Deutschland mit Rekord-Exportüberschuss beim Strom – Und warum das keine gute Nachricht ist

4. April 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Medien, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Politik, Windkraft

StrommastenEine Meldung in der Tagesschau vorgestern ließ den am Strommarkt interessierten Nachrichtenzuschauer wohl ganz besonders aufhorchen. An dem Tag veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) die offiziellen Zahlen zu Ein- und Ausfuhr von elektrischem Strom in der Bundesrepublik. Nachdem Deutschland im vorletzten Jahr in einer Reaktion auf den Unfall im Kernkraftwerk Fukushima 8 von 17 Kernkraftwerken vom Netz genommen hatte, war der Exportüberschuss beim Strom im Jahr 2011 im Vergleich zu 2010 noch deutlich zurückgegangen. Diese Entwicklung hat sich 2012 umgekehrt. Die Tagesschau hierzu:

„Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden demnach 2012 insgesamt 43,8 Terawattstunden (TWh) Strom über die europäischen Netze nach Deutschland eingeführt. Im selben Zeitraum speiste Deutschland 66,6 TWh in ausländische Stromnetze ein. Damit exportierte Deutschland im vergangenen Jahr 22,8 TWh Strom mehr als es importierte. Dabei entstanden Netto-Einnahmen von 1,4 Milliarden Euro: Einfuhren von 2,3 Milliarden Euro standen Ausfuhren von 3,7 Milliarden Euro gegenüber. (…) Grund für den Überschuss ist unter anderem die Zunahme von Solar- und Windstrom.

Diese Nachricht klingt auf den ersten Blick positiv. Und wäre in dieser Form durchaus geeignet den Befürwortern eines Umstiegs auf „Erneuerbare Energien“ Aufwind zu geben. Könnte man daraus doch schließen das Abschalten der Kernkraftwerke in Deutschland könne durch Sonne und Wind kompensiert werden. Und zwar so gut, dass dabei sogar ein Überschuss produziert wird, der gewinnbringend ins Ausland verkauft werden kann.

Durchnittliche EEG Vergütungssätzt. Quelle: DeStatis

Durchnittliche EEG Vergütungssätzt. Quelle: statista.com

Aber dieses Bild stimmt nicht einmal auf den ersten Blick. Denn, was ist davon zu halten, wenn man ein Produkt weit unter dem Preis verkaufen muss, zu dem man es eingekauft hat? Genau das ist nämlich der Fall. Wenn man die Zahlen des statistischen Bundesamtes zugrunde legt, dann hat Deutschland für den importierten Strom 5,3 Cent pro Kilowattstunde bezahlt und für den exportierten Strom 5,6 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Ein Großteil des exportierten Stroms war aus Wind- und Sonnenenergie gewonnen und wurde ins Ausland verschickt, weil das deutsche Netz nicht in der Lage war den nach Wetterlage anfallenden Strom immer wann er anfiel aufzunehmen.

Teuer einkaufen, billig verkaufen

Nun sind aber Wind und Sonne nicht nur unstete, sondern auch besonders teure Stromerzeuger. Im Jahr 2012 kostete die Kilowattstunde Strom aus Photovoltaik 36,5 Cent pro kWh, Strom aus Wind schlug mit 8,8 Cent pro kWh zu Buche. Im Mix ergibt das einen Erzeugerpreis von 19,5 Cent pro kWh Wind- und Solarstrom. Dieses Geld bekommen die Betreiber von Windkraftanlagen und Photovoltaik-Parks garantiert ausbezahlt, egal ob der Strom wirklich gebraucht wird oder, wie im letzten Jahr offensichtlich oftmals geschehen, in Ausland verramscht werden muss. Oder wie soll man es anders nennen, wenn man gezwungen ist eine Ware für knapp 20 Cent zu kaufen nur um diese für ein Viertel dieses Preises weiter zu verkaufen? An manchen Tagen war der Überschuss sogar so groß, dass Abnehmer dafür bezahlt wurden, den Strom abzunehmen. Negative Strompreise nennt man so etwas.

Nimmt man nur einmal an, die Hälfte des 2012 exportierten Stroms würde aus Windkraft und Photovoltaik stammen, so ergibt das einen Verlust von 4,6 Milliarden Euro. Bezahlt vom Stromverbraucher in Deutschland. Wobei die Abnehmer des so günstig verscherbelten Stroms von der Situation durchaus profitieren können, wie am Beispiel der Niederlande eindrucksvoll gezeigt werden kann. Dort wurde 2012 ein Großteil des überschüssigen deutschen Stroms abgenommen. Und während der Strompreis in Deutschland jedes Jahr ungebremst weiter ansteigt, verzeichnet unser westlicher Nachbar seit 2007 rückläufige Strompreise.

