Im Winter droht die Dunkelflaute – Wie „Erneuerbare Energien“ unser Stromnetz überlasten

18. September 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Politik

678564_web_R_B_by_angieconscious_pixelio.deEigentlich wollte ich nur mal nachlesen, was sich genau hinter dem §13a Abs.2 EnWG verbirgt. Das ist der Paragraph im Energiewirtschaftsgesetz EnWG, mit dem die Regierung allen Kraftwerksbesitzern, denen das EEG die Wirtschaftlichkeit ruiniert hat und die deshalb ihre Anlagen so schnell wie möglich stilllegen wollen, die Pläne durchkreuzt hat.

Sie haben davon gelesen: Die Kraftwerksbesitzer müssen einen Antrag auf Stilllegung stellen, den ihr Netzbetreiber (ÜNB) – also Amprion, Transnet, Tennet und 50Hertz – prüft. Dieser soll bewerten, ob das Kraftwerk „systemrelevant“ ist oder nicht – und dann der Bundesnetzagentur BNetzA einen entsprechenden Antrag zur Entscheidung vorlegen.

Diese Anträge werden immer mehr: Mitte August waren insgesamt 7.900 Megawatt zur endgültigen Stilllegung angezeigt. Allein mehr als 4.500 MW entfielen dabei auf den süddeutschen Raum. Dort sollen jedoch nach dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung bis 2022 fünf Kernkraftwerke vom Netz gehen.

Anträge auf Kraftwerksstillegungen müssen abgelehnt werden

Wie ernst die Situation schon heute ist, in der bereits jetzt alle Stilllegungsanträge aus dem süddeutschen Raum abgelehnt werden (müssen), ergibt sich aus den unten zitierten Feststellungen der Bundesnetzagentur.

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur hat in jedem Fall unangenehme Konsequenzen für den Besitzer der verlustbringenden Anlage, denn selbst wenn das Kraftwerk als doch nicht systemrelevant eingeordnet ist, wird ihm der Weiterbetrieb um ein ganzes Jahr angeordnet und die weiter auflaufenden Verluste muss er selber tragen, nicht der anordnende Staat, den die BNetzA vertritt.

Noch härter trifft es die systemrelevanten Kraftwerke: Sie müssen 24 Monate weiter am Netz bleiben und auch in diesen Fällen erhalten die Besitzer für die ersten 12 Monate gar nichts. Für die folgenden 12 Monate ist dann eine Entschädigung fällig, über die verhandelt werden muss. Wie berichtet wurde, deckt diese Entschädigung manchmal auch nur 70% der Verluste.

Erstaunlich ist die Dreistigkeit, mit der der Staat das im Grundgesetz-Artikel 14 garantierte Recht zum Schutz des Eigentums mit einem Absatz eines Branchengesetzes bricht. Diese Großtat stammt von der die Marktwirtschaft verbal stets hochhaltenden letzten CDU/CSU-FDP-Regierung. Die Gerichte haben es bereits mit Klagen gegen die darauf beruhenden Entscheidungen zu tun bekommen.

Im Grunde wollte ich nur die für einen Ingenieur immer schwer verdaulichen gewundenen Sprachkreationen der Juristen auf mir bislang verborgene Details absuchen. Die Webseite der BNetzA (101) brachte zumindest einige erklärende Sätze, aber darunter standen zum Herunterladen drei Entscheidungen der Agentur zu konkreten Anträgen von Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB).

Bundesnetzagentur erklärt die Situation

Die neueste davon stammt vom 23.6.2014 und ist an die Transnet GmbH / Baden-Württemberg gerichtet. Darin wird deren Antrag auf die „Systemrelevanz-Ausweisung“ von zwei EnBW-Kraftwerksblöcken in Heilbronn zugestimmt.

Der ungemein lange Text dieser Entscheidung verleitet eigentlich nicht zur Lektüre, insbesondere weil seitenlang und langatmig erklärt wird, was Systemrelevanz bedeutet.

Aber das Lesen lohnt sich doch, denn dieses Papier entpuppt sich als eine schonungslose Kritik des durch die Energiewende verursachten Bedrohungszustands des Versorgungsnetzes – und endet dann mit der erwähnten Entscheidung, der man dann wirklich nur ziemlich entsetzt zustimmen kann.

Ich weiß aus 30-jähriger Erfahrung in der Ministerialbürokratie, dass es in unserem System gottlob immer mal wieder vorkommt, dass aus einer unteren Ebene ein in Klartext geschriebenes ehrliches Dokument ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, das alle offiziellen Heucheleien, Schönfärberei- und Weichspülprozesse beiseite wischt.

Ich zitiere aus dem Brief der Bundesnetzagentur an Transnet BW GmbH vom 23.6.2014, (Hervorherbungen vom Autor):

„Genehmigungsbescheid der Bundesnetzagentur gem. §13a Abs.2 EnWG zur Systemrelevanz-Ausweisung von Kraftwerksblöcken in Heilbronn.

AZ: 608-14-003

(1)….Bei Zugrundelegung der beiden betrachteten Szenarien („Starklast/Starkwind-Szenario“ und „Starklast/Dunkelflaute-Szenario“) ergibt sich grundsätzlich die Abhängigkeit des sicheren und zuverlässigen Netzbetriebs von gesicherter Verfügbarkeit konventioneller Kraftwerke, die südlich der potentiell überlasteten Übertragungsleitungen südlich des Ruhrgebiets („Mittelrheintrasse“) und der Leitung „Remptendorf-Redwitz“ liegen.

