Energiewende: Subventionen gegen Innovationen

18. Januar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Tot sei das Thema Energie in Deutschland, so sagte es mir vor einigen Tagen ein erfahrener Wirtschaftsförderer. Er bezog sich auf das Ausbleiben von Innovationen in der Branche. Über den Schuldigen waren wir uns schnell einig: die Energiewende. Um dies zu erläutern, möchte ich etwas weiter ausholen.

Man sollte sich unsere Vorfahren als glückliche Menschen vorstellen. Denn ohne ein gewisses Maß an Zufriedenheit in jeder Epoche gäbe es uns heute nicht. Selbst in vorindustriellen Zeiten wird den weitaus meisten Zeitgenossen nur wenig gefehlt haben. Sicher, aus unserer Perspektive erscheint das Mittelalter entbehrungsreich. Kein fließendes oder auch nur sauberes Wasser, keine gesicherte Versorgung mit Nahrungsmitteln, kein Gesundheitswesen. Selbst die Privilegierten jener Zeit konnten sich mit all ihrem Reichtum weder ein Handy kaufen, noch Gummibärchen. Nur ist es ihnen nicht aufgefallen. Man hatte schlicht keine Kenntnis von dem, was man vermissen könnte. Eine Vorstellung von Autos oder Computern, von Waschmaschinen oder Kühlschränken gab es nicht. Trotzdem wird Fortschritt oft auf Visionäre zurückgeführt, auf Erfinder, in deren Werkstätten vorauseilende Ideen eher zufällig Gestalt annahmen.

Inventoren, Erfinder, produziert die Energiewende genug. Legionen an Schraubern tüfteln in Garagen und Hobbykellern an Energietechnologien, die ihrer Meinung nach revolutionär sein sollen. Angestachelt werden sie durch die aktuelle politische Debatte und deren mediale Verstärkung. Sie denken, das Geld potentieller Investoren oder auch staatliche Fördermittel würde nur auf sie warten. Und manch ein Politiker hängt wirklich dem Glauben an, dies wäre der Königsweg zum marktfähigen Produkt, zur Innovation. Dabei ist das Gegenteil der Fall, Erfinder schaden mehr, als sie nutzen. Sie schaden dem Thema, weil sie zu viel Aufmerksamkeit auf Spinnereien lenken und dadurch die Identifizierung und Erprobung wirklich vielversprechender Konzepte erschweren. Da landen dann Skizzen überaus komplexer Apparaturen zur Überlistung des Energieerhaltungssatzes  oder auch umfangreiche Ausarbeitungen abstruser Thesen über „freie Energie“ auf den Schreibtischen  bedauernswerter Mitarbeiter in Ministerien und sonstigen Verwaltungseinrichtungen. Deren Zeitaufwand zur Abwehr der vielen selbsternannten Weltretter auch zu den Kosten der Wende zu zählen ist.

Das Problem mit den Erfindern ist ihre subjektive Perspektive. Man stelle sich einen Landwirt des Mittelalters vor, der darüber nachdenkt, mit welchen Hilfsmitteln er seine Arbeit effizienter und effektiver gestalten könnte. Er mag tatsächlich eine wirklich nützliche Idee haben. Angenommen, er führt seine Erfindung auf dem Acker der staunenden Dorfgemeinschaft vor. Dann, so die oft gehörte Vorstellung, berichten diese anderen davon. So würden sich ausgehend von einem kleinen Weiler irgendwo im Nirgendwo eine neue Fruchtfolge, ein neues Zuggeschirr oder auch ein neuer Pflug durch Nachahmer in der Welt verbreiten. Blödsinn. Die, die es weitererzählen sollen, haben schließlich keinen Vorteil davon. Und wenn sie berichten, dann sicher nicht sehr genau. Das „Nachahmen“ ist daher beliebig kompliziert und möglicherweise für einen anderen Bauern in einer anderen Region mit anderen Produkten noch nicht einmal sinnvoll. Erfinder arbeiten nur für sich selbst. Sie realisieren und optimieren ihre Idee bezogen auf ihre individuelle Situation. Die Invention führt nicht zur Innovation. Weil sie kein Handelsgut ist.

Der Handel als gleichzeitiger Austausch unterschiedlicher Dinge zum gegenseitigen Vorteil ist dem Menschen eigen. Es mag Löwen geben, die sehr geschickt im Erlegen von Antilopen sind, denen aber Zebras einfach mehr munden. Es mag Löwen geben, bei denen sich dies genau entgegengesetzt verhält. Ein Treffen zweier solcher Löwen in der Savanne, die ihre jeweiligen Jagdbeuten miteinander austauschen, Antilope einer- und Zebra andererseits, ist aber noch nie beobachtet worden. Für menschliche Jäger hingegen wäre dies selbstverständlich. Der Handel schafft die Möglichkeit zur Arbeitsteilung, durch die spezifische Talente einzelner Individuen der gesamten Gruppe zur Verfügung stehen. Um ein Beispiel aus Matt Ridleys „Rational Optimist“ aufzugreifen, denke man sich einen fähigen Jäger, der in einer Stunde genug Wild für sich und seine Familie erlegt. Als Handwerker mag er eine Niete sein, und zwei Stunden benötigen, sich einen passenden Speer herzustellen. Sein Nachbar hingegen kann in nur einer Stunde Speere bauen wie kein zweiter. Dessen geringes Jagdgeschick aber einen Aufwand von zwei Stunden für die tägliche Fleischration bedingt. Offensichtlich sind beide Protagonisten autark und gleichwertig. Jeder kann sich in drei Stunden selbst versorgen. Wenn nun aber der Speerbauer nicht mehr selbst auf die Jagd geht, sondern eine Waffe für den ihn mitversorgenden Jäger konstruiert, verbessert sich die Situation deutlich. Dem Handwerker genügt eine Stunde (für den einzutauschenden Speer), dem Jäger deren zwei (Fleisch für sich und den Handwerker).

Zu handeln ist also attraktiv. Dabei können nicht nur Waren physischer Natur, sondern auch Gedanken, Ideen und Konzepte bis hin zur eigenen Arbeitskraft gehandelt werden. Die Erfindung eines universellen Tauschmaßstabes (Geld) ermöglicht außerdem sehr komplexe Prozesse. Die Handelspartner müssen sich nicht einmal mehr persönlich begegnen. Sie können über beliebig viele Zwischenstufen, organisiert durch andere Spezialisten (die eigentlichen „Händler“), miteinander in Beziehung treten. Denken Sie allein an die vielen Menschen vom Minenarbeiter bis zum Programmierer, deren Mitwirkung der Computer zu verdanken ist, auf dem Sie gerade diesen Text lesen. Auch wir beide, Autor und Leser, handeln gerade miteinander. Ich habe Zeit für den Artikel aufgewendet, die Sie mir wiederum mit Ihrer Zeit, Ihrer Aufmerksamkeit, vergüten. „Geld“ ist hier schon nur noch sehr indirekt im Spiel. Damit das Ganze funktioniert, sollte ich die Wörter nicht nur sinnergebend aneinanderreihen, sondern auch noch in einer für Sie interessanten Weise.

Der steinzeitliche Handwerker baut den Speer ja auch nicht für sich selbst. Sondern für den Jäger. Um erfolgreich mit diesem ins Geschäft zu kommen, hat er sein Produkt auf die Bedarfe seines Kunden auszurichten. Der Jäger wiederum sollte tunlichst Fleisch zum Tausch anbieten, was dem Handwerker zusagt. Der Erfinder denkt nur an sich selbst, der Entwickler richtet sich ausschließlich nach den Wünschen seiner (potentiellen) Kunden. Nur Letzteres führt zu Produkten, die als Handelswaren Verbreitung finden können. Airbus und Boeing betreiben keine Fluglinien, Apple und Samsung sind keine Telefongesellschaften.

Die Vorteile des Handels lassen sich wiederum durch Innovationen potenzieren. Der Jäger möchte natürlich einen Speer, den er bei höherer Durchschlagskraft weiter und genauer werfen kann. Was die Jagd nicht nur einfacher macht, sondern auch das Spektrum der potentiell erreichbaren Beute erhöht. Woraufhin der Handwerker die Konstruktion verbessert. Ab einem gewissen Punkt ist der Speer ausentwickelt. Mehr gibt die Physik dann einfach nicht mehr her. Es sei denn, man ändert das technische Prinzip. Die Wirkung eines Hebels ist dem Handwerker wahrscheinlich bekannt. Das Prinzip der Schleuder vielleicht auch. Die beiden Ansätze in der Speerschleuder zu einem neuen System zu verknüpfen, ist innovativ. Auf diesem Weg entstehen dann irgendwann auch Pfeil und Bogen und schließlich das Gewehr.

Die Bedarfe der Menschen haben sich abstrakt betrachtet seit der Steinzeit nicht geändert. Neben der Grundversorgung (Nahrung, Kleidung, Wohnraum) sind Stichworte wie Mobilität, Kommunikation, Gesundheit und Unterhaltung zu nennen. Der Charakter von Innovationen besteht darin, den Menschen immer bessere Wege zu eröffnen, sich ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Der Innovator erfindet dazu nichts Neues, er kombiniert das Vorhandene auf neuartige Weise. Er benötigt dazu kein ein tieferes wissenschaftliches Verständnis der Funktionsweise technischer Systeme. Ein solches kann im Ernstfall sogar hinderlich sein, denn Innovation gründet auf der Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Es ist eben nicht wichtig, wer nun das Telefon erfunden hat und wer die Glühbirne. Einen Effekt hat erzielt, wer durch die Verbindung zwischen Einsatzzweck und Kundenbedürfnis ein marktfähiges Produkt formen konnte.

Der Handel ist der einzig wirksame Kanal, auf dem Innovationen verbreitet werden können. Innovationen wiederum sind die Waren, durch die der Handel besonders wirksam wird. Innovation und Handel bedingen einander. Einmal begonnen, ist dieser rückgekoppelte Prozeß nicht mehr zu stoppen.

Erfinder bei der Erlangung von Patenten zu unterstützen oder auch Geld in die wissenschaftliche Forschung zu stecken werden als Wege zur Innovation oft genannt, obwohl sie nicht funktionieren. Wer Innovation wirklich fördern will, kann es sich einfach machen. Er sorge für einen möglichst freien Handel, frei von Regulierungen, von Grenzen, von Zöllen oder sonstigen Auflagen.

Leider leben wir in einer Zeit, in der das genaue Gegenteil stattfindet. In der sich manche Politiker und auch große Teile der Bevölkerung fragen, wie man denn Innovationen lenken kann. Hinter dem Euphemismus von der zu gestaltenden Zukunft steckt eigentlich der Wunsch, bestimmte Innovationen auszuschließen, sie möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Hierzu wird eine Vielzahl von Instrumenten eingesetzt, mit unterschiedlichen Erfolgen.

Produktverbote beispielsweise (man denke an Glühbirnen und Staubsauger) funktionieren nicht. Zu Bedarfsbefriedigung finden die Menschen immer einen Weg. Sie nehmen dazu auch Mehrkosten in Kauf oder gar höhere Risiken. Die langfristig erfolgreichsten Wachstumsbranchen der Menschheitsgeschichte wie Waffen, Drogen, Prostitution und Pornographie belegen das. Was man nicht offiziell handeln darf, stärkt eben schwarze Märkte und den Schmuggel. Auch dadurch entsteht Wertschöpfung – und gar nicht mal wenig. Je höher die Risiken für Hersteller und Händler, desto höher sind auch die Gewinnspannen. Eine restriktive Drogenpolitik führt auf diese Weise nur zu immer neuen Designerdrogen, die auf immer mehr Wegen verbreitet werden.

Denkverbote kann man auch nicht durchsetzen. Was einmal in der Welt ist, beispielsweise die Kerntechnik oder auch die Gentechnologie, wird nie wieder aus ihr verschwinden.

Nein, die perfideste und wirkungsvollste Waffe gegen die Innovation ist die Subvention. Perfide deswegen, weil sie mitunter ganz anders gemeint ist.

Viele Politiker glauben wirklich, sie würden durch die Subventionierung der erzeugten Elektrizität ein Feuerwerk an Innovationen bei den NIEs auslösen. Wodurch diese viel schneller marktfähig würden, als ohne eine solche Unterstützung. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die nicht subventionierten Technologien werden von Markt verdrängt und die subventionierten entwickeln sich nicht weiter.

Nehmen wir einmal an, der Häuptling mag keine Speerschleudern. Er nimmt also von den Jägern Gebühren für jedes erlegte Wild und setzt diese dafür ein, Speere künstlich zu verbilligen. So weit, daß es sich für die Jäger lohnt, beim Speer zu bleiben, statt sich eine Speerschleuder anzuschaffen. Würde unser Handwerker dann Zeit und Ressourcen aufwenden, um die Speerschleuder überhaupt zu entwickeln? Sicher nicht. Der gesamte Innovationsprozeß bei Jagdwaffen käme zum Erliegen. Der Stamm würde nie den Speer durch etwas Besseres ersetzen können. Noch nicht einmal durch einen besseren Speer.

Vor der Innovation steht die Investition in Zeit und Ressourcen. Ein Risiko, das der Innovator nur eingeht, wenn er sich des späteren Markterfolges auch sicher sein kann. Durch das EEG, durch die Energiewende werden Investitionen in neue Technologien wirksam verhindert. Unternehmen, die Energietechnologien entwickeln oder solche einsetzen, um Strom zu produzieren, scheuen den Wettbewerb mit subventionierten Produkten, wenn sie ihre Investitionen nicht sicher wieder einspielen können. Stattdessen versuchen sie, durch das Erringen von Marktanteilen mit etablierten Technologien möglichst umfangreich von den Subventionen zu profitieren. Die Subventionen für die NIEs treffen also nicht nur die konventionellen Energieträger, sondern auch die NIEs selbst. Was nicht durch das EEG bedacht wird, wird nicht mehr betrachtet. Und was vom EEG profitiert, wird nicht weiterentwickelt, weil sein gegenwärtiger Status auf Dauer zur Gewinnerzielung ausreicht.

Vor dieser Situation stehen wir jetzt. Wir haben Häuptlinge gewählt, die uns nur die Speere erlauben, die wir schon besitzen. Das meinte der anfangs zitierte Wirtschaftsförderer mit dem Tod des Themas Energie. Innovationen finden nicht mehr statt. Die Unternehmen planen höchstens noch inkrementelle Verbesserungen des Bestehenden. Viel wirksamer kann man eine Branche nicht zugrunde richten. Selbst wer die NIEs auf diese Weise protegieren möchte, wird in einigen Jahren auch diese im Ausland kaufen müssen. Bei den anderen Stämmen, deren Häuptlinge Speerbauer und Jäger einfach mal machen lassen.

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100 Kommentare
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  1. Das Schlimme ist nur, dass immer wieder auf Erfindungen oder Rahmenbedingungen für Erfindungen verwiesen wird ohne zu berücksichtigen, dass es eigentlich der Markt war, der ihren Erfolg begründet hat. Die Urheber der Energiewende haben dies aber durchaus gesehen und versucht, den Markt zu formen.
    Man hat ja nach dem zweiten Weltkrieg gesehen, dass die Erfindungen, die man im Zusammenhang mit der Raumfahrt durch Forschungsförderung zustandegebracht worden sind, keinen durchschlagenden Erfolg für die Menschheit hatten, weil bis jetzt im Grunde kaum einer davon profitiert hat. Das soetwas wie die ISS überhaupt betrieben wird, ist der Phantasie von wenigen geschuldet. Die Situation kann sich natürlich ändern, wenn es lukrativ werden sollte, die Resourcen unseres Sonnensystems zu nutzen.
    Ich würde aber behaupten. dass die Nutzung von NIES nie lukrativ werden wird und dass es unbedingt nötig ist den innovativen Charakter menschlicher Beziehungen zu stören, wenn man sich an diesen Krücken ergötzen will. Man mag sich mal überlegen, wie man eine solche massiv gestützte Forschung für den menschlichen Fortschritt bewerten will,

  2. Das EEG ist so gestrickt, dass es die Profit Gier der Menschen befriedigt aber nicht die technische und volkwirtschaftliche Sinnhaftigkeit und Innovation in den Mittelpunkt ihres Handel stellt.

