Smart Region Pellworm – Ein Vorgeschmack?

28. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende

Pellworm02

Die nordfriesische Insel Pellworm ist seit Anfang den 1980er Jahren Schauplatz für die Energieforschung. 1983 entstand dort der größte Solarpark Europas. Mit Ergänzung von Windenergieanlagen entstand 1989 Europas größtes Hybridkraftwerk. Ein intelligentes Stromnetz soll die Insel nun stromautark machen.

Offenbar wird auf Pellworm die Energiewende geprobt. Ein guter Grund, sich das näher anzusehen.

Eins sei gleich bemerkt: Wer sich auf die Suche nach konkreten Zahlen macht, hat es nicht leicht, vor allem über die Kosten wird beharrlich geschwiegen. Aber auch Daten zur Leistung der Einzelkomponenten sucht man in vielen Fällen vergeblich oder man findet sie nur mit Mühe und auf Umwegen. Möchte man sich nicht zu sehr in die Karten schauen lassen?

Hier ist jedenfalls die offizielle Projektseite: SmartRegion Pellworm

 

Die Erzeuger

Die Stromerzeugung Pellworms beruht auf der Trias PV, Wind und Biomasse.

  • PV-Nennleistung: 2989 kW, Nutzungsgrad 11%
  • Wind-Nennleistung 6025 kW, Nutzungsgrad 23%
  • Biomasse-Nennleistung: 1060 kW, Nutzungsgrad 47%

Weitere Daten, die aus verschiedenen Quellen eruiert wurden:

  • Längste gemessene Flautedauer: 74 Stunden
  • Gesamterzeugung pro Jahr: ca. 22.300 MWh
  • Anbindung: 2 Seekabel (20kV)

Die Speicher:

  • Li-Ion-Batterien 560 kWh
  • Redox-Flow-Batterie 1200 kWh
  • 11 Li-Ion ‚Haushaltsspeicher‘ mit insgesamt 80 kWh

(Quelle)

Die Verbraucher

  • Fläche: 37,44 km²
  • Einwohner: ca. 1100
  • Haushalte: ca. 650
  • Wirtschaft: Tourismus (ca. 2000 Betten) Landwirtschaft (ca. 50 Landwirte)
  • Verbrauch: ca. 7.100 MWh/a

Die Haushalte wurden mit kostenlosen ‚Smart-Metern‘ ausgestattet.

Es ist festzuhalten, dass der Standort untypisch ist: Keinerlei Industrie oder nennenswertes Gewerbe, sehr gute Windbedingungen, grosse landwirtschaftliche Flächen zur Biomasse-Erzeugung.

Der Stromverbrauch gliedert sich in Deutschland typischerweise so:

Industrie: 46,6 %
Haushalte: 25,5 %
Handel & Gewerbe: 14,3 %
Öffentliche Einrichtungen: 8,8 %
Verkehr: 3,1 %
Landwirtschaft: 1,7 %

Pellworm01

Die aktuellen Einspeisedaten können direkt abgefragt werden (Klick!)

Im Pellworm fällt der grösste Verbraucher, die Industrie, aus und auch Handel und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen sind unterdimensioniert. Dennoch ist der Verbrauch mit ca. 5,9 MWh/a nur wenig niedriger als der Durchschnitt in Deutschland mit 7,5 MWh pro Kopf und Jahr. Möglicherweise sind die bis zu 2000 Sommergäste dafür mit verantwortlich.
Wahrscheinlicher liegt es jedoch daran, dass sehr viele Elektroheizungen betrieben werden, die sogar integraler Bestandteil des Konzepts sind – dazu später mehr.
Es ist jedenfalls auffällig, dass derzeit, ausserhalb der Saison und während der Weihnachtsfeiertage, an denen die Arbeit ruht, regelmässig ein Verbrauch von >1200 kW gemeldet wird, was sich über das Jahr auf 10.500 MWh/a addieren würde. Dieser Wert liegt jedoch trotz milder Temperaturen deutlich über dem tatsächlichen Jahresdurchschnitt von 7.100 MWh/a. Das macht die Touristen-Hypothese unwahrscheinlich und es sind wohl hauptsächlich die Elektro-Heizungen, die den hohen Stromverbrauch verursachen. Das Fraunhofer-Institut gibt an, dass rund 10% der Jahresverbrauchs durch E-Heizungen verursacht wird. Da nur momentane Verbrauchswerte auf dem Monitor angezeigt werden.lässt sich nicht abklären, in wie weit diese Daten zueinander passen.

Ganz klar müsste jedoch für eine echte Autarkie auch der Industrie-und Gewerbestrom berücksichtigt werden, den die Einwohner von Pellworm auf dem Festland verursachen.

Ziel und Konzept

Gemäß dieser Darstellung des Fraunhofer-Instituts soll „der Festlandsbezug von Strom um bis zu 90% reduziert werden“

Die Mittel dazu:

  • Der hohe Anteil an Elektroheizungen, der rund 10 Prozent des Jahresstrombedarfs von Pellworm entspricht, ist für den Einsatz als flexible Last (DSM, Demand Side Management) geeignet.
  • Durch die Kombination von flexiblen Lasten und einem Energiespeicher kann der Energiebezug vom Festland um bis zu 90 Prozent reduziert werden.
  • Für die Realisierung eines Smart Grid ist ein Ausbau der Infrastrukur (IuK-Technologie in Haushalten, Automatisierungstechnologie für über 50 Ortsnetzstationen) notwendig.

Kritik

Strom für Wärme

Die Wärmegewinnung aus Strom ist eher als eine Art ‚Entsorgung‘ von ansonsten unverwertbarem Strom zu sehen. So ein Abfallmanagement ist nicht nur technisch/physikalisch dumm (Höchstwertige Energie wird in die niedrigwertigste verwandelt), sondern auch kontraproduktiv für eine ganze Reihe von anderen Zielen:

Pellworm_Schaf01

Es ist bemerkenswert, dass auf fast allen Bildern, die die Energieanlagen auf Pellworm zeigen, auch Schafe zu sehen sind.
Eine Anspielung? Soll da geschoren werden?

1. Heizung und Warmwasserbereitung mit Strom ist zwar an sich keineswegs verwerflich, wenn man sehr viel billige Elektrizität hat (Die französischen KKWzeigen, dass damit tatsächlich enorme Mengen an fossiler Energie eingespart werden können), doch hier in Deutschland wurden derartige Lösungen noch bis vor kurzem als perfide Machenschaften der Atomlobby angeprangert und Nachtspeicher verboten. Man muss da schon fragen, weshalb das eine gut, das andere aber böse sein soll – vor allem, wenn die ‚gute‘ Lösung zu geradezu horrenden Heizungskosten führt, denn im Gegensatz zum französischen Nuklearstrom ist ‚Erneuerbarer‘ Strom extrem teuer und kann ganz gewiss jetzt und in absehbarer Zukunft keineswegs mit Erdgas oder anderen konventionellen Heizungen konkurrieren

2. Wenn die Wärmeerzeugung durch Stromvernichtung für das Lastmanagement gebraucht wird, verbietet sich die gleichzeitige Anwendung der Kraft-Wärme-Kopplung für die Biomasse-Kraftwerke der Insel genau so wie die Installation von Solarthermie-Anlagen. Statt einer Synergie der erneuerbaren Energien entsteht eine Konkurrenz, die zwangsläufig deutlich negative Folgen hat.

3. Das Ziel, den Gesamt-Stromverbrauch in Zukunft stark zu senken, wird dadurch konterkariert; wenn Strom auch noch zum Heizen gebraucht werden soll, muss der Verbrauch im Gegenteil drastisch steigen.

Backup-Kraftwerke

Ein Konzept, das von vorn herein nur eine FAST-Autarkie vorsieht, spart kein einziges konventionelles Kraftwerk ein, denn selbst wenn 95% des verbrauchten Stroms dank Speicher und Smart Grid ‚Erneuerbar‘ ist, wären Ausfallzeiten von 5% völlig untragbar. Zum Vergleich: Die angestrebte (und auch tatsächlich erreichte) Versorgungssicherheit liegt in Deutschland bei 99,997% und selbst das europäische Schlußlicht Spanien mutet seinen Bürgern nicht mehr als 103 Minuten Ausfallzeit pro Jahr zu, was einer Sicherheit von 99,98 % entspricht. 5% Ausfallzeit wären mehr als 18 TAGE pro Jahr!

Speicher sind unverzichtbar

Pellworm hat eine dreifache Überkapazität an Wind- und PV-Strom und einen hohen Anteil Biomasse-Strom, der einen soliden Grundlast-Sockel setzt. Das heisst, dass Zeiten geringer Produktion durch den massiven Überkapazitäts-Puffer weitaus besser abgefedert werden als bei einem System das nur der reinen Selbstversorgung genügt.

Dennoch ist die Autarkie nicht im entferntesten gewährleistet, da die natürlichen Produktionsschwankungen einfach zu groß sind. Das zeigt überdeutlich dass die NIE (Neuen ineffizienten Energien) in keiner Weise dem Ziel der zuverlässigen Versorgung gerecht werden können. Da helfen auch keine Smart Meter und E-Mobil-Batteriepuffer und Stromvernichter, Windräder und PV-Felder sind keine Kraftwerke, sondern nur nutzlose Zufallserzeuger die ohne Speicher keinerlei Sinn machen und, um eine beliebte Propaganda-Aussage zurecht zu rücken, nicht einen einzigen Haushalt tatsächlich mit Strom versorgen können.

Extreme Abhängigkeit

Eine Technik, die nicht nur auf penibles Batterie- und Verbrauchsmanagement aufgrund von stets mit Unsicherheiten behafteter Wetterprognosen setzt, sondern sogar den voraussichtlichen Bedarf (Oder besser ausgedrückt: ZULÄSSIGEN Verbrauch) an Wärmenergie vorberechnet und damit vorgibt, kann einfach nicht zufriedenstellend funktionieren.

Mangelwirtschaft, die die Verbraucher gängelt, ist ein Verlust an Lebensqualität und sogar Freiheit und wird zumindest von den Verbrauchern, die sich dann noch an die ‚gute alte Zeit‘ erinnern können, niemals als befriedigend empfunden werden.

 

Am bemerkenswertesten an dem ganze Projekt ist jedoch, dass NIRGENDS auch nur ein Wort über die Kosten dieser Versorgung gesprochen wird.
Aus gutem Grund, wie man sich denken kann, wenn man an die EEG-Garantievergütungen denkt.

Es soll dennoch ein Versuch gemacht werden:

Die Kosten

Leider ist über die Kosten nur zu erfahren, dass das Bundesumweltministerium das Projekt mit 10 Millionen € fördert.
Man kann jedoch indirekt eine Abschätzung vornehmen:

Durchschnittlich wurden in 2013 pro kWh EEG-Strom 16,3 Cent bezahlt.

Die Akkus kosten nach optimistischen Angaben im Internet zusammen ca. 385.000 €, dazu kommen aber noch umfangreiche Regeleinrichtungen und Leitungen. Ihre theoretische Lebensdauer wird mit 20 Jahren angegeben.
Sie bedienen wohlgemerkt nur den insularen Selbstverbrauch von 7.100 MWh/a und haben eine theoretische Kapazität von 1.840 kWh.
Das klingt erst mal gut, denn wenn man Wartungs- und Betriebskosten ausser acht lässt, würden sie die kWh nur um 0,27 Ct/kWh verteuern, mit Zins und Abschreibung etwa 0,5 Ct/kWh.

Doch selbst unter optimistischen Annahmen über Tiefentladung der Li-Ion Akkus, Kapazitätsverluste und Widerstandsverluste können sie die Insel bei durchschnittlichem Verbrauch nur 2 Stunden versorgen.
Um die längste registrierte Flautenzeit von 74 Stunden bei gleichzeitigem Ausfall der PV-Erzeugung (Winter, Schnee auf den Modulen) zu überbrücken, müssten sie jedoch sehr viel grösser dimensioniert sein und selbst unter optimistischsten Annahmen würde sich die kWh dann um 18,5 Cent verteuern.

Doch das gilt wiederum nur für die ganz ausgezeichneten Windverhältnisse von Pellworm und die echte Belastungsprobe ist nicht die Vollflaute für 74 Stunden, sondern das Flautenwetter über Wochen, bei dem zwar ab und zu ein bisschen Wind weht, jedoch nicht genug, um die Versorgung zu gewährleisten oder gar die Akkus wieder zu laden. Solche Wetterlagen können wochenlang anhalten! Bei 14 Tagen Versorgungssicherheit liegen die Kosten schon bei 84 Ct/kWh!
Das ist natürlich völlig unsinnig und undurchführbar.

Beschränken wir uns auf einen wirkungsvollen, aber vernünftigen Puffer, der die 74-Stunden-Flaute ausgleichen kann, und einen Backup mit konventionellen Kraftwerken.
Da diese im reinen Standby stünden, würden sie zwar Brennstoff sparen, aber das ist einer der geringsten Kostenanteile.
Der derzeitige Strompreis, der sich aus Erzeugung, Transport und Vertrieb zusammensetzt, beträgt 14,3 Ct/kWh. Davon sind nur etwa 3 Cent Brennstoffkosten. Der Standby würde also rund 11 Ct/kWh kosten.
Ohne nun noch weitere Kosten zu beachten, wie z. B. der grössere Leitungsaufwand, Umwandlungsverluste etc. käme folgende Rechnung für eine begrenzte, aber annähernde Autarkie zustande:

Erzeugungskosten: 16,3 Cent
Speicherkosten für 74 Stunden: 18,5 Cent
Backup-Kosten: 11 Cent

Summe: 45,8 Cent/kWh.
Auf diese 45,8 Cent kämen natürlich noch weitere Kosten und selbstverständlich auch Steuern.

Bei den vorhandenen Speichern für 2 Stunden reduzieren sich die Akkukosten dramatisch und es wäre nur noch mit ca. 28 Ct/kWh zu rechnen.

Ob diese Rechnung jedoch stimmt?

Es gibt eine bemerkenswerte Diskrepanz, die das unwahrscheinlich macht: Die Akkus würden nach dieser Rechnung keinesfalls die Fördersumme von 10 Millionen € rechtfertigen, denn sie würden selbst einschliesslich der Nebenkosten kaum 0,5 Millionen kosten und die Erzeuger (Windräder, PV, Biomasse) sind schon vorhanden und brauchen keine Förderung. Die Elektro-Speicherheizungen, die die Einwohner kostelos bekommen haben, können doch nicht so teuer gewesen sein?
Sind die tatsächlichen Speicherkosten und das Smart Grid also in Wirklichkeit viel teurer?
Aufgrund der begrenzten Informationen lässt sich das nur vermuten.

———————-

Dennoch soll ein Fazit gewagt werden:

Ohne es durchzurechnen, steigen die Kosten für die NIE-Versorgung aufgrund des sprunghaft steigenden Speicherbedarfs offensichtlich auf exponentielle Art an, je mehr man sich der Vollversorgung nähert.
Das in Pellworm anvisierte Ziel einer etwa 90%igen Versorgung würde zwar den steilsten Teil der Kostenkurve kappen und, falls dies mit den vorhandenen 2-Stunden-Akkus gelingt, wäre ’nur‘ mit Kosten von ca. 28 Ct/kWh + Nebenkosten + Steuer zu rechnen, an anderen Standorten jedoch mit deutlich mehr, denn die Wind-und PV-Verhältnisse auf der Insel sind ausserordentlich und weit über dem Durchschnitt.

