Dezentral ist ideal? Vom Glück der Autarkie.

19. Januar 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Nachhaltigkeit, Photovoltaik

stationDie wachsende Kritik an der überteuerten Solarstrom-Einspeisung macht der Branche Sorgen. Das Image wandelt sich zum schlechteren, die einstigen Traumrenditen für Hausbesitzer sind nicht mehr realisierbar. In dieser depressiver werdenden Lage wird mehr und mehr das kleine Glück, die ganz private ‚Enrergiewende‘, angepriesen: Ist PV-Strom nicht schon billiger als Strom aus dem Netz? Wurde nicht der alte Traum der ‚Grid Parity‘ erreicht, Solarstrom als wirtschaftlicher Konkurrent zum Strom der ‚Konzerne‘? Und als Unterschwingung: Haben wir nicht unser Ziel erreicht, durch Anschubfinanzierung eine Stromerzeugungsart rentabel zu machen, die anfangs als viel zu teuer verlacht wurde? Nun ja, wenn dieses Ziel erreicht ist, dann könnte, ja dann müsste die EEG-Förderung ja sofort eingestellt werden, aber das wollen die Solarfreunde dann auch wieder nicht. Ist da etwa ein Pferdefuß?

Ja.

Er betrifft sowohl das große Ziel der Energiewende als auch das kleine Ziel der Selbstversorgung. Es sind die fehlenden Stromspeicher und dieses Dilemma lässt sich exemplarisch sehr gut am einfachen Beispiel einer kleinen, privaten Energiewende betrachten.

Der Selbstversorger

Da hat also jemand ein Häuschen und möchte seinen Strom selber machen. Unabhängigkeit von den bösen, raffgierigen Versorgern hat er sich aufs Panier geschrieben, ökologisch und dezentral will er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und als Vorreiter den Nachbarn zeigen, wie so was geht, so eine Energiewende ohne Atom und Dreck und Klimaschock. Also müssen Photovoltaik-Paneele aufs Dach!

Doch er lebt in einer Welt ohne EEG-Subventionen, seine Nachbarn denken gar nicht daran, seinen maßlos überteuerten PV-Strom freiwillig zu kaufen und bleiben lieber beim schmutzigen, aber billigen Strom aus dem großen Kraftwerk unten am Fluss, der ihnen wie eh und je vom Elektrizitätsversorger geliefert wird.

Unser Selbstversorger muss und kann also nur seinen Eigenbedarf planen. Nun hat er eine große Familie und braucht 10.000 kWh pro Jahr. Eine schöne glatte Zahl, mit der sich gut rechnen lässt.

Bisher zahlte er an den Energieversorger für seinen Strom 15 Cent/kWh, also 1500 € pro Jahr, denn das Land in dem er lebte, wollte keine Steuern und Sonderabgaben für den Strom, weil der ein Grundbedarfsmittel ist, das so billig wie möglich sein soll, damit es sozial gerecht zugeht.

Er macht sich nun auf, zu erkunden, was er einkaufen muss. Dass nachts die Sonne nicht scheint, weiss er. Aber er ist doch einigermassen überrascht, als er erfährt, dass die Module, die er im Sinn hat, nur 10% der Nennleistung erbringen*

 Er sieht, dass er Module kaufen muss, die eine Nennproduktion von 100.000 kWh/Jahr erbringen müssen. Da das Jahr 8760 Stunden hat, beträgt die Nennleistung 11,4 kW.

Solche Module, mit einer Lebensdauer von 20 Jahren, bekommt er für 1000 € pro kW Nennleistung angeboten. Flugs rechnet er:

In 20 Jahren erzeugen die bei Kosten von 11.400 € Strom im Wert von 30.000 €!

Ein Gewinn von sage und schreibe 18.600 €!

Nun rannte er zur Bank, um sich das Geld zu holen. Der Bankangestellte dämpfte allerdings seine Euphorie etwas, denn er fragte ihn, ob er denn wirklich auf die schönen Zinsen verzichten will, die ihm sein Geld auf der Bank doch so regelmässig bringt: Immerhin 5% pro Jahr. Das seien doch, einschliesslich Zinseszinsen…rasch ist das Ergebnis da:

 „Würden Sie die 11.400 € auf ihrem Konto liegen lassen, hätten Sie in 20 Jahren 28.800 € Bargeld. So viel kosten Sie die PV-Module wirklich. Ihr Gewinn beträgt also nur 1.200 €!“

Das ist keine gute Nachricht. Doch bald gewann unser Selbstversorger die Fassung wieder. Immerhin: 1.200 € sind ja auch noch ein Gewinn und überdies muss man ja auch die ideellen Werte sehen, die Umwelt und das Klima und die bösen Atome. Sein Lächeln kehrte zurück.

Schon am nächsten Tag schraubten die Handwerker die PV-Paneele aufs Dach und da gerade die Sonne schien, schraubte er die Sicherung zum Versorger heraus und schaltete stolz das erste Mal SEIN Licht, erzeugt mit SEINEM Strom, an. Es leuchtete prächtig! „In der Nacht wird es bestimmt noch viel schöner leuchten!“, dachte er sich – Aber halt! Nachts scheint ja keine Sonne!

„Na macht nichts, da schraube ich eben die Sicherung wieder hinein, der Versorger wird ja froh sein, wenn er mir wenigstens einen Teil des bisherigen Stroms weiter liefern darf!“

Doch als es dunkel wurde, wartete eine böse Überraschung auf ihn! Handwerker des Versorgers kamen und klemmten seine Leitung ab. Gleichzeitig gaben Sie ihm einen Brief. Als er ihn öffnete, stand da:

 Lieber Herr Selbstversorger!

 

Offenbar ist Ihnen nicht bewusst, wie wir unseren Strompreis kalkulieren. Sie zahlen keineswegs für ‚den Strom‘ allein, sondern vor allem für die Baukosten unseres Kraftwerks und die Kosten der Leitungen, die wir unterhalten müssen. Von den 15 Cent, die Sie uns pro kWh bezahlen, verbrauchen wir nur 2 Cent für die tatsächliche Herstellung des Stroms, also für den Einkauf der Kohle, die wir im Kraftwerk verbrennen. Der Rest von 13 Cent geht in die Instandhaltung, die Abschreibung und die Verzinsung und ein bisschen Gewinn wollen wir auch haben, sonst können wir ja gleich aufhören.

Sie zahlten uns bisher 1500 € im Jahr. Dafür bekamen Sie 10.000 kWh. Nun sieht es so aus, als würden Sie nur noch die Hälfte beziehen wollen, aber trotzdem jederzeit die volle Leitung wie früher verlangen. Wir müssen also unser Kraftwerk und die Leitungen genau so bereit halten wie bisher. Deshalb haben wir auch weiterhin fixe Kosten von 1300 €, die von Ihnen verursacht werden..

Wir sparen zwar Brennstoff, wenn Sie nur die Hälfte abnehmen, aber das sind nur 100 €. Wenn Sie also nur noch 5000 kWh beziehen wollen, sehen wir uns gezwungen, den Preis pro kWh auf 28 Cent zu erhöhen – sonst müssten wir unseren Preis für alle Kunden erhöhen, um unsere Kosten zu decken und das können wir Ihren Nachbarn nicht zumuten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Versorger.

Herr Selbstversorger wurde zornrot. Diese raffgierigen Ausbeuter! Kapitalistenschweine! Er klagte so laut, das seine Nachbarn aufmerksam wurden und herbei kamen. Empört zeigte er ihnen den Brief und wartete auf tröstende Worte und Solidarität. Wie erstaunt war er aber, als die Nachbarn den Brief lasen und ihn dann kaltherzig verspotteten!

„Das hätte dir so gepasst, was? Wir sollen für dich die Infrastrukur bezahlen, damit du Geld sparen kannst! Ein schöner Nachbar bist du, willst auf unsere Kosten schmarotzen! Recht geschieht dir!“

Er war wie betäubt und wollte ihnen den Irrtum zeigen, die Tricks der Kapitalisten entlarven. Doch als er selbst rechnete, musst er kleinlaut zugeben, dass die Zahlen zu stimmen schienen. So ging er in dieser Nacht bei Kerzenlicht ins Bett und lange fand er keinen Schlaf. Am nächsten Morgen, mit steigender Sonne, hatte er jedoch seinen Mut wieder gefunden. Er würde es ihnen zeigen! Allen! Ein ECHTER Selbstversorger würde er werden!

Denn wozu gibt es denn Batterien? Zum Stromspeichern! Und hatte er nicht seine Anlage so dimensioniert, dass sie ihn voll versorgen könnte? Im Keller war noch Platz, also ans Werk! Zuerst nahm er ein Blatt Papier und rechnete:

Etwa 1/3 des Tags habe ich Überfluss, 2/3 der Zeit aber Mangel. Am Tag brauche ich 27 Komma… Na, allerhöchstens 30 kWh. 20 kWh muss ich auf Vorrat speichern.

„Das sind Peanuts. Ich verstehe gar nicht, wieso ich dem Versorger überhaupt noch was gönnen wollte!“

Im Baumarkt fand er, was er suchte. Große Batterien, die 1 kWh aufnehmen und speichern konnten. 100 € stand auf dem Preisschild. Schwitzend, aber glücklich wuchtete er die 20 Bleiakkus in den Kofferraum und bald in den Keller. Im nu waren sie auch angeschlossen. Den störenden Gedanken, dass er nun leider kein Geld sparen würde, weil die Akkus ihm bei zehnjähriger Lebensdauer insgesamt 4000 € kosten würden, wischte er beiseite. Soll der Strom eben etwas mehr kosten, dafür ist er sauber und öko und atomfrei und klimaneutral! Obwohl…Blei soll ja nicht gerade gesund sein…? Ach was! Man muss das Ganze und Grosse im Blick haben und keine Erbsen zählen; wird ja recycled!

Schon an diesem Abend genoss er es, im eigenen Licht den Fernseher mit eigenem Strom zu betreiben, gespeist aus den Akkus im Keller. Doch die Freude währte kurz, denn ein Satz ließ in erbleichen: In einer Sendung wurde auf die Dunkelheit hingewiesen, die der nahende Winter bald bringen würde und vor seinem Auge zogen bald Bilder von finsteren Tagen, Nebelschwaden und verschneiten PV-Paneelen vorbei, ohne Sonne am Himmel.

Tabelle PV Erzeugung

Speicher müssen Tages- und Jahreszeiten ausgleichen

Darauf hatte er ja gar nicht geachtet! Nicht nur die Nacht, auch der Winter musste bedacht werden bei der Speicherung! Voll böser Vorahnungen suchte er am nächsten Morgen Rat. Ein Ingenieur aus der Nachbarschaft klärte ihn nach kurzer Recherche auf und zeigte ihm eine Tabelle. „Siehst du, so sieht dein Jahresgang aus, der dir im Durchschnitt eine effektive Leistung von 10% und einen summierten Ertrag von 10.000 kWh beschert (Tabelle links).

„Von März bis September hast du mehr Strom als du brauchst, den musst du speichern, damit du von Oktober bis Februar auch genug hast.“** Rasch rechnete er weiter:

„Weil du pro Monat 833 kWh brauchst, musst du von März bis September 2279 kWh speichern – Ohne dass du Reserven hättest! „

„Ich empfehle dir dringend, auch noch ein Notstromaggregat anzuschaffen! Und du musst noch die Speicherverluste kompensieren, deine Anlage ist eigentlich zu klein und der Speicherbedarf ist eigentlich noch ein ganzes Stück größer!“ Herr Selbstversorger fühlte, wie er er erst erbleichte und dann schwanden ihm die Sinne – noch war ihm der Preis für die Batterien frisch im Gedächtnis! Als er wieder zu sich kam, murmelte er abwesend „227.900 €! 227.900 €!“ Wieder bei Kräften, rechnete er noch einmal alles zusammen:

Bei 20 Jahren Abschreibungszeit habe ich einen Verbrauch von 20 x 10.000 kWh = 200.000 kWh = 30.000 € Stromkosten wenn ich einen Netzanschluss an konventionelle Kraftwerke wähle.

„Wenn ich mich selbst mit Erneuerbarem Solarstrom versorgen will, habe ich folgende Investitionskosten … Oh verflixt, die Akkukosten muss ich ja zwei mal bezahlen, weil die nur 10 Jahre halten…“

Tabelle Kosten PV Speicher

Das gibt’s ja nicht! da kostet mich die kWh ja 3,81 €!

Und die Moral von der Geschichte (Wie immer am Schluß)? Als Staat im internationalen Leben haben wir keine Möglichkeit, Kosten zu verschieben oder abzuwälzen. Da geht es uns wie Herrn Selbstversorger.

Da zählt nur die nackte Bilanz.

Da zahlen keine Nachbarn mit für die Erhaltung der Infrastruktur.

Da zahlt auch keiner freiwillig irgendwelche Umlagen für unseren Traum.

Da nimmt der Notversorger knallhart was er kriegen kann.

Da gilt nur das Geschäft und der Markt.

Und da stehen wir dann auch da wie Herr Selbstversorger – wie begossene Pudel.

Das hier war nur ein einfaches Beispiel für den Solarstrom. Die wichtigste Lektion daraus ist, dass die Speicherkosten die Produktionskosten um ein vielfaches übertreffen und dass die Nennung reiner Produktionskosten für Wind- und Solarstrom, möglichst noch verbunden mit der Behauptung, bald würde sich die Selbstversorgung lohnen und die NIE hätten doch schon ‚Grid-Parity‘, blanker Schwindel sind.

Natürlich sind Akkus eine sehr teure Speicherart, es geht billiger. Aber niemals so billig, dass die NIE eine brauchbare oder auch nur akzeptable Alternative für konventionellen Strom werden könnten.

Wie war das noch mal genau? Mancher wird wohl etwas genauer hinter die Zahlen leuchten wollen, deshalb noch einige Daten und Musterrechnungen.

Die Zusammensetzung des Strompreises

Zitat: http://www.energie-fakten.de/pdf/strompreise-2006.pdf

Insgesamt … liegen die Kosten für die Erzeugung aus planmäßig eingesetzten Energien in bestehenden Anlagen zwischen etwa 1,5 Cent je kWh (ältere größere Wasserkraftwerke, Kernkraftwerke)und bis zu 10 Cent je kWh für Spitzenlast-Kraftwerke.

Als Durchschnittswert ergeben sich etwa 3,5 bis 4 Cent je kWh, solange, wie zurzeit, noch etwa 90 Prozent des Strombedarfs durch kostengünstige Kraftwerke bereitgestellt werden kann.

Netznutzungskosten

Für die Kosten, die in diesen Verteilungsstufen entstehen, sind die nachstehenden Entgelte für die Netznutzung ein guter Indikator (Mittelwerte innerhalb größerer Bandbreiten, Stand 2005):

…für Bezug aus dem Niederspannungs-Netz einschließlich Nutzung vorgelagerter Netze und der Transformatoren etwa 5,5 Cent je kWh.

Die Erzeugungskosten teilen sich weiter auf in :

Tabelle Kosten Energie Konventionell

(http://www.energie-fakten.de/html/kosten-struktur.html)

Strom ist eigentlich ein typisches Flatrate-Produkt

Zu beachten ist nun, dass alle Kosten ausser den Brennstoffkosten Fixkosten sind. Wenn ein Abnehmer nichts abnimmt, aber sich das Recht vorbehält, jederzeit Strom bis zur vertraglichen Grenze seines Anschlusses zu beziehen, muss der Versorger die volle Kraftwerks- und Netzkapazität jederzeit vorhalten und natürlich die entstehenden Kosten tragen.

KostenzusammensetzungNimmt man das Kohlekraftwerk als typischen Mittelwert, ’spart‘ der Versorger bei der Nichtabnahme einer kWh nur 41% der Erzeugungskosten von 3,75 Cent, das sind etwa 1,5 Cent oder 17% der Gesamtkosten.  Damit ist Strom eigentlich ein typisches Flatrate-Produkt. Der Kunde zahlt einen Fixpreis und kann dann bis zum Anschlussgrenzwert so viel verbrauchen wie er will.

Warum? Weil wie beim Telefon die eigentliche Leistung gegenüber den Fixkosten kaum ins Gewicht fällt. Zumindest wäre es aber aufgrund der Kostenstruktur richtig, eine sehr hohe Grundgebühr und einen sehr niedrigen kWh-Preis zu verlangen. Das würde für den typischen Haushalt mit 3500 kWh Verbrauch/Jahr ohne Steuern und Abgaben so aussehen wie in folgender Tabelle dargestellt.

 

 

Tabelle Strom Flatrate

Diese Kostenstruktur hat dann aber auch enorme Auswirkungen auf den kWh Preis, den der Versorger verlangen muss, um bei einer verringerten Abnahme des Kunden bei einer reinen kWh-Abrechnung auf seine (Fix-) Kosten zu kommen:

Kosten bei Abnahme

Jahresgang von PV-Erzeugung und Verbrauch

Die Tabelle zum Jahresgang im Artikel vereinfacht sehr. Tatsächlich müssen noch einige andere Faktoren berücksichtigt werden

Tabelle PV Erzeugung Verbrauch

Man sieht, dass ausgerechnet im Winter, wenn am wenigsten produziert wird, auch der Bedarf am höchsten ist. Tatsächlich ergibt sich ein Speicherbedarf von 21,5%. Dazu muss aber unbedingt noch eine Sicherheitsreserve, die mit 20% sicher nur sehr knapp bemessen wäre. Das erhöht den Speicherbedarf auf 25,8%. Zusätzlich gibt es auch Verluste beim Laden und Entladen der Batterien. Beim Bleiakku liegen die tpischerweise bei 30% Das erhöht den Speicherbedarf auf 33,6%.Erzerugungs- und Lastkurve

Ausserdem dürfen Akkus nicht tiefentladen werden, da sie dadurch stark beschädigt werden. Dadurch können nur 80% des gespeicherten Stroms tatsächlich genutzt werden. Das erhöht den Speicherbedarf auf 40%. Die Lebensdauer ist mit 10 Jahren zwar sehr optimistisch geschätzt, aber durchaus möglich.

Für den Durchschnittshaushalt bedeutet dies, dass Akkus für 1400 kWh angeschafft werden müssen, die 140.000 € kosten. Mit Zinskosten von nur 3% bei zehnjähriger Lebensdauer sind das 188.000 € was zu Speicherkosten von 5,37 € / kWh führt.

…und wenn man Strom einfach wegwirft?

Es ist natürlich angesichts der horrenden Speicherkosten verführerisch, Strom NICHT zu speichern, sondern einfach die Produktionskapazitäten zu steigern, um auch in buchstäblich dunklen Zeiten noch genug zu ernten. In guten Zeiten hat man dann Überschüsse, aber die wirft man einfach weg. Letztendlich konkurrieren da zwei Produkte, Frischstrom und Speicherstrom und das billigere gewinnt.

Auf der Grafik des Lastgangs kann man leicht sehen, dass etwa vier mal mehr Kapazität auch im lichtschwachen Winter noch genügend Strom erzeugt würde.

Der Durchschnittshaushalt würde bei 3500 kWh Jahresverbrauch im Januar, dem Monat, in dem 9,32% des Jahresverbrauchs anfallen, 326 kWh benötigen. Die PV-Anlage würde aber nur eine effektive Leistung von 2,5% erbringen. Welche Nennleistung benötigt dann eine PV-Anlage, um diesen Strom in den 730 Stunden des Monats zu erzeugen?

Eine Anlage mit 1 kW Nennleistung würde 730 x 0,025 = 18,25 kWh erzeugen, also muss die Nennleistung 326 / 18,25 = 17,9 kW betragen. Diese 17,9 kW kosten 17.900 €. Mit einer 3%igen Verzinsung in 20 Jahren wären das Kosten von rund 32.000 €.  Da diese Anlage 20 Jahre hält, würde sie in dieser Zeit 70.000 kWh produzieren die auch tatsächlich verbraucht werden.

Die kWh würde also 0.46 € kosten.

Das ist zwar viel zu teuer, aber doch sehr viel billiger als die 5,37 €, die der selbe Strom in der Speichervariante kostet. Aber halt! Die angenommene effektive Leistung von 2,5% im Januar ist ja ein Durchschnittswert! Der kann aber von Jahr zu Jahr stark schwanken. Wie sehr, kann man hier sehen: http://www.wetterkontor.de/de/deutschland_monatswerte.asp?y=2012&m=2&p=2

Schon der Blick auf den aktuellen Monat Januar 2013 zeigt, dass es Orte in Deutschland gibt, die in der ersten Monatshälfte Null(!) Sonnenschein bekamen. Im Jahr 2010 war der Januar auch schwach, er hatte nur rund 50% des durchschnittlichen Sonnenscheins und der folgende Februar war nicht besser.

Das bedeutet, dass es wohl notwendig ist, die Anlage mindestens doppelt so leistungsfähig auszulegen um auch in solchen Monaten noch genügend zu ernten UND zusätzlich einen Batteriespeicher zu haben, der zumindest mehrere völlig sonnenlose Tage überbrücken kann, mit denen man in solchen Wetterlagen ja auch rechnen muss.

Eine Verdoppelung der PV-Leistung würde die Kosten pro kWh natürlich auch verdoppeln, auf 0,92 € kWh. Hat man dann noch eine Speichernotreserve von 14 Tagen eingeplant, ist das sicher nicht zu vorsichtig. Aus der bereits durchgeführten Berechnung der Speicherkosten ergibt sich, dass so ein Speicher 33.500 € kosten würde, was zu einer weiteren Verteuerung der kWh um 0,96 € führen würde. In dieser Mischvariante (eine reine Überproduktionsvariante ist aufgrund der zufälligen Wetterschwankungen nicht möglich) würde also Kosten von

1,88 €/kWh

entstehen. Das ist zwar nun der günstigste denkbare Preis, aber er ist von der ‚Grid Parity‘ so weit entfernt wie der Mond.

 

Weitere Kosten

Dabei ist aber auch noch zu berücksichtigen, dass nicht nur die reinen Batteriekosten anfallen. Batterien sind gefährlich. Die kann man nicht einfach in den Keller stellen, schon deshalb nicht, weil sich hochexplosives Knallgas bilden kann. Zudem ist der Inhalt ätzend und hochgiftig.

Um hunderte von Bleibatterien zu lagern, empfiehlt sich ein eigenes ‚Batteriehaus‘ von der Größe einer Garage ausserhalb des Wohnhauses und mit einer Zufahrt für die Feuerwehr, einer säuredichten Bodenwanne, Zwangsbelüftung, Explosionsschutzmelder und natürlich einer eigenen Heizung, denn Akkus mögen keine Kälte. Zusätzlich ist der Wartungsaufwand in die Kalkulation aufzunehmen und eine Versicherung.

Ausserdem ist zu bedenken, dass momentan die Selbstherstellung von Strom noch steuerfrei ist. Sobald das aber Mode würde, wäre eines so sicher wie das Amen in der Kirche: Der Staat würde die Hand aufhalten und die Steuereinnahmen kompensieren, die ihm entgehen, weil weniger Strom verkauft wird, an dem das Finanzamt ja kräftig mitverdient.

Selbstgebrannter Schnaps mag als Beispiel dienen: Auch wenn der nur für den Eigenbedarf destilliert wird, ist trotzdem die volle Alkoholsteuer zu entrichten.

 

*Die Zahlen-und Prozentangaben dienen lediglich als vereinfachtes Beispiel, sie können von tatsächlichen Werten abweichen, was jedoch an den grundsätzlichen Überlegungen nichts ändert.

** Diese Zahlen sind real! So groß ist die Schwankung des Jahresgangs an einem typischen deutschen Standort!

Titelbild: Die belgische Antarktis-Forschungsstation Prinzessin Elisabeth ist komplett energieautark. Dafür sorgen Windräder und Photovoltaikanlagen und ein Speicher aus Bleibatterien, sowie ein ausgefeiltes System zur Stromrationierung („Smart Grid“) und, für die Sicherheit der Versorgung unerlässlich, zwei Diesel-Generatoren.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

216 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Lieber Herr Tritium,

    sehr schöner Artikel. Danke schön.
    Er zeigt sehr schön, dass Selbstversorgung, Dezentralisierung für eine moderne Volkswirtschaft kein Konzept sind
    und das sich höchstens auf Kosten der Allgemeinheit rechnet.

    So wie eben Schmarotzer in der Natur auch nur auf Kosten der Allgemeinheit überleben können. Gibt es nur noch die Schmarotzer geht es nicht.

    Unser Gemeinwesen ist durch die Zusammenarbeit geprägt und nicht durch Schmarotzertum.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  2. Ich denke, dass heimliche Ziel der Energiewende ist die vollkommene Dezentralisierung der Stromerzeugung. Wie schafft man das? In dem ich den Strom aus dem Netz so teuer mache, dass sich die dezentrale Erzeugung lohnt.
    Ich denke, bei einem Strompreis von 60 -- 100 Cent/kWh kann man mit der Kombination aus PV und Mini-BKHWs mittelfristig schon was machen, ohne auf die Speicherlösung zu setzten. Ist ja auch nur drei bis fünfmal so teuer wie im Moment.

    Offtopic (weils hier vielleicht nicht so leicht untergeht)
    Vielen Dank, Tritium, für die Kommentare im Beitrag „Die Energiewende scheitert an der Physik“. Es war für mich neu und erhellend zu verstehen, dass das eigentliche Problem der Energiewende der Überschußstrom ist und nicht der Strommangel. Vielen Dank nochmal dafür.

  3. Wenn ich daran denke, dass Staatssekretär Bomba (im Bau- & Verkehrsministerium) u.a. durch (seiner Überzeugung nach billige) Null-Energiehäuser, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen, Energie autark werden will *, kann man sich den Albtraum, auf den diese Regierung zusteuert, so richtig vorstellen.
    Ein wunderschöner Artikel, können wir übernehmen ?
    mfG
    Michael Limburg EIKE
    * so sagte er es zu mir unter Zeugen

  4. hahaha

    sehr schön erzählt :)

  5. @Tritium

    Kompliment & danke für diese hervorragende und sehr verständlich kommunizierte Fleißarbeit !!! :-)

  6. @ Michael Limburg:

    können wir übernehmen ?

    Aber gewiss doch, mit den üblichen Konditionen (Link auf Quelle)

  7. Warum der private Stromkunde in Frankreich aber nur 15 Cent / kWh bezahlen muss, wird hier nicht erklärt. Auch in Frankreich fließt der Strom erst viele Kilometer durch die Netze und die Erzeugung in den Atomkraftwerken erfolgt auch nicht mit negativen Kosten.

  8. #7

    weil die eeg-bedingten zusatzkosten dort nicht anfallen

  9. Super erklärt, müsste eigentlich sogar bei den Studienabbrechern, Lehrern und Geisteswissenschaftlern ins Hirn dringen. Kann dann allerdings bei denen die selbst auferlegte Zensurbarriere nicht durchdringen.

    Die denken sicher schon an Ihre eigene Elektrolyse und pumpen ihren Wasserstoff ins örtliche Gasnetz (das Gasnetz darf doch jeder anbohren; oder ?). Deshalb ignorieren sie solche Tatsachen, wie im Bricht genannt.

    Allerdings wäre ein einziger Speicher wahrscheinlich in der Lage das Problem zu lösen: Holland liegt unter dem Meeresspiegel !

  10. @Sonnenanbeter #9

    Allerdings wäre ein einziger Speicher wahrscheinlich in der Lage das Problem zu lösen: Holland liegt unter dem Meeresspiegel !

    ….vermutlich arbeitet Herr Sörgel, ….ähhh…. Herr Popp bereits daran!

  11. Super Text, Tritium.

    Das Problem der dezentralen Stromerzeugung aus volatilen Quellen ist hier so deutlich herausgearbeitet worden -- da kann ich jetzt gar nichts ergänzen oder fragen.

  12. Danke Tritium für diese anschauliche Darstellung der Thematik.

    Es gefällt mir, wie sich die Beiträge weiter „professioneller“ durch die Abbildungen in Grafiken, Tabellen und Berechnungen entwickeln.
    Damit wird den Laien der Verständnis-Zugang erleichtert und das halte ich für sehr wichtig, denn einen „Schwindel“ als solchen zu durchschauen, setzt voraus die tatsächliche Realität zu erkennen und den „Schwindlern“ mit handfesten Beweisen entgegen zu treten.

  13. @ Tim Hardenberg #10

    Sörgel und sein Atlantropa wäre eine Option: Tausende Kilometer neue Coastline, wenn man den Meeresspiegel dauerhaft absenkt. Was für ein gigantisches Geschäft mit neuen Strandvillen und was für eine gigantische Geldvernichtung bei denen, die aktuell Villen in der 1. Reihe besitzen.
    Und das Schönste ist, dass mit jeder weiteren Absenkung des Meeresspiegels wieder Billionen verdient werden könnten.

    Und das Allerschönste ist, dass man die gigantischen Kosten für den Damm einfach auf deutsche Stromabnehmer abwälzen kann. Die warten ja nur auf ihre Ausbeutung !

  14. Sehr schön geschrieben, danke !
    Vielleicht sind die 5%-Verzinsung auf das Eigenkapital etwas hochgerechnet, was aber nix an der Aussage ändert.

