Deutschlands führender EE-Lobbyist: „Wir haben uns geirrt bei der Energiewende“

8. Dezember 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Medien, Politik

imageDass dieser Artikel (*) ausgerechnet in der bislang der Energiewende gegenüber völlig unkritischen „Zeit“ erscheint ist die eine Überraschung. Die andere ist, wer darin so prominent zitiert wird, und in seiner Kritik kein gutes Haar am Projekt Energiewende lässt. Es ist einer der führenden Vordenker in Deutschland, wenn es um den Einsatz sogenannter Erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung geht, der Leiter des Thinktanks Agora Energiewende, Dr. Patrick Graichen. Und was er den Journalisten der Zeit zu sagen hat, ist eine Kritik an der Energiewende in Deutschland, die es in dieser Deutlichkeit bislang höchstens von ausgewiesenen Energiewende-Gegnern zu hören gab. Die Zeit dazu:

Graichen sagt, kurz gefasst: Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht in ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, dass sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.

Dabei hätte alles so schön sein können. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) massiv geförderte (nur unstetige und ineffiziente) neue Energiequellen wie Wind und Photovoltaik sollten immer mehr Strom produzieren. Bei Dunkelheit oder Flaute sollten konventionelle Kraftwerke einspringen, vor allem den Gaskraftwerken, wegen ihrer guten Regelbarkeit und des vergleichsweise geringen CO2-Ausstoßes.

In der Realität lief es aber dann ganz anders. Die unplanbare Einspeisung von immer mehr Wind- und Sonnenstrom ließ den Börsenstrompreis immer weiter sinken. Bislang lukrative Geschäftsmodelle von Gaskraftwerken, wie etwa den bislang teuren Mittagsstrom zu verkaufen, funktionierten nicht mehr, weil um diese Zeit das Netz jetzt mit Photovoltaikstrom geflutet wird. Den Ausgleich für die fluktuierende Einspeisung der Erneuerbaren besorgen vor allem Kohlekraftwerke. Und weil diese nicht für schnelle Lastwechsel ausgelegt sind, wird immer öfter Strom verschenkt oder sogar noch Geld drauf gelegt, wenn der Wind stark weht oder die Sonne kräftig scheint. Die Zeit hierzu:

Was machen die Kohlekraftwerke, wenn der Strompreis fällt und fällt? Am 11. Mai konnte man es beobachten: Sie produzieren kräftig weiter. Lieber verkaufen die Erzeuger ihren überflüssigen Kohlestrom zehn Stunden lang zu einem „negativen Strompreis“, als ihre Braunkohlekraftwerke abzuschalten. Umweltschützer tun gerne so, als seien die Kraftwerksbetreiber an diesem Klimafrevel schuld. In Wirklichkeit bleibt ihnen gar nichts anderes übrig. Kohlekraftwerke sind dafür ausgelegt, fawst ununterbrochen zu laufen, sie reagieren träge, und ihre Leistung zu drosseln ist teuer. Muss ein Kohlekraftwerk vom Netz, bezahlt der Betreiber später allein für den Diesel, den er verfeuert, um es wieder auf Betriebstemperatur zu bringen, einen fünf- oder sechsstelligen Betrag. Außerdem vertragen die Kraftwerke es nicht, häufig an- und wieder abgeschaltet zu werden.

Der überschüssige Strom geht ins Ausland. Wie die Zeit schreibt, vornehmlich in die Niederlande, wo der deutsche „Öko-Strom“ ebenfalls den Gaskraftwerken Konkurrenz macht. Und wenn die Entwicklung so weiter geht, und mehr Energie aus „Erneuerbaren“ zu unseren Nachbarn geschickt wird, werden auch die Gaskraftwerke in Belgien, Großbritannien, Frankreich und Italien unter wirtschaftlichen Druck geraten. Die deutsche Energiewende ist also nicht nur für die Klimabilanz hierzulande nicht nur nutzlos, sondern schädlich. Sie gefährdet auch zunehmend die Energie-Infrastruktur unserer Nachbarländer. Das ist es was passiert, wenn am deutschen Wesen wieder einmal die Welt genesen soll. Es ist mehr als erfreulich, dass dies jetzt auch den (bisherigen?) Befürwortern der Energiewende auffällt.

In einem Punkt jedoch irrt Patrick Graichen ganz gewaltig, wenn er sagt:

„Im Nachhinein ist das alles logisch, trotzdem hat hier vor drei, vier Jahren keiner diese Logik so durchschaut.“

Die ganze Entwicklung, von der jetzt alle so überrascht sein wollen, war bereits vor einigen Jahren genau so absehbar. Zahlreiche Artikel und etliche Kommentare hier im Blog haben das genau so vorhergesagt. Und das nicht, weil wir hier über eine besondere seherische Gabe verfügen würden. Sondern weil sich eben diese Entwicklung aus den physikalischen und ökonomischen Gegebenheiten beinahe zwangsläufig ergibt. Wundern kann sich jetzt eigentlich nur, wer diese bislang nicht sehen konnte oder wollte.

(*) Der Artikel ist am 04.12.2014 in der gedruckten Ausgabe der Zeit erschienen. Man kann ihn auf der Internetseite von VernunftKraft Hessen online einsehen.

[Update 11.12.2014] Jetzt auch auf ZeitOnline verfügbar: Klimawandel – Schmutziger Irrtum

 

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105 Kommentare
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  1. Aus der Traum, sogar für einen der Erfinder des Unsinns. Wir von Naeb e.V. warnen schon lange und informieren, selbst die, die es nicht hören wollen. Es kann schon seit Jahren kein Bürger und vor allem kein verantwortlicher Politiker mehr sagen: „Ich habe nichts gewußt“. Das war die große Ausrede von 1945!
    Wer jetzt noch weiter in EEG Planwirtschaft wurschtelt, ruiniert schuldhaft Deutschland und verletzt seinen Amtseid.
    Wir stehen vor dem Abgrund der Klimakatastrophe, laßt uns mit einem beherzten weiteren Schritt die Weltretten.
    Das Opfer der Öko-Lemminge in Lima, rettet uns und unser Klima. Von Industrie schon bald ganz frei und von allem bösen C O zwei.

  2. Agora wäre nicht Agora, wenn man nicht noch einen bzw. mehrere Schuldige ausmachen würde, um die Energiewende doch noch schön zu reden. In der Quintessenz heißt das: Wir müssen die Stellschrauben nur verändern und dann klappt es schon. Das gilt auch für die Damen und Herren der sonstigen Institute (Fraunhofer, DIW u.a.).

    Die Geschichte mit dem überschüssigen Kohlestrom ist bekannt und wird gerne benutzt, um die relativ unflexiblen Kohlekraftwerke zu diskreditieren. Aber -- und hier ist Vorsicht geboten -- es handelt sich nicht nur um Kohlestrom der zu negativen Preisen ins Ausland verkauft wird, sondern z.B. auch um Solarstrom aus Bayern, der vorzugsweise zur Mitttagszeit nach Österreich „verschenkt“ wird, was natürlich wieder verschwiegen wird.

    Ich halte die Lernkurve bzw. die Lernbereitschaft bei diesen Herrschaften für sehr gering. Die Kohlekraftwerke müssen weg, was so und so deren Absicht war. Dann geht die Tendenz zu flexibleren Gaskraftwerken und es gibt neue Diskussionen um die Speichertechnik, was dazu führt, dass es im Endeffekt nur teurer, aber nicht besser wird.

    Die Energiewende wird erst dann krachend scheitern, wenn wir signifikante Einbrüche beim Wirtschaftswachstum haben und ein Versorger nach dem anderen in die Insolvenz geht.

  3. Lassen wir halt das mit dem Börsenpreise einfach mal sein. Diese Leipziger Strömbörse ist nichts weiter als eine Grüne Alibibörse.
    Bei der Wirtschaftlichkeit eines Kraftwerkes geht es immer um sein Auslastung. Das hat mit einen Börsenpreis nichts zu tun.
    Wenn ein Kraftwerk nicht mehr kontinuierlich zu den Verbraucher-„Spitzenzeiten“ Einspeisen darf, weil es durch das EEG (Einspeisevorrang der EE vor den Kraftwerken) daran gehindert wird, dann braucht sich keiner mehr wundern, dass die Kraftwerke wegen mangelnder Auslastung (niedrige Verbrauchsnachfrage) in die Unwirtschaftlichkeit per Staats-EEG diktiert werden.

  4. In einem Punkt jedoch irrt Patrick Graichen ganz gewaltig, wenn er sagt:

    “Im Nachhinein ist das alles logisch, trotzdem hat hier vor drei, vier Jahren keiner diese Logik so durchschaut.”

    Die ganze Entwicklung, von der jetzt alle so überrascht sein wollen, war bereits vor einigen Jahren genau so absehbar. Zahlreiche Artikel und etliche Kommentare hier im Blog haben das genau so vorhergesagt.

    Es wäre gut, dass mal mit ein paar Links auf einen der zahlreichen Artikel zu belegen (also mindestens 3 Jahr alt und mit der Vorhersage, dass die Gaskraftwerke verdrängt und die Kohlekraftwerke übrig bleiben werden). Es mag mein schlechtes Gedächtnis oder Zeitgefühl sein, aber gefühlt habe ich davon das erste mal im letzten Jahr hier gelesen (in einem Artikel von tritium). Vorher wurde in der Regel noch eine Verschiebung von Kohle hin zu Gas bescheinigt, ohne zu prognostizieren, dass sich das mal drastisch umkehren würde.

    (Nach ein wenig Stöbern habe ich Kommentare aus 2012 gefunden, die von Stillegungen von Gaskraftwerken berichten, aber die hatten da keinen Vorhersagecharacter mehr 🙂 )

  5. Die zwei Gesichter der Politik

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Energiewende verklärt wird. Der „dringend“ erforderliche Ausstieg aus Atomenergie und konventioneller Stromerzeugung treiben ideologisch gesteuerte Politiker und Verwaltungsbeamte an. Der ungezügelte Ausbau der Windenergie wird ohne Bedarfsnachweis durchgeboxt. Die Bürger werden kaum gefragt. Mitsprache ist mittlerweile ein Fremdwort in der politischen und administrativen Welt, die sich Bürgerdialog, Bürgerbeteiligung und Bürgerentscheid auf die Fahnen geschrieben hatten. Was daran wahr ist, erfahren wir tagtäglich.

    Wenn Extrembefürworter nun vom Irrtum zur Wahrheit reisen, dann ist das zwar löblich, wird aber die Unvernunft nicht korrigieren. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund müssen auch Fragen gestellt werden:

    War die Liberalisierung der Strommonopole erfolgreich? Haben wir Wettbewerb auf dem Strommarkt und marktgerechte Preise? Sind wir bei der Energiewende auf dem richtigen Weg? Ist Deutschland ohne Atom und Kohle besser dran? Bezahlen die Verbraucher marktgerechte Strompreise? Werden die Öko-Umlagen gerecht verteilt? Rettet die deutsche Unbeholfenheit das Klima?

    Im Energiewende Schwarzbuch (siehe Link) habe ich die Antworten zusammengetragen. Sie lauten jedes Mal Nein. Meine These: Diese Energiepolitik führt zum Kollaps.

    http://www.zuklampen.de/buecher/unibuch-verlag-c-37/energiewende-schwarzbuch-p-1274788800.html

  6. @Marvin

    Es wäre gut, dass mal mit ein paar Links auf einen der zahlreichen Artikel zu belegen (also mindestens 3 Jahr alt und mit der Vorhersage, dass die Gaskraftwerke verdrängt und die Kohlekraftwerke übrig bleiben werden).

    Es ist mir schon lange, lange bekannt, dass das mit den EE ein kostspieliger Irrsinn ist und die Energiewende zum Scheitern verurteilt ist.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/?s=Prim%C3%A4renergieverbrauch

    Alle, ja alle, die sich mit der Materie ein bisschen auskennen, haben davon gewusst. Ich habe seit 2008 regelmäßig Artikel dazu veröffentlicht. Das Gaskraftwerke verdrängt werden war erst nach Fukushima also nach 2011 absehbar, nachdem Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet wurden. Vorher war aber schon absehbar, dass Gaskraftwerke nicht teuer als Reservekraftwerke zum Ausbau der EE zugebaut werden würden. Wer baut schon teure Gas-Kraftwerke als Reserve, die häufig still steht, da die EE Vorrang genießen?

  7. @Marvin

    PS

    Nach Fukushima 2011 und dem KKW-Abschalt-Beschluss in Deutschland purzelten die Preise für CO2-Zertifikate in den Keller. Ab da war absehbar, dass Kohlekraftwerke Gaskraftwerke verdrängen werden.

  8. @ Marvin Müller #4

    Günter Keil im Jahr 2011:

    Die Erwartung der Regierung, daß künftig viele neue Gaskraftwerke gebaut werden,

    die wegen ihrer geringeren Emissionen als klimafreundlicher gelten und auch als Regelungskraftwerke zum Ausgleich der Einspeisungs-Schwankungen benutzt werden könnten, wird sich nach Aussagen der Kraftwerksbetreiber nicht erfüllen. Das würde sich nicht rechnen, denn einerseits sind die Gaspreise zu hoch, andererseits sind Kraftwerke, die nur gelegentlich angefahren werden, um das Netz zu stabilisieren, unrentabel und rechtfertigen keine Investition. Es bleibt nur die Kohle.

    Dass die Aussage von Graichen so nicht ganz zutrifft schreibt ja auch die Zeit in Ihrem Artikel:

    Graichen legt wert auf die Feststellung, niemand habe diese Entwicklung vorhersehen können… Aber das ist mehr eine Ausrede als eine Analyse.

  9. „“Im Nachhinein ist das alles logisch, trotzdem hat hier vor drei, vier Jahren keiner diese Logik so durchschaut.”“
    Tatsächlich?
    Strom der allenfalls in einer Hälfte des Tages funktionieren kann. Und Strom der nur funktioniert wenn es IMMER Wind gibt. Wofür ja der November bekannt ist. Nicht das des da Grau in Grau geht , keine Sonne, kein Wind, aber neee das konnte „keiner“ wissen.

  10. Die Börsenpreise sind nur bedingt von den Gestehungskosten getrieben, da Produktionsmengen eben nicht leicht an den Bedarf anpassbar sind. Das ginge nurt bei einer verbesserten Gesetzeslage zum Abrgeln der EE-Anlagen bei fehlender Nachfrage und bei Gaskraftwerken.