Diese Kosten sind jedoch in Relation zu Frankreich zu sehen, wo ebenfalls in der Stromerzeugung 90% der fossilen Brennstoffe eingespart werden, aber mit Kernkraft und daher dort die kWh zu einem Preis von 18,9 Ct/kWh an die Endkunden abgegeben wird.

Ob und wie das Konzept ‚SmartRegion Pellworm‘ in der Praxis den Erwartungen entspricht, werden wir in einem Jahr sehen, dann wird nämlich wieder alles abgerissen.

Dass es wirtschaftlich (und ökologisch) unschlagbar bessere Konzepte gibt, ist jedoch jetzt schon klar.

 

 

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289 Kommentare
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  1. Ein NAEB-Dreisatz:
    Nachts scheint keine Sonne.
    Wind weht zu viel oder zu wenig.
    Es gibt keine Wechselstromspeicher.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

  2. Die Schafe auf den Bildern der Photovoltaik Anlagen haben wohl weniger eine indirekte Aussage. Das Schaf ist wohl eher aus pragmatischen Gründen auf dem Bild: Es dient als kostenloser Rasenmäher damit die Panels nicht von wucherndem Gras überwuchert werden.

    Die wohl einzige intelligente Kombi bei der Sache.

  3. Ob und wie das Konzept ‘SmartRegion Pellworm’ in der Praxis den Erwartungen entspricht, werden wir in einem Jahr sehen, dann wird nämlich wieder alles abgerissen.

    Wenn man schon am Anfang des Projektes davon ausgeht, dass dieses wieder abgerissen wird, dann ist das Projekt schon von Anfang an gescheitert!

  4. Lieber Herr HoffmannM #3,

    Wenn man schon am Anfang des Projektes davon ausgeht, dass dieses wieder abgerissen wird, dann ist das Projekt schon von Anfang an gescheitert!

    Na ja dann dürfte man ja keine Forschungs- oder Pilotprojekte machen und so sollte man das sehen. Ich denke dann werden wir auch Zahlen bekommen, denn Förderprojekte brauchen ja meistens einen Abschlussbericht.

    Grüße
    Günter Heß

  5. Ein Pilotprojekt auf einer Insel mit atypischem Stromverbrauch und das rechnen wir dann auf die Republik um. O Herr laß Verstand auf die Welt regnen, aber der „Neugeborene“ hat ja auch noch keinen Physikunterricht gehabt. Der größte Solarpark, selbst im Ökologistensystem eine naturwissenschaftliche Lachnummer, wenn ich als Kapitän in die Ephemeriden blicke. Bauen die Ökologisten dann logischerweise den nächsten Solarpark an den Pol? Beim Wind liegen sie etwas besser und diese vielen Peaks glätten Sie mit Litium Ion, eine „billige“ wohlfeile Technik. Bei den Flauten wird es dann eng. Es nützt nichts wenn man in der Tundra Holz sammelt, es im März noch einmal kräftig friert, das letzte Holzscheit verfeuert ist und man dann in der letzten frostigen Nacht erfriert. Ich empfehle allen Ökogläubigen auf Pellworm zu überwintern. Darwin wird es dann schon richten und solche die mit solchen Ideen liebäugeln, können noch lebensrettend die Fahrkarte zurückgeben. So liegen die Fakten, ohne Großversuch mit Operation am offenen „Energie“Herzen.

  6. @ Felix Schaller #2:

    Jetzt lass‘ mir doch mal ein bisschen Satire durchgehen 😉
    Die Insel liegt 1 Meter unter Null und die Schafe sind für die Deichpflege und deshalb so ’ne Art Wahrzeichen, wie der Leuchtturm, der auch prompt für die Metapher ‚Leuchtturm-Projekt‘ propagandistisch eingebunden wurde.

    @ HofmannM #3:

    Wenn Fraunhofer federführend ist, kommt bekanntlich NIE-Propaganda ‚raus und dafür werden sie mit den 10 Millionen vom BUM ja auch fürstlich bezahlt.
    Pellworm ist äusserst strukturschwach und deshalb schon lange Versuchsfeld für allerlei Flops (Schon 1989 die ersten PV-Anlagen, die Strom für 2 €/kWh lieferten, erste Windräder mit 30 kW Nennleistung, all das irrsinnig teure Zeug brach vorzeitig zusammen).
    Ich sehe das auch so, dass hier nur eine Potemkin-Anlage gebaut wurde, aber es genügt ja nicht, das nur so aus dem Bauch heraus festzustellen, denn in einem Jahr werden wir eine ‚wissenschaftliche Studie‘ präsentiert bekommen, die uns erklärt, dass NIE eine ganz tolle Sache sind, die tadellos funktioniert.
    Da lohnt es sich schon, ein Auge drauf zu haben und das kritisch zu begleiten.

  7. Pellworm lebt nicht von Wind und Sonne, sondern vom Tourismus. Um ganz sicherzugehen, daß Touristen nicht von der Sorge vor Stromausfall abgeschreckt werden, hat das Tourismusbüro der Insel vorgesorgt:

    „Strom- und Wasserversorgung vom Festland.“

    Das ist Tritiums Analyse in friesischer Kurzform. Ökoschwindel bleibt Ökoschwindel. Auch auf Pellworm.

  8. Nicht nur zu Pellworm gibt es keine Kostenaussagen. Auch von den „energieautarken Dörfern“, die es ja in Deutschland gibt (und die immer erwarten, dass wenn der eigene Strom fehlt, dieser selbstverständlich dann von einem EVU geliefert wird), sind keine Kostenaussagen von den Gemeinden oder „Projektbetreuern“ zu bekommen. Dafür aber immer Hochglanzartikel und vor Ökostolz strotzende Bürgermeister.
    Ein Beitrag sagt es zudem bereits. Wenn ein (Öko-Energie-) forschendes Fraunhofer Institut beteiligt ist, kommt immer eine positive Publizierung heraus und (in der Zukunft) denkbare Erfindungen. Man weiss schließlich genau, was der Fördermittelgeber erwartet.

  9. Günter Heß #4
    Die Energiewende ist doch die Zukunft und ein voller Erfolg laut unseren deutschen Wissenschaftlern, Medien und Politiker oder haben Sie in den letzten Jahren nicht in Deutschland gelebt?!
    Somit ist das Projekt „SmartRegion Pellworm’ kein Pilotprojekt mehr, sondern ist laut Medien, Wissenschaftlern und Politik die Energiezukunft. Die Energiewende ist kein Forschungsprojekt, sondern ein massiver Eingriff in eine wirtschaftlich und technisch Gesunde Energieversorgung und das zum Schaden dieser Versorgung.
    Dieses SmartRegion Pellworm’ Projekt ist doch mit der diktierten Planwirtschaftlichen Energiewende per EEG Gesetzgebung bereits über das gesamte deutsche Land ausgedehnt worden.

  10. @HoffmannM #9
    verstehe ich nicht. Was kann denn ein Projekt dafür, was die Medien daraus machen?
    Laut Beschreibung des Projektes.

    Im Projekt „Smart Region Pellworm“ wird eine stabile, kosteneffiziente und marktorientierte Elektrizitätsversorgung auf Basis erneuerbarer Energien mit Hilfe eines hybriden Speichersystems entwickelt. Dafür werden in dem Verbundvorhaben auch Netzdienstleistungen mit dem Speichersystem erbracht (Projektpartner: E.ON Hanse AG, Gustav Klein GmbH, Saft Batterien GmbH, Fachhochschule Westküste, Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik und RWTH Aachen).

    Es ist doch das Wesen eines Entwicklungsprojektes, dass auch negative Ergebnisse herauskommen können.
    Dass es nicht klappt zum Beispiel.
    Auf jeden Fall gibt es Projektergebnisse die öffentlich eingesehen werden können.
    Wir können sie dann hier diskutieren.
    Das ist besser als würden diese Konzepte nie überprüft.
    Können sie denn jetzt schon ausschließen, dass es klappt?
    Es ist eben genau Technikfeindlichkeit, Entwicklungsprojekte abzulehnen, weil etwas herauskommen könnte was man nicht erwartet.
    Wenn solche Projekte nicht gemacht werden und Ergebnisse liefern werden die Politaktivisten ewig erzählen, dass es doch gehen könnte ohne das man sachliche Gegenargumente hat.
    Mir jedenfalls ist die Förderung solcher Projekte viel lieber als das EEG.
    Alles abzulehnen was mit erneuerbaren Energien zu tun hat geht eben auch nicht, meines Erachtens.
    Grüße
    Günter Heß

  11. # 9, 10:
    Ich verstehe eigentlich beide Standpunkte und glaube fast, hier besteht einfach ein Mißverständnis:

    Herr Heß hat natürlich vollkommen recht, wenn er Pilotprojekte als sinnvoll, notwedig und klug bezeichnet.
    Jeder vernünftige Techniker wird skalieren, Schritt für Schritt, und es ist selbstverständlich sehr sinnvoll, in der Praxis heraus zu finden, wie und ob man mit relativ kleinen Speichern und intelligenter Nachfragesteuerung an das erklärte Ziel praktisch heran kommt.

    Andererseits hat Herr Hofmann recht (und da teile ich seine Meinung in vollem Umfang), dass das SmartRegion-Projekt wohl eher das Ziel hat, Propaganda zu machen.
    Das Pferd wurde eindeutig von hinten aufgezäumt. Die Reihenfolge der Schritte Idee-Labor-Technikum-Fullscale wurde und wird nicht eingehalten, negative Ergebnisse werden nicht zur Kenntnis genommen (Growian!) und wir sind längst beim flächendeckenden Endausbau einzelner Komponenten, ohne auch nur eine ungefähre Vorstellung davon zu haben, wie die Gesamtanlage denn nun eigentlich aussehen soll. Das wirderspricht alle Prinzipien der Guten Praxis und ist stattdessen ganz auf dem irrationalen Wunschdenken technischer Dilettanten aufgebaut.

    Wenn man nun nach Wegen sucht, das Konzept zu retten, ist das zwar eigentlich zu spät, aber dennoch richtig. Deshalb allein darf man das Projekt keinesfalls ablehnen!
    Vorbedingung wäre allerdings eine neutrale, ergebnisoffene Gestaltung. Daran habe ich, wie Herr Hofmann, Zweifel.
    Dass zum Beispiel die Kostenfrage, die doch so offensichtlich ist, ganz bewusst ausgeblendet wird, darf man mit Sicherheit als sehr starkes Indiz für diesen Zweifel nehmen.
    Doch Gewisshet werden wir erst in einem Jahr haben.

  12. Hallo,

    kleine Korrektur:
    Bitte schreib statt „Wirkungsgrad“ „Nutzungsgrad“.
    Das ist nicht das gleiche.

    Wirkungsgrad: Effizienz, mit der eine Energieform in eine andere gewandelt wird. Z. B. bedeutet Photovoltaik mit 15% Wirkungsgrad: 15% der einfallenden Lichtenergie werden zu elektrischer Energie. Fallen 1000 W/m^2 ein, so werden entsprechend 150 W elektrische Leistung erzeugt.

    Nutzungsgrad: Verhältnis von der Energiemenge, die über einen längeren Zeitraum (meist 1 Jahr) real erzeugt wird zu der, die erzeugt werden würde, wenn die Anlage dauernd mit Maximalleistung liefe. Es handelt sich um ein Maß, wie gut die installierte Kapazität ausgenutzt wird. Das ist das, was du an dieser Stelle meinst: PV in Europa erzielt, geografisch und meteorologisch bedingt, nur Nutzungsgrade um 11%. Sind also z. B. 50 MW installiert, so wird im Zeitmittel nur etwas mehr als ein Zehntel davon wirklich erzeugt -- knapp über 5 MW.

    Siehe zu genauerer Erläuterung meine Artikel:
    http://nuklearia.de/2012/07/31/nutzungsgrad-wirkungsgrad-volllaststunden/
    http://awesomecosmos.tumblr.com/post/62461949168/why-1000-mw-solar-power-1000-mw-nuclear (auf Englisch)

    Zu dieser Insel: Ja, Energieautarkie mit EE klappt… in ländlichen Regionen mit niedriger Bevölkerungsdichte und keinerlei Industrie! In einer modernen techno-urbanen Gesellschaft dagegen werden konzentrierte Energiequellen benötigt. Wo will man in Berlin, Köln, München, London, Paris, Tokio, New York einen Windpark hinstellen? Wie will man ein Stahlwerk mit Solarpanels betreiben??

    Und nebenbei bemerkt -- wenn diese Insulaner mit dem Trecker, dem Auto, oder vielleicht in ihrem Fall eher mit dem Motorboot unterwegs sind, kommt natürlich wieder Benzin oder Diesel in den Tank. Energieautark sind die daher in Wirklichkeit keinesfalls. Es wird immer wieder vergessen, dass wir nicht nur Energie in Form von Elektrizität verbrauchen -- sondern mehrheitlich immer noch in Form chemischer Brennstoffe, die in Kolben- oder Turbinenmotoren verbrannt werden.

  13. Günter Heß #10
    Jeder Vernunft und Verstand Mensch kann und konnte ihnen und der Gesellschaft (Politik, Medien und Bürger) sagen, dass eine Energieversorgung mit den sog. Erneuerbaren Energiegewinnungssystem eine Selbstsabotage an der bestehenden und weltweit besten Energieversorgung (Kohle, Gas und Kernkraftwerkmixpark) bedeutet!
    Die Energiewende per EEG Diktat und Medienpolitik Propaganda ist nichts anderes als die Vernichtung unsers energieintensiven industriebasierenden Wohlstand in Deutschland!
    Energiewende auf Basis eines Erneuerbaren Energiegewinnungssystems ist nichts anderes als Wohlstandsvernichtung, Mangel und Armut und hat mit Fortschritt nichts am Hut. Und erst recht nicht mit einen „ehrenwerten“ Pilotprojekt!
    Die unzuverlässig Energie (geringe Energiedichte) von Wind und Sonne wurde von über 100 Jahren durch die Erfindung/Innovation der Dampfmaschine abgelöst. Mit der Beständigkeit und Zuverlässigkeit der Energieträger Kohle, Gas, Oel, und nicht zuletzt Uran hat ein neues (moderne) Zeitalter des „Wohlstands-„Menschen begonnen! Und dieses geringe „technisch geschichtliche“ Wissen muss ich bei einen „Volksführer“ Bundeskanzlern bzw. Kanzlerin voraussetzen! Wenn dies Führungsperson dieses Minimalwissen von Energiegewinnung und Energieversorgung im Zusammenhand mit der Wohlstandsentwicklung des eigenen Volkes nicht hat, dann ist diese Person nicht mehr Tragbar und begeht mit der diktierten Energiewende bewusst oder unbewusst Hochverrat am eigenen Volk/Wohlstandsbürger!
    Besonders wenn diese Person von sich auch noch sagt, dass Sie Physikerin ist und einen Dr.-Titel trägt!

