 Prozent auf 5,01 Cent die kWh (Januar 2015: 4,13 Cent/kWh) und ist damit 36 Prozent teurer als deutscher Strom. Auf Jahressicht legt der Preis in Frankreich um 29,5 Prozent zu (Februar 2014: 3,87 Cent/kWh). In der Schweiz steigt der Preis um 15,7 Prozent auf 5,09 Cent je kWh (Januar 2015: 4,74 Cent/kWh). Zitat Ende.

    Ich hoffe Sie stören sich nicht daran wen ich da zitiere. Die Zahlen sind nachprüfbar.

  22. @und täglich grüßt das Murmeldiehl

    Oh mein Gott, er hat schoon wieder Börse gesagt.

    Wie sage ich immer so schön, wenn mein Hundi sich auf der Wiese verlustiert…….entscheident ist, was am Ende raus kommt…..in diesem Falle, die selbe weiche Masse wie beim wandelnden MOE-Mantra.

    Strompreise im europäischen Vergleich
    Dänemark….30,0 C/kWh
    Deutschland ……29,2 C/kWh
    Frankreich….14,7 C/kWh
    Österreich…..20,8 C/kWh
    Bulgarien……..9,2 C/kWh
    Schweiz……..15,95 C/kWh
    „““Die Strompreise beziehen sich auf Preise für Haushalte mit einem jährlichen Verbrauch zwischen 2 500 und 5 000 kWh und schließen Steuern mit ein.“““

    Was lernt der geneigte Leser bei diesen Zahlen?………Börse is Bullshit…..und sagt nix darüber aus, wie weit man uns Stromkunden in Europa tatsächlich in die Tasche greift…….und speziell für Esoteriker……..nicht jedes Mantra muss auch dem Seelenheil dienen, manchmal dient es nur der Brieftasche der Wendekriegsgewinnler.

    Und leise knarren die Dielen im Wind…………und wenn er nicht gestorben ist, versucht er auch morgen noch, den bösen Wolf als liebes, nettes, missverstandenes und possierliches Tierchen zu verkaufen.

    Onkel Heinz…….so liebe Kinder, die Märchenstunde ist wieder mal zu Ende

  23. @Hans Diehl

    Strompreise in Frankreich und der Schweiz mit über 5 Cent deutlich teurer

    Da ich in Deutschland und in der Schweiz Strom beziehe, darf ich Ihren Kommentar als Unfug zurück weisen. In der Schweiz zahle ich pro kWh mindesten ein Drittel weniger -- bei halbem Gesamtverbrauch.
    Allerdings zerstört das deutsche EEG gerade die wirtschaftliche Grundlage der Wasserkraftwerke -- wird dann wohl zum Import von deutschem Kohlestrom kommen.

    Leute wie Sie verursachen bei mir Kopfschmerzen -- leicht zu widerlegen, aber nie einsichtig.

  24. Heinz Eng sagt.

    Oh mein Gott, er hat schoon wieder Börse gesagt.

    Herr Eng
    Börse hören Sie wohl nicht so gerne.

    Sie müssten doch als Vertreter der Versorger wissen, dass niedrige Börsenpreise, Einsparungen bei der Strombeschaffung bedeutet. Könnten Sie mal erklären, oder Ihren Chef fragen, was mit den Einsparungen konkret passiert.

  25. @und täglich grüßt dat Murmeldiehl

    Stimmt……irgendwie is mir meine Börse abhanden gekommen, seit dem reagiere ich allergisch auf Leute, die gierig auf mein Erspartes schielen.
    Kleine Rechenaufgabe…..Du kannst im Kopf, schriftlich, mit dem Taschenrechner…..wenns sein muss sogar mit dem Großrechner vom PIK folgende Zahlen addieren.

    Großhandelspreis Strom anner Börse + EEG-Umlage = ?

    so, wenn Du dann in den nächsten Wochen das Ergebnis zusammen hast…….reden wir nochmals über die Verteuerung des Börsenstrompreises der Franzmänner.

    Übrigens…..mein Chef sagt……er fühle sich als Gebühreneinzugszentrale für den Staat und sonstige Schmarotzer…..und unser Netz-Cheffe meinte zu mir, er fühle sich inzwischen als Entsorger……..Strom-Müll-Entsorger…….noch Fragen, Kienzle?

    Ach, was soll ich nur mit Dir machen?…….welche deutsche Klinik ist noch in der Lage, derartige geistige Fehlstellungen zu behandeln?
    Onkel Heinz……..mein Mitleid hält sich aber trotzdem in Grenzen

  26. @Nachtrag

    Einsparungen……geben wir als Versorger natürlich an unsere Kunden weiter….falls die nich von den Netzkosten und diversen anderen Zwangsabgaben aufgefressen werden.
    Wenn Du es auch nicht gern wahr nimmst…….wir stehen im harten Wettbewerb mit über 1000 anderen Stromanbietern….wir können es uns einfach nicht leisten, unsere Kunden mit überhöhten Preisen zu verprellen……Du Pappnase, damische.

    Energie-Ossi……..Gelebte Realität

  27. Der frühere Umweltbundesminister Norbert Rötten sagte am 06.03.2015 vor dem hessischen Untersuchungsausschuss in Wiesbaden zur 200 Millionen Schadensersatzforderung von RWE für die Stilllegung des KKW Biblis:
    Eine Weisung von Berlin habe es nie gegeben…nichts sei vom Bund durchgesetzt worden. Mithin, so Röttgen, hätten sich einzelne Länder einer Stilllegung ihrer Kernkraftwerke auch verweigern können.