In Zeiten hoher Windeinspeisung aus nördlich der potentiell überlasteten Übertragungsleitungen gelegenen Windkraftanlagen bei gleichzeitig hohem Verbrauch in den laststarken Ballungszentren und Wirtschaftsstandorten in Süddeutschland können die elektrischen Nord-Süd-Lastflüsse das Übertragungsnetz überfordern, sofern den Übertragungsnetzbetreibern ÜNB keine hinreichenden Erzeugungskapazitäten zur Verfügung stehen um….gegenzusteuern.

Derartige Situationen treten typischerweise an windreichen kalten Winterabenden auf. Darüber hinaus kann es auch an laststarken (Winter-) Tagen, bei denen keine (erhöhte) Windeinspeisung aus Norddeutschland erfolgt, zu erheblichen elektrischen Nord-Süd-Flüssen kommen.

In diesem Fall kann eine nahezu vollständige Auslastung des konventionellen Kraftwerksparks in Deutschland beobachtet werden, was eine erhebliche Belastung, gegebenenfalls sogar eine Überlastung – insbesondere der Mittelrheintrasse – nach sich zieht.

(2)…Bezogen auf die zeitweise auftretenden Netzbelastungen im deutschen Übertragungsnetz, die in der Flussrichtung von Nord- nach Süddeutschland bestehen, bedarf es nach gegenwärtigem Erkenntnisstand regelmäßig nördlich einer fiktiven Linie in Höhe von Frankfurt am Main der Absenkung der Kraftwerksleistung und südlich dieser fiktiven Linie der Leistungserhöhung.

Konkret sind die Leitungen „Mittelrheintrasse“ und die Leitung „Remptendorf-Redwitz“ gegenwärtig potentiell überlastet.

Um drohende oder bestehende Netzüberlastungen effektiv beseitigen zu können, ist es notwendig, dass südlich der überlasteten Leitung in hinreichendem Umfang freie Erzeugungskapazität von Kraftwerken zur Verfügung gestellt werden kann, die sich im Markt befindlichen oder von Kraftwerken, deren endgültige oder vorläufige Stilllegung geplant ist.

(3) …In einer Netzsituation, in welcher der Leistungsbedarf zur Beherrschung der Nord-Süd-Transporte größer ist, als die südlich der überlasteten Leitungen verfügbare Leistung, kann demnach von einer nicht unerheblichen Gefährdung des (n-1)-sicheren Netzbetriebs ausgegangen werden.

(4)…Verdeutlicht wird die Bedeutung der Verfügbarkeit dieser (Anm.: südlichen) Kraftwerke auch dadurch, dass die ÜNB im Rahmen der Systemanalyse….für die bisher untersuchten Zeiträume Winter 2013/2014, Winter 2014/2015, Winter 2015/2016 und Winter 2017/2018 jeweils zu dem Ergebnis gekommen sind, dass es in den geprüften Szenarien über die süddeutschen Kraftwerke hinaus noch des Einsatzes ausländischer Kraftwerke bedarf, um das Übertragungsnetz im Rahmen der betrieblichen Vorgaben sicher zu betreiben.

(5)…Der Wegfall von in Süddeutschland gelegenen Kraftwerken würde das Defizit (Anm.: das somit längst besteht) und somit den Bedarf an ausländischen Reservekraftwerken erhöhen.

(6)…im Regelfalle ist davon auszugehen, dass alle in Süddeutschland verbleibenden Kraftwerke systemrelevant sind.

(7)…Die Ausweisung der Systemrelevanz für die Dauer von 24 Monaten rechtfertigt sich daraus, dass der gegenwärtige Zustand der bestehenden Transport- und Leitungsengpässe auch noch in den kommenden zwei Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit fortbestehen wird.

(8)…Im Einzelfall mag es absehbar sein, dass die betreffende Anlage möglicherweise länger als 24 Monate zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität benötigt wird.

…Eine etwaige Änderung der bisherigen Begrenzung der Systemrelevanzausweisung auf jeweils höchstens für eine Dauer von 24 Monaten bleibt aber dem Gesetzgeber vorbehalten.

(Anm.: Eine Mahnung an die Regierung, diesen Zeitraum zu verlängern).“

Ende des Zitats.

Dieses offiziell von der BNetzA verbreitete Schreiben an Transnet schafft in seiner Begründung eine überzeugende Klarheit über die tatsächliche Situation.

Energiewende gefährdet massiv die Versorgungssicherheit

Zur Versorgungssicherheit, zur Situation im Übertragungsnetz und zu den Ursachen der Probleme kann man nun die folgenden Punkte festhalten:

