Energiewende: Ziel ohne Plan?

16. November 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Wirtschaftsförderung

Ein Gastbeitrag von Dr. Martin Leonhard und Ulrich Dreizler

Energiewende: Ziel ohne Plan?

Energiegipfel 2014 des Wirtschaftsrates Baden-Württemberg setzt energiewirtschaftliche Impulse

Noch nie war die Lage so ernst: Die deutsche Energiewirtschaft erlebt die schwerste Krise seit ihrem Bestehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die De-Industrialisierung Deutschlands: Fast ein Viertel der Unternehmen prüft die mögliche Verlagerung ihrer Betriebsstätten ins Ausland. In den USA sinken die Energiepreise, hierzulande wird die Belastung der Industrie ständig erhöht. Ohne konsequentes Gegensteuern droht der Ausverkauf.

Dr. Martin Leonhard mit den Diskutanten (Foto: Robert King)

Dr. Martin Leonhard mit den Diskutanten (Foto: Robert King)

Der Wirtschaftsrat konnte mit Jochen Homann, dem Präsidenten der Bundesnetzagentur in Bonn, und Privatdozent Dr. Dietmar Lindenberger, Direktor für Anwendungsforschung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln, hochkarätige Referenten zu Impulsvorträgen gewinnen. Lokaler Impulsgeber war die Sektion Rottweil-Tuttlingen, die mit ihrer Initiative deutlich auf absehbare, gravierende Defizite im Bereich der Energieversorgung hinweisen möchte.

Süddeutschland droht Notstandsgebiet zu werden – Kapazitätsmarkt für Kraftwerke

In Sachen Strom werde Süddeutschland -so Homann wörtlich- zum Notstandsgebiet, sofern bis 2022 nicht ausreichend zusätzliche Stromtrassen geplant und gebaut würden. Bis zum Tag der Veranstaltung läge bei der Bundesnetzagentur noch kein einziger Antrag vor. Deutlicher als Jochen Homann kann man es kaum ausdrücken. Spätestens 2022 geht der letzte Reaktorblock eines Kernkraftwerks vom Netz, dann sei laut Homann zusätzlich zum Leitungsbau auch der Bau neuer fossiler Kraftwerke erforderlich. Homann sprach sich in diesem Zusammenhang erstmals auch für die Schaffung eines sogenannten Kapazitätsmarktes für Kraftwerke aus. Homann verneinte mit seinem Beitrag auch die an ihn gestellte Frage: „Versorgungsnetze und Versorgungssicherheit – alles klar für Deutschlands Süden?“

Bei den langwierigen Planungs-, Antrags- und Bauzeiten gibt das kaum Anlass zur Hoffnung, dass rechtzeitig Stromtrassen Energie aus Deutschlands Norden in den wirtschaftsstarken Süden liefern können, bevor die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Derzeit werden in Baden- Württemberg immer noch 37% des Stroms aus Kernkraftwerken geliefert. Auch für Reservekraftwerke, die im Hintergrund vorgehalten werden müssen, wenn im Winter kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, wird es eng. Gas ist unter den derzeitigen Bedingungen unwirtschaftlich, billige Braunkohle gibt es im Süden nicht und Steinkohlekraftwerke können infolge der EEG-bedingten Marktverzerrung heute nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (Foto: Robert King)

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (Foto: Robert King)

Folgen eines geteilten Strommarkts

In der Konsequenz müsste es in Deutschland dann einen geteilten Strommarkt geben: Günstig im Norden, teuer im Süden. Damit würden Unternehmen zukünftig bevorzugt in norddeutsche Standorte investieren. Politisch sei das derzeit aber nicht umsetzbar. Mit einem visionären Szenario wollte Homann es dennoch nicht ganz wegwischen: Vielleicht würde man sich in ein paar hundert Jahren wundern, warum zu unserer Zeit in Süddeutschland Produktionsanlagen von BMW, den „Bremischen Motorenwerken“ zu finden waren…

Masterplan politisch nicht machbar

Wortmeldungen aus dem Publikum forderten einen Masterplan und ein klares Konzept zur Vermeidung dieser Risiken. Die anwesenden Politiker versuchten die Zuhörer zu überzeugen, dass ein Masterplan politisch nicht machbar sei und so ein Prozess nicht wie in einem Unternehmen durchgeführt werden könne. Ungewollt wurde so der Titel des Energiegipfels „Energiewende: Ziel ohne Plan“ mit einem Ausrufezeichen bestätigt. Dies vergrößerte nicht gerade das Vertrauen der Zuhörer in die zukünftige Entwicklung.

Europäisch denken

Dr. Dietmar Lindenberger hat mit seinem Vortrag „Herausforderung Energiewende: Masterplan statt Aktionismus“ zwei Schwerpunktthemen behandelt. Kohlendioxid könne nur durch den europäischen Zertifikate Handel gesteuert werden, die nationalen Maßnahmen kosten viel Geld, haben auf die angestrebte CO2 Verringerung keinen Einfluss. Aktuell steige der CO2 Ausstoß global weiter, sogar in Deutschland. Lindenbergers Forderung zielt hier auf eine stärkere Europäische Abstimmung, etwa durch die Verknappung von Zertifikaten.

Da absehbar ist, dass Ziele der Energiewende, wie die 40%-ige CO2-Reduktion bis 2030, nicht erreichbar zu sein scheinen, wird auch auf ministerieller Ebene die „De-Karbonisierung“ Deutschlands durch die zusätzliche Abschaltung von Kohlekraftwerken erörtert.

Lindenberger stellte auch die rhetorische Frage, die zugleich eine Aufforderung an die Politik war, ob bei wiederholter Verfehlung von Zielen, nicht auch über die Ziele selbst und die Möglichkeiten, diese zu erreichen, nachgedacht werden müsse.

In der darauf folgenden Podiumsdiskussion nahmen zusätzlich Dr. Karl Peter Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen GmbH, Paul Nemeth MdL, Energiepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg und Ottmar Wernicke, Geschäftsführer von Haus und Grund Baden-Württemberg, teil. Dr. Jörg Rothermel, Abteilungsleiter für Energie, Klima und Rohstoffe vom Verband der Chemischen Industrie e.V. hat die lebhafte Diskussion durch pointierte Fragen souverän moderiert.

Es kam auch klar zur Geltung, dass Speichertechnologien – ob Power-to-Gas oder Batteriespeicher, sowie Wasserspeicher in Berglagen – als Möglichkeiten in weit ferner Zukunft liegen und eine technisch-wirtschaftliche Realisierbarkeit nicht absehbar ist. Diese Alternative zum stark fluktuierenden Strom aus Photovoltaik und Windkraft kann nur durch Reservekraftwerke und Grundlastabsicherung und kluge energiewirtschaftliche Reformen abgesichert werden – von denen allerdings heute weit und breit nichts zu sehen ist. Um diese Vorhaben umzusetzen, reiche die Zeit bis 2022 bei weitem nicht.

Baden-Württemberg soll lebenswert und erfolgreich bleiben

Die Experten haben die Sorge um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg in unterschiedlicher Weise untermauert, dass der heimische Erfolgs- und Wohlstandsmotor ins Stottern geraten könnte. Die Versorgungslage Deutschlands dürfe nicht zu einem visionsgetriebenen Spielzeug sendungsbewusster (Klimaschutz-)Politiker werden. Wir brauchen keine grünen Visionen, sondern ein marktwirtschaftliches Fundament für eine neue Energiepolitik. Denn schließlich soll Baden-Württemberg ein lebenswerter, erfolgreicher und attraktiver Industrie- und Wirtschaftsstandort bleiben!

Vielleicht aus Gründen der political correctness hat die Mehrzahl der Diskutanten zum Schluss gebetsmühlenartig wie in einem Glaubensbekenntnis den Glauben an die Energiewende unterstrichen.

Masterplan und kritische Fragen gefordert

Als Schlussredner fasste Dr. Martin Leonhard, Sprecher der Sektion Rottweil/Tuttlingen, zusammen und mahnte, die Belastungen von energieintensiven oder produzierenden Industrien nicht noch weiter steigen zu lassen. Ein marktwirtschaftliches Fundament der Energiepolitik sei anzustreben. Er forderte die Politik auf, die Realität zu betrachten und einen energiepolitischen Masterplan aufzustellen. Wer tief in der Grube sitze sollte zumindest mit dem Buddeln aufhören, so Leonhard. Im Moment buddele die CDU immer tiefer, wenn auch weniger schnell als grün-rot in Stuttgart. Das reiche nicht.

Bei einem so komplexen Thema wie der Energieversorgung müsse die Politik Experten um Rat fragen. Leonhard vermisse allerdings, dass Energiepolitiker diesen Experten kritische Fragen stellen. Konkret den Verweis der CDU-Landtagsfraktion, dass ein Stuttgarter Institut das CDU-Energiekonzept auf technische Umsetzbarkeit geprüft habe, verstehe er eher als Einschränkung, keinesfalls als Beruhigung. Leonhard begründet es mit einem Vergleich, der die Teilnehmer zum Nachdenken bringen solle: Technisch sei es auch seit 45 Jahren möglich, Menschen auf den Mond zu schicken. Nach fünf Mondlandungen wurde das Apollo-Programm 1972, nicht zuletzt aus Kostengründen, eingestellt. Nach heutigen Kosten hat das Apollo Programm 93 Mrd. Euro gekostet. Viel Geld, aber Nichts verglichen mit der Energiewende in Deutschland.

Gespannt warte man auf die angefragten technisch- wissenschaftliche Studien, um nicht nur auf der politischen Ebene sondern auch auf fachlicher Ebene mit der Landtagsfraktion weiter zu diskutieren.