  15. Zu der wirren Milchmädchenrechnungen sag ich mal nichts, aber eines geht dann doch zu weit. Zinskosten Present Value? In einem Present Value sind Zinskosten bereits berücksichtigt, sie müssten die Stromzahlungen von 1500 € pro Jahr mit dem Rentenbarwertfaktor multiplizieren, macht ca. 18650 € oder die 1500€ Kosten jedes Jahr auf die Endperiode verzinsen, wenn sie diese mit den 28800 € vergleichen wollen.

  16. @ Skeptiker-Skeptiker:
    Na, wenn sonst alles richtig ist, wie Sie ja bestätigen, bin ich beruhigt 😀

    Ich sehe nämlich absolut keinen Unterschied, wenn der Mond einen Kilometer näher gekommen ist -- er ist immer noch unendlich weit enfernt.

  17. Interessant und auch amüsant geschrieben, Tritium. Mit derart horenden Kosten für die Battarien hätte ich auch so nicht direkt gerechnet. Ich habe mich aber auch zugegebenermaßen noch nie damit auseinander gesetzt.

    Nun, ich denke Selbstversorgung ist irgendwo möglich, doch sicher nicht, wie sich der EE Fuzzi das so vorstellt. Nun, sagen wir an Orten an denen es keine Stromversorgung sonst gibt. Fernsehen und Licht, Laptop, Ölbrenner und Umwälzpumpe, das sollte wohl mit ihren 46Ct/kWh gehen. Aber als Backup ist auf jedenfall ein Generator nötig.
    Ferner müsste man die Heizschlange in der Waschmaschine abklemmen, den Herd auf Gas umstellen, sämtliche Durchlauferhitzer entfernen, und den Kühlschrank an einen kühlen Ort stellen.
    > Die kWh würde also 0.46 € kosten.
    Das sind wohl verhältnisse bei denen wohl sogar die hartgesottensten Ökos sich die Zivilisation zurück wünschen.

    Hier im Forum wird ja fast schon so geredet, als wenn die Energiewende schon fast Geschichte ist. Aber unsere Führung in Berlin scheint da ja ganz anderer Meinung zu sein. Ich denke das uns das noch eine Menge kosten wird.

  18. @Skeptiker-Skeptiker

    sie führen die Disskussion wirklich ad absurdum.

  19. Ahh,
    das Hauswasserwerk habe ich noch vergessen. Rasen sprängen konnte noch gehen, zur Mittagszeit.

  20. @ Skeptiker-Skeptiker:

    Trotzdem Danke für den Tip.
    Über die 20 Jahre fallen tatsächlich durch entgangene Zinsen für die jährlichen Stromzahlungen an den Versorger Kosten an, die den Strompreis bei 3% Verzinsung um ca. 30% erhöhen
    (@ rüganer: In den detaillierteren Rechnungen des Anhangs verwende ich nur 3% Verzinsung. 5% ist tatsächlich etwas hoch und diente nur als Beispiel, An der Sache ändert es ja, wie Sie richtig bemerken, nichts.)

    Das wären dann statt 0,15 €/kWh als ‚fairen‘ Verkaufspreis für Netzstrom effektiv 0,20 €/kWh Netzstromkosten gegenüber der billigsten autarken Lösung von 1, 88 €/kWh ohne ‚Nebenkosten‘ Diese 1,88 € sind übrigens ebenfalls mit 3% Verzinsung berechnet, was ich sicherheitshalber erwähnen möchte.
    Selbstgemachter Strom ist also immer noch 20 mal teurer als Netzstrom und die Grid Parity ist immer noch so weit weg wie der Mond.

    Das ändert allerdings gar nichts .

  21. @ netseal2:

    Rasen sprängen konnte noch gehen, zur Mittagszeit.

    Das Sprengen wird im modernen Öko-Haushalt mit Knallgas aus den Batterien erledigt 😉

  22. Mathematische Unkenntniss erkennt man an überpräzisen Rechnungen.
    L. Euler

    Bei unserer Energiewende hat man sich nicht an einer Stelle vor dem Komma getäuscht, man hat sich in der Zehnerpotenz vertan.

  23. Die Einwohner von Musterdorf, 500 Haushalte, haben gelesen, wie Herr Tritium vorrechnet, dass es nichts wird mit der Energiewende. Die Kosten! Bei 3,81 Euro pro kWh kann sich das niemand leisten. Das ist klar. Aber so schnell wirft man die Flinte nun doch nicht ins Korn. Ein bisschen Recherchieren und Rechnen, damit erstellen die Bewohner von Musterdorf eine überschlägige Rechnung, ob es für sie nicht vielleich doch klappt mit der Energiewende. Schauen wir es uns mal an.

    Das Konzept sieht die Erzeugung von Strom durch drei Komponenten vor: eine Windkraftanlage, eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage und eine Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk, die mit Gülle vom Bauer und Haushaltsresten gefüttert wird.

    Damit läßt sich aber nicht immer der Bedarf decken, denn bekanntlich -- und immer wieder von Herr Tritium betont -- scheint die Sonne nicht immer und auch der Wind weht wann er will. Also müssen Puffer her, die den Betrieb des BHKW auch dann erlauben, wenn keine Energie erzeugt wird. Dazu dient zum einen eine Redox-Flow-Batterie, die neben dem Windrad aufgestellt wird, sowie neben der Biogasanlage, ein Methanisierer. Doppelt hält besser. Das entstehende Methan wird in das Erdgasnetz eingespeist und bei Bedarf wieder entnommen. Für die Dienstleistung der Speicherung wird dem Netzbetreiber eine Entschädigung gezahlt.

    Wie sehen die Kosten aus?

    -- Die 500 kWp PV Anlage kostet 600.000 Euro, nach Berücksichtigung von Wartung, etc auf 20 Jahre gerechnet 960.000 Euro. Sie hält 25 Jahre und erzeugt pro Jahr im Durchschnitt 437.500 kWh Strom.
    -- Die Windkraftanlage kostet 4.500.000 Euro, nach Berücksichtigung von Wartung, etc. 7.200.000 €. Die hält 20 Jahre und erzeugt in dieser Zeit 7.200.000 kWh Strom.
    -- Der 3 MW Methanisierer schlägt mit 3.000.000 / 4.800.000 Euro zu buche. Er hält 20 Jahre bevor er erneuert wird.
    -- Die Biogasanlage kostet 800.000 / 1.280.000 Euro und kann 20 Jahre genutzt werden.
    -- Es gibt 2 Blockheizkraftwerke (eines als Backup) mit je 1000 kW Leistung, die jeweils 600.000 / 960.000 Euro kosten, also 1.920.000 Euro.
    -- Die Redox-Flow-Batterie mit einer Kapazität von 2500 kWh kostet 1.750.000 / 2.800.000 Euro.
    -- Um die Haushalte mit den Erzeugern zu verbinden werden 2.000.000 / 3.800.000 Euro in ein Stromnetz investiert, es hält 30 Jahre (2.533.333 Euro auf 20 Jahre).
    -- Der Erdgasnetzbetreiber erhält für jede eingespeist und wieder entnommene kWh 0,02 Euro.

    Insgesamt gibt es also 22.850.000 Euro zu investieren.

    Insgesamt erzeugen die PV-Anlage und die Windkraftanlage ca. 133.750.000 kWh. Davon nehmen wir an, können 10% direkt verbraucht werden, also ca. 13.375.000 kWh. 90% müssen methanisiert werden. 40% beträgt der Wirkungsgrad nach der Wiederverstromung im BHKW. Somit stehen noch rd. 48.000.000 kWh zur Verfügung. Die Biogasanlage erzeugt rund die Hälfte des von ihr benötigten Gases. So werden noch einmal 70.380.000 kWh erzeugt.

    In der Summe enstehen somit also rd. 118.500.000 kWh. Die Bewohner des Dorfes benötigen 60.000.000 kWh selber. Die Differenz wird an der Strombörse zu einem Preis von 5 ct / kWh verkauft. Das erbringt ca. 3 Mio Euro.

    Die Gesamstrommenge von 118.530.000 kWh müssen also 21.493.333 Euro finanzieren. Daraus ergeben sich Kosten von 20,13 ct / kWh. Darauf kommen noch Steuern und Abgaben, jedoch kein Netzentgelt, so daß sich ein Endpreis von ca. 32 ct / kWh ergibt. Der Verkauf des Stroms an der Börse mindet den Strompreis mit ca. 2,7 ct pro kWh, so daß die Bürger unseres Musterdorfes rund 29,3 ct / kWh zahlen müssen. Und das für die nächsten 20 Jahre.

    Und weil bei der Produktion des Stromes auch noch Wärme anfällt, richten die Musterdörfler ein 20km langes Nahwärmenetz für 4.000.000 / 6.400.000 Euro ein. Dazu noch ein 10.000 Kubikmeter großer Wärmespeicher, der mit 1.125.000 / 1.800.000 Euro zu buche schlägt. Um auch im Winter die Wohnungen warum zu bekommen wird ein Holzschnitthackselkraftwerk vorgehalten, welches 500.000 / 800.000 Euro kostet. Für alle drei Anlegen wird eine Laufzeit von 20 Jahren gerechnet.

    Das BHKW liefert pro Jahr 5.460.000 kWh Wärme, für jeden Haushalt also rd. 11.000 kWh. Diese können betrachtet über einen Zeitraum von 20 Jahren zu Gestehungskosten von rd. 5,2 ct / kWh angeboten werden. Gehen wir also einmal von ca. 10 ct / kWh Endkundenpreis aus: ein guter Wert, und konstant für 20 Jahre.

    Jeder für sich allein schafft die Energiewende nicht. Aber wenn sich mehr Leute zusammentun, dann geht was.

    Erhöht man die Leistung des BHKW auf 2500 kW, ergibt sich ein Strompreis am Ende von 33,4 ct / kWh.

    So -- ich bin gespannt auf die zahlreichen und sicherlich schnell kommenden Einwände :)

  24. Was die Leute immer vergessen, dass der eigene Stromverbrauch, der über den eigenen Zähler läuft, nur der kleinste Teil seines persönlichen Verbrauches ist.
    Woher kommt der restliche Strom für:
    Wasserversorgung, Kanalisation, Straßenbeleuchtung, Einkaufmöglichkeiten (Bäckerladen, Supermarkt) und natürlich der Strom, der auf der Arbeitsstelle verbraucht wird um seinen Lohn zu erwirtschaften?

  25. Bei einer Verdreifachung des Preises? Hohes Investitionsrisiko. Würde mich wundern, wenn sie dafür eine Bank fänden.
    Woher haben sie die Zahlen?

  26. @netseal:

    die Zahlen habe ich mir aus verschiedenen Quellen durch intensives Nutzen von Google zusammengesucht.

  27. @Tritium
    Da ick noch dat Rest-Wochenende etwas genießen möchte, gehe ich erst Montag auf Deinen tollen Artikel ein.
    Ick hab heut keine Lust mehr den Taschenrechner raus zu holen………freu mich aber, dat Deine Artikel immer wieder ein Knaller sind und Du ihn auch noch so schön frech geschrieben hast.
    Deswegen werd ick heut mal die Knalltüten überlesen…….den Streß tue ick mir dann morgen an.
    Ach übrigens……vllt geh ich mal bei unseren Freund von der „Alles wird Alle Fraktion“ etwas in die tiefe und Breite….so wie ick dat auch mit den Energieexperten von Greenpiesel gemacht habe.
    Nützlicher Idiot oder bezahlter Agent…….dat interessiert mich immer bei solchen penetranten Realitätsverweigerern.

    Ansonsten, viel Spass noch mit den Leuten, die hier noch aufschlagen werden…….denn langsam sehen se ihre Felle wegschwimmen, bei den Artikeln, die hier inzwischen in höchster Qualität erscheinen.

    Dat verspricht hier noch echt lustig zu werden……
    Onkel Heinz……..Sonntags-Genießer

  28. Also 200€/m kosten die letzten 20m für die Nahwärme.
    lt.
    http://www.dotternhausen.de/gemeinde/nahwarme/die-haufigsten-fragen-zum-anschluss-an-das-nahwarmenetz.html

    Nun, würde mich wundern, wenn sie das hinbekämen: Enteignungen etc. eins, zwo Risiko.
    Das hat mal im Sozialismus funktioniert, mit dem Effekt das diese Menschen heute ein vielfaches der Energie verbrauchen. Sind sie mal im Osten gewesen?

    Windkraftanlagen haben auch heute noch erhebliche Probleme, da sind die Rotoren und nicht zuletzt die rückwärts betriebenen Planetengetriebe. eins, zwo Risiko.

    10ct/kWh für Wärme? Das ist ja fast Dieselnivau. Ich glaube nicht, dass sie dafür Abnehmer finden. eins, zwo Risiko.

    Den Methanisierer, da esistieren höchstens Pilotprojekte. Sie wollen Wasserstoff produzieren und dann methanisieren
    Dafür benötigen sie ISO9001, mindestens. Ich denke da haben sie sich verzettelt. Das ist wohl eher etwas für größte Konzerne. Deswegen erspare ich mir mein: eins zwo Risiko.

    Aber es ist nicht nur das. Sie haben auch keinerlei Personalkosten angesetzt.
    Gut, im BHKW arbeitet der Bauer. Dem müssen sie aber die Kohle für die kWh schon geben. 1000kw, ich würde sagen wir reden also von ca. 10000qm Gülle. Da wird ein Traktorchen hier fällig, und am ende müssen sie für die Gülle noch Geld bezahlen. Und an dem Punkt lohnt sich das nicht mehr.

    Allein für die Planungsphase benötigen sie Millionen. Mit Bürgerprotesten usw.

  29. Und dann müssen sie wohl Stromsteuer bezahlen und ihre Endkunden 5ct/kWh EE-Märchenabgabe.
    Wissen sie, ich brauche mir meine Welt nicht schön zu rechnen.

    Wie sieht es mit Versorgungssicherheit aus?
    Risiko setzt sich ja bekanntlich aus Wahrscheinlichkeit und Schadensschwere zusammen.

    Ich denke sie halten sie für viel Intelligenter als die, die das bisher taten. Wiso macht niemand soetwas?
    Ich sag es ihnen. Weil die alle total dumm, korrumpiert und was man in ihren Kreisen sonst noch so alles sagt.

  30. Nun, würde mich wundern, wenn sie das hinbekämen: Enteignungen etc. eins, zwo Risiko.
    Das hat mal im Sozialismus funktioniert, mit dem Effekt das diese Menschen heute ein vielfaches der Energie verbrauchen. Sind sie mal im Osten gewesen?

    Ich gehe in dem Modell davon aus, dass die Leute freiwillig mitmachen. Das ist in der Tat eine Prämisse. Aber auch nicht so ungewöhnlich, wie verschiedene Projekte in Deutschland in diese Richtung zeigen.

    Windkraftanlagen haben auch heute noch erhebliche Probleme, da sind die Rotoren und nicht zuletzt die rückwärts betriebenen Planetengetriebe. eins, zwo Risiko.

    Ich würde meinen, dass es dafür Versicherungen gibt. In den 7,2 Mio, die ich ggü. den Baukosten von 4,5 Mio angesetzt habe, sollten diese Kosten mitenthalten sein. Welchen Wert schlagen Sie vor?

    10ct/kWh für Wärme? Das ist ja fast Dieselnivau. Ich glaube nicht, dass sie dafür Abnehmer finden. eins, zwo Risiko.

    Das ist nicht ganz richtig. Fernwärme in Darmstadt kostet zum Beispiel 13,185 Ct/kWh. Inwieweit bei Wärme eine Verdopplung des Gestehungspreises angebracht ist, kann ich nicht sagen -- das war geschätzt, da könnte aber noch Luft sein?

    Den Methanisierer, da esistieren höchstens Pilotprojekte. Sie wollen Wasserstoff produzieren und dann methanisieren
    Dafür benötigen sie ISO9001, mindestens. Ich denke da haben sie sich verzettelt. Das ist wohl eher etwas für größte Konzerne. Deswegen erspare ich mir mein: eins zwo Risiko.

    Ich stimme Ihnen teilweise zu. Allerdings ist eine 6,5 MW Anlage im Bau. Der Realisierung sollte also nichts grundsätzliches im Wege stehen.

    Aber es ist nicht nur das. Sie haben auch keinerlei Personalkosten angesetzt.
    Gut, im BHKW arbeitet der Bauer. Dem müssen sie aber die Kohle für die kWh schon geben. 1000kw, ich würde sagen wir reden also von ca. 10000qm Gülle. Da wird ein Traktorchen hier fällig, und am ende müssen sie für die Gülle noch Geld bezahlen. Und an dem Punkt lohnt sich das nicht mehr.

    Allein für die Planungsphase benötigen sie Millionen. Mit Bürgerprotesten usw.

    Korrekt -- die Kosten für die Gülle habe ich mit 0 angesetzt, da die Bauern idealerweise Mitglied der Genossenschaft sind. Ich ging von 5000 m³/Jahr aus, da die restliche Zeit die Anlage mit Erdgas aus dem Netz / PowerToGas laufen soll. Wenn durch die Lohnkosten, Kosten für Gülle (abzüglich der Gewinne aus dem Verkauf von Dünger an die Bauern), etc. nochmals 1.000.000 Euro zusammenkommen, erhöht sich der Strompreis bei alleiner Umlage auf diesen um 1,6 ct. Bei 2 Mio Planungskosten 32,5 ct / kWh.
    So ein Modell hat btw. für den Haushalt Vorteile: z.B. man spart sich die eigene Heizungsanlage.

  31. Und dann müssen sie wohl Stromsteuer bezahlen und ihre Endkunden 5ct/kWh EE-Märchenabgabe.
    Wissen sie, ich brauche mir meine Welt nicht schön zu rechnen.

    Wie sieht es mit Versorgungssicherheit aus?
    Risiko setzt sich ja bekanntlich aus Wahrscheinlichkeit und Schadensschwere zusammen.

    Die Abgaben habe ich bereits eingepreist.
    Versorgungssicherheit halte ich für gegeben -- die BHKW sind am Erdgasnetz und redundant vorhanden.

    Ich denke sie halten sie für viel Intelligenter als die, die das bisher taten. Wiso macht niemand soetwas?
    Ich sag es ihnen. Weil die alle total dumm, korrumpiert und was man in ihren Kreisen sonst noch so alles sagt.

    Wissen Sie, ich fände es schöner, wenn Sie sich inhaltlich mit dem Geschriebenen auseinandersetzen, statt auf Allgemeinplätze oder schlimmeres a la Heinz Eng zu verfallen. Ich glaube, dass wir in Zukunft die Art Projekte sehen werden. Bisher war die Technik nicht so weit. Und natürlich sind die Voraussetzungen idealisiert. In dem Modell ist aber auch Luft für Optimierung. Ich betrachte es als Ausblick.

  32. Gut, dann anders herum.

    Wenn sie 6 ct/kWh für die Kosten der Windenergie ansetzen und die in den Methanisierer schicken dann haben wir also 50% (der einfachheit halber) verloren. D.h. 12 ct/kWh.
    So jetzt schicken sie das durch einen Gasmotor. Mit, sind wir großzügig 35%, aber Volllast, und 90% für den Generator. Ergibt gesamt 31%.
    So jetzt kann ich also die 12 ct/kWh nochmal mit 3 multiplizieren, denn durch den Ottomotor verlieren sie wieder 69%.
    Damit sind wir meiner Meineung nach schon bei 36ct/kWh.
    Jetzt stehen sie nur noch in Unterhose da. Sie haben zwar die Windanlage vergütet, aber weder BHKW, noch Methanisierer dürfen etwas kosten. Zudem Ist das Stromnetz nicht bezahlt. EE-Abgabe haben sie nicht geleistet und Stromsteuer haben sie auch noch nicht drin. Ich würde sagen, sie haben Strom für Idealisten gemacht. Die müssen sie jetzt nur noch zwingen auch in Ihrer Stadt zu leben.

  33. Das erinnert mich an einen noch nicht lange zurückliegenden Besuch in einem sogenannten „Bioenergiedorf“. Da haben sich nicht alle Bewohner beteiligt (das ist nie der Fall), einige sind beim Heizöl (!) geblieben. Der überzeugte Bioenergetiker führte uns also seine Anlagen vor, die Biogasanlage (gefüllt natürlich mit Mais der ortsansässigen Landwirte) und einen Holzschnitzelofen. Machte auch alles technisch gesehen einen ganz guten Eindruck. Alles schön genossenschaftlich organisiert. Der Strom kommt zwar nach wie vor aus dem Netz, die Biogasanlage soll aber dieselbe Menge (jedenfalls im Jahresmittel) wieder einspeisen. Mit (Nah-)Wärme werden die beteiligten Haushalte dann von den beiden kleinen Kraftwerken versorgt. Investitionen und laufende Kosten wurden auf alle beteiligten Haushalte umgelegt.

    Nun unterhält man sich ja in so einem Dorf. Und es wurde wohl auch nicht unerheblicher Druck auf die standhafte „Heizöl-Fraktion“ ausgeübt.

    Meine Frage an den Bioenergetiker war dann also folgerichtig: „Wieviel Geld haben Sie denn jetzt gespart gegenüber der konventionellen Lösung?“
    Antwort (ungelogen): „Also, da waren mal ein paar Leute von der Universität hier, die haben uns das mit dem Klimawandel erklärt… “
    Ich wieder: „Nix Klimawandel, wer hat jetzt höhere Energiekosten, Sie oder die, die nicht mitgemacht haben?“
    Er (ungelogen): „aber in der Arktis schmilzt das Eis…“
    Ich wieder: „Haben Sie sich denn mal darüber ausgetauscht, wer mehr bezahlt? Haben Sie das mal kalkuliert? Vor dem Projekt und jetzt, nach Fertigstellung?“
    Er (ungelogen): „Aber die Eisbären…“

    Ich bin ihm dann mehrfach ins Wort gefallen (der Vortrag über den Klimawandel wurde etwas länglich) und habe immer und immer wieder dieselbe Frage gestellt, die Frage nach dem Kostenvergleich. Er wurde immer unruhiger und immer nervöser und ist tatsächlich mit keinem einzigen Wort auf diese Frage eingegangen. Ich habs dann aufgegeben (ich war ja nicht allein) und wurde von ihm fortan wie Luft behandelt. Er fand mich wohl etwas unverschämt und frech.

  34. Die 6ct/kWh für Windenergie stammen aus:
    http://www.messerschmid-energiesysteme.de/strom-einspeiseverguetung.php
    Also 5Jahre 9ct und dann 15J 5ct.

    Bei PV sieht es dann noch düsterer aus.

    11,00ct/kWh Einspeisevergütung fürs BHKW nach eeg. Ich vermute, das ist gerade so rentabel. Das mit dem BHKW könnte ich mir irgendwo vielleicht noch vorstellen, aber nur in kleinem Maßstab „unter Freunden“. Aber für den Markt werden sie da auch nicht gefährlich. Das ist dann immer noch eine Menge arbeit.

  35. @H2 -- und mit Autarkie hat ihr Projekt aber mal garnix zu tun, es existiert ja immer noch ein Kabel zu bösen oberkapitalistischen öffentlichen Netz, also fallen auch Netzentgelte an.
    Und bei ihrem Projekt braucht man doch mindestens 6 Arbeitskräfte. Und die dürfen keine Doofies sein, um bei dem Kuddelmuddel noch durchzusehen.

    Fazit : nö, danke, Erdgas aus der Leitung ist mit 7 Cent pro kwh unschlagbar -- und es sollte eigentlich demnächst noch viel billiger werden. Erdgaspreis USA so etwa 1-2 Cent pro kwh frei Haus.

  36. Wie sieht denn die In Infrastruktur ihres Musterdorfs aus?
    500 Haushalte alle genossenschaftlich organisiert mit 100% Vollbeschäftigung im öffentlich-rechtlichen Beamtentum?

    Insgesamt gibt es also 22.850.000 Euro zu investieren.

    Für 500 Haushalte sind das ohne Wartung, Steuern und die will der Staat haben sonst können Sie ihre Beamten nicht bezahlen, 45.700,00 bar und in Landeswährung erstmal zu berappen.
    Kein Pappenstiel aber die fröhlichen Beamten in ihrem Musterdorf haben es ja, bei der jetzigen Finanzmisere und Nullzinspolitik ist es ja auch besser den Mammon zu verjuxen.
    Ich gehe mal davon aus das dieses Musterdorf mit seinen 500 Kommunen in einem rechtlich freien Raum steht und weder Baugenehmigung noch sonstiger Firlefanz nötig sind, ach ja bauen tut sich das auch von allein, inklusive Einhausung und Dämmung des Redux-Flox Akku.
    Um wenigstens noch etwas bei der Ökonomie zu bleiben sollte die glücklichen Mustermanns in ihrer glücklichen Musteransiedlung auch sofort nach dem Aufbringen der Investition Rücklagen zu bilden. 20 Jahre sind schnell um und dann heißt es erneut die Börse zu zücken in der Hoffnung das der nicht mehr vorhandene Markt die Preise stabil hält.

  37. Ein guter Beitrag,, H2 :-)

    Jedoch:
    Die Kosten für Zinsen und Wartung/Ersatz wurden zu niedrig angesetzt:
    Die WKA beispielsweise wird im Mittel allein 3% des Anschaffungspreises jährlich an Wartungskosten versChlingen Das sind 2,7 Millionen, die bei den 7, 5 Millionen noch drauf müssen.

    Nach einer Studie von 1997 und 2001 liegen die Instandhaltungskosten im ersten Betriebsjahr bei rund 0,3 % der Kosten für die Anlage und wachsen danach im Schnitt um 0,3 % pro Jahr.
    http://www.wind-energie.de/infocenter/technik/betrieb/wartung-und-instandhaltung

    Auch die PV-Anlage ist deutlich zu knapp berechnet, be 1% Wartungskosten pro Jahr kostet sie 1,2 Millionen
    Die Motoren der Blockheizkraftwerke halten keine 20 Jahre etc.
    Die Investitionskosten sind also deutlich zu niedrig angesetzt bzw. es wurden die laufenden Betriebs- und Wartungskosten nicht angemessen berücksichtigt.

    Weitere Kosten, die meiner Ansicht nach nicht berücksichtigt wurden:

    Es fehlen völlig die Gehälter für die Mitarbeiter die Methanisierung, Batterie, Netz, Wärmenetz, Holzeinschlag, Holzschnitzler bedienen und pflegen. Da wären wohl ein leitender Ingenieur, zwei Verwaltungskräfte und >10 Facharbeiter anzusetzen. Bei so einer komplexen Anlage muss ja rund um die Uhr jemand da sein und an sich rechnet man für eine einzigen Konti-Arbeitsplatz 5 Beschäftigte.
    Macht ca. 1,2 Millionen pro Person in 20 Jahren.
    Gerade bei einem Stromnetz sind die Instandhaltungskosten sehr hoch aber man muss natürlich sagen dass ein Großteil entweder als ‚Netzkosten‘ aufgeschlagen werden müsste oder in die Gehälter fliesst.
    Leider sind die Daten auch etwas unvollständig, so fehlt eine Angabe über die konkrete Leistung der Biogasanlage.
    Aber im Großen und ganzen ist das, wenn man von den Gehältern absieht, zwar alles extrem knapp und blauäugig kalkuliert, doch nicht falsch.
    Ich denke, wenn man einen entsprechenden Aufschlag von 30% auf die Anschaffungskosten macht und dann noch die Gehälter draufrechnet, könnte es halbwegs realistisch hinkommen, auch wenn dann immer noch einige Mondzahlen drin sind, wie z.B. die 1000 €/kW Anlagenkosten für die Methanisierung. momentan kosten die noch 5-stellig. Auch der Wirkungsgrad von 40 ist viel zu optimistisch.
    Aber wollen wir darüber nicht streiten.
    So etwa 50 cent/kWh wären wohl machbar.
    Im Vergleich zu der Solarlösung günstig, aber natürlich nicht so prickelnd, sprich: Viel zu teuer.

    Das tatsächliche Problem eines Upscale auf das ganze Land liegt natürlich darin, dass sowohl Biogas als auch Holz dann praktisch völlig wegfallen, weil es einfach viel zu wenig landwirtschaftliche Fläche und viel zu wenig Wald gibt, um das zu verallgemeinern.
    Das klappt also vielleicht bei einem Dorf im Bayerischen Wald, aber schon für Städte wird’s nichts.
    Insbesonders lassen sich so Großverbraucher auf gar keinen Fall befriedigen, von den existenzvernichtencden Kosten mal ganz abgesehen.
    Da bräuchten wir also ein 2-Klassen-Netz: die Privatverbraucher zahlen (Mit den zusätzlichen Netzkosten etc) so 60 -- 70 Cent/kWh, die Industrie wird weiter aus konventionellen Anlagen bedient?

    Könnten Sie verlinken, wo Sie die Zahlen her haben?

  38. @H2
    Ähm, BHKW……..ick hab heute keine Lust mehr, ick zerleg Dich morgen in Deine Einzelteile………denn ick fahre selbstpersönlich eine ökologisch wertvolle KWK-Anlage, und mit der gesammelten Erfahrung steck ich Dich als Energiewende-Kriegsgewinnler dermassen in die Tasche, das Dir hören und sehen vergeht.

