Die Energiewende als Lernerfahrung

28. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

ego3-150x150Zur Eröffnung der Hannover Messe hielt Kanzlerin Angela Merkel am 12.04.2015 eine bemerkenswerte Rede. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert sie mit folgenden Worten:

Deutschland mache derzeit bei der schnellen Umstellung der Energieversorgung eine „Lernerfahrung“, sagte Merkel am Sonntagabend bei der Eröffnung der Hannover-Messe. „Wir sind im Augenblick in einer kritischen Phase, in der der Anteil der erneuerbaren Energien aus der Nische heraus zur Hauptsäule unserer Energieversorgung geworden ist“, sagte die Kanzlerin. Die Folgen der Umstellung würden das Land noch viele Jahre beschäftigen.

Zwar geht die Kanzlerin in ihren Ausführungen auf Themen wie Kosten und Versorgungssicherheit ein, die Interpretation, sie hätte als Physikerin einen technischen Blick auf die Situation, wäre aber vorschnell. Man wird nicht Kanzler in diesem Land, wenn man nicht primär seinem Instinkt für Stimmungen und Emotionen folgt. Weniger entscheidend ist dabei die Haltung der Gesamtbevölkerung. Auf die Multiplikatoren kommt es an, auf Meinungsführer in Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Denn diese sind es am Ende, die die Haltung breiter Wählerschichten beeinflussen. Weil ihnen mehr und bessere Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen, als dem einfachen Bürger und weil man ihnen aufgrund ihrer Stellung, ihrer Kompetenz und Expertise weit eher zuhört.

Wenn sich in diesen Kreisen die Atmosphäre ändert, wenn die ursprüngliche Sympathie für die deutsche Energiepolitik nicht nur abflaut, sondern sich immer mehr in ihr Gegenteil verkehrt, dann spürt jemand wie Merkel die Gefahr. Und reagiert mit Aussagen wie in Hannover, die eine politische Kehrtwende zwar noch nicht unmittelbar vorbereiten, aber doch als möglich erscheinen lassen.

Energie und die Stromversorgung einer Industrienation sind komplexe Themen. Es dauert Zeit und erfordert intensive Einarbeitung, bis man die Auswirkungen einer Entscheidung wie das Einleiten einer Energiewende durch die Verabschiedung des EEG im Jahr 2000 wirklich durchdrungen hat. Diese „Lernerfahrung“ hat sich nun bei zu vielen Protagonisten eingestellt, als daß man sie noch länger ignorieren könnte.

So spielten die Grenzen des physikalisch machbaren bis vor einigen Monaten kaum eine Rolle. Ich erinnere mich noch gut an einen Vortrag eines Professors für Energietechnik bei einer Veranstaltung im Rahmen des damaligen „Bürgerdialogs zur Energiewende“ im Jahr 2011. Erstmals erlebte ich öffentlich, wie aus berufenem Munde der Hinweis auf die erforderliche Stabilisierung der Netzfrequenz durch die rotierenden Schwungmassen der großen Turbinen in den konventionellen Kraftwerken erfolgte. Die Fragezeichen in den Gesichtern der wenigen anwesenden Bürger, Politiker, Wirtschafts- und Medienvertreter waren größer als der Saal. Das Problem ist einem Laien auch schwer zu vermitteln, selbst hier bei uns ist noch kein erläuternder Artikel dazu erschienen. Daß die Hinwendung zu volatilen Quellen wie Sonne und Wind am Ende daran scheitern könnte, war lange nur wenigen bewußt. Nun aber diffundiert das Argument unaufhaltsam in die Debatte hinein und zieht Aufmerksamkeit auf sich. Erst jüngst benannte es einer der führenden deutschen Elektrochemiker, Prof. Frank Endres von der TU Clausthal, in einem Interview mit dem Deutschen Arbeitgeberverband:

Ein Wechselstromnetz wird über die Frequenz geregelt, in Deutschland sind das 50 Hz. Dazu laufen die Turbinen in Kohle-, Kern- und Wasserkraftwerken phasensynchron mit einer konstanten Umdrehungsgeschwindigkeit. Die „Kunst“, ein Netz stabil zu halten, besteht nun darin, Frequenz und Phase aller Kraftwerke aufeinander anzupassen, und zwar auch bei wechselnder Last.

In Deutschland werden ca. 30 GW Grundlast benötigt, um diese Bedingung zu erfüllen. Weder Windkraft- noch Solaranlagen können rund um die Uhr eine konstante Grundlast liefern, von der Phasensynchronität ganz zu schweigen. Will man dieses Ziel erreichen, muss man das Netz so umbauen, dass Speicher zwischen 20 und 100 TWh vorhanden sind und davon gespeiste elektronische virtuelle Schwungräder die Funktion der Turbinen übernehmen. Das wäre ein Komplettumbau der Stromversorgung, technisch bei Weiterentwicklung der Elektrotechnik sogar vorstellbar.

Wenn man in Deutschland alle Möglichkeiten, Pumpspeicherkraftwerke zu bauen, nutzt, erreicht man vielleicht 0,15 TWh an Speicherkapazität, das ist natürlich viel zu wenig. Es bleiben dann nur noch chemische und elektrochemische Speicher übrig, die in der Größenordnung bis 100 TWh sogar denkbar sind.

Im „power to gas“ Ansatz stellt man mit dem Überschuss-Strom Wasserstoff her und wandelt den in Methan um, der im Erdgasnetz gespeichert wird. Flauten möchte man so mit Gaskraftwerken überbrücken, wenn sich denn jemand finden lässt, der Gaskraftwerke baut und betreibt. Die modernsten Gaskraftwerke Irsching 4 und Irsching 5 werden nun ja abgeschaltet.

Andere Ansätze sollen Brennstoffzellen zur Rückverstromung von Wasserstoff nutzen.

