Die Energiewende als Vorbild für die Welt?

17. Februar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Die Energiewende ist nicht nur ein zentraler Baustein deutscher Klimawandelvermeidungsphantasien. Sie wird – zumindest in der politischen Kommunikation – auch als Instrument zur Sicherung zukünftiger Wertschöpfungsmöglichkeiten unserer Wirtschaft verkauft.

So führte Sigmar Gabriel auf dem Berliner Energy Forum am 10.02.2014 aus:

Das Ziel ist keineswegs, nur den Klimaschutz und die Ökologie im Blick zu haben. Wir glauben vielmehr, dass wir mit der Energiewende auch ein erhebliches Potenzial für Wachstum und den Neuaufbau von Industrie und Arbeitsplätzen schaffen können. Darüber wollen wir in den kommenden Wochen und Monaten auch mit unseren europäischen Partnern verstärkt in die Diskussion kommen.

Wenn man sich der Diskussion über Sinn und Unsinn von Dekarbonisierung einer- und über Sinn und Unsinn des Ausstiegs aus der Kernenergie andererseits verweigert, reduziert man seine Wahrnehmungs- und Entscheidungsmöglichkeiten in riskanter Weise. Das Alternativszenario, in dem andere Länder diesem Ansatz nicht folgen, kann nicht mehr in das Kalkül einbezogen werden. Man ist festgelegt auf die Vorstellung, die Energiewende würde automatisch zu einem Exportschlager, weil in naher Zukunft weitere relevante Wirtschaftsräume des Planeten zwingend dem deutschen Vorbild nachzueifern hätten.

Noch einmal sei dazu unser Wirtschaftsminister zitiert:

[…] wollten wir zeigen, dass eine leistungsfähige Industriegesellschaft wie die deutsche Klimaschutz und Erneuerbare Energien miteinander verbinden kann, damit wir international Nachahmer finden. Die deutsche Energiewende wäre gescheitert, wenn sie nur unter den ökonomischen Rahmenbedingungen Deutschlands funktionieren würde. Sie ist nur dann als erfolgreich zu bezeichnen, wenn wir zeigen, dass Industriegesellschaften ganz generell in der Lage sind, Klimaschutz und Erneuerbare Energien mit einer erfolgreichen Entwicklung der Industriegesellschaft zu verbinden.

Es wäre fies und vielleicht auch übertrieben, an dieser Stelle den Satz vom „deutschen Wesen“, an dem die „Welt genesen“ solle zu zitieren. Deswegen erspare ich mir das. Gabriels Ausführungen beinhalten aber den Plan, durch die Subventionierung der NIEs (neue ineffiziente Energien wie Biomasse, Photovoltaik und Windenergie) einen Vorsprung für die deutsche Industrie zu schaffen, der schließlich durch Exporte Pionierrenten erwirtschaftet. Schließlich, so Gabriel weiter:

Wir wollten neue Technologien entwickeln; einen neuen Wachstumspfad herbeiführen und dabei auch neue Arbeitsplätze erzeugen. Das ist in den letzten Jahren in großem Umfang in Deutschland gelungen. Wir haben inzwischen etwa 300 000 neue Arbeitsplätze in unserem Land im Bereich Erneuerbare Energien geschaffen. Nur mal zum Vergleich: Der höchste Stand in der Kernenergie an Arbeitsplätzen waren etwa 30 000. Das heißt, wir haben inzwischen im Bereich Erneuerbare Energien etwa das Zehnfache dessen erreicht, was wir im Bereich Kernenergie jemals hatten. Und diese Arbeitsplätze liegen vor allen Dingen in ganz klassischen deutschen Industriefeldern: in der Elektrotechnik, im Stahl, im Maschinenbau, in der Kunststoffproduktion, in der Chemie. Die Grundbedingung für eine erfolgreiche Energiewende ist mithin das Beherrschen der zugrunde liegenden industriellen Kapazitäten. Und deswegen ist Deutschland für die Energiewende vermutlich auch ein ausgesprochen gut ausgerüstetes Land, weil wir diese Industriestrukturen in unserem Land in großem Umfang vorhalten.

Es gibt eine Reihe von Punkten, die Gabriel nicht berücksichtigt. Ob er sie aus Unwissenheit ignoriert oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen:

  • Die Energiewende selbst gefährdet den Industriestandort Deutschland durch hohe Energiekosten, die gerade die Grundstoffindustrie hart treffen. Dazu sei noch einmal auf das Papier der Deutschen Bank verwiesen, in dem eine schleichende Deindustrialisierung bereits ausgemacht wird.
  • Windkraftwerke, Solarzellen und Biogasanlagen sind keine Hochtechnologien. Es handelt sich hier um klassische Low-Tech-Applikationen, die keine besonderen technischen Herausforderungen beinhalten. Sie können von eigentlich allen Industrie- und Schwellenländern rasch kopiert und selbst gebaut werden. Das Beispiel China zeigt dies deutlich. Als ob die Chinesen jemals auf die Idee kämen, bei uns Windräder zu kaufen. Oder gar Solarzellen. Glauben wir ernsthaft, Biogasanlagen nach Brasilien exportieren zu können? Oder in die USA? Im Moment ist es doch eher so, daß international tätige Konzerne, beispielsweise aus Japan, sich hier in Deutschland ansiedeln, um den Markt für NIEs mit eigenen Systemen vor Ort zu bedienen. Die Energiewende ermöglicht, befeuert durch staatliche Subventionen, vor allem Importe nach Deutschland hinein.
  • Wir waren in den 1970er und 1980er Jahren auf dem Weg, eine international führende Rolle in der Kerntechnik zu erringen, eine echte Hochtechnologie. Diese Chance wurde politisch erstickt. Glaubt man denn ernsthaft, Länder wie Frankreich oder England, die USA oder Rußland, Südkorea oder Japan würden kurz- oder mittelfristig diesem Vorbild nacheifern? Auch die Chinesen verfolgen in dieser Branche ganz andere Ziele.

Tatsächlich entwickelt sich die Energiewende zu einem internationalen Flop. Länder wie Australien, Kanada und Polen – und in ersten Ansätzen sogar England – haben nicht nur begonnen, die Notwendigkeit von Dekarbonisierung zu hinterfragen. Sie lernen tatsächlich, wie Spiegel Online heute berichtet, von der deutschen Energiepolitik. Nur nicht ganz so, wie sich das die Bundesregierung vorstellt:

Deutschland gilt als abschreckendes Beispiel

Der Premier lässt sich nicht beirren. Ihm kommt dabei zupass, dass in Deutschland die Kosten der Energiewende explodiert sind. Das einstige Vorbild Bundesrepublik wird als abschreckendes Beispiel angeführt. „Wir können es uns nicht leisten, dem Modell Deutschlands zu folgen“, wird Ron Boswell, Senator des Bundesstaates Queensland, in der Zeitung „The Australian“ zitiert. Deutschland habe wegen des Ausbaus erneuerbarer Quellen mit die höchsten Energiepreise in der Welt. „Wir sollten besser von den Vereinigten Staaten lernen“, meint Boswell, dort sei Energie gut dreimal billiger als in Australien.

Berechtigt ist der Hinweis zu Beginn des Artikels, Australien habe eigentlich viel günstigere geographische Voraussetzungen für die Nutzung von Wind und Sonne. Man denke an die lange Küstenlinie ebenso, wie an die hohe Sonnenscheindauer im Landesinneren. Wenn man dort dem deutschen Vorbild trotzdem nicht folgen möchte, ist das eine sehr ernstzunehmende Entwicklung. Die Energiewende könnte sich schon sehr bald in vollem Umfang als internationaler Rohrkrepierer erweisen.

Das hat auch sein Gutes. Wenn die Energiewende in diesem Aspekt scheitert, wird es zunehmend schwieriger, sie trotz ihrer offensichtlichen Probleme zu verteidigen. Vielleicht geht sie gar als  abschreckendes Experiment in die Geschichtsbücher ein, das niemand mehr erneut versuchen möchte.

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120 Kommentare
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  1. Was reitet Menschen zu allen Zeiten, blind den Verkaufsargumenten von Schwätzern und Betrügern zu folgen, während gleichzeitig die warnenden Worte von Fachleuten ungehört im Lärm der Menge untergehen? Darauf gibt es wohl nur eine philosophische Antwort.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

  2. Das hat auch sein Gutes. Wenn die Energiewende in diesem Aspekt scheitert, wird es zunehmend schwieriger, sie trotz ihrer offensichtlichen Probleme zu verteidigen. Vielleicht geht sie gar als abschreckendes Experiment in die Geschichtsbücher ein, das niemand mehr erneut versuchen möchte.

    Herr Heller, so wird es wohl kommen. Und hier noch ein besonderes Stück aus dem Tollhaus:

    Solaranlage verbrennt Vögel in der Luft

  3. Wenn man zehn mal mehr Arbeitskräfte benötigt, um ein Produkt herzustellen, das von bedeutend schlecherer Qualität ist, dann ist das kein Vorteil.
    Wenn dies aufgrund staatlicher Zwangsmaßnahmen und Subventionen geschieht, handelt es sich nicht um Arbeitsplätze, sondern um ABM-Stellen. Man könnte genau so gut Gräben schaufeln und wieder zu schütten
    Oder den 300.000 Schein-Arbeitskräften das Gehalt fürs Nichtstun überweisen.
    Da die Subventionen derzeit ca. 20 Milliarden € pro Jahr betragen, bekäme jeder pro Monat das fürstliche Ruhegeld von 5.500 € Brutto und es würden eine Menge Umweltschäden vermieden.

  4. Die deutsche Energiewende wäre gescheitert, wenn sie nur unter den ökonomischen Rahmenbedingungen Deutschlands funktionieren würde.

    Und wenn sie selbst unter den ökonomischen Rahmenbedingungen Deutschlands nicht funktioniert, dann kann man sie wohl als krachend gescheitert bezeichnen.

  5. Gerade von einer lokalen Bau und Haus-Energiemesse bei Bayreuth zurück, habe ich an unserem Stand von Naeb e.V. leider die Erfahrung gemacht, daß das Wissen über die Irrtümer der Energiewende und die volkswirtschaftlichen Langzeitfolgen noch fast völlig fehlt. Die fehlgeleiteten Deutschen werden erst nach einem massiven Zusammenbruch, örtlich oder flächendeckend, den Irrweg von „Ökoenergie“ und versuchtem Auststieg aus technisch physikalischer richtiger, vernünftiger und volkswirtschaftlich verträglicher Energieversorgung erkennen.
    Meine umfangreiche Verwandtschaft in 5 Staaten, schüttelt nur den Kopf über Deutschland.
    Je füher der „aufhellende“ Blackout kommt um so besser für uns. Das ist wie bei den eigentlich bekannten Kinderkrankheiten und der Impf-Verweigerung.

  6. Staatlich sanktionierte Schutzgelderpressung………mit einem Millionenheer von Begünstigten……funktioniert so lange, bis der gelackmeierten Zahlhansel an die Grenzen seiner Zahlungsfähigkeit gelangt.

    Die Grenze der Energiewendespaltung zieht sich nunmehr sogar im Kollegenkreis durch die Gesellschaft, die eigene, gesetzesbegünstigte Gier lässt auch bei uns zunehmend das Hirn Einzelner vernebeln.
    Die perfide Bevorteilung eines Teils der besitzenden Bevölkerung auf den Knochen der Mehrheit…..ist in dieser Art in Deutschland nicht mehr aufzuhalten mit politischen Mitteln.

    Wenn dieses Infrastrukturprojekt dann eines Tages gegen den Baum knallt, können wir uns wenigstens zugute halten, die Solarmodulpreise innerhalb weniger Jahre in den Keller geprügelt zu haben und als schlechtes Vorbild anderen Nationen als mahnendes negatives Beispiel zu dienen.

    In Hinsicht auf die folgenden katastrophalen Auswirkungen der Energiewende, ist das natürlich nur ein schwacher Trost…….aber bei der zunehmenden Tendenz zur arroganten Dekadenz, sind wohl zyklische Zusammenbrüche unausweichlich.

    Onkel Heinz……Kerzen, warme Decken, Lebensmittelreserven samt stromunabhängiger Kochgeräte…..tolle Aussichten für die Zukunft

  7. Einen ganz anderen Motivator für die vorsätzliche, politische Blindheit unserer Nomenklatura in Fragen des Energiewendens beschreibt der „Tagesspiegel“ eher beiläufig:
    http://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/energiewende-sein-naechster-dreh/9460454.html

    Die Bundestagsabgeordneten, die auch um ihr Geld und ihre Stimmen fürchten. Denn, so berichtet einer aus der Union, der auf Gabriels Seite steht, hinter vorgehaltener Hand: Beinahe jeder Abgeordnete ist irgendwie mit dem Ökoboom verflochten. Entweder hat er selbst Windräder oder Fondsanteile, profitiert von Aufträgen der Branche oder wird massiv von den betroffenen Unternehmen in seinem Wahlkreis unter Druck gesetzt. „Eigentlich“, sagt der Mann, „müsste die Hälfte des Bundestages der Abstimmung wegen persönlicher Betroffenheit fernbleiben.“

    Ich hatte es an anderer Stelle schon einmal in die Diskussion geworfen:

    Mehr noch als einer Transparenz bei den „Nebeneinkünften“ der Abgeordneten, bedürfte es einer Transparenz beim persönlichen Investitionsverhalten dieses Personenkreises.

    Hier kann der Abgeordnete durch sein Stimmverhalten ggf. sein eigenes Vermögen über die Beeinflussung von Kurswerten „aufwerten“, stimmt er z. B. für eine Subventionierung von NIE, so hat dieses regelmäßig Einfluss auf die Aktien von NIE- Herstellern. Eine stärkere Form der „Befangenheit“ ist kaum denkbar.

    Ein wesentlicher Teil der Bankster sitzt eben nicht in London oder Frankfurt sonderm im Glashaus in Berlin.

  8. Es ist ein richtiges Trauerspiel, das sich hier vor aller Augen/vor aller Welt abspielt. Die Hoffnungen in einen kompetenten Wirtschafts- und Energieminister mit dem Mut zu einer echten Reform sind, nachdem er Rainer Baake als Staatssekretär ins Ministerium geholt hat, regelrecht zerstoben. Das nannte man früher, den Bock zum Gärtner machen.

    Im schon unter #7 verlinkten Berliner Tagesspiegel vom 13. Februar 2014 ist zu lesen:
    „Unter dem neuen Staatssekretär Rainer Baake (Grüne) wurde die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorbereitet. Zwei Tage Intensivklausur, zwischendurch Abstimmung mit der Kanzlerin und vor allem: Blockierer wurden ausgeschaltet. Die Industrieabteilung des Wirtschaftsministeriums war nicht eingeladen. Detlev Dauke, bis dato Energie-Abteilungsleiter, wurde abgesetzt, obwohl noch kein Nachfolger in Sicht ist.“

    Auch meine Hoffnung in die Gewerkschaften scheint zu trügen: zwar kommen in deren Klientel die Auswirkungen der verkorksten Energiepolitik immer stärker an, aber solange dies so komfortabel abgefedert werden kann wie bei der Eon, wird niemand auf die „Barrikaden“ gehen. Dort dehnt man eine bestehende Vorruhestandsregelung auf Mitarbeiter der Jahrgänge 1959 bis 1961 aus, deren Job wegfällt (http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/eon-bietet-rente-mit-52-an-aid-1.4037714).

    Und der Koalitionspartner CDU schaut diesem Treiben (fast schon) gelangweilt zu. Bis auf den in einer Großen Koalition allerdings noch einflußärmeren Wirtschaftsrat, der seinen neuen 10-Punkte-Plan wenigstens mit „Die Energiewende -- Ein Fehlschlag?“ überschrieben hat (http://www.presseportal.de/pm/42899/2664874/wirtschaftsrat-die-energiewende-ein-fehlschlag-10-punkte-plan-damit-deutschland-industrieland).

    Die meisten Leute im Lande merken immer noch nicht, oder wollen es sich nicht eingestehen, dass hier eine Verschwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen ohnegleichen abläuft. Im Ausland sieht man das nüchterner.

  9. @ FK9, #7:

    Beinahe jeder Abgeordnete ist irgendwie mit dem Ökoboom verflochten. Entweder hat er selbst Windräder oder Fondsanteile, profitiert von Aufträgen der Branche oder wird massiv von den betroffenen Unternehmen in seinem Wahlkreis unter Druck gesetzt.

    Wenn das stimmt, ist das aus meiner Sicht untragbar. Ich hätte nicht gedacht, daß Abgeordneten von ihrem Verdienst genug bleibt, um damit substantiell spekulieren zu können. Ich hoffe doch sehr, daß noch ein paar aufrechte investigative Journalisten übrig sind, um diese Frage zu untersuchen und die Öffentlichkeit informieren zu können.

  10. Ich hoffe doch sehr, daß noch ein paar aufrechte investigative Journalisten übrig sind, um diese Frage zu untersuchen und die Öffentlichkeit informieren zu können.