    Im Gegensatz zum Tom, den fanatischen Ideologen, bist Du finanziell an der Energiewende beteiligt und versuchst dessen Fahne hochzuhalten, is nur noch die Frage ob Du bei Juwi oder einer anderen Firma beschäftigt bist.,
    Immer dran denken, Onkel Heinz hat den siebenten Sinn………und Allgemeinplätze nutze ich vor allem um den stillen Leser Analogien aufzuzeigen, die er/sie aus beruflichen Gründen garnet kennen kann.

    Wer diesen Blog betritt, sollte schon verdammt viel Ahnung haben…….bisher ham wa noch jeden Einzelnen dort hingeschickt, wo er herkam………..zu seinem Arbeitgeber oder Lobbyistenverein.
    Du hast Glück, dat ick inzwischen lieber mein Wochenende genieße und mich ausruhe für meinen Job als Energieversorger…………derzeit ham wa nämlich minus 10 Grad hier im Osten, da gibbet wichtigers als uns mit Lobbyisten zu beschäftigen.
    Als Energieerzeuger ist es nämlich unsere Aufgabe und auch unsere Berufsehre…..die Bevölkerung unterbrechungsfrei mit Strom, Gas und Wärme zu versorgen.
    Wie gesagt…….Dein Gelaber klingt zwar intelligent, ist aber auch nur Geschwafel, um eure Industrie noch ne Weile am Leben zu erhalten.

    Onkel Heinz……..liebt es, Dummschwätzer in die Tonne zu kloppen

  39. @ H2 #23

    Dann wollen wir mal rechnen.

    90% müssen methanisiert werden. 40% beträgt der Wirkungsgrad nach der Wiederverstromung im BHKW. Somit stehen noch rd. 48.000.000 kWh zur Verfügung. Die Biogasanlage erzeugt rund die Hälfte des von ihr benötigten Gases. So werden noch einmal 70.380.000 kWh erzeugt.

    Das bedeutet Ihre beiden BHKW produzieren 118380000 kWh Strom pro Jahr. Bei einer Auslastung von 7000h benötigen Sie also eine Leistung von 17.000 kW. Das würde die Kosten Ihrer Stromgestehungsanlage von den von Ihnen veranschlagten 1.920.000 Euro. auf 16.320.000 steigen.

    Es soll pro Jahr davon 70.380.000 kWh aus Biogas hergestellt werden. Das wäre eine Anlage mit einer Leistung von 10.000 kW bei 7000 Stunden. Woher Sie so viel Gülle für den Betrieb nehmen wollen ist mir ein Rätsel. Wenn wir davon ausgehen, dass Sie Energiepflanzen anbauen und „vergasen“ würden, bräuchten Sie hierfür eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 5.000 ha.

    Allerdings kommen Sie da nicht mehr mit der Investition von 1.280.000 Euro für die Biogasanlage hin. Dafür bekommen Sie nur eine 100kW Anlage. Eine 500 kW Anlage kostet € 2,2 bis 2,5 Mio. (ohne Verzinsung) davon bräuchten sie 20 Stück. Das wären also mal schlappe 50 Mio. Euro (ohne Verzinsung) für die Biogasanlagen.

    Damit hätten sich die von Ihnen veranschlagten Kosten von 21.493.333 Euro mal eben gut vervierfacht. Und damit auch der Preis pro kWh.

  40. #23

    -- Die 500 kWp PV Anlage kostet 600.000 Euro, nach Berücksichtigung von Wartung, etc auf 20 Jahre gerechnet 960.000 Euro. Sie hält 25 Jahre und erzeugt pro Jahr im Durchschnitt 437.500 kWh Strom.

    -- 25jahre sind wohl sehr optimistisch 😉

    -- Die Windkraftanlage kostet 4.500.000 Euro, nach Berücksichtigung von Wartung, etc. 7.200.000 €. Die hält 20 Jahre und erzeugt in dieser Zeit 7.200.000 kWh Strom.

    20jahre? im wahren leben ist die lebensdauer doch geringer 😉

    -- Der 3 MW Methanisierer schlägt mit 3.000.000 / 4.800.000 Euro zu buche. Er hält 20 Jahre bevor er erneuert wird.

    20jahre? sehr optimistisch 😉

    -- Die Biogasanlage kostet 800.000 / 1.280.000 Euro und kann 20 Jahre genutzt werden.

    wie groß ist die biogasanlage? klingt nach einer 0,5MW (elektrisch) anlage?

    -- Der Erdgasnetzbetreiber erhält für jede eingespeist und wieder entnommene kWh 0,02 Euro.

    sicher, das damit die durchschnittlichen fixkosten des gasnetzbetreibers gedeckt sind? eher nicht 😉

    Insgesamt erzeugen die PV-Anlage und die Windkraftanlage ca. 133.750.000 kWh. Davon nehmen wir an, können 10% direkt verbraucht werden, also ca. 13.375.000 kWh. 90% müssen methanisiert werden. 40% beträgt der Wirkungsgrad nach der Wiederverstromung im BHKW.

    40% wirkungsgrad bei verstromung in einem bhkw? oO
    können sie das vorrechnen?
    in echt liegt der wirkungsgrad dieser prozesskette wohl eher im bereich von <20% (bezogen auf den elekrischen output, wie haben sie die äquvivalente leistung [umrechnung kW_thermisch in kW_elektrisch] bestimmt?)

    Die Biogasanlage erzeugt rund die Hälfte des von ihr benötigten Gases. So werden noch einmal 70.380.000 kWh erzeugt.

    liegt hier ein schreibfehler vor? oder wer erzeugt die andere hälfte des benötigten gases 😀

    Der Verkauf des Stroms an der Börse mindet den Strompreis mit ca. 2,7 ct pro kWh,

    warum?

    so daß die Bürger unseres Musterdorfes rund 29,3 ct / kWh zahlen müssen. Und das für die nächsten 20 Jahre.

    sehr optimistisch!
    wo bleibt wartung und instandhaltung, personal, versicherungen, haftung und co?

    Und weil bei der Produktion des Stromes auch noch Wärme anfällt, richten die Musterdörfler ein 20km langes Nahwärmenetz für 4.000.000 / 6.400.000 Euro ein. Dazu noch ein 10.000 Kubikmeter großer Wärmespeicher,

    so, wie sie ihr system beschrieben haben, ist dieses stromgeführt. sicher, dass da 10km³ wärmespeicher ausreichen?

    Um auch im Winter die Wohnungen warum zu bekommen wird ein Holzschnitthackselkraftwerk vorgehalten, welches 500.000 / 800.000 Euro kostet. Für alle drei Anlegen wird eine Laufzeit von 20 Jahren gerechnet.

    wo sind die brennstoffkosten berücksichtigt? und wartung, instabdhaltung und co?

    ***
    #30

    Ich gehe in dem Modell davon aus, dass die Leute freiwillig mitmachen.

    daran ist auch schon der real existierende sozialismus gescheitert 😀

    Fernwärme in Darmstadt kostet zum Beispiel 13,185 Ct/kWh. Inwieweit bei Wärme eine Verdopplung des Gestehungspreises angebracht ist, kann ich nicht sagen — das war geschätzt, da könnte aber noch Luft sein?

    wieviele haushalte werden in darmstadt mit fernwärme versorgt und wieviel in ihrer 500 seelen modellgemeinde? und sie glauben, das sie <13cent/kWh erzeugen können? *lach*

    Allerdings ist eine 6,5 MW Anlage im Bau. Der Realisierung sollte also nichts grundsätzliches im Wege stehen.

    der realisierung sicher nicht, aber den kosten!

    Korrekt — die Kosten für die Gülle habe ich mit 0 angesetzt, da die Bauern idealerweise Mitglied der Genossenschaft sind.

    öhm, real existiernder sozialismus…

    bei uns konnte man selbst erzeugte waren am HO-wareneingang verkaufen und diese in der HO für einen bruchteil des preises zurück kaufen… und dies wurde auch praktiziert 😉

    Ich ging von 5000 m³/Jahr aus, da die restliche Zeit die Anlage mit Erdgas aus dem Netz / PowerToGas laufen soll.

    und dann wollen sie die biogasanlage die restliche zeit mit erdgas betreiben? oO wie das?
    oder meinten sie den gasmotor? ok, auch eine lösung, aber den betreiben sie den biogasreaktor nur noch 4000h im jahr. wurde dies in ihrer kostenabschätzung berücksichtigt? eher nicht 😉

    ***

    dies sind erst mal meine ersten gedanken, nachdem ich mir ihr bsp durchgelesen hab. ihre zahlen wurden dabei nicht nachgerechnet.

    grundsätzlich finde ich ihren ansatz super, ein system, basierend auf NIE, im groben kostentechnisch abzuschätzen. meine empfehlung ist jedoch, sie fangen mit einem einfachen modell an (wie zb tritium) und bauen dieses scjritt für schritt aus.

    nach derzeitigem stand würde ich jedoch haus und hof verwetten, das sie die endkosten bei weitem unterschätzen.

    ps: falls jetzt jemand wetten will, ich hab weder haus noch hof 😛

  41. @40

    10km³ = 10 kilo m³ = 10.000 m³ 😀

  42. @ H2:

    Haben Sie übrigens mal eine Gegenrechnung gemacht, die mit konventionelle Energiequellen rechnet?

    Ich meine damit:
    1. Möglichste Verwertung des biogenen Überschusses in einem Dorf, also kein Maisanbau fürs Gas, aberd ei Gülle vom Schweinemastbetrieb und das, was der Gemeinedewald so als Brennholz hergibt, vielleicht auch die Späne vom lokalen Sägewerk und Stroh
    (Bei der Wärmeversorgung müssen Sie übrigens berücksichtigen dass in den Dörfern oft noch mit Holz geheizt wird, das selbst aus dem Wald geholt wird, das kostet ’nichts‘, sagen ihnen die Bauern wenn Sie denen Fernwärme verkaufen wollen und den Preis können Sie nicht unterbieten 😉 )
    2. Ergänzend Erdgas?

    Dann wäre doch der Maschinenpark viel einfacher:
    1 Biogasanlage
    1 BHKW das das Biogas und bei Bedarf Erdgas zuheizt
    1 Holzhäckselkessel
    Und für’s Netz einen Vertrag mit dem Überlandwerk, dass die das warten und vermieten und vielleicht im Notfall auch mal über die ‚Notstromleitung‘ liefern.

    Das würde ENORM an Personal sparen und auch an laufenden Kosten und auch an solchen Sachen wie Ersatz-BHKW.
    Ich könnte mir vorstellen, dass das sich vielleicht sogar rechnen könnte -- allerdings nicht, so lange es ein EEG gibt, denn der Bauer müsste ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er die Subventionen nicht mitnehmen würde, die da winken, wenn er seine Gülle verstromt.

  43. #38
    ey heinz, ni so grummelig…

    h2 hat sich doch gedanken gemacht und diese zur diskussion gestellt :)

    also wenn du ihn in die tasche stecken willst, dann nimm dir ein bsp an deinen alten artikeln und werf im fakten und zahlen um die ohren. und das zivilisiert formuliert.
    lässt sich besser lesen, macht mehr spass und, vor allem, ich kann noch was lernen 😛

    gruß micha

  44. Ich bin der Überzeugung, dass es uns billiger kommt, wenn wir den Strom bei den Nachbarn kaufen. Das ist doch bei den Tomaten schon seit Jahrzehnten so.

    Egel woher er kommt, bei sachgemäßer Verwendung riecht er nicht.

  45. @ Rudolf Kipp # 39

    UPS!
    Wenn man nicht alles nachrechnet….
    Ich hab‘ nur PV und Wind angeschaut und die waren noch so halbwegs und dann hab‘ ich mal geglaubt. Sollte man wirklich nicht machen.

    Trotzdem, muss ich mal sagen:
    Ich finde, H2 hat zumindest versucht, einen konstruktiven Beitrag zu schreiben, es war wohl keine Absicht, dass er sich vertan hat. So was kommt vor und mit solchen Kontrahenten red‘ ich dann auch immer noch gerne (obwohl mir ja sonst durchaus der Gaul durchgehen kann).
    Also, H2, lass uns doch einfach mal weiter diskutieren, ob es nicht doch einen Ausweg gibt, der zumindest eine vernünftige Teillösung darstellt. Ich denke, da muss einfach abgespeckt werden, weil so eine High-tech-Anlage mit so vielen komplexen Komponenten einfach nicht in ein Dorf passt.

  46. @Micha
    Dat war eine Vorankündigung…….heut hab ick keine Lust mit Zahlen zu operieren.
    Lesbar?
    Ick bin bekannt dafür, das man bei meinen Texten ein gewissen Mass an „Selberdenk“ benötigt, dat trennt dann auch die Spreu vom Weizen, wenn de weeeßt, wat ick meine.

    Ach übrigens…H2 zitiert nur…..und kann zufällig sogar mit den Taschenrechner umgehen…….wat man auch sollte, wenn man unbedarften Gemeindevertretern völlig überteuerte Anlagen uffquatschen will, ick seh da nix von Ahnung…..nur einen guten Verkäufer.
    Na egal…..den Jungen nehm ick mir Montag zur Brust…ick hab gerade mein Taschenrechner verlegt, sry.
    Gruß……Onkel Heinz, der Böse

  47. Hzwooe wo sind sie?

  48. och mann jetzt isser weg.

  49. #38
    öhm heinz, hast ni ma paar pi x daumen zahlen was bhkw angeht, für #45?

    das ergebnis würde mich schon mal interessieren

  50. #46

    Lesbar?

    damit mein ich das:

    ick zerleg Dich morgen in Deine Einzelteile………

    😉

    Ick bin bekannt dafür, das man bei meinen Texten ein gewissen Mass an “Selberdenk” benötigt, dat trennt dann auch die Spreu vom Weizen, wenn de weeeßt, wat ick meine.

    ni blubbern sondern schreiben 😀
    *duckundrenn*

    Ach übrigens…H2 zitiert nur…..und kann zufällig sogar mit den Taschenrechner umgehen…….

    kann er ni 😉
    aber das könnte hier im ergebnis doch recht interessant werden…

  51. @ Tritium #45

    Trotzdem, muss ich mal sagen:
    Ich finde, H2 hat zumindest versucht, einen konstruktiven Beitrag zu schreiben, es war wohl keine Absicht, daß er sich vertan hat.

    Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich bin das erste mal stuzig geworden als ich gesehen habe, daß grob die Hälfte des Stroms aus Biogas der andere große Teil aus Windgas-Strom bestand. Wenn diese hypothetische Erzeugergemeinde es schaffen sollte, den Strom für 5 Cent zu verkaufen und dabei in etwa kostendeckend wäre, dann müßte der ganze Rest der Branche wohl einiges ganz falsch machen.

  52. @Micha….
    Ähm, wir sollten erstmal klären ob die BHKW wärmegeführt fahren…….oder als schnöde Stromerzeuger.
    Bei guter Wartung und entsprechender Wärmeabnahme können die Dinger logger 8.000 h im Jahr aufbringen….aber….aller 1.200-1.500 Betriebsstunden is Wartung dran……Ölwechsel, Ventile nachstellen, Luftfilter wechseln……..Zylinderköppe wechseln….u.v.m.
    Ausserdem…..sind die Dinger im MW Bereich verdammt empfindlich bei Über/Unterspannung……und knallen rigoros raus.
    Du kannst die Dinger bis zu 45.000 Betriebsstunden fahren…..und dann geht es ab zur GR…….Ausbau, ab zum Hersteller und nach 2 Monaten haste se wieder…..und kannste se noch zirka 30.000 Bh weiter fahren…wobei sich die Wartungszyklen stark verkürzen.
    Ähh, mein Fall schildert den Betrieb mit sauberen Erdgas…….bei Biogas siehts schon mal finsterer aus……ick hab Ventile gesehen, da bleibt Dir die Spucke weg.

    Fazit…..man muss aus Gründen der Versorgungssicherheit grundsätzlich ZWEI BHKW vorsehen, wenn man wirklich Inselbetrieb fahren will, ansonsten wirds finster.

    Die Viecher sind schlimmer als ne Frau…….ein blödes Wort und schon streiken se.
    Onkel Heinz…….ähmm, bitte den Frauenvergleich nich so ernst nehmen

  53. @ Heinz.
    Mich würde interessieren, wie du als Insider die Personalkosten, zumindest für die E-Komponenten, beim H2-System abschätzt.
    Also Netz für 500 arme Seelen, Bereitschaftsdienst, BHKW + Wärmenetz, Batterieanlage in MW-Größenordnung…

  54. @Lieber Micha
    Ick hatte extra gesagt, am Wochenende mag ich keine Zahlen und Öko-Lobbyisten schon garnet.

    Uff Arbeit hab ick ne Studie rumliegen für eine Biogasanlage die 490 m3/h Biomethan einspeisen soll…..kostet schlappe 11 Mille und ist verdammt personalintensiv……..und brauch, um wirtschaftlich zu arbeiten, Lieferanten im Umkreis von 26 km.

    Bähh, blöd wenn die Bauern lieber dat Zeuch für Biosprit oder eigene Anlagen anpflanzen……so das die 50.000 Tonnen Mais einfach nicht zusammengekommen sind. Ach übrigens, wir hatten auch über einen Tiefen-Wärmespeicher nachgedacht…..nur leider hätten wir die harte Gesteinsschicht per Säure aufknacken müssen (Porösität)…..wat ja bei Shale-Gas janz böse ist…..und dann weißte nicht, wat dat Wasser am Ende für Dreck mitschleppt, wat dann Deine Wärmetauscher verdreckt.
    Glaub mir, als Versorger ham wa alle realistischen Alternativen untersuchen lassen…..Fazit….keine lässt sich auch nur ansatzweise wirtschaftlich darstellen.
    Deshalb gehen mir diese selbsternannten Ökos und Energiewendefuzzis auch so uff´n Sack.

    So, dat wars für heute…..ick geh ins Bett.
    H.E.

  55. #52 & 54

    du hättest ja einfach ni antworten brauchen 😀
    und ich hatte dich auch so verstanden, das du heut ni mehr willst…

    ansonsten gings mir, wie tritium in #53 ansprach, um spezifische kosten. auch wenns ni so da stand^^

    lg
    micha

  56. @Tritium
    Ok, janz kurz noch…….für Bereitschaft brauchste 4 Leute, det gibt nämlich ein Arbeitszeitgesetz und solchs Zeuch.
    BHKW……verdammt Störungsanfällig……bei mir sind dat zirka 150 Störungen im Jahr…..vom schnöden Kerzenwechsel bis hin zur verschmorten Elektronik oder übermäßige Aussentemperaturen.
    Ein Nahwärmesystem bedingt eine Rohrnetzüberwachung…….Pumpen, eine Druckhaltung und jede Menge überwachungspflichtige Anlagen…..TÜV, Landesumweltamt, untere Wasserbehörde, Amt für Arbeitsschutz……u.v.m……die Kosten sind enorm, die Bürokratie noch enormer…..und Behörden unerbittlich.
    Aus einsichtigen Gründen darf ick Dir leider nicht die monatliche Wartungspauschale nenne, die unsere Wartungsfirma in Rechnung stellt……..aber einen Mittelklassewagen bekommste schon mal alle 2 Monate dafür.

    PS. Nutze meinen Kontakt-Thread und wir können uns mal unter 3-4 Augen austauschen.
    MfG
    Heinz Eng

  57. @Tritium: Danke. Ich will ja nicht immer das Milchmädchen für Sie sein 😉

    So, ich habe mir die Rückmeldungen angeschaut und einen „kleinen“ Rechenfehler bei mir gefunden (der sich allerdings günstig auswirkt.

    In Anbetracht der Uhrzeit, möchte ich mich kurzfassen, man sehe es mir nach. Morgen führe ich gerne genauer aus.
    Ich habe die Wartung / Zinsen erhöht.

    Kosten Stromnetz: 2.000.000 + 3% der Anschaffungskosten für NK (Wartung, Versicherung) und 2% für Zinsen: 4 Mio
    Kosten PV Anlage (1000 kWp): 1,2 Mio + 3% der Anschaffungskosten für NK (Wartung, Versicherung) und 2% für Zinsen: 2,4 Mio
    Kosten WKA: 4.500.000 + 3% der Anschaffungskosten für NK (Wartung, Versicherung) und 2% für Zinsen: 9 Mio
    Kosten Erdgasspeichernutzung: 3 ct pro kWh (angepasst für Michael).
    Kosten Methanisierung (hochgesetzt auf 1500€ pro kWel): 4,5 Mio + 5% -> 9 Mio
    Kosten Biogasanlage (inkl. Wartung & Maschinenbesch.; exkl. Substratkosten): 800k + 20*350k -> 7,8 Mio
    Kosten BHKW (2000 kWel, 20 Jahre Laufzeit, Austauschmotor nach 10 Jahren): 1,8 MIo + 20*60k -> 3 Mio
    Kosten Batterie (2500 kWh, 700€ pro kWh): 1,75 Mio + 5% p.a. -> 3,5 Mio
    Backup BHKW (2000 kWel, 20 Jahre Laufzeit, kein Austauschmotor): 1,8 Mio + 20*20k -> 2,2 Mio
    Lohnkosten: 200k p.a -> 4 Mio

    Gesamtstrommenge PV: 17,5 Mio kWh
    Gesamtstrommenge WKA: 125 Mio kWh

    Direktverbrauch: 11%
    PowerToGas: 89%

    Wirkungsgrad Methanisierung: 0,7 (ohne Rückverstromung)

    Erzeugte kWh aus BHKW: 312,8 Mio kWh in 20 Jahren + 11% Direktverbrauch (Resultat aus 7% Jahresverfügbarkeit von PV und 12% für WKA) 15,675 Mio -> 328,475 Mio

    Berechnung Preis / kWh: Summe Investionen: 44,9 Mio
    Summe kWh: 328,475
    Vor Steuer: 21,34 ct / kWh
    Nach Steuer: 40,27 ct/ kWh
    Entfall Netzentgelt: 34,27 ct/kWh
    Erlös aus Stromverkauf: 5ct / kWh von (312,8 Mio kWh -- DIrektverbrauch -- (Verbrauch der Haushalte -- Direktverbrauch)): 3,52 ct / kWh

    Endpreis kWh: 30,75 ct/kWh

    Man könnte noch prüfen, ob der Verkauf an Firmen / andere Verbraucher mehr bringt als der Verkauf an der Börse. Der Preis stellt für mich die Untergrenze dessen dar, was man erzielen kann. Mit dem Mehrerlös durch höheren Preis kommen sicherlich auch höhere Kosten.

    Gute Nacht zusammen.

  58. @H2 #54
    Aus den 89% WKA und PV Strom erhalten Sie nach Gasumwandlung und Rückverstromung 50 Mio. kWh el. Woher soll das Gas für die anderen gut 250 Mio. kWh kommen, die Sie in demBHKW erzeugen wollen? Aus einer 100 kW Biogasanlage? Mehr bekommen Sie nämlich für die veranschlagten 800.000 € nicht. Für die veranschlagte Menge brauchen Sie in etwa die 15fache Kapazität.

  59. Tritium,
    sehr schöne Arbeit, aber reicht Wissen noch gegen Glauben?

    Ein Bekannter fragte mich nach einer ihm angebotenen Solarthermieanlage für 8000€. Ich erklärte ihm, dass es Unsinn ist. Er brauche ca. nur 20% seines Gasverbrauchs für Warmwasser, also kostet es ihm nur ca200-250€ pa. Ich sagte zu ihm, du siehst dein Geld nie wieder. Die Kiste erlebt die 32 bis 40 Jahre nicht, in der sie sich amortisieren soll. Außerdem dauert es länger und er werde die Gaseisparung praktisch nicht wahrnehmen.
    Heute erfuhr ich, er hat unterschrieben “ man müsse schließlich was tun“, bald gäbe es kein Gas und Öl mehr .
    Ich hielt einfach meine Fresse, und sagte nichts, er glaubt fest daran, wie an den Weihnachtsmann.Kinder sollte man nicht enttäuschen-

    Andere glauben auch, das ist nicht aufzuhalten, der Konkurs kommt zu spät:

    H2 ist bestimmt aus Thüringen, da soll sowas gebaut werden. Bisher gibt es kaum Zahlen aber die Finanzierung steht 😉

    Dreh- und Angelpunkt des Vorhabens sind die sechs bis acht Windanlagen am Seimberg mit einer Leistung von 50 Megawatt, die spielend ausreichen würden, um beide Kommunen mit Strom zu versorgen. Überschüssige Energie würde als synthetisches Gas im Netz der Werraenergie geplant. Außerdem würden Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke installiert und Biomasse (Holz und Gras) zur Energiegewinnung genutzt. Wasserkraft, Geothermie und andere Energiequellen werden geprüft. Der Strom wird zur Eigenversorgung genutzt, Nicht benötigte Überschüsse werden verkauft.

    Für die aktuelle Landesregierung hat er nicht viel übrig. Die Ministerpräsidentin habe sich für regionale Energiekreisläufe ausgesprochen. „Aber es wird nichts umgesetzt“, klagte er. Nun nimmt er die Sache selbst in die Hand. Bis 2019 soll in einer Heimatregion die Energiewende vollzogen sein.

    Menschen mit einer Idee gelten als Spinner, bis sich ihre Idee durchgesetzt hat, zitierte er zum Schluss Mark Twain. Und fuhr fort: „So fühle ich mich im Moment auch.“ Worauf ihm Linke-Fraktionschef Ramelow antwortete: „Lieber Herr Trautvetter, willkommen im Kreis der Spinner.“ Einen Aufnahmeantrag bekam er nicht. Wohl aber das Energie-Programm der Linken. Im knallroten Einband.

    Mit Photovoltaikanlagen oder Windrädern erzeugter und zeitweise nicht benötigter Strom würde per Elektrolyse in synthetisches Gas umgewandelt und ins Rohrnetz eingespeist. Zwei Verfahren sind bei dem „Power to Gas“ möglich. Neben Strom muss auch etwas Wasser vorhanden sein. Der dabei abgespaltene Sauerstoff könnte einfach in die Umwelt entweichen -- ein paar zusätzliche Moleküle davon schaden der Luft nicht. Der Wasserstoff würde ins Netz eingespeist -- wobei eine bestimmte Konzentration nicht überschritten werden darf. Aber es geht noch feiner. Wird Kohlendioxid zugesetzt, kann Methangas gewonnen werden, ein Top-Brennstoff mit Gasqualität. „Aber das ist noch Zukunftsmusik. Die Versuche in der Bundesrepublik laufen, es geht voran“, räumte Nager ein. Floh-Seligenthal und Brotterode-Trusetal würden kein Labor für eine große Anlage. Das Gas werde wohl an mehreren Stellen ins Netz eingespeist, bei Bedarf wieder entnommen. „So sehe ich das auch“, sagte Andreas Trautvetter, Gemeinderat und ein Spiritus Rector des Projektes. „Kleinere Anlagen, mehrere Einleitstellen wo das Netz liegt. Also in Brotterode, Seligenthal oder Trusetal. Da muss man sich verständigen.“ Sein Parteifreund, der CDU-Umweltminister Peter Altmaier, setzt auf Power to Gas.

  60. 59

    8000€ für eine Solarthermieanlage, pahh, die haben ja einen an der Waffel.
    Naja, Montage, Rohrinstallation alles pikfein, dann kostet es da eben.

    Ich überlege, ob ich mir sowas selber baue. Ein paar alte Heizkörper aufs Dach, dann im Winter einfach das Wasser ablassen. Sagen wir 6qm, 50 Stunden Arbeit und 250 € Investitionen. Zugegeben, Werkzeug muss ich keines mehr kaufen.

  61. @ netseal # 60

    Willst unter die Legionellenzüchter gehen?

    Ist nicht spaßig gemeint. Wenn so eine Anlage nicht ab und zu mindestens 70°C schafft -- in jedem Winkel! -- kann es gefährlich werden. Also gut planen!

  62. Klasse Artikel, Tritium! Jeder der seinen Verstand einigermaßen beieinander hat, sollte deine Rechnungen nachvollziehen können. Ideologisch verbrämte werden allerdings weiterhin auf Wunschdenken setzen und die Karre gegen die Wand fahren. Kostze es was es wolle. Und davon gibt es eine ganze Menge, siehe gestrige Wahl in Niedersachsen.

    Gruß
    karl.s

  63. @Tritium

    Ich führe ja nicht das Brauchwasser durch die Heizkörper sondern Heizungswasser.
    Zu den Legionellen gibt es ein Siemens-Papier über Wasserversogungsanlagen. Darin empfahlen sie einmal wöchentliches Aufheizen auf 60°C.

  64. #33. Peter Heller

    Ich bin ihm dann mehrfach ins Wort gefallen (der Vortrag über den Klimawandel wurde etwas länglich) und habe immer und immer wieder dieselbe Frage gestellt, die Frage nach dem Kostenvergleich. Er wurde immer unruhiger und immer nervöser und ist tatsächlich mit keinem einzigen Wort auf diese Frage eingegangen. Ich habs dann aufgegeben (ich war ja nicht allein) und wurde von ihm fortan wie Luft behandelt. Er fand mich wohl etwas unverschämt und frech.

    Guten Morgen Herr Heller,

    ja, ja, die Wahrheit ist manchmal schmerzlich und wird daher von unseren Ökogläubigen auch nicht gern gehört. Könnte ja doch noch das eigene seligmachende Weltbild ins Wanken geraten 😉

    karl.s

  65. @Tritium
    Die gute Nachricht zuerst……ick hab keine groben logischen und rechnerischen Fehler in Deinen Artikel gefunden.
    Jut, über Preise der einzelnen Komponenten kann man eventuell noch streiten aber alles in allem recht ordentlich geworden, Dein Artikel.