    Aber auch bei Gaskraftwerken dauert es stunden, bis die Anlage Betriebstemperatur hat. Und darum muss gegenüber Verbrauchsspitzen immer eine gewisse stand-by Reserve vorgehlaten werden. Das geht mit Schwungmassen in Skunden und mit Stauseeen in Minuten. Allerdings ist das für die Wasserkraft fatal. Denn um als Minutenreserve fungieren zu können, dürfen sie im regulären Betrieb nicht mitlaufen. Das heißt: Gar keine Umsätze. Und das wird dann eben wirtschaftlich schwierig.

    Was ich naoch nicht gelesen habe ist, wie sich Graichen die ‚Endlösung‘ überhaupt vorstellt. Was macht er nun mit seienm Flatterstrom? Energiewende stoppen? Alles aufs Gas?

    Nur haben wir da neben den steigenenden Kosten die nächste Versorgungslücke: Aus Russland kommen rund ein Drittel des Erdgases in D. ein weiteres Drittel kommt aus den Niederlanden und inaändischen konventionellen Lagerstätten. Diese sollten aber bis 2020, bzw. 2025 erschöpft sein. Ersatz durch Fracking wäre möglich, aber wir kennen ja den Status. Und Pipeline-Projekte werden gestoppt. Wollen wir uns noch tiefer von Ukraine-Krim-Putin abhäng machen?

    Ich denke, dass auch Gas unter den gegebenen Umständen keine Altermnative im großen Stil sein kann. ,

  11. @Martin Landvoigt #10
    Die Alternative zu dieser industrie-werte-wohlstandsvernichtenden Ehtik-Energiewende auf Basis eines marktfeindlichen, asozialen und perfiden EEG besteht darin, das EEG abzuschaffen und zur Marktwirtschaft und damit zu unseren Kraftwerk-MIX-Park von Kohle, Gas und vor allen der Kernkraft zurück zu kehren.
    Mit der Kohle, dem Kernenergie machen wir uns nicht zu abhängig vom Gas.
    Wir haben 3 Energieträger die wirtschaftlich und technisch vernünftig in unseren Kraftwerken verwendbar sind und diese 3 Energieträger (Kohle, Gas und Uran) sollten wir auch weiterhin in einen ausgewogenen und vernüftigen Mix einsetzen.

  12. Mein Gott Hofmann # 11. Es hat ja bis zum Jahr 2000 tadellos funktioniert, wirtschaftlich und störungsfrei. Bis dann die Ideologen die Elektriker verdrängten. Wenn wir keine solchen dummen ideologischen Scheuklappen hätten, würden wir neue schnelle Reaktoren, modular und in Serie bauen. Energie statt Endlager Die Russen machen es schon, allerdings wegen Waffenplutonium. Das ist zum Glück kein deutsches Problem, aber auf die in diesem Fall vernünftigen Nachbarn, sollten wir schon schauen. Zwei Schritte zurück auf 2000 und einen vor auf den Stand der heutigen Nuklear-Technik. Leider sind wir da bereits von der Führungsspitze abgetreten. Wir hätten Milliarden für Wichtiges übrig und könnten weiter Milliarden erwirtschaften. Im Moment vernichten wir nur!

  13. FDominicus schrieb:

    „Strom der allenfalls in einer Hälfte des Tages funktionieren kann. Und Strom der nur funktioniert wenn es IMMER Wind gibt. Wofür ja der November bekannt ist. Nicht das des da Grau in Grau geht , keine Sonne, kein Wind, aber neee das konnte “keiner” wissen.“

    Es gibt eine Hitliste „Schlechteste Produkte des Jahres“. Die EE könnten sogar ohne Mühe den Titel „Schlechtestes Produkt des Jahrhunderts“ gewinnen. Da wird ein Produkt, was im Schnitt an nur ca. 30 % der Jahresstunden zur Verfügung steht, mit dem Slogan beworben „Ja sind wir denn alle verrückt geworden?“

    Ich glaube, die Mitarbeiter von RWE kennen die Antwort.

  14. Alexander Wendt auf der Achse des Guten zum Zeit-Artikel:

    Nichts davon ist neu. Neu ist, daß so etwas jetzt auch in der ZEIT steht. Der Artikel erinnert ein wenig an einen spätsowjetischen Witz, in dem Generalsekretär Gorbatschow 1985 das Gespräch mit dem Chauffeur seiner Limousine sucht: “Genosse, du wirst von mir jetzt schonungslose Worte hören, die dich im Tiefsten erschüttern werden. Die Industrie in unsrem Land ist verrottet. Wenn Fabrikdirektoren erfüllte Pläne nach oben melden, dann lügen sie. Unsere Zeitungen erzählen Märchen. Wir liegen technisch zwei Jahrzehnte hinter dem Westen zurück.”

    Worauf der Fahrer sagt: “Genosse Generalsekretär, das weiß eigentlich jeder in diesem Land. Glückwunsch, jetzt wissen Sie’s auch.”

  15. Die Grünen und Greenpeace haben die Lösung parat. Kohlekraftwerke abschalten und damit die Reserve, die überhaupt noch unser Stromnetz mit Zufallsstrom aus EE an Laufen hält.

    Der grüne Klima-Aktionsplan: alle Sektoren müssen liefern

    Das Klimaschutzziel ist nur zu erreichen, wenn alle Sektoren einen Beitrag leisten. Den größten, wenn auch nicht alleine ausreichenden, Beitrag muss die Energiewirtschaft erbringen -- etwa durch die Stilllegung besonders klimaschädlicher und alter Kohlekraftwerke. Denn Deutschlands Braunkohlekraftwerke gehören zu den ältesten und dreckigsten in Europa. Doch auch die Steigerung der Energieeffizienz, der Gebäudebereich sowie Verkehr, Landwirtschaft und Umweltschutz müssen weit stärker als bislang dazu beitragen, die CO2-Emissionen zu senken. Die Schwerpunkte des grünen Klimaschutz-Aktionsprogrammes sind:

    Umbau Kraftwerkspark: 76 Mio. t/CO2
    Grüner Energiesparfonds: 30 Mio. t/CO2
    Klimaschutz im Verkehr: 18 Mio. t/CO2
    Weitere Maßnahmen: 76 Mio. t/CO2
    Summe: 200 Mio. t/CO2

    Nur so können wir das Ruder noch herumreißen und das Klimaschutzziel erreichen. Wohlstand und Klimaschutz stehen außerdem nicht im Widerspruch, sondern unterstützen einander. Das war auch einer der zentralen Botschaften des „New Climate Economy“-Reports, der zuletzt mit den neuen Zahlen den Stern-Report von 2006 aktualisiert hat. Klimaschutz ist eine gute Investition, die erneuerbaren Energien sind so preiswert wie noch nie und boomen weltweit. Dagegen kommt es uns teuer zu stehen, wenn wir den Klimawandel ignorieren und zu wenig tun. Verfehlt Deutschland sein Klimaziel, so wird dies auch international ein fatales Zeichen sein. Umso wichtiger ist es, jetzt kurzfristig wirksame und konsequente Maßnahmen vorzulegen, die Deutschlands internationale Vorreiterrolle wieder herstellen.

    Aktionsprogramm Klimaschutz von Greenpeace

    Damit Deutschland sein 40-Prozent-Ziel noch erreichen kann, bleibt
    lediglich ein Hebel: Die Bundesregierung muss die Strommenge aus
    klimaschädlichen Kohlekraftwerken drastisch senken – entweder durch
    eine Deckelung oder durch die Stilllegung einzelner
    Kohlekraftwerksblöcke.
    Die kürzlich bekannt gewordenen
    Überlegungen, 10 Gigawatt Kohlekraftwerke aus dem Markt zu nehmen,
    sind dabei ein wichtiger erster Schritt, reichen allerdings bei Weitem
    nicht aus, um das Klimaziel zu erreichen.

  16. @Marvin Müller

    Hier ist ein Link.
    Selbstverständlich wußten das die seriösen Ökonomen schon. Der Link zeigt, dass damals schon gesehen wurde, das das EEG den Weg in die Planwirtschaft weist.

    Aber im Grunde ist es egal, ob man es damals sehen konnte oder nicht. Entscheidend ist es, dass es gelingt umzusteuern und aus der Planwirtschaft des EEG und der Energiewende herauszufinden.

    Ich meine was ist das denn für eine Ausrede mit Smiley. Ist der Politiker nicht verantwortlich der eine Fehlentwicklung eingeleitet hat, nur weil andere es ebenfalls nicht gesehen haben, dass es eine Fehlentwicklung ist.
    Wenn sie schreiben:

    Es mag mein schlechtes Gedächtnis oder Zeitgefühl sein, aber gefühlt habe ich davon das erste mal im letzten Jahr hier gelesen (in einem Artikel von tritium). Vorher wurde in der Regel noch eine Verschiebung von Kohle hin zu Gas bescheinigt, ohne zu prognostizieren, dass sich das mal drastisch umkehren würde.
    (Nach ein wenig Stöbern habe ich Kommentare aus 2012 gefunden, die von Stillegungen von Gaskraftwerken berichten, aber die hatten da keinen Vorhersagecharacter mehr

    Ich schrieb
    zum Beispiel 2010:

    Nur wenn wir auch bei den Energietechnologien “smarte“ wirtschaftliche und technische Ziele setzen und Technologien nur einführen, wenn sie diese Ziele erreichen, nur dann erhalten wir auch in der Energietechnologie die Fähigkeit zu handeln.

    Peter Graichen hat jetzt die Folgen beschrieben wie sich die Planwirtschaft auswirkt wenn man staatlich gelenkt ineffiziente Technologien subventioniert und viele hier haben es mit ihren Worten beschrieben.

    Grüße
    Günter Heß

  17. Der Verfasser des Artikels in der Zeit, hat natürlich seine Schuldigen schon geortet: es sind die Konzerne, die jahrelang aufs falsche Pferd gesetzt haben und keine Gaskraftwerke gebaut hatten, wie die klugen Holländer, die jetzt unseren guten Ökostrom gratis kriegen und wenn er fehlt ihre Gaskraftwerke anschmeißen. Oder die klugen Österreicher die mit original bayrischem Sonnenlicht gratis ihre Pumpspeicher mittags füllen und morgens als Spitzenlaststrom zum 100 fachen Preis zurückverhökern und dazu noch ihre grundlastfähige Wasserkraft als Biostrom nach Deutschland verkaufen ( garantiert gentechnikkfrei, aus sauberem Quellwasser bereitet ). Ja, Holländer und Österreicher können leicht klug sein wenn der Kunde so dumm ist.
    Jetzt weiß der Zeit Leser, eigentlich wusste es schon immer: einfach die Kohlenmeiler verbieten und schon ist die Wende geschafft. Nur die bösen und noch blöderen Konzerne haben es vermasselt.
    Aber wirklich cool was der Agora Energiewende Fuzzi da absondert: hoppala, wir haben uns geirrt, mal eben ein paar hundert Milliarden verbrannt. Das ist aber nicht schlimm, mit ein paar hundert weiteren Milliarden und Rationierungen funktioniert es dann wirklich, versprochen!
    Einfach nur irre das Ganze, insofern hat der Typ recht !

  18. @ BvK

    die klugen Holländer, die jetzt unseren guten Ökostrom gratis kriegen und wenn er fehlt ihre Gaskraftwerke anschmeißen

    Was wir dann aber auch noch bräuchten wären äußerst dumme Nachbarn, die uns den teuer erkauften Strom quasi gratis über die Grenze schieben. Nur, so blöde ist in unserer Nachbarschaft wohl niemand. Zumal sie alle in Deutschland ein leuchtendes Vorbild haben, wie man es besser nicht machen sollte.

  19. Ich finde die Tatsache dass der Direktor der Agora Energiewende an die Öffentlichkeit tritt, um zu erklären „man habe sich geirrt“, ist ein wichtiger Meilenstein und Wendepunkt in der politischen Realität der Ära einer Merkel-Klima-Kanzlerin.
    Wer sich Agora näher anschaut, wo Großkaufleute als Stifter mit ihrer Merkator-Stiftung eine sehr effiziente Lobbyorganisation installiert haben, um großen Einfluss auf die deutsche und die EU-Politik zu nehmen, der ordnet die Selbstkritik dieser Lobbyorganisation besser als bedeutenden Richtungswechsel ein.
    Ich bin gespannt wie sich jetzt diese Blamage, gegen jede Logik einen visionären Unfug gefördert zu haben, auf den Fluchtweg macht, um das Ansehen irgendwie zu retten.
    Die Kanzlerin wird als diejenige, die in die Fußstapfen des verwirrten Töpfers stieg und als politische Klima-Glucke die Energie-Wende erbrütete, wird jedenfalls nicht ohne Federn zu lassen, aus ihrer bescheuerten Energie-Wende-Politik davon kommen.
    Es war eine Frage der Zeit, wann der Klima-Wahn als Tatsache nicht mehr getarnt werden kann siehe ab 2.15 https://www.youtube.com/watch?v=4Rl5xq2tDTs

  20. Es ist schon erstaunlich dass Herr Graichen von Agora Energiewende so lange braucht aus seine eigenen Daten die sogar online verfügbar sind abzuleiten, dass man mit PV und Windstrom ohne Langzeitspeicher keine Grundlastkraftwerke ersetzen kann. Jeder Student in den MINT-Fächern kann dies mittels einer Excel-Tabelle berechnen, wenn ihm die Daten zur Verfügung stehen, die Agora selbst nutzt ihre Grafiken online zu stellen. Bei der besonders unsteten Windkraft vergessen viele dass die Leistung der Windräder in der dritten Potenz von der Windgeschwindigkeit abhängt. D.h. nicht jedes Windrad das sich dreht liefert auch relevant Strom im Verhältnis zur installieren Leistung. Sowohl das Wirtschaftsministerium, die DENA als auch Agora Energiewende beschäftigen Experten deren Aufgabe es eigentlich sein sollte Politiker regelmäßig mit den Gesetzen der Physik zu konfrontieren. Haben die alle versagt, oder hat man ihnen nicht zugehört? Ein Mysterium und zugleich extrem blamabel für eine Industrienation wie Deutschland. Aus meiner Sicht haben aber auch die Stromkonzerne versagt, denn ihren Fachleuten sind sie Fakten längst bekannt und damit auch den Managern. Die zogen es aber vor den Politikern in den Hintern zu kriechen, um sich nicht unbeliebt zu machen, denn das hätte lukrative Aufträge bei einträglichen Offshore Projekten gekostet. Man hat lieber mit Print und TV Werbung sein Öko-Image aufpoliert und die Bevölkerung hinter die Fichte geführt. Die Werbeauftritte von RWE und Eon sind hier abschreckende Beispiele. Der Bevölkerung wird suggeriert alles ist gut. Herr Graichen ist sicher nicht der einzige der das Desaster erkannt hat. Sigmar Gabriel hat es inzwischen auch kapiert und es ist zu vermuten Staatssekretär Baake ebenfalls. Die Herren haben jetzt das Problem wie wir da wieder rauskommen ohne dass eine Bombe platzt. Nur die Grünen kapieren es noch nicht denn ihre MINT-Kenntnisse waren schon immer sehr begrenzt. Es wird noch spannend in diesem Lande wie sich die Politik hier aus der Affäre zieht. Eines kann man schon heute sagen, es wird das kostspieligste Desaster das diese Republik seit ihrer Gründung produziert hat. Die Endabrechnung zieht sich wegen der zwanzigjährigen Einspeisevergütung noch sehr lange hin. Bis dahin genießen die verantwortlichen Politiker ihren Ruhestand und der Bürger zahlt und zahlt weiter über seine Stromrechnung. Das einzige Ereignis das diesen Wahnsinn abrupt beenden könnte ist ein kapitaler Blackout über mehrere Tage.

