Deutsche Umwelthilfe: Die Industrie und nicht die „Erneuerbaren“ sind schuld am Anstieg der Strompreise in Deutschland

15. August 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

AluminiumGestern war ich in Norddeutschland mit dem Auto unterwegs und hatte dabei das zweifelhafte Glück bei NDR-Info im Radio im Halbstundenrhythmus erklärt zu bekommen, warum die EEG-Umlage im nächsten Jahr ansteigt. Dabei wurde mehr oder weniger kommentar- und kritiklos eine Pressemeldung der Deutschen Umwelhilfe übernommen. NDR-Info:

Umwelthilfe sieht Energiewende in Gefahr

Berlin: Die Deutsche Umwelthilfe sieht die Energiewende in Gefahr. Grund seien die ungleich verteilten Kosten, sagte ein Sprecher der Organisation. Privatverbraucher und mittelständische Unternehmen müssten steigende Stromkosten bezahlen. Die Industrie werde dagegen immer häufiger von den Erhöhungen ausgenommen. Die Betriebe ließen sich von der sogenannten EEG-Umlage befreien. Nach Berechnungen der Umwelthilfe belaufen sich die Einsparungen für die Industrie in diesem Jahr auf fast fünf Milliarden Euro. Im kommenden Jahr seien es sogar mehr als sieben Milliarden Euro. Den Fehlbetrag müssten die Verbraucher und kleinere Unternehmen auffangen, kritisiert die Umwelthilfe.| 14.08.2013 16:15 Uhr

Diese Kampflinie hatte sich bereits seit längerem angedeutet. Jetzt wo durch die gefühlt ins unendliche steigende EEG-Umlage die Strompreise für alle deutlich erkennbar nach oben schnellen, muss schleunigst ein Schuldiger ausgemacht werden. Dass bei diesem Spiel der schwarze Peter auf keinen Fall bei den sogenannten Erneuerbaren Energien zu finden sein darf, scheint von vornherein ausgemachte Sache. Schließlich schicken Sonne und Wind ja gar keine Rechnung.

Anteil der Energiekosten bei besonders energieintensiven Industrien (Quelle: Studie der Deutschen Umwelthilfe)

Anteil der Energiekosten bei besonders energieintensiven Industrien (Quelle: Studie der Deutschen Umwelthilfe)

Privilegierung der energieintensiven Industrie als Schuldiger ausgemacht

Folgerichtig schießen sich jetzt Umweltverbände, die EE-Lobby und mit ihnen auch die meisten Medien im Land auf einen altbekannten Fein ein. Die böse Industrie. Schließlich kann diese (oder genauer gesagt diejenigen Industrien, die besonders viel Strom in der Produktion benötigen) von der EEG-Umlage befreit werden, vor allem um sonst entstehende Wettbewerbsnachteile zur ausländischen Konkurrenz zu verhindern.

Diese Entwicklung  wäre nun aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe aus dem Ruder gelaufen. „Die Bundesregierung hat in ihrer Industrie-Förderpolitik jedes Maß verloren.“  heißt es in der entsprechenden Pressemeldung. In der Hauptsache wird die Politik jetzt von zwei Seiten kritisiert. So ständen etwa viele Betriebe, die von einer Befreiung von der EEG-Umlage profitierten, gar nicht im internationalen Wettbewerb und würden nur mit deutschen Produzenten konkurrieren, welche die gleichen hohen Stromkosten hätten.

EEG-Umlage würde als Mehrkosten an den Endverbraucher durchgereicht

Dieser Punkt mag bei manchen Betrieben durchaus zutreffen. Nur würden die Produzenten in dem Fall dass Sie die EEG-Umlage in voller Höhe zu zahlen hätten, sicher nicht die gestiegenen Stromkosten von der Dividende der Aktionäre oder dem Gehalt der Mitarbeiter und des Vorstands abziehen. Sie würden das machen, was bei höheren Kosten welche die gesamte Branche betreffen, immer geschieht. Und zwar die erhöhten Kosten an den Endverbraucher in Form höherer Preise weitergeben. Das bedeutet dass der Endkunde die steigenden Stromkosten in jedem Fall zu tragen hat, sei es über die EEG-Umlage oder über höhere Preise. Wobei erstere Möglichkeit zumindest noch den Vorteil hat, dass die EEG-Kosten für den Verbraucher transparent sind und nicht irgendwo als „allgemein Preissteigerung“ verschwinden. An einer solche Art von Transparenz ist allerdings der EE-Lobby wohl als letztes gelegen.

EEG-Umlage gefährdet internationale Wettbewerbsfähigkeit

Der zweite Aspekt ist, und darauf legt die jetzt vorgelegte Studie einen ganz besonderes Augenmerk, dass die energieintensive Industrie in Deutschland bislang international sehr gut aufgestellt wäre. Deren Wettbewerbsfähigkeit hätte im internationalen Vergleich in den letzten Jahren nicht ab-, sondern zugenommen.

Das mag so weit richtig sein. Jedoch ist das gerade auch dem Umstand geschuldet, dass die angesprochenen Industrien in den letzten Jahren eben keine EEG-Umlage zu entrichten hatten. Zwar gehört Deutschland, was die Industriestrompreise angeht, im EU-Vergleich zu den teuren Standorten und liegt seit Jahren im oberen Drittel. Allerdings konnten in den letzten Jahren besonders große Verbraucher von den gesunkenen Preisen an der Strombörse profitieren, was dazu geführt hat dass diese Industrien seit einigen Jahren sinkende Strompreise erleben und die Industrie-Strompreise aktuell etwa auf dem gleichen Stand sind wie 2007.

Wenn man der Argumentation der Deutschen Umwelthilfe folgt, ergibt sich diese verbesserte Wettbewerbsfähigkeit aber gerade, weil die genannten Industrien eben keine EEG-Umlage zahlen müssen. Bei einem Industriestrompreis von um die 10 Cent pro kWh würde eine Einführung der EEG-Umlage (aktuell 5,22 Cent/kWh) also eine Erhöhung der Stromkosten von über 50 %  bedeuten. Und dann wäre es für Firmen bei denen die Stromkosten einen großen Anteil an den Produktionskosten haben wohl endgültig vorbei mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Streichung der Privilegien würde EEG-Umlage nur minimal senken

Der  Umstand dass manche Firmen von der EEG-Umlage ausgenommen sind wird nun von den EE-Lobbyverbänden als große Ungerechtigkeit dargestellt, welche ursächlich für den starken Anstieg der Strompreise in den letzten Jahren und verantwortlich sein soll und auch in Zukunft zu höheren Preisen führen wird. Dabei genügt eine einfache Betrachtung der Zahlen, um die Unsinnigkeit dieser Aussage aufzuzeigen.

Nach der Studie der deutschen Umweltstiftung betragen die Zahlungen nach dem EEG über die Umlage im Jahr 2013 20,4 Milliarden Euro. In der gleichen Studie werden die Einsparungen der Industrie aufgrund der Privilegien im gleichen Jahr mit 5 Millliarden Euro beziffert. Im Jahr 2013  beträgt die EEG-Umlage 5,28 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet also, dass eine komplette Streichung der Privilegien der energieintensiven Industrie die EEG-Umlage um etwas mehr als 1 Cent pro Kilowattsunde senken würde.

Zur Erinnerung, die Erhöhung der EEG-Umlage von 2012 auf 2013 betrug 1,69 Cent je kWh. Für 2014 wird ein Anstieg in der Größenordnung von einem Cent pro kWh erwartet. Diesen Anstieg könnte man demnach durch die komplette Streichung der Privilegien für die stromintensiven Industrien für ein Jahr aussetzen lassen. Das wäre dann allerdings ein Einmaleffekt. Im darauffolgenden Jahr würde der Anstieg bei weiterem Ausbau der „Erneuerbaren“ munter weiter gehen.

Für die exportabhängige Industrie hätte eine solche Streichung fatale Folgen. Die Produktion die sich dann in Deutschland nicht mehr rechnet würde dann irgendwo im Ausland stattfinden, wo die Energiekosten nicht ideologisch motiviert in die Höhe getrieben werden.

Und bei den Industrien die nicht im internationalen Wettbewerb stehen würde ein höherer Strompreis schlicht bedeuten, dass diese die höheren Kosten einfach an die Endverbraucher durchreichen würden. Sollten sich die Umwelt- und EEG-Lobbyverbände mit ihrer Forderung also durchsetzen wäre das Ergebnis der Verlust von Arbeitsplätzen und steigende Verbraucherpreise.

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108 Kommentare
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  1. Grüne Logik wird hier erläutert:
    pi-news.net/2013/08/grune-logik

  2. Mir scheint, die Absicht von den wirklichen preistreibenden Zusatzkosten infolge eines enormen Mehraufwandes, abzulenken und Scheindebatten zu starten, zeigt ein lobbyistisches Engagement für die unwirtschaftlichen NIE`s.
    Preisgünstige und stabil vorhandene elektrische Energie ist gewiss ein Maß an Wohlstand, was der Wirtschaft und der Bevölkerung großen Nutzen verschafft.
    In der Industrie mit hohem Automatisierungsgrad oder Energiebedarf sind Stromkosten z.T. entscheidender als Arbeitskosten.
    Infolge des EEG hat aber quasi ein Run an Investitionen in dezentrale, wetterabhängige Windmühlen und Solarflächen stattgefunden und es ist eine gewaltige Spekulationsblase an installierten Überkapazitäten entstanden, der diese Spekulanten auf die etablierten Parteien als ihre Schutzgeld-Patrone hoffen lässt.
    Eigentlich ist es wie bei vielen anderen Spekulations-Blasen auch; wer soll z.B. spanische Ferienwohnungen kaufen und bewohnen die zu zig Tausenden halbfertig dort stehen und konkurrieren, derweil die Eigentümer und Banken nun pleite sind.
    Es zeigt sich immer aufs neue welche extremen Fehleinschätzungen zu enormer Vernichtung von Kapital, und damit Verschwendung wirtschaftlicher Ressourcen führt.
    Erstaunlich ist dabei immer die politische Begünstigung dieser unglücklichen Entwicklungen und die massive Unterdrückung jeder system-analytischen Kritik, um an einem insgesamt nur Schaden verursachenden Desaster Provisionen abzuschöpfen.

  3. Sehr geehrter Hr. Kipp,

    guter Beitrag.

    Das Verhalten der Deutschen Umwelthilfe ist leicht zu verstehen. Man muss doch irgendwie davon ablenken, dass man sich mitschuldig macht an zigtausendfachem Vogelmord, der Zerstörung von Naturschutzgebieten und der Vernichtung von Arbeitsplätzen. Mal ganz angesehen von der Mitschuld an der Tank-statt-Teller-Politik: Biosprit im Tank = gutes Gewissen für unsere Reichen, Hunger für die Armen.

    Und Glückwunsch noch zum Nachwuchs!

    Mit freundlichen Grüssen

    Fred F. Mueller

  4. Eines vergessen unsere ökosozialistischen Propagandamedien immer! Und zwar das wir in Deutschland mit unseren sehr stark ausgeprägten Sozialleistungsnetz (Rente, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Hartz IV usw. eine sehr starke internationale Wirtschaftsleistung brauchen. Desweitern muss von der Politik ALLES daran getan werden, um die wirtschaftliche Wertschöpfung im Land zu halten. Und die bestens bezahlte und arbeitnehmerfreundlichste Branche in der Wirtschaft war und ist die Industrie. Danach kommt das Handwerk und danach der Dienstleistungssektor. Das Beamtentum ist als wirtschaftlicher Sektor nicht zu sehen und dementsprechend außen vor zu halten. Ohne die gut bezahlten innovativen Industrie- und Handwerkerarbeitsplätze können wir in Zukunft weder den hart erwirtschafteten Wohlstandsstaat noch den Sozialstatus in Deutschland halten. Mit Dienstleistungs-Jobs und einer hohen Staatsquote (Beamten) kann kein Wohlstand entstehen und damit auch kein Sozialnetz. Stück für Stück wird Deutschland durch diese Anti-Industrie-Konsum-Denke eines ökosozialistischen Gedankengut in eine neue Mangelgesellschaft per Gesetz und Verordnung diktiert.

  5. Stück für Stück wird Deutschland durch diese Anti-Industrie-Konsum-Denke eines ökosozialistischen Gedankengut in eine neue Mangelgesellschaft per Gesetz und Verordnung diktiert.

    Aber die Mangelgesellschaft ist doch das Ziel!
    Denn Mangel erhöht den ‚Bedarf‘ an Zuteilung und Umverteilung: Der feuchte Traum jedes machtgeilen Sozialisten.
    Wo kämen wir denn hin, wenn die Menschen selbstständig ihr Leben steuern würden…

  6. DUH…….sind das nicht die, die mit viel Einsatz die Kohlekraftwerke bekämpfen?
    Na egal……..lügen ohne rot zu werden, war schon immer ein Hobby der Umweltverbände……denn die Tatsachen sehen anders aus.

    IHK warnt: Durch Energiewende droht Jobverlust

    Durch die Energiewende drohen Massenentlassungen in der Region – das befürchtet die Industrie- und Handelskammer. Ulrich Altstetter warnt: Entweder ein Unternehmen geht ins Ausland, oder es streicht Arbeitsplätze

    Zudem dürfe es keine „16 Energiewenden in Deutschland geben“, so Ernst. „Alle Bundesländer und Gemeinden müssen zusammenarbeiten.“ Als wichtigen Punkt sehen die IHK-Vertreter auch die Einführung von marktwirtschaftlichen Prinzipien. „Im Augenblick haben wir eine reine Planwirtschaft“, sagt Alexander Gundling. „Es wird Strom produziert, obwohl er nicht benötigt wird. Es sollte aber mehr in die Forschung der Speicherung investiert werden.“

    Dieser Stromüberschuss führt laut Gundling auch dazu, dass nicht nur die deutschen Netze belastet werden, sondern auch die unserer Nachbarländer: „Deshalb sollte es einen Europa-Binnenmarkt für Strom geben.“

    Die GrünInnen/Brechdurchfall 90 wollen ja tausende neuer Arbeitsplätze mit dem weiteren Ausbau der NIE schafffen……dafür werden dann wo annerscher eben hunderttausende von Arbeitsplätzen gestrichen….wat juckt die dat, als Beamte sind se ja unkündbar.
    H.E.

  7. Industriestrompreis und internationaler Wettbewerb

    Energie ist bei energieintensiven Industrien vielfach der bedeutendste Kostenfaktor. Da in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern hohe zusätzliche Abgaben und Umlagen im Strompreis enthalten sind, sind Ausnahmen hiervon zum Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der energie­intensiven Industrie notwendig. Die Energiekosten im Verhältnis zur Bruttowertschöpfung beliefen sich 2008 in der Aluminiumerzeugung auf rund 57 %, in der Zementindustrie auf rund 47 %, in der Stahlindustrie auf rund 36 %, in der Papierindustrie auf rund 29 % und in der Grundstoffchemie auf rund 27 % (Quelle: RWI 2010 zitiert nach Statistischem Bundesamt). Um einen internationalen Vergleich herzustellen, hat der VIK Anfang September 2012 eine „Weltkarte der Industriestrompreise“ erarbeitet……

    Schon toll, wenn man sieht das die Industriestrompreise bei den Amis gerade mal 48% so teuer sind wie in Deutschland und selbst die Chinesen zahlen nur 75%……..und trotzdem ist es den Umweltpennern in Deutschland noch viel zu wenig, wat unsere Industrie zahlen muss.

    Wohlstand hat unserer Umwelt Entlastung gebracht……..bei zukünftiger Armut weiter Teile der Bevölkerung wird sie dann zu leiden haben……auch Dank DUH.
    H.E.

  8. Aus einem breiteren Blickwinkel beleuchtet dieser Artikel das Problem der teuren Energie:
    Die Energiepreisschere
    Während hierzulande die energieintensive Industrie über den Kostenauftrieb durch die Energiewende klagt, hat der Boom bei unkonventionellem Gas und Öl jenseits des Atlantiks die Stimmung zumindest in Teilen der Wirtschaft deutlich aufgehellt. In der Basischemie, der Aluminiumproduktion und bei den Düngemittelherstellern herrscht in Nordamerika Aufbruchsstimmung. Bei Uhde geht man davon aus, dass sich diese Investitionswelle mittelfristig auf höherwertige Erzeugnisse ausdehnen wird.

    Schon vor Jahren haben die Werkstoffproduzenten, bei denen der Strompreis eine wettbewerbsentscheidende Rolle spielt, den Anfang gemacht. So hat der norwegische Aluminiumhersteller Hydro 2002, als die Industriestrompreise nach der vier Jahre zuvor erfolgten Marktliberalisierung ihren Tiefpunkt erreicht hatten, den führenden deutschen Aluminiumkonzern, die VAW, übernommen. Wenige Jahre später hat Hydro wegen erheblich gestiegener Stromkosten die Strategie radikal geändert.

    Im Erdgas-Emirat Qatar wurde eine Aluminiumhütte errichtet, deren Kapazität schon in der ersten Baustufe die der drei deutschen Aluhütten von Hydro weit übersteigt. Dafür haben die Norweger die Aluminiumproduktion in Deutschland radikal zurückgefahren.