    @H2
    Dein 500 Seelendorf hat im Bezug zum Artikel ersteinmal ein groben Fehler, denn es ist nicht Energieautark.
    Tritiums Beispiel des Selbstversorgers geht aber von einem abgeklemmten Versorgungskabel aus…….so das Deine Milchmädchenrechnung leider das Thema völlig verfehlt hat.
    Dein 500 Seelendorf ist praktisch „Schmarotzer“ und hält sich die Möglichkeit offen, wenns schief geht trotzdem aus den öffentlichen Stromnetz und Gasnetz Energie zu beziehen.
    Wenn Du wirklich ein autarkes Dorf haben möchtest, dann solltest Du nochmals durchrechnen und dabei keinerlei Strom/Gasexport als Preismindernd anrechnen und dat Dorf auch hypothetisch von der 20 kV Stichleitung abklemmen.
    Ansonsten sind bei Deinen Annahmen, die Du Dir als Infos aus den Netz gesucht hast, gelegentlich falsch oder unterschlagen weitere Kosten, die im Betrieb anfallen.
    So, wenn Du das tatsächlich hinbekommen hast, guck ick mir das nochmal an und werde Dich neuerlich bewerten.
    Eins ist jedenfalls Fakt…….von Energieversorgung haste nicht die geringste Ahnung.
    H.E.

  66. @netseal
    Sorry, Du bist mit den Legionellen leider auf dem Holzweg.

    Für die Errichtung und den Betrieb von Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungsanlagen gilt das DVGW-Arbeitsblatt W 551 über die „Technischen Maßnahmen zur Verringerung des Legionellenwachstums“ vom April 2004. Danach muss am Austritt von Warmwassererzeugungsanlagen ständig eine Temperatur von mindestens 60 °C gehalten werden. Bei Anlagen mit Zirkulationsleitungen darf die Warmwassertemperatur im System nicht um mehr als 5 °C gegenüber der Austrittstemperatur absinken. Somit muss die Rücklauftemperatur der Zirkulation in den Warmwasserbereiter mindestens 55 °C betragen………

    Legionellen werden bei einer Temperatur von mehr als 70 °C in kurzer Zeit abgetötet. Bei der thermischen Desinfektion wird daher mindestens der Warmwasserbereiter und möglichst das gesamte Leitungsnetz inklusive der Entnahmearmaturen für mindestens drei Minuten auf mehr als 71 °C erwärmt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Legionellen

    MfG
    H.E.

  67. @Eng

    Der von ihenen Benannte Artikel spricht aber auch von einer wöchentlichen Desinfektion. Aus dem Kalkniederschalg bei über 60°C kann eine gegensätzliche Anforderung durchaus abgeleitet werden. Zuden Feuern wir mit Holz, wir haben zwar 3qm Wärmespeicher, dennoch lässt sich in den meisten Fällen nicht vermeiden, das die Brauchwassertemperaturen über Nacht auf 35°C, manchmal darunter absinken.
    Der Effekt im Brauchwasserbehälter wird auch kleiner, je kleiner er im Verhältnis zum Durchfluss ist.

    Naja, wahrscheinlich habe ich da sowiso andere Ansichten drüber. Ich bin noch mit eigener Wasserversorgung groß geworden. Kontrollen -- Fehlanzeige -. Man muss halt wissen, was man kan und was nicht.

  68. @netseeal

    Prinzipiell kannste in Deinem Eigenheim machen wat de willst mit dem Warmwasser…….die Verordnung gilt für Mehrfamilienhäuser mit zentraler Wasseraufbereitung und öffentlich genutze Gebäude.

    Hihi……unser damaliger Wassererwärmer war der große Wäschetopf auf den guten alten Kohleherd in der Küche…..und die tolle Zinkwanne im Garten war dann der Badespass und die Toilette war ein wackeliges Plumpsklo, 10 m vom Haus entfernt.
    Ich kenne es noch, das primitive Leben mit Eiskristallen an den Innenwänden, wenn der Winter mal wieder richtig hart war.
    Und ick sage deshalb…….nie wieder, wenns nicht sein muss.
    H.E.

  69. @Onkel Heinz #68

    Und ick sage deshalb…….nie wieder, wenns nicht sein muss.

    ….es gibt aber Leute (Beispiele gefällig?), die meinen, das muss sein. Sagen tun die jedoch ganz was anderes.

  70. Also wichtig bei den Legionellen ist vor allem, dass da keine ‚Toten Winkel‘ sind, in denen das Wasser nicht ausgetauscht wird und lange steht.
    Blindleitungen, Steigrohre und so Zeug. Da kann sich dann ein Reservoir bilden, das immer wieder die Anlage ‚infiziert‘. Das ist auch bei der Hitzedesinfektion entscheidend: ALLE Teile des Systems müssen auf 70° + kommen, auch solche Sackgassen.

    Heinz hat natürlich Recht, wenn er sagt, im eigenen Haus kann man machen was man will. Da die Gefahr auch nicht wirklich groß ist, kann man auch nachlässug sein.
    ABER: Wenn mal ein Besucher infiziert wird und hat Symptome, dann suchen die heutzutage mit ziemlicher Sicherheit gezielt nach Legionellen und dann kann’s unangenehm werden, wegen Haftpflicht und Fahrlässigkeit.

  71. @68. Heinz
    Irgenwie habe ich bei Deiner Schilderung ein Deja Vue -- ich glaube wir waren Nachbarn. Lach.
    Meine Frau, aus der Nähe von Anklam (nicht Uckermark) war mit Ihrer Familie noch, bis zu Ihrer „Flucht“ in die Lausitz praktizierende Benutzerin eines außerhalb der Wohnung liegenden Plumsklos.

  72. @Eberhard
    Grins…wie würde jetzt Tom S. sagen, ach jaaa, die gute alte Zeit………Notdurft verrichten ohne Wasser/Strom zu verschwenden, da will ich auch wieder hin.
    Nun ja, für manchen mag dat ja ganz lustig sein im Winter bei minus 15 Grad freischwebend über der Brille die Perlen abzudrücken oder im Sommer wahlweise gegen dicke Brummer oder Spinnen zu kämpfen, ick jedenfalls danke Gott, der Staatsratsvorsitzenden und den Technikern für den Fortschritt.
    Es mag das eine sein im Kuhkaff in der Klitsche dat praktische Nebengebäude zu Verrichtung zu nutzen………aber ick stell mir gerade den Hof eines 50 stöckigen Hochhauses vor……DIXI so weit das Auge reicht und ein ständiger Strom von Mietern, die natürlich den Fahrstuhl nutzen um den Stuhl nach unten zu bringen.

    Je länger ich drüber nachdenke….umso ekliger wird meine Kindheitserinnerung.
    Onkel Heinz…….das Wasserklosett ist ein Meilensteil in der Entwicklung der Menschheit

  73. @Onkel Heinz #72

    Notdurft verrichten ohne Wasser/Strom zu verschwenden, da will ich auch wieder hin.

    ….na, da werden ja bald die Preise für Klappspaten wieder steigen 😉

  74. @Tim
    Welch Vorstellung -- Klappspaten?
    Bei gefrorenem Boden (wenn der überhaupt noch vorhanden und nicht schon versiegelt) brauchste ja auch vorher eine Auftauhilfe. Was für Energie und Technik musste da wieder einsetzen?
    Habe mal ein paar Jahre als Bauleiter für einen GU mehrstöckige Mietshäuser modernisiert. Wir haben da immer ein DIXI
    für Handwerker und dringliche Mietergeschäfte (WC und Bäder waren 2 bis 4 Tage nicht in Betrieb) aufgestellt.
    Nutzung durch die Mieter Fehlanzeige. Die sind dann doch lieber bei noch nicht von uns überfallende Nachbarn aufs Klo gegangen, und manche, sie es noch halten konnten, mit dem Fahrrad in ihren Garten auf ihr komfortables WC.
    Dieses Erlebnis im Nachherein analysierend, sage ich mir, die wissen ja noch gar nicht so richtig, was sie lostreten unsere Tom Sch…..es! Aushalten werden die es nicht!

  75. @Timmi
    Lach…..und dann stampfen wir jede Menge neuer Arbeitsplätze aus den nachhaltigen Boden……Hersteller (Handarbeit) von Nachttöpfe, Bettpfannen, Klopapiertransportbehälter, Toilettenunfallversicherungen…….Jaucheschöpfer- und Schöpferinnen, eine ganz neue, biologische Duftnote wird durch die urbanen Zentren ziehen, das Artensterben der Merde-Fliege und Kackhausspinne wäre endlich beendet…….das ist doch ein Ziel, um das es sich zu kämpfen lohnt.

    Sorry, mir ham se heut anscheinend ins Hirn geschixxen, ick hab nur Kagge im Schädel………zumindest macht da die „Fäkaliensprache“ endlich mal einen Sinn.
    So, genug zu diesem Thema……meine Legionellen zu Hause kriegen ja schon ganz braune Haare.

    Onkel Heinz……Leute zieht euch warm an, die Kälte greift den Darm an

  76. @Eberhard & Onkel Heinz

    ….hi hi, vielleicht könnte man das ganze auch nachhaltig ins Biogasanlagen-Konzept integrieren…. als Beitrag zum Gelingen der Energiewende….. oder so.

  77. @Timmi
    Ach hör uff……es formen sich gerade Gedanken in meinen Kopp, die dementsprechende Werbeslogan formulieren……neee, aufhören….ich kann nich mehr, mein Zwerchfell explodiert gleich.

    Onkel Heinz…….Sch……für das Weltklima, Verordnung der energetische Nutzung des Stuhlganges, Ordnungswidrigkeitenkatalog für Fremdkagger…….auaaaaa

  78. Frau Uken überschreibt den neusten Beitrag in Ihrem Blog : Ölkonzerne und andere Klimaschänder ….
    http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2013/01/21/olkonzerne-und-andere-klimaschander-aktionare-in-haftung-nehmen/

    Gehört nicht hierhin, aber ich könnte in der zuletzt gebrauchten Fäkalsprache fortfahren.
    Übel, übel, übel!
    Frau Uken impliziert, dass „Klimaschänder“ auf einer Stufe mit Kinder- und Frauenschänder“ stünden.
    Das ist schon Hetze und normalerweise Arbeit für den Staatsanwalt.
    Aber was ist in Deutschland inzwischen schon normalerweise?

  79. #78. Eberhard Schulz

    Frau Uken überschreibt den neusten Beitrag in Ihrem Blog : Ölkonzerne und andere Klimaschänder ….

    ….und Sie wußte nicht was Sie tat….! Bei gesundem Verstand kann man eigentlich solchen Dummfug nicht schreiben.

    karl.s

  80. @Eberhard #78

    …..nach „Klimaleugner”, „Klimawandelleugner”, „Klimawissenschaftsleugner” nun also „Klimaschänder”. Erbärmliche Propaganda.

  81. Ach, jo. Ein Plumpsklo ist ja noch ganz ok. Wahrscheinlich muss man halt nur einmal gesehen haben wie manche Menschen leben müssen, dann kann man auch in der Kälte mal aufs Plumpsklo gehen.

    Ja, und das ehemalige Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gibt bekannt: Das juckt mich schon lange nicht mehr. Ich glaube auch, der Staatsanwald interessiert sich nicht dafür. Entweder ist der selber Öko, oder er ist den Ton hier im Lande gewöhnt. Vielleicht müsste man einmal dahin fahren und den entsprechenden Personen eine auf’s Maul hauen.

    Ich bin mal gespannt was passiert wenn die Phasenschieber an der polnischen Grenze in Betrieb gehen. Der Ausbau geht ja ungebremst weiter Letztens habe ich Bilder von Fundamenten und gigantischen Offshore Windparks in Wilhelmshafen? gesehen.

  82. Lieber netseal,
    warum nur kann ich mich mit Ihrer Lagebewertung

    Ach, jo. Ein Plumpsklo ist ja noch ganz ok. Wahrscheinlich muss man halt nur einmal gesehen haben wie manche Menschen leben müssen, dann kann man auch in der Kälte mal aufs Plumpsklo gehen.

    nicht anfreunden?
    Ich nehme das Zitat mal ernst. Was ist an einem Plumpsklo denn so ok? Wenns mich überkommt, gehe ich notgedrungen auch bei der anstehenden Kälte hinter den Busch. Ich denke aber dabei unentwegt an mein schönes WC. Das aber ist reines Überleben ohne Dünkel hintern Busch zu gehen. Ich würde sonst gesundheitlichen Schaden nehmen. Deshalb wüde ich auch das Plumpsklo dem Busch vorziehen -- ganz pragmatisch und nicht wg . anderer Menschen auf der Welt, denen ein WC bislang verwehrt geblieben ist.
    Nur eines kann ich nicht ab, dass ich mich jedes Mal , wenn es mir bewusst wird, dass es mir gut geht, fremdschäme, weil es anderen Menschen schlechter oder auch viel schlechter geht als mir.
    Ein Totschlagargument für mein Leben.
    Nee, nee, geht bei mir nicht!

  83. zum Beitrag 82.
    sorry, das Zitat sind die ersten drei Zeilen im Zitatkasten -- nächstes Mal besser.

  84. Ach ja, die lüdde Marlies……..verdammt umtriebiges Dämchen.

    Marlies Uken, Jahrgang 1977, arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Publikationen, u.a. die ZEIT und MARE. Sie hat Volkswirtschaftlehre und Politik in Köln studiert. Nach Zwischenstopps in New York, Shanghai und Hamburg lebt sie inzwischen in Berlin.

    http://community.zeit.de/user/marlies-uken

    Unser Magazin bringt alle zwei Monate geballte Informationen und auch Emotionen ins Haus – relevante und exklusive Geschichten mit sorgfältig recherchiertem Hintergrund. Das sehen auch andere so, wie gerade bei der Verleihung eines der wichtigsten Umweltpreise im Bundespresseamt in Berlin deutlich wurde: Unsere Autorinnen Martina Wimmer (1. Preis)
    und Marlies Uken (Nachwuchspreis) gewannen zwei von sechs Auszeichnungen des Journalistenwettbewerbs für saubere Energie, den die Unternehmen dieser Branche ausschreiben: Martina Wimmer bekam den Preis für ihr Porträt der Bewohner des Dorfes Jühnde in Niedersachsen, die zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umgestellt haben; Marlies Uken für ihre Reportage über den Erfolg des Solarherstellers Q-Cells aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

    Greenpiesel

    Nun ja, da wundert mich rein garnix………da is dat Hirn halt nachhaltig vergrünt.
    Oh man, ist die „ZEIT“ heruntergekommen.
    Ähm, wie schändet man eigentlich eine Statistik?
    Ich hau Dir uff die Fresse oder ich schick Dich in den dunklen Datenkeller……ick lösch Dich?
    Naja……bald werden wir alle einen Aufkleber auf den Mantel tragen, rauchender Schornstein auf gelben Grund…….
    Man, bloss gut das ich ein Innen-WC habe, da muss ich nich Mutter Natur vollkotzen.
    Onkel Heinz…….würg und wech

  85. @Eberhard Schulz
    Es gibt Menschen, die wären froh wenn sie eines hätten.

    Aber lassen wir das, ich rede ja nur für mich.

  86. Hören sie mal, ich schreibe ihnen hier aus einem ehemaligen Hühnerstall. Den habe ich mir nett eingerichtet. Bis heute ist mir nicht klar, ob ich hier überhaupt wohnen darf. Ich werde das auch besser net nachfragen, denn die mögliche Antwort könnte mir nicht gefallen. Braucht ein Land so viele Gesetze, Vorschriften und Verordnungen? Mit jedem weiteren Gesetz wird dieser Dschungel undurchdringlicher. Ich bin da eher für das einfache.

    Fremdschäme will ich damit bei Niemanden hervorrufen, man sollte vielleicht nur nicht vergessen wie hart unser Wohlstand erkämpft, erarbeitet worden ist.
    Und genau das ist auch der Punkt, an dem wir so viel Ärger mit den Ökos haben. Die haben meiner Meinung nach nähmlich von garnichts eine Vorstellung.
    Wie sie ja sagten, es kann ja ganz schön bitter sein bei -25°C raus aufs klo. Aber ich denke, die Erfahrung oder eine ähnliche kann man ruhig mal gemacht haben.

  87. @ H2 # 57:

    Leider kann ich mich mit Ihrer Rechnung nicht anfreunden:

    Aus 142,5 Mio kWh (Wind+PV) werden 89% methanisiert
    = 126,8 Mio kWh
    Der Wirkungsgrad beträgt 0,7
    = 88,8 Mio kWh (Gas)
    Dieses Gas wird im BHKW mit einem Wirkungsgrad von 0,35 wieder verstromt
    = 31 Mio kWh

    Das BHKW erzeugt aber nach Ihren Angaben 312,8 Mio kWh

    Ergo müssen 282 Mio kWh aus der Biogasproduktion stammen (Oder, was ich vermute: hier ist das Komma verrutscht! Das BHKW erzeugt 31,28 Mio kWh?)

    Sollte diese Energie aus Biogas stammen, frage ich mich, wozu dann eigentlich noch ein Windrad und PV? Kann man doch gleich 100% Biogas fahren.

    Allerdings:
    (http://www.biomasseverband-ooe.at/cms/front_content.php?idcat=97)
    Wie viele Flächen bzw. Wirtschaftsdünger benötige ich für eine Biogasanlage?
    Je nach eingesetzter Kulturart und Ertragsniveau erreicht man mit einem Hektar Ackerland ca. 2 bis 2,5 kW Dauerleistung, bei Grünland ca. 1,3 kW.
    Bei üblicher Fruchtfolge zur Biogasnutzung benötigt man für eine 100 kW-Anlage ca. 50 ha, eine 250 kW-Anlage braucht ca. 120 ha und für 500 kW müssen ca. 250 ha eingesetzt werden.

    Die 282 Mio kWh in 20 Jahren sind 1.608 kW/Stunde.
    Zur Produktion werden 643 ha gutes Ackerland benötigt.
    Ich habe mir mal ein Dorf hier bei mir herausgepickt, das etwa passen würde, 1600 Einwohner.
    Das hat eine Fläche von 2500 ha. Aber das sind natürlich nicht alles gute Äcker.
    Das heisst, der grösste Teil der Äcker Ihres Musterorts müsste mit Gasmais bepflanzt werden.
    Halten Sie das für eine gute Lösung?

    Und Sie bräuchten 13 x 100 kW Biogasanlagen.

    Wie hoch sind die Investitionskosten bei Biogasanlagen?
    Eine 100 kW-Anlage ist mit Investitionskosten um € 850.000 verbunden, 250 kW-Anlagen bedürfen ca. 1,5 bis 1,7 Mio. €, bei 500 kW-Anlagen ist mit einer Investition von € 2,2 bis 2,5 Mio. zu rechnen.

    Das heisst, Sie müssen 13 x 850.000 = 11 Millionen € reine Investitionskosten rechnen. Dazu natürlich noch die Betriebskosten etc.

    Und es heisst, leider:
    Gehe zurück auf Los und ziehe keinen Gewinn ein!

    Lieber H2, versuchen Sie es doch einfacher, peu a peu, statt gleich so ein komplexes Szenario zu entwerfen.

  88. #87

    (Oder, was ich vermute: hier ist das Komma verrutscht! Das BHKW erzeugt 31,28 Mio kWh?)

    ist es.

    31.280.000kWh / 20jahre / 500einwohner = 3.128kWh/a

    312.800.000kWh … = 31.280kWh/a <- isn bisl viel^^

  89. #57

    Kosten BHKW (2000 kWel, 20 Jahre Laufzeit, Austauschmotor nach 10 Jahren): 1,8 MIo + 20*60k -> 3 Mio

    Erzeugte kWh aus BHKW: 312,8 Mio kWh in 20 Jahren + 11% Direktverbrauch (Resultat aus 7%

    hm, da passt ja noch mehr nicht…

    2000kWel * 20a *8760h = 350.400.000 kWh = 35MWh/(einwohner * a)

    is also kein komma-, sondern mehr ein denkfehler.

    da is wirklich die frage, warum das sündhaft teure powertogastostrom

  90. was lernen wir daraus?
    erst mal den strombedarf halbwegs realistisch abschätzen 😉

  91. Hallo Tritium,

    ein sehr guter Artikel! Ich habe die Sache mal nachvollzogen und komme auf fast die gleichen Ergebnisse. Ich hätte aber zwei Verbesserungsvorschläge.
    In der Tabelle über die effektive Leistung ergeben die Zahlen in der Summe 120,6 % statt 100,0 %. Da steckt wohl irgendwo ein Zahlenvertipper. Die kWh-Angaben ergeben die 10.000 kWh.

    Den Teil:
    „Er sieht, dass er Module kaufen muss, die eine Nennproduktion von 100.000 kWh/Jahr erbringen müssen. Da das Jahr 8760 Stunden hat, beträgt die Nennleistung 11,4 kW.“

    finde ich etwas unglücklich gewählt. Besser zum Nachvollziehen wäre die Angabe, dass 1 kWp im Jahr etwa 875 kWh erbringen, um auf die erf. Leistung zu kommen.

    Mfg

    Heinz Reeg

  92. @ Heinz Reeg:

    Da steckt wohl irgendwo ein Zahlenvertipper.

    Weiss ich, Petze! 😉
    Da sollte 10% stehen, der Mittelwert der effektiven Leistung (Siehe Legende: MW) der PV-Anlage.
    Das stand da auch, aber wie ich es ein letztes mal Korrekur lese, hab‘ ich in einem Anfall geistiger Umnachtung eine Null drangehängt, weil Prozent eben gefälligst 100 zu sein hat.
    [Kleinlaut] Und dann hab ich gehofft es merkt keiner [/Kleinlaut]

    finde ich etwas unglücklich gewählt. Besser…

    Ich hab’s besser gemacht, Herr Lehrer, im Anhang, bei den ausführlichen Rechnungen. Da hab ich es genau auseinader gefieselt, wie der Dreisatz geht:
    Der Durchschnittshaushalt würde bei 3500 kWh Jahresverbrauch im Januar, dem Monat, in dem 9,32% des Jahresverbrauchs anfallen, 326 kWh benötigen. Die PV-Anlage würde aber nur eine effektive Leistung von 2,5% erbringen. Welche Nennleistung benötigt dann eine PV-Anlage, um diesen Strom in den 730 Stunden des Monats zu erzeugen?
    Eine Anlage mit 1 kW Nennleistung würde 730 x 0,025 = 18,25 kWh erzeugen, also muss die Nennleistung 326 / 18,25 = 17,9 kW betragen.

    Immerhin bin ich da noch ganz gut weg gekommen
    Der andere Heinz hat mir ja glatt eine 3 minus verpasst („…Keine groben Fehler…“ hat er mir gnädig bescheinigt), da muss man um alles froh sein
    :-)

  93. @Tritium

    Hihi….immerhin biste vieeeel besser weggekommen als H2……..der mit seinen autarken 500 Doof-Dorf auch noch halb Deutschland mitversorgen will…….dat nenn ick dann ne 6….setzen.
    Gräm Dich nicht……..denn ein wahrer Krümelkacker hätte angemerkt, das die jährliche Solarstrahlung auch mächtig schwankt, ähnlich dem Windindex bei den Vogelschreddern.
    Da ick aber selber mit „Pi mal Daumen“ arbeite……..würde ick Dir sowas nieeee ankreiden, Pionierehrenwort.
    Hauptsache der Leser kapiert die Aussage und dat scheint ja, bis auf unseren Knallgastypen, auch ganz gut geklappt zu haben.
    Bähh, bis Du aber nachtragend. *grins*
    H.E.

  94. Naaa, Heinz….
    H2 hat an meiner Rechnung ja nichts ausgesetzt, die hat er anerkannt.
    Und sein Patzer in der eigenen? Nebbich, das kommt in den besten Familien vor.

  95. @Tritium
    Weeßte wat mich an dieser Energiewende am meisten stört?

    Dat wir kein reales Modell im Maßstab 1:10.000 zum testen haben. Wir fummeln da, schrauben wo anders etwas herum…flicken dort was an, tausende Köcher verderben den Brei und uns kommt der Schwachsinn am Ende schweineteuer zu stehen.

    Nun ham wa in der Energiewende schon derart viel Geld versenkt, da hätte man auch mal ne Mustergemeinde mit 8.000 Einwohner als Mini-Teststrecke aufbauen können, etwas Gewerbe, wegen mir noch ein kleinen energieintensiven Betrieb dabei…..ne Schwimmhalle und ein Kühlhaus und ein paar Bauernhöfe……..und anschließend mal konzentriert dort die Subventionen reingesteckt um eine 100% EE-Gemeinde zu basteln, die sich unabhängig vom öffentlichen Netz selbst versorgen kann.

    Is wie beim Autobauer…….am Ende nützt die beste Software nix…….die Karren muss trotzdem durch den Crash- und Elchtest durch um das reale Ergebnis mit dem Modell zu vergleichen.

    Wir fahren ein nationales Großexperiment und ham nicht mal ein funktionierenden Langszeittest im Kleinen in der realen Welt probiert…..muss wohl an den vielen Geisteswissenschaftlern liegen, die im Gottvertrauen die Fresse zu weit aufreissen und von den Juristen unterstützt werden, wenn nötig verklagen wir eben die Natur, wegen ihrer dämlichen Gesetze.

    Im Prinzip hast Du und H2 in abgespeckter Version schon mal die wichtigste Frage gelöst……..die Stromkosten werden uns auffressen, die Industrie aus dem Land jagen und die Ärmsten müssen sich anschließend die wenigen Plätze unter den paar Brücke teilen.
    Wir wenden uns…..dem Grauen entgegen.
    H.E.

  96. @Tritium
    Nachtrag:
    Da ich weder Lehrausbilder noch Lehrer bin, kenn ick die feinen sprachlichen Zweideutigkeiten der Bewertungen nicht.
    „Im Groben“ hieß in meinen Fall…….das mir Deine Zahlen zwar erfahrungsgemäßig schlüssig erschienen aber das ich nicht jede einzelne Rechnung selber per Taschenrechner nachvollzogen habe……so wie mein Namensvetter.

    PS. Konnte ja keiner ahnen, das Du so empfindlich reagierst.
    H.E.

  97. @ Heinz:
    Meine Rede.
    Von mir aus hätten sie auch das Saarland nehmen können, schön klein, guter Mix einschliesslich Schwerindustrie.
    In Asien weisen sie für solche experimente ‚Sonderwirtschaftszonen‘ aus, in denen neue Gesetze und Regeln ausprobiert werden.
    Aber hier bei uns ist es ja alternativlos, also wird gleich das ganze Land umgebaut.
    Tatsächlich steckt dahinter natürlich die Angst, dass sich im ‚Technikum‘ zeigt, dass das ganze Konzept nichts taugt und ein Einstieg in die Umstellung gar nicht in Frage kommt.
    Da haben die Ökos von ‚Growian‘ gelernt. Das Ding wurde 1980 gebaut und erprobt und zeigte klar, dass Windenergie NICHT zur Stromversorgung geeignet ist. So ein Patzer passiert denen nicht wieder 😉

  98. @Onkel Heinz #95

    Wir wenden uns…..dem Grauen entgegen.

    ….. kein Wunder, is ja auch „Miss Energiewende”

  99. @Tritium #97

    Da haben die Ökos von ‘Growian’ gelernt. Das Ding wurde 1980 gebaut und erprobt und zeigte klar, dass Windenergie NICHT zur Stromversorgung geeignet ist.

    ….dafür baut man jetzt WKAs, bei denen der Rückbau nur 20 Minuten dauert.

  100. #97. Tritium

    in Asien weisen sie für solche experimente ‘Sonderwirtschaftszonen’ aus, in denen neue Gesetze und Regeln ausprobiert werden.

    vielleicht sind wir ja eine Sonderwirtschaftszone, nur eben „planetarisch“ gesehen 😉

    karl.s

  101. Dat wir kein reales Modell im Maßstab 1:10.000 zum testen haben.

    Das hilft ja nicht wirklich, da kommen dann ja die üblichen Milchmädchenrechnungen bei raus.
    In ausreichend kleiner Dimension ist das doch alles realisierbar.
    Ein 500 Einwohner-Dorf kann ich doch autark machen. Nur wenn man das dann auf das gesamte Land hochrechnet stellt man fest, dass es garnicht genug Wasser für die Speicherbecken gibt, nicht genug Fläche für Biomasse-Anbau usw..

    Alles schon etliche Male hier und anderswo durchgerechnet.

  102. Hallo Heinz,

    „Dat wir kein reales Modell im Maßstab 1:10.000 zum testen haben.“

    Das habe ich schon oft die EE-Freunde gefragt. Als Antwort werden dann immer nur die paar angeblich „energieautarken“ Dörfer genannt. Dass diese mitnichten „energieautark“ sind, sondern mit der Vergütungssubvention nur ihre Bilanz schönen, verursacht dann schon Unbehagen. Und auf die Frage, wo denn die Energie zum Hausbau, Straßen etc. etc. herkomme, herrscht dann nur noch Schweigen, verbunden mit der Aufforderung der Diskussion nicht mehr weiter beizuwohnen.

