Die Energiewende: Kalter Kaffee für den Klimaschutz?

13. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

ego3-150x150Viele Kaffeegenießer leisten sich mit Kapseln zu fütternde Vollautomaten. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine frisch zubereitete Tasse steht jederzeit und schnell zur Verfügung. So schmeckt der Kaffee besser, als abgestanden aus der großen Kanne. Auch kann man einfach zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Kompositionen wechseln. Dieser Luxus führt natürlich zu einem erhöhten Aufwand an Ressourcen und Kosten. Man denke allein an die Verpackung des portionierten Kaffeepulvers, die zu einem großen Teil aus dem energetisch aufwendig hergestellten Aluminium besteht.

Was Dr. Martin Iffert, dem Vorstandsvorsitzenden des Aluminium-Produzenten Trimet natürlich sehr gut gefällt, auch wenn Folien und Beschichtungen nur einen kleinen Teil des Umsatzes seines Unternehmens ausmachen. Am Beispiel der Kaffekapseln aber kann man nach seiner Auffassung häufige Trugschlüsse der Klima- und Energiedebatte besonders gut verdeutlichen.

Denn der höhere Aufwand pro Tasse darf nicht einfach hochgerechnet werden. Bezogen auf die gesamte Menge des in Deutschland gekochten Kaffees sparen Kapseln, Pads und entsprechende Automaten sehr wohl Energie ein. Weil sie ein bedarfsgerechtes Angebot gestatten. Anders ausgedrückt: Der auf diese Weise zubereitete Kaffee wird auch getrunken. Die herkömmliche Produktionsmethode hingegen erzeugt viel Abfall. Der am Ende einfach weggeschüttet wird. Auf den  Luxus zu verzichten und gar noch den Energieverbrauch herkömmlicher Kaffeemaschinen zu regulieren, hätte also gar keinen Effekt.

Berechnet haben das, so nehme ich es an, Ifferts Mitarbeiter. Er verwendete dieses Beispiel zu Beginn eines Vortrages vor etwa 40 geladenen Gästen aus der Wirtschaft, aus Verbänden und aus der Politik im Rahmen einer (nichtöffentlichen) Veranstaltung zur Energiewende in Hannover am vergangenen Freitag. Worauf er damit anspielte, wurde im Verlauf seiner Rede schnell deutlich. Noch mehr volatile Quellen in der Stromversorgung, also Windräder und Photovoltaikanlagen, erhöhen gerade nicht die Versorgungssicherheit und steigern auch nicht die Effizienz des Systems. Weil Strom, für den es keine Nachfrage und daher auch keine Abnehmer gibt, ebenso Abfall ist, wie die Reste aus großen Kaffeekannen.

Ein dem Bedarf folgendes Stromangebot in Deutschland hingegen ist für Trimet von zentraler Bedeutung. Der Mittelständler mit knapp 3.000 Mitarbeitern und sechs Produktionsstandorten hierzulande  benötigt mit 8 TWh pro Jahr etwa 1,3% der gesamten deutschen Elektrizitätsproduktion und stellt damit einen unserer größten Stromverbraucher dar. Im weiteren Verlauf geizte der CEO etwas mit Zahlen und verdeutliche vor allem den Nutzen von Aluminium für die Energieeffizienz, beispielsweise im Fahrzeugbau. In der anschließenden Diskussion ging es dann aber doch noch in die Details, die den ganzen Irrsinn der Energiewende verdeutlichen:

  • Wäre Trimet nämlich nicht als energieintensiver Betrieb von der EEG-Umlage weitgehend befreit, hätte man jährlich etwa 300 Millionen Euro an Zwangsabgabe für den NIE-Ausbau zu zahlen. Was ein Mehrfaches des Gewinns ausmachen würde, der um 50 Millionen Euro liegt.
  • Ein Anstieg des Strompreises um nur einen Cent pro kWh würde Mehrkosten von 80 Millionen Euro pro Jahr bedeuten und damit die Firma in die Verlustzone treiben. Die deutschen Hütten wären nicht mehr zu halten.
  • Zulieferer, Dienstleister und Abnehmer entlang der Wertschöpfungskette wären ebenfalls betroffen. Iffert sprach von einer typischen Zahl von 200 Unternehmen pro Standort. Deren Ansiedlung durch die Magnetwirkung des Trimet-Werkes induziert wurde – und nicht andersherum.