    Im Jahr 2010 haben der deutsche Kohlenstoffspezialist SGL Carbon und der Autobauer BMW den Bau einer gemeinsamen Produktionsstätte im amerikanischen Bundesstaat Washington angekündigt. Nach der Investition von 100 Millionen Euro sollen in diesem Werk in Moses Lake, drei Autostunden von Seattle entfernt, Kohlefasern zum Bau leichterer Autos hergestellt werden. Zur Standortwahl hat beigetragen, dass der für die Herstellung von Karbonfasern in gewaltigen Mengen benötigte Strom nur ein Drittel so viel kostet wie in Deutschland.

  9. Ersteinmal auch von mir einen herzlichen Glückwunsch an den „Vater Kipp“ und viel Freude mit der Familie.

    Wie Heinz und Tritium schon konkretisieren, sind die Strompreise, die zu den Struktur-Kosten am Standort zählen, ein global entscheidender Faktor.
    Die Produktion hochreinen Siliciums ist ein Beispiel für „chinesische Strompreise“ und Pleiten deutscher Hersteller im Wettbewerb.
    Ich denke, das aus betriebswirtschaftlicher Sicht, die Situation bezüglich der deutschen Strompreisentwicklung, auf Jahrzehnte hin eine negative, also Investitionen lähmende und Produktionen vertreibende Wirkung eingetreten ist.
    Zudem existiert eine riesige Investitionsblase in NIE`s, die ungeheure Finanzressourcen unwirtschaftlich vergeudet, die sich nie amortisieren werden können.
    Sogar die EU-Kommission, die ja angeblich einen europäischen Wettbewerbsmarkt voranbringen wollte und Kartellmärkte angeblich verhindern, sich aber definitiv aus dem deutschen Sonderweg, sowohl der Verzerrung von Wettbewerb durch das EEG, wie auch der Verhinderung eines freien europäischen Strommarktes auf dem sich jeder Europäer seinen Stromlieferanten zu dessen Marktpreisen aussuchen kann, machen sich durch offensichtliche Untätigkeit zum beteiligten politischen Scharlatan.
    Nun muss man von der EU sicher nicht die Vertretung deutscher Interessen erwarten, wenn dort Andere lieber ihre Interessen von den deutschen etablierten Politikern finanzieren lassen.
    So gesehen ist dann auch eine politische Partei, die sich klar und konstruktiv für die Interessen der inländischen Bevölkerung engagiert sich als Wahl-Alternative anbietet, den etablierten destruktiven Parteien ein Dorn im Auge, da sie offensichtlich mehr für die Interessen Anderer, als der eigenen Bevölkerung aktiv sind.

  10. Schädlingswerk!
    Das wunderbare Werk der Energiewende wird sabotiert durch profitgierige Industrielle! Nicht die Energiewende ist schuld, Schädlinge und reaktionäre sabotieren unseren Einzug ins Paradies der Nachhaltigen Endgesellschaft!

    Den gleichen Tonus hörte man gestern in den „Tagesthemen“ der Aktuellen Kamera 2.0!

    Schuld ist die böse Industrie, die den billigen Börsenpreis nicht weiter gibt! Das versagende System sucht nach Schuldigen, da es sich selbst als Dogma, als Ideologie nicht in Frage stellen darf.

    Erinnert Ihr Euch noch an den Wasserwekingenieur Oldenborger aus Solschenyzin’s „Archipel Gulag“, den ich vor einiger Zeit hier vorstellte? Lesen wir doch mal weiter:

    „Klar zutage trat nun auch, daß der Gerichtsprozeß in Sachen Oldenborger-Selbstmord ein Fehler gewesen (ach, welch ein reizendes Zentrum sich da anbot!), wie nicht minder die von Krylenko erteilte Absolution: „Von Ingenieurssabotage konnte 1920/21 keine Rede mehr sein.“ Wenn nicht Sabotage, dann eben schlimmer: Wreditelstwo — Schädlingsarbeit (das Wort, scheint’s, war die Erfindung eines gewöhnlichen Untersuchungsrichters im Schachty-Prozeß).

    Kaum war’s begriffen, wonach’s zu suchen galt:

    nach Schädlingsarbeit, als — trotz der Neuartigkeit dieses Begriffs in der Menschheitsgeschichte — die Jagd auch schon losging und ohne große Mühe zur Aufdeckung von solchem Tun in allen Zweigen der Industrie und in allen Einzelbetrieben führte. Indes, es fehlte diesen verstreuten Funden noch die Ganzheit des Entwurfs, die Vollkommenheit der Ausführung, wie sie sowohl Stalins Naturell als auch der nach neuen Ufern drängenden Justiz vorschwebte. (…)
    Erst im Sommer 1930 kam jemandem die Erleuchtung: der Direktor des Thermotechnischen Instituts Ramsin! Ein Wort, ein Haftbefehl, und es wurde nach dreimonatiger Probezeit eine exzellente Aufführung auf die Beine gestellt, ein wahrhaft vollendetes Glanzstück unserer Justiz und ein unerreichbares Musterbild für Jene der Welt — der Prozeß der „Industriepartei“ (25. November bis 7. Dezember). Sondertagung des Obersten Gerichts, derselbe Wyschinski, derselbe allerliebste Krylenko.(…)
    Die Großartigkeit des Konzepts: Auf der Anklagebank sitzt die ganze Industrie des Landes, sitzen ihre sämtlichen Zweige und Planungsorgane. (Nur das Auge des Veranstalters sieht die Lücken, durch die der Bergbau und das Eisenbahnwesen hindurchgerutscht waren.) (…)“

    Alles schon einmal dagewesen. Unter neuem Banner kehrt es wieder! Solschenyzin aber liefert eigentlich die Lösung, wie man vielleicht das ganze hätte verhindern könnte:

    „Weder 1922 noch 1924 noch 1937 konnten die Angeklagten soviel festen Stand gewinnen, daß sie dieser betörenden zerstörenden Melodie erhobenen Hauptes entgegenriefen: „Nein, mit euch sind wir nicht Revolutionäre! … Nein, mit euch sind wir nicht Russen!. Nein, mit euch sind wir nicht Kommunisten!“

    Hätt’s mehr gebraucht als diesen einen Schrei? Dies rufen — und zerfallen wären die Dekorationen, abgebröckelt die Schminke, der Regisseur liefe über die Hintertreppe davon und die Souffleure huschten in die Rattenlöcher. Und es stünde draußen — das Jahr 1967! “

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41784046.html, oder das Buch mal selbst in die Hand nehmen.

  11. Ich muss mal wieder mein ceterum censeo anbringen.

    @HoffmanM #4

    Eines vergessen unsere ökosozialistischen Propagandamedien immer! Und zwar das wir in Deutschland mit unseren sehr stark ausgeprägten Sozialleistungsnetz (Rente, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Hartz IV usw. eine sehr starke internationale Wirtschaftsleistung brauchen.

    Das vergessen sie nicht, sondern es ist ihnen egal. Im Zweifel finden sie das sogar gut. Die Öko-Klientel der Grünen & anderen Parteien hat mit Sozialismus absolut gar nichts am Hut. Selbst die Bezeichnung „sozialdemokratisch“ wäre zuviel des Guten für deren Befindlichkeiten. Öks sind in der Mehrheit kaltschnäuzige, ellenbogenstarke, neureiche, neoliberale Mittelklasse-Angehörige, die Sozialkürzungen eher Beifall spenden, solange sie die Schichten unter ihnen betreffen.

    Das Beamtentum ist als wirtschaftlicher Sektor nicht zu sehen und dementsprechend außen vor zu halten. Ohne die gut bezahlten innovativen Industrie- und Handwerkerarbeitsplätze können wir in Zukunft weder den hart erwirtschafteten Wohlstandsstaat noch den Sozialstatus in Deutschland halten. Mit Dienstleistungs-Jobs und einer hohen Staatsquote (Beamten) kann kein Wohlstand entstehen und damit auch kein Sozialnetz.

    Als Beamtensohn in einem Dienstleistungsberuf kann ich das natürlich nicht stehen lassen. 🙂 Ich arbeite als Entwickler an Anwendungen, die Arbeitszeit und damit meinem Arbeitgeber Kosten sparen. Damit erhöhe ich ganz direkt das BIP und damit unser aller Wohlstand.

    Auch staatliche Dienstleistungen, egal ob sie nun von Beamten oder Angestellten ausgeübt werden, erhöhen unser BIP und sind zum größten Teil unabdingbar für ein funktionierendes Gemeinwesen. Der Begriff „Staatsquote“ ist ein neoliberales Propaganda-Device. Wie hoch der Prozentsatz staatlicher Leistungen am BIP ist, ist in erster Näherung für die Größe des Wohlstandskuchens egal.

    Ich stimme allerdings zu, dass Industrie enorm wichtig ist, und dass unsere grünen Freunde nicht den Funken einer Ahnung davon haben.

  12. @Trittium #5
    Nicht nur für die Sozialisten ist der Mangel in einer Gesellschaft das diktatorische Unterdrückungswerkzeug, sondern auch vor allen für die Kirche und den Adel war es das Machtwerkzeug um die Bürger und Bauern zu unterdrücken. Haltet die Untertanen dumm und im Aberglauben. Das Wissen und die Glaubensrichtung ist alleine der Kirche und den Adel überlassen.

  13. @Anorak #2
    Ökosozialisten sind Sozialisten (Kommunisten) die sich mit dem Wort Ökologisch tarnen. Diese Typen (Ökosozialisten) wollen nichts anderes als eine DDR 2.0. Die Grünen als Partei ist nicht nur ein Tummelplatz für Pädophile, sondern eben auch für viele Kommunisten. Die wussten ganz genau, was Sie mit einen EEG Gesetz in einer freien Marktwirtschaft anrichten / zerstören können! Der Kern unserer Konsum- und Wohlstandsgesellschaft ist die ENERGIE! Diese Energiewirtschaft bzw. Politik zu unterwandern und zu sabotieren war und ist das Ziel dieses EEG.
    Nichts gegen das Beamtentum…;)
    Aber es darf doch mal die Frage gestellt werden….Kann ein Beamter ohne Wirtschaft oder kann die Wirtschaft ohne Beamte….???

  14. Lieber Herr Anorak2,

    sie schreiben:

    „Auch staatliche Dienstleistungen, egal ob sie nun von Beamten oder Angestellten ausgeübt werden, erhöhen unser BIP und sind zum größten Teil unabdingbar für ein funktionierendes Gemeinwesen. Der Begriff “Staatsquote” ist ein neoliberales Propaganda-Device. Wie hoch der Prozentsatz staatlicher Leistungen am BIP ist, ist in erster Näherung für die Größe des Wohlstandskuchens egal.“

    Zu nächst einmal möchte ich zustimmen, dass eine funktionierende Verwaltung und kompetente staatliche Dienstleistungen wichtig sind für unser Gemeinwesen und da gehört die Wirtschaft mit dazu.

    Hört man sich unsere Medien an, gewinnt man oft den Eindruck die Wirtschaft und speziell die Großindustrie stünden außerhalb unseres Gemeinwesens und gegen den Staat, obwohl sie unseren Wohlstand erarbeiten. Der Staat unterstützt die Industrie am besten dabei.

    Sie machen es sich aber zu einfach. Ganz egal ist es nicht. Sowohl eine Staatsquote von 100%, als auch von 0% wären ungesund. Allerdings ist es sicherlich auch nicht klar, ob eine Staatsquote von 35% besser ist als eine Staatsquote von 60%. Das ist so etwa die Spanne zwischen USA oder Schweiz auf der einen Seite und Schweden oder Dänemark auf der anderen Seite. Deutschland und Großbritannien liegen so bei 45%, Griechenland bei 51%.

    Der direkte Vergleich zwischen den Ländern ist vermutlich nicht möglich, da ja auch unterschiedliche Leistungen vom Staat übernommen werden und man deshalb Äpfel mit Birnen vergleicht.

    Aber für die Entwicklung eines Landes scheint mir diese Kennzahl schon interessant zu sein. Zum Beispiel, wenn die Staatsquote steigt, aber die Leistung des Staates für das Gemeinwesen zurückgefahren wird.

    In der Bundesrepublik liegt die Staatsquote seit 1990 überwiegend zwischen 44% und 49%, 2012 45,1%. 1995 hatten wir mal 55% für ein Jahr.

    Und da haben sie Recht, wenn man in diesem Land von zu hoher Staatsquote spricht ist das eher Wahlkampfrhetorik.

    Grüße
    Günter Heß

  15. @HoffmanM #13

    Ökosozialisten sind Sozialisten (Kommunisten) die sich mit dem Wort Ökologisch tarnen.

    „Ökosozialistisch“ ist ein Begriff, den man mit Jutta Ditfurth und ihrem Umfeld in Verbindung bringen kann. Aber die sind eben nicht mehr bei den Grünen. Und wenn die CDU grüne Politik macht, hat es damit schon erst recht nichts zu tun.

    Diese Typen (Ökosozialisten) wollen nichts anderes als eine DDR 2.0.

    Ich weiß nicht, was die genau wollen. Ich weiß aber, dass Ökosozialisten in Deutschland politisch absolut unbedeutend sind. Wie gesagt ist der Begriff auf die heutigen Grünen angewandt Unsinn, und auf die anderen Parteien sowieso.

    Die Grünen als Partei ist nicht nur ein Tummelplatz für Pädophile, sondern eben auch für viele Kommunisten.

    Quatsch

    Die wussten ganz genau, was Sie mit einen EEG Gesetz in einer freien Marktwirtschaft anrichten / zerstören können!

    Ich glaube nicht, dass denen sehr viel klar ist. Die haben von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen keine Ahnung. Die sind vielleicht irgendwie antimodern eingestellt und wollen ein diffuses „Zurück zur Natur“, also eher ein spießiges Weltbild. Außerdem haben sie gar nichts gegen Zusammenstreichen des Sozialstaats, wie wir es unter Rot-Grün alle miterlebt haben. Ganz sicher wollen sie keinen Sozialismus errichten, denn der setzt eine Industriegesellschaft voraus.

  16. @Günter Heß#14

    Danke für die Zustimmung, noch folgende Bemerkungen:

    In der Bundesrepublik liegt die Staatsquote seit 1990 überwiegend zwischen 44% und 49%, 2012 45,1%. 1995 hatten wir mal 55% für ein Jahr.

    1995 wurde der Schuldenstand der Treuhandanstalt in den Bundeshaushalt übernommen, das erklärt diese Spitze. Übrigens ist auch ein nicht unwesentlicher Teil des heutigen Schuldenstandes des Bundes durch vereinigungsbedingte Kosten zu erklären. Das wird bei diesen Zahlenspielen nie dazu gesagt.

    Sie werden aber trotzdem als Propaganda verbreitet. Was will uns der Neoliberale damit eigentlich sagen? Dass er llieber keine Wiedervereinigung gehabt hätte? Oder dass er der Meinung ist, sie hätte privat finanziert werden sollen? Oder gar nix, nur Stimmung machen? Alle denkbaren Interpretationen laufen auf Unsinn raus. 🙂

    Und da haben sie Recht, wenn man in diesem Land von zu hoher Staatsquote spricht ist das eher Wahlkampfrhetorik.

    In Wahlkämpfen kommt der Begriff selten vor, eher in ideologischen Texten.

    Noch eine weitere Illustration: Die Tatsache dass wir in Deutschland ein staatlich organisiertes Rentensystem haben, während manche andere Länder die Altersversorgung ihrer Bevölkerung privatrechtlich organisieren, erhöht rechnerisch unsere „Staatsquote“. Implizit wertet der Neoliberale es also negativ, wenn alte Leute ihren Lebensabend genießen, oder genauer wenn sie ihn nicht auf der Basis privater Versicherungsverträge, sondern gesetzlich geregelter Versicherungsleistungen tun. Ein solcher Maßstab macht offensichtlich keinen Sinn.

  17. @Anorak2

    Ehrlich gesagt, kenne ich keinen „Neoliberalen“ . Da die meisten wohl die soziale Marktwirtschaft gut finden.
    Im übrigen, weiß ich auch nicht, was „neoliberal“ genau bedeutet.

    Ich werte halt ab und zu mal als Neoliberaler oder Linker beschimpft werde und wurde, wenn ich bestimmte Meinungen vertrete, ebenso wie ich als Skeptiker, Leugner oder wahlweise als Treibhäusler beschimpft werde.
    Ich denke dieses beschimpfen und das benutzen dieser Begriffe wird von sehr eindimensional denkenden Menschen benutzt.

    Also erklären sie mir doch bitte was sie darunter verstehen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass in ideologischen Texten der Begriff „neoliberal“ vorkommt.

    Und ich sie nicht zu eindimensional denkenden Menschen zähle.

    Grüße
    Günter Heß

  18. Nun, die Grünen sind in meinen Augen auch keine Kommunisten. Bestenfalls haben sie pervertierte Ideen im Sinn des ‚Salonbolschewismus‘.

    Sie sind doch im Grund zutiefst bürgerlich, kleinbürgerlich, genauer gesagt. Kinder ihrer Eltern.