  21. Es ist schon erstaunlich dass Herr Graichen von Agora Energiewende so lange braucht aus seine eigenen Daten die sogar online verfügbar sind abzuleiten, dass man mit PV und Windstrom ohne Langzeitspeicher keine Grundlastkraftwerke ersetzen kann. Jeder Student in den MINT-Fächern kann dies mittels einer Excel-Tabelle berechnen, wenn ihm die Daten zur Verfügung stehen, die Agora selbst nutzt ihre Grafiken online zu stellen.

    Die Klimaschützer sind bzgl. der EE völlig blind und ignorieren die einfachste Mathematik und Physik. Einfachste Beispiele werden nicht kappiert. Man braucht sich das doch nur an einem Haus, welches man mit Strom zu versorgen hat veranschaulichen. Dazu hat man ein kleines Windrad im Garten, eine PV-Anlage auf dem Dach und einen konventionellen Stromgenerator, dazu noch 1 Liter Biosprit am Tag. In der Nacht scheint keine Sonne, vor allem in langen Winternächten nicht. Der Wind reicht nicht alleine zur Stromversorgung, also muss man den Stromgenerator anwerfen. Der 1 Liter Biosprit reicht auch nicht lange. Also muss man Benzin in den Stromgenerator kippen, ansonsten ist es dunkel, oder man kann nur ein paar Lichter mit dem verbleibenden Windstrom anstellen. Wenn der Wind nicht weht ist man völlig auf das Benzin für den Stromgenerator angewiesen. Und auch am Tag kann es regnerisch sein und kein Wind wehen, so ist man ebenfalls auf das Benzin angewiesen. Und jetzt kommen die Grünen und Greenpeace auf den glorreichen Gedanken den Stromgenerator mit Benzinbetrieb abzustellen, damit die Klimaschutzziele erreicht werden könne. Den Rest der Welt interessiert das eh nicht.

    Versucht man das einen Klimaschützer zu erklären, so schaltet er nicht den Verstand ein, sondern verweist auf irgendwelche Studien eines Öko-Istitutes, die wider jeder Logik genau das Gegenteil behaupten. Bestes Beispiel ist hier der Thorsten. Die sind zu eigenständigen Denken nicht fähig und glauben alles was ihnen die Klimaobrigkeit erzählt. Selbst studierte Klimaschützer. Man sollte meinen im Studium hätte man eigenständiges Denken erlernt?

    Jeder, der mal in freier Natur auf einen Segelboot Urlaub gemacht hat, oder in freier Natur Camping gemacht hat, weiß das. Man sollte eigentlich denken, jeder Klimaschützer hätte das mal gemacht. Egal, es wird trotzdem nicht kappiert. Ich habe das unzählige mal versucht den Klimaschützern zu erklären, keiner hat es kappiert.

  22. @Marvin Müller #4

    Zwar kein Science-Skeptical Artikel aber mal ein Zitat aus einer Analyse einer Energieberatungsfirma von 2008:

    Countries struggle to reconcile 2020
    targets due to barriers to uptake and low
    incentives
    The EU ETS Phase III is introduced with
    limited options for external credits to be
    used
    The default abatement option is gas
    fired
    CCGT in the power sector
    Gas supplies become scarce, prices rise
    and coal power station utilisation
    increases
    This prompts a renewed nuclear effort in
    Europe post 2015 as renewables are
    seen to have failed to live up to
    expectations
    Carbon emissions increase by 20% to
    2020 but fall by 8% over the period to 2030

    So etwas findet man bei kommerziellen Analysen im letzten halben Jahrzehnt recht oft. Aber das haben die bei Agora wohl nicht wahrgenommen.

  23. Unter dem Artikel steht Erscheinungsdatum 4.4.2014! Statt 4.12.
    [Vielen Dank, ich habe das korrigiert. RK]

  24. @ Müller, #4:

    Es wäre gut, dass mal mit ein paar Links auf einen der zahlreichen Artikel zu belegen

    Die Energiewende vor Fukushima war zwar auch schon bescheuert, aber zumindest in sich widerspruchsfrei. Seit dem Ausstieg aus der Kernenergie ist klar, daß die Emissionen steigen werden. Wir haben das in vielen Texten aufgegriffen. Sicher, die konkrete Aussage in einem Satz „alte Kohle wird modernes Gas verdrängen“ finden Sie so wörtlich nicht. Weil diese in exakt dieser Formulierung aus meiner Sicht nicht entscheidend ist. Sondern eben die Frage, ob durch die Energiewende das Ziel der Emissionsminderung erreicht werden kann. Es geht ja nicht um den Wettbewerb der fossilen untereinander, sondern um die Beziehung zwischen fossilen Energieträgern und den NIEs:

    http://www.science-skeptical.de/blog/die-deutsche-energie-klimapolitik-im-spannungsfeld-von-realitat-und-illusion/005622/

    http://www.science-skeptical.de/blog/die-energiewende-ist-schon-gescheitert/006460/

    http://www.science-skeptical.de/blog/merkels-energiewende-extrem-teuer-aber-direkt-in-die-sackgasse/007953/

    „Alte Kohle verdrängt modernes Gas“ ist ebensowenig das zentrale Charakteristikum, wie „alte Kohle verdrängt moderne Kohle“ oder „altes Gas verdrängt modernes Gas“ oder „altes Öl erlebt eine Wiederkehr“. Wer nur auf einen dieser Aspekte abhebt, hat die Energiewende noch immer nicht verstanden. Die wichtige Betrachtungsebene lautet: „Die Energiewende erzwingt den Betrieb fossiler Kraftwerke und verhindert gleichzeitig in diesem Segment Innovationen und Modernisierungen.“

    Wodurch dann eben die Emissionen steigen -- oder zumindest nicht weiter sinken können. Ich verwende seit Ende 2011 entsprechende Folien in meinen Vorträgen.

  25. @Karl Reichert #12
    So einfach ist das nicht. Klar gab es die Anti-Kernkraft Bewegung, die von den Grünen und anderen Organisationen vorangetrieben worden ist. Es gab auch in der Politik in allen Parteien immer einen gewissen Prozentsatz gegen die Kernkraft.
    Es gibt in einer Gesellschaft immer Interessen Für und Wider einer Technologie.
    Was mich aber in der Deutschen Kernkraft-Wissenschaft-Technikbranche schon immer gestört hat, dass diese Branche NIE eine Lobby (als ein FÜR) für die Kernkraft in der Gesellschaft, in der Politik und über die Medien implementiert hat. Statt dessen hat man den Anti-Kernkraftgegnern das gesellschaftliche-politische und mediale Feld in Deutschland überlassen. Bei so wenig Gegenwehr von Seiten der Kernkraftbranche/Wissenschaft hatte die Anti-Kernkraftbewegung natürlich leichtes Spiel die Gesellschaft über Medien und Politik mit der „Angst vor dem Bösen Strahlen-Radioaktivät = Kernkraft“ jahrzehnte lang zu impfen. Und das Ergebnis sehen wir heute.

    Nicht die Technik der Kernkraft oder die Kernkraft an sich ist das Problem in Deutschland gewesen, sondern das nicht vorhandensein einer Lobby in Gesellschaft, Medien und Politik, die sich für die Kernkraft in Deutschland einsetzt.
    Diese Lobby hätte schon längst die Positiven Seiten einer Kernkraft Nutzung herausarbeiten müssen, um damit gegen diese verbreitete Anti-Kernkraft Hetzjagd zu Felde ziehen zu können.
    Auch die großen Stromkonzerne hätte schon längst mit einer Kampagne für einen Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und vor allen der Kernkraft werben können. Und der Gesellschaft vermitteln müssen, dass dieser Kraftwerkmixpark für das Volk ein Volksvermögen darstellt und das sich jeder Bürger per Aktie (Anteile) an diesem Volksvermögen beteiligen kann. Das nennt man dann „Einbindung der Gesellschaft in das Volksvermögen = Kraftwerkmixpark“.
    Selbst der Staat und Versicherung wie auch andere Wirtschaftsbranchen haben sich ja in dieses „Volksvermögen = Kraftwerkmixpark“ über Aktien/Anteile eingebunden. Um so unverständlicher ist es für mich, warum jetzt der Staat und andere Institutionen mit der Energiewende Selbstmord an ihrer sicher eingeplanten Rendite des Kraftwerksanteil machen.
    Mein Verdacht ist, dass viele in der deutschen Gesellschaft/Wirtschaft nicht über ihren eigenen Tellerrand schauen können oder wollen und nur das JETZT sehen. Es fehlen in der deutschen Politik, Medienlandschaft und Gesellschaft einfach die geeigneten Volkswirte die das Gesamte -nicht nur Jetzt- , sondern für die Zukunft im Blick haben.
    Und jeder gebildet Volkswirt hätte der Regierung und Gesellschaft davon abgeraten eine Energiewende zu starten.

  26. Peter Heller schrieb am 9. Dezember 2014 00:04

    @ Müller, #4:

    Es wäre gut, dass mal mit ein paar Links auf einen der zahlreichen Artikel zu belegen

    Die Energiewende vor Fukushima war zwar auch schon bescheuert, aber zumindest in sich widerspruchsfrei. Seit dem Ausstieg aus der Kernenergie ist klar, daß die Emissionen steigen werden. Wir haben das in vielen Texten aufgegriffen. Sicher, die konkrete Aussage in einem Satz “alte Kohle wird modernes Gas verdrängen” finden Sie so wörtlich nicht.

    Die Aussagen von P. Graichen im Zeitartikel beziehen sich aber auf die Verdrängung von Gaskraftwerken statt Kohlekraftwerke. Daher meine Nachfrage. Wenn es allgemein um das Erreichen der CO2-Reduktionsziele nach dem Abschalten der Kernkraftwerke gegangen wäre, hätte ich nicht nachgefragt.

    Aber Herr Kipp hat ja zumindest einen Artikel referenziert, in dem das bereits so stand und auch der Zeitartikel streicht ja heraus, dass man das schon 2011 hätte wissen können.

    Sicher, die konkrete Aussage in einem Satz “alte Kohle wird modernes Gas verdrängen” finden Sie so wörtlich nicht. Weil diese in exakt dieser Formulierung aus meiner Sicht nicht entscheidend ist. Sondern eben die Frage, ob durch die Energiewende das Ziel der Emissionsminderung erreicht werden kann. Es geht ja nicht um den Wettbewerb der fossilen untereinander, sondern um die Beziehung zwischen fossilen Energieträgern und den NIEs

    Ihre Aussage bestätigt zu meinem Glück zumindest mein Gefühl, dass dieser Teilaspekt nicht so oft zur Sprache kam.

  27. Selbst bei Wikipedia ( Atom-Moratorium ) steht:

    „Erwartete Kohlenstoffdioxid-Emissionen

    Britische Marktberater der Kohle-Industrie prognostizierten im April 2011, dass die verlorenen Strommengen der abgestellten sieben Atomkraftwerke nur durch verstärkte Nutzung von Kohlekraftwerken aufzufangen seien. Dies könne Deutschlands jährlichen CO2-Ausstoß um bis zu 10 % (45 bis 60 Millionen Tonnen) erhöhen.“
    Quelle Reuters

  28. Günter Heß schrieb am 8. Dezember 2014 19:18

    @Marvin Müller

    Hier ist ein Link.
    Selbstverständlich wußten das die seriösen Ökonomen schon. Der Link zeigt, dass damals schon gesehen wurde, das das EEG den Weg in die Planwirtschaft weist. …

    Erst mal vielen Dank für den Link, auch wenn er nicht ganz zu meiner Frage passte, die recht spezifisch war. Sie entsprang vielleicht eher meinem Erstaunen nach dem Lesen des Zeitartikels, den relativ spezifischen Aussagen dort und dem „das haben wir doch schon immer gesagt“ hier.
    Wenn man einen Schritt zurück macht und den größeren Kontext betrachtet, mag das stimmen. Und wie ich schon auf Herrn Heller antwortete -- ich hätte nichts gesagt, wenn ich das so gesehen hätte. Artikel dazu gabs hier ausreichend.

  29. @Marvin

    Spätestens im Frühjahr 2014 wussten alle Bescheid.

    http://www.science-skeptical.de/blog/deutschland-verfehlt-trotz-ausbau-der-erneuerbaren-energien-die-klimaziele/0012000/

    Der „Teilaspekt“ ist aber seit Frühjahr 2011 bekannt gewesen.

    http://www.reuters.com/article/2011/04/04/us-germany-energy-coal-idUSTRE7331BF20110404?feedType=RSS&feedName=everything&virtualBrandChannel=11563

  30. Tja mit dem Supercoup von Eon stehen ja schon mal etliche konventionelle Kraftwerke zum Verkauf. Ich glaub ja persönlich nicht, dass die wirklich jemand haben will, zumindest nicht unter den gegenwärtigen Bedingungen. Man könnte ja diese ändern, z.B. die Vorrangeinspeisung und die Härtefallregelung streichen. Die Folgen wären gewaltig, auch ohne Antasten der EEG Umlage. Diese würde aber drastisch sinken, die Windmühlen und Krähenspiegel würden unwirtschaftlich und wir hätten eine neue Bankenkrise. Das wissen die Angela und der Siggi natürlich. Also kann man vermuten,der Staat übernimmt die konventionellen Kraftwerke, sie sind ja immerhin schuldenfrei. Ich hätte schon einen Namen: VEB Energiewerke Angela Merkel. Dann kann man ja die ach so schmutzigen Kohleöfen abschalten, wird aber schwierig, weil der Staat dann seine eigenen Energiewirtschaftsgesetze brechen würde. Man will ja, so hört man bis zum nächsten Sommer neue Gesetze erlassen, die „konventionelle und erneuerbare Energien besser verzahnen“. Auf die Verzahnung bin ich schon sehr gespannt. Übrigens: Hat jemand von diesen „dreckiger Kohlestrom“- Schreier schon mal eines der Vattenfall Kraftwerke Boxberg, Hagenwerder oder Lippendorf aus der Nähe gesehen?

