Die Energiewende: Eine Kaskade der Subventionen

7. März 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Politik, Windkraft

ego150Entweder führt die Energiewende zur Deindustrialisierung Deutschlands oder zu immer weiter steigenden Energiekosten für die privaten Haushalte. Vielleicht treten auch beide Entwicklungen ein. Das ist kein Fehler der Politik. Wer die Energiewende will, muss wissen: Anders ist sie nicht zu haben.

Vor einem knappen Jahr sprach Dr. Martin Iffert, Vorstandsvorsitzender der Trimet Aluminium SE, im Rahmen einer Veranstaltung zur Energiewende in Hannover klare Worte. Sein mit 3.000 Mitarbeitern als klassischer Mittelständler anzusehendes Unternehmen benötigt an den sechs deutschen Standorten 8 TWh pro Jahr, das ist mehr als ein Prozent der gesamten deutschen Elektrizitätsproduktion. Wäre Trimet als energieintensiver Betrieb nicht weitgehendvon der EEG-Umlage befreit, hätte man die gegenwärtige Energiepolitik mit einer jährlichen Zwangsabgabe von etwa 300 Millionen Euro zu finanzieren. Was ein Mehrfaches des Gewinns ausmachen würde, der bei etwa 50 Millionen Euro liegt. Schon ein Anstieg des Strompreises um nur einen Cent pro Kilowattstunde würde Mehrkosten von 80 Millionen Euro pro Jahr bedeuten und damit die Firma in die Verlustzone treiben. Die deutschen Hütten könnten nicht mehr gehalten werden. Was auch Zulieferer, Dienstleister und Abnehmer entlang der Wertschöpfungskette schwer träfe. Iffert nannte eine typische Zahl von 200 Unternehmen pro Standort.

Professor Wolfgang Eberhardt von der TU Berlin ficht das nicht an. Der Erhalt der Aluminiumindustrie hat nach seiner Auffassung eine geringere Priorität als die Umsetzung der Energiewende. Er verdeutlichte dies bei einem Vortrag, den er im November 2015 ebenfalls in Hannover hielt, mittels einer zu trauriger Berühmtheit gelangten Grafik. Das Diagramm kursiert seit etwa zwei Jahren im Internet. Es wird auf diversen Seiten gezeigt, die den Ausbau regenerativer Energiequellen propagandistisch unterstützen. Die Zahlenwerte sind häufig unterschiedlich (in der Regel fehlt die Quellenangabe) und meist endet es im Jahr 2014. Die optische Anmutung aber ist immer dieselbe. Hier möchte ich meine auf den offiziellen Daten des Bundeswirtschaftsministeriums basierende Version der Zeichnung erläutern.

Subvention1

Gezeigt werden die Entwicklung der EEG-Umlage (schwarze Kurve, rechte Skala) im Vergleich zu den sogenannten EEG-Differenzkosten (rote Balken, linke Skala).

Zwei durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ oder kurz EEG im Jahr 2000 festgelegte und bis heute nicht korrigierte Mechanismen gestalten die Energiewende grundlegend. Erstens darf jeder, der Strom aus einer als „erneuerbar“ definierten Primärenergiequelle erzeugt, diesen jederzeit in das Netz einspeisen. Die Netzbetreiber müssen unabhängig vom tatsächlichen Bedarf diese Energie aufnehmen und verteilen. Und sind zweitens verpflichtet, eine gesetzlich vorgeschriebene Einspeisevergütung dafür zu zahlen.

Im Gegenzug dürfen sie den Strom an der Börse handeln. Da die auf diese Weise erzielten Einnahmen weit unter den vorgeschriebenen Vergütungssätzen liegen, entsteht für die Netzbetreiber ein Verlust. Den die Verbraucher erstatten müssen.

Alternativ ist auch die direkte Vermarktung möglich. Der NIE-Strom (NIE steht für naturinvasive Energiequellen) wird dann nicht durch die Netzbetreiber, sondern durch den Anbieter selbst an den Endabnehmer verkauft. In diesem Fall gleicht eine am mittleren Börsenpreis des Vormonats orientierte Marktprämie die Differenz zwischen den erzielten Erlösen und der garantierten Vergütung aus. Hinzu kommt eine Managementprämie für den Aufwand, den Marketing und Vertrieb bedeuten. Diesen selbst zu finanzieren ist scheinbar einem Öko-Gewinnler nicht zuzumuten. Da viele EEG-Anlagen in das Mittel- und Niederspannungsnetz einspeisen, benötigen sie Teile der Netzinfrastruktur nicht und müssen daher für deren Erhalt auch keine Gebühren zahlen.

Die EEG-Differenzkosten sind die Differenz zwischen den durch die geförderten Strommengen erzielten Einnahmen (Börse und Direktvermarktung) und den Ausgaben (Vergütungen, Markt- und Managementprämien abzüglich der vermiedenen Netzentgelte). Sie werden durch einen Aufschlag auf jede verbrauchte Kilowattstunde, die EEG-Umlage, refinanziert.

Das Diagramm enthält nun die folgende Botschaft: Zwischen 2009 und 2014 ist die EEG-Umlage schneller gestiegen als die Differenzkosten.

Als skandalös empfinden dies viele Befürworter der Energiewende, nicht nur Wolfgang Eberhardt. Die Politik habe hier ein Loch geschaffen, in dem Geld der Verbraucher einfach versickere. Die Energiewende wäre in Wahrheit bei weitem nicht so teuer, wie man denkt. Vehement wird die Bundesregierung aufgefordert, diesen Konstruktionsfehler zu beheben.

Aufgedeckt haben das Ganze die Mitarbeiter von Professor Eicke Weber, seines Zeichens Chef des Fraunhofer Institutes für Solare Energiesysteme ISE. Eben dieser Eicke Weber machte die Erkenntnis dann im Sommer 2014 auch öffentlich. Durch einen Vortrag, dessen entscheidende Passagen man in einem Videomitschnitt nachverfolgen kann.

Als „eine der größten Schweinereien im ganzen deutschen Energiesystem“ bezeichnet Weber darin den Vorgang, durch den sich „die Leute, die den Strom bereitstellen“ (also die Netzbetreiber) Geld „in die Tasche“ stecken würden.

Damit liegt er falsch. Niemand steckt sich hier irgendetwas in die Tasche. Mit Ausnahme der Betreiber von Windrädern und Photovoltaik-Anlagen, die den Löwenanteil der Subventionen einstreichen. Auch handelt es sich bei dem Auseinanderdriften von Differenzkosten und Umlage nicht um eine „Schweinerei“, sondern um ein Ergebnis der Konzeption der Energiewende.

Subvention2

Zunächst hat sich mit der Aktualisierung bis 2016 einschließlich (unter Verwendung von Prognosewerten der Netzbetreiber) der Unterschied in den Geschwindigkeiten des Anstiegs verflüchtigt. Das Auseinanderdriften in den Jahren 2012 bis 2014 beruhte auf drei Effekten.

Einerseits verzichtete man auf die in 2012 eigentlich gebotene Erhöhung der Umlage, vielleicht aus wahlkampftaktischen Erwägungen. Was einen Nachholeffekt in 2013 nach sich zog. Andererseits gestattete man den Netzbetreibern den Aufbau von Reserven auf dem EEG-Konto, über das die Auszahlungen an die subventionierten Erzeuger abgewickelt werden. Dieser Puffer verhindert eine Überziehung des Kontos und damit Zinszahlungen, falls die wetterabhängigen Wind- und Solarkraftwerke mehr einspeisen als vorhergesagt. Als dritter Faktor ist die Ausweitung des privilegierten Letztverbrauchs zu nennen.

Subvention3

Berechnet wird die EEG-Umlage mittels einer Division der Differenzkosten durch den Nettostromverbrauch. Wenn nun aber immer mehr Verbraucher „privilegiert“, also von dieser Zahlungsverpflichtung ganz oder teilweise ausgenommen werden, erhöht sich der Aufschlag auf den Strompreis für die verbleibenden Abnehmer. Immer weniger Stromkunden zahlen die immer höheren Subventionen. Deswegen stieg die EEG-Umlage zuletzt schneller als die Differenzkosten. Rechnet man die Umlagebefreiung heraus, ist alles wieder in der Reihe. Wortführende Energiewende-Propagandisten wie Wolfgang Eberhardt oder Eicke Weber wissen das ganz genau. So haben beispielsweise Webers Mitarbeiter diese Umstände in einer Studie im Jahr 2014 analysiert und beschrieben.

Subvention4

Unternehmen wie Trimet zählen zu den privilegierten Letztverbrauchern. Energieintensive Industrien, die hierzulande das Rückgrat der industriellen Wertschöpfung bilden und Arbeitsplätze in großer Zahl sichern. Der „Skandal“ besteht aus der Sicht der Eberhardts und Webers in der noch bestehenden Weigerung der Bundesregierung, solche Firmen durch die Energiewende endgültig aus dem Land zu treiben. Schon jetzt hat die gegenwärtige Energiepolitik Trimet dazu bewogen, neue Werke im Jahr 2013 nicht mehr in Deutschland, sondern in Frankreich zu eröffnen. Im Süden, wo Wasserkraft aus den Alpen preiswert in großen Mengen zur Verfügung steht.

Mit der Ausweitung von Wind- und Sonnenstromkapazitäten steigen auch die Differenzkosten und damit die EEG-Umlage. Immer mehr Unternehmen gelangen dann ähnlich wie Trimet an einen Punkt, an dem sie ihre Produktion verlagern müssten, würden sie nicht von der Umlage befreit. Bleibt die Bundesregierung bei ihrer gegenwärtigen Linie, beschleunigt sich dadurch automatisch die Belastung der privaten Endverbraucher. Über 300.000 Haushalte in Deutschland sind bereits heute nicht mehr dazu in der Lage, ihre Stromrechnung zu bezahlen. Bald wird man auch hier über eine „Privilegierung“ nachdenken müssen. So funktioniert die Energiewende. Eine Kaskade der Subventionen, bei denen die eine die andere automatisch nach sich zieht.

Die Förderung regenerativer Quellen erzwingt die Industrieprivilegien, erzwingt den Netzausbau, erzwingt die Vergütung nicht bedarfsgerechter Überproduktionen, erzwingt bald auch die Umlagebefreiung für sozial schwache Haushalte und den Kapazitätsmarkt für konventionelle Kraftwerke. In den kommenden Jahren könnte daher die Umlage erneut schneller anwachsen als die Differenzkosten. Das wäre kein Skandal und auch kein Fehler der Politik. Die Energiewende ist nicht anders zu haben. Ob das geplante Ausschreibungsverfahren daran etwas ändern wird, hängt von dessen Ausgestaltung im Detail ab.

In der Phantasie des Q-Cells-Aufsichtsrates Eicke Weber besteht Deutschland aus Einfamilienhäusern mit solarzellenbedeckten Dächern, in deren Umgebung auf endlosen Mais- und Rapsfeldern zehntausende Windräder emporragen. Im Deutschland des Eicke Weber lebt man wohl davon, sich gegenseitig den Rasen zu mähen und die Haare zu schneiden, denn die Industrie wurde vertrieben. Das ist auch ein Weg zur gewünschten Reduzierung des Strombedarfs. Umsetzen möchte er das mit und in der FDP. Denn für die tritt Weber an, als Landtagskandidat bei der bevorstehenden Wahl in Baden-Württemberg. Man fragt sich, aus wessen Sicht das eine gute Idee ist.

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86 Kommentare
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  1. Die weitgehende Deindustrialisierung Deutschlands, ist offensichtlich das erklärte Ziel großer Kreise in Politik, den Medien und Bevölkerung. Die langfristigen Konsequenzen werden dabei nicht bedacht. Das Geld für Ausgaben in den Sozialhaushalten muß vorher erarbeitet werden. Wenn solche Wertschöpfungsketten komplett in Deutschland ablaufen, können auch die Früchte der Wertschöpfung wieder weitgehend hier verteilt werden. Betrachtet man Entwicklungen in „Entwicklungsländern“, dann wird sichtbar, daß alle Fortschritte mit Bildung und vor allem Energie parallel laufen.
    Deutschland ist das einzige Land, das aus ideologischen Gründen alle Warnungen in den Wind schlägt. Wie ein schleichendes Gift hat die grüne Weltsicht die Bürger beeinflusst und die anderen Politiker laufen den grünen Ideen hinterher.
    Fast alle alten Forderungen der Grünen finden sich heute auch bei CDU und SPD und werden wieder jegliche Vernunft sogar erfüllt. Man läuft dem bereits gehirgewaschenen Wähler hinterher. Die Medien sind der eigentliche Königsmacher.
    Wo die Kurve zwischen EEG-Umlage und Differenzkosten genau verläuft ist egal. Das Prinzip ist schon falsch angelegt.
    Solange aber Journalisten wie Jürgen Döschner vom WDR weiter so lügen dürfen, wird sich nichts ändern.
    . Die Gehirnwäsche des Wählers läuft weiter.
    Kurve so oder so. Aber Danke Herr Heller für die sachliche Information. Wirksam ist aber Desinformation und die Erzeugung von Angst.