    Das EEG und damit die Energiewende ist gegen jede Marktwirtschaftliche Vernunft und Verstand.
    Das EEG = asozial und perfide, weil es die Marktgesellschaft abzockt/ ausbeutet OHNE einen Mehrwert/Wertschöpfung für die Gesellschaft zu erbringen. Im GEGENTEIL!

    Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Mangel und zum Schluss die Armut.

  3. Ich habe ein paar mal angesetzt einen Kommentar zu schreiben, Peter. Es überlappen sich allerdings immer wieder die Argumentationsstränge und die Bilder (bei mir). Ich bekomme die Rolle des Händlers noch nicht ganz ins Bild rein.

  4. Ich kann das Hohelied auf die Trivialität nicht Gutheissen.

    Bleiben wir beim Speerbauer. Um den Speer optimieren zu können, muß dieser wissen, wie der Speer bei der Jagd eingesetzt wird. Ohne Jagdkenntnis wird es schwierig.
    Wenn dem Speerbauer das Hebelgesetz bekannt ist, hat er dadurch implizit schon Naturwissenschaft betrieben. Diese Grundkenntnisse erst haben es dann ermöglicht, daß er in trivialer Anwendung damit eine neue Speerschleuder bauen konnte.

    Aber was ist, wenn die neue Speerschleuder zu ungenau zielt? Es ist dann lange der gute alte Speer effizienter.
    Damit sich die Speerschleuder durchsetzt, braucht es zig Überarbeitungen, und der Speerbauer ersteinmal großes Durchhaltevermögen. Insofern benötigt der Speerbauer ein hohes Maß an idealistischer Überzeugung und naturwissenschaftlichen Argumenten, daß sein Produkt besser sein wird, sowie genug Risikokapital im Rücken, damit er lange genug die Speerschleuder optimieren kann.

    Halten wir fest:
    -- am Anfang steht die Naturwissenschaft
    -- neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse führen erst zu radikal neuen Produktansätzen
    -- wahre Innovation hat ersteinmal einen steinigen Weg
    -- ohne Risikokapital wirds meist nichts

    mfg

    PS man denke an organische Solarzellen. Man hat massiv Geld versenkt, teurere anorganische Solarzellen auf den Markt zu zerren, wobei die Forschung an anorganischen Halbleitern erheblich billiger gewesen wäre. Der große Vorteil der anorganischen Solarzellen: Sie sind scheiße billig zu produzieren. Noch Nachteil: Lebensdauer und Wirkungsgrad. Nur hat dort die Entwicklung erst angefangen und das Argument „scheiße billig“ macht vieles wett.
    PPS mir sind die wetterbedingten Schwankungen trotzdem bekannt. Aber wenn bei PV irgendetwas markgerecht werden kann, dann anorganische PV.
    PPPS Gen IV Reaktoren sind erheblich besser als GenIII, aber wer soll die Entwikclung finanzieren? Wenn für viele der Speer ausreichend ist, wer finanziert dann die Entwicklung des Gewehrs?

  5. @mrotz #4

    Sie sollten eines begreifen, wenn es um Innovation/Fortschritt geht….

    Wertschöpfung ist ein wichitger Hauptbestandteil der Marktwirtschaft und somit einer freien und fortschrittfähigen Marktgesellschaft (menschlich-technische Evolution).

    Aus der Kernkraftforschung heraus kann sich eine innovative Marktgesellschaft besser entwickeln als aus der Solar-EE Forschung.
    Die Kernkraft schafft Werte, die sog. Erneuerbaren Energien verschwenden Werte bzw. schaffen „negative“ Werte = Rückschritt.
    Der Wettbewerbsmarkt = freie Marktgesellschaft hat dies schon längst erkannt.

  6. @Hofmann

    EE, die Marktkompatibel ist, schafft genauso Werte. Der Fehler liegt darin, die Produktion nicht Marktkompatibler EE zu fördern, anstatt (nicht zu Anwendungsorientierte) Forschung. (Bsp: organische Halbleiter)
    Daneben gibt es eine natürliche Nische für „konventionelle EE“: dort wo man wenig Strom benötigt, und ein Anshcluß ans Netz teuer ist.

    Wer finanziert einen GenIV Reaktor? z.B: Thoriumflüssigsalz.
    Ich würde gerne selbst daran mitentwicklen. Fähigkeiten/Ausbildung vorhanden.

    Wie schon gesagt: echte Innovation hat es schwer. Insbesondere dann, wenn der „Potentialwall“ hoch ist

    mfg

  7. @mrotz #5
    Das EEG ist der Feind der Innovation/ freie Marktgesellschaft.
    EEG abschaffen und der Markt entscheidet. Mehr verlange ich nicht.

    Und die Kernforschung/Technik besteht nicht nur aus Thoriumflüssigsalz.
    Neue Materialien und neue Maschinen/Werkzeuge, wie auch neue chemische Verfahren oder auch Physikalisches Verständnis (Wissenserweiterung) hat die Kernforschung bereits als Wertschöpfung für unsere Gesellschaft hervorgebracht.
    Und von der Sicherheitstechnik und Prüf-Überwachungstechnik mal ganz zu schweigen.
    Auch Beton-Bau Wissen musste hier weiterentwickelt und eingesetzt werden.

    Ein Vernunft getriebener Staat hätte statt dem Wertevernichtenden EEG lieber die Zwangsabgaben bzw. Steuergelder in die werteschaffende Kernforschung/Technik und in einigen erfolgsversprechenden Nischenforschungsprojekte der EE-Branche gesteckt. Unter der Voraussetzung, dass am Ende auch Ergebnis der Wertschöpfung (sich selbsttragendes Wirtschaftgut) herauskommt. Die Forschungszahlungen sollten auf max. 5 Jahre begrenzt sein.
    Das EEG ist genau das Gegenteil dessen.

  8. @ mrotz, #4:

    Wäre Innovation nicht eine höchst einfache Sache, gäbe es sie nicht.

    Ohne Jagdkenntnis wird es schwierig.

    Das steht ja schon oben im Text. Der Innovator entwickelt für den Kunden. Um erfolgreich zu sein, sollte er daher die Bedarfe seiner Zielgruppe sehr gut einschätzen können.

    Das ist die eigentliche Kunstfertigkeit, die einen Innovator ausmacht. Zu wissen, was der Kunde will. Vieles in der aktuellen Debatte krankt an einem Mangel an Genauigkeit in genau diesem Punkt. Manchmal kann auch der Kunde selbst seine Wünsche nicht wirklich genau definieren. Weil er im Ernstfall auch nicht weiß, was er sich wünschen könnte. Wo liegen eigentlich wirklich die Prioritäten? Die Anzahl der Fehleinschätzungen in dieser Hinsicht ist enorm. Das zeigt schon, daß selbst erfahrene Manager sich in diesem Punkt schwertun. Aber durch den „Handel“ kann ein Innovator auf die kollektive Intelligenz größerer Gruppen zurückgreifen und dadurch Fehler vermeiden.

    Das zweite wesentliche Element ist zu wissen, was möglich ist. Innovationen entstehen durch eine neue Kombination des vorhandenen, das neue Möglichkeiten der Bedarfsbefriedigung schafft.

    Wenn beides zusammenkommt, also die korrekte Einschätzung der Kundenbedarfe und die darauf ausgerichtete Nutzung der jeweils vorhandenen technischen Basis, dann findet sich der Rest zwangsläufig. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, daß in diesem Fall die Innovation nicht mehr aufzuhalten ist. Ganz gleich, welche Hindernisse man aufbaut.

    Zuviel Naturwissenschaft ist da eher hinderlich. Denn sie verstellt den Blick auf das wesentliche. Die wissenschaftlich motivierte Forschung fragt immer nach dem „wie etwas funktioniert“ und will es so genau wie möglich beschreiben. In der Anwendung strebt man dann nach der perfekten Realisierung. Dem Innovator hingegen genügt völlig, daß etwas funktioniert, warum auch immer. Und er wirft schon die erste, von Perfektion weit entfernte Lösung auf den Markt. Er erreicht damit zunächst nur die Nische, aber mit dieser fängt immer alles an. Ein häufiger Fehler ist, gleich auf ein „revolutionäres Massenprodukt“ zu schielen. Das geht immer schief. Innovation ist Evolution und nicht Revolution. Immer. Man darf halt nicht die Zeitskalen durcheinander werfen. IT-Systeme entwickeln sich nur scheinbar revolutionär, weil sie aufgrund ihrer vergleichsweise einfachen Konstruktion viel kürzere Generationszeiten aufweisen. Bei Autos und Flugzeugen sind diese deutlich länger. Rechnet man diesen Faktor heraus, stellt man schnell fest, daß die Entwicklung eigentlich überall gleich funktioniert.

    Meine Lieblingsbeispiele sind da die Dampfmaschine, der Diesel- und der Elektromotor. Erstere gab es lange vor der Thermodynamik. Ganz im Gegenteil: Die Dampfmaschine hat sogar den Anstoß dazu gegeben, so etwas wie die Thermodynamik überhaupt zu formulieren. Für den Elektromotor galt ähnliches. Das von Siemens genutzte Dynamo-Prinzip konnte erst viel später wissenschaftlich beschrieben und formuliert werden. Siemens selbst wiederum wollte eigentlich eine Kraftmaschine für den mobilen Einsatz entwickeln. Diesel dagegen eine für den stationären. Gekommen ist es genau andersherum. Während Siemens seinen Fehler noch zu Lebzeiten korrigieren und seinen Erfolg genießen konnte, sah sich Diesel selbst als gescheitert an. Diesel hat nämlich zu wissenschaftlich gedacht und wollte den thermodynamisch perfekten Motor konstruieren. Daran ist er in der Tat gescheitert. Trotzdem hat sein Produkt die Bedarfe der Kunden zielgenau getroffen und die Welt verändert. Auf eine Weise, die er sich nicht vorstellen konnte. Was leider tragisch endete.

    Wie schon gesagt: echte Innovation hat es schwer. Insbesondere dann, wenn der “Potentialwall” hoch ist

    Echte Innovation hat es immer einfach. Weil sie ihrem Wesen nach auf einen „niedrigen Potentialwall“ ausgerichtet ist. Wenn natürlich ein künstlicher Potentialwall durch regulatorische Vorgaben aufgebaut wird, dann allerdings haben wir ein Problem. Das wollte ich mit dem Artikel sagen.

  9. @ Hofmann:

    Mit holzschnittartiger und undifferenzierter Propaganda kann man das Problem nicht erfassen.

    Photovoltaik ist eine höchst faszinierende und überaus nützliche Hochtechnologie. Man muß sich nur genau überlegen, wofür sie denn gut ist und in welchen Zusammenhängen ihr Einsatz neue Möglichkeiten schafft. Ich war als Schüler schon begeistert von meinem neuen Taschenrechner mit Solarzellenbetrieb. Nie wieder der leidige Wechsel von Batterien. Das Gerät funktioniert heute noch, obwohl selten im Gebrauch. Nach Jahrzehnten. Ohne Photovoltaik wäre auch eine ganze Menge kommerzieller Anwendungen der Raumfahrt (Kommunikation, Navigation, Erdbeobachtung) nicht möglich.

    Ich bin absolut sicher: Ohne EEG würden wir uns wundern, wie weit die Photovoltaik schon wäre. Denn durch das EEG erst wird das Thema in die Forschungseinrichtungen abgeschoben und dort zu Tode entwickelt und erforscht.

  10. Korrektur: Als „Hochtechnologie“ würde ich Photovoltaik dann doch nicht mehr bezeichnen. Höchstens in einigen sehr spezifischen Ausprägungen und Anwendungszusammenhängen. Die Solarzelle ging den Weg aller Dinge und ist mittlerweile eher Standard- oder gar Low-Tech.

  11. @Peter Heller

    nach dieser Innovationsdefinition, wären GenIV Reaktoren keinerlei Innovation.
    Ein Tamagochi auch nicht unbedingt.

    Ein Auto mit einer neuen Farbe, die die Leute gerade mögen, hingegen schon.

    Man mag Innovation so definieren, aber dann wird es zu banal. OK. wir sollten das banale nicht aufhalten, aber wirklcih wichtig ist es dann nicht.
    Was macht man, wenn alles banale gebaut wurde?

    Halten wir fest: Es müssen die großen Probleme angegangen werden (Gen IV, Kernfusion, Besiedelung des All, Rohstoffabbau im Sonnensystem … ).
    Das banale folgt von allein.

    mfg

  12. @ mrotz, #11:

    nach dieser Innovationsdefinition, wären GenIV Reaktoren keinerlei Innovation.
    Ein Tamagochi auch nicht unbedingt.

    Ein Auto mit einer neuen Farbe, die die Leute gerade mögen, hingegen schon.

    Nein, genau andersherum. Das Auto mit der neuen Farbe ist keine Innovation. Da es keine neuen Möglichkeiten der Bedarfsbefriedigung schafft. Manchmal frage ich mich, ob Sie denn wirklich lesen, was ich schreibe…

    GenIV-Reaktoren und Tamagochis hingegen basieren erstens auf einer Neukombination bestehender technischer Systeme und schaffen zweitens neue Möglichkeiten der Bedarfsbefriedigung. Es mag Kunden geben, die einen Bedarf an einer neuen Autofarbe haben, keine Frage. Nicht jedes Produkt, das gehandelt wird, ist eine Innovation. Aber das Auto in der neuen Farbe ist immer noch ein Auto wie alle anderen gleichen Typs auch. Und daher genau keine Innovation.

    Warum es in der Kerntechnik zu einem Erliegen des Innovationsprozesses gekommen ist, hatte ich hier schon einmal beschrieben:

    http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/kerntechnik-in-deutschland-das-versagen-einer-lobby/0010576/

    Auch hier wieder: Zuviel Wissenschaft, zuviel administratives Eingreifen und zu wenig Markt, zu wenig Kundeneinbindung.

  13. @Heller

    Ich bin absolut sicher: Ohne EEG würden wir uns wundern, wie weit die Photovoltaik schon wäre. Denn durch das EEG erst wird das Thema in die Forschungseinrichtungen abgeschoben und dort zu Tode entwickelt und erforscht.

    Das Gegenteil ist doch der Fall. Man fördert durch das EEG teuer den Bau unreifer Technologie, nicht die kostengünstigerere weiterentwicklung.

    Bei oben gegebener Definition, ist Innovation das Triviale. So lange etwas nicht ausreichend erforscht wurde, ist es aber nicht-trivial. („Stand der Technik“, „Die Zeit für die Technologie war noch nicht reif“,….)
    Insofern bleibt ohne Forschung am einen Ende die Innovation in 10 Jahren aus. Wenn man etwas „zu tode“ geforscht hat, ist es nicht mehr trivial und somit Ausgangspunkt für Innovation.

    Ich kann die Kritik an Forschung absolut nicht nachvollziehen. Die Begeisterung für Trivialität ebenfalls nicht.

    mfg

  14. @Peter Heller #9 und #10
    Kernforschung/Technik ist für mich immer noch Hochtechnologie und somit innovativ-wertschöpfend.
    Dagegen ist die Erneuerbare Energietechnik „Entwicklungslandtechnik“ die ein Land nicht in die Hochtechnologie katapuliert. Erst wenn ein Land ein Kraftwerks-Versorgungssystem mit den Energieträgern Kohle, Gas oder Uran aufgebaut hat, kann es sich weiterentwickeln.
    Und wie beschränkt die Solartechnik im Weltall ist, dass sieht man am Beispiel der Mars-Roboter Enticklung (Antriebstechnik).
    Und die zukünftige Antriebstechnik der Raumfahrt (Marsmission/Besiedelung) wird in der Kernforschung (Kernkraft) liegen oder eines anderen-besseren Energieträger. Wind und Sonne als Antriebstechnik haben da schon lange verspielt. Und bleiben ein Nischenprodukt.

    Und mit der Energiewende will man jetzt genau die Hochtechnologie (Kraftwerkstechnik) durch die Minderwertige Technologie (Erneuerbare Energien) ersetzen. Mir persönlich dreht sich das der kaufmännische und technische Magen komplett um. So ein Schwachsinn kann nur die Politik mit ihrem EEG einen bis dato freien Marktwettbewerb aufdiktiern. Mit für uns allen verherrenden Folgen von Mangel und Stillstand bzw. Rückschritt.
    Danke!

