Die Energiewende: Merkels grüner Populismus

21. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Nun ist es heraus. Die EEG-Umlage wird im kommenden Jahr wieder steigen. Auf jede Kilowattstunde Strom zahlt der Verbraucher einen Aufschlag von 6,35 Cent, die in die Taschen der Betreiber von Photovoltaikanlagen, Windrädern und Biogaskraftwerken fließen. Hinzu addiert sich ein Betrag von 1,21 Cent pro Kilowattstunde an Mehrwertsteueraufschlag für die Kasse des Bundes. Gut 300 Euro beträgt mittlerweile die jährliche Mehrbelastung bei einem für Familien typischen Bedarf von 4.000 kWh. Viele Bürger sind zusätzlich noch von steigenden Netzentgelten betroffen.

Dabei hatte alles ganz harmlos begonnen. Das Stromeinspeisegesetz aus dem Jahr 1991 sollte auch den Betreibern kleiner Anlagen, die Elektrizität aus Wasser, Wind, Sonne und Biogas herstellten, einen diskriminierungsfreien Zugang zum Stromnetz und eine am Marktpreis orientierte Mindestvergütung gewährleisten. Die Idee, damit den Wettbewerb zu befeuern, wurde durch die rotgrüne Bundesregierung im Jahr 2000 mit zwei einschneidenden Änderungen in ihr Gegenteil verkehrt. Aus dem Stromeinspeisegesetz ging das „Erneuerbare Energien Gesetz“ oder kurz EEG hervor, das nicht nur einen Vorrang für Strom aus regenerativen Quellen, sondern auch eine Vergütung deutlich über dem Marktpreis vorsah. Trotz zahlreicher Novellen haben diese beiden zentralen Elemente bis heute überlebt. Für zwanzig Jahre wird den Betreibern naturinvasiver Energiesysteme (NIEs) die Abnahme beliebig hoher Mengen zu konstanten Preisen garantiert. Angela Merkel heißt das Hindernis, an dem jeder Versuch einer Abschaffung dieses planwirtschaftlichen Konzeptes in den letzten Jahren schon im Ansatz scheiterte.

Manche Beobachter glauben, in der Flüchtlingskrise ein neues Gesicht der Kanzlerin ausmachen zu können. Die strikt rational denkende Physikerin zeige nun endlich ihre emotionale, menschliche Seite, jubeln viele Kommentatoren und bewundern sie dafür. Wer so denkt, hat von Physik noch nie etwas verstanden. Angela Merkel ließ sich schon immer von Gefühlen leiten, von moralischen Ansprüchen. Vielleicht nicht unbedingt von ihren eigenen, aber auf jeden Fall von denen der Wähler. Man wählt heute nicht mehr CDU, weil man sich eine fachlich begründete, vom Ergebnis her gedachte Politik wünscht. Man unterstützt die Kanzlerin, weil sie dem Wunsch vieler Menschen Rechnung trägt, Teil einer großen Bewegung zu sein, die für das Gute steht, das scheinbar moralisch und ethisch gebotene. Die CDU kopiert das Erfolgsrezept der Grünen. Das Kreuz auf dem Wahlzettel suggeriert ein gemeinschaftliches Engagement für eine bessere Zukunft, obwohl es in Wahrheit der individuellen Gewissensberuhigung in der Gegenwart dient. Die Motive „Wir schaffen das!“ oder auch „Wenn nicht wir, wer dann?“ ziehen sich eben nicht nur durch Finanzkrise, Eurorettung und Flüchtlingsproblematik, sie sind auch die zentralen Botschaften einer Energiepolitik, die nicht der Versorgungssicherheit, der Kostensenkung und dem Umweltschutz dient, sondern dem Streicheln der gutmenschlichen Seele. Phantasien über Ressourcenverknappungen und Klimakatastrophen bilden den spirituellen Überbau. Die Notwendigkeit, deswegen eine Dekarbonisierung unserer Wirtschaft zwingend einleiten zu müssen, ist das abgeleitete Dogma. Die zu erbringenden Opfer sind nicht die Sparguthaben, ins Ausland verschenkte Steuermilliarden oder von Flüchtlingen okkupierte Turnhallen. Sondern dauerhaft hohe Energiepreise bei gleichzeitigem Verzicht auf alle Optionen, die dies ändern könnten. Die Gebote heißen Windenergie, Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse und Geothermie. Gegenüber Innovationen in anderen Technologiebereichen, etwa bei Kohle- und Gaskraftwerken, bei der Kernspaltung oder der Kernfusion ist der Staat mit voller Absicht erblindet. Selbst die Solarthermie findet keine Gnade.

Als in 2009 eine schwarzgelbe Regierung in Berlin an die Macht kam, hatte der Ausbau der NIEs eine Dynamik entwickelt, gegen die nicht einmal die FDP sich zu wehren wagte. Den Investoren garantiert das Gesetz über Jahrzehnte satte Renditen, die nicht durch staatliche Gelder, sondern durch den Umverteilungsmechanismus namens „EEG-Umlage“ von allen Stromkunden finanziert werden. Die öffentlichen Haushalte profitieren über zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen. Im Strombereich ist die Energiewende ein parasitärer Mechanismus, der sein Wirtstier, das konventionelle Versorgungssystem mit seinen Großkraftwerken und Leitungsnetzen, langsam aussaugt, ohne sich an dessen Erhalt zu beteiligen.

Auf dieser Grundlage konnte die Klimakanzlerin die zweite Stufe zünden. Schon in ihrer Zeit als Umweltministerin hatte Angela Merkel die Phantasie von der bevorstehenden Apokalypse aufgrund der Anreicherung von Kohlendioxid in der Atmosphäre durch die Nutzung fossiler Energieträger übernommen und deren politisches Potential erkannt. Krisenrhetorik mobilisiert den Gutmenschen und diese Möglichkeit darf man nicht allein dem politischen Wettbewerb überlassen, will man alle Optionen auf die Erringung und Stabilisierung von Gestaltungsmacht nutzen. Mit dem sogenannten „Energiekonzept“ der Bundesregierung bekam die Energiewende im Jahr 2010 ihren konzeptionellen Überbau, der nicht mehr nur die Elektrizitätsversorgung, sondern alle Bereiche der Energiewirtschaft betraf. Grundlage dieses Konzeptes bildeten im Jahr 2009 von externen Beratern entwickelte Szenarien, die die Ziele des Umbaus unserer Energieversorgung beschreiben. Niedergelegt sind diese in der Studie „Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung“ und sie stellen bis heute die Basis der deutschen Energiepolitik dar.

Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie hat die Energiewende wenig bis gar nichts zu tun, obwohl dies oft kolportiert wird. Lediglich der Begriff „Energiewende“ wurde erst im Jahr 2011 geprägt, nach dem Störfall in Fukushima und der panischen Reaktion der Bundesregierung. Die, wie sich heute zeigt, völlig unbegründet war. Nein, die Energiewende dient allein dem Klimaschutz. Den im Jahr 2000 für das Jahr 2021 beschlossenen Atomausstieg hat die schwarzgelbe Regierung in 2010 nicht etwa rückgängig gemacht, sondern lediglich auf 2040 verschoben. Weil man dadurch hoffte, den Anteil der Kohle an der Stromproduktion schneller reduzieren zu können. Mit der Kehrtwende in 2011 wurde der Termin für die Abschaltung der letzten deutschen Kernkraftwerke dann wieder auf 2022 vorgezogen.

Weit verbreitet ist das Bonmot, die Energiewende wäre Planwirtschaft ohne Plan. Eine korrekte Beschreibung, die aber von der Existenz weitreichender für das Jahr 2050 festgelegter Ziele ablenkt. Die Motivation ist nicht primär der Ausstieg aus der Kernenergie. Es geht auch nicht in erster Linie um die Substitution konventioneller Energieträger durch die NIEs. Es geht einzig um die Dekarbonisierung aller Lebensbereiche und dazu stellen die NIEs nur ein Mittel zum Zweck dar, nicht aber den Selbstzweck.

Um 80% sollen bis 2050 die Treibhausgasemissionen im gesamten Energiesektor gegenüber dem Basisjahr 1990 sinken. Das betrifft neben der Stromproduktion eben auch den Verkehr und die Wärmeversorgung (von Privathaushalten bis hin zu Industrieprozessen). Und dies wird vor allem durch eine gigantische Verminderung des Energieumsatzes möglich, nicht etwa durch einen Umbau. Die NIEs sollen die fossilen Energieträger und die Kernenergie nicht vollumfänglich ersetzen (das könnten sie auch nicht). Sie sollen nur den überwiegenden Teil der Energie liefern, die wir dann noch benötigen.

Bezogen auf das Basisjahr 2008 sehen die Energieszenarien des Bundes dazu eine Reduzierung des Primärenergieverbrauches um 50% vor. Der Anteil der NIEs an der Primärenergieversorgung soll gleichzeitig auf 60% steigen. Das Diagramm zeigt diese Vorstellung im Vergleich zur aktuellen Situation.

Energiediaet

 

Die Planung sieht vor, Deutschland sowohl hinsichtlich der Höhe des Verbrauches, als auch hinsichtlich der Versorgungsstruktur auf einen Zustand zurückzuführen, der dem der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entspricht. Seit 2010 ist man diesem Einsparziel noch nicht nähergekommen. Der Primärenergieverbrauch hierzulande sinkt nicht, er hat sich auf hohem Niveau stabilisiert.

Also, denken viele, könne man doch einfach an der Effizienzschraube drehen. Die Reduzierung von Umwandlungsverlusten entlang der gesamten Versorgungskette bis hin zum Endverbraucher wird seitens der Politik häufig als Königsweg zu einer erfolgreichen Energiewende dargestellt. Es stimmt ja auch, die Steigerung der Effizienz ist ein wichtiger Treiber des technischen Fortschritts. Zu einer Einsparung führt sie aber nicht.