  103. @ Heinz:

    …das Du so empfindlich reagierst.

    Ach was. Hab doch nur gefrozzelt. 😀

  104. @Heinz und Dieter
    Dat Problem bei den autarken Vorzeigedörfern ist, die machen alles mit speicherbaren Brennmaterialien, uff gut deutsch…Biomasse. Ne Biogasanlage und ein Hackschnitzel Spitzenheizkraftwerk…….die paar Solarzellen und Miefquirle sind da nur ne besser Tarnung/Alibi…….und trotzdem kostet dat schon ein haufen Geld.
    Hochskaliert auf ganz Deutschland…..wären unsere Wälder wohl nach 1-2 Jahre wech und zu fressen hätten wir auch nix, weil ja dat janze Grünzeug komplett im Kaggevergaser landen würde.
    Diese so-genannten autarken Bio-Öko- Dörfer sind nix weiter als ökologisches Blendwerk und als Vorbild für die Energiewende ungeeignet, zumal se ihre Überschüsse exportieren und wenns eng wird, doch wieder aus dem öffentlichen Netz ihren Strom beziehen.
    Einzig die Wärmeversorgung bringt in diesen Zusammenhang etwas Ersparnis……man bedient sich ja am eigenen Wald.
    Die wissen schon, warum se bisher nur ein virtuelles Kraftwerk gebastelt haben…….denn Statistiken kann man fälschen……aber ein realer Stromausfall fällt selbst den letzten Dödel auf.
    H.E.

  105. @Onkel Heinz #104

    Dat Problem bei den autarken Vorzeigedörfern ist, die machen alles mit speicherbaren Brennmaterialien, uff gut deutsch…Biomasse.

    …z.B. das Vorzeige-„Bioenergiedorf” Jühnde

    Biogasanlage
    Dient der Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse. Zusammen mit der Gülle werden Nachwachsende Rohstoffe (z.B. Roggen, Weizen, Sonnenblumen, Mais) vergoren und das entsehende Gas in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt.

    Holzhackschnitzel-Heizwerk

    Dieses verbrennt Holzhackschnitzel in einem 550KW Ofen mit automatischer Zuführung. Er dient in Jühnde der zusätzlichen Wärmeerzeugung.


    Kommentar zu Jühnde von Karl Weiss Journalismus:

    Hier haben wir ein weiteres Beispiel, wie man, ohne Profite für Monopolkonzerne produzieren zu müssen, die Probleme lösen kann, in diesem Fall das der Energie. Es ist offensichtlich, daß wir in Zukunft, im echten Sozialismus, tausendfach solche und ähnliche Initiativen ergreifen werden, denn dann werden die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht mehr die Profite der Konzerne und die Prostituiertenreisen der Chefetagen.

  106. Hochskaliert auf ganz Deutschland…..wären unsere Wälder wohl nach 1-2 Jahre wech und zu fressen hätten wir auch nix, weil ja dat janze Grünzeug komplett im Kaggevergaser landen würde

    So isses. Die gesamte, auf dem Gebiet der Bunderepublik Deutschland befindliche Biomasse, d.h. die gesamte Fauna und Flora samt deren Exkremente, inklusive Wälder, Agrarerträge, etc.reicht von ihrem potentiellen energetischen Ertrag nicht aus, unser Energiebedarf zu decken.
    In einem theoretischen Szenario würden wir also nicht nur innerhalb kürzester Zeit die Bundesrepublik in eine Ökosteppe verwandeln, sondern auch noch konstant Biomasse importieren müssen.
    Um uns aus nachwachsenden Rohstoffen energetisch versorgen zu können, müssten wir auf die Bevölkerungszahl des Mittelalters schrumpfen -- und auf den damaligen Lebensstandard nebst Lebenserwartung (ca. 29-34 Jahre).

    Aber offenkundig ist das ja der „Traum“ der Ökoesotheriker, die dem geistigen Konstrukt „Natur“ (Gaja), den Vorrang vor dessen Begriffsschöpfer, dem Menschen geben: Ein zutiefst anti-humanistisches, voraufklärerisches Weltbild!

    Um es auf den Punkt zu bringen: es gibt keine Natur ohne den Menschen und der Mensch ist intrinsischer Teil dieser Natur, mit all seinem Handeln. Ein Kernkraftwerk ist genau so „Natur“, wie ein Juchtenkäferpark …

  107. @Timmi

    Daß die Jühnder heute nur etwa die Hälfte des geplagten Verbrauchers anderswo in Deutschland für Heizung aufbringen müssen, liegt am Verkauf des zusätzlich erzeugten Stroms: Jährlich nimmt die Genossenschaft etwa 680 Tausend Euro dadurch ein. 17 Cent pro eingespeister Kilowattstunde machens möglich.

    Tja……da steckt die Frechheit dieser Angeber…….bloss blöd, wenn das jetzt alle machen würden, wohin wollen se denn denn per EE-Umlage verscherbelten Strom noch hinschicken?

    Initiiert wurde das Projekt unter der wissenschaftlichen Begleitforschung des IZNE in Göttingen.
    Das Projekt wurde durch die FNR e.V. wesentlich geördert.

    http://www.fnr.de/

    Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hat für die Durchführung des Demonstrationsprojektes „Bioenergiedorf Jühnde“ 1,32 Millionen EURO bereitgestellt. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. aus Gülzow führt die Fördeurng im Auftrag des BMVEL durch.
    (Mittelbindung für den Bau des Nahwärmenetzes ohne Hausübergabe-Stationen)
    Das Land Niedersachsen fördert unsere Projekt mit 96T€.
    (Mittelbindung ist die Untersuchung Biomasseheizwerk und der Biogasanlage)

    Der Landkreis Göttingen fördert unser Vorhaben mit 100T€

    Die Samtgemeinde Dransfeld durch Beteiligung mit Eigenkapital in Höhe von 25T€

    Die Gemeinde Jühnde fördert das Vorhaben mit 25T€

    http://www.bioenergiedorf.de/con/cms/front_content.php?idcat=73

    Joo, bei knapp 2,4 Millionen Fördergeld hätt ick anschließend ooch große Fresse von wegens günstige Energiekosten.
    Skalieren wir diese Summe mal auf ganz Deutschland hoch……ist die Finanzkrise dagegen Kinderkacke.
    Wie im Sozialismus…….wir lügen uns schön artig gegenseitig in die Taschen, bis Genosse Parteisekretär XYZ wieder in seinen Wolga abgezischt ist.
    Hurra…..wir, ganz Deutschland ist verblödet.
    H.E.

  108. Guten Tag zusammen,

    danke für die Anmerkungen. Zu einigen würde ich gerne etwas sagen.

    -- die Leistung des BHKW ist meiner Abschätzung des Maximalbedarfes geschuldet. Hier bin ich für Input dankbar.
    -- die Leistung der Windkrafterzeugung ist dem Gasbedarf des BHKW angepasst.
    -- die Biogasanlage soll lediglich unterstützend tätig sein
    -- die resultierende Strommenge ist dann bei Vollast des BHKW größer als der Bedarf.

    Daraus schliesse ich dann, dass der Überschuss vermarktet werden sollte.
    Nun zum interessanten Teil für die versammelte „Meute“:

    Mein Modell war an verschiedenen Stellen fehlerhaft, so daß ich in der Tat auf viel zu optmistische Werte für den Stand der Technik heute gekommen bin. Man lernt ja gerne dazu -- und ich besonders :) -- so daß, die Debatte hier sehr wertvoll ist. (Wenn man über dem z.T. an den Tag gelegten Ton steht :)).

    Folgende Annahme habe ich für mein Worst-Case-Szenario mit Stand der Technik heute zugrunde gelegt:

    -- die anfallende Wärme kann nicht verkauft werden
    -- der überschüssige Strom kann nicht verkauft werden
    -- eine 2000 kWp Solaranlage mit 1200€ pro kWp Kosten, 1% Wartung, durchschnittlicher Jahresertrag 875 kWh/kWp
    -- eine 30000 kW Windkraftanlage mit 1315 Vollaststunden / Jahr für 21 Mio €
    -- eine 21000 Methanerzeugungsanlage mit einem Wirkungsgrad von 65% und Kosten von 750 € pro kW
    -- zwei 2000 kW BHKW (Produktiv- und Backupsystem) für je 1,3 Mio €
    -- ein elektischer Wirkungsgrad der BHKW von 50%
    -- eine 12500 kWh Batterie mit 80% Entladetiefe (10000 kWh effektiv) mit Kosten von 200€/kWh
    -- über 20 Jahre gemittelte Lohnkosten, die über die Ansätze für Wartung / Betriebskosten hinausgehen von 225.000€
    -- eine Eigenverbrauchsquote von 15%
    -- eine Biogasanlage ausgelegt auf die BHKW zum Preis von 3,6 Mio € mit Betriebskosten von 4% und 900.000€ Kosten für Substrat pro Jahr.
    -- der Aufbau eines Stromnetzes für 2 Mio € mit jährlichen Betriebskosten von 3%
    -- die Lebensdauer der Anlagen wurde mit 20 Jahren angesetzt, Zins, Verschleiss, Ersatz, Reparatur, etc. ist in den Betriebsausgaben enthalten, die sich zu den Anschaffungskosten in der vorgenommenen Rechnung addieren

    Aus diesen Werten ergibt sich ein Strompreis von ca. 82 ct/kWh. Das entspricht, IIRC, in etwa der Schätzung von Tritium. Mit dem heutigen Stand der Technik ist eine Umsetzung also illusorisch -- eine Bestätigung Ihrer Thesen. Wohin muss sich die Technik also entwickeln, damit so ein Konzept tragfähig wird?

    Dazu folgendes Szenario, eine Best-Case-Betrachtung, preislich-technisch geschätzt in 8-10 Jahren:

    -- die anfallende Wärme kann zu 80% für 8 ct / kWh verkauft werden
    -- hierfür wird ein Verteilnetz von 20km für 4 Mio € installiert
    -- ebenso ein Wärmespeicher von 10000 m³ zu Kosten von 500.000 €
    -- der überschüssige Strom kann verkauft werden, und war im Schnitt zu 6 ct / kWh
    -- eine 2000 kWp Solaranlage mit 800€ pro kWp Kosten, 1% Wartung, durchschnittlicher Jahresertrag 875 kWh/kWp
    -- eine 30000 kW Windkraftanlage mit 1489 Vollaststunden / Jahr für 21 Mio €
    -- eine 21000 Methanerzeugungsanlage mit einem Wirkungsgrad von 65% und Kosten von 600€ pro kW
    -- zwei 2000 kW BHKW (Produktiv- und Backupsystem) für je 1,3 Mio €
    -- ein elektischer Wirkungsgrad der BHKW von 40%
    -- eine 12500 kWh Batterie (Redox-Flow / Li-Ionen / :.. ?) mit 80% Entladetiefe (10000 kWh effektiv) mit Kosten von 300€/kWh
    -- über 20 Jahre gemittelte Lohnkosten, die über die Ansätze für Wartung / Betriebskosten hinausgehen von 225.000€
    -- eine Eigenverbrauchsquote von 20%
    -- eine Biogasanlage ausgelegt auf die BHKW zum Preis von 3,6 Mio € mit Betriebskosten von 4% und 900.000€ Kosten für Substrat pro Jahr.
    -- der Aufbau eines Stromnetzes für 2 Mio € mit jährlichen Betriebskosten von 3%
    -- die Lebensdauer der Anlagen wurde mit 20 Jahren angesetzt, Zins, Verschleiss, Ersatz, Reparatur, etc. ist in den Betriebsausgaben enthalten, die sich zu den Anschaffungskosten in der vorgenommenen Rechnung addieren

    Mit den o.g. Werten errechne ich c.p. einen Strompreis von ca. 32 ct / kWh. Steigere ich den aktuellen Strompreis von 24ct um 3% (5%) pro Jahr, so ergibt sich 2023 ebenfalls ca. 32 ct (bzw. 39 ct).

    Mein Fazit: heutzutage klappt’s nicht, aber zukünftig sind die Perspektiven durchaus vorhanden.

  109. @Timmi
    Nachtrag

    Es ist offensichtlich, daß wir in Zukunft, im echten Sozialismus, tausendfach solche und ähnliche Initiativen ergreifen werden, denn dann werden die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht mehr die Profite der Konzerne und die Prostituiertenreisen der Chefetagen.

    Diese kleine rote Drecksau……..lügen ohne rot zu werden (isser ja schon)………und verschweigen, das das Bio-Vorzeigedorf seine Überschüsse (680.000 Euro) letztendlich den Übertragungsnetzbetreiber aufhalst, der dann kostenlos dat Zeuch verscherbeln darf und am Ende bei den Restblöden der Republik als EE-Umlage abkassieren muss.
    Pseudokommunisten wie sie leben und leiden und auf Kosten anderer die große Fresse haben, bäh, wie ick diese Typen hasse.
    PS. Ick bin sozial ein Linker…….aus diesen Grunde verachte ich diese verlogene Bande auch so.
    H.E.

  110. #105. Tim Hardenberg

    Hier haben wir ein weiteres Beispiel, wie man, ohne Profite für Monopolkonzerne produzieren zu müssen, die Probleme lösen kann, in diesem Fall das der Energie. Es ist offensichtlich, daß wir in Zukunft, im echten Sozialismus, tausendfach solche und ähnliche Initiativen ergreifen werden, denn dann werden die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht mehr die Profite der Konzerne und die Prostituiertenreisen der Chefetagen.

    Ich schmeiß mich weg. Sind 23 Jahre wirklich so eine lange Zeit, dass man nicht mehr weiß, wie die Bedürfnisse der Menschen in der „entwickelten sozialistischen Gesellschaft“, also ca. 10 cm vorm Kommunismus :-) tatsächlich befriedigt wurden? Man, man, man, Demenz im fortgeschrittenem Stadium, oder was.

    karl.s

  111. @H2
    Einige Fehler in Deiner Grundannahme
    -Du musst Dein Biomethan auch selber speichern und kannst dat Zeuch nich dem Erdgasnetz aufhalsen
    -Die Kosten Deines 10.000 m³ Wärmespeichers liegen wohl eher zwischen 900.000 -- 3,5 Millionen Euro.
    http://www.delta-q.de/export/sites/default/de/downloads/waermespeicherung.pdf
    -Die Wartungs-Kosten für Deine beiden BHKW haste nun völlig unterschlagen……in dieser Größenordnung spricht man von 0,75- 1,4 Cent/kWh Wartungskosten
    http://www.bhkw-infozentrum.de/download/asue-bhkw-grundlagen-2010.pdf
    -Die Kosten des Substrats werden auch steigen, je mehr solcher Anlagen im Lande rumstehen.
    -- wo bleiben bei Deinen 32 Cent die Strom- und Mehrwertsteuer?
    -der aktuelle Strompreis (24 Cent) enthält knapp 50% Steuern, Abgaben, Umlagen…….weswegen Deine Milchmädchenrechnung eh schon komplett falsch ist.

    Mit den o.g. Werten errechne ich c.p. einen Strompreis von ca. 32 ct / kWh. Steigere ich den aktuellen Strompreis von 24ct um 3% (5%) pro Jahr, so ergibt sich 2023 ebenfalls ca. 32 ct (bzw. 39 ct).</blockquot

    Mag Dich Tritium auch loben, für mich jedenfalls ist Deine Rechnung abseits jeder Realität.
    H.E.

  112. H2,
    also doch nur grüne Spinnereien?

    -30 Mio. Investition für ein Dorf. Wenn dass nun alle machen würden? 12000 Dörfer , fast 5 Billionen für die Autarkie der Landbevölkerung ,sollen ja immerhin 15% von 82 Mio Deutscher sein.

    -2 MW Solar ? Wenn das alle Dörfer machen haben wir zusätzlich 24 GW Solar, da sind wir locker über den 52 GW, die sich die Nachhaltigen insgesamt gönnen wollen.

    -5000ha für die heilsamen Biokraftwerke. Wenn das nun alle machen würden 60 Mio.ha. Deutschland hat nur 17 Mio ha landwirtschaftliche Fläche. Lebensraum im Osten oder in Mali?

    Kommt jetzt auch noch die Erderwärmung , machen auch noch die BHKW pleite.

    EEs haben auch noch den 10 bis 30 fachen Ressourcenverbrauch je KWh im Vergleich mit fossilen KW.

    Nur durch den Einsatz von Shalegas haben sich die Strompreise in den USA seit 2008 auf 7 uscent je KWh halbiert, für den Endverbraucher !

  113. Mal ne Frage an die Techniker hier :
    Gibt es einfache Erdgas-Generatoren ? Ich meine nicht solche techniküberlasteten und durchaus störanfälligen BHKWs.
    Google spuckt mir nur irgendwelche China-Modelle auf alibaba.com aus….
    Wäre es wirtschaftlich, aus Erdgas (6 Cent pro kwh) Strom zu produzieren ?
    Selbst bei einem Wirkungsgrad von 50 % wäre der selbst erzeugte Strom ja nur halb so teuer wie der Strom aus der Leitung. Und ein bisschen Wärme fällt ja auch ab….

    Nur so eine Idee…

  114. @H2
    Einige Fehler in Deiner Grundannahme
    -Du musst Dein Biomethan auch selber speichern und kannst dat Zeuch nich dem Erdgasnetz aufhalsen

    Muss ich? Warum? Ich habe aber in der Tat vergessen zu schreiben, dass im Preis 3 ct pro kWh für diese Dienstleistung enthalten sind.

    -Die Kosten Deines 10.000 m³ Wärmespeichers liegen wohl eher zwischen 900.000 — 3,5 Millionen Euro.
    http://www.delta-q.de/export/sites/default/de/downloads/waermespeicherung.pdf

    Ich komme auf andere Werte, durch eine andere Quelle:

    http://www.solites.de/download/literatur/Solites_Technisch-wirtschaftliche%20Analyse%20und%20Weiterentwicklung%20der%20solaren%20Langzeit-W%C3%A4rmespeicherung_Forschungsbericht_FKZ%200329607N_2012.pdf

    -Die Wartungs-Kosten für Deine beiden BHKW haste nun völlig unterschlagen……in dieser Größenordnung spricht man von 0,75- 1,4 Cent/kWh Wartungskosten
    http://www.bhkw-infozentrum.de/download/asue-bhkw-grundlagen-2010.pdf

    Nein, habe ich imho nicht. Die Wartungs- und Betriebskosten habe ich mit 4% des Anlagenpreises einfliessen lassen. Ein Wert der lt. im Netz findbaren Wirtschaftlichkeitsberechnungen plausibel scheint.

    -Die Kosten des Substrats werden auch steigen, je mehr solcher Anlagen im Lande rumstehen.

    Ja, das sollte noch mit einbezogen werden.

    -- wo bleiben bei Deinen 32 Cent die Strom- und Mehrwertsteuer?

    Ich habe eine Steuer- und Abgabenquote von 47% eingerechnet. Netzentgelt von 6 ct / kWh habe ich allerdings abgezogen, da es ein eigenes Netz gibt.

    -der aktuelle Strompreis (24 Cent) enthält knapp 50% Steuern, Abgaben, Umlagen…….weswegen Deine Milchmädchenrechnung eh schon komplett falsch ist.

    s.o. -- ist enthalten.

  115. http://www.ebay.de/itm/Erdgas-LPG-Generator-wassergekuehlt-10-KW-400-V-/160504321994

  116. H2,
    nur mit den EE Zuschlag hätte die Bevölkerung bis jetzt schon 20 Thorium KW fertig bezahlt. 170 TWh täglich sicher und die paar Castoren mit den gebrauchten Kernbrennstäben bräuchten kein Endlager mehr.

    Die Atomkerne in den 8 abgeschalteten KW spalten auch noch so vor sich hin, sie hätten auch noch Strom pa für 60 TWh erzeugen können, da hätte sich an der Sicherheitslage nichts geändert.

  117. Mit den o.g. Werten errechne ich c.p. einen Strompreis von ca. 32 ct / kWh. Steigere ich den aktuellen Strompreis von 24ct um 3% (5%) pro Jahr, so ergibt sich 2023 ebenfalls ca. 32 ct (bzw. 39 ct).

    Mal ab davon, dass das Best-Case-Szenario so einige Annahmen enthält, deren Realisierungswahrscheinlichkeit ich für unrealistisch halte… aber das werden sicherlich andere kommentieren… der eigentliche Casus knacktus ist doch:

    Wir leben nicht auf der Insel der Seeligen: Was bedeutet eigentlich ein Strompreis auch „nur“ von 32+€cent, wenn der Verpraucherendpreis für Strom, z.B. in Vancouver für Privathaushalte z.Zt ca. 5ct die kwh beträgt, für Industriestrom ist er sogar noch geringer? Auch in USA fallen auf breiter Front die Energiepreise, u.a. durch die Schiefergasrevolution. Welchen vermutlichen Einfluss hat das wohl auf den Industriestandort Deutschland und die Standorttreue produzierender Industrie, wenn der aus Sicht vieler Hygienefaktoren bessere Standort USA zukünftig selbst China als Produktionsstandort Konkurrenz macht?

    600-800tausend Haushalte können sich schon zu den heutigen Preisen keinen Strom mehr leisten. Wollen wir den „besserverdienenenden“ Mittelstand solange durch Sozialumlagen schröpfen, bis er aufgehört hat „besserverdienend“ zu sein? Soll das weiter Schule machen, dass zu zahlende Verbraucherendpreise jetzt prortional zum Gehaltsscheck steigen?

    Die ganze Energiewende macht ökonomisch-rational überhaupt keinen Sinn, weil es keinen Sinn macht, immense Gelder zu verbrennen, um am Ende qualitativ schlechteren Strom zum höheren Preis zu bekommen -- es bedarf der üblichen Narrative (Märchen) CO2 (früher: Emissionseiszeit, Waldsterben), Peak Oil, etc. um mittels dieser Nebelkerzen der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen, dass sie dieses unökonomische, irrationale Programm zum Profit des Politisch-Ökologischen Komplexes erträgt!

    Das ganze ist einzig und allein eine gigantische Umverteilungsmaschine um über höhere Energiepreise und konsekutiv steigende Verbrauchssteuern den ungebremsten Geldhunger der öffentlichen Kassen zu stillen -- und um ducrh Energiepreis- getriebene Inflation den öffentlichen Schuldenberg abzutragen -- zwei Seiten der gleichen Medallie.

  118. H2,
    also doch nur grüne Spinnereien?

    Meiner Meinung nach eben nicht, wie ich im zweiten Teil versuche zu zeigen. Aber die Wertung überlasse ich Ihnen :)

    -30 Mio. Investition für ein Dorf. Wenn dass nun alle machen würden? 12000 Dörfer , fast 5 Billionen für die Autarkie der Landbevölkerung ,sollen ja immerhin 15% von 82 Mio Deutscher sein.

    Ich erhebe nicht den Anspruch, dass sich das o.g. Modell auf die Energieversorgung der BRD hochrechnen läßt -- das geht 1:1 sicherlich nicht. Es zeigt aber wie ich finde gut, dass grundsätzlich eine eigene Versorgung möglich und wirtschaftlich sein kann / könnte.

    -2 MW Solar ? Wenn das alle Dörfer machen haben wir zusätzlich 24 GW Solar, da sind wir locker über den 52 GW, die sich die Nachhaltigen insgesamt gönnen wollen.

    Ja, 2 MW Solar.

    -5000ha für die heilsamen Biokraftwerke. Wenn das nun alle machen würden 60 Mio.ha. Deutschland hat nur 17 Mio ha landwirtschaftliche Fläche. Lebensraum im Osten oder in Mali?

    Ich komme auf 500 ha, ansonsten: s.o.

    Kommt jetzt auch noch die Erderwärmung , machen auch noch die BHKW pleite.

    EEs haben auch noch den 10 bis 30 fachen Ressourcenverbrauch je KWh im Vergleich mit fossilen KW.

    Nur durch den Einsatz von Shalegas haben sich die Strompreise in den USA seit 2008 auf 7 uscent je KWh halbiert, für den Endverbraucher !

  119. @ H2:
    Um Details brauchen wir nicht zu feilschen. (Obwohl: Schon 1000 € / kW bei der Methanisierungsanlage sind nur eine vage Zukunftsversprechung aus einem Werbetext, 750 sind unrealistisch und 600 € reine Utopie. Der ‚Stand der Technik‘ heute liegt bei 20.000 € / kW. Das nur mal als Beispiel, über was wir noch streiten könnten).
    JETZT geht es nicht. Nicht einmal annähernd. Da sind wir uns wenigstens einig.

    Ich frage mich allerdings, weshalb Sie von stetig steigenden Strompreisen ausgehen. Eine ’natürliche‘ Begründung gibt es dafür nicht.
    -- Bis zur Einführung des EEG sind die Stromkosten in Deutschland im Gegenteil inflationsbereinigt (und nur das zählt) stetig gesunken.
    -- In den USA, die einen anderen Kurs als wir fahren, sind die Strompreise in den letzten Jahren sogar drammatisch gesunken.
    -- Technischer Fortschritt betrifft nicht nur die Weiterentwicklung der ‚Erneuerbaren‘.Komponenten, sondern auch die konventionelle Sparte. Gerade konventionelle Kraftwerke zeigen eine immer noch anhaltende stetige Verbesserung ihrer Effizienz.

  120. @H2
    Speicherkosten…..ok, gibbet eben noch ne Studie:
    http://www.fsave.de/download/fachliteratur/2009%20Neue%20Konzepte%20f%20Warmwasserspeicher%20%28Artikel%29_VDi-Fachtagung_Wilhelms.pdf
    Tabelle 1.

    Erdgasspeicher…..wenn Du autark sein willst, kannste nich plötzlich wieder die bösen Energiekonzerne als Speicherschlampe missbrauchen, sondern musst sozialistisch korrekt Deinen eigenen Speicher bauen, basta.
    Ansonsten ist Dein Projekt auch nur ne Mogelpackung für Blöde.
    Es gäbe da noch so einige andere kleinere Punkte bei Dir zu bemängeln aber solange Dein theoretischer Pfusch mit den Gasspeicher bestehen bleibt, brauchen wir darüber garnet zu reden.
    H.E.

  121. @ H2:
    Um Details brauchen wir nicht zu feilschen. (Obwohl: Schon 1000 € / kW bei der Methanisierungsanlage sind nur eine vage Zukunftsversprechung aus einem Werbetext, 750 sind unrealistisch und 600 € reine Utopie. Der ‘Stand der Technik’ heute liegt bei 20.000 € / kW. Das nur mal als Beispiel, über was wir noch streiten könnten).
    JETZT geht es nicht. Nicht einmal annähernd. Da sind wir uns wenigstens einig.

    Zu den Kosten für die Methanisierung: SolarFuel, die solche Anlagen bereits gebaut haben, geben für ihre Gamma-Anlage einen angestrebten Preis von unter 1000 € / kW an. 20.000 € es heute definitiv nicht.
    Und ja: jetzt geht es nicht, d’accord.

    Ich frage mich allerdings, weshalb Sie von stetig steigenden Strompreisen ausgehen. Eine ‘natürliche’ Begründung gibt es dafür nicht.
    -- Bis zur Einführung des EEG sind die Stromkosten in Deutschland im Gegenteil inflationsbereinigt (und nur das zählt) stetig gesunken.

    Da widerspreche ich Ihnen. Es zählt der Preis, den der Verbraucher zu zahlen hat. Und das die Preise inflationsbedingt ansteigen werden, darauf können wir uns einigen. Der von o.g. Preis bleibt im Gegensatz dazu konstant (oder nahezu, Heinz Eng wiess ja auf steigende Substratkosten hin, die allerdings nur einen marginalen Einfluss haben).

    -- In den USA, die einen anderen Kurs als wir fahren, sind die Strompreise in den letzten Jahren sogar drammatisch gesunken.
    -- Technischer Fortschritt betrifft nicht nur die Weiterentwicklung der ‘Erneuerbaren’.Komponenten, sondern auch die konventionelle Sparte. Gerade konventionelle Kraftwerke zeigen eine immer noch anhaltende stetige Verbesserung ihrer Effizienz.

  122. @ H2:
    Um Details brauchen wir nicht zu feilschen. (Obwohl: Schon 1000 € / kW bei der Methanisierungsanlage sind nur eine vage Zukunftsversprechung aus einem Werbetext, 750 sind unrealistisch und 600 € reine Utopie. Der ‘Stand der Technik’ heute liegt bei 20.000 € / kW. Das nur mal als Beispiel, über was wir noch streiten könnten).
    JETZT geht es nicht. Nicht einmal annähernd. Da sind wir uns wenigstens einig.

    Zu den Kosten für die Methanisierung: SolarFuel, die solche Anlagen bereits gebaut haben, geben für ihre Gamma-Anlage einen angestrebten Preis von unter 1000 € / kW an. 20.000 € es heute definitiv nicht.
    Und ja: jetzt geht es nicht, d’accord.

    Ich frage mich allerdings, weshalb Sie von stetig steigenden Strompreisen ausgehen. Eine ‘natürliche’ Begründung gibt es dafür nicht.
    -- Bis zur Einführung des EEG sind die Stromkosten in Deutschland im Gegenteil inflationsbereinigt (und nur das zählt) stetig gesunken.