Logischerweise hat man seine neuesten Werke im Jahr 2013 schon nicht mehr in Deutschland, sondern in Frankreich  eröffnet. Im Süden, wo Wasserkraft aus den Alpen preiswert in großen Mengen zur Verfügung steht. Die Entwicklung in den USA (Schiefergas) beobachtet man derzeit ebenfalls ganz genau. Eine weitere Alternative wäre China, auch wenn dort der Strom aus vergleichsweise ineffizienten und entsprechend emissionsträchtigen Kohlekraftwerken stammt.

Die Energiewende senkt den Bedarf an Aluminium nicht. Sie treibt nur entsprechende Produktionskapazitäten aus Deutschland in andere Regionen, in denen häufig weniger strikte Umweltregulierungen herrschen (ganz zu schweigen von der Arbeitssicherheit oder von sozialen Standards). So induziert die derzeitige Klimapolitik steigende Emissionen. Das zu bemerken, erfordert den Blick auf das große Ganze. Wie man eben bei den Kaffeekapseln nicht nur die einzelne Tasse betrachten darf, sondern die Summe aller aufgesetzten Kannen.

Eine klügere Politik hätte den Energiemarkt weiter liberalisiert, statt ihn mit Subventionen zu verzerren. Dann wären hocheffiziente fossile Kraftwerke neu gebaut und ältere Meiler längst modernisiert worden. Denn um im Wettbewerb bestehen zu können, hätten die Betreiber ihren Strom durch weniger Brennstoffeinsatz preiswerter anbieten müssen.

Die 22 Millionen Tonnen an Kohlendioxid, die Deutschland nach dem Willen der Bundesregierung noch einsparen soll, um seine selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen, wären laut einem bei der Veranstaltung anwesenden Vertreter der Firma Alstom jedenfalls allein durch Modernisierung des bestehenden Kraftwerksparks erreichbar – mit hocheffizienten Gas- und Dampfturbinen aus deutscher Produktion. Die als potentieller Exportschlager auch die Emissionen in anderen Teilen der Welt stärker beeinflussen könnten, als eine selbstgewählte Vorreiter-Rolle beim Ausbau volatiler Quellen.

Man stelle sich ein Gesetz vor, das nicht nur die Anschaffung herkömmlicher Kaffeemaschinen erzwingt, sondern auch noch deren ständige Produktion – unabhängig davon, ob dieser Kaffee auch getrunken wird oder überhaupt werden könnte. Nicht denkbar? Doch. Das EEG soll exakt nach diesem Konzept dem Klimaschutz dienen. In Wirklichkeit erzeugt es nur kalten Kaffee. Da steigen die, die man als mögliche Nachahmer identifiziert zu haben glaubt, vielleicht doch lieber auf Tee um. Den sie dann woanders kaufen.

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25 Kommentare
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  1. Ich stehe mehr auf Pads, da bleibt nur Kompost übrig, darüber hinaus gibt’s Dauerpads, die manuell gefüllt werden.
    Ansonsten guter Artikel, danke.

  2. Ein bemerkenswert kluger Beitrag.

    Bitte, bitte trinken Sie alle mehr Kapselkaffee, damit die Welt endlich mehr Aluminium-Wertstoffe und auch mehr radioaktive Wertstoffe, die bei der Herstellung des für die Aluminiumproduktion benötigten verwendeten Stroms in den umweltfreundlichen Atomkraftwerken entstehen, bekommt.

    Wir danken Ihnen.
    Ihre Wertstoffhersteller.

  3. @Peter Heller

    Sehr schön erklärt. Kleine Losgrößen und nur produzieren, wenn man auch einen Bedarf hat, anstatt teuer die großen Vorratsspeicher auffüllen wie in der Planwirtschaft. Der Grundgedanke der modernen Produktion an einem Alltagsbeispiel erklärt.

    Und nebenbei ein Killerargument gegen die NIE und das EEG.

    Sehr gut.

  4. @Kilometerfresse

    Och….Dank der Energiewende brauchen wir Netzbetreiber jede Menge Aluminium……nämlich in Form von fetten Kabeln, die wir mühsam durch die Landschaft zerren um auch die letzte erneuerbare Zufallsstrom-kWh ENTSORGEN zu können.

    PS. Kupfer nehmen wir absichtlich nicht, ansonsten würden die Kabelrollen allesamt die Nacht Füße kriegen (Schrottdiebe)…oder zur Not sogar noch aus den offenen Kabelgraben auf wundersame Weise verschwinden.