Ganz im Gegenteil werden in wettbewerblich organisierten Märkten alle Effizienzgewinne sofort über Kostensenkungen an den Kunden weitergegeben. Dadurch können sich einerseits immer mehr Menschen bestimmte Produkte leisten und andererseits werden auf diese Weise eingesparte Mittel in andere Bereiche des Konsums umgeleitet. In Summe ist eine zunehmende Energieeffizienz daher immer mit einer absoluten Steigerung des Energieumsatzes verbunden. Seit den 1970er Jahren ist beispielsweise im Luftverkehr eine jährliche Absenkung der pro Passagierkilometer erforderlichen Treibstoffmenge um 1-2% zu beobachten. Auf dieser Grundlage sanken die Ticketpreise und für immer mehr Menschen wurde das Fliegen immer häufiger erschwinglich. Die tatsächlich zurückgelegten Passagierkilometer stiegen entsprechend um 4-5% pro Jahr. Natürlich verbraucht ein Laptop heute wesentlich weniger Strom als ein Großrechner aus den 1990er Jahren, bei mindestens gleicher wenn nicht gar deutlich höherer Rechenleistung. In Summe aber ist der Strombedarf vieler Millionen kleiner Computer gegenüber einigen wenigen großen deutlich höher. Es ist nicht möglich, durch Effizienzsteigerung Energie zu sparen. Es sei denn, man verhindert solche Rebound-Effekte durch zusätzliche, künstliche Belastungen.

Manch ein Stromverbraucher mag sich wundern, warum denn seine Stromrechnung nicht sinkt, obwohl er doch alles getan hat, was ihm empfohlen wurde. Energiesparlampen setzt er ein, viel Geld wurde in einen neuen sparsamen Kühlschrank und eine neue sparsame Waschmaschine investiert, auch wird die Unterhaltungselektronik vom Netz getrennt und nicht mehr im Standby betrieben. Sein Verbrauch sinkt tatsächlich, aber seine Stromkosten steigen trotzdem. Das ist im Kern die Idee der gegenwärtigen Energiepolitik. Energie soll stetig teurer werden, um jeden Effizienzgewinn wieder abschöpfen zu können. Dazu erfindet man ständig neue Aufschläge, von der EEG-Umlage über den Emissionshandel bis hin zur bald zu erwartenden Kohlenstoffsteuer. Belastungen, die immer vom Verbraucher zu tragen sind und immer mit der Notwendigkeit der Weltrettung verknüpft werden.

Denn diese ist nach den Dogmen der Nachhaltigkeitsideologie am Ende nur durch Verzicht möglich. Kunden müssen ihren Konsum einschränken, Unternehmen dürfen nicht mehr in neue Wertschöpfungsmöglichkeiten investieren und die Wirtschaftsleistung soll schrumpfen. Wem alles menschliche Handeln als nicht hinnehmbarer zerstörerischer Eingriff in die heiliggesprochene Natur gilt, der kann nichts anderes wollen.

Die EEG-Umlage wird auch in der Zukunft weiter steigen. Vielleicht nicht jedes Jahr, aber langfristig unaufhaltsam und stetig. Die Energiewende weist uns nicht den Weg in ein Schlaraffenland sauberer und preiswerter Energieüberflüsse, die fast zum Nulltarif zu haben sind. Nein, sie ist in Wahrheit eine Energiediät, durch die unsere Versorgung immer knapper und unsicherer wird. Ihr Ziel ist der Mangel – und dieser ist politisch gewollt. Auch und gerade von der Kanzlerin.

——————————-

Hinweis in eigener Sache: Manch einem Altleser wird dies bekannt vorkommen. Richtig, ich hatte in 2010 schon einmal in ähnlicher Form die Energiewende beschrieben. Obiger Text ist vor einigen Tagen zuerst in meiner neuen Kolumne „Lichtblicke“ bei Tichys Einblick erschienen. Er dient dort als Auftakt für eine Serie von Artikeln über die Energiewende, für die ich viele der hier bei Science Skeptical schon verwendeten Argumentationen neu formuliere und aktualisiere. Die Texte werden dann jeweils auch hier zur Diskussion gestellt.

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60 Kommentare
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  1. Grandioser Artikel. Volltreffer!
    Ich habe (leider) auch eine Fotovoltaik-Anlage auf meinem Dach, und muss zugeben, dass es die größte Fehlinvestion meines Lebens war (das sagen immer mehr Leute). Hier in Belgien ist es mittlerweile so, dass man nicht nur noch „abkassiert“, wenn man PV-Besitzer ist, sondern man muss inzwischen auch eine Netznutzungsgebühr bezahlen. Die Kosten steigen bei jedem.
    Gibt es übrigens einen Markt für Second-Hand-Module? :-) Oder kann man sich eine sinnvolle Batterie in den Keller tuen oder an die Wand hängen?

  2. Nein, sie ist in Wahrheit eine Energiediät, durch die unsere Versorgung immer knapper und unsicherer wird. Ihr Ziel ist der Mangel – und dieser ist politisch gewollt. Auch und gerade von der Kanzlerin.

    Das ist definitiv das Ziel der Ökos, aber ob Merkel ein Öko ist sei dahingestellt. Meiner Ansicht nach ist sie Opportunistin. Wenn der Zeitgeist kippt, kippt sie mit. Abgesehen davon wird sie nicht immer Kanzler sein.

  3. Danke für diesen sehr guten und interessanten Beitrag. Mit Religion oder Pseudoreligion zur Macht oder zum Machterhalt. Das hat auch die Pfarrerstochter verstanden. Leider wird damit ein Industrieland zerstört. Leider fallen die Wähler darauf herein und begrüßen den Rückschritt zur „Nachhaltigkeit“. Die gleichen Leute kaufen LEDs, zur Talglampe möchte doch keiner zurück und fahren einen SUV mit getürkten Abgaswerten.Religion hat eben außer ersten Buchstaben nichts mit Ratio gemeinsam. Da möchte man selbst als Atheist nach einem Luther und einem Ende des Ablaßhandels mit Selbstkasteiung rufen. @ #2 Der Zeitgeist wird kippen, aber erst nach der Volkswirtschaft und damit zu spät. Ein Black out, auch wenn er nur wegen vereister Hochspannungkabel und Sturm passiert (Klimawandel?), könnte früher aufwecken.

  4. Wie Peter Heller hier überzeugend gut analysiert hat, ist die ganze Aktion ideologiegetrieben. Wie andere idealistische Ziele ist auch ein Einsparungs- und Nachhaltigkeitsziel legitim und wünschbar und könnte sogar vernünftig sein, denn reduzierter Energieeinsatz kann ja auch reduzierte Kosten und eingesparten Aufwand bedeuten. Unter diesem Aspekt wurde in der ganz normalen Welt immer schon Energie und damit Kosten gespart, oder es wurden
    „wertlose“ Energierohstoffe identifiziert und genutzt. Beispielsweise hat Uran keinerlei Nutzungsspektrum außer zum Färben von Glas ( inzwischen verboten) und zur Wärmegewinnung incl. hocheffektiver Explosivmittel. Dieses Metall ist unbrauchbar im Sinne des normalen Lebens und deshalb ist es eine grandiose Nachhaltigkeitsleistung und extrem wirtschaftlich Uran und Konsorten zur Energiegewinnung zu nutzen. Kein Tier, kein Mensch muss verhungern weil Uran genutzt wird. Wie sieht die Bilanz bei Biomais, Holzpellets aus Brasilien oder bei Aufstauen und Überfluten ganzer Regionen aus? Leider hat, wie man an dem Beispiel sieht, Energiewende wie derzeit betrieben, mit Vernunft nicht das Geringste zu tun und ist ein nutzloses Ritual, vergleichbar mit beliebigen anderen Formen des Götzentumes. Das Thema ist ausschließlich religiös besetzt und von Vorstellungen der Völlerei, Verschwendung und ähnlichen Todsündebildern getrieben. Somit passt das in das Weltbild der Pfarrerstochter M und der Grünen, deren Eltern zum überwiegenden Teil aus dem evangelischen und pietistischen Mittelbürgertum stammen (welches übrigens in großen Teilen bereits anderen Heilslehrern begeistert begeistert den Anus geleckt hatte). Ein Paradies auf Erden wie es uns heute die Nutzung vielfältiger Energiequellen beschert, kann nur Sünde sein, denn nur das Paradies im Himmel ist rein und göttlich. Warum könnte man nicht eigentlich Gott , der Natur, Gaia oder wem auch immer danken, dass der Menschheit das Uran oder das Wissen über Gentechnik geschenkt wurde?

    Folgerichtig wird nicht nach einer machbaren funktionierenden und vernünftigen Lösung der Energie und Umweltschutzprobleme gesucht sondern nach einer „Guten“ ohne Gen und Atom, in ideologisch bigotter Bescheidenheit und Armut und mit diktatorischem Sendungsbewusstsein.
    Wahrscheinlich werden die Vertreter dieser Denke in Bälde marginalisiert sein, denn Sie gehören mangels Nachwuchs zu einer aussterbenden Gruppe der weißen deutschen Bevölkerung. Für die verbleibenden einigermaßen verarmten Eingeborenen und Einwanderer mit Familien gilt entsprechend B. Brecht: Erst kommt das Fressen und dann kommt die Moral!

  5. Eine Ursache des bundesdeutschen Irrsinns liegt auch hier begründet…..

    Bundestag verweigert Nennung von Lobbyisten-Namen

    Der Bundestag verweigert nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ auch weiterhin die Veröffentlichung der Namen der Lobbyisten, die einen Hausausweis bekommen haben. Das Parlament habe auf Druck der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD Berufung gegen ein Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts (VG 2 K 176.14) eingelegt.

    Damit war das Parlament im Juni verurteilt worden, die Namen der Organisationen herauszugeben, deren Vertreter Hausausweise bekommen haben. Geklagt hatten das Internetportalabgeordnetenwatch.de und deren Trägerverein Parlamentwatch. Nach Medienberichten geht es um rund 2000 Hausausweise.

    Jeder Hunz und Kunz kann unseren Regierungszwergen Sachen aufquatschen, die dann später in Gesetzesform gepresst werden…..und alles schön im Hinterzimmer…..am blöden Wahlmichel vorbei.
    Die Weigerung ansich….spricht für sich…..bedenkt man dann noch, was so mancher Abgeordnete nebenbei verdient, muss man sich über garnix mehr wundern, was in diesen Land (der Bekloppten und Bescheuerten) abgeht.

    https://www.abgeordnetenwatch.de/blogcategories/nebeneinkuenfte

    H.E.

  6. Man unterstützt die Kanzlerin, weil sie dem Wunsch vieler Menschen Rechnung trägt, Teil einer großen Bewegung zu sein,

    Warum hat mich dieser Satz, dem ich 100% zustimme, am Meisten erschreckt?

  7. https://www.abgeordnetenwatch.de/blogcategories/nebeneinkuenfte

    Viel aufschlussreicher, als Peanut-Einkünfte aus irgendwelchen Tätigkeiten, wäre es doch zu wissen, wie die Abgeordneten so investiert sind.