    😉

  11. Wenn circa 24 000 000 000 € an die Betreiber von NIE-Anlagen fließen, dann kann man auch 300 000 Leute bei einem Jahressalär von 80 000 € für überflüssige Tätigkeiten entlohnen, aber damit entsteht keine „Wertschöpfung“.
    Um Wertschöpfung erzielen zu können müssen die Produktionsfaktoren Boden, Kapital und Arbeit sinnvoll zusammenwirken damit ein Produkt, bzw. eine Dienstleistung entsteht, welche neben einer Kostendeckung auch einen „Mehrwert“ als Wertzuwachs erzeugt und für den eine Nachfrage besteht.
    Das können die teuren NIE`s aber nicht, weil sie nur durch privilegierte Vergütungen vor marktwirtschaftlichem Wettbewerb, in definitiver Kartellabsprache eines EE-Gesetzes, durch eine Lobby politisch gehütet werden.
    Wenn Gabriel diese organisierten Lobby-Strukturen, die vorsätzlich an einer Verluste verursachenden Förderung, einer Form der Verbraucherausbeutung, festhält, macht er sich schuldig ernsthaften Schaden zu verursachen.
    Ich halte es für sittenwidrig, den Strompreis durch hinterlistige Klientel-Politik zu verdoppeln, in der Absicht an dem verursachten Schaden Renditen erzielen zu wollen. Je länger an diesem Modell der kostspieligen Erhöhung des Aufwandes zur Stromversorgung mit Privilegien festgehalten wird, desto größer werden die irregeleiteten Investitionen in eine Spekulationsblase.
    Die letztlich konkurrierenden Stromerzeuger nehmen sich schon jetzt die Aussichten, jemals erfolgreich ohne Schutzgelderpressung durch organisierte politische Absprachen, den drohenden Zusammenbruch ihrer Fehlplanungen hinauszuzögern.
    Den deutschen Strommarkt gegen europäische Anbieter abzuschirmen, den Stromkunden in einem deutschen Kartell mit überhöhten Preisen „das Fell über die Ohren zu ziehen“, ist weder ein Exportschlager, noch wertschöpfend oder geeignet Wachstum zu erzeugen.
    Die Energiewende scheitert nicht nur an den technischen Bedingungen, sie scheitert auch an den wirtschaftlichen Fakten, weil sie ein Musterbeispiel für die Missachtung von Vernunft ist. Die Dimension dieser tragischen Dämlichkeit deutscher Politiker ist peinlich und offenbart die Relationen einer selbstherrlichen Pseudodemokratie, in der Lobbyismus sich parteiübergreifend eingenistet hat.

  12. #8

    Im schon unter #7 verlinkten Berliner Tagesspiegel vom 13. Februar 2014 ist zu lesen:
    “Unter dem neuen Staatssekretär Rainer Baake (Grüne) wurde die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorbereitet. Zwei Tage Intensivklausur, zwischendurch Abstimmung mit der Kanzlerin…“

    Moment mal?

    Rainer Baake (* 15. August 1955 in Witten) ist ein deutscher Politiker (Grüne). Er ist im Januar 2014 von Sigmar Gabriel (SPD) als beamteter Staatssekretär für Energie ins Bundesministerium für Wirtschaft und Energie berufen worden.

    Eine SPD-CD(S)U-Koalitionsregierung mit ohnehin schon mehr als 2/3-Mehrheit im Bundestag beruft nicht einen der Ihren oder einen Parteiunabhängigen als Staatssekretär für Energie, sondern ausgerechnet ein Mitglied einer der beiden Oppositionsparteien? Ja soll denn die Oppositionsarbeit ganz allein an den paar SED Linken hängenbleiben? Haben wir schon den Konsens auf ganzer Linie? Verkommt unser Hauptinstrument parlamentarischer Demokratie zur Volkskammer?

  13. #12
    Baake, Flasbarth, Billen:
    die die Grüninnen der NGO s „NABU“ und „DUH“

  14. Fluminist #12
    Ökosozialistische Ideologie Diktatur durch die Regierungshintertür nennt man so etwas….bin mal gespannt wann die letzten marktwirtschaftlichen und freiheitsliebenden Unionsanhänger von CDU und vor allen CSU aufwachen…die befinden sich nämlich schon längst in einer neuen ökosozialistischen Diktatur Welt
    Naja, mit Teilhabe an der Macht und Geld wurden ja auch die Genossen der DDR-Führung ruhig gestellt….heut zu tage ersetzt dieses perfide Energiewendespiel auf Basis eines EEG Abzockergesetz das stillhalten…jeder ist in irgendeiner Form (Macht,Einfluss,Kapital) an dieser Energiewende/EEG beteiligt…clever eingefädelt von diesen ökosozialistischen Deutschlandhassern. Gier und Eitelkeit sind Todsünden, die diese Ökosozialisten perfekt im Politikgeschäft angewendet haben.

  15. #12
    Michael Schroeren -- ein weiterer „tief“ Grüner, zudem mit NABU-Hintergrund -- als Pressesprecher von Ministerin Barbara Hendricks. Der 64jährige ist ein echter „Rückkehrer“: Er leitete die Pressestelle des Bundesumweltministeriums (BMU) schon unter den Ministern Jürgen Trittin und Sigmar Gabriel von 1998 bis 2009. Von 2010 bis 2013 war er Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. In den 1970er Jahren Studium der Politik und Geschichte in Köln und Berlin.

  16. Bei der Mafia würde das unter….organisierter Kriminalität laufen………..hier heißt es eben „Energiewende“…….und wir zahlen fein artig, ohne zu murren, dem guten Zweck dienend……EEG-Umlage.

    Ähm, kann mich mal jemand aus diesen Albtraum erlösen….aufwecken……wachrütteln?

    Ökologische Einheitsbreipartei………..Hauptsache die Gesinnung stimmt……selbst wenn man dabei die Ferkel im Bundestag decken muss.
    Bähh……..ich mag nich mehr.
    Onkel Heinz…………angewidert.

  17. Nettoimportabhängigkeiten: http://i.imgur.com/pCzZvLW.png

    Wer den Industriestandort Deutschland erhalten will, sollte eigentlich Vorreiter der Energiewende sein. Ansonsten werden aus den Autofreien Sonntagen ganz schnell Autofreie Wochen, wenn die Scheichs meinen der Preis für’s Öl wäre zu gering um die nähste Palmen-Insel zu finanzieren. Genauso wie Putin und Co. das Menschenrechts-Gelaber der Europäer durch Zudrehen des Gashahnes beenden könnte, dann wäre es in Deutschland mal wieder richtig frostig.

  18. @Mark-Milchmädchen
    Na, heute schon Dein Name getanzt?
    Ansonsten……..warum kriegen wir Deutschen denn letzte Zeit so oft Prügel…….Richtitsch, weil wir immer noch einen gewaltigen Exportüberschuss haben……..!

    Oh man, sind das schon die Auswirkungen der totalen Verblödung……….oder nur dummes Ökogelaber?

    Uran=Wismut, Natural Gas=Fracking, Steinkohle=Ruhrpott……Öl= könnte man aus Braunkohle machen.

    Ich geh schlafen…….mir reichts.
    H.E.

  19. @ Mark # 17:
    Hast schon mal geschaut, wieviele Energieimporte wir durch die ‚Energiewende‘ gespart haben?
    Ich sag’s dir: Gar keine!
    Genau so wenig, wie wir damit den CO2-Ausstoß verringert haben.
    Das kannst beim Statistischen Bundesamt nachschauen. Oder hier: Umweltökonomische Versager

    Weisst auch, dass wir selber sehr, sehr viel Uran haben?
    Die DDR war zeitweise mal der grösste Uranproduzent der Welt und das Erzgebirge ist noch keineswegs ausgebeutet.

    Wir haben übrigens auch eine ganz schöne Menge Erdgas, das wir durch Fracking aus dem Boden holen könnten.

    Steinkohle haben wir auch, ist nur zu teuer, aber keineswegs knapp.

    Aber stell‘ dir mal vor, unsere Nachbarn wollen unseren energiegewendeten Abfallstrom nicht mehr, den wir momentan bei ihnen entsorgen, wenn bei uns zu viel produziert wird. Dann ist die Energiewendevon einem Tag auf den anderen beendet.

  20. @ Mark, #17:

    -- Weniger als 20% unserer Rohöleinfuhr stammen aus den OPEC-Ländern. Die „Scheichs“ können uns schon lange nichts mehr. Großbritannien liefert uns mehr als 15mal so viel Öl wie Saudi Arabien.
    -- Braunkohle importieren wir überhaupt nicht mehr.
    -- Unsere Erdgasimporte stammen fast ausschließlich aus den Niederlanden, aus Norwegen und aus Rußland. Mittels Fracking wäre es aber möglich, die Einfuhren aus Rußland zu minimieren.
    -- Unsere Steinkohleimporte sind extrem diversifiziert (mehr als 40 Länder). Hauptlieferanten sind die USA, Kolumbien und Australien. Wer auch immer als Lieferant „ausfällt“, kann rasch ersetzt werden. Zumal wir auch hier noch über erhebliche heimische Vorkommen verfügen.

    M.a.W.: Unsere Versorgung ist überaus robust und kaum gefährdet. Wir haben es ja in den letzten Jahren und Jahrzehnten erlebt: Mehrere Kriege im Nahen Osten, der arabische Frühling, Unruhen und Umstürze in Südamerika. Alles nicht ohne Effekt, aber mit kaum spürbaren Effekten auf unsere Zapfsäulen. Wir haben es schlicht nicht erlebt, daß irgendein Rohstoff irgendwann nicht verfügbar gewesen wäre.

    Außerdem ist Autarkie nicht erstebenswert. Autarkie vermindert Wertschöpfungsmöglichkeiten und Innovationspotential. Kein Land kann alles allein können oder wollen. Ideal ist es, wenn alle das machen, was sie am besten können. Und das fehlende woanders kaufen. Und wir hier können beispielsweise ziemlich gut Maschinen und Fahrzeuge bauen. Auch und gerade für den Bergbau überall auf der Welt…

  21. @ J. Gneveckow, #8:

    Allerdings hat Gabriel auch den Rösler-Intimus Stefan Kapferer von der FDP als Staatssekretär behalten. Nun ist Kapferer sicher kein Mann der lauten Töne, der sich in den Vordergrund stellt. Ich gehe aber davon aus, daß er (und die anderen FDP-Leute in den verschiedenen Referaten) schon als Korrektiv im Hintergrund wirken wird. Mal abwarten. Man kann in Gabriels oben verlinkter Rede nämlich auch eine Absetzbewegung erkennen. Man betrachte nur, wie stiefmütterlich er das Thema Klimaschutz behandelt.

  22. @17 Mark

    Wer den Industriestandort Deutschland erhalten will, sollte eigentlich Vorreiter der Energiewende sein.

    öhm, falsch! auch wenn du es nicht wahr haben willst, aber das wahre leben zeigt eindeutig, das weltweit (mal wieder) niemand der deutschen vorreiterrolle folgt.

    Ansonsten werden aus den Autofreien Sonntagen ganz schnell Autofreie Wochen, wenn die Scheichs meinen der Preis für’s Öl wäre zu gering um die nähste Palmen-Insel zu finanzieren.

    nicht nur das diese aussage eindeutig falsch ist, zeigt diese doch, mal wieder, das der ökogutmensch abseits der fakten und mit rassistischen argumenten hantiert!

    ansonsten nachfolgend ein beispiel, wie böse die scheichs in dieser angelegenheit doch sind. 😉


    OPEC producer UAE considers importing North American gas

  23. @ Tritium

    Hast schon mal geschaut, wieviele Energieimporte wir durch die ‘Energiewende’ gespart haben?

    Ja, für 2010: http://i.imgur.com/vbDR28L.png und http://i.imgur.com/Ypoknb2.png

    Der deutsche CO2-Ausstoß und dessen Entwicklung ist irrelevant für einen möglichen globalen Klimawandel. Die Energiewende wird daran auch nicht entschieden, ansonsten hätte Mutti ja die KKW’s weiterlaufen lassen…

    Auch Uran fällt nicht vom Himmel, bis wir in Deutschland wieder eine Uran-Mine eröffnet, die Infrastruktur zur Weiterverarbeitung etc. aufgebaut haben, dürfte wohl ein Jahrzehnt vergehen.

    Erdgas aus Fracking ist in Deutschland doch eine Träumerei, wenn man in Bayern nicht einmal eine Stromtrasse gebaut bekommt. Zumal eine „schöne Menge“ recht wenig ist: http://i.imgur.com/3EWPMrv.png

    Aber stell’ dir mal vor, unsere Nachbarn wollen unseren energiegewendeten Abfallstrom nicht mehr, den wir momentan bei ihnen entsorgen, wenn bei uns zu viel produziert wird. Dann ist die Energiewende von einem Tag auf den anderen beendet.

    Export und Import läuft über den Preis, der „Abfallstrom“ hat einen Wert, ansonsten würde ihn das Ausland auch nicht kaufen.

  24. #23

    ROFLMAO

    Ja, für 2010: http://i.imgur.com/vbDR28L.png und http://i.imgur.com/Ypoknb2.png

    und wieviele mrd EUR wurden in 2010 durch das EEG bedingt gezahlt?
    wesentlich mehr als die zitierten zahlen!

    Auch Uran fällt nicht vom Himmel,

    wenns unbedingt uran sein muss dann muss ich nicht darauf warten das was vom himmel fällt. die ozeane enthalten mehr als genug davon“
    und wer benötigt, mit blick auf den stand der technik, uran? es gibt noch genügen ‚verbrauchte‘ brennelemente die energetisch genutzt werden können.

    Zumal eine “schöne Menge” recht wenig ist: http://i.imgur.com/3EWPMrv.png

    genau, mengenangaben ohne einheit?

    Export und Import läuft über den Preis, der “Abfallstrom” hat einen Wert, ansonsten würde ihn das Ausland auch nicht kaufen.

    genau, darum werden zb an den koppelstellen zwischen deutschland -- polen und deutschland -- tscheschien phasenschieber gebaut und die ersten in 2014 in betrieb genommen. dies hat zur folge das man keine wirkleistung mehr über die grenze ’schieben‘ kann“
    hast in der schule physik abgewählt?

  25. Export und Import läuft über den Preis, der “Abfallstrom” hat einen Wert, ansonsten würde ihn das Ausland auch nicht kaufen.

    Besonders toll, wenn der Abfallstrom, dem deutschen Verbraucher schon via EEG „berechnet“ wurde und dann verramscht, oder gar für die Abnahme ´drauf gezahlt wird.

    Auch VWL abgewählt worden?

  26. @ Mark, # :
    Wennst glaubst, die Erneuerbaren hätten wirklich Energie gespart, warum haben dann unsere Energieimporte drastisch ZUgenommen?
    Wenn wir weniger fossile Brennstoffe brauchen, die ja bei der Verbrennung CO2 erzeugen -- Warum hat dann der CO2-Ausstoß in Deutschland ZUgenommen?

    Es gibt zwei Wege, solche Einsparengen zu beurteilen:
    Der erste Weg ist theoretisch: Man betrachtet die erzeugte Strommenge aus Wind und Sonne, sagt dann ‚um das konventionell zu erzeugen, hätte es x Tonnen Kohle gebraucht, also wurden x Tonnen Kohle gespart!‘ So kommen Deine Diagramme zustande.

    ICH halte mich an die REALEN Daten: Ich schaue mir die tatsächlich erzeugte Energiemenge an und die tatsächlichen Importe und diese Zahlen sagen mir, dass NICHTS gespart wurde. Das liegt unter anderem daran, dass konventionelle Kraftwerke im Regelbetrieb, bei ständigem, durch die Zufallseinspeisung der ‚Erneuerbaren‘ erzwungenen Auf-und Abfahren, viel mehr Brennstoff fü die gleiche Leistung brauchen, genau wie ein Auto im Stop & Go-Verkehr. viel mehr Benzin für die gleiche Strecke verbrennen muß.

    Nun, was ist denn wohl glaubwürdiger, die theoretischen Zahlen oder die realen?

    Noch mal: Wir importieren MEHR fossile Brennstoffe als jemals zuvor, unsere Importabhängigkeit hat also ZUgenommen.
    Kein Punkt für Dich!

  27. @ Mark:

    Erdgas aus Fracking ist in Deutschland doch eine Träumerei, wenn man in Bayern nicht einmal eine Stromtrasse gebaut bekommt. Zumal eine “schöne Menge” recht wenig ist: http://i.imgur.com/3EWPMrv.png

    Dass die Deutschen von demagogen und Lobbyisten so verdummt wurden, dass sie vor Fracking Angst haben, ist kein Argument.
    Und wennst meinst, das wäre nicht viel: Es ist immerhin genau so viel, wie das Faulgas (Das ist die korrekte Bezeichnung für ‚Bio‘-Gas) in 200 Jahren bringen soll.
    Ist das wenig?

  28. Stimmungswandel bei Greenpeace? Dass der Hansen pro Kernkraft ist, ist ja schon länger bekannt. Doch das dieser Umstand Greenpeace ein Meldung wert ist, sollte hiesigen Klimaschützern zu denken geben. Die sind nämlich, was den Atomausstieg betrifft, international ins Abseits geraten. Auch wegen der Energiewende.

  29. Ich hatte jetzt nicht die Zeit für eine tiefergehende Recherche. Aber ich gehe jede Wette ein, dass die unterschiedlichen von Gabriel aufgeführten Arbeitsplatzeffekte von Kernenergie (30.000) und NIEs (300.000) zu einem nennenwerten Teil darauf zurückzuführen sind, dass man die eine Zahl runter- und die andere Zahl hochrechnet.
    Das ist ein übliches Vorgehen im Öko-Propaganda-Bereich, bspw. wenn Greenpeace sich zu den Kosten der Kernenergie in Deutschland äußert und dann Kosten aus dem Tschernobyl-Gau den deutschen Kernkraftwerken anlastet. Oder eine Steuersubventionierung darin erkennt, dass die Betreiber Rückstellungen für den Rückbau der Kernkraftwerke bilden.
    Bezüglich der Arbeitsplätze vermute ich stark, dass den NIEs erhebliche indirekte Beschäftigungseffekte zugeschlagen werden, die man aus irgendwelchen Nachfrageeffekten (z. B. auf lokale Handwerker) ableitet. Oder man bezieht die ganze Wertschöpfungskette mit Vertrieb und Netzausbau ein. Bei den Kernkraftwerken zählt sicher nur, wessen Tätigkeit unmittelbar mit dem Kraftwerk oder den Brennelementen zusammenhängt.
    Ansonsten gilt, was Tritium sagt: Ein im Vergleich unnötig hoher Ressourceneinsatz (hier von Arbeitskräfte) ist kein Zeichen von ökonomischer Sinnhaftigkeit. So etwas nennt man schlicht ineffizient. Das ist ökonomisch schädlich. Und ökologisch selbstverständlich auch.