  31. @Rolf Pietzsch #30
    Wer von diesen technikfremden und wirtschaftsfeindlichen Öko-Sozialisten Staat einer Merkel-Ideologie-Wende Diktatur sollte den einen Kraftwerksbetreib stabil und damit in Schuss (sicher/zuverlässig) betreiben….?

  32. Ich war mal neugierig…..und hab mal intensiv rumgesucht……ob die Ökos eventuell die Backen aufblasen, wegen des ZEIT-Artikels…..aber neee, dat Schweigen im Walde….nix, nüscht, nada.

    Weder hier…http://www.klimaretter.info/…….noch bei den selbsternannten Klima-Lügendektorer ist wat zu finden, als ob es diesen Wendeschreihälsen komplett die Sprache verschlagen hat……na und bei AGORA…klingt es im zweitneuesten Artikel aus Oktober/2014 noch soooo:

    Durch die bisherigen Pläne, insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien, sind bisher gut die Hälfte, nämlich 114 Millionen Tonnen Kohlendioxid gesichert, so dass 87 Millionen Tonnen ungedeckt sind. „Diese Lücke kann nur geschlossen werden, wenn die Kohleverstromung vermindert wird. Hierdurch können Emissionen in Höhe von rund 50 Millionen Tonnen im Jahr vermieden werden“, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Die Menge entspricht in etwa dem jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß der beiden größten Braunkohlekraftwerke des Landes, beziehungsweise der elf größten Steinkohlekraftwerke.

    Hat die nun die Strategie von E.On so geschockt……oder was ist in den letzten Wochen sonst noch an höchster Spitze passiert, das man plötzlich so ein Luftballon steigen lässt und dat ausgerechnet in der ZEIT?

    Keine Reaktion, ist auch eine Reaktion……

    H.E.

  33. #Heinz Eng

    …..aber neee, dat Schweigen im Walde….nix, nüscht, nada.

    Vielleicht sollten zumindest die Leser von „Klimaretter.de“ informiert werden -- die lesen ja aus Angst vor der Wahrheit keine kritischen Artikel.

    ….müsste denen halt jemand einen Tipp über die Kommentarfunktion geben -- ich bin ja leider wegen fortgesetzter Verbreitung von Wahrheiten gesperrt worden…..

  34. @Sonnenanbeter

    Ach lass mal, wie wir auch….werden die ihre Gegner ganz genau im Auge behalten….zumal auf der „Achse“ auch ein kurzer Kommentar dazu erschien.

    Nöö….die sind einfach nur baff……geplättet……und müssen sich intern erstmal sammeln um die Tatsache zu begreifen, das der Chef ihrer liebsten Lobby-Organisation plötzlich so ein Ding raus haut.
    Und dem….können se beim besten Willen nix fossilatomares an die Backe nageln…..ohne sich selber zu entblößen….wie sie es noch beim Gabriel versucht haben.

    Die Einschläge kommen immer näher……..bald werden die Löcher knapp, wohin sich die grünen Lügenbolde noch verkriechen können.

    Onkel Heinz…….war da nich vor kurzem auch wat von Google in Richtung Greenwashing?

  35. Einen älteren Beitrag zum Thema habe ich bei den Klimarettern gefunden

    http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/14671-qdiskussion-hinter-verschlossenen-tuerenq

  36. @ Hofmann #25 Wir haben es mit dem kompletten Versagen der „Eliten“ zu tun. Der Mainstream, die totale Anpassung, die political corectness, die Gier der Ökoprofiteure, die Gläubigen der Ökoreligion, die gleichgeschalteten Medien,die stimmengailen Politiker (vor allem die Listenkandidaten!) -- alle zusammen haben mit gemacht. Die Eliten in Politik und Industrie hätten vordenken müssen. Sie hätten es vor allem sagen und erklären müssen. Stattdessen haben sie an der Gehirnwäsche einer Nation meist wider bessere Wissen mitgewirkt. Ab 1933 wurde Deutschland schon einmal in die Selbstzerstörung gejagt. Die Nazis glaubten aber zumindest an die Naturwissenschaften. Wenn es heute noch Nazis oder deren Denkweise gibt, dann sind sie nicht unbelehrbarer als die Grünen und Greenpeace, NABU und BUND oder die Marschierer in Stuttgart.
    Den „Deppen“ eine rechtzeitig eine Ohrfeige zu geben, wurde von den Führungs-Eliten versäumt. Heute streicht man verständnisvoll übers Haar und wundert sich dann wenn das Volksvermögen weg ist. 1945 war das Volksvermögen auch weg, aber es gab keine „grünen Birnen“. Jeder strengte seine Birne an und konnte ungehindert wieder Volksvermögen aufbauen. Wie ich in #12 am Schluß schrieb, im Moment vernichten wir nur. In einer globalen Wirtschaftsordnung ist das Selbstmord

  37. Aha, der Mann ist Vorsitzender in einem „think tank“. da lachen ja die Hühner. Dieser „Gutmensch“ hat genausowenig Ahnung, wie alle anderen Befürworter der EE auch. Von einem „Vordenker“ erwarte ich, dass er erst mal „vorrechnet“, bevor irgendwas abgeschaltet, ersetzt oder rückgebaut wird. Dipl.-Ing. Joachim Wahl, Belgien

  38. @Karl Reichart #36
    Da bin ich voll bei Ihnen!

  39. #38 Herr Wahl,

    Sie haben ja Recht mit Ihrer Kritik, aber was sich abspielt sieht so aus.
    Da finanzieren Stifter http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Mercator

    die als Großhandelskaufleute zu Milliardären wurden (u.A. Metro, Elektro-Großmärkte usw.) eine Stiftung https://www.stiftung-mercator.de/

    die unter Anderem massiv Einfluss http://www.agora-energiewende.de/themen/

    auf die Energie-Politik nimmt
    http://www.agora-energiewende.de/rat-der-
    agora/ und dass mit Personal

    http://www.agora-energiewende.de/ueber-uns/team/ was Zeit gebraucht hat zu der Einsicht zu kommen, was den Ingenieuren schon lange klar war, die Energie-Wende wird ein Desaster.
    In der Panorama-Sendung http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/panorama4117.html
    ist unter Anderen auch Prof. Dr. Dr. Töpfer zu bestaunen, wo ich mich gefragt hab, ob der angesichts seiner Begeisterung für den deutschen Energie-Irrweg, unter Drogen steht und wer denn diesem Herrn bloß solche „Wissenschafts-Meriten“ vortäuschenden Titel angeheftet hat.

    Mit den öffentlichen Einlassungen von Dr. Graichen ist erstmal „die Katze aus dem Sack“. Es geht jetzt nicht mehr einfach so weiter, mit dem „deutschen Vorrausreiten auf dem visioären Öko-Schimmel“, sonder darum nicht als größter Esel dazustehen.

  40. Lieber Herr Müller

    wenn man googelt findet man auch, zum Beispiel hier

    Es war wohl weniger eine Vorhersage, stattdessen war es bekannt 26.6.2011:

    RWE-Chef Jürgen Großmann fand beim Diskussionsforum des Initiativkreises Ruhr seine bekannt deutlichen Worte: Die Bundesregierung müsse sich hüten, dass das energiepolitische Wendemanöver nicht im Straßengraben ende. An einer Stelle droht das erste Schleudertrauma: Gaskraftwerke.

    Gaskraftwerke statt Atomkraft lohnen sich nicht | WAZ.de -- Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/wirtschaft/gaskraftwerke-statt-atomkraft-lohnen-sich-nicht-id4806414.html#plx427431050

  41. OT:

    Ich schreibe mir grad meinen Zorn von der Seele. Geht das evtl. bei Euch als Gastautor zu bloggen?

  42. Das alles beweist, dass hier eine politisch-ideologische Steuerung vorlag. Die wissenschafltich-fachlichen Meinungen und inzwischen Beweise schlägt man selbst heute noch einfach in den Wind. Die Politik, allen voran die Grünen, hatten ihre Chance. Sie haben sie verspielt und der Republik das schlimmste Naturdesaster seit Jahrtausenden durch flächendeckende Zerstörung heimischer Naturlandschaften verursacht. Es ist müßig, heute noch von Energiewende zu sprechen, denn dieses Projekt war schon bei seiner Gebut ein todgeweihtes Kind.
    Jeder Satz, der heute in Sachen vernünftiger Energieversorgung gesprochen wird, muss mit der Forderung nach sofortigem Abriss der Verspargelung auf Kosten der Verursacher beginnen.

  43. @ConstanzeW

    Den Artikel kannst du mir zuschicken unter krueger-michi@web.de

    Oder einen der anderen Autoren bei ScSk.

  44. @43

    danke,

    ich habe nich sehr viel zu tun. Ich schicke es, wenn der Entwurf so weit ist.

  45. @43

    danke,

    ich habe noch sehr viel zu tun. Ich schicke es, wenn der Entwurf so weit ist.

  46. @ConstanzeW

    Sehr gerne darfst Du 🙂

    Ich habe Dir gerade einen Autoren-Account erstellt. Passwort bekommst Du per Mail.

    Wenn Du Fragen zum Einstellen des Artikels hast, kannst Du ihn auch an Michael oder mich schicken und wir stellen dann ein, oder uns auch per Mail fragen. (rudolf.kipp@web.de).

  47. OT: So der Klingelbeutel in LIMA ist rumgegangen, die Kollekte eingesammelt.
    Unsere Bundesministerin hat unsere Knapp 1 Mrd. Steuergelder eingeworfen.
    Jetzt wird der Rahm von den Spendenprofis abgeschöpft, anschließend wird mit den Almosen die Entwicklung der Entwicklungsländer behindert. Gute Nachricht für die Kretschmann Klientel: Der Ablass ist geleistet, ihr könnt euren SUV kaufen und damit Biotope im Gelände zu befahren. Aber gemach. Die Schmarotzer sind vom Artensterben nicht getroffen.

  48. Hallo Günter Heß,

    Ich habe mich son gewundert, wie man angesichts des himmelschreienden täglichen Unisnns so viel Contenance bewahren kann. Sie sind mir da schon ein phlegmatisches Vorbild gewesen. Dass es aber doch auch zu einem kleinen Ausbruch reicht, halte ich für eher positiv und frisch. Kann auch ruhig ein wenig mehr davon sein.

    Hendricks und ihre Scheinwelt will ich lieber nicht genauer kennen lernen, sondern die richtige Welt. In dieser hat ja Graichen der Hendricks in die Suppe gespuckt. Gab es eigentlich schon Reaktionen vom BMU oder UBA?

  49. #31 Hoffmann,M
    Die Kraftwerke werden von denen weiter betrieben, die das auch jetzt schon tun. Die Vattenfall Kraftwerke werden auch nicht von der schwedischen Regierung betrieben und die französischen auch nicht von Monsieur Hollande.

  50. @Rolf Pietzsch #49
    Die schwedische Regierung hat sich aber auch nicht in die Marktwirtschaft mit dem EEG eingmischt und eine Ethik-Energiewende ala Merkel ausgerufen.
    Und bei den Franzosen ist die Energieversorgung mit der Kernkraft von jeher eine Staatsangelegenheit.

    Und in Deutschland will die Regierung eben die Kraftwerke durch die sog. Erneuerbaren Energien ersetzen. Und das EEG ist das marktfeindliche Werkzeug dazu.
    Mit diesem politischen Werkzeug EEG wurde dem Kraftwerken in Deutschland der Kampf angesagt. Dieses EEG dient ja nicht nur der Subventionierung der sog. Erneuerbaren Energien, sondern es dient vor allen auch der Vernichtung unserers Kraftwerkmixpark. Und in diesem politischen (grünsozialitsichen) Vernichtungsfeldzug gegen die Kraftwerkstechnik in Deutschland (Verstaatlichung) hat der Techniker Verstand und die Kaufmännische Vernunft nichts mehr zu sagen.

  51. Unsere politische Kaste besteht aus allem anderen, nur aus keiner Führungskaste der Bramanen. Es sind auch keine Dalits darunter, denn die wüssten zumindest was echt Scheiße ist. Es gab in der deutschen Geschichte schon so einige Führer, die Visionen hatten und ihr Volk mit Vernunft und Geschick leiteten und lenkten und Fortschritt, Frieden und Stabilität brachten . Selbst in demokratischen Zeiten gab es Staatenlenker zur Mehrung des Volksvermögens. In undemokratischen Zeiten wurde vor allem im 20 Jhrdt. überwiegend Volksvermögen und Menschenpotential vernichtet.
    Im Moment sind sich alle Parteien eigentlich nur in der Unfähigkeit gleich. Die Alternative.., die es theoretisch gäbe, werkelt mit „Kleckerbeträgen“ beim Euro rum, bei den großen Summen der Energiewende sind sie noch zu weit grün unterwandert. Also liebe Landsleute, kein Hoffnungsschimmer für Weihnachten.
    Ich hoffe auf den großen Blackout. Vorher erklärt kein Verantwortlicher, daß wir jahrelang mit Unfug grün gemerkelt haben.
    Dann wird jeder merkeln, welchem gigantischen Unfug Deutschland unter der Führung ALLER Politiker aufgesessen ist. Die bedingungslose Kapitulation Deutschlands im Jahr 1945 haben ja auch einige bis heute nicht verinnerlicht.

  52. Na super, kam gerade in Plusminus. Bald gibt es bei den Banken einen negativen Zinssatz für das eingezahlte Geld, bzw. zusätzliche Gebühren die das gleiche bedeuten. So wie an der Strombörse. Der Leitzins sinkt ins Bodenlose, damit Deutschland und Europa sich entschulden kann und der Bürger darf es bezahlen.

  53. @Micha
    Na Prima……ich werde dieses Jahr meine, über alles verehrte Ehefrau….reich mit Gold beschenken.
    Bevor die Säcke mein Geld ungültig machen, erfreu ich doch lieber mein Frauchen…*grins.
    Achso…..ein fetter Diamant sollte auch drauf sein…..so…zum Hochzeitstag……geiz war gestern, Knete wegschleudern….is aktuell…..bloß blöd, das meine PC-Anlage seit Jahren schon uptudate is…..vllt stock ick mein Compi noch auf 32 GB Ram auf…mal sehen.

    PS..Meine Speisekammerkammer samt Notfallausrüstung…..für den Blacky……is auch schon auf den neusten Stand….ich weiß einfach nich mehr wohin, mit meiner Knete…autsch.

    Onkel Heinz……..Wohlstand kann auch……..Probleme bereiten

  54. @Micha
    PS. Sachspenden ans örtliche Tierheim inklusive…….Ehrensache…….wat denn sonst.