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Über die Autoren:

Dr. rer. nat Martin Leonhard ist promovierter Physiker und Sprecher der Sektion Rottweil/Tuttlingen des Wirtschaftsrats der CDU e.V. Ulrich Dreizler ist Diplom-Ingenieur mit Schwerpunkt Energiewirtschaft und Mitglied im Sektionsvorstand des Wirtschaftsrats. Zusammen mit dem Sektionsvorstand waren sie lokale Impulsgeber der Veranstaltung des Wirtschaftsrats Baden-Württemberg am 23.10.2014 in Schramberg-Heiligenbronn. Der Wirtschaftsrat ist ein unabhängiger Verein und keine Untergliederung der CDU.

Hinweis: Dies ist ein Science-Skeptical-Exklusivinhalt. Eine Übernahme durch andere Blogs und Portale ist daher nicht möglich.

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64 Kommentare
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  1. SimCity ist ja als Simulation ein nettes Spiel.
    Unsere Politiker sollten es mal etwas über 20 oder 25 Sim-Jahre laufen lassen um zu sehen, wie weit sie mit Windkraftwerken kommen, wenn sie gleichzeitig eine wachsende und prosperierende Gemeinde aufbauen wollen.
    Die Ruinen eingegangener Industrie- und Gewerbegebiete werden dann sehr eindrucksvoll dargestellt, wenn die Stromversorgung nicht ausreicht und in die Knie geht.
    Bei SimCity bläst nach meiner Erinnerung der Wind sogar immer konstant 😀

  2. Es ist alles seit Jahren detailiert bei zu lesen. Es soll keiner nach „erfolgreicher“ De-Industrialisierung Deutschlands und nach vergangenem Wohlstand sagen können: „Das habe ich nicht gewußt, nicht wissen können. 1945 lag Deutschland in Schutt und Asche weil fast alle einer „Heils -- Idee“ nachliefen. Heute beten fast alle das hohle Mantra der „Energiewende“ nach. Keiner rechnet mit Physik und Elektrotechnik. Atomphobie und die Lügen der „Schellnhubers und Latifs“ werden angenommen, von den Medien in Gehirnwäsche umgesertzt und von den Politikern, Verbänden und Profiteuren zu einem gigantischen betrügerischen Geschäftsmodell umgesetzt. Mondlandungen, -- peanuts, in 5 Jahren EEG bar bezahlt. Unseren Enkeln werden noch bittere Tränen in den Augen stehen, wenn die Politik nicht den grundlegenden Fehler des Öko-Wahns erkennt und das Ruder herumreißt. Noch eine Wende, aber eine längst überfällige.

  3. … bei Naeb e.V. zu lesen. Den Link findet jeder selbst, hier läuft er leider nicht.

  4. Angela Merkel hat ein eigenartiges Verständnis von Wirtschaft, wie das Manager Magazin meint. Kritisiert wird ihre Äußerung, wonach sie Zweifel hat, dass „ein Beschluss, der noch nicht in Kraft ist, jetzt schon eine konjunkturelle Dämpfung hervorrufen kann“. Die Bezog sich auf den Mindestlohn, trifft aber um so mehr auf die Energiewende zu.

    Hier sind Beschlüsse bereits in Kraft, die zwar die Zukunft betreffen -- Abschaltung Kernkraftwerke -- ihre Auswirkungen aber derzeit schon haben. Wer überlegt, seine Produktion nach Norddeutschland oder ins Ausland zu verlagern, wird, völlig unabhängig von Ergebnis dieser Überlegungen, sich hier und heute mit Investitionen zurück halten. Ein Indikator dafür ist das Verhältnis von Abschreibung und Investition:

    Seit 2004 sind die Nettoinvestitionen von Großunternehmen – also die Bruttoinvestitionen abzüglich der Abschreibungen – mit rund 100 Milliarden Euro im Minus.
    http://www.welt.de/wirtschaft/article129370377/Deutsche-Konzerne-fluechten-aus-der-Heimat.html

    Das Problem ist nicht neu und der Politik schon lange bekannt, nur ignoriert sie es weitgehend.

    Wird Zeit, dass sich die CDU/CSU wieder um eine offene Diskussionskultur bemüht, solange sie nur ein Kanzlerwahlverein ist, wird sich nichts ändern. Die hier geschilderte Veranstaltung könnte ein erster Schritt sein.

  5. Es scheint mittlerweile auch in Politikerkreisen angekommen zu sein, dass „D“ unter einem Energiewendeschleudertrauma mindestens der Kategorie III leidet. Allenthalben Desorientierung und Wahrnehmensstörungen. Aber warum stellt keiner die alles entscheidende Frage nach der Sinnhaftigkeit der „Dekarbonisierung“? Solange nur an den Symptomen rumgedoktort wird, ist eine Heilung nicht möglich. Mittlerweile hat ja sogar unser Wirtschaftsminister den ernst der Lage erkannt und geht dabei sogar greenpXXX an. Aber er glaubt an AGW und das CO2 ganz böse ist, daher wird sich nichts grundlegendes ändern.

    karl.s

  6. Vielleicht aus Gründen der political correctness hat die Mehrzahl der Diskutanten zum Schluss gebetsmühlenartig wie in einem Glaubensbekenntnis den Glauben an die Energiewende unterstrichen.

    Genau hier liegt das gesamtdeutsche Problem……das sich wie ein Virus in der Gesellschaft verbreitet hat, ein Wahn….der unsere Nation in in zwei Hälften teilt…und das auch innerhalb der Parteien (ok, Grüne und Linke wollen eh das Land zerstören, die schließ ick mal aus)….linke Flügel hacken auf Wirtschaftsflügel ein….aber am Ende ist es die Wirtschaft…..die uns im Wohlstandswahn, erst die Finanzierung dieser dusseligen Energiewende ermöglicht.

    Neuerdings is Gabriel der Buhmann der SPD……weil er in einen Anfall von Realitätssinn den Typen von Greenpeace ne Standpauke gehalten hat…..wird er sofort in die Pfui-Lobbyistenecke verbannt……zumal er auch noch die Frechheit besessen hat, seinen eigenen Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Baake…..zu widersprechen, den passenden Artikel hatte hier Herr Gneveckow schon verlinkt.

    Selbst in den Umweltverbänden geht langsam das große Knurren los……was ein Interview mit Enoch zu Guttenberg,
    Mitbegründer des BUND, klar und deutlich zeigt.

    „Weinzierls Nachfolger im BUND sind eiskalte Technokraten“

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann neben dem äußerst verdienstvoll agierenden Dachverband der Windkraft-Gegner „VERNUNFTKRAFT“ auf Bundesebene ein neuer Natur- und Umweltschutzverband gegründet wird, der das Zeug dazu hat, die verantwortungslosen und korrumpierten Technokraten des BUND zu entlarven und deren verlogenes Handwerk zu legen.

    Wenn angeblich die Natur vor dem zu erwartenden „Klimawandel“ geschützt wird, indem man die Natur großflächig zerstört…..muss man wohl wenigstens 3 Promille im Blut haben, um dahinter noch irgendwo eine Logik erkennen zu können.

    Inzwischen fühle ick mich an alten Zeiten vor der Wende zurückversetzt…..wo auch hinter jeder Kritik augenblicklich das Glaubensbekenntnis nachgeschoben wurde……weil man Angst davor hatte, als Konterrevolutionär in die Mühlen des Systems zu geraten.
    Heute können wir uns die Stasi sparen…….das haben inzwischen Medien und NGO´s übernommen……Menschen fertig zu machen, die sich gewagt haben, am Mantra der deutschen Weltenrettung zu kratzen.
    Ob wir auch diesmal auch wieder auf externer Hilfe warten müssen um aus dieser selbstgestellten Falle rauszukommen……..steht wohl in den Sternen.

    Übrigens…..“exklusiv für ScSk“……..gefällt mir, Daumen hoch.
    Heinz Eng

  7. Vielleicht aus Gründen der political correctness hat die Mehrzahl der Diskutanten zum Schluss gebetsmühlenartig wie in einem Glaubensbekenntnis den Glauben an die Energiewende unterstrichen.

    Inzwischen fühle ick mich an alten Zeiten vor der Wende zurückversetzt…..wo auch hinter jeder Kritik augenblicklich das Glaubensbekenntnis nachgeschoben wurde……weil man Angst davor hatte, als Konterrevolutionär in die Mühlen des Systems zu geraten.
    Heute können wir uns die Stasi sparen…….das haben inzwischen Medien und NGO´s übernommen…

    Vieviele Ausrufezeichen darf ich hinter diese zwei Zitate setzen?
    Nur innerhalb des Systems darf diskutiert werden, das System selbst nicht -- politische Realität in Deutschland seit der 7. Tagung des ZK der SED (1988), nach dem Ductus der dortigen Rede des Genossen Staatsratsvorsitzenden, Generalsekretär und Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates, Stichworte: „mitreden, mitregieren“…

    Wie ich vor einigen Jahren sagte: „Hier spielt man den Film ‚Goddbye Lenin‘ mit umgekehrten Vorzeichen, nur leider kommt aus dem Kino ‚Realität‘ keiner so einfach raus“ -- und kaum einer merkelt es…

  8. Vieles wird aus Unwissenheit falsch gesehen. Deshalb sollten sich gerade die sogenannten Fachleute vor ihren Statements
    besser über technische Lösungen in der Energiewende informieren.
    Hierunter fallen zum Beispiel neuartige Pumpspeicher, die für ein Gelingen der Energiewende unabdingbar sind. Sie sind zur Zeit die effektivste und preisgünstigste Lösung bei den Energie-Massenspeicher. Wenn wir unsere Klimaziele nur annähernd erreichen wollen, werden wir auf Speicher dieser Art nicht verzichten können.
    Diese Technik kann geografisch überall eingesetzt werden und ist so weit ausgereift, dass sie baulich voraussichtlich in ein bis zwei Jahren eingesetzt werden kann. Da diese Energie-Speicher auch in kleinen Einheiten gebaut werden können, lassen sie sich auch direkt mit Sonnen- und Windenergie-Parks kombinieren und so große Teile geplanter Stromleitungen überflüssig machen.