    Da widerspreche ich Ihnen. Es zählt der Preis, den der Verbraucher zu zahlen hat. Und das die Preise inflationsbedingt ansteigen werden, darauf können wir uns einigen. Der von o.g. Preis bleibt im Gegensatz dazu konstant (oder nahezu, Heinz Eng wiess ja auf steigende Substratkosten hin, die allerdings nur einen marginalen Einfluss haben).

    -- In den USA, die einen anderen Kurs als wir fahren, sind die Strompreise in den letzten Jahren sogar drammatisch gesunken.
    -- Technischer Fortschritt betrifft nicht nur die Weiterentwicklung der ‘Erneuerbaren’.Komponenten, sondern auch die konventionelle Sparte. Gerade konventionelle Kraftwerke zeigen eine immer noch anhaltende stetige Verbesserung ihrer Effizienz.

    Einverstanden. Wir sind aber nicht in den USA -- in dieser Hinsicht, leider. Es gibt keine Anzeichen, dass sich etwas am Kurs der Politik ändert, also auch nicht an der Entwicklung der Strompreise. Das mag man bedauern, aber da es ist, wie es ist, nehme ich das als Rahmenbedingung mit in die Betrachtung ein. Sinken die Preise auch hier, dann ist die wirtschaftliche Grundlage weggefallen.

    Sehen Sie die Rechnung als Alternative an, wenn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so bleiben, wie sie sind.

  123. @Rüganer
    Nun ja……das von Kollege Baumann vorgeschlagene BHKW is für ein Eigenheim viel zu fett……30 kW thermische Leistung, die kriegste nie wech…..höchsten Du wirfst die weg über Notkühler.
    Weiterhin kommste bei den kleinen BHKW nie und nimmer auf 50% Wirkungsgrad…..im vorliegenden Fall sind es knapp 35%…….nun jut, am Ende produzierst Du Deinen Strom samt Wartungskosten mit zirka 20-22 Cent/kWh….ohne die Investitionskosten samt Zinsen mitzurechnen. (12.800 Euro plus Installation).

    Das aber, muss am ende jeder selber wissen, wie er dat handhabt.
    MfG
    H.E.

  124. @H2
    Speicherkosten…..ok, gibbet eben noch ne Studie:
    http://www.fsave.de/download/fachliteratur/2009%20Neue%20Konzepte%20f%20Warmwasserspeicher%20%28Artikel%29_VDi-Fachtagung_Wilhelms.pdf
    Tabelle 1.

    Diese Studie bezieht sich auf Speicher bis 50 m³. Bitte recherchieren Sie ein bisschen besser für die genannte Speichergröße.

    Erdgasspeicher…..wenn Du autark sein willst, kannste nich plötzlich wieder die bösen Energiekonzerne als Speicherschlampe missbrauchen, sondern musst sozialistisch korrekt Deinen eigenen Speicher bauen, basta.
    Ansonsten ist Dein Projekt auch nur ne Mogelpackung für Blöde.

    Es gäbe da noch so einige andere kleinere Punkte bei Dir zu bemängeln aber solange Dein theoretischer Pfusch mit den Gasspeicher bestehen bleibt, brauchen wir darüber garnet zu reden.
    H.E.

    Das ist vollkommener Unfug. Autark muss nicht heissen, dass ich alles allein erledige. Das Modell zeigt eine Möglichkeit auf, autark in der Stromversorgung zu sein. Ich sehe absolut keinen Grund, warum sämtliche Aspekte der Infrastruktur autark sein müssen. Den Anspruch erheben Sie, ich nicht.

  125. Einverstanden. Wir sind aber nicht in den USA — in dieser Hinsicht, leider. Es gibt keine Anzeichen, dass sich etwas am Kurs der Politik ändert, also auch nicht an der Entwicklung der Strompreise. Das mag man bedauern, aber da es ist, wie es ist, nehme ich das als Rahmenbedingung mit in die Betrachtung ein. Sinken die Preise auch hier, dann ist die wirtschaftliche Grundlage weggefallen.

    Da wir eben nicht auf der oben erwähnten „Insel der (Un)Seeligen“ leben, wird sich dieser nationale und auch in seinem Kern sozialistische Energiekurs nicht durchhalten lassen.
    Wir stehen im globalen Wettbeweb, die Industrie wird nach Standortbedingungen entscheiden und wenn die Standortbedingungen hier ungünstiger, als im globalen Wettbewerbsumfeld werden, dann erfolgen die Investitionen eben woanders. Das ist i.d.R. kein Prozess von heute auf morgen, i.e. dass ein Unternehmen den Standort ad hoc abschreibt -- es verschiebt nur Zukunftsinvestitionen vermehrt dorthin, wo es die besten Bedingungen vermutet. Das ganze dauert 5-10 Jahre und -- wech isses, samt Arbeitsplätzen und Beitrag zum Sozialprodukt nebst Steueraufkommen. Und eins dürfte kar sein: die Grüne Farbe des Stromes in Deutschland ist kein Standortfaktor für ein Unternehmen, gewendete Energie und „Klimaschutz“ sind es auch nicht -- trotz Glaubensbekenntnis auf der Bilanzpressekonferenz!

    Folge wird sein, dass Energie zum steigenden Preis nicht mehr abgenommen werden kann, weil ganz einfach das Geld in Deutschland vom Verbraucher nicht mehr erwirtschaftet wird. Dann können wir es uns aussuchen: Verarmung und Aufstand der Massen oder die Ware kwh zum planwirtschaftlichen Preis auf Kosten der Infrastruktur. Letzteres hatten wir auf deutschem Boden noch bis vor 23 Jahren…

  126. SolarFuel
    Komische Gesellschaft…..
    http://www.solar-fuel.net/fileadmin/user_upload/1301-SolarFuel-Elektrolyseprojekt.pdf

    Hier bejubeln se die Inbetriebnahme einer „Pilotanlage“ am 08.01.13 die mit 3,3 Millionen gefördert wurde.
    http://www.solar-fuel.net/fileadmin/user_upload/1212-SolarFuel-RichtfestWerlte.pdf
    Und hier feiern se im Dezember 2012 das Richtfest für eine Industrieanlage für Audi.

    Offizielle Angabe des Wirkungsgrades der Methanisierung „über“ 60…..+Wärmeabgabe.
    Sorry……und von Kosten findet man nix, bzw eine ernstzunehmende Quelle.
    So, und nun die Königsfrage…….wo nehmen die das CO2 her für die Methanisierung?
    Und wat kostet dat?
    Ach so, die Anlagen sollten erstmal einen Langzeittest von 3-5 Jahren überstehen um die zu testen…..vorher ist das ganze Gebrabbel dieser Firma nix weiter als Spinnerei.
    H.E.

  127. @H2
    Erdreichwasser/Kies-Wasser/Erdsonde …1.000 -- 100.000 m³……..Kosten, zirka 350 Euro/m³
    Bisher geringe Verbreitung.

    Reicht dat……oder hast nur wieder den ersten Satz gelesen und hast abgewunken?

    Das ist vollkommener Unfug. Autark muss nicht heissen, dass ich alles allein erledige. Das Modell zeigt eine Möglichkeit auf, autark in der Stromversorgung zu sein. Ich sehe absolut keinen Grund, warum sämtliche Aspekte der Infrastruktur autark sein müssen. Den Anspruch erheben Sie, ich nicht.

    Bullshit…….janz einfach Müll, denn in Deinen Fall haste einfach Dein E-Speicherproblem mittels Methanisierung ausgelagert, so wie es die schnöden Energiekonzepte der Bundesregierung und des UBA eh schon vorsehen.
    Sorry, Du willst mich einfach nur verarschen…..und hast die „Machbarkeitsstudien“ auf ein 500 Seelendorf runterskaliert.

    Dein Modell ist einfach nur Betrug und hat nix mit Autarkie zu tun.
    H.E.

  128. SolarFuel
    Komische Gesellschaft…..
    http://www.solar-fuel.net/fileadmin/user_upload/1301-SolarFuel-Elektrolyseprojekt.pdf

    Hier bejubeln se die Inbetriebnahme einer “Pilotanlage” am 08.01.13 die mit 3,3 Millionen gefördert wurde.
    http://www.solar-fuel.net/fileadmin/user_upload/1212-SolarFuel-RichtfestWerlte.pdf
    Und hier feiern se im Dezember 2012 das Richtfest für eine Industrieanlage für Audi.

    Offizielle Angabe des Wirkungsgrades der Methanisierung “über” 60…..+Wärmeabgabe.
    Sorry……und von Kosten findet man nix, bzw eine ernstzunehmende Quelle.
    So, und nun die Königsfrage…….wo nehmen die das CO2 her für die Methanisierung?
    Und wat kostet dat?
    Ach so, die Anlagen sollten erstmal einen Langzeittest von 3-5 Jahren überstehen um die zu testen…..vorher ist das ganze Gebrabbel dieser Firma nix weiter als Spinnerei.
    H.E.

    Das Kohlendioxid kommt aus Biogas, steht doch in dem von Ihnen verlinkten PDF.

    Forschungsförderung ist ja ganz was schlimmes. Wie kann man so was denn machen? Stelle sich einer mal vor, man würde Kernreaktoren zu Forschungszwecken bauen. Aus öffentlichen Mitteln, vielleicht sogar vollständig öffentlich finanziert und nicht nur teilweise … So was geht nun wirklich nicht!

  129. Bullshit…….janz einfach Müll, denn in Deinen Fall haste einfach Dein E-Speicherproblem mittels Methanisierung ausgelagert, so wie es die schnöden Energiekonzepte der Bundesregierung und des UBA eh schon vorsehen.
    Sorry, Du willst mich einfach nur verarschen…..und hast die “Machbarkeitsstudien” auf ein 500 Seelendorf runterskaliert.

    Dein Modell ist einfach nur Betrug und hat nix mit Autarkie zu tun.
    H.E.

    Was gibt es an den Erdgasspeicher auszusetzen? Funktioniert doch offensichtlich. Wenn man aber partout nicht will, dass es geht, was Sie ja wollen, dann wird diese Möglichkeit eben ausgeklammert. Ich glaube Sie wollen mich verarschen. So, und das war’s mit dem Ausflug auf Ihr sprachliches Niveau.

  130. Hmmm, fangen wir doch mal mit was einfachem an:

    http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2013/01/Tabelle-PV-Erzeugung-Verbrauch.png

    Die Summe der dort ausgewiesenen ‚effektiven Leistung in %‘ über’s Jahr beträgt nicht 100%.

  131. SolarFuel…

    Siemens gibt an, dass derzeit die Kosten ‚im fünfstelligen Bereich‘ sind.
    Das habe ich mit ‚20.000 €‘ übersetzt.

  132. @ H2

    Haben Sie sich inzwischen Gedanken gemacht, woher das ganze Gas zum Betrieb des BHKW kommen soll (siehe # 58)? Nur mit gutem Willen lassen die Dinger sich nicht betreiben.

  133. @H2
    CO2 kommt aus Biogas……national wollen wir aber knapp 100Twh Biomethan speichern……da kannste mal ausrechnen, wie groß die Flotte der Biogasanlagen sein muss…..zumal das Ausfiltern des CO2 extra Kosten verursacht, die mit eingepreist werden müssen.
    Du hast von einem autarken Dorf mit 500 Einwohnern gesprochen und nicht ich…….und wenn ich den größten Teil meiner erzeugten Energie einfach nur wieder anderen aufhalse, ist dieses Dorf rein logisch nicht autark, also Dezentral.

    Der überschüssige Strom kann verkauft werden…….das bedingt eine Stromleitung zum öffentlichen Netz……und das ist Dein mieser Trick um Deine eigenen Stromkosten zu senken, hälst Du mich für so dusselig?
    Du baust eine völlig überdimensienierte Anlage auf um das Meiste an Erträge schnöde zu verscherbeln, aber so funktioniert dezentral und autark eben nicht.
    WKA…30.000 kW installierte Leistung und 1489 Vollaststunden, erbringen am Jahresende 44.670.000 kWh Stromertrag, geteilt durch 500 Einwohner, ergibt 89.340 kWh pro Einwohner……wo laut Tritium ein „Haushalt“ gerade mal 10.000 kWh braucht. Dat alleine nur mit Windstrom…….Solar und Bio hab ick noch nich mal mitgerechnet.
    Sorry……Dein Modell ist Müll hoch 20.
    H.E.

  134. @ Wolfgang Flamme:
    Guten Morgen.
    Siehe hier # 92.

  135. Ok Tritium, danke für den Hinweis. Ich hatte die aufgelaufenen Kommentare wohl zu flüchtig gesichtet.

    Die Aussage …
    „Tatsächlich ergibt sich ein Speicherbedarf von 21,5%“
    … kann ich allerdings auch nicht nachvollziehen.

  136. @H2
    Ups….ick seh gerade, Du sprichst von 500 Haushalten……macht aber am Ende auch kein Unterschied.
    Diese 500 Haushalte benötigen im Durchschnitt eine Leistung von 570 kW……Du baust aber eione Anlage mit einer Erzeugerkapazität von ingesamt 36.000 kW auf…….also pro Haushalt 72 kW……..und meinst dat wäre ne gute Idee?

    Kleines Beispiel…….eine Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern zieht in der Winterspitze maximal 10.000 kW Strom aus dem Netz…….und liegt im Minimum in der Sommernacht bei knapp 1.500 kW……damit Du mal ein Gefühl für tatsächliche Daten bekommst.
    Zum BHKW…….die Wartungskosten meiner Viecher mit 1 MW liegen bei knapp 100.000 Euro im Jahr, da sind aber weder die GR (zirka 170.000 Euro) noch größere Reperaturen mit inbegriffen, daher kannste Deine 4% schon mal logger in den Skat drücken……und auf 8-12% jährliche Wartungskosten aufstocken.
    Jut, sollte erstmal reichen…….denn die Personalkosten sind auch net korrekt und Gebäudehüllen, Energieabrechnung, Software, zentrale Steuerung schlagen nochmals mit hohen Kosten zu.
    H.E.

  137. @ Heinz Eng #126

    So, und nun die Königsfrage…….wo nehmen die das CO2 her für die Methanisierung?

    Ist doch ganz einfach. Da stellen wir dann ein Braunkohle-Kraftwerk hin. Das hat sogar den Vorteil, dass die Krähenspiegel und Miefquirle von H2 ein geeignetes Backup haben.

  138. @ Wolfgang Flamme:

    “Tatsächlich ergibt sich ein Speicherbedarf von 21,5%”

    …der Jahresverbrauchsmenge

  139. Tritium,
    ‚Jahresverbrauchsmenge‘ hatte ich implizit schon vorausgesetzt. Aber ich komme damit schon auf ~26% -- und da sind Lade-/Entladeverluste, Selbstendladung etc noch gar nicht dabei. Woher kommen die 21,5%?

  140. @ Wolfgang Flamme:

    Aber ich komme damit schon auf ~26%

    Hmmm, ich auch.
    Rechenfehler.
    Zugunsten der NIE. Das ganze wäre also noch ein Stück teurer. Aber bei 5,xx Speicherkosten ändert das an den Konsequenzen sowieso nichts mehr.

  141. #108

    -- ein elektischer Wirkungsgrad der BHKW von 50%

    öhm, wo gibts die zu kaufen?
    rechnen sie lieber mit realistischen 35%

    dies gilt auch für ihr bestcase-szenario. bhkws sind nix anderes alls stationäre verbrennungsmotoren, da sind in 10jahren keine signifikanten wirkungsgradsprünge zu erwarten

    -- der überschüssige Strom kann verkauft werden, und war im Schnitt zu 6 ct / kWh

    funktioniert nicht. die rede war von autoarkie. ansonsten müssten sie die indirekten kosten (volkswirtschaftlich zusatzkosten durch z.b. vorhaltung von netzung usw.) bestimmen. ist zwar machbar, aber für so ein beispiel viel zu aufwändig.
    rechnen sie erst mal ein sich selbst versorgendes dorf durch, dannach sehen wir weiter ^^

    Mit den o.g. Werten errechne ich c.p. einen Strompreis von ca. 32 ct / kWh. Steigere ich den aktuellen Strompreis von 24ct um 3% (5%) pro Jahr, so ergibt sich 2023 ebenfalls ca. 32 ct (bzw. 39 ct).

    das ist ein äpfel und birnenvergleich. wenn sie sich die strompreisentwicklung in den jahren vor der energiewende (vor 2000) ansehen, dann werden sie merken das der strompreis in deutschland kein inflationstreibendes kriterium war. damit sind kostensteigerungen, welche durch den klassischen konventionellen energieversorger direkt beeinflusst werden können, eher als unrealisitsch einzuschätzen.
    also wenn, dann bitte einen strompreis als vergleich, welcher um die energiewendekosten bereinigt wurde

    auch wenn hier immer noch andere zahlen rumgeistern…
    bezogen auf den heutigen endkundenpreis, hat der erzeuger im landesweiten mittel nur noch zu ca. 25% einfluss.
    so rein gefühlsmässig würd ich sogar sagen, das die erzeugungskosten, inflationsbereinigt, über die letzten jahre/jahrzehnte gefallen oder zumindest stabil geblieben sind…
    aber keine ahnung ob das stimmt.

  142. #113

    Gibt es einfache Erdgas-Generatoren ? …
    Selbst bei einem Wirkungsgrad von 50 % wäre der selbst erzeugte Strom ja nur halb so teuer wie der Strom aus der Leitung. Und ein bisschen Wärme fällt ja auch ab….

    * bei nem bhkw liegst bei um die 35% wirkungsgrad (elektrisch)
    * bei ner mikrogasturbine wohl um 30% oder noch niedriger

    * abwärmenutzung kannst knicken, wenn du die anlage stromgeführt fähst.
    * strom kannst knicken, wenn du die anlage wärmegeführt fährst

    * willst den strom verkaufen, brauchst nen speicher für deine abwärme. der sollte dabei nicht zu klein bemessen sein

    * es kann sich aber, eeg-bedingt, trotzdem rechnen. müsste halt sauber und ehrlich kalkuliert werden.

  143. #114

    @H2

    Einige Fehler in Deiner Grundannahme
    -Du musst Dein Biomethan auch selber speichern und kannst dat Zeuch nich dem Erdgasnetz aufhalsen

    Muss ich? Warum? Ich habe aber in der Tat vergessen zu schreiben, dass im Preis 3 ct pro kWh für diese Dienstleistung enthalten sind.

    jap müssen sie. oder sie berücksichtigen noch die indirekten volkswirtschaftlichen kosten.
    diese sind im gegensatz zu den indirekten kosten, welche üblicherweise den fossil-nuklearem-komplex angelastet werden auch relativ eindeutig bezifferbar. is halt nur ne schweine arbeit, die man nicht einfach nebenbei macht.
    mit spreicher rechnet es sich fürn anfang leichter :)

    #114

    Netzentgelt von 6 ct / kWh habe ich allerdings abgezogen, da es ein eigenes Netz gibt.

    funktioniert nur bedingt, da durch die nutzung des öffentlichen netzes indirekte kosten anfallen. sie wollen ja den strom verkaufen.

    #124

    Ich sehe absolut keinen Grund, warum sämtliche Aspekte der Infrastruktur autark sein müssen. Den Anspruch erheben Sie, ich nicht.

    das ist keine idee von uns 😉

    mit indirekten (horror-)kosten haben die ganzen sozialromantiker und grün angemalten gutmenschen begonnen. der ehrlichkeit halber gilt dieser anspruch also auch hier.
    autarkie oder indirekte kosten

  144. #126

    Offizielle Angabe des Wirkungsgrades der Methanisierung “über” 60…..+Wärmeabgabe.
    Sorry……

    so um die 60 is schon realistisch, wobei da gleub ich die co2-bereitstellung unberücksichtigt bleibt.

    die ist, bezogen auf die anlge, jedoch formal richtig.

  145. -- eine 30000 kW Windkraftanlage mit 1315 Vollaststunden / Jahr für 21 Mio €
    -- eine 21000 Methanerzeugungsanlage mit einem Wirkungsgrad von 65% und Kosten von 750 € pro kW

    was mir gerade einfällt…

    zumindest im worstcase-szenario muss ein plötzlicher ausfall der methanerzeugungsanlage einkalkuliert werden.
    dies bedeutet, das ich im schlimmsten fall 30MW windkraft (+pv-anlagen) ableiten muss.

  146. @tritizm, kannst ma di erkannten fehler in deinem artikel korrigieren, und dies bitte auch an EIKE weiterleiten?

    Sonst sind diese fehler immer wieder kontraargumente ohne das man sich weiter inhaltlich mit deinem artikel befassen muss.

    Danke

  147. #146
    sorry, geschrieben per smartphone

  148. In causa H2:

    H2 soll ruhig Strom verkaufen, wenn es im freien Markt ohne Subventionierung geschieht, dagegen ist nichts einzuwenden.
    Eigentlich MUSS er sogar Strom verkaufen, denn wenn das Dorfmodell eine wirkliche Wende herbei führen soll, dann MUSS das Dorf rund doppelr so viel Strom verkaufen, wie es elbst verbraucht um auch die Kreisstadt und die Industriegewerbe zu versorgen, die das Dorf indirekt als Stromverbraucher in Anspruch nimmt. Der Hausverbrauch ist ja nicht alles, er ist sogar der wesentlich kleinere Posten in der Gesamtbilanz.
    Allerdings wird beim Verkauf der Netzbetreiber die Hand aufhalten und 2 ct/kWh für die Benutzung des Mittelspannungsnetzes in Rechnung stellen.

    Natürlich ist sehr sehr vieles von H2 sehr blauäugig kalkuliert worden.
    Aber ist das angesichts des anerkannten Preises von >80 Ct/kwh nicht ziemlich gleichgültig? Ich denke auch, dass der wahre Preis eher bei 1,20 € liegt, aber unbezahlbar ist beides, was H2 ja schon für seinen niedrigen Preis anerkennt. Das ist doch die Hauptsache.
    Ich denke, es wäre jetzt viel produktiver zB über die sozialen Folgen zu sprechen, wenn ein Energiedorf sich die horrenden zusäztlichen Kosten von der Allgemeinheit bezahlen lässt, was in der Praxis nichts anderes heisst als dass die Oma mit der Kleinrente in der Mietwohnung den Bauern Geld zahlen muss, damit die ‚ökologisch‘ leben können und sich nebenbei von dem Geld auch noch einen Porsche in die Scheune stellen.

    Ich würde mich auch fragen, ob man so einem Energiedorf nicht auch im Interesse des Naturschutzes und des Gemeinwohls, Höchstmengen bei der Biomasseproduktion vorzuschreiben sollte, damit es nicht zur Vermaisung‘ der Landschaft kommt und ob eine derart extreme und invasive Landnutzung wie Windräder nicht zum Ausgleich mit einer sehr hohen Steuer belastet werden müssten, quasi als ‚Pacht‘ für die Belästigungen und Schädigungen von Allgemeingut.
    Das sind im gewissen Sinn auch ‚Kosten‘ der Erneuerbaren Energie, die momantan externalisiert werden und die eine zusätzliche Subventionierung darstellen.

    Doch wichtig ist erst mal, dass H2 angefangen hat, mal richtig nachzudenken. Ist doch ein schöner Erfolg :-)
    Ich denke, man sollte ihn eher beglückwünschen als auf ein paar Ecken und Kanten herumzureiten.

  149. #146. Baldmöglichst, morgen abend, denke ich.

  150. Doch wichtig ist erst mal, dass H2 angefangen hat, mal richtig nachzudenken. Ist doch ein schöner Erfolg :-)
    Ich denke, man sollte ihn eher beglückwünschen als auf ein paar Ecken und Kanten herumzureiten.

    find ich auch.

    @149
    :)

  151. wobei, nicht nur er…
    sonst hätte keiner die fhler in deinem artikel gefunden :p

  152. #148
    Eigentlich MUSS er sogar Strom verkaufen, denn wenn das Dorfmodell eine wirkliche Wende herbei führen soll, dann MUSS das Dorf rund doppelr so viel Strom verkaufen

    Wenn, so nur die Überlegung für ein Musterdorf.
    Aber um das Musterdorf gibt es noch andere Musterdörfer die mehr oder weniger diesem Trend folgen und somit alle Stromproduzenten sind und ihren stark fluktuierenden Strom verkaufen müssen um die H² Rechnung gegenfinanzieren zu können.
    Auch ein nicht unbedeutender Kostenfaktor auf der Rechnung ist die Verkabelung/(mini)Pipelines für unser Musterdorf.

    Hoffentlich bauen die Nachbarmusterdörfer keine Phasenschieber in ihr Netz ein. 😉

  153. #152. Peter Patzig

    Hoffentlich bauen die Nachbarmusterdörfer keine Phasenschieber in ihr Netz ein. 😉

    moin Peter,

    immer dieser Defätismus 😉 oder ist an dem Sprichwort „Jeder ist sich selbst der Nächste“ vielleicht doch was dran?

    gruß
    karl.s

  154. Einen Haufen Technik virtuell irgendwo aufzustellen/zu verbuddeln und die anfallenden virtuellen Kosten dafür aufzuschreiben ist eine Sache. Eine ganz andere -- viel fundamentalere -- ist zu zeigen, daß der Haufen Technik tatsächlich geeignet wäre, eine bestimmte Bedarfsdeckungsaufgabe auch zu bewältigen.

  155. Eine ganz andere — viel fundamentalere — ist zu zeigen, daß der Haufen Technik tatsächlich geeignet wäre, eine bestimmte Bedarfsdeckungsaufgabe auch zu bewältigen.

    Wenn schon die Kosten selbst bei blauäugigster Betrachtung das Konzept unmöglich machen, dann kann man sich alles weitere doch sparen, denke ich mal.

  156. @Tritium
    Einspruch Euer Ehren.

    Dezentral ist ideal? Vom Glück der Autarkie. …………….das war das Thema Deines Artikels, wie kann sich ein Einzelhaushalt unabhängig von Stromnetz machen und was kostet der Spass am Ende.

    Ok, ich gehe noch soweit mit, das H2 versucht hat, diese Idee auf einen Verbund von 500 Haushalten auszuweiten.
    Sein Ansatz mit der Mischung Wind/Sonne/Biogas war auch bis dahin soweit in Ordnung und auch sinnvoll.
    Dann aber versuchte er Überschüsse einfach verkaufen zu wollen, ergo nicht autark zu arbeiten und das würde die Idee Deines Artikels konterkarieren. Die Berechnung einer komplett autarken Energiegemeinde muss deshalb so erfolgen, als ob dieses Dorf keinen Anschluss ans Strom und Gasnetz hat, darauf bestehe ich nun mal.

    Wenn wir diese Regel aufweichen, kann das Ergebnis seiner Kostenrechnung nun mal nicht mit Deiner vergleichbar sein…….das ist eine reine Definitionsangelegenheit.
    Wie Peter Patzig schon schrieb, ich kann nicht davon ausgehen, das wenn ich unbedingt meine Überschüsse ins Netz quetschen muss, das die auch jemand haben will…das würde nämlich heißen, das dieses Musterdorf auch noch Stromhandel treiben muss…..und unter Umständen sogar mit negativen Preisen rechnen muss.
    Denn wenn Musterdorf Überschüsse aufgrund der Wetterbedingungen hat…..ist damit zu rechnen, das alle anderen Autarken Dörfer Überschüsse haben…….und die loswerden wollen.
    Weiterhin möchte ich anmerken, das bei seinen Modell keine Pflicht der übergeordneten Netzbetreiber besteht, die Überschüsse des Musterdorfes auch abnehmen zu müssen, wie es noch derzeit beim EEG-Strom gehändelt wird.

    Ich will einen klaren Cut……“.Autark“,….. alles was produziert wird, muss auch selber verbraucht oder gespeichert werden…..einschließlich der Frequenzhaltung und was sonst so nötig ist, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
    Die damit berechneten Kosten wären dann so halbwegs mit Deiner Einzellösung vergleichbar……alles ander sind nur Nebelkerzen.
    Sorry…….diesmal is Onkel Heinz der Krümelkacker und Erbsenzähler……zum Wohle der Massage.
    H.E.

  157. Wir sollten einige Randbedingungen festlegen, damit die Berechnungen am Ende ein Vergleichbarkeit aufweisen.
    Strombedarf….pro Haushalt 10.000 kWh (erscheint mir zwar sehr hoch, kommen aber von Tritiums Artikel)
    Gesamtjahresverbrauch bei 500 Haushalten…..5.000.000 kWh…..Jahresspitzenleistung = 1.000 kW, Jahresminimalleistung….100 kW.
    Da wir mit KWK rechnen……Wärmebedarf pro Haushalt….15.000 kWh…= 7.500.000 kWh thermisch.

    Personalaufwand…..ick würd ne GmbH gründen…..1. Geschäftsführer, eine Verwaltungskraft die die Lohnbuchhaltung, Energieabrechnung und sonstiges abfängt, ein technischen Leiter, 3 Kombimonteure, die in der Lage sind Strom-, Gas- und Nahwärmeanlagen zu bedienen und kleine Störungen selber zu beheben. Alles andere wird dann über Wartungsfirmen abgefangen, Zugriffszeit 4 Stunden (mit den entsprechenden Wartungsverträgen).

    PS. Ach übrigens, ein schönes Beispiel für ein natürliches Monopol, denn die Bewohner dieses autarken Musterdorfes können sich keinen anderen Stromanbieter aussuchen und sind auf Gedeih und Verderb auf ihre Dorf-GmbH angewiesen.
    H.E.