    Onkel Heinz……..oftmals ein zu großes Herz, für viel zu kleine Tiere.

  55. @Michael Krüger

    damit Deutschland und Europa sich entschulden kann und der Bürger darf es bezahlen.

    Wir müssen einfach lernen zu teilen, meint ExEU-Kommissar Verheugen.

  56. „und wir Deutschen werden wohl lernen müssen, dass wir mit unseren Nachbarn teilen müssen.“

    dat hat selbst im real existierenden Sozialismus ala DDR nich geklappt…….wie soll der geistige Dünnschiss bitteschon im Jahre 2015 klappen?

    Ok…ich könnte mein Job kündigen……..und nach ein Jahr Harz 4 beantragen,,doch würde das dem Griechen, so garnix nützen, oder?
    Armut für alle………ok, vorher kauf ick mir ne griechische Insel….bevor der Müll zusammenkracht.
    H.E.

  57. Es wird immer perverser: Die teureren EEG-Quellen verdrängen auch zunehmend billigere EEG- oder andere regenerative Quellen wie zB die deutlich preiswertere Laufwasser-Produktion…

    http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/laufenburg/Stauwehr-am-Kraftwerk-in-Laufenburg-und-Rheinfelden-oeffnet-sich-jetzt-haeufiger;art372611,7478288

  58. @ 51 Karl Reichart (90% Namensvetter)

    sagt: ….. Ich hoffe auf den großen Blackout. ….
    Das meinst Du doch nicht ernst? (das Du hab ich mir bei der doppelten Namensgleichheit einfach mal genehmigt, so sind wir hier im Süden einfach…) Soll mir mein Weihnachtsbraten im Kühlschrank verfaulen. Sollen meine unschuldigen Fische im Aquarium verrecken?; Nur wegen der nachgewiesenen Geisteskrankheit unserer Politiker.!
    Unsere politischen Quoten-Frauen bzw. Warmdusch-Männer, zeigen uns doch in letzter Zeit, dass die den erforderlichen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind, ganz deutlich.
    Das ist nicht sexistisch gemeint, sondern eine nüchterne, ernst gemeinte Feststellung.

    @ 52-, 53
    Genau deswegen hat sich die beste Hälfte von uns beiden gerade ihre fälligen Versicherungen auszahlen lassen, und ein Gutteil in Metallen angelegt.
    Komisch, dass ihr Bankboss /-Berater dasselbe, mit Münzensammeln macht?! Sagt eigentlich schon alles.
    Mein Konto hab ich auch gerade bereinigt, um der besten Frau von allen den Rechner, den sie schon immer wollte, zu Weihnachten zu schenken.

    Onkel Heinz, wie hast Du das denn mit der Speisekammer gemacht? Wie ist das mit der Notfallausrüstung?
    Notstromaggregat habe ich noch nicht, Treibstoff darf man ja auch nicht soviel lagern. Möchte ja nicht alles in Schnaps einlagern. 😉 (Hast Du Tips?)
    Mein Flins muss auch weg, bevor ihn mir die „Drecksäcke“ aus der Tasche klauen. ;-(

  59. @ Wolfgang Flamme

    Schöner Artikel. Und ein schönes Beispiel, wie der Umstand, dass hier Energie vergeudet wird, wofür der Stromkunde dann auch noch bezahlen darf, schöngeredet wird.

    Für das Unternehmen stellen die sogenannten Regeldienstleistungen ein neues Geschäftsfeld dar.

    Ich als Verbraucher darf demnach für Nichtproduktion bezahlen.

    Laufwasserkraftwerke können binnen weniger Minuten ihre Erzeugung herunterfahren, indem sie Wasser nicht zur Stromproduktion nutzen, sondern über das Stauwehr ableiten.

    Gaskraftwerke könnten das auch. Dazu müsste man nur das nicht im Kessel verheizte Gas über eine Fackel verbrennen…

    „Wir sind froh, dass wir mit den Systemdienstleistungen noch in diesem Jahr starten können. Dadurch werden wir bereits über die kritischen Weihnachtswochen einen wertvollen Beitrag zur Netzstabilität und damit auch für das Gelingen der Energiewende leisten können“

    Genauso klangen Durchhalteparolen in der DDR.

  60. @Photon
    Speisekammer……als Mietwohnender verbietet sich das Notstromaggregat leider…..aber man kann viele Sachen auch ohne Strom erledigen.
    Nahrung und Trinkbares für 14 Tage…..einschließlich Tierfutter.
    Bei einen Blacky können die örtlichen Wasserwerke noch ein paar Stunden Trinkwasser durch die Leitung schicken, vorrausgesetzt deren Notstromer funktionieren auch. Ergo….werden nach Eintritt der Katastrophe….erstmal die vorbereiteten Trinkwassergefäße befüllt….samt Badewanne…..wenn der Strom doch noch wieder kommt, kann man das Wasser ja noch für Klospülung oder sonstiges verwenden.

    Wer Konserven einlagert…muss sich auch ne Waffel machen, wie man die warm machen kann.
    Ick hab mich nach langem Nachdenken…..für einen zweiflammigen Spirituskocher entschieden, mit einem Liter Sprit…kommste gute 4 Stunden hin. Flüssigkeiten lassen sich allgemein besser lagern als Gase….hab aber auch ein paar Kartuschen zu Hause…denn damit kann man ein Kocher oder eine Glühstrumpffunzel (Campingbedarf, 80 Watt Lichtleistung) betreiben…..weiterhin hab ick an allen Türen die kleinen, batteriegetriebenen Notlichter angebracht….so das man Anfangs nur drauf drücken muss, damit man sich anschließend unfallfrei um die eigentliche Beleuchtung kümmern kann.
    Grins….vor einiger Zeit hatten wir einen örtlich begrenzten Stromausfall…..und dat im Dunkeln….da war ick mit meinen Vorbereitungen schon mal klar im Vorteil.

    Nun ja…..zum Selbstschutz schweige ich hier lieber……würde jetzt echt zu weit gehen.

    Onkel Heinz……man muss vor allem seelisch/intellektuell drauf vorbereitet sein.

  61. @Photon
    Kleiner Nachtrag……..aber auch wichtig.
    Man sollte sich mit seinen Nachbarn gut verstehen….wat Vorteil in vieler Hinsicht bringt…man kann Sachen tauschen und zur Not ne Bürgerwehr organisieren.
    Tauschen….da wird Alkohol und Zigaretten zur Ersatzwährung…..also immer genügend von dem Zeuch vorrätig halten.
    Den Autotank sollte man grundsätzlich nich unter 50% Füllgrad sinken lassen….denn wenns mal etwas länger dauert mit dem Blacky….kann man sich im Auto mal aufwärmen und kleinere Gerätschaften (Akkulampen) aufladen.
    Janz wichtig noch…ein Batteriegetriebenes Radio….am besten Weltempfänger…..und aus dem Spielzeugbedarf vllt noch 2 WalkiTalkis besorgen, damit man mit Freunden im Nahbereich kommunizieren kann….denn mit Handy ist dann nach Stunden Essig….die kannste dann nur noch als Lampe nutzen, solange der Akku noch Saft hat.

    Übrigens…in einigen Katastrophenplänen wird die örtliche Feuerwehr…..der zukünftige Anlaufpunkt für die Bevölkerung, wenn sonst nix mehr geht…..wichtig zu wissen im E-Fall.

    Onkel Heinz…….Vorbeugen is immer besser, als nach hinten fallen.

  62. In N24 gibt es eine Dokuserie, Zukunft ohne Menschen, wie es aussieht wird sich das bald erfüllen.

  63. @Micha
    Kenn ick schon…..und dat Fazit von allem…..Mutter Natur erobert sich alles wieder zurück.

    H.E.

  64. Die Erde nach dem Menschen, diese Fernsehserie, ist offensichtlich dem Bestsller »The Word Without Us (2007) nachempfunden. Eva Horn meint dazu:

    Das Narrativ, das die Fiktion vom plötzlichen, kampf- und spurlosen Verschwinden des Menschen entfaltet, ist auf eine seltsame Weise tröstlich: Ist der Mensch erst weg, verschwinden irgendwann auch seine Spuren, die Welt gerät wieder in eine natürliche Balance, sie wird blühen und grünen. Nach dem Menschen kommt wieder der Garten Eden, die Rückkehr zum Anfang. Ein Narrativ von Krankheit und Heilung, Druck und Entlastung -- bizarrerweise erzählt von dem Wesen, das selbst die Krankheit war. Bemerkenswert ist, dass dieses Wesen von der eigenen Auslöschung träumt, von der Möglichkeit, irgendwann wieder spurlos verschwunden zu sein.

    Insgesamt, so meine ich, springt aber Eva Horn in diesem Punkt zu kurz. Dadurch dass wir uns als Beobachter dieser Welt ohne Menschen sehen, sind wir Überlebende, wie etwa wie Will Smith in »I am Legend«. Wir sind Wissende, die Menschheit wird untergehen, nur sehen wir es schon, sind dann eben, weil wir es sehen, Überlebende. Und der Augenblick des Überlebens ist der Augenblick der Macht (Canetti).

    Deshalb sind diese Erzählungen über die Zukunft ja auch so wirkmächtig. Es wird ein Wissen darüber vorgegaukelt, das zum eigenen Überlegenheitsgefühl gegenüber Mitmenschen wird. Ihr seid eigentlich alle schon tot, nur ich weiß wie es weiter geht. So ähnlich in »Twelve Monkeys«.

    Diese Erzählmuster sind weit verbreitet und faszinieren uns gewissermaßen, völlig unabhängig von den eigenen tatsächlichen Zukunftserwartungen. Interessant für uns ist eigentlich hauptsächlich, wenn diese Narrative mit den Vorstellungen des Anthropozän verbunden werden, also das der Mensch praktisch die Ursache seiner Auslöschung ist, der einzelne aber, weil davon weiss, sich als Überlegener sieht, als Überlebender.

  65. Noch mehr Kritik an der Energiewende. Diesmal in der NZZ vom 2.12.2014

    Harsche Kritik an der deutschen Regierung
    Die Energiewende als Lug und Trug

    Die deutsche Energiewende helfe trotz Kosten von mehreren hundert Milliarden Euro dem Klima nicht, sagt der Umweltökonom Joachim Weimann. Er fordert einen Abbruch der Übung und setzt ganz auf den europäischen Emissionshandel.

    …Für Weimann ist klar, dass Deutschland die Subventionierung der erneuerbaren Energien aufgeben und auf den Emissionshandel setzen sollte. Berlin sieht sich im Kampf gegen die Klimaerwärmung zwar gerne als Vorbild. Doch für Weimann ist das Land ein abschreckendes Beispiel. Es gebe im Namen des Klimaschutzes Hunderte von Milliarden Euro aus, ohne dass dies der Umwelt etwas bringe. Stattdessen nehme Berlin hohe Strompreise und eine sinkende Versorgungssicherheit in Kauf, sagt Weimann. Wer sich dies zum Vorbild mache, dem sei nicht zu helfen.

  66. Wer mal die „echte und vor allem völlig verquirlte Meinung“ eine Energiewendlers lesen möchte, sollte sich diesen Artikel zu Gemüte führen. Vielleicht bis nach dem Mittagessen warten.:-))

    Grotesk an diesen ganzen Figuren ist, wenn man sich mal deren Lebensläufe ansieht, dass sie weder etwas von Technik, noch von Ökonomie verstehen. In der Regel handelt es sich um Lang-länger-amlängsten-zeitstudenten der Fächer Philosophie, Pädagogik, Soziologe. Man hat zwar keine Ahnung von Technik und Ökonomie, möchte aber die technische und ökonomische Richtung es Landes mitbestimmen, was auch --tatsächlich -- funktioniert.

    „Artikel von der Seite „energiezukunft“. Das Portal für Naturstrom und Erneuerbare Energien

    Meinung der Woche
    Die Energiewende ist vollbracht

    Der Energie­wende-Diskurs wird zu kurz­sichtig geführt, unser öko­nomisches System mit seinem monst­rösen Strom­verbrauch nicht in Frage gestellt. Die Debatte muss mit einer Post­wachstums­strategie verknüpft werden. Die Energie­wende ist voll­bracht heißt: wir brauchen keinen weiteren Neubau von Öko-Kraft­werken.

    08.12.2014 – Einer der lautesten und wahrnehmungsstärksten Diskurse der letzten Jahre heißt „Energiewende“. Dieser Diskurs leidet in zwei Kernbereichen an einer bemerkenswerten Kurzsichtigkeit. Zum einen hinterfragen die Akteure in keiner Weise den verbrauchspolitischen Status Quo, der Jahresstromverbrauch in Deutschland wird nicht ansatzweise in seiner Monstrosität in Frage gestellt – im Gegenteil. Oft wird die Diskussion um die Energiewende mit der irrwitzigen Forderung aufgeladen, den hiesigen Stromverbrauch massiv auszuweiten, etwa durch die Idee, in Zukunft auf die individuelle Elektromobilität zu setzen. Der Diskurs bleibt völlig in den engen und gefährlichen Grenzen einer Technikgläubigkeit, durch die unser überkommenes, nationales Wohlstandsmodell erhalten werden soll. Die konsumbasierte Selbstinszenierung durch rituelle Inbesitzbringung von Waren und Dienstleistungen wird einfach als unumstößliches Axiom des menschlichen Lebens beibehalten.

    Zum anderen leidet der Energiewende-Diskurs grundsätzlich an einem performativen Widerspruch: Es wird behauptet, dass jede neu errichtete Erneuerbare-Energie-Anlage, sei es Wind, Biomasse oder Photovoltaik, ein Gewinn für die Umwelt sei. Dem ist nicht so. Schön dargelegt hat dies der Oldenburger VWL-Professor Niko Paech in seinem Buch „Die Befreiung vom Überfluss – Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie“. Ohne die Thesen im Einzelnen wiedergeben zu wollen, möchte ich drei Punkte herausstellen:

    I) Den additiven Charakter jeder Neuanlage

    Jede Zubau-Strategie bedeutet zuallererst einen zusätzlichen Ressourcenverbrauch. Auch eine Windturbine verbraucht Stahl und Seltene Erden, die Herstellung von Photovoltaik-Modulen verschlingt Energie, die Rohstoffe für eine Biomasseanlage müssen nach Deutschland transportiert werden. Die behauptete Amortisierung der bei der Produktion eingesetzten Energie tritt vermutlich nie ein. Denn die vermeintlichen Öko-Fabriken produzieren erneuerbare Kraftwerke noch größtenteils mit fossilen Energieträgern. Jede Neuanlage trägt so stofflich durch das bei ihrer Produktion freigesetzte CO2 zum Klimawandel bei. Die Menge Strom, die eine Neuanlage im Laufe ihrer operationellen Verfügbarkeit ins Netz einspeist, kann nicht mit derjenigen Energie in Zusammenhang gebracht werden, die zu ihrer Produktion verwendet wurde: Dieses einmal emittierte CO2 wird nicht wieder dadurch aus der Atmosphäre verschwinden, dass eine Neuanlage in Betrieb geht. Stattdessen kommt es zunächst lediglich zu einer Ausweitung des Stromangebotes, ohne dass fossile Kraftwerke in gleichem Maße vom Netz gehen.