  9. neuartige Pumpspeicher

    Schön, dass wir Unverständigen das jetzt aus berufenem Munde erfahren dürfen.

    Und wieviel Wasser müssen wir auf welches Höhenniveau pumpen um -sagen wir mal- 2 Wochen Flaute in Deutschland zuverlässig ausgleichen zu können?
    Wie groß ist der Gesamtflächen“verbrauch“ sämtlicher Anlagen?

    Welche Überkapazitäten an Energieumwandlern müssen wir schaffen, um die Speicher nach einer Flaute möglichst rasch (wie schnell?) wieder zu füllen.
    Wie groß ist der Gesamtflächen“verbrauch“ der Überkapazitäten, z.B. in Form von Windrädern?

    Wie lautet Ihr realistischer Zielstrompreis pro kwh nach Installation solcher Anlagen?

  10. #8. Gernot Kloss

    besser über technische Lösungen in der Energiewende informieren.

    Dann lass uns teilhaben. Einfach schreiben, da gibt es was, reicht nicht! Entsprechende Fragen hat ja FK 9 Pilot in #9. schon gestellt. Wir harren also der Antwort.

    karl.s

  11. Ein paar Anregungen.

    Goldisthal in Thüringen, eines der größten PSW in Europa, hat eine Leistung von 1060 MW und liefert seine Energie über maximale 8 h von 8480 MWh. Dann ist es leer, und muß über viele lange Stunden vollgepumpt werden.

    Es bedarf ca. 1000 Goldliesthals um den Stromverbrauch über 14 Tage Flaute in Deutschland zu sichern, dann müssen auch diese 1000 Goldliethals wieder mittels Strom gefüllt werden, gleichzeitig müssen die üblichen Verbraucher bedient werden.

    1000 Goldliesthals bedürfen ca 12 Milliarden qm Wasser, das ist etwas mehr, als pro Jahr an Wasser in den Bodensee fliesst.

    1000 Standorte mit je 300m Höhenunterschied zwischen Ober und Unterbecken müssen auch noch gefunden werden…

    Das Oberbecken Goldliestal bedeckt eine Fläche von 55ha mit Wasser

    55.000ha (also etwa die Größe des Bodensees) müsste ind Deutschland unter Wasser gesetzt werden (nicht vergessen: 300m Höhenunterschied müssen regional erreichbar sein)

    Goldliesthal hat ca. € 600 Mio gekostet, 1000 Goldliesthals kosten 600 Milliarden.

  12. 12 Milliarden qm Wasser

    Kubikmeter Wasser…

  13. Hallo Gernot Kloss

    17. November 2014 14:21

    Hierunter fallen zum Beispiel neuartige Pumpspeicher, die für ein Gelingen der Energiewende unabdingbar sind.

    Wo kann man sich über jene informieren? Wo sollte es diese geben?

    Sie sind zur Zeit die effektivste und preisgünstigste Lösung bei den Energie-Massenspeicher.

    Das hat H-W. Sinn von den bekannten PSPK auch gesagt. Nur sah er es als völlig illusorisch an, auch nur annähernd hinreichend Kapazitäten aufzubauen. Die dafür erforderlichen Vorraussetzngen bestehen nicht.

    Auch konnte Fred F. Müller zeigen, dass es auch den Pumpspeicherwerken ökonomisch an den Kragen geht. Wegen der Energiewende, denn sie können nicht mehr den Umsatz im Tageszyklus machen, sondern müssen auf eine Flaute im sonstigen Überangebot warten.

    Wenn wir unsere Klimaziele nur annähernd erreichen wollen, werden wir auf Speicher dieser Art nicht verzichten können.

    ‚Wir‘ wollen die Klimaziele gewiss nicht erreichen. Und selbst wenn, werden diese Maßnahmen sich als undurchführbar oder unzureichend erweisen.

    Diese Technik kann geografisch überall eingesetzt werden und ist so weit ausgereift, dass sie baulich voraussichtlich in ein bis zwei Jahren eingesetzt werden kann.

    Unklar, von was da sprechen.

  14. Dann lass uns teilhaben. Einfach schreiben, da gibt es was, reicht nicht!

    Ich befürchte -- dat wird nix:
    das war mal wieder Commenting by alligator…

    Auftauchen aus den Everglades, Maul weit aufreißen, wieder abtauchen…

  15. #8

    Vieles wird aus Unwissenheit falsch gesehen

    Wie wahr! Hier können Sie die Toten zählen, die solche „umweltfreundlichen“ Bauwerke schon gekostet haben:

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Stauanlagenunfällen

    Dürften so knapp 60.000 sein.

    Kernkraft ist gefährlch, ja?

  16. @Testpilot
    Nich uffregen…..der meint bestimmt die fetten Granitblöcke (1 km Durchmesser) oder Windräder mit Wasserfüllung…..oder wollte nur mal so eben, Werbung für seine absolut nichtssagende Website machen.

    Hätte jemand den Stein der Weisen schon gefunden….wäre er schon längst Multimilliardär und müsste sich hier nicht bettelnd rumtreiben.

    Aber wer weiß….vllt beglückt er uns Morgen mit einen 9. Weltwunder……man soll ja die Hoffnung nie aufgeben……man muss nur fest genug dran GLAUBEN……dann hüpfen auch Berge übern Teich.

    Ups…….ich war das nicht.
    Onkel Heinz……..kein Handelsvertreter

  17. Vieles wird aus Unwissenheit falsch gesehen. Deshalb sollten sich gerade die sogenannten Fachleute vor ihren Statements
    besser über technische Lösungen in der Energiewende informieren.
    Hierunter fallen zum Beispiel neuartige Pumpspeicher, die für ein Gelingen der Energiewende unabdingbar sind. Sie sind zur Zeit die effektivste und preisgünstigste Lösung bei den Energie-Massenspeicher. Wenn wir unsere Klimaziele nur annähernd erreichen wollen, …

    och wie süß… 😀

    hätte ich jedes mal nen euro bekommen, wenn ich solche super-duper-hochglanz fakten gehört/ gelesen hab,…

    … dann hätte ich heut ganz dolle viele euro :p

  18. wenn man bedenkt, das die im obigen beitrag angesprochenen folgen hier schon seit jahren dargestellt und ausführlich erklärt und beschrieben werden…
    aber schön zu sehen, das die ersten politiker so langsam aufwachen :)

    gibets auch ein video der veranstalltung?

  19. achso, zu klärung der begrifflichkeiten:

    mit politiker meine ich keine politiker im sinne der etablierten parteien, sondern eher poltisch agierende vertreter von interessengruppen. darum auch kursiv

  20. @Gernot Kloss #8

    Wenn wir unsere Klimaziele nur annähernd erreichen wollen, werden wir auf Speicher dieser Art nicht verzichten können.

    Wir werden darauf verzichten müssen.

    Für eine hypothetische reine Wind/Solar-Produktion wären Speicher der Größenordnung 40.000 GWh notwendig (Überbrückung von bis zu 4 Wochen wind- und sonnenarmem Wetter -- eine eher zu niedrig angesetzte Untergrenze, da man im echten Leben wohl ganze Jahreszeiten überbrücken müsste).

    Einschätzung der Größenordnung: Deutschland hat z.Z. 30 Pumpspeicher, davon ist der größte Goldisthal/Thüringen mit einer Kapazität von 9 GWh, Baukosten 600 Mio EUR. D.h. sie benötigen 4.000 Pumpspeicher von der Bauart Goldisthal zu geschätzten Gesamtkkosten von 2,5 Billionen EUR. Oder ungefähr das BIP eines Jahres komplett. Das ist unbezahlbar, d.h. es wird nicht stattfinden. Diese Voraussage kann man mit absoluter Sicherheit machen.

    Jetzt kommen Sie nicht mit neuer Hai Täcknolodschi, die das alles spottbillig macht. Märchenstunde is heute abgesagt.

    PS Beim Begriff „Klimaziele“ rollen sich jedem denkenden Menschen die Fußnägel auf.

  21. #16. Heinz Eng

    Aber wer weiß….vllt beglückt er uns Morgen mit einen 9. Weltwunder……

    Heinz, Du meinst jetzt nicht etwa die Poppschen Ringwallspeicher, das wäre jetzt echt ein Wunder, wenn so etwas tatsächlich gebaut würde :-)

    karl.s

  22. @anorak2 #20
    Und dann sollte man diesen Pumpspeicherkraftwerken auch noch die Instanhaltungs- und Wartungskosten unterstellen und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen. Dann wird hoffentlich auch beim dümmsten Politiker mal der Groschen fallen.

  23. @Karlchen S.

    Poppscher Ringwallspeicher…….Bullshit mit Soße.
    Eine Badewanne in der Badewanne…..vor allem aus Matsch gebaut…..is dermaßen Größenwahnsinnig, das ick schon damals vor Lachen nich mehr aus dem Bett kam.
    Ähnlich bekloppt, wie der 1 km durchmessende Granitkolben, der da als hydraulische Lageenergiespeicher dienen soll….wer mit Drücken bis zu 250 bar, dienstlich zu tun hat, weiß um die Probleme der fachgerechten Abdichtung bewegter Teile.
    Sorry…..wie manche ihr Studium erfolgreich abschließen konnten, is mir als Praktiker heut noch ein Rätsel.

    E-O

  24. In Sachen Strom werde Süddeutschland -so Homann wörtlich- zum Notstandsgebiet, sofern bis 2022 nicht ausreichend zusätzliche Stromtrassen geplant und gebaut würden. … Spätestens 2022 geht der letzte Reaktorblock eines Kernkraftwerks vom Netz, dann sei laut Homann zusätzlich zum Leitungsbau auch der Bau neuer fossiler Kraftwerke erforderlich. …

    Ich verstehe die Logik des Herrn Homann (und anderer Politiker) nicht:

    Stromtrassen schaffen nicht das „Dunkel-Flaute-Szenario“ vom Tisch. Diese Trassen würden nur dann einen Sinn machen, wenn man als Ersatz des dann fehlenden Wind- und Sonnenstroms aus dem Norden zusätzlichen Kohlestrom von Nordeutschland -- mit schlechtem Wirkungsgrad -- nach Süddeutschland transportiert. D.h.: In Norddeutschland zusätzliche Kohle- oder Braunkohlekraftwerke für Süddeutschland baut.