    Joo, auf den einen Auge blind und mit dem anderen im Mustopf…..so stell ick mir einen astreinen Öko vor.

    Ach hätten doch unsere Vorfahren bloß nicht das Feuer entdeckt……wir würden uns heute so manch dummen Schmarren ersparen….während wir den benachbarten Familienclan mit der Keule aus ihrer Höhle vertreiben.
    Vorwärts nimmer, rückwärts immer.
    Onkel Heinz…….ähm, stolzer Besitzer eines Kaffeeautomaten, der aus echten Bohnen ne Einzeltasse fabriziert.

  5. Jetzt habe ich nur auf den Artikel geklickt, weil mich die Rechnung zum Ressourcen und Energieverbrauch von Kaffee-kapseln vs normaler Filterkaffee interessiert hat. Und dann steht da gar nichts drin. ;(

    Das Argument der Alu-Industrie kann ich ueberhaupt nicht nachvollziehen. Gerade die Alu-Industrie kann eine grosse Rolle beim Ausgleich von Spannungsschwankungen spielen. Die haben ja die ganzen Fluessigmetall-Batterien quasi rum stehen. Bei Strom-Ueberschuss, wird Aluminium produziert; und bei Strommangel wird gespeicherte Energie wieder ans Netz abgegeben. Die Alu-Industrie hat dafuer das know-how und da eroeffnen sich ganz neue Einnahme-Quellen. Aber das kennt man von der deutschen Industrie -- sehr konservativ und nicht flexible wenn sich Rahmenbedingungen aendern.

  6. Detlef Schulze sagt:
    Das Argument der Alu-Industrie kann ich ueberhaupt nicht nachvollziehen. Gerade die Alu-Industrie kann eine grosse Rolle beim Ausgleich von Spannungsschwankungen spielen. Die haben ja die ganzen Fluessigmetall-Batterien quasi rum stehen. Bei Strom-Ueberschuss, wird Aluminium produziert; und bei Strommangel wird gespeicherte Energie wieder ans Netz abgegeben. Die Alu-Industrie hat dafuer das know-how und da eroeffnen sich ganz neue Einnahme-Quellen. Aber das kennt man von der deutschen Industrie — sehr konservativ und nicht flexible wenn sich Rahmenbedingungen aendern.

    @Detlef Schulze
    Ich verstehe den Vertreter der Alu-Industrie auch nicht. Die sind doch nicht nur von der Umlage zum größten Teil befreit, sondern können auch noch direkt an der Börse kaufen, z.B. wenn der Preis dort gegen „Null“ geht. Wenn die Preise negativ werden bekommen sie sogar noch Geld,wenn sie Strom abnehmen. Weiß er das nicht, oder will er nur mal wieder Stimmung machen.?????

    MfG

  7. @Kilometerfresser

    primaklima wäre der richtige Blog für Sie. Da treffen Sie auf Gleichgesinnte.

    @Diehl

    Wenn die Preise negativ werden bekommen sie sogar noch Geld,wenn sie Strom abnehmen.

    Den Strom will ich auch haben, wo bekomme ich den. Welcher Stromanbieter vertreibt den?

  8. Ist schon drei Jahre alt, das Video. Dennoch passt es zum Thema hier, jedenfalls am Rande: Energieintensive Grundstoffindustrie und die Energiewende.

  9. Einem Öko kann man es nicht erklären, denn er will an die „Jungfrauengeburt“ glauben. Den anderen mit zumindest geringsten technisch physikalischen Kenntnissen braucht man es nicht erklären. Danke Herr Heller für die einfache Vorführung eines komplexen Sachverhaltes. Nicht überall wo Öko und Bio drauf steht ist auch wirklich Öko und Bio drin. Siehe Ökostrom, Biogas, Biodiesel und Ökobenzin E 10.

  10. @ Schulze, #5:

    Jetzt habe ich nur auf den Artikel geklickt, weil mich die Rechnung zum Ressourcen und Energieverbrauch von Kaffee-kapseln vs normaler Filterkaffee interessiert hat. Und dann steht da gar nichts drin. ;(

    Tja, was soll ich machen? Iffert hat nicht den Rechenweg gezeigt und auch nicht die Datenquellen, sondern nur das Endergebnis. Und das auch so schnell, daß ich keine Werte mitschreiben konnte.

