Energiewende: Bundesregierung ist auf KURS

20. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Turbineschreibt das BMWi in seiner Pressemeldung vom 23.10.2012. [1]

Schauen wir doch mal nach, wohin die Reise geht.

„Das Klimakonzept der Bundesregierung sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% und bis 2050 entsprechend der Zielformulierung der Industriestaaten um mindestens 80% zu reduzieren. Die erneuerbaren Energien sollen zu einer tragenden Säule ausgebaut werden.“ [2]

Rösler stellt in dem BMWi – Bericht „Die Energiewende in Deutschland“ aber auch fest:  Wir brauchen auch in Zukunft fossile Kraftwerke für eine zuverläsige Energieversorgung. [2]

In seinem Vorwort zu diesem Bericht [2] schreibt Rösler:

„Um das Ziel der Reise nicht aus den Augen zu verlieren müssen wir regelmäßig überprüfen, wo wir auf unserem Weg stehen. Das gilt nicht nur für den Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern auch für die Aspekte Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Wir werden deshalb ab diesem Jahr jährlich einen Monitoring-Bericht zur Energiewende vorlegen.

Nun zu dem Monitoring-Bericht mache ich als Bürger schon mal einen Vorschlag, was ich gerne darin lesen würde.

Im folgenden möchte ich deshalb einen Weg, vorschlagen wie man die Energiewende quantitativ beurteilen und kritisch beobachten kann.

Nun der Rösler hat auch eine Studie in Auftrag gegeben beim Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln (EWI) mit dem Titel: „Untersuchungen zu einem zukunftsfähigen Strommarktdesign“ vom März 2012. [3]

Als Referenz nehme ich immer das Szenario B des EWI in dem die Stromnachfrage günstigerweise sinkt. Ganz im Sinne der Ziele der Energiewende. Dieses Szenario schauen wir uns nun mal etwas genauer an.

Die Stromerzeugung bis 2030 im Szenario B

Das EWI hat unser Stromerzeugungssystem bis 2030 simuliert. In der folgenden Abbildung ist das Ergebnis für die Jahre 2009, 2020 und 2030 nach Primärenergieträgern aufgeschlüsselt:

BruttostromB

Abbildung I: Bruttostromerzeugung in TWh nach Energieträgern im Szenario B des EWI

Die CO2-Emission bis 2030 im Szenario B des EWI

Aber als Klimadetektive haben wir schon in der Vorschule gelernt, dass wir rausfinden müssen wieviel CO2 dabei emittiert wird. Dazu brauchen wir zunächst eine ganzheitliche Betrachtung der spezifischen CO2.- Emissionen unserer Energieträger. Nun gibt es sehr viele Quellen im Netz. Für meine Betrachtung nehme ich die Mittelwerte aus einer Veröffentlichung der Ruhr-Uni-Bochum mit dem Titel: „CO2.- Emissionen der Stromerzeugung“. [4]

 

CO2eq

Abbildung II: Spezifische äquivalente  CO2.- Emissionen der Energieträger zur Stromerzeugung

Hier müssen wir beachten, dass die Kategorie „Andere“ aus Heizöl und Müll besteht. Den Wert von 500 g/kWh habe ich grob abgeschätzt. Als nächstes rechne ich aus, wieviel CO2 die einzelnen Energieträger emittieren:

CO2EmET

Abbildung III:  CO2.- Emissionen der Energieträger zur Stromerzeugung, Szenario B des EWI

Man beachte, dass in diesen CO2-Emissionen auch die Herstellung und Bau der Kraftwerke sowie der Transport der Energieträger stecken.