  2. Den wichtigsten Satz aus dem Artikel hier nochmal für Herrn Diehl und die Energiewende-Aktivisten und Fans von Eicke Weber noch mal fett-gedruckt:

    Wenn nun aber immer mehr Verbraucher „privilegiert“, also von dieser Zahlungsverpflichtung ganz oder teilweise ausgenommen werden, erhöht sich der Aufschlag auf den Strompreis für die verbleibenden Abnehmer. Immer weniger Stromkunden zahlen die immer höheren Subventionen. Deswegen stieg die EEG-Umlage zuletzt schneller als die Differenzkosten. Rechnet man die Umlagebefreiung heraus, ist alles wieder in der Reihe.

    Ohne Befreiung der Industrie müssten wir in etwa 4.x Cent/kWh EEG-Umlage drauf zahlen, mit Befreiung der Industrie etwa 6.x Cent/kWh.

  3. PS

    Jahr EEG-Umlage in ct/kWh Anteil der Privilegierung in ct/kWh EEG-Umlage ohne Privilegierung in ct/kWh
    2011 3,530 0,60 2,930
    2012 3,592 0,63 2,962
    2013 5,277 1,04 4,237
    2014 6,240 1,35 * 4,890

    Quelle: BAFA Hintergrundinformationen zur Besonderen Ausgleichsregelung

    Wird ein Herr Diehl aber eh nie kappieren. 😉

  4. Zitat aus dem Artikel

    Die EEG-Differenzkosten sind die Differenz zwischen den durch die geförderten Strommengen erzielten Einnahmen (Börse und Direktvermarktung) und den Ausgaben (Vergütungen, Markt- und Managementprämien abzüglich der vermiedenen Netzentgelte). Sie werden durch einen Aufschlag auf jede verbrauchte Kilowattstunde, die EEG-Umlage, refinanziert. Zitat Ende.

    Genau in dieser Passage des Artikel liegt die Diskrepanz zwischen dem Prof. von Fraunhofer und dem Autor des Artikels.

    Es ist nämlich ein himmelweiter Unterschied zwischen „zahlenmäßiger“ Differenz und Differenzkosten.

    Wenn man die Grafik verfolgt, kann man sehen, dass bis 2009 wo der Prof. sagt die Welt war noch in Ordnung Differenz „Kosten“ zu Grunde lagen bei der Ermittlung der EEG Umlage.
    Mit anderen Worten sinkende Beschaffungskosten, haben die Differenz „Kosten“ gemindert. Deshalb auch der Gleichlauf zwischen Vergütungsbalken und Umlagenkurve.

    Ab 2010 ist gerade das Gegenteil der Fall, da ist die zahlenmäßige Differenz zwischen den EE Vergütungen und den Börsenpreisen die EEG Umlage, das heißt wenn da der Reststrom mit dem der EE Anteil ergänzt werden muss billiger wird, sprich die Beschaffungskosten sinken, steigt die Umlage. Genau das meint der Prof. wenn er von Schweinerei des Energiesystems spricht.

    Einfach dargestellt, sieht diese Schweinerei so aus, dass wenn ein Versorger auf Grund der gesunkenen Börsenpreisen sich billigen Strom beschaffen kann, muss sein Kunde höhere Umlage bezahlen.

    Der Unterschied zwischen Differenz und Differenz „Kosten“ das ist der Punkt.

    Mfg

  5. Diehl, Diehl, Diehl, BLa, Bla Bla, grün, grün grün, dumm, dumm, dumm… Der Diehl hat gekreist und eine Jungfrau geboren, oder war es umgekehrt, bei seiner Argumentation ist das aber auch völlig egal. Hauptsache er weiß es und nimmt sein Wissen mit ins Grab. Weg ist weg!!!

  6. #5 Herr Reichart: so etwas schreibt man nicht! Oder wollen Sie, dass das jemand über SIE schreibt??

    PS: Ich bin auch für die Abschaffung des EEG.
    Denn jetzt würde die Energiewende viel schneller ohne diesem Gesetz mit den Einschränkungen für Eigenverbrauch, Melde- und Mitteilungspflichten etc. fortschreiten!
    PV- und Windkraft sind jetzt so günstig, dass eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung eigentlich nicht mehr notwendig ist. Dann würde auch automatisch der Verbrauch an die Erzeugung angepasst werden (möglichst hoher Eigenverbrauch bringt dann die höchste Rendite).
    Wer wird denn Strom für 25 Cent Brutto je kWh nachts bezahlen, wenn die eigene PV diesen für 8 Cent netto je kWh tagsüber liefert?

  7. Leute,
    egal was ihr nehmt, setzt es ab. Das ist schon nicht mehr lustig.

  8. W.Rassbach sagt # 7.
    Leute,
    egal was ihr nehmt, setzt es ab. Das ist schon nicht mehr lustig.

    @W. Rassbach
    So ist das nun mal, wenn man so ein Thema nur ideologisch betrachtet.

    MfG

  9. # 6, Warum müssen sich immer welche zurücknehmen und höflich bleiben? Der Mann geht mir mit seiner „Logik“ so was auf den Zeiger. Und das mit der Grube meine ich als Atheist ganz sachlich. Das Brettchen schreibt doch ständig über unsereins. Also was soll’s?

  10. @Thorsten….ohgottogott

    Einfache Fangfrage……wann hast Du Dich denn energetisch autark gemacht und Dich vom Stromnetz verabschiedet?

    Zweite Frage…..der Stromverbrauch der Haushaltskunden ist zirka ein viertel des Gesamtstromverbrauches Deutschlands, das heißt, nach Deinen dafürhalten, sollen sich auch die restlichen dreiviertel der Stromverbraucher nach Wind und Sonne richten.
    Janz tolll….wenn dann mal Nachts die Straßenbeleuchtung ausgeht…..oder Kühlhäuser über einige Tage nicht mehr kühlen können, oder im Krankenhaus die Not-OP verschoben werden muss…weil der Wind gerade schwächelt…..und Ampeln werden Nachts eh überbewertet und die Serverfarmen brauch eh kein Mensch, wenn zu Hause der Strom auch aus ist.

    Unsere gesamte Infrastruktur hängt an einer stabilen und unterbrechungsfreien Stromversorgung…..wenn DU nun mit den Hühnern ins Bett gehst, ist das ganz allein Dein Bier…..aber eine Wirtschaftsnation wie Deutschland kann nur überleben, wenn der Strom 24/365 aus der Steckdose kommt.

    Und wo bitte schön wird die Windkraft „immer billiger“?
    Meldpflicht…..na rate mal, wie die EE-Schnösel sonst an ihre EInspeisevergütung kommen….oh man, hast Du auch in der Schule gepennt, als Mathe, Physik und Chemie dran waren?

    Ich fass es nicht……Diehl muss eine ansteckende Krankheit sein.
    H.E.

  11. Diehl,
    ich meinte schon Sie, oder nehmen Sie gar nichts?

    Heller hat doch alles genau beschrieben. Die EEG Umlage Formel ist Mathematik 8. Klasse.

    Die Energiewende wird Deutschland deindustrialisieren, sobald die Fundamentalisten von IS Karlsruhe ernst genommen werden.

    MITTELFRISTPROGNOSE ZUR
    DEUTSCHLAND-WEITEN STROMABGABE
    AN LETZTVERBRAUCHER FÜR DIE
    KALENDERJAHRE 2016 BIS 2020

    Seite 31 ab dieses Jahr soll die EEG Umlage bei 6 ct/KWh liegen.

    Was diese Prognose wert ist sieht man bei dieser Prognose:

    Mögliche Entwicklung der Umlage zur Förderung der
    Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch das
    Erneuerbare-Energien-Gesetz bis 2018

    Danach wäre die EEG Umlage im Referenzscenario 2016 bei 4,83 ct/KWh (Seite 20)

    Ich befürchte, diese Prognosen müssen wir auch noch bezahlen.

    Die Sonnenstunde bezahlen wir gerade mit 326 €/MWh, Das wird zwar für neue Sonnenbauern weniger aber durch die Menge nicht wirklich. 2020 wollen wir bei 107 GW installierte Sonnen- und Windscheiße liegen. Prost Mahlzeit, wenn mittags bei Wind die Sonne scheint, aber davon verstehen Sie eh nichts.

  12. @ Diehl, #4:

    Es ist nämlich ein himmelweiter Unterschied zwischen „zahlenmäßiger“ Differenz und Differenzkosten.

    Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Differenzkosten zwischen 2000 und 2016. Die immer nach derselben Formel „garantierte Vergütung -- Erlöse“ berechnet werden. Unabhängig davon, wie die Erlöse nun zustande kommen.

    Mit anderen Worten sinkende Beschaffungskosten, haben die Differenz „Kosten“ gemindert. Deshalb auch der Gleichlauf zwischen Vergütungsbalken und Umlagenkurve.

    Das ist falsch. Die Differenzkosten sind gestiegen, weil die Anzahl der EEG-Anlagen gestiegen ist. Wenn es richtig wäre, würde sich trotzdem nichts am Verlauf des Diagramms ändern. Denn die Anstiegsgeschwindigkeit der Umlage wäre ja durch eine geringere Anstiegsgeschwindigkeit der Differenzkosten ebenfalls gesunken.

    Ab 2010 ist gerade das Gegenteil der Fall, da ist die zahlenmäßige Differenz zwischen den EE Vergütungen und den Börsenpreisen die EEG Umlage, das heißt wenn da der Reststrom mit dem der EE Anteil ergänzt werden muss billiger wird, sprich die Beschaffungskosten sinken, steigt die Umlage. Genau das meint der Prof. wenn er von Schweinerei des Energiesystems spricht.

    Daß Weber das in dem von Ihnen verlinkten Video so meint, ist mir klar. Er irrt. Oder er lügt. Auf jeden Fall widerspricht er den Aussagen seiner Mitarbeiter in der oben im Text verlinkten Studie (aus der Ihnen Michael Krüger hier schon die Grafiken gezeigt hat). Ich erläutere in meinem Artikel eigentlich nur in einfachen Worten das Ergebnis dieser Studie. Wenn Sie das nicht verstehen können, dann fehlen Ihnen einfach die notwendigen Kenntnisse und wohl auch die erforderliche technische Ausbildung. „Hobbymäßige“ Beschäftigung reicht manchmal einfach nicht aus.

    P.S.: Ihnen ist hoffentlich klar, daß der „Gleichlauf“ der beiden Werte in den obigen Diagrammen ein Artefakt des Maßstabes ist? Ich habe mich bemüht, das Diagramm so nachzubauen, wie es Weber und Eberhardt verwenden. Ich kann es auch in einem anderen Maßstab zeichnen. Dann ergibt sich eine völlig andere optische Anmutung und Sie müssen zwingend die tatsächlichen Zahlenwerte verwenden. Ihnen wird auffallen, daß die Anstiegsgeschwindigkeit (und das ist nicht die absolute Höhe!) der beiden Werte schon seit 2006 auseinanderläuft. Also seitdem in großem Umfang Industrieprivilegien eingeführt wurden. Ihnen wird auffallen, daß im Vergleich 2009 zu 2016 wieder alles in der Reihe ist. Die Anstiegsgeschwindigkeiten haben sich wieder angeglichen. Welche Erklärung haben Sie eigentlich dafür?

  13. @Diehl

    Jahr EEG-Anteil der Privilegierung in ct/kWh
    2011 0,60
    2012 0,63
    2013 1,04
    2014 1,35
    2015 1,37

    Der Anteil der Börsenstrompflicht für EE (Absenkung des Verkaufserlös für EE über Börsenvermarktung) beträgt hingegen für 2015 keine 0,5 Cent/kWh, als Anteil an der EEG-Umlage von aktuell ca. 6 Cent/kWh.

    Herr Diehl, Sie reden doch selbst immer von einem MOE von nur 0,6 Cent/kWh, für den gesamten Stromhandel an der Strombörse.