  15. Nachtrag:
    Zu Zeiten von Carl Benz und Co. haben Erforscher und Entwickler noch die Finanzierung aus der eigenen Tasche für ihre Projekte bestreiten müssen bzw. für Geldgeber werben müssen.
    Und genau da ist der Unterschied zur heutigen „Grünen EE Branche“. Da braucht sich keiner mehr um das gelingen oder den wirtschaftlichen Erfolg sorgen. Der Staat hat mit dem EEG dafür gesorgt, dass man keinen Erfolg über einen mind. 20 Jährigen zeitraum nachweisen muss und bekommt datür Einspeisevorrang (Wettbewerbverdrängung unter staatlichen Schutz), überhöhte Markt-Einspeisekosten und man bekommt sogar noch Geld dafür, wenn das Produkt nicht in Betrieb ist.
    Nach diesen 20 Jahren der gier und der verschwendung ist dann der Staat und damti die Gesellschaft pleite und mit der Wertschöpfung auf den Stand eines Entwicklungsland.

    Unternehmer Risiko und Eigenverantwortung ist mit diesem perfiden und asozialen EEG komplett ausgehebelt worden und dies auf Kosten unser ALLER Wohlstand.
    Danke!

  16. Die Wiege von Innovation ist Tüftelei und Ausprobieren. Geplante Innovation aus irgendwelchen naturwissenschaftlichen Überlegungen heraus ist wie Planwirtschaft. Dass sich das auch alles gegenseitig befruchten kann, ist eine andere Frage. Bei der Photovoltaik kann man das schön im kommerziellen Bereich sehen, wo vor allem bei mobilen Geräten sich enorm viel tut. Zu Herrn Hellers Erfahrung mit seinem Rechner kann ich noch ergänzen, dass ich seit 15 Jahren eine solarbetriebene Armbanduhr habe, die mit den Originalbatterien noch Top läuft und ausser einer Reinigung noch keinen Uhrmacher gesehen hat.
    Die Kernkraft ist auch ein schönes Beispiel einer geplanten Entwicklung. Das Ergebnis ist bis jetzt ja nicht so erfreulich und eine wirklich Innovative Zukunft muß eigentlich erst kommen. Sicherlich muß auch die Gesellschaft sich entwickeln, damit die Regulierung nicht gleich zur Strangulation der Innovation wird.
    Wer sich mal in einen interessanten Ansatz zu der ganzen Thematik einlesen will dem kann ich nur „Antifragilität“ von Nassim Nicholas Taleb empfehlen. Hier gibt es allerdings auf englisch eine Besprechung von Matt Ridley.

  17. @Gerhard Straten #16
    Was haben Sie an der Kernkraft oder an der Kraftwerkstechnik auzusetzen?!
    Sie wollen ein Nischenprodukt (Solar oder Windmühlen) mit der Kraftwerkstechnik gleichsetzen….wenn ja, dann Zweifel ich so langsam an der Wahrnehmungskraft von einigen.
    Die Solarbranche wird immer nur „Lowtech“ Produkte heraus bringen. Und diese Minderwertige Massenprduktion findet halt nicht in „Hochlohn Land“ Deutschland ihre Wertschöpfung, sonder in Asien.
    Die Photovoltaik Branche um Solarword ist doch das Beste Beispiel dafür. Die EU-Deutsche Solarbranche muss sich doch schon mit „Strafzöllen“ gegen Weltmarkt der Billigproduktion zu wehr setzen, um überhaupt noch nachgefragt (wenn auch unter zwang) zu werden.
    Und Strafzölle ist wie das EEG auch wieder so ein Eingriff in die Marktwettbewerb zu lasten des Fortschritt (Innovation).

  18. @Hofmann
    „Zu Zeiten von Carl Benz und Co. haben Erforscher und Entwickler noch die Finanzierung aus der eigenen Tasche für ihre Projekte bestreiten müssen bzw. für Geldgeber werben müssen.“

    Private Geldgeber zu finden, um die Erforschung der GenIV Reaktoren voranzutreiben, wird heute wohl nciht mehr gelingen, weil das meiste, was man aus eigener Tasche finanzieren konnte, schon abgegrast war.
    Dinge wie ein Wassermax et al. bringen die Welt nicht weiiter.

    @Straten
    „Geplante Innovation aus irgendwelchen naturwissenschaftlichen Überlegungen heraus ist wie Planwirtschaft.“
    Wissenschaftliche Erkenntnis kann man nicht planen. Man muß Wissenschaft betreiben und sehen was raus kommt.

    Eine kommerzielle Maschine bauen zu wollen, die gegen den Stand der Wissenschaft verstößt, ist einfach dumm und kann nur schief gehen. Darunter fallen natürlich perpetua mobilia, aber auch der Versuch ein kommerzielles Kernkraftwerk zu bauen, aber nicht zu Wissen, daß man Kerne überhaupt spalten kann und dabei u.u. Energie freigesetzt wird.
    Forschung an den Grenzen der Wissenschaft ist aber zwingend nötig. (In einer Welt ohne das Wissen um Kernspaltung) einen Teilchenbeschleuniger zu bauen, um die Struktur der MAterie zu erforschen und zu testen, was passiert, wenn man auf Atomkerne schießt, ohne vorher zu Wissen für was das ganze genau nütze sein soll, ist hingegen nicht Sinnlos.

    Die hier ablehnende Haltung der Wissenschaft und Forschung gegenüber ist nicht nachvollziehbar.

    mfg

  19. @ mrotz:

    Bei oben gegebener Definition, ist Innovation das Triviale.

    Wie Sie darauf kommen, erschließt sich mir nicht. Ich habe das genaue Gegenteil geschrieben. Innovation ist ausgesprochen pfiffig. Das kreative Moment ist ja gerade das Erkennen der neuen Möglichkeiten, die sich aus der Rekombination des Bestehenden ergeben.

    Aber: Innovation beruht eben immer auf dem, was schon da ist. Die Römer hätten sich die Dampfmaschine vielleicht ausdenken können. Aber bauen können hätten sie sie nie. Es fehlte an den erforderlichen Materialien ebenso wie an den erforderlichen Werkzeugen. Innovation ist nicht die Utopie über Phantasievorstellungen.

    Insofern bleibt ohne Forschung am einen Ende die Innovation in 10 Jahren aus.

    Ich kenne offen gestanden kein einziges Produkt, das aus der institutionalisierten Forschung entstanden wäre. Es mögen an der ein oder anderen Entwicklung Forscher beteiligt gewesen sein, aber dann haben sie ihre Rolle gewechselt und wurden Unternehmer. Die Vorstellung, aus dem Einsteinschen Modell der induzierten Emission wäre nach intensiver Forschungsarbeit letztlich der CD-Player einem Labor entsprungen, ist doch völlig irreal. Der Weg ist ein anderer. Jemand macht sich Gedanken darüber, wie er den Bedarf der Menschen nach Tonträgern besser erfüllen kann. Er schaut dann, welche Möglichkeiten es schon gibt über die des analogen Magnetbandes oder die der Schallplatte hinaus. Dann setzt er alles Mögliche zu einem neuen Produkt zusammen. Beispielsweise die Idee der digitalen Speicherung, verschiedenste neue Materialien, das Prinzip der Lochkarte, das Prinzip der Lichtschranke, neuartige elektronische Komponenten und eben auch den Laser. Und schon kann der CD-Player entstehen. Wie der Laser genau funktioniert, ist dem Inventor dabei völlig egal. Entscheidend ist, was er leisten kann, warum auch immer.

  20. @Hofman 17

    Ein Hochlohnland schraubt keine Solarmodule zusammen, aber würde Maschinen entwickeln um solch dämliche Aufgaben zu Automatisieren. Arbeit ist kein Selbstzweck.
    Die Energieversorgung ist auch kein Selbstzweck. Lowtech ist billig. Was billig ist und die selbe Energie zu akzeptabler Qualität bereitstellt, setzt sich durch. Man muß kein teures Kraftwerk bauen, nur damit man High-Tech hat, und leute beschäftigt. Man baut ein Kraftwerk, um Energie bereitzustellen.
    EE ist aber weder billig, noch wird bedarfsgerecht Energie erzeugt.
    Kernenergie kann prinzipiell günstig weitaus größere Energiemengen bereitstellen, als wir heute nutzen. Auch zum Antrieb von Raumschiffen und Versorgung von Aussenposten (Mars, Mond) ist sie geeignet.

    mfg

  21. @Hofmann,M #17
    Sie sollten mal die Texte lesen. Ich habe an Kernkraft oder an Kraftwerkstechnik gar nichts auszusetzen. Aber gucken sie ruhig mal nach Nischenprodukten z.B. nach der Fa. SunDanzer
    Wenn sie sich den Erfolg von Kernkraft in Deutschland ansehen, dann brauche ich ja wohl nichts weiter zu sagen und beschäftigen sie sich mal damit, wie Frankreich seine Kraftwerksflotte die nächsten 20 Jahre wohl erneuern wird. Es ist auch ganz interessant zu sehen, wie dutzende von kleinen Firmen mit ihren Ideen in diesem Segment mit einem Mal auftauchen, sogar in Deutschland.

  22. @ mrotz:

    Die hier ablehnende Haltung der Wissenschaft und Forschung gegenüber ist nicht nachvollziehbar.

    Die systematische Wissenschaft und Forschung im modernen Sinn ist kaum 200 Jahre alt. Hat es in der Zeit davor keine Innovationen gegeben?

    Eigentlich hatte ich geplant, den Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Innovation in einem zweiten Artikel näher zu beleuchten. Ich belasse es daher hier dabei.

    Dinge wie ein Wassermax et al. bringen die Welt nicht weiiter.

    Der nicht, das ist wahr (keine Innovation). Aber Tesafilm, Kugelschreiber und Gummiband dagegen durchaus. Das sind alles äußerst spektakuläre Innovationen. Wie übrigens auch die Glühbirne, die ja technisch nicht sehr kompliziert ist. Man stelle sich vor, Edison hätte auf ein Atommodell gewartet, daß ihm die Strukturen im metallischen Kristallgitter erläutert…

  23. @heller 19

    Ohne Forschung gibt es gar keinen Laser, den man irgendwo einbauen kann!

    Es haben sich höchst kreative Menschen über den Doppelspalt, den photoelektrischen Effekt und die Schwarzkörperstrahlung Gedanken gemacht.
    Daraus entstand dann die Quantenmechanik. Dieser Prozess stand am Anfang. Danach kam dann eigentlich die Anwendung.
    Das Einbinden der Elektrodynamik in die klassische Quantenmechanik führte u.a. zum Laser, den man ersteinmal experimentell aufbauen konnte.

    Ohne echte, tief philosophisch verwurzelte Forschung gäbe es weder Laser, noch modernste Halbleitertechnik, die man zu einem CD-Player zusammenschrauben kann. Man wäre bei der bereits 10 millionenfach optimierten Schallplatte/Tonband.

    Bezüglich trivialität zitiere ich mal aus Peter Heller, 8

    Echte Innovation hat es immer einfach. Weil sie ihrem Wesen nach auf einen “niedrigen Potentialwall” ausgerichtet ist.

    „Niedriger Potentialwall“ -> Trivial

    mfg

  24. @mrotz #18
    Private und staatliche Geldgeber sind immer aufzutreiben, wenn der Markt einen Nutzen davon hat.
    Und der marktwirtschaftliche Nutzen (Vorteil) ist bei der Kernkraft der Brennstoff (Energieträger).
    Dieser Nutzen wurde mit absurden Gesetzen/Verordnungen und einer gewissen Anti-Kernkraft Propaganda dem Markt vorenthalten.
    Die Chinesen werden in die Kernkraftforschung noch sehr viel investieren, weil Sie davon überzeugt sind, dass der Nutzen der Kernkraft ihre Investition/Darlehen wieder einspielt. Im Gegensatz der Erneuerbaren Energietechnik.
    Das Wissen über die Kernkraft zu haben, dieses zu behalten und auch auszubauen….dass ist es, was eine moderne und offene Wissensgesellschaft von einer rückständigen Gesellschaft ausmacht.

  25. @mrotz #20
    Selbst der Maschinenbau ist schon bei den Chinesen/Asiaten in Fleisch und Blut übergegangen.
    Wie auch die IT-Technik. Die brauchen uns „alten Europäer“ nicht mehr. EU-Deutschland versinkt in seiner Vergangenheit. Die Grün-Sozialistische Gutmenschen Gehirnwäsche hat in EU-Deutschland ganze Arbeit geleistet.
    Unser Wohlstand basiert auf unseren Kraftwerken. Wann kapieren Sie das endlich? Das hier und jetzt (IT-Server-Maschinenbau usw.) wäre OHNE unsere Kraftwerke (Kraftwerkspark) in Deutschland und der EU gar nicht möglich.
    Sie brauchen einen kontinuierlichen gleich hohen Stromfluss um bestimmte Experimente erst durchfürhen zu können. Dies kann weder die Sonne, noch der Wind garantieren. Ich glaube Sie haben nicht mal im geringsten eine Ahnung davon, wie sehr wir mit unseren industriebasierden Wohlstand (moderne Welt) an den Kraftwerken (Kohle, Gas bzw. Uran) hängen.

  26. Die systematische Wissenschaft und Forschung im modernen Sinn ist kaum 200 Jahre alt. Hat es in der Zeit davor keine Innovationen gegeben?

    Wissenschaft ist eine Erkenntnismethode, keine Institution. Wissenschaft ist somit deutlich älter als 200 Jahre.

    mfg

  27. @ mrotz:

    Das Bemühen, den Autoren auch wirklich zu verstehen, sollte am Beginn einer Diskussion stehen.

    “Niedriger Potentialwall” -> Trivial

    Sie wollen mir hier etwas in den Mund legen, was ich so erstens nicht geschrieben habe und zweitens auch nicht so meine. Für unseren Speerbauer oben ist eben die Speerschleuder durchaus nicht trivial. Sie schrieben:

    Wer finanziert einen GenIV Reaktor? z.B: Thoriumflüssigsalz.
    Ich würde gerne selbst daran mitentwicklen. Fähigkeiten/Ausbildung vorhanden.

    Wie schon gesagt: echte Innovation hat es schwer. Insbesondere dann, wenn der “Potentialwall” hoch ist

    Unser Speerbauer kann eben die Speerschleuder aus der vorhandenen Substanz heraus entwickeln. Der „Potentialwall“ ist ausreichend niedrig. Der „Potentialwall“ zum Gewehr wäre für ihn aber viel zu hoch gewesen. Durch viele Innovationen aus anderen Bereichen sinkt dieser Potentialwall im Laufe der Zeit.

    Die Idee, man müsse/sollte/könnte einen Flüssigsalzreaktor in einem Schritt entwickeln, die ist es, die Sie scheinbar vertreten und die ich für falsch halte. Man unterteile das System in seine Subsysteme und schaue, was es schon gibt. Was es davon noch nicht gibt, ist dann in ein Einzelprodukt für möglicherweise einen völlig anderen Einsatzzweck zu verwandeln (bspw. die Wiederaufbereitung, also die Entfernung der Spalt- bzw. Brutprodukte aus dem Salz während des laufenden Betriebes). So gelangt man dann Schritt für Schritt an sein Ziel. Und so sinkt im Laufe der Zeit die Höhe des „Potentialwalls“ für das Gesamtsystem in hinreichender Weise. Irgendwann wird die Entwicklung nicht nur möglich, sondern sogar zwingend.

  28. @ Hofmann:

    Sie müssen hier keine Propaganda machen. Wir haben Sie schon verstanden. Differenziertes Denken ist Ihre Sache nicht. Wenn Sie glauben, daß Sie das auszeichnet, nun gut. Aber die Diskussion zwischen mir und Mrotz und auch das Thema des Artikels oben ist ein völlig anderes.

    @ mrotz:

    Wissenschaft ist eine Erkenntnismethode, keine Institution. Wissenschaft ist somit deutlich älter als 200 Jahre.

    Ihnen ist aber schon klar, wie ich den Begriff „Wissenschaft“ im obigen Artikel gemeint habe? Wenn Sie aber eigentlich gar nicht über den Text diskutieren, tja, dann reden wir wohl aneinander vorbei.