    Welche Abgeordneten, die über EE-Gesetze entscheiden, selbst Aktien an Unternehmen in diesem Segment besitzen, auch indirekt, in Form von Fonds…

    Welche Abgeordneten, die über Gebäudedämmung entscheiden, selbst Anteile an Kunststoffherstellern besitzen…

    etc.

    Warum das wohl nirgendwo thematisiert wird.

  8. @Heller

    Angela Merkel ließ sich schon immer von Gefühlen leiten, von moralischen Ansprüchen. Vielleicht nicht unbedingt von ihren eigenen, aber auf jeden Fall von denen der Wähler. Man wählt heute nicht mehr CDU, weil man sich eine fachlich begründete, vom Ergebnis her gedachte Politik wünscht. Man unterstützt die Kanzlerin, weil sie dem Wunsch vieler Menschen Rechnung trägt, Teil einer großen Bewegung zu sein, die für das Gute steht, das scheinbar moralisch und ethisch gebotene. Die CDU kopiert das Erfolgsrezept der Grünen.

    Treffend beschrieben. Merkel tut das, was die „Gutmenschen“ mehrheitlich wünschen. Ihre Ostbürger und die Unterschicht interessieren sie nicht. Kritiker sägt Merkel irgendwann ab.

    Was wir brauchen ist ein Kanzler-In die auch unbequeme Entscheidungen trifft, die dem Wohl der Allgemeinheit dienen und nicht politischen Interessen.

  9. In der Zwischenzeit war hier eine Diskussion entstanden, die mit dem Thema des Artikels höchstens am Rande zu tun hat. Aufhänger war die Passage:

    Gut 300 Euro beträgt mittlerweile die jährliche Mehrbelastung bei einem für Familien typi-schen Bedarf von 4.000 kWh. Viele Bürger sind zusätzlich noch von steigenden Netzentgelten betroffen.

    Die darauf folgende Diskussion zum Thema Stromsparen im Haushalt habe ich in den eigens dafür geschaffenen Tread „Offtopic-Arena – Zum Stromsparen“ verschoben.

  10. So…..mal wieder wech vom Stromspar-Zwangswahn einer Gruppe von Vorzeige-Ökos……hin zum Großen und Ganzen.

    Statistisch gesehen, verbraucht jeder Deutsche 5750 kWh Strom im Jahr. (460 TWh /80 Millionen Einwohner).
    Stromsparwahnies wie vorgenannte Personen….beten uns lediglich ihren persönlichen Stromzähler vor……aber das ist nur die halbe Wahrheit…..weil man seinen persönlichen Stromverbrauch auch extern auslagern kann.
    Wäsche waschen…..kann man mit der privaten Waschmaschine…..oder im Mehrfamilien-Hauseigenen Waschkeller mit Bezahl-Maschinen oder man geht gleich in den Waschsalon……..damit kann man seinen persönlichen Strom-Verbrauch schon mal schön reduzieren.
    Kochen…..wenn die Werktätigen Mittags inner Kantine futtern….bleibt die eigenen Küche kalt und der Zähler Stumm…..am Wochende dann den Pizzadienst oder nobel im Hotel futtern…..und wieder zählt der eigene Zähler nix und Herr Mustermann aus Grünhausen…..steht als Angeber im Netz rum und prahlt, wie geil er doch sparen kann.

    Fazit…….der eigene Haushaltsstromzählerstand sagt nicht das geringste aus…..wenn nicht auch die gesamten Lebensumstände und Konsumverhalten des Deliquenten bis in die hinterste Ecke durchleuchtet werden.
    Manch einer braucht nicht mal einen Kühlschrank……weil er sich wie eine Made im Speck, bei Kumpels und Freunden durchfrisst.

    Weil sich aber unser Herr Mustermann aus Grünhausen im sonnigen Pfuhl der eigenen (vermeintlichen) moralischen Gutmenschlichkeit suhlen will……belügt er sich (und andere) selber, wat aber in der Geamtheit des nationalen Stromverbrauchs nix weiter als ein Fliegenschiß auf der Windschutzscheibe eines 200 PS -SUV darstellt.

    Onkel Heinz……leben sie noch oder lügen sie schon, keiner weiß es aber alle machen mit.

  11. Zunächst mal wirken alle diese Massnahmen die für frühzeitige Ersatzinvestitionen sorgen auf den Konsum. Das heißt die Nachfrage wird erhöht. Das heißt, dass die Konjunktur angekurbelt wird. Früher hat der Staat das steuerfinanziert.
    Heute verordnet er das einfach bzw. fördert er das durch das EEG.
    Dabei kommt es vor allem zu einer Umverteilung von arm nach reich, da zum Beispiel der Hausbesitzer die Massnahme auf die Miete umlegt. Der Eigenheimbesitzer muss früher investieren und demzufolge profitiert derjenige der die Massnahme verkauft. Abgeschöpft wird also die Lebensleistung des kleinen Mannes und umverteilt auf die Vermögenden.
    Interessant ist, dass gerade die SPD das mitmacht denn deren traditionelle Klientel trägt die Last, da es nicht wie ein steuerfinanziertes Konjunkturprogramm nach Leistungsfähigkeit des Einkommens getragen wird.
    Ein Teil der traditionellen Klientel der CDU hingegen profitiert von diesen Gesetzgebungen. Für die die nicht profitieren bietet sich aber wahltaktisch keine Alternative, da die SPD bei diesen Themen ebenfalls die CDU Position vertritt.
    Ich denke das ist das Markenzeichen der Politik Merkels, das sie die Umverteilung von arm nach reich verkauft. Im Grunde besetzt sie populistisch die Themen der Grünen und der SPD/Linke, finanziert sie aber durch Umverteilung von „arm nach reich“.

  12. @Günter Heß #11

    Zunächst mal wirken alle diese Massnahmen die für frühzeitige Ersatzinvestitionen sorgen auf den Konsum. Das heißt die Nachfrage wird erhöht. Das heißt, dass die Konjunktur angekurbelt wird. Früher hat der Staat das steuerfinanziert.

    Nicht jede Nachfrage ist positiv. Umsatz ist nicht aus sich heraus wünschenswert:

    Wenn tatsächliche Konsumwünsche damit befriedigt werden, ist das gut.

    Aber wenn das nur über unnötige Vernichtung von Werten geht (z.B: geplante Obsoleszenz, Abwrackprämie, Abschaltung funktionierender Kraftwerke, künstliche Unwirtschaftlich-Machung von Elektrogeräten durch künstlich erhöhte Energiepreise) ist das ein volkswirtschaftlicher Verlust, der uns alle ärmer macht.

  13. Sehr guter Artikel, Hr. Heller! Weiter so!

    Volkswirtschaftlich kann man es auch so mal zusammenfassen….

    Auf der einen Seite hat man Abschreibungen und staatliche Subventionen, die per Steuer- und Abgabenaufkommen gefüllt werden.
    Auf der anderen Seite hat man den privaten Investor = Marktwritschaft.

    Wenn jetzt die Abschreibungen und die staatlichen Subventionen in einer Volkswirtschaft höher sind, als die privaten/marktwirtschaftlichen Investitionen, dann wird diese Volkswirtschaft über kurz oder lang in einer Mangel- und Armutsgesellschaft münden. Hatten wir ja schon mal mit dem DDR System vorgeführt bekommen. Und Merkel ist auf den gleichen Pfaden wieder unterwegs.

    Und aus der Sicht des Sozialsystem….

    Wenn man mehr ausgibt als man einnimmt, dann ist irgendwann mal Ebbe in der Kasse. Hier wird uns die emotionale Willkommenskultur der Kanzerlin in den nächsten Jahren noch gewaltig auf den sozialen Magen schlagen.

    In beiden emotionalen Fällen….Energiewende und Asylpolitik hat diese Kanzlerin Merkel es geschafft unser Wirtschaft- und Sozialsystem aus den Angeln zu heben….die Folgen werden Chaos, Mangel und Armut sein. Das war es dann mit dem friedlichen sozial Marktwirtschaftssystem auf den wir in Deutschland und die Welt zu recht stolz sein konnte.
    Merkel hat es geschafft innerhalb von einigen Jahren unser soziales und friedliches Wohlstandsystem einer freien Marktwirtschaft auf den Kopf zu stellen und ins Gegenteil zu verkehren. Die Grünen und den Kommunisten wird es freuen und was macht jetzt die Arbeiterpartei SPD und die Gewerkschaften…wie wollen die ihren Mitgliedern und Wählern die neue Mangel- und Armutsgesellschaft einer Merkel verkaufen…eine Gegenwehr gegen diese vernichtende Gesellschaftspolitik der Merkel sehe ich weit und breit (noch) nicht….naja mal schaun, wann auch der Letzte endlich aus seinen wohlbehüteten Tiefschlaf aufwacht…

  14. @anorak 2

    Ja klar, volkswirtschaftlich gesehen ist das Unsinn, besser wäre es mit Steuermitteln Infrastruktur zu schaffen. Nur sehen Sie diesen Verlust durch die Energiewende eben nicht im Haushalt der Bundesrepublik Deutschland und auch nicht im BIP. Das heißt Angie macht ihre schwarze Null, weil sie das Steuervermögen nicht angreift, das BIP steigt, weil der Konsum angekurbelt wird, verhökert wird aber das angesparte Vermögen des kleinen Mannes.
    Und der macht für den angeblichen guten Zweck gerne bei der Melkerei mit. Profitieren tun dann Leute mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach die den kleinen Mann melken oder mit ihrer Holzverbrennung die Umwelt verpesten.
    Die wählen vermutlich CDU oder Grün.

  15. @Testpilot

    Viel aufschlussreicher, als Peanut-Einkünfte aus irgendwelchen Tätigkeiten, wäre es doch zu wissen, wie die Abgeordneten so investiert sind.

    Du nu wieder…….die wern doch nich die Hand beißen, die sie füttert…

    https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-09-29/bundestag-ratifiziert-un-konvention-gegen-korruption-nach-elf-jahren

    Elf Jahre brauchte der Bundestag zur Ratifizierung einer UN-Konvention gegen Korruption, doch ausgerechnet bei Abgeordneten wird Korruption weiterhin kaum nachweisbar sein. Macht nichts, meint CDU-Mann Ansgar Heveling, viel wichtiger sei sowieso das „gesellschaftliche Klima der Transparenz“ in Deutschland. Wie bitte? Dass das entstehen kann, verhindert seine Partei seit Jahren.

    Wenn der Fisch vom Kopf her stinkt…….weiß man, das die Mahlzeit verdorben ist.