    Zusätzlich zum Leitungsbau fordert Herr Homann den Bau neuer fossiler Kraftwerke: Die kann er gleich in Süddeutschland bauen und sich die Stromtrassen sparen.

    Spätestens 2022 … das sind noch sieben Jahre! Ich bin mal gespannt, wann und mit welchen fadenscheinigen Entschuldigungen die Politik zugeben muß, daß der Kaiser nackt ist, und daß die süddeutschen Kernkraftwerke weitergefahren werden müssen, um hier im Süden nicht alles zusammenbrechen zu lassen.

    MfG

    G.Wedekind

  25. @G. Wedekind #24
    Seit der Ethik-Energiewende und dem Ausstieg aus dem deutschen Volksvermögen (Kernkraft bzw. Kraftwerkmixpark) ist doch alles in Gottes und Glaubenshand der Politik. Nicht mehr technische Verstand und die kaufmännische Vernunft haben seit der Ehtik-Energiewende der Merkel das Sagen und Tun in Deutschland, sondern das grün-sozialistische Glaubenssystem an den neuen Endsieg der kommunistischen Grünen.
    Und das unter der Führung einer Merkel-Union. Die Freiheit, die Marktgesellschaft, die Union, die FDP haben sich unter Merkel und Co. (Verräter an den eignen Werten) komplett abgeschaftt. Es lebe die Volkskammer es lebe die sozialistische Einheitspartei.

  26. Kleines Schmankerle von Dr. Klaus-Dieter Humpich…….der den ganzen Müll mal aufgearbeitet hat.

    Ein Strommarkt für die Energiewende

    Er zerlegt gerade das neu „Grünbuch“…das uns dat Wirtschaftsministerium unterjubeln will…….als Anleitung der Machbarkeit…..der tollen Energiewende….

    Noch ein schönes Beispiel für die gestelzte Sprache eines Politbüros: …Setzen die Stromnachfrage oder Erzeuger, die ihre Fixkosten einpreisen, den Strommarktpreis, können auch sehr teure Grenzkraftwerke Deckungsbeiträge erzielen. Wenn die Grenzen der verfügbaren Erzeugungskapazitäten erreicht werden, kann der Ausgleich von Angebot und Nachfrage entweder durch Lastmanagement (d. h. Lastreduktion durch flexible Verbraucher) oder die letzte Erzeugungseinheit erfolgen… Alles klar? Wenn nicht, hier eine Übersetzung in Alltagssprache: Jedes Unternehmen muß seine vollständigen Kosten am Markt erzielen können, da es sonst pleite geht. Leider ist dies zur Zeit bei vielen Kraftwerken der Fall. Sind erst einmal genügend konventionelle Kraftwerke in die Pleite getrieben worden, kann bei Dunkel-Flaute die Stromversorgung nicht mehr aufrecht erhalten werden. Stromabschaltungen sind die Folge. Kurz vorher explodieren noch die Strompreise. Der Minister hat auch gleich noch einen Tip parat: …Wenn der Preis den Nutzen übersteigt, können Verbraucher ihren Strombezug freiwillig reduzieren. Bereits am Terminmarkt gekaufter Strom könnte in diesem Fall gewinnbringend weiterverkauft werden… Auf Deutsch: Spekuliere an der Börse, mach deinen Laden dicht und geh hin und genieße die schöne, neue Welt.

    Dieser Abschnitt endet mit einem wunderbaren Satz zur Erklärung der zukünftigen Situation an der Strombörse: …In Zeiten von Überkapazitäten ist diese implizite Vergütung von Leistung gering. Sie steigt, je knapper die Kapazitäten am Strommarkt sind… Wenn erst mal die Mangelwirtschaft durch die Vernichtung konventioneller Kraftwerke vollendet ist, wird zwar weiterhin der Börsenpreis an vielen Tagen durch den Einspeisevorrang im Keller bleiben, aber bei Dunkel-Flaute würde man ein tolles Geschäft machen können, wenn man dann noch ein Kraftwerk hätte.

    Und ja, es war ein Genuss, diesen Text zu lesen….und nein, wir kennen uns nicht (Humpich.)

    E-O

  27. Frage:
    kann mir mal ein fachkundiger Skeptiker erklären, wie sich die Menge des „Atommülls“ in Deutschland plötzlich von einem Tag zum anderen verdoppeln kann? Die Meldung wird im Augenblick durch sämtliche Medien gejagt. Ich dachte solche Wunder verbringt nur Jesus.

  28. Atommüll: In den Nachrichten hieß es, dass nun auch Wertstaoffe aus der Anreicherung nun als Müll deklariert werden sollten.

    Übrigens zur Menge: Man kann natürliche Stoffe in einer kleineren Masse anreichern oder aber verdünnen … was ist dann das Maß für die Menge?

  29. Mit dem Atommüll hätte ich auch eine Frage. Bei den Endlagern wird ja unterschieden für Schwa- bis Mittelaktive und Starkaktive. Könnte man die Starkaktiven ich so weit verdünnen, dass sie nicht mehr in die Kategorie gehören?

  30. @Engler #27

    Bei den zusätzlich als Abfall deklarierten Uran tails handelt es sich um abgereichertes Uran. Also ist der Anteil des Isotops U235 geringer. Da U235 eine kürzere Halbwertzeit hat, strahlt es etwas mehr als U238. Die Strahlung ist im abgereicherten Zustand also geringer.
    Da nun dieses abgereicherte Uran weniger strahlt, also etwas schlechter für die vorteilhaften Auswirkungen geringer Strahlungsintensitäten verwendet werden kann, muß es sich um Abfall handeln. So wie die Schale bei der Apfelsine Abfall ist, ist dieses abgereicherte Natururan auch Abfall, der zwingend endgelagert werden muß.

    Ist doch logisch, oder?

  31. Es handelt sich bei dem was man jetzt mehr gefunden hat zum Teil Uran-Tails. Das ist teilweise abgereichertes Uran mit einem U235 Anteil von 0,25-0,3 % (Natururan 0.7 %). Man kann daraus durch eine weitere Extraktion das U235 gewinnen. Nur, da es in Deutschland keine Anreicherung mehr gibt, weil es keine Kernkraft mehr gibt, wird das Material auch nicht mehr als Rohstoff gebraucht. Wenn man das jetzt als „Atommüll“ deklariert, darf es nach deutschem Gesetz auch nicht mehr ins Ausland verkauft werden. Vielleicht durfte man das ohnehin nicht, weil atomare Reststoffe aus Deutschland seit Trittin auch nicht mehr wiederaufbereitet werden dürfen.

    Ich habe bei SpiegelOnline gelesen, dass diese Uran-Tails allerdings nur 13.000 Tonnen. Insgesamt kämen aus der deutschen Anreicherungsindiutrie etwa 100.000 m³ Reststoffe, die jetzt zu Atommüll umdeklariert wurden.

    Der Großteil des „neu gefundenen Atommülls“ ist mit 200.000 m³ das Material aus dem Endlager Asse, das man gegen jede Vernunft von dort zurückholen will.

  32. Wie die Regierung unser Geld ökologisch entsorgt

    Wer in diesen Tagen den Einlassungen führender Koalitionspolitiker zum Thema Energiewende zuhört, wird Zeuge einer absurden Übung: Sie warnen vor ihrem eigenen Tun. So glänzt zum Beispiel der SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel derzeit vor allem mit Brandreden zu Problemen, die es ohne ihn gar nicht gäbe. Dabei steht er in unerbittlichem Wettstreit mit Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer.

    Auch der versteht es mit Bravour, sich dort hervorzutun, wo es ohne ihn und ohne die von ihm zuvor einmal getroffenen Festlegungen gar nichts hervorzutun gäbe.

    Was schert mich mein Geschwätz von gestern…….wenn ich auch heute nicht, für den verzapften Bullshit finanziell gerade stehen muss.
    Die Pensionen sind sicher…….besonders die, der Politiker…….zur Not können se ja noch ein Notgroschen bei Gazprom oder sonstwo, dazu verdienen.

    Und wer badet den Müll aus?……ein kurzer Blick auf die Stromrechnung zeigt es uns, klar und deutlich…..ein Blick in die Landschaft……zeigt uns den erbärmlichen Rest.
    Mahlzeit………wo is mein Zylinder?
    E-O

  33. Nur so zum Spaß habe ich einmal umgerechnet was die politisch alternativlose Energiewende Strom bis jetzt ungefähr gekostet hat. Sicherlich wird man über die bis jetzt angeblich aufgelaufenen 500 Milliarden streiten können, und wahrscheinlich sind bei dieser Zahl auch nicht die Peanuts für das eingesparte Gas oder Uran abgezogen anderseits fehlen vielleicht die Kapitalkosten unserer neuen Landschaftsverschönerungen. Seis drum, gehen wir von einer halben Billion aus die für definitiv nicht funktionierende Stromerzeugungstechiken von jedem Bundesbaby bis Rentner investiert wurden. Das macht bei 80 mio Einwohnern ca 6250 € aus. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist berufstätig, umgelegt vom vorgenannten Betrag sind das dann bereits rund 18.000 € in 14 Jahren. Darüberhinaus hat dieser Betrag bis jetzt nur negativen Zins getragen, also Verluste erzeugt. Hätte es sich beispielsweise um Wertpapiergeschäfte gehandelt, säßen die Veranstalter bereits lange und zu recht im Knast.
    Was jeder von uns für diese Investition erhalten hat, wurde hier schon zu Genüge diskutiert. Was jeder aber hätte erhalten können wäre das Thema Energiewende und Umweltschutz wirklich als solches ernst genommen worden, wird interessanterweise selten diskutiert. Ob Fusionskraftwerke oder Reaktoren der Gen 4, supraleitende Stromspeicher und Leitungen oder auch nur Investitionen in wirklich stromsparende Maßnahmen entstanden wären, weiß man nicht. Mit Sicherheit kann man nur sagen dass es sicher keine Windräder und Photovoltaikpaneele gewesen wären die 5% Strom für eine Investition von 100% erzeugen, und selbst für dieses lächerliche bisschen noch Backups und Speicher benötigen.