    Die Industrieprivilegierung liegt hingegen derzeit bei fast 1,5 Cent/kWh Anteil an der EEG-Umlage von ca. 6 Cent/kWh.

  14. @Diehl

    Ab 2010 ist gerade das Gegenteil der Fall, da ist die zahlenmäßige Differenz zwischen den EE Vergütungen und den Börsenpreisen die EEG Umlage, das heißt wenn da der Reststrom mit dem der EE Anteil ergänzt werden muss billiger wird, sprich die Beschaffungskosten sinken, steigt die Umlage. Genau das meint der Prof. wenn er von Schweinerei des Energiesystems spricht.

    Herr Diehl, hatten wir doch alles schon. Sie haben uns doch selbst erzählt, der MOE (Absenkung der Börsenstrompreise durch die EE an der Strombörse) beträgt nur 0,6 Cent/kWh.

    Die Industrieprivilegierung liegt hingegen derzeit bei fast 1,5 Cent/kWh Anteil an der EEG-Umlage von ca. 6 Cent/kWh.

    Mehr als doppelt so hoch.

  15. @Diehl

    Ihr Prof. Eicke Weber hat das mit der Privilegierung und dem MOE und den Größenordnungen anscheinend selbst nicht begriffen, oder belügt schlichtweg seine tumbe Gefolgschaft. Schwer ist das auch nicht Lemmingen und Jubelpersern einen Bären aufzubinden. Ich bin immer wieder überrascht, dass das immer noch, noch 3. Reich und DDR-Regime funktioniert.

    Und Herr Diehl, Sie dürften das doch alles miterlebt haben?

  16. Peter Heller sagt # 12
    @ Diehl, #4:
    Es ist nämlich ein himmelweiter Unterschied zwischen „zahlenmäßiger“ Differenz und Differenzkosten.
    Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Differenzkosten zwischen 2000 und 2016. Die immer nach derselben Formel „garantierte Vergütung — Erlöse“ berechnet werden. Unabhängig davon, wie die Erlöse nun zustande kommen.

    @Peter Heller
    Eben nicht die gleiche Formel. Vor 2010 wurden die EE den Versorgern zwingend, anteilmäßig zugeteilt. Den Reststrom mussten sie sich konventionell beschaffen. Wenn da der Börsenpreis sank, und der Reststrom dadurch billiger wurde, konnte ein Teil der Differenz „Kosten“ sprich Umlage, kompensiert werden.
    Ab 2010 gilt das EEG Konto, wenn nun die Börsenpreise sinken gehen da weniger Erlöse ein und die Umlage steigt.
    Auf die einfachste Art erklärt, heißt das, wenn Ihr Versorger sich Strom im Großhandel billiger beschaffen kann müssen Sie mehr Umlage bezahlen.

    Peter Heller sagt.
    Ab 2010 ist gerade das Gegenteil der Fall, da ist die zahlenmäßige Differenz zwischen den EE Vergütungen und den Börsenpreisen die EEG Umlage, das heißt wenn da der Reststrom mit dem der EE Anteil ergänzt werden muss billiger wird, sprich die Beschaffungskosten sinken, steigt die Umlage. Genau das meint der Prof. wenn er von Schweinerei des Energiesystems spricht.
    Daß Weber das in dem von Ihnen verlinkten Video so meint, ist mir klar. Er irrt. Oder er lügt. Auf jeden Fall widerspricht er den Aussagen seiner Mitarbeiter in der oben im Text verlinkten Studie

    @ Peter Heller
    Wo genau lügt der Prof. an den Zahlen und Fakten ist da nichts unwahres zu erkennen.

    Peter Heller sagt.
    . Wenn Sie das nicht verstehen können, dann fehlen Ihnen einfach die notwendigen Kenntnisse und wohl auch die erforderliche technische Ausbildung. „Hobbymäßige“ Beschäftigung reicht manchmal einfach nicht aus.

    @ Herr Heller
    Dass Sie sich mit dem „Hobbymäßigen“ nicht zu sicher fühlen. Zu Ihrer Information.
    ich war 40 Jahre in einem Automobilkonzern in der Logistik tätig. Da waren Vorgänge, und Prozesse, wie wie z.B. der Merit Order Effekt, auf der Basis von Mengenlehre tägliche Arbeit.

    Peter Heller sagt.
    P.S.: Ihnen ist hoffentlich klar, daß der „Gleichlauf“ der beiden Werte in den obigen Diagrammen ein Artefakt des Maßstabes ist? Ich habe mich bemüht, das Diagramm so nachzubauen, wie es Weber und Eberhardt verwenden. Ich kann es auch in einem anderen Maßstab zeichnen.

    @Peter Heller
    Ein klarer Unterschied zwischen vor und nach 2009 ist aber unverkennbar.

    Peter Heller sagt.
    Sie müssen zwingend die tatsächlichen Zahlenwerte verwenden.

    @Peter Heller
    Die tatsächlichen Zahlenwerte sagen ganz deutlich, dass sich die Umlage verfünffacht hat, während sich die EE Vergütungen „NUR“ verdoppelt haben.

    Peter Heller sagt.
    Ihnen wird auffallen, daß die Anstiegsgeschwindigkeit (und das ist nicht die absolute Höhe!) der beiden Werte schon seit 2006 auseinanderläuft. Also seitdem in großem Umfang Industrieprivilegien eingeführt wurden.

    @Peter Heller
    Das ist ja auch in Ordnung sagt der Prof. dass die stromintensiven Betriebe entlastet werden .

    Peter Heller sagt
    Ihnen wird auffallen, daß im Vergleich 2009 zu 2016 wieder alles in der Reihe ist. Die Anstiegsgeschwindigkeiten haben sich wieder angeglichen. Welche Erklärung haben Sie eigentlich dafür?

    @Peter Heller

    Wo hat sich denn da was angeglichen ??
    Ich sehe nur, dass die Umlage ab 2010 steil nach oben geht, mit einer taktischen Ausnahme 2012.
    Wenn Sie das EEG Konto betrachten werden Sie die zu hohe Umlage bestätigt sehen, dort sammeln sich unterdessen Milliarden Überschuss an.

    MfG

  17. Diehl,
    haben Sie gelesen, 2020 soll der nichtprivilegierte Stromkunde 30 Mrd. blechen. Die alte EEG Abgaben soll dann bei 12 Mrd. stehen, die neue Marktprämie bei knapp 18 Mrd.€.

    Im neuen Gesetz steht aber auch, dass die Anlagen, die mit Marktprämie vergütet werden, wenigstens aus der Ferne abgeschaltet werden können. Blackout vielleicht verhindert, aber der Ausfall wird natürlich vom nichtprivilegierten Stromkunden gerne übernommen. Klaus Kleber hat dazu schon seinen Wünsche geäußert. Wenn dann jeder deutsche Michel einen RFID unter der Haut trägt, ist die Abbuchung problemlos möglich, das geht dann einfach vom Schreibtisch aus. Koffer- Wolfgang freut sich schon 😉

  18. @Peter

    Sehr guter Artikel. Danke.
    Wir können uns also schon mal auf mindestens 30 Mrd pro Jahr zusätzliche Belastung durch Photovoltaik und Co bis 2050 einstellen.

  19. Es ist auch interessant 2015 mit einem Referenzszenario 2000 zu vergleichen.

    In 2000 wurden 347 TWh Strom mit fossilen Energieträgern als Bruttostromerzeugung hergestellt. Im Jahr 2015 war diese Zahl nur 11 TWh niedriger, also 336 TWh. Das entspricht der Leistung eines Kraftwerks von etwa 1.6 GW wenn das Kraftwerk 80% eines Jahres Strom erzeugt.
    In 2000 wurden 170 TWh Strom mit Kernkraftwerken als Bruttostromerzeugung hergestellt. Im Jahr 2015 war diese Zahl 78 TWh niedriger, also 92 TWh.
    In 2000 wurden 11 TWh Strom mit Wind, PV und Biomasse als Bruttostromerzeugung hergestellt. Im Jahr 2015 war diese Zahl 158 TWh höher, also 169 TWh.
    Der Bruttostromverbrauch war 2015 nur um 17 TWh höher als 2000.

    Diese Zahlen zeigen zwei Dinge. Erstens der ganze Zubau an erneuerbaren Energie war unnötig und lediglich eine zusätzliche Investition die der Verbraucher bezahlen muss. Zweitens die CO2 Einsparung ist vernachlässigter und hätte ohne zusätzliche Investitionen wesentlich höher ausfallen können mit den Kernkraftwerken.

    Diese Zahlen zeigen sehr schön, dass die Energiewende ein Fehlschlag ist.

  20. @ W.Rassbach 7. März 2016 23:55

    2020 soll der nichtprivilegierte Stromkunde 30 Mrd. blechen. Die alte EEG Abgaben soll dann bei 12 Mrd. stehen, die neue Marktprämie bei knapp 18 Mrd.€.

    Das heißt, dass die EEG Abgabe bei sonst gleichen Bedingungen zwischen 8 und 9 ct/kWh liegen wird. Korrekt?

  21. Es ist verschwendete Lebenszeit sich mit Ideolologen zu schreiben/reiben. Schon reden ist zu viel, der Austausch von Argumenten noch doppel zu vielt. Spart die wertvolle Lebenszeit.
    Deshalb versuche ich es nicht einmal mit dem Papst zu reden. Der Diehl ist vom Papst aber weit entfernt. Aber Papst ahnlich zieht er seine Dogmen hoch. Laßt ihn und Thorsten ganz oben einfach ohne Antwort hängen. Null Toleranz für Dummheit und mangelnde Logik.
    Ich bewundere Heller, Heß und Krüger für ihren immer wieder sachlichen Ansatz.
    Spontan möchte ich meist mit Onkel Heinz in die Grünenkneipe gehen und denen mal schnell…..nein nicht auf die Glocke… sondern ganz geduldig wie im „Walddorfkindergarten“ die Energie erklären.

  22. @ Diehl, #16:

    Wo genau lügt der Prof. an den Zahlen und Fakten ist da nichts unwahres zu erkennen.

    Steht im Artikel: „Als „eine der größten Schweinereien im ganzen deutschen Energiesystem“ bezeichnet Weber darin den Vorgang, durch den sich „die Leute, die den Strom bereitstellen“ (also die Netzbetreiber) Geld „in die Tasche“ stecken würden.“

    Das ist entweder ein Irrtum, oder eine Lüge.

    Wo hat sich denn da was angeglichen ??

    Steht im Artikel: „Zunächst hat sich mit der Aktualisierung bis 2016 einschließlich (unter Verwendung von Prognosewerten der Netzbetreiber) der Unterschied in den Geschwindigkeiten des Anstiegs verflüchtigt.“

    Von 2009 bis 2016 ist die EEG-Umlage um einen Faktor 4,8 gestiegen, die Differenzkosten um den Faktor 4,4.

    Ich sehe nur, dass die Umlage ab 2010 steil nach oben geht, mit einer taktischen Ausnahme 2012.

    Schauen Sie mal:

    null

  23. Wir können an grünen ideologischen Visionen, gesetzlichen Fehlkonstruktionen und volkswirtschaftlichen Folgen herumdiskutieren. An einigen Fakten der Naturwissenschaften kommen wir nicht vorbei:
    Nachts wird es dunkel
    Meist passt der Wind nicht
    und Strom läßt sich nicht speichern.
    Also 50, 60, 80, 100 % erneuerbare Energie wird es erst zum Nimmerleinstag geben.
    Die hemmenden Details einmal weggelassen.
    Wenn also bereits 100% von den Medien grün (Hirn) gewaschene Bürger jeden Unfug glauben, andert das noch nichts an den Naturwissenschaften. 2x2= 5 ist nur eine Mehrheitsentscheidung, aber leider nicht richtig.

  24. @Diehl

    Ab 2010 gilt das EEG Konto, wenn nun die Börsenpreise sinken gehen da weniger Erlöse ein und die Umlage steigt.
    Auf die einfachste Art erklärt, heißt das, wenn Ihr Versorger sich Strom im Großhandel billiger beschaffen kann müssen Sie mehr Umlage bezahlen.

    Herr Diehl, Sie hatten die Zahlen für den MOE doch selbst genannt. 0,6 Cent/kWh ab 2010.

    Die Industrie-Privilegierung beträgt hingegen aktuell fast 1,5 Cent/kWh an der EEG-Umlage. Mehr als das Doppelte des MOE.

    Geht das nicht in den Schädel?