Die Stromerzeugungskosten bis 2030 im Szenario B des EWI

Die Stromerzeugungskosten entnehme ich dem Arbeitsbericht 4 des Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart.  Die Kosten sind auf den Gegenwartswert abdiskontiert. [5]

Aufgeschlüsselt auf die Energieträger ergibt sich folgendes Bild:

StromKostspez

Abbildung IV  Spezifische Kosten zur Stromerzeugung €/MWh

Die Stromerzeugungskosten für  erneuerbare Energien schätze ich ab aus dem Mittelwert aus Windkraft und Biomassekraftwerken zu 130 €/MWh. Die Kosten für Photovoltaik Im Mittelwert für erneuerbare Energien habe ich weggelassen, da deren Kosten um einen Faktor 5  höher liegen als Windkraft und so die Daten zu sehr verfälscht würden. Für die Kosten der Kategorie „Andere“ habe ich den Wert der Biomassekraftwere genommen ca. 100 €/MWh.

Damit ergeben sich im Szenario B des EWI die folgenden Stromerzeugungskosten bis 2030:

StromKost

V: Die Kosten der Stromerzeugung im Szenario B des EWI

Was werden wir dann im Jahr 2030 erreicht haben?

Dazu errechne ich zunächst die Gesamtemissionen an CO2 und die gesamte Stromerzeugung:

CO2emGes

Abbildung VI: Die Gesamtemissionen der Stromerzeugung im Szenario B

Als nächstes beantworte ich die Frage was dieses Senario B kostet:

StromB

Abbildung VII:  Die Gesamtkosten der Stromerzeugung im Szenario B

In diesem Szenario B des EWI werden wir in 2030 demnach folgendes erreicht haben:

  1. Der Anteil der erneuerbaren Energie steigt von 16% auf 49%.
  2. Die Stromerzeugung sinkt um 19% von 592 TWh pro Jahr auf 479 TWh pro Jahr
  3. Die CO2-Emissionen sinken um 29% von 305 Mt pro Jahr auf 216 Mt pro Jahr.
  4. Die Kosten steigen um 25% von 31 Mrd. € pro Jahr auf 39.5 Mrd. € pro Jahr.

 Zum Abschluß ein alternatives Szenario

Was wäre eigentlich wenn wir unsere Kernkraftwerke auf dem jetzigen Status behielten und die Kohlekraftwerke abschalten würden. sowie die Stromerzeugung durch Gaskraftwerke um ca. 15 – 20%  ausbauen würden.  Die erneuerbaren werden im gleichen Maße ausgebaut wie im Szenario B des EWI.  Die Gesamtstromerzeugung bleibt die des Szenario B. Also im Grunde ein Szenario Kernenergie, Gas und Wind.

Dazu errechne ich wieder nach dem oben vorgestellten Programmablauf die Gesamtemissionen an CO2 der gesamten Stromerzeugung. Das gibt dann das Szenario KKW.

CO2KKW

Abbildung VIII: Die Gesamtemissionen der Stromerzeugung im Szenario KKW

Im Szenario KKW sinken also die CO2-Emissionen pro Jahr um 80% auf 20%  des Wertes im Jahr 2009.

Mein Vormonitoring-Bericht zur Energiewende

sollte das Szenario B des EWI eintreffen

Aufgrund des Ausbaus der erneuerbaren Energie steigen die Stromerzeugungskosten pro Jahr  in Deutschland bis 2030, um 25%, obwohl die Stromerzeugung pro Jahr bis 2030 um 20% sinkt.

Dabei fallen die absoluten CO2-Emissionen pro Jahr lediglich um etwa 30%. Das heißt wir verzichten durch das Abschalten der Kernkraftwerke darauf die CO2-Emissionen pro Jahr für die  Stromerzeugung auf  80% derjenigen des Jahres 2009 abzusenken.

Zum Schluß

Meines Erachtens sind sehr viele Daten im Netz verfügbar, allerdings habe ich keine Studie gefunden die eine Metrik veröffentlicht die es uns Bürgern ermöglicht unabhängig nachzuvollziehen, ob die Bundesregierung auf Kurs ist wie versprochen.

Mein Artikel soll eine Anregung sein, die Energiewende quantitativ zu beurteilen und kritisch zu beobachten. Ausserdem freue ich mich auf kritische Diskussionen und Ressourcen die es mir erlauben meine Metrik zu verfeinern.