  14. Sehr geehrter Hofmann,
    sie sollten das nicht so eng sehen mit diesem kleinen Projekt. Nehmen wir z.B. die “ Energiewende“ als größtes, seit vielen Jahren praxisbewährtes Entwicklungsprojekt welches von den Medien doch so wunderbar begleitet wird. Das Entwicklungsprojekt “ Energiewende“ kann dafür nichts. Auf jeden Fall gibt es Projektergebnisse genau dieser „Wende“, die auch Ihnen seit vielen Jahren öffentlich zugänglich sind. Das sich der eine oder auch andere, solche Experimente nicht leisten kann steht doch auf oder in einem ganz anderem Blatt. Ich möchte Ihnen auf keinen Fall Technikfeindlichkeit unterstellen, aber wir müssen auch bei diesem Projekt bedenken, dass es vielleicht doch klappt. Das wär dann der Durchbruch Herr Hofmann. Der globale Durchbruch, 100 Prozent erneuerbar ist warscheinlich doch machbar. Letztendlich ist es nur eine Sache der Finanzierung und der Projektdichte. Seien wir mal ehrlich Herr Hofmann, was sind 10 Millionen Euro auf die Gasamtfinanzierung der richtigen „Energiewende“. Zumal dieses Geld doch gut angelegt ist, es handelt sich schlißlich um ein Zukunftsobjekt für die Tourismusbranche einer ökogestylten Insel mit internationalem Charm. Wenn Ihnen etwas an Projektförderung liegt dann sollten Sie diese „Energiewende“ im Kleinen vollumfänglich unterstützen, denn jeder Cent der dort ausgegeben wird kann nicht in die „Große Energiewende“ sinnlos verbrannt werden. Und ich gebe noch einmal zu bedenken: nur dann wenn wir noch ganz viele Projekte dieser Art neben dem globalem Projekt „Energiewende“ starten und diese auch scheitern, werden wir endlich, irgendwann, die richtigen Gegenargumente haben, die uns jetzt, ich muss es leider so schreiben, noch nicht haben.
    Abschließend kann man sagen, sollte dieses Inselprojekt tatsächlich scheitern und die mediale Begleitung nicht hochlöblich faktenfern berichten, ist die „Energiewende“ höchstwarscheinlich gescheitert.
    Eines Tages Herr Hofmann werden Sie froh sein, dass wir all diese Projekte, soviel da auch noch kommen mögen, überprüft haben, um dann praxisbewährt feststellen zu dürfen, dass erneuerbare Energien garnicht existieren. Aber wir können dann stolz behaupten das wir Deutschen wieder einmal der Welt einen Beweis erbracht haben in einer Sache, wo andere Länder noch nicht einmal ansatzweise dran gedacht haben diese Experiment zu wagen.

  15. @ NukeSqrrrl:

    Danke 🙂

    Was die Autarkie betrifft, wird natürlich als Zukunftsvision auch das E-Mobil bemüht, eine wahre Wundermaschine, deren Akku gleichzeitig einen ganzen Tag lang einen Traktor antreiben soll und gleichzeitig als zusätzlicher Ausgleichsspeicher für den NIE-Strom zur Verfügung steht.
    Alternativ kann natürlich auf der selben Fläche gleichzeitig Gasmais für den Faulgas-Reaktor und Raps für den Essen-auf-Rädern-Diesel angebaut werden, etwa so, wie man gleichzeitig mit Abfall-Strom der Windräder und Abfall-Wärme aus dem Biomasse-Kraftwerk im Sommer ganz toll heizen kann.

  16. @Tritium

    In der Info zur Förderinitiative Energiespeicher steht:

    „Obwohl bereits heute Energiespeicher, wie zum Beispiel die Pumpspeicherkraftwerke, wirtschaftlich betrieben werden, befindet sich eine Vielzahl der Technologien noch im Grundlagenstadium oder in der Entwicklungsphase. Hierzu zählen zum Beispiel so genannte RedoxFlow-Batterien. Gleiches gilt für thermisch optimierte Druckluftspeicher, bei denen durch die Zwischenspeicherung der anfallenden Wärme der Wirkungsgrad erhöht wird. Innovationen und technologische Entwicklungen werden dringend benötigt, um den technologischen Herausforderungen zu begegnen und eine schnelle Markteinführung von neuen Energiespeichern erreichen zu können.“

    Das ist ja vor Allem auch eine interessante Botschaft an die Politik.

    1. Speichertechnologien stehen zur Zeit nicht zur Verfügung
    2. Das zeigt, dass mit den erneuerbaren Energien eine unreife Technologie eingeführt wurde, ein politischer Fehler.

    Wie gesagt, ich finde diese Projekte gut, weil sie die Fehlkonstruktion Energiewende und EEG offensichtlich machen.

  17. Da sind aber einige sehr sehr fair gegenüber solchen Experimenten. Bei unbekanntem Terrain tut natürlich erst einmal Aufklärung und Forschung not. Aber wo gibt es hier wirklich etwas zum Forschen? Hier werden doch nur wohlfeil politisch angebotene Fördermittel abgegriffen. Unsere Ernergielandschaft entstand aus dezentralen Netzen mit geringen Energiemengen, DC u. AC 110 V. Aus technisch physikalischen Gründen wurde mit Vernunft ein europäisches Verbundnetz mit 3 Phasen Wechselstrom und 400 KV daraus. Erst dadurch wurde unser Wohlstand möglich. Aus ideologischen Gründen wollen nur Deutsche dies zesrtören und zurück zur lokalen Autarkie mit „Öko“-Strom. Mit hochtrabend „Forschung“ genanten „Experimentierkästen auf Inselgröße“ soll „wissenschaftlich“ Datenmaterial gesammelt werden, was Ältere vom Märklinbaukasten, Schulwissen und aus Geschichtsbüchern bereits wissen. Müssen wir die Hand erst auf die Herdplatte legen um eine Verbrennung zu erforschen?
    #7 Helmut Erb -- friesisch kurz -- , sagt eigentlich alles. Teurer Unfug hoch drei!!! Lieber nach Vortrag Prof. Sinn googeln. 16.12. in München „Energiewende ins Nichts“

  18. Ob das Projekt sinnvoll ist oder nicht, das brauchen wir nicht beurteilen. Gegenüber Forschungsprojekten sollte auf jeden Fall erst einmal eine völlig unideologische Offenheit herrschen. Wer weiß was da rauskommt, und ob man nicht irgendwelche Erkenntnisse in einem ganz anderen Zusammenhang gebrauchen kann. Wenn Forschungsprojekte schon vor Beginn als nicht notwendig erachtet werden, dann besteht die Gefahr, dass uns diese Argumente auf die Füße fallen, wenn wir beispielsweise ein Projekt zur Erforschung von Fracfluiden anstreben, oder irgend etwas anderes, von dem dann unsere Gegner annehmen, dass es völlig sinnlos wäre.

    Den Leuten dort auf die Finger schauen, wie sie zu ihren Ergebnissen kommen, wie diese Ergebnisse überhaupt aussehen und wie diese interpretiert werden müssen, das ist Skeptizismus in seiner besten Form. Ich würde mich freuen, wenn Tritium an dem Thema dran bleibt und berichtet was dort geschieht. Von vornherein ein Forschungsprojekt abzulehnen könnte ein Bumerangargument sein.

  19. Könnte mal jemanden von den Administratoren nachschauen, ob ein Kommentar von mir im Spamfilter hängt…Danke!

  20. @Karl Reichert #16
    Genau das ist der springende Punkt an diesen „Pilotprojekt“ Energiewende. Dieses Erneuerbare Energieerzeugungsprojekt (Energiewende per EEG Gesetzeszwang) ist KEIN wissenschaftliches Forschungsprojekt, sondern ein politisches Ideologieprojekt! Die Vernunft und Verstand Forscher wissen doch schon lange wie eine wohlstandsfördernde und fortschrittliche Energieerzeugung und Versorgung geht. Wind und Sonne und Biogaspflanzen sind dazu völlig ungeeignet. Dagegen ist Kohle, Gas und Uran völlige geeignet. Das wusste man aber auch schon vor 50 Jahren!

  21. Lieber Herr HoffmannM,

    sie schreiben:

    Die Vernunft und Verstand Forscher wissen doch schon lange wie eine wohlstandsfördernde und fortschrittliche Energieerzeugung und Versorgung geht. Wind und Sonne und Biogaspflanzen sind dazu völlig ungeeignet.

    Ihre Argumentation ist doch nur eine Version des Argumentes:

    The science is settled

    des IPCC und der Klimawandelpolitik gegen die wir argumentieren.

    Es gibt keine Auswahl an Forschern, sie nennen die Vernunft und Verstand Forscher, die so etwas bestimmen könnten.

    Grüße
    Günter Heß

  22. @ Karl Reichert #16:

    Da sind aber einige sehr sehr fair gegenüber solchen Experimenten. Bei unbekanntem Terrain tut natürlich erst einmal Aufklärung und Forschung not. Aber wo gibt es hier wirklich etwas zum Forschen? Hier werden doch nur wohlfeil politisch angebotene Fördermittel abgegriffen. Unsere Ernergielandschaft entstand aus dezentralen Netzen mit geringen Energiemengen

    Ich wüsste nicht, was an Fairness schlecht sein sollte. Dass ich nett oder unkritisch oder blauäugig gewesen wäre, kann man mir aber gewiss nicht nachsagen
    Und: Ja, das ist alles ganz richtig, da werden wohlfeile Fördermittel abgegriffen und es ist ziemlich offensichtlich, dass das Projekt de facto scheitern wird.
    Na, das ist doch großartig! Schauen wir diesem Scheitern doch zu, nutzen wir es! WIR bekommen da eine Subvention von 10 Millionen, wenn die Studie (was so gut wie sicher ist) zeigt, dass das Dilemma der NIE auch so nicht lösbar ist. Um’s Geld braucht es uns nicht leid zu tun, 10 Millionen sind in dem Zusammenhang ja wirklich nur Peanuts.

    Deshalb habe ich auf dieses Projekt aufmerksam gemacht, deshalb sollten wir es kritisch begleiten. Ganz wie Quentin Quencher schon sagte:

    Den Leuten dort auf die Finger schauen, wie sie zu ihren Ergebnissen kommen, wie diese Ergebnisse überhaupt aussehen und wie diese interpretiert werden müssen, das ist Skeptizismus in seiner besten Form.

    Und das kann und sollte man verallgemeinern:

    Ich würde mich freuen, wenn Tritium an dem Thema dran bleibt und berichtet was dort geschieht.

    Dranbleiben kann jeder (z.B. auch mit einer netten Mail, die bei den Fraunhofers oder auch der Förderstelle nach den Kosten pro kWh fragt) und es liegt an uns allen, aus den 10 Millionen des BUM das beste für unseren Standpunkt heraus zu holen und, wenn’s klappt, daraus einen Bumerang für die Geldgeber zu machen 🙂

  23. @Günter Heß #20
    Das ist mir schon klar…ich kann auch wieder auf die Dampfeisenbahn, als Haupttransportmittel zurückgreifen und den ICE in der Ecke stehen lassen. Ich kann auch in Zukunft das Getreide wieder durch Windmühlenkraft zu Mehl verarbeiten oder ich kann auch in Zukunft die dieselbetriebenen Ozeanriesen (Schiffe) durch Segelboote (Windkraft) ersetzen. Ich kann auch in Zukunft eine Gesellschaft mit Wind-Sonne-und Energiepflanzen mit Strom versorgen. Gehen tut alles…es ist nur die Frage, ob es auch BESSER (fortschrittlicher) ist! Wenn Sie der Meinung sind, das eine Energieversorgung mit den sog. Erneuerbaren Energieerzeugern BESSER und Fortschrittlicher ist, als unser „noch“ bestehendes Energieerzeugungs- und Verteilungsnetz mit den Energieträgermix aus Kohle, Gas, Öl und Uran, dann ist es eben Ihre Meinung/Standpunkt.

  24. Ein kleiner Nachtrag:

    Mna sollte auch nicht übersehen, dass schon allein der Versuchsaufbau eklatante Schwächen des ‚Energiewende‘-Konzepts offenbart:

    -- An erster Stelle möchte ich das Eingeständnis nennen, dass konventionelle Kraftwerke auch weiterhin unverzichtbar sind und dass kein einziges ersetzt werden kann, denn wer nur hofft, 90% der Lücke zu schliessen, gibt zu, dass eine 10%ige Lücke bleibt und die erfordert 100% Backup.

    -- Weniger offensichtlich ist, dass das Projekt mehr ‚Dezentralität‘ verspricht, weil weniger Strom über weite Entfernungen transportiert werden muss. Doch darin steckt ein Denkfehler: Leitungen bemessen sich nicht daran, wie viele kWh im Lauf eines Jahres durchfliessen, sondern für welche Spitzenlast sie ausgelegt werden müssen, auch wenn die nur ganz selten erreicht wird.
    Ich kann nicht erkennen, wo diese Spitzenlast vermindert wird: Wenn die Festlandsleitungen auch nur einmal im Jahr genau so stark belastet werden werden müssen wie vorher (und das ist absehbar), ist nichts gewonnen worden, denn die Kosten der Leitungen bemessen sich einzig und allein an ihrer Auslegung, der eigentliche Stromtransport ist verschleißfrei und daher kostenlos.

    -- Und ist nicht die Stromvernichtung mittels Heizung, die ich im Artikel ansprach, die Konkurrenz zwischen Kraft-Wärme-Kopplung und Überschußentsorgung, der Antagonismus zur Solarthemie, der implizit eingestanden wird, schon ein sehr guter Kritikpunkt, den wir allein schon durch die Prokektgestaltung frei Haus geliefert bekommen?

    --

  25. @ Hofmann:

    Kommentar #13 freigeschaltet.

    Auch ich denke, daß vorwettbewerbliche FuE wichtig und notwendig ist und ohne ideologische Scheuklappen betrachtet werden sollte. Weiterhin ist die Förderung solcher Projekte eine staatliche Aufgabe, die auch technologieoffen durchgeführt werden sollte. Richtig ist natürlich, daß in den letzten Jahren hier viel zu viel Geld verbrannt wurde, weniger wäre manchmal mehr gewesen.

    Das Problem mit dem EEG ist, daß hier nicht vorwettbewerbliche Entwicklungen gefördert, sondern Produkte am Markt subventioniert und künstlich wettbewerbsfähig gemacht werden. Das sollte man unterscheiden.

    Bei Projekten wie dem oben von Tritium beschriebenen entstehen nützliche Ergebnisse. Es geht darum, wie und unter welchen Randbedingungen die Vorstellungen der Ökos in die Realität überführt werden können. Das trägt zur Versachlichung der Debatte bei. Das Problem ist aber, daß solche Vorhaben meist nicht sachlich neutral bewertet werden (können), da sie von interessierter Seite als Propaganda-Instrumente mißbraucht werden. Das ist nicht akzeptabel.

  26. Lieber Herr HoffmannM,

    sie schreiben:

    „Wenn Sie der Meinung sind, das eine Energieversorgung mit den sog. Erneuerbaren Energieerzeugern BESSER und Fortschrittlicher ist, als unser “noch” bestehendes Energieerzeugungs- und Verteilungsnetz mit den Energieträgermix aus Kohle, Gas, Öl und Uran, dann ist es eben Ihre Meinung/Standpunkt.“

    Mir ist wirklich nicht klar, wie sie das aus meinen Aussagen des schließen. Vielleicht zitieren sie einfach mal eine Passage aus meinen Aussagen die das belegen, statt mir so etwas unterzuschieben.

    Ich bin lediglich der Meinung, dass Förderprojekte genehmigt werden müssen unabhängig davon, ob das Projekt ein politisches Wunschergebnis verspricht, solange es im Kontext der Förderinitiative besteht.