Saldo D-NL 2012

 Stromkosten Vergleich D-NL-Dk

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36 Kommentare
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  1. Herzlichen Dank, Herr Kipp, für diese Klarstellung! Ich habe schon darauf gehofft und gewartet. Endlich kann ich im Bekanntenkreis meine Bedenken hinsichtlich dieser Medlung untermauern. ich werde mir das ausdrucken und immer mit mir herum tragen.

    Chris Frey

  2. In diesem Zusammenhang wiederhole ich, das die sogenannte Leipziger Strom-Preis-Börse ein Nonsens-Instrument ist. Dort erhalten die regenerativen Strom-Einspeiser zu jeder Zeit einen garantierten Festpreis und ihr angelieferter Strom muss kurzfristig, meist weit unter dem vergüteten Garantiepreis aus dem Netz, damit es nicht „durchschmort“. Dieser Strom wird also sogar mit Aufgeld für die Abnahmen vergeben.
    Eine Börse, also ein Markt wo die Nachfrage auf ein Angebot trifft, liegt gar nicht vor, es handelt sich um eine vorsätzliche Täuschung mit der bewusst über die wahren Verhältnisse betrogen wird.
    Das führt dazu, dass dann die sinkenden Abgabe-Preise, die zuvor bei der Annahme mit EEG-Vorrang viel teuer bezahlt wurden, von völlig Blöden oder Arglistigen als Argument genutzt werden, um von steigender Wirtschaftlichkeit der regenerativen Stromerzeugung zu schwadronieren, wie u.a. eine unsägliche Frau Kemfert et al unwidersprochen behaupten.
    Ich sehe darin den Tatbestand der arglistigen Täuschung erfüllt.
    Wer Höchstpreise unbegrenzt zahlt und weit unter diesen weiterverkauft, verursacht vorsätzlich Verluste. Werden diese per Umlage sozialisiert, handelt es sich um einen politisch gedeckten Betrug an den Stromkunden, zum Vorteil regenerativer Stromerzeuger.

  3. Der Strommarkt ist eben irgendwie unübersichlich. Da kann sich jeder aus irgenwelchen Daten das passende für seine Ideologie heraussuchen. In der realen Welt muss es aber auch Verlierer geben. Wenn in Deutschland Strom zu Kosten von 9+ Cent/Kwh produziert wird und der für 5,6 Cent/Kwh exportiert wird, dann ist das Dumping und z.B niederländische Stromerzeuger werden aus dem Markt gedrückt. In anderen Bereichen der Wirtschaft würde da sofort eingegriffen. Hier scheint aber durch die staatlichen Regulierungen irgendwie jeder im Markt sich einen Vorteil verschaffen zu können. Ist ja eigentlich auch kein Wunder, den zahlen tut die Zeche ja der deutsche Stromverbraucher und der hat kaum eine Chance da dran lang zu gucken. Er tut ja was Gutes. Es ruiniert zwar die Umwelt, hält aber das Klima stabil. Das wird ihm jedenfalls eingeredet. Dann kommt noch dazu, dass die konventionelle Stromerzeugung für die nächste Generation so teuer wird, das die Nachbarn froh sein werden, wenn sie, wenn der Wind weht und die Sonne scheint, wenigstens ein paar Kwh von uns kriegen können.

  4. Vielleicht sollte die folgende Rechnung noch etwas plausibler gemacht werden oder es sollte eine Quelle genannt werden:

    Im Jahr 2012 kostete die Kilowattstunde Strom aus Photovoltaik 36,5 Cent pro kWh, Strom aus Wind schlug mit 8,8 Cent pro kWh zu Buche. Im Mix ergibt das einen Erzeugerpreis von 19,5 Cent pro kWh Wind- und Solarstrom.

    Es handelt sich bei dem Ergebnis um einen gewichteten Mittelwert. Aber mit welchen konkreten Anteilen für Solar- und Windenergie ist er zustande gekommen?

  5. @stefanolix #4
    Mit Strom aus Wind oder Solar kann ja keiner etwas anfangen. Das muss aus auf jeden Fall ausgeregelt werden, damit das nutzbar ist. Das passiert zum Teil sicher über Vernetzung aber auch zum Teil über konventionelle Kraftwerke. Genauer Überblick wird da nicht kommuniziert, falls ihn überhaupt jemand hat. Was die Erzeugerkosten für Strom im Moment überhaupt sind, kann man nur sehen, wenn der der neue EEG-Beitrag berechnet wird. Leider gilt ja nicht mehr, dass man die Grünen ruhig stellt, wenn man ihnen mal ein Windrad zugesteht sondern inzwischen haben die NIEs ja den ganzen Energiemarkt aufgemischt und da schaut nur noch Frau Kempfert durch.

  6. Der Strommarkt ist eben irgendwie unübersichlich. Da kann sich jeder aus irgenwelchen Daten das passende für seine Ideologie heraussuchen.