Das ist technisch alles vorstellbar, nur wird der dann zu zahlende Strompreis alleine aufgrund der Alterung der Anlagen oder chemischen Verbindungen irgendwo zwischen 1 und 2 EUR pro kWh liegen. Ich erwarte, dass in einem solchen Szenario auch Batterien (Akkus) für die Netzstabilität erforderlich sind, weil die Elektrolyseanlagen ein stabiles Netz benötigen. In jedem dieser Szenarien werden die wiederkehrenden Kapitalkosten (wegen Alterung) den Strompreis auf weit über 1 EUR/kWh treiben – das wäre unvermeidbar. Der Traum vom kostenlosen Strom, wenn erst einmal genügend Windkraft- und Solaranlagen aufgestellt sind, wird für unabsehbare Zeit ein Traum bleiben.

Seine weiteren Ausführungen, insbesondere zu elektrochemischen Speichern, seien an dieser Stelle ebenfalls zur Reflektion empfohlen.

Nicht nur dieses Argument, sondern auch viele andere technische Aspekte führen in der Summe zu „Lernerfahrungen“ – sogar in der Finanzwirtschaft.

Als Beispiel mag der Debattenbeitrag von Björn Peters dienen, Leiter des Investment-Bereichs Infrastruktur und natürliche Ressourcen bei Deutsche Asset & Wealth Management:

Eine Umfrage der Fachzeitschrift BIZZ im Dezember 2014 unter führenden Investoren der Finanzbranche zur Frage, welche Energie-Investments im Jahr 2015 lukrativ werden, führte zum Ergebnis, dass keiner von den Befragten in Deutschlands Energie-Infrastruktur investieren möchte. Das ist bedenklich, da die Politik auf die Finanzbranche setzt, wenn es darum geht, die Kosten der Energiewende zu schultern, da die Energiebranche die finanziellen Herausforderungen alleine nicht bewältigen wird. Warum halten sich Investoren so stark zurück?

[…]

Wir neigen alle seit Jahrzehnten dazu, Energiepolitik aus einer ideologischen Brille heraus zu betreiben – erst wurde Kernenergie als die Lösung aller künftigen Probleme angesehen, später verteufelt und nur noch Erneuerbare akzeptiert. Dabei wurde jede Energietechnik in der einen oder anderen Form staatlich unterstützt und vielleicht ist das auch legitim. Wenn wir jetzt noch ein Energiekonzept entwickeln, das eine ehrliche Antwort auf die Frage gibt, wie viel Sonne und Wind der deutsche Strommarkt überhaupt verträgt, dann ist die Finanzbranche wieder bei der langfristigen Finanzierung der Energiewende dabei.

Welch‘ unerhörte Forderung! Sonne und Wind in einem neuen Energiekonzept begrenzen, statt sie weiter auszubauen? Das könnte am Ende der erste Schritt zu der Erkenntnis sein, sinvollerweise auf Sonne und Wind auch gleich ganz zu verzichten. Schließlich sind sie für eine funktionierende Energieinfrastruktur eigentlich nicht nur nicht notwendig, sondern sogar kontraproduktiv.

Die Alarmsignale für die Kanzlerin reißen damit noch nicht ab. Wenn selbst ein Konzern wie Siemens vom Glauben an die gute Sache abfällt, dann wird es richtig ernst. Dabei sah sich das Flaggschiff der deutschen Industrie bislang doch eher als Profiteur der mit der Energiewende verbundenen staatlichen Subventionen und hatte nach dem Ausstieg aus der Kernenergie nichts Eiligeres zu tun, als seine Nuklearsparte abzustoßen. Nun aber macht Siemens-Chef Joe Kaeser Witze über Energiewende – titelt die FAZ und schreibt dazu:

Lustig machte sich Kaeser über die deutsche Energiewende. Wer je die Energiepolitik eines Landes bestimmen müsse, müsse einfach das Gegenteil von dem machen, was in Deutschland gemacht werde. Deutschland subventioniere erneuerbare Energie mit einer Garantiesumme von knapp 500 Milliarden Euro. Er hoffe, dass es wenigstens gelinge, den Export von Windkraftanlagen zu beflügeln. Die Förderung von Photovoltaik in Deutschland findet er so sinnvoll wie den Anbau von Ananas in Alaska.

Es ist natürlich nicht die einzelne Aussage, die etwas bewirkt. Es ist die Summe der Kritik, die sich nicht nur in den drei oben benannten Beispielen, sondern in zahllosen veröffentlichten Meinungsäußerungen und Stellungnahmen der jüngsten Zeit äußert. Wenn, wie sich nun zeigt, Wissenschaft, Finanzwirtschaft und produzierendes Gewerbe unisono in eine Richtung argumentieren, werden Prozesse in Gang gesetzt, die nach und nach auch weitere gesellschaftliche Gruppen erfassen.

Bis hin zu den Gewerkschaften. Von denen zwei der mächtigsten, die IG Bergbau, Chemie und Industrie und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, am vergangenen Samstag immerhin 15.000 Demonstranten vor dem Kanzleramt versammeln konnten (EIKE berichtet hier). Vordergründig, um gegen geplante zusätzliche Belastungen für die Kohleverstromung in Deutschland zu demonstrieren. Tatsächlich aber richtet sich dieser Protest gegen die Kernaspekte der deutschen Energiepolitik. Denn es ist das erklärte und politisch beschlossene Ziel der Energiewende, nicht nur aus der Kernkraft, sondern aus Gründen des Klimaschutzes eben auch aus der Braunkohle auszusteigen. Dies zu verstehen stellt eine „Lernerfahrung“ dar, für die selbst die Gewerkschaften nicht mehr allzu lange benötigen werden.

Es scheint clever von der Kanzlerin, den mit der Umsetzung der Energiewende betrauten SPD-Minister Gabriel auf diese Weise in einen Konflikt mit seiner Kernwählerschaft zu treiben. Aber der Ansatz könnte am Ende auf sie selbst zurückfallen. Bald mag der mögliche Kanzlerkandidat keinen anderen Weg mehr sehen, als Klimaschutzziele zu verwässern und die Energiewende zu bremsen. Wichtige Bundesländer wie NRW oder Bayern hätte er möglicherweise auf seiner Seite. Selbst die Union scheint gespalten. Der Konsens über eine auf Emissionsminderung ausgerichtete Klimapolitik hält eben nur, solange man die Auswirkungen nicht spürt.