  29. @Hofmann

    Für unseren Wohlstand wäre es schädlich, kompliziertere Kraftwerke als nötig zu betreiben. Ein Kraftwerk ist nicht für den Wohlstand zuträglich, nur weil es auf Teufel komm raus HighTech ist.
    Wir benötigen Energie gewisser Qualität (Versorgungssicherheit et al.) und dies möglichst günstig. Wie sie bereit gestellt wird ist egal.
    Man kann EE erzeugen und exorbitant teuer speichern. Damit kommen wir nicht weiter. Ein solcher Energiespeicher kann durchaus HighTech sein.
    Oder man baut ein Kohle/Gas/Kernkraftwerk und hat relativ günstig eine große Menge regelbarer Energie.
    Ich würde aber nicht soweit gehen und diese Kraftwerke als HighTech bezeichnen. Dazu ist das ganze eigentlich zu trivial.

    Ein Marsrover ist HighTech. Ein autonomes Fahrzeug ebenfalls. Ausgefeilte Robotik. Ein Fusionsreaktor wäre es und ebenso umgesetzte GenIV oder Beschleunigergestützte Transmutationsanlagen.
    Aber bitte nicht konventionelle Kraftwerke. Müssen sie ja auch nicht.

    mfg

  30. @Peter Heller 27/28

    Ihnen ist aber schon klar, wie ich den Begriff “Wissenschaft” im obigen Artikel gemeint habe?

    Es kann durchaus sein, daß wir aneinander vorbeireden. Der Autor darf natürlich auch seinen Standpunkt im Artikel etwas stärker hervorheben, um Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen.

    Bezüglich dem Flüssigsalzreaktors:
    Er ist ja bereits gebaut worden. Insofern kann man Ihn getrost nochmals bauen.
    Auch ist nicht wirklich zwingend, ob manche Komponenten anderswo eine sinnvolle Tätigkeit ausführen könnten.

    Das Problem an der Innovation in Minischritten ist doch, daß man einen Realisierungsraum in einer Baumstruktur iterativ beschreitet. Die Kerntechnik ist doch ein gutes Beispiel. Allein schon die Frage nach dem Brennstoff. Man wählt Uran. Dann fragt man sich ob Druckwasser, Siedewasser, etc. einigt sich auf eines und die Optimierung wird immer punktueller. Die Seitenäste im Realisierungsraum, die früh abzweigen sind verloren. Selbst wenn man sie später beschreiten würde, wäre das erste Modell vermutlich den bisherigen weitaus länger optimierten Varianten Haushoch unterlegen.

    mfg

  31. @mrotz #29
    Das Wissen über ein Sache ist Hightech, mrotz…das Wissen.
    Ist das Wissen erst einmal da, dann wird es mit der Zeit trivial.

    Zum Hightech wird es dann erst wieder, wenn man das „triviale“ Wissen wieder verloren hat.

    Und bis dato basiert unsere Wirtschaft und unser Fortschritt eben auf den konventionellen Kraftwerken. Oder kennen Sie ein besseres volkswirtschaftliches Energieversorgungssystem als das unsere, eines Kraftwerkmixpark?

  32. @mrotz #18
    Sicher kann man nichts entwickeln, was gegen die Naturgesetze verstößt. Da kann man noch so viel tüfteln. Die Naturgesetze sind aber nicht unbedingt Stand der Wissenschaft. Die alten Griechen haben schon Dampfturbinen gebaut, die aber nur als Spielzeuge verwendet worden sind (es wird auch behauptet, man habe sie zur Bedienung von Tempeltüren benutzt).
    Natürlich müssen Entwicklungen auf Wissen basieren. Das gilt bei der Komplexität heutiger Technik sicher noch mehr als früher. Ihr Beispiel mit dem Teilchenbeschleuniger zeigt sicher, dass das keine Aufgabe ist, die irgendwelche Tüftler bewerkstelligen können aber das ist ja auch genau eine Maschine in der Unmengen von Entwicklungen zusammenwirken und das Know How der gesamten industrialisierten Welt zusammenfließt. Es kann auch sicher keine Gruppe ein Kernkraftwerk in der Garage entwickeln aber das Leute sich finden und da ein brauchbares Konzept zusammenstellen halte ich für wahrscheinlicher, als dass das in einer wissenschaftlichen Institution geplant und vom Staat finanziert wird.

  33. @ mrotz:

    Der Autor darf natürlich auch seinen Standpunkt im Artikel etwas stärker hervorheben, um Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen.

    Da ich schon zahlreiche Texte hier zum Thema Innovation veröffentlicht habe, bin ich mal davon ausgegangen, nicht immer alles wiederholen zu müssen. Und wie gesagt: Eigentlich plane ich noch einen weiteren Text zum Thema. Es war schon beabsichtigt, zu provozieren, um die Leserkommentare in diesem zweiten Artikel zu berücksichtigen. Kurz gesagt halte ich die Vorstellung der Bundesregierung für falsch, durch viel Geld für DLR, Fraunhofer und weitere die Energiewende (oder überhaupt irgendwas) zum Erfolg führen zu können.

    Das Problem an der Innovation in Minischritten ist doch, daß man einen Realisierungsraum in einer Baumstruktur iterativ beschreitet.

    Pfadabhängigkeiten existieren, keine Frage. Durchbrochen werden Sie aber nicht von der Forschung und auch nicht von großen Konzernen, sondern eben in der Garage. Und auch nur mit dem Ansatz eines neuen marktfähigen Produktes. Der Flüssigsalzreaktor ist im Moment nicht mehr als eine Invention. Man kann ihn nicht kaufen. Absehbar nicht. Ich glaube einfach, bei Ihnen ist die Trennschärfe der Begrifflichkeiten nicht ausreichend. Alles unter ein Wort zu packen, hilft aber nicht beim Erkenntnisgewinn. Im Artikel habe ich ja eine Trennung der Aspekte versucht. Das weiter zu denken, ist dann, was ich mir vom Leser erhoffe.

    Wo Sie „Innovation in Minischritten“ erkennen, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Da stehen ein Fahrrad, eine Kutsche und ein Ottomotor. Was sehen Sie? Richtig: In der Summe ein Automobil. Das ist ein Riesenschritt. Kein Minischritt. Aber wenn Sie eines der drei Teile wegnehmen, ist das Auto eben auch weg. Richtig ist, daß große Fahrradhersteller wie Opel oder Peugeot sich auf das Automobil konzentrierten. Aber eben erst, nachdem es ihnen von neuen Kleinstunternehmern vorgemacht wurde. Die Pfadabhängigkeit ist die Falle, in die Konzerne tappen. Die wiederum die Mittel haben, sich umfangreiche Unterstützung aus der Forschung zu sichern (konzerneigen oder durch Aufträge an entsprechende Einrichtungen). Und damit nur noch tiefer in die Pfadabhängigkeit tappen.

  34. Bitte nicht aufgeben, Peter. Ich denke das Thema Innovation sollten wir noch ausführlicher beleuchten. Weit verbreitet sind ja Vorstellungen, dass einer ne tolle Idee hat, einen neuen Algorithmus etwa, und schwuppdiwupp entsteht ein neues Google. Vielleicht gibt es solche Algorithmen schon lange, nur wir wissen es nicht, weil keiner da ist, der das vermarkten kann.

    Ich habe mir bislang noch kaum Gedanken darum gemacht, wie und warum Innovationen entstehen. Nur halt ganz allgemein den evolutionären Charakter der Technik angerissen. Zumindest für mich besteht daher bei diesem Thema noch offensichtlicher Lernbedarf.

  35. @ Quentin:

    Nun ja, ich bin da auch etwas im Vorteil. Weil ich das Thema in unterschiedlichen Funktionen und aus unterschiedlichen Perspektiven seit 20 Jahren beruflich bearbeite. Ich spreche aus Erfahrung. Die mag subjektiv sein, aber wenn sich bestimmte Muster immer wieder einstellen, dann kann man da schon eine Gesetzmäßigkeit erkennen.

  36. Durch politische Subventionen, wird immer kreativer Wettbewerb, um die vorteilhafte Weiterentwicklung von Technologien planwirtschaftlich behindert.
    Die im EEG rein parteipolitisch legalisierten Kartell-Privilegien, Vergütungen zu Festpreisen über zwei Jahrzehnte mit garantierter Abnahme, unabhängig von der wirtschaftlichen Verwertbarkeit des unkalkulierbaren, durch Wetterunsicherheiten schwankenden Stroms, sind ein völlig märchenhaftes, ein neo-feudales Vorhaben.
    Das EEG zielt auf die Verhinderung von Wettbewerb, auf die vorsätzliche Verursachung eines maximalen Schadens gegenüber der gezwungen finanzierenden Bevölkerung, weil es gegen alle Regeln der Vernunft letztlich wie Sabotage dass anrichtet, was als größtes Opfer für jene lodernde Eitelkeit regierender Gouvernanten und Gockel auf dem deutschen Öko-Altar der Irrationalität verbrennt ist schiere Hybris.
    Wer sich z. B. auf einer internationalen Werkzeugmaschinenmesse umschaut und realisiert, wie der Wettbewerb diejenigen antreibt, die mit dem Verkauf ihrer Erzeugnisse ihr Einkommen erzielen, erkennt, wodurch sich das technische Niveau des Werkzeugmaschinenbaus und die automatisierte Fertigung so rasant als angewandte Intelligenz weiterentwickelt hat, einzig durch Konkurrenz im Wettbewerb.
    Wissenschaft trägt dazu bei, dass Entwicklungen die sich das aktuelle Wissen zunutze machen, um sich erfolgreich durchsetzen zu können, wie Computer, Software, das web oder google beweisen, braucht es dafür aber eine freie Marktwirtschaft mit all ihren Chancen und Risiken.
    Nur wo diese Freiheit für die konstruktive Anwendung intelligenter Konzepte Entwicklungen zulässt, entstehen auch kreative neue Optionen.
    Sicher braucht es auch einen freien Handel, ohne politische Eingriffe, um im geschäftstüchtigen Sinne von EU-Grossisten, die mit ihren Stiftungen und NGO`s die aktuelle Politik vor ihre Interessen spannen, wie es bei den NIE`s, Leuchtmitteln, neuen Elektrogeräten und sogar neuen Verbrauchern, für einen zusätzlichen Umsatz, ihres Finanzfeudalismus zu erkennen ist.

  37. Der Markt ist die Basis an der sich ein Produkt/Erfindung beweisen muss. Das Produkt muss so zu sagen Gesellschaftstauglich sein. Innovationen entstehen am Markt im Wettbewerb untereinander um das beste=weiterentwickelte Produkt zum Wohl=Fortschritt einer Gesellschaft (Moderne).

    Diese Innovation=Markt-Wettbewerb kann ein Staat nie ersetzen. Im Gegenteil! Der Staat ist zu beschränkt und ideologisiert fixiert auf das was sein MUSS aber nicht auf das was das Beste ist.

    Der freie Markt-Wettbewerb gibt den Takt vor, wenn es um Innovation und Fortschritt geht. Der Staat kann nur Rahmenbedingung setzen bzw. sich aus dem Markt so weit wie möglich raushalten. Der Staat mischt sich da in Deutschland viel zu sehr in den Markt (Gesellschaft) ein und das ist der Tod jeder Innovation/Fortschritt.

  38. @Hofmann, 37
    Da auf dem Markt immer Informationsasymmetrie herrscht, wird das beste Produkt nicht zwangsläufig den größten Markterfolg haben.
    Insofern können sie dies pauschal nicht stehen lassen. Staatliche Markteingriffe jedoch verzerren meist gravierender.

    Beispiel Küchengeräte:
    Man kauft sich halt nen Mixer.
    Niemand schraubt Ihn vorher auf, und prüft den Mixer auf Haltbarkeit. (Niemand im Sinne einer relevanten Masse) Nach nem halben Jahr kauft man sich wieder einen Mixer, weil der alte den Geist aufgab. Diesmal vielleicht von einer anderen „Marke“. Da man vor dem Kauf und ohne das Gerät aufzuschrauben sich aber nicht sicher sein kann, welches der beste Mixer ist, kauft man einen möglichst billigen, damit nicht zu viel Geld verloren ist, wenn er kaputt geht. Da man auch schon bei einem teuren Mixer auf die Nase fiel, bleibt man bei dieser Strategie.
    Jeder Mixerhersteller, der ein langlebiges Produkt anbietet, wird in Mitleidenschaft gezogen, da die Kunden auch diesem Produkt mißtrauen. Insofern verfällt der Preis für Mixer, und der Hersteller der technisch besseren Mixer wird gezwungen, genauso Ramschware anzubieten. Mehr gibt der Markt nicht mehr her.
    Der eigentlich langlebigere Mixer würde dem Kunden aber trotz höherem Anschaffungspreis letztendlich Geld sparen. Das bessere Produkt kann sich aber aufgrund einer Informationsasymmetrie zwischen Hersteller und Kunden nicht durchsetzen. Auch die Produktentwicklungszyklen für Mixer rechtfertigen keinen kurzen Produktzyklus, da Mixer ausentwicklet sind.

    In einem Markt mehr oder weniger gleichinformierter Teilnehmer, z.B. Teileeinkauf in der Industrie mit exakt spezifizierter Qualitätsanforderung, bekommt der Kunde das, was er eigentlich will. Dies dann zum besten Preis, wenn es mehrere Lieferanten in Konkurrenz gibt.

    Man kann aber nicht pauschal sagen, daß der Markt immer das beste Produkt hervorbringt.

    mfg
    PS Handyklingeltöne mögen zwar ein erfolgreicher Markt (gewesen) sein. Gute Musik in guter Qualität ist es trotzdem nicht.

  39. @mrotz #38

    Richtig. Ich denke man kann es so formulieren. Ein Markt mit freiem Wettbewerb bringt mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Produkt hervor das seinen Preis für den Kunden wert ist, als ein Monopolmarkt oder ein planwirtschaftlichen „Markt“

  40. @mrotz #38
    Sie sollten erst mal begreifen, dass der Markt wir als Gesellschaft sind. Der Markt ist allgegenwertig. Auch im Kommunismus oder Sozialismus war der Markt immer da, nur wurde dieser Markt nie be- bzw. geachtet. Darum sind ja auch alle sozialistischen Staaten so hoffnungslos der Zeit hinterher. Der Markt/Gesellschaft gibt den Takt vor. Und der Energiemarkt ist über die Windmühlen bzw. Natur-Abhängigkeit von Sonne und Wind wie auch Wasser bereits herausgewachsen. Das Markt-Wissen / Innovation hat bereits die Naturabhängigen Kräfte (Wind, Sonne, Wasser) mit der fortschrittlichen Entwicklung hin zu den Energieträgerverwertern von Kohle, Gas und vorallen Uran als Kraftwerksentwicklung hinter sich gelassen.
    Die Energiewende/EEG bleibt ein massiver Eingriff in den Markt/Innovatives Wissen einer freien Wissens-Wirtschaftsgesellschaft. Energiewende = Abhängigkeit von Sonne und Wind und damit ein massiver Eingriff in unsere moderen Innovations-Welt. Das EEG ist ein massiver Eingriff in den Markt und wird so auch vom Markt abgelehnt. Das EEG ist nur für die Befriedigung einiger Grün-Sozialistischen Ideologen/Fanatiker in Deutschland gemacht worden und schadet unserer gesamten Volkswirtschaft (kraftwerks-industriebasierenden Strom-Wohlstandsgesellschaft und Sozialgesellschaft).
    Wann endlich kapiert ihr Grün-Sozialistischen diese Zusammenhänge?!

  41. @Hofmann 40

    Wann endlich kapiert ihr Grün-Sozialistischen diese Zusammenhänge?!

    Textverständnis und Kritikfähigkeit ist wohl Ihre Sache nicht.

    mfg

    PS man sollte nicht hinter jedem Busch der Kritik grüne Sozialisten sehen.

  42. Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht so ganz, was Herr Heller ausdrücken wollte. Eine wesentliche Aussage scheint zu sein, dass Subventionen (bei der Energiewende in Form von festen Einspeisevergütungen) die Innovationen auf dem Gebiet hemmen. Kann man so sehen, muss man aber nicht. Es ist zumindest eine Arbeitshypothese, über die man trefflich und sachlich diskutieren kann.