  1. Das regelmäßig vorgebrachte Argument, in Deutschland gebe es eine Kraftwerks-Überkapazität ist eine absichtliche Falschbehauptung. Im Gegenteil kann man zumindest in Süddeutschland auf kein einziges der Kohle- und Gaskraftwerke verzichten, welche Gründe auch immer seine Stilllegung erforderlich machen (2; 4; 5; 6).
  2. Die Situation ist dermaßen ernst, dass es in den besonders kritischen Situationen ohne den Einsatz ausländischer Kraftwerke schon seit längerem nicht mehr geht (4; 5).
  3. Die Überlastungssituation der Transportleitungen zwischen Nord- und Süddeutschland ist bei bestimmten Wetterlagen und „laststarken (Winter-) Tagen“ der Normalfall (1; 2; 3).
  4. Wenn von einer „nicht unerheblichen Gefährdung des (n-1)-sicheren Netzbetriebs“ auszugehen ist, bedeutet das im Klartext akute Blackout-Gefahr beim Ausfall einer wichtigen Netzkomponente (Leitung, Transformator, Schaltanlage etc.) (3).
  5. Die Szenarien, die von den Übertragungsnetzbetreibern berechnet worden sind, lassen für die drei kommenden Winter das Schlimmste befürchten (4).
  6. Die Bundesnetzagentur beklagt recht deutlich, dass sie die „Systemrelevanzausweisung“, also den Zwang zum längeren Weiterbetrieb unrentabler Kraftwerke, nicht über die 24 Monate hinaus verlängern darf, weil dies „im Einzelfall“ notwendig sein könne. Ein Wink mit dem Zaunpfahl an den Gesetzgeber, der an der Grenze dessen liegt, was sich eine nachgeordnete Behörde (hier gegenüber dem BMWi) leisten darf (8).
  7. Das sich durch den gesamten Begründungstext hindurchziehende Klagelied über die ganz offen eingestandene und längst eingetretene Unterversorgung von Süddeutschland durch konventionelle Kraftwerke vermeidet sehr bemüht die Nennung der einzigen wirksamen Maßnahme, die dieser gefährlichen Situation sofort ein Ende bereiten würde: Die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten süddeutschen Kernkraftwerke.
  8. Weiterhin stellen diese Aussagen der zuständigen Regierungsbehörde eine vernichtende Kritik an der Energiewendepolitik und dem Kernkraftausstieg dar, denn sämtliche die Versorgungssicherheit bedrohenden Probleme wurden erst durch die politischen Entscheidungen und damit in voller Absicht von der Regierung geschaffen.

Hilflosigkeit der Bundesnetzagentur

Die Hilflosigkeit und die ganz offensichtliche Verzweiflung der BNetzA-Verantwortlichen an den gesetzlichen Zwängen, den künstlich erzeugten Gefährdungen und an ihrer eigenen Rolle als ausgebremste Eingreiftruppe, der alle wirksamen Maßnahmen untersagt sind, kann durchaus Mitleid erzeugen. Insbesondere auch deshalb, weil diese Unterbehörde als Prügelknabe für alle kleinen und größeren Katastrophen vorgesehen ist. Die Verantwortlichen für alle genannten Probleme sitzen zwei Etagen höher.

Noch einige Erläuterungen zu den Maßnahmen, die die Netzbetreiber in Engpaßsituationen ergreifen: Es nennt sich Redispatch und bezeichnet die kurzfristige Änderung des Kraftwerkseinsatzes auf Anordnung der ÜNB zur Vermeidung von Netzengpässen. Die Durchführung des Redispatch wird über sogenannte Kraftwerkspärchen durchgeführt, sodass beispielsweise ein Kraftwerk, das sich vor dem erwarteten Netzengpass befindet, angewiesen wird, weniger Strom zu produzieren und ein anderes, das sich hinter dem Engpass befindet, mehr Strom zu erzeugen.

Immer häufiger muss ins Netz eingegriffen werden

RTEmagicC_Redispatch_2014.pngInteressant und sehr bezeichnend sind die Häufigkeits-Zahlen dieser Eingriffe:

  • – Vor einigen Jahren gab es noch 3 bis 5 Redispatch-Eingriffe pro Jahr, (Tennet VDI Nachrichten,vom 4. 10.13)
  • – Im Jahre 2012 waren es knapp 1000.
  • – Im 1. Halbjahr 2013: 1098.
  • – Im 2. Halbjahr 2013: 1585.
  • – Im 1. Halbjahr 2014: 1831.

Das bedeutet, dass Ende 2014 vermutlich über 3.500 Redispatch-Eingriffe erfolgt sein werden.

Das Jahr hat 8.760 Stunden – und es erfolgt keineswegs gleichmäßig alle 2,7 Stunden ein solcher Eingriff; vielmehr gibt es Katastrophentage, an denen ununterbrochen Redispatch erfolgen muss.

Abbildung 1 : Anzahl der Netzeingriffe zur Stabilitätserhaltung pro Jahr. Die Daten vor 2012 wurden geschätzt, bzw. entsprechen dem im Text erwähnten Zitat von Tennet. Die Gesamt-Zahl für das Jahr 2014 wurde hochgerechnet

Schauen Sie wie diese Zahlen als Kurve aussehen. Sie ist nicht linear. Und man sollte viel Platz nach oben für 2015 und 2016 lassen. Ferner empfehle ich, das Ergebnis der kürzlich erfolgten „EEG-Reform“ in Bezug auf den weiteren, kräftigen Ausbau von Windrädern und Photovoltaik-Paneelen anzusehen. Das Ergebnis wird vermutlich ein weiterer Punkt auf der Kurve sein, der ziemlich weit oben liegt.