  28. Heinz Eng sagt, # 26… etwas aufgeregt , so nach dem Motto getroffener Hund bellt
    @Nachtrag
    Einsparungen……geben wir als Versorger natürlich an unsere Kunden weiter…

    @ Herr Eng
    Dann müssten für eure Kunden die Preise in den letzten Jahren ständig gesunken sein, oder ???

    @Heinz Eng sagt
    .falls die nich von den Netzkosten und diversen anderen Zwangsabgaben aufgefressen werden.

    @ Herr Eng
    Ach so ist das, diverse andere Abgaben kompensiert ihr auf Kosten der EE und erzählt euren Kunden die EE wären die Preistreiber, obwohl euch doch bekannt ist, dass die EE die Beschaffungskosten senken.

  29. #20 Hallo Herr michael m.,
    vielen Dank für die informativen Links. Ich werde Sie auswerten und als Vergleichsdaten in die nächste Fortschreibung meines Artikels aufnehmen.

  30. #15 Hallo Herr Diehl,

    wenn die großen privaten Elektrizitätserzeuger schon seit längerem in großem Maßstab in die EE eingestiegen wären, würden wir hier von Ihnen todsicher ständig ellenlange hirnerweichende Traktate über diese gewinngeilen Großkapitalistenschweine ertragen müssen , die den dezentralen weltrettenden Bürgern die EE-Absahngewinne unverschämter Weise für ihre Konzerngewinnmaximierung vor der Nase wegschnappen. Diese dumm-ideologische Behauptung führen Sie ja schon jetzt ständig beim angeblichen Versickern des Geldes aus dem von Ihnen völlig unverstandenen Vorgängen an den Strombörsen an.

  31. #27 Hallo Haxthausen,

    was sich Bundesregierung, Bundesumweltministerium, Landesregierungen und Landesumweltministerien bei der Stilllegung der 8 KKW geleistet haben, ist ein Stück aus dem verwaltungsrechtlichen Tollhaus. Jeder Verwaltungsmitarbeiter der Aufsicht über gewerbliche Anlagen führt, lernt im ersten Jahr seiner Ausbildung, dass gem. Verwaltungsverfahrensgesetz (des jeweiligen Bundeslandes) die Stilllegung einer Anlage nur nach Anhörung des Betroffenen unter Wahrung von Fristen zulässig ist, was ja wohl in allen Stilllegungsfällen unterblieben ist. Von der Anhörung des Betroffenen kann nur in einem einzigen Fall abgesehen werden, nämlich dann wenn unmittelbar Gefahr im Verzug ist und von dem Anlagenbetreiber niemand für eine Anhörung erreichbar ist. Da ich nicht wüsste, dass sich in Deutschland in den letzten 10.000 Jahren ein Magnitude 9 Erdbeben oder ein 15-Meter-Tsunami ereignet hätte oder unmittelbar Bevorstand und auch die Reaktorsicherheitskommissionen keine unmittelbar Gefahr konstatiert hat, sind alle erfolgten Stilllegungen schlicht vollkommen rechtswidrig erfolgt. Was ja auch alle bisherigen Verwaltungsgerichtsurteile bestätigen. Mit dieser Vorgehensweise hat sich Deutschland auf das rechtliche Niveau jeder beliebigen Bananenrepublik der Welt begeben, in dem sich die Politik einfach aus Opportunitätsgründen des eigenen Machterhalts über alles geltende Recht hinweggesetzt hat.

  32. @und täglich grüßt das Murmeldiehl

    Hoppe, hoppe Reiter, wenn er fällt dann schreit er………echt schon a bisserl blöd, wenn man dem Gaul die Scheuklappen VOR die Augen pappt, gelle.

    Wie ich sehe, war die knarrende Diehle mit der unheimlich komlizierten Addition völlig überfordert…..naja, ich hatte gehofft, das er wenigstens jemand kennt, der rechnen kann……so aber, muss ick wieder alles alleine machen, damit wenigstens der stille Leser begreift, warum der Strompreis bis 2014 unmöglich sinken konnte.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#H.C3.B6he_des_Strompreises_f.C3.BCr_private_Haushalte

    Erzeugung/Transport/Vertrieb + EEG-Umlage
    2011…17,33 C/kWh
    2012…17,76 C/kWh
    2013…19,7 C/kWh
    2014…20,11 C/kWh

    Naaaa…….was erkennt der geneigte Zahlenverdreher an diesen Zeilen?
    Ich weiß……Du siehst ne Verbilligung…….aber der Rest der Leser hier dürfte unter Garantie die richtigen Schlüsse ziehen.
    Ähm……der Faktor „Transport“ wird allgemein als Durchleitungsgebühr bezeichnet….Hochspannung/Mittelspannung/Niederspannungs-Ebene…..und wird zu 100% vom Staat reguliert (Bundesnetzagentur)…..und Dank Liberalisierung der Energiemärkte sollen die Netzbetreiber jährlich (per Anreizregulierung) 1,25 % der beeinflussbaren Kosten einsparen, das aber nur mal am Rande, für wirklich interessierte Mitbürger.

    Wenn Dir der Strom zu teuer ist, der aus Deiner Steckdose raus krabbelt…….dann such Dir doch jemand, der Dich auch billiger bescheißen tut……..und zwar hier:
    http://www.verivox.de/stromvergleich/

    Jetzt weiß ich endlich, wie es sich anfühlt…….wenn man mit geschlossenen Augen gegen ne Wand rennt……ersatzweise, einer knarrenden Diehle die Grundbegriffe des Stromgeschäftes zu vermitteln. Ja ich weiß…..vergebene Liebesmühe…….ich antworte daher auch nur noch auf den Vollpratzen, damit der stille Leser nicht im Regen stehen muss…oder den Lügen eines MOE-Mantra-Vorbeters auf dem Leim geht.