  30. @ Roland # 29:
    Die Vermutung ist richtig.

    In 2011 wurde berichtet:

    Laut der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) gibt es in der deutschen Fotovoltaik-Branche derzeit rund 80 000 Arbeitsplätze, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. Die von den Branchenverbänden der Solarwirtschaft angegebenen 133 000 Arbeitsplätze würden bei weitem nicht erreicht. Nach der Erhebung der Berliner Hochschule sind rund 75 Prozent der Stellen zudem nicht dem eigentlichen Hightech-Bereich der Fertigung zuzuordnen, sondern dem Handel und dem installierenden Handwerk.

    Dzu muss man bemerken, dass Geld nicht zweimal ausgegeben werden kann:
    Sicher, der installierende Handwerker bekommt Arbeit, wenn der Hausbesitzer sich entschliesst, 25.000 € in eine PV-Anlage zu investieren und auch der Händler, der sie ihm verkauft,macht Grwinn.
    Aber dafür kauft er erst mal kein neues Auto, denn dazu fehlt das Geld. Also fehlt dem Autohändler Grld und dem Automobilwerk ein Auftrag.
    ‚Geschaffen‘ wird gar nichts, nur verlagert, von produktiven Branchen in unproduktive.

    (Was übrigens lustig ist: 2011 glaubten wohl tatsächlich noch einige Leute, PV sei ‚High-Tech‘ 🙂 )

  31. „(Was übrigens lustig ist: 2011 glaubten wohl tatsächlich noch einige Leute, PV sei ‘High-Tech’ 🙂 )“

    Das glauben viele heute immernoch 🙁

  32. Peter Heller schreibt:

    Es wäre fies und vielleicht auch übertrieben, an dieser Stelle den Satz vom “deutschen Wesen”, an dem die “Welt genesen” solle zu zitieren. Deswegen erspare ich mir das.

    Das ist ja dann gerade noch mal gut gegangen, dass du es auch nicht geschrieben hast. Ich allerdings hätte es geschrieben, denn genau das wird auch ausgesagt. eben eine Neuiauflage des alten Denkens.

    Fies ist nur, dass die Denkenden darunter leiden müssen. Ich sage es ja nur ungern, aber in solchen Tagen beschleicht mich: Ich schäme mich, Deutscher zu sein.

  33. #28 Roland 18. Februar 2014 12:08

    Oder eine Steuersubventionierung darin erkennt, dass die Betreiber Rückstellungen für den Rückbau der Kernkraftwerke bilden.

    Otto Normalverbrauch glaubt das meist, was iihnen über ‚Studien‘ ins Haus sickert, oder wie Frank Zappa so treffend formulierte: ‚I’m the slime oozing from your TV set‘

    Jene gut informierten Medienjünger glauben zumeist, dass die immensen Kosten der ‚Endlagerung‘, einschließlich der jahrelangen Endlagersuche, für die man auch einen DFR hätte bauen können, völlig zu Lasten der Steuerzahler ginge, und nicht aus jenen Rückstellungen, die die abgrundtief bösen Energiemanager sicher in ihren tiefen Taschen verschwinden ließen. Nur die aufrechten Journalisten decken selbstlos die Skandale der perfiden Atomlobby auf.

    Bei den Kernkraftwerken zählt sicher nur, wessen Tätigkeit unmittelbar mit dem Kraftwerk oder den Brennelementen zusammenhängt.

    Wenn so wenige Leute bezahlt werden müssen ist doch klar, dass die sache viel günstiger ist. Wir bräuchten mit unserer Stromrechnung nur jeden zehnten zu bezahlen … wenn es denn wahr wäre.

    Ansonsten gilt, was Tritium sagt: Ein im Vergleich unnötig hoher Ressourceneinsatz (hier von Arbeitskräfte) ist kein Zeichen von ökonomischer Sinnhaftigkeit. So etwas nennt man schlicht ineffizient.

    Korrekt. Aber selbst wenn man sich über die Arbeitsplätze freuen will, kann man doch jubeln für diese unsinnige Umräum-Aktion bei Asse. Da haben Leute, die sonst bestimmt auf H4 wären, wieder was zu tun.

  34. @ Peter Heller

    Autarkie ist nicht erstrebenswert? Warum subventionieren wir dann europ. Bauern mit Milliarden jedes Jahr? Weil Autarkie eben doch erstrebenswert ist, im Bereich Lebensmittel-, wie auch Energieversorgung.

    Das Saudi-Arabien kaum direkt an uns liefert spielt keine Rolle, Öl wird am Weltmarkt zum Weltmarktpreis gehandelt und den beeinflusst das OPEC-Kartell: http://i.imgur.com/obmpzUz.png

    Importabhängigkeit 2012: http://i.imgur.com/ZEj4Bh4.png

    @ michael m.

    das weltweit (mal wieder) niemand der deutschen vorreiterrolle folgt.

    „Weltweit“ hat kein Interesse den dt. Industriestandort zu erhalten. Anderen Nationen, andere Voraussetzungen. Das eine Energiewende weniger Sinn macht, solange langfristig genügend eigene fossile Ressourcen vorhanden sind, sollte doch einleuchten.

    und wieviele mrd EUR wurden in 2010 durch das EEG bedingt gezahlt? wesentlich mehr als die zitierten zahlen!

    Na und? Warum sollten nur vermiedene fossile Brennstoffkosten als Kostendeckungposten fürs EEG herhalten?

    die ozeane enthalten mehr als genug davon und wer benötigt, mit blick auf den stand der technik, uran? es gibt noch genügen ‘verbrauchte’ brennelemente die energetisch genutzt werden können.

    Uran aus dem Meer fischen? Wie schaut’s den da mit der Kostendeckung im Vergleich zum EEG aus? Vom ERoEI mal abgesehen…
    Und für verbrauchte Brennelemente bauen wir mal schnell neue KKW’s bzw. die Alten um? Da dauert allein das Planfeststellungsverfahren schon fünf Jahre und kostet das doppelte vom BER.

    mengenangaben ohne einheit?

    trillion cubic meters (tcm) steht doch dran…

    dies hat zur folge das man keine wirkleistung mehr über die grenze ‘schieben’ kann” hast in der schule physik abgewählt?

    Nein, vielleicht du? Wenn die Polen den phys. Stromfluss unterbinden wollen, ist das ihr gutes Recht, hat aber nichts mit dem wirtschaftlichen Stromhandel am Strommarkt zu tun. Wer ‚grünen‘ Strom kauft und neben einem KKW wohnt, verbraucht physisch trotzdem KKW-Strom oder etwa nicht?

    @ Tritium

    Wennst glaubst, die Erneuerbaren hätten wirklich Energie gespart, warum haben dann unsere Energieimporte drastisch ZUgenommen?

    Energieflussbild: 2008 und 2012
    Und nun?

    Warum hat dann der CO2-Ausstoß in Deutschland ZUgenommen?

    Weil es zur Zeit profitabler ist Kohle zu verbrennen anstatt Erdgas? Oder wollen sie den vier großen Energieversorger verbieten ihren Profit zu maximieren? Am dt. CO2-Ausstoß alleine wird weder Klimawandel noch Energiewende entschieden.

  35. @ Mark, #34:

    Ich versuche gerade aus Ihrem Beitrag irgendeine Botschaft herauszulesen. Es gelingt mir nicht. Was genau wollen Sie uns eigentlich sagen?

    Warum subventionieren wir dann europ. Bauern mit Milliarden jedes Jahr?

    Wann hätte ich mich jemals für die Subventionierung der Landwirtschaft eingesetzt? Ganz im Gegenteil: Ich halte jede Form von Subventionen (im Sinne von Eingriffen in den Markt) für falsch.

  36. @Mark #17

    Wer den Industriestandort Deutschland erhalten will, sollte eigentlich Vorreiter der Energiewende sein.

    Nationale Autarke ist keine notwendige Voraussetzung für industrielles Wachstum. Fast möchte man sagen: Im Gegenteil, internationaler Handel ist dafür dringend notwendig. Dass die „Energiewende“ ohnehin keine Autarkie erreicht, haben schon andere erläutert.

    Ansonsten werden aus den Autofreien Sonntagen ganz schnell Autofreie Wochen, wenn die Scheichs meinen der Preis für’s Öl wäre zu gering um die nähste Palmen-Insel zu finanzieren.

    Die „Energiewende“ spart nicht einen Tropfen Erdöl ein, da wir ohnehin (fast) keinen Strom aus Öl machen. Im Gegenteil: Sie führt zu Mehrverbrauch. Der Großteil des von D importierten Erdöls stammt im Übrigen aus UK, Norwegen und Russland. Die „Scheichs“ sind ein Popanz.

    Genauso wie Putin und Co. das Menschenrechts-Gelaber der Europäer durch Zudrehen des Gashahnes beenden könnte, dann wäre es in Deutschland mal wieder richtig frostig.

    Die „Energiewende“ führt auch zu mehr Gasverbrauch. Die Schröder-Regierung -- im Verein mit den heutigen Anti-Fracking-Jammerern -- hat dafür gesorgt, dass es noch recht lange aus Russland kommt.

  37. @ mark #:

    Energieflussbild: 2008 und 2012
    Und nun?

    Nun?
    Nun lache ich mal grad‘ heraus.
    Meinst, ich bin mit dem Klammerbeutel gepudert?
    Meinst, ich falle drauf rein, wenn du willkürlich zwei Daten ziehst, die dich scheinbar unterstützen?

    Ich hab’s schon mal verlinkt:
    Umweltökonomische Versager

    Besonders interessant ist dabei dieses Bild:
    Energieimporte in PJ
    Da sieht man die GANZE Zeitreihe und es wird klar: Seit Einführung des EEG ist die Menge der importierten Energie deutlich ANGESTIEGEN,
    Ich zitiere mich dazu mal selbst:

    Gut, das ist noch kein Beweis – vielleicht haben wir auch einfach sehr viel mehr Energie erzeugt, mit einer Steigerung, die noch steiler ist? Dann hätte die Politik ja doch Brennstoffimporte gespart, relativ zum Energieverbrauch.
    Doch das ist nicht der Fall: Tatsächlich ist der Primärenergieverbrauch gesunken, von 14.269 PJ (Petajoule) in 1995 auf 13.599 in 2011.
    MEHR Brennstoff-Importe für WENIGER Energie, trotz des Ausbaus der ‘Erneuerbaren`!

    KEIN Punkt für dich.
    Der kleine Schwindel, den du versucht hast, ist aufgeflogen und du stehst mit heruntergelassenen Hosen da.
    Überleg‘ die nächstes mal besser, mit wem du dich anlegst.

  38. @Mark
    Mit Verlaub gesagt, Du erzählst Bullshit.

    Nationale Energieautarkie………ist nix weiter als grün lackierter, kackbrauner Nationalismus….und wenn Du Dich mal ernsthaft mit der Planung der 100% NIE-Versorgung beschäftigt hättest, dann wüsstest Du das auch.

    Denn……gehen wir ganz selbstverständlich davon aus, das wir bis zu 25% Strom importieren werden………wir gehen selbstverständlich davon aus, das uns alpine und skandinavische Pumpspeicherkraftwerke als Akku dienen werden für unsere Wende…….und wir gehen ganz selbstverständlich davon aus, das wir sämtliche überzähligen Zufallströmlinge unseren europäischen Nachbarn aufhalsen dürfen…….merkste wat?

    Stutzig werde ich immer sofort….wenn Saudi-Arabien und Russland als Argument auftauchen……der Erbfeind und die fiesen „Kameltreiber“………dann kenn ich auch das Schubfach, wo dieser Schmäh gerade raus kraucht.

    Wer handel miteinander treibt, hat seltener Lust sich die Köppe einzuschlagen……die Saudis liefern uns Öl…..und kriegen von uns Autos und Panzer………ähnlich der Deal mit den Russen…….die so mancher westlichen Demokratie ganz doll ideologisch auf dem Magen liegen.

    Und ja……Du babbelst von Autarkie…….wo wir die schmutzige Konsumgüterproduktion mal eben nach China, Vietnam, Bangladesh, Pakistan und sonstwo ausgelagert haben…..weil eben Geiz geil ist und die Hose höchsten 15 Euro kosten darf…….und zum Unglück unserer Solarindustrie……..habe deutsche Unternehmen den Chinesen die modernsten Solarmodulproduktionsmaschinen geliefert…..schön blöd, meinste nicht auch.

    Ach ja…..die lieben Globalisierungsgegner…..wollen sich an deutschen Eichen, hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder……kuscheln, auf das sich das blöde Ausland schwarz ärgert…..und das nicht nur in Afrika.

    Haste nich mehr druff….als dieses abgeschmackte, abgestandene und angestaubte Zeuch´s ?

    Übrigens…….braucht das deutsche Volk mehr Raum…..denn die begrenzte Fläche Deutschlands in den Grenzen von 2014 reicht nicht aus, um Autark per EE den Eigenstrom zu erzeugen………geschichtliche Zusammenhänge und Vergleiche sind rein zufällig und haben nix mit der realen Historie Deutschlands zu tun.

    Tsss, Leute schickt die Öko-Front……
    H.E.

  39. @ Tritium

    Lange Zeitreihen betrachten ohne die Daten ins Verhältnis zur Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl zu setzen, macht halt wenig Sinn: http://i.imgur.com/GBpVFMo.png

    Fakt ist, das Energieimporte von 12160 PJ 2008 auf 11305 PJ 2012 gesunken sind. Genauso wie die Importabhängigkeit: http://i.imgur.com/8fVb7r9.png

    @ Heinz Eng

    War kein Platz mehr am Stammtisch?

  40. @ Mark, #34

    Sollten Sie sich mal etwas tiefer mit den Zahlen zum Energiebedarf und den einzelnen Energieträgern beschäftigen wollen, dann empfehle ich Ihnen die Gesamtausgabe der Energiedaten -- Datensammlung des BMWi. Diese wird mehrmals im Jahr aktualisiert und erlaubt Aussagen, die zwei selektiv ausgewählte Bildchen gerade nicht zulassen.

    #39

    Fakt ist, das Energieimporte von 12160 PJ 2008 auf 11305 PJ 2012 gesunken sind

    Und? im gleichen Zeitraum ist auch der Primärenergie-Verbrauch gesunken. Diese beiden Zahlen lassen für sich nicht den Schluss zu, den Sie gerne daraus ziehen würden.

  41. Echt geil, diese Hightec-Energiewende

    Die auf der Basis einer Blei-Säure-Batterie entwickelte Batterietechnologie zeichne sich durch lange Lebensdauer, geringe Zyklenkosten sowie einer hohen Leistungsfähigkeit aus, so Belectric. Die gesamte Speichertechnologie wird in standardisierten Containerlösungen gefertigt und kann so leicht transportiert und eingebunden werden.

    Weltweiter Vertrieb des Speichersystems geplant

    Jetzt sind wir den Chinesen und Indern mal so richtig voraus.

  42. Das was ich Ihnen in #40 vorgeschlagen habe, hab ich im letzten Jahr übrigens selbst einmal gemacht. Mit überraschenden Ergebnissen:
    “Erneuerbare Energien” führen zu höheren CO2-Emissionen – Einige Fakten

  43. @ Rudolf Kipp

    im gleichen Zeitraum ist auch der Primärenergie-Verbrauch gesunken. Diese beiden Zahlen lassen für sich nicht den Schluss zu, den Sie gerne daraus ziehen würden.

    Dieser Link hatte schon seinen Grund: http://i.imgur.com/8fVb7r9.png
    2012: http://i.imgur.com/ZEj4Bh4.png

    Auch wird der dt. CO2-Ausstoß alleine weder Klimawandel noch Energiewende entscheiden. Wie schon mehrmals geschrieben. Zumal der CO2-Ausstoß eine endogene Variable ist, damit auch abhängig von CO2-, Kohle-, Gas- und Öl-Preisen etc.. Verbrannt wird, was am profitabelsten ist und nicht was am geringsten CO2 produziert.

  44. @ Mark #39

    Biitte sag mal, glaubst du den Blödsinn selbst:

    Lange Zeitreihen betrachten ohne die Daten ins Verhältnis zur Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl zu setzen, macht halt wenig Sinn

    Wenn ich wissen will, wie importabhängig ich bin, brauche ich genau zwei Zahlen
    1. Die Energieproduktion.
    2. Den Energieimport.

    So, das war’s nun auch.
    Ich habe keine Lust, noch mehr meiner Zeit mit einem Dummschwätzer zu verschwenden.

  45. @ Tritium

    Ihre Grafik

    Meine

    Und nun?

    Mein von ihnen zitierter Satz bezieht sich auf ihre Grafik, die nur den absoluten Import darstellt, welche ihre Antwort auf das Energieflussbild 2008 vs. 2012 war. Außerhalb des Kontext zitieren und sich daran hochziehen… Wer ist hier der Dummschwätzer?

  46. @ Mark #45
    Ihre Grafik zeigt, dass Deutschland 1990 am wenigsten Energie aus dem Ausland importiert hat und dass der Wert 2011 in etwa da lag, wo er 1994 war, knapp über dem Wert von 2007. Was für Schlüsse wollen Sie genau daraus ziehen?