    II) Ausdehnung des Stromangebotes

    Durch den Zubau erneuerbarer Stromerzeuger verzeichnen wir in Deutschland seit Jahren an der Börse einen sinkenden Strompreis, der sich langsam auch auf den Haushalts-Strompreis niederschlägt. Dadurch werden weitere Anreize geschaffen, sich mit stromfressenden Symbol-Konsumgegenständen und Energiesklaven zu umgeben, die durch niedrige Strompreise in der Produktion ebenfalls günstiger werden.

    III) Einkommenseffekt

    Diese Energiewende schafft Arbeitsplätze, steigert die verfügbaren Einkommen. Das bedeutet: mehr Konsum! Mehr Konsum bedeutet einen höheren Ressourcenverbrauch, bedeutet ein Anheizen des Wirtschaftswachstums. Jeder Euro, der als Einkommen verfügbar ist, verursacht zwischen einem und mehreren Kilogramm CO2.

    Zudem müssen wir immer die planetarische Perspektive mit wahrnehmen: Jeder in Deutschland lebende Mensch verbraucht jährlich im Durchschnitt um die 8.000 kWh Strom pro Kopf. Selbst wenn wir nur in Deutschland auf 100 Prozent Ökostrom kommen wollen, so halte ich diese „Energiewende“ für ökologisch schlicht nicht verantwortbar. Zu groß wäre der Ressourcenverbrauch, um die benötigten Anlagen herzustellen – vom Landschaftsverbrauch ganz zu schweigen.

    Doch was ist mit den Ländern des Globalen Südens? Diesen müssten wir gerechterweise zubilligen, einen mit Deutschland vergleichbaren quantitativen Lebensstandard zu erreichen, ihnen also einen ebenso hohen Stromverbrauch zugestehen. Ist das weltweit durch den Neubau von Erneuerbaren-Energie-Erzeugern klimaneutral zu stemmen? In Indien beträgt der durchschnittliche Stromverbrauch knapp 650 kWh, in China 3.300 kWh, Stand 2011. Rechenaufgabe: Wie viele erneuerbare Energieerzeuger müssen wir bauen, um jedem Menschen dieser Welt 8.000 kWh Strom pro Jahr bereit zu stellen? Wie viele Ressourcen werden dafür benötigt und wo kommen diese her?

    Die Ideologie der deutschen Energiewende, die den Stromverbrauch und unser Konsumniveau nicht in Frage stellt, bedeutet wahrscheinlich in der Konsequenz die Schaffung gewaltsam abgeschotteter Wohlstandsinseln. Einen Weg, den Europa und die USA mit ihren hermetisch abgesicherten Außengrenzen bereits eingeschlagen haben.
    Wollen wir das?

    Wie also weiter? Wir brauchen eine Abkehr von jeder Zubau-Strategie. Die Energiewende ist vollbracht! Wir haben jetzt knapp 28 Prozent Ökostrom in Deutschland im Netz, das reicht, um die Sphäre der Ökonomie an uns Menschen anzupassen, und nicht – so wie bisher – den Menschen an eine Ökonomie anzupassen. An eine Ökonomie, die wenige immer reicher und viele immer ärmer macht. Wir brauchen die Entwicklung einer Postwachstumsstrategie. Tragen wir unserer Erfahrung Rechnung, dass mit der Zunahme der wirtschaftlichen Stärke eines Landes der Verbrauch von Antidepressiva wächst, nicht aber das subjektive Glücksempfinden. Suffizienz heißt das Zauberwort, materielle Genügsamkeit. Wir brauchen eine Deindustrialisierung Deutschlands, eine Abkehr von der Arbeitsplatz-Ideologie. Rechnen wir mit einer reduktiven Anpassung des Verbrauchs um 75 Prozent.

    Wer will einen Standort? Ich will eine Heimat! Blühende Landschaften, die hatte mir Helmut Kohl einst versprochen, da war ich 17 Jahre alt. Doch Kohl hatte statt farbenfrohen Blüten und duftenden Auen nur graue Gewerbegebiete und rauchende Industrieschlote in seinem Kopf. Aber ich, fanatisch CDU-treu, poche auf das Kohl-Versprechen, weigere mich, den Kohl‘schen Blüten-Sarkasmus, des Exkanzlers Neusprech, zu verstehen, beharre auf blühenden Wiesen, auf sauberer Luft, auf himmlischer Ruhe, auf klarem Wasser, auf einer Überlebenschance für so viele Menschen auf unserem gemeinsamen Planeten. Ein Recht haben wir darauf. Und blühende Landschaften heißt blühende Landschaften. Nicht beleuchtete Parkplätze. Nicht Straßen. Keine Industrieanlagen. Keine Flughäfen. Keine Gewerbeparkwucherungen. Und erst recht keine Kraftwerke.

    Wie kann das gelingen? Strukturell durch die Abkehr von großen Zwangs-Körperschaften, durch Raum für kleinteilige Labore, durch den Aufbau horizontaler Netze. Das Recht auf Allmende ersetzt den Arbeitsplatz-Zwang. Doch die entscheidende Grundfrage ist, wie wir das Primat der Ökonomie in unseren Köpfen überwinden und andere Sinnzusammenhänge für uns entdecken. Den Wachstumsgedanken wenden. Inneres, geistiges, kulturelles Wachstum erspüren.

    Lasst uns das Projekt „Energiewende“ für abgeschlossen erklären. Und das Projekt Wachstumswende beginnen.

    Lars Lange ist Initiator des Rachel-Architekturprojektes. Sein Hauptziel ist es, das bestehende vertikale System nichtkonfrontativ durch frei vernetzte, horizontale Strukturen zu ersetzen. Der Beitrag ist auch auf Telepolis erschienen.“

  67. Nachdem die ZEIT ihren Versuchsballon in der gedruckten Ausgabe gestartet hat…..und die Reaktionen darauf durchaus sehr positiv waren…..ham se dat nun auch Online gestellt. (Danke, Herr Gneveckow für den Tip )

    http://www.zeit.de/2014/50/schmutziger-irrtum-energiewende-klimawandel

    Niedlich sind die Kommentare zu diesen Artikel…….

    E-O

  68. Ach übrigens…..während nun gaaanz langsam die Umerziehung des staatsgläubigen Michel beginnt…..stehen die Klimaretter intellektuell immer noch auf dem Schlauch.

    http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/17798-oekostrom-soll-guter-oekostrom-werden

    Greenpeace Energy versuchte sich darin am Donnerstag, als die Genossenschaft ihren „neuen Qualitätsstandards für Ökostrom“ gegenüber den Medien erläuterte:

    Um auf diese, auch klimaschützerisch problematische Unterstützung verzichten zu können, will Greenpeace Energy künftig die ganze Bandbreite technischer und vertraglicher Möglichkeiten nutzen, um Erzeugung und Verbrauch auszugleichen. Dazu gehörten „virtuelle“ Kraftwerke, dezentrale Versorgungskonzepte wie auch die Verschiebung der Nachfrage großer gewerblicher Kunden. Entschließe sich ein Unternehmen, zu Spitzenzeiten den Bedarf abzusenken, könne es dann in verbrauchsärmeren Zeiten Nachlässe bekommen. Konkrete Beispiele dafür hatte Tangermann noch nicht parat. Greenpaece Energy will in den nächsten Jahren auf die Kunden zugehen.

    Naja….manche haben halt den Schuss immer noch nicht gehört…….und verbreiten frohgemut immer noch ihren geistigen Sondermüll……bin mal gespannt, wann endlich auch ein Jörg Staude kapiert, das er einer fixen Idee hinterher läuft.

    Es verspricht spannend zu werden, in den nächsten Tagen.

    Onkel Heinz……….schadenfreudig grinsend in den Sonnenuntergang reitend

  69. Neuer Artikel in Die Zeit
    http://www.zeit.de/2014/50/schmutziger-irrtum-energiewende-klimawandel

    Wir haben uns geirrt, sowas aber auch, und mit mit 500 Milliarden Grünkraftwerke gebaut die keiner je brauchte und die nicht richtig funktionieren. Auf der Suche nach den Schuldigen ist es natürlich niemand, auch nicht die Ökos der Zeit, die ich im übrigen immer noch abonniert habe um den Bezug zu den Meinungsbildern des Neuen Biedermeier Deutschlands nicht zu verlieren. ImTenor: es ist falsch reguliert worden, wenn wir richtig regulieren dann klappt es auch. Dass das Problem darin liegt dass die Regulierer keinen Sachverstand haben und deshalb auch die neuen Regeln eher eine wunschdenkerisch ideologische als eine physikalische Grundlage haben werden, soweit geht die Erkenntnis bei weitem nicht.

  70. @BvK
    Juten Morgen…auch schon ausgeschlafen?….guck mal #67……und Rudi hat seinen Artikel auch schon aktualisiert.

    Egal….bin gespannt wie die restlichen, gleichförmig ausgerichteten Medien drauf reagieren……entweder Scheigen im Walde…..oder, was ich persönlich eher annehme…..lawinenförmig.
    Bin ja gespannt, wann Herr Wetzel von der WELT darauf reagiert……denn ich bin mir ziemlich sicher, der Hammer wurde akribisch langzeitgeplant…..man will den Pöbel ja intellektuell nich gleich überfordern, gelle.
    Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln…..wer soll da noch den Überblick behalten?
    Passend dazu gibbet als zweiten Versuchsballon gleich mal einen reinen Atomstromtarif….um zu testen, wie der geneigte Pöbel denn auf diese Provokation reagiert…..würde mich nich wundern, wenn die Chefs von Maxstrom nich doch ne hinterfotzige Beziehung zu Gabriel haben.

    Innerlich musste ick lachen…..als Gabriel das erste mal die Öffentlichkeit geschockt hat, weil das Ausland uns Deutsche wegen der Energiewende für etwas bekloppt halten…….wo einige Hartcore-Ökos das doch noch glatt geleugnet hatten…..und nun…steht dat selbe in den Zeitungen……hahahaha.
    Ick hatte mich schon ne ganze Weile gefragt….wie werden sie es anstellen……nun weiß ick es.

    Fröhliche-Wende-Weihnachten noch….
    Onkel Heinz……..ein Stückchen fröhlicher als sonst.

  71. @ Heinz Eng,
    was heiß hier ausgeschlafen, gelesen hab ichs schon beim Mittagessen also um 13.00. Nur beim posten war ich langsamer und, total unverzeihlich, habe ich nicht deinen Beitrag gelesen bevor ich schrieb.
    Gruß BvK 🙂

  72. Wie kann man die Bürger Energiewende als Planwirtschaft bezeichnen? Die meisten Anlagen sind nunmal in Bürgerhand und spielen keine Miliardengewinne irgendwelchen Großen firmen ein. Sogesehen bleibt das Geld im Land.
    Wer über EE Subventionen spricht der soll sich mal über die Geleisteten Subventionen in der konventionellen Enerie informieren, sich mal erkundigen was die Brenstoffe Kosten. Dann sollte recht schnell auffallen das viele Kraftwerke Ur alt sind und ersetzt werden müssten.

    Das Größte Problem der EE ist die Speicherbarkeit, aber da tut sich grade einiges. Es gibt einen rasanten Anstieg von kleinen Solarspeichern, vor die eigene PV Anlage.
    Genau so gibt es auch einen Anstieg von Spitzenlast speichern. Die mehrere Megawatt kurzfristig zur Verfügung stellen können, das reicht um Gaskraftwerke anzufahren. Das sollte sich alleine schon wegen der geringeren Brenstoffkosten Rechnen (da das Gaskraftwerk nicht durchlaufen muss wie die Kohlekraftwerke, und somit der Preis an der Strombörse wieder steigt)
    Was glaubt ihr eigentlich was die Österreicher mit den „Billigen Strom anstellen? Also in die Ecke stellen sie den nicht, Sie speichern ihn.
    Wenn es dann irgend wo eng wird verkaufen sie den gewinbringend wieder.

    Hätte jemand 1800 gesagt welche Unmengen Öl, Gas, Kohle wir heutzutage verbrauchen, das hätte niemand geglaubt. Die Leute hätten als erstes gesagt „das geht nicht, Soviele Vorkommen gibt es nicht“ und wie sieht es nun aus?

    Der größte Feind von „das machen wir“ ist der kleine „das geht nicht“
    Jeder kann aktiv mithelfen das es geht.
    Groß mit der eigenen Solar Anlage, aber auch durch den Bezug von regenerativen Strom.
    Und klein einfach durch überlegtes handeln, das heißt Sorgsam mit Energie umgehen, nicht die 500 Meter mit dem Auto zum Bäcker Kiosk . . . fahren, sondern einfach mal laufen.
    Nicht das Haus Festlich beleuchten, sondern nur da wo man sich auch aufhält.

    Das größte Problem ist immer das es die anderen machen sollen, man selbst sich aber nicht auf Raft.
    In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Tag

  73. @ Wolfgang
    jetzt bin ich mal gemein: Nordkorea wäre doch ein deinem Szenario schon sehr nahekommendes Land
    BvK

  74. @Wolfgang #72

    Nicht das Haus Festlich beleuchten, sondern nur da wo man sich auch aufhält.

    Nur mal so, mit normalen Glühbirnen halbwegs vernünftig gedacht, mit ESL Nonsens ( Schaltungfrequenz, sofortige Verfügbarkeit von Licht ), mit LED mangels Watt nur bedingt notwendig.
    Verbraucht Rechtschreibung eigentlich Strom ? Weil, da hast Du reichlich gespart, also nicht überlegt gehandelt 😀
    Das nennt man dann „mit gutem Beispiel vorangehen 😀

  75. Kurzes Lächeln meinerseits als das Bundesinnenministerium twitterte:

    #Hendricks: Denke, dass immer noch zu viel darüber geredet wird, inwieweit entschlossener #Klimaschutz der ökonomischen Entwicklung schadet.
    https://twitter.com/bmub/status/543087765475581952

    Es wird ja viel Mist in den sozialen Medien verbreitet, und eine dumme Mitteilung, wie diese, braucht man nicht gleich auf die Goldwaage zu legen. Dachte ich. Doch diese Aussage stammt aus einem offiziellen Statement des Ministeriums:

    I believe that too many people still talk too much about whether resolute climate action harms economic development.
    http://www.bmub.bund.de/en/press/speeches/detail-page/artikel/national-statement-germany-at-the-cop20/

    Als Überschrift steht: „National Statement Germany at the COP20“. Das sprechen darüber, welche wirtschaftliche Auswirkungen der Klimaschutz hat, ist also kontraproduktiv? Wahrscheinlich das nachdenken darüber auch schon.