    Hatten die ’68 je etwas mit der Arbeiterschaft zu tun? Von der redeten sie, aber sie machten nicht einmal den Versuch, sich ihnen zu nähern und insgeheim verachteten sie sie, was allerdings auch auf Gegenseitigkeit beruhte.
    Sie leihen sich Versatzstücke des sozialistischen Vokabulars, als Rechtfertigung.
    Sie sind in gewisser Weise auch Klassenkämpgfer, aber keine proletarischen, sondern kleinbürgerliche.

    Sie sind getrieben von Mißgunst auf die wirklich errfolgreichen, denn sie fühlen sich als ‚etwas besseres‘ und es nagt an ihnen, dass ihnen der wirkliche Erfolg, der auf echter überdurchschnittlicher Leistung beruht, versagt ist, dass sie nur höchst mediokre, erfolglose Spießer sind. Daher der Haß, daher der ‚Antikapitalismus‘. Wenn jemand besser ist als sie, kann das doch nicht mit rechten Dingen zugegangen sein -- Das ist ihre Ausrede, mit der sie ihre Minderwertigkeitsgefühle betäuben und ihren Haß rechtfertigen.
    Aber das ist kein Sozialismus.
    Sie haben absolut nichts dagegen, wenn die verachteten Arbeiter, die Unterschichtler‘, ausgebeutet werden, so lange nur sie die Ausbeuter sind und sie glauben sogar sie hätten ein recht darauf, aufgrund ihrer Pseudo-‚Bildung‘ und als ‚Vorkämpfer‘. Sie sind Zwischenschichtler, nicht unten, nicht oben; Die echten Kommunisten hatten für diesen Typ nur Verachtung.
    Im realen Sozialismus gab es sie allerdings auch: Die Apparatschiks, schwafelnde, linientreue Karrieristen, die sich willig zu Rädchen im Getriebe machten, Radfahrer, die nach unten traten und nach oben buckelten. Das Problem ist nur, dass es in der ‚kapitalistischen‘ Welt keinen Bedarf an Radfahrern ihrer Art gibt, denn diese Kapitalisten wollen Leistung sehen und die Hackordnung wird von anderen Qualitäten bestimmt als die, die sie vorweisen können.

  19. @Günter Heß #17

    Ich werte halt ab und zu mal als Neoliberaler oder Linker beschimpft werde und wurde, wenn ich bestimmte Meinungen vertrete

    Ich habe nicht Sie damit bezeichnet. Es ging um den Begriff „Staatsquote“, den HoffmanM eingeführt hat. Der Begriff ist in Deutschland im Kontext der neoliberalen Debatte viel verwendet worden. Davor kam er in den Medien -- zumindest nach meiner Wahrnehmung -- praktisch nicht vor. Mir ging es drum, diesen Begriff zu dekonstruieren.

    Also erklären sie mir doch bitte was sie darunter verstehen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass in ideologischen Texten der Begriff “neoliberal” vorkommt.

    Auch, aber nicht nur. „Neoliberalismus“ bezeichnet die Weltanschauung -- um nicht zu sagen Ideologie -- „Der Markt kann alles besser“, dazu gehören Abbau von Sozialsystemen, Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen, sg. „Deregulierungen“ u.a.m. Manchesterkapitalismus neu aufgewärmt im Prinzip, aber modern verpackt. Der Thatcherismus ist eng damit verwandt. In Deutschland haben die Medien in der ersten Häfte der 2000er Jahre massiv neoliberal eingefärbte Propaganda betrieben, ähnlich wie heute massiv grüne Propaganda verbreitet wird. Die rot-grüne Regierungspolitik hatte starke neoliberale Merkmale, die nachfolgenden Regierungen auch aber abgeschwächt. Mmn kann man die weltweite Finanzkrise 2008 als direkte Folge dieser -- ebenfalls weltweit betriebenen -- Politik sehen.

  20. @Anorak2
    danke für die Klarstellung.
    Ich halte nichts von diesen Kategorisierungen.

    Für mich als bekennender Bahnfahrer ohne Auto war die Privatisierung der Bundesbahn unter Mehdorn ein Segen. Endlich eine kundenorientierte Dienstleistung. Die Bahn ist um Klassen besser geworden.

    Meistens rede ich mit Autofahrern die einmal im Jahr Bahn fahren und den Mehdorn schlecht und die Bundesbahn noch besser finden und die mich dafür als „Neolinberaler“ bezeichnen., weil ich die Privatisierung der bahn gut finde.
    Tut mir leid, aber ich finde diese Kategorisierung albern.

    Man muss schon den Einzelfall betrachten und abwägen. Die Verkündung von Deregulierungs- oder Dezentralisierungsrezepten als Allheilmittel ist albern unabhängig von der Ideologie.

  21. @anorak2

    Ihre Argumente sind bedenkenswert.
    Wie passen aber die grüne Gleichheitsideologie (solange sie selbst nicht betroffen sind) und ihre zwanghafte Regulierungswut, gerade auch im Energiesektor, zur Neoliberalität? Ich denke, die Grünen passen in kein Schema, die bedienen sich nach Lust und Laune bei allen Weltanschauungen, einzig zwecks Maximierung ihres eigenen Wohllebens. Das ist das einzige Prinzip, dem sie folgen, ansonsten sind die völlig prinzipienlos und moralisch verkommen. Womit sie leider nicht alleine stehen.

  22. @Tritium #18
    Ich gebe ihnen da völlig recht. Echte Kommunisten oder auch Sozialisten können sich bei den Grünen nicht wohl fühlen. Diese Richtungen gehen, wie pervers auch ihre Realisierungsvorstellungen immer sein mögen, von einer Gesellschaft aus, in der es allen gut geht, aus. Das setzt immer Wachstum und Fortschritt voraus. Bei den Grünen steht aber die Angst um die Überforderung unseres Planeten im Fordergrund. Technologien, die man nicht durchschaut, werden abgelehnt. Man glaubt traditinonelle Technologien so optimieren zu können, dass man den Status Quo irgendwie halten kann. Zumindest muss das gehen, wenn man die Vermehrung unserer Art begrenzt. Das ist alles überhaupt kein ‚ismus‘ irgend einer Art. Das ist einfach Angst vor der Zukunft und der verlorene Glaube in die Fähigkeiten zukünftiger Generationen. Dass sich an diese Bewegung alle möglichen Gewinnler aus den unterschiedlichsten Richtungen anhängen, ist eigentlich selbstverständlich.

  23. @Günther Heß #2ß

    Ich halte nichts von diesen Kategorisierungen.

    Kategoriebildung ist ein notwendiger Bestandteil jedes Erkenntnisprozesses. Kritik kann man an falschen Zuordnungen üben, aber nicht am Prozess als solchem. Ich bin gern bereit, meine Zuordnungen zu verteidigen.

    Für mich als bekennender Bahnfahrer ohne Auto war die Privatisierung der Bundesbahn unter Mehdorn ein Segen. Endlich eine kundenorientierte Dienstleistung. Die Bahn ist um Klassen besser geworden.

    Das werden die Kunden der Berliner S-Bahn anders sehen, deren Teilkollaps letzendlich durch zu hohe Gewinnabführungen verursacht wurde. Oder die Bahnkunden, die auf zugigen Bahnsteigen im Freien frieren, während das verrammelte alte Bahnhofsgebäude nebenan zerfällt, weil dessen Unterhalt ja kostet.

  24. @Werner Schmuck #21

    Wie passen aber die grüne Gleichheitsideologie (solange sie selbst nicht betroffen sind) und ihre zwanghafte Regulierungswut, gerade auch im Energiesektor, zur Neoliberalität?

    Ideologien kommen nie in Reinform vor, sondern in der realen Welt immer nur als Versatzstücke vermischt mit anderen Ideologien, mit denen sie dann auch Widersprüche bilden. Der Neoliberalismus ist außerdem auch selbstwidersprüchlich. Mit dem „Markt“-Argument wurde auch die Privatisierung natürlicher Monopole begründet, bei denen es nie einen „Markt“ geben kann und die nach der Privatisierung Monopole bleiben, so dass wir das Schlechteste beider Welten bekommen. Die Bahn ist ein gutes Beispiel dafür.

    „Gleichheitsideologie“ ist übrigens etwas, was mir zu den Grünen am allerwenigsten einfällt.

  25. @Anorak2
    Ja, sicher können Kategorien hilfreich sein, aber nur dann wenn die Kategorie mit einem endlichen Satz von eindeutig prüfbaren oder beobachtbaren Merkmalen beschrieben wird. Wenn es vage Merkmale sind, verschleiern sie die Erkenntnis.

    Wenn das für sie also ein Erkenntnisgewinn ist Menschen aufgrund von Meinungen in Kategorien zu stecken. Nur zu.
    Für mich ist das kein Erkenntnisgewinn. Denn eine Kategorisierung bedeutete, aber, dass man in einer Debatte immer alle Merkmale prüfen müsste.

    Das ist in einer Debatte im Internet nicht zu machen.
    Diese Kategorisierungen von Menschen führen meiner Erfahrung nach weg von der Sachdiskussion und hin zu den „ad hominem“ Attacken bzw. in der Politik zu Lagerdenken.

    Wenn sie also „Der Neoliberale“ schreiben oder jemand anders „Der Ökosozialist“ aufgrund einer Meinung, dann halte ich das für keinen Erkenntnisgewinn. Deshalb auch die Debatte oben, weil die Kategorisierung einfach nicht passt.
    Da lässt sich trefflich streiten.

    Grüße
    Günter Heß

  26. @GHeß #25

    Wenn das für sie also ein Erkenntnisgewinn ist Menschen aufgrund von Meinungen in Kategorien zu stecken.

    Das ist jetzt ein Strohmann. Nicht Menschen werden zugeordnet, sondern Gedanken und Inhalte.

    Wenn sie also “Der Neoliberale” schreiben oder jemand anders “Der Ökosozialist” aufgrund einer Meinung, dann halte ich das für keinen Erkenntnisgewinn.

    Doch. Beides sind nützliche Kategorien. Beide Weltanschauungen gibt es. Ich habe mich oben auch nicht dagegen gewendet, eine Kategorie „Ökosozialismus“ aufzumachen, denn diese Strömung existiert tatsächlich. Ich habe mich vielmehr dagegen gewendet, diese Bezeichnung auf die heutigen Grünen anzuwenden, oder auf überhaupt irgendwas was heutzutage politisch relevant ist, denn das wäre eine unzutreffende Zuordnung. Die ökosozialistische Strömung hat die Grünen in den 1990er Jahren verlassen und spielt seitdem keine Rolle mehr. Wer diesen Begriff auf die heutigen Grünen anwendet, hat 30 Jahre alte Feindbilder konserviert und seitdem nicht mehr aufgepasst.

    [Disclaimer: Meine Wortwahl „Der Neoliberale“ war eine rhetorische Karikatur und nicht als wörtliche Etikettierung realer Menschen gemeint.]

  27. @Anorak2

    Ach so „Leugner“ ist auch eine rhetorische Karikatur, wo ist den da ihrer Meinung nach die Abgrenzung zur Beschimpfung und zum politischen Kampfbegriff?.

    Wo ist denn aufgrund einer Meinung der Begriff „neoliberal“ nützlich.

    Angenommen ich sage: „ich bin für die Privatisierung der Bahn“

    Jetzt sagen sie „Das ist jetzt aber neoliberal.“

    Wo ist das nützlich und welcher Erkenntnis dient das?

  28. @GHeß #27

    Angenommen ich sage: “ich bin für die Privatisierung der Bahn”

    Jetzt sagen sie “Das ist jetzt aber neoliberal.”

    Die Forderung selbst würde ich nicht so bezeichnen, sondern evtl. die weltanschauliche Begründung, die Sie vielleicht dafür anführen. Andere Begründungen sind denkbar, die ich dann nicht als „neoliberal“ bezeichnen würde. (Wobei mir in der Realität noch keine andere Begründung für diese Politik begegnet ist, aber man muss da offen bleiben.)

    Wo ist das nützlich und welcher Erkenntnis dient das?

    Die Diskussion beginnt sinnlos zu werden, sie läuft auf die Frage hinaus „Wozu sind Kategorien nützlich?“. Wir bezeichnen hier im Blog bestimmte Denkschemata auch als „ökologistisch“, weil sie immer wiederkehrende Muster bilden. Das zu erkennen und dafür einen Begriff zu bilden ist hilfreich bei der Analyse, beim Verständnis und bei der Formulierung von Gegenargumenten. Mit dem Begriff „neoliberal“ kann man genauso umgehen, warum nicht.

  29. Ideologien kommen nie in Reinform vor, sondern in der realen Welt immer nur als Versatzstücke vermischt

    Man sollte sogar noch weitergehen: Innerhalb der Ideologie selbst gibt es stets ein Gemenge (Fraktionen, Flügel) deren Einfluß sich nicht nur ständig verschiebt, sondern die sich auch selbst ständig wandeln.
    Im Ökologismus finden sich ja Wurzeln, die so unterschiedlich sind wie ‚Blut und Boden‘, Esoterik, Militanter Tierschutz, Kommunismus, ‚Gaia‘-Glaube und Christentum. Jede Reduktion auf eines davon ist völlig falsch.

    Es ist selbstverständlich richtig, dass mancher Kommunist in der Ökoszene eine neue Heimat gefunden hat, aber er hat sich dann gewandelt, bringt selbstverständlich alte Überzeugungen ein und alte Schlagworte, kann sich sogar einer spezifischen Fraktion anschliessen, aber es ist eben kein Kommunismus mehr und man kann bestimmt nicht schliessen, dass der Ökologismus nur eine kommunistische Tarnorganisation sei.

    So wahr Ihr Einwand, Herrn Heß, ist (Eindeutige , endliche Merkmale), muss jedoch auch in einer Diskussion eine schlagwortartige Charakterisierung geduldet werden, einfach weil sonst keine flüssige Diskussionsmöglichkeit besteht. Diese ‚Etiketten‘ müssen allerdings scharf genug sein, um eine bedingte, zweckentsprechende Charakterisierung zuzulassen und Mißverständnisse weitgehend auszuschliessen. ‚Neoliberal‘ ist mir allerdings auch zu schwammig, zumal dieses Wort als ausgesprochener Kampfbegriff überladen ist.

    Mir erscheint es als treffendstes Merkmal, von einer emotionalen, regressiven Bewegung zu sprechen, also eher psychologische Merkmale als gemeinschaftliche Klammer zu charakterisieren, denn allen gemeinsam ist eine tiefsitzende Abneigung und Angst (Die wiederum aus Unverständnis geboren ist) gegenüber einer technokratischen, hochkomplexen Welt, in der der Mensch als selbstbewusster, wissender Gestalter agiert.
    Oder simpler: Die Ökologisten vermissen das Kuschelgefühl genau so wie sie sich eine einfache, für sie begreifbare Welt wünschen. Sie fühlen sich schlicht überfordert von der Komplexität und das macht ihnen Angst. Im Grunde sind sie einfach nur infantil.

  30. @Anorak2

    sie schreiben:

    Wir bezeichnen hier im Blog bestimmte Denkschemata auch als “ökologistisch”, weil sie immer wiederkehrende Muster bilden. Das zu erkennen und dafür einen Begriff zu bilden ist hilfreich bei der Analyse, beim Verständnis und bei der Formulierung von Gegenargumenten.

    Mir hilft das nicht. Weil es meiner Meinung nach meistens nur unzulässig verkürzt, auch in diesem Forum. Welches Sachargument wird denn stichhaltiger, wenn sie gegen das Denkschema „ökologistisch“ argumentieren?

    Wie bezeichnen sie denn dann ihre eigenen „Denkschemata“ ?

    Ich kann zum Beispiel ihre Denkschemata nicht zuordnen, aufgrund einiger Blogbeiträge.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  31. @Tritium

    sie schreiben:

    „Die Ökologisten vermissen das Kuschelgefühl genau so wie sie sich eine einfache, für sie begreifbare Welt wünschen. Sie fühlen sich schlicht überfordert von der Komplexität und das macht ihnen Angst. Im Grunde sind sie einfach nur infantil.“

    Im Grunde bestätigen sie meine Aussagen von oben. Diese Kategorien, die im Grunde nur Vermutungen sein können, werden als Kampfbegriff benutzt. Diejenigen die sie als „Ökologisten“ bezeichnen, sind meiner Erfahrung nach durch eine ähnlich gründliche Analyse zu ihren Meinungen gekommen wie wir hier.

    Am Ende läuft alles auf die triviale Kategorisierung hinaus: „Wir = Gut“, „Die = Schlecht“.

