Die Ressourcen und das Primat der Technologie

17. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdöl, Innovationspolitik, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Technium, Unkonventionelles Gas und Öl

ego150Es ist ziemlich einfach, eine Phantasie über den Weltuntergang zu begründen. Man kann Vogonen erfinden, die die Erde aus dem Weg sprengen. Man kann aber auch die bekannten Rohstoffvorräte gedanklich in einen begrenzten Behälter ohne Zulauf packen, nach dessen zwangsläufiger Entleerung unsere Zivilisation zusammenbricht. Beides ist gleichermaßen plausibel. Während allerdings die erste Variante von den meisten Menschen als überaus unterhaltsam empfunden wird, ist die zweite zentrales Dogma der ökologistischen Ideologie und damit nicht nur fester Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses, sondern auch Quelle weitverbreiteter Zukunftsangst geworden.

Denn wie in einem Artikel von Brian Hayes in der aktuellen Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft (Februar 2013) beschrieben, ist die Idee limitierter Ressourcenverfügbarkeit grundlegendes Element der Computersimulationen, die dem 1972 erschienenen Buch „Die Grenzen des Wachstums“ zugrunde liegen. Ein Werk, das die ökologistische Denkweise bis heute prägt. Nun übt Hayes durchaus heftige Kritik an dieser Veröffentlichung, bis hin zu der Aussage, das verwendete mathematische Modell („World3“) sei „eher ein Mittel der Polemik als eines der wissenschaftlichen Forschung“. Auch wird Vaclav Smil in diesem Zusammenhang zitiert, der in den „Grenzen des Wachstums“ schon immer „eine Übung in Falschinformation und Verschleierung“ erkannte. An der grundlegenden Idee begrenzter Ressourcen möchte Brian Hayes aber nicht rütteln.

Und das ist ein großer Irrtum.

Tatsächlich sind Ressourcen immer unbegrenzt verfügbar. Denn andernfalls wären sie keine. Das ist kein semantischer Trick. Sondern ein Hinweis auf den naiven Ansatz, der die aus World3 abgeleiteten Untergangsszenarien erst ermöglicht.

RessourcenPrimat2

Um das zu verstehen, muß man nicht bis in das Jahr 1840 zurückschauen, in dem der Abgeordnete Isaac Coffin in einer flammenden Rede vor dem englischen Parlament gegen den weiteren Ausbau der Eisenbahn argumentierte. Es genügt, sich all die Beiträge der letzten Jahre anzusehen, die sich mit der als sicher angenommenen Erschöpfung der Ölvorräte befassen. Ich hatte mich der Thematik bereits im Februar 2010 hier auf Science Skeptical angenommen und aus dem damals vorliegenden BGR-Rohstoffbericht des Jahres 2009 zitiert. Die entsprechende Abbildung sei hier wiederholt.

Abbildung 1: Erdölressourcen und -reserven, Stand 2009

Abbildung 1: Erdölressourcen und -reserven, Stand 2009

Nun ist es Zeit für ein Update, denn in ihrer jüngsten Rohstoffstudie von Ende 2012 hat die BGR erstmals auch das Thema „Schieferöl“ aufgegriffen. Die neuen Zahlen werden in Abbildung 2 dargestellt.

Abbildung 2: Erdölressourcen und -reserven, Stand 2012

Abbildung 2: Erdölressourcen und -reserven, Stand 2012

Die Ressourcen an Ölsanden und Ölschiefern wurden nach unten korrigiert, die an konventionellen Quellen nach oben. In der Summe ergibt sich durch die Einbeziehung des Schieferöls ein deutlicher Ressourcenanstieg. Noch immer befinden sich über 80% des technisch erreichbaren Erdöls in der Erdkruste und harren der Erschließung. Es ist also durchaus möglich, in den kommenden 150 Jahren mehr Erdöl zu fördern und zu verbrauchen, als in den vergangenen. Dieser Umstand begründet meine Aussage vom Erdölzeitalter, das keineswegs beendet ist, sondern gerade erst beginnt.

Die älteste Ausgabe der BGR-Rohstoffstudie, die mir vorliegt, stammt aus dem Jahr 2005. Diese und auch die aus den Jahren davor scheinen aber nicht mehr zum Download zur Verfügung zu stehen. Die Betrachtung der Entwicklung der Erdölressourcen über den kurzen Zeitraum von 2005 bis 2012 führt Überraschendes zutage. Nannte man 2005 noch die Zahl von 560 Gt, wurden daraus in 2009 schon 612 und in 2012 gar 684 Gt. Ein Zuwachs von etwa 20%.

Natürlich haben solche Sprünge auch etwas mit einer unklaren Wissensbasis zu tun. Aber der Trend des Anstiegs der bekannten Ressourcen trotz steigenden Verbrauchs ist eine allgemeingültige Beobachtung.

Einen Beleg bilden die Annahmen aus „Die Grenzen des Wachstums“ nach der Datenbasis des Jahres 1970, wenn man sie der tatsächlichen Entwicklung gegenüberstellt (Beispiele).

TabelleRessourcen

Die Tabelle folgt der von der BGR eingeführten Nomenklatur. Als Ressourcen werden diejenigen bekannten Vorkommen angesetzt, die sich mit der gegenwärtig verfügbaren Technologie gewinnen ließen, wenn man denn wollte. Man wird natürlich nur fördern, was sich auch ökonomisch rechnet. Die entsprechende Teilmenge der Ressourcen sind die Reserven. Weitverbreitet, aber falsch und Quelle vieler verfehlter Interpretationen ist die Vorstellung, die Ressourcen würden eine prinzipielle obere Grenze zur Verfügung stehender Vorräte abbilden.

Bei einer mittleren Dicke von 35 km und einer mittleren Dichte von 2,7 t/m³ beträgt die Masse der Erdkruste etwa 1019 Tonnen. Kupfer macht, so die Geologen, ein hundertstel Prozent davon aus, das wären 1015 Tonnen. Die gegenwärtige Kupferproduktion zugrundegelegt, würde diese Menge für einige hundert Millionen Jahre genügen.

Und Erdöl? Schätzungen zufolge werden etwa 1010 t Kohlenstoff pro Jahr in den Meeren durch Algen gebunden (Wikipedia). Nach Vaclav Smil  („Oil – A Beginners Guide“) gelangen etwa 1% davon in Sedimentgesteine am Meeresgrund. Gesetzt den Fall, wiederum nur ein Prozent dieser Menge würde am Ende zu Rohöl (in diesem liegt der Massenanteil von Kohlenstoff bei etwa 85%), handelt es sich um eine Million Tonnen im Jahr. Seit mehr als 2 Milliarden Jahren findet dieser Vorgang nun statt, insgesamt also könnten in der Erdkruste 1015 t Erdöl vorhanden sein, oder anders ausgedrückt: Eine Million Gigatonnen. Man kann mit solchen Abschätzungen leicht um Größenordnungen neben der Realität liegen. Aber ob die vorhandenen Mengen noch für Jahrtausende, Jahrzehntausende oder gar Jahrhunderttausende genügen, ist nicht relevant. Wichtig ist allein: Nicht nur bei Metallen und Mineralien, auch bei Erdöl können die irdischen Vorräte für alle sinnvollen Planungshorizonte als unendlich angesehen werden.

In der Science Fiction basieren große Sternenreiche oft auf riesigen, im Weltraum agierenden Fabrikraumschiffen, die ganze Asteroiden einfangen, um diese Molekül für Molekül in ihre elementaren Bestandteile zu zerlegen, damit ein nie endender Strom von Eisen, Aluminium, Nickel und so weiter die Produktionsanlagen füttert. Über eine derartige Technologie verfügt die Menschheit noch nicht. Tatsächlich ist man nur ansatzweise in der Lage, einen Bruchteil der Schätze der Erdkruste zu heben. Schließlich sind, um bei den beiden Beispielen zu bleiben, Kupfer und Erdöl in ihren Muttergesteinen so fein verteilt, daß nur ganz wenige Vorkommen überhaupt in Betracht gezogen werden können. Nur solche, deren Merkmale wie Konzentration, Menge, oder Zugänglichkeit eine Ausbeutung mit heute bekannter Technologie prinzipiell ermöglichen, sind als Ressourcen anzusehen.

Technologie für Exploration und Förderung ist die primäre Kraft, die aus dem praktisch unendlichen Angebot an Rohstoffvorkommen Ressourcen werden läßt. Schieferöl ist ein aktuelles Beispiel. Es handelt sich hier um konventionelles Leichtöl oft bester Qualität, um fein verteilte Vorkommen in den Erdölmuttergesteinen selbst, die bis vor wenigen Jahren technisch nicht zugänglich waren. Es handelt sich – und das ist entscheidend – um Vorkommen, die erst jetzt, wie im aktuellen BGR-Bericht geschehen, der Ressourcenbasis hinzugefügt werden können.

Als in den 1850er Jahren das Erdölzeitalter begann, genügten Schlagbohrtechniken, um einige Dutzend Meter tief in die Erde bohren. Zwar wurde die Idee, mit rotierenden Meißeln zu arbeiten, bereits 1844 patentiert, die erforderlichen Materialien, Pumpen und Motoren für dieses Konzept standen aber erst 50 Jahre später zur Verfügung, was zunächst den Vorstoß in hunderte und später in tausende Meter Tiefe gestattete. In flachen Küstengewässern kann erst seit den 1930er Jahren gefördert werden, der Vorstoß in die Tiefsee ließ weitere drei Jahrzehnte auf sich warten. Natürlich, seit den 1920er Jahren war gerichtetes Bohren möglich, auch horizontal. Anwendungsfälle gab es wenige, steuern konnte man den Vorgang nur sehr unzureichend. Sicher, seit den 1950er Jahren wird das hydraulic fracturing oder Fracking eingesetzt. Aber Risse in ausreichender Größe und Ausdehnung im Gestein zu erzeugen, die sich nicht zu schnell wieder schließen, gelingt erst seit den 1990ern. Heute ist die Erschließung von Erdöllagerstätten von Hoch- und Spitzentechnologien geprägt. Mittels hochauflösender seismischer Exploration und computergestützter Analyseverfahren wird ein komplexes, detailreiches, dreidimensionales Modell des Untergrundes erstellt. Dies ermöglicht es, Erdölmuttergesteine zu identifizieren und eine Bohrung genau zu planen. Moderne Bohrer sind robotische Systeme, vollgepackt mit Steuerungselektronik, Sensoren und Aktoren, bestehend aus Hochleistungsmaterialien, die den extremen Bedingungen der Umgebung in mehreren tausend Metern Tiefe (Strahlung, Temperatur, Druck) standhalten können. Sie wissen genau, wo sie sind und können von oben ferngesteuert werden, oder sich autonom ihren Weg durch die Gesteinsschichten suchen. Diese technischen Weiterentwicklungen machen Schieferöl heute zugänglich. Selbst wenn die Vorkommen schon vor dreißig Jahren bekannt gewesen wären (man hatte da was geahnt, aber nichts genaues gewußt), erschließen können hätte man sie nicht, für kein Geld der Welt. Die Ressourcenbasis hat sich in der vergangenen Jahrzehnten nicht durch Ölschiefer, Ölsande, Schweröle und Schieferöle erweitert, weil es notwendig war, sondern weil es möglich wurde.