Es könnte aber sein, dass Sie nicht mehr dazu kommen, diesen Punkt einzutragen: Das Dunkelflaute-Gespenst löscht auch die Beleuchtung,

Interessant sind auch die mit dem Redispatch verbundenen Kosten, die den betroffenen Kraftwerken erstattet werden (Brennstoffkosten, Anfahren der Anlage, Verluste durch das Herunterfahren):

  • Sie beliefen sich 2011 auf 41,63 Millionen Euro.
  • Im Jahre 2012 waren es bereits 164,8 Millionen Euro.

Ach ja, wer bezahlt übrigens Redispatch-Kosten und die Entschädigungen für die systemrelevanten, scheintoten Kraftwerke ? Natürlich die Stromkunden, und zwar mit den Netzentgelten als Bestandteil ihrer Rechnung.

Quelle: Bundesnetzagentur: „Systemrelevante Kraftwerke“, 14.8.2014, Bescheid im Verfahren der Transnet BW GmbH vom 23.06.2014

Sankt Augustin, 10. September 2014

Artikel zuerst erschienen auf EIKE

Titelbild: a dark foggy day © angieconscious / PIXELIO

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25 Kommentare
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  2. Was ist so schlimm daran, wenn an Tagen mit Dunkelflaute große Stromverbraucher ( Aluminimhütten, Chemiewerke) Ihren Verbrauch reduzieren und dafür finanziell von der Allgemeinheit entschädigt werden? Die Zeiten mit Dunkelflaute lassen sich mindestens einige Tage im voraus erkennen. Die finanzielle Belastung für den Produktionsausfall (ca. 300 Stunden von 8800 Stunden im Jahr, entspricht ca.3%) wird durch die fianzielle Entlastung an den übrigen Tagen durch massenhaft zur Verfügung stehenden Strom weit mehr als ausgeglichen. Schon jetzt profitiert die deutsche Industrie vom historisch niedrigen Börsenstrompreis, der Folge des vielen Stroms aus Wind und Sonne ist. Die Abhängigkeit von Erzeugungskapazitäten im Ausland gab es übrigens schon immer (Schweizer Stauseen…) Anstatt Panikmache ist konstruktives und beherztes Handeln gefordert.

  3. @Andreas Sieverts: Ja beherzt gehandelt wird ja schon -- siehe Netzeingriffe… und da Sie anscheinend Krösus sind, dürfen Sie nicht die Kosten für den Produktionsausfall der Industrieunternehmen übernehmen, sondern auch gern meinen Anteil am EEG-Schwachsinn bezahlen.

    Manch einer begreift es wohl erst, wenn er ein paar Tage bei Minusgraden im Dunkeln hockt. Aber stopp: ist bestimmt alles nur Panikmache.

  4. @Sievert

    Was ist so schlimm daran, wenn an Tagen mit Dunkelflaute große Stromverbraucher ( Aluminimhütten, Chemiewerke) Ihren Verbrauch reduzieren und dafür finanziell von der Allgemeinheit entschädigt werden?

    Tja…..was wäre so schlimm daran, wenn der Hüttenbesitzer beschließt, seinen Produktionsstandort gleich ins Ausland zu verlegen?
    Aber heh……wir zahlen schon für die EE……wir zahlen schon für den Netzausbau……wir zahlen für die Nichtproduktion von Strom…..warum nicht auch noch für Ausfallzeiten der Industrie……wir hams doch, wir sind reich, wir schwimmen alle im Geld…..oder doch nicht?

    Ähm…..unsere gesamte Infrastruktur vergammelt…..weswegen wir ja auch ne Maut für alle einführen wollen…..aber für die unsinnige Energiewende, können wir dem Bürger ungefragt schröpfen……und Dank gewisser Dummschwätzer, meint der Michel immer noch, er würde der Welt was guutes tun.

    Naja….Industriearbeitsplätze werden ja eh überbewertet…..also wech damit.
    Bei uns kommt das Geld vom Amt……oder wird einfach nachgedruckt…….uns gehts doch gut……also Augen zu und durch, bis dann eines Tages der Wettergott bestimmt, ob ich zur Arbeit gehen kann oder gleich zu Hause bleibe.

    H.E.

  5. @dieter schaller Den Teil meines Kommentars, dass der Industrie-Strompreis durch die massenhafte Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom historisch niedrig ist, haben Sie gerne überlesen, nicht wahr? Dieses Jahr wird die EEG-Umlage aller Wahrscheinlichkeit nach sinken -solche Nachrichten übersehen Sie wahrscheinlich auch.

  6. @Sievert
    Alternativvorschlag……“ca. 300 Stunden von 8800 Stunden im Jahr“……..was wäre wenn, wir statt der Alu-Hütte Deine Stadt für 300 Stunden abschalten, wenn der Wettergott mal schlecht gelaunt ist.
    Heeh……so´ne kleinen Einschränkungen nimmt man doch logger hin, wenn man damit die Welt retten kann……warum sollen immer die anderen bluten, wenn man doch sein eigenen Kopp, für die gute Sache auch selber hinhalten kann?

    PS. Ende des Jahres erfahren wir Netzbetreiber erst, wie sich die Netzgebühren entwickeln…..also erstmal abwarten, ob der Strom für uns Michel wirklich etwas günstiger wird.

    H.E.

  7. @dieter schaller Den Teil meines Kommentars, dass der Industrie-Strompreis durch die massenhafte Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom historisch niedrig ist, haben Sie gerne überlesen, nicht wahr? Dieses Jahr wird die EEG-Umlage aller Wahrscheinlichkeit nach sinken -solche Nachrichten übersehen Sie wahrscheinlich auch.