    Grüße
    Günter Heß

  27. #24 Tritium
    Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Habeck möchte bis 2015 rund 300 Prozent des hier benötigten Stroms allein aus „Erneuerbaren“ bereitstellen lassen. Dafür gibt es bis mindestens 2020 weder Transportmittel noch Abnehmer.

    Der Strom muß also irgendwie weg. Zwar gelten private Elektroheizungen weiter als klimaschädlich, aber die Stadtwerke Flensburg betreiben einen Elektrodenheißwasserkessel (30MWth), mit dem Windstrom in Billigphasen verbraten wird. Und manchmal gibt es sogar Geld obendrauf. Dieses einträgliche Geschäftsmodell wird auch beim neuen GuD-Kraftwerk in Wedel bei Hamburg realisiert. Zeitungen feiern das als wichtigen Beitrag zur Energiewende.

    Versehentlich wurde der Windstrom in einer norddeutschen Regionalzeitung als Wegwerfstrom bezeichnet. Treffender geht es nicht, denn der Zufallsstrom ist wirklich zu nichts zu gebrauchen. Zu dieser Erkenntnis konnte man auch ohne das Pellwormer Projekt gelangen.

    Pellworm ist einer von zahlreichen Versuchen, Probleme zu lösen, die es ohne den Zufallsstrom aus Wind und Sonne gar nicht gäbe.

  28. Nach den Berechnungen des Ökonomen Hans-Werner Sinns „Energiewende ins Nichts“ ist das Geld für dieses Projekt nicht gerechtfertigt.

    Die Physik hat der Ökonom rechnen lassen. Woher er aber seine Grundüberzeugung zum CO2 Treibhauseffekt nimmt, ist mir ein Rätsel. Ihm genügen die Eisbohrkerne.

  29. @ Helmut Erb

    Abgesehen von den fehlenden Leitungen finde ich eines besonders lustig:

    Die Nordlichter träumen ja allesamt davon, dass sie ihren NIE-Strom nach Bayern verkaufen könnten, weil Strom dort so knapp sei.
    Tatsächlich ist Bayern der grösste EX-porteur von NIE-Strom, weil auf jede Scheune PV-Paneele genagelt werden und bekommt von den anderen Bundesländern über eine Millarde € mehr als es selber an andere zahlt.

    Gut, man könnte argumentieren dass PV eine andere Charakteristik hat und dass sich Wind und PV ergänzen. Aber das ist kein Weg, von Bayern Geld zu bekommen, wie es sich die Landesherren erträumen, denn im Gegenzug müssten sie dann, wenn die Leitungen vielleicht mal stehen, selbst den extrem teuren PV-Strom aus Bayern abnehmen und würden am Schluß eben wieder draufzahlen, statt zu verdienen.
    Doch die bayerischen Großverbraucher werden gemeinsam mit Seehofer dafür sorgen, dass nicht mal daraus was wird, denn Audi, EADS, BMW, Siemens, MAN… werden sich ganz bestimmt gegen Zappelstrom aus dem Norden abschotten und lieber den viel näheren und viel billigeren Strom aus Tschechien und Frankreich kaufen, notfalls per Greenwashing via Österreich.

  30. @ Rassbach, #28

    Den Vortrag von Sinn habe ich mir auch angesehen. Schade um die Zeit. Uninspiriert und wenig pointiert. Die Kernbotschaft hinsichtlich der enormen Kosten für die Speichersysteme und die Unmöglichkeit, die erforderlichen Kapazitäten überhaupt aufzubauen, hätte man knackiger in kaum zehn Minuten präsentieren können.

    Mit dieser Art zu argumentieren, also mit viel Geschwafel bevor man zum Punkt kommt, erreicht man in der breiten Öffentlichkeit niemanden. Aus solchen Vorträgen entsteht eine Haltung nach dem Motto „ist wohl schwieriger als gedacht, aber irgendwie geht es vielleicht doch“. Es geht aber nicht. Prinzipbedingt nicht. Hier war mir Sinn viel zu defensiv.

  31. Herr Heller,

    er hat die Begründung ja nicht selbst gerechnet. Immerhin hat er die E Wende demontiert. Erschrocken war ich nur über die dümmlichen Fragen seines Publikums, wenn das die Macher in Deutschland sind, dann gute Nacht.ddr 2.0 eben, diese unterwürfige Angst seitens Kritikern und die aggressive Zurechtweisung seitens der Machthaber kenne ich.
    Es ist hoffnungslos.

    Er will seinen Posten nicht verlieren.

  32. Pellworm ist wohl die Zwillingsschwester von Spiekeroog….

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kinder_kobern_im_bollerwagen_mekka_greenpeace_auf_spiekeroog

  33. @Peter #30

    Habe ich anders empfunden. Ein guter Vortrag wiederholt die Kernbotschaft mindestens drei mal
    damit sie eine Chance hat ins Langzeitgedächtnis zu kommen. Das hat Prof. Sinn geschafft.
    Ein wertvoller Stein für Parteien wie die SPD oder die FDP die Meinung zu drehen und ihre Wählerschaft zu überzeugen.
    Mit „es geht Prinzip bedingt nicht“ wird die öffentliche Meinung meines Erachtens nicht umgedreht.,
    da die Grünen seit Jahren behaupten es geht. Da steht dann in den Talkshows eben Aussage gegen Aussage.

    Im Grunde ist sein Vortrag eine Variation von Clinton’s:

    „it’s the economy, stupid“

    Das hat schon eine Chance zu ziehen.

    Grüße
    Günter

  34. @Peter Heller #25
    Danke für die Freischaltung!
    Die deutsche Politik hat doch schon längst mit der Energiewende das Pilotprojekt Pellworm für ganz Deutschland per EEG diktiert. Pellworm ist bereits Realität per deutscher Merkel-Diktat-Politik geworden und mit der wahren und ehrlichen Wissenschaft hat die Energiewende per EEG-Zwangsgesetz nichts mehr gemein!
    Fragen Sie sich mal selber ob die Energiewende noch ein Pellwormer Pilotprojekt ist….was kennzeichnet ein Pilotprojekt…
    Die Energiewende wurde noch nie erprobt, sondern wurde gleich Realität mit allen negativen technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen eines mangelhaften Erneuerbaren Energieerzeugungs- und Verteilungssystem. Ich habe nichts gegen Pilotprojekte, diese müssen aber ganz klar von der bestehenden und wirtschaftlich erfolgreichen Technik getrennt erprobt werden und erst wenn die Probephase erfolgreich war und das neue System besser ist als das bestehende, dann kann die neue Technik schrittweise in den Alltag (Realität) eingeführt werden.
    Die deutsche Energiewende ist das genaue Gegenteil!

  35. @Günter Heß #26
    Die deutsche Energiewende (erneuerbaren Energien) wurden durch das EEG Zwangsgefördert und zwar auf Kosten von uns Stromendverbrauchern. Wir Stromendverbraucher werden durch das EEG dazu gezwungen die sog. Erneuerbaren Energien (Energiewende) zu fördern. Durch diese Zwangsförderung müssen wir als deutsche Gesellschaft steigende Stromkosten, Wohlstandsverlust, unzuverlässige Stromversorgung ,Arbeitsplatzverluste und Naturzerstörung hinnehmen. Das EEG und damit die Energiewende hätte nie so von der Politik genehmigt werden dürfen! Das war von vornherein als große Abzocke und Vernichtung an der deutschen Industrie Wohlstandsgesellschaft so eingefädelt worden.
    Mit Wissenschaft und technischen/wirtschaftlichen Fortschritt hat dies nie etwas zu tun gehabt.
    Und das kritisiere ich hier.

  36. Hallo zusammen,

    darf ich ganz kurz mal was off topic sagen? War schon der Artikel interessant, sind es die Kommentare fast noch mehr. Hier werden auf sachliche, wohlwollende und kompetente Art Kommentare verfasst, teils sogar mit gegensätzlichen Standpunkten. Es macht unheimlich Spaß, sie allesamt zu lesen!

    Danke dafür!

    Chris Frey, Laie

  37. @HofmannM #35

    Über die Energiewende sind wir uns doch einig, doch deswegen sollte man sich trotzdem hüten, einen automatischen Beißreflex nachzugeben und alles angreifen, was nur etwas nach NIE riecht. Und vor allem, zwei verschiedene Dinge miteinander in den Topf werfen die aber getrennt gekocht werden müssen. Das eine ist ein Forschungsprojekt, das andere Subventionen.

  38. Pellworm ist kein Forschungsprojekt, es ist ein Leuchtturmprojekt innerhalb der großen Transformation, die auf Hochtouren läuft, wie von Schellnhuber angekündigt.
    Im Kommunismus hießen die Dörfer nur anders.

  39. @ Quentin:

    Der klassischen Begrifflichkeit folgend sind auch FuE-Fördermittel Subventionen. Es gibt Libertäre, die auch diese daher als untauglichen staatlichen Eingriff in den Wettbewerb brandmarken und am liebsten komplett abschaffen würden.

    Ich sehe das halt anders. Weil man die Dinge immer vom Ergebnis her denken sollte und die Wirkung von Subventionen a la EEG und die von Fördermitteln für vorwettbewerbliche Entwicklungen (was in der reinen Lehre auch Demonstratoren oder Prototypen einschließt) grundverschieden ist.

    Das Problem -- und da liegt Herr Hofmann mit seiner Kritik nicht ganz daneben -- sind Politiker, die glauben, über FuE-Förderung Märkte schaffen oder verändern zu müssen. Die an eine Lenkungswirkung solcher Projektmittel glauben. Das korrumpiert das System. Weil erstens Scharlatane angezogen werden und zweitens diese Lenkungswirkung nie eintritt. Die Politik pumpt dann immer mehr Geld in bestimmte Themen und immer mehr Blender werden aktiviert. Die öffentliche Kommunikation trägt zur autosuggestiven Wirkung bei. Deswegen finde ich es gut, daß Tritium das Thema hier aufgreift.
    Viele solcher Demonstrationsvorhaben sind bereits gescheitert. Statt zu verhindern, denselben Fehleinschätzungen immer wieder aufzusitzen, sind sie leider in Vergessenheit geraten. Berühmte Beispiele sind der Growian, der Cargolifter oder der E-Mobilitätsfeldversuch auf Rügen.

    Eigentlich soll FuE-Förderung etwas ganz anderes bewirken. Sie richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen und soll es diesen erleichtern, eigenes Kapital für Entwicklungstätigkeiten ohne sofortige Marktrelevanz aufzuwenden. Anders ausgedrückt: Jemand hätte 500.000 Euro übrig für die Entwicklung eines neuen Produktes. Er würde aber 1 Million benötigen, da er bspw. einige Ingenieure und Techniker dafür abziehen muß, die während der Projektlaufzeit nicht zur Wertschöpfung beitragen. In diesem Fall würde der Staat das fehlende Geld zuschießen. Ein verlorener, nicht-rückzahlbarer Zuschuß, auch wenn das Vorhaben scheitert (was häufig vorkommt). Ohne diesen Zuschuß könnte das Vorhaben also nicht stattfinden. Mit diesem Zuschuß eröffnen sich Möglichkeiten, die Reduzierung des Risikos erleichtert auch Banken als Kreditgebern den Einstieg. Das funktioniert sehr gut und in Deutschland auch im internationalen Vergleich vorbildlich. Solange es eben unter rein technischen Gesichtspunkten und vor allem technologieneutral und diskriminierungsfrei betrieben wird. Ein sinnvoller Einsatz von Steuergeldern.

  40. @Peter

    Ich will ja das Projekt ja gar nicht verteidigen, mich stört nur die unsaubere Argumentation. Das Problem liegt auch meines Erachtens darin, und darauf wollte wahrscheinlich auch Herr HofmannM hinaus, dass Politiker eben auch so unsauber argumentieren. Die Medien meist ebenso, es wird eine Botschaft unterschwellig übermittelt: „Seht, wir tun was.“

    Wenn Libertäre die ganze FuE-Förderung als Markteingriff betrachten und deswegen ablehnen, dann ist das ja noch mal ein ganz anderes Thema, und dann muss man das anders begründen.

    Ich finde auch gut, das Tritium das Thema aufgebracht hat, schon weil es uns die Gelegenheit gibt diese Diskussion hier zu führen. Und die Fragen die Tritium in seinem Beitrag aufgeworfen hat, die sind ja legitim, auch der Tenor, dass das wahrscheinlich herausgeworfenes Geld ist, weil einige der Erkenntnisse die man erlangen möchte, schon vorhanden sind. Ob das im Detail dann auch so stimmt, darüber können wir diskutieren. Und wenn sich dann ein paar Leute zu Wort melden, die von der ganzen Förderpraxis, auch abseits der NIE, einen besseren Einblick vermitteln können, wie Du und Günter, dann bringt uns das alle weiter.

    Nur pauschal auf eine Sache draufhauen, bloß weil sie den eigenen Überzeugungen widerspricht, und dann noch alles miteinander vermischen, sowas stört mich. Das macht die Gegenseite ja ständig, und ich geißle sie auch für diese Bauernfängerei bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Da ich das aber tue, muss ich auch einen kritischen Blick ins eigene Lager richten, ob nicht die gleichen argumentativen Mechanismen verwendet werden. Ich kann nicht bei anderen etwas kritisieren, wenn ich im Prinzip das Gleiche tue.

  41. Man geht hier wirklich zu höflich mit dem Projekt Pellworm um. Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass Investionen in Forschung und Entwicklung immer gut sind. Es gibt da aber auch eine Konkurrenz zwischen sinnvollen und weniger sinnvollen Projekten. Da muss man zu Pellworm wohl sagen, dass es zu dem Wissen über eine mögliche Energieversorgung durch NIEs nichts beiträgt. Das ist ein Problem der Grössenordnung und nicht ob Pellworm autark werden kann. Projekte dieser Art gibt es weltweit genug. Die machen auch richtig Sinn, weil sie ein Problem lösen können. Man muss nur nach den Falkland-Inseln gucken. Das ist ca. die gleiche geografische Breite wie Pellworm und kann sich nicht auf die Energieversorgung vom Festland verlassen. Lustig ist nur diese 90% Autarkie. Die Möglichkeit einer Vollversorgung vom Festland muss also da sein. Ganz ohne den Ausgang des Projektes abzuwarten, kann man daraus schliessen, dass beim Projekt Energiewende die Möglichkeit einer Vollversorgung vom Ausland auch gegeben sein muss. Dann freuen wir uns schon mal auf ein fröhliches Leitungsbauen. Vergessen wir Nord-Süd sondern denken wir eher in Richtung Ost-West.

  42. Ich finde wir bekommen mit diesem Projekt wertvolle Daten und Informationen.
    http://kraftwerkforschung.info/smart-region-pellworm-eine-insel-wird-stromautark/

    Autarke Insellösungen eignen sich besonders für ländliche Siedlungsstrukturen in Norddeutschland, wie eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt. Insbesondere der Strombedarf von Industrie und Gewerbe ließe sich in vielen Regionen so jedoch kaum decken.

    Mit diesen Förderprojekte können wir das mitverfolgen

  43. @Gerhard Straten

    Richtig. Im Sinne einer EU-Integration ist es völlig idiotisch Deutschland mit Nord-Süd Trassen zuzupflastern.
    Bayern hat 2012 ca. 8% seiner Stromerzeugung mit Kohle und Öl bestritten, 47% mit Kernenergie, 13% mit Erdgas, 32% erneuerbare Energie (davon 66% Wasserkraft und Biomasse) .