    Zu Ihrer Information.
    ich war 40 Jahre in einem Automobilkonzern in der Logistik tätig. Da waren Vorgänge, und Prozesse, wie wie z.B. der Merit Order Effekt, auf der Basis von Mengenlehre tägliche Arbeit.

    Ja und die Mitarbeiter bei Opel werden sich auf die Schenkel klopfen, wenn die Ihre Kommentare lesen sollten. Die Mengenlehre war in den 70er Jahren in den Grundschulen eingeführt worden und ist schon längst wieder abgeschafft.

    Wenn Sie das EEG Konto betrachten werden Sie die zu hohe Umlage bestätigt sehen, dort sammeln sich unterdessen Milliarden Überschuss an.

    Die im Folgejahr bei der EEG-Umlage berücksichtigt werden und diese absenken, bzw. weniger stark steigen lassen. Haben wir Ihnen auch schon zig Mal erklärt.

  25. @Diehl

    PS

    Und ich hatte Ihnen auch schon mehrfach gezeigt, vor der Börsenpflicht 2000-2009 brachte der EE-Strom durchschnittlich 4 Cent/kWh Verkaufserlös. 2010-2014 mit Vermarktung über die Börse durchschnittlich 3 Cent/kWh.

    Macht ca. 1 Cent/kWh Differenz. Bei aktuell 150 Mrd. EGG-Strom sind das 1,5 Mrd. €. Oder 6% an der EEG-Umlage von 23 Mrd. €. Oder 0,36 Cent/kWh an der EEG-Umlage von ca. 6 Cent/kWh.

    Die Industrie-Privilegierung beträgt hingegen aktuell fast 1,5 Cent/kWh an der EEG-Umlage.

  26. @Diehl

    PPS

    Aber zu den Kosten der Photovoltaik, dem Kostentreiber der EEG-Umlage:

    Kostenanteile der EEG-Umlage 2013: Photovoltaik 8.528 Mrd.€ 2,2 Cent/kWh 41,8 % (Kostenanteil)

  27. @Karlchen

    Spontan möchte ich meist mit Onkel Heinz in die Grünenkneipe gehen und denen mal schnell….

    Ihgitt…..da gibbet doch bloß grünen Tee oder Hanf….oder hast Du schon gehört, das es Bio-Whisky/Wodka/Weinbrand gibt?
    Ab und zu spielt Onkel Heinz auch mal den Scout, nämlich, noch andere Aspekte der kranken Energiewende dem geneigten Publikum zugänglich zu machen, wie folgendes:

    Gemeinsamer Strommarkt Deutschland-Österreich steht auf der Kippe

    Bundesnetzagentur: Risiko auch für Polen und Tschechien

    Durch die Abspaltung Österreichs würde sich laut Bundesnetzagentur das Risiko für die Versorgungssicherheit in Deutschland, Polen und Tschechien verringern. „Gegenwärtig müssen zur Beherrschung besonders starker Lastflüsse in großem Umfang Redispatchmaßnahmen durchgeführt werden, damit der sichere Betrieb des Übertragungsnetzes möglich bleibt“, heißt es in der Stellungnahme gegenüber BIZZ energy today.

    Bei Redispatchmaßnahmen werden Kraftwerke, die eigentlich aufgrund der Marktlage nicht in Betrieb wären, von den Netzbetreibern trotzdem angefordert Strom zu produzieren, um Ungleichgewichte im Stromnetz auszubalancieren. „Ein Nachteil der Aufhebung (der gemeinsamen Gebotszone) läge darin, dass der gegenwärtig unlimitiert mögliche Stromhandel zwischen Deutschland und Österreich nicht mehr durchgängig in jeder Stunde des Jahres gewährleistet werden könnte“, schreibt die Bundesnetzagentur.

    Tja…..wieder mal beißt sich die Liberalisierung der Energiemärkte mit der deutschen Energiewende….und wenn dann mit Österreich 10 GW Leistung gehandelt werden, obwohl die Grenzkuppelstellen nur 5,5 GW vertragen…..fühlen sich die Polen zunehmend auf den Schlips getreten.

    Beschwerde aus Polen

    Hintergrund der für Österreich teuren Forderung der EU-Energieagentur ist eine Beschwerde des polnischen Stromregulators. Dieser kritisierte die Verwerfungen auf dem Strommarkt, die durch den Ausbau der Windkraft in Norddeutschland entstanden sind. Der dort produzierte Strom findet in der Region nämlich nicht genügend Abnehmer. Daher wird er vor allem nach Süden, Richtung Bayern und Baden-Württemberg, aber auch Richtung Österreich sowie zu den Nachbarländern Österreichs transportiert. Da dieser Windstrom an der Börse oft auch sehr günstig zu haben ist, entsteht so immer häufiger eine Sogwirkung. Allerdings sind die deutschen Netze zu schwach ausgebaut, um diesen Stromfluss nach Süden zu bringen. Daher sucht sich dieser unter anderem den Umweg über Polen und führt dort regelmäßig zu Überlastungen.

    Jup……und den ganzen Quatsch bezahlt der deutsche Strommichel über seine EEG-Umlage….damit die Ösis auch fein den billigen Windstrom verbraten dürfen, die Auswirkungen werden nicht zuletzt, die deutsche Wirtschaft zu spüren bekommen.

    BDI / BDA / DIHK / ZDH: Gemeinsame Erklärung zum Münchener Spitzengespräch am 26. Februar 2016

    Erhebliche zusätzliche Belastungen kommen auf die Unternehmen und Betriebe durch die Energieversorgung zu. Zum Jahreswechsel sind die Strompreise in Deutschland erneut gestiegen und in den nächsten zehn Jahren ist weiterer Kostendruck zu erwarten: Netzausbau, Erdverkabelung, die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Kosten der Systemstabilisierung sind hierfür die wesentlichen Treiber. Notwendig bleiben Investitionen in Effizienz und Klimaschutz. Nicht hilfreich für den Klimaschutz sind nationale Alleingänge. Einzig die Kosten für die Verbraucher werden durch nationale Zusatzmaßnahmen massiv erhöht. Es gilt daher, noch stärker auf den europäischen Emissionshandel zu bauen, diesen konsequent weiterzuführen und seine Steuerungswirkung positiv zu nutzen. Außerdem dürfen Investitionen in Effizienz und Klimaschutz im Bereich der Eigenerzeugung nicht entwertet werden. Eine Lockerung des Bestandsschutzes und dadurch entstehende Belastungen untergraben das Vertrauen von Investoren und schwächen den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig.

    So sieht also der nationale Alleingang Deutschland aus, wenn man mal die rosarote Klimaretterbrille absetzt und der brutal teuren Realität ins Auge blickt.
    Onkel Heinz……was zu beweisen war

  28. Eine Kaskade der Subventionen……kleiner Nachtrag zu #27

    Laut der heimischen Stromwirtschaft liegt das Problem aber nicht in der offenen Stromgrenze, die ja eigentlich ein Ziel in ganz Europa ist, sondern in den zu schwach ausgebauten Netzen in Deutschland und Polen.

    Abhilfe sollen nun „kurzfristige Maßnahmen“ schaffen, so Boltz. So wird der Übertragungsnetzbetreiber APG Kraftwerkskapazitäten vorhalten, um bei einer Überlastung der Netze im Norden hierzulande einen „Gegendruck“ aufzubauen, der zur Entlastung führt. Die Kosten dafür trägt in der Regel die deutsche Netzagentur.

    Übertragungsnetzbetreiber APG……ist der führende österreichische Übertragungsnetzbetreiber…..den wir Deutschen dann auch noch dafür bezahlen, die überschießenden Windströmlinge daran zu hindern, die norddeutschen Stromnetze zu überlasten, welch ein Treppenwitz…..welch eine Geldverschwendung.
    Übrigens……weil ja immer so gern von „zu schwach ausgebauten Netzen“ gelabert wird……denn vor der bescheuerten Energiewende waren die stark genug um die Versorgungssicherheit Deutschland logger zu gewähren…..die sind erst zu schwach geworden, weil jetzt Unmengen Zufallsstrom genau dort anfallen, wo früher nur ein paar Dörfer an ein paar dünne Leitungen hingen…..und damit voll zufrieden waren.

    Wenn ich noch an den Spruch eines Solarkönigs denke, das wir Dank Energiewende logger 100.000 Km Stromleitungen rückbauen könnnen, weil die dezentrale Bullshitversorgung die ja nicht mehr benötigt, würde ick heute noch vor Lachen nie wieder in den Schlaf kommen.
    Wo man hinguckt…..eine Fehlprognose nach der anderen…..eine Lüge nach der anderen…..eine Subvention, die die nächste nach sich zieht……und es gibt immer noch Zeitgenossen, die die Energiewende sooo toll finden, das sie immer noch grün wählen.

    Deutschland, das Land der Bekloppten und Bescheuerten……mehr gibbet dazu nich mehr zu sagen.
    H.E.

  29. Peter Heller sagt in # 22
    @ Diehl, #16:
    Wo genau lügt der Prof. an den Zahlen und Fakten ist da nichts unwahres zu erkennen.
    Steht im Artikel: „Als „eine der größten Schweinereien im ganzen deutschen Energiesystem“ bezeichnet Weber darin den Vorgang, durch den sich „die Leute, die den Strom bereitstellen“ (also die Netzbetreiber) Geld „in die Tasche“ stecken würden.“
    Das ist entweder ein Irrtum, oder eine Lüge.

    @ Herr Heller
    Was der Prof. damit zum Ausdruck bringen will ist die folgende Tatsache.
    Die Großhandelspreise sinken seit Jahren kontinuierlich, und die Umlage steigt deswegen. Da wo diese niedrigen Preise nicht an die Kunden weiter gegeben werden, muss sich doch jemand selbst was in die Tasche stecken. Nicht mehr und nicht weniger will der Prof. zu Ausdruck bringen. Wo sehen Sie da eine Lüge ?????

    Er hat übrigens nicht die Netzbetreiber genannt, so weit ich das in Erinnerung habe.

  30. @Diehl

    Die Großhandelspreise sinken seit Jahren kontinuierlich, und die Umlage steigt deswegen. Da wo diese niedrigen Preise nicht an die Kunden weiter gegeben werden, muss sich doch jemand selbst was in die Tasche stecken.

    Herr Diehl, dann erstellen Sie uns doch mal „auf der Basis von Mengenlehre“ ein Ergebnis, wo das Geld bleibt. In welchen Taschen?

  31. Sacht mal, kann denn nicht endlich mal Diehls Betreuer kommen und ihn wieder bei seinem Friseur abliefern, die hören doch immer gerne zu!

  32. @Micha #30
    Beim Diehl ist sicher Mengenlehre nur der Hinweis darauf, auf dem LKW ist ’ne Menge drauf, auf dem anderen was weniger…

  33. Michael Krüger sagt # 30
    @Diehl
    Die Großhandelspreise sinken seit Jahren kontinuierlich, und die Umlage steigt deswegen. Da wo diese niedrigen Preise nicht an die Kunden weiter gegeben werden, muss sich doch jemand selbst was in die Tasche stecken.
    Herr Diehl, dann erstellen Sie uns doch mal „auf der Basis von Mengenlehre“ ein Ergebnis, wo das Geld bleibt. In welchen Taschen?

    @Herr Krüger

    Habe ich Ihnen aber schon einige mal erklärt, ohne Menge. Sie werden vergesslich, wie ich feststelle.

    Das Geld wandert in Form von niedrigen Strom Beschaffungskosten in den Handel.
    EON und RWE sind gerade hinterher mit ihren neuen Töchtern.Handel und Vertrieb

    MfG

  34. Zu diesem Text:
    BDI / BDA / DIHK / ZDH: Gemeinsame Erklärung zum Münchener Spitzengespräch am 26. Februar 2016

    Notwendig bleiben Investitionen in Effizienz und Klimaschutz.

    Notwendig! Mit klimaschutz ist die Not gebannt … toll.

    Nicht hilfreich für den Klimaschutz sind nationale Alleingänge.

    Die Verfasser haben wohl noch nichts von unserer Klimakanzlerin gehört: Wir schaffen dass!
    … zumindest als einsamer Vorreiter.

    Das geht genau so einfach, wie den Elefanten in den Kühlschrank zu kriegen oder die Flüchtlingskriese zu bewältigen: Wir schaffen das!

    Einzig die Kosten für die Verbraucher werden durch nationale Zusatzmaßnahmen massiv erhöht.

    Zu viel Realismus ist schädlich für die Karriere.