Diese Erweiterung der Möglichkeiten durch technische Innovationen wird durch den Rohstoff selbst induziert. Die Nutzung von Rohstoffen ist schließlich kein Selbstzweck. Benzin wird nicht zum Spaß verbrannt. Sondern zur Generierung eines Mehrwertes. Bei Erdöl erzeugen die Wertschöpfungsmöglichkeiten, die durch Mobilität und die zahlreichen Produkte der chemischen Industrie entstehen, einen Bedarf, der wiederum zur Förderung weiterer Reserven und zur Exploration weiterer Ressourcen anregt. Parallel dazu ist Fortschritt auch immer eine Basis für neue Fortschritte und die Optimierung des Bestehenden. Eine Dampfmaschine trieb eben nicht nur Lokomotiven, sondern auch die Maschinen, mit denen man noch bessere Lokomotiven fertigen konnte. Bis schließlich Komponenten in einer Qualität verfügbar waren, die die Konstruktion von Diesel- und Elektromotoren ermöglichte. Die wiederum nicht nur dabei halfen, noch bessere Diesel- und Elektromotoren herzustellen, sondern gar Turbinen und am Ende auch Computer zu entwickeln. Innovationsprozesse sind stark miteinander vernetzt und geprägt von indirekten Effekten. Auf Kupfer (Kommunikation) und Erdöl (Mobilität) basiert eine Welt, in der Menschen nicht nur Autorennen im Fernsehen anschauen, sondern auch Gedanken und Ideen trotz großer Entfernungen miteinander teilen können. Durch die Verbindung mit dem auf Diesel (Schiffe, Eisenbahnen, LKW) und Kerosin (Flugzeuge) aufgebautem globalen Handel mit Gütern aller Art werden in dieser Welt Technologien und Verfahren erst möglich, die am Ende nicht nur die Gewinnung von Schieferölen gestatten, sondern auch Rohstoffvorkommen aller Art außerhalb der Erde in Reichweite bringen.

Abbildung 3: Rückkopplungen durch das Primat der Technologie

Abbildung 3: Rückkopplungen durch das Primat der Technologie

Die Nutzung von Rohstoffen sorgt auf diese Weise genau nicht für eine Verknappung, sondern für eine stetige Ausweitung ihrer Verfügbarkeit.  Es ist diese entscheidende Rückkoppelung, die in den „Grenzen des Wachstums“ nicht berücksichtigt wird. Als wichtiger Aspekt des Primates der Technologie kann sie in folgendem Prinzip formuliert werden:

Immer verbraucht bzw. verarbeitet die Menschheit in einem gegebenen Zeitraum mehr Rohstoffe, als ihr nach bestem Wissensstand zu Beginn dieses Zeitraums zur Verfügung standen. Immer sind die technisch zugänglichen Ressourcen am Ende dieses Zeitraums größer, als an dessen Anfang. Dies gilt für jeden Rohstoff gleichermaßen und für jeden Zeitraum in der Vergangenheit und in der Zukunft.

Erdöl oder andere Rohstoffe können uns also nur ausgehen, wenn wir das Interesse an ihnen verlieren. Dann aber wäre ein Rückgang der Ressourcen auch nicht mehr relevant. Die Zivilisation kann nicht durch Rohstoffmangel zugrunde gehen, sondern höchstens durch die Vogonen. Gegen die aber werden wir auch noch ein Mittel finden.

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73 Kommentare
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  1. Lieber Herr Heller,

    ich will jetzt nicht Korinthen kacken aber der Satz

    …der Vorstoß in die Tiefsee ließ weitere drei Jahrzehnte auf sich warten..

    …ist nicht korrekt. Gebohrt wird auf dem Kontinentalschelf. Die Tiefsee ist allenfalls für das Sammeln von Manganknollen zugänglich.
    Doch das ist unwesentlich; Sie haben da einen ausgezeichneten Beitrag geschrieben. :-)

  2. Dass bei der schieren Grösse der Erde die Menge der der Menschheit zur Verfügung stehenden Rohstoffe nur von der Fähigkeit abhängt diese auch zu Ressourcen zu machen führt das ganze Nachhaltigkeitsgerede schon ad Absurdum. Wenn man sich noch das Sonnensysten dazudenkt, dann fragt man sich wirklich, ob die Nachhaltigkeitsapostel noch ganz dicht sind.
    Die Frage, um die es sich dreht, hängt ja mit der Verbindung Reserven und Nutzung in der Abbildung 3 zusammen. Hier wird von den Vongonen, um im Tenor des Artikels zu bleiben, versucht die Menschheit zu überzeugen, dass sie das nicht handhaben kann. Kernspaltung sollen wir nie beherrschen können, die Verbrennung von Hydrokarbonen zerstört unser Klima und wir können die natürlichen Prozesse in der Nahrungsbeschaffung nicht auf die Dauer durch künstliche Massnahmen verbessern. Das sind so die Hauptangriffslinien.
    Da man den menschlichen Erfingungsgeist nicht einfach stoppen kann, lenkt man ihn um. Alte Techniken werden bis zum geht nicht mehr, am besten über das physikalisch oder mindestens das ökonomisch Mögliche hinaus, optimiert. Die Lebensziele werden von Wohlstand auf Glück und von wissenschaftlicher Erkenntnis auf spirituelle Erlebnisse hin gepolt.
    Wir noch spannend werden ob die Vongonen die Linie in Abbildung 3 durchbrechen können.

  3. Hallo Herr Heller,

    Da ist Ihnen ja wiedermal ein toller Artikel aus der Tastatur gesprungen, ein echter Heller eben.

    Was den zitierten CoR betrifft, so möchte ich doch zugutehalten, dass diese Leutchen letztlich von ihrem eigenen Wissensstand –limitiert auf das Jahr 1970 oder früher- aufsetzten. Sie glaubten sich halt im Besitz des ultimativen Wissens und konnten oder wollten sich schlechterdings nicht vorstellen, dass dieses ihr Wissen innerhalb weniger Jahre, ja bereits zum Zeitpunkt des Erscheinens ihres Berichts/Buches „Grenzen des Wachstums“ längst durch neuere Erkenntnisse überholt war.

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass diese „Riege der Ultima Ratio“ den Begriff „Grenze des Wachstums“ in einem völlig anderen Sinn verstanden haben wollte.
    Etwa mehr in die Richtung von Wachstumsgrenzen innerhalb von Zeitintervallen in Verbindung mit technologischen Horizonten. M.a.W. Ressourcen sind begrenzt z.B. durch die Technologie sie zu erschließen und je nach Fortschritt der Technologie erweitert sich die Grenze, Das Wachstum richtet sich also an dem technologischen Fortschrittaus. Bleibt der technologische Fortschritt aus, ist es vorbei mit dem Wachstum und es droht der Rückschritt, wenn nicht sogar der totale Kollaps.

    Aus diesem Gesichtspunkt lässt sich dann auch der Kampf der Öko-Ideologen gegen jedwede neue Technologie und jeglichen Fortschritt schlechthin erklären. Diese Leute brauchen die Katastrophe/die Not um sich als Heilsbringer zu präsentieren und an die Macht zu kommen. Ich meine hier nicht das Fußvolk/den einfachen Gläubigen der Ökopaxe, die werden nur zur Stimmungsmache gebraucht. Der harte Kern hingegen hat Situationen die in der ersten Hälfte 20. Jahrhundert in Europa zur Macht führten sehr gut verinnerlicht.

    meint der Moosgeist

  4. @ Peter

    Es ist ziemlich einfach, eine Phantasie über den Weltuntergang zu begründen.

    Genau. Der Autor und Philosoph Christian Schüle sagte unlängst in einer Sendung im 3sat -- es ging um die Apokalypse -- dieses:

    Das Bestehende als schlecht zu definieren, um einen Phantasieraum zu öffnen, für ein vermeintlich besseres morgen, das man weder beweisen muss, noch beweisen kann und auch nicht ausgestalten muss; aber allein diesen Phantasieraum aufzumachen, reicht offensichtlich schon aus, die Menschen auf seine Seite zu ziehen.

    Diese Vorstellungen, etwas könnte zu Ende gehen und das daraus eine Katastrophe erwächst, ist genau das apokalyptische Denken und Glauben was viele so fasziniert. Wenn wir das Bestehende nicht als schlecht definieren, sondern als gute Plattform und Ausgangspunkt zum besseren, dann sind diesen apokalyptischen Visionen schon ein gutes Stück ihrer Faszination genommen.

  5. Hi!

    Jetzt werden die Ökos aber kommen und behaupten:
    Es ist nicht relevant, wie viel Erdöl in der Erdkruste schlummert, sondern wie viel wir davon extrahieren können.
    Wenn ich eine kWh aufwenden muß, um eine kWh an Erdöl zu fördern, so ist Erdöl keine Energiequelle mehr.

    Leider haben sie damit ja auch zum teil recht, oder? Was natürlich sehr schön ist, ist daß das Erdöl noch ein paar hundert Jahre zur Verfügung stehen wird. Wenn einige andere Staaten aufholen, werden wohl aus einigen hundert vielleicht nur ein paar hundert.
    Man sollte sich schon im klaren sein, daß insofern doch eine Begrenztheit des Energieträgers existiert, auch wenn sie (recht) weit hinausgeschoben worden ist.
    Das einzige, was länger vorhält und genügend Energie liefern kann, ist Kernenergie. Zuerst Uran und Thoriumnutzung und hoffentlich dann auch einmal Kernfusion. Irgendwann muß der Schritt zu echter alternativer Energie kommen und es wäre grundverkehrt, wenn wir die Verschnaufpause des länger währenden Öls nicht nutzen würden, in diesen Bereichen zu forschen.

    mfg

  6. Wenn ich eine kWh aufwenden muß, um eine kWh an Erdöl zu fördern, so ist Erdöl keine Energiequelle mehr.

    das ist was mit

    Ressourcen sind begrenzt z.B. durch die Technologie sie zu erschließen und je nach Fortschritt der Technologie erweitert sich die Grenze

    gemeint ist, irgendwann wird es gehen.

    Die Kernfusion wird ziemlich lange verhindert werden, denn wer ausserdem Pöbel hat schon etwas von billiger unendlicher Energie. Wir könnten dadurch ohne Probleme ( hier die Kosten )konventionelle Treibstoffesynthethisieren etc. pp.

    Da hat der Scheich was gegen und der Windmüller sowieso, die Politik braucht man gar nicht erst zu erwähnen.

  7. @mrotz #5

    Irgendwann muß der Schritt zu echter alternativer Energie kommen und es wäre grundverkehrt, wenn wir die Verschnaufpause des länger währenden Öls nicht nutzen würden, in diesen Bereichen zu forschen.

    ….hupps, Sie meinten doch damit jetzt nicht die sog. „freie Energie” a’la Schauberger, Turtur & Co.???

  8. KKWs wären tatsächlich ideale Prozesswärme-Lieferanten für den Abbau von Ölsand und von zähflüssigem Schweröl sowie zum Steamcracken um aus den Zeug dann Treibstoffe (Benzin, Diesel, Kerosin) und Rohstoffe für die chemische Industrie zu machen.
    Dieses Gespann ist meiner Ansicht nach die eleganteste Art, um mit Kernenergie Autos fahren und Flugzeuge fliegen zu lassen -- der Blödsinn mit den E-Mobilen ist völlig unrealistisch (Das gilt auch für Brennstoffzellen und Wasserstoff als Treibstoff) und bei Flugzeugen führt an hochenergetischen Kohlenwasserstoffen kein Weg vorbei, nicht mal das um 1/3 energieärmere Methanol wäre eine geeignete Alternative, weil da wirklich jedes Kilogramm zählt.
    Schiffe könnten weiterhin mit Schweröl fahren, deren Versorgung ist also weniger das Problem.