  47. @ Mark:

    Sie wollen uns wirklich verkaufen, daß aus zwei willkürlich ausgewählten Zeitpunkten, die noch dazu dicht beieinander liegen, irgendein Trend abzulesen ist?

    Ein Blick in die oben von Rudolf verlinkten BMWI-Energiedaten zeigt übrigens eindeutig, daß die „Einsparungen“ (bei der von Ihnen als Signal interpretierten Größenordnung handelt es sich in Wahrheit um normale Schwankungen) im Primärenergieverbrauch auf das Konto des Verkehrs, der privaten Haushalte und der Industrie gehen. Aber eben gerade nicht den Stromsektor betreffen.

    Wir sind übrigens weit mehr Export- denn Importabhängig. „Abhängigkeit“ ist leider ein Begriff mit negativer Konnotation, der hier die Realitäten verschleiert. Es ist gut, wenn wir mit der Welt Handel treiben. Wir profitieren sehr davon, wenn auch durch unsere Einkäufe woanders Märkte entstehen, auf denen wir wiederum unsere Güter absetzen können. Das ganze ist eben genau kein Nullsummenspiel, sondern verschafft beiden Seiten erhebliche Vorteile. Die einen fördern eine Ressource -- besser, als wir es könnten -- wir veredeln diese zu Maschinen und Fahrzeugen -- besser als die anderen es könnten. Das verkaufen wir uns gegenseitig. Am Ende haben beide Seiten sowohl die Ressourcen, als auch die Maschinen und haben in der Summe weniger ausgegeben, als wenn jeder alles selbst erledigt hätte. Autarkie wäre ein Schritt in die Ineffizienz. Autarkie erhöht Verluste.

  48. @ mark
    Darf man mal fragen, welche Ausbildung du hast und warum du der Meinung bist etwas über Elektrotechnik zu verstehen?
    Ich meine, es dürfte dir doch wohl aufgefallen sein, daß du dich hier mit Fachleuten und Ingenieuren unterhältst und nicht mit Soziologen und Studenten der abgebrochenen Theaterwissenschaften.
    Deine niedlichen und naiven Zahlenkolumnen mögen vielleicht deinen Freundes- und Gesinnungskreis der EE-Jubelperser beeindrucken, die wirklichen Fachleute mit Grips und Expertise schütteln darüber nur den Kopf.

  49. @ Mark

    richtig interessant wird Ihre Betrachtung des Energieflusses, wenn man die Rolle der „Erneuerbaren“ einbezieht. Die Bilanz ergibt sich schließlich die Differenz zwischen importierter Energiemenge und exportierter Energiemenge. Und hier zeigt sich, dass Deutschland in den letzten Jahren zunehmend Strom exportiert. Ein wichtiger Grund dafür ist der Stromexport nach Holland, Österreich und in die Schweiz, immer dann wenn gerade viel Sonnen- oder Windstrom ins Netz kommt.

    Dieser wird hier für viel Geld produziert und über die EEG-Umlage entsprechend vergütet. Beim Verkauf ins Ausland kann aber nur ein geringer Bruchteil des Preises erzielt werden, den er die deutschen Stromverbraucher kostet. Dieser steigende Stromexport wird manchmal (je nach Betrachtungsweise) als Erfolg des EEG gefeiert, weil wir so viel Strom produzieren dass wir ihn sogar ins Ausland exportieren, oder den bösen Energieproduzenten angelastet, weil diese zu viel Kohle- oder Atomstrom produzieren um ihn dann gewinnbringend zu verkaufen.

    Beide Arten der Betrachtung sind falsch. Ich arbeite gerade an einer Auswertung der Daten des letzten Jahres, die sehr eindeutig zeigt, dass da hauptsächlich überschüssiger EE-Strom verramscht wird. Und Sie gehören ganz offenbar zu denen, die darin einen Erfolg der Energiewende („hin zu mehr Autarkie“) sehen. Wenn das so wäre müsste sich dies in einem Rückgang der Produktion aus konventionellen Kraftwerken und in einem Rückgang des Importes von Energieträgern zeigen. Beides ist nicht der Fall.

  50. @ Rudolf Kipp

    Ihre Grafik zeigt, dass Deutschland 1990 am wenigsten Energie aus dem Ausland importiert hat und dass der Wert 2011 in etwa da lag, wo er 1994 war, knapp über dem Wert von 2007. Was für Schlüsse wollen Sie genau daraus ziehen?

    Das 1990 direkt nach der Wende war? Und in Ostdeutschland u.a. relativ teure Inlandskohle in ineffizienten KW verbrannt wurde? Das Import-Maximum war 2001, seitdem reduziert sich die Importabhängigkeit dank der Energiewende.

    @ Peter Heller

    Sie wollen uns wirklich verkaufen, daß aus zwei willkürlich ausgewählten Zeitpunkten, die noch dazu dicht beieinander liegen, irgendein Trend abzulesen ist?

    Selektive Wahrnehmung ist anscheinend weit verbreitet, daher nochmal: http://i.imgur.com/8fVb7r9.png

    Aber eben gerade nicht den Stromsektor betreffen.

    Energiewende findet nicht nur im Stromsektor statt, vielleicht Scheuklappen ablegen? http://i.imgur.com/nTMPNvQ.png

    @ Oliver Bernd
    Wenn die Zahlen nicht der eigenen Vorstellung entsprechen sind sie also niedlich und naiv. Anscheinend existieren nicht nur grüne Realitätsverweigerer.

  51. @Mark

    War kein Platz mehr am Stammtisch?

    Ach weißt Du, warum soll ick mir erst die Mühe machen und Dir Studien von WBGU und UBA verlinken, dann mit wohlformuliert Argumenten meiner Behauptungen beweisen…….wenn es Dich am Ende doch nur einen feuchten Furz interessiert.
    Du hast von Anfang an klar gemacht, das Du an einer ernsthaften Diskussion nicht interessiert bist, sondern nur mal eben ein paar doofe Skeptiker aufzumischen willst.
    Solche Leutchens wie Du tauchen hier regelmäßig alle paar Monate auf, kotzen ihr mühsam auswendig gelerntes Null-Wissen raus…..holen sich anschließend ne blutige Nase und verpissen sich nach 2-3 Tagen wieder, wie räudige Köter, den man mal uff´n Schwanz gelatscht ist.
    Peter, Rudolf und Tritium haben es in netter Form versucht……….bei mir bekommen Schaumschläger sofort die volle Packung, das ist der kleine Unterscheid hier.

    Und so ganz nebenbei…….die Leute, mit denen ich am Stammtisch sitze, sind weit aus intelligenter und Lernwilliger als Du……und die sind nur Maurer, Feuerwehrleute, Dachdecker, Installateure………

    So, besorg Dir die Studien, lese sie und komm dann mit echten Argumenten wieder………bis dahin bleibste dat Jüngelchen mit Null-Ahnung für mich.
    Habe die Ehre….oder such Dir ein paar andere Doofe für Deine Propaganda.
    Und Tschüß
    Onkel Heinz……..immer noch ungewöhnlich friedlich

  52. Schauen Sie, Mark, so kommen wir nicht weiter. Ich verstehe nicht, was Sie aus den verlinkten Diagrammen herauslesen glauben zu können, solange Sie es nicht einfach hinschreiben.

    Wenn ich Sie richtig verstehe glauben Sie, die Energiewende hätte dazu geführt, daß wir weniger Energieträger importieren. Sie versuchen das mit relativen Werten zu belegen, die leider zu viele Informationen aggregieren, als daß man sie überhaupt sinnvoll interpretieren könnte.

    Selektive Wahrnehmung ist anscheinend weit verbreitet, daher nochmal: http://i.imgur.com/8fVb7r9.png

    Ich weiß nicht, was Sie dort wahrnehmen, solange Sie nicht erklären, was Sie zu sehen glauben. Was auch immer hier mit „heimische Energieträger“ gemeint ist, wird auf jeden Fall fast vollständig durch die Braunkohle determiniert. Ein wenig Erdgas und Erdöl kommen noch hinzu. Wenn Sie meinen, das Wind, Sonne und Biomasse hier in entscheidender Größenordnung zu erkennen seien, irren Sie.

    Das einfachste ist, auf die absoluten Zahlen zu schauen. Und hier gibt es eben keinen Trend. Es gibt teils erhebliche Schwankungen von Jahr zu Jahr, aber über Jahrzehnte (sozusagen die dekadische Variabilität, die kurzfristige Konjunkturschwankungen wegmittelt), gibt es keinen Trend.

    Dann verlinken Sie noch eine Grafik über Wohnungsneubauten. Was sollen wir denn da erkennen? „Wärmepumpen“ und „Fernwärme“ sind erstens mal keine Primärenergieträger. Zweitens ergibt diese Grafik keinen Sinn, ohne die Gesamtzahl an neuen Wohnungen und zumindest deren durchschnittlichen Energiebedarf zu kennen. Und drittens ist der Neubau marginal gegenüber dem Bestand. Was die privaten Haushalte an Energie eingespart haben, ist fast ausschließlich auf Modernisierungen im Bestand zurückzuführen.

  53. @ Mark #50

    Das Import-Maximum war 2001, seitdem reduziert sich die Importabhängigkeit dank der Energiewende.

    Diesen Glaubenssatz sollten Sie sich am besten auf ein T-Shirt drucken lassen. Mit den realen Zahlen hat er wenig zu tun. Um das zu sehen hilft ein Blick in die von mir in #40 angesprochene Datensammlung. Da erkennt man zum Beispiel(Tabelle 4), dass der Primärenergieverbrauch von 2001 14.679 PJ auf 2012 13.575 PJ zurückgegangen ist. Wobei er zwischendurch auch mal höher lag. Die Schwankungen zwischen den Jahren sind recht groß und ein eindeutiger Trend ist nicht auszumachen.

    Beim Energieimport liegt der Fall ähnlich (Tabelle 3). Ein deutlicher Rückgang ist eigentlich nur beim Öl zu erkennen. Dieser ist allerdings wohl eher auf sparsame Autos und LKW zurückzuführen, als auf das Wirken der Energiewende. Sie können sicher daran glauben, dass das EEG hier ware Wunder gewirkt hat. Allerdings unterstützen die Daten ihre Annahme nicht.

  54. @Rudi #53
    Immer die temperaturbereinigten Werte benutzen……denn viele vergessen immer schnell, wenn der Winter mal besonders hart und energieintensiv war……..ach so, 2008 hatten wir auch noch Wirtschaftskrise…was sich dann auch ganz toll auf den Energieverbrauch ausgewirkt hat.

    Bis auf ein paar Notstromaggregate (Diesel/leichtes Heizöl) verwendet kein deutsches Kraftwerk Öl…….oder Derivate.

    MfG
    H.E.

  55. @ Peter Heller

    Ich verstehe nicht, was Sie aus den verlinkten Diagrammen herauslesen glauben zu können, solange Sie es nicht einfach hinschreiben.

    Meine These stellte ich in #17 dar.

    Wenn Sie meinen, das Wind, Sonne und Biomasse hier in entscheidender Größenordnung zu erkennen seien, irren Sie.

    Für 2012: http://i.imgur.com/ZEj4Bh4.png

    Auch schon mehrfach verlinkt, soviel zur selektiven Wahrnehmung.

    Dann verlinken Sie noch eine Grafik über Wohnungsneubauten. Was sollen wir denn da erkennen? “Wärmepumpen” und “Fernwärme” sind erstens mal keine Primärenergieträger.

    Die verlinkte ich um zu verdeutlichen das ‚Energiewende‘ nicht nur am Strommarkt stattfindet, wie von ihnen in #47 insistiert. Schließlich werden Wärmepumpen mit Strom betrieben und Fernwärme auch durch BHKW’s geliefert, in denen auch Biogase und Co. verbrannt werden. Das eine Energie-Wende sich zeitlich primär in Neubauten niederschlägt anstatt im Bestand, sollte doch klar sein.

  56. @mark #55

    Meine These stellte ich in #17 dar.

    OK, dann schauen wir einmal ganz unselektiv, was da steht.

    Wer den Industriestandort Deutschland erhalten will, sollte eigentlich Vorreiter der Energiewende sein.

    Sie meinen die Energiewende, die jetzt schon die Energiekosten für die Industrie so verteuert, daß Investionen ins Ausland verlagert werden? Oder die „sozialverträgliche“ Variante, bei der EEG-Ausnahmen abgeschafft und die Industrie ordentlich zur Kasse gebeten wird, damit die Leute, die ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können, keinen Neidkomplex kriegen?

    Ansonsten werden aus den Autofreien Sonntagen ganz schnell Autofreie Wochen, wenn die Scheichs meinen der Preis für’s Öl wäre zu gering um die nähste Palmen-Insel zu finanzieren.

    Autofreie Sonntage? Die „Scheichs“ teilen sich das Öl und den Preis dafür gut ein, die werden sich nicht den Markt, der ihnen die einzige Einkommensquelle verschafft, ruinieren. Außerdem ist die Benzinnachfrage erstaunlich preisstabil, fürs Autofahren gibt man, wenn’s sein muß, auch mehr aus. Aber wenn es wirklich einmal hart auf hart gehen sollte, so daß ein nationaler Notstand wegen hohen Ölpreises eintritt, dann braucht unsere Regierung ja nur die Benzin-Phantasiesteuern auszusetzen, um den Preis an der Zapfsäule sofort zu halbieren.

    Genauso wie Putin und Co. das Menschenrechts-Gelaber der Europäer durch Zudrehen des Gashahnes beenden könnte, dann wäre es in Deutschland mal wieder richtig frostig.

    Könnte er, wenn ihn das Menschrechtsgelaber wirklich stören würde, aber auch er sieht gewiß lieber einen schon gleichmäßigen Geldstrom aufs Gazpromkonto.

    Hausaufgabe: Was haben die X-mal verlinkten Zahlenbilder mit Putin, Scheich & Co. zu tun?

  57. @mark

    „Wenn die Zahlen nicht der eigenen Vorstellung entsprechen sind sie also niedlich und naiv. Anscheinend existieren nicht nur grüne Realitätsverweigerer.“
    Danke, kenn mich eigentlich eh schon aus wie bei dir der Hase und das Scheuklappendenken läuft, nämlich grün linksdrehend. Bin es ja gewohnt von euch Grüntrollen keine Antworten sondern nur ausweichende Phrasen zu bekommen.
    Deshalb ist jede weitere Diskussion mit dir sinnlos da du leider in deiner Ideologie gefangen bist und dir erst mal von der Realität eine Watschen in Form von saftigen Energiepreisen und Stromtrassen vor der Haustür fangen mußt um zurück auf den Boden der Tatsachen zu kommen. Gut, was will man auch von Leuten erwarten die nicht mal den Unterschied zwischen Megawatt und Megabyte kennen.
    Wird wahrscheinlich nicht viel Sinn machen, aber ich probiers trotzdem; schau dir einfach den Vortrag von Hans Werner Sinn namens „Energiewende ins Nichts“ unter dem Link an. Das Video gibts auch auf Youtube.
    Darin wird dir ganz ehrlich und sachlich erklärt was für eine hirnverbannte Schwachsinnsidee die Energiewende ist.
    http://mediathek.cesifo-group.de/player/macros/_v_f_750_de_512_288/_s_ifo/_x_s-764870657/ifo/index.html

  58. @Mark
    …..“Fernwärme“……wird gerade jetzt…in diesen Augenblick….von Miefquirl und Sonnenpaddel kaputt gemacht.
    EE-Strom hat absoluten Vorrang…..das heißt, wenn zuviel davon im Netz ist, dürfen wir Fernwärmebetreiber unsere eigenen BHKW vom Netz nehmen……natürlich ohne finanziellen Ausgleich.

    Fazit……..Du weißt nix, Du willst nur labern.
    Schön, wie Du Dich Stück für Stück in die eigene Scheiße reitest….mach nur so weiter, dann knall ick Dir Zahlen an den Kopp, das die Hören und Sehen vergeht.

    Ach so, ignorieren hilft nicht….denn ick schreibe für die stillen Mitleser……um Deinen intellektuellen Sondermüll gleich kompensieren zu können, nicht das hier jemand auch nur ein Zipfelchen von den Mist glaubt, den Du hier in Anwandlung von totaler Selbstüberschätzung, zum Besten gibst.
    Mach ruhig weiter……..sowat wie Deinereiner nehm ick doch glatt im Vorbeigehen auseinander, dat ist ne pure Fingerübung….da hatte ick schon bessere Gegner als Dich.

    Mark……Knallfrosch für geistig arme.
    H.E.

  59. Übrigens, um mal etwas klar zu rücken.

    Wenn es WIRKLICH um unsere Existenz gehen würde, wenn es WIRKLICH jemand wagen würde, das Nah/Mittelost-Öl abzudrehen, dann würden unsere Armeen sehr schnell kurzen Prozess machen.
    Es hat bekanntlich nur 100 Stunden gedauert Saddam Husseins Armee, die viertgrösste der Welt, vernichtend zu schlagen. Diese Zeit liesse sich sogar auf 15 Minuten verkürzen.
    Wahrscheinlich würde es aber genügen, mit einigen Bombern einen Demonstrationsflug zu machen. Niemand ist so blöd, sich mit uns ernsthaft anzulegen.

    Und Rußland?
    Putin hat doch nur diese Devisenquelle. Er wäre selbst schneller am Ende als wir.

  60. Hallo Mark,

    in #39 gibt Ihre Quelle für 2012 einen Energieverbrauch von 13757 PJ an. Zum Importanteil liefern Sie auch die „Fakten“: 11305 PJ für 2012. In #43 reichen Sie den Exportanteil für 2012 nach: 32%.

    Merken Sie was?

    Nein? Na dann will ich mal helfen: Prozentrechnung: 11305 PJ von 13757 PJ = 82%

    Merken Sie nun was?