    Grüße
    Günter Heß

  32. Nochmal…der Trittin hat einen ausgeprägten Sinn, euch ins Gesicht zu heucheln und hinten herum das Messer eines kommunistischen Gedankengut in den Rücken zu rammen. Das EEG ist so ein Messer. Genauso wie es der ESM ist. Die Marktwirtschaft soll durch den Staat (Staatquote 100%) in der Energie- und Finanzwirtschaft ersetzt werden. Das Gesellschaftsbild soll sich Stück für Stück von der freien Marktwirtschaft auf den Staat ausrichten. Diese Ausrichtung auf einen Staat kann nur durch das Diktat von Gesetzen und Verordnungen erfolgen. Energieeinsparverordnung oder Nachhaltigkeit stehen für die Einschränkung des freien Menschen. Sobald sich der Staat massiv (EEG/ESM) in den Markt einmischt wird der Markt den Staat in „Geiselhaft“ nehmen. Der Staat kann keinen Markt (Marktwirtschaft) ersetzen!
    Bei der Eurorettung ist der deutsche Staat mit seinen Bürgschaften bereits zur Geisel der Euroschuldenländer geworden.
    Mit der Energiewende auf Basis eines EEG ist der deutsche Staat/Bürger bereits Geisel seiner eignen Wohlstandsvernichtung geworden. Das politische Projekt „Berliner Hauptflughafen“ ist ohne technischen Verstand und ohne marktwirtschaftliche Vernunft in den Märkischen Sand gesetzt worden.
    Seit dem die Grünen zu der Partei der Bündnis 90/ Die Grünen geworden sind, sind unter dem Deckmantel Bündnis 90 ein starker Einfluss von kommunistischen Denken in den Führungsebenen der Grünen eingesickert. Trittin, Roth und Co. dürften damit keine Probleme gehabt haben. Liegen diese kommunistischen Gedankenwelten diesen Typen sehr nahe!

  33. @GHeß #30

    Wie bezeichnen sie denn dann ihre eigenen “Denkschemata” ?

    Gar nicht. Das ist ja gerade mein Punkt: Ich unterscheide zwischen ideologischem und offenem Denken. Ideologien sind gekennzeichnet durch einfache Erklärungsmuster, den Anspruch auf unverselle Gültigkeit, Heilsversprechen und die Selbstimmunisierung der Anhänger gegen Kritik. Aber nicht alles Denken funktioniert so, das wäre ja schlimm. Ich hoffe, meins tut es nicht, zumindest bemühe ich mich.

    Wir dachten, dass nach dem Ende des Kommunismus das Zeitalter der Ideologien vorbei sei. Aber das scheint nicht der Fall zu sein. Mit dem Neoliberalismus ist ihm eine neue Heilslehre gefolgt, er ist in gewisser Weise der fotographische Negativ des Kommunismus. Und kaum hat der seinen Scherbenhaufen hinterlassen, folgt ihm der Ökologismus auf dem Fuße.

    Ich kann zum Beispiel ihre Denkschemata nicht zuordnen, aufgrund einiger Blogbeiträge.

    Das freut mich zu hören.

  34. @HoffmanM #32

    Das EEG ist so ein Messer. Genauso wie es der ESM ist.

    Das sind zwei sehr verschiedene Dinge, deren Befürworter völlig verschiedene Motivationen hegten.

    Die Marktwirtschaft soll durch den Staat (Staatquote 100%) in der Energie- und Finanzwirtschaft ersetzt werden.

    Das EEG ist zweifellos Planwirtschaft wie sie im Buche steht. Aber der Staat ist da gar nicht involviert, außer als Agent der die Regeln definiert. Die Betreiber und Nutznießer sind aber Privatpersonen und privatrechtliche Unternehmen. Es ist eine kapitalistische Planwirtschaft. Die Analyse geht also völlig fehl.

    Bei der Eurorettung ist der deutsche Staat mit seinen Bürgschaften bereits zur Geisel der Euroschuldenländer geworden.

    Damit hätten unsere treudeutschen Euro-Befürworter vor 10 oder 15 Jahren nicht im Traum gerechnet, erst recht nicht haben sie es angestrebt. Dass es mehr oder weniger deterministisch zu solchen Verhältnissen kommen musste, haben die damals gar nicht verstanden, die meisten verstehen es selbst heute nicht.

    Das politische Projekt “Berliner Hauptflughafen” ist ohne technischen Verstand und ohne marktwirtschaftliche Vernunft in den Märkischen Sand gesetzt worden.

    Das Projekt macht im Kern volkswirtschaftlich für die Region Berlin absolut Sinn. Stümperhaft ist nur die Umsetzung.

  35. Im täglichen Leben bleibt uns meist nichts anders übrig, als Vorgänge, Personen, Ideen, in Schubladen einzuordnen. Es hilft uns, uns in einer komplexen Welt zu orientieren und uns auf das zu konzentrieren was gerade ansteht.

    Wenn es aber danach geht komplexe Vorgänge (wie beispielsweise in der Politik) genauer zu betrachten, so helfen die Schubladen nicht mehr weiter, dann können sie sogar sehr kontraproduktiv sein. Das gleiche trifft auf Ideologien zu, die Gegner einer bestimmten Ideologie laufen Gefahr gleichfalls einer Ideologie anzuhängen, einer die sie sich selbst basteln, oder die sie übernehmen. Dann steht also Ideologie gegen Ideologie und Schublade gegen Schublade.

    Das hilft dann aber nicht mehr weiter wenn es darum geht „zu verstehen“. Wer dieses „Verstehen wollen“ gleichsetzt mit Einordnung in Schubladen oder Zuordnung zu Ideologien läuft tatsächlich Gefahr eine simple Kategorisierung vorzunehmen die darauf hinausläuft: : “Wir = Gut”, “Die = Schlecht”, wie Günter Heß sagt. Aber wer kann denn urteilen, wer nun die Guten sind, und wer die Schlechten. Das macht derjenige schon in dem Moment, in dem er diese Klassifizierungen vornimmt. Er schwingt sich also gleichzeitig zum Richter auf. Ich habe es schon ein paar mal zitiert, ich will es dennoch noch einmal tut, weil es meines Erachtens ganz wichtig ist:

    Der Mensch hat ein tiefes Bedürfnis danach, alle Leute, die er sich vorstellen kann, immer wieder umzugruppieren. Indem er die lockere, amorphe Zahl der Vorhandenen in zwei Gruppen abteilt und solche gegeneinander aufstellt, gibt er ihnen etwas wie Dichte. Er zieht sie zusammen, als hätten sie miteinander zu kämpfen, er macht sie exklusiv und erfüllt sie mit Feindschaft. So wie er sie sich vorstellt, so wie er sie will, können sie nur gegeneinander sein. Das Urteilen über »Gut« und »Schlecht« ist das uralte Mittel einer dualistischen Klassifikation, die aber nie ganz begrifflich und nie ganz friedlich ist. Es kommt auf die Spannung zwischen ihnen an, und der Urteilende schafft und erneuert diese Spannung.
    (Elias Canetti, Masse und Macht)

    Zum Kategorisieren kommt also noch der Aspekt des Urteilens, ja, eigentlich ist dies untrennbar miteinander verbunden. Damit werden aber keine Probleme gelöste, oder Fragen beantwortet, sondern es geht letztendlich nur noch um einen Kampf: Hier die Guten, dort die Schlechten.

    Es gibt meines Erachtens nur einen Ausweg aus dem Dilemma, nämlich konsequenter Pluralismus. Die Meinungen des Anderen müssen respektiert werden, was beinhaltet anzuerkennen, dass dieser andere eben auch das „Gute“ oder das „Richtige“ will.

  36. @33 Anorak2

    Das dachte ich mir, dass sie das sagen, denn meiner Meinung nach nimmt das jeder Mensch für sich mit Recht in Anspruch. Trotzdem stecken uns vermutlich die Primaklimaten in eine Schublade.

    Eine Kategorisierung von Anderen ist eben immer subjektiv und sagt eigentlich mehr über den Menschen oder die Gruppe die kategorisiert (in Schubladen steckt) als über den der kategorisiert wird.

    Grüße
    Günter Heß

  37. @Quentin

    Zustimmung

  38. @#24:

    Sicher gibt es Mischformen, Widersprüche und auch Graubereiche, die aus den unterschiedlichen Interessen innerhalb der Gruppierungen resultieren. Die gewichtete Schnittmenge der Interessen bestimmt die Zuordnung.
    Deshalb trifft auch Ihre Klassifizierung der Grünen als Neoliberale nicht völlig zu.
    Je feiner man einzuordnen versucht, desto schlechter paßt die Kategorie, das ist zwangsläufig.
    Eine eher generelle Kategorisierung trifft aber für die Grünen wie auf Kommunisten und Nazis zu:
    Sie sind Feinde der Freiheit.
    Das sollte als Grund genügen, sie zu bekämpfen.

    „“Gleichheitsideologie” ist übrigens etwas, was mir zu den Grünen am allerwenigsten einfällt.“

    Ich schrieb, daß die Grünen i. d. R. sich selbst davon ausnehmen.
    Man sollte bei Politikern immer zwischen ihren Aussagen und ihren Taten unterscheiden; Illustriert durch die Petitesse des Vorzeigeradfahrers Ströbele.
    Wo propagieren nun die Grünen die Ungleichheit?

  39. @WSchmuck #38

    ““Gleichheitsideologie” ist übrigens etwas, was mir zu den Grünen am allerwenigsten einfällt.”

    Ich schrieb, daß die Grünen i. d. R. sich selbst davon ausnehmen.

    Und ich meinte, dass sie davon nicht einmal reden, geschweige denn irgendeine Politik in der Richtung machen.

    Wo propagieren nun die Grünen die Ungleichheit?






  40. @39 anorak2:

    Oswald Metzger sollten Sie nicht als Beleg anführen, der spricht schon lange nicht mehr für die Grünen, und mir ist auch nicht bekannt, daß er von seinen Parteikollegen reichen Zuspruch erfahren hätte:

    „Während Metzgers Zeit als Bundestagsabgeordneter der Grünen kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen mit seiner Partei, da sich Metzger dagegen verwahrte, seine Diäten durch Abgaben an die Partei zu schmälern.[2] Metzger provozierte seine zahlreichen Gegner immer wieder mit ordoliberalen Positionen, die er bevorzugt über die Medien kommunizierte und die von diesen teilweise als „extrem“ beschrieben wurden.[3]

    Die zunehmenden Differenzen zwischen Metzger und seiner Partei eskalierten im Vorfeld der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Nürnberg im November 2007. Metzger lehnte das vorgeschlagene Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens ebenso ab wie die vom Bundesvorstand der Grünen vorgebrachte Alternative eines bedarfsorientierten Grundsicherungsmodells und kündigte in Abhängigkeit von den Parteitagsbeschlüssen einen möglichen Übertritt zur CDU an.[4]“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_Metzger

    Für Ditfurth spricht (einzig), daß sie ihren Überzeugungen treu geblieben ist. Inwieweit dabei Enttäuschung darüber eine Rolle spielt, daß sie von ihren „GenossInnen“ abserviert worden ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Daß Grüne und ihre Wähler gerne Wasser predigen, aber Wein saufen, weiß ich nicht erst seit Ditfurth, das habe ich selbst erlebt und sehe es durch meinen Bekanntenkreis aus dessen eigener Erfahrung bestätigt.

    Meine Aussage ist, daß die Grünen Gleichheit propagieren, ihre Politik mit ihrer Propaganda aber schon lange nicht mehr übereinstimmt. Daß es Typen wie Metzger (Sie können beispielhaft auch Fischer oder Schily und beinahe alle anderen dazunehmen, echte Grüne im Wortsinn waren vielleicht nur die Leute um Springmann.) gab in dieser Partei, widerspricht dem nicht. Ich sehe meine Behauptung in Ihren beiden URL nicht widerlegt.

    Die Grünen zeichnen u. a. mitverantwortlich für das AGG.
    Daß dieses Gesetz die Ungleichheit propagiert, sehe ich nicht, auch wenn es in keiner Weise seinen vorgeblichen Zweck erfüllt. Vorherrschend ist der Gleichheitsgedanke auch beim Thema Fachkräftemangel (in allen seinen Implikationen), wobei sich die Grünen da nur marginal vom Rest unterscheiden. Diese Partei trachtet danach, Bürger und auch kleine Unternehmer zu bevormunden und zu gängeln, wo es nur geht. Daß sie dabei nicht im Widerspruch zur Großindustrie stehen, paßt gut ins Bild und zu Ihrer These. Als Neoliberalismus würde ich das aber trotzdem eher nicht bezeichnen.

    Erschütternd ist, daß es im grünen Fußvolk und der grünen Wählerschaft viele Altgediente gibt, die immer noch auf den Nepp hereinfallen, auch wenn sich hie und da Risse im Fundament zeigen. Wie bei Rentnern, die CDU oder SPD wählen, weil sie das schon immer getan haben. Reflexion findet da wenig statt. Erschütternd.

  41. @anorak
    EditierenDie „Grünen“ sind für mich der Inbegriff für Gleichheit im schlechtesten Sinn.
    Der ganze Genderquatsch bis hin zum praktizierten Staatsfeminismus, alles „grünes Gedankengut“.
    Die Grünen, anfangs belächelten, Ideologen haben es geschafft mit langen Durchhaltevermögen, scheibchenweise ihre Positionen und ihre Sprache im Alltag zu positionieren und umzudeuten.
    Hier steht zum Beispiel das Wort liberal, egal wie, ob nun neo davor steht oder nicht in der „grünen“ Umdeutung ist es nur noch eine Worthülse, die mir Liberalität nichts mehr zu tun hat. Das Wort wurde seines Sinnes beraubt und entleert, es transportiert nicht mehr das, wofür es steht.
    Alles ist nachhaltig, ich kann dieses Wort nicht mehr hören.
    Liebe Leser und Leserinnen,. -- Gemerkt?
    Editieren Es wird ohne zu hinterfragen nachgeplappert.
    Und was ist der Unterschied von sozialistischer zu kapitalistischer Planwirtschaft? Es folgt bestimmt eine sehr bewundernswerte Interpretation.
    Der Strompreis ob mit oder ohne EEG wird sich bei den jetzigen Strukturen nicht ändern.
    Ein Schuldiger wird immer da sein.
    Der Staat hat aufgesattelt und wird nichts von den Einnahmen hergeben, mehr als 45% kassiert er um es der Umverteilungsmaschinerie in den Schlund zu werfen, nimmer satt werdend ein Fass ohne Boden.

  42. @anorak 2 #34
    Es ist immer die Politik, die im Kern für das Wohl oder den Schaden einer Gesellschaft verantwortlich zu machen ist!
    Gesetze und Verodnungen kommen von der Politik. Die Politik ist der Stachel in einer freien Bürgergesellschaft. Ein ehrenhafter Kaufmann hat noch nie einen Vertrag benötigt. Da langt schon der Handschlag und das vertrauensvolle Wort eines ehrhaften Kaufmann aus.
    Vertrauen und Ehrlichkeit braucht keine Gesetze und Verordnungen. Gesetze und Verordnungen hat erst die Kirche/Adel und dann im allgemeinen die Politik eingeführt, um den Menschen unter Kontrolle zu halten und die Freiheit des Menschen unter Aufsicht zu stellen.
    Das EEG, der ESM, die verschiednen Einsparverordnungsgesetze sind solche freiheitsberaubenden Kontroll- und Aufsichtsgesetze. Mit diesen Gesetzen setzt sich der Staat über die freie Marktwirtschaft einer freiheitlichen Bürgerschaft hinweg. Die Marktwirschaft regelt das „Gut“ und „Schlechte“ in der technischen und wirtschaftlichen Geschäftswelt. Durch Angebot und Nachfrage setzt sich die Innovation am Schluss durch. Die Streu wird vom Korn getrennt. Die Streu wird ausgesondert und geht in die Insolvenz. Das Korn wird weiter als Innovations-Brot verarbeitet.
    Das politische EEG, der ESM und verschiedenen andere markteinschränkende Gesetze und Verordnungen bewirken gerade das Gegenteil von Innovation und Fortschritt. Mit den Gesetzen und Verordnungen soll weder Innovation noch eine fortschrittliche Zukunft gestaltet werden. Schiefergas-oel Förderung ist auch so ein Verbot der Politik per Gesetz und Verordnung.
    Warum lässt man nicht den freien Markt einer selbstbestimmenden und freiheitlichen Bürgergesellschaft über die Zukunft entscheiden. Der Staat kann das nicht und ich persönlich will das auch nicht, dass der Staat mir permanent vorschreiben will, wie ich zu leben habe! Die freie Marktwirtschaft von Angebot und Nachfrage ist für mich persönlich die Freiheit über das Beste für mich und das Volk zu entscheiden. Dies kann kein (ideologisch verbohrter) Staat dieser Welt ersetzen! Erst recht nicht dieser grünsozialistische deutsche Einheitspolitiker Staat.

  43. Die einzige Hoffung diesen Wahnsinn zu beenden ist die Alternative für Deutschland zu wählen.

  44. Ach Leutchens, ihr theoretisiert die Grünen einfach zu sehr, dat hat irgendwie kein Mehrwert.
    Laut DUH ham ja die NIE überhaupt keine Schuld daran, dat die Endverbraucherpreise durch die Decke gehen……Schuld an dieser Teuerungswelle sind ja ausschließlich die bekackte Industrie, die es sich immer noch wagt ein paar deutsche Arbeitsplätze zu betreiben.

    Bezuschussung konventioneller Kraftwerke

    Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) will nach der Bundestagswahl konventionelle Kraftwerke bezuschussen.