    Übrigens…..von den ganzen tollen 26 C/kWh….die wir unseren Kunden abknöpfen, bleiben 0,5 -- 0,7 C/kWh bei unseren Händler hängen…..aber das hab ick Dir ja schon mal erzählt, dat geht bei Dir im rechten Ohr rein und im Linken wieder raus……kennen wir ja schon, dat steht halt nicht im Argumentationsordner….für EE-Propagandisten.

    OfG
    Energie-Ossi…………..kann a bisserl mehr, als Börsenpreise wiederkäuen !

  33. @Heinz #32

    Erzeugung/Transport/Vertrieb + EEG-Umlage
    2011…17,33 C/kWh
    2012…17,76 C/kWh
    2013…19,7 C/kWh
    2014…20,11 C/kWh

    Und für uns Endverbraucher immer schön die gierigen Hände des Schäuble („sozialer“ Bürokraitestaat) in Form der MWST-Steuer und anderen Steuern mit einbeziehen….;)

  34. Mensch Hofi, nun überforderst Du den armen Mann aber völlig……
    Gucke mal, wenn er meine Frage….a+b=x….korrekt beantwortet hätte, würde ick voller Lehrerstolz eine Sonne in sein Hausaufgabenheft malen……weischt Du, bei Öko´s muss man gaaanz langsam mit der Mathematik anfangen….da kannste nich einfach mal eben so mit der Prozentrechnung dazwischen quaken, rein pädagogisch gesehen, wirfste meine Bemühungen komplett übern Jordan, echt jetzt, das ist extrem kontraproduktiv.

    Sowas muss man ganz behutsam anfangen…..erst wenn der Lernstoff sitzt, kann man dann die nächste Zahl zur Addition dazufügen, wie etwa die § 19-Umlage, die seit 2012 erhoben wird…..oder die Off-shore Umlage, die dann seit 2013 mit auf unserer Stromrechnung steht….und wenn dann der Schüler diese vielen bunten Zahlen nach zirka einem Jahr fehlerfrei addieren kann……und erst dann, hätte ich ihn an die Abschalt-Umlage herangeführt, die ab 2014 fällig wird.

    Und dann, aber erst dann….so in 5 Jahren…..kommt dat Ding mit den Prozenten auf alles……..kapische?
    Mit viel Geduld und noch mehr Spucke…..kann man selbst dem verstocktesten Kindlein noch etwas beibringen, selbst wenn es nur auf den Dielen spielen darf.
    Onkel Heinz………..Grundschullehrer in Ausbildung

  35. Bert Robel sagt # 30

    #15 Hallo Herr Diehl,
    wenn die großen privaten Elektrizitätserzeuger schon seit längerem in großem Maßstab in die EE eingestiegen wären, würden wir hier von Ihnen todsicher ständig ellenlange hirnerweichende Traktate über diese gewinngeilen Großkapitalistenschweine ertragen müssen , die den dezentralen weltrettenden Bürgern die EE-Absahngewinne unverschämter Weise für ihre Konzerngewinnmaximierung vor der Nase wegschnappen. Diese dumm-ideologische Behauptung führen Sie ja schon jetzt ständig beim angeblichen Versickern des Geldes aus dem von Ihnen völlig unverstandenen Vorgängen an den Strombörsen an.

    @Nein Herr Robel, im Gegenteil die haben doch die Zeit verschlafen, nicht zu letzt deshalb, weil sie höhere Rendite gewöhnt waren. Die „Großen“ werden noch gebraucht, nur mit einem anderen Geschäftsmodell.

    Ich erinnere mich an die frühen Neunziger Jahre, bei uns in einer Siedlung mit EFH und die Dächer nach Süden ausgerichtet, wurden die Dachständer entfernt weil die Versorgung auf unterirdisch umgestellt wurde.

    Mein Sohn, damals gerade bei seiner Diplomarbeit Elektrotechnik, erwähnte bei einem der Verantwortlichen so neben bei, dass man an Stelle der Dachständer, die ja Eigentum der Versorger waren, die gesamte Siedlung mit PV Anlagen bestücken und betreiben könnten, das würde passen in künftige Geschäftsmodelle. Außer einem müden Lächeln mit aroganter Bemerkung kam da keine Reaktion. Heute werden auf einer nicht übersehbare Zahl der Dächer PV Anlagen privat betrieben. Sie sehen, man hätte ohne Weiteres, an dem was .Sie Gewinnmaximiereung nennen, teil haben können

    Was die Börse betrifft, muss man eigentlich „nur“ wissen, dass der Preis der dort entsteht, maßgebend ist, für die Umlage die von den Verbrauchern zu bezahlen ist.
    Und dafür lautet die Formel, „Je mehr die EE die Börsenpreise senken, desto höher wird für die Verbraucher die Umlage“
    Auf die „Nebelkerze“ EEG Konto bezogen heißt das, je weniger Erlöse für EE Strom dort eingehen, desto mehr -- von den Verbrauchern gezahlte -- Umlage geht dort ein, obwohl auf der Ausgabenseite nicht „1“ Cent mehr benötigt wird.