  158. Wenn schon die Kosten selbst bei blauäugigster Betrachtung das Konzept unmöglich machen, dann kann man sich alles weitere doch sparen, denke ich mal.

    Man kann sich gleich zu Beginn _alles_ sparen, wenn man nur zuvorderst fragt: „Welches Konzept?“

    Es gibt keins. Das ganze Technik- und Kostenblabla soll nur den Eindruck erwecken als gäbe es da etwas, was einer Diskussion überhaupt lohne.

  159. Wenn man son Musterdorf kalkuliert, darf man die Infrastruktur(Industrie/ Verwaltung/Handel/Kindergarten usw) nicht vergessen.
    Da kommt man dann auf einen Strombedarf von 7500 kWh pro Person/Jahr.

  160. Ich finde den Artikel von Tritium sehr gut und der macht auch Sinn, da er sich mit den Phantasien bestimmter Leute von der Selbstversorgung auseinandersetzt.
    Allerdings sollte man dazu noch anmerken, dass der Haushaltsstromverbrauch in Deutschland nur ungefähr ein Viertel des Gesamtstromverbrauchs ausmacht. D.h. der „autarke“ Haushalt erzeugt zwar seinen direkten Verbrauch (3500kWh/a) selber behält aber die Verantwortung für weitere 11800 kWh/a (Zahlenwerte von 2010).
    Die Alternative wäre nur das Eremitendasein im Wald ohne jeglichen Kontakt mit der Zivilisation.

    Schon das 500-Seelen-Dorf macht überhaupt keinen Sinn. Wofür soll das ein Beispiel sein?
    Wenn es ein Modell sein soll, wieviele Stadtbewohner soll es mitversorgen, wieviel Industriestrom zur Verfügung stellen? Wenn es keinen ökonomisch und technisch sinnvollen Beitrag zur Gesamtstromversorgung leisten kann ist es nichts weiter als ein teures Spielzeug.

  161. @Wolfgang
    Ähmm, ick hätte ein Konzept anzubieten….wat mir schon ne Weile im Kopp rum schwirrt.

    Bleiben wir bei dem Musterdorf mit 500 Haushalten und sagen wir mal, 2000 Einwohnern…..so das ich meine eigne Betriebserfahrung mit den Verbräuchen 1.10 herunterbrechen kann.

    Vobereitende Massnahmen:
    1. Da ich ohne hin ein Nahrwärmenetz bauen muss, knall ich in den Graben auch gleich noch eine Gasleitung und möglichst auch noch ein Steuerkabel hinein, denn alleine schon die Tiefbaukosten fressen ja zirka 40-60% der Gesamtinvestition, die Mehrkosten für die Gasrohre und Steurkabel fallen da nicht mehr so ins Gewicht.
    2. Jeder Haushalt wird mit 2. Stromkreise ausgerüstet……der erste (ick nenn ihn Garantiestromkreis) ist für Licht, Wärmekompaktstation, Fernseher, Radio und Ladegeräte da und sollte mit max 3 Ampere abgesichert sein.
    Der zweite Kreis (Leistungskreis) bedient alle weiteren Geräte im Haushalt, kann aber jeder Zeit zentral abgeschaltet werden.
    Kochen erfolgt grundsätzlich mit Biomethan aus der Gasleitung, Wärme/Geb5rauchtwarmwasser wird ausschlieslich per Nahwärme erzeugt (in der Kompaktstation).
    Da wir ja Vorzeigeobjekt sind, hat sich kein Bewohner dieser Massnahmen zu verweigern, ansonsten droht Ausweisung aus dem Stromparadies.

    Uff, soweit einverstanden?
    Ende Teil 1

  162. Abweichend von H2 sein Konzept würde ick die Biogasanlage weglassen, da ich ohnehin schon Biomethan mit der „Power to Gas“-Anlage erzeuge, das nötige CO2 wird der Atmosphäre entnommen…..die wir ja vom bösen Klimakillergas befreien wollen. Anstelle Biogas würde ick einen 1-2 MW Hackschnitzelkessel aufstellen für den thermischen Spitzenbedarf im Winter (zierka 2 MW). Anschließend wären ein Gasspeicher und ein thermischer Speicher zu errichten, Solaranlagen auf den Hausdächern der Bewohner, ein paar Windräder, 2 BHKW mit jeweils 1 MW elektrisch…..uuuuund…..2 Akkus mit jeweils einen Wechselrichter mit 1 MW Leistung (aus redudanzgründen) Jeder sollte in der Lage sein, jeweils 8 Stunden die Höchstlast von 1 MW zu erbringen.
    Die WKA werden ausschließlich die Methanisierungsanlage mit Windstrom beliefern aber NICHT das eigentliche Stromnetz.

    Dreh und Angelpunkt werden die Akkus samt Wechselrichter sein, diese sorgen für eine stabile Spannung und Frequenz, die dann auch als Synchronisierungsgrundlage für BHKW und Solarwechselrrichter sein werden.
    Dimensionen…..hmm, die müssten sich nach dem schlechtesetn Windjahr richten, das in den letzten 20 Jahren zu verzeichnen war…..was nützt der Durchschnitt, wenn dann 3 Tage vor Weihnachten alle Speicher leer sind.

    Bei akuten Speichermangel kann man die Last aber erstmal durch abschalten des häuslichen „Leistungsstromkreis“ drosseln…….und wenn das Biomethan knapp wird, kann man die Kochgaslieferung auch mal unterbrechen, hauptsache die wichtigsten Nöte werden noch mit dem spärlichen Rest bedient.

    Naja…..wir sind ja gnädig, zur Not geht noch ein mit Biodiesel betriebenes Notstromaggregat, wenn nix anderes mehr da ist…….wir wollen ja die armen Dorfbewohner nich völlig im Dunkeln sitzen lassen.

    Ähmm, hier darf jetzt gerne H2 ansetzen um die Dimensionen der Gesamtanlage zu berechnen…..viel Spass dabei.
    H.E.

  163. Uff, soweit einverstanden?

    Klingt wie eine zeitgenössische Adaption von Kishons „Der Blaumilchkanal„. Graben Sie. Verlegen Sie ohnehin und nichtsdestotrotz. Schalten und walten Sie und stoßen Sie wilde Rufe wie „Man könnte doch noch …“ und „Das wollte ich immer schon mal machen!“ aus. Aber erwarten Sie von mir keine Zustimmung und keine Geld- oder Sachspenden.

  164. @Wolfgang

    Lach……genau das hab ick von Dir erwartet.
    Die deutsche Energiewende………da spielt Geld keine Rolle, da kann ick mir ooch mal was zusammenspinnen, macht ja die Gegenseite genauso.

    Wenn ich es wollte, würde ich den energetischen „Blaumilchkanal“ bauen und niemand würde mich daran hindern……ich würde meine Visionen wie Sonnenblumenkerne übers Volk streuen, die Öko-Besudelten würden mich feiern als globalen, ach was sag ich, als universalen Vorreiter, die Fördergelder alsbald wie warme Milch in den endlosen Abfluss meiner Phantasie versickern…..und wenns nich funktioniert, dann hat garantiert einer der Energielobbyisten Sabotage begangen.

    Ich glaube, ich hab Potential……..mir dermassen fett die Taschen zu füllen mit der Energiewende, das EXXON blass vor Neid werden könnte.
    Yes……I can……mal schnell in den Keller, mal wieder die Innenwand der Gummizelle malträtieren.
    Grins und wech……..ähm, die anderen Leser waren wohl völlig perplex, keine Widerworte, keine Mecker….hmmm.

    Onkel Heinz………der Wolfgang-Schocker

  165. @Heinz Eng

    und wenns nich funktioniert, dann hat garantiert einer der Energielobbyisten Sabotage begangen

    .

    Im Zusammenhang möchte ich an den Ingenieur Oldenborger erinnern, der in Solschenizyns Werk „Der Archipel Gulag“ erähnt wird:

    „…den Prozeß rund um den Selbstmord des Ingenieurs Oldenborger (Oberstes Tribunal, Februar 1922), einen von allen vergessenen, unbedeutenden und gänzlich aus der Reihe fallenden Prozeß. Darum nämlich fällt er aus der Reihe, weil er ein einziges menschlichesLeben betraf und dieses Leben -- bereits zu Ende war. Denn so er nicht gestorben wäre, säße eben jener Ingenieur, und obendrein zehn Mann mit ihm, als personifiziertes Zentrum,
    auf der Anklagebank des Obtrib, wodurch sich der Prozeß denn auch in selbige Reihe bestens eingefügt hätte. (…)

    W. W. Oldenborger hatte dreißig Jahre bei den Moskauer Wasserwerken gearbeitet und war offenbar bereits um die Jahrhundertwende zum dortigen Chefingenieur avanciert. Das Silberne Zeitalter der Kunst, vier Staatsdumas, drei Kriege, drei Revolutionen waren ins Land gegangen -- aber Moskau trankunentwegt Oldenborgers Wasser. Die Symbolisten und die Futuristen, die Reaktionäre und die Revolutionäre, die Junker und die Rotgardisten, die SNK, Tscheka und RKI -- alles trank Oldenborgersklares kaltes Wasser. Er war unverheiratet, kinderlos und hatte nichtsanderes im Leben als diese seine Wasserleitung. 1905 versperrte er den Soldaten eines Wachtrupps den Zugang zum Werk -- »denn eskönnten von den Soldaten aus Ungeschicklichkeit Rohre oder Maschinen beschädigt werden«. Am zweiten Tag der Februarrevolution sagte er seinen Arbeitern, die Revolution sei vorbei, Schluß und genug und alles auf die Plätze und Wasser braucht’s zu jeder Zeit. Auch in den Moskauer Oktobertagen war eine intakte Wasserleitung seine einzige Sorge. (…)

    »Ausschließlich Arbeiter haben bei uns an derSpitze zu stehen, ausschließlich Kommunisten die volleFührungsgewalt auszuüben! (…) im Namen dieses selben Widerwillenswerden wir keinen einzigen verantwortungsvollen Posten einem uns nicht klassenverwandten Menschen überlassen, ohne ihm einen…Kommissar zur Seite gestellt zu haben.
    « Auf Anhieb begann jedermann den Chefingenieur zu korrigieren, dirigieren, instruierenund ohne sein Wissen das technische Personal zu versetzen (»dasNest der Geschäftemacher wurde aufgelöst«). Die Wasserwerkserrettung mißlang trotz alledem. Nicht aufwärtsging es mit der Arbeit, sondern bergab! So schlau war der Ingenieursklüngel bei der hinterlistigen Durchführung seines bösen Plans. Mehr noch: unter Hintanstellung seiner »zwischenschichtigen Intelligenzlernatur«, welche ihm bislang verbot, starke Ausdrücke zuverwenden, erdreistete sich Oldenborger, die Handlungsweise des neuen Wasserwerkchefs Zenjuk (Krylenko: »… eine wegen ihrerinneren Struktur zutiefst sympathische Persönlichkeit«) als verbohrten Despotismus zu bezeichnen! Da trat es mit einem Mal zutage, daß »Ingenieur Oldenborger bewußt die Interessen der Arbeiter verrate und ein direkter und offener Gegner der Diktatur der Arbeiterklasse ist«. Daraufhin wurden, einenach der anderen, Kontrollkommissionen ins Wasserwerk beordert, die allerdings an der Wasserleitung wie am Wasser nichtsauszusetzen fanden. Die Rabkrin-Leute gaben sich damit mitnichten zufrieden; Meldung um Meldung schwirrte in die RKI. Oldenborger setzte einfach alles dran, um »die Wasserleitung aus politischenBeweggründen zu zerstören, zu verderben, zu zertrümmern«, und brachte es lediglich nicht zustande. Na, wo’s immer ging, fiel man ihm in den Arm, ob bei der verschwenderisch geplanten Kesselreparatur, ob beim Umbau der Holzbehälter auf Beton. Bei denWerksversammlungen sprachen nun die Arbeiterführer unverhohlen davon, daß der Chefingenieur »die Seele einer organisiertentechnischen Sabotage« sei, weswegen man seine Weisungen nichtbefolgen dürfe. Und trotz alledem kam die Sache nicht ins Lot, wurde schlimmer mit jedem Tag!

    (…) Der Chefingenieurwurde aus dem Verwaltungskollegium der Wasserwerkeausgeschlossen, dann in eine Atmosphäre permanenter Untersuchungen versetzt, ununterbrochen vor zahlreiche Kommissionen und Subkommissionen zitiert, verhört und mitdringlichst auszuführenden Aufträgen überhäuft. Jedes Nichterscheinen wird im Protokoll vermerkt, »für den Fall einerkünftigen Gerichtsverhandlung«. Über den Arbeits- und Verteidigungsrat (Vorsitzender -- Genosse Lenin) setzen sie die Ernennung einer »Außerordentlichen Troika« für das Wasserwerk ein (Rabkrin, Gewerkschaftsrat und Gen. Kuibyschew).Doch das Wasser floß schon das vierte Jahr unverdrossen durchdie Rohre, die Moskauer tranken es und merkten nichts…Da schrieb Gen. Sedelnikow einen Artikel für das Wirtschaftsblatt Ekonomitscheskaja Schisn:
    »Angesichts der die Öffentlichkeit beunruhigenden Gerüchte über den katastrophalen Zustand der Wasserleitung« teilte er viele neue beängstigende Gerüchte mit und sogar: daß das Wasserwerk das Wasser unter die Erde pumpt und »bewußt die Fundamente von Moskau unterschwemmt« (welche nochvon Iwan Kalita herstammten). Eine Mossowjetkommission wurde auf den Plan gerufen und befand »den Zustand der Wasserleitung für zufriedenstellend, die technische Leitung für rationell«. (..).
    «Was blieb nun den Arbeiterführern? Welches letzte, doch sichere Mittel? Eine Anzeige bei der Tscheka! Gesagt, getan. Sedelnikow zeichnet »das Bild einer bewußten Zerstörung der Wasserleitungdurch Oldenborger«, er zweifelt nicht am »Bestand einerkonterrevolutionären Organisation bei den Wasserwerken, im Herzen des Roten Moskau«. Und außerdem: der katastrophale Zustand des Rubljowsker Wasserturms!

    An diesem Punkt aber leistet sich Oldenborger einen taktlosen Fehltritt, einen rückgratlosen und zwischenschichtigen,intelligenzlerischen Ausfall: An diesem Punkt aber leistet sich Oldenborger einen taktlosen Fehltritt, einen rückgratlosen und zwischenschichtigen,intelligenzlerischen Ausfall: Eine Bestellung von neuen ausländischen Kesseln (die alten können im Augenblick in Rußland nicht repariert werden) wird ihm »gestrichen« -- und er bringt sich um.(..)“

    Alles schon da gewesen! Alles kann man nachlesen. Aber leider gerät es immer mehr in Vergessenheit…

  166. @Testpilot #165

    ….im Namen dieses selben Widerwillenswerden wir keinen einzigen verantwortungsvollen Posten einem uns nicht klassenverwandten Menschen überlassen, ohne ihm einen…Kommissar zur Seite gestellt zu haben.

    …..kann niemandem schaden, das ganze Buch nochmal zu lesen.

  167. …könnte aber ob der Parallelen, insbesondere in den Anfängen, für Depressionen sorgen….

    Man mache auch nur aus dem alten Wasserwerker W.W. Oldenborger (1922) einen alten Netzingenieur in Oldenburg (2022).
    Das Buch wird dann 2073 in Deutsch geschrieben und 2074 ins Russische übersetzt.
    Ich bin immer wieder überrascht, wie kurz das deutsche, kollektive Gedächtnis reicht…
    …und deshalb wird mir schon wieder ganz schlecht.

  168. Vorholz schreibt:


    http://www.zeit.de/2013/04/Solarenergie-Stromspeicher-Energiewende

  169. Solche spöttischen und bewußt falschen Rechnungen sind ja immer lustig zu lesen und gehen an der Sache vorbei. Also muß man nachdenken und nachrechnen. Tatsächlich haben wir ein Netz und tatsächlich verursachen Netze und Kraftwerke Fixkosten! Wir haben aber ein „Strommarktdesign“ das diese Kosten nicht berücksichitg. Darüber kan man lamentieren aber in anderen Bereichen ist das auch so. Beispiel Firma Opel. die haben fixkosten, ob sie nun mehr oder weniger Autos verkaufen ist deren sache und ich finde es recht nett wenn ich einen Opel zu variablen Kosten kaufen kann und mein Nachbar eine Teil der Fixkosten trägt.
    Beispiel PV PV strom hat praktisch keine variablen Kosten, das macht ihn für andere so gefährlich den er hat demit immer Einspeisepriorität! Er hat Fixkosten, mit anderen Worten es ist einfach sachlich falsch den PV Strom der nach Vollkostenaspekten vergütet wird mit den auf Teilkostenbasis gehandelten Börsenstrom zu vergleichen!
    Wenn ich nun PV Strom zu meinem Nachbarn schicke, dann belaste ich das Netz auf kurzer Strecke ein wenig, aber bevor der Strom aus Skandinavien herbeigeschaft werden muß und zig Milliarden in Stroautobahnen gejagt werden….. Die Allgemeinheit zahlt sich dumm und dabbelig! entlaste ich das Stromentz durch PV den auf dem Weg vom kraftwer bis zu meinem Haus muß weniger Strom geliefert werden wenn der hinter mir liegende Nachbar nicht von kraftwerk sondern von meiner PV versorgt wird. Die Pv spart nicht nur die Leiferung von Strom vom Kraftwerk zu meinem Nachbarn sondern auch Leitungsverluste auf mehr als 99% des Weges, denn ich wohne neben meinem Nachbarn und der mag das strahlende Kraftwerk lieber in Fukuschinma als in seiner Nachbarschaft, da ist er ganz unsozial, und gar nicht solidarisch!

    Strom speichern? Klar ist kein Problem wir brauchen Pumpspeicher und davon noch eine überschaubare Anzahl, man schaut mal in den Katalog die sind pro KW billiger als Kohlegaftwerke und all so was! Speicher zu hause sind blöde, wenn man ein netz hat und den Strom an den Nachbarn geben kann. Pumpspeicher sind Superaffengeil, weil der gespeichert Solarstrom zur nächtlichen Beleuchtung verwendet werden kann. Das Prinzip gibt es als Gartenleuchte für 3,50 Euro das Stück zu kaufen! Schade, daß das nicht ausreicht um meine 10 Kw PV Anage zu powern, aber immrhin!

    Nun mault man gerne über PV doch es gibt ja auch noch Wind der im Winter stärker bläast und vor allen Dingen dann bläst, wenn die Sonne nicht so scheint und umgekehrt das gleich sich aus über das Netz, nicht immer aber Pumpspeicher dazu, da komme man mit allen drei Systemen schon ziemlich weit! Richtig wir sparen Brennstoffe wir rechzieren die CO2 Emission und wir müssen leistungsseitig Pumpspeicher aufbauen und konventionelle etwas, nicht kompett reduzieren! Klar kostet das alles Geld, aber Gas uns Kohle und Öl kosten auch Geld und die Scheichs verdienen prächtig! da soll doch lieber mein netter Nachbar um die Ecke mitverdienen mit seiner PV Anlage als die Saudis!

    Nan rechnet hin und rechnet her und findet, daß sie am Ende alles nicht so viel gibt und nimmet und eine Energiewende nicht mal so teuer wird wie man denkt. Das Problemist nur, es sind andere Leute als bisher die das Geld verdiene. Den großen waren die „Superenditen“ der PV schon immer zu wenig die haben mehr verangt und sind bei der Techink kaum investiert!

    Subventionen für die PV wo sind wir denn? Es ist genau anders herum! die konventionellen sind in Deutschland viel zu teuer! in USA zahlt der Haushaltskunde weniger als 1/3 der Preises! Nicht zuletzt der Staat selbst zockt bei uns ab. Der PV Strom den ich für 17 Cent verkaufe und den mein Nachbar mit 6 meter Hausabstand geliefert bekommt koster dort schon 25 Cent! Aber die 50 % Aufschlag auf den Einkaufspreis reichen dem EVU nicht! Die sagen wir kaufen Strom an der Börse zahlen 5 Cent dafür und nehmen eine Marge wie im Drogengeschäft ! Wir wollen für den Pv Strom mehr Marge nicht 50 % 500 % Aufschlag ! genau so viel wie bisher! Und weil der Staat auf allen Ebenen stark involviert ist, ist es so beschlossen die absurden Margen bleiben garantiert! Das wir so nicht ewig bleiben! Es wird noch spannend werden!
    Ach noch eines, für jeden Deutschen muß ein KW Leistung „konventionell“ vorhanden sein. Das entpricht einem Gegenwert von nicht mal 1.000 Euro, Lass das mal mit 3% Zins und 2 % Abschreibung in den Büchern stehen dann sind das 50 euro für jeden im Jahr, da zieht mein Versorger tatsächlich mehr Grundgebühr, die fixen Kosten sind gedeckt! ! da ist die Industrie schon komplett mit dabei, So teuer ist die „Versrogungssicherheit“ also nicht! also immer schön langsam beim Rechen!

  170. Bin ich nur nicht ausgeschlafen, oder liegt es an der wirren Schreibweise, dass ich nicht verstehe was der Herr über mir an intelligentem Wortmüll von sich gibt?

  171. Herr Friedrich,

    versuchen Sie es doch mal mit Rechnen statt mit Schwafeln.

    Betrachten Sie sich als Kleinunternehmer im Strommarkt.
    Zahlen Sie für jede Infrastruktur, die Sie in Anspruch nehmen den Marktpreis an den Versorger; das Netz, die Speicherung,die Bereithaltung des Backup, den Handel.
    Dazu ein paar physikalische und technische Fakten:
    1. Wind und PV sind intermittierend. Damit eine Vollversorgung möglich wäre, müsste eine Nennleistung installiert werden, die (einschliesslich der Deckung der Leitungs- und Wandlungsverluste) rund 10 mal höher sein müsste als die effektive Leistung. Oder anders: Damit Wind und PV immer 100% des Verbrauchs decken können, muss in günstigen Zeiten viel mehr als 100% produziert werden um die Zeiten abzudecken, in denen zu wenig produziert wird.
    An einem sonnigen Starkwindtag haben Sie dann Spitzen von rund 800% des Verbrauchs. Das Netz kann aber nicht auf einmal das 8-fache dessen transportieren, wofür es ausgelegt ist. Sie müssen das Netz also 8-fach verstärken, um damit fertig zu werden, denn sonst können Sie Ihren Überschuß nicht einspeisen, Vorrang hin oder her.
    Derzeit betragen die Netzkosten 6 t/kWh. I Ihrem Modell sind dann schon 8 x 6 = 48 t/kWh nur für die Netzkosten fällig.
    …und erzählen Sie nichts von wegen ‚ich leite meinen Strom doch nur zum Nachbarn!‘. Sie müssen ihn meistens zum Speicher und wieder zurück leiten. Wenn Sie in Norddeutschland produzieren, die Pumpspeicher aber im gebirgigem Süden liegen, heisst das 2 x quer durch Deutschland!
    2. Der Glaube, es würde schon immer Wind wehen, wenn die Sonne nicht scheint, wird in jeder windstillen Nacht widerlegt, aber mehr noch bei Wetterlagern, in denen wochenlang ganz Deutschland im Winter unter Hochnebel liegt, ohne Sonne, ohne Wind.
    Haben Sie eine Ahnung, wie viele Pumpspeicher es braucht, um auch nur 2 Wochen Totalausfall von Wind und PV zu überbrücken?
    Der grösste Pumpspeicher Deutschlands ist Goldisthal. Er kann maximal 8,5 GWh speichern. Deutschland hat aber einen Verbrauch von 600.000 GWh/Jahr. Das heisst: Der grösste Pumpspeicher Deutschlands könnte nur 7,5 Minuten lang Deutschland versorgen, dann wäre er leer.
    Um die Versorgung für 14 Tage = 20160 Minuten zu sichern, sind demnach 2700 Pumpspeicher von der Größe Goldisthals notwendig.
    Heute kostet so ein Pumpspeicher rund 1 Milliarde € (Und er hat eine Bauzeit von 30 Jahren, wenn’s gut geht).
    Wir hätten also bis zum Jahr 2050, dem Zielpunkt der Energiewende, 2700 Milliarden € allein für die Pumpspeicher zu bezahlen, mit Zinsen sind das dann locker 5000 Milliarden €. Das sind dann pro Einwohner und Jahr 1560 €. Eine vierköpfige Familie müsste über die Stromrechnung also jährlich 6240 € mehr bezahlen. Das würde den kWh-Preis beim Durchschnittsverbrauch einer vierköpfigen Familie von 4500 kWh/Jahr um 1,40 € verteuern!
    Wir sind also schon bei Kosten von 1,90€/kWh OHNE die Produktionskosten.

    Jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Rechnen. Kommen Sie dann bitte mit Ihren belastbaren Zahlen zurück und wir reden weiter.

  172. @Friederich #169

    …..aha, mal wieder das Hader-Prinzip: Den Blog vollschwafeln.

    Klar kostet das alles Geld, aber Gas uns Kohle und Öl kosten auch Geld und die Scheichs verdienen prächtig! da soll doch lieber mein netter Nachbar um die Ecke mitverdienen mit seiner PV Anlage als die Saudis!

    Na, das wird Herrn Asbeck aber freuen, dass der nette Herr Friederich lieber ihm sein Geld für den Kauf weiterer Lust- und Jagdschlösser geben will, als es den bösen Ölscheichs in Saudiarabien in die gierigen Rachen zu schmeißen.

  173. @Friedrich

    Selten so ein Bullshit gelesen, echt jetzt.
    Wenn ick einer der politisch Überkorrekten wäre, müsst ich doch glatt denken, dat Du ein Ausländerfeind oder noch schlimmer, ein Rassist bist (Saudis). Zu Deinem Glück nehm ick es aber bei diesem Thema nich so genau.

    Wat ick aber echt hasse, wenn einer lügt das sich sämtlich Balken biegen, die so manch einer vor den Augen hat.
    Kohle……ham wa selber, heimische Braunkohle sichert fast ein Drittel unserer Stromversorgung……Steinkohle ham auch selber, is aber zu teuer….deswegen importieren wir die ja, weil ja kein Aas ein Cent für deutsche Kohlekumpel übrig hat.

    Aber wo ick mal so richtig sauer werde, wo mir komplett die Galle hochkommt, wo ich versucht bin jemanden die Fresse einzuschlagen…….sind solche Sätze.

    Die sagen wir kaufen Strom an der Börse zahlen 5 Cent dafür und nehmen eine Marge wie im Drogengeschäft !

    Solltest Du diesen Satz wirklich ernst meinen, dann kann ich nur vermuten, das Du von absolut nix ne Ahnung hast oder absichtlich LÜGST.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis
    Lies das und meld Dich wieder, wenn Du es verstanden hast………ansonsten, winke winke.

    Wie mich das ankotzt, bei diesen Typen leuchtet auch Nachts die Sonne.
    Warum machen die nicht endlich mal ernst….Solaranlage aufs Dach, ein Kleinwindrad im Garten, eine Mini-Biogasanlage samt Mini-BHKW daneben, einen fetten Akku in den Keller…….und anschließend ihren Stromanschluss kündigen.
    Wir Netzbetreiber werden dann freudestrahlend an der Grundstücksgrenze das Kabel kappen und ihr könnt dann mit euern Strom machen wat ihr wollt.
    Eins aber solltet ihr tunlichst unterlassen………mit euern Eigenstrom weiterhin die Allgemeinheit finanziell zu belasten.
    Macht es endlich und beweißt uns mit handfesten Daten über mindestens 5 Jahren, wie gut und billig das funktioniert.
    Ansonsten……….Klappe halten, Schulbank drücken.
    H.E.

  174. Im Zusammenhang mit der Photovoltaik eine kleine Randnotiz:

    Deutschland droht der trübster Winter seit 42 Jahren
    Keine 100 Stunden Sonnenschein gab es seit Anfang Dezember in Deutschland. Damit steuert dieser Winter, der für die Meteorologen am 28. Februar zu Ende geht, auf einen Rekord zu: Seit mindestens 42 Jahren ist es der trübste Winter in Deutschland.

    Heutzutage ist das allerdings eher eine gute Nachricht: Je weniger PV-Strom erzeugt wird, desto weniger EEG-Umlage müssen wir bekommen wir auf die Stromrechnung.

  175. Je weniger PV-Strom erzeugt wird, desto weniger EEG-Umlage müssen wir bekommen wir auf die Stromrechnung.

    Das Problem ist, diese Jubelnachricht werden Energiewender am Ende des Jahres ihren „verstärkten Anstrengungen“ zuschreiben und leider nicht dem Wetter…

    Hier kann man live verfolgen, was Öko aktuell an Strom liefert -- momentan ist es mal wieder fast nichts. Bei „100% Erneuerbaren“ stünden uns momentan keine 3 MW Leistung zur Verfügung…
    http://www.transparency.eex.com/de/

  176. achgut.com (Röhl):

    Eine Lanze für das Mittelalter

    ….. Also, noch mal zum Mitschreiben: weil die Stromkosten auch und besonders dank der Aktivitäten von Firmen und deren Lobbyisten aus dem ökoindustriellen Komplex (wie Solarworld) durch die Decke gehen, bietet mir nun ausgerechnet Solarworld Hilfe bei der Deckelung dieser Kosten an. Nämlich, indem ich Solarworld-Produkte kaufe, welche die Netzstromkosten (welche selbstredend trotz einer dürftigen „Eigenstromernte“ weiterhin den Löwenanteil meines Verbrauchs ausmachen werden) in Zukunft noch weiter erhöhen werden. Und zwar 20 Jahre lang, mindestens.