    So lange keine Stromspeicher existieren, kann man aber eine sehr einfache Rechnung aufmachen:

    Da Wind+PV nur eine ca. 15%ige effektive Verfügbarkeit haben, kann auch nicht mehr NIE-strom bedarfsgerecht ins Netz eingespeist werden.
    Das ergibt sich einfach dadurch, dass bei einem 15%igem effektiven Anteil NIE einen 100%igen nominalen Anteil haben und unter besonders günstigen Umständen den gesamten Bedarf befriedigen können.
    Werden die NIE weiter ausgebaut, können sie zwar mehr als 15% des Bedarfs befriedigen, aber nur um den Preis, dass dann zu Bestzeiten auch mehr als 100% des Bedarfs erzeugt wird und dieser Überschuß ist Strom-Müll, der entsorgt werden muss.

    Das ist jetzt etwas vereinfacht, zumn Beispiel laufen ja nie alle NIE gleichzeitig mit 100% effektiver Leistung, aber es ist ein sehr grundsätzlicher Sachverhalt der sich sehr einfach darstellen und kommunizieren lässt.

  7. @ Stefanolix

    Grundlage für die Berechnung waren die tatsächlich produzierten Mengen an Wind- und Solarstrom.

    Man kann so einen „gewichteten Strompreis“ zwar exakt ausrechnen. Da aber niemand konkret sagen kann, welcher Strom da wann genau exportiert wurde, sollte man diesen Wert eher als Richtpreis betrachten.

  8. Vor einigen Jahren hatten wir einen Kraftwerkspark der jährlich Milliardengewinne abgeworfen hat, und das bei Strompreisen die ca 30% unter den heutigen lagen. Heute ist das Gegenteil der Fall. Mir kommen die Tränen was man mit den verpusteten Milliarden alles machen könnte: zum Beispiel einmal alle heruntergewirtschafteten Schulen Deutschlands renovieren, oder die kaputten Schleusen und Brücken usw. Aber es war halt immer schon teuer Religionen und deren Ablässe zu finanzieren. Lasset uns an die Seligkeit der Grünen Sonne, welche uns Tag und Nacht versorgt, glauben. Das ist viel schöner als schnöde reale Werte zu schaffen.
    BKS

  9. Zur tatsächlichen Windkraftnutzung gibt es ein schon älteres (2009) Paper für Dänemark, welches die grundsätzlichen Probleme aber gut beschreibt (und ganz nebenbei zeigt, dass es sich bei den deuschen problemen nicht um irgendwelche ‚Fehler bei der Umsetzung‘, sondern strukturelle Problemee handelt, denn in Dänemark tauchen die Probleme genau so auf):

    CEPOS: Wind Energy -- The Case of Denmark

    Leider in englisch.
    Aber was die tatsächliche Nutzbarkeit angeht, gibt es einige konzentrierte Aussagen:

    Denmark generates the equivalent of about 19 percent of its electricity demand with wind turbines, but wind power contributes far less than 19 percent of the nation’s electricity demand. The claim that Denmark derives about 20 percent of its electricity from wind overstates matters. Being highly intermittent, wind power has recently (2006) met as little as 5 percent of Denmark’s annual electricity consumption with an average over the last five years of 9.7 percent.
    —--
    Dänemark erzeugt mit Windanlagen etwa so viel Strom wie 19% seines Strombedarfs, aber Windkraft trägt sehr viel weniger als 19% zur nationalen Stromversorgung bei. Die Behauptung dass Dänemark etwa 20% seines Stroms aus Windkraft gewinnt, ist übertrieben. Die sehr stark schwankende Windkraft hat kürzlich (2006) nur 5% des jkährlichen Strombedarfs gedeckt und im Durchschnitt der letzten 5 Jahre nur 9,7%.

    Over the last eight years West Denmark has exported (couldn’t use), on average, 57 percent of the wind power it generated and East Denmark an average of 45 percent. The correlation between high wind output and net outflows makes the case that there is a large component of wind energy in the outflow indisputable.
    —--
    Im Lauf der letzten 8 Jahre hat West-Dänemark im Durchschnitt 57% des erzeugten Windstroms exportiert, weil der Strom nicht verbraucht werden konnte und Ost-dänemark durchschnittlich 45%. Die Korrelation zwischen hoher Windstromerzeugung und hohen Exportabflüssen beweisen unbezweifelbar, dass im Exportstrom ein grosser Windstromanteil steckt.

  10. @Rudolf Kipp
    Was ist denn so um den 20. Mai 2012 passiert (s. vorletzte Graphik)? Wurde da eine neue Leitung nach NL eröffnet? Leider kann man der letzten Graphik noch nicht entnehmen, ob die plötzlichen ~2 GW aus Deutschland eine Wirkung auf den Strompreis in NL hatten.