    Gerade die Alu-Industrie kann eine grosse Rolle beim Ausgleich von Spannungsschwankungen spielen. Die haben ja die ganzen Fluessigmetall-Batterien quasi rum stehen. Bei Strom-Ueberschuss, wird Aluminium produziert; und bei Strommangel wird gespeicherte Energie wieder ans Netz abgegeben. Die Alu-Industrie hat dafuer das know-how und da eroeffnen sich ganz neue Einnahme-Quellen. Aber das kennt man von der deutschen Industrie — sehr konservativ und nicht flexible wenn sich Rahmenbedingungen aendern.

    Jetzt muß ich zur Ehrenrettung von Trimet aber schon sagen, daß man dort an einer solchen Lösung bereits arbeitet. Wann man damit operativ werden kann oder will, hat Iffert aber nicht gesagt.

    Im Moment ist Trimet eines jener „systemrelevanten“ Unternehmen, die durch den Netzbetreiber innerhalb einer Sekunde vom Netz genommen werden dürfen, um dieses zu stabilisieren. Bis zu vier Stunden können die Anlagen stillstehen, ohne daß Schaden angerichtet wird. Für den Produktionsausfall wird Trimet natürlich entschädigt. Auch das zahlt am Ende der Stromkunde.

  11. Trimet steht provokant für Branchen, die auf preiswerte Elektrizität angewiesen sind.
    Neben der Aluminium-Verhüttung, gilt dass übrigens für die gesamte Metallbranche und in allen Produktionsbereichen, wo die Elektrizität eine wichtige Funktion hat.
    Das gilt auch für die Produktion von Qualitäts-Stählen, für Gießereien, Schmieden und Chemie-Werken, die mit abwandern werden, weil die Kosten eine entscheidende Rolle spielen.
    Das EEG hat ja den Kosten-Wettbewerb bei der Stromerzeugung, durch eine ideologische Privilegierung außer Kraft gesetzt und mit einer „Energie-Wende-Klima-Kanzlerin“, quasi eine Öko-Tango tanzende Gouvernante, als politisch moderierende Gouvernante, zum immer deutlicher werdenden Dilemma werden lassen.
    Man möchte Frau Merkel wünschen, aus der Sackgasse in die sie sich verlief, um Wähler zu binden, die ihre Kanzlerschaft erhalten, nicht nur sich selbst befreien kann, sondern demokratischen Wettbewerb als Freiheit zu erachten.
    Eine Verdopplung der Strompreise, ohne irgendeinen allgemeinen Nutzen, politisch zu organisieren, ist sicher zu viel neo-feudaler Egoismus.

  12. @Schulze #5

    Die haben ja die ganzen Fluessigmetall-Batterien quasi rum stehen. Bei Strom-Ueberschuss, wird Aluminium produziert; und bei Strommangel wird gespeicherte Energie wieder ans Netz abgegeben.

    Das herkömmliche Schmelzfluselektrolseverfahren nutzt eine irreversible Reaktion. Die Graphitanode verbrennt zu CO2 und CO.
    Wie funktioniert denn technisch die von ihnen behauptete Stromabgabe?

  13. Man sollte noch einen anderen Blick einnehmen…wenn ein Land aus politischen und ideologischen Gründen von einen Markt=Gesellschaftsprodukt verabschiedet und die Kraftwerke sind so ein Produkt, dann wird dieses Land in Zukunft auch nicht mehr auf diesen Gebiet (Kraftwerksbau-Entwicklung-Forschung) auf dem weltweiten Markt keine Rolle mehr spielen. Die Marktfeindliche Politik unter der Rot-Grünen Ideologie Merkel verhindert die Forschung und die Weiterentwicklung von Marktfähigen Produkten und fördert gleichzeitig mit marktfeindlichen Gesetzen (EEG) Produkte die weder in einer wertschöpfenden Gesellschaft noch in einer zukunftsfähigen und wissbegierigen Wissenschaft nachgefragt werden. Die Energiewende (EEG) ist ein Ausdruck von Mangel und Armut einer politischen Führung. Deutschland und seine Forschungslandschaft für die Wertschöpfung also die Wohlstandsbasis für unsere Gesellschaft, wird durch diese marktfeindliche und unfreie Politik massiv geschädigt und vernichtet.

  14. @Hess #12

    Sie haben recht mit dem was Sie sagen. Zur Herstellung von 99% reinem Al werden Graphitelektroden verwendet.