    Da summieren sich Milliarden, alleine in 2013 3,3 Milliarden wie Sie der folgenden Studie entnehmen können.
    http://www.impres-projekt.de/impres-wAssets/docs/2014_09_10_Monitoringbericht_FINAL_.pdf
    Zitat:
    Die Stromverbraucher insgesamt sehen sich 2013 durch die EEG-Umlage einer Belastung von rund 16 Mrd. € ausgesetzt. Durch den Merit-Order-Effekt hatte sich 2013 auf dem Großhandelsmarkt eine Preissenkung im Wert von 3,3 Mrd. € ergeben. Sofern solche Preissenkungen vollständig an die Stromverbraucher durchgereicht werden, stünden ihren Belastungen durch die EEG-Umlage Entlastungen in einer Größenordnung von über 0,6 Ct/kWh gegenüber.

    MfG

  36. #35 Hallo Herr Diehl,

    Sie sind ja so langweilig.

  37. @Bert
    Ach ja……Dielen-Studien…..

    Für das Jahr 2013
    werden systemanalytische Differenzkosten in Höhe von ca. 14,8 Mrd. € ermittelt, denen
    ein Nutzen von ca. 11 Mrd. € gegenüber steht. Bereinigt um die in den Systemdifferenzkosten
    eingerechnete Teilinternalisierung der CO2-Zertifikatskosten beträgt der
    Nettonutzen rund 10,4 Mrd. €. Dieser Nutzen beruht allein auf vermiedenen Emissionen
    der gegenwärtigen EE-Endenergieerzeugung. Bei den systemanalytischen Differenzkosten
    dominieren die direkten Differenzkosten, während die indirekten Differenzkosten
    bisher noch relativ gering sind: Die Ausgleichs-, Regelenergie- und Netzausbaukosten
    liegen zusammen bei knapp 0,66 Mrd. €. Dieser statischen Kostenbetrachtung
    für das Jahr 2013 stehen weitere, insbesondere auch dynamische Nutzenwirkungen
    wie Spillover-Effekte von Politik und FuE-Aktivitäten, technische Entwicklungen,
    vermindertes Risiko nuklearer Unfälle und erhöhte Versorgungssicherheit gegenüber,
    die allerdings bisher nicht monetär quantifiziert sind.

    Wer sich solch einen Bullshit aus den Fingern saugen kann, der frisst auch seine Großmutter……oder so ähnlich.
    Studien, die die Welt nicht braucht….es sei denn, man ist gezwungen seinen EE-Quark bis aufs äusserste verteidigen zu müssen.
    Übrigens……Mitbeteiligter an dieser Studie ist der DIW Berlin, dat tolle Institut, wo auch eine ProfX Kempfert ihre Kompetenz weiträumig versprüht.
    Hach, dat erinnert mich an 2008……wo eine Machbarkeitsstudie nach der anderen den Markt überschwemmte…und ick damals schon aus dem Lachen nich mehr raus gekommen bin.

    Onkel Heinz…………im Altglas ist gaaaaaanz viel Öl drin und Norwegen könnte theoretisch ganz Europa über Wochen mit Wasserstrom versorgen

  38. @Hans Diehl #35
    Sie „Schwachmat“…diese höheren Renditen der Stromkonzerne waren gleichzeitig die Dividenden/Renditen der beteitligten Kommunen, Städte und Bundesländer und somit dienten diese Konzern-Renditen zum Großenteil der Finanzierung von öffentlichen und sozialen Einrichtungen in unserer Gesellschaft. Mann oh Mann….auf Öko und Sozialpädagoge machen und nicht mal die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge erkennen wollen, die unser soziale Gemeinwohl zusammenhalten bzw. gehalten haben. Die Energiewende per EEG VERNICHTET gerade diese soziale Basis, die erst durch das Zusammenspiel von Kraftwerken = Energiekonzernen und der öffentlich Hand = Kommunen, Städte und Bundesländer ermöglicht wurde. Das nennt man auch SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT!!!

  39. @Heinz #34
    Nicht so bescheiden….der Holzhammer des Prozentrechnen (MWST/Steuer) hängt immer und überall in Deutschland über uns. Da war der „Zehnt“ aus vergangen Tagen noch ein Weisenknabe. 😉

  40. # 31 Herr Robel,

    mit Ihrer Feststellung zum Umgang mit gültigem Recht und Regeln von Seiten der Personen in Regierungsämtern, treffen Sie „des Pudels Kern“.
    Eine verlässliche Lage, die nicht von den Launen der Politik, bzw. einer treibenden Lobby, zu ihren Gunsten verändert wird, findet unter der Ägide einer „Gouvernanten-Politik“ statt.
    Die Grundlagen der Energie-Wirtschaft wurden über den Haufen geworfen, mit gleicher „Alternativlosigkeit“ wie die Bürgschaften für verlorene Euro-Schulden zahlungsunfähiger EU-Statten der Bevölkerung auferlegt wurde.
    Die Folgen solcher verantwortungsloser Personenkult-Politik für die Bevölkerung, ist definitiv Ausdruck von Verachtung, ohne dass die Verachteten und Betrogenen wirklich aufmucken. Dafür sind zu viele Speichellecker auf dem gleichen Kurs.
    Dieser Personenkult ist hier ab min 2,12 schön ins Bild gestellt

  41. @Diehl #24

    Sie müssten doch als Vertreter der Versorger wissen, dass niedrige Börsenpreise, Einsparungen bei der Strombeschaffung bedeutet.

    Die sog. Strombörse ist für den Endverbraucher und für die volkswirtschaftliche Bewertung irrelevant. Sie kein Markt, und die dortigen „Preise“ liegen z.T. unter den Produktionskosten der meisten Anbieter. Das liegt daran, dass ein Teil der Anbieter Dumpingpreise unter Gestehungskosten nimmt, was er aber nur kann weil er den Rest seiner Produktionskosten (und einen ganzen Batzen obendrauf) vom Verbraucher subventioniert bekommt.