  11. Deutsche Wirtschafts Nachrichten:

    Analyst: Die Energiewende ist endgültig gescheitert

    Bundeskanzlerin Merkel verliert bei der Energiewende die Unterstützung der Konzerne. EON und RWE reduzieren die Investitionen in regenerative Energien. Der Grund: Sie können sich die Öko-Wende wegen zu hoher Schulden nicht mehr leisten. …..

  12. Ich habe gerade heute in den VDI-Nachrichten gelesen, dass man jetzt verstärkt in Speicher (insbesondere Akkuss auf Li-Basis) investieren will. Damit will man der „Stromflut“ an sonnen- und windreichen Tagen Herr werden. Man peilt hier angeblich Anlagen mit einer Kapazität von jeweils mehreren MWh an. Die Firma Bosch will hier wieder ganz vorne mit dabei sein. Ich hoffe nur, dass das nach der Bauchlandung mit der Photovoltaik nicht der nächste Verlustbringer wird.

    Als Bauingenieur habe ich insbesondere bei den elektrischen Systemen zwar hin- und wieder das Nachsehen, aber rechnen kann ich. Das Ansinnen Strom in großem Maßstab mittels Akkus speichern zu wollen erscheint mir nicht sehr sinnvoll, denn damit wird der dann zur Verfügung gestellte Strom ja keineswegs billiger, sondern noch viel teurer, da ja auch die Akkus und die Lade-/entladehardware über die Jahre bezahlt werden muss (nach ca. 7.000 Ladezyklen soll da Schluss sein). Nach meiner Schätzung also nach etwa 10 Jahren.
    Ob dei Stromverfügbarkeit auf diese Weise tatsächlich besser an den Bedarf angepasst werden kann wage ich zu bezweifeln. Vielleicht hat man sich aber auch zum Ziel gesetzt den Nachbarn auf keinen Fall mehr deutschen Strom zukommen zu lassen, damit die sich nicht mehr über niederige Preise freuen können, wäre ja zumindest eine Überlegung, auf die so manches krankes Hirn kommen könnte.

    Insbesondere möchte ich nicht in der Haut der Feuerwehr stecken, wenn mal ein Li-Akku für so ca. 4 MWh in Brand gerät. Aus eigenem Erleben kann ich sagen, dass schon ein Brand bei ca. 1,2 t Li-Batterien sehr imposant ist. Der Löschversuch der Feuerwehr (Schaum) ging leider schief, was dann einige sehr interessante Wasserstoffexplosionen zur Folge hatte, sodass sich der ursprünglich nur auf die Palette konzentrierte Brand dann über ca. 100 m² ausbreitete. Da alles im Freien von statten ging konnte man die einzelnen Brandherde dann mit trockenem Sand ersticken; mit Wasser geht da nämlich gar nichts! Bin mal gespannt in welcher räumlichen Nähe zur Wohnbebauung man derartige Speicherhallen dann aufstellen will.

    Traurig ist jedenfalls, dass vor der Wahl wohl nichts mehr miot dem EEG passieren wird und nach der Wahl wird es erfahrungsgemäß auch wieder einige Monate dauern, bis die jeweiligen Ministerien aufgeteilt und die neuen Minister handlungsfähig sind. Das Jahr 2013 gebe ich somit verloren.

    Unter der Berücksichtigung, dass jetzt noch viele Bauvorhaben bei Solarparks in diesem Jahr durchgepeitscht werden, um noch zu „alten“ Konditionen gefördert zu werden, sehe ich den Strompreis auch 2014 erneut um mindestens 10% steigen.

    Ich bin auch mal gespannt, wo bei den stetig steigenden Einspeisemengen der EE´s die erforderliche Blindleistung für Industrie und Haushaltsmaschinen herkommen soll. Ich sage nur armes Deutschland!

  13. Weiß hier jemand eine Quelle, wo (monatlich/jährlich) aggregierte Daten zur Wind-/PV-Produktion abgerufen werden können? Früher mal beim BDEW, aber die haben das an transparency.eex.com/de/ delegiert, und die stellen sich stur und bieten DL nur tageweise an, jeweils mit Captchas gesichert … richtig vorbildliche Transparenz. Die Netzbetreiber wiederum kochen alle ein eigenes Formatsüppchen in dieser Datenküche. Und entsoe.net liefert zwar aggregierte Sammlungen zu Netzlast und grenzüberschreitenden Lastflüssen, aber keine EE-Einspeisungen.

    Vielleicht könnte man ja mal eine konzertierte Aktion mit Arbeitsteilung anstoßen, wenn’s anders nicht geht?

  14. @ Wolfgang Flamme #13

    Rolf Schuster, der die Grafiken in dem Artikel oben erstellt hat, hat die gesamten Daten in einer Datenbank gesammelt. Ich kann ihn gerne fragen, ob er sie zur Verfügung stellen kann.