  34. @ G.Wedekind #24

    Lassen Sie uns bitte nicht den Überbringer der Wahrheit steinigen. Jochen Homann ist als Präsident einer Bundesbehörde mit der Aussage

    „Notstandsgebiet Süddeutschland“

    ungewöhnlich deutlich geworden. Als Veranstalter wollten wir auch die besondere Situation Süddeutschlands hervorheben. Als Behördenchef plant Homann weder Kraftwerke noch Stromtrassen, er ist in dem Sinne auch kein „Politiker“, der die „Energiewende“ zu verantworten hat. Die Zusammenhänge, die Sie aufzeigen, hat Homann so nicht dargestellt, ich war vor Ort.

    M.E. brauchen wir unbedingt so deutliche Stimmen auch aus etablierten Institutionen wie der Bundesnetzagentur. Die Politiker, für die die Botschaft adressiert war, sind da leider unseren Argumenten nicht zugänglich. Aus diesen Kreisen stammt dann auch die Erkenntnis (s.o.), dass ein Energiepolitischer Masterplan politisch halt nicht möglich sei. Aus Gründen der Höflichkeit bitte ich, den Namen des Energiepolitikers oben im Hauptbeitrag nachzulesen. Da ist noch viel Arbeit nötig.

    In meinem Schlusswort habe ich auch das Bild des Nebelrasers bemüht. Je weniger Sicht, desto höher das Tempo. Psychologen erklären das so, dass der Bezugsrahmen verloren geht. Das trifft doch auch bei der Energiedebatte zu.

  35. @34

    Lieber Dr. Leonhard,

    jetzt mal direkt an Sie als Frage formuliert: Warum erst jetzt? Wo doch das Problem und die beschriebenen Folgen schon seit Jahren bekannt und absehbar sind…

    MfG

    Michael M.

  36. @Gernot Kloss # 8 Da gibt es diesen Naturstromspeicher in Gaildorf, echt gail das Ding, wie der mit Börsenstrom (event. negativ) pumpt und Regelstrom zum Spitzentarif laufen läßt. Der Schwachsinn kommt bei google mit Naturstrom sofort. Gut organisiert die Seite. Wind wird verkauft wenn Wind weht, EEG gibt’s ja immer.
    Wieviel Idiotie ist eigentlich im grünen Netz unterwegs?
    Würden Sie mir bei Flaute in meinem Geldbeutel bitte gestatten etwas Geld zu drucken, das dann auf Kosten meiner Nachbarn ausgegeben werden kann. Bitte beteiligen Sie mich an Ihren Speichertechnologien zu Lasten meiner Volksgenossen, ich hätte auch keine Gewissenbisse gehabt in Wandlitz zu leben, nur der Knall bei der Erschießung eines Uneinsichtigen hätte mich gestört.

  37. Ich hatte Herrn Leonhard gebeten, seinen Text hier zu veröffentlichen, weil ich es als eine sehr wichtige Entwicklung ansehe, wenn die Diskussion über die Energiewende über Vorfeldorganisationen wie den Wirtschaftsrat jetzt auch in die CDU getragen wird.

    Mir scheint, die Union hat nicht nur Grundsätze, sondern auch Sachverstand über Bord geworfen -- zugunsten eines machtpolitischen Kalküls, das schwarzgrün als Option erzwingen will.

    Daß man das alles schon im Jahr 2000 hätte vorhersehen können und daß wir hier bei Science Skeptical seit 2009 die Folgen der Energiewende für alle nachprüfbar beschrieben haben, sei an dieser Stelle geschenkt. Am Ende, wenn denn die Wende an die Wand gefahren ist, dankt uns Skeptikern ohnehin keiner. Geschweige denn, daß man uns nachträglich auch nur zubilligt, die Dinge richtig gesehen zu haben. Wenn diese Politik dazu anregt, sich mit den technischen Rahmenbedingungen eines Stromnetzes und auch mit den physikalischen Grenzen von Energiespeichern zu befassen, dann immerhin hat man vielleicht irgendwann genug gelernt, um solche Fehler nicht noch einmal zu begehen.

    Besser spät als nie. Und nun hoffe ich nur, daß die Debatte auch und gerade in der Union soviel Fahrt aufnimmt, daß eine Eigendynamik entsteht, die auch die Parteispitze nicht mehr ignorieren kann.

  38. @Peter

    Ich finde es gut, dass wir über solche Diskussionen hier lesen können.
    Gerade die CDU ist ja eigentlich schon lange nicht mehr mit konzeptioneller Wirtschaftspolitik aufgefallen. Zumindestens nicht in meiner Wahrnehmung. Merkel ist da in der schwachen Tradition von Kohl.
    Wann hat eigentlich die CDU zuletzt sinnvolle Wirtschaftspolitik betrieben. Wir profitieren immer noch von Schröder.

    Grüße
    Günter

  39. Danke, Herr Leonhard für den Gastbeitrag.

  40. … ich nehme ja nicht in Anspruch, das Thema neu erfunden zu haben, dann hätte der Beitrag den falschen Eindruck erweckt. In den letzten 3 Jahren ist das immerhin die 3. Veranstaltung, die wir konkret zu diesem Themenbereich initiiert haben, jetzt eben auf Ebene des Landesverbands. Auf Bundesebene äußert sich der Wirtschaftsrat auch immer wieder kritisch, vielleicht nicht immer mit den Worten, die hier im Forum gewählt würden.

  41. #40. M. Leonhard

    auch von mir ein Dankeschön für den Beitrag und die offenen Worte. „Stetig Tropfen höhlt den Stein“ besagt ein bekanntes Sprichwort. In diesem Sinne bitter weiter so.

    karl.s

  42. Sehr geehrter Herr Leonard

    Sie sind nun schon der zweite CDU-Mann, neben dem Oberbürgermeister, Herrn Gneveckow….der hier bei ScSk öffentlich seinen Umut über den Verlauf der Energiewende kund tut……was ich durchaus als sehr löblich erachte…..ähnlich vehement wie auch unsere Freunde von der Sachsen-FDP…..die ja nun leider deswegen oder wegen der Bundespolitik dieser Partei, aus dem Landtag geflogen sind………weswegen ich Ihnen hiermeit eine ehrlich Frage stellen möchte.

    Wie wollen Sie und ihre Parteifreunde in den unteren Verbänden, gegen a) die linksgrün sympatisierende Medienmacht anstinken, denen es ein leichtes ist, Sie als „Ewiggestrigen“ oder eventuellen Pfui-Lobbyisten in die vorbereite Ecke abzuschieben und somit mundtod zu machen……und b)……wie können Sie und Ihre Mitkämpfer überhaupt gegen die scheinbare Allmacht einer Frau Merkel angehen……um doch noch irgendwie das Ruder rumreißen zu können?

    Mein ehrlich empfundener Eindruck ist dahingehend, das der „stete Tropfen“ wohl überwiegend der Strompreis sein wird…..und der damit folgenden zunehmenden De-Industrialisierung Deutschlands. Selbst ein Gabriel musste im Angesicht der Faktenlage einsehen, das man Dank grüner Propaganda, das Problem der Energiewende total unterschätzt hat.
    Ist es für die CDU nicht langsam mal an der Zeit, gegen den politischen Gegner aus der grünen Ecke……endlich vehementer vorzugehen?

    PS. Sorry für mein Geschreibsel…..das gestelzte Deutsch liegt mir absolut nicht.
    MfG
    Heinz Eng

  43. #Heinz Eng

    gut gemeint ist halt noch kein Qualitätssiegel für gute/vernünftige Energiepolitik. An diese einfache Formel (grün=gut) „glauben“ leider noch viele. Ich stimme ihnen voll zu, das nimmt sektiererische, quasi-religiöse Züge an. Für uns heißt die Devise: dran bleiben! Am 5.12. kürt die CDU BW ihren Spitzenkandidaten für den Landtagswahlkampf 2016…
    Es gibt klare Worte von Einzelnen, wie etwa dem CDU/CSU Vorsitzenden im Europaparlament Herbert Reul (NRW), seine Videobotschaft ist 4 Jahre alt, aber immer noch glasklar. Ebenso hat Guenther Oettinger bei vielen Gelegenheiten als Energiekommissar Klartext gesprochen. Auch die FDP in BW findet klare Worte.

    Als Industrievertreter spreche ich übrigens nicht als Vertreter der Energiewirtschaft, sondern arbeite für ein High-Tech Unternehmen, das schlicht untragbare Produktionsausfälle verkraften muss, wenn der Strom ausfällt. In unserer Sektion haben wir genauso Kollegen, die viel unmittelbarer unter der Energiepolitik leiden.

  44. @M. Leonhard

    Wissen se, wat ick als Energie-Fuzzi am liebsten mal spielen würde?
    Lokführer…….einfach mal 3Tage die Lok stehen lassen und den jahrelang angestauten Frust, per Plakat den Menschen im Lande näherbringen.
    Den Frust, der dadurch entstanden ist, das man uns Energie-Fuzzis als Volldeppen der Nation in die ewiggestrige Ecke stellen wollte und immer noch will…..weil wir ja so fieslich die supertolle Energiewende einbremsen….und sowieso allesamt nur Atomare Fossilen in dieser, ach so vorbildlich toleranten Welt mit den unendlichen Visionen, darstellen.