    Ein Konkurrent wäre natürlich Fischer-Tropsch, also die Kohleverflüssigung, aber die kann mit gecracktem Ölsand und Schweröl wohl nicht konkurrieren. Südafrika hat dabei ja derzeit wohl die grössten Erfahrungen, wegen der Apartheid-Sanktionen haben die das mit ihrer billigen Kohle in großem Stil gemacht, aber es wurde wieder aufgegeben. Weiss jemand, ob angesichts der hohen Ölpreise Überlegungen gemacht wurden, das wieder aufleben zu lassen?

  9. Tja, wie man fossile Resourcen sparen kann, zeigt uns die Volksrepublik China.

    Chinas erster Atommeiler seit Fukushima ist am Netz

    China hat Medienberichten zufolge sein erstes Atomkraftwerk seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima in Betrieb genommen. Der Meiler Hongyanhe in der nordöstlichen Provinz Liaoning sei am Sonntag ans Netz gegangen, berichtete die Zeitung „China Daily“ am Montag.

    Erst im Oktober hatte die Regierung in Peking Richtlinien für die Branche vorgelegt und damit den 20 Monate dauernden Baustopp für neue Projekte aufgehoben, der nach dem Unglück im japanischen Fukushima verhängt worden war.

    Und damit nicht genug……im Gegenteil:

    Inklusive des neuen Kraftwerks sind in China 16 Atommeiler aktiv. Sie haben eine Kapazität von mehr als zwölf Gigawatt. Bis 2020 sollen Nuklearkraftwerke mit einer Kapazität von 58 Gigawatt am Netz sein.

    Naja, eines Tages werden wir Deutsche zu Hausangestellte oder Müllmänner/Frauen in chinesischen Vororten werden, an eigener Weiterentwicklung sind wir ja nicht mehr interessiert.
    H.E.

  10. @Tim Hardenberg

    Ich meinte mit echter alternativer Energie: Kernenergie. (alternativ zu fossilen Energieträgern und verglichen mit EE auch keinen Kleckererträgen)
    Ich bin von der Grünen- und Esotherikecke weit genug entfernt um die Thermodynamik nicht zu verdrängen. Daß aber jemand wie Turtur an einer FH zum Prof. werden kann….. nunja.

    mfg

  11. #10 :-)

  12. Aua Aua Aua … das tut doch schon weh

    CO2-Emissionen steigen wieder

    Beim Ziel, bis zum Jahr 2020 den Ausstoß klimaschädlicher Gase um 40 Prozent zu verringern, liegt Deutschland gut im Plan. Bisher. Niedrige Kohlepreise und Emissionszertifikate auf Ramschniveau bremsen die Energiewende aus……………………….

    Altmaier: Derzeit sehe ich nirgendwo in Europa die Vertretbarkeit von Fracking. Das gilt auch für Deutschland.“

    Umweltschützer befürchten dabei zum einen direkte Umweltschäden durch das Verfahren und zum anderen eine Renaissance fossiler Brennstoffe

    http://www.n-tv.de/politik/CO2-Emissionen-steigen-wieder-article10155721.html

    Das tut doch schon weh soviel Blödheit.

  13. Das tut doch schon weh soviel Blödheit.

    „Blödheit“ wäre die nettere Alternative. Im Zusammenhang ist es etatistische Böswilligkeit.

    -- Das Primat der Zufallsenergieproduzenten führt zu konsekutiv höheren Energiepreisen mit (über)proportional steigenden Staatseinnahmen über einschlägige Steuern (Win-win-Situation Staat -- Zufallsenergieerzeuger). Ansonsten bringen diese Anlagen gar nichts, da sie 1:1 fossil ge-back-uped werden müssen. Wir leisten uns nur einen zweiten, überflüssigen Energieerzeugungspark zur Erhöhung der Einnahmen des Staates und zur Ehöhung des Staatsanteils am „Volksvermögen“ durch kalte Enteignung.

    -- Atomausstieg führt konsekutiv und unvermeidlich zur verstärkten Nutzung fossiler Energieträger, da die Wind-Sonne Zufallsenergieproduzenten den Bedarf nicht befriedigen können. Mittelfristig könnte dieses zur breiten Erkenntnis führen, dass die Zufallsenergieanlagen nur überflüssig und teuer sind. Hier muss über den Trick „Emissionshandel“ und über das Aufrechterhalten der Mär vom menschengemachten Klimawandel diese Quelle zur Erhöhung der Staatseinnahmen erhalten werden. Ohne Bedrohungsszenarien geht gar nichts -- die Russen haben uns da leider seit 20 Jahren im Stich gelassen, somit mussen irreale Szenarien her.

    -- Höhere Staatsquote / Staatseinnahmen emöglicht höheren Spielraum für Umverteilungen durch die Politik. Die Machtbasis der Politik ist eigentlich nur noch ihr Potential für Umverteilungen. Ansonsten kann sie fast gar nichts (ausserhalb der eigentlichen Kernkompetenzen eines Staates, Sicherheit, Bildung, Infrastruktur, welches der politischen Klasse wohl zu langweilig ist)!
    Bürger, die nicht von Umverteilungen abhängig, sprich finanziell und ideell unabhängig sind, lassen sich sehr schlecht beherrschen und könnten schnell auf die Idee kommen, dass sie von einer eigentlich inkompetenten (siehe Lebensläufe der meisten Spitzenpolitiker), parasitären Klasse beherrscht werden. Die Folgen konnten man ab ’89 in verschiedenen Fallstudien beobachten…

    -- Kosekutiv müssen breite Schichten der Bevölkerung entreichert werden -- da dieses über klassische Steuererhöhungen nicht mehr geht (Verfassungsbedenken, Eigentumsgarantie), wird halt der Weg der Energiepreiserhöhung, Gebäudesanierung, etc. gewählt. Weitere Schichten der Bevölkerung werden in die Abhängigkeit von Transferleistungen geführt, welches sie empfindlich für Versprechen der politischen Klasse macht. Das linke Tasche hundert Euro raus -- rechte Tasche 50 Euro rein wird von den meisten zunächst gar nicht bemerkt . Man wählt den, der das meiste für die rechte Tasche verspricht, zumal man zunehmend, aufgrund schwindenden Eigentums, auf die rechte Tasche angewiesen sein wird. Das am Ende alle Ärmer sind, wird zumeist sehr spät bemerkt. Häufig bedarf für die Erkenntnis auch mehr, als Walldorffschulwissen.

    -- Die Energiewende, Atomausstieg, CO2 Politik ist eine wesentliche Machtbasis der politischen Klasse der Berliner Republik. Scheitert die Ökoideologie -- scheitert die Berliner Politnomenklatura!
    Es geht um Möglichkeit der politischen Klasse, weiterhin die „Wohltaten“ der Umverteilung unter die Bevölkerung werfen zu können. Mit der politischen Couleur zeigen sich Nuancen in den Zielgruppen, aber keinerlei Alternative oder Widerspruch zum etatistischen Prinzip -- deshalb ist sich auch die gesamte Blockparteielandschaft in den wirklich wesentlichen Aspekten der Politik nahezu volkskammermäßig einig!

    Rechtfretigte die Bonner Republik sich noch über Westintegration, Verhinderung des Kommunismus, Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern, Wiedervereinigung und Wohlstandsgenerierung, sind die Fundamente der Berliner Republik auf Schwindelszenarien und mediale Nebelkerzen gebaut. Und- das wissen die ganz genau! Fliegt der Schwidel auf, fliegt auch die Berliner Nomenklatura!

  14. mrotz,

    Daß aber jemand wie Turtur an einer FH zum Prof. werden kann….. nunja.

    gibt es eine Widerlegung zu Prof.Dr.Turturs Theorie?

  15. @Rassbach #14

    Russells „fliegende Teekanne” kann auch niemand widerlegen.

  16. @Rassbach:

    Es funktioniert genau andersrum. Wer etwas neues behauptet, ist erstmal eines Beweises schuldig. Auch wenn die Theorie natürlich falsifizierbar sein muß.

    Es kann -- frei nach Vince Ebert -- jeder Spinner in fünf Minuten mehr Unsinn labern, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann.

    mfg

  17. @ Tim

    da muss ich dochgleich das Zitat von Russel bringen nur mal zur Auffrischung

    „Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gäbe, welche auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so würde niemand meine Behauptung widerlegen können, vorausgesetzt, ich würde vorsichtshalber hinzufügen, dass diese Kanne zu klein sei, um selbst von unseren leistungsfähigsten Teleskopen entdeckt werden zu können. Aber wenn ich nun zudem auf dem Standpunkt beharrte, meine unwiderlegbare Behauptung zu bezweifeln sei eine unerträgliche Anmaßung menschlicher Vernunft, dann könnte man zu Recht meinen, ich würde Unsinn erzählen. Wenn jedoch in antiken Büchern die Existenz einer solchen Teekanne bekräftigt würde, dies jeden Sonntag als heilige Wahrheit gelehrt und in die Köpfe der Kinder in der Schule eingeimpft würde, dann würde das Anzweifeln ihrer Existenz zu einem Zeichen von Exzentrik werden. Es würde dem Zweifler in einem aufgeklärten Zeitalter die Aufmerksamkeit eines Psychiaters einbringen oder die eines Inquisitors in früherer Zeit.“

  18. @Andreas #17

    Das Russell-Zitat kann man auch anders fortsetzen:

    „Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gäbe, welche auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so würde niemand meine Behauptung widerlegen können….”

    …..aber die meisten einigermaßen vernunftbegabten Menschen würden mich dafür logischerweise für einen ziemlichen Vollpfosten halten.

  19. @ Rassbach:

    gibt es eine Widerlegung zu Prof.Dr.Turturs Theorie?

    Ja sicher: Bielefeld-Brown-Effekt

    Und wieder einmal, Herr Rassbach, haben Sie zielsicher den größten Humbug aus dem Netz gefischt. Langsam nervt es. Das ist hier einfach nicht die richtige Plattform für Sie, aber das hat Ihnen Quentin ja auch schon einmal gesagt.

    Ab sofort werden weitere Esoterik-Links von mir gnadenlos wegredigiert. Ich bitte, zum Thema des Artikels zurückzukehren.

  20. Peter Heller hat recht, wenn er sagt:

    Erdöl oder andere Rohstoffe können uns also nur ausgehen, wenn wir das Interesse an ihnen verlieren.

    Allerdings wird das allermeiste in der Erde bleiben, denn die Kosten pro Einheit werden so hoch sein, dass es sich niemand mehr leisten können wird. Und ich bin gar nicht optmistisch, dass es gelingen wird einen preiswerten Ersatz in der nötigen Zeit zu finden. Der nötige technologische Durchbruch ist nicht da und zeichnet sich nicht ab.

  21. Lieber H2:
    Erinnern Sie sich noch an Ihre Kostenrechnung für Strom?
    Die Ausbeutung eines Resevoirs ist so lange lohnend, wie es am Markt nichts billigeres gibt.
    So gesehen darf die Förderung in Konkurrent zu Wind und Sonne noch ein vielfaches kosten und es lohnt sich immer noch.
    Der preiswerte Ersatz ist allerdings schon da, denn der ‚Durchbruch‘ erfolgte im Jahr 1943: Kernenergie!