Könnte die Kanzlerin neben wichtigen Multiplikatoren auch den politischen Rückhalt verlieren? Zuzugeben, sich in der Energiepolitik umfassend geirrt zu haben, ist einer Angela Merkel natürlich nicht gegeben. Sie würde das auf ihre einzigartig verklausulierte Weise erledigen. Die „Rahmenbedingungen“ für eine „zukunftweisende“ Energieversorgung zu „berechenbaren“ Kosten hätten sich verändert, könnte sie ausführen. Und einmal mehr so tun, als wäre es ihr Verdienst, das frühzeitig erkannt zu haben. Politik ist eben auch, sich in „alternativlosen“ Zeiten rechtzeitig Alternativen offen zu halten. Bei der Eröffnung der diesjährigen Hannover Messe hat die Kanzlerin damit begonnen. Diese Art der Lernerfahrung kennt sie ja zur Genüge.

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41 Kommentare
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  1. Deutschland mache derzeit bei der schnellen Umstellung der Energieversorgung eine “Lernerfahrung”, sagte Merkel am Sonntagabend bei der Eröffnung der Hannover-Messe.

    Schauen wir mal, wie lernwillig und -fähig „man“ ist.

  2. Das haben Sie gut und richtig erkannt und analysiert, Hr. Heller.
    Guter Artikel!

  3. Hallo @ all, habe gerade auf ZDF Videtext Tafel 137 interessantas gefunden.( Auch auf die Gefahr auf Offtopic)
    OLG Düsseldorf:“Mehr Geld für Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilität. Das kurzfristige Hoch un Herunterfahren der Kraftwerke zur Sicherung der Stromnetzstabilität muss besser honriert werden. Es reiche nicht, den Energiekonzernen nur ihre Kosten etwa für die Brennstoffe zu ersteatten, entschied das OLG. Es müssten auch weitere Kosten und zum Beispiel entgangene Gewinnmöglichkeiten ersetzt werden.“
    Da kann sich unser ‚Dickerchen‘ warm anziehen.

  4. @Peter

    Siehst Du da wirklich einen Umkehrimpuls. Ich empfinde das eher als Rechtfertigungsrhetorik für zusätzliche Lasten.
    Zum Beispiel einen Grundlastsicherungspfennig oder einen Kraftwerkssoli.
    Wenn das dann auch noch die Gerichte verordnen wie Herr Wilde berichtet.

  5. @ Peter

    Man wird nicht Kanzler in diesem Land, wenn man nicht primär seinem Instinkt für Stimmungen und Emotionen folgt. Weniger entscheidend ist dabei die Haltung der Gesamtbevölkerung. Auf die Multiplikatoren kommt es an, auf Meinungsführer in Wissenschaft, Wirtschaft und Medien.

    Sehr richtig. In Bezug auf Merkel kommen aber noch ein paar spezielle Eigenheiten hinzu. Dieser Instinkt dafür was möglich ist, und was unmöglich oder gefährlich, ist Grundvoraussetzung will man an der Macht bleiben. Bei Merkel sehe ich einen typischen Opportunismus, gegenüber dem Zeitgeist, vielleicht dem vermeintlichen Zeitgeist. Sie weiß ganz genau, wann sie wie weit gehen kann.

    Die Lernerfahrung bei ihr, Merkel, ist wahrscheinlich weniger eine über physikalischen Gesetze der Stromversorgung, sondern eine, dass sie einem herbeigeschriebenen Zeitgeist als zu mächtig einschätzte, und nun, wenn es ans Eingemachte geht, fest stellt, dass große Teile des scheinbar mächtigen Zeitgeistes eigentlich auf einer Schweigespirale basiert.

    Ich traue Merkel nicht über den Weg. Zumindest nicht was ihre vorgeblichen Überzeugungen anbelangt. Sollte sie tatsächlich hinzugelernt haben, dann nur in Hinblick auf den Machterhalt. Dazu gehört auch die Einschätzung, ob der Zeitgeist sich wandeln könnte.

  6. Man könnte auch meinen, nachdem die Kanzlerin die FDP schrumpfte, weil sich dort kein Widerstand gegen völligen Unfug profilierte, ist jetzt die SPD dran, deren Vorsitzender schon mit der Kritik der eigenen Wählerschaft schwer beschädigt wird.
    In ihrer nächsten Amtszeit könnten dann die Grünen ihr echtes Waterloo erleben.
    Fakt ist, die Kanzlerin und ihr Hofstaat, sind mit Pauken und Trompeten in eine intellektuelle Sackgasse einmarschiert und wir schauen zu und zahlen für diesen Mangel an klügeren, marktwirtschaftlichen Optionen.
    Das hat Broder sehr gut dokumentiert https://www.youtube.com/watch?v=4Rl5xq2tDTs
    Es geht zwar nur um eine Stromversorgung zu günstigen Kosten, aber daran ist eine absurde Entwicklung mit Hilfe einer deutschen, utopischen Politik entstanden, die nun wie Göthes Zauberlehrling, in Erklärungsnot gerät.
    Aus dieser selbstgestrickten Falle, mit der Frau Dr. Merkel die politischen Rivalen einfangen wollte wieder heraus zukommen, ohne Imageverluste zu erleiden, wird nicht einfach für die Kanzlerin.
    Was bleibt, ist, sich nur darauf verlassen zu können, dass in ihrem politischen Opportunismus, kein Opfer zu teuer sein wird, wenn es um die Erhaltung ihrer eigenen Karriere geht.
    Wer interessiert sich da denn noch weiter für die realen Folgen kurioser emotionaler Politik, wo ein menschelnder Personenkult die nüchterne sachliche, thematische Auseinandersetzung mit weiblichen Softkills, als alternativlos sich jeder realen Verantwortung entzieht?

  7. Hach, weil grad so schön die Sonne lacht…..gibbet mal auch was lustiges für die werten Anwesenden.

    Greenpeace verliert gegen Vattenfall

    In der juristischen Auseinandersetzung um eine Besetzung von Kohlebahngleisen haben Umweltschützer eine Niederlage einstecken müssen. Greenpeace sieht darin jedoch nur eine minimale Einschränkung für neue Aktionen.