  76. Sorry, Bundesumweltministerium sollte es heißen. Der Innenminister ist unschuldig.

  77. @QQ #76

    Der Innenminister ist unschuldig.

    Aber nur in dieser Angelegenheit 😀

  78. @BvK
    ….total unverzeihlich…..
    Ok…Ick lass da mal ausnahmsweise Gnade vor Recht walten……..aber wehe wenn….Du nochmals meine verbalen Ergüsse einfach mal so….NICHT konsumierst….*grins.

    @Wolfgang
    Ach wie niedlich, bei Dir müssen wir ja komplett bei NULL anfangen…..so wie man Dir Dein Kleinhirn versaut hat.
    Bürgerhand is abgebrannt….werdet ihr demnächst auch bald merken…..los, stop, schade.

    Ich nehme aber mal gutmütig an, das dies ein einmaliger Kommentarversuch von Dir, hier…war…..weswegen ich mir die Mühe erspare….auf Dein Dummfug näher einzugehen.

    PS. Das dreckige Klimawandelleugnerschwein…also icke……hab meine häusliche Beleuchtung komplett auf LED umgestellt….bäh….da müsst ihr Ökos erstmal hinriechen, wo ick schon hingeschissen hab…….um mir an die Karre pissen zu wollen.

    So…und nun geh weinen…….winke, winke.
    Onkel Heinz…..ach menno…wo bleiben die intelligenten Ökos eigentlich…..oder gibbet die tatsächlich nicht?

  79. @ Heinz, Wolfgang

    Der Wolfgang hat das Spiel noch immer nicht verstanden. 😉

  80. @Micha
    Stimmt…als ewiger JA-Sager kommt man weiter im Leben….und olle Wolf-rückwärts-Gang…hat das janz tief verinnerlicht.
    Hach……wenn sich die Opfer freiwillig anbieten……kann Onkel Heinz unmöglich NEIN sagen….*grins.
    Duck und jaaaanz weit wech…….
    H.E.

  81. #72. Wolfgang

    selten soviel Müll auf einen Haufen gelesen! Deine grünen Parolen kannste stecken lassen. Mach Dich erst mal schlau, das kannst Du hier bei ScSk tun. Lesen bildet bekanntlich. Und danach fängst Du noch mal von vorne an. Die Einleitung könnte dann folgendermaßen lauten:

    „Nach einschlägigem Lesen und ausgiebiger Beschäftigung mit der Materie bin ich zu der Ansicht gelangt, dass mein Kommentar vom 11. Dezember der tatsächlichen Sachlage nicht gerecht wird und im wesentlichen meiner totalen Unkenntnis der technischen, physikalischen und ökonomischen Grundlagen zu dem Zeitpunkt geschuldet ist………….“

    karl.s

  82. Moin,

    es sind ja schon viele Gründe für die Träumereien von Leuten wie Wolfgang diskutiert worden, ein ganz wichtiger Grund dafür, dass so viele die Nichtmachbarkeit nicht erkennen ist m.E., dass die meisten Leute mit großen (und kleinen) Zahlen nicht umgehen können.

    Ich erlebe das regelmäßig bei Studenten der Elektrotechnik, kilo, Mega, Giga, Tera, ist doch alles egal oder?
    Wenn da schon kein Gefühl für Größenordnungen vorhanden ist, was soll man dann von Anderen erwarten?

    Und wenn ich dann von einem Professor der E-Technik höre, dass er Kraftwerke mit Akkus puffern möchte, dann fällt mir echt nichts mehr ein.
    Das gab es übrigens schon mal um 1900. Das hat man dann irgendwann aufgegeben, warum wohl?

    Schöne Grüße und macht weiter so,
    Dieter

    PS: Für Eigenheim-Besitzer mit Ölheizung bietet sich ein Dieselgenerator an, ist zwar illegal, aber wen schert das noch, wenn das Licht aus ist.

  83. @Dieter
    Bei stationären Generatoren kann sehr wohl HEL benutzt werden….unsere großen Aggregate ham ein zweiten Saugstutzen für Heizöl…….wenn sie dann als Spitzenlastabdeckung tätig werden….sobald se aber auf der Straße sind, darf nur Diesel im Tank sein.

    Ausserdem und sowieso…..wenns Finster ist, hat der Zoll wahrscheinlich ganz andere Probleme^^.

    E-O

  84. Heute ist in Zeit online von Rainer Baake unter dem Titel
    „Saubere Wende. Die deutsche Energiepolitik funktioniert. Trotzdem steigt vorerst die Klimabelastung.“ die Antwort der Bundesregierungauf den o. g. Artikel von Frank Drieschner erschienen.

  85. @ Bert Robel #84
    „Unsere“ Regierung versteht es hervorragen, Scheiße als Gold anzubieten. Wird Zeit, vom „Kauf“ abzusehen.

  86. Überrascht hat mich im Kommentarbereich von „Die Zeit“ (der Artikel ist ja inzwischen auch online) die groteske Fehleinschätzung, die durch die Bank weg vorhanden ist: namentlich die Annahme, unsere Nachbarn profitierten von den negativen Preisen, zu denen wir bisweilen Überschüsse im Ausland vermarkten müssen. Das ist natürlich Unfug. Denn könnte jemand mit dem Exportangebot zu dieser Zeit und in dieser Menge etwas Sinnvolles anfangen, dann würde er uns dafür selbstverständlich Geld bieten bzw. wir würden es verlangen. Negative Preise sind also immer ein deutliches Zeichen dafür, daß dem potentiellen Abnehmer stattdessen ein Nachteil entsteht, für den er wenigstens entschädigt werden will.

    Wenn wir also Stromüberschüsse zu negativen Preisen in die Niederlande vertickern, dann heißt das keineswegs, daß die Niederländer sich da auf unsere Kosten freudestrahlend die Hände reiben … sondern vielmehr, daß die in solchen Situationen wegen ihrer Erzeuger- und Verbrauchsstruktur bloß weniger heftig die Hände überm Kopf zusammenschlagen müssen als andere Nachbarn. Sich freuen ist was ganz anderes, dafür _bieten_ Leute Geld.

  87. Mich würde interessieren, ob Baake die folgende Aussage irgendwie belegen kann:

    Strom wurde im Jahr 2013 für durchschnittlich 52 Euro pro Megawattstunde (MWh) in Nachbarländer exportiert und für 49 Euro/MWh importiert. Wir verkaufen Strom also teurer, als wir ihn importieren. Das Bild, Deutschland verschenke seinen teuer subventionierten erneuerbaren Strom ins Ausland, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.

    Nach allem was er selber über die Ursachen negativer Preise schreibt, kann das eigentlich nur Unsinn sein. Was meint er mit „durchschnittlich“? Hat hier im Blog schon mal jemand dazu recherchiert?

  88. Was sagt eigentlich unser „Freund “ Rahmstorf, der Senf -- Händler, zum „Zeit-Artikel ?,

    Na ja. Da ich Patrick Graichen persönlich kenne war ich neugierig und habe mal die Quelle nachgeschaut. Da sehe ich, dass die Zitate gar nicht O-Ton Graichen sind, sondern von einem Journalisten stammen, der so Graichen in seinen Worten wiedergibt. Einem Journalisten, mit dem ich selbst einschlägige Erfahrung gemacht habe, bei der ich mich nicht gerade so wiedergegeben fühlte, wie ich es gesagt hatte und wie es meinen Überzeugungen entspricht.

  89. @Stefan Wewers #87
    Wo Baake das auch immer her hat. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft schreibt für 2013:

    Bewertet man den grenzüberschreitenden Handel mit dem jeweiligen Börsenpreis der EPEX Spot, ergibt sich ein mittlerer Importpreis von 39,73 €/MWh sowie ein mittlerer Exportpreis von 37,87 €/MWh. Die Exporte haben somit einen Gesamtwert von 2,9 Mrd. € und die Importe einen Gesamtwert von 1,7 Mrd. €. Hieraus ergibt sich ein finanzieller Wert des Exportüberschusses von 1,2 Mrd. €.

  90. Erstaunlich finde ich immer die irreführenden medialen Darstellungen:

    Bewertet man den grenzüberschreitenden Handel mit dem jeweiligen Börsenpreis der EPEX Spot, ergibt sich ein mittlerer Importpreis von 39,73 €/MWh sowie ein mittlerer Exportpreis von 37,87 €/MWh. Die Exporte haben somit einen Gesamtwert von 2,9 Mrd. € und die Importe einen Gesamtwert von 1,7 Mrd. €. Hieraus ergibt sich ein finanzieller Wert des Exportüberschusses von 1,2 Mrd. €.

    Das vermittelt den Eindruck, man hätte einen monetären Überschuss erwirtschaftet. Einige interpretieren das gar als Gewinn. Tatsächlich haben wir deutlich mehr Strom exportiert als importiert. Da ist es nicht verwunderlich, dass die monetäre Menge auch bei niedrigeren Preisen höher ist. Wenn aber der mittlere Exportpreis deutlich niedriger ist als die Gestehungskosten, ist es ein Verlustgeschäft. Dieses einfache Grundwissen wird in der Kaufmannsweisheit persifliert:

    Wenn man am Stück Verlust macht, muss es die Menge bringen!

  91. Alte Kraftwerke haben uns u.a. die Klimakatastrophen beschert. So können wir nicht weitermachen. Die Umweltschäden würden so groß werden, daß diese keiner mehr bezahlen könnte. Was sollten wir vernunftbgabten Wesen denn nun tun?
    Wenn die Strombatteriespeichertechnologie noch nicht so weit entwickelt ist, daß wir damit wirtschaftlich betreibare Einheiten hätten, dann müssen wir alternative Stromspeicher errichten. In Zusammenarbeit mit anderen Ländern wie z.B. Norwegen, Schweden, Östereich und die Schweiz. Dort sollten mehr Wasserpumpspeicherkraftwerke gebaut werden, die als Langzeitspeicher dienen können. In Deutschland könnten in ausgedienten Salz- und Kohlebergwerken riesige wärmegdämmte parafingefüllte V2A-Behälter bzw. dicke Rohre installiert werden. Dort könnte überschüssiger EE-Strom als Wärme gepuffert werden. Dieses heiße Parafin kann Stirlingmotoren mit E-Generatoren antreiben und früh morgens bzw. spät abends den Strom zurück in deutsche Netze speisen. Diese Parafinspeicher könnten als Tagesreserve dienen.

  92. @Brunner Joachim #91

    Alte Kraftwerke haben uns u.a. die Klimakatastrophen beschert.

    So verzweifelt ich auch suche, ich finde sie nicht, die Klimakatastrophe…..

  93. @ Brunner Joachim
    Das Thema Stromspeicher ist hier schon so manches mal behandelt worden. Um Deutschland mit Wind und Sonne zu versorgen, wären vielleicht 70-100 TWh nötig. Mit einer Erzeugungskapazität, die der maximalen Netzlast entspricht, also etwa 80 GW. An windigen und sonnigen Tagen muss dann aber ein mehrfaches der maximalen Netzlast von diesen Speichern aufgenommen werden können. Schließlich hat Windkraft in Deutschland eine Auslastung von vielleicht 20%, Sonne kommt gerade auf 10%. Für eine Wind und PV-Vollversorgung hätten wir dann Erzeugungskapazitäten die 6-8 mal (je nach Mix) über der durchschnittlichen Netzlast liegen.

    Über den Daumen müssten die Speicher im Extremfall das 5fache des durchschnittlichen Stromverbrauchs aufnehmen können. (Die Stromleitungen müssten auch um diesen Faktor skaliert werden, aber das sind im Vergleich zu den Speichern eher Peanuts)

    Da wir ohne dort einzumarschieren wohl kaum die Norweger oder die Österreicher zum Bau solcher gigantischer Industrieanlagen bewegen können, müssten die Speicher wohl oder über bei uns errichtet werden. Nur fehlt uns dafür die Topografie oder die Technologie. Sprich, für so viele Stauseen fehlen uns die Berge. Und andere Technologien, die auch nur annähernd wirtschaftlich mithalten könnten, gibt es nicht mal im Ansatz.

    Und warum das Ganze? Wegen einer Klimakatastrophe, die einfach nicht kommen mag, obwohl sich so viele Experten auf der Welt doch so sicher waren? Oder wegen Rohstoffen, die anstatt wie vorhergesagt (wieder mal von Experten) immer knapper zu werden, immer mehr zur Verfügung stehen? Oder ist es einfach nur um den Zukunftsängsten von übersatten Wohlstandsbürgern Rechnung zu tragen? Man gewinnt den Eindruck, dass letzteres die Hauptmotivation darstellt.

  94. @Brunner

    Alte Kraftwerke haben uns u.a. die Klimakatastrophen beschert.

    Falsch…..diese, von Euch Esotherikern so verpönten Kraftwerke, haben erst den Wohlstand geschaffen, den ihr plötzlich so widerlich findet……ansonsten würdet ihr nämlich noch als Leibeigenen auf des Großgrundbesitzers Anwesen, die Hacke und den Spaten schwingen.
    Is schon lustig, losgelöst von der täglichen Pein der körperlichen Verausgabung bei schweißtreibenden Tätigkeiten, sinnt der geneigte Beamte, Sesselpupser, Soziopädagoge danach, sein eigenes Leben zu verkomplizieren um sich wohlfühlmäßig wieder ins brabbelnde Gleichgewicht rückzuentwickeln.

    Kleiner Tip….geh mal ein Jahr lang Scheiße schaufeln bei Deinen örtlichen Abwasserentsorger….oder Schnee schaufeln in der Arktis…oder Sand sieben innner Wüste….damit Dein schlaffes Hirn wieder auf die wesentlichen Überlebensstrategien eines Menschen ohne Knete inner Tasche zurückgreifen kann.

    Dekadenz in Vollendung…..am Ast sägen, der einem tag-täglich am Leben erhält, weil man zu blöd ist, die einfachsten Zusammenhänge zu begreifen…..Öko eben, sach ich doch.
    Ihr seid im Ernstfall nicht überlebensfähig…….das wiederum is mein Trost, wenn ick mir den verbalen Müll durchlesen muss, den Ihr hier regelmäßig zum Besten gebt.