    Warum er in einem späteren Kommentar staatliche Forschungsausgaben für falsch hält, erschließt sich nicht aus dieser These. Zudem tönt da eine latente Geringschätzung gegenüber der Wissenschaft/Erfindertum. So nach dem Motto, Innovationen und Wohlstand entstehen nur in der Wirtschaft und im Handel und die Erkenntnisse aus der Wissenschaft haben damit gar nichts zu tun. Aber wohlgemerkt, so ganz verstehe ich die Intension des Autors nicht, deshalb schließe ich ein grobes Missverständnis nicht aus.

    Erfindern jetzt quasi vorzuwerfen, sie würden die Aufmerksamkeit zu sehr auf Dinge lenken, die wenig erfolgversprechend ist, ist schon seltsam. Die machen ihren Job. Auch wenn ein Großteil an Patenten nie zur Realisierung kommen und geschweige denn zu Gewinn führen, reicht ein kleiner Teil aus, um neue Impulse für neue Produkte zu liefern. Herr Heller sprach selbst davon, Innovation ist Evolution. Und Evolution bedeutet auch, dass eine Vielzahl an Ideen umgesetzt werden, die sich nicht durchsetzen werden. Das ist ja das Schöne an unserem Wirtschaftssystem, dass massenhafte individuelle Scheitern von Marktteilnehmern ist keine Schwäche des Systems, sondern eine Stärke.

    In einem Punkt muss ich allerdings mrotz widersprechen „Man fördert durch das EEG teuer den Bau unreifer Technologie, nicht die kostengünstigerere weiterentwicklung.“ Auch große und erfolgreiche Unternehmen investieren in den Bau „unreifer“ Technologie, weil eine reine Weiterentwicklung in den Laboren nicht kostengünstiger ist. Das ist diese (sorry) laienhafte Vorstellung, dass man an einem Produkt solange tüftelt, bis es völlig ausgereift ist und erst dann auf den Markt bringt. Die große Mehrzahl der erfolgreichen Produkte und Innovationen kamen unfertig auf dem Markt, Autos, Radios, Fernseher, Handys, Homecomputer und und und. Vergleichen sie mal die Erstseriengeräte, die man kaufen konnte und heute in Museen bestaunen kann, was sie konnten und wie viele Monatslöhne man dafür ausgeben musste. Erst die Erfahrungen am Markt und bei den Kunden gaben den Input, um die Sachen zu verbessern.

    P.S.: Mich erstaunt echt, dass sie nach all den Jahren M.Hofmann immer noch ernst nehmen und auf seine Postings antworten.

  43. @alterEgo

    Auch große und erfolgreiche Unternehmen investieren in den Bau “unreifer” Technologie, weil eine reine Weiterentwicklung in den Laboren nicht kostengünstiger ist.

    Ich meine nicht, daß man z.B. Siliziumsolarzellen so lange in den Laboren erforschen muß bis der Strom daraus weniger als 2ct pro kWh kostet, bevor man sie nach draussen lässt.
    Es gibt ja durchaus sinnvolle EInsatzmöglichkeiten für teure Solarzellen. Ein Beispiel wären Satelliten. Dann alles, was wenig Strom benötigt, aber irgendwo in der Pampa steht, wo ein Stromanschluss teuer ist.
    Man muß aber keine 30GW PV zubauen wenn absehbar ist, daß Silizium PV nicht günstig produzieren kann.

    Was ich meine, ist einfach zu warten und zu forschen, bis man eine billige Möglichkeit hat, die sich dann durchsetzen wird. Und das ist dann eben nicht Silizium PV sondern organische Halbleiter. Diese sind einfach scheiße billig. Der Wirkungsgrad ist noch nicht so gut wie bei Silizium PV und die Haltbarkeit ebenfalls nicht, aber dies kann durch den Preis wettgemacht werden. Und auch hier gilt nicht, organische Solarzellen so lange zu erforschen, bis der Wirkungsgrad besser ist als Silizium PV, bevor man es auf den Markt lässt, sondern einfach nicht auf teufel komm raus die teuere Silizium PV im 30 GW (200 GW von manchen angepeilt) Maßstab auszubauen.

    mfg

  44. @mrotz #41
    Vielleicht werden die verschiedenen Bereiche Solarzellenforschung und Kernforschung jeweils nur getrennt betrachtet. In der Zukunft wird man vielleicht weiter kommen, wenn man diese Bereiche nicht getrennt, sondern zusammen betrachtet. Meiner Meinung nach kommt die Solarentwicklung/Photosynthese aus der Kernforschung und ist ein Teil der Kernphysik/Forschung. Somit könnte man auch davon ausgehen, dass sich Solarzellen gut mit der kernforschung verbinden lässt. Vielleicht bietet die Kernforschung/Wissenschaft schon eine Möglichkeit um ihre organischen Halbleiter haltbarer zu machen und damit ihre Nutzungszeit zu verlängern…

  45. @Nachtrag zu #44
    Es ist ja nicht nur die Kernforschung, die ihnen evtl. bei ihren organischen Halbleitern einen Ausweg aus ihrer „Problemstellung“ zeigen könnte, sondern evtl. auch die Gen-Wissenschaft.
    Aber beide Wissenschaftszweige (Kernforschung und Genforschung) werden ja seit Jahrzehnten in Deutschland systematisch vom „Grünen“ und anderen Ideologen politisch und medial bekämpft. Mit Gestzen, Verboten und falscher bzw. einseitiger Medialer Aufklärung bzw. Anti-Wissenschafts-Technik Dokumentationen/Nachrichten.

    Eine moderen und innovative Gesellschaft, die den Anschluss nicht in der Welt verlieren will, die muss OFFEN und FREI von solchen ideologischen-gesetzlichen Bevormundungen/Diktat sein.

  46. Auf eine schönes Beispiel bin ich bei H|SOZ|KULT gestoßen. Eine Buchbesprechung mit dem Titel: »Geschichte der Medienökonomie«. Dort findet sich folgender Satz:

    …etwa wenn man sich das Bühnenimperium von Max Reinhardt genauer angeschaut hätte, denn hier ist das Zusammenwirken von Ökonomie und Innovation besonders greifbar.

    Über dessen Innovationen steht bei Wikipedia:

    Durch die dramaturgisch motivierte Verwendung der Drehbühne, plastische Dekorationen, die Arbeit mit festen Seitentürmen und Treppen als Auftrittsmöglichkeiten, den Rundhorizont mit seiner Tiefendimension, die indirekte Beleuchtung, das Spiel auf Podien, die in den Zuschauerraum hineinragen, und auf der Arenabühne, die Massenregie oder das Kammerspiel-Konzept setzte Reinhardt vielfältige, in der Breite wirksame Impulse zur Erneuerung der Theaterkunst.

    In einem Spiegelinterview (1958) mit einem ein anderem Großen des Theaters, Gustaf Gründgens, kommt zur Sprache:Die ehemals prominentesten Theaterleute Berlins, Otto Brahm und Max Reinhardt, haben niemals eine öffentliche Subvention bekommen.Gerade in dem Interview werden auch viele Punkte über Subventionen angesprochen, die generelle Gültigkeit haben. Bürokratie und Verwaltungsaufwand als Kostentreiber beispielsweise. Aber auch, dass sich Formen des Theaters entwickeln, die in einem freien Markt nicht Bestand hätten.

    Dabei wäre eine freie Kunst, ein freies unsubventioniertes Theater, wichtig für die Gesellschaft, weil Fragen, Probleme, Sorgen, Ängste der Bürger werden durchgespielt und für politisches Handeln mobilisiert werden. Wie das auch Claus Leggewie in einem Vortrag bemerkte.

    Das heißt, um Peters These ein wenig weiter zu umschreiben, dass nicht nur ein bestimmter Bereich (Theater oder Energie, ist eigentlich egal) der eigenen Invationskraft beraubt wird, es wirkt auch in andere Bereiche hinein, da diese dann auf Innovationen die in Theater oder Energie gemacht werden, nicht zurückgreifen können. Es schwächt also auch die anderen Bereiche, obwohl die erst mal gar nichts damit zu tun haben.

    Gründgens spricht auch von der Filmförderung, und wie Film und TV in den Kampf um Ressourcen mit dem Theater kommen. Subventionierte Bereiche graben sich gegenseitig das Wasser ab, ohne dass irgendein Bereich irgendwann einmal profitabel zu werden scheint. Auch das lässt sich vermutlich auf den Bereich Energie übertragen, und bestätigt somit Peters These, dass eben Subventionen der Innovation schaden.

  47. @Hofmann 44

    Halbleiter-PV ist Festkörperphysik und im Prinzip das simpelste Bauteil: eine Diode. Festkörperphysik ist Physik der Elektronenhülle auf der Ebene einer Kristallstruktur (Atomübergreifend).
    Kernphysik ist die Physik der Atomkerne. Experimentell könnten die Welten unterschiedlicher wohl nicht sein.

    Das einzig verbindende ist die Quantenmechanik. Die Grundlagen für beides jedoch sind hinreichend bekannt.
    Die Fragen sind vielmehr Materialfragen/Kristallwachstum bzw. konkretes Reaktordesign.
    Die Schnittmengen sind da eher irrelevant.

    Die organische PV ist Physik/Chemie der Polymere. Zwar hat man dort auch sowas wie Bänder wie in normalen Halbleitern, aber die Materialherstellung unterscheidet sich wiederum erheblich von normaler PV (PLastik, anstatt Kristalle).
    Auch hier sind Schnittmengen vernachlässigbar.

    Man muß bzgl Forschung an allem Ideologiefrei dranbleiben, aber gegenseitige Befruchtung dieser Forschungszweige wird es eher nicht geben.

    mfg

  48. @mrotz #47
    Es ist einfach Schade, dass es anscheinend immer noch in Deutschland Sitte ist, dass sich die verschiedenen Wissenschaftsbereiche immer noch „bekämpfen“ anstatt die Zusammenarbeit zu suchen und damit Innovation/Fortschritt voran zutreiben.
    Und anscheinden haben Sie zu wenig Einblick in die Kernforschung/Technik/Entwicklung. Ansonsten würden Sie schon längst erkannt haben, dass die Chemie, die Physik und im Ganzen die Naturwissenschaften den Kern in der Kerntechnik/Wissenschaft ausmacht.
    Es wird auch mit organischen Bestandteilen in der Kernforschung gearbeitet, um die Dauer von Strahlenden Bestandteilen in der ihrer Zeit zu verringern bzw. komplett einzudämmen.
    Wenn Sie in ihrer Innovation von Halbleitern vorankommen wollen, dann müssen Sie ihren Horizont erweitern und über ihren Tellerrand/Wissenschaftsbereich hinausgehen können. Offen sein für andere Wissenschaftsbereiche und das positive (Ideen), was es dort evtl. zu finden gibt, in ihren Wissenschaftsbereich mit hineinzunehmen. Ihr Ziel ist und bleibt ja deswegen unangetastet bestehen…die Entwicklung von leistungsfähigen/robusten organischen Halbleitern.

  49. @Nachtrag zu meinen Kommentar #48

    Man könnte genauso fragen, was die Kernforschung / Wissenschaft / Technik mit der Medizinforschung / Wissenschaft /Technik zu tun hat, bevor man die radioaktive Substanzen und Strahlung als Behandlungsmittel gegen den Krebs eingesetzt hat oder denken Sie an die Krnspintmonographie.

  50. @Hofmann, 49

    was da ist wird genutzt.
    Es gibt Automobile. Der Schritt zum Rettungswagen ist trivial.

    Es gab Quantenmechanik und „somit“ Kernspinresonanz, sowie deren Anwendung in Chemie und Kernphysik. Die Anwendung als bildgebendes Verfahren, bei vorhandener Computertechnik, war zwingend.

    Sie werden aber bei PV nichts finden, was irgendwie die Kernphysik, Teilchenphysik, organische Chemie beflügeln könnte. Sie lebt von der Quantenmechanik und ist eine Anwendung der Festkörperphysik. Sie beflügelt die Quantenmechnik nicht, so wie es die Teilchenphysik (und stark eingeschränkt Festkörperphysik) tun.

    Zu erwarten, die PV könnte der Kernphysik wichtige Impulse geben, ist ähnlich vom Bauingenieurswesen zu erwarten, wichtige Impulse zur Quantisierung der Gravitation zu geben.

    mfg

  51. @Hofmann 49, Nachtrag:

    Ihr Ziel ist und bleibt ja deswegen unangetastet bestehen…die Entwicklung von leistungsfähigen/robusten organischen Halbleitern.

    Sie können sicher sein, Polymerphysik/Chemie ist meine Wissenschaft nicht.

    mfg

  52. @mrotz #50
    Die Kernphysik/Forschung/Technik ist es, die die Impulse für andere gibt und weiter geben kann.
    Es geht darum, dass die Kernforschung impulse für die PV geben kann und nicht anders herum.
    Sie wollen doch eine Verbesserung ihrer organischen Halbleiter, nicht ich.
    Also sollten Sie auch alle Möglichkeiten der Naturwissenschaft (Wissen) dabei heranziehen. Und in der Kernforschung finden Sie halt ein geballtes Wissen an Naturwissenschaften. Das macht doch die Kernforschung doch auch erst so richtig interessant. Oder finden Sie das nicht?
    Die Kernforschung (Naturwissenschaften) als Ausgangspunkt für weitere technische Innovationen.
    Die Chemie und die Physik ist in der Kernforschung genauso zu hause, wie die Materialforschung, Prüftechnikverfahren, Sicherheitstechnik, Prozessverfahren usw.usw.
    Schauen Sie sich das CERN an…geballte Wissenschaftskompetenz aus allen technischen und Naturwissenschaftsbereichen. Und die Erkenntnisse aus dem CERN Projekt ist die Basis für die zukünftigen Innovationen/Fortschritt der Menschen. Dagegen sind die Erneuerbaren Energien Lowtech und mit Innovation und Fortschritt haben die sog. Erneuerbaren Energien wirklich gar nichts am Hut.
    Das CERN Projekt ist so kompakt und herausfordernd, dass hier Wissenschaftler arbeiten, die mit jeden Schritt den sie machen, Neuland betreten. Neue Materialien, neue wissenschaftliche Bausteine, das Verstehen von Prozessen, das Wissen über das was man da baut und zusammensetzt um sein Ziel zu erreichen usw.usw.

  53. @Hofmann, 52

    Am CERN wird im großen und ganzen keine Kernphysik gemacht, sondern Teilchenphysik.
    Ich bin theoretischer Teilchenphysiker.

    Es geht darum, dass die Kernforschung Impulse für die PV geben kann.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit: NEIN. Das selbe gilt für die Teilchenphysik.
    Dies gilt nicht für andere Bereiche bei denen die Teilchenphysik Impulse setzt (Transmutation, Hochenergieionen-Krebstherapie, Quantenfeldtheorie in der Festkörperphysik).

    In erster Linie ist das CERN dazu da, Erkenntnis zu gewinnen.

    mfg

    (Sorry, hab nur den Einen gefunden…..H.E.)

  54. Hi!

    Es sind jetzt wohl mindestens 2 Kommentare von mir im SPAM-Filter (sofern sie beim übermitteln nicht verloren gingen). Möge bitte jemand mal nachschauen.

    Danke.

  55. @mrotz#53
    Entweder Sie wollen es nicht begreifen oder Sie können es nicht begreifen…..unser Wissen bzw. unser Wissensdurst ist der Motor für unsere technische Innovation/Fortschritt und damit für unseren allgemeinen Wohlstand/Sozialstaat.
    Um in der Moderne die Innovation weiter voran zu treiben muss man in die Strukturen=Atome der Produkte schauen und diese weiter verstehen. Man muss die kleinen Strukture von Atomen-Qurksteilchen verstehen und lernen wie sich die Prozesse in dieser Welt uns nützlich sein können.
    Die Anordnung von Atomen und andere Teilchen entscheidet über neue Materialien/Produkte Jede Naturwissenschaft ist hier für sich gefragt. Nur das Zusammenarbeiten der verschiednen Naturwissenschaften kann zu einer neuen „modernen“ Innovation führen. Schauen Sie sich die Raumfahrt (NASA) an. Die Beziehen ihre Innovation durch die Erweiterung ihres Wissenshorizont in der Raumfahrt. Ganz neue Materialien müssen unter diesen extrem Bedingungen (Weltraum/Erdatmosphäre) zum Einsatz kommen.
    Und die Kernforschung ist genauso so ein Innovationstreiber für die „moderne“ Welt. Auch die Tiefseeforschung bringt neue Kenntnisse und Inovationen hervor. Diese Wissen was wir bei diesen Wissenschaftsforschung erlangen, ist dann zeitversetzt unsere Basis für unseren Fortschritt. Dies nennt man dann auch technische Evolution.