    In einer seit 2013 zwischen dem Energiekonzern Vattenfall und der Umweltorganisation Greenpeace geführten juristischen Auseinandersetzung um die Besetzung von Kohlebahngleisen in der Lausitz mussten die Kohlegegner am Dienstag eine Niederlage hinnehmen. Am Brandenburger Oberlandesgericht (OLG) nahm der Vertreter von neun an der Aktion beteiligtten Aktivisten ihre Berufung gegen eine einstweilige Verfügung zurück. …

    Der Rest des Artikels versteckt sich leider hinter eine Bezahlschranke, aber morgen kann ick da schon mehr sagen…..man kennt ja Leute, die kaufen sich den Lügenrudi ja noch in gedruckter Form.

    Gerade Greenpeace legt sich besonders hart mit Vattenfall an……möchte also die Energiearbeitsplätze in der Lausitz so schnell wie möglich vernichten…..labern aber immer noch vom Sieg der Erneuerbaren, nun ham se wenigstens mal einen vor den Latz bekommen, wegens ihrer illegalen „Protestmethoden“….wenn doch bloß mehr deutsche Unternehmen diesen verlogenen Umweltgroßkonzern vor den Kadi ziehen würden…..ach wär dat schön.

    Onkel Heinz…….ach gönnt mir doch…..diese kleine Schadenfreude

  8. @Hans Meier #6
    Ihrer Einschätzung stimme ich vollkommen zu.
    Die Opportune Macht-Ego-Merkel betreibt auf Kosten unserer sozialen und industriebasierenden Wohlstandsgesellschaft ihr „perfides“ Macht-Erhaltungsspiel mit uns Bürgern/Wähler.
    Merkel wusste ganz genau, dass die Energiewende ein Operation am „offenen Herzen“ unserer Wohlstands-Volkswirtschaft ist. Und dies werfe ich auch der Kanzlerin vor…aus „perfiden“ Machtinteresse geht diese Person eine Operation am offenen Herzen unserer Volkswirtschaft = Stromversorgung ein. Das Gemeinwohl einer Gesellschaft steht unter den Interessen ihrer eigenen Machterhaltungsstrategie….und das wird uns ALLE noch teuer zu stehen kommen.
    Der Politikstil von Merkel ist einfach nur noch „perfide“ und „asozial“ und auf die Gier zur Politischen Macht ausgerichtet. Das ist keine Politik zum Wohl einer Gesellschaft, sondern auf Kosten einer Gesellschaft.

  9. @Heinz #7
    Auch bei den „Anti-Kernkraft“ Aktionen ist und war Greenpeace mit einer der treibenden Kräfte.
    Erst wird die Kernkraft platt gemacht, jetzt folgt die Kohlekraft und die Gaskraft wird folgen.

    Greenpeace, WWF und Bündnis90/Die Grünen wie auch der BUND sind die treibenden Organisationen und Parteien, die aus unserer industriebasierenden und stromintensiven sozialen Wohlstandgesellschaft ein Mangel- und Armenhaus machen wollen.
    Und in den Medien wird auch schon unsere zukünftige Generation auf den Verzicht und den Mangel eingestimmt. Beispiel Rente und die Arbeitswelt der Zukunft in Deutschland auch unter dem Begriff „Demographischer Wandel“ zu finden.
    Ich habe von meinen Eltern und Großeltern immer gesagt bekommen, dass wir zum Wohle unserer Kinder im hier und jetzt die Basis für eine bessere Zukunft legen wollen. Heutige Politiker und die Medien versprechen unseren Kindern, dass diese Heute ihr Leben noch im Wohlstand genießen sollen, weil wir heute alles politisch dafür tun werden, dass ihr in Zukunft euren Gürtel wieder enger stellen müsst.
    Die heutige Opportunistische Macht-Parteien-Politik und Grün-Soziale Ideologie ist schon mehr als perfide und asozial. Das ist ein Verrat an unserer sozialen Wohlstandsgesellschaft = Marktwirtschaft = Zukunft.

  10. Die Energiewende führt über den massiven Ausbau der Windenergie, dass, zumindest auf dem Land, eine immer größere Zahl von Menschen von den Auswirkungen direkt betroffen werden. Ich erlebe es, dass sich die Menschen in den Bürgerinitiativen plötzlich mit Energie und Energiepolitik zu beschäftigen beginnen. Und diese Menschen staunen dann, über die vielen Widersprüche, die ihnen vorher nicht bewußt waren und auch nicht durch Politik und Medien vermittelt wurden.
    Ich sehe in diesen Menschen die Keimzelle für eine Rückkehr der Vernunft.

  11. Bevor die erneute Energiewende eintritt, versuchen die Grünen ihre Ideologie möglichst festzuschreiben. Wie ich heute morgen der Presse entnehmen konnte, sollen im neuen Landesentwicklungsplan für NRW nur noch Kraftwerke mit einem Wirkungsgrad über 58% zugelassen werden. Damit werden in NRW keine neuen Kohlekraftwerke mehr möglich sein. Da nur GuD-Kraftwerke dahin kommen, wird sich Putin sehr über die NRW-Landesregierung freuen.

  12. #11

    In Finnland ist man dabei die Kraftwerke (Steinkohle mit ein wenig Brennholz und viel Torf) auf ein Wirkungsgrad-Niveau von über 80 % zu hieven -- =Strom und Fernwärme.
    Wäre auch was für Deutschland? So wie es aussieht wird es wohl nichts mit den mediterranen Temperaturen die das Klimaorakel aus Potzdam versprochen hat…

  13. Herr Meier #6,

    vielen Dank, dass Sie dieses journalistische Kleinod von der jüdischen Nervensäge und dem arabischen Besserwisser mal wieder verlinkt haben. Das ist bester Journalismus über die reale bundesdeutsche Nachhaltigkeit 😉

    https://www.youtube.com/watch?v=4Rl5xq2tDTs

    2011 klärte Broder schon über die dekadenten Elemente bundesdeutscher deliberativer Legalisierungsversuche auf.