    Der Endverbraucher zahlt also Börsenpreis + Subventionen + X. Da die Subventionen erheblich sind und permanent steigen, steigt der Endpreis -- inzwischen weit weit über das Niveau unserer Nachbarländer.

    Die volkswirtschaftliche Belastung ist genauso zu rechnen.

    @Diehl #35

    Mein Sohn, damals gerade bei seiner Diplomarbeit Elektrotechnik, erwähnte bei einem der Verantwortlichen so neben bei, dass man an Stelle der Dachständer, die ja Eigentum der Versorger waren, die gesamte Siedlung mit PV Anlagen bestücken und betreiben könnten, das würde passen in künftige Geschäftsmodelle.

    Außer nachts

    Außer einem müden Lächeln mit aroganter Bemerkung kam da keine Reaktion. Heute werden auf einer nicht übersehbare Zahl der Dächer PV Anlagen privat betrieben.

    Die Zahnarzt-Villenbewohner kassieren Subventionen von der Allgemeinheit für ihren Öko-Blingbling, aber sie versorgen nicht sich selbst oder die Siedlung mit Strom. Weder tatsächlich noch rechnerisch.

  42. #27, #40 & Ergänzung zu #31
    In der taz kann man ganz aktuell unter dem Artikel „Kritische Beamte stillgelegt“ die Bildung einer Rechtfertigungs- und Schuldverteilungslegende zur KKW-Stilllegung in 2011 beobachten.

    Im Leserblog der taz zu dem o.g. Artikel gibt Kommentator FRANK HEINZE
    als einziger unter etlichen der üblichen Anti-AKW-Kommentatoren die verwaltungsrechtlich korrekte Einschätzung zu der Aussage (eigentlich besser Legende) des heute die Atomaufsicht im grün-regierten Baden-Württemberg leitenden Beamten Gerrit Niehaus in dem Untersuchungsausschuss ab:

    „Eine rechtssichere Abschaltung deutscher KKWs war eh nie möglich. Dazu müsste eine reale!, keine imaginäre Gefahr vorhanden sein. Und dann braucht man auch kein Fukushima dazu, sondern kann einfach abschalten. Japanische Risiken auf deutsche Meiler zu übertragen ist schlicht und einfach Unfug.“

  43. “Eine rechtssichere Abschaltung deutscher KKWs war eh nie möglich. Dazu müsste eine reale!, keine imaginäre Gefahr vorhanden sein. Und dann braucht man auch kein Fukushima dazu, sondern kann einfach abschalten. Japanische Risiken auf deutsche Meiler zu übertragen ist schlicht und einfach Unfug.”

    im strengen Kontrast hierzu:

    GG -- Art. 20. [1] [Bundesstaatliche Verfassung; Widerstandsrecht]
    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
    (2) 1 Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. 2 Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    Der Gedanke, der hinter dem Rechtsstaatsprinzip steht, ist, dass die Ausübung aller staatlichen Gewalt umfassend an das Recht gebunden werden soll.
    Was ist das für ein Staat, der vorsätzlich anders handelt?

  44. #43 Hallo FK 9 Pilot,

    es hat schon seine Gründe, warum 2011 die KKW-Stilllegung von einer „Ethikkommission“ unter Nichtbeachtung des Votums der gesetzlich vorgegebenen Reaktorsicherheitskommission beschlossen wurde. Man sich des Eindrucks kaum erwehren, dass die öko-ideologische und machtpolitische „Ethik“ sich nicht mehr an das Rechtsstaatsprinzip gebunden sehen.

  45. Hallo Herr Robel,

    anbei eine interessante Studie vom
    Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, die zeigt:

    Weiterhin werden im Rahmen der Untersuchung Ableitungen und Empfehlungen zu einzelnen Kernfragen bezüglich der Ausgestaltung regionaler Energiesysteme getroffen. Dabei wird deutlich, dass CO2-Minderungsziele mit einer Verlängerung von Laufzeiten hessischer und bayerischer Kernkraftwerke zu weit geringeren volkswirtschaftlichen Mehrkosten erreichbar sind als in den entsprechenden Szenarien ohne Kernenergie. Dieser Effekt verstärkt sich bei Erhöhung der Reduktionsvorgaben von energiebedingten Treibhausgasen. Die Rolle der erneuerbaren Energien ist vor allem in den ambitionierten Treibhausgasminderungsszenarien von großer Bedeutung. Allerdings ist die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Regionale Mindestquoten für die Nutzung erneuerbarer Energien mit dem Ziel einer Senkung der energiebedingten CO2-Emissionen unterwandern das übergeordnete Klimaschutzinstrument des Emissionshandels.
    Die gezwungene Einhaltung solcher lokalen Quoten ohne Berücksichtigung der Gesamtsystemeffekte verhindert im Hinblick auf eine bestmögliche Minderungsstrategie eine optimale Ausgestaltung des gesamten deutschen und europäischen Energiesystems.

    Eine Erkenntnis die den Propagandisten der NIE nicht schmecken wird.

    Grüße
    Günter Heß

  46. @Bert Robel

    Was mich „irritiert“ ist, dass ein Staat, der vorsätzlich und fortgesetzt Recht bricht, eigentlich kein Rechtsstaat mehr ist -- selbst dann, wenn in vielen Fällen das Korrektiv der Jurisdiktion noch funktioniert. Die Aufgabe der 3. Gewalt ist ja eigentlich die Korrektur „fahrlässiger“ Fehlentscheidungen der Exekutive, nicht vorsätzlicher solcher…

    Und überhaupt: Warum solch ich mich noch an Gesetz und Recht halten, wenn es der Staat nicht tut? Nur aufgrund seines Gewaltmonopols?
    Wenn es so weit ist, dann nennt sich die Staatsform in der ich lebe „Diktatur“.