    Naja, geht leider nicht…..nationale Sicherheit und solchs Zeuchs, einschließlich des Versorgungsauftrages für die Bevölkerung, hindert uns daran dem Michel mal vor Augen zu führen, wie das moderne Smartphone-Leben denn so ganz ohne Strom funktioniert.
    Es ist diese absolute Hilflosigkeit……die mich bisweilen verbal ausrasten lässt, weil scheinbar ein ganzes Volk verrückt geworden ist…..und die paar Hanseln, die sich dagegen aufgelehnt haben (Großmann von der RWE oder Vahrenhold) wurden medial kalt gestellt.

    Dat ihr Jungs von der Industrie nich nur unter steigende Strompreise leiden müsst….wissen wir ja schon….das euch die strombedingten Produktionsausfälle zusätzlich dat Erwerbsleben schwerer machen, müsst ihr einfach vehementer (kann auch gerne etwas übertrieben werden) der arbeitenden Bevölkerung näher bringen.

    Gabriel hat den Anfang gemacht (wenn auch nicht bewusst bösartig), er hat Greenpeace die verlogene Propaganda-Maske von dem Vereinsgesicht gezerrt……daran kann man aufbauen, damit kann man weiter arbeiten…..und indirekt kriegt man mit diesen Argumenten auch die Grünen zu fassen……man muss es nur wollen.

    Gefühlt ist es schon eine Ewigkeit, seit dem ich gegen diesen Wahnsinn mit meinen bescheidenen Mitteln ankämpfe……langsam verliert man die Zuversicht……das sich jemals in diesen Lande noch etwas ändert…..da bin ick über jeden froh, der spät….aber doch noch rechtzeitig die Stimme erhebt um wieder etwas Realismus ins Land zu schleppen.

    Deshalb nachträglich……herzlich Willkommen bei uns, wenn es Ihnen wahrscheinlich auch irgendwann dienstlich schaden könnte.

    MfG
    Heinz Eng

  45. Achso……immer wenn ick Gefahr laufe einen minimalen Ansatz von Optimismus zu verspüren, guck ick ganz schnell im verbandseigenen Webauftritt rein….und bin urplötzlich wieder geheilt. (oh, ein Wunder)

    Studien zu Kohleausstieg

    Die Abschaltung alter Kohlekraftwerke in Deutschland könnte einen substantiellen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten. Weil dann gleichzeitig die Börsenstrompreise moderat stiegen, würde sich die Stromerzeugung der für die Energiewende wichtigen Gaskraftwerke wieder mehr rentieren. Aufgrund des gestiegenen Großhandelspreises sänke außerdem die EEG-Umlage. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung und der European Climate Foundation.

    Achso……ein Satz hat doch einen kleinen Lachkrampf in mir ausgelöst…

    „Angesichts des klimaschutzpolitischen Handlungsdrucks und der Unwucht auf dem Strommarkt ist die schrittweise Abschaltung von Kohlekraftwerken unverzichtbar“, sagt Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Er verweist auf China und die USA, die jüngst weitreichende Klimaanstrengungen vereinbart haben.

    weitreichend………joo, die Chinesen machen bis 2030 weiter wie bisher……und Obama is in 2 Jahren eh wech vom Fenster und da ab sofort die Republikaner in der senatorischen Übermacht sind, kann er sich jedes Gesetz dahingehend in seine tolle Lockenpracht schmieren.
    Wer sich diese Pseudo-Klimaschutzmassnahme dermassen zurecht biegen muss um das als bahnbrechende Klimaschutzmassnahme zu verkaufen…….hat auch annerschwo, das eine oder andere Problem mit der Realität.

    DIW Berlin…is die Truppe, wo eine gewisse Prof. Kempfert ihre Kompetenz versprüht…….“ im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung und der European Climate Foundation“…….zeigt uns, welches Ergebnis wir zu erwarten hatten.
    Aber, meine lieben Mitstreiter…….die Propaganda wirkt erstklassig…….denn:

    Umfrage: Große Akzeptanz für Windkraft in Südbayern

    Die Umfrage, die unter 1004 zufällig ausgewählten Haushalten in der Region Bayerisch-Schwaben im Auftrag der Lechwerke durchgeführt wurde, ergibt, dass 93 % der Befragten tendenziell für die Energiewende sind. Vor allem der Ausbau der erneuerbaren Energien (66 %) werden dabei mit der Energiewende assoziiert. Weit weniger genannt wurden der Atomausstieg (16 %) und der umstrittene Netzausbau (15 %). Allerdings würden nur 43,8 % der Befragten dem Bau von Hochspannungsleitungen mit »bestimmt« oder »wahrscheinlich ja« zustimmen. Die Mehrheit mit 65,1 % sprach sich hingegen mit »bestimmt nicht« bzw. »wahrscheinlich nicht« gegen weitere Hochspannungsleitungen aus. ……..

    Deutlich geringer sind die Zustimmungswerte beim Bau von Umspannwerken mit 60 %, von Biomasse-Kraftwerken mit 55 % oder der weitere Biomasse-Ausbau mit 34 %.

    Hier dürfte mein Zwerchfell endgültig seinen Dienst versagt haben……joo, Windräder sind cool…..aber Umspannwerke und Überlandleitungen, die gebraucht werden um den Windstrom auch zu transportieren…..finden die blöden Bayern extrem uncool……ja ne is klar, Deutschland ist im Eimer….aber sowas von.

    So…..endlich bin ick wieder demensprechen Pessimistisch, also der natürlich Urzustand meiner Seele seit 2007.

    Wer hier nich bekloppt wird, is selber dran schuld, Amen.
    E-O

  46. So ein Mist…ick wollte doch heute nich mehr……..mir diese sogenannte Studie angucken.

    Ok…..ick habs getan…..und einfach den Suchbegriff „gesicherte Leistung“ eingegeben……..natürlich, wie ick mir das schon denken konnte….kein einziger Suchtreffer.
    Statt dessen die üblichen Additions-Übungen….auch „Erzeugermengen“ genannt….die suggerieren sollen, wie schnell wir die Stinkedinger abschalten können.

    Nee…..ich kann nich mehr, wech dat Dingens…..es gibt Grenzen der Belastbarkeit und meine ist schon lange überschritten für den heutigen Tag.
    E-O

  47. #37 PH

    Besser spät als nie. Und nun hoffe ich nur, daß die Debatte auch und gerade in der Union soviel Fahrt aufnimmt, daß eine Eigendynamik entsteht, die auch die Parteispitze nicht mehr ignorieren kann.

    stimmt :)

    #40 ML

    In den letzten 3 Jahren ist das immerhin die 3. Veranstaltung, die wir konkret zu diesem Themenbereich initiiert haben, jetzt eben auf Ebene des Landesverbands.

    schön dies zu hören. :)

  48. Auf Nummer sicher gehen:

    Unser Klima ändert sich. Die Landesregierung verfolgt daher hinsichtlich des Klimawandels eine Doppelstrategie. Zum einen wollen wir mit allem Nachdruck unseren Beitrag zu den weltweiten Klimaschutzbemühungen der Vereinten Nationen mit dem Ziel der Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf 2° leisten. Dazu haben wir mit dem Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg und dem integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept die notwendigen gesetzlichen und konzeptionellen Grundlagen geschaffen, die wir nun Schritt für Schritt umsetzen, beispielsweise mit dem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Land. Aufgrund der Trägheit des Klimasystems und des Ausmaßes der bereits erfolgten und noch immer stattfindenden Treibhausgasemissionen ist der Klimawandel in einem gewissen Umfang bereits unumkehrbar. Die Bewältigung der Folgen des Klimawandels stellt auch Baden-Württemberg vor große Herausforderungen. Im Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg wurde deshalb neben dem Klimaschutz als zweite Säule der Auftrag an die Landesregierung verankert, eine Strategie zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels zu erarbeiten.

    Auszug aus dem Einladungsschreiben von Minister Franz Untersteller zum Kongress zum Entwurf einer Anpassungsstrategie „Dem Klimawandel begegnen: Baden-Württemberg wird aktiv“, der am 14. November d.J. in Stutgart stattgefunden hat.

    So sind wir halt in Baden-Württemberg:

    „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“

    Wer sich an der Erarbeitung der Strategie beteiligen möchte:
    http://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/arbeitsauftrag-klimawandel-schutz-und-anpassung/

    P.S.: Der wohltuende Gastbeitrag des baden-württembergischen Wirtschaftsrates kommt aus der Richtung, die Minister Gabriel als “wirtschaftsradikalen Flügel” der CDU bezeichnet. Siehe hierzu http://www.science-skeptical.de/klimawandel/obama-xi-jinping-und-die-energiewende/0012977/#comments, #13 von Quentin Quencher mit dem Interview mit Minister Gabriel im “Bericht aus Berlin”.

  49. Deutschland, die Insel der Glückseeligkeit ………oder doch nur Hort des Selbstbetruges?

    Weltweiter Energieboom: Comeback der Kohle

    -Kohle ist billig: Ihre Brennstoffkosten liegen in Europa laut IEA zwischen 3 und 3,5 Cent je Kilowattstunde. Elektrizität aus Erdgas lässt nur etwa halb so viel CO2 entstehen, ist hier aber locker doppelt so teuer. In den USA verdrängt Fracking-Gas zwar teils die Kohle; diese aber wird nun verstärkt nach Asien exportiert und treibt die Preise noch weiter nach unten.
    -Kohle ist global verteilt: Mehr als 70 Staaten haben bedeutende Vorkommen oder können ihren Eigenbedarf decken -- anders als bei Erdöl und Erdgas, wo sich das Gros der Lagerstätten auf wenige, politisch oft heikle Regionen konzentriert.
    -Kohle ist reichlich vorhanden: Die wirtschaftlich abbaubaren Reserven reichen nach jetzigem Stand weit über 100 Jahre.