[1] http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=520626.html

[2] http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=475210.html

[3]  http://tinyurl.com/cjf7pun

[4] http://tinyurl.com/bqrb5w9

[5] http://www.ier.uni-stuttgart.de/publikationen/arbeitsberichte/Arbeitsbericht_04.pdf

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26 Kommentare
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  1. Gute Rechnung. Ich vermisse allerdings eine quantitative Abschätzung der Strompreise. Wenn die Kosten um 25% steigen, obwohl die Stromerzeugung pro Jahr bis 2030 um 20% sinkt, wird der Strompreis auf 25*1,25/0,8 = 39 ct/kWh im Jahr 2030 steigen, ohne Inflation.

    Bei ihrem KKW-Szenario, das genaugenommen ein Anti-Kohle-Szenario ist, wäre auch eine Kostenabschätzung sinnvoll. Da Gasstrom ca. 40% teurer ist (29 bzw 33 zu 42 ct/kWh) und sie die Zufallsstromerzeuger ebenfalls gefördert wissen wollen, ist auch hier mit steigenden Preisen zu rechnen. Die Gesamtkosten lägen dann bei 4,7+3,3*1,2+30,7 = 40,3 Mrd. Unterm Strich wäre das also noch teurer, und somit noch sinnloser. Als Liebhaber von Zufallsstrom können sie zumindest argumentieren, das Gaskraftwerke besser regelbar sind. Hoffungen auf billiges Schiefergas sind im ökoreligiösen Deutschland umsonst.

    Besser wäre ein Szenario, wo 100% der Grundlast durch KKW abgedeckt werden, und die Mittellast durch Kohlestrom, und die Spitze durch Gaskraft. Dadurch fliegt der Kostenposten „erneuerbare“ mit 12,2 Mrd aus der Rechnung, und die Kosten würden durch die KKW-Verdoppelung moderat ausfallen. Gegenüber heute würden sich die CO2-Emissionen nicht ändern, aber die Kosten sinken. Eine weitere CO2-Reduzierung ist ohne wirtschaftliche Schäden nicht möglich, da die KKW sonst im ungünstigen Mittellastbereich arbeiten müssten.

    Bliebe nur noch der Ausbau der Speicher, um die Grundlast zu erhöhen und CO2-armen Spitzenlaststrom zu bekommen. Allerdings sieht auch das Konzept der ökologischen Blockparteien keinen Ausbau der Speicher vor, was bei science-skeptical bereits mehrfach erwähnt wurde. Daher brauche ich mein Szenario auch nicht weiter zu SPINNEN.

    Gruß

  2. Sehr interessanter Artikel. Muss ich erst mal verarbeiten …

  3. Dass vor dem Hintergrund der CO2-Einsparung das Abschalten der Kohlekraftwerke mehr Sinn machen würde als das Abschalten der Kernkraftwerke leuchtet unmittelbar ein. Ich weiss wirklich nicht was ich sonst mit den Rechnungen aus der im Artikel zitierten Literatur anfangen soll. Die Emmissionen beim Bau und Rückbau von Anlagen sind grob geschätzt und hängen von zukünftigen Etwicklungen der Energieerzeugung ab. Die Volatilität der NIEs wird über Mittelungen heruntergespielt. Der Effizienzunterschied zwischen GUDs und Gasturbinen fliesst gar nicht in die Berechnungen ein. Vielleicht sollte man sich das hier schon an anderer Stelle erwähnte Zitat vom FDP-Sachsen Kongress zu Gemüte ziehen

    „Ich würde meine Studenten nach Hause schicken und ihnen empfehlen, noch mal über die Wahl ihres Studienganges nachzudenken, wenn sie mir ein solch undurchdachtes Experiment wie die Energiewende als Konzept anbieten würden“, das sagt Prof. Dr. Antonio Hurtado, Direktor des Institutes für Energietechnik der TU Dresden.