    Fuer die Produktion von noch reinerem Al wird allerdings das sogenannte Hoops Verfahren benutzt. Eine Hoopes Zelle ist quasi der Vorfahre einer Fluessigmetall-Batterie.

    Falls Sie interessiert sind, empfehle ich den Uebersichtsartikel:
    http://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/cr300205k

    Oder den TED-talk: https://www.youtube.com/watch?v=Sddb0Khx0yA

  15. @Detlef Schulze

    Danke für den Link.
    Die Gleichgewichtszellspannung liegt bei 30 mV, deshalb wurde die Zelle als Batterie wohl verworfen.
    So dass ihr Vorschlag wohl nur theoretisch funktioniert.

  16. @Krüger #7

    Nee, nee, lassen Sie mal gut sein. Hier fühle ich mich gut aufgehoben, bei Euch kann ich wirklich noch was lernen.

    Außerdem find ich´s lustig, wie Unterstufen-Schulwissen von priveligierten Akademikern mit mehreren Silvestern Unität mit Füßen getreten wird … 😉

  17. @Kilometerfresser

    Außerdem find ich´s lustig

    Sie scheinen mir eher arg gereizt und verstimmt. Grüne Therapie kann dort helfen:

    http://www.klinikum-weissenhof.de/medizin-therapie/fachtherapien/gruene-therapie/

    ScSk ist leider keine Therapiegruppe.

  18. @Krüger #17

    Keine Sorge. Gegen Lachmuskelkater hab ich Globuli-Kügelchen. 🙂

  19. @Kilometerfresser

    Keine Sorge.

    Die Probleme, welche Sie mit ScSk haben, bereiten mir schon Sorge. Aber wie gesagt, hier ist nicht der richtige Therapielatz. Haben Sie Kummer und Sorge mit dem Klimaskeptikern, so können Sie das bei primaklima kund tun.

  20. Um frischen Kaffee zu haben, braucht man Ihn nicht zuvor in eine Kapsel zu stopfen.
    Kaffeekapseln sind eher ein Luxusphänomen als, daß man diese als positives Beispiel aufführen sollte.

    Das Argument, daß man Kaffee nicht rumstehen lassen sollte, führt nicht zwangsläufig zur Kaffeekapsel, sondern eben nur zur portionierten Zubereitung. Die Kaffeekapsel ist eine Möglichkeit unter vielen!

    Frisch gemahlen und im Siebträger direkt in die Maschine, hat für mich bis jetzt jedes Fertigprodukt ausgestochen.
    https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Gaggia_Classic_Coffee

    mfg

  21. Ich finde diese Kapseldiskussion gerade von einem Aluminiumproduzenten etwas merkwürdig.
    Wenn, sollten sich die Kaffeekapseln nicht an Kaffee aus der Kanne, sondern frisch gemahlenem aus einem Automaten messen.
    Beim Automaten ist die Investition höher anfangs, dafür die laufenden Kosten niedriger und -- ich kann das als nicht-Kaffeetrinker leider nicht bewerten -- der Kaffee für den Großteil der Menschen leckerer. Der Kaffee aus Vollautomaten ist ebenfalls bedarfsgerecht, ist jedoch in Beuteln weniger aufwändig verpackt. Das war es dann ja auch schon mit Trimets Argumenten.
    Bei KFZ haben einige Stähle eine höheres Festigkeit/Gewicht-Verhältnis, sofern ich mich recht entsinne.

  22. @mrotz
    Nun ja….die Kapseln sind schon ne saubere Sache, hygiänisch einwandfrei und der Reinigungsaufwand für die Maschine hält sich auch in Grenzen.
    Mein Automat hat knapp 800 Euro gekostet….nur damit ick aus echten Bohnen und einer Buddel Milch den Kaffee meine Wahl herstellen kann….und alle paar Tage ist ne Putzorgie fällig, damit der Schmodder inner Maschine nich anfängt zu schimmeln.

    Tja…warum kaufen wir abgepackte Wurst…wenn man doch beim Fleischer auch scheibchenweise die Fressalien mitnehmen könnte…warum gibbet im Handel Mini-Verpackungen für jede Art von Lebensmittel….wir könnten ja auch mit einer Handvoll Tupperdosen und Schraubgläser in den Konsum gehen und dort das Sauerkraut in Flaschen abfüllen lassen?