    Neue Kohlekraftwerke: 300 Milliarden Tonnen CO2 nicht mehr zu verhindern

    Zwischen 2010 und 2012 stieg die globale Kapazität von Kohlekraftwerken im Jahresdurchschnitt um 89 Gigawatt. Das sind 23 Gigawatt mehr als in der Zeit von 2000 bis 2009 und 56 Gigawatt mehr als zwischen 1990 und 1999.

    Prognose bis 2035: CO2-Ausstoß steigt jährlich um 1,1 Prozent

    Schlechte Aussichten fürs Weltklima: Bis 2035 werden die Kohlendioxid-Emissionen aus dem Energiesektor jedes Jahr um 1,1 Prozent steigen. Damit ist der Zuwachs des Ausstoßes zwar geringer als der Energieverbrauch insgesamt -- aber immer noch mehr als von Klimaforschern gefordert.

    Fazit:
    Während deutsche Klimaschützer nicht schnell genug aus deutscher Kohle aussteigen können, ohne Rücksicht auf die Wirtschaft und Versorgungssicherheit zu nehmen……kommen global und jährlich 89 Gigawatt neue Kohlekraftwerksleistung hinzu.
    Während die USA die große Lippe riskiert, von wegens CO2-Einsparung Dank Shale-Gas……..exportieren se verstärkt die heimische Steinkohle nach Asien, drücken nebenbei die Preise und machen somit die Kohle noch attraktiver.

    Und so ganz nebenbei……ist die Lüge der knapper werdenen Brennstoffe auch erstmal enttarnt…..zumindest die nächsten 100 Jahre. Deutschland hat einen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß von knappen 2,5%…..selbst wenn wir kollektiven Suizid begehen würden, wäre das im globalem Maßstab in Wochen wieder kompensiert…..und wenn Deutschland unbedingt den Wahn verfallen ist, das man in Anbetracht dieser Zahlen auch nur in Bruchteil eines Prozentes Vorbildwirkung zeigen könnte, ist man komplett schief gewickelt.
    Übrigens….isses im europäischen Masstab klimatisch völlig wurscht, wat DE mit seiner Kohle macht….ausser, die Systemstabilität der Stromversorgung noch mehr zu gefährden.

    Naja…..weils ja so prima mit der Abschaffung der Kernkraftwerke geklappt hat, machen die üblich Verdächtigen halt gleich mal bei der Kohle weiter…….ein Hobby, das der Mehrheit der Bevölkerung noch ne Menge Geld und Wohlstand kosten wird.
    Bin mal gespannt, wann das endlich mal in den Hirnen der Vernebelten ankommen wird.

    E-O

  50. Noch ein „sachlicher“ Hinweis aus dem Land der „Untersteller“ damit dder gequirrlte Mist bildlich klar wird:
    Pumpen wir doch den deutschen Teil des Bodensees in einen Ringwallspeicher auf dem Montblanc. Die internationalen Probleme kümmern die besorgen Retter der Welt mit Klimaproblem und der Atomphobie doch ohnehin nicht. Der Durchleitungsvertrag und Entnahmevetrag mit den betroffenen Nationen können wir sicher so wie mit den Norwegern bei ähnlich durchdachten Projekten grün/schwarz/roter Phantasten aushandeln. Rückwirkend natürlich, weil die Produktion von Zappel-Strom in Milliardengröße schon ohne Plan volle Kante läuft.
    Ich unterstelle jetzt mal ganz vielen, daß ihnen entweder das Gehirn fehlt oder das Schmalz , den Mist als solchen zu bezeichnen. Oh, wie lese ich manchmal gerne Onkel Heinz mit seinem Gehirnschmalz.
    Deshalb ist Onkel Heinz auch kein Politiker. Diese unterstellen wahrscheinlich dem armen Montblanc noch Wankelmütigkeit beim Tragen der Lasten der Energiewende, die im übrigen natürlich völlig alternativlos ist.

  51. ich habe gestern den Livestream der Kandidatenvorstellung für die parteiinterne Auswahl des CDU Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in BW im Internet angeschaut. Eine der Fragen aus dem Publikum war zur Energiewende. Den Unterschied der Antworten von

    Landtagspräsident Guido Wolf, MdL
    CDU Landesvorsitzendem Thomas Strobl MdB
    empfand ich als krass.

    Die Antwort von Herrn Strobel empfand ich als sektenähnliches Glaubensbekenntnis „ja ich glaube an die Energiewende!“ / so komplex, einen Masterplan könne es nicht geben/ wenn es einer schafft, dann unsere Ingenieure / zu erwartendes Exportwunder/ Häuser, die keinen Netzanschluss haben und 50% Energieüberschuss produzieren. Kann jemand diese Beispiele zuordnen?

    Herr Wolf hat eine sehr differenzierte Haltung dargestellt, auch er halte den Ausstieg aus der Kernenergie für richtig, hält der CDU aber selbstkritisch vor, sich zu wenig Zeit für den radikalen Wechsel gegeben zu haben, man müsse aber auch sagen, was man wolle (nicht nur den Ausstieg, der neue Weg müsse praktikabel sein, was ist, wenn hier etwa kein Wind wehe) und Lösungen in einem angemessenen Nutzen-Verhältnis stehen müssten. Auch die Natur/Landschaft/Lebensraum ist schutzwürdig. Keine WKA, da wo kein Wind weht!
    Ich selbst und viele Leser hier würden einzelne Punkte schärfer und anders formulieren, ich will aber auch nicht Ministerpräsident werden und entsprechend große Mehrheiten sammeln.

    Die Position von Herrn Wolf empfand ich als überraschend mutig / nicht dem publizierten Mainstream entsprechend. DANKE GUIDO WOLF!

    Auf YouTube ist ein 13 Minuten Zusammenschnitt aus der über 2-stündigen Veranstaltung zu sehen.
    Bitte Link teilen / weiterleiten, wenn Ihr möchtet!

    Als Unterstützer von Herrn Wolf bin ich vielleicht etwas voreingenommen, vielleicht haben die verschiedenen Gespräche mit ihm zu diesem Thema zu dem Gesamtstatement beigetragen!!

    Nächste Station: Aufstellung des Wahlprogramms. Dicke Bretter!

  52. @ M. Leonhard

    Der Applaus war eindeutig stärker bei Wolf. Sowohl was die Energiewende betrifft, als auch als die Familien ansprach (zur Zeit auch ein großes Thema im Ländle). Die Schwierigkeiten in der sich die CDU befindet, beruhen ein bisschen darauf, dass sie zu viele der Grünen Narrative übernommen haben, und nun nicht mehr richtig zurück können. Ein bisschen wie: „was die Grünen wollen ist schon richtig, sie machen es nur falsch.“ Ähnliches habe ich aber auch, nicht so stark, bei der FDP gesehen. Um ehrlich zu sein, der Gabriel ging mit seinen Äußerungen weiter als Strobl und Wolf. Wolf deutet aber zumindest an, dass die Abschaltung der Kernkraftwerke noch hinaus gezögert wird. Aber das erwarte ich sowieso, da ein Ersatz bis dahin kaum verfügbar sein dürfte. Mit den NIE sowieso nicht.

  53. Eine gewisse Nachdenklichkeit kehrt ein im Schwabenland und artikuliert sich u.a. in einem Interview, das der stellvertretende Göppinger IHK-Geschäftsführer, Gernot Imgart, der Stuttgarter Zeitung zum Thema „Energiewende“ gegeben hat (gestern abgedruckt):

    Wo liegt denn genau das Problem?

    Während der Ausbau erneuerbarer Energien, nicht zuletzt aufgrund hoher Subventionen, fast ungezügelt stattfand, hielten der Netzausbau und die Anpassung des Kraftwerkparks nicht Schritt. Zugleich sind die staatlich verursachten Belastungen des Strompreises seit 1998 um das 15-fache gestiegen. Die hohen Energiepreise – insbesondere im Vergleich mit den USA – schaden zunehmend der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Außerdem scheinen speziell kleinere Stromausfälle, vor allem in Süddeutschland, bereits zugenommen zu haben.

    Gibt es dazu schon fundierte Erkenntnisse?

    Ja, die liefert unsere alljährliche bundesweite Umfrage zum IHK-Energiewendebarometer in 2200 Unternehmen. Ein Fünftel berichten inzwischen von Problemen mit der Versorgungssicherheit und damit etwas mehr als im Vorjahr. Insbesondere die Unterbrechungen in der Stromversorgung von unter drei Minuten sind angestiegen. Diese werden aber von der öffentlichen Statistik nicht erfasst. Angespannt ist die Lage in Süddeutschland: 35 Prozent der Industrieunternehmen in Baden-Württemberg und in Bayern berichten von Problemen. Die Energiewende wirkt sich nur für 14 Prozent der Betriebe positiv oder sehr positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit aus. Das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Mehr als ein Drittel sehen hingegen negative oder sehr negative Auswirkungen. Bisher ist die Energiewende leider keine Erfolgsgeschichte Made in Germany.

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.die-goeppinger-ihk-widmet-sich-der-energiewende-interview-mit-gernot-imgart-keine-erfolgsgeschichte-made-in-germany.d8e3eadb-f44a-4491-b3ae-305c3e790ddf.html

  54. Habe gerade das Buch, des Konstanzer Physikprofessors Gerd Ganteför fertig gelesen

    Klima -- Der Weltuntergang findet nicht statt

    Brillantes Buch. Verständlich geschrieben. Politiker, die für sich in Anspruch nehmen klimapolitisch global zu denken, sollen sich dieses Buch als Weihnachtslektüre vornehmen.