  15. Unser Umweltminister prahlt in der Öffentlichkeit immer,dass 23 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland von den „erneuerbaren“ Energien stammen.
    Zieht man den exportierten EE-Strom davon ab, kommen wesentlich geringere Prozent-Zahlen heraus. Wir exportierten 2012 66TWh Strom. Das sind mehr als 10 Prozent unserer Stromerzeugung. Wenn der überwiegende Teil des exportierten Stromes aus überschüssigem EE Strom besteht, dann ist der EE-Anteil des in Deutschland verbrauchten Stromes nur bei 12 bis 16 Prozent!
    Das hört sich natürlich sehr viel schlechter an als die 23 Prozent, aber die EEG- Umlage wird für die 23 Prozent dem Verbraucher in Deutschland aufgebürdet.
    Kann jemand einmal die echten Zahlen für den in Deutschland verbrauchten Strom erforschen?

    R. Tellert

  16. Hallo,

    nur zum Verständnis. Sie schreiben:

    Teuer einkaufen, billig verkaufen

    Aber unser Energieerzeuger kaufen den EEG -- Strom doch nicht ab und verkaufen ihn dann zu 5,6 C/kWh, oder? Den Schaden haben wir volkswirtschaftlich, aber nicht die Stromunternehmen.
    Die müssen den EEG Strom abnehmen und berechnen das allen dt. Stromkunden. Wenn zuviel da ist, wird er ins Ausland verkauft, damit nehmen sie Geld ein. Was dann aber nicht? mit den EEG Kosten verrechnet wird.
    Oder wie funktioniert das?

    2012 wurden damit ja 1,4 Mrd EUR Überschuss erzielt. Gibt es irgendwo eine Übersicht, wie sich die Erlöse aus Stromexportüberschüssen in den letzten Jahren entwickelt haben?

  17. @ Mohrfan #16
    Sie haben das ganz richtig verstanden, wenn Sie schreiben:

    Den Schaden haben wir volkswirtschaftlich, aber nicht die Stromunternehmen.

    Ich hatte das so explizit nicht im Text geschrieben. Das ganze funktioniert so, dass die Netzbetreiber den Strom von den EE-Produzenten abnehmen müssen, wann immer dieser anfällt. Und zu den jeweils beim Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültigen Vergütungssätzen. Wenn dieser Strom jetzt an der Börse für 5 Cent verkauft wird, oder für 5,5 Cent ins Ausland exportiert wird, wird die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis von den Stromkunden über das EEG bezahlt.

    Eine Übersicht zu Atrom-Import und -Export in Euro habe ich leider auch nirgends gefunden. Wie viel Strom in den letzten Jahren exportiert und importiert wurde, kann man etwa beim Umweltbundesamt nachlesen.

  18. @ Wolfgang Flamme #13

    Für meine eigene kleine Speichersimulation lade ich seit Anfang des Jahres die Daten für Wind- und PV- und >100MW Erzeugung runter und aggregiere sie tagesweise. Ist ganz schön lästig. Für jeden Tag drei Datensätze mit Captcha-Barriere runterzuladen und aufzubereiten. Ich hätte auch Interesse an bereits aufbereiteten Daten oder an einer Beteiligung einer Gemeinschaftsaktion.

    Als Lohn gibt es vielleicht mal einen auf aktuellen Daten basierenden ScSk-Artikel …

  19. @Rudy Tellert (#15)

    In einem Vorversuch fand ich bestätigt, daß es tendenziös (und zu ungenau) ist, einfach die Korrelation zwischen Windstromerzeugung (x-Achse) und Export (y-Achse) zu bestimmen, weil der Zusammenhang auch saisonal beeinflußt wird: Deutschland exportiert zB bevorzugt im Winter, wenn auch die Windstromproduktion tendenziell höher ausfällt. Deshalb ergibt sich beim Export eine große Streubreite.

    Also habe ich den Exportverlauf zunehmend ‚entglättet‘ und lediglich die darüberhinaus noch verbleibenden, kurzfristigen Exportschwankungen mit der Windstromproduktion in Beziehung gesetzt. Die Bereinigung der Exportschwankungen von saisonalen oder längerfristigen Effekten macht den Zusammenhang belastbarer und plausbler:
    http://i171.photobucket.com/albums/u304/wflamme/windstrom_export_2009.png.

    Demnach gingen also 2006 etwa 15% … 20% der deutschen Windstromerzeugung unmittelbar oder über Verdrängungseffekte in den Export.

    Für PV gestaltet sich der Nachweis natürlich deutlich schwieriger, weil grenzüberschreitende Flüsse eben u.a. ein tageszyklisches Muster aufweisen können und somit die Gefahr einer Schein(-anti-)korrelation mit der PV-Produktion nicht von der Hand zu weisen ist. Eine Möglichkeit wäre zB zu schauen, inwieweit sich die Prognoseabweichungen von PV(+Wind) tatsächlich im Export niederschlagen.