    Tja, eine zunehmend Anzahl von Single-Haushalten macht es eben nötig….auch in kleinen Dimensionen zu denken….bevor dann zu viele Lebensmittel weggeworfen werden müssen….anstatt der kleinen Verpackungen.
    Mir sind diese Kapselautomaten auch schon bei diversen Autohändlern/Werkstätten….Frisören…und sonstige Geschäfte mit Wartezeiten aufgefallen….mit wenig Aufwand schnell mal ein Tässchen Kaffee für den lieben Kunden, so sieht guter Service aus.
    Mal davon ab….bieten die Kapseln ja so gut wie alle Geschmacksrichtungen….diversen Latten, mit und ohne Milch..alles das an, wat der verwöhnte Kaffeesäufer sich so wünscht…Klappe auf, Kapsel rein, Tasse drunter, Knöpfchen drücken….fertig……wohingehend sich der Spass bei meinen Automaten dann schon mal in eine Vorbereitungsorgie versteigern kann.
    Wir leben in einer hektischen Zeit….da muss alles janz schnell gehen….ich kenne noch Zeiten, da hab ick den Kaffee erstmal gemahlen, Wasser aufgesetzt…..Filtertüte in den Trichter geknetet….und dann schwallartig dat braune Zeuch mit heißen Wasser malträtiert…..um am Ende doch wieder festzustellen…..Scheiße, hätte ruhig ein Löffel Kaffee mehr/weniger sein können.
    Und naja….über Geschmack lässt sich trefflich streiten….aber die Kapseln genügen den meisten Menschen voll auf und dat müssen wir halt akzeptieren….als Genießer.

    Onkel Heinz……..ups, akuter Koffeinmangel…..ich muss schnell mal in die Küche

  23. @Onkel Heinz
    Ich habe ja auch explizit auf diese Kaffeemaschine verlinkt.
    https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Gaggia_Classic_Coffee

    Man füllt den Siebträger mit der gewünschten Menge Kaffee, verankert diesen in der Maschine und lässt sie laufen.
    Man braucht auch nicht länger als beim Vollautomat. Dafür gibts aber kein Schmodder und die Maschine ist billiger.

    Nur der Siebträger kommt mit Kaffee in berührung und ist simpel zu reinigen. Alles interieur dient nur der Wasseraufbereitung, wodurch Kalk der Einzige „Schmodder“ ist.
    Die Maschine ist robust und super simpel zu Warten. Ersatzteile gibts überall…

    Für mich die perfekte Kaffeemaschine.

    Kaffeekapseln sind ein Lifestyle-Produkt. Nicht zu verteufeln, aber aus technischer Sicht auch nicht zu bejubeln.
    Ökostrom ist auch ein Lifestyle-Produkt. Kaffeekapseln haben mit Ökostrom mehr gemein, dem Autor des Artikels vermutlich lieb ist.

    mfg

  24. @mrotz
    Tja….und schlussendlich landen wir wieder bei der Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage und solchs Zeuchs.
    Wenn der Kunde solch ein (unsubventioniertes) Produkt annimmt…….und reichlich Kapseln nachkauft, ist die Geschäftsidee doch wohl irgendwie gelungen, natürlich mit der passenden Werbung…….wäre es nicht so, würde dieses Produkt janz schnell wieder vom Markt verschwinden…..logisch, oder?

    Aus diesen Grund sehe ick es genau umgekehrt als Du, Kaffeekapseln sind dat janze Gegenteil vom Ökostrom, denn ick hab ja die Wahl…..von der kleinen Kaffeemaschine mit Papierfilter……über Vollautomaten mit Mahlwerk und allem Schnickschnack….bis hin zur Kapsel……janz nach Geldbeutel und Geschmacksnerven,….wohingehend ick den Ökostrom zwangsweise mitfinanzieren MUSS….ob ick nun will oder dat alles für kompletten Schwachsinn halte.

    Das der Alu-Hersteller nun mit den Kapselrohlingen wirbt…..ist doch OK……er könnte auch mit dem Aluminium werben, das in Deiner Kaffeemaschine verbaut ist….*grins.

    Onkel Heinz……..Schluss mit Kaffee……jetzt gibbet ein anderes Getränk, das fieses CO2 enthält aber aus der gewichtsintensiven Pfandflasche kommt….Prost.

    (ach Menno…..Tante Edit schon wieder….H.E.)

  25. Das liest sich hier wie eine „Sendung mit der Maus“ für Bürger der ehemaligen SBZ.

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