    Das sich reguläre Kraftwerke nicht mehr lohnen, wegen des EE Stromes haben sie aber mitbekommen oder?
    Und das wir übermäßige el. Energie ins Ausland vergeben und noch drauflegen, das müssten sie auch mitbekommen haben. Oder sind sie vielleicht doch nicht so gut informiert? Welche Quelle nehmen sie? Die TAZ?

  8. Oder hat sie der schleimige Kleber von der ARD informiert?

  9. @ Andreas Sieverts -- natürlich habe ich diesen Teil gelesen. Doch wer zahlt am Ende für diesen niedrigen Börsenpreis, aufgrund steigendem Anteil der sog. Erneuerbaren? Die Vergütung nach EEG richtet sich ja leider nicht nach der Börse. Ihnen dürfte hoffentlich bekannt sein, das Sie und leider auch ich die Differenz zwischen gefördertem EEG-Strom und Börsenpreis zu zahlen haben. Am Ende bedeutet das dann vereinfacht: je niedriger der Börsenpreis, desto teurer wird es am Ende für uns. Pervers aber so ist es, wenn Planwirtschaft auf Markt trifft…

  10. @ Andreas Sieverts #2
    Bitte den Artikel noch einmal lesen und nicht nur meinen Kommentar #1. Das Problem dass beschrieben wird ist nicht, dass schon jetzt an manchen Tagen der Strom rationiert werden muss.

    Es geht darum, dass Kraftwerksbetreiber diese gerne vom Netz nehmen möchten, weil sie damit nur Verluste machen. Dies dürfen Sie aber nicht, weil die Kraftwerke für die Stabilität des Stromnetzes unverzichtbar sind. Und darum, dass die Kraftwerksbetreiber gezwungen werden können, das Minusgeschäft mit den Kraftwerken für 12 Monate ohne jeden Ausgleich fortzuführen.

    Es geht darum, dass bereits heute die Stromnetze, vor allem die Nord-Süd-Trassen, an vielen Tagen überlastet sind. Und es geht darum, dass die Anzahl der Regeleingriffe ins Netz in den letzten Jahren in den Himmel geschossen ist.

    Die Situation ist also bereits verfahren. Und sie wird sich durch den weiteren Zubau an EE und durch die kommende Abschaltung mehrerer Kernkraftwerke weiter verschärfen.

    Die Politik hat noch ein wenig Luft, weil sie Kraftwerksbesitzer für 24 Monate zwingen kann, die Anlagen trotz Verlust weiter zu betreiben. entweder wird dieser Zwang dann verlängert, oder man macht den Betreibern finanzielle Entschädigungsangebote, die sie nicht ablehnen können. Die Kosten dafür würden wie gehabt der Allgemeinheit aufgedrückt.

  11. @ Andreas Sieverts #5
    Die Industrie-Strompreise in Deutschland sind nicht niedrig. Sie sind sogar nach Italien die zweithöchsten in Europa.

    Was durch die Zwangseinspeisung der bereits vorher über die EE-Umlage in Deutschland sehr niedrig ist, ist der Börsenpreis für Strom. Davon können dann wenige Firmen, die den Strom über die Börse beziehen, und die von dre Umlage befreit sind, profitieren.

    Wer unter der Situation stark zu leiden hat sind die Stromerzeuger. Das sind die großen, RWE, Eon EnBW und Vattenfall, und auch die ganzen kleinen Stadtwerke. Die machen etwa mit ihren Gaskraftwerken Jahr für Jahr Verluste. Und sie sind gezwungen, diese über mindestens 12 Monate weiter zu machen. Danach kommt dann wohl eine Umlage zur Finanzierung der Regelleistung. Sprich unser Strom wird wieder teurer.

  12. Frisch auf den Tisch: Langsam dämmert es auch dem Grünen Umweltminister Franz Untersteller aus Baden-Württemberg!

    Ein von ihm bestelltes Kurzgutachten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), beide Stuttgart, kommt zu folgenden Schlüssen:

    Trotz aller durch die Methodik bedingten Einschränkungen und Näherungen lässt sich aus den Modellergebnissen eine Tendenz hinsichtlich der Entwicklung der Versorgungssicherheit ablesen. Es zeigt sich, dass der Ausbau der fluktuierenden erneuerbaren Energien alleine nicht ausreicht, um die Versorgungssicherheit in der kommenden Dekade zu gewährleisten. Im pessimistischen Fall ab 2018 jedoch spätestens bis 2022 muss der Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten durch eine Ausweitung der Lastausgleichsoptionen begleitet werden. Dazu zählen neben Stromnetzen auch Lastmanagement sowie regelbare erneuerbare oder konventionelle Kraftwerke und Speicher.

    (https://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/5_Energie/Versorgungssicherheit/Kurzstudie_Kapazitaetsentwicklung_Sueddeutschland.pdf)

    Franz Untersteller:

    „Für mich belegt das Gutachten, dass wir uns dringend mit der künftigen Struktur des Strommarkts befassen müssen. Umso mehr, als die Studie zeigt, dass es sich nicht nur um ein süddeutsches Problem handelt. Auch unter Berücksichtigung des europäischen Stromaustausches besteht Handlungsbedarf.“

    Er bedauere, dass die Bundesregierung bisher wenig Begeisterung zeige, ihren Koalitionsvertrag an diesem Punkt umzusetzen und die Weichen zur Sicherung der benötigten Erzeugungskapazitäten zu stellen, sagte Untersteller weiter. Eine Wirtschafts- und Industrienation wie Deutschland könne sich Risiken bei der Stromversorgung nicht erlauben.