    Da konventionelle Kraftwerke wegen der hohen Einspeisung von erneuerbaren Energien zunehmend aus dem Geld laufen, will der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) die Blöcke staatlicherseits stützen. Eine Unterstützung der Kraftwerke soll dabei nicht über eine Umlage, sondern über Steuern finanziert werden, berichtet der Informationskanal Energate. Duin schätzt die Kosten für einen Kapazitätsmarkt auf höchstens 6 Mrd. €/a ein. Dies entspreche, umgerechnet auf den Stromverbrauch, einer zusätzlichen Belastung von rd. 1 ct/kWh. Dieser in den Medien als „Kraftwerks-Cent“ bezeichnete Betrag sei Duin zufolge der Preis für die Versorgungssicherheit. Die EEG-Umlage werde nach jüngsten Hochrechnungen bald bei 6,2 ct/kWh liegen. (msz)

    Ach ja…….hier ein paar Milliarden….da ein paar Milliarden, was kostet die Welt und wie weit trauen sich diese Polit-Banditen denn noch, uns in die Tasche greifen zu wollen?
    Ups…….Da fehlen ja noch ein paar Netze………und irgendwelche Speicher brauchen wir ja auch noch…….und alles kostet dann weitere Milliarden, welch eine Freude für uns…..die ja ganz doll die Energiewende wollten, das auch noch ab zu bezahlen.

    Bald wird es heißen……esse ich mich heute satt oder leiste ick mir mal ein Fernsehabend mit elektrisch Licht im Wohnzimmer………..ups, die Grünen juckt dat ja nich, die fordern schon mal für Berliner Beamte 3% mehr Gehalt.

    Brech und wech.
    H.E.

  45. Und weiter mit dem teuren Wendewahn…..
    Der Staat wird zum Ausputzer für Energie

    Durch die Stilllegung von Kernkraftwerken und die Privilegien für Ökostrom ist eine Interventionsspirale entstanden. Experte Heinz-Jürgen Schürmann erwartet, dass weitere staatliche Energiepuffer notwendig werden.

    Die Energiewende ist ein Experiment ohne Erfahrungswissen. Noch ist offen, wie teuer die Umstellung der deutschen Stromversorgung auf erneuerbare Energien am Ende volkswirtschaftlich wird. Dass die Verbraucher für ihre Elektrizitätsbezüge wesentlich mehr als früher bezahlen müssen, ist unbestritten. Unklar bleibt hingegen, ob energieintensive Branchen hierzulande dauerhaft überleben können……………..

    Und weils so schön war…..gleich die nächste Klatsche.
    „Knapp vorbei am Stromausfall“

    Die Energiewende ist übereilt, jetzt zahlen die Deutschen schon für die Vernichtung von Strom: Der Fachmann Frank Umbach im Gespräch……..
    ZEIT: … was ja nicht gerade für die hohe Versorgungssicherheit durch Kernkraftwerke spricht …

    Umbach: … schon richtig, aber nach der Abschaltung von acht Atommeilern gibt es bei uns keine Reservekapazitäten für die Grundlast mehr, also für die kontinuierliche, sichere Versorgung gerade der Industrie. Zugleich gefährdet die mitunter übermäßige Einspeisung von Sonnen- und Windstrom die Stabilität der Netze und damit wiederum die Versorgungssicherheit. Derzeit exportieren wir diese Probleme, indem wir Strom über die Grenzen schicken. Damit bürden wir unsere Schwierigkeiten unseren Nachbarn auf. ……………..

    Natürlich sagt der liebe Herr Umbach auch „““Langfristig halte ich den Ausbau der erneuerbaren Energien für die absolut richtige Strategie.“““…………..was man ja heutzutage schon planmäßig in seine Texte einbauen muss……aber er zeigt auf die mehrfach blutende Wunde, das es dem geneigten Laien übel aufstoßen muss.

    Immer dran denken, liebe Mitleser…………….DIE SONNE SCHICKT UNS KEINE RECHNUNG……………………….und im Himmel is gerade Jahrmarkt.
    In diesen Sinne……..verblöden kann doch so schön sein……sagt meine Klangschüssel auch immer.
    H.E.

  46. Ich würde mich schämen, wenn ich in einem Absatz mich so selbst widersprechen würde:

    In der Erhebung werden die Betreiber von Braunkohle- und Kernkraftwerken für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Sie hätten die Produktion in den Niedrigpreisphasen nur unwesentlich gedrosselt. Hier werden einerseits technische Gründe angeführt, denn die Kraftwerke haben beispielsweise beim Anfahren eine lange Vorlaufzeit. In den fraglichen Zeiten wurde die Erzeugung in Kohle- und Gaskraftwerken auf zehn Prozent der installierten Leistung heruntergefahren.

    Hier steht, auf 10%. Ist das nur ein Tippfehler? Ich kann mir nicht vorstellen, eine so dreiste Behauptung aufzustellen: Niedrige Strompreise immer häufiger -- Versorger drosseln Kraftwerke nicht., um dann hinterherzuschieben, dass auf 10% gedrosselt wurde.

    Wenn man die Kurzstudie liest, ich habe das nur sehr oberflächlich getan, löst sich der Widerspruch ein wenig auf: Steinkohle und Gas wurden auf 10% gedrosselt, Braunkohle aber nicht, hauptsächlich aus technischen Gründen.

    Braunkohlekraftwerke haben mit 9 bis 15 Stunden Kaltstartdauer nochmals erheblich längere Anfahrzeiten als Steinkohlekraftwerke und sind im laufenden Betrieb schlechter regelbar [9]. Zudem können heutige Braunkohlekraftwerke technisch bedingt nicht unter 50% der Nennleistung abregeln [10], da die Braunkohle einen hohen Wassergehalt aufweist wodurch die Kesseltemperatur bei zu geringer Leistung unter den erforderlichen Mindestwert fällt. Betreiber von Braunkohlekraftwerken untersuchen derzeit, wie die Abregelbarkeit der Kraftwerke verbessert werden kann (Vortrocknung der Braunkohle, Einsatz thermischer Speicher). Da jede Abregelung eine erheblich Materialbelastung des Kessels und weiterer Komponenten bedeutet, ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass auch zukünftig eine Abregelung unter 40% nicht möglich sein wird und Braunkohlekraftwerke in der Praxis meist mit deutlich höheren Auslastungen gefahren werden.

    Für mich geht aus der Studie hervor: Der NIE-Strom ist völlig wertlos.

  47. @Quentin

    ……. Dies geht aus einer Untersuchung des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme hervor, die im Auftrage der Bundestagsfraktion der Grünen erstellt wurde………………………

    Ähm, muss ick noch mehr sagen dazu?
    Es ist eine Schande, das man den Namen „Frauenhofer“ derart in den Dreck gezogen hat, mit der Aufnahme solcher Pseudoinstitute.
    Würg und wech
    H.E.

  48. @QQ #46

    Wenn man die Kurzstudie liest, ich habe das nur sehr oberflächlich getan, löst sich der Widerspruch ein wenig auf: Steinkohle und Gas wurden auf 10% gedrosselt, Braunkohle aber nicht, hauptsächlich aus technischen Gründen.

    naja,
    das steinkohlekraftwerk, welches mit 10% leistung fährt, sollten uns die leute vom fraunhofer institut mal zeigen.
    oder um es anders auszudrücken, dies ist humbug.
    selbst bei gasturbinen habe ich bedenken, das die mit 10% fahren. abschalten ist da einfach billiger (saumäßiger wirkungsgrad in verbindung mit hohen gaspreisen).

    Braunkohlekraftwerke haben mit 9 bis 15 Stunden Kaltstartdauer nochmals erheblich längere Anfahrzeiten als Steinkohlekraftwerke und sind im laufenden Betrieb schlechter regelbar [9].

    auch das ist humbug, wenn man sich mal braunkohle-KWs ansieht, die dem stand der technik entsprechen.

    Zudem können heutige Braunkohlekraftwerke technisch bedingt nicht unter 50% der Nennleistung abregeln [10],

    und noch mehr blödsinn.
    40% technische mindestlast sind heute durchaus realistisch.

    Da jede Abregelung eine erheblich Materialbelastung des Kessels und weiterer Komponenten bedeutet, ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass auch zukünftig eine Abregelung unter 40% nicht möglich sein wird und Braunkohlekraftwerke in der Praxis meist mit deutlich höheren Auslastungen gefahren werden.

    und noch viel mehr unsinn.
    mittlerweile gibt es vorhaben, die mindestlast von braunkohlekraftwerken auf ca. 30% abzusenken.
    (die forderung, zur absenkung der technischen mindestlast, gibt es übrigens in gesamt deutschland seitens der netzbetreiber, wobei die genauen prozentzahlen sicherlich variieren können)
    dies ist sogar in relativ kurzer zeit möglich, da es schon zu ddr-zeiten untersuchungen in dieser richtung gab. nur liefen diese damals unter der vorgabe öl einzusparen. dazu wurden tbk-brenner genutzt (tbk = trockenbraunkohle).

    ich war letztes jahr als teilprojektleiter selbst an einer mess- und versuchskampagne zur absenkung der technischen mindestlast beteiligt.
    und im gegensatz zur argumentation des fraunhofer-institutes, das dies probleme mit der feuerung bringt, lag der schwerpunkt eher auf der niederdruckturbine, da niemand wirklich weiss / wusste was da bei abgesenkten dampfparametern passiert (nassdampf ist eher blöd für die turbinenschaufeln 😉 ).
    der dampferzeuger war da eher zweitrangig.
    ***
    auch wenn ich mir besagte studie nicht durchgelesen haben sind deine zitate mal wieder ein schönes beispiel, was passiert wenn man laien in einem technisch anspruchsvollen gebiet arbeiten lässt.

  49. ROFL

    auch wenn ich eigtl nicht von wikipedia halte….

    Braunkohlekraftwerke können pro Minute um 3 % geregelt werden und müssen mit mindestens 40 % der Maximalleistung betrieben werden.[1][2][3]
    Kernkraftwerke können pro Minute um 3,8-5,2 % geregelt werden und müssen mit mindestens 50-60 % der Maximalleistung betrieben werden.[1] Bei Nutzung der Mindestlast unter Kondensatorwärmeabfuhr sinkt die Mindestleistung auf 0 %.[2][3]
    Steinkohlekraftwerke können pro Minute um 4 % geregelt werden und müssen mit mindestens 38 % der Maximalleistung betrieben werden.[1][2][3] Sie werden auch im Mittellastbereich eingesetzt.

    Gasturbinenkraftwerke erreichen Änderungsgeschwindigkeiten bis zu 20 % der Nennleistung pro Minute und eignen sich deshalb besonders gut zur Deckung von schnellen Lastschwankungen. Außerdem zeichnen sie sich durch sehr kurze Anfahrzeiten von wenigen Minuten aus. Die Leistung kann zwischen 20 % und 100 % geändert werden. Deshalb ist dieser Typ sehr gut für Spitzenlastkraftwerke geeignet.

    das die fraunhofertypen sogar zu blöd sind, mal bei wiki nachzusehen…
    ROFLMAO
    sorry, aber da ist die wand hinter meinem laptop intelligenter 😉

  50. Man sollte sich bei solchen Diskussionen, gerade auch im Angesicht der Bundestagswahl immer vergegenwärtigen, dass alle Bundestagsparteien (CDU, CSU, FDP, SPD, Grüne, Linke) derzeit nur über insgesamt 1.272.098 Parteimitglieder verfügen, was einem Prozentsatz von gerundet 1,55% an der Gesamtbevölkerung von mutmaßlich 82 mio entspricht.

    Noch 1990 waren es insgesamt ca. 2.409.624 Parteimitglieder der genannten Parteien (und dem Vorgänger der Linken), die Mitgliederzahlen der Parteien haben sich also halbiert!

    Die Grünen haben derzeit 63.761 Mitglieder, was aufgerundet einem Anteil von 0,08% der Bevölkerung entspricht.

    Das sind Tatsachen, deren man sich immer bewusst sein sollte. Auch im Hinblick auf Diskussionen was „Diskurshoheiten“, „Konsens“ und die veröffentlichte Meinung betrifft. Gerade im Hinblick auf die ewige „grüne“ Bevormundung und den Versuch der Etablierung einen grün-sozialistischen Nannystaates.

    Was lassen wir uns von solchen Minderheiten eigentlich gefallen?!

  51. @ Heinz:
    Du hast völlig recht, was Fraunhofer betrifft!
    Dieser Name für solchen Schrott, das ist mehr als Pietätlosigkeit, das ist Leichenschändung.

    Wäre es nicht respektlos, würde ich sagen, dass so ein ‚Fraunhofer-Institut‘ eine ganz neue Energiequelle erschlossen hat: Die Rotationsenergie des Namensgebers in seinem Grab.

  52. Was man auch immer von der Studie KOHLEVERSTROMUNG ZU ZEITEN NIEDRIGER BÖRSENSTROMPREISE halten mag. Sie bestätigt die Analyse von Tritium in EEG-Umlage und Börsenpreis . Darüberhinaus widerlegt sie alle Versuche via NIE CO2 einsparen zu können, bei einem noch irgendwie vertretbaren Strompreis, denn sie sagen:

    Die in dieser Studie aufgezeigte Entwicklung ist insofern bedenklich, als eine Renaissance der Kohleverstromung den Umwelt und Klimaschutzzielen zuwider läuft. Darüber hinaus ist die Zunahme negativer bzw. niedriger Börsenstrompreise ein deutliches Signal mangelnder Flexibilität im Erzeugungspark konventioneller Kraftwerke, welche den Ausbau der fluktuierenden erneuerbaren Energien im Zuge der Energiewende flankieren sollte.

    Um dem gegenzusteuern müssen die Preise für Emmisionszertifikate steigen oder eben der einzig noch billig produzierte Strom (Kernkraftwerke haben die eh nicht mehr auf der Agenda) teuer gemacht werden. Das muss man sich mal nach dem Lesen z.B. der Äusserungen von Claudia Kempfert auf der Zunge zergehen lassen. Die Idee dass man vielleicht auch versuchen könnte billig an Gas zu kommen, kommt ihnen gar nicht. Vielleicht, weil sie wissen, dass das auch nichts helfen würde (siehe z.B. Wind Integration: Incremental Emissions from Back-Up Generation Cycling ) .

  53. @Tritium
    Sach mal……is nich auch das IWES unter diesen Schirm der anscheinenden Seriosität gekrochen?
    Ach…und dann noch das nette DLR……..dat macht ja auch ganz tolle NIE-Studien…….wo sitzt der Filz eigentlich noch nicht in unseren Land?
    Bähh
    H.E.

  54. @ Gerhard Straten #51,

    Darüberhinaus widerlegt sie alle Versuche via NIE CO2 einsparen zu können, bei einem noch irgendwie vertretbaren Strompreis

    Genau. Wenn man mal die grüne Rhetorik weglässt, und nur die Fakten aus der Studie betrachtet, dann ist es ein Desaster für die NIE, welches nur durch rhetorische Tricks kaschiert wird. Die Wurzel des Übels lässt sich an einem Wort festmachen, eines welches in der ganzen Studie nicht vorkommt: Einspeisevorrang.

  55. Wäre es nicht respektlos, würde ich sagen, dass so ein ‘Fraunhofer-Institut’ eine ganz neue Energiequelle erschlossen hat: Die Rotationsenergie des Namensgebers in seinem Grab.

    Auch Frau Merkel kann als Energiequelle genutzt werden. Man muss ihr nur einen Dauermagneten auf den Rücken schnallen und sie in eine Drahtspule stellen. Die Rotationsenergie kommt von ihren energiepolitischen 180-Grad-Wenden.

  56. Merkel kündigt Reform der Ökostrom-Umlage an

    Angesichts drohender Erhöhungen beim Strompreis hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für dringend notwendig. „Wir müssen sie unmittelbar nach der Bundestagswahl gemeinsam angehen“, sagte Merkel den „Ruhr Nachrichten“…….

    Ach gucke an, nun plötzlich will das Merkel eine Reform der EEG……natürlich erst NACH der Wahl……man hatte wohl Angst, das die Opposition die nötigen grausamen Massnahmen als Wahlhilfe missbrauchen könnte.

    Grund für den befürchteten Preissprung sei der Bau neuer Solar- und Windkraftanlagen. Jährlich kämen so rund 9000 Megawatt Ökostromleistung hinzu, die mit der Umlage finanziert werden muss. Kohler forderte einen Stopp des „planlosen Zubaus“.

    Neue Windräder und Solaranlagen dürften erst installiert werden, wenn der Netzanschluss stehe und ihre Betreiber Stromabnehmer nachweisen könnten. Auch die Vorrangeinspeisung für grünen Strom und feste Vergütungssätze will der Dena-Chef abschaffen: „Wer Ökostrom erzeugt, soll ihn auch selbst vermarkten“, sagte Kohler.

    Ach nee, hört ihr nun endlich mal uff Onkel Heinz? Hättet ihr die Notbremse nicht schon viel früher ziehen müssen….anstatt bis zur Wahl den Kopp ein zu ziehen?
    Ups…..ich vergass….ohne anständig von den Medien vorbereitet, könnte das ja in die Hose gehen……ahh, ich verstehe.

    Dafür gibbet jetzt erstmal ne anständige Klatsche für die „Grünen/Brechdurchfall 90″………….
    Studie bezweifelt Jobboom durch Energiewende

    Hunderttausende neue Arbeitsplätze durch den Boom der erneuerbaren Energien? Laut einer neuen Untersuchung lassen sich solche Aussagen nicht halten. Die Euphorie sei „deutlich überzogen“…..