    Der Durchbruch bei der Wind- und Solarenergie ist allerdings tatsächlich nicht da und zeichnet sich auch nicht ab: Bekanntlich fehlt es vor allem an einen preiswerten und kompakten Speicher, der bisher an der Physik scheitert und, solange kein Wunder geschieht, weiterhin scheitern wird.

  22. Kernenergie scheint mir in Anbetracht der Projekte in Finnland und Frankreich nicht gerade preiswert zu sein. In England wird auch über neue Subventionen nachgedacht als notwendige Voraussetzung für den Bau neuer Erzeugungskapazität:

    http://www.guardian.co.uk/environment/2013/feb/18/nuclear-power-ministers-reactor

    Die Ausbeutung eines Resevoirs ist so lange lohnend, wie es am Markt nichts billigeres gibt.

    Das ist richtig für den Anbieter. Wenn allerdings die Nachfrage aufgrund der Elasitizität des Marktes einbricht, dann sinkt die Menge an gehandelter Ware. Deswegen meine Aussage: das Erdöl wird in der Erde bleiben.

    Atomkraft ist auch keine Lösung für die meisten Anwendungen, bei denen zur Zeit Kohlenwasserstoffe benötigt werden: Verkehr, Landwirtschaft, etc. Dies wurde von Hr. Heller ja auch im Text oben deutlich gemacht.

    In den Kommentaren wurde auf die Möglichkeit der Lieferung von Prozesswärme für Gewinnung von Öl aus Ölsanden eingegangen (#8.). Dies ist vollkommen richtig. Die Produktionsmethode hat nur leider den Nachteil, dass sie nicht beliebig nach oben skalierbar ist. Ölsande werden nie konventionell gefördertes Öl in ersetzen können. Und hier schrumpft das Angebot tendenziell jetzt schon und in den kommenden Jahren vermutlich noch stärker. Beispiel:

    Decline estimates for Saudi Arabian oil fields vary widely. One industry source (Platts Oilgram, 2006) estimated that the declines rates for existing fields could range from 6 to 8 percent annually, meaning that the country needs about 700,000 bbl/d in additional capacity each year just to compensate for natural decline. The Ministry of Petroleum and Mineral Resources maintains that decline rates in Saudi Arabia are closer to 2 to 3 percent per year. Saudi Aramco has stated that it will conduct additional drilling at existing fields in order to help compensate for the natural declines from the mature fields, and the kingdom is budgeting $20-$30 billion over the next 5 years to offset decline rates and maintain current capacity levels.

    Quelle: http://www.eia.gov/countries/cab.cfm?fips=SA

    Die „natürlichen“ 6-8 Prozent werden durch Maßnahmen, welche die Recovery Rate erhöhen, wie Infill Drilling. Das bedeutet aber auch, dass irgendwann -- bald -- der Punkt kommt, wo diese Maßnahmen an Wirksamkeit verlieren und wir einen Abfall in der Förderleistung sehen werden, der weit höher als die erwähnten 6-8 Prozent liegen wird …

  23. @H2
    Ob sich diese Investition lohnt oder nicht, wird sich erst noch zeigen!
    Es kommt bei Energieerzeugunsinvestments darauf an, wie schnell sich die Investitionskosten wieder über den Markt einspielen lassen.
    Der EPR hat die höchsten Leistungsmerkmale aller Stromerzeugungsanlagen, die es momentan auf dem Markt gibt.
    Es wird sich zeigen, ob diese Leistungsmerkmale die hohen Investitionskosten rechtfertigen werden. Warten wir es ab.
    An der Baudauer kann man arbeiten, damit diese bei weiteren EPR´s verbessert/verkürzt wird. In China (Taishan) ist dies ja schon zu beobachten.

  24. …jedenfalls lohnen sich diese Investitionen eher, als 1 Billionen in die Erzeugung von Zufallsenergie zu versenken.

  25. #23.

    Ja, das wird sich über die Jahre zeigen. In Europa und den USA haben wir auch eine im Vergleich zu China andere Situation, da hier andere Auflagen und Zulassungsvoraussetzungen gelten, die einen KKW Bau verteuern. Grundsätzlich sind höhere Sicherheitsanforderungen begrüßenswert.
    Die Investition in EPR und ähnliche Reaktortypen ist allerdings mutmaßlich dann sinnvoll, wenn es nicht zu viele nachmachen -- denn die preiswerten Uranvorräte sind auch nicht unendlich. Alternative Reaktortypen gibt es noch nicht marktreif. Und Kernkraft hat, neben einigen anderen, den generellen Nachteil, dass nicht jeder sie Nutzen kann / soll. Sonst kommen wir in Zukunft noch viel öfter in die Verlegenheit, in die Nordkorea die Weltgemeinschaft bringt.

  26. @ H2, #22:
    Kernenergie ist momentan für die Stromerzeugung nicht rentabel, wo spottbilliges Shalegas die Preise drückt.
    Doch wenn das Shalegas teurer wird, kann Kernenergie jederzeit die Stafette übernehmen und zwar lange bevor Wind und Sonne auch nur in die Nähe kommen.
    Momentan wird aber schon damit begonnen Methaneis zu fördern und es ist sehr gut möglich, dass das zu einem Boom wird, der das Shalegas noch weit in den schatten stellt.
    Sie sehen also, Wind und Sonne haben mehr als einen Konkurrenten und es ist in keiner Weise abzusehen, dass die ‚Erneuerbaren‘ jemals eine Rolle auf dem Markt spielen könnten, zumal ja -- sieh oben -- die Speicherproblematik immer noch einer Lösung harrt, die nicht einmal theoretisch in Sicht ist.

    Andere Reaktortypen sind sehr wohl schon ausgereift, China baut doch schon ’schnelle‘ IFR-Kraftwerke in Serie und schon sehr bald sind die ersten am Netz, haben Sie das nicht mitbekommen?
    Und, bitte, bitte, kommen Sie hier nicht mit ‚Peak Uran‘, das ist nämlich einfach unglaublich dumm. Sie finden hier bei ScSk sehr ausführliche Begründungen dazu.

    Atomkraft ist auch keine Lösung für die meisten Anwendungen, bei denen zur Zeit Kohlenwasserstoffe benötigt werden: Verkehr, Landwirtschaft, etc.

    Ach, aber Wind und Sonne können das lösen?
    Kernkraft kann jederzeit höchst effektiv Prozesswärme zur verfügung stellen und das ist der Schlüssel zur preisgünstigen Herstellung von Flüssigtreibstoffen für den fernen, fernen Tag an dem das Öl mal zu teuer werden könnte.
    Im Grund genommen argumentieren Sie da nicht gegen Kernkraft, sondern gegen Wind- und Solarstrom, denn auf die trifft ihre Aussage zu.
    Sie behaupten, man könne Ölsande und Schweröl nicht schnell genug abbauen und /oder cracken? Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett? Das ist doch viel, viel leichter als eine Wind- und Solarwirtschaft auf die Beine zu stellen!

  27. Jaja, die bösen Chinesen…

    Ein Rundgang durch das erste nordostchinesische Atomkraftwerk Hongyanhe

    Der erste Reaktorblock des Kernkraftwerks Hongyanhe in der nordostchinesischen Provinz Liaoning wurde am 17. Februar 2013 ans nationale Stromnetz angeschlossen. Hongyanhe ist das erste Atomkraftwerk in Nordostchina und das größte Energieprojekt in der Region.

    Und Kernkraft hat, neben einigen anderen, den generellen Nachteil, dass nicht jeder sie Nutzen kann / soll.

    Wer sind wir denn, andere daran zu hindern selber moderne Technik einzuführen?
    Der Deutsche und sein hoher Ast…….inzwischen ist der so verrottet, dat der Absturz kurz bevor steht.

    H.E.

  28. In England wird Kohle verstromt, kein Shalegas. Dessen Preis z.B. in den USA demnächst übrigens weiter steigen wird. Dort wird zur Zeit unter Produktionskosten verkauft. Wenn ich Sie richtig verstehe, Tritium, sieht das mittelfristige Szenario für den Ersatz der wegfallenden Erdölförderungen aus den konventionellen Quellen also so aus, dass wir mittels Atomkraft ausreichend Prozesswärme bereitstellen, um Ölsande oder Schwer(st)öl zu cracken. Für dieses Szenario kann man sich einfach mal folgende Beispielrechnung aufmachen:

    Ausgehend von einer Förderung von Rohöl aus konventioneller Produktion von ca. 75 Mio Barrel / Tag, hat man in 10 Jahren bei einer Decline Rate von 1% noch 67,8 Mio Barrel / Tag übrig. Bei dem was Saudi-Arabien für seine Felder annimt (2,5%) sind es nach 10 Jahren noch 58,2 Mio Barrel am / Tag. Und wenn wir die Erfahrungen aus der Nordsee zugrundelegen mit 5% jährlicher Decline Rate, bleiben noch 44,9 Mio Barrel / Tag übrig.

    In 10 Jahren sind also um den Status Quo zu erhalten zwischen 8,2 und 30 Mio Barrel / Tag zu ersetzen. Jetzt erklären Sie mir bitte, wo das herkommen soll. Die aktuelle Förderung aus allen unkonventionellen Quellen liegt bei
    Alberta rechnet übrigens damit die Förderung bis 2021 von ca. 1,8 Mio heute auf 3,7 Mio Barrel/Tag ausbauen zu können:

    http://www.energy.alberta.ca/oilsands/791.asp

    Und das sind die mit Abstand größten Produzenten dieser Art.

  29. denn die preiswerten Uranvorräte sind auch nicht unendlich. Alternative Reaktortypen gibt es noch nicht marktreif.

    Doch, im überschaubaren Zeitraum,, sogar solche, die die Abfälle nutzen, die bei der schmutzigen Förderung der für die „Energiewende“ ach so essentiellen „Seltenen Erden“ anfallen:
    http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/china-baut-thorium-reaktor/008236/
    ..übrigens: eigentlich eine deutsche Erfindung, die mal vor meiner Haustür stand THTR 300..

  30. @ H2.
    Bitte tun Sie mir den Gefallen und lassen sie sich was besseres einfallen als Milchmädchenrechnungen a la Club of Rome.

    Im übrigen sagte ich keineswegs, nukleare Prozesswärme sei der Schlüssel. Ich sagte, das wäre eine ausgezeichnete, sich ergänzemde Kombination.
    Tatsächlich sehe ich eher voraus, dass Erdgas (Methan) der automobile Treibstoff der näheren Zukunft werden wird, einfach weil es Methan spottbillig und in unbegrenzten Mengen gibt. (Alles, was weiter als 50 Jahre reicht, ist ‚unbegrenzt‘, weil es nicht möglich ist, die technische Entwicklung weiter abzuschätzen. Dann beginnt der Blindflug und folgerichtig kann auch nicht weiter geplant werden.).
    Im Grunde brauchen wir nur für einen Verkehrsbereich unbedingt flüssige Kohlenwasserstoffe und das ist das Flugzeug.