    Es gilt daher, noch stärker auf den europäischen Emissionshandel zu bauen, diesen konsequent weiterzuführen und seine Steuerungswirkung positiv zu nutzen.

    Das probate Mittel, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben … bringt zwar auch nichts, tut dafür aber weniger weh.

    Außerdem dürfen Investitionen in Effizienz und Klimaschutz im Bereich der Eigenerzeugung nicht entwertet werden.

    Kann man eigentlich etwas wertloses entwerten?

    Eine Lockerung des Bestandsschutzes und dadurch entstehende Belastungen untergraben das Vertrauen von Investoren und schwächen den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig.

    Ist das kind nicht bereits wiederholt in den Brunnen gefallen?

  35. @ Diehl

    Das Geld wandert in Form von niedrigen Strom Beschaffungskosten in den Handel.
    EON und RWE sind gerade hinterher mit ihren neuen Töchtern.Handel und Vertrieb

    Wenn die Kraftwerke nicht kostendeckend arbeiten, aber nicht einfach schließen dürfen, müssen sie quersubventioniert werden.

    Wer bezahlt den die Betriebskosten der Konventionellen, wenn sie an der Börse nicht mehr genug dafür bekommen?

  36. @Diehl

    Da wo diese niedrigen Preise nicht an die Kunden weiter gegeben werden, muss sich doch jemand selbst was in die Tasche stecken.

    Das sind die Leute wie Sie, die ungerührt von den geringen Erlöse weiterhin ihre Garantiepreise einstreichen und auf Teufel komm raus produzieren, was nur geht.

    Aber das ist ja politisch gewollt …

  37. @ Diehl, #29:

    Die Großhandelspreise sinken seit Jahren kontinuierlich, und die Umlage steigt deswegen.

    Das ist falsch. Die Umlage steigt, weil die Differenzkosten steigen. Die Differenzkosten steigen, weil die Zahl der EEG-Anlagen steigt.

    Das ist aber nicht das Argument Webers. Weber sagt: Zwischen 2009 und 2014 sei die Umlage schneller gestiegen, als die Differenzkosten. Das stimmt. Es geht um die Geschwindigkeit des Anstieges (die erste Ableitung), nicht um den Anstieg selbst. Jetzt ist die Frage, warum das so war.

    Er hat übrigens nicht die Netzbetreiber genannt, so weit ich das in Erinnerung habe.

    Er hat wörtlich gesagt: „die Leute, die den Strom bereitstellen“ -- und das sind nun mal die Netzbetreiber. Weber behauptet, „die Leute, die den Strom bereitstellen“ würden sich das Geld „in die Tasche“ stecken. Und das stimmt nicht. Wie es wirklich war und ist, erläutert der obige Artikel. Entweder irrt der Professor, weil er nicht gelesen hat, was seine eigenen Mitarbeiter dazu schreiben, oder er lügt bewußt, um einfache Gemüter wie Sie mit Desinformation aufzuwiegeln.

    Wenn Sie auch alles andere nicht begreifen, so können Sie zumindest selbst ausrechnen, daß sich bei einer aktualisierten Betrachtung (die Aussage Webers stammt ja auch aus dem Jahr 2014) der Unterschied in der Geschwindigkeit des Anstieges nicht mehr zeigt.

    Warum ist das Ihrer Meinung nach so? Warum das so ist, steht ja oben im Artikel, aber wie würden Sie das begründen?

  38. Warum ist das Ihrer Meinung nach so? Warum das so ist, steht ja oben im Artikel, aber wie würden Sie das begründen?

    Ich weiß es, will der Begründung von Herrn Diehl aber nicht vorgreifen. 😉

    @Diehl

    Das Geld wandert in Form von niedrigen Strom Beschaffungskosten in den Handel.
    EON und RWE sind gerade hinterher mit ihren neuen Töchtern.Handel und Vertrieb

    Und die Produzenten gehen dann Pleite? Und wer handelt dann ohne Produzenten?

  39. Peter Heller sagt # 37
    @ Diehl, #29:
    Die Großhandelspreise sinken seit Jahren kontinuierlich, und die Umlage steigt deswegen.
    Das ist falsch. Die Umlage steigt, weil die Differenzkosten steigen. Die Differenzkosten steigen, weil die Zahl der EEG-Anlagen steigt.

    @Peter Heller
    Gehen wir mal der Reihe nach und bringen nicht zu viel auf einmal, das ist nicht zielführend.
    Seit 2010 gilt das EEG Konto um die Umlage zu ermitteln, das sollte Ihnen bekannt sein..
    Der Saldo zwischen den Erlöse für EE Strom und den EE Vergütungen ergeben im Wesentlichen die Umlage. Wenn nun die Großhandelspreise sinken, werden die EE Erlöse geringer, der Saldo wird größer, und in Folge dessen die Umlage höher.
    Was ist daran falsch ???? Wenn Sie mir diese Frage beantworten können wir weiter machen.

    MfG

  40. @ Diehl, #39:

    Der Saldo zwischen den Erlöse für EE Strom und den EE Vergütungen ergeben im Wesentlichen die Umlage.

    Richtig ist: Die Differenz zwischen der Summe der Erlöse aus allen EEG-Anlagen und der Summe der Vergütungszahlungen an alle EEG-Anlagen geteilt durch den Zahlung herangezogenen Letztverbrauch ergibt die Umlage.

    Wenn nun die Großhandelspreise sinken, werden die EE Erlöse geringer, der Saldo wird größer, und in Folge dessen die Umlage höher.

    Wenn nun die Großhandelspreise sinken, steigt die Summe der Erlöse aus allen EEG-Anlagen trotzdem, wenn entsprechend viele Anlagen zugebaut werden.

    Genau das war eigentlich in allen Jahren seit 2000 der Fall.

    Aber wie schon gesagt: Das ist nicht das, was Weber kritisiert.

    Sie dagegen haben noch immer nicht verstanden, daß die Differenzkosten in der besagten Abbildung in Euro, die Umlage aber in Euro/kWh eingetragen ist. Das sind zwei verschiedene Maßeinheiten. Sie können zwischen diesen daher keinen direkten Vergleich ziehen. Man muß umrechnen.

  41. Peter Heller sagt #40
    @ Diehl, #39:
    Der Saldo zwischen den Erlöse für EE Strom und den EE Vergütungen ergeben im Wesentlichen die Umlage.
    Richtig ist: Die Differenz zwischen der Summe der Erlöse aus allen EEG-Anlagen und der Summe der Vergütungszahlungen an alle EEG-Anlagen geteilt durch den Zahlung herangezogenen Letztverbrauch ergibt die Umlage.
    Wenn nun die Großhandelspreise sinken, werden die EE Erlöse geringer, der Saldo wird größer, und in Folge dessen die Umlage höher.
    Wenn nun die Großhandelspreise sinken, steigt die Summe der Erlöse aus allen EEG-Anlagen trotzdem, wenn entsprechend viele Anlagen zugebaut werden.
    Genau das war eigentlich in allen Jahren seit 2000 der Fall.

    @Peter Heller
    Ich denke Sie meinen die Ausgaben für neue Anlagen werden mehr.
    Ist Ihnen bekannt, dass die EE Vergütungen – die Sie offensichtlich Erlöse nennen – sich seit 2009 „NUR“ verdoppelt haben, während die Umlage sich „Verfünffacht“ hat. Da muss Geld übrig bleiben, und das meint der Prof. wenn er sagt das stecken sich diejenigen ein, die den Strom bereitstellen.

    Peter Heller sagt
    Aber wie schon gesagt: Das ist nicht das, was Weber kritisiert.

    @Herr Heller
    Na was kritisiert er den sonst, wenn er sagt, es wäre eine Schweinerei, wenn die Großhandelspreise für Strom sinken, der Verbraucher nichts davon bekommt, sondern deswegen obendrein noch eine höhere Umlage zahlen muss.

    Genau das und nichts anderes kritisiert er. Es sei denn Sie können was anderes nennen.

    MfG

  42. @Diehl

    Ist Ihnen bekannt, dass die EE Vergütungen – die Sie offensichtlich Erlöse nennen – sich seit 2009 „NUR“ verdoppelt haben, während die Umlage sich „Verfünffacht“ hat. Da muss Geld übrig bleiben, und das meint der Prof. wenn er sagt das stecken sich diejenigen ein, die den Strom bereitstellen.

    Herr Diehl, Ihre Auftritte hier sind an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten und selbst für Skeptiker zum Fremdschämen.

    Die Latte muss man bei Ihnen so tief anlegen, dass man ein Loch von 10 Meter Tiefe in den Boden buddeln müsste und Sie würde sie dann immer noch nicht überspringen.

    Wir haben Ihnen doch schon etliche Male erklärt woran das liegt?

  43. @ Diehl, 41:

    Ist Ihnen bekannt, dass die EE Vergütungen – die Sie offensichtlich Erlöse nennen

    Nein, „Erlöse“ sind die Einnahmen, die die Netzbetreiber (oder die EEG-Betreiber bei der Direktvermarktung) aus dem Verkauf des EEG-Stroms an der Börse erzielen. „Vergütungen“ dagegen sind das, was die Netzbetreiber an die EEG-Betreiber zahlen müssen (Markt- und Managementprämie bei Direktvermarktung). Die Summe der Erlöse steigt mit der zunehmenden Zahl an Anlagen. Die Summe der Vergütungen auch. Differenzkosten sind die Differenz aus Vergütungen und Erlösen. Da die anlagebezogenen Vergütungen degressiv sind, ist der Zubau an Wind- und Solaranlagen der entscheidende Treiber für den Anstieg der Differenzkosten. Sinkende Marktpreise spielen dafür keine Rolle.

    – sich seit 2009 „NUR“ verdoppelt haben, während die Umlage sich „Verfünffacht“ hat.

    Nein, das ist mir nicht bekannt. Denn das stimmt nicht. Die Zahlen stehen ja nun oben im Artikel. Weber hat außerdem in seinem Vortrag zwei unterschiedliche Zeiträume miteinander verglichen. Tatsächlich lag der Unterschied in der Anstiegsgeschwindigkeit etwa bei einem Faktor drei (rückblickend von 2014 aus gesehen). Aus heutiger Sicht aber ist dieser Unterschied nicht mehr vorhanden. Ich erkläre auch das im Artikel.

    Welche Erklärung haben Sie?

  44. Peter Heller sagt #43
    @ Diehl, 41:
    Ist Ihnen bekannt, dass die EE Vergütungen – die Sie offensichtlich Erlöse nennen
    Nein, „Erlöse“ sind die Einnahmen, die die Netzbetreiber (oder die EEG-Betreiber bei der Direktvermarktung) aus dem Verkauf des EEG-Stroms an der Börse erzielen. „Vergütungen“ dagegen sind das, was die Netzbetreiber an die EEG-Betreiber zahlen müssen (Markt- und Managementprämie bei Direktvermarktung). Die Summe der Erlöse steigt mit der zunehmenden Zahl an Anlagen. Die Summe der Vergütungen auch.

    @Peter Heller
    Da haben Sie etwas Nachholbedarf. Die Summe der Erlöse auf dem EEG Konto steigen nämlich nicht, sonder sinken, wenn immer mehr Anlagen EE Strom erzeugen. Sie wissen doch sicher – oder nicht – dass der EE Strom an der Börse vermarktet werden muss, und dort wegen seiner fast „NULL“ Grenzkosten die Preise nach unten drückt und dadurch die Umlage in die Höhe geht.
    Das ist es doch was der Prof. kritisiert. Dass die EE selbst die Preise nach unten drücken, die Versorger sich dadurch billigen Strom beschaffen können, für den ihre Kunden dann eine höhere Umlage zahlen müssen. Der Prof. nennt das in die eigene Tasche stecken.
    Ich würde sagen, nicht alle stecken in die eigene Tasche, denn manche geben die günstigen Einkaufspreise ja auch weiter. Hatte gerade die Tage wieder ein Flyer im Briefkasten, wo mir auf Grund günstiger Einkaufspreisen ein Angebot gemacht wurde.
    Ist aber ein Zeichen, dass andere offensichtlich was in die eigene Tasche stecken. Denn die gesunkenen Großhandelspreise gelten ja für alle.

    MfG

  45. @ Diehl, #44:

    Bei Ihren konfusen Beiträgen stelle ich mich eigentlich nur noch die Frage, ob Sie das System, das Sie hier allen erklären wollen selbst nicht verstehen oder nur Nebelkerzen werfen, um die simple Gleichung „Subventionen für EE = hohe Stromrechnung“ zu verschleiern.