    Ich halte die Euphorie, wie sie von interessierter Seite an den Tag gelegt wird, für deutlich überzogen“, sagte Pestel. Er glaube nicht, dass ein ökologischer Wirtschaftsumbau auf absehbare Zeit für ein Beschäftigungswunder sorgen werde.

    Ach, sind die Studien der Öko-Institute und Frauenhofer-Hilfvereine doch nicht so gut, wie man uns immer glaubhaft machen wollte?
    Gabs nicht schon eine spanische Studie, die die Vernichtung von konventionellen Arbeitsplätzen, im Zuge der Vergrünisierung der Energieversorgung, zum Thema hatte?
    Ich glaube…..langsam baut man den Buhmann auf, den man braucht um die E-Wende endlich zurück zu stutzen, bevor uns alles um die Ohren fliegt.
    Na mal gucken…..
    H.E.

  57. Ja, Heinz,

    die Menetekel sind unübersehbar: Mit den NIE geht es zu ende, die ‚Energiewende‘ liegt in den letzten Zügen.
    Es sind ja nicht nur diese Meldungen. Vor kurzem wurde sogar schon darüber spekuliert, dass wohl die Laufzeit der verbliebenen KKWs nicht nur verlängert, sondern womöglich sogar subventioniert(!) werden müsse.

    Im Grunde geht es jetzt nur noch darum, das Gesicht zu wahren, was diesmal allerdings nicht so einfach sein dürfte wie damals beim Waldsterben, als die Grüne Künast das Ende der Hysterie verkünden durfte/musste.
    Die Verrenkungen, die das noch kostet, werde ich mit Popcorn und in bester Stimmung geniessen!
    😀

  58. die Menetekel sind unübersehbar: Mit den NIE geht es zu ende, die ‘Energiewende’ liegt in den letzten Zügen.

    Hat aus meiner Sicht inzwischen den Zustand „Berechtigte Hoffnung“ erreicht.

    Nur…wie wird die Energieversorgung der Zukunft aussehen? Die Chimäre „Klimaschutz“ geistert immer noch über die Berliner Flure, sodass eine fossile Versorgung nur mit erheblichen Preisaufschlägen (Stichwort, Wiederbelebung der CO2 Zertifikate) möglich erscheint. Im Übrigen ist Energieversorgung doch bereits zu 75% eine reine Steuererhebung, die sich der Berliner Moloch erhalten will.
    Kernkraft, auch der inhärent sicheren Version, scheint mir zu sehr in den Köpfen der Michels diskreditiert -- dürfte eine Generation (20-25 Jahre) dauern, bis erkannt wird, dass rundherum eine wirkliche Hochtechnologie etabliert wird, auch dass es mit dieser kein „Endlagerproblem“ gibt. Die Grüne Propaganda sitzt tief.

    Und was kostet uns die Versschrottung der ganzen NIEs, inklusive der Bestandsschutzgarantien?

  59. @Tritium
    Lach…..was mich am meisten freut, das die Ökobesudelten bis heute nicht begriffen haben, was passiert, wenn der Ausbau der NIE ungebremst so weiter geht….und keine nennenswerten Speicher da sind………sie drehen sich gegenseitig den Hahn zu.
    Lass mal zum Beispiel 100 GW an NIE-Kapazitäten rumlungern und Deutschland braucht im Sommer gerade mal 50 GW Last…..was passiert, wenn die NIE zusammen an einen schönen Sommertag knapp 80 GW Strom erzeugen und wir vllt noch irgendwie 10 GW ins Ausland quetschen können……..wohin mit den restlichen 20 GW?
    Ergo….müssen auch die NIE in der Leistung gedrosselt werden…….und spätestens dann wern se sich gegenseitig die Augen auskratzen.
    Die Vorrangeinspeisung muss also folglich aus rein physikalischen Gründen gestrichen werden……das Problem steht schon derart offensiv im Raume, das sich nicht einmal mehr die Bundesnetzagentur davor verstecken kann.

    Hach, wern dann Wind- und Solarlobbyisten gegenseitig aufeinander dreschen…..da reicht eine Tüte Poppcorn aber net lange……..da brauchen wir viel mehr, Tritium.
    H.E.

  60. http://www.welt.de/wirtschaft/article119174764/Studie-bezweifelt-Jobboom-durch-Energiewende.html#disqus_thread

    Die Kommentare sprechen ja hoffnungsfrohe Bände!

    Es fällt mir zunehmend auf, dass „wir“ mehr oder minder die Meinungshoheit in der virtuellen Welt gewinnen, auch wenn „wir“ im Wesentlichen aus den klassischen Medien ausgeschlossen werden.

    (Ich habe gestern Abend auf Phoenix schon wieder die Krise bkommen, als behauptet wurde, die Tauchfarten der Nautilus und späterer Atom-uboote zum Norpol hätten Daten zum Klimawandel und Schmelzen der Polkappen gesammelt: 1970 und früher! Da glaubte man noch an eine Emissionseiszeit… Geschichtsfälschung der dreistesten Art! Ich schalte bereits reflexartig um, wenn bei irgendeinem Beitrag zur transsibierischen Buntamsel zum Ende wieder die Gebetsmühle samt Glaubensbekenntnis zum „menschengemachten Klimawandel“ angeworfen wird, gefühlte 3-5x, jeden Abend.)

  61. Achtung, Achtung, Achtung
    Die nächste Studie rollt an, die uns beweisen soll….dat die Konventionellen ganz dolle teuer sind.

    Kohle- und Atomstrom teurer als Erneuerbare

    Für Strom aus konventionellen Anlagen müssen Verbraucher versteckte Kosten von 40 Mrd. € zahlen, so eine Studie des FÖS im Auftrag von Greenpeace Energy.

    Während der Staat die erneuerbaren Energien 2012 allein über die EEG-Umlage mit rd. 17 Mrd. € förderte, fielen für Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken im gleichen Jahr versteckte Kosten in Höhe von 40 Mrd. € an. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale-Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy.

    „Diese Rechnung entlarvt die Versuche der Atom-und Kohlelobby, die Erneuerbaren als Preistreiber darzustellen. Unterm Strich sind Wind, Wasser und Sonne die günstigste Art der Stromversorgung“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy. Die versteckten Kosten der konventionellen Energieträger entstünden durch staatliche Forderungen wie Finanzhilfen und Steuervergünstigungen sowie den externen Kosten der einzelnen Energieträger wie Klimaschäden oder Folgekosten eines nuklearen Unfalls. Diese Kosten zahlen die Verbraucher unter anderem über Steuern und Abgaben. Für Braunkohle belaufen sich die versteckten Kosten auf 13,9 Mrd. €, für Steinkohle 12,4 Mrd. € und für Atomenergie auf 11 Mrd. €. Erdgas komme auf 3,0 Mrd. €, so die Studie.

    Würde man diese Zusatzkosten aufsummieren und in Form einer Konventionellen-Energien-Umlage transparent machen, ergäbe sich ein Wert von 10,2 ct/kWh. Also doppelt so viel wie die aktuelle EEG-Umlage. (sg)

    …… Studie des Forums Ökologisch-Soziale-Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy……
    Ja ne is klar, ein Öko-Stromhändler versucht die Konkurrenz madig zu machen mit einer Studie eines Institutes, das bisher noch nie mit Seriosität auf sich aufmerksam gemacht hat.

    „““ externen Kosten der einzelnen Energieträger wie Klimaschäden oder Folgekosten eines nuklearen Unfalls“““
    Ach ja…..also ick würde noch die diversen Kriege der letzten 1000 Jahre als externe Kosten dazu rechnen….ging es doch oft um Resourcen……..oh man, die Schwachsinnigen sterben nicht aus und GP-Energy ist ein verlogener Stromhändler, der mit österreichischen Wasserkraftstrom dealt und einen auf Super-Öko macht.
    Dat Geschäft mit der Dummheit der Stromkunden muss sich aber echt lohnen, wenn man sich ständig ne Studie leisten kann.
    H.E.

  62. #60

    Es fällt mir zunehmend auf, dass “wir” mehr oder minder die Meinungshoheit in der virtuellen Welt gewinnen

    Du meinst die virtuelle WELT. Die Leser dieser Zeitung sind nicht unbedingt ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt. Auf den Kommentarseiten vom Spiegel sieht das anders aus, und auf denen der taz nochmal anders.

    Ich habe gestern Abend auf Phoenix schon wieder die Krise bkommen, als behauptet wurde, die Tauchfarten der Nautilus und späterer Atom-uboote zum Norpol hätten Daten zum Klimawandel und Schmelzen der Polkappen gesammelt: 1970 und früher!

    Phoenix, ein Sender den ich früher ganz gern gesehen habe, ist sowieso eine Katastrophe. Anscheinend haben die einen Parteiauftrag, das Wort „Klimawandel“ mindestens einmal pro Stunde zu erwähnen. Die schaffen es wirklich, den Begriff mit jeder denkbaren Thematik in Verbindung zu bringen. Naturdokumentationen aus dem Regenwald, ein Reisebericht aus Norwegen, oder eine Live-Schalte zum Lummenfelsen auf Helgoland: Der Klimawandel kommt immer vor. Den Vogel haben sie mit einem Special übers Internet vor einigen Monaten abgeschossen. Was war der Aufhänger? Irgendein nichtsnutziger Ökoblog (der findet ja im Internet statt, das war die einzige Verbindung zum angeblichen Thema), dessen Betreiber sich für der Kamera über „Fukushima und Klimawandel“ auslassen durfte.

  63. Kretschmann bekräftigt Ausbau der Windkraft

    Der baden-württembergische Ministerpräsident Wilfried Kretschmann erklärte, es könne nicht sein, dass der Naturschutz als Hebel missbraucht werde, um den Windkraftausbau zu blockieren, berichtet die „Stuttgarter Zeitung“. Es sei klar, dass die naturschutzrechtlichen Bestimmungen gelten. Zugleich verlange er von den Behörden, „die Spielräume, die sich in dieser Rechtslage auftun, zu Gunsten des Windkraftausbaus zu nutzen“.

    Mit diesen Äußerungen reagiert Kretschmann (Grüne) auf die Behauptung seines Parteifreunds, des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer, der Konflikt zwischen dem Ausbau der Windkraft und dem Artenschutz ginge zu Ungunsten der Windkraft aus. Es sei kaum noch möglich, neue Windkraftanlagen zu errichten. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hatte zuvor wegen einer Population von Rotmilanen das Aus für einen Windpark in Horb erklärt. Dort hatten die Tübinger Stadtwerke investieren wollen, deren Aufsichtsratschef Palmer ist. (ad)

    Bähhhh….Naturschutz…….Artenschutz……..das alles hat gefälligst hinten anzustehen, denn wir müssen ja das Klima schützen, damit dann die Arten, die wir gerade hächseln……..auch morgen noch aussterben dürfen.
    Kann man besser beweisen wie grün die Grünen wirklich sind……..ich glaube kaum, immer mehr lassen se die verlogene Maske der angeblichen Umweltbesorgtheit fallen……….wenn der grüne Klingelbeutel bimmelt, ist man sich auch für die größte Lüge aller Zeiten nicht zu schade.
    Man, ismirübel…………..wo is mein Kübel.
    Onkel Heinz…………………….ich drücke hiermit meine tiefste Verachtung aus

  64. #61 @ Heinz, ja da wird wieder mit fiktiven Kosten herum jongliert, weil man sich ja sonst eingestehen müsste, das der wirkliche Preistreiber doch die Windmühlen und Sonnenspiegel sind.

    Aber was passiert wenn, man die negativ Seiten deren heilbringender Technik anführt, oder gar wie sie selbst, einpreisen möchte? Der erntet entweder einen Shitsorm, oder ungläubige Blicke. Stichwort: Neodym und die Abfallprodukte Thorium und Uran …wie war das 90.000 Tonnen unter freiem Himmel oder so, da müssten solche Vereine doch eigentlich Tango tanzen vor Entsetzen. Oder Infraschall, der ja von einigen geleugnet wurde (!) usw. usf.

  65. @Andi
    Hihi….passend zum Thema die Auftaktrede des AfD im Hamburg am 17.08.2013

    „Es ist etwas faul im Staate“

    Mit der „Energiewende“ ein zweites Riesenproblem geschaffen
    Nun gibt es aber viele verschiedene Technologien, um Ökostrom zu erzeugen: Windräder an Land oder zur See, Biogas, Photovoltaik etc. Manche von denen sind teuer, andere sind sauteuer. Jeder vernünftige Mensch hätte gesagt, da wir nun mal Ökostrom wollen, subventionieren wir die günstigste Technologie. Nicht so die Bundesregierung. Halten Sie sich fest: Die Bundesregierung hat entschieden, dass alle Ökostromerzeuger subventioniert werden. Die teuren Ökostromerzeuger kriegen viel Subvention und die sauteuren Ökostromerzeuger kriegen saumäßig viel Subvention. Damit bleiben die teuren Technologien erhalten und niemand hat einen Anreiz, günstig zu produzieren. Das Resultat sehen Sie auf Ihrer Stromrechnung.

    Auch der zuviel erzeugte Ökostrom wird abgenommen und bezahlt

    Die Sache wird noch schlimmer. Die beiden wichtigsten Ökoenergien nutzen Sonne oder Wind. Manchmal aber scheint die Sonne besonders viel oder der Wind bläst besonders heftig. Dann wird viel zuviel Ökostrom erzeugt. Jeder vernünftige Mensch würde sagen, ok, dann kann der Erzeuger die zuviel erzeugte Menge eben nicht verkaufen. Aber die Bundesregierung hat im EEG anders entschieden: Der Erzeuger kann immer verkaufen, auch wenn der Strom gar nicht gebraucht wird. Und man zahlt ihm immer seine Subvention, die teure oder die sauteure. Aber den Strom, den braucht man nicht, den muss man dann entsorgen. Er ist unverkäuflich, weil auch unsere Nachbarn soviel Strom auf einmal nicht brauchen. Was wir tun, spottet jeder Beschreibung: Der Strompreis wird negativ. Wir bezahlen unsere Nachbarn dafür, dass sie uns den Strom abnehmen. Das Resultat sehen Sie auf Ihrer Stromrechnung.

    Klare Aussage…..bis auf ein paar Schnitzer so gut erklärt, das es auch der letzte Dummie begreifen müsste.

    Toll auch nochfolgender Satz….

    Im Bundestag gibt es keine Opposition mehr. Im Bundestag sitzen Jasager und Abnicker und vor allem Diätenkassierer, aber keine Opposition und keine Abgeordneten, die das Volk vertreten. Im Bundestag gibt es nur noch einen Einheitsbrei von Parteien, deren Positionen beliebig und fast ununterscheidbar geworden sind.

    Zum Thema Energiewende noch etwas ausbaubar……aber ansonsten den Nagel voll auf dem Kopp getroffen…….Onkel Heinz gefällt die Rede erstmal ganz gut.
    H.E.

  66. #65. Heinz Eng

    Zum Thema Energiewende noch etwas ausbaubar……aber ansonsten den Nagel voll auf dem Kopp getroffen…….Onkel Heinz gefällt die Rede erstmal ganz gut.

    gefällt mir auch, Heinz 🙂 und ich weiß genau, wo ich meine Kreuzchen am 22.09. mache!

    karl.s

  67. manager magazin:

    Nachbarn erklären Deutschland den Stromkrieg

    Deutschland betreibt den Umstieg auf grünen Strom ohne Rücksicht auf die Nachbarländer. Jetzt wehren sich Polen, Tschechien & Co. Ein Bericht aus der Kampfzone….

  68. DIE WELT:

    Die neuen Strompreislügen

    ….. Dabei ist schon der Begriff Strompreislüge selbst eine grobe Irreführung oder, sagen wir es zur Würzung des faden Wahlkampfs drastischer: eine Lüge. Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Zunächst gibt es nicht eine, sondern viele Strompreislügen. Dazu gehört etwa die Behauptung, durch die Rekommunalisierung von regulierten Stromnetzen ließe sich Energiepolitik vor Ort gestalten und Preise beeinflussen. Dazu gehört auch die alte Mär von der Allmacht großer böser Stromkonzerne, die Saga von der Energieautarkie und die Schimäre einer „Demokratisierung der Stromversorgung“. Die Behauptung, nicht die Ökostrom-Subventionen, sondern die Privilegien der Industrie seien schuld an den steigenden Strompreisen, ist nur der dreisteste unter den Täuschungsversuchen……

  69. Noch so ein Klopper:

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/atomenergie-ein-film-bricht-mit-dem-atomkraft-tabu/8505676.html

    Ausgerechnet James Hansen:

    Behauptungen, Wind-, Wasser- und Sonnenenergie könnten in einigen Jahrzehnten den Energiebedarf komplett decken, sind für Hansen gleichbedeutend damit, an den Osterhasen zu glauben.

  70. @Testpilot

    Soooo, ick hab mich jetzt halbwegs wieder von meinen Lachanfall erholt………..dat muss ja den deutschen Umweltbesudelten wie ein Messer im Rücken vorkommen, das man derart die Kernkraft hervor hebt um dat Klima zu schützen.
    *grins*……da muss ick an die alte VT denken, nachdem ja die Atomlobby den AGW erfunden hat um dat schlechte Image der Atomindustrie nach Tschernoby wieder zu verbessern.