  47. #46 FK 9 Pilot
    Das der öko-ideologische/-industrielle Komplex größere Probleme mit der Demokratie hat, kann man meiner Meinung nach daran sehen, dass in dem vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) veröffentlichten Bericht „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ (engl. World in Transition – A Social Contract for Sustainability) als ein wesentliches Element zur Verbesserung der Demokratie die Installation einer Art von „Rat der Ökowaisen“ gefordert wird, der über den Parlamenten steht. Dieser hat die Aufgabe jedes von Parlamenten erlassene Gesetz daraufhin zu überprüfen, ob es den ökologischen Anforderungen entspricht; falls nicht kann der Rat es zur Neuberatung an das Parlament zurückverweisen. Begründung für den Rat sei die Erkenntnis das demokratische Institutionen und Verfahren zu langsam auf den Klimawandel und ökologische Gefahren reagieren.
    Mit einem solchen Rat hätte die deutsche Demokratie dann das Niveau erreicht auf dem sich der Iran jetzt befindet, denn dort Wacht ein Rat aus Ayatollahs darüber, ob alle vom Parlament erlassenen Gesetze mit dem Islam vereinbar sind.

  48. #41 anorak2

    …und die dortigen “Preise” liegen z.T. unter den Produktionskosten der meisten Anbieter.

    weil bestimmt bald das gedöns von null grenzkosten der NIE kommt, zitiere ich mal die bundesnetzagentur:


    In der Debatte wird vielfach fälschlich angenommen, EE-Anlagen hätten keine Grenzkosten und würden daher erst bei Unterschreiten der negativen Marktprämie abregeln. In Wirklichkeit haben die meisten EE-Anlagen nennenswerte Grenzkosten, die sich aus den Wartungs- und Pachtverträgen ergeben und die auch aus den (sehr heterogenen) Bilanzierungsrisiken resultieren. Bei flexiblen Biomasseanlagen kommen die Kosten der Einsatzstoffe und die Opportunitätsüberlegungen hinsichtlich der Gas-Speichernutzungen als Grenzkostenbestandteile hinzu.

  49. @Bert Robel #47
    Daran sieht man ganz schön, wieviel MACHT der Staat/Politik bereits über uns als freie Gesellschaft hat. Und diese Macht wurde dem Staat vom deutschen Wähler immer wieder neu verliehen. Die Politik hat es viel zu einfach GESETZE zur erlassen und Verordnungen abzusegnen. Durch diese Politik der Gesetzes-Willkür ist einer neuen Diktatur (jetzt im Grünen-Sozialistischen Gewand) Tür und Tor geöffnet. Eine Politik die dem Klima und der Umwelt ALLES unterordnet ist eine Politik gegen die Freiheit einer offenen Marktgesellschaft und damit ein Diktat an uns Allen in dieser Gesellschaft.
    Der Markt = wir als Nachfrager und Anbieter müssen endlich wieder selbst bestimmen können. Der Staat schreibt uns mit seinen Verhaltensregeln, Gesetzen und Bevormundungsverordnungen viel zu viel vor. Die Politik ist zu einer Diktatur in Deutschland verkommen. Mit all ihren negaitven Folgen. Zum Schluss wird der Mangel und die Armut in Deutschland wieder gesiegt haben. Nur weil sich die Menschen in der deutschen Gesellschaft immer noch nicht eigenverantworltich und selbstbestimmt Organisiert haben und sich vom Diktat der Politik immer weiter geiseln/fremdbestimmt lassen.
    Jeder hat die Wahl…wenn er aber immer weider die gleichen Peiniger wählt, dann kann man ihm auch nicht mehr helfen.

  50. Die Schweiz sagt Nein zur Energiesteuer der Grünliberalen

  51. @Bert

    Reck: KWK in Schieflage – Gabriel muss handeln

    „Gabriel muss jetzt endlich handeln“, unterstrich Hans-Joachim Reck bei einem Pressefrühstück des VKU zur KWK heute Vormittag in Berlin. 54 % der vom VKU befragten Stadtwerke können demnach die Vollkosten ihrer KWK-Anlagen nicht mehr decken, 16 % können nicht einmal ihre Betriebskosten decken. Dies gelte vor allem mit Erdgas betriebene KWK-Anlagen in der allgemeinen Versorgung. Entsprechend sei die gasbetriebene KWK-Erzeugung seit 2010 um 18 % gesunken, so Julius Ecke vom Beratungsunternehmen Enervis. Dies obwohl Erdgas betriebene KWK in der Fernwärmeversorgung mit durchschnittlichen Vermeidungskosten von 20–30 €/t einen kosteneffizienten Beitrag zum Klimaschutz leiste. Dazu komme der soziale Versorgungsauftrag.
    --
    Die vom BMWi vorgesehene Deckelung der KWK-Förderung lasse nur eine Sicherung der Bestandsanlagen zu und sei im Vergleich zu den über 22 Mrd. €, die jährlich für die EEG-Förderung ausgegeben würden Peanuts. Die Förderung von Neuanlagen könne hiermit nicht erreicht werden und faktisch werde damit auch das im Koalitionsvertrag festgelegte Ausbauziel von 25 % KWK-Strom bis 2020 aufgegeben.