  56. #53

    Es geht darum, dass die Kernforschung Impulse für die PV geben kann.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit: NEIN.

    andersrum wird aber ein schuh draus^^
    ich habe einen sehr guten bekannten aus studienzeiten, der unter dem deckmantel pv (oder wars solarthermie?) forschungsgelder bekommen hatte und damit eigentlich im bereich der reaktorsicherheit geforscht hatte…

    nur leider, für ihn, gibt es seit kurzem auch dafür kein geld mehr.
    aber was solls, der nächste geldtopf wurde schon angezapft, auch wenn es nun garnix mehr mit der kern-/ reaktorphysik zu tun hat 😉

    ***
    ich hab auch zwei andere sehr gute bekannte, welche in den letzten ca. 2 jahren, im wahrsten sinne des wortes, mit millionen (die ersten 50% mit pi x daumen je 50% aus wirtschaft und fördermitteln und in der zweiten ladung gänzlich aus der wirtschaft gegen eine prozentuale beteiligung) überhäuft wurden, wo eigtl jetzt schon absehbar ist, das die hochgesteckten ziele eher nicht zu erreichen sind.
    es würde mich zumindest wundern, wenn da auch nur 50% der ideen im ansatz umgesetzt werden können.

    das ganze begann mal unter der überschrift ‚klimaschutz‘ , nur hat es eigtl nix mit ‚klimaschutz‘ zu tun…

    wobei ich das meinen bekannten natürlich mehr als nur wünsche das sie erfolg haben 🙂
    denn wenn es funzen sollte kenne ich dann endlich mal 2 millionäre und ich bekomme bei unseren jährlichen treffen freibier auf lebenszeit 😀

  57. Tweed von @HaraldKlein

    Henry Ford: „Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie mir geantwortet: ,Ein schnelleres Pferd‘.“ #Innovation

  58. „EEG abschaffen und der Markt entscheidet. Mehr verlange ich nicht.“ das ist OK

    Die Subventionen interessieren mich als freien Menschen nicht ich ergreife „Gegenmaßnahmen“.

    Habe mir 2014 eine PV aus Dach, bauen lassen mit 14 kWp für 15.000 Euro, ohne EEG Einspeisung.
    Verbrauche die ca. 14.000 kWh (von der PV) im Haus und im Betrieb selber zu 100%.
    Der Strom aus der PV kostet mich dann in den nächsten 10 Jahren ca. 11Cent/kWh und im 11. Jahr ist die Energie dann „kostenlos“.
    Wer noch heute eine EEG-Vergütung in Anspruch nimmt, kann nicht rechnen.
    Vor einem Jahr hat der Energieversorger noch 100 % bereitstellen „müssen“ jetzt sind nur, noch so um die 35% zu liefern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mieke

  59. @Mieke

    Sie haben somit erfolgreich ein Steuersparmodell eingerichtet. Die Stromsteuer/EEGUmlage auf selbst erzeugten und verbrauchten Strom, sofern er nicht als Prozessenergie zur Stromerzeugung eingesetzt wird, wird und sollte kommen.

    Daneben zahlen sie aufgrund Ihres geringeren Strombezuges weniger Netzentgelte etc, aber benötigen die Anschluss, Transport und Backupleistung in selbem Maße wie zuvor. Auch hier, zahlen die anderen wegen Ihnen mehr.

    Es ist wie beim Wassersparen. Wenn einer spart, zahlen die anderen für Ihn die Infrastruktur. Wenn alle sparen, zahlen alle mehr.

    mfg

  60. Sehr geehrter Herr Mrotz,

    das beim Wassersparen der m³ Preis steigt, ist ja klar.
    Als einzelner bin ich aber nicht für das Wohlergehen der Wasserversorgungs GmbH verantwortlich sondern für meine finanzielle Situation.

    Das ist ja auch z.B. bei der Deutschen Bahn so zu sehen.
    Ich möchte von Berlin nach Hamburg:
    Fahre ich mit dem Auto, müssen die restlichen Personen die mit der Bahn fahren einen höheren Preis bezahle, das ist ja auch klar.
    Ist für mich die Fahrt mit dem Auto, Bus oder Mitfahrzentrale günstiger, dann fahre ich nicht mit der Bahn.
    Ich bin für den freien Wettbewerb und der das beste Angebot macht mit dem fahre ich dann.
    Ich bin doch nicht für die Deutsche Bahn verantwortlich, die Bahn kümmert auch nicht um meine finanzielle Situation.

    Backupleistung und weniger Netzentgelte bezahl auch die Großindustrie fast keine, da brach ich als Endverbraucher kein schlechtes Gewissen haben.

    Mein Bruder hat nur einen Verbrauch von ca. 2000 kWh und er hat ja auch die Versorgungssicherheit und verbrauch nur ein ¼ meiner Strommenge.
    Muss dann mein Bruder bei dem niedrigen Verbrauch auch eine „zuschlag“ bezahlen.
    Der hat neue A+++ Geräte, Hocheffizienzheizungspumpe und LED-Lampen usw. eingebaut, ist von ca. 4000 kWh auf ca. 2000 kWh verbrauch abgesunken.

    Ich halte nichts von den grünen Spinnern oder CO2, Erderwärmung und Klima verrückten.

    Die besten Ideen und günstigsten Systeme sollen die Leute machen.

    EEG braucht kein Mensch mehr heute und müsste abgeschafft werden für Neuanlagen.

    Die Bürger sollen sich nicht auf den Staat oder die Stromversorger oder das EEG verlassen, aktive Gegenmaßnahmen sind da gefragt und man kann die EEG-Befürworter ja auch mit ihren eigene Waffen schlagen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mieke

  61. @Mieke #60
    Ist zwar völlig OT, aber da hier keiner mehr was zum Thema sagt, nur kurz. EEG abschaffen und Leute wie sie selber machen lassen kann ich nur befürworten.
    Bei dem jetzigen Stromtarif sollten sie für ihren selbsterzeugten Strom gerechterweise die Ökosteuer, die KWK-Umlage, die Off-Shore-Umlage, die §19-Umlage, die AbLa-Umlage und die EEG-Umlage zahlen. Mehrwertsteuer, Netznutzung und Konzessionsabgabe sollte zusätzlich nur für den bezogenen Strom anfallen. Dann haben wir so etwa den Stand, wie z.B. bei Leuten, die noch eine Brennlizenz haben und nur für sich selber brennen.

  62. @Mieke #60 „Die besten Ideen und günstigsten Systeme sollen die Leute machen.“
    weil die müssen den Mist den sie bauen selber bezahlen, was mithin zum Denken anregt und dadurch eine stetige Optimierung der Lösungen bewirkt. ( 80 MIll. gegen ein paar hundert Hampels)
    Die EEG-Fuzzies dürfen ja Empfehlungen für das „Gute“ aussprechen sie dürfen aber nicht -wie bei Tyrannen üblich- dem Volk ihre bescheidenen Ideen per Gesetz aufdrücken.

  63. „Bei dem jetzigen Stromtarif sollten sie für ihren selbsterzeugten Strom gerechterweise die Ökosteuer, die KWK-Umlage, die Off-Shore-Umlage, die §19-Umlage, die AbLa-Umlage und die EEG-Umlage zahlen.“

    Steuern für selbsterzeugte und -verbrauchte Produkte? Was soll als nächstes kommen, eine Abgabe für bedrohte Bauernhöfe, wenn ich meine Kartoffeln selbst im eigenen Garten anpflanze? Ich dachte das wäre hier ein libertäres Forum, die sich für die Freiheit der Menschen und für weniger Steuer- und Abgabenlasten ausspricht.

  64. @alterEgo #63
    Auf Kartoffeln gibt es keine Sonderabgaben. Das Sinnvollste wäre sicher, wenn es das überhaupt nicht gäbe, auch nicht für Alkohol. Dass man solche Sonderabgaben durch Eigenproduktion umgeht, ist aber vielleicht auch nicht gerecht?

  65. Dass man solche Sonderabgaben durch Eigenproduktion umgeht, ist aber vielleicht auch nicht gerecht?

    Und was ist mit denen, die die Sonderabgaben durch Einsparung und weniger Stromverbrauch umgehen? Außerdem, Privatleute dürfen sowieso keinen Alkohol in Deutschland brennen. Damit fällt schon mal eine Besteuerung auf Eigenverbrauch weg.

  66. Sehr geehrter Herr Gerhard Straten,

    „für ihren selbsterzeugten Strom gerechterweise“

    Gerechterweise brauche ich für den selbst erzeugten Strom keine Ökosteuer bezahlen. Die Ökosteuer wurde ja eingeführt um die schädlichen Auswirkungen der fossilen Energieträger Öl, Kohle, Gas usw. teilweise auszugleichen, aus einem Kohlekraftwerk kommt ja keine Atemluft heraus.
    Das die PV-Anlage im betrieb irgendwelche Auswirkung auf die Umwelt hat habe ich noch nicht feststellen können, deshab ist auch keine Ökosteuer zu bezahlen.

    Gerechterweise brauche ich für den selbst erzeugten Strom keine KWK-Umlage, Off-Shore-Umlage und die EEG-Umlage zu bezahlen. Ich belaste ja auch nicht das „EEG-Konto“, ich verzichte sogar darauf das die Allgemeinheit meine Anlage bezahlt.
    Eine Umlage ist ja keine Steuer.
    Umgelegt werden ja die Kosten auf Dijenigen die auch das umlagebehaftete Produkt nachfragen.
    Verwende ich das Produkt nicht, oder nur zu einem geringen Teil, muss ich auch nur für diesen Teil die Umlage „durchreichen“.
    Stellen wir uns mal vor morgen sagen alle EEG-Anlagenbetreiber, wir möchten keine EEG-Umlage, wir verzichten auf die Vergütung und verbrauchen 100% des Stroms selber.
    Dan fallen ja keine EEG-Kosten an die es auf dem Strompreis zu verteilen sind, weshalb sollen den jetzt die Anlagenbesitzer eine EEG-Umlage auf den eigenen Strom bezahlen, es wird ja auch nichts an die Anlagenbereiber im EEG-System ausgeschüttet es haben ja alle auf die Auszahlung verzichtet.
    Der auf die EEG-Vergütung verzichtet und nicht weiter die Kosten nach oben treibt, braucht auch nichts zu bezahlen.

    Gerechterweise brauche ich für den selbst erzeugten Strom keine Netznutzung und Konzessionsabgabe zu bezahlen.
    Die Konzessionsabgabe bekommt ja die Gemeinde, weil über Grundstücke der Gemeinde Strom fließt und verkauft wird.
    Als Abrechnungsgröße hat man die durchgeleiteten kWh vereinbart.
    Der Strom von der PV fliesst nicht über Gemeinde Flächen, deshab besteht auch kein Anspruch auf Bezahlung.

    Das Netznutzungsentgelt bekommt ja der Netzbeteiger für die Breitstellung der Netze.
    Als Abrechnungsgröße hat man ja auch die durchgeleiteten kWh vereinbart.
    Der Strom von der PV fliesst nicht über die Netze, deshab besteht auch kein Anspruch auf Bezahlung.

    Mal wieder zum Thema.

    Auf Steuern und Abgaben, die der Staat erhebt, kann ich ja keinen Einfluss nehmen, ich kann nur die Auswirkungen auf mich und meinen Betrieb kompensieren und schnell Reagieren.
    Ich bin genauso wie Sie, gegen die EEG-Abgabe und das Belasten von Produkten und Dienstleistungen mit einer Abgabenquote die in keinem Verhältnis zum Nominalwert steht.

    Der Einzelne kann nur „Gegenmaßnahmen“ ergreifen.

    Das Thema der Veröffentlichung ist ja „Energiewende: Subventionen gegen Innovationen“

    Den ausufernden Subventionen kann man nur mit Innovationen Parole bieten.

    Drei Vorschläge:

    1. Stromverbrauch tantrisch senken.
    In jeden Betrieb oder Haushalt sind Einsparrungen von 30% bis 50% zu realisieren.
    Selbst mein Bruder hat den nierigen Stromverbrauch von 4000kWh für 4 Personen im Einfamilienhaus noch um ca. 50% verringer können.
    In der Firma sind die vorhanden Einsparpotenziale meistens noch über 50%.
    Ein Freund hat in seiner Firma ein System realisiert das nenne ich mal „der Letzte macht das Licht aus“.
    Es geht darum das, wenn keiner in der Firma ist, die gesamte Firma vom Stromnetz getrennt wird und alle Verbraucher in der Nacht und am Wochenende keinen Strom ziehen können.
    Von den 720 Stunden im Monat werden ja nur 180 – 200 Stunden gearbeitet, sind ca. 25%-30% der Zeit.
    70% der Zeit zieht die Firma ja nur Standby-Strom.
    Die Netztrennung und Zuschaltung erfolgt automatisch, da muss keiner einen Schalter umlegen.
    Die jährliche Einsparung beträgt über 8000 kWh (ca. 2000 Euro).
    Investiert hat er ca. 1600 Euro, nach einem Jahr sind die Anschaffungskosten neutralisiert.
    Der Gesamtstromverbrauch wurde um 22% gesenkt, nur mit dieser Einzelmaßnahme.

    „Innovationen gegen Subventionen“ so müsste eigentlich die Überschrift lauten.

    2. Verlagen von Prozessen und Arbeitsschritten in Länder wo die Regierungen z.B. Energie nicht so stark belastet und reglementiert.
    Selbst wir als klein Unternehmen lassen in Asien fertigen.
    Wenn die Regierung alles Mögliche auf z.B. Strom an Kosten draufpackt muss ich als Unternehmerin reagieren.
    Volkswirtschaft ist das für Deutschland ja kontraproduktiv, aber die Volksvertreter geben ja die Marschrichtung vor und ich als Unternehmerin muss ja nur richtig darauf reagieren.
    Das mit der Regulierungs- und Abgabenflut konnte man noch 1980 machen, aber in Jahr 2015 nutzt selbst der Kleinbetriebe und der Privatmann die Kostenstruktur in Asien, Internet usw. macht es möglich.

    3. Eigenstromherstellung ob mit konventionellen Energieträgern oder Umweltenergie ist nicht entscheidend.
    Wichtig sind die Innovationen die es schaffen den Strom günstiger den Endverbraucher / Betrieb zur Verfügung zu stellen als das EEG-Subventionsgeflächt.

    Alles Jammern hilft nichts, da muss Mann und Frau mit Lösungen dagegenhalten.
    Auf die Politik zu warten ist das Abenteuerlichste, was man machen kann.
    Die großen Energieversorger haben sich auch zulange auf die Politik verlassen und E.ON ist jetzt auch irgendwie verlassen, so ist mein Eindruck.
    +++++++++

    Themen Besteuerung:
    Auch auf Kartoffeln sind Steuer, auf Kartoffel aus dem eigenen Garten aber nicht.
    Das Alkohol besteuert wird ist ja auch richtig so.
    Die Auswirkungen des Alkoholkonsums, da entsehen der Gesellschaft Kosten, Gesundheitskosten, Arbeitsausfälle, Straftaten unter Alkoholeinwirkung usw., deshab ist es auch gerechtfertigt, dass Produkte besteuert werden und ein Ausgleich stattfindet.