  20. @Mad-2-Max (#18)

    “Aber Mr. Dent, die Pläne lagen die letzten neun Monate im Planungsbüro aus.”

    “O ja. Als ich davon hörte, bin ich gestern nachmittag gleich rüber gegangen, um sie mir anzusehen. Man hatte sich nicht gerade viel Mühe gemacht, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Ich meine, daß man’s jemandem gesagt hätte oder so.”

    “Aber die Pläne lagen aus…”

    “Lagen aus? Ich musste schließlich zuerst in den Keller runter…”

    “… Da werden sie immer ausgehängt.”

    “Mit einer Taschenlampe.”

    “Tja, das Licht war wohl kaputt.”

    “Die Treppe auch.”

    “Aber die Bekanntmachung haben Sie doch gefunden, oder?”

    “Ja ja”, sagte Arthur, “ja, das habe ich. Ganz zuunterst, in einem verschlossenen Aktenschrank, in einem unbenutzten Klo, an dessen Tür stand: Vorsicht, bissiger Leopard!”

    (Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis)

  21. Es ist sogar noch schlimmer. Die vom StaBA genannten Ein- bzw. Verkaufspreise stimmen nicht. Auf meine Nachfrage beim StaBA wurde mir geantwortet, dass die Import- bzw. Exportstrommengen aus einer Abfrage bei den vier großen Netzbetreibern stammen, die finanziellen „Werte“ dieser Im- und Exporte jedoch aus einer anderen Statistik, nämlich von Stromhändlern monatlich angemeldete Stromkäufe/-verkäufe und die daraus ermittelten statistischen Mittelwerte, gewonnen werden. O-Ton StaBA: „Die jährliche Angabe aus der Pressemitteilung ist natürlich eine (stark)
    gemittelte Angabe auf der Grundlage von längerfristigen Handelsverträgen. -- Die kurzfristigen Preise (z.B. an der Strombörse) schwanken in der Tat, es kann daher in diesem Bereich zu den viel zitierten „negativen“ Preisen kommen, diese können wir in unserer Statistik nicht abbilden. Unter Einbeziehung der kurzfristigen Preise wäre es daher möglich, dass der Überschuss nicht so hoch ausfällt. Daraus jedoch eine insgesamt negative Bilanz abzuleiten, können wir nicht nachvollziehen. Aus dem Bereich der amtlichen Statistik gibt es neben den Daten der
    Außenhandelsstatistik nach unserem Kenntnisstand keine Erhebung, die einen Außenhandelspreis für Strom ermittelt.“

    Auf gut Deutsch: Es existiert gar kein „Gewinn“ oder „Überschuss“ in der genannten Höhe von 1,4 Mrd. Euro, sondern er ist real viel niedriger, möglicherweise oder wahrscheinlich sogar negativ. Nur wenn man unterstellt, dass der Strom mit den vom StaBA genannten Preise gehandelt würde (Konjunktiv!), dann ergäbe sich ein solcher vom STaBA ermittelter Überschuss!

  22. Bitte, bitte bleibt an diesem Thema dran.

    Ich hatte auch den Anfangsverdacht, dass an der Darstellung der Einnahmen etwas nicht stimmen kann. Es steht einfach im Widerspruch zu dem Vorgang, dass die NIE die Preise an der Strombörse bis ins negative drücken, aber dennoch Einnahmen ausgewiesen werden die so nicht stimmen können. Nach meiner Logik jedenfalls, ohne dies belegen zu können. Wäre schön wenn uns Euch hier der Nachweis gelingt, dass diese Meldung falsch ist.

  23. Es gibt keine negativen Strompreise.

    Die ganze Sache ist eine logische Konsequenz aus Angebot/Nachfrage und dem sich einstellenden Gleichgewichtspreis. Was gebraucht wird, muß auch produziert werden und muß dann später auch bezahlt werden. Die Händler bestimmen ihren Bedarf und decken sich -- oft weit vorausschauend -- mit entsprechenden Kontrakten ein, der Preis wird über die bekannte Merit-Order der jeweiligen Produkkte zum jeweiligen Zeitpunkt ermittelt. Der tatsächliche Bedarf kann aber est im Nachhinein ermittelt werden -- selten wird er exakt mit der Prognose übereinstimmen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

    Der Händler hat den tatsächlichen Bedarf zu niedrig eingeschätzt, die tatsächliche Nachfrage war höher. Und wo die Nachfrage höher war, muß auch der Durchschnittspreis für alle kWh im eingekauften Kontingent höher sein … hätte der Händler den höheren Bedarf richtig vorhergesehen, so hätte sich in der Merit-Order ein höherer Gleichgewichtspreis ausgebildet. Er hat’s aber nicht vorausgesehen. Und deshalb muß der Händler jetzt auf dem Spotmarkt die fehlenden Mengen zu so hohen Preisen kaufen, daß sich für sein gesamten Kontingent genau der Durchschnittspreis einstellt, den er hätte zahlen müssen, wenn er den Bedarf gleich richtig geschätzt und dafür geboten hätte. Die Merit-Order für das Gesamtkontingent wird also in dem Fall rückwirkend nach oben korrigiert. Logisch? Logisch.