    Es ist aber schön, dass einem das mal richtig klargemacht wird.

  4. Natürlich muss erwähnt werden, dass es absolut unmöglich ist, mit volatilen Energieträgern auch nur in die Nähe eines Anteils von 49% zu kommen.
    Ohne Speicher wird bei effektiven 15% die Grenze gezogen, ganz unabhängig davon, wie viele Windräder gebaut werden. Das ergibt sich einfach aus der volatilen Erzeugung, gekennzeichnet durch dem effektiven Wirkungsgrad und wird z.B. durch die Situation in Dänemark bestätigt:

    Wind energy: The case of Denmark
    The claim that Denmark derives about 20% of its electricity from wind overstates matters. Being highly intermittent, wind power has recently (2006) met as little as 5% of Denmark’s annual electricity consumption with an average over the last five years of 9.7%….
    Over the last eight years West Denmark has exported (couldn’t use), on average, 57% of the wind power it generated and East Denmark an average of 45%.


    Die Angabe, dass Dänemark etwa 20% seines Stroms von Windanlagen bezieht, übertreibt. Wegen der hochgradig fluktuierenden Erzeugung konnte Windkraft 2006 nur 5% des dänischen Strombedarfs befriedigen, im Durchschnitt der letzten 5 Jahre waren es 9,7%….
    Im Lauf der letzten 8 Jahre exportierte (mangels der Möglichkeit des Eigenverbrauchs) West-Dänemark 57% seiner Windstromproduktion, und Ost-Dänemark 45%.

  5. Lieber Herr Mayer #1,

    sie haben Recht. Preise sind wichtig für uns Verbraucher.
    Allerdings werden im Energiebereich Preise meiner Meinung nach nicht marktwirtschaftlich gebildet . Stattdessen erscheinen sie mir politisch und planwirtschaftlich manipuliert zu sein. Als Metrik, um den Erfolg der Energiewende oder ob die Bundesregierung auf Kurs ist, sind Preise deshalb für uns als Bürger nicht geeignet.
    Stromerzeugungskosten scheinen mir da besser geeignet. Die Quelle IER die ich da gefunden habe ist die neutralste Quelle für Stromerzeugungskosten die ich kenne.
    Über andere Quellen würde ich mich freuen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  6. Lieber Climateobservator #2,

    dann lesen sie es beim verarbeiten bitte folgendermaßen.
    Ich habe versucht einen Algorithmus vorzustellen, damit wir Bürger den Ist-Zustand der Energiewende kritisch verfolgen können. Angewendet habe ich diesen Algorithmus auf ein simuliertes Szenario des EWI. Als Bürger würde ich nun vom Monitioringbericht der Regierung erwarten, dass die Entwicklung der spezifischen Stromerzeugungskosten, der spezifischen CO2-Emissionen sowie der Anteil der Energieträger an der Stromerzeugung jährlich veröffentlicht werden. Dazu müssen dann die gesamten CO2-Emissionen und die gesamten Kosten kommen. Ein Bericht der diese konkreten Zahlen nicht enthält scheint mir das Papier nicht wert.

    Achtung: Meine Szenarien sind keine Lösungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  7. Lieber Herr Straten #3,

    sie schreiben:
    „Dass vor dem Hintergrund der CO2-Einsparung das Abschalten der Kohlekraftwerke mehr Sinn machen würde als das Abschalten der Kernkraftwerke leuchtet unmittelbar ein.“

    Völlig richtig. Allerdings, haben Sie das schon mal so deutlich graphisch gezeigt bekommen. Ich nicht. Deshalb habe ich dieses fiktive Szenario gepostet.

    Darüber hinaus glaube ich, dass dieses Jahr im AR5 WG2 oder WG3 des IPCC die Kernenergie als Option vorgeschlagen wird, die CO2-Emissionen zu reduzieren.