    Immer noch nicht? Ist nicht schlimm – ich helfe weiter: 100% – 82% = 18%

    Merken Sie es jetzt?

    Nee? 18 und 32 ist nicht das Gleiche!

    Und nun?

    Macht nichts!
    Nicht jeder kann in der höheren Mathematik bewandert sein!
    Hauptsache Sie glauben ganz fest an das, was Sie in #17 geschrieben haben – das ist ja nach Ihrer eigenen Aussage das Wichtigste!

    Mit ökologischem Gruß

  61. Nö macht nichts.
    Der Mark hat bestimmt ein Volontariat beim „Medienforum für nachhaltige Entwicklung“.
    Da kann er sich alles schön raussuchen und muss nicht anfangen zu denken oder gar noch schlimmer.
    Etwas Hinterfragen.
    Unsere Energiewende ist erst für jeden sichtbar abgeschlossen wenn die Knöpfe an den Jacken unserer Potentaten aus Alu sind und jeder Sack Zement mit Gold aufgewogen wird.
    Wen jucken da schon lumpige 18% + EEG Umlage in 2014.

  62. Hoffen auf die menschliche Vernunft.

    Auch der gelernte Pädagoge für Erwachsenbildung Gabriel wird noch einsehen müssen, dass es unmöglich ist, mithilfe einer GROKO Naturgesetze in quasi demokratischer Abstimmung mit Faktionszwang mehrheitlich außer Kraft zu setzen.

    Ökonomie -Professor Hans Werner Sinn, der die Vorteile einer hauptsächlich auf der Nutzung von Kernspaltprozessen beruhenden Stromversorgung bereits erkannt hat, ist ihm dabei schon etwas voraus.

    Die irdische friedliche Nutzung von Kernfusionsprozessen zum Nutzen der sich weiterhin explosionsartig vermehrenden Menschheit wird dagegen, falls sie überhaupt jemals möglich sein sollte, ganz sicher kein heutiger Erdbürger mehr erleben.

    Nur psychopatisch veranlagte Menschenfeinde können glauben, dass es sinnvoll ist, auch weiterhin intelligente Natur-Wissenschaftler direkt oder mittelbar mit der Weiterentwicklung/ Erneuerung von nuklearen Massenvernichtungswaffen zu beschäftigen.
    Solche menschlichen Ressourcen sollten weltweit, auch im Iran, genutzt werden, um schnell Kernkraftwerke der sogenannten vierten Generation zu entwickeln, welche sowohl sicherer als auch aus umweltpolischer Sicht unproblematischer elektrischen Strom erzeugen als die heutigen, welche allesamt als Nebenprodukt bei der Gewinnung von waffetauglichem Plutonium anfielen.
    .
    Es ist nämlich wirklich kein Naturgesetz, dass solche Kernspalt- Kraftwerke immer teurer werden müssen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit wie einst die Dinosaurier von einem Killer-Asteroiden ausgelöscht wird, sollte allgemeiner Maßstab für die Auslegungssicherheit von nukleartechnischen Anlagen sein.

    Das Privileg, absolute Sicherheit zu fordern, sollte nur fanatischen Religionsanhängern vorbehalten bleiben.

  63. Herr Vogt:

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit wie einst die Dinosaurier von einem Killer-Asteroiden ausgelöscht wird, sollte allgemeiner Maßstab für die Auslegungssicherheit von nukleartechnischen Anlagen sein.

    Das ist Unfug.
    Ein Asteroid, der globale Verwüstung bis hin zur Extonktion verursacht, kann kein Maßstab sein, denn:
    1. Würde ein kerntechischer Unfall ebenso große Folgen haben, dann hätte sich das Risiko immerhin verdoppelt und das wäre nicht akzeptabel.
    Da dies aber nicht der Fall ist, lassen sich die Szenarien nicht vergleichen.
    (Persönlich halte ich es übrigens für eune gute Idee, wegen dieser Gefahr durch Asteroiden ein Frühwarnsystem zu betreiben und entsprechende Verteidigungsmittel bereit zu stellen. Beides ist ja technisch keine Utopie)
    2. Es geht nicht darum, Unfälle in kerntechnischen Anlagen möglichst ganz zu vermeiden, sondern deren Folgen möglichst auf Null zu begrenzen
    (Analog zu KFZ. Unfälle kann man nur teilweise verhindern, aber mit Knautschzonen, Sicherheitszellen, Airbags etc lassen sich Folgen dramatisch reduzieren. Man geht also einen dualen Weg.)

  64. @ Fluminist

    Sie meinen die Energiewende, die jetzt schon die Energiekosten für die Industrie so verteuert, daß Investionen ins Ausland verlagert werden?

    Energiekosten für die dt. Industrie:
    Börsen-Strom und OTC-Strom sowie Öl/Gas/Kohle
    Für den internationalen Vergleich die realen Energiestückkosten im Verhältnis zur Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes: http://i.imgur.com/fGQ6p4j.png

    Verlagerungen ins Ausland die ausschließlich durch unterschiedliche Energiekosten stattfinden, beschränken sich auf wenige Einzelfälle z.B. Alcoa’s Alu-Schmelze in Island. Damit kann man aber auch auf die Nase fliegen wie Thyssen mit dem Stahlwerk in Brasilien.

    Die “Scheichs” teilen sich das Öl und den Preis dafür gut ein, die werden sich nicht den Markt, der ihnen die einzige Einkommensquelle verschafft, ruinieren.

    Deutschland/Europa sind nicht der einzige Absatzmarkt für Öl auf der Welt: http://i.imgur.com/obmpzUz.png

    Außerdem ist die Benzinnachfrage erstaunlich preisstabil, fürs Autofahren gibt man, wenn’s sein muß, auch mehr aus. Aber wenn es wirklich einmal hart auf hart gehen sollte, so daß ein nationaler Notstand wegen hohen Ölpreises eintritt, dann braucht unsere Regierung ja nur die Benzin-Phantasiesteuern auszusetzen, um den Preis an der Zapfsäule sofort zu halbieren.

    Ob ein Spediteur auch so leicht höhere Benzinpreisen absorbieren kann, wage ich zu bezweifeln. Im Notstand dürfte eine Steuersenkung kaum etwas an einer Benzin-Rationierung ändern. Wenn es so einfach wäre, könnte man ja auch die Umsatzsteuer für Strom von 19% auf 7% senken, die mit EEG-Umlage und Co. belasteten Haushalte wären sicherlich dankbar.

    Könnte er, wenn ihn das Menschrechtsgelaber wirklich stören würde, aber auch er sieht gewiß lieber einen schon gleichmäßigen Geldstrom aufs Gazpromkonto.

    Auch ist Deutschland/Europa nicht der einzige Absatzmarkt für russisches Gas, mit China wird sogar in Rubel/Yuan abgerechnet ohne Umweg Dollar. China wächst auch mit 5-7% p.a. die nähsten Jahre, im Gegensatz zu Europa. Wer kann den besseren Preis bieten in 10 oder 20 Jahren?

    @ U. Langer
    Sie müssen Export/Bunkerung in ihrer Rechnung berücksichtigen: Energieflussbild 2012

  65. Tja, Mark, da ist ein Kommentar von Ihnen im Spam gelandet, weil er zu viele Links beinhaltet.

    Und wissen Sie was? -- Ich schalte den auch nicht frei.

    Weil wir hier nicht mit Linksammlungen diskutieren können. Und auch nicht mit bunten Bildern. Man kann nur mit Leuten reden, die auch aussprechen, was sie sagen wollen.

    Deswegen schreiben Sie den Kommentar einfach noch einmal. Und verwenden Sie gar keinen Link und gar kein Bild. Sondern einfach nur Buchstaben. Die eine sinnvolle und zusammenhängende Aussage ergeben.

  66. @mark
    #17

    Wer den Industriestandort Deutschland erhalten will, sollte eigentlich Vorreiter der Energiewende sein.

    #34

    “Weltweit” hat kein Interesse den dt. Industriestandort zu erhalten. Anderen Nationen, andere Voraussetzungen. Das eine Energiewende weniger Sinn macht, solange langfristig genügend eigene fossile Ressourcen vorhanden sind, sollte doch einleuchten.

    was bringt mir die angesprochene vorreiterrolle, wenn die welt kein interesse am industriestandort dt. hat?
    muss man das verstehn?
    vorreiter sein macht nur sinn, wenn andere nachfolgen 😉

    #34

    Na und? Warum sollten nur vermiedene fossile Brennstoffkosten als Kostendeckungposten fürs EEG herhalten?

    die antwort gibst dir sogar selber in #34

    Das eine Energiewende weniger Sinn macht, solange langfristig genügend eigene fossile Ressourcen vorhanden sind, sollte doch einleuchten.

    #34

    Uran aus dem Meer fischen? Wie schaut’s den da mit der Kostendeckung im Vergleich zum EEG aus? Vom ERoEI mal abgesehen…

    die brennstoffkosten sind bei einem kkw der kleinste anteil. massgeblich werden die kosten des kernkraftstromes durch die invest- und betriebskosten bestimme (ps: die kosten für die endlagerung betragen <1eurocent / kWh, damit du jetzt nicht versuchst diese karte zu spielen)
    man kann also die brennstoffkosten ohne problem verzehnfachen und erreicht trotzdem noch nichteinmal im ansatz die heutigen eeg-fördersätze / kWh

    #34

    Wenn die Polen den phys. Stromfluss unterbinden wollen, ist das ihr gutes Recht, hat aber nichts mit dem wirtschaftlichen Stromhandel am Strommarkt zu tun.

    öhm, doch!
    wenn man, dank phasenschieber, den nutzlosen zufallsstrom nicht mehr über die grenze drücken kann, dann müssen die eeg-geförderten anlagen zwangsabgeschaltet werden. trotzdem muss nach geltender gesetzeslage der nichtproduzierte zufallsstrom vergütet werden.
    wo ist da die wirtschaftlichkeit?

    wie das ganze dann noch wirtschaftlich sein soll, wenn das 80% ausbauziel erreicht würde ( bei einer installierten nennleistung die ein vielfaches über dem max-bedarf in dt. liegt) musst mir bitte mal vorrechnen.

    ergo, physik und vwl bzw wirtschaftskunde doch abgewählt 😉

  67. @ Peter Heller

    Mein Kommentar wird nicht freigeschaltet, weil er zu viele Links enthält? Links auf Zahlen sowie Zahlen in Diagrammen dargestellt, sind nicht erwünscht? Zahlenquelle sind u.a. AGEB Daten, wie auch in der „Gesamtausgabe der Energiedaten — Datensammlung des BMWi“ wiederzufinden sind, die von anderen Diskussionsteilnehmern erwähnt wurde.

    Sind den die Drohungen von Heinz Eng in #58 die besseren Argumente?

    @ michael m.
    Ich würde gerne Antworten, allerdings erspar ich mir die nötige Zeit, solange andere Ansichten grund- und substanzlos zensiert werden.

  68. @ Mark:

    Mein Kommentar wird nicht freigeschaltet, weil er zu viele Links enthält?

    Ja, der Spamfilter ist so eingestellt. Mehr als 5 Links in einem Beitrag sind verdächtig…

    Links auf Zahlen sowie Zahlen in Diagrammen dargestellt, sind nicht erwünscht? Zahlenquelle sind u.a. AGEB Daten, wie auch in der “Gesamtausgabe der Energiedaten — Datensammlung des BMWi” wiederzufinden sind, die von anderen Diskussionsteilnehmern erwähnt wurde.

    Doch klar. Allerdings mag ich nicht mehr daran herumrätseln müssen, was Sie uns denn mit diesen Zahlen eigentlich sagen wollen. Schreiben Sie also doch einfach, welche Botschaft aus Ihrer Sicht in diesen Zahlen steckt. Denn ich verstehe Ihre gesamte Argumentationskette nicht. Zweitens habe ich auch keine Zeit und keine Lust, mir die Erläuterungen zu den Diagrammen selbst herauszusuchen. Ich vermute doch ganz stark, Sie haben die Diagramme, die Sie verlinken, selbst nicht verstanden. Denn keines der Bilder, auch nicht die in dem gefilterten Kommentar, unterstützt die Idee, die NIEs würden uns Importe sparen.

    Ihnen ist schon klar, daß die Bundesregierung die Importe nicht durch die NIEs absenken will, sondern durch Einsparungen?

    (Tatsächlich plant man im Energiekonzept sogar mit erheblichen Importen: Biomasse bspw.)

  69. @mark

    Ich würde gerne Antworten, allerdings erspar ich mir die nötige Zeit, solange andere Ansichten grund- und substanzlos zensiert werden.

    rofl
    keine argumente mehr?

  70. @ Peter Heller

    Meine These steht polemisch in #17, kurz gesagt: langfristige Versorgungssicherheit mit Energie ist für einen Industriestandort wichtig um eine volatile Energiepreisentwicklung abzufedern. Das hat man in den USA auch erkannt, die ihre Energieunabhängigkeit durch Fracking steigern, damit Abhängigkeiten von volatilen Weltmarktpreisen verringern konnten: http://i.imgur.com/Ph8jPY1.png und http://i.imgur.com/Aat0FOr.png

    Die Erneuerbaren produzierten 2013 1654 PJ Energie (vorläufige AGEB Daten), glauben sie wirklich man hätte diese 1654 PJ ohne zusätzliche Importe von Öl/Gas/Steinkohle produzieren können? Und diese 1654 PJ hätten keine Preiswirkung?

  71. @ Mark:

    kurz gesagt: langfristige Versorgungssicherheit mit Energie ist für einen Industriestandort wichtig um eine volatile Energiepreisentwicklung abzufedern.

    Nein, das steht nicht in #17. Sie werden überrascht sein: Dem stimme ich sogar zu. Nur ist Versorgungssicherheit nicht dasselbe wie Autarkie. Eigentlich ist Versorgungssicherheit sogar das genaue Gegenteil, nämlich Diversifizierung der Quellen.

    Die Erneuerbaren produzierten 2013 1654 PJ Energie (vorläufige AGEB Daten), glauben sie wirklich man hätte diese 1654 PJ ohne zusätzliche Importe von Öl/Gas/Steinkohle produzieren können?

    Ziehen Sie mal Wasser, Müll, Deponie- und Klärgase ab. Diese Energieträger nutzen wir schon länger im gegenwärtigen Umfang, bei denen hat sich und wird sich durch die Energiewende nahezu nichts ändern. Verbleiben noch (grob) 1.000 PJ. Fast überwiegend Biomasse. Im Bereich Verkehr oft ohne Nutzen, denn Biosprit-Beimischungen reduzieren den Wirkungsgrad vieler Motoren und erhöhen dadurch den Verbrauch. Im Bereich Elektrizität quälen uns vor allem die volatilen Quellen Wind und Sonne. Die auch hier den Wirkungsgrad fossiler Kraftwerke so weit senken, daß für gleiche oder geringere Strommengen mehr Brennstoff benötigt wird. Im Jahr 2000 lag der real erzielte Wirkungsgrad des fossilen Kraftwerksparks noch nah am theoretisch möglichen. Heute liegt er ca. 5% darunter. Das sind schon wieder einige hundert PJ.

    Und diese 1654 PJ hätten keine Preiswirkung?

    Von der Preiswirkung bin ich sogar sehr überzeugt. Nur zeigt die Kurve hier nach oben und nicht nach unten.

  72. Eigentlich ist Versorgungssicherheit sogar das genaue Gegenteil, nämlich Diversifizierung der Quellen.

    Diversifizierung der Quellen schütz vor Lieferausfällen aber nicht vor volatilen Preisen, alle Verkäufer verlangen schließlich Weltmarktpreise. Öl/Gas/Kohle sind kurzfristig als Primärenergieträger eben kaum substituierbar. Bei hoher Importabhängigkeit können kurzfristige Angebots- und Nachfrage-Schocks kaum absorbiert werden und langfristige Preisänderung schlagen sich im Inland als importierte Inflation/Deflation nieder.

    Von der Preiswirkung bin ich sogar sehr überzeugt. Nur zeigt die Kurve hier nach oben und nicht nach unten.

    Sind sie da wirklich sicher? Und in 10 … 20 Jahren? Die Vergütungen sind schließlich nominal fixiert, während die realen Preise für Öl/Gas/Kohle weiter steigen werden, solange China als Wachstumstreiber nicht ausfällt (laut OECD, EIA, etc).

  73. Es gibt noch ein Land auf der Erde, das auf Autarkie setzt.
    Diese Politik nennt man dort Juche.
    Das Land heisst Nordkorea.

  74. # 71:

    Und in 10 … 20 Jahren?

    Momentan kostet der Brennstoff, der zur Herstellung von 1 kWh benötigt wird, 3 Cent
    Um ohne konventionelle Kraftwerke als Backup 1 kWh mit Wind/P herzustellen, muss man, einschliesslich der zusätzlich nötigen Speicher/Infrastruktur/Wandlungsverluste mit rund 1 Euro rechnen.

    Glauben Sie allen ernstes, die Preise für Gas und Kohle auf dem internationalen Markt würden sich innerhalb von 10 bis 20 Jahren verdreissigfachen?

    Und, bitteschön -- welchen Sinn soll es denn machen, wegen befürchteter zukünftiger Preissteigerungen schon JETZT mehr zu bezahlen?
    In 20Jahren sind doch die ganzen Windräder und PV-Anlagen, die wir heute hinstellen, Schrott und müssen erneuert werden!

    Ihre Argumentation, mark, ist einfach nur absurd, um nicht zu sagen wahnsinnig. man weiss nicht, ob man lachen oder weinen soll wenn man das liest.

  75. #73. Tritium

    moin, moin

    Und, bitteschön — welchen Sinn soll es denn machen, wegen befürchteter zukünftiger Preissteigerungen schon JETZT mehr zu bezahlen?