    Der zweite Fall ist, daß der Händler den Bedarf überschätzt hat, er hat also zuviel kontraktiert. Hätte er nur die genau richtige Menge kontraktiert, so hätte sich in der Merit-Order ein niedrigerer Gleichgewichtspreis eingestellt. Der Händler wird also von der Börse gezwungen, den Überschuß zu geringerem Preis zu verkaufen oder sogar zu verschenken. Und was ist, wenn der dann resultierende Durchschnittspreis für das gesamte Kontingent immer noch höher ist als der Durchschnittspreis, der sich bei anfänglich richtiger Einschätzung ergeben hätte? Genau, dann reicht Verschenken nicht aus, dann muß man sogar noch Geld draufzahlen. Diese Ausgleichsmengen, die über den Spotmarkt abgewickelt werden, können also negative Preise haben (wenn der Markt kollektiv den Bedarf übersschätzt hat)… aber der resultierende Durchschnittspreis der kWh ist dennoch positiv -- nur eben geringer als vorher.

    Letztlich sind diese gelegentlich auftretenden negativen Strompreise am Spotmarkt also eine Entschädigungszahlung der ‚Nachfrage- und Preistreiber‘ an diejenigen, die zwar ihren Bedarf besser eingeschätzt, aber aufgrund der Nachfragetreiberei der anderen dafür eigentlich zuviel bezahlt haben.

  24. #23. Wolfgang Flamme

    Es gibt keine negativen Strompreise.

    TOP erklärt das etwas schwierige Thema, danke!

    karl.s

  25. Danke für die Blumen. Die Erklärung ist natürlich insofern falsch, als sie die tatsächliche Komplexität unterschlägt und nur das Grundprinzip hervorhebt. Ich bitte das zu berücksichtigen.

    Wichtig ist die Erkenntnis, daß der Spotmarkt kein guter Indikator für ‚den Strompreis‘ ist, weil dort nur die letzten Korrekturen auf diesen eigentlichen Preis gehandelt werden. Die relativ kleinen Energiemengen, die da zuletzt noch gehandelt werden, müssen allerdings die ganzen Preiskorrekturen bewirken können, die am eigentlichen Gesamtkontingent noch anzubringen sind -- deshalb treten am Spotmarkt so extreme Schwankungen auf.

    Man muß sich bei den angesprochenen negativen Preisen also vor Augen halten, daß es sich nur um kleine Mengen handelt, die kurzfristig tatsächlich zu diesen Preisen verfügbar sind … denn würden davon spürbare Mengen nachgefragt, würde sich der Spotmarktpreis ganz schnell wieder ins Positive drehen.

    Das Statistische Bundesamt geht also zu Recht davon aus, daß der Einfluß der Spotmarktpreise auf den Durchschnittspreis in erster Näherung vernachlässigbar ist -- auch deshalb, weil der Markt versucht, systematische Fehleinschätzungen, die zu starken Preiskorrekturen über den Spotmarkt führen könnten, zu vermeiden.

  26. #13. Wolgang Flamme

    zumindest bis 2011 liegen dort die Daten als Jahresrechnungen vor. Ich weiß aber nicht, ob es das ist, was Sie meinen.


    http://www.eeg-kwk.net/de/file/EEG-Jahresabrechnung_2011.pdf

    auf dieser Seite

    karl.s

  27. wen es mal interessiert, wie genau sich die EEG Umlage errechnet, kann sich das hier mal detailliert ansehen (bis Seite 13 scrollen).

    karl.s

  28. Karl Seegert,
    gruselige Zahlen, wenn 2011 30 GW Solar angepappt war, hätten wir ja nur 644 Sonnenstunden gehabt?

  29. NAEB e.V. nationale anti-EEG-Bewegung
    Ist hier einer Mitglied?

  30. Zitat Wolfgang Flamme:
    „Weiß hier jemand eine Quelle, wo (monatlich/jährlich) aggregierte Daten zur Wind-/PV-Produktion abgerufen werden können?

    Vielleicht hier:

    http://www.agora-energiewende.de/service/aktuelle-stromdaten/stromerzeugung-und-verbrauch/

    mfg
    gunnar

  31. Hallo Herr Kipp,

    ich möchte sie fragen, ob ich diesen Artikel in einer kleinen Broschüre abdrucken darf. Es soll eine
    kleine Sammlung von Artikeln werden, die ich hier in meiner ländlichen Region verteilen möchte.