    Im Vergleich hat NRW etwa 70% Kohle, 15% Gas und 15% Erneuerbare + Sonstige

    Die CO2 Emissionen Bayerns bei der Stromerzeugung sind also schon gesenkt. Bayern ist vorne bei den Erneuerbaren. Ich denke mal Bayern wird den Ausstiegsplan nicht mitmachen.
    Vor allem nicht, wenn man dann Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke bauen muss und mit Stromtrassen die Rhön verschandelt.

    Ob es denn auch im Interesse von NRW ist, alle Kohlekraftwerke zu ersetzen?

  44. Die Frage am Anfang eines jeden Projektes ist doch, bringt es einen wirtschaftlichen und technischen Vorteil zum bestehenden Wissen. Und dies kann bei dem real existierenden Projekt „Energiewende -- Erneuerbare Energiearten“ mit einen ganz klaren NEIN beantwortet werden! Ohne das gesetzliche-politische Zwangsdiktat EEG würde sich kein Wissenschaftler mit diesen wirtschaftlichen unsinnigen und rückwärtgewanden Erneuerbaren Energietechniken abgeben. Siehe E-Autos, E-Speicher usw. Das sind alles zwangssubventionierte Ideologieprojekte, die NIE eine Wirtschaftlichkeit -- Marktreife erlangen werden! Reine Abzocke per EEG -- Energiewende Ideologie auf Kosten unseres Wohlstands und Wettbewerbs- Innovationsfähigkeit. Energiewende = Stillstand und Rückschritt!
    Nächstes Beispiel….http://www.unzensuriert.at/content/0013545-ko-Stadt-G-ssing-funktioniert-nur-mit-Millionen-F-rderung

  45. Lieber Herr HoffmannM,

    Die Frage am Anfang eines jeden Projektes ist doch, bringt es einen wirtschaftlichen und technischen Vorteil zum bestehenden Wissen.

    Es werden neue Ideen und Technologien gefördert die von den beteiligten Unternehmen verwertbar sein müssen. Ein Konzept dafür reicht. Die NIE sind nun mal da und es gibt einen Markt. Insofern ist es für die Unternehmen doch wirtschaftlich verwertbar. Auch die Verwertung der Arbeitspaketergebnisse in anderen Bereichen der beteiligten Unternehmen ist erlaubt. Wir groß das Innovationspotential ist entscheidet über die Förderquote.

    Es gibt viele Projekte wo es zu Anfang immer Leute gibt die vorher sagen, da kommt ja eh nichts dabei heraus und das mit einem klaren „Nein“ beantworten. Normalerweise sind aber die beteiligten Unternehmen erfahren genug, um die Ergebnisse zu verwerten.

    Ich finde jetzt auch nicht gerade, dass das ein tolles Projekt ist, aber ich sehe schon, dass es Arbeitspaketergebnisse geben wird die die Speichertechnologie nach vorne bringen.
    Trotzdem reicht mir das bisher gelesene nicht, um zu entscheiden, ob das Projekt förderwürdig ist oder nicht.
    Ich würde auch lieber Projekte zur Kernfusionsforschung oder neue Kernreaktoren fördern.
    Ich sehe nur, dass auch diese Projekte mit ihrer Argumentationsstruktur abgelehnt werden können und da bin ich dagegen.
    Wenn sie mal eine Umfrage machen, wie viele Menschen würden denn den wirtschaftlichen Vorteil bei der Kernfusionsforschung.sehen.
    Grüße
    Günter Heß

  46. @Hofmann,M

    Ich verstehe ja den Unmut über das Projekt, nur solche unqualifizierte Aussagen wie:

    Ohne das gesetzliche-politische Zwangsdiktat EEG würde sich kein Wissenschaftler mit diesen wirtschaftlichen unsinnigen und rückwärtgewanden Erneuerbaren Energietechniken abgeben.

    sind doch nicht haltbar. Hier wird nicht unterschieden zwischen FuE-Förderung, was man in diesem Fall hier ja wirklich kritisieren kann, und Wissenschaftler allgemein. Und dann, unsinnig sind Techniken nie, sondern nur in bestimmten Zusammenhängen. Wenn das EEG unsinnig ist, darüber sind wir uns ja einig, dann sind es die Techniken nicht unbedingt. Es kommt halt nur darauf an in welchem Zusammenhang man diese nutzen möchte.

  47. @45.Günter Heß
    Falsch! Es gibt KEINEN MARKT für die sog. Erneuerbaren Energien -- Energiewende!
    Erst das politische Zwangs-Subventions-Gesetz EEG macht einen ideoloigsch erzwungen Marktrahmen für die sog. Erneuerbaren Energien daraus.
    Wenn Sie behaupten, dass die sog. Erneuerbaren Energiearten makrtfähig sind, dann beleidigen Sie damit jeden marktwirtschaftlich und freiheitsliebenden Menschen, Kaufmann und Techniker.
    Markt = selbsttragend und eigenständig. (Fortschritt-Innovation-Wohlstand)
    Die sog. Erneuerbaren Energien sind weder selbsttragend noch eigenständig, sondern hängen immer am Subventions- und Naturlaunentropf! (Rückschritt-Abzocke-Wohlstandsverlust)

  48. @Quentin Quencher #46
    Jetzt sagen Sie uns doch mal, welchen Nutzen und Vorteil uns eine auf den Launen der Natur (Wind,Sonne,Regen)angewiesene Stromerzeugungsinfrastruktur uns gegenüber der bisherigen Kohle-Gas-Krenkraftmixerzeugungsstruktur bringen sollte.
    Selbst als Nischenprodukt taugen diese naturlaunenabhängigen Energieerzeuger (Windmühlen, Sonnenplatten) nur bedingt. In den meisten Fällen vertraut man lieber auf ein Dieselaggregat

  49. Lieber Herr HoffmannM,

    Natürlich gibt es einen Markt. Nur eben einen den der Staat geschaffen hat. Nicht gerade meine Vorstellung von freier Marktwirtschaft. Unsere Unternehmen stellen sich darauf ein,
    ob wir das gut finden oder nicht. Sie müssen das sogar tun.
    Grüße
    Günter Heß
    Sie schreiben:

    Wenn Sie behaupten, dass die sog. Erneuerbaren Energiearten makrtfähig sind, dann beleidigen Sie damit jeden marktwirtschaftlich und freiheitsliebenden Menschen, Kaufmann und Techniker.

    Hören sie bitte auf mir Dinge zu unterstellen die ich nicht gesagt habe und die sie sich ausdenken.

  50. @Hofmann,M

    Sie erkennen keinen Nutzen an einer bestimmten Technik, und deswegen darf auch an solchen Techniken nicht geforscht werden. Verstehe ich das so richtig? Damit begeben Sie sich auf die gleiche argumentative Schiene, wie alle die die Technik ethisch beurteilen wollen und Gentechnik oder Kernkraft ablehnen. Die einen lehnen eine Forschung wegen nicht erkennbaren Nutzen ab, die anderen weil sie prinzipiell mehr Gefahren als Nutzen sehen. Die Argumentationsschiene ist die gleiche. Wer Argumente dieser Art akzeptiert, muss die entsprechenden Argumente der Gegenseite auch akzeptieren.

  51. @Günter Heß #49
    Markt = der Ort der Zusammenkunft von freien Anbietern und Nachfragern.
    Der Staat schafft keinen Markt, sondern vernichtet mit der Energiewende/EEG einen funktionierenden Energiemarkt. Und nicht nur das…mit der Energiewendeideologie per EEG-Zwang wird der industriebasierende Wohlstand (Wirtschaft) in Deutschland mittelfristig zerstört.
    Auch die Mitläufer der wohlstandsvernichtenden Energiewende werden sich der weiteren Verarmung und Mangel der deutschen Gesellschaft gegenüber zu verantworten haben.
    Energiewende ist ja nicht nur Armut und Mangel, sondern ein Sabotageakt an der gesamten deutschen Bevölkerung!
    Was hilft es der Betriebswirtschaft im eigenen Lande, wenn die Volkswirtschaft (Wohlstand der Gesellschaft) den Bach runter geht?!
    Wollen Sie in Zukunft so leben wie die Wohlhanbenden in Rio de Janeiro. Wo der Wohlstand von Mauern geschützt werden muss.
    Was ich damit sagen will und dabei will ich es auch dann bleiben lassen…Das Thema Energieerzeugung und Versorgung ist für eine moderen Wohlstandsgesellschaft so existentiell wirchtig, dass man damit nicht ein Energiewende-Politik-Ideologie-Spiel spielen darf!
    Schauen Sie nach Frankreich, Russland, USA, Japan, China usw. …. wie wichtig dort das Thema „Energieerzeugung-Versorgung“ genommen wird. Eine Energiewende ala Ideologie Deutschland wird es in diesen Ländern NIE geben, dazu ist das Thema „Energie“ einfach zu ernst! Eine Selbstsabotage per Energiewende an der eigenen Energieversorgung würde als Hochverrat am Land angeprangert werden. Solange ein „Weltthema“ wie Klimaschutz nicht die Energiepoltiik eines Landes gefährdet, solange wird an dieser Klimaschutzideologie festgehalten. Jedoch wenn diese Klimaschutzideologie das Theme Energie des Landes bedrohen sollte, dann wird schnell auf diese Ideologie wieder verzichtet. Siehe Kanada, Australien, Japan usw.

  52. @Quentin Quencher #50
    Jetzt sagen Sie es schon…welchen Mehrwert bzw. Vorteil hat die Windkraft, Sonnenkraft gegenüber der Kohle, Gas oder Kernkraft bei der Strom-Wärmeerzeugung. Von mir aus können sie sich da dumm und damlich forschen ABER NICHT auf MEINE/UNSERE KOSTEN!
    Und die Energiewende per EEG ist „EE-Forschung“ durch Zwangs-EEG-Abgaben und Wohlstands-Arbeitsplatzverlust und damit auf unsere Kosten.
    Wir sprechen ja beim Zwangs-EEG nicht über eine überschaubare „Pilot-Forschungszeit“ und „Forschungsgeldern“, sondern um die Vernichtung unseres industrie und energieintensiven basierenden Wohlstand in Deutschland.

  53. *Seufz*
    Lieber Herr Hofmann,

    So verständlich der Unmut auch ist, er beruht auf einer festen Überzeugung: Die ‚Energiewende‘ ist undurchführbar. Die teile ich durchaus und ich denke so geht es wohl allen hier mehr oder weniger.
    Doch mit Unmut allein überzeugt man nicht. Dafür braucht’s Argumente.
    Die allermeisten Bürger stimmen der Energiewende nicht zu, auch wenn Umfragen das suggerieren. Die meisten sind Mitläufer.
    Sie können so einen Mitläufer aber nicht ‚umdrehen‘ indem Sie lautstark und polemisch, aber ohne konkrete Daten Ihren Groll ausgießen, auch wenn der noch so berechtigt sein mag.

    Pellworm scheint hervorragend geeignet, die Argumente zu liefern:
    1. Es ist von dem ‚Machern‘ der Energiewende, das heisst, niemand kann mir bei der Auswertung vorwerfen, ich hätte absichtlich ungünstige Ausgangsbedingungen angenommen.
    2. Es sind konkrete Daten, keine Spekulationen oder Hochrechnungen (Oder sagen wir mal: Ich hoffe sehr, dass konkrete Daten veröffentlicht werden und wenn nicht, kann ich sofort den Finger in diese Wunde legen).
    3. Als Modell ist es überschaubarer und leichter verständlich und leichter erklärbar.

    Das summiert sich zu einer ganz hervorragenden Gelegenheit, die ‚Energiewende‘ auf den Boden der Tatsachen zu ziehen und das schönste ist, dass es auch noch von den Energiewendern selbst bezahlt wird.

  54. @Heller, #30 + @Hess, #33

    Ich fand den Vortrag auch nicht so schlecht. Schon alleine die Tatsache, dass Prof. Sinn vor solch einem Publikum, bei dem einige Spitzenpolitiker anwesend sind, ganz eindeutig Stellung Pro-Kernkraft bezieht, ist bemerkenswert.
    So etwas hören wir in Deutschland doch viel zu selten. Schon alleine deshalb finde ich den Vortrag sehenswert.
    Gut finde ich außerdem, dass er ganz deutlich gemacht hat, wie viel (bzw. wie wenig) Wind und Sonne zum Primärenergieverbrauch beitragen, obwohl schon enorme Kapazitäten mit großen Umwelteingriffen aufgebaut wurden. Das wird beim Fokus auf die Stromerzeugung gerne vergessen.

    Dabei vergebe ich dem streitbaren Ökonomen auch einige kleinere Fehler, wie die Verwechslung von Kernreaktoren mit Kernkraftwerken und die Lokalisierung der Entwicklung des Kugelhaufenreaktors in Karlsruhe statt in Jülich.

  55. Lieber Herr Hofmann,
    ich denke auch das es sich wirklich lohnt dieses Zukunfts-Projekt auf Pellworn positiv und mit viel Geduld zu begleiten.
    Auch im Sinne der dort lebenden Menschen und der großen Resonanz die sich den dort tätigen Firmen und Zukunftsinstituten und sonstigen innovativen Bildungseinrichtungen bietet.

    Leuchtturmprojekt
    Pellworm ist ein optimaler Standort für den Aufbau und
    Betrieb eines Smart Grids. Das haben die Fachhochschule
    Westküste und das Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik
    in ihrer Studie nachgewiesen:
    • Pro Jahr erzeugen die Anlagen auf der Insel dreimal
    mehr Strom aus erneuerbaren Energien als die Bewohner
    der Insel verbrauchen.
    • Pellworm verfügt bereits über ein eigenes Hybridkraftwerk,
    das Energie aus Sonne und Wind nutzt.
    • Die Akzeptanz der Bevölkerung ist groß, denn über 75
    Prozent der Inselbewohner stehen erneuerbaren Energien
    und dem Ausbau des Stromnetzes aufgeschlossen
    gegenüber.

    Wir können festhalten:
    Zwei renomierte Fachhochschulen haben nachgewiesen das Pellworm aus oben genannten Gründen jetzt schon ein Erfolgsgarant ist.
    Des weiteren kann man jetzt schon erleben wie die Zukunft der Energieversorgung auf Pellworn aussehen wird.
    Ein Besuch im Inselkaffee zerstreut auch die letzten Zweifel.
    Da jetzt schon dreimal mehr Strom auf der Insel erzeugt wird als die Bewohner verbrauchen können ist die klare Zielstellung offensichtlich und anhand der Logig unschlagbar.
    Die Erzeugung elektrischer Energie auf Pellworm ist gesichert. Im zweiten Schritt geht es nur noch darum die Unmengen an elektrischer Energie die besonders in der wärmeren Jahreshälfte erzeugt werden für die restliche Jahreszeit zu speichern.
    Innovativ federführend sind dabei zu nennen die Firma Saft die sich um die Speicherung kümmert und um die intelligente Verteilung die Firma Gustav Klein.
    Besonders hervorzuheben ist die Speicherung mit Li-Ionen und Redox-Flow-Batterien zwei der modernsten Akkutechniken überhaupt. Das ist eine Innovation die sich mit dem Smart-Grit zu einem Standort auswächst dem man ohne zu übertreiben jetzt schon als Smartregion bezeichnen kann.
    Pellworn ist auf dem besten Weg eine führende Region mit Zukunftsanschluß zu werden.