    Man kann dann argumentieren, dass der Klimawandel so bedrohlich ist, dass man sogar die ungeliebte Kernenergie als Option berücksichtigen muss.

    Wenn ich das IPCC beraten würde, würde ich genau zu dieser Argumentation zum jetzigen Zeitpunkt raten.

    Das hätte für das IPCC den Vorteil, dass die USA und China wieder besser eingebunden werden können. Die USA zum Beispiel könnten für den heimischen Markt
    auf Kernenergie und Gas setzen und die heimische Kohle nach Europa exportieren.
    Dabei könnten sie die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie erhalten und „Klimaweltmeister“ werden. Das könnten die Amerikaner dann im eigenen Land gut verkaufen.

    Dass die Kernenergie beim Vermeiden von CO2-Emissionen nicht in Betracht gezogen wird spricht dafür, dass die Reduktion von CO2 nur ein sekundäres Ziel ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  8. Lieber Herr Tritium #4,

    Danke für die Ergänzung. Das Szenario des EWI ist auch eine Simulation. Ich habe es benutzt um den Algorithmus vorzustellen.
    Wir werden anhand der Ist-Daten sehen was passiert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  9. Ist jemandem etwas aufgefallen bei der Werbung für das Mitteilungblatt „Energiewende!“ (vor dem Rösler-Vorwort)? Dort steht:

    „(…). Dabei beantwortet [das BWT] Fragen wie zum Beispiel: Wie bringen wir energiepolitisch ökonomische Vernunft mit ökologischen Maximalanforderungen in Einklang? Wie finanzieren wir den Umbau der Energieversorgung? Wie stellen wir sicher, dass Strom bezahlbar bleibt? (…)“

    Wieso wird der technologische Aspekt unterschlagen, z.B. so: „Wie realisieren wir den Umbau ?“. Das ist doch merkwürdig. … oder auch nicht.

  10. @C-O

    Merkwürdig ist das nur, wenn man zielorientiert vorgehen möchte und eine optimale wirtschaftliche und technische Lösung suchen möchte.
    Wenn man aber eine politische Wunschlösung im Kopf hat, muss man nur Mehrheiten und Geld organisieren.

    Auch der Monitoring-Bericht vom 19.12 der Bundesregierung
    zeigt meines Erachtens, dass der Erfolg der Energiewende fest steht. Er muss nur noch verkauft werden.

    Deshalb auch mein Versuch eines eigenen Monitoring.

    Grüße
    Günter Heß

  11. Lieber Günter
    Im Prinzip bin ick mit Deiner Analyse voll im Einklang……ick könnte eventuell am Endenergieverbrauch in 20XX rummosern….aber wenn wir unsere Schwerindustie bis dahin endlich vergrault haben….könnten Deine Werte wieder stimmen.
    Ach für Dich….vielen Dank für diesen Artikel.
    H.E.

  12. @Günter Hess
    zum Artikel, aber trotzdem ein bisschen OT:

    Sie sind einer der wenigen, der „CO2“ richtig schreibt — die 2 tiefgestellt. Ich (und wahrscheinlich auch Rudolf, Peter und andere Artikelschreiber) machen das aus Layout-Gründen nicht, weil dann auf Webseiten die Gefahr besteht, dass häßliche Lücken in den Zeilenabstände auftreten. Ich weiss das gut, da ich lange Webdesign gemacht habe).

    Wenn der vielbeschäftigte Admin (alle Admins sind vielbeschäftigt :-> ) in Kommentaren den „Sub“-Tag zulassen würde, dann könnte man das übrigens auch in den Kommentaren tun: spitze klammer auf + „sub“ + spitze klammer zu.

  13. Hallo Heinz #11,

    das sind nicht meine Werte. Die sind die vom EWI die das für verschiedene Entwicklungen der Stromnachfrage simuliert haben und die nationalen Pläne für den Ausbau der erneuerbaren Energien berücksichtigt haben.
    Ich habe das Szenario B genommen mit sinkender Stromnachfrage. Es gibt auch ein Szenario C mit steigender Stromnachfrage. Da kommt dann mehr Kohle und Gas dazu. Aber das ist nicht so lehrreich.