    Man könnte denken….die lassen gerade die Katze aus dem Sack, eine Miez also, über die sich demnächst so manche schwarz ärgern werden.
    Egal…….für den „Brüller des Monats“ reicht dat völlig.
    Grins und wech
    H.E.

  71. Man legt „mal eben“ irgendwo um 20 % der Kapazitäten still und erwartet keine Auswirkungen? Und natürlich sind bei Umwelt NGOs und überhaupt Umweltfragen immer nur die „Kapitalisten“ schuld. Das man diesen wo es geht in den Arm fällt -- Schwamm drüber. Als ob man mit Eingriffen gegen Märkte Wohlstand erzielen könnte….

  72. # 63

    Kleines Schmankerl am Rand zu dem vom Regierungspräsidium Karlsruhe zu Fall gebrachten Windparks in Horb: der OB von Horb (CDU-Mann!) sagte wörtlich: da geht es um 6 Rotmilane, also grob gerechnet einen pro Windrad …

    Man weiss langsam nicht mehr ob man lachen oder weinen möchte …

  73. da geht es um 6 Rotmilane, also grob gerechnet einen pro Windrad

    Sehr ungeschickt formuliert!
    Ich zitiere mal: „Rotmilane jagen die Beute, die sie in ihrem Revier antreffen. Als Beute kommen Vögel und Fische, Reptilien und Amphibien, Mäuse, Hamster, Junghasen und Kaninchen in Frage.“

    Beim Bau der windräder geht es NICHT um den Rotmilan, es geht um AKTIVEN HAMSTERSCHUTZ!
    Dadurch bekommt die Affäre doch sofort einen anderen Blickwinkel!

  74. Welche Milan-Subspezies treffsicher die Landschaftsverschandelungsspargel verhindert, ist mir persönlich eigentlich woscht. Gelegentlich reicht auch einer von solchen Vögeln : http://de.wikipedia.org/wiki/MILAN

  75. Joo…..und Greenpeace muss diesbezüglich auch mal wieder sein großes Maul aufreißen.

    Greenpeace schlägt Abzockbremse vor

    Die Umweltorganisation Greenpeace hat ein Rechtsgutachten anfertigen lassen, das zeigt, wie Energieversorger gezwungen werden können, den drastisch gesunkenen Börsenstrompreis an Haushalte im Grundversorgungstarif weiterzugeben. In diesem Basistarif sind rd. 40 % aller Privatkunden. Würden alle Greenpeace-Vorschläge umgesetzt, könnten die Verbraucher gut 100 € im Jahr sparen, so die Organisation. ….

    Als zweiten Schritt fordert Greenpeace, dass der Staat die Standardtarife vorab prüft und genehmigt -- wie es bis zum Jahr 2007 möglich war. Mit einer damaligen Reform des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) nahm sich die Regierung jedoch diese Einflussmöglichkeit auf die Strompreise.

    Ach neee, die bösen Versorger zocken die armen Stromkunden ab……….ähm, ihr Spinner habt doch auch so ein Verein unterm Dach…
    Greenpeace Energie……..
    27,65 Cent/kWh
    8,90 € Grundpreis/Monat
    http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom/unser-oekostrom.html

    Hmm, wenn ick mir den Grundtarif bei uns so angucke……27,2 C/kWh+7,50 Euro Grundpreis…………frag ich mich ehrlich, wer is denn nun der wahre Abzocker?
    Man, verpisst euch endlich irgenwohin und lügt nicht ständig das Blaue vom Himmel, ihr…..%&%$?
    Onkel Heinz………die zweite Eklichkeit, folgt zu gleich

  76. Stromüberschüsse sind lösbares Problem

    Das DIW Berlin sieht einer Studie zufolge auch im Jahr 2032 keine großen Probleme für die Netze – dank Flexibilisierung.
    Temporäre Stromüberschüsse aus Solar- und Windkraft stellen einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge auch bei stark steigenden Anteilen erneuerbarer Energien ein lösbares Problem dar. Durch eine Flexibilisierung des Stromsystems könnte die Überschusserzeugung stark vermindert werden. Während die verbleibenden Überschüsse teilweise durch zusätzliche Stromspeicher aufgenommen werden könnten, sollte für die höchsten Produktionsspitzen erneuerbarer Energien die Möglichkeit zur Abregelung erhalten bleiben, so das Ergebnis der umfangreichen Untersuchung des DIW-Energieexperten Wolf-Peter Schill. „In einem flexiblen System müssten im Jahr 2032 weniger als 2 % der möglichen jährlichen Stromerzeugung aus Sonnen- und Windkraft abgeregelt werden.“ Davon unabhängig werde die Bedeutung von Stromspeichern in einem immer mehr auf erneuerbaren Energien beruhenden System steigen………………..

    2032……häh….warum nich 2030 oder 2035?
    Ach, das is wohl dat Renteneintrittsalter des Institutsleiters, so das er für diesen Quatsch nicht mehr haftbar gemacht werden kann.
    Schon heute vergewaltigen wir unsere europäischen Nachbarn elektrotechnisch…..indem wir sie oft mit unseren Überschüssen überschwemmen……..ham se noch alle Tassen im Schrank, oder wie jetzt.
    Dat is kein Wirtschaftsinstitut sondern ein reines Öko-Institut…….die sollten also mal ihren Namen umändern, damit der geneigte Leser gleich weiß, woher der Wind weht.
    Leute schickt das Arbeitsamt……tsssss.
    H.E.

  77. @heinze

    2032……häh….warum nich 2030 oder 2035?

    das wird wohl daran liegen, das die mit daten bis 2012 rechnen und dies für einen zeitraum von 20 jahren.

  78. Grins……der Daniel hat umgehend auf Greenpeace geantwortet.

    Greenpeace wittert riesige Abzocke beim Strompreis

    Stadtwerke weisen Greenpeace-Vorwürfe zurück

    Der Stadtwerke-Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) äußerte sich kritisch zu den Greenpeace-Vorschlägen. Es gebe eine Reihe von Gründen, warum Grundversorger höhere Kosten zu schultern hätten und entsprechend höhere Tarife berechnen müssten. Dazu gehörten zum Beispiel deutlich höhere Verwaltungsaufwendungen pro Kunde.
    --
    Nahezu alle Stromkunde hätten die Möglichkeit, aus der Grundversorgung heraus in einen billigeren Tarif desselben oder eines anderen Unternehmens zu wechseln: „Kunden in Deutschland haben eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten und der Wettbewerb zwischen den einzelnen Unternehmen ist äußerst intensiv.“

    Die Gründe für die staatliche Regulierung des Grundversorgungspreises seien deshalb nicht ersichtlich, so die BDEW-Chefin: „Die weitaus größte Gruppe der Kunden, die in Tarifen der Grundversorgung ist, verzichtet bewusst auf einen Wechsel. Beim Wettbewerb der Vertriebe spielt der Preis eine große Rolle. Aber auch die Zufriedenheit mit den Anbietern, der regionale Bezug, das Vertrauen in deren Verlässlichkeit und Service sind von Bedeutung.“

    Nun ja, Service wird nicht gewünscht…Oma Krause soll sich gefälligst ein Computer kaufen und im Internet den billigsten Anbieter suchen……wo sie doch immer so gerne mit der Kundendienstmitarbeiterin in Natura gepläuscht hat.

    Grundversorger in einem Verteilnetz werden alle 3 Jahre neu bestimmt, der Stromhändler, der zu diesem Zeitpunkt die meisten Stromkunden hat, wird dann automatisch Grundversorger…..naja, selbst das weiß Greenblöd nich, war ja klar.
    Nach der Wahl wirds mächtig scheppern im Land der Bekloppten und Bescheuerten….so viel steht schon mal fest.
    H.E.

  79. #78
    heinze,

    ich hab da ma im kommentarbereich ne gegenüberstellung meines grundversorgers mit greenpeace energy gemacht 😉
    sollte ab morgen freigeschalten sein, da die moderatoren dort eher keine nachtschicht machen^^

    wäre schon lustig, wenn da noch viel mehr mitmachen 😀

  80. aso, externe verlinkungen sind im WELT-kommentarbereich nicht erlaubt…

  81. @Micha
    Lach……ich schätze mal, GP-Energy sieht bei dem Vergleich verdammt belämmert aus.
    Grins und wech
    H.E.

  82. Na endlich! Eine klare Positionierung der AfD zum EEG.

    httpv://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=EHx8zc0a7yk

    (Ich hoffe, „Video einbetten” funktioniert, ansonsten hier nochmal der Link.)

  83. #79

    ich hab da ma im kommentarbereich ne gegenüberstellung meines grundversorgers mit greenpeace energy gemacht 😉
    sollte ab morgen freigeschalten sein, da die moderatoren dort eher keine nachtschicht machen^^

    wurde leider nicht freigeschalten 🙁
    war wohl doch zu viel des guten

  84. Ick weiß jetzt nicht, ob Nachfolgendes schon von jemand verlinkt wurde, weil ick mich hier nich durch 10 Threads Mega-Philosophie wurschteln wollte, also verzeiht mir das möglich Doppelposting.

    Die Ökostrom-Lobbyisten

    Die Ökostrom-Förderung hat eine große Koalition von Profiteuren geschaffen. Das Geld machte aus einem Projekt der Ökos eines der Besitzstandswahrer -- und aus Investoren Überzeugte. …………..

    Das Ausmaß der Geldanlagen in der Ökostrombranche ist groß: Allein Europas größter Versicherer Allianz hatte im vergangenen Jahr im Bereich der erneuerbaren Energien 1,3 Milliarden Euro investiert. Hinzu kam noch einmal eine Milliarde für Energie-Infrastruktur, darunter ein umfangreiches Engagement im norwegischen Gasnetz. Die Munich Re, der größte Rückversicherer der Welt, plant diese Investments auf der Welt bald auf 2,5 Milliarden Euro zu verdoppeln…….

    Bei einer derart geballten Ladung an Lobbyisten ist es ja kein Wunder, das sich niemand traut den EE-Wahn mal langsam etwas auszubremsen………und während die üblichen Schreihälse der Öko-Front gegen die Großen 4 wettern, fressen sich gerade ein paar Mega-Versicherungen fett und rund.
    Naja…….wenns knallt, werden alle Beteiligten aufeinander zeigen und den jeweils Anderen die Schuld dafür in die Schuhe schieben.
    Es macht kein Spass mehr.
    H.E.

  85. Äh, nur mal am Rande: Die Allianz verwaltet ca. 1500 Mrd. € momentan. Aber sie werden sicher gleich ein Entschuldigungsschreiben aufsetzen, warum sie sich in derart dreistem Maße am EEG bereichern.

    Die Argumentation hier ist wirklich unterirdisch.

    Vielleicht sollten die Experten, die hier um die armen Vägel trauern, die durch Windräder getötet werden, mal ein wenig in den AKW-Rückbau einlesen, oder einfach mal ihren Garten als Atommüllendlager zur Verfügung stellen.
    Oder mal ein paar Orte besuchen, die durch Braunkohleabbau einfach von der Landkarte verschwunden sind. Vielleicht relativiert sich dann einiges.

  86. @Mohammed #85:

    Wo haben sie denn ein Problem?

    Der KKW-Rückbau bis zur ‚grünen Wiese‘ ist bereits demonstriert und wird aus den vorhandenen Rücklagen der Betreiber bezahlt.
    Ich hätte überhaupt kein Problem mit einem Castor in meinem Garten. Aber wie steht’s mit Ihnen? Möchten Sie gern Ihren Garten für den radioaktiven Giftschlamm zur Verfügung stellen, der in China beim Neodym-Bergbau für Windrad-Magnete anfällt?
    Beim Braunkohletagbau entstehen sehr schöne Freizeit- und Naturschutzgebiete, ein echter Gewinn für das Land.
    Renaturierung Goitzsche/Bitterfeld
    Leipziger Tagebauseen
    Was passt ihnen denn daran nicht?
    Dass das besser aussieht als Windrad-Spargel bis zum Horizont?

  87. @Mohammed
    Ja ne is klar……Du meinst also, mit grünen Steinalt-Argumenten punkten zu müssen, nebenbei gleich noch gucken ob sich jemand an Deinem Nick anhängt………primitiver gehts wohl nun wirklich nicht mehr.

    Braunkohle…..gibt nach 30 Jahren wunderschöne Seen-Landschaften……wohingehend in China knapp 1,3 Millionen Menschen einem Megastaudamm weichen mussten, einschließlich unersetzlicher Kulturgüter……..aber Wasserkraft ist ja gut fürs Klima, da jammert ihr dann kein bisschen rum.
    Atommüllendlager…….is auch klar, wir verbieten die Wiederaufbereitung und verbuddeln anschließend die Brennstäbe, obwohl da noch genug Energie drin steckt……..so blöd können auch nur Deutsche sein, gelle.
    Bäh, Du langweilst mich……könntest ja glatt als „Vennecke“ durchgehen.
    Wo bleiben die Warmaholics, die wenigsten noch ein Stückchen Resthirn haben?
    H.E.

  88. #85

    Vielleicht sollten die Experten, die hier um die armen Vägel trauern, die durch Windräder getötet werden, mal ein wenig in den AKW-Rückbau einlesen, oder einfach mal ihren Garten als Atommüllendlager zur Verfügung stellen.

    …..treffender hätte dieser Prophet der Wahren Religion seinen Nick nicht wählen können. A und O ist eben immer das Auswendig lernen von Glaubenssätzen….. etwas anderes kommt nicht in die Religionstüte!

  89. Vielen Dank für die Antworten und die Argumente!

    Aufgrund des von Onkel Heinz bei mir festgestellten geringen Resthirns musste ich natürlich erstmal mehrere Tage meine ökosozialistischen Quellen wälzen bevor ich mich wieder in euer Forum traue.

    Neodym wird bei 14% aller neuen Windkraftanlagen eingesetzt, mitllerweile vielleicht auch schon 20%, zumindest laut dieser Quelle.
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CDEQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.oeko.de%2Foekodoc%2F1110%2F2011-001-de.pdf&ei=qaodUve2E9OQhQfym4BA&usg=AFQjCNG3b2CI9Kc0SU_GhNAcjzTqKaptGg&bvm=bv.51156542,d.ZG4

    Der Abbau der seltenen Erden in China ist ohne Frage für die Anwohner, vor allem rund um Baotou, eine Katastrophe. Das gleiche gilt allerdings für die dortigen Kohleabbaugebiete.

    Sicher für bessere Abbaubedingungen von Seltenen Erdern in China einzusetzen ist sehr unterstützenswert, pauschal auf die Erneuerbaren draufzuhauen leider nicht.

    Die Bilder von den Braunkohletagebauseen waren sicher nicht ernst gemeint, vielleicht machen wir später mal ein Foto von einem Windkraftstandort, 30 Jahre nachdem dort das letzte Windrad gestanden hat, das wäre dann wohl ein Vergleich.

    Schade, daß bei Euch Äpfel mit Kokosnüssen verglichen werden.

    Wie sieht es eigentlich mit PV-Anlagen und Eigenverbrauch aus? Ist das auch zu verdammen?
    .

  90. Wie sieht es eigentlich mit PV-Anlagen und Eigenverbrauch aus? Ist das auch zu verdammen?

    Wenn keine Einspeisevergütungen ala EEG gezahlt werden, kannst Du dir auf dein Dach pappen was das BauGB her gibt.

  91. Was nur 14% verursachen schon solche gigantische Umweltkontamination gefährliche unkontrollierbare Strahlenbelastung das muss sofort endgelagert werden. Zwischen 1993 und 2005 sind im Dorf Dalahai 66 Menschen an Krebs gestorben. 2006 sind in dem 1700-Einwohner-Dorf 14 Menschen gestorben, davon 11 an Krebs. (http://www.king-life.cn/news/shuizhixinwen/20101129596.html) Was passiert denn wenn 2020 ca. 55% aller Windturbinen mit Neodym Magneten ausgerüstet sind? Hunderte solcher fälle? Strahlend, gefährlich, unbeherrschbar ein Risiko ohne Grenzen. Nein diese Technik birgt unbeherrschbare Risiken ausserdem existiert kein Endlager und ganze Landstriche werden verseucht..Zur Zeit lagern sie so http://www.dradiowissen.de/media/files/0/0fd07d197c0cad6246c6dfe631d09534v1.jpg http://www.veneto.antrocom.org/blog/wp-content/dalahai2004.png

    Oder mal selbst drauf gucken, welche Umweltkatastrophen und Verstrahlung schon Windräder anrichten bevor sie gebaut werden. https://maps.google.de/maps?q=Baotou,+Innere+Mongolei,+Volksrepublik+China&hl=de&ll=40.63558,109.684925&spn=0.096008,0.222988&sll=53.558572,9.927822&sspn=0.601198,1.783905&t=h&geocode=FSlibAId2weMBg&hnear=Baotou,+Innere+Mongolei,+Volksrepublik+China&z=13

  92. @ Mohammed #89:

    Selbst wenn nur ein einziges Windrad Neodym-Magnete hätte, wäre das ein Skandal.
    Und jetzt sagen sie mir mal, warum die grünen Juchtenkäfer-Streichler sich um diesen Skandal nicht kümmern?
    Beschleicht Sie da nicht auch der Verdacht,dass da mit zweierlei Maß gemessen wird?