    Die Summe der Erlöse auf dem EEG Konto steigen nämlich nicht, sonder sinken, wenn immer mehr Anlagen EE Strom erzeugen.

    …weshalb dann nachfolgend die Umlage erhöht werden muss, damit das Konto sich nicht leert. Das ist doch -- wie Herr Heller beschrieben hat -- einer der Gründe dafür, warum die Umlage überproportional gestiegen ist. Und das wird sie bei weiterem Ausbau auch weiterhin tun (wenn auch vielleicht im Verhältnis nicht so stark wie bei Einführung der Reserve), weil man auch mehr „Guthaben“ braucht um die mit dem Ausbau einhergehende, steigende Volatilität absichern zu können.

    Das ist es doch was der Prof. kritisiert. Dass die EE selbst die Preise nach unten drücken, die Versorger sich dadurch billigen Strom beschaffen können, für den ihre Kunden dann eine höhere Umlage zahlen müssen.

    Also wenn ich Sie richtig verstehe, dann denken Sie dass das Ganze für die Versorger kein „Nullsummenspiel“ ist, sondern dass die Versorger einfach den theoretisch höheren Marktpreis für Strom vor der Börsenpflicht beibehalten haben, die EEG-Umlage wie eine Mehrwertsteuer oben drauf klatschen und dann den Gewinn einstreichen? So in etwa?

    Nun ja, Sie schreiben selbst dass die Anbieter offenbar in einem derartigen Wettbewerb stehen dass sie sogar ihre Nachbarschaft be“flyern“ müssen. Kann übrigens auch jeder sehen, der mal einen Online-Anbietervergleich macht. Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass in diesem Business sonderlich hohe Gewinnmargen stecken.

    Ich kann es nur nochmal schreiben -- wir hatten das unter dem MOE-Artikel schon diskutiert: Der Börsenpreis für Strom ist irrelevant. Wenn Sie in einem Gedankenexperiment die Strombörse abschaffen und den gesamten Handel OTC durchführen, wird sich abgesehen von irgendwelchen Transaktionskosten und einer anderen Umverteilung nicht viel ändern. Denn das Problem, dass EE nicht konkurrenzfähig sind und durch garantierte Vergütung und Einspeisevorrang die Gesamtkosten steigern, wird bleiben.

  46. @Peter

    Der Prof. Weber und das BMWi benutzen einen Taschenspielertrick mit 2 Achsen.
    Es kann ja jeder selber nachrechnen. Ich habe das mal für das Bild in dem Artikel getan.
    2016 beträgt die Umlage 6.35 cent/kWh, 2009 ist sie bei 1.32 cent/kWh. Das ist ein Faktor 4.8.

    Die Anstieg beträgt 0.7 cent/(kWh Jahr) ab 2009 gerechnet.

    Für die Differenzkosten ergeben sich 23.1 Mrd. € in 2016 und 5.3 Mrd. € in 2009. Das ist ein Faktor von 4.4.

    Die Anstieg beträgt 2.5 Mrd. €/Jahr wieder ab 2009 gerechnet.

    2009 wurde also die Umlage rechnerisch auf 4015 Mrd. kWh erhoben und 2016 auf 3655 Mrd. kWh rein rechnerisch aus den Zahlen. Diese Zahlen nenne ich im folgenden Proportionalitätsfaktor. Aus dem Verhältnis der Anstiege ergibt sich ein Proportionalitätsfaktor von 3570 Mrd. kWh. Der mittlere Proportionalitätsfaktor über die gesamte Kurve liegt bei 4200 Mrd kWh. Der Proportionalitätsfaktor ergibt sich aus dem Verhältnis von Differenzkosten zu Umlage. Er hat die Dimension kWh ist also so etwas wie eine rechnerische Anzahl an kWh auf die die Umlage umgelegt wird. Die Zahl schwankt von Jahr zu Jahr.

    Das bedeutet um die beiden Datensätze einigermaßen vergleichen zu können muss man die linke Achse mit dem Proportionalitätsfaktor von 4200 Mrd. kWh auf aufgerundet 30 Mrd € normieren und die rechte Achse auf 7 cent/kWh und nicht auf 35 Mrd. € und 7 cent/kWh denn das ist ein Proportionalitätsfaktor von 5000 Mrd. kWh. Der ist im Mittel für die Daten um 20% zu hoch.
    Durch die Wahl des Proportionalitätsfaktors der beiden Achsen kann ich aber den gewünschten Eindruck erwecken oder auch nicht.

    Was also das Fraunhofer ISE bzw. das BMWi gemacht haben ist ein simpler Taschenspielertrick mit den beiden Achsen. Die linke Achse wurde gestreckt, um die Kurve der Umlage relativ größer zu machen. Und Voila man hat den gewünschten Eindruck.
    In seinem Video hat der Prof. Weber für die Auszahlungsbeträge sogar einen Proportionalitätsfaktor von 8000 Mrd. kWh benutzt also fast doppelt so hoch. Das heißt die Achse auf das Doppelte gestreckt.

    Wenn ich der Prof. Weber wäre, wäre mir das peinlich so was zu tun. Von einem Wirtschaftsministerium erwarte ich nichts besseres.
    Politisch war das sicherlich ein gelungener Coup.
    Jedenfalls ist es unseriös die graphische Darstellung der beiden Kurven so auszuwerten und zu kommentieren wie Prof. Weber das in dem Video getan hat.

  47. @#44 Herr Diehl

    “ Hatte gerade die Tage wieder ein Flyer im Briefkasten, wo mir auf Grund günstiger Einkaufspreisen ein Angebot gemacht wurde.“

    Was glauben Sie, worauf dieses Angebot fußt? Spekuliert der Anbieter darauf, dass am 25 September 2016 zufällig gerade mal viel Wind weht und daher „die Börsenpreise“ niedrig sind…. spekuliert er auf Wind / Sonne an jedem Tag der angebotenen Vertragslaufzeit, ermittelt daraus einen Mischpreis, schlägt eine Fee drauf und bietet es dann tausenden (potentiellen) Kunden an? Was passiert, wenn sich so ein Anbieter dann ganz oft verspekuliert -- wer trägt die Mehrkosten, wenn an den betreffenden Tagen wiedermal kein Wind weht…und die Wette nicht aufgeht? -- Nein, niemand geht ein solches unkalkulierbares Risiko ein -- er sichert sich Mengen über Termingeschäfte (die auf der Grundlage planbarer Erzeugung abgeschlossen werden -- nix mit Wind- und Sonnenstrom!) und wenn er seine Einkaufkonditionen gefixt hat, dann kann er daraus ein Kundenangebot erstellen und die entsprechenden Bänder bestellen. 90% der Strommengen werden „back to back“ auf dem Terminmarkt gehandelt!

  48. Ergänzung zu meinem #46.
    Es muss heißen prortionalitätsfaktor von 4200 Mrd kWh und 8000 Mrd kWh statt Euro.
    Heinz oder Peter könnt ihr das korrigieren.

  49. F.Alfonzo sagt # 45
    @ Diehl, #44:

    Die Summe der Erlöse auf dem EEG Konto steigen nämlich nicht, sonder sinken, wenn immer mehr Anlagen EE Strom erzeugen.
    …weshalb dann nachfolgend die Umlage erhöht werden muss, damit das Konto sich nicht leert. Das ist doch — wie Herr Heller beschrieben hat — einer der Gründe dafür, warum die Umlage überproportional gestiegen ist. Und das wird sie bei weiterem Ausbau auch weiterhin tun (wenn auch vielleicht im Verhältnis nicht so stark wie bei Einführung der Reserve), weil man auch mehr „Guthaben“ braucht um die mit dem Ausbau einhergehende, steigende Volatilität absichern zu können.

    @Alfonzo
    Ihre Argumentation basiert leider auch auf Unkenntnis. Das EEG Konto leert sich doch nicht, sondern es sammeln sich kontinuierlich Milliarden an
    Siehe hier: http://www.stromtarife.de/news.php?id=30672
    Zitat: Münster – Der Überschuss auf dem EEG-Umlagekonto steigt im Januar 2016 weiter an. Der Gesamtüberschuss, der Ende 2015 etwa 3,33 Milliarden Euro betragen hat, ist bis Ende Januar 2016 auf 3,79 Milliarden Euro geklettert. Von einer weiteren Steigerung in den kommenden Monaten ist auszugehen.

  50. Ihre Argumentation basiert leider auch auf Unkenntnis. Das EEG Konto leert sich doch nicht, sondern es sammeln sich kontinuierlich Milliarden an

    Habe ich etwas anderes behauptet?

  51. Sind es tatsächlich Wind- und Solarstrom, die die Börsenpreise senken, oder ist etwa der Einfluss der Kohle größer?

    Kohlepreis: http://www.gvst.de/pics/steinkohle/detail_2015/Preisentwicklungen-Kraftwerkskohle-frei-Nordwesteuropa.jpg
    Börsenstrompreis: http://www.heise.de/tp/bild/39/39704/39704_2x.jpg

    Oder auch Abbildung 9 auf Seite 14 im PDF auf http://www.dihk.de/presse/meldungen/2016-02-03-faktenpapier-strompreise

  52. @Diehl

    Das EEG Konto leert sich doch nicht, sondern es sammeln sich kontinuierlich Milliarden an

    Die im Folgejahr bei der EEG-Umlage berücksichtigt werden und diese absenken, bzw. weniger stark steigen lassen. Haben wir Ihnen auch schon zig Mal erklärt.

  53. Michael Krüger sagt #52
    @Diehl
    Das EEG Konto leert sich doch nicht, sondern es sammeln sich kontinuierlich Milliarden an
    Die im Folgejahr bei der EEG-Umlage berücksichtigt werden und diese absenken, bzw. weniger stark steigen lassen. Haben wir Ihnen auch schon zig Mal erklärt.

    @Herr Krüger
    Wenn es denn so wäre, ändert das nichts an der Tatsache, dass Alfonzo uninformiert diskutiert, wenn er sagt das Konto würde sich leeren.

    MfG

  54. Ist es wirklich so schwer zu erkennen, dass der Kontostand erheblich schwankt, abhängig von der Zufallsproduktion von Wind- und Solaranlagen?

    http://www.energieverbraucher.de/files_db/1435067301_3799__12.jpg

    http://strom-report.de/medien/eeg-konto.png

    http://www.netztransparenz.de/de/EEG-Konten-%C3%9Cbersicht.htm

  55. @ Diehl, #53:

    Ah, ich sehe schon, die Taube fängt wieder an die Schachfiguren vom Brett zu werfen. Entweder das, oder Sie leiden unter einer Lese-/Verständnisschwäche.

    Ich habe geschrieben, dass bei zunehmendem EE-Ausbau die Umlage steigen muss damit das Konto sich nicht leert. Und das ist auch passiert. Einfache Arithmetik, das geht sogar ohne Mengenlehre (lol).

    Die Tatsache, dass die Reserve auf dem Konto mit zunehmender installierter Zappelstromleistung auch zunehmen muss um ihre Versicherungsfunktion erfüllen zu können, lasse ich mal aussen vor. Das macht die Sache für Sie nur zusätzlich kompliziert.

  56. So Opa Diehl, Schluß mit lustig.
    Jetzt folgt…….der ultimative (argumentativ natürlich) Todesstoß für Dein MOE-Bullshit-Geblubber.
    Anschließend erwarte ich ein Entschuldigung Deinerseits und den leisen Abtritt aus unseren Kommentarbereich.

    Jenseits des Sündenbocks Erneuerbare: Was hat den Verfall des Börsenstrompreises wirklich verursacht?

    Das dramatische Ergebnis: Der unerwartet schnelle Zubau von Erneuerbaren Energien ist lediglich für 11% des Preisrückgangs verantwortlich. Niedrige Brennstoffpreise verantworten weitere 10%, der geringere Stromverbrauch weitere 16%. Mehr als die Hälfte des Preisverfalls beim Strom geht auf das Konto gesunkener CO2-Preise.

    Die Ökonomie der Energiewende

    Die Analyse von Marktdaten, die numerische Modellierung von Strommärkte, und die Auswertung der bestehenden Literatur ergeben in einer guten und einer schlechten Nachricht für die Wettbewerbsfähigkeit von Wind- und Solarenergie: Die Kosten für Netzausbau und Prognosefehler, die in der politischen Debatte oft als prohibitiv hoch dargestellt werden, sind überschaubar. Allerdings unterliegt Wind- und Solarstrom einem Wertverlust auf den Großhandelsmärkten, der den langfristigen Zubau in Frage stellt.