    Parteispenden über 10.000 Euro zeitnah veröffentlichen? Mit der Union nicht zu machen.
    Sponsoringeinnahmen in den Rechenschaftsberichten der Parteien auflisten? Nicht mit CDU/CSU.
    Nebeneinkünfte von Abgeordneten auf Euro und Cent offenlegen? Heveling und seine Fraktion sind dagegen.
    Die Namen der Mandanten und Kunden transparent machen, von denen Abgeordnete im Nebenjob als Anwälte oder Berater Geld erhalten? CDU und CSU sagen nein.
    Ein verpflichtendes Lobbyregister schaffen, in dem Lobbyisten angeben, mit welchem Budget, in wessen Auftrag und zu welchem Thema sie Einfluss auf die Politik nehmen? Die Union weigert sich.
    Ein allgemeines Trasparenzregister wie in Hamburg einführen, in das Behörden und Ministerien von sich aus Dokumente wie Verträge, Aktenvermerke o.ä. öffentlich verfügbar machen müssen? Daran ist schon mal gar nicht zu denken.

    Und Du willst wissen, wo denen ihre Aktien wohnen…..lach, dat weiß höchstwahrscheinlich selbst das zuständige Finanzamt net.
    Und über allem thront Mutti…….unsere Kaiserin……und macht wat se will, Abweichler werden weggelobt…..die SPD und Grünen sind die glühendsten Verehrer der Monarchin……und Du wunderst Dich immer noch?
    Ich jedenfalls nich mehr.
    H.E.

  16. @11.Günter Heß
    Sie haben aber bei dieser Energiewende keine wirtschaftliche Wertschöpfung…sie haben hier eine Subvention vorliegen, die von den EEG Abgaben und somit vom Stromverbraucher getragen wird.
    Und diese macht den Strompreis immer teuerer ohne das wir als Gesellschaft und Volkswirtschaft einen Mehrwert davon hätten.
    Durch das EEG = Energiewende wird so zu sagen unsere eigene zukünftige Mangel- und Armutsgesellschaft finanziert.

    Eine wirtschaftliche Wertschöpfung liegt nur dann vor, wenn auch ein Mehrwert daraus erfolgt. Und der Mehrwert bei einer Stromversorgung ist und bleibt ein billiger Strompreis und eine zu 100% zuverlässig Stromverfügbarkeit in jeder Größenordnung die zu jeder Zeit in Anspruch genommen werden kann bzw. muss.

    Die Merkel mit ihrer Energieverteuerungsdenke macht genau das Gegenteil von dem, was sich unsere Gesellschaft wünscht. Sie führt die Gesellschaft von einer sozialen Wohlstandschancengesellschaft weg -- hin zu einer Mangel und Armutsgesellschaft.
    Und das ist keine Politik zum Wohl der Gesellschaft, sondern zum Schaden unserer Gesellschaft und das werfe ich dieser Grün-Sozialistischen Merkel Kanzlerin vor und auch der CSU Führung. Hr. Seehofer hätte schon längst mit dieser Politik / Regierung brechen müssen und die gesellschaftsschädliche Poltiik dieser Merkel anprangern müssen. Und dies geht in der Opposition besser als in einer Regierungskoalition.

  17. @Günter Heß #14

    Nur sehen Sie diesen Verlust durch die Energiewende eben nicht im Haushalt der Bundesrepublik Deutschland und auch nicht im BIP.

    Im BIP sehen wir ihn sehr wohl. Das ist aber kaum jemandem klar, bzw. von Ökos als „Wachstumswahn“ ideologisch abgewatscht.

    das BIP steigt, weil der Konsum angekurbelt wird,

    Höchstens wenn es falsch berechnet wird. Ersatz-Beschaffungen sollten sinnvollerweise nicht positiv ins BIP eingehen, und künstlicher Obsoleszenz (einschl. politisch erzwungener) negativ.

  18. Aus dem Artikel:
    „Gut 300 Euro beträgt mittlerweile die jährliche Mehrbelastung bei einem für Familien typischen Bedarf von 4.000 kWh. Viele Bürger sind zusätzlich noch von steigenden Netzentgelten betroffen.“

    … und das ist nur das, was man auf der Stromrechnung sieht. Der Verbrauch der Haushalte beträgt etwa ein Viertel des gesamten Stromverbrauches, etwa drei Viertel geht auf Gewerbe und Industrie. Da aber diese Kosten i.d.R. auf den Verbraucher abgewälzt werden (Straßenbahn, Brötchen, etc. werden teurer), so beträgt die Mehrbelastung einer durchschnittleichen Familie nicht 300 € sondern bereits um die 1000 €, die vom Ökowahn jährlich verursacht werden.
    Mfg

  19. Wenn die Stromrechnung zu hoch ist, dann sollte man einfach en Stromanbieter wechseln.

    Wir bezahlen 0,242 €/kWh sowie 7 € Grundgebühr im Monat.
    Maxatomstrom beispielsweise wäre viel teurer: 0,2528 €/kWh + 10,37 € Grundgebühr im Monat!

    Nicht immer nur meckern, sondern auch etwas tun.

    Nur nicht in Kernkraftwerke investieren, sonst werdet ihr von Ratingagenturen abgestuft 😉

  20. @ Maximilian #19

    Die privaten Stromrechnungen sind noch mit das geringste Problem, dass sich aus dem EEG ergibt. (Für Diskussionen zu dem Thema hben wir übrigens einen eigenen Thread eingerichtet)

    Viel gravierender sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen. In vielen Branchen spielt der Strompreis bei den Kosten eine sehr bedeutende Rolle. Produzenten, die nicht vom EEG befreit sind (das sind die allermeisten) geraten hier zunehmend unter Druck. Seit Jahren ist eine Abnahme der Investitionen in energieintensiven Branchen zu beobachten.

    Hinzu kommen die Verwerfungen am Strommarkt, die zunehmend eine Stromproduktion mit konventionellen Kraftwerken unwirtschaftlich machen, obwohl diese auch bei theoretischen 100% EE weiterhin zwingend gebraucht werden. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt. Außer höheren Kosten hat sie bislang nichts gebracht (und wird sie auch absehbar zukünftig nicht). Details dazu können Sie in mehr als 100 Artikeln hier im Blog nachlesen.

  21. Auf der Grafik seht doch als Überschrift:

    Energiediät als Primärziel der Energiewende

    Dazu habe ich mich geäußert.

    Gruß

  22. @Peter Heller:
    „…Das ist im Kern die Idee der gegenwärtigen Energiepolitik. Energie soll stetig teurer werden, um jeden Effizienzgewinn wieder abschöpfen zu können. …Belastungen, die immer vom Verbraucher zu tragen sind und immer mit der Notwendigkeit der Weltrettung verknüpft werden. Denn diese ist nach den Dogmen der Nachhaltigkeitsideologie am Ende nur durch Verzicht möglich. Kunden müssen ihren Konsum einschränken, Unternehmen dürfen nicht mehr in neue Wertschöpfungsmöglichkeiten investieren und die Wirtschaftsleistung soll schrumpfen.“

    Das sind für mich die wichtigsten Sätze in Ihrem hervorragenden Artikel. Ich frage mich immer wieder:
    1) Ist das Absicht? Werden bestimmte Ziele von irgendwelchen einflussreichen Interessengruppen verfolgt? Downsizing der Wirtschaft etwa? oder
    2) Hat sich da eine Eigendynamik entwickelt, die die Urheber selbst nicht mehr beeinflussen können oder
    3) Geschieht alles wegen Dummheit, mangelnder Kenntnisse und Interesselosigkeit?
    Meine Fragen sind rhetorischer Natur. Warum ist ein Staat nicht mehr fähig, sich auf seine originären Aufgaben zu konzentrieren?
    Mfg

  23. @ Körner, #21:

    Nur ist Elektrizität keine Primärenergiequelle. Dieser und die kommenden Texte befassen sich erst einmal mit der Primärenergieversorgung. Hier ist das Einsparziel weit höher als beim Strom und weit wichtiger. Obwohl dies in der Debatte fast immer vergessen wird.

  24. @Heinz Reeg: „Warum ist ein Staat nicht mehr fähig, sich auf seine originären Aufgaben zu konzentrieren?“

    Ich schätze, das hat mit Propaganda und Wahlkämpfen zu tun. Zu viele Leute haben die Propaganda geschluckt, daß „große gesamtgesellschaftliche Aufgaben“ nur mit Fantastillionen von Steuergeldern zu bewältigen sind, und kein Wahlkampf thematisiert, wieviele Polizisten eigentlich nötig wären, um „no-go-areas“ wieder in „Hoheitsgebiet“ zurückzuverwandeln. Die originären Aufgaben des Staates werden nicht thematisiert, sondern outgesourced (an staatlichen Schulen sorgen private Wachdienste für die Sicherheit) während Themen, die mit dem Gewaltmonopol nichts zu tun haben (darunter originär kirchliche Aufgaben, wie Caritas und Diakonie, Predigt und Moraltheorie…) möglichst medienwirksam zu Staatsaufgaben bzw. sogar zur „Chefsache“ gemacht werden.

  25. @Heinz Reeg #22

    1) Ist das Absicht?

    Künstliche Verteuerung von Energie ist definitiv ein Ziel der Ökos seit den 1980er Jahren.

    Beendigung des BIP-Wachstums, sogar Senkung des Massenwohlstands ist seit einiger Zeit auch ein Ziel bestimmter Fraktionen der Ökobewegung.

    Werden bestimmte Ziele von irgendwelchen einflussreichen Interessengruppen verfolgt? Downsizing der Wirtschaft etwa?

    Jede mögliche Antwort darauf muss eine VT sein, weil die Einflussnahme -- falls sie existiert -- nicht in der Öffentlichkeit stattfindet.

    Ob kleine Minderheiten der Öko-Bewegung mit den oben genannten Zielen es wirklich schaffen können, die Regierungspolitik dieses Landes zu definieren, halte ich für fraglich. Wenn dann sind es mächtigere Interessen. Fragt sich welche. Meine private VT (und ich gebe gern zu dass es eine ist) wäre, dass es es unter den Reichen dieses Landes einen Snobismus gibt, denen der Massenwohlstand nicht passt.

  26. #24

    (darunter originär kirchliche Aufgaben, wie Caritas und Diakonie, Predigt und Moraltheorie…)

    Ich denke nicht, dass es in einem säkularen Staat sowas wie „originär kirliche Aufgaben“ geben kann. Soziales ganz sicher nicht, das ist Sache des Staates und dort gut aufgehoben. Für Moral ist Religion definitiv unzuständig, allerdings geht die den Staat auch nichts an.