    Wie wahr ist insbesondere seine letzte Aussage. Übrigens sucht man Angaben zu den Kosten der sogenannten Lastausgleichsoptionen (jedenfalls in der Zusammenfassung der Ergebnisse) vergeblich.

  13. Es könnte ja eigentlich langweilig werden möchte man meinen, die ewig gleichen Argumente und Diskussionen.
    Jedem ist klar dass die Sonne nicht nachts scheint und auch Flauten eher der Normal- als der Ausnahmefall sind -jedenfalls wenn man die badenwürttembergischen Standorte nicht nur subventionsrechnerisch sondern mit eigenen Augen betrachtet- und dennoch wird mit hartnäckigster Gläubigkeit an der dämlichsten deutschen Weltverbesserungsmaßnahme seit 1933 festgehalten.

    Verdammt jeder fährt doch in Urlaub, nach Spanien , Griechenland nach Dubai und die USA. Fällt denn niemandem auf dass dort dieser solare und windige Technikmüll überhaupt nicht vorkommt. Fahren Sie nur von Bayern nach Österreich: nichts, keine Spiegeldörfer, keine Spiegelfelder und keine 150m hohen Windräder! Einfach nichts nur Landschaft, welche Erholung!
    Frau Merkel, Ihnen glaubt man doch in Deutschland, sprechen Sie es endlich aus: „sorry, hier haben wir riesengroße Scheiße gebaut“. Jedem wird verziehen einmal Mist zu bauen, aber daran noch Jahrzehnte festzuhalten, dem schlechten Geld jedes Jahr noch mehr gutes hinterherzuwerfen, gehört nicht nur mit Schande sondern mit Peitschenhieben und Pranger bestraft.
    Persönlich könnte man ja den deutschnationalen Ökoschwachsinn mit Schadenfreude ablächeln, wirklich empörend sind aber die mit dem Schwachsinn verbundenen Umweltschäden:
    -- jeder kleine Bach wird zum erneuerbaren Stromspender,
    -- jeder Acker mutiert zum pestizid- und düngemittelgestützten Maisfeld,
    -- die heiligen Wälder werden werden für die Propeller geholzt
    -- die Kohlenverbrennung sprengt alle Dimensionen,
    -- höchst umweltschädlich gewonnenes russisches Gas soll alles richten, wenn es denn geliefert wird,
    -- die abwandernde Industrie wird gezwungen in Ländern mit schlechten Umweltstandards zu produzieren
    Ihr ökologischen Gutmenschen, ihr kennt doch den Ökothriller der 70iger, ihr seit doch damit gewindelt worden: Der stumme Frühling, bald ist er geschafft, sollte die Neuauflage heißen

    Bitte gebt uns die Kernkraftwerke zurück oder baut sie wenigstens bei den Nachbarn aus!

  14. Wie immer ein toller Text von Günter Keil. Auf den Punkt recherchiert.

    @ Sieverts, #2:

    Schon jetzt profitiert die deutsche Industrie vom historisch niedrigen Börsenstrompreis,

    Das ist eine oft gehörte Desinformation, die eben nicht stimmt. Vom Börsenpreis profitieren nur Unternehmen, die auch direkt an der Börse einkaufen. Dies sind nur einige Dutzend Großverbraucher, die auch entsprechend langfristige Lieferverträge abschließen.

    Die Wirtschaft in Deutschland besteht aber aus vielen hunderttausend Unternehmen, die alle den Strom von Versorgern beziehen und dementsprechend auch EEG-Umlage usw. zahlen müssen. Real gehen die Industriestrompreise in ungefähr derselben Geschwindigkeit nach oben, wie die der Haushaltskunden.

  15. Hier noch ein Bild dazu.

    Die orangene Linie zeigt die Haushaltstrompreise nach Statistischem Bundesamt und BdEW, die rote die Industriepreise nach Eurostat. Letztere Statistik gibt eben nicht den Börsenstrompreis an, sondern das, was die Industrie im Mittel tatsächlich bezahlt. D.h. die wenigen, die direkt an der Börse handeln, sind hier enthalten. Trotzdem ergibt sich im Mittel ein deutlicher Anstieg. Beginnend im Jahr 2000, dem Startjahr der Energiewende (Verabschiedung des EEG durch rotgrün).

  16. Lieber Herr Keil,

    toller Artikel mit interessanten Informationen.
    Danke dafür.
    Grüße
    Günter Heß

    (habs mal berichtigt. H.E.)

  17. @Peter

    Danke für das Bild.
    In dem wirren Weltbild der Grünen und unserer Medien belegt das ja dann, dass die Industrie auf Kosten der Privathaushalte entlastet wird.

    Was das Bild wirklich zeigt ist das sowohl Industrie als auch Privathaushalte belastet werden und im selben Boot sitzen. Im übrigen sitzen die beiden Statistik-Gruppen immer im selben Boot denn schließlich wird das Geld in unserem Land das sich verteilen lässt in der Industrie verdient.