    Grüße
    Florian Hillen

  32. Deutschland mit Rekord-Exportüberschuss beim Strom von ca. 8% der in Deutschland erzeugten kWh.

    Das ist doch eine gute Nachricht, über 30% EEG-Strom im Netz und jede Menge Strom vorhanden.
    Deshalb ist ja auch Deutschland eines der stabilsten Netze.

    Nur um die 15 Minuten sind im Jahr Stromausfall in Deutschland.

    In Frankreich sind das über 50 Minuten im Jahr, gut die setzen ja auch auf Kernkraft.

    MfG

  33. @ Udo Stemmer 15. März 2017 01:52

    Deutschland mit Rekord-Exportüberschuss beim Strom von ca. 8% der in Deutschland erzeugten kWh.

    Das ist doch eine gute Nachricht, über 30% EEG-Strom im Netz und jede Menge Strom vorhanden.

    Ist es nicht! Wir legen pro exportierte kWh deutlich drauf. Deutsche Harz4-Bezieher finanzieren diesen Exportwahn für Strom, den die Nachbarn gar nicht haben wollen und deren Strommärkte belasten.

    Deshalb ist ja auch Deutschland eines der stabilsten Netze.

    Wir arbeiten daran, dass sich das massiv ändert.

  34. Martin Landvoigt schreibt am 15. März 2017 07:42
    „Deutsche Harz4-Bezieher finanzieren diesen Exportwahn für Strom, den die Nachbarn gar nicht haben wollen und deren Strommärkte belasten.“

    Herr Martin Landvoigt,

    beim Harz4-Bezieher sind die Stromkosten ja in der finanziellen Unterstützung mit berücksichtigt.
    Fallen die Strompreise weil z.B. die 7 Cent an EEG-Umlage wegfallen, so wir das auch im Harz4 berücksichtigt und dementsprechend abgemindert.

    Stromkosten sind für den Harz4-Bezieher nur ein durlaufender Posten, egal ob der Strompreis hoch oder niedrig ist.
    Der Harz4-Satz wird ja kontinuierlich an die aktuellen Preisentwicklungen angepasst. Da werden fallende Preise genauso berücksichtigt wie steigende Preise.

    Die Nachbarn müssen doch den Deutschen Strom nicht kaufen, die können ja auch auf eigene kWh zurückgreifen.
    In der EU gibt es den freien Wahrenverkehr und wenn man sich für Strom aus Deutschland entscheidet oder auch nicht ist das die freie Entscheidung der Stromeinkäufer.

    MfG

  35. Peter Hartz, soviel Zeit muß sein, hat Hartz4 erfunden. Ist der nicht mit der in der Karibik zugelassenen VW Flugzeugflotte mit seinen Genossen in den Puff nach Barcelona geflogen?

  36. beim Harz4-Bezieher sind die Stromkosten ja in der finanziellen Unterstützung mit berücksichtigt.
    Fallen die Strompreise weil z.B. die 7 Cent an EEG-Umlage wegfallen, so wir das auch im Harz4 berücksichtigt und dementsprechend abgemindert.

    Können Sie das erläutern? So viel ich weiß, werden die Hartz4-Sätze nur einmal jährlich angepasst. Bei 3000 kWh/Jahr werden pro Cent EEG-Umlage 30 € fällig -- aber damit ist es nicht getan: Es gibt ja einen Rattenschwanz weiterer Umlagen, einschließlich der Netz-Gebühren, die wegen der teuren Notmaßnahmen und Netzausbau weiter ansteigen … sonst könnten wir den vielen Strom gar nicht zu Dumping-Preisen ans unwillige Ausland verkloppen.

    Da werden fallende Preise genauso berücksichtigt wie steigende Preise.

    Von fallenden Strompreisen habe ich auch gehört … aber dann bin ich wieder aufgewacht …

    Die Nachbarn müssen doch den Deutschen Strom nicht kaufen, die können ja auch auf eigene kWh zurückgreifen.

    Das ist gar nicht so einfach. Einige Nachbarländer haben schon gegen deutliche Kosten in Phasenschieber investiert.

    In der EU gibt es den freien Wahrenverkehr und wenn man sich für Strom aus Deutschland entscheidet oder auch nicht ist das die freie Entscheidung der Stromeinkäufer.

    Scherz: Wenn man zu Dumping-Preisen oder gar negativen Preisen Strom angeboten bekommt, werden das Einkäufer irgendwann annehmen. Aber die jeweilige nationale Stromplanung kann mit derartigen Geschenken nicht viel anfagen: Es treibt die einheimischen Versorger in die Verlust-Zone, denn die können dann auch nicht mehr zu kostendeckenden Preisen verkaufen.

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