    Dieser Wertverlust kann nicht aufgehalten werden, er stellt eine fundamentale ökonomische Eigenschaft von Strommärkten dar
    .

    Übrigens….der Autor dieser Studie ….
    „““Kürzlich hat er seine Doktorarbeit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unter Ottmar Edenhofer abgeschlossen““““……….ist ziemlich unverdächtig, ein bezahlter Knüttel der fossilatomaren Schweinelobby zu sein.

    Du kannst Dir also Deinen MOE irgendwo rein schieben, wo die Sonne niemals hinscheint und Dich ganz schnell vom Agger machen, denn die dusseligen Zufallsströmlinge ham gerade mal 11% Anteil an den sinkenden Börsenpreise……der Werteverfall des Zufallsstromes ist eine fundamentale ökonomische Eigenschaft von Strommärkten….und kann deshalb nicht aufgehalten werden.
    Alles andere, wat Du hier an geistigen Dünnschiss ablässt…..hat mit dem Grundproblem der Energiewende nix zu tun, höchsten minimarginal.
    Deshalb……geh mir endlich aus den Augen, Deine Dummheit nervt nur noch unermesslich.

    PS. @Peter
    Du solltest Dir unbedingt mal die beiden Quellen ansehen, recht interessant, wat die da zusammengeschrieben haben.

    Onkel Heinz……….Der Pittbull hat endlich zugebissen

  57. @ Diehl, #44:

    Da haben Sie etwas Nachholbedarf. Die Summe der Erlöse auf dem EEG Konto steigen nämlich nicht, sonder sinken, wenn immer mehr Anlagen EE Strom erzeugen.

    Das ist schlicht falsch. Aber Sie haben ja sicher eine Quelle, durch die Sie das mit Zahlen belegen können. Ich habe auch eine, die oben im Artikel verlinkte Broschüre „EEG in Zahlen“ des BMWI. Dieser können Sie entnehmen: Die Summe der Erlöse steigt mit steigender Anlagenzahl.

  58. Peter Heller sagt # 57
    @ Diehl, #44:
    Da haben Sie etwas Nachholbedarf. Die Summe der Erlöse auf dem EEG Konto steigen nämlich nicht, sonder sinken, wenn immer mehr Anlagen EE Strom erzeugen.
    Das ist schlicht falsch. Aber Sie haben ja sicher eine Quelle, durch die Sie das mit Zahlen belegen können. Ich habe auch eine, die oben im Artikel verlinkte Broschüre „EEG in Zahlen“ des BMWI. Dieser können Sie entnehmen: Die Summe der Erlöse steigt mit steigender Anlagenzahl.

    @Herr Heller
    Damit wir nicht aneinander vorbei reden.
    Mit Erlöse meine ich, das Geld, das auf dem EEG Konto, Umlagen relevant für den Verkauf von EE Strom eingeht.
    Diese Erlöse werden weniger – und die EEG Umlage deshalb höher – wenn immer mehr EE Strom an der Börse vorrangig angeboten wird, und die Großhandelspreise nach unten drückt.
    Auf den Markt bezogen bedeutet das, wenn ein Versorger sich im Großhandel billigen Strom beschaffen kann, muss sein Kunde deswegen eine höhere Umlage bezahlen.
    Das ist die EEG Neuordnung, in einschlägigen Kreisen nennt man das auch EEG Paradoxon 2010

    MfG

  59. #58
    Copy / paste können Sie hervorragend, habe ich mindestens schon 10 x gelesen, wie auch die Widerlegung 😀

  60. das ist die perfekte Gehirnwäsche 😉

  61. Günter Heß spricht in #46 von Taschenspielertrick des Prof.

    Herr Heß, was haben Sie dem Prof denn für eine Grafik untergejubelt.

    Der vergleicht doch keine Differenzkosten, mit der Umlage, sondern die Vergütungen.

    Hier die richtige Grafik.
    https://www.youtube.com/watch?v=VjN_J3QA3RI

    MfG

  62. @Diehl

    Nein, hier die richtige Grafik. 😉

    http://www.science-skeptical.de/blog/die-grosse-schweinerei-des-professors-eicke-weber/0015204/

  63. Herr Krüger schauen Sie mal was ein User in Ihrem Blog geschrieben hat.

    Zitat:
    Der im Betrachtungszeitraum gesunkene Strompreis (i.e. stärker gesunken als die Durchschnittsvergütung, Durchschnittsbetrachtung auch nur gültig bei Mengenkonstanz etc….) trägt im Rahmen der Systematik auch zu dem von Weber beschriebenen Sachverhalt bei und sollte bei der (berechtigten) Kritik an Weber nicht unterschlagen werden. Auf die Schnelle kann ich nur schätzen, aber mir scheint dieser Effekt nicht geringer zu sein, als der der Privilegierung.

    Weber kritisiert hier die Mathematik der EEG Systematik.

    Erneut eine Bestätigung Ihrer Probleme mit dem Merit Order Effekt.

    MfG

  64. @Diehl

    Der Merit Oder Effekt beträgt nur 0,6 Cent/kWh. 😉

  65. @ Diehl, #61:

    Der vergleicht doch keine Differenzkosten, mit der Umlage, sondern die Vergütungen.

    Wenn er das macht (für mich sind die numerischen Werte nicht nachvollziehbar, offizielle Quellen und auch das Papier seiner Mitarbeiter sagen etwas anderes), ist es falsch. Denn da die Umlage aus den Differenzkosten hervorgeht, kann man auch nur die beiden Werte miteinander in Beziehung setzen.

    # 58:

    Mit Erlöse meine ich, das Geld, das auf dem EEG Konto, Umlagen relevant für den Verkauf von EE Strom eingeht.

    Die meine ich auch.

    Diese Erlöse werden weniger – und die EEG Umlage deshalb höher – wenn immer mehr EE Strom an der Börse vorrangig angeboten wird, und die Großhandelspreise nach unten drückt.

    Das ist falsch. Hier die EEG-Erlöse gemäß BMWI (in Mio. Euro):

    2000 (Rumpfjahr ab April): 216
    2001: 437
    2002: 562
    2003: 838
    2004: 1148
    2005: 1398
    2006: 1840
    2007: 3270
    2008: 3899
    2009: 5164
    2010: 3462
    2011: 4441
    2012: 6586
    2013: 6547
    2014: 6697
    2015: 8843
    2016 (Prognose): 8742

    Nennen Sie doch einfach Ihre Quelle.

    Ach, stimmt ja. Sie haben keine. Sie legen sich irgendetwas zurecht und überprüfen es nicht anhand der Fakten.

  66. @Diehl #61

    Ich habe das am Beispiel der BMWi Daten vorgerechnet. Wie das geht können sie also oben nachlesen.
    Der mittlere Proportionalitätsfaktor für die Daten die Prof. Weber zeigte beträgt 6400 Mrd. kWh. Benutzt hat er in seiner Graphik einen Proportionalitätsfaktor zwischen Primär- und Sekundärachse von 8000 Mrd. kWh. Das heißt er hat dafür gesorgt, dass die Auszahlungen relativ nach unten gedrückt werden.
    Das ist ein Taschenspielertrick mit Achsen. Man kann eine Grafik auftragen wie man will. Die Grafik aber so zu kommentieren wie Prof. Weber das getan hat ist unseriös.
    Ein Naturwissenschaftler disqualifiziert sich wenn er so etwas tut. das werden ihnen Herr Heller und Herr Krüger bestätigen.
    Ein Naturwissenschaftler der so etwas nach Hinweis nicht merkt disqualifiziert sich ebenfalls.
    Was passiert wenn man in die andere Richtung übertreibt mit den Achsen hat Herr Krüger in seinem neuesten Artikel vorgestellt.
    Deshalb schrieb Herr Krüger richtigerweise in Anführungszeichen:

    Mit der „richtigen“ Skalierung kann man also einen bestimmten Eindruck erwecken, um sein Publikum zu täuschen.

    Interessant ist vor allem, dass Prof. Weber mit diesem Taschenspielertrick in der öffentlichen Debatte durchkommt.

  67. @Peter

    Prof. Weber sagt ja zusätzlich noch etwas Falsches. Er sagt die Einspeisetariffe wurden drastisch gesenkt.
    Das stimmt aber nicht im Mittel. Im Mittel haben sich die Vergütungen pro kWh von 2000 bis 2014 in etwa verdoppelt.
    Sie sind von 8.5 cent/kWh auf 17.8 cent/kWh angestiegen.

  68. Peter Heller sagt #65

    @ Diehl, #61:

    Der vergleicht doch keine Differenzkosten, mit der Umlage, sondern die Vergütungen.

    Wenn er das macht (für mich sind die numerischen Werte nicht nachvollziehbar, offizielle Quellen und auch das Papier seiner Mitarbeiter sagen etwas anderes), ist es falsch. Denn da die Umlage aus den Differenzkosten hervorgeht, kann man auch nur die beiden Werte miteinander in Beziehung setzen.

    @Herr Heller
    Kennen Sie den Unterschied zwischen zahlenmäßiger Differenz und Differenz „Kosten“ ???

    MfG

  69. Diehl unterliegt eindeutig einer optischen Täuschung. Das ist das Ergebnis einer fest herausgebildeten Grundüberzeugung. So eine Gehirnwäsche bezieht man, wenn man zuviel auf Seiten „Energie neu denken“ liest.
    Energie ist zum politischen Begriff geworden, fernab von der Physik. Wer hat’s erfunden? Nicht die Schweizer, sondern Lenin: Sowjetmacht+Elektrifizierung des Landes=Kommunismus.( Lenin natürlich auch nicht, der bekam die wirtschaftlichen Grundlagen+ 5 Jahresplan direkt aus den USA geliefert)

    Die Umlageformel, Subventionen- Erlöse der EES geteilt durch die ca.360 TWh der nichtprivilegierten Stromkunden begreift er sowieso nicht.

    Diehl stellt sich die schöne neue Energiewelt so vor, am Beispiel seiner Solarenergie.
    Der gute Solarbauer bekommt für jede KWh z.Z. 32 ct vom noch dummen nichtprivilegierten Stromkunden.
    Noch muß dazu die Sonne scheinen, dann rollt der Rubel. Statistisch passiert das täglich( in 24h) für genau 2,5 Stunden.( das sind immerhin 941h von 8760h, die das Jahr hat.)

    An dieser Stelle passiert der Betrug!!!

    Der böse, das Klima verschlechternde fosslie Energiebauer schaltet seinen luftverpestenden Energieladen nicht ab, sondern lässt die kleinen Stromkäferchen weiter durch die Leitungen purzeln. An der EPEX überschlagen sich in den 2,5 Stunden nun die Ereignisse, die Börsenpreise sinken unter den Preis , den die bösen fossilen Energiebauern zum überleben bräuchten, je nach fossilen Dreck, den sie verheizen sind das 4-6ct/KWh, bei KKW 2-3ct/KWh.
    Ursache ist Überangebot, wenn dies zu groß ist, entstehen sogar negative Preise.

    Jetzt passiert es, die bösen fosslilen Energiebauern schalten heimlich ihre Dreckschleudern ab und kaufen für 1-4 ct. den Strom bei der EPEX in Paris ein und verkaufen ihn teuer weiter an die ahnungslosen nichtprivilegierten Stromkunden.

    Diese Ewiggestrigen (außer EoN und RWE, die sind schlau geworden) verhindern den Siegeszug der EEs in eine helle Zukunft des sauberen Stromes. Das Böse ist überall 😉

    Diehl will, dass die bösen Fossilen wie vor 2010 abschalten. Es sollten nur noch moderne GuD KW, die jetzt in der Insolvenz verschwinden, sein, die die sauberen guten EEs in den, bei solar, restlichen 21,5 Stunden täglich ergänzen.
    Die haben zwar einen 30%igen Mehrverbrauch an Gas täglich, aber wenn eines Tages die Sonne den ganzen Tag scheint oder der große Speicher das Licht der Welt erblickt , werden sie auch überflüssig und die IS Söldner brauchen nicht mehr Öl-und Gasquellen in aller Welt erobern 😉

  70. W. Rasbach sagt # 69
    Die Umlageformel, Subventionen- Erlöse der EES geteilt durch die ca.360 TWh der nichtprivilegierten Stromkunden begreift er sowieso nicht.