    Ansonsten kann ich nur wieder mal den Kopf schütteln über das, was für Sie ‚unmöglich‘ ist, während Sie andererseits die wirklich unmögliche Energieversorgung mit Wind und Sonne für eine echte Zukunftsoption halten.
    Nur mal als kleiner Anhaltspunkt: Südafrika hatte während der Apartheid-Blockade überhaupt keine Probleme, seinen Treibstoffbedarf mittels Kohleverflüssigung zu decken und das war nicht mal viel teuerer als Öl. Heutzutage ist das Verfahren sogar preislich konkurrenzfähig (Der Grenzpreis liegt bei etwa 60 US$ / Barrel), aber wegen des Überflusses an Gas wird niemand in so was investieren.
    Allerdings baut China eine Pilotanlage, die im Endausbau ca. 100.000 Barrel/Tag liefern soll. Was halten Sie für erforderlich? 10 Millionen Barrel etwa? Und das sei ‚unmöglich‘? 100 Fischer-Tropsch-Anlagen (Oder entsprechende Steamcracker) sind ein Klacks.

  31. Liebe Wählerinnen und Wähler

    Wollt ihr zukünftig 1…2..3 Euro/kWh für euren Strom bezahlen?…..Dann wählt die Grünen.
    Wollt ihr zukünftig 100.00 -150.000 Windräder im Land und der Nordsee stehen haben?…..dann wählt die Grünen.
    Wollt ihr jedes verfügbare Dach, jede noch frei Fläche und sonstwo Solaranlagen stehen haben?….dann wählt die Grünen.
    Wollt ihr euch auf eine einzige Studie verlassen, wo heute schon die Energiewende ein Desaster ist?…dann wählt die Grünen
    Wenn ihr denkt, das entgegen dieser Studie (2050) die 100% Vollversorgung Deutschlands schon 2030 erreicht werden kann…..dann wählt die Grünen.
    Wollt ihr, das die kläglichen Überreste der heutigen Energiewirtschaft bis 2030 das Land verlässt….dann wählt die Grünen.

    Schneider: Unser Ziel ist ja gerade, dass die Energieversorger wissen: Ab heute gibt es keine Investitionssicherheit für neu geplante oder gebaute Kraftwerke. Wenn heute noch ein Energieversorger ein Kohlekraftwerk baut, muss er im Hinterkopf haben, dass es keinen Parteienkonsens mehr gibt, dass sich solche Investitionen noch abschreiben lassen. Er geht also ein Risiko ein.

    http://green.wiwo.de/energiewende-grune-planen-kohleausstieg-bis-2030/

    Wer sich das heute schon nicht leisten kann, wer sich heute noch den gesunden Menschenverstand bewahrt hat…..wer zu alt oder zu arm ist auszuwandern……….sollte sein Kreutzchen im September überall machen…….

    NUR NICHT BEI DEN GRÜNEN

    Ick hab ja schon viel Müll gelesen aber wat da Astrid Schneider, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Energie der Grünen vom Stapel lässt, übersteigt meinen Wortschatz an Schimpf- und Fäkalworten bei weitem.
    Würg und janz weit wech
    Onkel Heinz……..Kopf trifft Tischplatte kritisch

  32. @Heinz Eng

    Die Grünen haben angefangen, aber die Schwarzen haben es exzessiv forciert.
    Die FDP steht stumm da.

    EE ist mitlerweile doch komplett Gliehcgeschaltet in allen Parteien.
    Es gibt keine Partei, die mit dem Scheiß aufhören wird. Auch nicht die Piraten in jetzigem Zustand.

    Das einzige, was vielleicht helfen könnte, wäre, die Grünen zu wählen, damit diese den Karren so schnell an die Wand fahren, dass man dann frühzeitig wieder andere Wege gehen kann.

    mfg

  33. @ H2 #28

    In England wird Kohle verstromt, kein Shalegas.

    Das ist selbst heute nur zum Teil (noch) richtig. Seit dem „Dash for Gas“ Programm der 80er und 90er Jahre wird zunehmend Gas zur Stromproduktion eingesetzt. Aktuell gewinnt Großbritannien über 40% seiner elektrischen Energie aus Erdgas. Dieser Anteil könnte in den nächsten Jahren noch weiter steigen, wenn man sich vor Augen führt, was für gigantischen Ressourcen die Briten in der Erde vermuten:

    According to the BGS, potential UK offshore reserves of shale gas could exceed one thousand Tcf; about five to ten times the figure for onshore. Even if, as some conservative observers maintain, only 10 to 20 percent is ultimately recoverable, that would propel the UK to become entirely self-sufficient in shale-sourced gas for decades to come, ending the dependency on imported Russian, Norwegian and Qatari gas which currently account for around 70 percent of the UK’s needs. The impact that could have on the UK economy and soaring domestic energy prices cannot be overstated.

    1.000 trillion cubic feet (Tcf) dass sind 28,32 Mrd. Kubikmeter. Das ist mehr als halb so viel wie der weltweit mit Abstand größte Gasbesitzer Russland als Reserve angibt. Damit spielt England in einer Liga mit dem Iran und Katar. Deutschlands aktueller Bedarf könnte mit dieser Menge für 300 Jahre gedeckt werden.

    Und das ist nur die Menge an Ressourcen die Großbritannien vor seiner Küste im Boden vermutet. Auch an Land scheinen sich riesige Vorkommen im Untergrund zu befinden. Cuadrilla, als einzige Explorationsfirma in Großbritannien ausgestattet mit einer Bohrgenehmigung, schätzt die Vorräte bei Blackpool aktuell auf 300 Tcf. Insgesamt verfügt Großbritannien demnach über bislang bekannte potenzielle Gasvorkommen in der Größenordnung 1.500 Tcf. = 42.500 Mrd. m³. Nur Russland mit seinen knapp 50.000 Mrd. m³ hat größere Reserven.

    Wobei noch nicht klar ist, welche Mengen an Gas davon tatsächlich wirtschaftlich gewonnen werden können. Legt man Erfahrungen aus den USA zugrunde, wo je nach Lagerstätte zwischen 10 und 30 Prozent extrahierbar sind, hätte Großbritannien demnach bisher bekannte Erdgasreserven zwischen 4.000 und 13.000 Mrd. m³. Legt man allein den untersten Schätzwert zugrunde würden die Briten damit in die Top Ten der globalen Gasproduzenten aufsteigen.

  34. @Rudolf
    Kannste bitte mal meine Antwort an Marvin (Plauderecke) aus dem Spam holen?
    Danke

    @MRotz (lustiger Name übrigens)
    Ick geb Dir erstmal vollumfänglich recht………aaaaaber………dat is wie beim Zauberlehrling, die werden den Geist nicht mehr los.
    Anfangs lief ja der Ausbau der NIE noch langsam und gesittet ab, ziemlich unauffällig und noch gut ins Stromnetz integrierbar, erst die letzten Jahre explodierte dieser Ausbau förmlich und schaffte die Probleme, die wir heute haben.
    Weiterhin hat ja jedes Institut, das Umweltministerium, das Umweltbundesamt…selbst der WBGU der Regierung suggeriert, dat das alles ganz toll und echt billig über die Runden gehen wird.
    Die paar Mahner (wie ick z.B.) konnte man in die böse Lobbyistenecke der ewig Gestrigen drücken…..Friede, Freude, Energiewendeeierkuchen.
    Die Regierung (das ich mal Politiker in Schutz nehmen muss, ihgitt) hat sich auf ihre Experten verlassen und wurden zusätzlich von den grün verseuchten Medien vor sich hin getrieben……bis, ja bis auch für den Dümmsten auf der Regierungsbank deutlich wurde, wat unsere Energiewende für ein teurer Reinfall wird.
    Deshalb musste auch Röttgen raus……und Steinmaier rein……und nun versucht man irgendwie die Wende zu wenden, ohne den potentiellen Wählern mit Solardach zu sehr zu verärgern.
    Ick hoffe mal…..soweit kannste mir zustimmen?

    Nun aber, wo jeder Dödel begreift, das die E-Wende ein Schuss in den Ofen ist……..genau da legen die Grünen/haschmich 90 eine Parole nach, die mich eigentlich nur noch an Insassen der geschlossenen Anstalt erinnert.
    In 10 bis 20 Jahren wird die Energie wieder billiger…….(und müssen alle heut gebauten Windmühlen und Solaranlagen erneuert werden)…….sorry, das hat nix mehr mit Dummheit zu tun, das ist schon vorsätzlicher Wählerbetrug.

    Den angestammten Energieversorgern auch noch offen zu drohen, dat se ihre Investitionen in Kohlekraftwerke eh abschreiben können, wenn Grün erstmal wieder an die Macht kommt……….ist für mich ein Straftatbestand.
    Ich hab eigentlich für keine der etablierten Parteien besonders viel Sympathie übrig………aber für ergrünte Ex-Kommunisten, Steinewerfer und Realitätsverweigerer….empfinde ich nur noch tiefste Abscheu.

    Wir können nicht alles verhindern aber wenigstens versuchen, die nie wieder in die Regierung zu lassen.
    How, ick hab gebrüllt.
    Onkel Heinz……..abgebrüht aber nicht abgestumpft

  35. musste auch Röttgen raus……und Steinmaier rein

    = Altmaier

  36. @Rudolf Kipp #33
    In Großbritannien ergibt sich jetzt auch eine gewisse Engpaßsituation dadurch, daß in den nächsten paar Jahren etliche Kohlekraftwerke planmäßig abgeschaltet werden, um die „Klimaschutz“vorgaben zu erfüllen, aber zusätzliche Ausbaukapazität im Nuklearbereich frühestens gegen Ende des Jahrzehnts zur Verfügung stehen wird. Sehr bald wird die Reserve auf brisante 10% zurückgehen. Da der Wind zwar für Lippenbekenntnisse taugt, aber nicht für eine zuverlässige Energieversorgung, denkt man daher an raschen massiven Ausbau von Gaskraftwerken, so daß dann Gas bis zu 70% (wenn ich die Zahl richtig in Erinnerung habe) der Energie liefern soll. Soviel Gas muß natürlich aus dem Ausland importiert werden und wird entsprechend teuer.

    Das ist zwar immer noch eine Kleinigkeit verglichen mit dem, was Deutschland mit seiner „Energiewende“ stemmen will, aber man sieht auch hier, wie schnell man durch „Klimaschutz“ ins Schlingern gerät.

  37. #36 PS
    Hier noch ein Link zum Thema.

  38. Ganz so blauäugig waren die Schwarzen nicht, Heinz!

    Frau Merkel hat das EEG ganz bewusst dazu benutzt, IHRE Stammwählerschaft, nämlich die Bauern, mit Geschenken zu überhäufen.
    In Zeiten, in denen direkte Agrarhilfen immer unpopulärer wurden und ausserdem in die EG-Zuständigkeit fallen, so dass es sehr schwierig ist, den DEUTSCHEN Bauern direkt Geld zuzustecken, war das EEG, richtig angewendet, ein Geschenk des Himmels, um diese anspruchsvolle Stammwählerschaft direkt zu bedienen, sei es über Energiemais und Biogas, über horrende Pachtsummen für Windrad-Standorte oder PV-Scheunendächer und Freiflächenanlagen.
    Frau Merkel und Herr Seehofen wussten und wissen ganz genau, was sie da tun!
    Und sie haben das sogar weitaus besser ausgenutzt, als die Grünen es mit ihrer Reihenhausbesitzer-Stammwählerschaft im Speckgürtel je schafften, denn deren ‚goldene Dächer‘ und Windkraftbeteiligungen sind im Vergleich zu den Geldern, die die Agrarlobby abschöpft, nur Kleckerkram.