    Zentrales Ökomotto:

    In Deutschland muß sich noch viel ändern, damit es so bleibt, wie es ist Halelulia 😉

    QQ Entschuldigung, ich muß mal eben Broder zitieren ab 8:55min. 😉 halten Sie Ihre memetischen Viren im Zaum 😉

    Mein Opa war schon nachhaltig, mein Vater war nachhaltig und ich bin auch nachhaltig!
    Mein Opa war bei der Waffen SS,mein Vater war bei der Volksarmee und ich trenne Müll!

    Dieser Nachhaltigkeitskongreß versprüht den gleichen Charme wie SED Delegiertenkonferenzen, wo die Partei-und Staatsführung anschließend die überwältigende Übereinstimmung von Partei und Volk als bewiesen verkündete.

  14. #11
    Stichwort Putins Gas.
    Wäre es nicht möglich, sich von der Abhängigkeit Gasproms zu lösen bzw. zu mindern. Ich meine mich erinnern zu können, dass in Norddeutschland und Ruhrgebiet jede Menge unkonventionelle Gasreserven liegen, die Mittels Fracking gefördert werden können. Aber unsere grünen Schlümpfe sind ja voll dagegen, sich von der Abhängigkeit Gasproms zu lösen.

  15. @Hans Dampf #12

    Das wäre ja eher ein Argument sie im Boden zu lassen, so lange bis wir mal erpresst werden.
    Unabhängig bin ich doch genau dann, wenn ich Reserven habe auf die ich zur Not zugreifen kann.
    Wenn ich meine Reserven verbrauche begebe ich mich in eine Abhängigkeit.

  16. @Günter Heß #15
    Das Problem ist doch, dass wir als „kleines“ Deutschland auf Rohstofflieferungen aller Art angewiesen sind, wenn wir unsere moderne und unabhängige innovative Wohlstandsbevölkerungszahl halten wollen.
    Will sagen….das viel schlimmere an der Energiewende/EEG ist nicht die Abängigkeit von Rohstofflieferanten, sondern ist der Verlust bzw. der Verbot/Einschränkung an neuen Energiequellen zu forschen bzw. diese Weiterzuentwicklen. Stichwort „Anti-Kernkraftforschung und Entwicklung“ oder „Frackingverbot“ oder auch „Genforschung-Entwicklungsverbot“….Unsere Gesellschaft, unser Wohlstand baut auf Wissen, Forschung und einer offenen-marktfähigen = innovativen Wissenschaft auf…..dies alles wird unter dieser Grün-Sozialistischen Ideologiepolitik verhindert und im Keim erstickt.
    Energiewende/EEG steht für viel mehr als nur die „Abhängigkeit von Russland Gas“.
    Im Kern geht es darum….die deutsche Gesellschaft ihrer Wohlstands-Industrie-Innovationsbasis zu entziehen.
    Das Ziel ist Deutschland in eine Mangel und Armutsgesellschaft politisch zu diktieren. Mit Verboten, Bevormundungen, Angstmärchen, Technikfeindlichkeit, Wirtschaftsfeindlichkeit.
    Es wird ein Klima der Naivität und der Schauspielerei (Computersimulations-Medienwelt) geschaffen und in ein Wohlbefinden einer Gesellschaft projeziert.

  17. @Günter Heß #15

    Fracking ist -- wie alle modernen Energietechniken -- ein Verfahren, das hohe Anfangsinvestitionen erfordert. Diese kann man nicht erst tätigen, wenn der Blackout schon da ist. Außerdem wird doch überall gemeckert, daß sich die modernsten Gaskraftwerke derzeit nicht wirtschaftlich betreiben lassen -- mit Gaspreisen wie in USA wären die vermutlich wieder konkurrenzfähig.

  18. @Hofmann,M

    man fragt sich wirklich, ob Deutschland überhaupt noch eine Zukunft hat, oder ob man besser in die Anglosphere auswandern sollte -- kann man hierzulande noch eine Eigentumswohnung kaufen (die Zinsen sind ja Draghi sei Dank niedrig wie noch nie) oder hat man dann auf lange Sicht einen Klotz am Bein, den man wegen Demografie, Energiewende und €uro-Kollaps nie mehr loswird?

  19. @Archophob#18
    Die Zinsen sind das gernigere Problem bei einer Finanzierung. An der Tilgung werden die Meisten in Zukuft scheitern.
    Und wer nicht tilgen kann, der wird weiterhin sein Eigentum bei der Bank hinterlassen müssen und weiter der Bank ihre Zinsen zahlen. Die liebsten Kunden einer Bank sind doch die jenigen, die eine geringe Tilgungsrate haben. Somit lässt sich der „Kunde“ über Jahre hinweg schön schröpfen. Der Kunde sollte aber im Eigeninteresse dafür sorgen, dass die Tilgung so hoch wie möglich ist und damit die Zinslast zu Drücken und schnellst möglich sein Eigentum = Haus von der Bank frei zu bekommen.
    Der Zins ist schließlich die Miete, die der „Kunde“ = Häuslebauer einsparen wollte. Und um so schneller man abzahlt = tilgt um so eher hat man wieder mehr Eigenkapital übrig, dass wiederum für andere Projekte hergenommen werden kann.

  20. @Archophob#17
    Auch mit Gaspreisen, wie in den USA, wären die Gaskraftwerke unter dem EEG nicht konkurenzfähig. Das EEG schreibt schließlich den Einspeisevorrang für die EE fest. Und das macht den konventionellen Kraftwerkspark unwirtschaftlich.

  21. Im obigen Artikel werden Kosten für die Umstellung auf erneuerbare Stromversorgung in der Höhe von 500 Milliarden zitiert. Vermutlich würde dieser Betrag nicht reichen, aber auf jeden Fall wird die E-Wende als eine der größten Fehlinvestitionen in der Geschichte als E-Ende irgendwann sterben.

    Zum Kostenverergleich das Projekt Iter / Kernfusion:
    Schätzkosten bei Projektstart: 5,5 Milliarden
    Hochrechnung heute: 15 Milliarden
    Abrechnung: schätze ich bei 30 Milliarden, verteilt über 20 Jahre auf die beteiligten Staaten.