    Grüße
    Günter

  14. @C-O

    ich habe es aber auch nicht komplett durchgehalten

  15. Lieber Herr Heß,

    ich finde das einen höchst spannenden Ansatz. Ich muß mir darüber aber noch Gedanken machen -- vor allem nach dem Vortrag von Stefan Birkner am heutigen Abend (yeah, ein waschechter Umweltminister, der mit Powerpoint arbeitet und damit auch umgehen kann). Seine Ausführungen waren sehr erhellend, vor allem hinsichtlich der Frage, an welcher Metrik denn der „Erfolg“ einer Energiewende gemessen werden könnte. Artikel dazu wird folgen, aber erst nach Weihnachten…

  16. @Liebster Günter
    Ja nee, is klar…….Du hast dat genommen, wat andere für möglich halten, nimm doch meine Worte nich immer uff´de Goldwaage.
    Onkel Heinz is ne verbale Schlampe und hofft immer, dat man seine blöden Kommentare im Kontext sieht…….oder weiß, wat ick gewöhnlich meine.
    Egal……wir nehmen einfach mal Tor 2…und hoffen, dat dat dann unsere Zukunft sein wird.
    H.E.

  17. @Günter Hess #10

    Deshalb auch mein Versuch eines eigenen Monitoring.

    Klar. Sie nehmen Rösler beim Wort, klammern also technologische Aspekte NICHT aus !

    Darauf wollte ich nämlich hinaus. Denn die Werbung zu der BWT-Broschüre sehe ich als klares Indiz, dass genau das (Technologiebetrachtung) unwünscht ist. Was nun überhaupt nicht heisst, dass ich Ihren Monitoring-Vorschlag schlecht finde, sondern ganz im Gegenteil.

    Ihr Vorschlag, die „Energiewende quantitativ [zu ]beurteilen und kritisch [zu] beobachten“ würde bestimmt gut ankommen …. wenn Sie nicht so blasphemisch ein Kernkraft-Szenario ins Spiel bringen würden 🙂 🙂 🙂

  18. Hallo Herr Heller #15,
    sehr gut. Ich bin schon gespannt auf ihren Bericht. Meine Erfahrungen mit Kennzahlen und Metriken in der Wirtschaft sagen, dass man sich eine gute Metrik gemeinsam hart erarbeiten muss. Die fällt nicht vom Himmel. Mein Artikel sollte deshalb nur als Startpunkt für eine Diskussion über so eine Metrik gesehen werden.
    Wie gesagt ich bin gespannt was sie von dem Birkner-Vortrag berichten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  19. mpfff …. ich meinte:
    würde bestimmt bei den Adressaten, sprich BWT, gut ankommen

  20. @C-O #17
    Ich bin auch kein Kernkraftfan, aber methodisch darf man die Kernenergie nicht ausklammern.
    Das ist meine Botschaft.
    Technische Lösungen für ein komplexes und anspruchsvolles Problem zu finden erfordert, dass man offen über alle möglichen Lösungen nachdenkt.
    Ihre Beobachtung teile ich, eine kritische Technologiebetrachtung ist eher unerwünscht.
    Grüße
    Günter Heß

  21. Hallo Heinz,

    hatte mit Goldwaage nichts zu tun.
    Ist nur wichtig um meinen Artikel zu verstehen,
    dass es gerade nicht meine Szenarien sind.
    Deshalb meine Antwort.

    Grüße
    Günter

  22. @Günter Hess #20

    (…) methodisch darf man die Kernenergie nicht ausklammern. … Technische Lösungen für ein komplexes und anspruchsvolles Problem zu finden erfordert, dass man offen über alle möglichen Lösungen nachdenkt.

    Absolut. Das kann man Ihrem Artikel auch so entnehmen.