    Damit Smart Grid keine Zukunftsvision bleibt, haben die
    E.ON Hanse AG und die Schleswig-Holstein Netz AG in einer
    gemeinsamen Studie mit der Fachhochschule Westküste
    und dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik
    Pellworm als idealen Erprobungsstandort bestimmt.

    So macht man Nägel mit Köpfen. Statt sich in endlosen Diskussionen und Gedankenspielen über die Energieversorgung auch im globalem Maßstab sich die Köpfe zu zerbrechen wird angesichts der Dringlichkeit gehandelt.
    Die neuesten Speichertechnologien sind zwar schön auf dem Papier, sind sind aber entwickelt worden um in der Praxis nun auch das bedeutende Großvorhaben vorran zu bringen.

    Im harten Praxistest werden folgende Schwerpunkte offensichtlich:

    Ein wichtiger Baustein für den Ausbau erneuerbarer
    Energien sind intelligente Speicherkonzepte. Das Projekt
    „SmartRegion Pellworm“ nimmt sich dieser Herausforderungen
    an. Wissenschaftler erforschen hier den Einsatz
    effizienter Speichersysteme, bei denen mehrere Technologien
    kombiniert zum Einsatz kommen. Das Projekt soll
    Erkenntnisse darüber gewinnen, wie Speicher mit erneuerbaren
    Energien optimal zusammenarbeiten. Durch ihren
    Einsatz kann die Insel Pellworm den Energiebezug vom
    Festland erheblich reduzieren.

    Effizienter kann Forschung nicht sein, die Ziele sind glasklar benannt .
    Der Eigenverbrauch an C02 frei erzeugter elektrischer Energie soll gesteigert werden. Gleichzeitig soll die Studie neue Wege für eine stabile, kosteneffiziente und besonders hervorzuheben, eine marktorientierte Energieversorgung aufzeigen.
    Für mich steht fest:
    Eine Energiewende die auch über den Tellerrand Pellworms hinauskommt wird im Ergebnis dieser Studie als machbar erkannt werden da letztendlich nur noch der Speicherbedarf ausschlaggebend ist. Die Kostenfrage wird hierbei wohl kaum eine Rolle spielen.

  56. Um es nochmal ganz klar auf den Punkt zu bringen.
    Ein Kohle-Gas-Kernkraftmixparkerzeugungs- und Verteilungssystem kann durch ein sog. Erneuerbares Energieerzeugungs- und Verteilsystem nie zu 100% ersetzt werden. Somit sind die sog. Erneuerbaren Energien / Energiewende von vornherein schon gescheitert und jedlicher Forschungsaufwand und Weiterbetrieb in und mit der Energiewende ist verschwendetes Steuer- und Abgabengeld und geht zu Lasten der zuküftigen Innovation und Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschlands. Eine Technik, die von den Launen der Natur (Wind, Sonne, Regen) abhängig ist, die ist IMMER einen Kohle-Gas und Kernkraftwerk unterlegen!
    Eine Technik muss sich auch immer an der Wirtschaftlichkeit (Marktwirtschaft) messen lassen. Wären die sog. Erneuerbaren Energietechnik wirklich so erfolgreich, wie diese von der Politik, den Medien und einigen Wissenschaftlern und Technikern angepriesen werden, dann bedürfte es kein EEG-Zwangsgesetz. Wer den Energieträger Kohle, Gas und Uran ersetzen will, der muss dies zu 101 % machen! Und das können die sog. Erneuerbaren Energieerzeugungssystem nie erlangen…auch nicht in einen Zusammenspiel mit Speichern. Zu hoher technischer Aufwand = zu hohe Kosten = nicht wettbewerbs-marktfähig mit den Energieträgern Kohle, Gas und Uran! Somit ist die deutsche Energiewende schon im Ansatz gescheitert und als Ideologie der Abzocker am deutschen Endverbraucher/Bürger anzuprängern!

  57. Ja, Herr Hofmann,

    ist angekommen.
    Aber eigentlich reden wir von was anderem.

    Trotzdem schönen Dank.

  58. @Tritium #53

    Die ‘Energiewende’ ist undurchführbar.

    Das wäre ja gut. Es ist aber noch schlimmer. Sie ist im europäischen Verbund lokal in Deutschland durchführbar.
    Deutschland wird einfach Exporteur von Zufallsstrom und Importeur von Grundlastsstrom aus dem Ausland.
    Dadurch gelingt es dann die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse die wir uns erarbeitet haben auf unsere Nachbarn umzuverteilen. Mit dem Nebeneffekt, dass sicher auch einige Neuinvestitionen zu unseren Nachbarn wandern.
    Genau deshalb brauchen wir belastbare Daten um Argumente zu haben.

    Auf der anderen Seite gibt es sicher genug Länder auf der Welt in denen ein autarkes Photovoltaikraftwerk mit Speicher und Nachtspeicheröfen zwar eine teure Lösung ist, aber sicherlich eine Lösung ist. Flächenländer in Afrika zum Beispiel die kein umfassendes Stromnetz besitzen. Wenn dann vom Global Climate Fund oder von unserer Entwicklungshilfe solche Kraftwerke bezahlt werden kann das für einige Gegenden ein echter Fortschritt sein.

    Ich denke wir können nicht auf der einen Seite das Wort Technikfeindlichkeit auf andere anwenden und gleichzeitig solche Projekte ablehnen.

    Grüße
    Günter Heß

  59. @ Hofmann:

    Ich denke, wir reden vollkommen aneinander vorbei. Ihren Aussagen in #56 stimme ich doch zu. Und daß Quentin Quencher und Günter Heß nicht gerade Befürworter der Energiewende sind, ist doch klar.

    Wir sollten allerdings zwischen der öffentlichen „Verkaufe“ eines Projektes wie in Pellworm und den tatsächlichen Inhalten bzw. möglichen Ergebnissen unterscheiden. Für diese differenzierte Betrachtung -- die sonst eben zu selten stattfindet -- ist dieser Blog doch gedacht.

    Skepsis bedeutet nicht, die eine Technologiefeindlichkeit durch die andere, die eine Angst durch eine andere zu ersetzen. Ich plädiere sehr dafür, technische Entwicklungen ideologiefrei, realistisch und rational zu betrachten. In einem Punkt würde ich Ihnen nämlich nicht zustimmen: Für die NIE gibt es einen Markt. Auch ohne Subventionierung a la EEG würden Wind, Sonne und Biomasse ihre Nischen finden. In Deutschland gibt es sicher nur wenige solcher Nischen -- aber Inseln ohne Industrie gehören vielleicht dazu. Ich denke allerdings vor allem an den Export. Eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten verfügt nicht über Strom. Für diese wäre es schon ein Fortschritt, gäbe es Elektrizität nur für wenige Stunden am Tag. Da könnten die NIE tatsächlich einen Übergang für einige Jahre oder Jahrzehnte darstellen, bis in solchen Ländern eine leistungsfähige Infrastruktur überhaupt aufgebaut werden kann. Einige weitere Milliarden leiden unter schlechten Versorgungssystemen mit ständigen Ausfällen. Hier könnten die NIE lokal vorhandene schlechte Infrastrukturen ergänzen.

    Das Problem mit dem EEG ist, daß es Innovationen im Bereich der NIE verhindert.

    Projekte wie in Pellworm schaffen -- unabhängig von deren öffentlicher Verkaufe -- letztendlich neues Wissen und neue Kompetenzen. Wenn man also die NIE unterstützen will, dann doch durch solche Projekte und eben nicht durch Subventionen am Markt.

    Ich bin dafür, jede Idee auf diese Weise zu fördern (solange sie nicht den Rahmen der physikalischen Gesetze überschreitet). Ich bin dagegen, auch nur irgendeine Technologie mit Subventionen künstlich wettbewerbsfähig zu machen.

  60. Lieber Herr Heß,
    sie schreiben,

    Das wäre ja gut. Es ist aber noch schlimmer. Sie ist im europäischen Verbund lokal in Deutschland durchführbar.

    ich denke, genau das wird dieses Projekt auch zeigen wollen, die Insellage ist selbstverständlich übertragbar und auch gewiss ein langfristiges Ziel der beteiligten Institutionen und Firmen. Die Protagonisten haben sicherlich auch eine Strategie, insbesondere die beiden Firmen werden sich sicherlich nicht aus Spass daran beteiligen. Ich bin aber auch der Meinung das es genug Regionen und vielleicht auch Inseln in Deutschland gibt die diese, wenn auch teure Autarkie übernehmen könnten und vielleicht auch wollen.

  61. Lieber Herr Große,

    selbstverständlich werden die einen Ausblick geben, wie dieses Projekt weiter verwertbar ist.
    Selbstverständlich werden die die Werbetrommel rühren und den Erfolg reklamieren, da haben die in den Fraunhofer Instituten eigene Abteilungen für. Das müssen wir kritisch begleiten.
    Und sie haben Recht es wird weiter so sein wie bisher, dass sich einige Gemeinden in Deutschland pseudoautark machen, immer mit dem Sicherheitsgurt des restlichen Landes. Diese Schmarotzer gibt es immer die ihr persönliches lokales Optimum suchen.
    So funktioniert Biolandwirtschaft, Biosprit etc. Das funktioniert lokal in einer Überflussgesellschaft mit dickem Sparguthaben
    und Vollbeschäftigung. Photovoltaik in Deutschland auf dem Dach ist das Gleiche.Schmarotzen am funktionierenden Gesamtsystem. Das ist keine Kunst. EEG eben.
    Was wir aber weltweit brauchen sind Technologien die den Südsudan, Kenia
    oder Botswana und ähnliche Länder weiterbringen. Dass die sich selbst versorgen können.
    deshalb ist es gut gegen das EEG politisch zu kämpfen, aber Projekte die die Technologie fördern eben nicht.

    Grüße
    Günter

  62. @Günter Heß
    Die 3-Welt-Länder brauchen Kraftwerke die mit den Energieträgern Kohle, Gas und Uran fahren und KEINEN unwirtschaftlichen und technisch rückständigen Erneuerbaren Energieerzeugerpark von Windmühlen, Photovoltaik und Gärbehältern. Diese 3-Welt-Länder müssen von den Launen der Natur unabhängig werden, wenn diese Gesellschaft innovativ fortschreiten (Entwickeln) wollen.

  63. @Peter Heller #59
    Auch für Sie stellt sich doch die Frage…Warum sollten diese Länder erst Mrd. von Euros in die NIE investieren, wenn diese Länder mit einen einzigen Kohlkraftwerk ein besseres Ergebnis (wirtschaftlich und technisch) erreichen können?
    Auf einer kleinen Insel sehe ich das noch einigermaßen ein aber nicht bei einen Kontinent wie Afrika. Ach so….auch Japan ist ja eine Insel…

  64. @HoffmannM #62

    Schon klar. Botswana ist größer als Deutschland
    mit 2 Millionen Einwohner. Da bauen wir dann viele kleine Atomkraftwerke, Gaskraftwerke oder Kohlekraftwerke.
    Wer schippert dann die Kohle da hin oder legen Gasleitungen und Stromleitungen für stark verteilte Gemeinden.Und vor allem wer subventioniert auf Dauer diesen Transport und diese Infrastruktur?.
    Nein, in so einem Land können autarke Photovoltaikalagen mit Speicher eine sinnvolle Entwicklungshilfe sein.

    Grüße
    Günter Heß

  65. @Günter Heß
    Jede Energieversorgung bedeutet Infrastruktur. Und Infrastruktur ist der erste Schritt zu einer modernen Wohlstandsgesellschaft. Und Sie haben es anscheinend immer noch nicht kapiert, was es für eine Gesellschaft bedeutet Kraftwerke mit den Energieträgern Kohle, Gas und Uran zu haben. Diese Kraftwerke sind die Basis für UNSEREN industriebasierenden und innovativen Wohlstand in Deutschland. Und das gilt für jedes andere fortschrittliche und moderne Land auf dieser Erde! Kraftwerke hängen nicht am Subventionstropf wie es die sog. Erneuerbaren Energien tun. Kraftwerke sind marktkonform und tragen sich über die Jahre gesehen von selbst. Bestes Beispiel sind unsere, in Deutschland zum Abschuss freigegebenen Kernkraftwerke. Jetzt wo die Kernkraftwerke der deutschen Gesellschaft dienen könnten (niedrige Stromerzeugungspreise), da werden diese von der Ideologiepolitik einer Kanzlerin Merkel verschrottet. Blöder geht’s nimmer!

  66. Lieber Herr Heß,

    inhaltlich kann ich Ihren klaren Worten jetzt voll zustimmen. Ihre Darstellung von politischer und technischer Seite bringt einiges Licht auch in meine Überlegungen. Die klare Trennung von Technologie und Politik verschwimmt oft und birgt dann auch die Gefahr die Dinge nur in eine Richtung zu sehen.Technologie ist grundsätzlich ideologiefrei. Zu Ihren Überlegungen bezüglich der Stromversorgung in Afrika ist festzuhalten das der Einsatz von z.b. Photovoltaik für eine Zusatz oder Grundversorgung durchaus Sinn macht. Die meisten Stromausfälle resultieren dort aus der verstärkten Nutzung elektrischer Energie. In Regionen ohne energetische Infrastruktur ist es erst einmal als Brücke für einen weiteren Fortschritt hilfreich. In der Zukunft werden sich dann die Technologien durchsetzen die auch hier zurecht favorisiert werden.
    Südafrika z.b. plant auch mit der Kernkraft und gerade China ist, wenn natürlich auch nicht uneigennützig, besonders in Afrika dabei sich Märkte zu sichern und auch Infrastruktur im Energiebereich dort zu errichten.
    Dort mit hiesigen Firmen angesichts der „Solarkrise“ etwas aufzubauen wäre doch für die Politik ein echtes lohnendes Ziel.

    Grüße
    Peter

  67. Lieber Herr Große,
    vor allem ist es auch wichtig die unterschiedlichen wirtschaftlichen Randbedingungen für Neuinvestitionen zu beachten.
    Wir haben im Grunde eine seit Jahrhunderten gewachsene Infrastruktur und sind dicht besiedelt..
    Wir haben Kanäle, um Kohle kostengünstig zu transportieren, aber auch Straßen, Telefonleitungen in der Erde, Stromleitungen in der Erde und über der Erde. Wir sind ein regenreiches Gebiet mit Flüssen die zur Kühlung in den Kraftwerken genutzt werden können. Back-up brauchen wir nicht falls mal ein Kraftwerk ausfällt, da wir im europäischen Verbund integriert sind. Die Nachfrage für den Strom eines einzigen Kraftwerkes ist groß.

    Ein dünn besiedeltes Flächenland in Afrika das vielleicht auch noch regenarm ist ohne diese Infrastruktur hat ganz andere wirtschaftliche Randbedingungen und die Investitionsbarriere sowie die laufenden Kosten sind riesig im Vergleich zur Nachfrage.
    Das heißt man braucht dezentrale kleine Einheiten die dann alle die Probleme haben über die Onkel Heinz besser Bescheid weiß als ich.