    30 Milliarden sind etwas mehr als jedes Jahr alleine in Deutschland für Subventionen der totgeborenen Ebergiewende rausgehauen werden, während man sich beim deutlich zukunftsfähigeren Projekt Fusionsreaktor verbittert um die Mehrkosten streitet. Immerhin sind in Deutschland Fusionsmaschinen im Gegensatz zu Spaltreaktoren politisch einigermaßen korrekt und sogar Wissenschaftler aus Deutschland dürfen sich ganz offiziell daran beteiligen. Mit dem Projekt Wendelstein hat man sogar was eigenes nukleares auf die Beine gestellt. Man kann es kaum glauben, es gilt sogar in Deutschland als Ausweg aus dem Energiedilemma. ( offensichtlich halten die Grüngewaschenen das nicht für Kernenergie )
    Warum bleiben derart wichtige zukunftsfähige Projekte unterfinanziert, während gleichzeitig die untauglichen Vogelschreddern grotesk überfinanziert sind und zusammen mit Maisfeldern und Solarkram Landschaft und Natur verwüsten?
    BvK

  22. Am Freitag spricht die Umweltministerin B. Hendricks in Kleve. Und A. Nahles in Duisburg. Also bei so hohen Rössern im Pott kann man doch mal seine Pfeife einpacken und mit seinen Freunden hingehen. Evtl. noch mit Plakaten mit der Forderung „Direkte Demokratie auf allen Ebenen und zu allen Themen“, dann ist die Energiewende wenn es unbequem für die Verbraucher wird alsbald Geschichte.

  23. Wilde sagt # 3
    Hallo @ all, habe gerade auf ZDF Videtext Tafel 137 interessantas gefunden.( Auch auf die Gefahr auf Offtopic)
    OLG Düsseldorf:”Mehr Geld für Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilität. Das kurzfristige Hoch un Herunterfahren der Kraftwerke zur Sicherung der Stromnetzstabilität muss besser honriert werden. Es reiche nicht, den Energiekonzernen nur ihre Kosten etwa für die Brennstoffe zu ersteatten, entschied das OLG. Es müssten auch weitere Kosten und zum Beispiel entgangene Gewinnmöglichkeiten ersetzt werden.”
    Da kann sich unser ‘Dickerchen’ warm anziehen.

    @Alle
    Dürfte für „Dickerchen“ kein Problem sein, das Geld ist doch da, schaut mal hier:

    http://www.iwr.de/news.php?id=28677
    Münster – Das Konto der Einnahmen und Ausgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steht mit 4,8 Milliarden Euro im Plus und damit auf einem Rekordhoch. Doch statt einer Entlastung für Verbraucher sollen nun weitere Industriezweige durch eine Befreiung von der Zahlung der EEG-Umlage profitieren.

    MfG

  24. #23
    Hallo Herr Diehl ,

    ist doch klar, dass die Regierung den Überschuss vom EEG-Umlagekonto nicht zurückgibt, Dieses und nächstes Jahr gehen mehrere GW an Offshore-WKA ans Netz mit EEG-Vergütungen von 15 oder 19 ct/kWh. Da wird der Überschuss deutlich abschmelzen, aber die Regierung kann die EEG-Umlage noch eine Zeit stabil halten und den Leuten erzählen Sie hätte den Strompreisanstieg durch EE jetzt im Griff.

  25. Bert Robel sagt #24
    ist doch klar, dass die Regierung den Überschuss vom EEG-Umlagekonto nicht zurückgibt, Dieses und nächstes Jahr gehen mehrere GW an Offshore-WKA ans Netz mit EEG-Vergütungen von 15 oder 19 ct/kWh. Da wird der Überschuss deutlich abschmelzen, aber die Regierung kann die EEG-Umlage noch eine Zeit stabil halten und den Leuten erzählen Sie hätte den Strompreisanstieg durch EE jetzt im Griff.

    @Herr Robel
    Sie haben eines nicht berücksichtigt, dafür wird immer mehr EEG Strom produziert..
    Der EEG vergütete Strom wird ausschließlich am Spotmarkt gehandelt, und treibt die Preise dort immer öfter gegen „Null“.mit der Folge, dass die Umlage steigt. Dazu kommt, dass der PV Zubau, den gleichen Effekt bewirkt, aber die Vergütung dafür kontinuierlich sinkt.
    Der seitherige Überschuss auf dem EEG Konto hat seine Ursache darin, dass das monetäre Volumen, welches in Folge der Börsenpreissenkung mehr an Umlage auf dem EEG Konto eingeht, größer ist, als das monetäre Volumen, das benötigt wird um den Zubau zu vergüten.

    Wenn dieser Überschuss dazu verwendet wird, sozusagen einen Kapazitätsmarkt zu finanzieren, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.
    Zum einen wären die Forderungen der Konzerne erfüllt, und zum anderen würden die EE, mit den gesenkten Börsenpreisen, selbst zur Finanzierung ihrer „Unstetigkeit“ beitragen.

  26. @Hans Diehl #25

    Ich fasse ihr #25 mal zusammen.
    Der Staat hat dem Bürger mit dem EEG mehr abgeknöpft als er an die Subventionsgewinnler von arm nach reich umverteilt.
    Und sie verkaufen das als Erfolg, wenn er diese abgeknöpfte Geld für einen anderen planwirtschaftlichen Unsinn, von ihnen Kapazitätsmarkt genannt, ausgibt. Zwei Dummheiten aus einer Klappe die einen Verlust als Gewinn verkaufen.

    Eine solide Energiepolitik braucht weder einen Kapazitätsmarkt noch ein subventioniertes Angebot.

  27. @Herr Heß #26
    Ich verkaufe nichts als Erfolg. Ich betrachte lediglich vor dem Hintergrund der nun mal beschlossenen Energiewende, eine für beide Seiten vernünftige Lösung.

    MfG

  28. Herr Heller,

    Erstmals erlebte ich öffentlich, wie aus berufenem Munde der Hinweis auf die erforderliche Stabilisierung der Netzfrequenz durch die rotierenden Schwungmassen der großen Turbinen in den konventionellen Kraftwerken erfolgte. Die Fragezeichen in den Gesichtern der wenigen anwesenden Bürger, Politiker, Wirtschafts- und Medienvertreter waren größer als der Saal.