    Die Energiewende belastet also Bürger und Industrie die im gleichen Boot sitzen. Im Grunde ist die Entlastung der Industrie so etwas wie Schadensbegrenzung zum Wohle von uns Bürgern.

    Meines Erachtens ist es seit langen dümmliche Gewohnheit in unseren Medien Bürger und Industrie auseinander zu dividieren. Industrie-bashing ist dämlich.

  18. Einige eklatanten Mängel einer systematisch Schädigung der Energie-Infrastruktur werden in dem Artikel dankenswerter Weise unmissverständlich gezeigt. Allerdings handelt es sich ggf. nur um dis Spitze des Eisberges. Denn nicht nur die möglichen Versorgungsengpässe im Süden Deutschlands in naher Zukunft und die existenzbedrohende Lage der Versorger sind Problem, sondern auch die langfristige weitere Entwicklung hinsichtlich des schlecht- bzw. ungeplanten Ausbaus der EE gibt Grund zur Sorge.

    Denn die wirtschaftlich desaströse Lage der Versorger ist ja bei bereits heutigen Ausbau-Status gegeben. Mehr noch: Die Jahre 2013 und 2014 zeichnen sich durch ein eher windarme Jahre aus. Ändern sich die Windstromerträge zu deutlichem Wachstum, verschärft sich auch ohne weiteren Ausbau die Lage. Allerdings sind die extremen Ausbaupläne der Regierung nach wie vor offizielle Marschlinie. Es ist unschwer Vorstellbar, wie sich dies auf die geschilderte Situation auswirkt.

    Zudem ist die Dunkelflaute nicht nur das Problem des Südens mangels der begrenzten Übertragungskapazität, sondern ebenso ein Problem des Nordens. Denn ohne Windstrom würde es auch dort eng.

    Ein Problem der exportierten Energieprobleme am Beispiel Frankreich:
    Wegen der niedrigen Börsenpreise ist der Ausbau der Versorger im Nachbarland auch nicht mehr attraktiv. Die Franzosen haben allerdings wegen der niedrigen Atom-Strompreise einen hohen Anteil an elektrischen Heizungen -- was zu geringen CO2-Emissionen der Nachbarn führt. Werden die Europäischen Stromnetze durch das deutsche Missmanagement in ihrer Funktionsfähigkeit bedroht, könnten in kalten Wintern enorme Kettenreaktionen einsetzen.

    Kurz: Ohne Not wird eine gute Versorgungssicherheit, die ein Standortfaktor in einem Hochlohnland ist, systematisch demontiert. Gute Nacht …

  19. @Andreas Sieverts

    Was ist so schlimm daran, wenn an Tagen mit Dunkelflaute große Stromverbraucher ( Aluminimhütten, Chemiewerke) Ihren Verbrauch reduzieren und dafür finanziell von der Allgemeinheit entschädigt werden?

    Dass ein volkswirtschaftlicher Schaden entsteht, der ohne „Energiewende“ nicht passiert wäre.

    wird durch die fianzielle Entlastung an den übrigen Tagen durch massenhaft zur Verfügung stehenden Strom weit mehr als ausgeglichen.

    Unsinn, es gibt keine „Entlastung“ durch die „Energiewende“. Sie verursacht nur Kosten und keinen Nutzen.

    Schon jetzt profitiert die deutsche Industrie vom historisch niedrigen Börsenstrompreis, der Folge des vielen Stroms aus Wind und Sonne ist.

    Nein der ist eine Seitenwirkung der planwirtschaftlichen Eingriffe. Die Produktionskosten für Wind- und Solarstrom sind bekanntlich um ein Vielfaches höher als die normaler Kraftwerke. Diese Kosten werden bekanntlich per Umlage eingetrieben, was dazwischen passiert ist für die volkswirtschaftliche Betrachtung irrelevant. Insgesamt entsteht ein großer Schaden.

  20. #18

    Ein Problem der exportierten Energieprobleme am Beispiel Frankreich:
    Wegen der niedrigen Börsenpreise ist der Ausbau der Versorger im Nachbarland auch nicht mehr attraktiv. Die Franzosen haben allerdings wegen der niedrigen Atom-Strompreise einen hohen Anteil an elektrischen Heizungen — was zu geringen CO2-Emissionen der Nachbarn führt. Werden die Europäischen Stromnetze durch das deutsche Missmanagement in ihrer Funktionsfähigkeit bedroht, könnten in kalten Wintern enorme Kettenreaktionen einsetzen.


    Frankreich drohen schon bald Stromengpässe

    Frankreich muss gleich mehrere Atom- und Kohlekraftwerke abschalten. Der staatliche Energiekonzern EDF schlägt nun Alarm. Schon bald droht dem Land an kalten Tagen ein Stromengpass.

  21. Ach übrigens…….Akzeptanz der Energiewende…..

    Wie wichtig die Arbeit ist, zeigte sich nicht zuletzt Anfang des Jahres, als die Academy in einer repräsentativen Umfrage die Akzeptanz der Energiewende in Deutschland erfragte. Das Ergebnis war ernüchternd: Nur gut 18 Prozent der Befragten fanden, dass „die Energiewende bislang gut umgesetzt“ wurde. 82 Prozent sind mit der Art und Weise des Umstiegs auf erneuerbare Energien dagegen nicht zufrieden. Und genau wie Oettinger sorgen sich die Bürger um die Strompreise: Fast 75 Prozent der Befragten sagten, es sei nicht in Ordnung, dass sich die Stromrechnung durch die Förderung der erneuerbaren Energien zuletzt erhöhte.