    Photovoltaik hat eine geringe Energiedichte, aber man braucht eben keine Infrastruktur für den Energieträgertransport.
    Stattdessen braucht man Fläche. Die Photovoltaik passt einfach wirtschaftlich gesehen besser zu einem dünn besiedelten Flächenland in Äquatornähe das sich entwickelt, als zu einem dicht besiedelten Industrieland am 49ten Breitengrad.
    Statt laufende Kosten wie beim Kohlekraftwerk oder Atomkraftwerk hat man vor allem Anfangsinvestionen und Erneuerungsinvestitionen. Es ist also eher ideal für eine Anschubhilfe im Rahmen eines Entwicklungsprojektes.

    Grüße
    Günter Heß

  68. Deutschland könnte sich einiges an Zeit und Geld sparen wenn es mal unsere Öko- und Autarkieprojekte hier in Österreich unter die Lupe nimmt.
    Im Ort Güssing wird gerade das Kleinformat der deutschen Energiewende aus dem Schlaf wachgeküsst und entpuppt sich als Märchen ohne Happy End. Da gibt es erstaunlich viele und erschreckende Parallelen.
    „Die Projekte in dem 3800 Einwohner zählenden Ort wurden seit den 90er-Jahren mit zumindest 50 Millionen € gefördert – trotzdem haben die Anlagen massive finanzielle Probleme.“
    „Außerdem würde zu Spitzenzeiten ein Ölofen zum Einsatz kommen, ohne den die Versorgung vor dem Zusammenbruch stünde.“
    http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/burgenland/1433058/In-Gussing-brockelt-das-grune-Experiment
    http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/burgenland/1296256/OkostromMekka-Gussing-steht-mit-Rucken-zur-Wand

  69. Schauen wir uns doch mal die Strompreise an, hier gibt es ja beispielsweise für die Vereinigten Staaten ganz gute Listen. Auf Hawaii liegen die Preise beispielsweise um ein mehrfaches über den sonst üblichen Preisen, das gleiche gilt für einige Gebiete in Alaska. Soweit ich das jetzt gesehen habe. Selbst die Fishers Island Electric Corporation im Staat New York muss für ihren Strom mehr als 40 USCent pro KW/h verlangen. Ich persönlich kenne einige pazifische Inseln, bei denen es schon ein Stromnetz gibt, das aber mit Generatoren betrieben wird, die Abends gegen 10:00 Uhr abgeschaltet werden, auch um Kosten zu sparen. Der Diesel für die Generatoren kostet dort ein vielfaches, weil es kaum verlässliche Verbindungen zum Festland gibt und nur hin und wieder mit Booten die Fässer angeliefert werden. Das hat fatale Folgen für den Komfort, auch für die Gesundheit, weil Lebensmittel eben nicht durchgängig gekühlt werden können.

    An solchen Plätzen wird man kein Kraftwerk bauen können, an entsprechend dünn besiedelten Gebieten irgendwo in Sibirien, Afrika, Südamerika und im Pazifik auch. Vielleicht bringt das Pellworm Projekt hier einige Erkenntnisse, und wenn es nur die sind, wie viel das alles kostet.

    Der Markt für solche Insellösungen ist da. Ich will nicht behaupten, dass dieses Pellworm Projekt dazu gedacht ist, für derartige Gebiete einen Lösung zu erarbeiten, aber genau das könnte dabei herauskommen. Und wenn nicht, dann weiß man wenigstens dass es nicht geht; ist ja auch was wert.

  70. @Quentin

    Das hat dann auch den Vorteil, dass man in diesen Gegenden den Diesel vor allem für die Mobilität nutzen kann.

  71. @Oliver Bernd

    Güssing hat in eine Biomasseanlage und entsprechende Aufbereitungsanlagen investiert?

  72. @ Günther Heß
    Das kann ich jetzt auf die Schnelle nicht genau sagen. Wenn, dann hat Güssing über den Umweg seiner Steuerzahler investiert. Schließlich wurde die Anlage von der Technischen Universität Wien entworfen, konzepiert und auch gebaut.
    Dazu kamen von Anfang an Subventionen und der Grund für den letztendlichen Schluß war einfach, daß man diese Subventionen für den Betrieb des Biomassekraftwerks eingestellt hat. Zudem kam noch die hohe Preissteigerung beim Rohstoff Holz/Pellets. Am Ende musste dann auch massiv Holz aus Polen und der Ukraine importiert werden, da ja auch unsere Papierindustrie ebenfalls nicht aus Luft Papier machen kann und es deshalb auch zu einigen Lieferproblemen kam.
    So gesehen eine Abwandlung der „Brot für den Teller oder Tank“-Problematik.
    Entweder man holzt die heimischen Wälder ab, oder importiert mit einem schönen ökologischen Fußabdruck( oder wie heisst dieser grüne Fetisch?) Holz aus tausend Kilometer Entfernung.

  73. Was dezentrale, netzungebundene Technik in Afrika bedeutet, sieht man übrigens sehr gut am Mobilfunk:
    Telefonleitungen ziehen, das kam gar nicht in Frage, aber Mobilfunkmasten, das ist was ganz anderes!
    Und wenn dann der Mast, die Richtfunkantenne zur Fernverbindung und die Handys mit PV oder einem kleinen Windrad versorgt werden können und vielleicht auch noch genug übrig ist, um rudimentäre Beleuchtung mit Batterien zu liefern, dann ist da enorm viel gewonnen -- Nicht zuletzt an Bildung, denn damit lassen sich auch TV ( Mit Infoprogrammen und Nachrichten zur Landwirtschaft, beispielsweise) und Schul-PCs betreiben, dafür wurden extra sehr billige Modelle entwickelt. So ein ‚Tor zur Welt‘ gibt aber nicht nur Möglichkeiten, sondern es motiviert dazu, produktiver zu werden und packt damit genau das grösste Hindernis der afrikanischen Entwicklung an. Und die Kraft weckt Begehrlichkeit nach mehr, vielleicht einer Lebensmittelkühlanlage
    Sogar ohne durchgehende Verorgung ist Strom aber auch gut um z. B. eine Wasserpumpe zu betreiben, die einen Hochbehälter füllt.
    In solchen Gebieten hat z.B. auch Biogas seine Berechtigung, es ist viel besser, den Dung mit einfachen Anlagen zu fermentieren, als den Dung direkt zu verbrennen; wer mit offenem Holz- oder Dungfeuer kocht, bekommt ein Schadstoffäquivalent von mehreren hundert(!) Zigaretten täglich in die Lungen!

  74. Also Leute…….nun mal ein paar Gedanken von einen eingefleischten Gegner der Energiewende.

    In der Not frisst der Teufel Fliegen…..

    1. Bisher hat man uns versucht per „virtuellem Kraftwerk“ irgendwelche Machbarkeiten einer 100% Vollversorgung mit NIE zu suggerieren……nun macht endlich jemand mal ein technisches Projekt draus und ihr meckert auch wieder…….ick seh das nämlich ähnlich wie Günter, wenn man dann endlich mal alle Zahlen, Daten und Kosten erfahren würde, um sich dat mal selber durchrechnen zu können……und da scheint es ja zu hapern.

    2. Es macht ein Unterschied, ob man eine hochindustrialisierte Gesellschaft mit einer Versorgungssicherheit um die 99,999 % mit Strom versorgen muss oder…………wenn jemand noch mit Kerzen seine Abende bestreiten muss und zum kochen die spärlichen Resourcen aus der Umgebung verbraten muss und sich dabei gleich noch langsam selber vergiftet mit den Rauchgasen.

    Kosten und Nutzen……..anstatt in Deutschland eine parallele Stromversorgung aufzubauen und so nebenbei bis zu 2 Billionen Euro aus dem Fenster zu werfen…..könnte man mit Bruchteilen dieses Geldes in anderen Ecken dieses Planeten weit mehr Wohlstand erzeugen.

    Trennen wir mal die Ideologie um die Weltrettung vor dem Wetter…….und gucken was da hinter stecken bleibt…….da sehen wir nur ein neue (+alte) Lobby samt wohlhabenden Bürgern, die auf Rendite hoffend, auch noch den dümmsten Scheiß mitmachen…….und genau daaaaa……..liegt der Hase im Pfeffer …….auch schnöde……GIER genannt.

    Es ging noch nie um die armen Menschen in Afrika oder sonstwo……..im Grunde genommen interessiert es doch keinen von den Öko´s was denen passiert……ob die nun heute verrecken oder in 90 Jahren, das geht doch dem Gutmenschen nach Ablieferung einer Mini-Spende völlig am Arsch vorbei.
    Aus diesem Grund finde ick es extrem heuchlerisch……diese Menschen als Grund vorzuschieben……um die deutsche Landschaft mit Miefquirlen vollzuballern……..egal, die Dummheit und die menschliche Gier wird wohl auch in 1000 Jahren noch nicht ausgestorben sein.

    In diesen Sinne, noch einen guten Rutsch ins neue Jahr, lasst die Hütte nicht abbrennen und lasset alle Hoffnung auf Besserung gen Himmel fahren, wie die netten Silvesterraketen morgen Nacht.

    Heinz Eng

  75. Hier mal Beispiele, wohlgemerkt KOMMERZIELL, da will niemand Spenden oder Fördergelder abgreifen, sondern damit wird Geld verdient::

    Pay-as-You-Go Solar Energy Finds Success in Africa

    Kurzfassung:
    Nur jeder sechste Nicht-Städter hat südlich der Sahara Zuganz zu Elektrizität.
    Beleuchtungsmittel ist Kerosin, doch damit kostet die kWh 8 US$. Oft wird bis zu 30% des Familieneinkoomens für Kerosin ausgegeben. Ein Handy zu laden ist 400 x teurer als für uns.
    Diese Menschen bekommen Gelegenheit, sich ein PV-Kit (Mit Akku und LED-Lampen) zu kaufen. Weil es mit 50 US$ zu teuer ist, können sie es abstottern, so ähnlich wie bei Prepaid-Handys. Nach durchschnittlich 18 Monaten gehört es ihnen und sie haben kostenloses Licht und können ihre Hands laden = sie haben 30% mehr Haushaltseinkommen.


    Power for Africa

    Uniquely designed for operation in Africa this robust and flexible system will provide basic power and light for a few hours a day.
    Wirklich lesenswert! Ein ganzes System, modular aufgebaut, sogar ein Notebook mit Mini-Verbrauch, ohne bewegliche Teile, konzpiert für afrikanisches Klima, wird dazu angeboten.

  76. anstatt in Deutschland eine parallele Stromversorgung aufzubauen und so nebenbei bis zu 2 Billionen Euro aus dem Fenster zu werfen…..könnte man mit Bruchteilen dieses Geldes in anderen Ecken dieses Planeten weit mehr Wohlstand erzeugen.

    Ja, Heinz, das ist wieder mal dasTaifun-Thema.
    Und das sollte man eigentlich diesen selbsternannten Gutmenschen täglich dreimal um die Ohren hauen bis das Blut läuft. Diese Bigotterie kotzt mich so was von an…

    Ach ja: 1,6 Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu Elektrizität. Macht so etwa 300 Millionen Familien. Für 1/2 Jahr Energiewende könnte man JEDER dieser Familien so ein 50 $-Solarpanel schenken.

  77. @ Heinz:

    Aus diesem Grund finde ick es extrem heuchlerisch……diese Menschen als Grund vorzuschieben……um die deutsche Landschaft mit Miefquirlen vollzuballern……..

    Das ist völlig korrekt. Die Idee, mittels des EEG Produkte für den Export zu erzeugen, ist so dämlich, daß ich gar nicht weiß, wie ich darauf angemessen reagieren soll.

    Einen konkreten Fall, bei dem die NIEs (hier Biomasse) allerdings die einzige Chance darstellen, hatte ich hier bereits beschrieben:

    Die Lösung ist aus Sicht der Wissenschaftler und Umweltschützer eindeutig: Gas. Erdgas oder Butan (ein Erdölderivat). Und die Versorgung der Menschen der Region mit Gasherden sowie einer Infrastruktur zur Verteilung des Energieträgers. Aber niemand kann dies finanzieren. Und so versuchen sie verzweifelt (mit Spenden engagierter Bürger) eine Form von getrockneter Biomasse aus Pflanzenabfällen als Alternative zur Holzkohle zu etablieren. Was, angesichts der Dimensionen, ein eher aussichtsloses Unterfangen darstellt.

    Wenn man hierzulande also kluge Technologien zur Biomasseproduktion und -nutzung entwickelt, kann man dieses Wissen in solche Regionen exportieren. Auf diesem Weg ist dann eine Entwicklung möglich, bei der irgendwann genug Werte entstehen, um eine fortgeschrittene Infrastruktur (für Gas) wie hier zu errichten.

    Wer hierzulande allerdings glaubt, die Landschaft vermaisen und mit Faulgasreaktoren zustellen zu müssen, hilft den Leuten Zentralafrika überhaupt nicht.

  78. @Tritium #76
    Lach……..dann könnte aber der Bauer in Deutschland keine 40.000 Euro Pacht im Jahr pro Windrad kassieren…..oder gewisse Elemente sich keine 2 Schlösser kaufen.

    Die Schwarzen sollen gefälligst weiter in Armut hausen und vor allem eins nicht……….die Bodenschätze im eigenen Land zum eigenen Nutzen ausbuddeln…….um sich dann eventuelle mit diesen Einnahmen selber vor dem Wandel zu schützen.

    Grün hebt………bei mir besonders den Mageninhalt nach aussen.
    MfG
    H.E.

  79. @Peter
    Was diese armen Schweine in den Slums der Großstädte oder im tiefsten Afrika wirklich brauchen……sind Lösungen, die so kostengünstig wie möglich sind…….wie dat hier:

    „Ein Liter Licht“ Licht für die Ärmsten: Flaschentrick erleuchtet Manilas Slums

    Menschen, die von einem Dollar am Tag leben müssen……können sich nicht einmal die 50 Dollar für ne Mini-Solaranlage leisten……wenn se nich verhungern wollen. Erst kommt das Fressen..und dann erst die Moral……und indem wir in Europa/USA den Mais lieber zu Energie verarbeiten, dürfen wo annersche Menschen hungern, weil se sich die gestiegenen Lebensmittelpreise nicht mehr leisten können.
    Ich bin da voll bei Lomborg……..es gibt dringendere Probleme für Milliarden von Menschen, als den eventuell in 90 Jahren eintretenden Klimawandel vorzubeugen.

    Auch Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr………und erhol Dich mal ein bisserl……für ein paar Tage kann man den Kampf auch mal ruhen lassen………das erholt die Seele.
    MfG
    H.E.

  80. @79
    Ein Schotte hat neulich einen Erhitzer zur Wassersterilisierung erfunden, im Prinzip eine simple Kupferspirale, die mit auf die Kochstelle gelegt wird. 20 Dollar kostet das Ding. Nachzulesen bei DW und Handelsblatt .Würde es Europa umbringen, jeder beduerftigen Familie einen zu stiften?

  81. Herr Heß#61,

    Was wir aber weltweit brauchen sind Technologien die den Südsudan, Kenia
    oder Botswana und ähnliche Länder weiterbringen.

    Die Technologien haben wir und die Afrikaner kennen sie,viele haben seit 60 Jahren in Europa studiert.
    Die Afrikaner dürfen sie aber nicht anwenden.
    Botswana hat aber einen kleinen Entwicklungsschritt gemacht, wahrscheinlich dank de Beer, der ab demnächst die Diamanten Botswanas von dort verkaufen will.
    Südsudan hat noch mehr Öl und Gas als Griechenland, Syrien, Israel oder Zypern, sie könnten sich jede Infrastruktur der Welt leisten.
    Kenia hat wenig Bodenschätze, wird aber in zwei Jahren ein KKW in Dienst stellen.