  27. #22 …Das ist im Kern die Idee der gegenwärtigen Energiepolitik. Energie soll stetig teurer werden, um jeden Effizienzgewinn wieder abschöpfen zu können.

    Momentan ist es aber noch so, dass der Effizienzgewinn bei den E-Geräten noch höher ist als der Strompreisanstieg, wird aber nicht ewig so weiter gehen.
    Möchte man den Stromverbrauch halbieren, so wie in der Grafik angezeigt, geht das eben nur über den Geldbeutel das muss ja jeden klar sein.
    Ob das EEG, Stromsteuer, Netzendgelde, Konzessionsabgabe oder wie auch immer die Bezeichnung ist spielt keine Rolle.
    +++
    Der Effekt hat sich nach meiner Einschätzung auch in den vergangen Jahren zugunsten des Effizienzgewinns verschoben.
    Bein Extremvergleich, Glühbirnen zu LEDs sind Einsparungen von 80% möglich, da müsste sich ja der Strompreis vervierfacht haben, hat sich aber „nur“ verdoppelt.
    Bei der Internationale Funkausstellung IFA gab es die ersten Geräte die 0W Standby-Verbrauch haben, da bewegt sich was beim Effizienzgewinn, da ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.
    Die Firmen LG und Samsung sind nach meiner Einschätzung derzeit die mit den besten Effizienz-Geräten für den 0815 Bürger, die deutsch Markennahmen sind da weit abgeschlagen.

    +++++++++++++

    #22 „Hier ist das Einsparziel weit höher als beim Strom und weit wichtiger.“

    Das es in anderen Bereichen auch noch höhere Einsparpotenziale gibt ist vermutlich auch richtig.
    Das Thema ist.
    „Die Energiewende: Merkels grüner Populismus“
    Bereits im ersten und zweiten Satze geht es um die „Kilowattstunde Strom“
    Man kann jetzt noch so manchen anderen Nebenkriegsschauplätzen aufmachen die sich mit anderen Einsparpotenzialen beschäftigen.
    Hat ja bereits Herr Michael Krüger gemacht „Und jedes Kind mehr verursacht einen größeren CO2-Fußabdruck“ usw.
    Diese Diskussionen werden aber vom Administrator „Ausgelagert“.

    Gruß

  28. Wir bezahlen 0,242 €/kWh sowie 7 € Grundgebühr im Monat.
    Maxatomstrom beispielsweise wäre viel teurer: 0,2528 €/kWh + 10,37 € Grundgebühr im Monat!

    Alter Desertec-Fuchs! Da spars’te ja bei hohen 5000 kWh/a robuste ~76€/a = ~6,30€ / Monat und musst wahrscheinlich einen Vertrag mit längeren Kündigungsfristen unterschreiben… Ich, mit meinen ~2500kWh/a spare also rund 3 Euro im Monat. Vielleicht hatte weiland Trittin das mit seiner EE-Eiskugel im Grünhirn -- Cortex…

    Zum Vergleich: Durchs staatliche Intervention hat sich der Strompreis seit 2000 ~verdoppelt!. Von Deinen 1210€/ a Stromkosten würdest Du ohne Grünwirtschaftsausbeutung gepflegte ~600€/a sparen. Mit 50€ im Monat durchaus ein Betrag, den auch Mitbürger oberhalb Grundsicherungsniveau spüren.

  29. Hallo FK 9 Pilot,

    der Strompreis seit 2000 ~verdoppelt!
    Du ohne Grünwirtschaftsausbeutung gepflegte ~600€/a sparen

    Das ist aber eine Milchmädchenrechnung.
    Sie glauben doch nicht das bei Strom in den letzten 15 Jahren der Strompreis gleich bleibt.
    Ziemlich alle Sachen haben sich vom Preis in den vergangen 15 Jahren verdoppelt und da macht Strom auch keine Ausnahme.

    +++

    Die Preise bei Maxatomstrom sind ja Apothekerpreise und die Laufzeit 24 Monate.
    Beim Öko ist der Preis um ca. 11% günstiger und die Laufzeit 12 Monate.
    Maxatomstrom verkauft ja 100% AKW-Strom, der ist doch nicht so günstig wie immer gesagt wird, ,so meine Vermutung oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?

    Gruß

  30. @Heinz Reeg: „Warum ist ein Staat nicht mehr fähig, sich auf seine originären Aufgaben zu konzentrieren?“
    Die Antwort auf diese Frage hat der Regiseur Milos Forman sehr treffend formuliert: „Wir schaffen Institutionen, Regierungen und Schulen, um uns im Leben zu helfen, doch jede Institution entwickelt nach einer Weile die Tendenz, sich nicht mehr so zu verhalten, als sollte sie uns dienen, sondern als sollten wir ihr dienen. Das ist der Moment, wenn das Individuum mit ihnen in Konflikt gerät.“

  31. @Körner #29

    Sie glauben doch nicht das bei Strom in den letzten 15 Jahren der Strompreis gleich bleibt.

    Der Strompreis ist inflationsbereinigt auf fast das Doppelte gestiegen. Und das nur in Ländern die ähnliche Energiepolitik machen wie Deutschland. In denen wo man auf Subventionen für Windräder & Solargedöns verzichtet hat, ist er gleichgeblieben und viel niedriger als bei uns. Beispiele Frankreich und Polen: Jeweils um 15 Ct/kWh. Das sind heutige Preise für Privatkunden.

    Die Preise bei Maxatomstrom sind ja Apothekerpreise und die Laufzeit 24 Monate.
    Beim Öko ist der Preis um ca. 11% günstiger und die Laufzeit 12 Monate.
    Maxatomstrom verkauft ja 100% AKW-Strom, der ist doch nicht so günstig wie immer gesagt wird, ,so meine Vermutung oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?

    Ja einen ganz gewaltigen.

    Es gibt nur 1 Stromnetz und nur 1 Kraftwerkspark. Die sog. „Stromanbieter“ und die unterschiedlichen „Tarife“ sind nichts als verschiedene Kassenhäuschen für das gleiche System. Sie bekommen überall das gleiche Produkt, das zu den gleichen Kostenstrukturen hergestellt wird, im gleichen Mix. Wie das zufällig etikettiert wird, spielt für die Betriebswirtschaft keine Rolle. Das ist nur Marketing.

    Und lle hiesigen Stromanbieter unterliegen den deutschen Gesetzen und sind verpflichtet, alle gesetzlich vorgeschriebenen Auflagen zu kassieren, die den Preis erst in die Höhe treiben. Der vorgebliche „Ökostrom“-Anbieter verkauft in Wirklichkeit hauptsächlich Braun- und Steinkohlestrom zu den Kosten, die die Kraftwerke eben haben, aber er muss wie alle anderen die EEG-Umlage draufpacken. Und auch der vorgebliche „Atomstrom“-Anbieter verkauft hauptsächlich Kohlestrom, und ist verpflichtet die EEG-Umlage draufzupacken.

    Und alle müssen deshalb Endpreise in ungefähr gleicher Höhe nehmen. Geringe prozentuale Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind hauptsächlich Marketing, Lockangebote, Boni für Vorkasse, Boni für Wechsel, solche Sachen. SIe haben ab-so-lut nichts mit der Stromerzeugungsmethode zu tun, mit denen der Tarif beworben wird.

    Wirklich andere Preise haben sie hinter unteren Staatsgrenzen. Denn da gelten dann

    wirklich

    andere Bedingungen. Aber gucken Sie nicht nach Norden (Dänemark), da ist es noch schlimmer. Gucken Sie nach Osten und Westen (Frankreich, Polen, Tschechien), da haben Sie wirklich attraktive Preise. Fast ganz ohne Öko.

  32. @ Körner, #27:

    Möchte man den Stromverbrauch halbieren, so wie in der Grafik angezeigt, geht das eben nur über den Geldbeutel das muss ja jeden klar sein.

    Hmm, Sie haben Schwierigkeiten, das Thema des Artikels zu erfassen? Dann helfen vielleicht die kommenden Texte, die das Thema Primärenergie in einzelnen Aspekten aufgreifen.

    Noch einmal: Die Graphik zeigt den Primärenergieverbrauch. Strom ist keine Primärenergie und kommt in dem Bild nicht vor. Der Artikel diente dazu, einem neuen Leserkreis (bei Tichy) die Energiewende aus einer übergreifenden Perspektive zu erläutern: Wie hat sich diese Politik entwickelt und was ist ihr übergeordnetes Ziel?

    Stromsparen ist es nicht. Deindustrialisierung trifft es schon eher.

    @ Heinz Reeg, #22:

    Ja, es ist Absicht. Die Dummheit dahinter nennt sich „Vorsorgeprinzip“. Man versucht, ein potentielles Zukunftsrisiko zu vermindern und hält das für so wichtig, daß man reale Gefahren in der Gegenwart in Kauf nimmt. Dieses Prinzip ist seit mehr als 25 Jahren parteiübergreifend tief in der deutschen Politik verankert. Eine ganze Politikergeneration ist damit sozialisiert worden. Es ist keine Bosheit und auch keine Verschwörung. Man ist schlicht und ergreifend nicht mehr dazu in der Lage, außerhalb des Vorsorgeprinzips zu denken. Ich merke das regelmäßig in Veranstaltungen und Gesprächen. In dem Moment, in dem ich das Vorsorgeprinzip zerpflücke und Szenarien für Handlungsweisen aufstelle, in denen das Prinzip gezielt mißachtet wird, ernte ich nicht etwa Widerspruch. Sondern Verwirrung. Große Verwirrung. Die Entscheider in der Politik bekommen es gedanklich nicht hin. Es manchmal fast so, als ob ich mit den Leuten in einer fremden Sprache rede.

  33. @Körner

    Anorak war schneller…Danke!

    @Peter Heller

    In dem Moment, in dem ich das Vorsorgeprinzip zerpflücke und Szenarien für Handlungsweisen aufstelle, in denen das Prinzip gezielt mißachtet wird, ernte ich nicht etwa Widerspruch. Sondern Verwirrung. Große Verwirrung. Die Entscheider in der Politik bekommen es gedanklich nicht hin. Es manchmal fast so, als ob ich mit den Leuten in einer fremden Sprache rede

    Das erschreckt mich ähnlich wie oben, erklärt aber vieles. Es ist übrigens auch das, was man auch im Gespräch mit ganz normalen Menschen außerhalb der Politik erfährt.
    Diese ganze Gesellschaft wird nur noch durch manifeste Sprach-Denkblockaden gekennzeichnet. Das Vorsorgeprinzip wurde zu einer unserer Komfortzone, aus der sich keiner traut, auszubrechen.