    Kommt mir vor, als schlüge eine Einbrecherbande ihren Opfern vor, bei ihr Alarmanlagen zu bestellen. Ein Angebot, so gnadenlos link, so atemberaubend rotzkackdummfrech, dass man es kaum glauben mag. Rumänische Hütchenspieler an der Playa de Palma sind Kaufleute vom Schlage der frühen Buddenbrooks im Vergleich zu Leuten, die sich derlei Deals einfallen lassen. Es gab Zeiten, in denen solche Gestalten in ein hölzernes Joch gepfercht und auf Marktplätzen ausgestellt wurden. Jeder konnte dann mit faulen Äppeln nach ihnen werfen und sie öffentlich Arschloch schimpfen.

    Nein, nicht alles war schlecht im Mittelalter.

  177. Hallo,

    ich habe bisher auf keiner, ich wiederhole, auf keiner Website eine so dermaßen große Ansammlung von Anfeindungen und Beschimpfungen gesehen.

    Unfassbar!

    Einfach nur unfassbar -- wie hier mit einander umgegangen wird, nur weil man hier keine Alternative-Energie-Verfechter duldet.

    Meiner (bescheidenen) Meinung nach ist das hier ein Irrenhaus!

    Grüße
    J

  178. @Johnny Walker #177

    Meiner (bescheidenen) Meinung nach ist das hier ein Irrenhaus!

    …..hi hi, prima erkannt! Dann dürften Sie ja hier richtig sein, gelle?

    Hier werden Sie geholfen.

  179. #177. John

    Einfach nur unfassbar — wie hier mit einander umgegangen wird, nur weil man hier keine Alternative-Energie-Verfechter duldet.

    ach Jonny; was heißt dulden? Die NIE-Verfechter hauen ganz allein wieder ab, da sie hier mit ihren kruden Vorstellungen nicht punkten können. Bislang hat es noch keiner geschafft, ein halbwegs überzeugendes Konzept dazu vorzubringen. Und wer hier nur grün-rote Ideologie verbreiten will, muß dann halt auch damit rechnen, dass demjenigen ein rauher Wind ins Gesicht bläst, mal bildlich gesprochen. Das gleiche wird Dir passieren, wenn Du außer Dummsprech nix weiter zu bieten hast.

    karl.s

  180. @John

    Irrenhaus….ick wusst garnicht, das man Dich in der Anstalt auch mal an den PC lässt…….Sachen gibbet….die gibbet garnich.

    Naja……nu haste Dein Beinchen wieder mal gehoben, nun geh wieder zu Deine grünen Kumpels und heul Dich da aus, wie böse wir hier doch alle sind.
    Kleiner Tip……versuchs mal auf EIKE……..setz aber vorher den Schutzhelm auf.

    Ähmm, haste auch nur ein Mycrometer zum Thema zu sagen ?………oder biste nur auf Randale aus?
    Egal……noch so´n Spruch und Du landest auf meine persönliche Igno-Liste, lebenslang.

    Menno…..gibbet denn uff der Gegenseite keine intelligenten EE-Beführworter?
    Ich tauch wieder ab……
    H.E.

  181. Was für ein Blödsinn. Als ob der Strompreis 15 ct kosten würde und dies vor allem 20 Jahre konstant bleiben würde. Wir man bei Akkusätzen von 4.000€ plötzlich auf das 100fache davon kommt verstehe ich leider auch nicht, jedoch muss ich zugeben, dass ich den Artikel nicht lesen konnte bei all dem Unsinn der da drinne steht. Wo kommen denn plötzliche Hundertetausende von Euros her? Und wieso sind die Zinskosten höher als die Anschaffungskosten usw. usw. Keine vernünftige Herleitung, Quellen oder andere Referenzen.

    Egal welche Seite, ob für oder gegen Erneuerbare, jeder rechnet nur, was er rechnen will und lässt einfach mal Dinge weg, anstatt transparent und ehrlich zu argumentieren.

  182. Als ob der Strompreis 15 ct kosten würde und dies vor allem 20 Jahre konstant bleiben würde.

    Der Strompreis vor Steuern etc betrug 1998 12,9 Cent/kWh und 2013 14,3 Cent. Inflationsbereinigt ist er also sogar gesunken.

    Wir man bei Akkusätzen von 4.000€ plötzlich auf das 100fache davon kommt verstehe ich leider auch nicht, jedoch muss ich zugeben, dass ich den Artikel nicht lesen konnte bei all dem Unsinn der da drinne steht. Wo kommen denn plötzliche Hundertetausende von Euros her? Und wieso sind die Zinskosten höher als die Anschaffungskosten usw. usw.

    Das ist kein Problem des Artikels, sondern Ihrer Intelligenz.

  183. Na dann rechnen Sie doch mal vor, wo die ganzen Zahlen herkommen…

  184. @Thomas

    Naja, wer schon bei Exel seine liebe Not hatte, braucht natürlich von uns etwas Nachhilfeunterricht…….aber sei gewarnt, die Stundenlöhne hier sind verdammt fettig………ab 150 Euro/h + MwSt musste schon rechnen, wenn Dir Tritium was vorrechnen soll.

    Onkel Heinz……..Niedriglohn-Rechenknecht……ick nehm nur 99, 95 Euro……aber gebe dafür keine Gewähr

  185. Ähm….wo kommen Zahlen eigentlich her?????

    Zahlen sind abstrakte, mathematische Objekte – Objekte des Denkens –, die sich historisch aus Vorstellungen von Größe entwickelten. Durch eine Messung wird ein als Größe verstandener Aspekt einer Beobachtung mit einer Zahl in Verbindung gebracht, beispielsweise bei einer Zählung. Sie spielen daher für die empirischen Wissenschaften eine zentrale Rolle.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zahl

    Objekte des Denkens……..ahhhh, jetzt weiß ich wo Zahlen her kommen und warum manch Mitbürger die heute noch suchen muss.

    Onkel Heinz……………Zahlemann und Söhne

  186. @ Heinz Eng

    Ich habe zwar keine Ahnung, was das mit Excel zu tun hat, da es darum geht, welche Zahlen für was und wo verwendet wurden, da definitiv weniger Zahlen da stehen als verwendet wurden, um auf die Tabelle mit den Endergebnissen zu kommen, aber es wäre sicher sinnvoll diese zu erläutern, damit die Berechnung transparent ist und jeder nachvollziehen kann, was gemacht wurde. So kann man sich nämlich einige sinnlose, nutzlose und unnötige Diskussion, die meist weniger freundlich geführt werden, sparen.

    Mit geht’s um Abzinsung und andere Zwischenschritte, ohne die kein Mensch sagen kann, ob das „vernünftig“ gerechnet wurde oder nicht. Selbstverständlich gibt es immer/meistens Diskussionen um die ein oder andere Zahl, jedoch ist es unseriös mit jeglichen Zahlen zu argumentieren, von denen zumindest die meisten hier nicht wissen, wie genau sie zustande gekommen sind. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren und habe vllt. auch einfach nur etwas übersehen, aber leider kann ich die Rechnung nicht nachvollziehen (was wahrscheinlich nur an meiner nicht vorhandenen Intelligenz liegt). Vielleicht kann da jemand etwas Licht ins Dunkle bringen…

  187. Für Leute, die mit Zahlen auf Kriegsfuss stehen……fangen wir erstmal ganz am Anfang an……Zahlennamen……………..
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlennamen

    Eins, zwei, drei, vier………eintausendneunhundertelf………………..

    Und morgen erklärt euch Onkel Heinz……was man mit diesen tollen Zahlen so alles anstellen kann………Rechnen für Dummies.
    Onkel Heinz…………….malen nach Zahlen

  188. und nochmal @ Heinz Eng

    Vielleicht sollten Sie Beiträge im Kontext lesen und beantworten, anstatt sich hier geil zu fühlen, weil Sie denken anonym Leute verspotten zu können. Und witzig ist auch etwas anderes. Vielleicht können Sie einfach sachlich bleiben, da würde einigen Leuten gut stehen, und damit meine ich allgemein, nicht dass sich wieder jemand angesprochen fühlt.

  189. @Thomas

    Kleiner, gutgemeinter Tip……..um Deine Frage zu beantworten…………….lies den Artikel.

    H.E.

  190. nochmal @Thomas

    wer hier mit dem Spruch……,“““ jedoch muss ich zugeben, dass ich den Artikel nicht lesen konnte bei all dem Unsinn der da drinne steht.““““…..auftaucht, darf davon ausgehen, von niemanden ernst genommen zu werden.

    Und wenn dann mal Onkel Heinz recht gute Laune hat, wirste halt einfach nur etwas verscheissert………sei also froh, das sich mein Pittbull satt und zufrieden uff´n Teppich rumwälzt.

    Ehrlich………….stell ne intelligente Frage, wenn Du ne vernünftige Antwort haben willst……..ansonsten mach ich weiter mit „Geiz is Geil“………
    H.E.

  191. Ok, also 10MWh im Jahr für eine Familie ist zwar etwas viel für die meisten und ich würde für plakatorische Beispiele mal eher die „Durchschnittsfamilie“ nehmen, aber nun gut, man kann ja Annahmen setzen wie man mag.

    15ct Strompreis ist immer noch praxisfremd, genauso wie die 10% Wirkungsgrad. Ein Privatverbraucher zahlt Brutto und wenn dies ein realistisches Beispiel sein soll, dann bitte auch mit der Praxis arbeiten…

    Es ist eher unwahrscheinlich, dass jemand ein PV-System kauft das zu klein ist und erst dann merkt, dass er einen Speicher braucht, der zudem auch zu klein ist, wenn sein Ziel bereits zu Beginn Selbstversorgung war. Wenn derjenige das selbst nicht merkt, dann sagt ihm das (wahrscheinlich) spätestens beim Kauf oder der Installation jemand… Gleiches gilt für den Jahresverlauf der Stromerzeugung und damit die Dimensionierung des Speichers.

    10% der Nennleistung erbringen die Module auch nicht, sondern sie erbringen übers Jahr gerechnet weniger Energieertrag als sie bei voller Leistung zu jeder Zeit tun würden. Ist übrigens für jeden Generator das gleiche, selbstverständlich zu unterschiedlichen Werten… Kein „Kraftwerk“ schafft 100%… Ebenfalls ist die Bezeichnung in der Tabelle mit dem Jahresverlauf inkorrekt. Das sind weder MW noch die „Effektive Leistung“, sondern der „Energie“, die wie rechts angegeben on Wh nicht in W gemessen wird… Grund ist, wie Sie sicher wissen vor allem die Sonneneinstrahlung in Bezug auf Sonnenstunden nicht unbedingt nur die Intensität. Dabei geht es also wiederum um die Zeit, nicht die Leistung der Anlage an sich. Wenn das ein ingenieur gesagt hat, herzlichen Glückwunsch!

    Um Speicherverluste zu kompensieren braucht man nicht zwangsläufig ein Notstromaggregat, geht genauso über eine größere Dimensionierung z.B. Muss man halt sehen, was billiger ist (oder welche Priorität auch immer man hier hat).

    Nun wird es interessant, weil leider kein Diskoniterung/Verzinsung/Inflationierung durchgeführt wurde, zumindets nicht für alle Zwischenergebnisse (ja, ich habe die 5% für die Investitionssumme gesehen…). Aber Strom wird i.d.R. teurer, während der Käufer die Module zum heutigen Preis kaufen würde, meistens jedoch mit Darlehen, das wiederum Zinsen kostet. Wenn sowas verglichen wird, dann doch bitte mit gleichen Maßstäben.

    Woher kommen die 227.900€? Von den 2279kWh? Da ein kW (!) also 1000€ kostet, kosten dann 2279 kWh (!) 227.900 €? Sehr interessant, vielleicht sollten Sie den Ingenieur nebenan nochmal fragen, was genau der Unterschied zwischen Leistung und Energie ist…. Vielleicht hilft hier ja auch Wikipedia weiter, das manche Leute so gerne verwenden, um andere dumm anzumachen.

    Und ich wiederhole mich gerne, woher kommen die Zinskosten für die PV-Anlage? Nur weil das Investment auf der Bank 5% Zinsen abwerfen würde, sind dies nicht die Zinskosten der Anlage, sondern „nur“ Opportunitätskosten.

    Zu den Anschaffungskosten der Akkus habe ich bereits gezeigt (siehe oben), dass die Zahl Schwachsinn ist. Analog daher für deren Zinskosten.

    Finde es schon sehr interessant, dass manche Leute hier im Forum sowas direkt mal übernehmen und/oder verteidigen, ohne sich über die Zahl von einer Dreiviertel Millionen (!) zu wundern für ein winziges PV-Speicher-System.

    Soviel zum Thema Mathe- und Excel-Kenntnisse. Letzteres habe ich hierfür übrigens nicht benötigt, meine nicht-vorhandene Intelligenz hat gereicht.

    Ich bitte nun um Hasstiraden, dass das ja alles Schwachsinn ist, was ich gerechnet habe:) Falls aber noch jemand Nachhilfe in Physik (Stichworte Energie und Leistung) braucht, die 5. Klasse in jeder Schule bietet Abhilfe:)

  192. Nochmal @ Heinz Eng,

    wenn Sie meinen Beitrag oben lesen, werden Sie sehen, dass ich den Artikel immer noch nicht vollständig gelesen habe, aber den Fehler gefunden habe. Soviel zum Thema Intelligenz. Dafür braucht man auch nicht den ganzen Artikel lesen, weil die paar wenigen Zahlen ausreichen, um zu sehen, dass es so nicht stimmt.

  193. Woher kommen die 227.900€? Von den 2279kWh? Da ein kW (!) also 1000€ kostet, kosten dann 2279 kWh (!) 227.900 €?

    paar mehr Fehler, aber den einen Grundschulniveau artigen Fehler, den merken sie doch selbst oder ? …..peinlich peinlich

  194. Woher kommen die 227.900€? Von den 2279kWh? Da ein kW (!) also 1000€ kostet, kosten dann 2279 kWh (!) 227.900 €? Sehr interessant, vielleicht sollten Sie den Ingenieur nebenan nochmal fragen, was genau der Unterschied zwischen Leistung und Energie ist….

    Jeder blamiert sich so gut wie’s geht, manche uebertreffen alles und jeden. Herzlichen Glueckwunsch zum Jackpot!

  195. Ich hoffe Sie haben verstanden, dass das ironisch ist. Es gibt leider keine Angabe über die Kapazität der Batterien, aber dass kW nicht gleich kWh ist, sollte dennoch klar sein.

  196. Ja ja ist klar.

  197. Dann an wer auch immer sich angesprochen fühlt, wie kommt die Berechnung für den Speicher zustande?

  198. @Thomas
    Na gut, drehen wir den Spieß einfach mal um.
    Da Du davon ausgehst das Tritiums Berechnung Bullshit ist, möchte ich eine sinnvolle Gegenrechnung von Dir haben.

    Eckdaten……10.000 kWh Stromverbrauch der Familie, der Wärmepumpe geschuldet, die im Winter das Häuschen schön warm hält.

    Wie groß muss die Photovoltaikanlage sein und wie groß die Akku-Speicherkapazität um diese Familie völlig autark 20 Jahre lang mit Strom zu versorgen……einen Hausanschluss ans öffentlichen Stromnetz gibbet nicht, Windrad und Notstromaggregat (sonstige Zusatzstromquellen) werden ausgeschlossen.

    Nu bin ick mal gespannt, wat Du uns servieren wirst……..und erst dann, gibbet ne richtige Diskussion der Ergebnisse.

    MfG
    H.E.

  199. # 197:
    Das steht im Artikel:
    “Von März bis September hast du mehr Strom als du brauchst, den musst du speichern, damit du von Oktober bis Februar auch genug hast. Weil du pro Monat 833 kWh brauchst, musst du von März bis September 2279 kWh speichern – Ohne dass du Reserven hättest! “
    Diese 2279 kWh gehen aus der Tabelle der erzielbaren PV-Einspeisung in den jeweiligen Monaten hervor:
    jan 210
    feb 480
    mrz 870
    apr 1160
    mai 1220
    jun 1350
    jul 1220
    aug 1220
    sep 1070
    okt 700
    nov 280
    dez 220
    Diese Tabelle orientiert sich an realen Zahlen und lässt sich sehr leicht mit Google verifizieren. In Monaten > 833 kWh muss für Monate < 833 kWh gespeichert werden.
    Eine Bleibatterie mit 1 kWH Speichervermögen kostet 100 € = 227.900 €

    Das alles steht, wie gesagt, im Artikel und Ihr Unverständnis ist einzig und allein Ihr Problem.
    Sie dürfen sich aber gerne entschuldigen, sobald Sie das eingesehen haben.

  200. Es geht einfach drum, dass man das ganze richtig dimensioniert und nicht relativ knapp. Speicher ist ja in den meisten Fällen relativ teuer also würde es hier im allgemein Sinn machen, die Anlage etwas größer zu machen anstatt ein Speichersystem zu kaufen, das soviel kostet wie ein ganzes Haus. Ganz grob würde ja ein PV System reichen, dass 4x so groß ist, aber immer noch billiger als der Speicher, da würden die 833 kWh im Monat gedeckt bzw. übertroffen. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Sache, allerdings sind die 833 kWh im Monat ja auch nicht konstant. Es geht nur ein bisschen um die Verhältnisse der Inputgrößen. Offensichtlich bin ich kein Installateur o.ä., sonst hätte ich das direkt durchgerechnet mit Software, Excel, was auch immer. Aber ich vergleiche ja auch nicht 30 kleine Atomkraftwerke von z.B. 50MW (reines Beispiel!) mit einem Kohlekraftwerk von 1.5GW, sondern ein großes.

    Anstatt ein riesen Fass aufzumachen, wäre es sinnvoller eine übliche Speicherkapazität anzugeben plus dies ggf. einer größeren PV-Anlage ggü. zu stellen.

  201. Also ich lese da 1000€ je kW und nicht 100 je kWh. Genau diese Angabe wäre im Artikel gut gewesen, um es nachvollziehen zu können. Dennoch bleibt die Option für eine größere PV-Anlage (mit oder ohne Speicher). Dass Speicher teuer sind, bestreitet keiner, jedoch gelten auch hier wie in den meisten anderen Industrien Skaleneffekte, insbesondere wenn es eine relativ neue Industrie ist, siehe PV in den letzten Jahren.

  202. Lol, da hab ich mich tatsächlich verlesen, und das gleich 2x. Sorry Leute. Trotzdem baut sich keiner hunderte Bleibatterien irgendwohin, sondern kauft eine größere PV-Anlage (oder baut sich von mir aus noch ein Windrad hin, oder was auch immer möglich/billiger ist.).

  203. @ Thomas #200

    also würde es hier im allgemein Sinn machen, die Anlage etwas größer zu machen anstatt ein Speichersystem zu kaufen

    Aber klar doch. Eine größere PV-Anlage würde bei Nacht und sonstigen Finsternissen bedeutend mehr Strom erzeugen.
    Tritium hat sehr optimistisch gerechnet. Real würdest Du irgendwann im Herbst/Winter im Dustern sitzen.

  204. Ne, aber man kanns ja kombinieren mitm Speicher, wie erwähnt. Die meisten Leute verbrauchen den größten Teil des Stroms genauso tagsüber wie nachts keine Sonne scheint…

  205. @ Thomas:
    ich würde dringend empfehlen, den Artikel zu LESEN!!!

    Genau die Kombination grössere PV-Anlage + kleiner Speicher wurde genau durchgerechnet.

    Übrigens -- da war noch die Entschuldigung…

  206. @Thomas
    Ne mein Freund, so billig kommste mir nich davon.
    Uns Skeptikern wird ja immer vorgeworfen das wir alles kritisieren aber keine Ersatzlösung oder Alternative anbieten können, nun bist Du an der Reihe……….uns eine Alternative vorzurechnen, schaffst Du das nicht………halte ich Dich nur für ein kleinen Aufschneider, der hier nur mal seinen dusseligen Senf abgeben wollte……..und würde Dich anschließend in die Schublade zu den anderen Öko-Spinnern packen, die auch von nix ne Ahnung haben.

    Übrigens…..Tritium hat tatsächlich einen Fehler gemacht………da er den Jahresstromverbrauch nur durch 12 geteilt hat, anstatt das passende Standartlastprofil zu betrachten.
    http://www.stadtwerke-mainz-netze.de/stromnetze/netzzugang/lastprofile/

    Weiterhin hat er die Selbstentladung nicht einberechnet…..monatlich 5–10 % (Blei-Säure) bzw. 2–5 % (Blei-Gel)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Akkumulator

    Am Ende müsste also das Akkupack und dessen Speicherkapazität noch a Schluck größer sein als Tritiums Berechnung.

    Du siehst also…….selbst wenn Du die Solarstromerzeugung sogar vervierfachst, ändert das nix an der Tatsache, das im Winterhalbjahr bei weiten mehr Strom gebraucht wird als im Sommer, wo die Solaranlagen den meisten Strom liefern.
    Dat ist Physik…….und die lässt sich auch vom besten Rechtsanwalt nicht verscheissern.

    So, rüber mit den Schmalzstullen, ansonsten…………die totale Verachtung.
    Onkel Heinz…………der Pittbull is hungrig

  207. Du siehst also…….selbst wenn Du die Solarstromerzeugung sogar vervierfachst, ändert das nix an der Tatsache, das im Winterhalbjahr bei weiten mehr Strom gebraucht wird als im Sommer,

    Heinz Sylt ich die Rügen? (schlechte Inselwitze!) Wie kann dir in deiner Logik denn die Klimaanlage entfallen? Wenn ich alle meine Klimaanlagen laufen lasse im Sommer, dann verbrauche ich fast genau soviel Strom wie im Winter!

    Was zwar an der Rechnung nichts macht, außer das vielleicht nix an Strom da ist was gespeichert werden kann, also noch mehr PV Zellen.

    Aber so war es doch immer addieren und subtrahieren können die gerade noch, aber so bald es komplizierter oder sogar nur logisch wird, ist Schluß mit lustig.

  208. Ich denke, die Berechnungen hier sind nicht zum Nachteil der PV ausgelegt.
    Man benötigt bspw. 7000km^2 Solarfläche um Deutschland zu mit der el. Energie!!! zu versorgen. Wenn sie beliebig viele Speicher haben, die mit ca. 50% Wirkungsgrad arbeiten, so benötigen sie schon 14000km^2. Allein die Solarfläche würde 1000 Billionen Euro kosten. Selbst wenn man die Photovoltaik nur zu einer Teildeckung der el. Energieversorgung beistellen würde wäre das illusorisch. Allein 10%, also 100 Billionen Euro wären für uns hier nicht zu stemmen. Die Anlagen zerfielen schneller als wir sie aufstellen könnten. Außerdem wird dann auch irgendwann der Sand all.
    Schick mal das Bundeswehrbeschaffungsamt in die Sahara. 10 Jahre lang pasiert garnichts und dann ist der Sand all.

  209. Selbst wenn sie den Wirkungsgrad der Zellen(jetzt meinetwegen 10%) und der Speicher auf 100% hochdrehen so benötigen sie immer noch 700km^2 welche bei jetztigem Preis vielleicht 10 Billionen Euro kosten würden. Sehen sie wie weit wir mit dieser einfachen Rechnung jetzt schon weit über der Rechnung von Altmeier liegen? Das ist Wahnsinn. Wo bleiben die Wunderwaffen die den Endsieg bringen?

  210. Die Kosten setzen hier auf einer Anlage mit 100m^2 Fläche zu 20000 € mit 10000kWh/a und 500TWh/a bedarf an el. Energie. http://www.solarworld.de/service/solarstromrechner/. Und jetzt sagen sie nicht, das ich Prozente bei Großabnahme bekäme!

  211. #209 bei 10% von 500TWh

  212. Hi,

    schön dass es das Internet gibt. Noch schöner sind Website wie diese hier.

    Man kann viel Unsinn lesen. Aber solch einen Unsinn wie diesen hier, den, ja den habe ich noch nie gelesen.

    Sagen Sie, PKWs, können die wirklich fahren, oder tun die nur so?

    Grüße
    J

  213. @Klein-Josef

    …..so und nun hopp hopp, ab zu Mama, die Windel wechseln!

  214. Sagen Sie, PKWs, können die wirklich fahren, oder tun die nur so?

    Tja, ich glaube das kommt auf die Ideologie an.

  215. Milchmädchenrechnung.
    Hat schon mal jemand versucht, sich mit einem Kohle oder Atomkraftwerk im Keller selbst mit Wärme und Strom zu versorgen?
    Hier wurde also versucht, PV bzw. Autarkie/Dezentralität schlecht darzustellen, mit schlecht gewählten Annahmen (zu kleine PV, zu hoher Stromverbrauch, zu großer Batteriespeicher)

    Wieso so viel teure Batteriekapazität und so wenig günstige PV? Lieber 100 kWp PV und weniger Blei im Keller, der würde eine solche Installation eh nicht lange überleben, da er täglich auf 90% aufgeladen werden will und alle 10 Tage auf 100% mit 4h Absorption (OPzS).
    Heizen mit PV ist eh eine schlechte Idee.
    Aber PV + kleiner Batteriespeicher + Hackschnitzel BHKW + Solarthermie + Wärmespeicher. Das wäre und ist möglich.
    Aber auch das wird relativ teuer -- nicht jedoch wenn man mehrere Gebäude oder ein Dorf/Stadtteil betrachtet!
    So geschwind kann man leider nicht darstellen was benötigt wird, da sind ja Lastprofile nötig um die Elemente richtig zu dimensionieren.

  216. @Michel
    Blah, blah, blah.

    Ich zitiere mal das Bundesumweltamt, dat ich nun wirklich nicht besonders gut leiden kann……..

    Ergebnis: In ländlichen Regionen könnte der Energiebedarf aller Haushalte allein durch Solar- und Windenergie gedeckt werden -- selbst dann noch, wenn die Bewohner ausschließlich Elektroautos fahren. Allerdings wären dafür gewaltige Energiespeicher nötig. In Süddeutschland sei der Bedarf noch höher als im Norden, da Solaranlagen noch mehr Speicher brauchen als Windräder.

    Berücksichtige man neben den Haushalten allerdings auch den Strombedarf von Gewerbe und Industrie, sei der Speicherbedarf in ländlichen Regionen nicht mehr wirtschaftlich vertretbar, heißt es in der Studie weiter. In städtischen Regionen sei Energieautarkie mit Solar- und Windanlagen schon ohne Berücksichtigung der Industrie nicht praktikabel. Die Bevölkerungsdichte sei einfach zu hoch.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/energieautarke-staedte-sind-ein-wunschtraum-a-913968.html

    Dat kleine 128 Seelen-Dörfchen Feldheim macht ja auch auf dicker „Autarkie-Hose“……ist aber am Ende auch nur eine Mogelpackung für Öko-Doofe…..denn ohne vorgelagerten Netz könnten se ja ihre 82 MW-Windströmlinge nicht ungefragt dem deutschen Stromkunden aufs Auge drücken und ihr tolle 5 MWh Superakku……dient als Regellast….und wird nur theoretisch dat Dörfchen versorgen.

    Die Superbatterie wird nicht nur Strom aus den Feldheimer Windkraftanlagen aufnehmen. Auch der Energiekonzern Vattenfall wird hier Strom einspeisen oder aus der Batterie in das eigene Netz leiten. Die Energiequelle GmbH hat dazu mit dem großen Versorger einen Vertrag geschlossen. „Der Konzern sichert uns mit seiner Energie aus konventionellen Kraftwerken ab“, sagt Just.

    http://www.ingenieur.de/Themen/Energiespeicher/In-Feldheim-entsteht-Deutschlands-groesster-Batteriespeicher

    13 Millionen Euro für 128 Pappnasen……natürlich gefördert von Bund und EU……plus dem, wat die da schon vorher gebaut und investiert haben…..dann weißt Du, was der Spass im nationen Umfang kosten wird.

    Wie sagte der Cheffe des UBA so treffend?

    „Lokale Autarkie kann als Konzept in Einzelfällen und unter günstigen Bedingungen zwar umsetzbar sein“, fasst UBA-Chef Jochen Flasbarth die Studie zusammen. „Ein Ansatz für eine tragfähige regenerative Energieversorgung ganz Deutschlands ist sie jedoch nicht.“ Das spreche aber nicht gegen die Energieversorgung Deutschlands aus dezentralen Quellen. Der geplante Ausbau der Übertragungsnetze sei hierfür allerdings unverzichtbar.

    Vergiss endlich Dein dezentralen Traum……die Energiewende ist nämlich drauf angewiesen, das wir die Netze exorbitant ausbauen, damit auch noch der letzte Dorftrottel mit seinem Windrädchen Geld verdienen kann.
    Die Dezentrale-Oeko-Fraktion (DOF) ist in meinen Augen die dümmste Sekte unter den Energiewendlingen.
    Habe die Ehre und bye, bye.

    H.E.

Schreibe einen Kommentar