    Du siehst, Frau Merkel hat die Grünen in jeder Hinsicht über den Tisch gezgogen: Sie klaute nicht nur dreist den Fukushima-Bonus, sondern wendete sogar das EEG in eine Waffe gegen sie.
    Für den politischen Macchiavelismus, den sie da zeigte, hat sie meine Bewunderung, allerdings nicht meine Sympathie. Sie hat enomen Schaden an Staat und Demokratie angerichtet, nicht nur finanziell, weil sie ihre persönlichen Ziele über das Wohl des Staats stellt. Das ist verwerflich und verächtlich. Und diese Prinzipienlosigkeit und mangelnde Ethik und Staatsräson wird sich, denke ich, längerfristig an der CDU/CSU rächen.

  39. @Andy #35

    Ups…und Danke, manchmal komm ich völlig durcheinander, bei der ganzen Maierei.

    @Tritium
    Naja….wer besser sein will als das Original, muss halt die Grundsätze der eigenen Partei über Bord werfen, is mir schon klar.
    Janz ehrlich….ick hab Angst vor dem Wahlseptember, die Grünen fühlen sich eh schon stark wie Bolle, der Steinmaier will uns völlig an Europa verkaufen……und Mutti vergrault viele CDU-Stammwähler.

    Müssen wir nun wirklich auf den großen Blacky warten, bevor sich was tut?
    Ich weiß zwar bis heute nicht, wen ich wählen werde………aber ich weiß ganz genau, wo ich auf keinen fall mein Kreuz machen werde, bei………GRÜN…….

    2013 wird das Schicksalsjahr der Nation.
    H.E.

  40. @Heinz
    Ich verstehe (und teile) ja dein Entsetzen in #31 — aber dass dein Tipp, nicht Grün zu wählen (#31) wenig zielführend ist, haben mrotz (#32) und tritium (#38) dankenswerterweise bereits thematisiert.

    Wer sinnvoll wählen will, der darf nicht nur Grün nicht wählen, sondern ebensowenig CDU, CSU, FDP oder SPD — bemerkenswerte Einzelstimmen gibt es zwar in mehreren etablierten Parteien, aber die bestimmen eben nicht den Kurs der jeweiligen Partei. Ebensowenig die sogenannte „Linke“ wählen, denn die ist — dank Gysis Geschick — nichts anderes als die mit westdeutschen Steinzeitkommunisten angereicherte SED. Auch nicht die Piraten wählen ob ihrer diffusen, widersprüchlichen Positionierungen, ohne Distanz zum Blockflöten-Kurs in Sachen „Klimaschutz“, Energiewende, Atomausstieg, Demontage der persönlichen bürgerlichen Selbstbestimmung.

    Was von den Kleinparteien da noch übrigbleibt, muss in persönlicher Feinjustierung herausgefiltert werden. Dabei wäre eine „Falschwahl“ nicht dramatisch, weil diese Splitterparteien eh keinen politischen Einfluss im Parlament erreichen werden. Eine Gegenstimme zu den Blockflöten wäre es ja auf jeden Fall — darauf kommt es an.

    Meine Empfehlungen kurzgefasst:
    — auf keinen Fall einer grossen (etablierten) Blockflöten-Partei die Stimme geben (CDU, CSU, SPD), auch nicht der FDP (Tipp: Wer das Glück hat, einen bemerkenswerten Einzelkandidaten einer Blockflöten-Partei als Wahlkreiskandidaten zu erwischen, kann dem ja seine Erststimme geben),
    — die Linke auf keinen Fall wählen,
    — auch nicht die Piraten wählen,
    — stattdessen eine kleine Splitterpartei wählen,
    — wer den Aufwand nicht scheut: die „richtige“ Splitterpartei in persönlicher Feinjustierung heraus-extrahieren.

  41. @FK9 Pilot #13
    Klasse Kommentar !

    Last not least: @Peter Heller
    Ausdrücklichen Dank für Ihren klaren, gut verständlichen, aufklärerischen Artikels. Verstehe ich sogar ;-). Das ist argumentatives Futter für Diskussionen mit etatistisch tickenden „Geisterfahrern“ in Sachen Rohstoff-Vorräten.

  42. @Tritium

    Andere Reaktortypen sind sehr wohl schon ausgereift, China baut doch schon ‘schnelle’ IFR-Kraftwerke in Serie und schon sehr bald sind die ersten am Netz, haben Sie das nicht mitbekommen?

    Seit wann (und wo) baut China denn IFRs, und noch dazu in Serie? Der einzige Reaktor, der in Serie gebaut wird, ist der CPR1000.

  43. @ JC denton:

    Chinese fast reactor starts supplying electricity


    By around 2040, PWRs are expected to level off at 200 GWe and fast reactors progressively increase from 2020 to at least 200 GWe by 2050 and 1400 GWe by 2100.

  44. Last not least: @Peter Heller
    Ausdrücklichen Dank für Ihren klaren, gut verständlichen, aufklärerischen Artikels. Verstehe ich sogar . Das ist argumentatives Futter für Diskussionen mit etatistisch tickenden “Geisterfahrern” in Sachen Rohstoff-Vorräten.

    Absolut!
    Ich frage mich immer, wie man diesen hervorragenden Beiträgen die Verbreitung bieten kann, die sie eigentlich verdienen!
    Da wird in Deutschland der größte Propagandaunsinn mittels des Einsatzes medialer Massenverblödungswaffen an ein Millionenpublikum gestreut, und solche 1a-Beiträge versauern im Web mit vielleicht wenigen tausend Lesern…

  45. @Tritium
    Alles bekannt, nur befindet sich zur Zeit in China kein schneller Reaktor im Bau. Die Pläne sind allerdings sehr beeindruckend, und ich hoffe, die Chinesen kriegen das auch hin. Schnelle Reaktoren sind die Zukunft, falls es mit der Fusion nicht klappen sollte.

  46. Schnelle Reaktoren sind die Zukunft, falls es mit der Fusion nicht klappen sollte

    .

    Auch so eine Technologie, auf der wir mal führend waren und die wir dann in Freizeitparks umgewandelt haben…
    Dann kommen hier wieder die natriumleckenden Grünen und ihre Katastrophenszenarien, Natriumbrände, etc…
    Die Russen haben seit ’81 so ein Ding laufen. Da leckt und brennt ständig Natrium -- russische Technologie eben -- nur passieren tut trotzdem nix Wildes -- Kein Wunder: die Kühlung läuft halt auf Niederdruck…

    Die Briten sind da schon weiter. Ihre „Dekarbonisierungsaktivitäten“ und „Klimaschutzbemühungen“ sind eigentlich ein verstecktes, gigantisches Atomprogramm:
    http://www.guardian.co.uk/environment/2013/feb/12/report-expansion-experimental-nuclear-plants
    http://www.the-weinberg-foundation.org/2013/02/04/uk-government-report-urges-alternative-nuclear-development-including-thorium/

    Nur die Deutschen sind wirklich so naiv&blöd und stellen Windmühlen nicht nur als Alibikraftwerke auf um den eigentlichen „Klimaschutz“-Coup im Hintergrund zu landen, sondern glauben tatsächlich an das eigene weltenrettende Sendungsbewustsein, welches sie mit frühneuzeitlichen Technologieplattformen befriedigen wollen -- 76 Millionen Tote beider Weltkriege haben leider nicht gereicht um die sendungsschwangeren Ideologen ein für alle mal auf den Müllhaufen der deuitschen Geschichte zu verfrachten!

  47. @ FK9 Pilot, #44, und viele andere:

    Danke für die Blumen. Ich nutze diesen Blog, um Ideen und Konzepte zur Diskussion zu stellen. Sie alle hier sind sozusagen mein Testpublikum. Was gut ankommt, verwende ich weiter. Missionierung ist meine Sache nicht. Eigentlich sind mir die Ökos solange egal, wie sie mich in Ruhe lassen. Da es denen aber leider nicht möglich ist, Andersdenkende zu akzeptieren und zu respektieren, muß man sich wohl wehren. Aber wie?

    Ich frage mich immer, wie man diesen hervorragenden Beiträgen die Verbreitung bieten kann, die sie eigentlich verdienen!
    Da wird in Deutschland der größte Propagandaunsinn mittels des Einsatzes medialer Massenverblödungswaffen an ein Millionenpublikum gestreut, und solche 1a-Beiträge versauern im Web mit vielleicht wenigen tausend Lesern…

    Hier steigen die Zugriffszahlen langsam aber sicher. Dieses Blog weiter auszubauen, wäre daher sinnvoll. Aber wir brauchen mehr gute Schreiberlinge und unsere Stammkommentatoren, die uns weiterhin die Treue halten. Der zeitliche Aufwand ist doch beträchtlich und da ich einen äußerst fordernden Job habe, wird die Frequenz meiner Beiträge zurückgehen müssen. Es geht nicht mehr anders. Ich bin sehr froh, daß Quentin hier mitmacht und hoffe auch, daß Tritium und Günther Heß ab und an mal beitragen. Aber wer auch immer sich berufen fühlt, kann uns Texte zur Verfügung stellen. Viele viele lange Kommentare waren schon oft dabei, die als eigener Text viel mehr verdiente Aufmerksamkeit bekommen hätten.

    Novo Argumente und die Freie Welt haben den Text oben übernommen. Die Zusammenarbeit mit anderen Blogs ist hilfreich. Jeder Leser kann dazu beitragen, unsere Inhalte im Netz zu verbreiten. Auch in den Kommentarspalten der Medien. Das machen ja viele auch schon. Am meisten gewinnen wir, wenn die Achse des Guten auf uns verlinkt, aber das geschieht leider nicht oft.

    Ich beispielsweise bin überhaupt nicht in sozialen Medien aktiv, dazu fehlt mir die Zeit. Ein Engagement dort würde sicher etwas bringen. Das kann auch machen, wer mithelfen möchte.

    Der Artikel oben hat mir in der letzten Woche zwei Einladungen zu öffentlichen Vorträgen eingebracht. Diese werden im Mai/Juni stattfinden. Einer in Bayern, einer in Sachsen. Ich werde auf die Veranstaltungen im Blog rechtzeitig hinweisen. Wenn viele Menschen solche Vorträge besuchen, bewirkt das auch was. Ist dann auch ein Anlaß, sich mal persönlich kennenzulernen.

    Es geht also voran, aber wir bohren dicke Bretter. Deswegen kann uns nur Hartnäckigkeit weiterhelfen. Das ist hier ein Freizeitprojekt. Es macht viel Spaß, keine Frage, aber es hat eben auch Grenzen. Nur, wenn sich viele beteiligen, können diese Grenzen erweitert werden.

  48. @Dr.Heller
    Eins muss ich echt zugeben, Ihre Texte sind brillant.
    Dicke Brette bohren……genau das isses……und vor allem, wat wir hier nochmals explizit betonen, alles in der Freizeit, unbezahlt und nur dem geschuldet, wat uns rein persönliche bewegt.

    Inzwischen hat sich die Einsicht in mir breit gemacht, dat wir alle an einen Strang zerren……nur die Methoden und Ansprachen sind different, vllt ist dat gerade die perfekte Mischung, die unseren Blog für alle Klassen so interessant macht.

    Wie gesagt, ein Skeptiker ist deswegen ein Skeptiker…weil er sich ständig selbst in Frage stellt.
    Glück auf…..und weiter so……selbst wenn wir gelegentlich Differenzen hatten, Onkel Heinz ist immer noch lernfähig.