    Das ist doch bei diesen Typen immer die gleiche Denke. Wegen zukünftig erwarteter (eingebildeter) Probleme müssen wir heute bereits „vorsorgen“. Langsam wird das langweilig.

    karl.s

  76. #52 Peter Heller 18. Februar 2014 22:10

    Was die privaten Haushalte an Energie eingespart haben, ist fast ausschließlich auf Modernisierungen im Bestand zurückzuführen.

    Das ist sicher ein wichtiger Anteil. Allerdings möchte ich auf die Marktfunktionen verweisen: Steigende Preise führen zu einer Marktreaktion. Der Verbraucher denkt stärker darüber nach, wie lange er lüften will, ob nicht ein Grad weniger auch gut ist, oder ob der nicht genutzte Raum geheizt werden soll.

  77. #73 Tritium 20. Februar 2014 01:45

    In 20Jahren sind doch die ganzen Windräder und PV-Anlagen, die wir heute hinstellen, Schrott und müssen erneuert werden!

    Ich hoffe doch nicht!!!!

    Wenn man hoffentlich erkannt hat, dass Wetterabhängige Energien keinen wesentlichen Nutzenzur Energievrsorgung bringen, muss man das doch mit Erneuerung belibig fortsetzen.

    Wer nachhaltig und zukunftsorientiert denkt, kann mal Verfahren zur Verwertung stillgelegter WKA durchdenken. Vielleicht kann man hier ein hoffentlich bald erfolgreiches Unternehmen gründen.

  78. Zum Thema Vorreiter gab es einen schönen Artikel auch in den Mainstream-Medien:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kohle-statt-erneuerbare-australien-schreckt-deutsche-energiewende-12806608.html

    Hier wird begründet, dass die extrem negativen Erfahrungen der deutschen Energiewende bei den Australiern zum Umdenken führt. Also haben unsere Energiewendehälse doch einen Erfolg:
    Sie bewahren wenigstens andere Länder vor teurem Unfug.

  79. @ Karl # 74:

    Wegen zukünftig erwarteter (eingebildeter) Probleme müssen wir heute bereits “vorsorgen”. Langsam wird das langweilig

    Ja, langweilig ist’s schon, aber die abgrundtiefe Dummheit, die aus so was spricht, erstaunt doch immer wieder.

    Diese marks glauben offenbar „Wrnn dann alles fertig ist, dann kostet es kein Geld mehr und der Strom fliesst umsonst“.
    Das ist so absurd, dassman da erst mal draufkommen muß.
    Ich frag‘ mich ob die auch ein Auto mit dem Gedanken kaufen „Ich nehm‘ ein teures, gutes, dann haben meine Enkel auch was davon wenn die Autos teurer werden!“
    Oder spukt da das eigene Häuschen im Kopf, das man baut und dann steht’s? Aber auch das hat ja Folgekosten und ist nicht umsonst und, nebenbei, hält auch nicht ewig. Sonst gäbe es ja keine Bauindutrie mehr, denn die Bevölkerungszahl ist ja konstant. Tatsächlich ist die Bauindustrie aber gewaltig groß.
    Nun sind die Windrädchen und PV aber auf eine Lebensdauer von 20 Jahren berechnet (ob sie das Alter überhaupt erreichen, ist fraglich).
    Also muss doch jedem klar sein, dass der ganze Klumpatsch alle 20 Jahre vollständig erneuert werden muss.
    Jetzt haben wir so etwa 10% Wind- und PV-Strom noch OHNE Speicher und Leitungen.
    Der hat über 300 Milliarden € gekostet.
    Gut, das wäre in Zukunft billiger möglich, aber es muss eben alle 20 jahre vollständig erneuert werden und ist daher ein ewiges Faß ohne Boden. Das muss doch sogar ein Kind begreifen,oder?

    Na, als nächstes kauf‘ ich dann Schuhe aus Gußeisen, die halten ewig und wenn meine Enkel Schuhe brauchen, dann sind sie schon da und sie brauchen sich keine Sorgen machen, wenn das Leder teurer wird.
    Oh verflixt, die Schuhe rosten ja!

  80. #78. Tritium

    Na, als nächstes kauf’ ich dann Schuhe aus Gußeisen, die halten ewig und wenn meine Enkel Schuhe brauchen, dann sind sie schon da und sie brauchen sich keine Sorgen machen, wenn das Leder teurer wird.
    Oh verflixt, die Schuhe rosten ja!

    Och, dem kann man abhelfen. Ein schönes Galvanbad und da rostet nix mehr. Aber irgendwie wären mir die Eisenschuhe dann doch einen ganz kleinen Tick zu schwer 😉

    karl.s

  81. @ Tritium

    Ihre Argumentation basiert ja auf der Annahme das ‚Energiewende‘ nur im Stromsektor stattfindet, daher auch ihre Konzentration auf PV und Windstrom.

    Und, bitteschön — welchen Sinn soll es denn machen, wegen befürchteter zukünftiger Preissteigerungen schon JETZT mehr zu bezahlen?

    Hab ich doch geschrieben: „Öl/Gas/Kohle sind kurzfristig als Primärenergieträger eben kaum substituierbar. Bei hoher Importabhängigkeit können kurzfristige Angebots- und Nachfrage-Schocks kaum absorbiert werden …“ Grafik: http://i.imgur.com/vNLK8rQ.png

    Zukünftige Preissteigerungen der fossilen Primärenergieträger sind doch keine Hirngespinste und ergeben sich alleine aus der Tatsache das 2025 540 Mio. Europäer nur 6,75% der 8 Mrd. Weltbevölkerung sein werden. Der durchschnittliche Pro-Kopf Energieverbrauch wird sich eher dem Europäischen annähern, als das dieser auf afrikanisches/indisches/chinesisches Niveau sinkt.
    EU28 Energieproduktion/-verbrauch/Importabhängigkeit: Eurostat -- PDF

    aber es muss eben alle 20 jahre vollständig erneuert werden und ist daher ein ewiges Faß ohne Boden.

    Ist den Fracking ein Faß ohne Boden weil jeden Monat neue Brunnen gebohrt werden, oder alle Jahrzehnte neue Kohleabbaugebiete erschlossen werden müssen um die Produktion zu gewährleisten? In 20 Jahren werden die Investitionskosten im Verhältnis zur Energieproduktion bei den Erneuerbaren nochmal um eine Größenordnung sinken. Während der Abbau fossile Energieträger teurer wird, wie jeder in den Quartalsberichten von Shell, Exxon und BP nachlesen kann.

  82. So, mark, erzählen Sie doch mal, was Sie ausser Wind und PV noch an ‚Erneuerbaren‘ anzubieten haben?
    Faulgas?
    Dafür fehlt das Land.
    Also basiert die gesamte’Energiewende‘ auschliesslich auf Wind und PV- und das wissen Sie auch!
    Ihr Versuch, ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern, ist lächerlich. Da ist keins drin.

    Dann müssen Sie gegebenenfalls aus Strom Gas machen. Zu immensen Kosten, die NICHT sinken werden.
    Und Sie brauchen Pumpspeicher, weil das das einzige ist, was es zur Stromspeicherung gibt und die werden NICHT billiger werden
    Und beim Wind ist ebenfalls keinerlei Preissenkung mehr zu erwarten, weil die Technik ausgereizt ist und die guten Standorte schon alle weg sind, Windstrom wird als TEURER werden.
    Und, ach ja, das Leitungsnetz muss noch um das fünffache ausgebaut werden, das wird auch nicht billiger.

    Und deshalb kostet Ihr Ersatz rund 30 x so viel wie derzeit fossile Brennstoffe.
    DREISSIGMAL! und das wird nicht billiger.
    Also schwafeln Sie nicht von ‚kurzfristig‘ und Schocks wie ein Teppichhändler -- EE sind NICHT konkurrenzfähig. Punkt.
    Nicht in zehn Jahren, nicht in 20 Jahren, nicht in 50 Jahren

    Was ein ‚Faß ohne Boden‘ ist, entscheidet übrigens der Markt.
    Und wenn die Erschliessung der Gasvorräte mit Fracking ein marktfähiges Produkt liefert, wie man ja sieht, ist das kein Faß, sondern eine Goldgrube.

    Übrigens:
    Sie haben mir immer noch nicht erklärt, warum es eine gute Idee ist, JETZT Mondpreise zu bezahlen. Nicht vergessen: Selbst WENN sich die Preise so entwickeln würden, wie Sie es sagen, ist das doch totaler Blödsinn!
    Jetzt braucht niemand die Windrädchen, wenn sie aber in 20 Jahren gebraucht werden, sind sie Schrott und müssen ohnehin neu gebaut werden. Nach Ihrer Meinung sind sie sogar viel billiger,
    Also warum jetzt?
    Na, ganz einfach: weil profitgierige Abzocker den Leuten jetzt das Geld aus der Tasche ziehen und dafür solche Typen wie Sie los schicken, entweder bezahlt oder aus der Riege der nützlichen Idioten rekrutiert, die den Schwindel umsonst plakatieren.
    Aber Sie haben ein Problem: Wir hier sind keine alten Omis auf Kaffeefahrt.
    Hier machen Sie kein Geschäft.

  83. weil profitgierige Abzocker den Leuten jetzt das Geld aus der Tasche ziehen

    Als wenn das OPEC-Kartell, Gazprom, Rosneft, Kazatomprom und Statoil nicht profit-getrieben wären. Und die Kollegen der Privatwirtschaft sind natürlich auch den ‚Leuten‘ verpflichtet und nicht ihren Eigentümern…

    Die Leute verbrauchen eben nicht nur Strom: http://i.imgur.com/xj7XeYJ.png und http://i.imgur.com/UT2xIsk.png

    ‚Mondpreise‘ für Strom werden auch nur von Haushalten bezahlt, und das ist eine politische Entscheidung. Strom gehört schließlich zur Grundversorgung, da kann man die Umsatzsteuer auch auf 7% senken, wenn man Geld in den Taschen der Leute lassen will.

  84. @ # 82 Mark,

    das ist doch hohles Geschwafel.
    Du bist in der Ecke, mit dem Rücken zur Wand.
    Und jetzt meinst, du könntest das aussitzen, indem du geschwind ein paar Popanze aus dem Ärmel ziehst, damit winkst und hoffst, dass irgend jemand anbeisst und du so tun kannst als wäre die Peinlichkeit oben nie gewesen.

    Wirst du übrigens für deine Selbstdemontage hier bezahlt oder machst das umsonst?

    Im übrigen warte ich immer noch auf eine Erklärung dafür, warum es eine gute Idee ist, jetzt hunderte von Milliarden € in ‚Erneuerbare‘ zu stecken, die in 20 Jahren, wenn man sie VIELLEICHT braucht, ohnehin Schrott sind und ganz neu aufgebaut werden müssten?

  85. @ Mark

    Das ist doch ein Reden um den heißen Brei herum, was Sie hier betreiben. Es ist ja völlig richtig und wird auch von niemandem angezweifelt, dass die Preise für Energie, allem voran Öl, in den letzten 10 Jahren stark angestiegen sind. Und trotzdem sind die „Erneuerbaren“ bei der Stromerzeugung immer noch um ein Vielfaches teurer, als sämtliche konventionellen Stromerzeuger. Und sie sind zusätzlich nicht in der Lage den Strom bedarfsgerecht zu produzieren.

    NIEs wären erst dann sinnvoll, wenn deren bedarfsgerechte Erzeugung (also plus Speicherung) günstiger würde, als die Alternativen. Und dieser Punkt ist nicht in 10, nicht in 20 und auch nicht in 50 Jahren in Sicht. Es bleibt also die Frage, warum wir jetzt auf eine nicht funktionierende und deutlich kostspieligere Stromproduktion umsteigen sollten. Und ide gälte es zu beantworten, wenn man die Sinnhaftigkeit der Energiewende erklären wollte.

  86. #82

    Die Leute verbrauchen eben nicht nur Strom: http://i.imgur.com/xj7XeYJ.png und http://i.imgur.com/UT2xIsk.png

    und wenn du in deinem diagramm der entwicklung der preise noch die direkten wie indirekten staatlich verursachten kostenbestandteile aufträgst wirst du erstaund sein und feststellen, das der reine erzeugungs- und vertriebskostenanteil ’nahezu‘ konstant geblieben ist und beispielhaft der (staatlich) verursachte ee-kostenanteil von quasi 0 auf 100 hochgeschnellt ist 😉

    wenn du jetzt jedoch behaupten solltest, das der anstieg der kosten durch die bösen 4 und co. verursacht wurde, dann belege dies bitte mit zahlen.

    ps: was hast noch mal für eine ausbildung?

  87. ps: was hast noch mal für eine ausbildung?

    Irgendwas mit ‚kreativ‘, schätze ich mal 😀

  88. @ Tritium

    Im übrigen warte ich immer noch auf eine Erklärung dafür, warum es eine gute Idee ist, jetzt hunderte von Milliarden € in ‘Erneuerbare’ zu stecken, die in 20 Jahren, wenn man sie VIELLEICHT braucht, ohnehin Schrott sind und ganz neu aufgebaut werden müssten?

    Wenn sie denn Teil: “Öl/Gas/Kohle sind kurzfristig als Primärenergieträger eben kaum substituierbar. Bei hoher Importabhängigkeit können kurzfristige Angebots- und Nachfrage-Schocks kaum absorbiert werden…”, nicht verstehen kann ich auch nicht weiterhelfen.

    Genauso wenig wie man von heute auf morgen 10 KKW’s in Deutschland bauen kann, kann man bei den Erneuerbaren einfach einen Schalter umlegen. Investitionskosten (F+E, Kapitalkosten) fallen immer am Anfang an, bevor Grenzkosten langfristig fallen können. Das beste Beispiel sind abgeschriebene KKW’s mit extrem niedrigen Grenzkosten im Vergleich zu neuen KKW’s z.B. Hinkley C in England mit dem staatl. garantierten, inflationsindexierten Abnahmepreis für 35 Jahre, der über den derzeitigen englischen Marktpreis liegt. Ist hier EDF mit geschätzter 25% Eigenkapitalrendite auch einer ihrer „profitgierigen Abzocker“ oder gilt das nur für Investitionen in Erneuerbare?

    Oder wenn Shell 10 Mrd. EUR ins Prelude FLNG Projekt investiert, um zukünftige Gasproduktion abzusichern, ist das auch ‚keine gute Idee‘?

    Übers EEG und Co. werden für Erneuerbare nicht einmal 1% des dt. BIP in Deutschland investiert, während alleine 4% für Öl+Gasimporte draufgehen. Warum sollte den die energieintensive Industrie in Deutschland bleiben oder ansiedeln, anstatt sich zu den Energieproduzenten verlagern, schließlich spart man an Transportkosten, Absicherung von Wechselkursrisiken etc.?

    @ Rudolf Kipp

    NIEs wären erst dann sinnvoll, wenn deren bedarfsgerechte Erzeugung (also plus Speicherung) günstiger würde, als die Alternativen. Und dieser Punkt ist nicht in 10, nicht in 20 und auch nicht in 50 Jahren in Sicht. Es bleibt also die Frage, warum wir jetzt auf eine nicht funktionierende und deutlich kostspieligere Stromproduktion umsteigen sollten. Und ide gälte es zu beantworten, wenn man die Sinnhaftigkeit der Energiewende erklären wollte.

    Wie können Erneuerbare jemals günstiger werden ohne Investitionen in F+E und ohne Ausweitung von Produktionskapazitäten die Skalenerträge ermöglichen? Das gleiche gilt heute auch für den Tiefsee-Abbau von Fossilen…

  89. Mark,
    wie lange willst dich mit solchem Geschwafel noch blamieren?

    Übers EEG und Co. werden für Erneuerbare nicht einmal 1% des dt. BIP in Deutschland investiert, während alleine 4% für Öl+Gasimporte draufgehen

    Immer noch besteht da der Unterschied, dass die 4% des BIP für Energieimporte nahezu 100% des Energiebedarfs decken und die 1% für Erneuerbare genau Null Prozent.

    Investitionskosten (F+E, Kapitalkosten) fallen immer am Anfang an, bevor Grenzkosten langfristig fallen können.

    Lüg‘ doch nicht über die Hintertür.
    Da fällt gar nichts, weil die kompletten Investitonskosten alle 20 jahre wieder anfallen und vor allem, weil die grössten Investitionskosten noch gar nicht begonnen haben: Speicher- und Netzausbau!
    Momentan liegen die Kosten mit allen Nebenkosten kalkuliert bei etwa 1 € kWh. Brennstoff kostet 3 Cent/lWh. Wann soll sich denn der Wind- und PV-Schwachsinn rentieren? In 10 Jahren? In 20 Jahren? In 50 Jahren?
    Gib doch mal Antwort!

    Wie können Erneuerbare jemals günstiger werden ohne Investitionen in F+E und ohne Ausweitung von Produktionskapazitäten die Skalenerträge ermöglichen?

    So, wie Automobile, Flugzeuge, Dampfschiffe, und alle anderen technischen Fortschritte günstiger geworden sind: Durch marktfähige Produkte!

    PS: Willst uns nicht mal sagen was für eine Ausbildung du hast und welchen Beruf?
    Und wer dich für das Bloggen bezahlt? Oder machst hier freiwillig und umsonst den August?