  34. Das mit dem Stromnetz und Kraftwerkspark ist ja alles bekannt und physikalisch besteht nur ein Stromnetz usw.

    Die Stromrechnung setzt sich aber aus „Kostenstellen“ zusammen, nicht wo die Leistung physikalisch herkommt.
    Ist ja auch bei der Bank so.
    Man zahlt 50 Euro ein und an einen anderen Ort hebt man 50 Euro ab, das ist ja auch nicht derselbe Geldschein.

    Ökos und bei Maxatomstrom sind ja die Fixkosten gleich, Steuern und Abgaben usw.

    Der unterscheidet besteht ja darin, wo die ihren Strom einkaufen.

    Die Ökos kaufen ihren Strom zu 100% bei EE-Kraftwerken ein.

    Maxatomstrom kauft einen Strom ja zu 100% bei AKWs ein.

    Jetzt ist aber der Endpreis bei Maxatomstrom höher als bei den Ökos.

    Warum ist der Endpreis den höher, wo doch die Steuern und Abgaben für beide Stromhändler gleich sind.

    Entweder Maxatomstrom hat einen höheren Einkaufspreis als die Ökos oder Maxatomstrom genehmigt sich üppige Gewinne, die er den Endverbraucher aufs Auge drück.

    Ich persönlich habe so die Vermutung, dass Maxatomstrom einen höheren Einkaufspreis an die AKWs bezahlen muss.
    Die Gewinnmarschen (so um die 5%) bei den Stromhändlern sind ja nicht so hoch das sich da eine Abweichung von c. 10% ergeben kann.

    Gruß

  35. @Klaus Kürner #34

    Das mit dem Stromnetz und Kraftwerkspark ist ja alles bekannt und physikalisch besteht nur ein Stromnetz usw.

    Der Punkt ist, dass es auch betriebswirtschaftlich faktisch wie ein Unternehmen funktioniert. Sie dürfen nicht die Fiktion der „Liberalisierung“ für bare Münze nehmen. Man kann nicht in einem technisch einheitlichen System „Markt“ spielen.

    Die Stromrechnung setzt sich aber aus „Kostenstellen“ zusammen,

    Ja aber alle vermeintlich unabhängigen „Stromanbieter“ basieren auf der gleichen Mischkalkulation.

    Ökos und bei Maxatomstrom sind ja die Fixkosten gleich, Steuern und Abgaben usw. Der unterscheidet besteht ja darin, wo die ihren Strom einkaufen.

    Nein. Dieses „Strom einkaufen“ und „verkaufen“ innerhalb ein und desselben technisch-wirtschaftlichen Gesamtsystems ist eine Abstraktion, deren Sinn man einfach mal hinterfragen muss. Da vermischen sich die neoliberalen Denkfehler mit Öko-Denkfehlern.

    Die Ökos kaufen ihren Strom zu 100% bei EE-Kraftwerken ein.

    Nein tun sie nicht. Der Kunde dieser Unternehmen hängt physikalisch am gleichen Kraftwerk wie sein Wohnungsnachbar, der einen ganz anderen Vertrag hat. Die Ökos verkaufen gar nichts direkt, sondern eine Abstraktion, die für bare Münze zu nehmen zu schweren Missverständnissen führt. Ihre Betriebswirtschaft kann gar nicht wesentlich anders aussehen als die des großen „Stromanbieters“ im gleichen Netz, weil die technische Basis die gleiche ist.

    Maxatomstrom kauft einen Strom ja zu 100% bei AKWs ein.

    Dito

    Jetzt ist aber der Endpreis bei Maxatomstrom höher als bei den Ökos.

    Das hat nichts damit zu tun. Gucken Sie sich doch all die „Tarife“ der vermeintlich voneinander unabhängigen „Stromanbieter“ im Gesamtbild ab. Alle liegen grob im gleichen Level mit wenigen Prozent Abweichung, und das kann wegen der Voraussetzungen auch gar nicht anders sein.

    Ausreißer nach unten gibt es nur für Vorkasse-Boni, d.h. Preisermäßigungen dafür dass der Kunde seine Stromrechnung 1 oder 2 Jahre im Voraus auf einen Satz bezahlt. Er erleidet dadurch einen Zinsverlust und muss das Risiko tragen, dass sein Anbieter während dieser Zeitspanne pleite geht, wodurch seine vorausgezahlten Beträge dann für den Schornstein wären. Diese Nachteile werden ihm durch einen Bonus versüßt. Das sind die billigsten Tarife, aber die kann man nicht wirklich vergleichen weil sie für Sonderkonditionen gelten. Wenn man diese aus der Betrachtung streicht, schnurren die Unterschiede zu unbedeutendem Kleinkram zusammen. Und es gibt keine Korrelation zwischen diesen geringen Preisunterschieden und dem Etikett, mit dem der Strom beworben wird.

  36. PS Nachklapp:

    Strom hat in diesem lustigen „Markt“-Konstrukt immer den gleichen Handelspreis, unabhängig von der Produktionsmethode. Der „Ökostromanbieter“ zahlt also für den „Windstrom“ genausoviel wie ein anderer „Stromanbieter“ für „Kohlestrom“. Daher kann er auch den gleichen Endpreis bieten. Die Tatsache, dass der Windmüller viel höhere Produktionskosten hat, kann dem Händler egal sein, denn die Preisdifferenz wird über die EEG-Umlage allen Stromkunden aufgebürdet.

    Das ganze deutsche System hat soviele Abstraktionsebenen und Fallstricke, dass die tatsächlichen Kostenstrukturen verschleiert werden. Genau das ist ja die politische Absicht.

    Wenn Sie wirklich wissen wollen wie die Kostenstrukturen sind, müssen sie sich Länder angucken wo der deutsche Irrsinn nicht mitgemacht wird. Frankreich und Polen habe ich als Beispiele erwähnt. Deren Stromerzeugung basiert überwiegend auf Atomstrom (F) bzw. Braunkohle (PL), es gibt keinen doppelten Boden, keine „Strombörse“, keine „Stromanbieter“, keine Umlagen zur Querfinanzierung grüner Experimente, keine Tarife die mit der vorgeblichen Kraftwerkstechnologie beworben werden, sondern nur geradlinige Abrechnung der tatsächlichen Kosten des einheitllichen Systems. Die Endpreise beider Länder sind halb so hoch wie unsere, etwa bei 15 Ct/kWh.

    Ein Land nur mit Wind- und/oder Solarstrom versorgt wird gibt es bekanntlich nicht, aber man kann vorhersagen wie es dort aussähe. Die Hälfte der Zeit wäre Stromausfall. Die übrige Zeit würde die Kilowattstunde den Endabnehmer noch weit mehr kosten als bei uns derzeit, wahrscheinlich an die 50 Ct. Würde dieses hypothetische Land auch noch Anstrengungen unternehmen, die Stromausfälle mit Speichern zu überbrücken, reden wir von Endpreisen von 1 EUR und mehr pro kWh.

  37. #36 „Ein Land nur mit Wind- und/oder Solarstrom versorgt wird gibt es bekanntlich nicht“

    Muss es doch auch nicht, es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten Strom herzustellen, nicht nur die aus EE-Anlagen.

    ++++++++++

    #35 „Der Kunde dieser Unternehmen hängt physikalisch am gleichen Kraftwerk wie sein Wohnungsnachbar“

    #35 „Dieses „Strom einkaufen“ und „verkaufen“ innerhalb ein und desselben“

    Das ist doch alles Richtig und auch bekannt.
    Alle sind mit dem Netz verbunden und keiner kann sagen wo genau die erzeugte/verbrauchte Leistung herstammt.
    Das ist aber nicht entscheidend, genauso wenig wie es nicht darauf ankommt seinen eigenen Einbezahlten 50 Euroschein zu bekommen, entscheidend ist nur das man einen 50 Eu-roschein zurück bekommt.

    Übertragen auf das Stromnetz.
    Die Ökos müssen für ihre Kunden zu jeder Zeit die Leistung bereithalten/bereitstellen das der Kunde diese „Abheben“ verbrauchen kann.
    Dito auch Maxatomstrom.

    Es spielt keine Rolle ob die kWh physikalisch aus dem Kraftwerk von nebenan kommt oder in 100km Entfernung bereitgestellt wird.
    Entscheiden ist nur das immer mindestens die Leistung bereitgestellt wird die bei den Ökos verbraucht wird aus EE-Anlagen kommt (zeitgleich) und bei Maxatomstrom vom AKW.

    Genauso wie beim Bankkonto, man darf auch nicht ins Minus rutschen sonst kann man nichts abheben.

    #35 „Ausreißer nach unten gibt es nur für Vorkasse-Boni, d.h. Preisermäßigungen dafür dass der Kunde seine Stromrechnung 1 oder 2 Jahre im Voraus auf einen Satz bezahlt.“

    Hallo anorak2,
    solche Sachen habe ich natürlich nicht berücksichtigt, ist ja klar.
    Testen Sie einfach, Maxatomstrom hat ja einen Strompreisrechner und die Ökos und sonstigen Stromhändler gibt es ja jede Menge an Strompreisrechner im Internet.
    Einziger Unterschied zu Maxatomstrom und den Ökos ist das Maxatomstrom 24 Monate und die Ökos 12 Monate Laufzeit haben.
    Wobei die 12 Monate ja noch besser sind, da kann man auf Veränderungen in den Strompreislandschaft besser reagieren.

    Gruß

  38. Edenhofer vom PIK kommt zu dem Schluß:

    Es ist zwar richtig, dass die Stromgestehungskosten von Wind an guten Standorten schon fast so niedrig sind wie die Stromgestehungskosten von Kohle. Rechnet man jedoch die Kosten der Fluktuation des Windes mit ein, ist der Windstrom immer noch weit teurer als der Kohlestrom, zumindest bei größeren Anteilen von Windstrom im Netz. Für Solarenergie gilt Ähnliches. Bei den erneuerbaren Energien wird es weitere Durchbrüche geben, aber sie werden die Nutzung der Kohle nicht auf einen Schlag unrentabel machen.

    und

    Hinzu kommt, dass Subventionen erneuerbarer Energien im deutschen Stromsektor keine CO2-Emissionen vermeiden, die über das hinausgehen, was schon durch das europäische Emissionshandelssystem erreicht wird.