    ++++++++++

    „Dass man solche Sonderabgaben durch Eigenproduktion umgeht, ist aber vielleicht auch nicht gerecht?“
    Man braucht sich ja keine Anlage zur Eigenproduktion errichten und auch selber bezahlen, wenn man der Meinug ist, das man sich damit „ungerecht“ verhält.
    Ein Teil der Bevölkerung läst sich vom EEG und Netzentgelt befreien und verhalten sich auch nicht gerecht z.B. Großbetriebe.
    Das Grundgesetz besagt im Artikel 3, Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    Dann kann sich auch jeder Bürger in Deutschland von der Umlage „befreien“.
    Die Umlage fällt ja nicht an, man nutz ja nicht Vorleistung der EEG-Anlagenbetreiber.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mieke

  67. @Mieke #66
    Die These des Artikels ist, dass Subventionen Innovation verhindert. Das können sie ja bei der Energiewende ja deulich sehen. Eine Beratungsbehörde der Regierung hat das ja auch schon festgestellt. Wenn sie das Umdrehen in „Innovationen gegen Subventionen“ dann wäre mal ein Beispiel schön, wo das schon einmal funktioniert hat.
    Ich habe ja nicht umsonst den Subventionierungsschwachsinn bei der Stromerzeugung aufgezählt. Da dient übrigens nichts den Zielen, die sie so aufzählen. Die EEG-Umlage muß ich bezahlen, egal was ich für Strom beziehe das ist nur eine Maßnahme um NIE-Einspeiser zu vergüten und da sollte man sich, solange es das gibt, nicht rausmogeln können. Dass das inzwischen wirtschaftlichen Schaden macht, sehen sie ja an den Maßnahmen, Grossverbraucher davon zu entlasten.
    Da sie ja Fürsprecher eines Nanny-Staates sind, sollten sie vielleicht darauf achten, dass die Abgaben auf Alkohol auch dem Gesundheitswesen und der Polizei zugutekommen, denn die haben die Hauptlast mit dem Missbrauch. Sonst ist das ganze nichts als eine ungerechtfertigte zusätzliche Steuer.
    Wo werden eigentlich Kartoffeln besteuert, ausser so wie fast alle Güter, wenn sie sie verkaufen?

  68. Sehr geehrter Herr Gerhard Straten,

    bei dem Subventionsabbau bin ich genau Ihrer Meinung.

    „Ich habe ja nicht umsonst den Subventionierungsschwachsinn bei der Stromerzeugung aufgezählt.“

    Ich habe auch mal im Internet die Subventionen für Strom herausgesucht.

    Der Subventionierungsschwachsinn bei der Stromerzeugung (siehe Grafik von 19970 bis 2012)
    Energie aus Kernenergie mit 187 Milliarden Euro.
    Energie aus Steinkohle mit 177 Milliarden Euro.
    Energie aus Braunkohle mit 65 Milliarden Euro
    Energie aus Erneuerbaren mit 54 Milliarden Euro.

    Dieser Subventionierungsschwachsinn für die Stromerzeugung muss aufhören.

    Quelle:
    sueddeutsche

    http://www.sueddeutsche.de/geld/studie-zu-energiekosten-das-maerchen-vom-teuren-oekostrom-1.1515904

    Mit freundlichen Grüßen
    Mieke

  69. Oh je, was den Mieke für einer oder eine. Diese Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) in Zusammenarbeit …, ach was -- das ist mir schon zu dämlich.

  70. @Mieke #68
    Mit Schwachsinn meinte ich hier eher die Komplexität der Subventionen, wo versucht wird jede Technologie, von der man sich etwas verspricht mit Hilfe von Geld in den Markt zu drücken und man die negativen Folgen durch eine neue Gebühr zu beheben versucht. Da gibt es natürlich keine Innovation mehr. Da wird der Geist schon durch die Bemühungen möglichst viel abzugreifen ausgelastet.
    Ich würde übrigens den Zahlen des FÖS, die die SZ in dem Artikel verwendet, ncht so viel Bedeutung zumessen. Das konkurriert immerhin mit Zahlen der Bundesregierung von ca.17 Milliarden Euro für Kernkraft und das primär für die Entwicklung. Sie sehen ja wohin das geführt hat. Bei Steinkohle ist wohl eher der Bergbau als die Energieerzeugung gemeint und da ging es um Selbstversorgung und nicht um Innovation. Bei Braunkohle handelt es sich wohl um allgemeine Industriesubventionen und im Besonderen für die Ostgebiete. Um Innovationen ging es da jedenfalls keinesfalls. Zum Trauerspiel bei den NIEs brauche ich wohl nichts zu sagen.

  71. @ Mieke, #68:

    Vorsicht. In diese Zahlen sind auch Fördermittel für die Wissenschaft und solche für die vorwettbewerbliche Entwicklung (letztere ist die klassische Wirtschaftsförderung) einberechnet. Beides sind keine Subventionen im Sinne des Artikels oben, da sie nicht in das Marktgeschehen eingreifen.

    Strom aus Kernkraftwerken wurde zu keinem Zeitpunkt am Markt subventioniert. Gegen den „Kohlepfennig“ habe ich schon als Schülerzeitungsredakteur gewettert.

    In dem Artikel (von 2012) steht ja auch:

    Rohstoffexperten erwarten, dass die Preise für Kohle, Gas und Erdöl in den nächsten Jahren drastisch steigen werden -- und das nicht nur, weil die weltweite Nachfrage steigt. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Vorräte an Erdöl, Gas und Kohle zur Neige gehen. Selbst die konservative Internationale Energieagentur (IEA) in Paris ist der Meinung, dass das weltweite Fördermaximum bei Erdöl, dem wichtigsten Energielieferanten überhaupt, bereits überschritten ist.

    Allein das mahnt zur Vorsicht gegenüber der Quelle. Die zitierte Studie ist unwissenschaftlich, da sie Äpfel mit Birnen vergleicht. Daß dies dem Journalisten nicht aufgefallen ist (nicht auffallen wollte?),spricht für sich.

  72. @68
    kohlepfennig: stützung zum erhalt der arbeitsplätze, steinkohle hätte man auch problemlos aufm weltmarkt kaufen können
    braunkohle: was wurde denn da bitte subventioniert?

  73. Hallo Herr Heller,

    „Strom aus Kernkraftwerken wurde zu keinem Zeitpunkt am Markt subventioniert.“

    Das sehe ich so:
    Auch „vorwettbewerbliche Entwicklung“ sind Subventionen, muss ja auch der Bürger über Steuern bezahle.

    Im Südwesten Englands soll in der Grafschaft Somerset ein neues Atomkraftwerk entstehen, Hinkley Point C.
    EDF soll über 35 Jahre eine Vergütung von 92,5 Pfund pro Megawattstunde (rund 11,5 Cent/kWh Euro) Stromes erhalten, inklusive Anpassung an die Inflationsrate, ist der volle Inflationsausgleich.
    http://www.taz.de/!146977/

    oder der Kernkraftwerks neubau in der Türkei / Akkuyu

    Den AKW-Betreibern wird die Abnahme des erzeugten Stroms für 12,35 US-Cent je kWh garantiert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Akkuyu

    Solarstrom bekommt nach EEG 8,70 Cent/kWh und keinen Inflationsausgleich.
    http://www.photovoltaiksolarstrom.de/einspeiseverguetung#Anker3

    In Dubai geht die kWh PV-Strom für unter 6 Cent übern Tressen und ganz ohne Subventionen.
    https://cleantechnica.com/2014/11/29/dubai-shatters-solar-tariff-records-worldwide-lowest-ever/

    Gruß
    Mieke

  74. @ Mieke:

    „Strom aus Kernkraftwerken wurde zu keinem Zeitpunkt am Markt subventioniert.“

    Das sehe ich so:
    Auch „vorwettbewerbliche Entwicklung“ sind Subventionen, muss ja auch der Bürger über Steuern bezahle.

    Das sehe ich anders. Die Förderung der vorwettbewerblichen Entwicklung ist eine wichtige staatliche Aufgabe. Sie schadet auch nicht dem Innovationsprozeß, sie stärkt und beschleunigt ihn und ist daher keine Subvention im Sinne meines Artikels.

    Im Südwesten Englands…

    Ich rede über Deutschland. Die von Ihnen genannten Beispiele sehe ich aber ebenfalls kritisch, keine Frage.

  75. Hallo Herr Heller,

    ob der Kostenvorteil Subventionen, Kohlepfennig, Steuervorteil, EEG-Umlage, vorwettbewerbliche Entwicklungskosten, Steuerfreiheit der Rückstellungen für den Abbau (da muss ja nicht die 25%-Zinsabschlagsteuer von den AKW-Betreibern) abgeführt werden, Enteignungen beim Braunkohleabbau, Wirtschaftsförderung für Modulhersteller oder Brennstabhersteller u.s.w. sich nennen ist ja unerheblich.

    Ich lehne alle Zuwendungen, jeglicher Art ab die einen Marktteilnehmer bevorteilen.
    Das bezieht sich nicht nur auf die Stromherstellung, alle wirdschaftsbereiche sollen grundsätzlich die gleichen Ausgangsbedingungen haben.

    Ich rede auch über Subventionen in Deutschland.

    Da gibt es aber so seltsame Entwicklungen:
    Handelblatt
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/kosten-fuer-den-ausstieg-vattenfall-entzieht-sich-der-haftung-fuer-akw/9911578.html

    Frankfurter Rundschau
    http://www.fr-online.de/energie/akw-rueckbau-eon-kann-nicht-zahlen,1473634,29217366.html

    TAZ
    http://www.taz.de/!79008/

    Gruß
    Mieke

  76. @ Mieke, #75:

    Ich lehne alle Zuwendungen, jeglicher Art ab die einen Marktteilnehmer bevorteilen.

    Solange ein diskriminierungsfreier (tehnologieoffener) Zugang gewährleistet ist, befördert die Förderung der vorwettbewerblichen Entwicklung Innovationsprozesse. Ich kann an dieser daher nichts Schlechtes erkennen. Man könnte übrigens auch sagen, daß die Empfänger der Fördermittel keine Marktteilnehmer sind. Es handelt sich ja eben um die FuE, ohne die ein späterer Markteintritt gar nicht möglich wäre.

    Ihre Haltung ist sehr marktradikal. Der Ansatz mag in den USA funktionieren (zumindest in bestimmten Segmenten), weil genügend privates Kapital für FuE bereitsteht. In Deutschland wird es ohne die staatliche Förderung von FuE in Unternehmen aber sehr, sehr düster. Nicht nur Wagniskapital fehlt, auch die Banken versagen an dieser Stelle. Ich könnte mir vorstellen, daß Crowdfunding in Zukunft viel bedeutender wird. Aber der Staat wird sich auch langfristig nicht aus dieser Form der Wirtschaftsförderung zurückziehen können.

    Die Links, die Sie da angeben, haben mit diesem Thema aber überhaupt nichts zu tun. Sie zeigen eher eine weitere Facette dessen auf, was geschehen kann, wenn der Staat in das Marktgeschehen selbst eingreift. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist ja ein solcher Eingriff, er ist im Sinne meines Artikels oben auch eine Subvention. Nur mit einem negativen Vorzeichen. Die Folgen hat sich der Staat selbst zuzuschreiben und entsprechend auch finanziell zu tragen. Da hilft kein Lamentieren. Unternehmen sind qua Definition Organisationen deren primärer Zweck die Gewinnerzielung darstellt. Die Weltrettung (auch die gefühlte) ist nicht Teil ihres Portfolios.

  77. @Mieke
    vorwettbewerblichen Entwicklung = Forschungsgelder und keine Subventionen.
    Die Kernkraftforschung hat Gelder für die Forschung und Entwicklung bekommen, weil die verantwortliche Politik von damals den Nutzen der Kernkraft zum Wohl unseres Volk im Auge hat. Und dieser Nutzen hat sich auch im nachhinein dargestellt und wir profitieren heute noch von den Abgeschriebenen und billig produzierenden Kernkraftwerken in Deutschland. Auch von der technischen Innovationen in der Sicherheitstechnik. Mit dem Energieträger Uran haben wir uns auch noch eine Alterntive zu Kohle und Gas als Volkswirtschaft offengehalten.
    Ich glaube Sie sollten noch mal einen Betriebs-Volkswirtschaftskurs besuchen und sich mal mit der Energietechnik Welt (Prozesse/Abläufe) gründlich auseinandersetzen, bevor Sie hier weiter ihren Senf dazu geben. Dann würden Sie vielleicht auch mal verstehen, dass Strom = Arbeitsleistung/Kraft ist. Und um so mehr Strom rund um die Uhr für eine Gesellschaft zur Verfügung steht um so weniger Arbeitsleistung/Kraft wird so einer Gesellschaft abverlangt und diese Gesellschaft kann sich mehr und mehr auf das Wissen (Ausbau des Wissen) konzentrieren. Die Körperlichen Arbeiten übernehmen die Maschinen und als Basis unser Kraftwerksmixpark aus Kohle, Gas und Uran.

  78. Strom = Arbeitsleistung/Kraft

    Wenn sie mit Hilfe physikalisch falscher, religiös anmutender Wortbilder argumentieren, sollten sie im Gegenzug nicht mit „Ausbau des Wissens“ um sich werfen.

    mfg

  79. @mrotz #78

    Was macht den Unterschied zwischen Hammer und Meisel und einer Bohrmaschine aus?
    Was macht den Unterschied zwischen einer Handwäsche und einer Waschmaschine aus?
    Was macht den Unterschied zwischen einer Schubkarre oder Mörtelkufte und einer Mörtelmaschine aus?
    Kennen Sie überhaupt den Unterschied zwischen körperlicher Schwerstarbeit (Pickel) und einer Maschine?

  80. @Hofmann, 78

    Ist Ihnen bewusst, was Kraft im physikalsichen Sinne ist?
    Vermutlich nicht, sonst hätten sie 77 nicht so geschrieben.

    Und eigentlich wäre es mir auch egal, wenn aus Ihren Beiträgen nicht eine ungerechtfertigte Arroganz herausscheinen würde.

    mfg

  81. @mrotz #80
    Was ist daran Arrogant, wenn ich ihnen mitteile, dass der Strom unsere menschliche Arbeitskraft und damit unseren Energieaufwand in vielen Bereichen des alltäglichen Leben ersetzt und damit unsere Überleben auf dieser Erde erleichtert hat. Das Produkt „Strom“ Leiste ja nicht nur viel, sondern hat auch noch unendlich viel Ausdauer, Kraft und Geschwindigkeit in sich vereint. Erst durch das Produkt „Strom“ konnte sich der Wohlstand = Freizeit für viele Bürger in einer Gesellschaft verwirklichen und war nicht nur den „oberen Zehntausend“ mit ihren menschlichen Arbeitskärften vorbehalten. Und ohne das zuverlässige und immer parad stehende Produkt Strom (Kraftwerkpark aus Kohle, Gas und Kernkraft) würde es die IT-Branche erst gar nicht geben. Der größte Feind für die IT-Wohlstandsgesellschaft müsste eigentlich die Energiewende/Erneuerbares Energiesystem mit seiner instabilen (Wind,Sonne) Stromversorgung sein.

  82. Sehr geehrter Herr Hoffmann,

    „Sie sollten noch mal einen Betriebs-Volkswirtschaftskurs besuchen“
    Das kann ja nichts schaden, ein Blick auf meinen Kontoauszug hat mir dann aber verraten, dass ich doch alles richtig gemacht habe und ich mit dem Betriebs-Volkswirtschaftskurs doch warte bis der Kontostand der Befehl dazu gibt.

    +++++++++++++++

    Forschungsgelder sind ja OK, müssen dann aber auch alle Markteilnehmer erhalten.

    +++++++++++++++

    „wir profitieren heute noch von den Abgeschriebenen und billig produzierenden Kernkraftwerken in Deutschland.“
    Deshalb senkt ja mein Stromanbieter auch die Strompreise (2015) weil die Kernkraftwerke diesen günstigen Börsenpreis ja noch unterbieten können, den günstigen Preis nehme ich ja auch gerne entgegen.
    +++++++++++++++++

    Herr Hoffmann, ihre Aussagen:
    „bevor Sie hier weiter ihren Senf dazu geben.“
    Läst nicht erkennen, dass Sie sich mit Argumenten den Themen stellen.
    Ich als Geschäftsfrau würde nicht mit dieser Argumentation um die Ecke kommen!

    „Strom = Arbeitsleistung/Kraft“
    Glänzt ja auch durch Fachkompetenz.