  90. Das beste Beispiel sind abgeschriebene KKW’s mit extrem niedrigen Grenzkosten im Vergleich zu neuen KKW’s z.B. Hinkley C in England mit dem staatl. garantierten, inflationsindexierten Abnahmepreis für 35 Jahre, der über den derzeitigen englischen Marktpreis liegt

    Tja, Mark,das sind aber keine ‚Atom‘-Kosten, das sind Zusatzkosten der ‚Erneuerbaren‘.
    Denn wer heute ein Kernkraftwerk baut, schaut nach Deutschland, wo die Besitzer entschädigungslos enteignet wurden und vorher durch Schutzgelderpressung (‚Brennelemensteuer‘) abgezockt wurden.
    Da verlangt ein vorsichtiger Geschäftsmann Garantien, wenn der geschäftspartner unzuverlässig und nicht kreditwürdig ist.

    Ist hier EDF mit geschätzter 25% Eigenkapitalrendite auch einer ihrer “profitgierigen Abzocker” oder gilt das nur für Investitionen in Erneuerbare?

    Hab‘ ich dir nicht schon mal gesagt, dass du hier nicht mit Omis auf Kaffeefahrt redest?

    Was kostet denn der Strom in Frankreich? Und was kostet der EE-Strom in Deutschland?

    Wenn mir jemand Brötchen für 15 Cent verkauft, die genau so gut sind wie die für 30 Cent, dann darf der von mir aus 50% Gewinn machen.
    Wenn aber der Bäcker, der 30 Cent verlangt, mich mit Einschüchterung, Lügen und Gewalt dazu zwingt, seine teuren Brötchen zu kaufen, dann ist das ein Abzocker.

    Und für wen arbeitest du jetzt eigentlich?

  91. #87 mark

    Wenn sie denn Teil: “Öl/Gas/Kohle sind kurzfristig als Primärenergieträger eben kaum substituierbar. Bei hoher Importabhängigkeit können kurzfristige Angebots- und Nachfrage-Schocks kaum absorbiert werden…”, nicht verstehen kann ich auch nicht weiterhelfen.

    wir sollen also deiner meinung nach in NIE investieren, weil primärenergieträger kurzfristig kaum substituierbar sind und und kurzfristige angebots- und nachfrageschocks kaum absorbiert werden können?

    da macht leider keinen sinn 😉

    vor allem mit verweis auf tritiums

    Im übrigen warte ich immer noch auf eine Erklärung dafür, warum es eine gute Idee ist, jetzt hunderte von Milliarden € in ‘Erneuerbare’ zu stecken, die in 20 Jahren, wenn man sie VIELLEICHT braucht, ohnehin Schrott sind und ganz neu aufgebaut werden müssten?

    bist du pippi langstrumpf?
    deine ‚argumente‘ klingen sehr stark nach

    Zwei mal drei macht vier,
    widewidewitt und drei macht neune,
    ich mach mir die Welt,
    widewide wie sie mir gefällt.

  92. mark

    Das beste Beispiel sind abgeschriebene KKW’s mit extrem niedrigen Grenzkosten im Vergleich zu neuen KKW’s z.B. Hinkley C in England mit dem staatl. garantierten, inflationsindexierten Abnahmepreis für 35 Jahre, der über den derzeitigen englischen Marktpreis liegt

    Tja, Mark,das sind aber keine ‘Atom’-Kosten, das sind Zusatzkosten der ‘Erneuerbaren’.
    Denn wer heute ein Kernkraftwerk baut, schaut nach Deutschland, wo die Besitzer entschädigungslos enteignet wurden und vorher durch Schutzgelderpressung (‘Brennelemensteuer’) abgezockt wurden.
    Da verlangt ein vorsichtiger Geschäftsmann Garantien, wenn der geschäftspartner unzuverlässig und nicht kreditwürdig ist.

    nicht zu vergessen, das sich die beiden anderen potentiellen kkw-anbieter/ -betreiber (EON und die RWE) dank deutscher EEG-politik von den ausschreibungen zurückgezogen haben. dies hat natürlich zur folge, das der verbleibende anbieter verlangen kann was er will. vor allem da in den 2020ern sehr viele erzeugungskapazitäten in UK abgeschaltet werden.

    das kommt halt davon, enn man mit planwirtschaftlichen methoden versucht wirtschafts- und energiepolitik zu machen.

  93. Es wirkt etwas irritierend, wenn sich ein Energiewende-Apologet hier hin verirrt, dass er dann gleich von vielen scharf angeschossen wird. Wenn es doch gute Gründe gibt, warum die Energiewende doch ein zimlicher Unsinn ist, dann bedarf es doch keine scharfen Rhetorik. Die wird immer dann erforderlich, wenn die Argumente schwach sind.

    Man sollte diese Herausforderung eher als Übung in guter Argumentation sehen -- was man ja an einigen Beträgen auch schön sehen kann. Alles, was darüber hinaus geht, mag zwar Spaß machen, ist aber kontraproduktiv.

  94. @Martin

    Öhm…..und wo bleibt da der Spass an der Freud?
    Ist ja nicht so, das wir hier berufsmäßig entlohnt den Erklärbären spielen müssen….nöö, wir hängen hier janz freiwillig ab……und wenn dann Leutchens wie Mark daher kommen…..isses doch echt öder, immer wieder den selben Quark herunter zu beten…..nur damit das alles irgendwie auch super-korrekt aussieht.

    Und ja, was will man Menschen argumentieren, die hier nur ihre vorgefasste Meinung abspulen wie ein Tonband….die überzeugste eh nich…….da kannste im Prinzip auch in den Wald rein rufen….hätte den selben Erfolg, nämlich keinen.

    Onkel Heinz………….immer diese Spielverderber

  95. Wenn es doch gute Gründe gibt, warum die Energiewende doch ein zimlicher Unsinn ist, dann bedarf es doch keine scharfen Rhetorik. Die wird immer dann erforderlich, wenn die Argumente schwach sind.

    Wenn ein Staubsaugervertreter partout nicht den Fuß aus der Türspalte nimmt, wird der Ton nun mal etwas schärfer, Herr Landvoigt.
    Er (mark) bräuchte ja nur sachlich zu diskutiueren, dann würde sich das ändern.
    Argumente prallen jedoch an Mark ab, denen weicht er aus, wenn etwas nicht zu seiner Propaganda passt, wechselt er das Thema, läuft davon, versucht von was anderem zu reden.
    Er ist nicht Diskutant, sondern Propagandist
    Mit solchen Leuten bin ich unduldsam, das ist richtig. Ist wohl das lutherische Erbe.

  96. Ich weiß nicht, ob ihr es schon wusstet…..aber….Jan Fleischhauer hat mal wieder ein tolle Kolumne losgetreten.

    Energiewende: Wahnwitz mit System

    Das ist ja die zweite böse Überraschung: Strom aus Wind und Sonne ist nicht nur aberwitzig teuer, es gibt mittlerweile auch so viel davon, dass ein Großteil entsorgt werden muss, indem man ihn in Niederlande oder Österreich verklappt. Allein 2013 wurden 33 TWh Ökostrom am deutschen Bedarf vorbeiproduziert. Bezahlen mussten die Bürger ihn trotzdem. Wenn schon Wahnsinn, dann hat er in Deutschland wenigstens System……….

    Wer darauf hofft, die Presse werde dies als eine dreiste Form von Lobbyismus zurückweisen, kann lange warten: Die Berichterstattung liegt fest in der Hand von Journalisten, für die Parteilichkeit in Umweltfragen keine Sünde, sondern eine Tugend ist………..

    Im normalen Geschäftsleben sind solche Deals aus gutem Grund verboten. Aber dort landet man ja bei vorsätzlicher Täuschung auch vor Gericht.

    Und die Geifer im Kommentarteil ist wieder epochal…..Energiewendekriegsgewinnler mit Schaum vorm Mund…..herrlich mit anzusehen, die dortigen Wortgefechte.
    H.E.

  97. Vielleicht fassen wir einfach mal zusammen:

    1. Mark stellt die These auf, die Energiewende sei notwendig um uns vor zukünftigen Preissteigerungen und Engpässen von konventionellen Brennstoffen zu schützen. Er strebt ‚Autarkie‘ an.

    Pro:
    -- Konventionelle Brennstoffe können absehbar tatsächlich teurer werden
    -- Wind und PV-Erzeugung wurden tatsächlich billiger

    Kontra:
    -- Die Energieimporte sind nicht kleiner geworden.
    -- Die derzeitigen Kosten für Erneuerbare beinhalten noch nicht die Infrastruktur, die notwedig ist, um auf konventionelle Regelkraftwerke zu verzichten. Diese Kosten sind exorbitant und beinhalten Netzausbau und Speicherbau.

    ———————--

    2. Mark stellt die These auf, dass zwar die Energieimporte nicht weniger wurden, aber gleichzeitig die Exporte stiegen.

    Pro: Stimmt

    Kontra:
    Das liegt daran, dass die Energie zum falschen Zeitpunkt erzeugt wurde und im Inland gar nicht verwertbar ist, weil Speicher fehlen.
    Das hat zur Folge, dass die Importe NICHT verringert werden konnten. Der Export ist nur eine Art ‚Abfallbeseitigung‘.

    Fazit: Das Ziel der Importverringerung/Autarkie kam keinen Schritt näher und kann auf dem jetzigen Weg (Mit konventionellen Regel-Kraftwerken) auch NICHT erreicht werden.

    —————————

    3. Mark stellt die These auf, dass die derzeitigen Investitionen zwar verloren sind, aber zukünftig Rendite tragen werden, da dadurch die Erneuerbaren billiger und somit letztendlich konkurrenzfähig werden.

    Pro:
    Ein derartiger Effekt ist tatsächlich beobachtbar

    Kontra:
    -Die prognostizierte weitere Verbilligung „um eine Grössenordnung“, also auf 1/10tel, ist utopisch, insbesonders bei Windkraft, die ausgereizt ist und eher teurer wird.
    -- Die Zusatzkosten für Netz und Speicher sind geradezu fantastisch und es ist kein Ausweg in Sicht. Nach Meinung von Fachleuten wären schon allein etwa 2000 gigantische Pumpspeicherwerke nötig, die pro Stück weit über 1 Milliarde Euro kosten würden und für die es nicht einmal genug geeignete Standorte gibt.

    Fazit: Es ist in keiner Weise absehbar, dass Wind und Sonne jemals auch nur in die Nähe der preislichen Konkurrenzfähigkeit kommen könnten.
    ————————--
    Das sind, denke ich, die Kernpunkte. Die sind ausdiskutiert.
    Das Ergebnis spricht, würde ich sagen, in alle Punkten eindeutig gegen Marks Thesen.

    Schlussfazit: Die Energiewende ist gescheitert.

  98. #96 Tritium 21. Februar 2014 12:19
    Gut arhumentiert: Das hat nichts polemisches, sondern stellt auch die Argumente des Meinungsgegners sachlich dar.


    Das sind, denke ich, die Kernpunkte. Die sind ausdiskutiert.
    Das Ergebnis spricht, würde ich sagen, in alle Punkten eindeutig gegen Marks Thesen.

    Schlussfazit: Die Energiewende ist gescheitert.

    Emotional kann man gut nachvollziehen, dass jene, die diese Argumente im Sinne umfangreicher Recherchen und vorlaufender Diskussionen gut kennen, ausgesprochen empfindlich reagieren. Es erscheint dann widersinnig und von fragwürdiger Agenda.

    Man muss aber bedenken, dass der Meinungsgegner, hier Mark, oder dritte Mitleser, diesen Kenntnisstand nicht haben. Mark ist wahrscheinlich ein ehrlicher Mensch, der ganz normal nach einem zutreffenden Sachverhalt sucht. Jegliche Unterstellungen negativer Absichten kann dann zu Recht nur Reserviertheit und eine Grabenkampf-Position provozieren. Wenn er bislang ständig einseitiger Propaganda ausgesetzt war, ist sein Denken verständlich. Wer sich selbst für gut informiert hält, und im Besitz seiner Meinung starker Argumente, wird grundsätzlich nicht beim ersten Gegenargument umkippen. Das ist rein psychologisch nicht zu erwarten.

    Ich spekuliere eben darauf, dass der Gesprächspartner wohlmeinend an sachlichen Arfuenten interessiert ist. Ein denkbare Szenario kann dann sein, dass es dennoch weitere argumentative Schamützel folgen, aber langsam die Einsicht durchsickert. Menschen ändern zuweilen ihre Ansicht, oft aber nicht sehr schnell.

  99. @ Tritium

    Immer noch besteht da der Unterschied, dass die 4% des BIP für Energieimporte nahezu 100% des Energiebedarfs decken und die 1% für Erneuerbare genau Null Prozent.

    Einfach mal den Kohle-Anteil unterschlagen? Siehe: http://i.imgur.com/ZEj4Bh4.png

    4% BIP nur für Öl- und Gas-Importe!

    Da fällt gar nichts, weil die kompletten Investitionskosten alle 20 jahre wieder anfallen und vor allem, weil die grössten Investitionskosten noch gar nicht begonnen haben: Speicher- und Netzausbau!

    So ein Unsinn, Skaleneffekte, Lernkurve und Verbundeffekte lassen Wiederbeschaffungskosten jedes Jahr sinken. Zusätzliche Infrastrukturkosten fallen auch bei Fossilen an, die South-Stream-Pipeline kostet 15 Mrd, TAP 1,5 Mrd und LNG-Terminals gibt’s auch nicht für umsonst.

    Durch marktfähige Produkte!

    Diese marktfähigen Produkte fallen einfach vom Himmel, ganz ohne Investitionen, Vorfinanzierung etc.? Der globale ‚Energiemarkt‘ ist bei allen Primärenergieträgern von staatl. Interventionen abhängig. Oder glauben sie dt. Energieunternehmen investieren im Ausland ohne Hermesdeckungen und KfW/EIB-Kredite?

    Denn wer heute ein Kernkraftwerk baut, schaut nach Deutschland,

    In Hinkley C sollen EPR’s gebaut werden, da hat EDF wohl eher nach Flamenville und Olkiluoto geschaut…

    Was kostet denn der Strom in Frankreich? Und was kostet der EE-Strom in Deutschland?

    Ich hatte doch schon etwas zu Grenzkosten geschrieben, abgeschriebene Altanlagen vs. Neuanlagen. Von Marktpreisen kann in Frankreich auch keine Rede sein wenn 3/4 des Stroms von einer Staatsfirma produziert werden, ohne Rückstellungen für Rückbau/Endlagerung.

    Mark stellt die These auf, die Energiewende sei notwendig um uns vor zukünftigen Preissteigerungen und Engpässen von konventionellen Brennstoffen zu schützen. Er strebt ‘Autarkie’ an.

    Nicht nur ich halte eine Verringerung der Importabhängigkeit für wichtig, einfach mal die Berichte von ECOFIN und DG-Energy lesen… Energieabhängigkeit EU28: Eurostat

    Und hier nochmal: EU28 Energieproduktion/-verbrauch/Importabhängigkeit 2012 : Eurostat — PDF

    177,4 Mtoe wurden 2012 in der EU28 durch Erneuerbare produziert damit größte innereuropäische Energiequelle, schließlich wird das Uran für KKWs auch importiert.

    Fazit: Das Ziel der Importverringerung/Autarkie kam keinen Schritt näher und kann auf dem jetzigen Weg (Mit konventionellen Regel-Kraftwerken) auch NICHT erreicht werden.

    Wie schon gesagt, Energiewende findet nicht nur im Stromsektor statt. Netto-Strom-Exporte finden übrigens hauptsächlich im Winter statt, da wird auch der vermehrte Einsatz von strom-betriebenen Wärmepumpen in Neubauten in den kommenden Jahren das Lastmanagement vereinfachen.

  100. 4% BIP nur für Öl- und Gas-Importe!

    Und NULL Prozent Energiegewinn durch Wind und Sonne, das wollen wir doch nicht vergessen, nicht wahr. Mark?

    So ein Unsinn, Skaleneffekte, Lernkurve und Verbundeffekte lassen Wiederbeschaffungskosten jedes Jahr sinken

    Ach ja?
    Was sinkt denn bei Windkraft? An Land kein Platz mehr, alle guten Standorte weg, also ab aufs Meer- Zu weit höheren Kosten.
    Und der Leitungsbau wird billiger, wennn wir unsere bisherigen Leitungen mindestens verfünffachen müssen, um die volatile Einspeisung derNIE anzuleiten?
    Und Pumpspeicher werden billiger, wenn wir 2000 Stück bauen müssten? Auf schlechten Standorten, wo der Aufwand immer grösser wird?

    Diese marktfähigen Produkte fallen einfach vom Himmel, ganz ohne Investitionen, Vorfinanzierung etc.?

    Automobile, Eisenbahn, Dampfschiffe, Flugzeuge musstren durch Zwangssubventionierung eingeführt werden?

    Nicht nur ich halte eine Verringerung der Importabhängigkeit für wichtig…

    Was Sie oder andere für wichtig halten, interessiert, pardon, kein Schwein.
    Es geht um die Frage, ob Wind und PV diese importabhängigkeit VERMINDERN können und die Antwort darauf lautet ganz unmissverständlich NEIN.

    Wie schon gesagt, Energiewende findet nicht nur im Stromsektor statt

    Hab ich Ihnen nicht schon mal gesagt, dass in Ihrem Zylinder keine Kaninchen mehr sind?
    Es interessiert mich, pardon, einen feuchten Kehricht, wo Sie einen Nebenkriegsschauplatz zur Ablenkung aufbauen wollen.
    Wir reden jetzt hier erst mal ganz einfach von den 400 Milliarden € die völlig nutzlos in die ‚Erneuerbaren Energien‘-Stromerzeuger versenkt wurden und die unsere Importabhängigkeit um kein Faß Öl, keinen Kubikmeter Gas und keine Tonne Kohle vermindert haben.

    Hic Rhodos, hic salta!