    Auch so ne kleine Nebenwirkung der rein auf Strom fokussierten Energiewende, denn gerade Stadtwerke haben seit der Liberalisierung der Energiemärkte ne Menge Kohle in neue Anlagen versenkt…….die heute, so ziemlich im Arsch sind.
    Tja…….und weil inzwischen die Lobbyverbänder der EE-Geier viel zu mächtig geworden sind, kackt die kleine KWK/AGFW-Lobby im Sumpf der Politik-Mafiosis total ab…….weil man auch viel zu lange im Chor der Bekloppten, den toten Gaul ganz besonders weit vorreiten wollte.
    All das war jedem, der etwas mit der Branche zu tun hat….bereits 2008 klar……und die, die was dagegen gesagt haben, wie der ex-Cheffe von RWE…Großmann…..wurden in die Wüste geschickt.
    Nu ham wa den Salat……der uns gründlich die Verdauung versaut…….leider ist es heute schon zu spät dat grüne Giftzeuch wieder auszukotzen……der Organismus ist bereit irreparabel beschädigt.

    H.E.

  52. @Heinz #51
    Und gerade die Stadtwerke…die sich mit dem EE-Teufel zusammengetan haben um gegen die Großen 4 Energeikonzerne mit ihrer Kernkraft zu wettern, was das Zeug hält. Und der BUND (Natur-Mafia-Verein) ist auch so ein heuchlerischer und verlogener EE-Verein geworden.
    Somit haben die Stadtwerke keine Lobby mehr, die Natur hat in Grün-Sozial Deutschland auch keine Lobby mehr, die Kohle, das Gas und die Kernkraft hat noch nie eine Lobby in Grün-Sozial Deutschland gehabt, die Vogelwelt eh nicht und der Verbraucher…der wird von vorn bis hinten von Politik und EE-Profitgeier bzw. Grün-Soziale Gutmenschen bevormundet und ausgeplündert….

  53. @Hofmann, M #52

    …der wird von vorn bis hinten von Politik und EE-Profitgeier bzw. Grün-Soziale Gutmenschen bevormundet und ausgeplündert….

    Ja, man glaubt es kaum. Der kleine, Sandalen tragende Strick-Öko hat sich zum rücksichtslosen, profitgierigen Turbo-Kapitalisten entwickelt und erschleicht sich Vorteile wo er nur kann. Aber eines ist geblieben; mangelnde Fundamentalbildung tanzt er weg oder er spielt arrogant den Oberlehrer.
    Aber wird der Öko zum Millionär (Solarworld Asbeck, Joschka Fischer,….) und legt sich einen dekadenten Lebensstil zu, so wird er von seinen ehemaligen Kampfgenossen weder kritisiert, noch ausgeschlossen. Das verwundert doch immer wieder -- Kadavergehorsam scheint eine seiner Eigenschaften zu sein, die den Erfolg dieser Bewegung mitbegründet. Daher auch wohl die manische Verteidigung grüner Ideologien auf Basis vorgefertigter Argumentationsschemata, ohne diese selbst reflektieren zu können.

  54. @Sonnenanbeter #53
    Was ich vermute, warum die Grünen immer noch so gut Wahlergebnisse einfahren tortz ihrer schizophrenischen Politik…die Gier die mit dem EEG über die Gesellschaft gekommen ist.
    Viele Wähler wählen meiner Meinung nur noch Grün, weil die Grünen am EEG und der Energiewende nicht rütteln wollen und damit haben die EEG Profitgeier einen politischen Verbündeten bei dem sie ziemlich sicher sein können, dass dieser die eigenen Interessen weiter durchsetzt.
    Die Grünen sind meiner Meinung nach keine Grüne sondern eine Gier Profit Partei. Genauso wie der BUND in Deutschland. Die Gesetze der Gier so zu sagen….

  55. @Hofmann, M #54

    Viele Wähler wählen meiner Meinung nur noch Grün, weil die Grünen am EEG und der Energiewende nicht rütteln wollen

    So sehe ich das auch. Man wird die Geister nicht mehr los, welche man rief. Erst haben die „Etablierten“ den grünen Gutmenschen gespielt um Wähler anzulocken und als die eigene Stammklientel sich ordentlich mit Solarpanele und Windkraftbeteiligungen eingedeckt, sich also „ergrünt“ hat, um dabei in erster Linie „ethisch korrekt“ Profit zu machen, da gab es kein Zurück mehr. Jetzt wollen sich natürlich die „Scheingrünen“ ihre Profite nicht mehr nehmen lassen. BUND und Co. dagegen haben sich eine „Bedeutung“ erkämpft, die ihnen mit reinem Naturschutz kaum zukäme. Sie geniessen einfach die „Wichtigkeit“ die ihnen die Mitsprache bei der Energiewende beschert (wer philosophiert nicht gerne beim Lunch mit der Kanzlerin im Adlon über seine Ansichten, statt im Unterholz Greifvögel zu zählen?).

  56. Hi zusammen,

    ich muss es mir einfach von der Seele schreiben:

    habe gerade wieder mal mit einem glühenden Verehrer der Energiewende diskutiert.

    Was hatte er nicht alles (neben einem aggressiven Diskussionsstil) für Argumente: Atommüll, unsere Kinder Umweltschutz…

    Natürlich hat er meine gegenteilige Auffassung gleich mit persönlichen Angriffen gekontert wie „Man könnte glatt glauben Du seist ein Atomlobbyvertreter und oder CSU-Wähler“.

    Zentrale Aussage von ihm aber gleich am Anfang: „Von Technik habe ich keine Ahnung, aber…“.