    Handelsblatt

    H.E.

  22. Wie endeten die Sowjetunion und die DDR? Weil die Bürger Freiheit wollten? Nein!, die wäre ihnen mit Bajonetten locker verwehrt worden. Es mangelnde an Kohle = Finanzen. Die Planwirtschaften waren am Ende. Wir haben Kohle, so und so, keine Kernkraft mehr, sind also im Kern auch schon schwach und verpulvern die letzten Euros in der Planwirtschaft des EEG und der ebenso ideologischen Energiewende. # 2 Andreas Sieverts:
    Weiter so mit großen beherzten Schritten. Gestern standen wir vor dem Atomabgrund, heute sind wir einen guten Schrit weiter. …. in Richtung Ruin einer prosperierenden Volkswirtschaft.
    Wieviel Ideologie verträgt die? Siehe oben…

  23. Ich glaub ich hab schon mal geschrieben, passt aber hier auch gut. Ich geb manchmal in google news „Stromausfall“ ein. Da kommen fast täglich neue Meldungen über derlei örtlich begrenzte Störungen. Ursachen: Unbekannt, Erdkabelfehler, Trafokurzschluss, Schalter defekt. Natürlich gibts auch mal menschlichen Einfluss (Bodo mit dem Bagger), der ist aber seltener. Wir haben die Dunkelflaute bzw. die durch Zappelstromspitzen verursachten Stromausfälle schon, nur noch nicht komplett. Aber es werden ja immer noch mehr Windmühlen aufgestellt, deren Stromerzeugung von der dritten Potenz der Wingeschwindigkeit abhängt.

  24. Langsam dreht sich der Wind in den Medien….

    http://www.swr.de/report/windkraft-flaute/-/id=233454/nid=233454/did=14107844/13ibdsm/index.html

    Stadtwerke machen mit der Windenergie Verlust auf Geheiß der Grün-Sozialistischen Politik im schwarzen Ethik-Mantel

    Nicht nur das die Windkraft Minus schreibt, mit dem EEG sabotieren die Stadtwerke auch noch ihr eigens Geschäftsmodell ihrer Kohle-Gaskraftwerke.

  25. Ach ja, war da nich noch was……Netzausbau, unwirtschaftliche Gaskraftwerke……Änergiewände?

    Seehofer stellt sich gegen neue Stromtrassen

    Viele der geplanten Trassen seien nicht notwendig. „Der Automatismus der Vergangenheit, wir bauen erneuerbare Energien überall aus und hängen dann alles mit Netzen zusammen, ist schwer ins Wackeln gekommen“, sagte Seehofer…..

    Die Trassen seien ein gravierender Eingriff in die Natur, sagte der CSU-Chef. Die Milliarden-Kosten würden weiter in die Höhe schnellen, wenn die Kabel unter die Erde verlegt würden, wie es die Bürger forderten. „Es geht um den Schutz der Natur und der Geldbeutel“, sagte Seehofer. Deshalb müsse man Alternativen prüfen.

    Statt der Trassen wolle Seehofer Bayern mit Gaskraftwerken unabhängig von Leitungen machen, berichtete die „Süddeutsche“. Den Netzbetreibern warf Seehofer vor, vor allem Gewinn machen zu wollen: „Es geht um nichts anderes als eine Geldanlage mit sicherer Rendite.“ Über die Stromtrassen werde bei der nächsten Koalitionssitzung gesprochen…………….

    Die Trassen seien ein gravierender Eingriff in die Natur……..ach neee, aber tausende Windräder, am besten noch im Wald oder auf Berkämme sind wohl ne optische Wohltat?
    Der NIMBY macht Rabatz……….und schon knickt der Landesfirst ein wie das Kniegelenk von Onkel Heinz……..achso….ist in Bayern schon angekommen, das die deutschen Kraftwerksbesitzer bisher 50 Kraftwerke bei der Bundesnetzagentur zur endgültigen Abschaltung angemeldet habe……weil die UNWIRTSCHAFTLICH geworden sind?

    Joo…..Bayern is bisher mit seinen Solar und Bio-Scheiß zum Gewinner der Energiewende geworden…..denn Dank EEG kassieren se mehr, als sie in andere Bundesländer abführen müssen……nun will der Norden sich revanchieren…..und plötzlich will niemand mehr den tollen Windstrom haben…….ich glaubs einfach nich, sind die so blöd oder tun die nur so?

    Tja…….was ich schon immer gesagt hatte…….die so-genannte Energiewende ist ein planloses Gesellenstück eines stockbesoffenen Lehrlings…….und jedes Bundesland selber……dachte wohl auch im Vollsuff…..man könne seinen Landes-NIE-Müll den anderen Bundesländern verkaufen…….Scheiße wars, nun seht selber zu, wem ihr euern Wackelstrom noch aufhalsen wollt……den Bayern jedenfalls nich, denn die zeigen euch hiermit den ganz dicken Stinkefinger.

    Sorry……die Idioten zerlegen ihre eigene Energiewende…….und ick habs euch schon vor Jahren gesagt, aber ihr musstet den Ausbau ja noch schneller vorantreiben.

    Nu habter den Salat….ätschebätsche.
    Onkel Heinz…….so garkein Mitleid

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