    Wieso halten Sie die Bilder von der tagebau-Rekultivierung für ’nicht ernst gemeint‘?
    Ein Witz ist allein Ihre Engstirnigkeit, mit der Sie ihre grüne ideologie verteidigen und sich von keinerlei Fakten und Beweisen in ihrem Feindbild irritieren lassen.

    Ich meine es ganz ernst, wenn ich Ihnen deshalb sage, dass ich SIE nicht ernst nehme.
    Und Tschüß!

  93. Keine Angst, wenn Sie weiter so oberflächlich argumentieren nehme ich Sie genauso wenig ernst.
    Neodymium ist Eines der Seltenen Erden Metalle. Sie stellen es so dar, als wären auf einen Schlag nur und ausschließlich die Windkraftanlagenhersteller dafür verantwortlich, daß in China überhaupt Seltene Erden unter katastrophalen Bedingungen abgebaut werden. Das ist absurd.

    Enercon baut beispielsweise gar keine Neodymium Magneten ein. Richten Sie doch Ihre Argumentation gegen die Windanlagenbauer, ganz recht. Nur vergessen Sie nicht, daß es tausende solcher kontaminierten Orte in China gibt, die sich durch alle Industriezweige ziehen.

    Davon abgesehen ist der Vergleich zwischen Herstellungsmaterialien für eine Form der Energieerzeugung mit der Ausbeutung von fossilen Brennstoffen unsinnig. Niemand hat behauptet, daß die Produktion von Windanlagen und aller möglichen Arten von Solaranlagen ohne Nutzung von Ressourcen oder umweltschädigender Prozesse von statten geht. Die hier so massiv angeprangerte „Sauberkeit“ des Stroms aus EE bezieht sich auf die natürlichen Ressourcen Sonne und Wind, die zur Verfügung stehen. Davon abgesehen ist es immer ein leichtes auf eine unausgereifte Technik draufzuhauen anstatt nach technischen Lösungen für die bestehenden Probleme zu suchen.

    Der Abbau der Seltenen Erden ist Sache der Produzenten. Die Windanlagenhersteller dafür in Haftung zu nehmen ist auf dem gleichen Niveau als würde man jeden Käufer von in China hergestellten Produkten pauschal für die Arbeitsbedingungen in den dortigen Fabriken verantwortlich machen.

  94. @ Mohammed.
    ich stelle es so dar als ob es den Grünen am Hintern vorbei geht wenn Chinesen vergiftet werden, genau so wie den Grünen Vögel und Fledermäsue am Hintern vorbeigehen, wenn sie der ideologie und dem Profit im Weg sind.
    Ich stelle es auch so dar, also ob die Grünen eine verlogene, bigotte Bande sind, wenn sie einerseits einen Juchtenkäfer für ihre Interessen instrumentalisieren aber andererseits buchstäblich über Leichen gehen, wenn es nur ihren eigenen Interwssen dient
    Es ist völlig gleichgültig, ob auch andere Neodym verbrauchen. Es geht um den anspruch der Grünen, die ‚Guten‘, die moralisch besseren zu sein.
    Und nein, das sind sie nicht, Sie sind noch skrupelloser und verlogener und egoistischer als die bösen Kapitalisten, die sie anprangern.

    Wissen sie, sobald man mal auf der Ebene ist, dass man sich nur noch mit einem „aber die anderen tun das doch auch!“ rechtfertigen kann, hat man moralisch verloren. Und genau da stehen Sie!
    Was sie da als ‚Verteidigung‘ anführen, ist eine ethische uind moralische Bankrotterklärung für die Sie sich schämen sollten.

  95. Mohammed,

    Die hier so massiv angeprangerte “Sauberkeit” des Stroms aus EE bezieht sich auf die natürlichen Ressourcen Sonne und Wind, die zur Verfügung stehen. Davon abgesehen ist es immer ein leichtes auf eine unausgereifte Technik draufzuhauen anstatt nach technischen Lösungen für die bestehenden Probleme zu suchen.

    Sonne und Wind wurden schon im Mittelalter genutzt, auch mit neuen Technologien und Materialien wird deren Energiedichte nicht besser.

    Auch wenn man ein Fahrrad noch so gut modernisiert, es wird nie dazu taugen, schnell mit der Familie nach New York zu reisen.

    Eure ökologischen Sektenführer wollen nur möglichst teure Energie. Das klappt aber auch als einzigstes, allerdings wollten die Ökologisten auch nie mehr erreichen.

  96. @Prophet

    Der Schlüssel zum Wohlstand Vieler ist billiger Strom………denn um in einer perfekten Kreislaufwirtschaft leben zu können, benötige ich viel Energie für die Umwandlungsprozesse (Recycling).

    Jede unnötige Verteuerung der Energie führt zum Abbau von Wohlstand……den inzwischen immer mehr Menschen in Deutschland zu spüren kriegen, Dank Energiewende.
    Das Endziel heißt also….Armut für alle…..mit Ausnahmen natürlich, also die Leute am Futtertrog, die sich die Gesetze zu ihren Gunsten zusammenschrauben lassen.
    Alles ander sind nur Nebelkerzen, damit der Pöbel sich schön mit sich selber beschäftigt.
    Wer wirklich glaubt es gänge um Umwelt oder Klima……..hofft auch, das der Weihnachtsmann auch dieses Jahr die Geschenke durch den Kamin schmeißt.
    Lass gut sein……..such Dir ein paar Esotheriker……und rührt die Klangschüssel solange, bis rundum die Scheiben vor Lachen platzen.

    Solarstrom-Eigenverbrauch……wegen mir, solange Du mir meine wahren (regulierten) Kosten für den öffentlichen Stromnetzanschluss erstattest, kannste mit Deinen Zellen uff´n Dach machen, wat de willst.
    H.E.

  97. @96, witziger Beitrag!

    Das mit der Klangschüssel muss ich mal ausprobieren, nur fehlen mir noch die Esotheriker dazu.

    Schauen wir einfach mal, wo die Reise beim Strompreis hingeht. Ansonsten schadet es ja nicht, ein wenig zu diskutieren.

    Was machst Du denn innerhalb der Strombranche?

  98. @Prophet
    Wenn Du kein Esotheriker auf die Schnelle auftreiben kannst, geht ersatzweise auch „Baumkuscheln“.

    Ick arbeite bei einen Verteilnetzbetreiber……..der den ganzen Wendescheiß am eigenen Leib erfahren darf, einschließlich verbitterten Einwohnern, klagesüchtigen Grundstücksbesitzer, Befriediger des Bürokratiemonsters, Sklave der Umweltschützenden Behörden samt immer strengere Gernzwerte,……praktisch der Idiot der Nation, der sich dann auch noch auf dem Jahrmarkt vom Pöbel mit faulen Tomaten bewerfen lassen muss.

    Strompreis…..spätestens nächstes Jahr werden die Börsenpreise an die Decke gehen, macht aber nix……zum Schutz der Statistik ist uns Deutschen kein Opfer zu klein, das sind wir dem Planeten einfach mal Schuldig…….so als Jahrtausend-Menschheitsverbrecher.
    H.E.

  99. @ Mohammed # 97

    Bleiben wir doch einfach beim Thema, nicht wahr?

    Wir sprachen davon, dass Ihre Haltung (und die der Grünen im allgemeinen) unmoralisch und verwerflich ist.
    Gerade das, was Sie als Entschuldigung anführen, macht das überdeutlich:
    Sie selbst weisen darauf n´huin, dass Neodym gar nicht nötig wäre um Windräder zu bauen. es bringt nur ein wenig mehr Profit.
    Gerade das aber zeigt im höchsten Maß die Verwerflichkeit! Denn es wäre ja ein leichtes, Neodym-Windräder einfach zu verbieten. Doch dazu gibt es keine Initiative.der Grünen -- ich hab‘ ihre Webseite durchsucht, das Thema wird totgeschwiegen. Wegen ein paar Prozent mehr Profit für die Windlobby.
    Das ist übelster, menschenverachtender Lobbyismus, die Grünen gehen buchstäblich über Leichen.

    Halten wir weiter fest. Windräder verbrauchen inzwischen 50% der Neodymförderung. es sind also vor allem die windräder, die diesen Boom und damit diesen Umweltskandal auslösten. Die Grünen und Leute wie Sie trifft die Hauptschuld.

    Halten wir auch noch fest: 100% aller Windräder sind gefährlich für Tiere und vor allem auch für geschützte Arten. Windräder stellen einen massiven und äusserst schädlichen eingriff in die Natur dar.
    Abngesichts dessen, dass die Grünen sonst wegen eines Juchtenkäfers oder eines (ein paar Wochen vorher ausgesetzten) Feldhamster riesige Verhinderungskampagnen lostreten, wenn ihnen das Bauvorhaben ideologisch nicht passt, ist die völlige Gleichgültigkeit gegenüber schutzwürdigen Arten, sobald es um Windräder geht, entlarvend: Denn wenn übliche grüne Maßstäbe angelegt würden, dann dürfte es in Deutschland kein einziges Windrad geben!
    Bigotterie und Doppelmoral sind also auch hier zum greifen evident, Skrupellosigkeit, übelster Lobbyismus, ungehemmte Profitgier und eine völlige Verachtuing von Natur und Umwelt zeigen sich als typische Wesensmerkmale der grünen Politik.

    Es gibt nichts, was Sie dem ernsthaft entgegensetzen könnten. Sie sind der moralische Verlierer dieser Diskussion. Ich hoffe, dass dies zu etwas Nachdenklichkeit bei Ihnen führt und vielleicht sogar zu einem Umdenken.

  100. #89

    Die Bilder von den Braunkohletagebauseen waren sicher nicht ernst gemeint, vielleicht machen wir später mal ein Foto von einem Windkraftstandort, 30 Jahre nachdem dort das letzte Windrad gestanden hat, das wäre dann wohl ein Vergleich.

    war das jetzt ein witz?

    Wo soll denn in 30 jahren, eine ‚erfolgreiche‘ energiewende vorausgesetzt, die energie herkommen?
    glauben sie wirklich, dass in 30 jahren windkraft nicht mehr benötigt wird und die benötigte energie nur noch durch liebe erzeugt wird?

  101. nochwas zum braunkohletagebau…

    lieber Mohammed,
    wenn braunkohleförderung so doll böse ist, dann erklären sie mal bitte warum es heutzutage zb in der lausitz keine halbwegs bezahlbaren grundstücke rings um die aktiven gruben gibt?
    von den seen-landschaften, welche derzeit in der lausitz und sachsen kurz vor der vollendung sind, und den dortigen grundstückspreisen will ich garnicht erst anfangen.

    glauben sie das die leute ihr geld einfach so aus dem fenster werfen?

    oder liegt dies evtl an den von Heinz angesprochenen wunderschöne Seen-Landschaften?

    ps: leider hatte ich nicht wirklich das geld, als besagt grundstücke erstmalig verkauft wurden. 🙁

  102. #90

    Wie sieht es eigentlich mit PV-Anlagen und Eigenverbrauch aus? Ist das auch zu verdammen?

    Wenn keine Einspeisevergütungen ala EEG gezahlt werden, kannst Du dir auf dein Dach pappen was das BauGB her gibt.

    aber bitte nur ohne nutzung des netzes, oder aber nach umlage der netzkosten auf den eigenbedarf-erzeugungsanlage 😉

  103. @michael,

    „Wo soll denn in 30 jahren, eine ‘erfolgreiche’ energiewende vorausgesetzt, die energie herkommen?
    glauben sie wirklich, dass in 30 jahren windkraft nicht mehr benötigt wird und die benötigte energie nur noch durch liebe erzeugt wird?“

    Dies Fragen stelle ich oft den Windfans. War da nicht was mit nachhaltig? Künftige Generationen? Ich weise die Leute dann daarauf hin, dass es wohl nur auf die 20-jährige „Förderung“ ankommt. Antwort: Schulterzucken, dummes Gesicht.

    Mfg

  104. @100,103

    Da haben Sie wohl nicht richtig gelesen. Mir ging es ausschließlich darum, daß die Art des Vergleichs in #86 irreführend ist.

    „Beim Braunkohletagbau entstehen sehr schöne Freizeit- und Naturschutzgebiete, ein echter Gewinn für das Land.“

    und in #87

    „Braunkohle…..gibt nach 30 Jahren wunderschöne Seen-Landschaften.“

    Hier wird über die Zeit Nach dem Abbau gesprochen, als ob es Umsiedlungen und Dreck während des Abbaus gar nicht gegeben hätte. Daher mein Vergleich zwischen Windradstandort Nachdem dort 30 Jahre kein Windrad mehr stand zu einem Braunkohletagebausee, den es auch erst 30 Jahre später gibt. Hoffe, daß ist etwas verständlicher.

    Ich persönlich mag Windräder, von mir aus sollen die auch in 100 Jahren noch stehen. Die Dinger sind selbst in direkter Nähe nicht sonderlich laut. Wie es mit dem Schattenschlag aussieht, das würde ich gern mal aus nächster Nähe über einen längeren Zeitraum sehen. Den möchte ich sicher auch nicht ins Wohnzimmer scheinen haben.

    @101, sehr interessante Info mit den Grundstückspreisen rund um die Seenlandschaften. Davon wusste ich nun mal überhaupt nichts. Gut für die Lausitz, ansonsten ja auch nicht gerade ein Immobiliensternchen, oder?

    @99, eine bemerkenswerte Hassrede gegen Die Grünen. Verstehe zwar nicht, was das alles mit mir persönlich zu tun hat, aber Sie werden mich sicher noch darauf hinweisen. „Juchtenkäfer“ habe ich vorher noch nie gehört und musste ich erstmal googeln. Lobbyarbeit wird von allen Seiten betrieben. Aufgrund Ihrer persönlichen Abneigung den Grünen gegenüber sprechen Sie denen das Recht auf Lobbyarbeit ab, verständlich und auch ganz normal.
    Davon abgesehen werden bei der Energiewende jede Menge Fehler gemacht, allerdings wird auf diese Fehler in so extremen Maße draufgehauen, daß sich die Balken biegen. Und das ist auch alles was mich stört. Das wahllose draufhauen.

  105. Mohammed,
    Sie schreiben:“ Ich persönlich mag Windräder, von mir aus sollen die auch in 100 Jahren noch stehen. Die Dinger sind selbst in direkter Nähe nicht sonderlich laut. Wie es mit dem Schattenschlag aussieht, das würde ich gern mal aus nächster Nähe über einen längeren Zeitraum sehen. Den möchte ich sicher auch nicht ins Wohnzimmer scheinen haben.“

    Besuchen Sie einfach mal z.B. Schleswig-Holstein, fahren mal nach Pinneberg und anschließend Richtung Eiderstedt. Es sind dort nur 2,5% der Landesfläche für Windkraft „belegt“. Ich komme aus einer Gegend, wo über 8% der Landesfläche für Windkraft belegt werden soll vor allen Dingen in den bewaldeten Höhenlagen von Odenwald, Spessart und Taunus.

    Herr Mohammed hier wird HEIMAT zerstört. Die EE-Befürworter sollen sich warm anziehen, wenn diese Finanzblase (was anderes ist es nicht) platzt.

  106. ZETTELS RAUM:

    Wenn der Ofen ausgeht. Ein Gedankensplitter zu Energie und Stahl.

    Es soll keiner glauben, wenn morgen in Deutschland Hütten zumachen, dass die übermorgen zurückkommen. Selbst ein kleines Stahlwerk ist eine Milliardeninvestition, ein integriertes Hüttenwerk verschlingt mehrere Milliarden. Der Ofen geht aus. Und danach macht ihn keiner wieder an. Zumindest nicht in Deutschland. Und es wird keiner mehr den Solarunsinn oder die ganze soziale Gerechtigkeit, für die soviel Bedarf zu bestehen scheint, bezahlen können. Der gan…ze grün-linke Mumpitz vom Hunderttausenddächerschwachsinn über Windmühlchen, 1-Liter-Haus, Dosenpfand bis zum Solarofen, alles Dinge, die eher nervig sind als wirklich wehtun. Aber bezahlt werden muss es trotzdem. Wenn wir den Ökobewegten gestatten unsere Industrie abzuschaffen, und genau das passiert, dann wird niemand mehr da sein, der den ganzen Blödsinn bezahlt……

  107. @106 Tim Hardenberg:

    Tja, das predige ich schon lange. Bin als Dipl.-Ing. Maschinenbau nun in einer Berufsschule als Lehrer für Metalltechnik tätig. Wenn ich die schleichende, daher nicht spürbare Deindustrialisierung anspreche, sehe ich Augen von Aliens!

    Wird den Schülern nach Jahren der Umerziehung endlich reiner Wein eingeschenkt (zB negativer Strompreis), glauben Schüler zuerst ich wolle sie veralbern, bis sie schließlich wütend reagieren und sich fragen, ob „die nicht ganz dicht sind“.

  108. Lieber Herr Wittstadt,

    seien Sie froh über Ihre technisch geprägte Schule! Anderswo hätte man Sie ausgelacht und weitergetanzt. 🙂

    Gruß!

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