    Winke winke….sauf Dein Bachblütentee aus und geh ins Bett, das hoffentlich feng-shui-ausgerichtet den bösen Magnetfeldern aus den Weg geht….ansonsten, es gibt kein schlechtes Wetter, nur unangepasste Kleidung.

    Onkel Heinz……ob die jemals in den Spiegel gucken können, ohne das se das Kotzen kriegen?

  95. @Heinz Eng #94

    Falsch…..diese, von Euch Esotherikern so verpönten Kraftwerke, haben erst den Wohlstand geschaffen, den ihr plötzlich so widerlich findet……ansonsten würdet ihr nämlich noch als Leibeigenen auf des Großgrundbesitzers Anwesen, die Hacke und den Spaten schwingen.

    Ist auch irgendwie nicht richtig. Diese Leute gäbe es gar nicht. Ohne fossile Energien wären weitaus die Meisten von uns nicht auf der Welt oder wir hätten, was rein spekulativ ist, da wir dazu wohl nicht in der Lage gewesen wären, diesen Planten schon völlig ruiniert. Aber vielleicht ist es ja das, was diese Esoteriker wollen, nämlich unsere Nichtexistenz.

  96. Als Nachtrag zu #95.
    Ich habe gerade eben eine schöne Zusammenstellung von Grafiken gefunden, die das demonstriert.
    In einem Text von Alex Epstein bei Forbes ‚97% Of Climate Scientists Agree‘ Is 100% Wrong die zweite Grafik.

  97. @Brunner Joachim #91
    Wenn wir mal ihren Weltschmerz vom drohenden Welt-Klimauntergang weglassen, dann muss ich Sie doch noch auf etwas aufmerksam machen.
    Und zwar auf die Wirtschaftliche Seite ihres Gigantischen Energieversorgungsnetz mit Windmühlen, Solarparks, Biopflanzenverwerter und als Sahnehäubchen noch die etlichen Stromspeicher.
    Auf Grund der geringen Energiedichte der Ausgangsenergieträger von Wind, Sonne und Pflanzen, müssen Sie einen Gigantischen Maschinenaufwand betreiben, um Strom überhaupt in ausreichender Menge erzeugen zu können. Im Gegensatz zu unseren bewährten und für die menschliche Ewigkeit gedachten Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und vor allen Uran/Thorium.
    Sie müssen also in ihrem EE-System eine gigantische Menge an Einzel-Stromerzeuger + Speicher aufbauen und betreiben. Aber gerade in dieser Gigantonomie liegt der Hase im Pfeffer. Um so mehr Sie bauen und betreiben müssen, um so unwirtschaftlicher wird ihr gesamtes System.
    Um so mehr um so weniger Auslastung bleibt für die Einzelanlage überig. Und wenig Auslastung bedeutet eben in der Energiebranche weniger Umsatz/Gewinn und führt zwangsläufig zur Unwirtschaftlichkeit vieler Einzelanlagen.
    Und ihr ganzes EE-System verschärft sich noch dahin gehend, weil dieses EE-System auf den Rücken vieler kleiner Bürger-Beteiligungen ruht. Somit kann auch kein wirtschaftlicher Ausgleich über das gesamte System erfolgen, sondern jede Beteiligung muss schauen, wie diese wirtschaftlich überhaupt über die Runden kommt. Insolvenzen sind hier vorprogrammiert. Und die Ausfallrate der EE-Stromerzeuger durch „Unwirtschaftlichkeit“ oder „EEG-Reform“ wird in den nächsten Jahren rapide zunehmen. Und dann stehen wir mit einen durch das EEG unwirtschaftlichen Kraftwerkmixpark (Kohle, Gas und Uran) da und hinzu kommt noch ein unwirtschaftliches EE-System mit Wind,Sonne,Biopflanzen und evtl. Speicher. Wobei die Speicher meiner Meinung nach schon nicht mehr realisiert werden können. Aus Mangel an Kapital.

    Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Mangel und zum Schluss die Armut!

  98. Gruß an alle konstruktiven Denker,
    es ist nicht einfach ein Energiesystem eines Landes umzubauen. Das diese gewaltige Maßnahme Geld kostet ist unbestritten. Wenn aber die vielen kleinen EE-Anlagen inclussive der dafür nötigen Speicheranlagen nach und nach errichtet werden, von vielen Bürgern finanziert werden und weiterhin mit der EEG-Vergütung 20 Jahre lang gefördert werden, dann kann das u.U. trotzalledem funktionieren. Die EE-Anlagen amortisieren sich nach ca 10 -- 15 Jahren.
    Danach bekommen die Betreiber nur noch 5 -- 6 ct pro KWh. Die hohen Investkosten und die niedrigen Betriebskosten aller EE-Anlagen relativieren sich über die Jahre. Die deutschen Bundesbürger haben hohe Spareinlagen angehäuft, Lasst doch die Investwilligen was sinvolleres machen, als an der Börse zu spekulieren. Die EE-Anlagen lassen sich ohne Primärenergiekosten betreiben, das ist der riesige Vorteil dieser Technologie, das sollten wir nicht vergessen.
    Wir müssen keine so große Angst haben, dass wir verarmen könnten durch die Erneuerbaren. Das ist Jahr für Jahr eine gewaltige Primärenergieeinsparung in Milliardenhöhe, die die EE-Anlagen für unser Land liefern. Wir werden unabhängig von Russland und den Ölförderländern. Kriege müssen nicht mehr wegen ÖL oder Kohle geführt werden.
    Es wird viele Anwendungen geben, die überschüssigen EE-Strom sinvoll verwerten können, wenn die KWh nur noch 5 ct. kostet, wie z.B. Kühlhäuser für die EU, Power to Gas, galvanische Metallveredlung, Induktionsschmelzöfen, Gewächshäuser, Industrie, Elektroautos, Industrie, Handwerk und zum Heizen.
    Kohle, Gas und Atom werden langsfristig Ihre Bedeutung verlieren. Sie haben uns bisher Wohlstand bescheert, aber auch verpestete Luft, schwefelhaltige Asche und radioaktiven Restmüll, den keiner In seiner Nähe haben will.
    Schaut Euch die Welt an, viele Länder rüsten um auf EE-Anlagen. Wollen wir die Letzten auf der Erde sein, die noch mit den alten, mangels Alternativen nicht mehr zeitgemäßen, Energietechnologien arbeiten?

  99. @Brunner Joachim #98
    Kannst Du dich eigentlich noch selbst im Spiegel betrachten?!
    Du verkaufst deine Seele an einen Glauben/politische Ideologie der weder eine Vernunft noch den Verstand für das Wohl einer Gesellschaft aufweist.
    Weder Du, noch wir Alle haben etwas positives von der staatlich gelenkten und extrem Marktfeindlichen (Wohlstandsfeindlichen) Energiewende/EEG zu erwarten.

    Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Mangel und zum Schluss die Armut!

  100. @Brunner, #98

    Die hohen Investkosten (…) Die EE-Anlagen lassen sich ohne Primärenergiekosten betreiben

    Schon mal darüber nachgedacht, dass die hohen Investkosten im wesentlichen aus Primärenergiekosten bestehen und die in Deutschland nicht verbrauchte Primärenergie woanders zur Herstellung verbraucht wird?

    Es wird viele Anwendungen geben, die überschüssigen EE-Strom sinvoll verwerten können, wenn die KWh nur noch 5 ct. kostet, wie z.B. Kühlhäuser für die EU, Power to Gas, galvanische Metallveredlung, Induktionsschmelzöfen, Gewächshäuser, Industrie, Elektroautos, Industrie, Handwerk und zum Heizen.

    Das verstehe ich nicht. Die Herstellkosten für Strom betragen doch jetzt schon nur 4-6 Cent. Warum sollte es dann mehr Anwendungen geben?

    Wollen wir die Letzten auf der Erde sein, die noch mit den alten, mangels Alternativen nicht mehr zeitgemäßen, Energietechnologien arbeiten?

    Wenn ich mir angucke, wie sich gerade die Kernorschungsinstitute in den USA sowohl mit den kleinen, innovativen Start-ups, als auch mit dem bisher verschlafenen Nuklear-Establishment verbünden, sehe ich wie Sie die Gefahr: Wir werden die Letzten auf der Erde sein (neben den Österreichern), die nicht mit emissionsfreier, hocheffizienter Energieerzeugung, billiger als Kohle, ihren Strom und ihre Prozeßwärme erzeugen werden.
    Es tut mir im Herzen weh, dass eine Techniknation wie Deutschland, sich ideologisch verbohrt, von der Weiterentwicklung emissionsfreier, sicherer und billiger Energieerzeugung fernhält. Gerade wir könnten hier einen wertvollen Beitrag leisten. Wir ziehen es vor, unsere Kultur- und Naturlandschaft zum Industriegebiet verkommen zu lassen.

  101. Der Joachim liegt aber voll auf der Linie unserer zuständigen Bundeszentrale für Politische Bildung. Er hat die notwendigen Bildungs-und Erziehungsziele verinnerlicht und die veröffentlichten Grundüberzeugungen voll ausgeprägt.

    Er ist auf der Seite der Macht, Goldman-Sachs wird sehr zufrieden sein mit ihm.

    http://www.bpb.de/politik/wirtschaft/energiepolitik/

    Das Ding mit dem Paraffin habe ich aber so noch nicht gehört, gibt es da noch andere Propagandaseiten Herr Brunner?

  102. @ Hoffman, M #99
    Etwas weniger polemisch wäre schon gut.

    @ Brunner Joachim #98
    Das von Ihnen aufgebaute Szenario setzt voraus, dass die EE-Anlagen nach der Zeit der Förderung auch noch funktionstüchtig sind. Bei der Photovoltaik weiß man, dass die Leistung nach so einem Zeitraum um 10-20% abfällt. Bei Windkraftanlagen findet man Werte von 0,5 bis 2% Verlust der Leistung pro Jahr im Betrieb. Die heutigen Anlagen sind für 20 Betriebsjahre ausgelegt. Enercon will künftig bis 30 Betriebsjahre erreichen.

    Das heißt also, dass man im günstigsten Fall alles nach 30 Jahren erneuern muss. Und damit das lohnt, man wieder eine Extra-Vergütung über einen Zeitraum von vielen Jahren zahlen muss. Eine EEG-Förderung würde es also „auf ewig“ geben müssen. Das wird also nix mit dem billigen Strom in der Zukunft.

    Und nochmal teurer wird es, wenn man die Speicherung berücksichtigt. Abgesehen davon , dass wir noch nicht einmal im Ansatz eine witrschaftliche und technische Lösung dafür kennen, erhöht sich der Strompreis dadurch noch weiter. Wikipedia:

    „Die Vollkosten, um eine kWh elektrischer Energie in einem Pumpspeicherkraftwerk für einen Tag zu speichern, liegen bei 3 bis 5 Cent/kWh. Die Speicherdauer beeinflusst die Kosten: je länger gespeichert wird, desto höher die Kosten, je kürzer gespeichert wird, desto niedriger die Kosten“

    Und neben den Tagesschwankungen muss eben ein großer Teil des Stroms länger gespeichert werden, um saisonale Schwankungen auszugleichen. Viele dieser Speicher würden nur an wenigen Tagen im Jahr überhaupt im Betrieb sein, was die Kosten gewaltig nach oben treibt. Und wie bereits oben geschrieben, ist die Topografie in Deutschland nicht geeignet, Pumpspeicher in ausreichender Menge bauen zu können. Jede andere Lösung (etwa „Power-toGas“) verursacht ein Vielfaches der Kosten.

  103. @Rudolf Kipp #102
    Sehe ich in ihren Kommentar einen Hang zur Bevormundung….

  104. Langsam aber sicher…..kommt energetisch grad das dicke Ende…..

    Umfrage: Nur jede sechste KWK-Anlage profitabel

    Die Geschäftslage der deutschen Stromversorger mit konventioneller Erzeugung hat sich seit 2013 verschlechtert, so eine Online-Umfrage des BDEW.

    Für 39 % der deutschen Stromversorger mit eigener konventioneller Erzeugung, die an einer Online-Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) teilgenommen haben, hat sich ihre Geschäftslage in den Jahren 2013 und 2014 verschlechtert. Bei den „Stadtwerken und lokalen Energieversorgern“ lag die Quote gar bei 41 %.

    Auch Herr Wetzel von der WELT hat sich diesem Thema gewidmet……

    Stromfirmen geht Geld für die Energiewende aus

    Die deutsche Energiebranche sieht kein Ende ihres Abwärtstrends und fordert ein schnelles Eingreifen der Politik. Die wirtschaftliche Lage der Stromversorger habe sich weiter verschlechtert, erklärte der Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter Berufung auf eine Umfrage unter Geschäftsführern von 265 Unternehmen.

    Und bei EIKE hat Günter Keil eine Generalabrechnung mit der Energiewende geschrieben, die sich gewaschen hat…

    Energiewende: Der Katalog des Versagens!

    Es handelt sich nicht um ein zufälliges, fast tragisches Versagen, sondern um ein systematisches Versagen der früheren und auch der jetzigen Regierung, wobei man die dafür maßgeblichen Gründe in einer grünen Ideologie, in einer Ausschaltung der Marktwirtschaft und einer Hinwendung zur Planwirtschaft und natürlich zu einem beträchtlichen Teil auch in der Unfähigkeit der verantwortlichen Politiker und ihrer ministerialen Zuarbeiter suchen und finden kann. Die folgende Zusammenstellung listet die meisten gravierenden Fehler auf. Vermutlich fallen den Lesern noch weitere ein.

    Derzeit sind ja die Medien und die Politik mit anderen Sachen beschäftigt……dennoch wird wohl in ein paar Tagen wieder der Tagesbetrieb ins Parlament einkehren…..und dann, hoffe ick zumindest, sollte der Wende-Quark neu aufgerührt werden…..nur befürchte ich, das die Gefahrensignale weiterhin missachtet werden, das ein „Weiter-so“ bis zum ersten ernsten Zwischenfall vorherrschen wird……denn genauso wie Herr Keil vermute auch ich, das es mal so richtig scheppern muss…bis diese Scheiße endlich aufhört, noch überwiegen die Einflüsse der Wendekriegsgewinnler-Lobby……noch.
    Übrigens….waren wir wieder mal in den letzten Tagen damit beschäftigt, wegen Windüberlastete Leitungen unser Eigenerzeugung abzuschalten….dat Jahr fängt ja schon mal gut an.

    2015 wird wohl das Schiksalsjahr der Republik…..in vieler Hinsicht……es verspricht spannend zu werden.
    H.E.

  105. Heinz,
    die Großen verkauften nicht umsonst an ahnungslose Stadtwerke , damit werden die Verluste automatisch aufs doofe Volk verteilt.

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