    +++++++++++++++++

    Im Deutschland besteht ohnehin ein Überangebot an Strom und Kraftwerksleistung, da ist ein gesundschrumpfen aller beteiligte unverzichtbar.
    Die Konventionellen Kraftwerke müssen nur den Trumpf der ständigen Verfügbarkeit ausspielen.
    Die Großen Energieversorger machen sich aber mit den Strommengen gegenseitig den Börsenpreis kaputt wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.
    Da muß man sich eben „marktgerecht“ verhalten und die Kraftwerksleistung der Nachfrage anpassen um einen vernünftigen Börsenpreis zu erzielen.

    +++++++++++++++++

    Das ein Zusammenhang zwischen dem Energiepreis und Volkswirtschaft besteht ist ja unbestritten.
    Volkswirtschaften mit günstigen Energiepreisen haben bei der Schaffung von Wohlstand klare Vorteile.

    Meine Einschätzung, für die Zukunft:

    Nachteil der erneuerbaren Energien ist, dass man sie nur dann ins Netz einspeisen kann, wenn sie vorhanden sind.
    Der Vorteil ist, dass keine Brennstoffkosten anfallen und auch kein Anstieg der Brennstoffkosten vorhanden ist.

    Nachteil der fossilen Energieträger ist, dass ständig Brennstoffkosten anfallen und die Brennstoffkosten in der Zukunft nicht bekant sind, mit der langjährigen Tendenz zur Kostensteigerung.
    Der Vorteil ist, dass die fossilen Energieträger zeitlich und bedarfsgerecht eingesetzt werden können.

    Der Wirtschaftsstandort, der es schafft, mit Innovationen die beiden Vorteile miteinander zu verbinden, wird der Gewinner sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mieke

  83. liebe(r) mieke,
    ihre argumentation hinsichtlich der subventionen ist inhaltlich einfach nur falsch.
    leider habe ich derzeit, beruflich bedingt, sogut wie kein privatleben, sonste würde ich ihnen die fehlerhaftigkeit ihrer argumente aus #68 und #75 aufzeigen.

    p. heller versucht ja schon ihre falsche darstellung hinsichtlich der kernkraft aufzuzeigen. aber ich vermute, das auch er recht wenig zeit hat.

    darum meine hoffnung / bitte @tritium

    tritium (lebst du eigtl noch?^^), bitte übernehmen sie 🙂

    ansonsten finden sie hier bei scb mehr als genügend beispiele und argumente, die ihre aussagen wiederlegen…

    ps: hab auf die schnelle 3 pkt. ‚geklaut‘, welche ihnen als denkanstoss dienen sollten:

    * Zu kritisieren sind der kritiklose Bezug auf nicht nachvollziehbare externe Kosten konventioneller Energieträger. Externe Kosten durch CO2-Emissionen, Luftschadstoffe, Rekultivierung und Umsiedlungen sind bereits durch eines der weltweit strengsten Umweltgesetze sowie den europäischen Emissionshandel einbezogen.

    * Zu kritisieren sind der methodische Ansatz im Braunkohlebereich, Vorsorgeaufwendungen für Rekultivierung und Rückbau als Steuerfreistellung von Gewinnen und damit als Förderung zu bewerten. Vergleichbare, die Steuerlast senkende Rückstellungen, sind in allen Wirtschaftsbranchen üblich.

    * Zu kritisieren sind der methodische Ansatz, die Aufsummierung des Betriebes bzw. Förderung von 44 Jahren konventioneller Energieerzeugung mit der erst 14-jährigen Förderung der erneuerbaren Energien zu vergleichen. Dabei ist für die Aussage über einen aktuellen reinen Preisvergleich nicht jedoch der Rückblick in die Vergangenheit entscheidend, sondern die aktuelle Förderentwicklung.

    und nein, ich arbeite nicht für den ersteller dieses zitates 😉

  84. @ michael m., #83:

    aber ich vermute, das auch er recht wenig zeit hat.

    Wohl wahr. Ich bin halt voll berufstätig. Und das gilt leider für die meisten unserer Autoren, deswegen erscheinen in gewissen Phasen einfach weniger Texte. Im Moment muß ich mich entscheiden: Dragon Age Inquisition, Texte schreiben oder intensiver diskutieren. Meist gewinnt Inquisition.

    tritium (lebst du eigtl noch?^^), bitte übernehmen sie

    Tja, ich weiß es auch nicht. Ich arbeite ja mit den meisten hier nur rein virtuell zusammen. Eigentlich ist Rudolf für die Gesamtorganisation zuständig (das würde ich ihm jedenfalls so zuschanzen…). Ich kenne nicht einmal Tritiums Realnamen. Vielleicht kann Rudolf mal nachforschen, denn ich mache mir schon seit einer Weile Gedanken. Ich glaube, Tritium hat hier im April 2014 zuletzt etwas geschrieben (einen Kommentar).

    Die Frau Mieke möchte uns einfach nur ein wenig provozieren. Daß wir die Dinge seit mehr als fünf Jahren hier wieder und wieder analysiert haben, kann sie ja nicht wissen. Mir fehlt dann irgendwann einfach die Energie, auf immer dieselben Sprüche mit immer denselben Argumenten zu antworten. Es nutzt ja doch nichts.

  85. @p

    Im Moment muß ich mich entscheiden: Dragon Age Inquisition, Texte schreiben oder intensiver diskutieren. Meist gewinnt Inquisition.

    ha, das is ja der pure luxus. bonze! 😀

    dir (ich duze jetzt einfach ma) seis gegönnt 🙂

  86. An W.Rassbach 56

    Ich lese nichts eugenisches oder faschistisches. Ich glaube auch nicht alles blind, was irgendwo geschrieben steht. Die 6 Milliarden Menschen müssen nicht umgebracht werden, wir sterben auch so am Ende des Lebens. Die unmenschlichen Konzepte, die Sie beschrieben haben, stammen nicht von mir, sondern von Dixy Lee Ray, bitte kreiden Sie mir das nicht an. Mein Konzept sieht anders aus: Verbreitung von Wohlstand. Oder wie manche auch sagen: Bekämpfung der Armut. Nur in den armen Ländern kompensieren die Leute ihre Armut mit Kinderreichtum. Die Gründe sind bekannt. In den reichen Ländern liegt die Populationsrate bei 2 oder darunter. Die Verbreitung von Wohlstand ist weder eugenisch noch faschistisch, sie ist sehr human und angesichts von 1 Milliarde hungernden Menschen dringend notwendig. Sie schreiben, es gäbe keine Überbevölkerung. Sie haben vollkommen Recht. Aber 1 Milliarden Menschen brauchen weniger Ressourcen als 7 Milliarden. Und wir wollen doch unseren einmaligen Lebensraum weniger verändern, das nennen wir „Umweltschutz“. Und das geht nicht durch Einsparen von Ressourcen, versuchen Sie mal von einem Siebtel Ihrer momentanen Ressourcen zu leben. Die Verringerung unserer Population ist die effektivste Einflussgröße. Und was schadet es, wenn wir weniger sind, wenn wir weite Teile unserer Erde der Natur überlassen und uns an dieser Natur erfreuen?

  87. @Werner Moß #86
    ist wohl im falschen Thread gelandet ? 😀

  88. Hier eine schöne aktuelle Bestätigung der Aussagen im Artikel von Hr. Heller.

  89. Korrektur zu #88
    Hier eine schöne aktuelle Bestätigung der Aussagen im Artikel von Hr. Heller.

    http://www.et-energie-online.de/AktuellesHeft/KommentareundBerichte/DerKommentar/tabid/92/Year/2015/Month/2/NewsModule/445/20142.aspx

  90. Unsere ach so dollen Vorreiter haben nicht im Kalkül, dass es zB. Lockheed Martin gelingen könnte einen Fusionsreaktor zu entwickeln. Die gesamten bisherigen EE s wären dann nichts weiter als eine riesige Fehlinvestition.

    Einige, mitunter auch Schwachbegabte, glauben halt sie wären weltweit die Klügsten, weil sie grün Denken können.
    Wälder die nicht sterben wollen werden fürs Windrad abgeholzt.

  91. #86
    Na dann gehen Sie mal Ressourcen schonend voran. Irgendwann muss jeder sterben.
    Es schadet auch nicht. Und vielleicht sieht Ihr Konzept Reinkarnation vor. Möglicherweise kommen Sie dann als Wurm wieder zurück.

    Gruß
    Steinzeit

  92. @ Bert Robel #89

    Interessanter Artikel, der in der Tat genau das bestätigt, was Peter geschrieben hat. Interessant vor allem, was Frau Weidenfeld zum Thema Innovation schreibt:

    Dabei sind Innovationen, wenn man sie ökonomisch betrachtet, eine ziemlich einfache Sache. Eine Gesellschaft stellt sich einer Herausforderung, zum Beispiel dem Klimawandel, oder dem Atomausstieg, oder beidem. Wissenschaftler erforschen, wie diese Herausforderung zu bewältigen ist. Sie bekommen dafür mehr Forschungsmittel von der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Unternehmen forschen und investieren gleichzeitig auf eigene Kosten und eigene Rechnung – und nach wenigen Jahren ist die neue Herausforderung mittels Fortschritt bewältigt. Niemand muss sich einschränken, eine Verzichtsdebatte wird nicht geführt. So war es bisher immer, und so sollte es auch mit der Energiewende und dem Klimaschutz passieren.

    Denn das ist ja genau, wenn ich Peters Argumentation folge, wie Innovationen NICHT funktionieren. So gesehen also ein Scheitern mit Ansage.

  93. @ Rudolf, @ Robel:

    Denn das ist ja genau, wenn ich Peters Argumentation folge, wie Innovationen NICHT funktionieren. So gesehen also ein Scheitern mit Ansage.

    Genau.

    Wenn Frau Weidenfeld schreibt…

    So war es bisher immer, und so sollte es auch mit der Energiewende und dem Klimaschutz passieren.

    …ist meine Antwort: So war es noch nie. Und die in ihrem Text genannten Entwicklungen bestätigen das ja auch.

  94. Innovationen bei der Eigenversorgung für den 0815 Bürger.

    In diese Richtung geht die Stromversorgung der Bürger, egal ob Hausbesitzer, Mieter oder Firma.
    http://www.1730live.de/strom-selber-machen/

    Die Sachen haben der Familie ca. 40.000 Euro gekostet und in 12 Jahren soll das finanziert sein, da habe ich so meine Zweifel und 12 Jahre Amortisation ist für mich auch zu lang.
    Das ist vermutlich für die Familie auch nicht Entrichtenden gewesen.

    Die EEG-Umlage wird ja auch nicht nennenswert belastet, er verbraucht ja den Großteil seines Stroms selber.

    Geld auf der Bank ist ja auch ein Verlust, dann sich lieber noch vor steigenden Strompreisen schützen, ist dann doch langfristig die bessere Alternative.
    Leute, die Geld auf der Bank haben, denen wird vermutlich sowieso ein Teil wegen der Staatsverschuldung abgenommen, siehe Zypern oder jetzt, aufspüren von Konten / Überweisungen von Griechen an ausländische Banken.

    Zurzeit ist das noch nicht wirtschaftlich, aber bei dem Preisverfall bei Akkus ist das in 2 oder 4 Jahren anders.
    Auch bei einem Neubau, wo ohnehin eine Heizung eingebaut werden müsste, ist das vermutlich bereits heute eine Alternative.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mieke

  95. #Mieke,

    Sie haben einen wichtigen Satz in dem Film überhört: „Außerdem verdient die Familie Geld, indem sie Strom in das öffentliche Netz einspeist“.

    „Die EEG-Umlage wird ja auch nicht nennenswert belastet, er verbraucht ja den Großteil seines Stroms selber.“

    Wohl kaum. Die Anlage auf dem Dach der Familie scheint eine 4kWp-Anlage zu sein und wenn sein BHKW 1/3 des Jahres zur Stromproduktion laufen sollte, kommen rd. 7000 kWh zusammen. Ergo: BHKW mit schlechtem Wirkungsgrad und sündhaft teurer Akku und Zufallsstrom von PV. Innovativ ist das nicht, sondern dumm.

  96. @Mieke
    Ein Vierpersonenhaushalt verbraucht geschätzt 4000 kWh/Jahr
    Das macht bei 30 cent/kWh gerade mal ……. 1200 €/Jahr
    Mehrer 1000 € Einsparung/jahr, das kann wohl nur ein Pfälzer verstehen
    Helau

  97. @Mike

    Lol, die Familie spart 2500€ im Jahr. Meine Energiekosten belaufen sich auf ca. 1000€ pro Jahr. Wenn den Ökos wenigstens rechnen könnten. 😉

  98. PS

    Und mit dem Blockheizkraftwerk und PV betreibt der Öko dann auch auch Wäschetrockner, etc. Also ich würde erst mal alle energieintensiven Geräte abschaffen und mir eine ordentliche Dämmung zulegen. 😉

  99. Habe ja keine Ahnung wie die Familie das durchgerechnet hat, bei Kosten von 40.000 Euro

    Im Internet sind die Informationen noch zu finden.

    * Bis vor Kurzem lieferte sein Versorger ihm jährlich etwa 7500 Kilowattstunden.
    * Die monatliche Abschlagszahlung betrug 160 Euro.
    * Früher stand hier eine rußverschmierte Ölheizung.
    * Zudem speist er überschüssigen Strom aus Solaranlage (2013) und Blockheizkraftwerk ins Netz ein.

    Weshalb die Familie 7.500 kWh im Jahr an Strom verbraucht, kann ich nicht sagen.
    Das Einzige was ich mir vorstellen kann ist das noch im Haus ein Büro / Firma ist, ist aber nur eine Vermutung.

    Bei 7500 KWh und 160€/Monat = 1920 € Stromkosten im Jahr = 25,6 Cent/kWh.

    1900 € * 12 Jahre = 22.800 Euro Stromkosten in 12 Jahren.
    Bei der Preissteigerung beim Strom in den vergangenen Jahren ist der Durchschnittskosten in den nächsten 12 Jahren, vermutlich so um die 0,30 -- 0,40 Euro/kWh und nicht 25,6 Cent/kWh.

    Dann müssen noch für ca. 18.000 Euro an Strom ins Netz gespeist werden in den nächsten 12 Jahren.

    Die PV hat die Familie ja 2013 errichtet nehmen wir man an 6/2013 = 15,35 Cent/kWh Einspeisevergütung.

    Bei BHKW sind Einspeisevergütungen von ca. 9 Cent/kWh zu realisieren.
    Ob die 9 Cent/kWh bei BHKW so in Ordnung gehen, kann ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen.

    Nehmen wir mal an das die Familie im Durschnitt für biete Systeme 13 Cent/kWh bekommt.

    18.000 Euro / 13 Cent/kWh = ca.139.000 kWh

    139.000 kWh / 12 Jahre = ca. 11.600 kWh im Jahr werden eingespeist.

    Die Familie muss jedes Jahr 11.600 kWh einspeisen, das eine schwarze 0 nach 12 Jahre steht.

    Vermutlich reicht eine geringe Strommenge, bis die schwarze 0 steht.
    Die 1 kWe beim BHKW ist ja so eine Art „Abfallprodukt“, die eben anfällt, wenn die Heizung läuft und die Steigerung des Strompreises ist natürlich auch ein Pluspunkt.

    Das die Geschichte eine enge Kiste ist mir auch bewusst.
    Ich würde mich mit einigen Hausbesitze verbünden und ein Kleines wärme und Stromnetz aufziehen.
    In einem Mietshaus ist das eine bessere Geschichte, nach meiner Einschätzung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mieke

  100. @mieke

    und schon wieder…
    ich zitiere mich:

    sobald aber ein netzanschluss vorgehalten werden muss funktioniert diese rechnung nicht mehr.
    strom ist prinzipbedingt ein flatrate-produkt. d. h. das, abseits der staatlich verursachten kosten, die bedarfsgerechte verfügbarkeit die kosten bestimmt.
    diese kosten, die derzeit nicht in der stromrechnung ersichtlich sind, werden eher früher denn später auf die verbraucher umgelegt. zb indem der anschlusspreis, d.h. die verfügbarkeit einer gesicherten stromversorgung, steigen wird. dabei ist dann auch ega ob ich im jahr 0kWh verbrauch oder 25.000kWh.

    versuchen sie das mal bitte mit ihrem beworbenen system umzusetzen und rechnen sie uns dies hier bitte vor, d.h. ohne verfügbaren netzanschluss!

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