    Ihre billigen Versprechungen auf die gaaaanz tolle Zukunft haben wir nun schon seit der Jahrtausendwende bis zum Erbrechen gehört: „Die Energiewende wird nicht mehr kosten als eine Kugel Eis“ und ähnliche Marktschreier-Sprüche. Inzwischen braucht’s für die Eiskugel einen Bagger und Sie kommen immer noch mit dem dummen Geschwätz?
    Haben Sie kein Schamgefühl?

  101. Mark,
    Ich sag Ihnen mal was:
    Ich weiss nicht,ob Sie ein bezahlter Lobbyist, ein fanatischer Öko-Sektierer oder einfavh nur faktenresistent sind.
    Es interessiert mich auch nicht.

    Aber es gibt etwas anderes, was mir wichtig ist:
    Sie wollen Missionieren statt zu diskutieren. Sie taktieren wie ein Staubsaugervertreter und sind nicht ehrlich.
    Damit stehlen Sie mir meine Zeit.
    Und deshalb werde ich Sie nun definitiv ignorieren. Das ist mir nämlich zu dumm.

  102. @ mark22

    „Zuwenig und zuviel, ist nur der Dummen Ziel“. So lautet ein alter Spruch, den sich die Anhänger der NIE hinter die Ohren schreiben sollten.

    Betrachtet man die politische Situation als das EEG eingeführt wurde, dann wäre für die Grünen und Konsorten dumm gewesen, auf dieses Instrument zu verzichten. Jedes halbwegs gesundes System verträgt bis zu einem gewissen Grad Schmarotzer.

    Doch dann wurde der Bogen überspannt, spätestens nach Fukushima wollten die Grünen aller Parteien neben dem schnellen Ausstieg aus der Kernenergie, auch die CO₂ Ziele einhalten, oder sogar noch verschärfen.

    Tja, wer den Hals nicht voll genug bekommt, läuft eben Gefahr, dass er am Ende mit leeren Händen da steht.

    Im übrigen: Hermesbürgschaften mit dem EEG zu vergleichen ist völlig daneben und offenbart eigentlich nur, wie hyperventilierend nach Rechtfertigungen gesucht wird. Das betrifft alle Ihre weiteren Beispiele auch.

    In der Analyse wie man einen politischen Gegner bekämpfen kann, waren die Grünen und Linken den Liberalen und Bürgerlichen immer voraus. Aber Pragmatismus ist nicht deren Ding, weil ihnen dabei immer die Ideologie im Weg steht. Deshalb: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“, das ist eine weiterer Spruch, der auch in Bezug auf die NIE zutrifft. Wieviel CO₂ ist eingespart wurden und wie viel hat sich der Strompreis verbilligt?

    Aber global gesehen, bringt die Energiewende natürlich viel. Es ist genau das Beispiel wie man es nicht machen soll. Uns kostet es natürlich eine Arsch voll Geld, aber die anderen können davon profitieren, weil sie nicht die gleichen Fehler machen müssen um zu einer Erkenntnis zu kommen.

  103. zum Thema des ArtikelsDie Energiewende als Vorbild für die Welt stellen sich mir zwei „einfache“ Fragen:
    1. es gab hier schon einige aufschlussreiche Berechnungen für z.B. Flächenbedarf, Speicherbedarf oder Investitionskosten in der BRD beim Einsatz der „erneuerbaren“ Energien.
    Aber hat man schon mal sowas für ein anderes Land gerechnet? Um es eindrucksvoll zu machen für ein bevölkerungsreiches Land wie z..B. für Indien mit heute 1.200 Mio und 2050 mit 1.600 Mio Einwohnern oder Nigeria mit heute 170 Mio und in 2050 mit 440 Mio Einwohnern (laut UNO-Projektionen)?

    2. wenn wirklich uns z.B. in Europa alle folgen würden (oder die EU hätte es jedem Land verordnet). Wie könnte man sich ein solches „erneuerbares“ Szenario“ vorstellen? Wie viel Platz bräuchte man z.B: für PV/Windräder? Wie viel Pumpspeicher wären notwendig? Was würde das alles kosten?
    Meine laienhafte Vermutung ist, dafür bräuchten wir wirklich mehrere Erden. Aber kann man sowas rechnen?

  104. @ Nicolaus Deet

    Wenn ich mich richtig erinnere, so hat auch Peter Heller hier mehrfach darauf hingewiesen, dass ein hauptsächliches Ziel der Energiewende ist, den Primärenergieverbrauch deutlich zu senken. Habe die Zahlen dazu aber gerade nicht im Kopf.

  105. @ Nicolaus Deert # 12:

    Wirklich ‚berechnen‘ kann man es nicht. alenfalls intelligente Vermutungen sind möglich.
    Man muss auch zwischen verschiedenen Energieerzeugern unterschieden.
    Letztendlich kommt man dann zu sehr abstrakten Überlegungen, die nicht viel nützen. Es ist eben besser, pars pro toto zu sagen: „Wenn es schon Deutschland, reich und hochtechnisiert, nicht schaft,wie soll das dann in Nigeria gehen?“
    Oder denken Sie an Australien: Immens reich, riesige sinnenreiche, aber ansonsten unfruchtbare Landesteite, riesige Küsten, also beste Verhältnisse für Windkraft, dünn besiedelt -Aber trotzdem haben dieAustralier einen Schlußstrich gezogen, die Erneuerbaren‘ sind dort tot.

    Es gibt allerdings Überlegungen dazu, die Sie interessieren könnten:

    The Energy Collective: Why Power Density Matters

    (Warum die Energiedichte wichtig ist)

    Grafik: Theoretische Energieausbeute aus Erneuerbaren im Verhältnist zur Bevölkerungsdichte ausgewählter Länder

    ich weiss jetzt nicht, wie gut Ihr Englisch ist (Einen deutschen Link habe ich nicht).Die Grafik erklärt sich eigentlich fast von selbst, wenn man nur rudimentär versteht.
    Aber wenn Sie Rückfragen haben, sagen Sie es, ich helfe gern.

  106. @ Tritium

    Es geht um die Frage, ob Wind und PV diese importabhängigkeit VERMINDERN können und die Antwort darauf lautet ganz unmissverständlich NEIN.

    Und ich bin faktenresistent? Nochmal: „177,4 Mtoe wurden 2012 in der EU28 durch Erneuerbare produziert…“ Diese 177 Mtoe davon 33 Mtoe in Deutschland hätte man nicht zusätzlich importieren müssen?

    EU Referenz Szenario 2013 (PDF): http://i.imgur.com/xKj46q2.png

    The external fossil fuel bill of the EU is projected to rise in constant prices by around 50% from 2010 to 2030 and exceeds 2010 levels by around 80% in 2050, reaching around 500 bn €’10 and 600 bn €’10 in 2030 and 2050, respectively.

  107. Mark ist nichts weiter als ein Qualitäts-Troll. Ein Troll mit gewissem Niveau.
    Aber eben nur ein Troll.
    Und wie die alte englische Bauernregel eben so schön sagt: Don’t feed the trolls.

  108. Interessant scheinen mir folgende Daten der IEA bis einschließlich 2011 für Deutschland
    Primärenergieversorgung
    und
    Anteil
    der NIE
    Das heißt die NIE ohne Biomasse und Müllverbrennung machen ca. 2% aus.
    Solarenergie noch nicht mal ein halbes Prozent.

  109. Weil die deutsche Energiewende auch auf die Schweiz abgefärbt hat, werden dort nun wie blöd Löcher für die Geothermie gebohrt und Millionen verlocht. Nun wurde der Hattrick geschaftt: der dritte Flop in Folge:

    http://www.atschwarz.com/geothermie-hattrick-in-der-schweiz/

  110. @Tritium.
    Vielen Dank. Das ist sehr interessant. Hab zur Zeit nicht genug Zeit, werde aber demnächst genau lesen (ja, mein Englisch reicht dafür aus).
    Es ist aber immer wieder erstaunlich, zu welchen unterschiedlichen Ergebnissen Wissenschaftler/Fachleute kommen. Das ist sehr verwirrend für einen Laien, zumal wenn Aussagen von anerkannten Wissenschaftlern von namhaften Universitäten kommen.

    Z.B. habe ich mir vor kurzem eine schon ältere Debatte zwischen Steward Brand (der für Atomenergie wirbt) und Marc Z. Jacobsen (Prof. an Stanford der für NIE wirbt) auf ted.com angeschaut. Dort hat Marc Jacobsen z.B. behauptet, dass Atomenergie 7 bis 9 mal mehr CO2 äquivalente Emissionen verursacht als Windenergie (ca. 9:40). Oder für die 78.000 bis 145.000 5 MW Windturbinen die man für die USA braucht, benötigt man nur 1 bis 3 Quadratkilometer an Fläche und die Zwischenräume zählt man nicht dazu, weil man sie ja nutzen kann (11:40).
    Das glaubt man doch glatt. Bei solcher Person (Prof.), die von solcher namhaften Uni kommt, kann man sich einfach nicht vorstellen, dass nicht kompetent sind oder Dinge verdrehen zumal in diesem Fall Jacobsen aus meiner Sicht rhetorisch besser als Brand war.

  111. Ach übrigens…….wer hätte es gedacht…….spricht ein Gewerkschaftsboss das aus, was wir hier schon lange wissen….

    Mit den Kartellbehörden ist die Idee noch nicht abgeklärt. Die ordnungspolitischen Aspekte sind der IG BCE, die unter den Gewerkschaften seit langem eine besonders pragmatische Linie fährt, bewusst. „Ich bin ein Marktfreund, aber die Marktwirtschaft ist (in der Energiebranche) schon ausgeschaltet“, sagte Vassiliadis. „Wir bleiben in der Marktwirtschaft, soweit es geht. Ich hätte das nicht vorgeschlagen, wenn wir nicht Energiewende hätten.“ Die IG BCE vertritt die Interessen von Mitarbeitern der Chemie-, Bergbau- und Energiebranche.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energie-ein-sammelbecken-fuer-deutsche-kohlekraftwerke-12816873.html

    Nun frag ich mich nur noch….warum bloss Steinkohlekraftwerke……wenn dann,bitteschön alle…..“VEB Kraftwerke“…..und die Liberalisierung der Energiemärkte kloppen wir anschließend in die Tonne…… konequenterweise sollten wir gleich noch die „VEB Netze“ gründen……und schon können wir in Friede, Freude, Eierkuchen janz toll bei der Energiewende weiter rumstümpern……sind ja dann keine bösen Konzerne mehr, sondern gute volkseigene Betriebe……natürlich ohne Volksbeteiligung.

    Die Lemminge pfeiffen schon aus dem letzten Loch…..Gott sei Dank ist der Abgrund nur noch ein Schritt weit entfernt.
    H.E.

  112. …..”VEB Kraftwerke“, “VEB Netze”

    Das ganze überführen wir dann ins ‚Kombinat: Energiewendewerke „Erika Kasner“ Groß-Berlin‘. Und für verdiente Aktivisten stiften wir den Orden „Held der energetischen Arbeit“.

  113. @Testpilot

    So in etwa dachte ich mir dat schon……nur der Name würde korrekt heißen……Energiewendekombinat Großdeutschland……und verdiente Aktivisten dürfen als Auszeichnung in einen der kombinatseigenen Ferienbespassungsheime ihren wohlverdienten Urlaub verbringen……idealerweise per Sammeltransport (LKW oder Viehwaggons) an- und abgeliefert.
    Kollektiver Wahnsinn in Perfektion……und alle sind gleich arm……denn nur so, lieber Genosse Kampfflieger, können wir realistisch unseren Energiebedarf auf ein klimatische wertvolles Mindestmass senken, nicht Protzen sondern kleckern…….das ist die neue Devise.

    Onkel Heinz ………….fatalistischer Galgenhumor

  114. #109 Nicolaus Deert 23. Februar 2014 20:01

    Ein erkenntnistheoretisches Grundproblem:

    Es ist aber immer wieder erstaunlich, zu welchen unterschiedlichen Ergebnissen Wissenschaftler/Fachleute kommen. Das ist sehr verwirrend für einen Laien, zumal wenn Aussagen von anerkannten Wissenschaftlern von namhaften Universitäten kommen.

    Es wäre so schön, wenn man selbst ja weiß, dass man nicht alles weiß, und sich darum auf einen Experten, der eben mehr weiß, verlassen kann. Man könnte durch vertrauen in die Reputation die eigenen Defizite überwinden. Immerhin besteht ansonsten das Risiko, dass man mit Halwissen eben zu völlig falschen Ergebnissen kommt.

    Dumm nur, dass es eben mit dem Vertrauen in einen Experten nichts wird, und zwar gerade wegen der gegensätzlichen Antworten. Der nächste versuch ist dann die Auswahl des vertrauenswürdigen Experten. Doch was macht den Experten vertrauenswürdig? Sie nennen die namhafte Universität, die dem Wort des Experten gewicht verleiht. Aber auch die Gegenseite kann vergleichbares vorweisen. Weitere beliebte Hilfskriterien sind die Interessenbindung. Es ist zu einer Schlammschlacht verkommen, jeweils dem Meinungsgegner ein finanzielles Interesse zu unterstellen. Aber auch das hilft nicht weiter.

    Was also tun? Genau zuhören und die Fähigkeiten der Kontrahenden bewerten? Der bessere Rhetoriker gewinnt? Das wäre doch eher eratisch. Denn der bessere Presenter ist keineswegs notwendig auch der bessere Wissenschaftler. … Und nun?

    Mein Rat: Sich selbst sachkundig machen. Es ist keine gute Idee, sich ausschließlich auf Informationsquellen des vorgewählten Lagers zu beziehen, denn dass führt zumeist nur zur Bestätigung der eigenen Meinungen.

    Und das Ergebnis? Ich kann nur für das sprechen, was ich bislang heraus bekommen habe. Und das sieht überraschend klar aus. Man muss sich die Argumente genauer ansehen. Für mich ist es dann eigentlich nicht mehr möglich, den Alarmismus zu folgen. Selbst wenn wider Erwarten die AGW-Proponenten recht hätten in vielen Kernthesen, so bliebe dennoch der Einfluss, den wir auf den CO2 Ausstoß haben, marginal. Auch haben die Kernkraftgegner keine starken Argumente. Es wird lediglich vor Katastropehn gewarnt, die aber nicht eintreten und auch nicht zu beobachten sind. Fast ausschließlich emotionale Günde, keine Vernunftgründe.

  115. hier mal ein Link zum „Referentenentwurf“ zur „grundlegenden Reform des Erneuerbere Energien Gesetzes“ aus dem Hause Sigi Gabriel.
    karl.s

  116. @karl seegert #114
    Sehr interessant…die Direktvermarktung von den sog. Erneuerbaren Energien in den Strommarkt (=Stromnetz) wird für Alle im Grundsatz verpflichtend…..mit diesem Satz wird dann so zu sagen der Einspeisevorrang defacto abgeschafft.

  117. Die Direktvermarktung gibt Anrecht auf eine ‚Marktprämie‘, der Markt existiert also auch weiterhin nicht. Und es gibt weiterhin eine ‚Ausfallvergütung‘ für Strom, der gar nicht produziert wurde, weil er nicht gebraucht wird.
    Dieser Entwurf ist ein ‚“weiter so!“, würde ich sagen, nur garniert mit ein paar Floskeln, die vorläufig die Kritik mundtot machen sollen.

    Richtig lustig fand ich das hier:

    C. Alternativen
    Keine.

  118. #115/#116. Hofmann,M u. Tritium

    nach „grobem“ Durchlesen kann ich tatsächlich keinen grundlegenden Richtungswechsel erkennen. Und was Sigi Gabriel vom EFI Gutachten hält, welches ja konträr zum Referentenentwurf steht, hat er ja auch schon kundgetan, nämlich nix. Von daher wird sich am Entwurf nich allzu viel ändern.

    karl.s

  119. @116.Tritium
    Direktvermarktung heißt in erster Linie, dass jeder schauen muss, dass er für sein Produkt „Strom“ einen Abnehmer findet. In diesem Fall muss der Netzbetreiber willig sein, diesen „Zappelstrom“ weiterhin in seinen Netz absetzen zu lassen. Da der Netzbetreiber jedoch ein großes Problem mit diesem „zappelstrom“ hat, wird er einen Teufel tun, diesen in Zukunft noch einspeisen zu lassen. Somit ist der Erneuerbare Energieerzeuger und Vertriebler dazu gezwungen, diesen Strom mit eigenen Netzen an die Kundschaft/Klientel zu bringen. Und auf der anderen Seite sind ja da dann auch noch die große Kraftwerksbetreiber, die dafür sorgen, dass der Netzbetreiber stabilen und zuverlässigen Strom in seinen Leitungen hat und damit der Stress der Leitung und der Mitarbeiter unten gehalten wird. Somit ist für den Netzbetreiber klar auf welche Seite der Energiewende er sich mit Strom eindecken bzw. handel betreiben muss.
    Direktvermarktung heißt ja auch, dass jeder Erneuerbare Energieerzeuger in Zukunft auch an den Kosten der Stromversorgungs-Infrastruktur und staatlichen Aufwendungen (Steuern und Abgaben) beteiligt ist. Der Staat holt sich somit einen großen Teil seiner „garantierten 20 Jahrigen Preisvergütung“ über den Umweg der Steuern und Abgaben zurück….Der EE-Abzocker bekommt zwar weiterhin seinen garantiert hohen Stromerzeugungsförderungssatz, dieser hohe Fördersatz wird aber durch das Auferlegen von Abgaben, Steuern und anderen Kosten dramatisch zusammenschrumpfen.
    Das Wort „verpflichtende Direktvermarktung“ ist nicht zu unterschätzen.

  120. Die Energiewende als Vorbild für die Welt?

    Keine Ahnung,
    nur ist Solarstrom die günstigste Stromquelle bei mir zuhause um die 1 bis 2 Cent/kWh.

    MfG

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