    @Rasbach
    Sie bergreifen leider nicht, dass das eine reine Kostenbetrachtung ist . Investitionen haben — bevor man sie als nutzlos bezeichet — eine Kosten/Nutzenbetrachtung verdient, oder????

  71. Diehl,
    Sie begreifen nicht ,das ist die Umlageformel ihrer EE Strategen- nix Kosten/Nutzen gelle 😉

    Ihren angeblichen Betrug habe ich Ihnen erläutert, lag ich richtig?
    Muß ich wohl, denn ich habe mir „Energie neu denken“ angetan, mir ist jetzt noch schlecht.
    Legen Sie aber für mich ein gutes Wort ein, wenn Süßmuths Toleranzgesetz wirkt, ich will nicht in ein Umerziehungslager 😉

    Lesen Sie lieber Ihre Zukunft, steht bei den Kommunisten der EU beim ECTR.
    Europäischer Rat für Tol(l)eranz und Versöhnung 😉
    Wir werden auch noch zwangsversöhnt, ist das nicht putzig?
    Orwell wußte doch nicht alles 😉

  72. @ Diehl, 70:

    Und welchen Nutzen genau sehen Sie darin, sich zwei Kraftwerksparks zu leisten?

    Das einzige, diskutable Argument wäre doch die Reduktion des CO2-Ausstoßes (oder anders formuliert: ein geringerer Verbrauch fossiler Brennstoffe), aber das passiert ja offensichtlich nicht. Sonst fällt mir leider nichts ein.

  73. @ Heß, #66:

    Interessant ist vor allem, dass Prof. Weber mit diesem Taschenspielertrick in der öffentlichen Debatte durchkommt.

    Finde ich nicht wirklich erstaunlich. Zum einen, weil die meisten Menschen ohnehin mit Mathematik auf Kriegsfuß stehen, zum anderen, weil es sich bei der Energiewende eben um ein Politikum handelt. Da argumentieren auch Leute, die solche Tricks erkennen nicht zwangsläufig rational. Das ist auch bei vielen anderen ökonomischen Fragestellungen so; wenn etwas politisch erwünscht ist, werden die Kritikpunkte gerne „übersehen“ bzw. runtergespielt.

  74. Alfonzo sagt #73

    Finde ich nicht wirklich erstaunlich. Zum einen, weil die meisten Menschen ohnehin mit Mathematik auf Kriegsfuß stehen,

    @Alfonzo

    Oder weil sie – wie es nötig ist – die Mengenlehre bei den Betrachtungen mit einbeziehen.

    MfG

  75. @ Heß, #66:

    Interessant ist vor allem, dass Prof. Weber mit diesem Taschenspielertrick in der öffentlichen Debatte durchkommt.

    Zu meinem Entsetzen zählen akademische Titel um so mehr, je undurchsichtiger der Sachverhalt ist. Man delegiert das Denken an Autoritäten und Experten, damit man sich selbst mit den Themen nicht mehr zu beschäftigen braucht.

    Und wenn der zuständige Professor so was behauptet, dann wird es schon stimmen … und damit hat er eine Carte Blanche für jedweden Unsinn.

  76. F.Alfonzo #72,

    Das einzige, diskutable Argument wäre doch die Reduktion des CO2-Ausstoßes (oder anders formuliert: ein geringerer Verbrauch fossiler Brennstoffe), aber das passiert ja offensichtlich nicht.

    dann wäre ja das Ziel erreicht, wenn Ketzer über Reduktion von CO2 diskutieren.
    Auch der Antikommunist, der mit einem Kommunisten über Verbesserung diskutiert befindet sich schon im System des Kommunismus, oder nicht?

    Ceterum censeo EEG esse delendam 😉

  77. ML #75,

    Und wenn der zuständige Professor so was behauptet, dann wird es schon stimmen

    so steht es in der Agenda 21, dazu sind Exzellenzunis da 😉

  78. Diehl,
    was ist mit #69, habe ich Ihre Welt richtig beschrieben?
    antworten Sie doch schneller oder lesen Sie zwischendurch immer im Energiewendekoran?

  79. Die Diskussion ist doch etwas müßig.

    Werft einige PV-Platten aufs Dach, an die Wand oder Balkongeländer und die Stromrechnung ist dein Freund.
    Noch einige systematische Einsparungen durch Geräteaustausch usw. und die Stromrechnung ist -20%, -30%, -40 oder -50% das ist keine Hexerei.

    Gruß
    Klaus

  80. @79

    dies ist Schmarotzen auf Kosten der Anderen, vor allem derer, die kein Kapital für PV-Platten haben.

    mfg

  81. Man muss ja nicht unbedingt PV-Platten auf Dach werfen um den Strombezug zu halbieren.
    Nur mal mit offene Augen durch die Wohnung, Haus oder Betrieb gehen, da springen eigentlich die Einsparpotentiale ins Auge und -20% bis -50% sind zu schaffen.

    Hat man kein Kapital, dass ist auch kein Problem. Die Schuldzinsen sind ja geringer als die Jährlichen Strompreissteigerungen.

    Das Argument kein Kapital für PV-Platten ist unter Betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zu halten, das rechnet sich.

    Habe auch PVs mit Drittmittel finanziert, bin ja nicht verrückt und setz mein eigenes Geld ein.
    Mit jeder Strompreiserhöhung amortisiert sich die Eigenverbrauchsanlage schneller.

    Gruß

  82. @ Rassbach, #76:

    dann wäre ja das Ziel erreicht, wenn Ketzer über Reduktion von CO2 diskutieren.
    Auch der Antikommunist, der mit einem Kommunisten über Verbesserung diskutiert befindet sich schon im System des Kommunismus, oder nicht?

  83. Bitte #82 löschen

    @ Rassbach, #76:

    dann wäre ja das Ziel erreicht, wenn Ketzer über Reduktion von CO2 diskutieren.
    Auch der Antikommunist, der mit einem Kommunisten über Verbesserung diskutiert befindet sich schon im System des Kommunismus, oder nicht?

    Ich halte einen pragmatischen Ansatz einfach für zielführender.

    Versuchen sie mal dem deutschen Michel seine Zukunfts- und Technik-Panik auszutreiben. Wir werden alle nicht mehr erleben, dass das passiert. Man kann aber sehr einfach und kurzfristig nachweisen, dass der eingeschlagene Weg nicht zum Ziel führt und der Strompreis völlig umsonst so hoch ist. Wenn das bei einer Mehrheit der Leute ankommt, ist der Energiewende-Schwachsinn Geschichte.

  84. Biogas in der tiefen Krise, Pleite droht tausenden Anlagen

    http://derstandard.at/2000034722071/Schnelle-Stuetze-fuer-300-Biogasanlagen-in-Arbeit

    http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/biogasanlagen-abwasser-illegal-in-gewaessern-100.html

    http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Biogasanlagen-Vom-Wunder-zum-Schmuddelkind-id37423717.html

  85. Blühpflanzen für Bienen. SWR rettet die Artenvielfalt auf den Wiesen? Am Wochenende kommt das Blühmobil nach Craislheim und verteilt Samentütchen gratis. Gleichzeitig werden Qudratkilometer für Biogas angebaut. Maiswüsten und Grünschnittsilage.
    Placebo fernsehwirksam für den der Natur schon entfremdeten Bürger. Dieser dumme Bürger wählt dann GRÜN.
    Grüner, dümmer und unehrlicher geht es nicht mehr.
    Die Pleite droht allen planwirtschaftlichen Modellen. DDR schon vergessen, Sowjetunion schon vergessen? Wie dumm sind die Wähler? Wie raffiniert manipulieren die Medien? Doch Lügenpresse!

  86. Immer wieder toll, wie hier diskutiert wird. Da beklagt also der Hr. Iffert, dass sein Unternehmen ruiniert würde, wenn es die EEG-Umlage zahlen müsste. Das mag sein. Wobei die Umlage natürlich deutlich geringer ausfiele, wenn sie auch alle Stromverbraucher in gleichem Maße zahlen würden. Aber das ist ja von niemandem tatsächlich angedacht.

    Wenn er allerdings dazu ausführt, dass „Schon ein Anstieg des Strompreises um nur einen Cent pro Kilowattstunde würde Mehrkosten von 80 Millionen Euro pro Jahr bedeuten und damit die Firma in die Verlustzone treiben.“ -- dann sollte das nachdenklich machen.
    Denn gerade die privilegierten Endverbraucher wie die Trimet Aluminium SE profitieren ja nicht nur von der Befreiung von allerlei Abgaben auf Strom (bspw. auch der Befreiung von Netzentgelten, was wiederum die Stromkosten für die Bürger /nichtprivilegierten Endverbraucher erhöht), sondern auch von den gesunkenen Preisen am Terminmarkt, da solche Firmen als Direkteinkäufer auftreten.

    Da der Börsenstrompreis am Terminmarkt in den letzten Jahren von gut 5Ct/kWh auf unter 3Ct/kWh gesunken ist, ( http://www.iwr-institut.de/de/presse/presseinfos-energiewende/strompreise-fuer-verbraucher-steigen-boersen-strompreise-sinken-auf-rekordtiefs ) muss man sich fragen, ob es die Trimet Aluminium SE wohl heute noch gäbe, wenn die Eneuerbaren Energieerzeuger die Börsenpreise nicht so deutlich gesenkt hätten.
    Natürlich gibt es Länder, die den Strom noch günstiger offerieren -- aber es gibt wohl gute Gründe für Firmen wie die Trimet Aluminium SE, hier in Deutschland zu bleiben, obwohl es hier weder Bauxitvorkommen (Rohstoff zur Aluminiumproduktion) noch großartige Energierohstoffe außer der heimischen Braunkohle ( derzeit schmutzigste Art der Stromerzeugung ) gibt.

    Natürlich hat der Autor des Ausgangsbeitrages Recht, wenn er schreibt, dass es sich beim „Auseinanderdriften von Differenzkosten und Umlage nicht um eine „Schweinerei“, sondern um ein Ergebnis der Konzeption der Energiewende“ handelt. Denn genau dieses Konzept wurde ab 2010 mit der Einführung der Ausgleichmechanismusverordnung auf Druck und unter direkter Beteiligung der großen Stromkonzerne grundlegend verändert -- hier steckt eines der Hauptprobleme. Während vorher die Stromanbieter festgelegte Mengen EE-Strom physisch aufnehemn mussten und gleichwertig zum eigenen Strom veräußern mussten, sind sie seit 2010 genau von dieser Pflicht befreit und der EE-Strom muss zwangsweise am kurzfristigen Spotmarkt verramscht werden.
    Das kann man als „Schweinerei“ bezeichnen -- muss man aber nicht. Aber es erklärt, weshalb die Bruttostromerzeugung seit 2010 ebenso wie unsere Stromexporte ständig zunehmen. Die konventionellen Kraftwerke können seither ohne Zwangsvermarktung /Rücksichten auf den EE-Strom wirtschaften und produzieren mit ihren billigsten Kraftwerken (eben vor allem den Braunkohle-KW) bis an die Auslastungsgrenzen der Übertragungsnetze. Ein Schelm, wer da die hohen CO2-Emissionen thematisiert und diese Zusammenhänge negiert.

    Deindustrialisierung Deutschlands durch erneuerbare Energien? Diese inhaltslose Phrase dient ebenso wie die Keule vom Arbeitsplatzabbau oft nur dazu, alte Pfründe zu sichern und fortschrittlichere Technologien auszubremsen. Eine solche Deindustrialisierung halte ich ohne die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien für viel wahrscheinlicher. Denn Deutschland hat außer der Braunkohle kaum Energierohstoffe und ewig wird die politisch angezettelte Talfahrt der Öl- und Gaspreise, die auch die Kohlepreise auf dem Weltmarkt drücken, nicht anhalten.

    Auch ganz ohne den Ausbau der erneuerbaren Energien wäre es allein durch die Inflation zu Preisanstiegen beim Strom gekommen. 2014 importierten wir 86% der verbrauchten Steinkohle, 97% des verbrauchten Rohöls und 92% des verbrauchten Erdgases ( https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Preise/Energiepreise/EnergiepreisentwicklungPDF_5619001.pdf?__blob=publicationFile ) Alle diese Energieträger haben derzeit ein Preistief -- wie lange wird es anhalten?!? Jährlich gibt Deutschland >90Mrd.€ für Energieimporte aus. Wenn diese Kosten deutlich steigen und wir bleiben in unserer Abhängigkeit von Energieimporten -- was wird dann aus den Stromkosten und der Trimet Aluminium SE in Deutschland …

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