    Bisher dachte ich immer, die Netzfrequenz wird durch zu- und abschalten von Kraftwerksleistung geregelt, nur die in einer Industrienation zwangsläufig in Größenordnung anfallenden Blindleistungen werden durch mitlaufende Generatoren kompensiert?

  29. Dass das EEG-Konto so gut gefüllt ist hat vor allem 2 Gründe. Die Anhabung der EEG-Umlage 2014 war zu hoch und 2014 war ein schlechtes Wind- und Sonnenjahr.

    Ich könnte mir jetzt gut vorstellen, dass ein Kapazitätsmarkt, oder wie die Vergütungen für unrentabel gewordene aber zwingend gebrauchte Kraftwerke auch heißen mag, von der Politik dann aus diesem Topf bezahlt werden soll. Das hätte den Charme, dass eine solche Entscheidung dann nicht zu sofortigen Preissteigerungen führen würde.

    Mir als Steuerzahler und Verbraucher kann das letztendlich auch egal sein, aus welcher Tasche mir das Geld gezogen wird. Eine Bezahlung aus dem EEG-Konto wäre aus meiner Sicht sogar konsequent. Schließlich sind das direkte EEG Kosten. Und ein Bezahlen über die Umlage würde dann zumindest an dieser Stelle für ein wenig mehr Transparenz sorgen.

  30. Herr Heller,

    ich antworte mal hier zu Ihren Ausführungen zu Fundamentalisten bei Krüger. Mit Krügers Begriffen von gemessener Klimasensitivität und absoluter Globaltemperatur kann ich eh nichts anfangen.
    Sie schrieben:

    So, wie Hofmann sich für alle Zeiten und endgültig festgelegt hat, CO2 hätte keine Klimawirkung, so haben sich eben auch andere endgültig und für alle Zeiten auf die kommende Klimakatastrophe, auf die Validität von Modellrechnungen oder auch auf die Sinnhaftigkeit der Energiewende festgelegt.

    Für mich ist Science Skeptical eben auch eine Plattform, Ideen und Argumente zu testen und zu sehen, was wie ankommt. Da ist es interessant, das reflexhafte Verhalten eines Herrn Hofmann (“wir werden alle betrogen und belogen”) oder auch eines Herrn Rassbach (“wir wurden alle von Genscher betrogen und belogen”) zu beobachten.

    So wie ich Hofmann verstehe sagt er nichts weiter wie Prof.Endres im Interview oben zu Frage 9:

    Die Politik zwingt Autohersteller zur CO2-Minderung der Fahrzeuge, obwohl mehr als umstritten ist, dass CO2 eine messbare Klimawirkung hat, der unmissverständlich messbare Infraschall von Windkraftanlagen und seine gesundheitlichen Folgen werden jedoch noch völlig negiert. Das geht so weit, dass eine deutsche Nachrichtensendung einen angekündigten Beitrag zu Infraschall zurückgezogen hat.

    Ist Endres auch ein Fundamentalist?
    Ich will auch kein Fundamentalist sein 😉

    Über Genscher und Konsorten gibt es sogar Bücher, die beschreiben wie er und seine Kumpane unsere jetzt real existierende Umweltbürokratie erschufen.
    Hier und Hier

    Die Umweltbürokratie ist so perfide aufgebaut, dass ihr jede Partei gehorchen muß.

  31. Dieser Prof. Endres gefällt mir, er sagt unglaubliche Dinge,er hat Mut.

    Aluminiumverbindungen werden aber mit degenerativen Erkrankungen des Gehirns in Verbindung gebracht. Hier muss die Frage erlaubt sein, ob es sinnvoll ist, bspw. in das Wattenmeer Metallverbindungen einzubringen, die als ökotoxisch gelten.

    War eigentlich eine sg. Verschwörungstheorie,

    eine Anreicherung von Aluminium und/oder Zink in der Nahrungskette ist zumindest nicht ausgeschlossen. Die Europäische Union reguliert mittlerweile alles, dieses Thema scheint sie jedoch noch nicht auf dem Schirm zu haben.
    Einige Firmen bewerben ihre Kosmetikprodukte mit „Frei von Aluminium-Verbindungen“, aber Aluminium- und Zink-Salze aus offshore-Windkraftanlagen scheinen nicht als Problem identifiziert zu werden. Offenbar urteilt man hier mit zweierlei Maß.

    Wie aber soll in wenigen Jahren ein von der Politik zu verantwortender Rückstand aufzuholen sein? Politiker wollen gewählt werden, und sie stürzen sich auf ein Thema, das gerade en vogue ist. Im Moment sind das die Themen „Klimaschutz“, „Energiewende“ und (endgültiger) „Atomausstieg“.

    Es gibt viele Leute, die davor warnen, die Kernenergie abzuwickeln, zumindest sollte die Forschung hochgehalten werden. Man wird dann aber öffentlich schnell als „Atomkraftbefürworter“ bezeichnet und sieht sich einem medialen shitstorm ausgesetzt. Der jetzt politisch gewollte Rückstand in der Kernenergie wird sicher nicht mehr aufzuholen sein.
    Eigentlich machen die deutschen Politiker immer wieder dieselben Fehler.

    Die armen Politiker hören nur auf ihre Umweltbürokratie, sonst sind sie auch weg vom Fenster 😉

  32. @Hans Diehl #27
    Falsch Hr. Diehl….die Gesellschaft = Markt hat die Energiewende NICHT beschlossen, dass einzig und alleine die Deutsche Politik und Medien!
    Das ist ein GEWALTIGER Unterschied!

    Der Markt, also unsere industriebasierende soziale Wohlstandsgesellschaft hat die sog. Erneuerbaren Energieträger Wind und Sonne schon vor über hundert Jahre abgewählt. Unsere Natur in Deutschland wird jetzt mit tausenden von Windmühlen Industrieanlagen und Stromtrassen zubetoniert und überzogen.