    MfG
    Heinz Eng

  49. @ Peter

    Dieses Blog weiter auszubauen, wäre daher sinnvoll. Aber wir brauchen mehr gute Schreiberlinge und unsere Stammkommentatoren, die uns weiterhin die Treue halten.

    Diesem Aufruf möchte ich mich anschließen.

    Da es denen aber leider nicht möglich ist, Andersdenkende zu akzeptieren und zu respektieren, muß man sich wohl wehren. Aber wie?

    Das ist eine Frage die mich schon lange umtreibt, allerdings habe ich auch noch keine befriedigende Antwort gefunden. Im Perlentaucher ist gerade eine Diskussion über Jan Assmanns Begriff der mosaische Unterscheidung, also zwischen wahr und falsch. Das hat nicht nur für die Religion Auswirkungen, sondern zeigt auch ganz allgemeine Denkmuster auf. So vor allem das Problem von wahrgenommen exklusiven Wissen (Transformisten und Alarmisten wähnen sich im Besitz desselben) mit universeller Gültigkeit. Hier ist kein Ausgleich möglich.

    Die angestrebte Transformation macht aus einer politischen Diskussion eine polarisierende Sichtweise. Wir haben Recht, die anderen sind eben nur unwissend (Im übrigen ist derartiges Denken auch bei Skeptikern weit verbreitet, nur mit dem Unterschied dass sie niemanden etwas vorschreiben wollen, sondern nur den anderen ihre Fehler aufzeigen wollen). Polarisierung im politischen Diskurs ist noch nicht schlimm oder ungewöhnlich, doch wenn das polarisierende ins totalisierende gerät, wo nicht mehr Meinung gegen Meinung steht, sondern der Anspruch Recht zu haben und dieses auch durchsetzen zu müssen, dann sind wir auf dem Weg in die Diktatur. Eine Gesellschaft definiert sich dann nicht mehr aus der Summe ihrer Individuen, die in einem Aushandlungsprozess ein Bild schaffen was eben diese Gesellschaft beschreibt, sondern, die Gesellschaft definiert sich nach wahrem Glauben und Ungläubigen. In so einem Fall ist kein Aushandlungsprozess mehr möglich.

    Das sind aber erst einmal noch recht unsortierte Gedanken meinerseits zu dem Thema, doch ich arbeite daran.

  50. @ Quentin Quencher

    Das lässt sich viel besser und einfacher deuten:
    Die Aufklärung ist in Gefahr und wird von den alten Kräften des Obskurantismus angegriffen.

  51. @ Tritium

    Tut mir leid, aber mit Obskurantismus lässt sich das nicht erklären. Andere hinters Licht führen, versuchen dumm zu halten, kann man in den einen oder anderen Vorgang erkennen, es macht aber nicht das Wesen der Transformer oder Ökologisten aus. Obskurantismus kann bestenfalls ein Werkzeug sein, nicht mehr.

  52. Schade, du hast die Definition nicht verstanden.
    Obskurantismus hat nur sekundär die direkte Bedeutung ‚Dumm halten, lügen‘ als Methode, bezeichnet jedoch primär den Zweck: Dogmatismus bzw ideologische ‚Wahrheits‘-Verkündung und ganz essentiell Anti-Aufklärung.

    Die Priester einer Religion, besipielsweise, sind Obskuranten, weil sie den Leuten suggerieren, sie wären im Besitz einer Wahrheit, ohne diese jedoch belegen zu können.
    Ein Marxist ist ebenfalls ein Obskurant, weil er eine dogmatische Lehre verbreitet, die sich zwar ‚wissenschaftlich‘ nennt, aber die nicht den Erordernissen der Aufklärung (Veri- und Falsifizierbarkeit) genügt.
    Selbstverständlich sind auch die PIK-Buben Obskuranten, weil sie keine Wissenschaftler sind, sondern sich nur als solche ausgeben um reputierlich zu wirken, tatsächlich aber prophetisch beanspruchen, mehr zu wissen und deshalb Gefolgschaft verlangen.

  53. @ Tritium

    Ist es das innere Wesen der Priester, PIK-Buben und dergleichen mehr, ihre eigene Unwissenheit zu verschleiern um reputierlich zu wirken? Die machen dies wahrscheinlich, keine Frage, doch es beschreibt nicht deren wirklichen Absichten. Es ist ein Hilfsmittel mehr nicht.

  54. #28

    In 10 Jahren sind also um den Status Quo zu erhalten zwischen 8,2 und 30 Mio Barrel / Tag zu ersetzen. Jetzt erklären Sie mir bitte, wo das herkommen soll. Die aktuelle Förderung aus allen unkonventionellen Quellen liegt bei
    Alberta rechnet übrigens damit die Förderung bis 2021 von ca. 1,8 Mio heute auf 3,7 Mio Barrel/Tag ausbauen zu können:

    zb.:
    1) ostafrika
    2) westafrika
    3) südamerika
    4) australien
    5) arktis (im weiteren sinne)

    reicht das als bsp?

    lieber h2, sie sollten sich vieleicht mal mit der realen öl- und gasexploration beschäftigen 😉

  55. #47

    Der Artikel oben hat mir in der letzten Woche zwei Einladungen zu öffentlichen Vorträgen eingebracht. Diese werden im Mai/Juni stattfinden. Einer in Bayern, einer in Sachsen. Ich werde auf die Veranstaltungen im Blog rechtzeitig hinweisen. Wenn viele Menschen solche Vorträge besuchen, bewirkt das auch was. Ist dann auch ein Anlaß, sich mal persönlich kennenzulernen.

    in sachsen? wann und wo?

    wenns geht bitte nicht nur 2 wochen vorher ankündigen (sondern eher 4), sonst kann ich sehr wahrscheinlich nicht zuhören 😀

  56. zu #28 und #54

    allein im irak können die förderkapazitäten innerhalb der nächaten dekade von heute 3mio barrel auf 12mio barrel pro tag ausgebaut werden (quelle Wirtschaftswoche 9/2013 seite58).

    also @h2, wo is das problem?

    hrhr

  57. Im Streit um die Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis droht dem Land Hessen eine Klage auf Schadenersatz von schätzungsweise 187 Millionen Euro. Die im März 2011 nach der Katastrophe von Fukushima angeordnete Stilllegung der Meiler für drei Monate sei rechtswidrig gewesen, entschied gestern der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel………

    http://www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/biblis-stopp-rechtswidrig-1.931915

  58. Im Streit um die Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis droht dem Land Hessen eine Klage auf Schadenersatz von schätzungsweise 187 Millionen Euro. Die im März 2011 nach der Katastrophe von Fukushima angeordnete Stilllegung der Meiler für drei Monate sei rechtswidrig gewesen, entschied gestern der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel………

    Nachdem die WHO (mehrfach) festgestellt hat, dass es wohl keine „Strahlentoten“ in Fukushima geben wird,
    http://www.who.int/ionizing_radiation/pub_meet/fukushima_report/en/index.html, kann auch die vergrünte Main-Stream-Presse dieses nicht gänzlich verschweigen, macht aber gleich ein neues Fass auf:
    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-02/fukushima-langzeitfolgen-radioaktivitaet-psyche-tschernobyl

    Es kann ja nicht sein, dass irgendwelche Fakten einig Wendeland in seiner anti-atomaren, ökonomischen Geno-Suizid Besoffenheit stören könnten.

    Im Zusammenhang sollte sich die Zeit fragen, ob „psychische Langzeitfolgen“ tatsächlich nicht auch aufgrund nicht-nuklearer Ereignisse im gleichen Maße auftreten können, ob nicht z.B. ein 9.0 Erdbeben mit Megatsunami einen relevanten Anteil daran haben kann und ob nicht vielleicht die jahrzehntelange, auch mediale Schürung von „Strahlenangst“ eine ganz wesentliche Ursache für posttraumatische Störungen bei Katastrophen mit zusätzlichem nuklearem Bedrohungsszenario darstellt.

  59. FK 9 Pilot #58

    Die psychischen Schäden die nach Katastrophen auftreten sind teilweise enorm. Mir sind ein paar Fälle von Überlebenden, nach dem Tsunami 2004 im Indischen Ozean, persönlich bekannt, die damit bis heute zu kämpfen haben.

    Auch wenn es auf Grund von Strahlenbelastungen notwendig ist ganze Gebiete dauerhaft zu evakuieren, wie um Tschernobyl, treten oft derartige Probleme auf.

    Es können aber durch unnötige Panikmache entsprechende psychische Schäden entstehen, und dies ist wahrscheinlich nicht so selten. Und was Krebs betrifft, eine australische Studie hat festgestellt, dass psychisch Kranke häufiger an Krebs erkranken und sterben.

    Dagegen hatten Patienten, die an einer Depression oder einer neurotischen Störung litten bzw. abhängig von Alkohol oder Drogen waren, ein um 20 Prozent bis 26 Prozent erhöhtes Krebsrisiko.

    Was ist nun gefährlich für den Menschen: Die Angst vor der Strahlung, oder die Strahlung selbst? Da in Fukushima keine gesundheitsgefährdenden Strahlendosen auftraten, sind die psychischen Probleme wohl hauptsächlich auf die Naturkatastrophe zurückzuführen. Solle dies zu Depressionen führen, hätte es womöglich auch Auswirkungen auf den Krebsindizes.

    Menschen werden eben auch krank aus Angst vor etwas vor dem sie keine Angst haben bräuchten. Und, in diesem Lichte betrachtet, haben die diversen Umweltorganisationen, die die diese Angst schüren, womöglich tatsächlich Leute auf dem Gewissen, ganz im Gegensatz zu Tepco.

  60. #58 fk 9 pilot

    das lässt Di Presse aber wirklich kalt

    https://news.google.de/news/rtc?ncl=dXi5aef1hyK8xGMR23WM5d7OL4-GM

  61. Es kommt wieder alles immer schlimmer:

    … zumindest nach Meinung der HR Nachrichtenredaktion von heute morgen.

    Nach dieser „gehen Öl und Gas wieder schneller aus, als erwartet“ (…) „daran würden auch neue Förderungstechniken nichjt ändern.“ (…) dieses hätten „Forscher“ in einer Studie so herausgefunden (der Sponsor der Studie wurde mal wieder nicht genannt…)

    Schuld sei ein zu erwartender „Engpass bei den Förderungskapazitäten“ -- unter dem ich mir bis heute nichts vorstellen kann.

    Dieses Meldung stand zumindestens an Position 3 der Radio-Nachrichten heute morgen.

    Kann sich jemand unter der besagten Studie etwas vorstellen?

  62. # 61 vielleicht hilft das weiter
    http://www.welt.de/newsticker/news1/article114734951/Studie-sagt-Spritpreis-von-zwei-Euro-2018-voraus.html

  63. @ FK 9 Pilot # 61

    Beim WDR läuft diese meldung gerade auch zu jeder halben Stunde in den Hauptnachrichten. Zu der Studie selbst habe ich nichts gefunden, außer dass die Studienautoren

    ihr Geld unter anderem von einer Stiftung, die sich für Sonnen- und Windenergie einsetzt

    bekommen.

    Diese Meldung gab es um 06:30 noch. Seitdem kommen die Nachrichten ohne diesen einschränkenden Hinweis aus. Der ist auch wahrscheinlich zu Tendenziös für seriösen recherchierenden Journalismus…

    Ich schreibe mal einen kurzen Blog Artikel dazu.