    Dass deutsche EEG und die Energiewende sind also wirkungslos und kosten nur volkswirtschaftlich gesehen Geld.
    Sie dienen Partikularinteressen die vom Stromkunden subventioniert werden.

  39. …so isses halt leider. Schöner Dialog zuletzt, der Irrtümer aufzeigt und widerlegt.

    Gehörte eigentlich in einen FAQ Bereich.

  40. #38 „Sie dienen Partikularinteressen die vom Stromkunden subventioniert werden.“

    Da haben Sie aber etwas nicht verstanden bei über 1,5 Millionen EEG-Anlagen.

    Als sich die 4 Stromversorger den Markt unter sich aufgeteilt haben, konnte man von „Partikularinteressen“ sprechen aber bei über 1,5 Millionen die sich da tummeln ist das eine Bürgerenergiewende.

    Jeder konnte und kann in EEG-Anlagen investieren.

    Gruß

  41. #40
    Hallo Herr Körner,

    natürlich kann man bei über 1,5 Millionen EEG-Anlagen von Partikularinteressen der Solarbarone sprechen. Die Kosten dieser Sinn freien Anlagen werden nämlich per EEG-Zwangsumlage von den ca. 80 % der Nicht-Solarbarone (ca. 65 Mio. Menschen) abgepresst.

    „Jeder konnte und kann in EEG-Anlagen investieren.“
    Ich würde von Ihnen gerne mal eine Kostenberechnung für die EEG-Anlagen sehen, wenn jeder darin investiert; dann bricht das Abzockmodel nämlich sofort zusammen.

  42. aber bei über 1,5 Millionen die sich da tummeln ist das eine Bürgerenergiewende.

    „Bürger“ ist Marketing Blabla. 78,5 Millionen Bürger werden von 1,5 Millionen Kapitalisten abgezockt, aber ohne den einzigen Vorteil des Kapitalismus : freies Spiel von Angebot und Nachfrage.

    Jeder konnte und kann in EEG-Anlagen investieren.

    Nein. Voraussetzung ist Immobilieneigentum.

  43. #42 „Nein. Voraussetzung ist Immobilieneigentum.“

    Hallo anorak2

    Irgendwie Realitätsfern, weshalb muss man den eine Immobilie besitzen, es gibt ja auch Beteiligungen in EEG-Anlagen.
    Bei uns im Ort gibt es eine Beteiligungsgesellschaft die Anteile ab 500 Euro ausgegeben hat und im Jahr zwischen 52 und 67 Euro ausbezahlt (bei 500€) und das bereits seit Jahren.
    Die Auszahlungen steigen, da die Bankdarlehen fasst alle zurückbezahlt sind.
    Da konnte sich jeder Bürger beteiligen, auch der ohne Immobilieneigentum.

    Gruß

  44. #43

    Irgendwie Realitätsfern, weshalb muss man den eine Immobilie besitzen, es gibt ja auch Beteiligungen in EEG-Anlagen.

    Dann müssen die Immobilien besitzen. Außerdem braucht man selbst dafür freies Kapital.

    Da konnte sich jeder Bürger beteiligen, auch der ohne Immobilieneigentum.

    Nein, nicht jeder hat in diesem Land 500 EUR flüssig. Daran sind übrigens nicht zuletzt die Grünen schuld. Kapitalismus als soziale Wohltat verkaufen ist die Taktik der Neoliberalen, zu denen wir die Grünen eben auch rechnen müssen.

  45. Wer nicht Investiert, oder investieren kann oder möchte und kein Risiko eingeht, braucht sich aber nicht beklagen wenn die wo das machen einen Finanziellen Vorteil haben wenn es gutgeht.

    Der nichts macht hat ja auch kein Risiko, folglich auch keinen Ertrag.

    Übrigens die Eigenkapitalverzinsung der Großen Energieversorger ist jahrelang über 15% gewesen die den Bürger abgenommen wurden.
    Da sind die 10 bis 15% Eigenkapitalverzinsung der EEG-Leute ja noch recht bescheiden.

    Gruß

  46. #44 „Dann müssen die Immobilien besitzen.“

    Wer sind denn „die“ ?

    Gruß

  47. #44 „Dann müssen die Immobilien besitzen.“

    Wer sind denn „die“ ?

    Die Eigentümer der Beteiligungsgesellschaft.

  48. #45

    Wer nicht Investiert, oder investieren kann oder möchte und kein Risiko eingeht, braucht sich aber nicht beklagen wenn die wo das machen einen Finanziellen Vorteil haben wenn es gutgeht.

    Doch, weil der Vorteil nicht durch Anbieten einer Leistung entsteht, sondern durch Ausplünderung der übrigen Bevölkerung via Gesetz.

    Der nichts macht hat ja auch kein Risiko, folglich auch keinen Ertrag.

    Aber einen Verlust.

    Denn jeder von uns finanziert über die Stromrechnung die Renditen der EEG-Absahner, auch die Habenichtse.

    Unser aller Stromrechnung ist ja wegen des EEG viel höher als sie sein müsste. Das gleiche gilt für die Ladenpreise sämtlicher Produkte, für öffentliche Dienstleistungen wie z.B. ÖPNV usw. Alles das ist teurer als es sein müsste, und das zuviel gezahlte Geld geht an die EEG-Absahner, ohne dass diese der Gesellschaft etwas im gleichen Gegenwert zurückgeben würden.

    Nicht zuletzt blutet manch einer in Form von Gehaltseinbußen und Arbeitslosigkeit für die EEG-Absahner, denn energieintensive Unternehmen müssen deswegen schließen.

    Übrigens die Eigenkapitalverzinsung der Großen Energieversorger ist jahrelang über 15% gewesen die den Bürger abgenommen wurden.

    Die haben aber dafür eine tatsächliche Leistung angeboten, und das zu fairen Preisen.

  49. @Klausi
    Beteiligungsgesellschaft…..

    Der Anleger kann sein gesamtes eingesetztes Kapital verlieren und gleichzeitig zu weiteren Zahlungen
    aus seinem Privatvermögen verpflichtet sein. Das maximale Risiko ist die Privatinsolvenz des Anlegers.

    Wie wärs mit denen hier?

    MBB Clean Energy ist insolvent

    Übrigens…..ein Hartz 4 Bezieher oder ein Rentner am Existenzminimum ham nich mal die 500 Euro übrig um am beliebten Pyramidenspiel teilnehmen zu können……denn wenn zu viele am Schneeballsystem teilnehmen, bricht dieses zusammen.
    Ergo…..Umverteilung von „ganz arm“ (die den schwachsinn mit dem Stromentgelt bezahlen müssen)……..nach mittel- bis steinreich.
    Das nenne ick dermaßen von sozial…..das sich olle Marx noch heute im Grabe umdrehen würde.
    H.E.

  50. #47 „Die Eigentümer der Beteiligungsgesellschaft.“

    Da sind einige dabei die keine Immobilien besitzen, da besteht kein Zusammenhang mit Immobilienbesitz und EEG-Bedeiligung.

    ++++

    #48 „durch Ausplünderung der übrigen Bevölkerung via Gesetz.“

    Die Politik und selbst die Bundeskanzlerin hat die Bevölkerung aufgefordert Geld in EEG-Anlagen zu Investirren.
    Wer sich an geltendes Recht hält, der plündert niemanden aus.
    Da leidet jemand unter Realitätsverlust, jemanden als Plünderer zu bezeichnen, der sich im Rahmen der aktuellen Gesetze bewegt.

    ++++

    #48 „Alles das ist teurer als es sein müsste, und das zuviel gezahlte Geld geht an die EEG-Absahner“

    Nur ca. 1/3 der EEG-Umlage geht an die EEG-Absahner.
    Der Rest wird verwendet, um den Börsenpreis auszugleichen und subventioniert den Strompreis für die Stromgroßverbraucher quer. Davon profitiert vorfallen die deutsche Industrie.

    Die Energieversorger haben auch über Jahre ca. 20 Milliarden im Jahr an Gewinn den Bürgern, auch den Hartz 4 Bezieher und Rentner abgenommen und keinen hat das interessiert.
    Bei den EEG-Leuten bleiben zum Schluss vielleicht noch 5 Milliarden an Gewinn (Netto) übrig.

    ++++

    #48 „denn energieintensive Unternehmen müssen deswegen schließen.“

    Energieintensive Unternehmen sind von der EEG-Umlage und Netzentgelte mit großzügigen Befreiungen bedacht, die der Hartz 4 Bezieher und Rentner mit bezahlt.

    +++

    #48 „Übrigens…..ein Hartz 4 Bezieher oder ein Rentner am Existenzminimum ham nich mal die 500 Euro übrig um am beliebten Pyramidenspiel teilnehmen zu können……denn wenn zu viele am Schneeballsystem teilnehmen, bricht dieses zusammen.“

    Hartz 4 Bezieher bekommt ja das Geld für den Strom vom Staat und da ist die EEG-Umlage mit eingerechnet in den Betrag für Energie.
    Ist der Strompreis nur 50% vom heutigen Strompreis ist auch der Ansatz für Energie 50% und Hartz 4 ist um diesen Betrag geringer.
    Der Hartz 4 Bezieher hat keinen Vorteil von extrem sinkenden Strompreisen das wird bei der Hartz 4 Bedarfsrechnung berücksichtigt.

    Wenn ein Rentner es nicht geschafft hat nach 30, 40 oder 45 Jahre Arbeitsleben sich ein finanzielles Polster zu schaffen (z.B. 5000€) dann ist irgendwas grundsätzlich beim Rentner schief gegangen. In keinem Land der Welt ist das so einfach sich wirtschaftlich zu entwickeln als in Deutschland.

    +++

    #48 „denn wenn zu viele am Schneeballsystem teilnehmen, bricht dieses zusammen.“

    Nehmen wir mal an 100% der Leute, haben EEG-Anlagen, EEG-Anteile.
    Dann bekommt die Leute genau das wieder, was die Bevölkerung auch als EEG-Umlage bezahlt hat.
    Das war ja eine der Grundüberlegungen bei der Einführung des EEGs, man wollte das „private Kapital nutzen“ um die Energieversorgung von den ausländischen Energieimporten, ein kleines Stück abzukoppeln, abzumindern.
    Deutschland verlassen ja jedes Jahr ca. 100 Milliarden für Energieimporte.

    Gruß

  51. #50

    #48 „durch Ausplünderung der übrigen Bevölkerung via Gesetz.“

    Die Politik und selbst die Bundeskanzlerin hat die Bevölkerung aufgefordert Geld in EEG-Anlagen zu Investirren.