  33. Kleine Nachhilfe zum EEG-Konto

    Gemäß § 60 EEG haben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen für jede an Letztverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Mit diesen Zahlungen wird die Differenz aus den Einnahmen und den Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber bei der EEG-Umsetzung nach § 3 Abs. 3 und 4 AusglMechV sowie § 6 AusglMechAV gedeckt werden.

    Die Übertragungsnetzbetreiber sind gemäß § 3 Absatz 2 AusglMechV verpflichtet, bis zum 15. Oktober eines Kalenderjahres die EEG-Umlage für das folgende Kalenderjahr zu ermitteln und zu veröffentlichen.

    https://www.netztransparenz.de/de/EEG-Umlage.htm

    Nicht der Staat sammelt dat Geld ein sondern wir Energiefuzzis…..und wenn in einen Jahr zu viel eingesammelt wurde, muss im Folgejahr die Umlage gesenkt werden…..ähnlich wie bei den Netzkosten, denn da gibbet eine „Gewinnobergrenze“….und wenn wir die im Jahr X zufällig überschritten haben, müssen wir im Folgejahr die Durchleitungsgebühren soweit senken, bis der unrechtmäßige Gewinn wieder abgeschmolzen ist.

    Im Prinzip ist der dusselige Vorschlag von der knarrenden Diehle erstmal Bullshit……..aber wenn man bedenkt, wie gierig unsere sozialistische Einheitspartei im Reichstag gestrikt ist……muss man natürlich damit rechnen…..das sie sich diese temporalen Überschüsse uff´n EEG-Konto allzugerne unter die Nägel reißen würden um die Planwirtschaft in der Energiewirtschaft ein Stück weit zu perfektionieren.

    Übrigens…….auch die „beschlossene Energiewende“ ist nicht in Stein gemeißelt……man wird sie zwar nicht auf einen Schlag beenden können…..aber mit „Verwaltungsrichtlinien“ bürokratiegerecht leise einschlafen lassen.

    Rein theoretisch kann man ein Auto auch ohne Bremsen fahren……gefährlich wirds erst dann, wenn die nächste Ampel plötzlich auf rot umschaltet…………und diesen Zeitpunkt nähern wir uns gerade energiewirtschaftlich…….

    Energie-Ossi

  34. @ Diehl

    Sie haben eines nicht berücksichtigt, dafür wird immer mehr EEG Strom produziert..
    Der EEG vergütete Strom wird ausschließlich am Spotmarkt gehandelt, und treibt die Preise dort immer öfter gegen „Null“.mit der Folge, dass die Umlage steigt. Dazu kommt, dass der PV Zubau, den gleichen Effekt bewirkt, aber die Vergütung dafür kontinuierlich sinkt.
    Der seitherige Überschuss auf dem EEG Konto hat seine Ursache darin, dass das monetäre Volumen, welches in Folge der Börsenpreissenkung mehr an Umlage auf dem EEG Konto eingeht, größer ist, als das monetäre Volumen, das benötigt wird um den Zubau zu vergüten.

    Wenn dieser Überschuss dazu verwendet wird, sozusagen einen Kapazitätsmarkt zu finanzieren, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.
    Zum einen wären die Forderungen der Konzerne erfüllt, und zum anderen würden die EE, mit den gesenkten Börsenpreisen, selbst zur Finanzierung ihrer „Unstetigkeit“ beitragen.

    Rechnen wir uns das einfach schön. Ein bisschen hier, ein wenig da!
    20 Mrd € Mehrkosten pro Jahr bleiben aber bestehen. Da gibt es nix!

  35. @netseal #34

    20 Mrd € Mehrkosten pro Jahr bleiben aber bestehen

    Das nennt man, siehe Titel, Lehrgeld 😀

  36. @ Krishna Gans

    Ach ja, die haben sich nur in der Zehnerpotenz vertan. Das passiert als schon mal.

  37. Übrigens……Sozialismus…….ala SPD

    Mit der Haftung des Auftraggebers im MiLoG hat der Gesetzgeber den Unternehmern hohe Anforderungen auferlegt. Die weitreichenden Konsequenzen werden sich nur durch sorgfältige Auswahl der Vertragspartner und entsprechende Vertragsgestaltung reduzieren lassen. Die Kombination aus geringen Kontrollmöglichkeiten und umfassender Haftung führt zu einem schwer kalkulierbaren Risiko für jeden Auftraggeber.

    http://www.rhein-neckar.ihk24.de/recht/arbeitsrecht/Mindestlohngesetz/932464#Generalunternehmerhaftung

    So als Investor und Auftraggeber……überleg ich mir doch glatt……ob ick überhaupt noch was bauen lasse….kann ja zukünftig schnell mal passieren, das plötzlich bewaffnete Zöllner vor meinen Büro stehen……weil ein Sub unseres Auftragnehmers seinen Mindestlohn nicht zahlt.

    Deutschland 2015……wer hat uns verraten…..richtitsch….die Sozialdemokraten.

  38. @Heinz #37
    -Mit solchen Gesetzen werden wir bestimmt in Deutschland ein mehr an Investitionen und ein weniger an Abschreibung bekommen 😉
    -Mit solchen Gesetzen werden wir in Deutschland bestimmt den Wohnungsbau bzw. sozialen Wohnungsbau ankurbeln.

    Wenn erstmal die ersten Investoren und Unternehmensführer Strafzahlungen für Dritte leisten müssen und ggf. in Knast einfahren, dann hat sich die Deutsche Politik komplett als weltweiter Investoren / Wirtschaftsstandort erledigt.

  39. netseal sagt # 34
    Rechnen wir uns das einfach schön. Ein bisschen hier, ein wenig da!
    20 Mrd € Mehrkosten pro Jahr bleiben aber bestehen. Da gibt es nix!

    @netseal
    Haben Sie eine Rechnung für die 20 Milliarden ????

  40. Die Kanzlerin und ihre Entwicklungsexperten.

    Man schämt sich fast aus Deutschland zu kommen.

  41. @Micha

    Wollt ihr den totalen Klimaschutz?

    Würg und……..wechrenn.
    H.E.

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