    Sie nehmen das Monitoring ernst, also geht es um das oder die über alle Parameter günstigste Szenario. Und wenn dazu Kernkraft gehört, dann ist das eben so. Wenn nicht, dann eben nicht. Leider ist aber die Intention der Bunderegierung (nach meinem Eindruck) genau anders herum.

    Es geht nicht um das günstigste Szenario, sondern um jedes Szenario, wenn nur die Kernkraft darin nicht vorkommt. Und möglichst wenig bis keine fossilen Energien. Das heisst die „Zielstellung“ ist von politischer Seite genau anders herum, mit dem Rösler-Monitoring soll vermutlich (auch) diese politische Zielstellung kaschiert werden und der EINDRUCK erweckt werden, es werde um das tatsächlich beste Szenario gerungen.

  23. @C-O

    Ich habe bisher den Monitoring-Bericht nur überflogen, werde ihn aber sicherlich noch genauer analysieren nach Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten.
    Mein Eindruck ist, dass die das mit dem Monitoring schon Ernst meinen.
    Ich nehme das dem Rösler ab.
    Der Altmaier hingegen scheint mir ein Hans Dampf in allen Gassen.
    Allerdings scheinen die Berater alle aus dem wissenschaftliche Umfeld zu sein.
    Da sagt meine Erfahrung, dass man eher Berater aus der Wirtschaft braucht die erfahren darin sind komplexe Technologie- Entwicklungsprozesse mit Kennzahlen zu steuern.
    An den Universitäten neigt man meiner Erfahrung nach eher dazu die Komplexität zu bschreiben anstatt wie in der Wirtschaft die Komplexität pragmatisch zu reduzieren, um steuern und lenken zu können.
    Das ist eh mein Kritikpunkt an dem gesamten Klima- und Energiewendekomplex, inklusive IPCC und Klimagipfel, dass die Berater einseitig aus dem universitären Umfeld und den NGOs kommen, die dann bei mir sehr dilettantisch rüberkommen oder politische Lobbyisten mit akademischen Hintergrund sind.
    Eigentlich braucht es erfahrene Manager aus der Technologieentwicklung die methodisch rangehen ohne, dass sie sich von politiscvhen Randbedingungen in der Lösungsfindung einschränken lassen..

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  24. @Günter Hess #7

    Allerdings, haben Sie das schon mal so deutlich graphisch gezeigt bekommen. Ich nicht. Deshalb habe ich dieses fiktive Szenario gepostet.

    Habe ich so noch nie gesehen und das gehört einfach weiter verbreitet. Ich bin auch kein Fan der Kernenergie aber mir geht die gängige Formulierung vom Fossil-Atomarem-Komplex im Zusammenhang mit Klimaschutz fürchterlich auf den Geist. Wenn man das hört, dann weiss man sofort, dass es nicht um CO2-Vermeidung geht, sondern dass da andere Ziele in den Köpfen spuken müssen. Dieser Widerspruch zwischen der bei uns angestrebten Energiewende und irgendwelchen Treibhausgaseinsparungen kann gar nicht oft genug thematisiert werden.

  25. Die Kostenannahmen von 2008 sind vollkommen veraltert und müssen aktualisiert werden.
    Dies gilt für Investitionskosten und Energiekosten.

  26. Lieber Herr Payr,

    stimmt man muss sicherlich die Stromerzeugungskosten regelmäßig neu berechnen.
    Das ist auch meine Anregung an die Bundesregierung für den Monitoring-Bericht.

    Aktuellere Zahlen findet man ebenfalls im Arbeitsbericht_08 des IER aus dem Jahr 2010.
    Die Tabelle 5.1 enthält Zahlen inklusive CO2-Zertifikate und CCS-Technologie.

    Das Gesamtbild ändert sich dadurch nicht.

    Aktuellere Zahlen kenne ich nicht. Wenn Sie eine zusätzliche Quelle hätten wäre ich für den Link dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

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