    Na dann muss es ja falsch sein.

    Wer sich an geltendes Recht hält, der plündert niemanden aus.

    Doch, wenn das Recht einen Ausplünderungstatbestand ermöglicht.

    Realitätsverlust

    Das Wort benutzen Sie etwas zu oft. Verstehen Sie mal die Argumente. Gesellschaftliche, volkswirtschaftliche, soziale Kategorien kommen bei Ihnen nie vor. Dabei geht es nur darum.

    #48 „Alles das ist teurer als es sein müsste, und das zuviel gezahlte Geld geht an die EEG-Absahner“

    Nur ca. 1/3 der EEG-Umlage geht an die EEG-Absahner.

    Ja der Hauptanteil geht in die Ressourcenvernichtung. Das ist uns allen schon klar, darin besteht ja die Hauptkritik. Ein Teil ist aber auch Abzocke. Das eine widerlegt nicht das andere.

    Der Rest wird verwendet, um den Börsenpreis auszugleichen

    Quatsch

    und subventioniert den Strompreis für die Stromgroßverbraucher quer. Davon profitiert vorfallen die deutsche Industrie.

    Nein das tut sie nicht. Durch das EEG entsteht ein Schaden, und nur ein Schaden. Die Diskussion, auf welchem Wege der Schaden auf die Teilnehmer der Volkswirtschaft umverteilt wird, ist eine Themenverfehlung und am Ende des Tages irrelevant. Die Form der Verteilung macht den Schaden nicht kleiner.

    Die Energieversorger haben auch über Jahre ca. 20 Milliarden im Jahr an Gewinn den Bürgern, auch den Hartz 4 Bezieher und Rentner abgenommen und keinen hat das interessiert.

    Weil es OK ist. Sie haben diesen Stuss schonmal gebracht, jetzt nochmal etwas deutlicher herausgemeißelt die Widerlegung:

    Das eine ist ein normales Entgelt für eine Leistung. Dass der Hersteller dabei Profit macht ist normal und legitim, so wie der Bauer Profit mit der Milch seiner Kuh macht oder der Friseur mit der Dauerwelle.

    Das andere -- das EEG -- ist eine abgepresste Zahlung für eine Nicht-Leistung, wie bei der Mafia. Der einzige Unterschied zwischen EEG-Nutznießern und Mafiosi ist, dass erstere formell legal handeln. Aber das ist nur eine Formalität, es macht die Sache nicht moralisch besser.

    Bei den EEG-Leuten bleiben zum Schluss vielleicht noch 5 Milliarden an Gewinn (Netto) übrig.

    Ja bei der Cosa Nostra auch. Aber sie geben nichts dafür zurück, sondern sie machen andere Leute arm ohne Gegenleistung. Nur weil sie es können. Das ist äquivalent zum EEG.

    Energieintensive Unternehmen sind von der EEG-Umlage und Netzentgelte mit großzügigen Befreiungen bedacht,

    Nur einige wenige. Die allermeisten Unternehmen zahlen die volle Dröhnung.

    die der Hartz 4 Bezieher und Rentner mit bezahlt.

    Nix iss! Der Hartz4- Bezieher und Rentner löhnt an die EEG-Abzocker, nicht an die Industrie. Sone Verdrehung der Tatsachen aber auch.

    Wenn ein Rentner es nicht geschafft hat nach 30, 40 oder 45 Jahre Arbeitsleben sich ein finanzielles Polster zu schaffen (z.B. 5000€) dann ist irgendwas grundsätzlich beim Rentner schief gegangen. In keinem Land der Welt ist das so einfach sich wirtschaftlich zu entwickeln als in Deutschland.

    Diese Abzocker-Überheblichkeit hat schon was Geschmackloses.

    #48 „denn wenn zu viele am Schneeballsystem teilnehmen, bricht dieses zusammen.“

    Nehmen wir mal an 100% der Leute, haben EEG-Anlagen, EEG-Anteile.
    Dann bekommt die Leute genau das wieder, was die Bevölkerung auch als EEG-Umlage bezahlt hat.

    Die Finanzierung dieser riesigen EEG-Umlagesummen würden dann über gigantisch hohe Stromrechnungen laufen, die genau die gleichen Leute zahlen. Den Löwenanteil ihrer Einnahmen müssten dieselben Leute aber in die teure Unterhaltung ihres ganzen Windmühlen- und Solar-Blingblings packen. Sie würden schnell feststellen, dass es ein Nettoverlust für sie alle ist.

    Deutschland verlassen ja jedes Jahr ca. 100 Milliarden für Energieimporte.

    Das macht nichts, wenn die Ware die wir dafür kriegen preiswert ist. Das ist sie, wir kriegen für das Geld ja gigantische Energiemengen. Das Ökogedöns kosten schon jetzt 1/4 dieser Summe, aber die Energieausbeute ist lächerlich gering.

  52. @Boah ey Klausi #50….so viel Bullshit in einen Kommentar hab ick selten gelesen, selbst von Team Thortsen nicht.

    Wenn ein Rentner es nicht geschafft hat nach 30, 40 oder 45 Jahre Arbeitsleben sich ein finanzielles Polster zu schaffen (z.B. 5000€) dann ist irgendwas grundsätzlich beim Rentner schief gegangen.

    Wenn ich so einen menschenverachtenden Bullshit, Hühnerkagge, Schweinemist…..lese, steigt in mir…die blanke Wut hoch.
    Wer sich mit solchen Argumenten, in Angesicht der auf uns zukommenden Altersarmut die Energiewende schön lügt…..ist in meinen Augen ein…..(beliebige Fäkalschimpfworte einsetzen) .
    Sorry…..Du sitzt auf einen verdammt hohen Ast…..wird echt Zeit, da mal die Baumschubser vorbei zu schicken.
    Bisher dachte ich ja noch…oh, ein moderater Öko……nun weiß ich…..ein Öko der allerschlimmsten Sorte, der mir je unter gekommen ist….zumal Deine Rechenkünste, nicht weit weg sind vom Urmenschen.
    Den Rest guck ich mir morgen an…..wenn meine emotionalen Überschwingungen als Choleriker, wieder auf Normalmaß angekommen sind.

    Fazit……staatlicher Bezieher von Pension oder Gehalt…..ansonsten würde dieser Mensch nicht derart viel Scheiße erzählen.

    Knurr……der Pittbulll ist kurz davor, die Gitter zu zerbrechen.

  53. #50

    Hallo Herr Körner,

    Ihr Beitrag ist Öko-Arroganz gepaart mit Öko-Dummheit auf aller niedrigsten Niveau.
    Ausschließlich öko-propagandistischer Schwachsinn. Herr anorak2 hat Sie ja in absolut allen Punkten auf wahrhaft leicht verständliche Weise vollständig widerlegt.

  54. #53. Bert Robel

    jep. Aber das wird ihn nicht anfechten, den Ökofuzzi. Diese Typen haben jeden Bezug zur Realität verloren und dämmern in ihrer Traumwelt vor sich hin. Unfähig, Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen und voller moralischer Überheblichkeit gegenüber den Mitmenschen.

    karl.s

  55. #52. Heinz

    .zumal Deine Rechenkünste, nicht weit weg sind vom Urmenschen.

    Heinz, ich meine mal, der Urmensch konnte besser rechnen. Er musste es sogar, sonst wären wir heute nicht da 😉

    karl.s

  56. Hallo Herr Bert Robel (#53)

    Mich inseriert weder die Öko-Arroganz, Öko-Dummheit, Öko-Fußabtruck noch die Ökofuzzis.

    Die wo sich im Ökobereich angeschrien möchten, sollen das machen, für mich ist das kein Thema.

    Gruß

  57. Zum Thema ein schöner Artikel, der bei WON verlinkt war…

    Noch mehr Windräder? Lieber Deiche bauen!

    Seit 1995 haben 20 Weltklimakonferenzen stattgefunden – alle total einig in den Warnungen, weitgehend in den Forderungen und oft sogar über die Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden müssten. Ist der Ausstoß an Treibhaus­gasen also wenigstens ein bisschen gesunken seit 1995? Er ist gestiegen, um 60 Prozent. Der nächsten Klimakonferenz (im Dezember in Paris) sagte die Zeitschrift Nature schon im Oktober voraus, dass sie scheitern werde. Die Welt-Energieagentur hat prophezeit: Bis 2040 wird der Welt-Energieverbrauch um weitere 40 bis 50 Prozent gestiegen sein……..

    Doch wohin sollte, müsste die Mehrheit der Milliarden-Investitionen fließen: in noch mehr Windräder? Oder werden da Milliarden treuherzig an einen guten Zweck verpulvert, von dem die Mehrheit der Völker und Staaten nichts wissen will? Müsste ein realistischer Blick in die Zukunft unserer Enkel uns nicht die Augen öffnen für die ebenso radikale wie schmerzliche Einsicht: Da kein deutsches Übersoll die Überwärmung der Erde wird verhindern können, sollten wir das Mögliche tun, um uns vor ihren Folgen zu schützen.

    Obwohl der Autor Wolf Schneider voll auf der AGW Schiene fährt……stellt er doch die richtigen Fragen, ingesamt sehr lesenswert.
    H.E.

  58. Von
    „Fire is raging across the 5,000km length of Indonesia. It is hard to convey the scale of this inferno, but here’s a comparison that might help: it is currently producing more carbon dioxide than the US economy. And in three weeks the fires have released more CO2 than the annual emissions of Germany.

  59. … Von nextbigfuture.com

  60. Besten Dank für den Hinweis auf den Bedeutungswandel von „Energiewende“. Ursprünglich war sie ja zur Ressourcenschonung und Verminderung des Schadstoffausstosses gedacht. Dank Kohlemafia und Autoindustrie hat das dann nicht ganz so locker geklappt wie gedacht, worauf man klammheimlich aus der Energiewende eine Stromwende gemacht hat. Energie wurde auf Elektrizität reduziert, angesichts der Grössenverhältnisse ist das irgendwo zwischen ignorant und gemeingefärlich. Dann hat sich EEG nicht nur als Flop, sondern als kontraproduktiv herausgestellt. Aber zum ganz grossen Glück passierte dann Fukushima, womit man Energiewende zu Atomausstieg umdefinieren konnte. Ganz toll. In jeder Bedeutung. Damit ist die Energiewende einfach der teuerstmögliche Ersatz der Kernenergie durch Braunkohle. Super.

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