    Durch die Beleuchtung der 3 Themenfelder Energie, Klima und Entwicklung der Weltbevölkerung gibt Ganteför dem Leser Hintergrundinformation und das Handwerkszeug, um

    * die nötige Gelassenheit zu entwickeln, die Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können,
    * den Mut, genau die Dinge zu ändern, die wir ändern können,
    * und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Im Original geht das Zitat geht auf den Amerikaner Reinhold Niebuhr zurück, Ganteför selbst verwendet es nicht.

    Der Ansatz, diese 3 Themenkreise in Zusammenhang zu setzen ist in der Form neu, hoch spannend und weitblickend. Da fragt man sich wirklich, welch ideologische Brille in Deutschland verteilt wird, die die Rettung der Welt durch planlosen Zubau von Windkraft/PV/Biogas erreichen will.

  55. @M. Leonhard #54
    Wäre es ja nur der Zubau der sog. Erneuerbaren Energien. Aber Deutschland will ja auch gleichzeitig aus der Kohle und vor allen aus der sicheren, zuverlässigen und billigen Kernkraftenergie aussteigen. Deutschland vernichtet so zu sagen mit dem EEG das Volksvermögen = Kohle- und vor allen die Kernkraft und subventioniert sogleich die sog. Erneuerbaren Energie per EEG. Schizophrener kann man seine eigene Sabotage an der Volkswirtschaft und damit an unserer Gesellschaft schon nicht mehr betreiben.

  56. @ M. Hoffmann #55

    volle Unterstützung! Sehe ich genau so wie Sie.

  57. Die Bertelsmann Presse feiert die industrielle Demontage Deutschlands zugunsten der Gaja Mythologie.

    Ausstieg aus Klima-Killer-Geschäft

    Eon darf nur der Anfang sein

    Für Eon ist das Geschäft mit fossilen Brennstoffen nicht mehr attraktiv. Auch, wenn jetzt viel über Arbeitsplätze gesprochen werden wird. Der Ausstieg des Unternehmens aus Kohle und Gas ist ein Triumph der deutschen Energie-Politik. Ein Kommentar von Issio Ehrich

    http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Eon-darf-nur-der-Anfang-sein-article14067051.html

    Warum musste ich da gerade an Leni Riefenstahl denken?

  58. @ 57, FK9:

    Ich verstehe die Kommentare in den Medien überhaupt nicht. Was ich sehe, ist die Ausgründung eines neuen Unternehmens, das von EOn die renditestarken Bereiche der konventionellen Energieversorgung übernimmt. Der damit verbundene Börsengang spricht ja Bände. Man denkt offensichtlich, daß dieses neue Unternehmen attraktiv für Investoren sein wird. Weil eben der gesamte staatlich überregulierte Bereich, in den langfristig orientierte Investments kein Vertrauen mehr haben, in der Konzernmutter verbleibt…

  59. #55 heinze

    Aber Deutschland will ja auch gleichzeitig aus der Kohle und vor allen aus der sicheren, zuverlässigen und billigen Kernkraftenergie aussteigen.

    wollen und tun sind, besonders in diesem fall, zwei völlig verschiedene paar schuhe.

    wie du eigtl wissen müsstest, können wir spätestens in 2022 (geht eigtl schon so um 2017/2018 los, je nach winter ) nicht mehr genügend ‚gesicherte leistung‘ zur verfügung stellen…

    und wenn die politik wirklich wöllte, dann bräuchte sie nur die 7,5 GW (oder so) zur abschaltung beantragten, aber abgelehnten (bzw. nach derzeitiger gesetzeslage um max. 24 monaten aufgeschoben), kraftwerkskapazitäten stilllegen…

    es ist nur eine frage der zeit, bis das wahre leben die oberhand gewinnt :)

  60. @Peter

    Die Kommentare in den Medien sind Wunschdenken.
    Während von 2012 auf 2013 der Ebit der konventionellen Stromerzeugung gefallen ist, ist er 2014 wieder stark gestiegen und hat wieder den 2012er Wert erreicht. Die Erneuerbaren blieben etwa konstant beim Ebit.
    Die konventionelle Stromerzeugung hat ohne Subventionen mehr eingespielt an Ebit als die Erneuerbaren.
    Ich denke es ist vor allem eine Finanzierungsfrage die diese Aufteilung vorschlägt und die unterschiedlichen Märkte, da je nach Geschäft eine andere Art von Investoren gebraucht wird. Eine andere Risikostruktur.
    Vermutlich wird die Kraftwerksausgründung einfach ein Zulieferer werden, dessen Strom bei der ehemaligen Mutter grüngewaschen wird. Dazu wird die Ausgründung immun dagegen sein, wenn der Staat die EEG-Umlage gegen die Subvention der Backupkraftwerke ausspielen will.
    Grüße
    Günter

  61. Die Dummen feiern ihren Pyrrhussieg…..und die Intelligenten verkrümeln sich leise still und heimlich.
    Wer sagt denn, das E.ON das ausgegründete Unternehmen nun unbedingt zwingend in Deutschland stationieren wird?
    Wer sagt uns denn, was passiert….wenn TTIP endlich beschlossen ist….dat ausländische Investoren dann diese Sparte aufkauft….um anschließend Deutschland vor den Kadi zu ziehen?

    Kraft ihrer Wassersuppe, Dank jahrelanger medialer und grünsozialistischer Ökostromlüge, musste sich ja schon Gabriel eingestehen, das man die Probleme dieser so-genannten Energiewende total unterschätzt hat….Ein Spruch bewahrheitet sich doch immer wieder…..Lügen haben kurze Beine…….und jetzt fliegen uns diese Lügen janz toll um die Ohren, wie schon lange vorausgesagt.

    Die verborgenen Gefahren der Strom-Revolution

    Wer betreibt am Ende die E.on-Kraftwerke, die für die Versorgungssicherheit Deutschlands noch auf Jahrzehnte hinaus unverzichtbar sein werden? Wer übernimmt die Gasspeicher des Konzerns, die Fördertürme für Öl und Gas in der Nordsee? Staatskonzerne aus Russland, Italien oder Frankreich? Oder gar dieser sagenhafte australische Rentenfonds Macquarie, der sich derzeit bereits für 2,5 Milliarden Euro das gesamte E.on-Geschäft in Spanien und Portugal einverleibt?

    Und was bedeutet das schließlich für die deutsche Souveränität in Versorgungsfragen? Wird deutsche Energiepolitik künftig in Moskau, Paris oder Sydney mitbestimmt, oder wo die Konzernzentralen der künftigen Eigentümer sonst immer sitzen mögen? An wen wendet sich die Bundesregierung in Zukunft, wenn sie mal wieder teure Sonderwünsche hat, wie zum Beispiel aktuell die Einsparung einiger Millionen Tonnen Kohlendioxid zur Erreichung eines rein symbolischen, nationalen Klimaziels?

    Joo, was passiert eigentlich, wenn man den kleinen Gabriel sein liebstes Spielzeug weg nimmt?
    Das Wirtstier wehrt sich……und wir werden den Kampf bezahlen bis Sankt Nimmerlein.

    E-O
    PS. Micha..#59
    Hääää?

  62. Wer sagt denn, das E.ON das ausgegründete Unternehmen nun unbedingt zwingend in Deutschland stationieren wird?
    Wer sagt uns denn, was passiert….wenn TTIP endlich beschlossen ist….dat ausländische Investoren dann diese Sparte aufkauft….um anschließend Deutschland vor den Kadi zu ziehen?

    Die konventionelle Sparte geht so sicher wie das Amen in der Kirche via Börse an internationale Investoren -- mit all den Folgen -- die Rache der Aufsichtsräte an der Politnomenklatura der 3-Säle Karrieristen. Eine gewisse Häme konnte ich mir gestern nicht verkneifen. Diesen Schritt kann die Schaustellertruppe in Berlin nur noch via Verstaatlichung verhindern -- und das kostet mal wieder 100te Milliarden als immanente Folge der idiotischen Energiewende.

    Mir tun nur die Arbeitsplätze leid, die -so sicher wie das Amen in der Kirche -- mit der Übername durch die Fonds verloren gehen:
    In die Kraftwerke werden keine Investitionen mehr gesteckt, somit auf Verschleß gefahren, solange sie noch Gewinne einfahren, dann dichtgemacht.

  63. #63
    Genau so wird gemacht. Immerhin kann man dann noch auf eine böse Heuschrecke schimpfen.
    Die Arbeitsplätze sind aber weg auch wenn der Investor ersteinmal eine Bestandgarantie geben wird um Politik etc. zu besänftigen. Deshalb musste E.O.N jetzt raus damit.
    Gruß
    Steinzeit

  64. Ich gehöre hier ja nicht zu den alten Hasen auf dieser Seite. Ein Thema habe ich hier auf der Seite trotz Suche nicht gefunden:

    Global Cooling der 1970er

    In den Erinnerungen an meine Kindheit schlummert irgendwo die Geschichte, dass mir mein Vater als Grundschüler erzählte, uns stünde eine neue Eiszeit bevor. Das hat mich als Kind sehr beunruhigt. Tatsächlich, in den 1970-ern war Global Cooling offenbar ein gängiges Thema.

    Heute sind unsere wissenschaftlichen Methoden sicherlich besser, sind sie aber wirklich gut genug? Lassen Sie sich gegen neuere Messdaten gut genug validieren? Das publizierte Pendel steht heute auf der anderen Seite, sprich: globale Erwärmung -- und die bekannten, oft sinnfreien „klima-“ und energiepolitischen Entscheidungen, die sich damit begründen. Offenbar fällt es auch den heutigen Modellen schwer zu erklären, dass seit der Jahrtausendwende die globale Durchschnittstemperatur stagniert (also nicht steigt). Die Klimamodelle stecken wohl trotz High-Tech noch in den Kinderschuhen.

    Das Thema muss m.E. auch nicht ausgebreitet werden, nur ein kleiner Beitrag in Bezug auf publizierte Meinung, Halbwertszeit der Erinnerung, Robustheit der bekannten Klimamodelle.

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