  64. @ helium #62
    aus dem Welt-Artikel:

    Die Hoffnung auf einen neuen Erdöl- und Erdgasboom wird sich laut einer Studie der Expertengruppe Energy Watch Group nicht erfüllen.

    Kannte ich noch gar nicht, den Verein. Auf ihrer Homepage findet man unter „Auftrag“ eine Selbstdarstellung.

    Energiepolitik braucht objektive Informationen

    Energiewirtschaft und Regierungsorganisationen pflegen den Glauben an die unbegrenzte Verfügbarkeit billiger Energie aus konventionellen Quellen. Energiepolitik braucht aber objektive Informationen.

    Deshalb wurde auf Initiative des deutschen Parlamentariers Hans-Josef Fell und weiterer Parlamentarier aus anderen Ländern die Energy Watch Group gegründet. Träger ist die Ludwig-Bölkow-Stiftung. In diesem Projekt erarbeiten Wissenschaftler unabhängig von Regierungs- und Unternehmensinteressen Studien über

    -- die Verknappung der fossilen und atomaren
    Energieressourcen,
    -- Ausbauszenarien für die Regenerativ-Energien
    sowie
    -- daraus abzuleitende Strategien für eine
    langfristig sichere Energieversorgung zu
    bezahlbaren Preisen.

    Die Wissenschaftler erheben und analysieren also nicht nur ökologische, sondern vor allem ökonomische und technologische Zusammenhänge. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen über die Fachkreise hinaus in die politisch interessierte Öffentlichkeit transportiert werden.

    Gegründet von einem grünen Parlamentarier und „unabhängig von Regierungs- und Unternehmensinteressen“. Interessant.

  65. „Unabhängig von Regierungsinteressen“ wohl nur, weil die Grünen zur Zeit nicht an der Regierung sind.

  66. @ FK 9 Pilot # 61:

    Ich kann die Quelle nicht mehr nennen, war aber ein US Artikel in einem rennomierten Wirtschaftsjournal:
    Da wurde analysiert, warum denn der Shalegas-Boom im Rest der Welt deutlich zögerlicher anläuft als in den USA.
    Einer der Hauptpunkte für den rasanten Boom, der da so ‚aus dem Stand‘ startete, war ‚Ein Überangebot an Bohrausrüstung‘.
    Die bohrten ins Shale, weil sie ihren Maschinenpark einsetzen wollten, statt dass der nur nutzlos herumsteht.

    Ansonsten fällt mir zu diesem lächerlichen Argument vom Engpass bei der ‚Fördertechnik‘ nur der Rat ein, einen Blick auf die phantastischen Produktionsziffern zu werfen, die in den USA während des Weltkriegs beim Bau von Flugzeugen, Panzern, LKWs und vor allem Handels- und Kriegsschiffen erzielt wurden (Lend & lease, ‚Liberty-Schiffe‘, Konvois in die SU, Pazifikflotte, Strategische Luftflotten für das europäische und pazifische Theater… und ganz nebenbei auch noch Manhattan Project).
    Aber auch GB leistete Ungeheures: 130.000 Flugzeuge, 28.000.Panzer, 14 Flugzeugträger, 32 Kreuzer, 240 Zerstörer, 6 Millionen Tonnen Handestonnage…
    Das kann heute als technische Anstrengung, wenn der Wille da ist, jederzeit wiederholt werden. Dieser Wille IST da, sobald sich ein Engpass bzw. gewinnbringende Preissteigerungen am Markt abzeichnen.
    …und so ganz nebenbei wird durch die Nachfrage ein gewaltiger Wirtschaftsboom ausgelöst.

    Hieer eine Quelle: Military production during World War II

  67. Und hier noch ein Link, wo man die Studie in Kurz- und Langfassung lesen kann. Es gibt darin einen Peak-Oil (2012), Peak Gas (2018) Peak Kohle (!) (2020 (!!!)), und Peak Uran (1980).

    Peak Brain jedenfalls scheint bereits überschritten zu sein.

  68. Peak Brain jedenfalls scheint bereits überschritten zu sein.

    Alles noch schlimmer, als ich erwartet habe 😉 was Ihr da berichtet…

    So etwas wird wieder als Nebelkerze, unreflektiert durch die deutschen Medien geblasen. Klar -- man muss handeln, bevor der Michel vor lauter Fracking irgendwann wach wird unbd die EE- Betrüger in die Desertec schickt und dort als Solarthermiegeräte aufstellt… Beim deutschen Michel bleibt jetzt hängen: Öl und Gas gehen aus…. und 16.000 starben durch Fukushima…

    Propaganda a la „Neues Deutschland“…


    Wie lange noch?

  69. #64

    interessant ist auch die Liste der „Wissenschaftler“

    http://www.energywatchgroup.org/Wissenschaftler.18.0.html

    Eigentlich klar was sich so da tummelt

  70. Das Problem solcher Studien ist immer dasselbe: Man erklärt einfach mal alle Zahlen über Ressourcen und Reserven als hochspekulativ und/oder Schätzungen mit großer Fehlerbandbreite. Dann behauptet man, allein die Zahlen aus der vergangenen Entwicklung einiger herausgegriffener, besonders gut dokumentierter konventioneller Felder wären verläßlich. Auf dieser Basis rechnet man dann hoch und -- voila -- der Peak ist da.

    Erstens vergißt man dabei den Hinweis, daß dies mindestens ebenso spekulativ ist, wie eine Hochrechnung der Ressourcen- und Reservenstatistik. Zweitens übersieht man geflissentlich, daß alle gleichermaßen konstruierten Prognosen der Vergangenheit schlicht falsch gewesen sind -- und zwar vollkommen falsch, nicht nur ein bißchen.

    Man zieht daraus nicht den naheliegenden Schluß, daß dies ein Indiz für einen sehr grundsätzlichen Fehler in der Betrachtung sein könnte. Das Angebot der Zukunft hängt eben nicht vom (technischen) Potential der Gegenwart ab, sondern von dem in eben jener Zukunft. Keine Peak-Oil-Studie aber beginnt mit der naheliegenden Überlegung, welches Potential denn in der Zukunft vorhanden sein könnte. Tatsächlich wäre es spätestens seit etwa 1998 möglich gewesen, den Schiefergasboom vorherzusehen. Die Frage, die sich auch die Leute der „Energy Watch Group“ stellen müssen, ist, warum man ihn trotzdem nicht prognostiziert hat. Solange die Peak-Oil-Jünger auf diese Frage nicht nur keine befriedigende Antwort haben, solange sie diese Frage ignorieren, sollte man sie nicht ernst nehmen. Denn die Bedeutung einer solchen Frage nicht wahrnehmen zu können heißt, die Realität auszublenden.

  71. Solange die Peak-Oil-Jünger auf diese Frage nicht nur keine befriedigende Antwort haben, solange sie diese Frage ignorieren, sollte man sie nicht ernst nehmen.

    Das perfide ist, indem man die und deren inhaltlichen Stereotypen per Rot-Grün-Funk halbstündlich (wie heute morgen) über den Äther schickt, bleibt beim Michel etwas hängen.

    Ich versuche ab jetzt mal etwas ähnliches „im Kleinen“ :
    Haushalts-Strom kostet in Vancouver inkl. Steuer und ÖPNV Abgabe 5.44 Cent/kwh -- in Deutschland kostet Strom rund das 5fache!

  72. http://www.energywatchgroup.org/Wissenschaftler.18.0.html

    und am Ende kommts richtig Dicke:

    EUROSOLAR
    Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien, Bonn
    Deutschland
    _____
    Weltrat für Erneuerbare Energien WCRE, Bonn
    Deutschland

    Hermann Scheer grüßt aus dem Jenseits … Unreflektiert werden Lobby- Studien im zwangsgebührenfinanzierten Runfunk verbreitet! Eine Schande.

    Haushalts-Strom kostet in Vancouver inkl. Steuer und ÖPNV Abgabe 5.44 Cent/kwh — in Deutschland kostet Strom rund das 5fache!

  73. Boah ey…..da hauts mir ja fast die Mütze vom Kopp…….ein astreiner Lobbyistenverein, der uns die Erneuerbaren überhelfen will, egal was es kostet.
    Ist Euch schon mal aufgefallen……..dat Wetter zeigt dem AGW die Stinkefinger und loggt immer weniger Hysteriker hintern warmen Ofen vor………..und neuerdings die Diskussion um die explodierenden Kosten der deutschen Energiewende……..es war klar, dat jetzt die EE-Lobbyisten eine Kampagne starten, um den Wahlvieh Angst einzujagen.
    Der Filz der Energiewendekriegsgewinnler offenbart eine neue Dimension…..und unsere grüngekleideten Medien spielen die Agenda mit, als ob se dafür bezahlt werden…..ähm, ausser der GEZ natürlich.

    Ick hab mir mal die Liste etwas genauer angesehen, denn die meisten Namen kamen mir mehr als bekannt vor……..als ick ne Zeit lang die EE-Machbarkeitsstudien näher unter die Lupe genommen habe.

    Volker Quaschning
    „Volker Quaschning vertritt die Auffassung, dass die Energieversorgung für eine Begrenzung des globalen Erwärmung schnellstmöglich vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt werden muss. Mit verschiedenen Szenarien belegt er, dass dies in Deutschland bereits bis 2040 erreichbar wäre…….“ (Wikipedia)

    http://www.reiner-lemoine-institut.de/

    Reiner Lemoine war ein Pionier der erneuerbaren Energien. Wo andere über alternative Energien redeten und nachdachten, hat Reiner Lemoine gehandelt und unter anderem die Solarunternehmen SOLON und Q-Cells gegründet. In diesem Geiste entstand das Reiner Lemoine Institut. Ziel des Instituts ist es, die Prozesse zur langfristigen Umstellung der Energieversorgung auf 100 % erneuerbare Energien wissenschaftlich zu unterstützen.

    Ecofys

    Die Endlichkeit fossiler Brennstoffe, das Thema Versorgungssicherheit und der Klimawandel zwingen die Energiebranche zu einem radikalen Umschwung hin zu Erneuerbaren Energien. Das ist nicht nur eine große Aufgabe, sondern auch eine große Chance, denn das Potenzial der Erneuerbaren Energien ist enorm: In nur einer Stunde versorgt uns die Sonne mit mehr Energie, als die Welt in einem Jahr verbraucht. Doch was ist die richtige Technologie, welches das richtige Geschäftsmodell, wo ist der beste Standort, ist ein Projekt langfristig machbar und wie entwickelt man es am besten?

    ZSW
    Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

    Das Land Baden-Württemberg gründete 1988 zusammen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen das ZSW als gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

    Sonnenenergie- und Wasserstoff-Technologien wachsen derzeit im industriellen Maßstab zu Bausteinen einer nachhaltigen Energieversorgung des 21. Jahrhunderts heran. Daraus leiten sich die folgenden Ziele und Schwerpunkte ab.

    Hmm, jede Menge Sonne………aber wo bleibt da eigentlich die Kompetenz bei der Geoforschung um die Fossilen Vorräte bewerten zu können?
    Erbärmlich, das unsere Medien dieses mehr als durchsichtige Spielchen ungeprüft mitspielt…..denn ick musste mir den Scheiß heute im Autoradio anhören und hätte fast ins Lenkrad gebissen vor Wut.
    Sowas ist ein schwerer Eingriff in den Strassenverkehr………
    Bähh
    H.E.

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