    Der Deutsche ist halt meinungsstark und faktenschwach.

    Daran sieht man mal wieder eindeutig, dass die ganze Energiewende eine rein religiöse Glaubensangelegenheit bei der leicht beeinflussbaren Mittelschicht geworden ist.

    Sie wird daher leider gegen alle Vernunft und gegen alle wirtschaftlichen Überlegungen konsequent bis zum bitteren Ende durchgezogen und das macht mir echt Angst.

  57. Ingenieure und Techniker lernen die logische, technische Sprache der konstruktiven, genormten technischen Kommunikation zu verstehen und anzuwenden, um Missverständnisse auszuschließen.
    Man lernt Zeichnungen, mit all ihren abstrakten Symbolen zu verstehen und kommuniziert in dieser „ symbolischen Sprache der Techniker“ mit denen, die das ebenso verstehen, was den Anderen, der Mehrheit, viel zu abstrakt bleibt.
    Eigentlich ist es ein elitärer Kreis von Technikern der meist unter sich bleibt, weil er sich nicht medial oder politisch in Szene setzt, sondern an eher an realen Problem-Lösungen erarbeitet.

    Als Wirtschaftler zählen die nur realen Fakten, um mit möglichst geringem Aufwand Erfolge zu realisieren, man ist und bleibt Realist.

    Es kommt also immer auf eine klare rationale Erkenntnis der Fakten an, auf dass, was man sieht, was man quasi erkennen und real verstehen kann.

    [Verlinkung gelöscht, siehe nächsten Kommentar, Admin Heller]

  58. @Hans Meier #57

    Keine Ahnung, ob die verlinkten Bilder echt sind, aber bei dem ganzen anderen unsäglichen Mist, der auf dieser Webseite zusammengetragen wurde, würde mich eine plumpe Fälschung jetzt auch nicht wundern!
    Solche Internetauftritte von durchgeknallten Verschwörungstheoretikern, Links-Rechts(ja was eigentlich?)-Faschisten und KenFM-Fans lassen mich manchmal an der Sinnhaftigkeit des Internets zweifeln. Verlinkungen auf solche Seiten haben in diesem Blog meiner Meinung nach nichts verloren! Insofern: nicht hilfreich!

    [Das sieht die Administration auch so!, Admin Heller]

  59. @Sonnenanbeter #55
    Der Lunch im Adlon mit der Mutti mag für sehr wenige ein Grund sein…der Großteil der Grünen Wähler ist darauf bedacht, dass die EEG Privilegien solange wie möglich bestand haben. Jemand der sich mit dem EEG seine Einnahmen/Profit sichert, der wird auch in Zukunft die Partei wählen, die ihm verspricht dieses EEG/Abzocke = Profitgier bei zu behalten.

  60. Hier mal ein Artikel der Uni Heidelberg (Dank an Oliver Hartmann auf Eike). Die ersten vier Sätze mal ignorieren, das übliche Einleitungsgeschwafel. Aber dann wird es interessant, weil diese Sichtweise zum Gesamtenergieverbrauch ja sonst kaum bis gar nicht stattfindet, zumindest ist mir das bislang so nicht aufgefallen.

    Die unteren vier Streifen zeigen den Beitrag der erneuerbaren Energieträger in Deutschland. Die Wasserkraft, sehr schmal in blau, trägt mit 0,5% bei, sie ist seit Jahrzehnten praktisch unverändert und ist in Deutschland nur schwerlich auszubauen. Die Biomasse in grün hat mit heute 7% Anteil stark zugenommen, gilt aber wegen ihrer Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion als weitgehend ausgereizt. Die Windkraft in graublau trägt 1,2% bei. Photovoltaik und Naturwärme (Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie), in gelb am unteren Rand der Abbildung, decken 0,8% und 0,4% des Energieverbrauchs ab. Zusammen ergeben die Erneuerbaren etwas mehr als 10%, wobei die Biomasse (Holz, Klärgas, Biodiesel) stark dominiert.
    Die Bilanz der neuen Energieträger verbessert sich etwas, wenn wir nicht die (z.B. in die Kraftwerke eingespeiste) Primärenergie betrachten, sondern die Energie, die tatsächlich beim Verbraucher ankommt. Bei dieser Endenergie haben z.B. Wind und Photovoltaik zusammen statt der genannten 2,1% einen etwas höheren Anteil von 2,6%, da ihre Umwandlungsverluste geringer ausfallen als bei den herkömmlichen Energieträgern.
    Die 1,2% für die Windenergie lassen uns stutzen. Beliefert nicht eine einzige neue Windkraftanlage mehr als tausend Haushalte mit Strom, wie man landauf landab hört? Bei den heute gut zwanzigtausend installierten Windrädern sollten demnach bald mehr als 20 Millionen Haushalte in Deutschland versorgt sein. Ist damit die Energiewende nicht schon fast geschafft, und widerlegt dies nicht den in der Abbildung gezeigten Befund? Nein, denn selbst wenn alle Haushalte in Deutschland ihren Strom aus erneuerbaren Quellen bezögen, so wären erst 3,6% der Energiewende geschafft.

    Das Fazit daraus ist, die ideologisch motivierten Ziele einer 50% oder 100% auf sogenannte erneuerbare Energien basierende Energieversorgung sind ein einziger Schmarren, weil ökonomisch, physikalisch und technisch nicht umsetzbar.

    karl.s

  61. Mein einziger Kritikpunkt an diesem Artikel ist, daß Breckerfeld nicht wirklich zum Märkischen Kreis gehört, sondern in den Ennepe-Ruhr-Kreis. 😉

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