    Ich schätze, die Afrikaner wollen keine klugen Ratschläge, sondern nur echte Hilfe.

    Ich denke diese Afrikanerin Fiona Kobusingye sieht das richtig.

  82. @Rassbach

    Sag ich doch. Photovoltaik erzeugt Strom.

  83. Ich persönlich kenne einige pazifische Inseln, bei denen es schon ein Stromnetz gibt, das aber mit Generatoren betrieben wird, die Abends gegen 10:00 Uhr abgeschaltet werden, auch um Kosten zu sparen.

    Die meisten griechischen Inseln in der Ägäis bekommen ihren Strom auch aus lokalen Dieselgeneratoren, allerdings rund um die Uhr. Die sind wirklich energieautark. Könnte man doch auf Pellworm auch so machen. 🙂

    Auf den deutschen Nordseeinseln wurde die Verlegung der Stromkabel vom Festland in den 1950er/60er Jahren gefeiert (Ausnahme Helgoland, erst 2009). Heute geht man den umgekehrten Weg.

  84. @Heraklid #80
    Ich hab jetzt in der Kürze kein Link gefunden zu Deinem Thema….aber das hier…

    Wasser für die Welt

    Paul Polak hält nichts von Entwicklungshilfe. Er bekämpft die Armut mit der Marktwirtschaft.

    Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Das hat die Uno-Vollversammlung vergangenes Jahr beschlossen.

    Paul Polak, der Mann mit der Mütze, kennt die Probleme mit verseuchtem Wasser und den Uno-Beschluss -- doch er hält nichts davon: „Ich bin gegen die Menschenrechte“, sagt er grinsend, „nicht weil ich das wirklich bin, aber weil dann alles nach Entwicklungshilfe schreit -- und so geht alles schief.“
    Polaks Geschäftsmodell sieht so aus: Spring Health stellt in einer Zentrale aus simpler Kochsalzlösung ein Desinfektionsmittel her, das verseuchtes in trinkbares Wasser verwandelt. Dazu braucht es lediglich ein Elektrodengerät für 200 Euro und etwas Strom. Ein Mitarbeiter liefert die Chlorverbindung per Motorrad in die umliegenden Dörfer. Die Firma hat mit dortigen Tante-Emma-Läden Franchise-Verträge abgeschlossen. Sie stellt einen 3000-Liter-Tank zur Verfügung, liefert das Desinfektionsmittel und sorgt für das Marketing. Der Ladenbesitzer füllt den Tank mit Wasser aus seinem Brunnen, verkauft das desinfizierte Nass und erhält dafür einen Viertel des Erlöses……

    Die Kunden kaufen 10 bis 20 Liter pro Familie und Tag zu einem Preis von zwei Rupien pro Liter -- etwa drei Eurocent. Alle profitieren davon: Die Käufer erhalten sauberes Wasser zu einem Preis, den sie sich leisten können. Sie bleiben gesund, sparen bei den Medikamenten und fallen weniger aus bei der Arbeit oder in der Schule. „Wenn ein Kind an Durchfall erkrankt, so kann das 7000 Rupien kosten dabei verdiene ich pro Tag bloß 200 bis 300“, sagt Biranji Barahla, ein Kunde.

    Afrika oder Indien brauchen keinen teuren Elektroschnikschnack aus Europa…….die brauchen echte Lebenshilfe….auch wenn „Trinkwasser“ jetzt ein klein wenig von Tritiums Artikel abweicht……trotzdem bin ich der Meinung, zuerst sauberes Wasser und bezahlbares Essen kann HEUTE das Elend in diesen Ländern mildern…..und wenn das Problem beseitigt ist…kann man dann auch an Strom denken, der den Wohlstand weiter fördert.

    Die deutsche Sicht auf die Welt ist die eines vollgefressenen Fettwanstes……der zum Schein mal 5 Euro nach Afrika spendet……obwohl er im Jahr vllt 40.000 Euro verdient…um sich sein Gewissen frei zu kaufen.
    Und die deutsche Energiewende ist nix weiter, als deutsches Geld im eigenen Land zu halten……und hier die Armen noch ärmer zu machen.
    Global denken……lokal Rendite einstreichen……so humpelt hier der Hase beim AGW.
    OK……..ick bin zwar ausgeruht……breche hiermit aber ab…..um nicht doch noch den Kübel voll zu machen.

    Onkel Heinz…………haßt Verlogenheit

  85. zum Thema Energieversorgung Afrika durch Erkenntnisse aus dem „Feldversuch“ Pellworm:

    Ein primitiver Dieselgenerator schafft für geringere Kosten als jede EEG-Anlage eine 24/7-Versorgung auch für ärmste Landstriche, da brauche ich nicht ein Solarpanel oder ein Windkraftrad (trotz kostenlosen „Brennstoffes“). Wass soll der Unsinn auf Pellworm ? Bin ganz der Meinung von Herrn Hofmann #62.

    Ein weiterer Aspekt: Wenn Windräder und Solarpanels für Inselanwendungen und ohne Subventionen in kleinen Mengen hergestellt werden müssten, wären die Kosten um ein Vielfaches höher als die heute aufgerufenen Preise (die ja auch nicht nachhaltig sein werden). Da freut sich der Afrikaner ein zweites Mal.

    Viele Grüße

    H. Hoffmeister (Pessimist)

  86. http://www.agenda21-treffpunkt.de/archiv/10/daten/Haiti-DomRep-D-Vergleich.htm

  87. Was den angesprochenen Leuten tatsächlich fehlt, sind gesicherte Freiheiten und Eigentumsrechte -- um selbständig / marktwirtschaftlich auf die Beine zu kommen. Eine erster Schritt unsererseits: Ende von „Entwicklungshilfe“ und klugen Ratschlägen, dafür Freihandel etc. mfG

  88. Stiller Leser meldet sich zu Wort, zu 2 Dingen:

    1. Der Vortrag von Sinn, der oben verlinkt ist… ich bin Volkswirt, hab in Muenchen studiert und deshalb auch den Sinn als Prof kennenlernen „duerfen“ (man kommt nicht drum rum, haha)… typical Sinn style, um mal auf die Kritik von Herrn Heller zu antworten:

    Den menschengemachten Klimawandel hat er dashalb nicht in Frage gestellt (sondern als Tatsache unterstellt), weil die Argumentation dann in einem ‚best-case‘-Szenario stattfindet; er hat die Energiewende sozusagen alleine aufgrund der zugrundeliegeden Arithmetik zerlegt, ohne auf diesen Klima-Streit ueberhaupt eingehen zu muessen.

    Sinn macht das in Vortraegen oder in seinen Buechern (ueber makrooekoomische oder finanzwissenschaftliche Themen) immer so: Man nehme das optimale Szenario, und zeige, dass der Plan dann trotzdem in die Hose geht.

    Das Ganze dann moeglichst ohne Eierkopf-Begriffe vorgetragen, und schon hoeren die Leute zu. Ich finde es gut, dass er sich diesem Thema widmet.

    2. Hoffman:
    M.w. funktioniert Wissenschaft unperfekt ueber Falsifikation… d.h. jedes noch so hirnissige Projekt ist Wissenschaft… unwissenschaftlich wird es nur dann, wenn Ergebnisse gefaked werden oder Projekte vor ihrem Beginn schon abgelehnt werden.

    Ich find’s gut, dass die Autoren hier (und auch die meisten Kommentatoren) dieses Prinzip beachten; das ist der Unterschied zwischen ScSk und politischen Blogs.

    Gruesse und weiter so,
    Fonzo

  89. @Mad-2-Max, #52:

    Exakt. Da war der bayerische ex-Energieminister, der ersthaft die Frage stellt, warum Sinn in seinem Vortrag den technischen Fortschritt in der Speichertechnologie nicht erwaehnt hat, und darueberhinaus behauptet, dass die deutsche Mehrheit gegen KKW fuer immer und ewig bestehen wird.

    Was fuer ein Vollidiot.

  90. Afrika oder Indien brauchen keinen teuren Elektroschnikschnack aus Europa…….die brauchen echte Lebenshilfe….auch wenn “Trinkwasser” jetzt ein klein wenig von Tritiums Artikel abweicht

    Das weicht gar nicht ab, Heinz:
    Nimm eine Kochsalzlösung und zwei Grafit-Elektroden (z. B. aus alten Zink-Kohle-Batterien) und lege Gleichspannung an (Elektrolyse).
    An der einen Elektrode entsteht Natronlauge (und Wasserstoff, aber der interessiert hier nicht) und an der anderen Chlor. Zusammen (einfach umrühren) ergibt das Natriumhpochlorit, genau das Zeug, mit dem Schwimmbäder oder eben Trinkwasser desinfiziert wird. Von der Brühe, die da nach einer gewissen Zeit entsteht, schüttest einfach ein bisschen in das Wasser, das du desinfizieren willst, Hypochlorit wirkt schon in Konzentrationen von < 1 ppm (1 ppm = 1 Millionstel)
    Dazu brauchst aber eben auch noch Strom, Gleichspannung, wie sie z.B. ein PV-Panel liefert. Und natürlich eine simple Arbeitsanleitung

  91. @ HHoffmeister # 85:

    Zweifellos hat Pellworm mit Afrika nichts zu tun, jedenfalls nicht absichtlich. Da ist die Diskussion abgeglitten, war aber dennoch interessant. Dass mit PV und Wind gar nichts anfangen könnte, stimmt jedenfalls nicht.

    Ein primitiver Dieselgenerator schafft für geringere Kosten als jede EEG-Anlage eine 24/7-Versorgung auch für ärmste Landstriche

    Nein, sicher nicht. Weisst, was Diesel nach langen Transporten da kostet? Und wer zieht die Leitungen, repariert und wartet das Ding?
    Ich hab‘ mal eine interessante Geschichte gehört:
    Der Republik Kongo wurden Patroullienboote geschenkt, nicht komplizierter als das, was hier im Freizeitbereich schippert. Nach kürzester Zeit mussten die Dinger wieder zur Überholung zurück nach D, weil es im ganzen Kongo keinen einzigen kompetenten Dieselmechaniker gab!

    Ein weiterer Aspekt: Wenn Windräder und Solarpanels für Inselanwendungen und ohne Subventionen in kleinen Mengen hergestellt werden müssten, wären die Kosten um ein Vielfaches höher als die heute aufgerufenen Preise.

    Ja, aber jetzt sind sie nun mal billig. Und in Afrika bauen sie Kleinwindräder aus Schrott, alten Lichtmaschinen und Holzpropellern.
    Das hat natürlich NICHTS mit unserem EEG zu tun und rechtfertigt natürlich NICHT Pellworm, aber ein paar interessante Aspekte sind das doch.

  92. Es ist einfach nur noch beschämend, wie einige hier noch über Afrika denken!
    Wer Afrika die Stromerzeugung mit Kohle- Gas und Kernkraftwerken verweigert und dafür den Afrikanern eine Energieerzeugung per Windmühlen, Gärgasanlagen und Photovoltaik aufschwatzen will, der sollte sich selbst mal fragen, wie das wäre, wenn man Deutschland nach dem Krieg mit Windmühlen, Gärgruben und Photovoltaik gekommen wäre und uns dazu gezwungen hätte die Kraftwerkstechnik abzulehnen.
    Afrika hat genug Einwohner und Rohstoffe um eine fuktionierente und wirtschaftliche Strominfrastuktur mit einen Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran aufzuziehen. Die korrupte Politik und die Bürgerkriege in Afrika haben dies leider bis dato immer verhindert. Und nicht zu letzt der negative Einfluss von einigen westlichen Strategen, die Afrika immer noch als einen unterentwickelten Kolonialkontinent sehen.
    Statt den Bau von Kraftweken zu fördern, schwätzt man den Afrikanern jetzt lieber wieder eine minderwertige und sauteure Erneuerbare Energietechnik auf.

  93. Lieber Herr HoffmannM #92,

    sie schreiben:

    Statt den Bau von Kraftweken zu fördern, schwätzt man den Afrikanern jetzt lieber wieder eine minderwertige und sauteure Erneuerbare Energietechnik auf.

    Das haben sie falsch verstanden, weil sie Aussagen fehlinterpretieren.
    Was wir hier tun ist es Alternativen zu diskutieren, um Technologien wie die Photovoltaik in geeigneten Nischen zu nutzen.

    Niemand schwatzt den Afrikanern etwas auf. Die müssen selbstverständlich ihren eigenen Investplan machen und sich für eine Technologie entscheiden die für ihre Zwecke geeignet ist. Kohle, Gas oder Photovoltaik oder ein Atomkraftwerk
    Wer hier eine Technologie wegdiskutiert sind sie, nämlich die Photovoltaik.

    Grüße
    Günter Heß

  94. @Heinz Eng
    Hier hab ich das Video wiedergefunden, wenn es Sie interessiert:

  95. @93.Günter Heß
    Afrika braucht keine Nischenprodukte genauso wenig wie Deutschland auf dem Nischenprodukt „Erneuerbaren Energien“ seine wirtschaftliche-industriebasierende Wohlstandsgesellschaft halten kann.
    Mich stört an der ganzen Sache eines…Das Nischenprodukt „Erneuerbare Energien“ wird durch den Energiewendeglauben in Deutschland zu einen „Hauptprodukt“ und verdrängt somit den für unsere Wohlstandsgesellschaft so überlebenswichtigen Hauptpfeiler „Kraftwerkmixpark“!
    Das Nischenprodukt „Erneuerbare Energien“ wird höher bewertet als das Hauptprodukt „Kraftwerke“.

  96. http://www.handelsblatt.com/video/global-3000/afrika-dieser-clevere-kocher-rettet-leben-in-afrika/9256278.html?sw=Wasserkocher

  97. Lieber Herr HoffmannM,

    Mich stört an der ganzen Sache eines

    Aber dass sie etwas stört an der Politik in Deutschland ist doch kein Grund der gegen eine Technologie spricht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  98. @Hofmann,M #95

    Afrika braucht keine Nischenprodukte genauso wenig wie Deutschland auf dem Nischenprodukt “Erneuerbaren Energien” seine wirtschaftliche-industriebasierende Wohlstandsgesellschaft halten kann.

    Ob, wo und wie, Afrika Nischenprodukte braucht werden wir hier nicht beurteilen können. Ich finde es schon ein bisschen anmaßend derartige Aussagen zu treffen. Für Deutschland lassen sich vielleicht konkretere Aussagen treffen, und hier denke ich, dass Nischenprodukte aller möglicher Art, gerade hierzulande eine große Bedeutung haben, da Massenfabrikationen eher woanders statt finden.

    Um es noch mal klar zu stellen, natürlich ist die Transformation unser Stromversorgung zu den NIE mittels EEG ein Schildbürgerstreich sondergleichen, dennoch sind alle diese Techniken möglicherweise an anderen Orten, unter anderen Umständen sinnvoll. Das muss von Fall zu Fall entschieden werden, die Voraussetzungen sind doch nirgends gleich.

  99. #31 Tritium

    Lieber Tritium,

    Diesel/Gasgenerator: 1 MW-Anschlußleistung ca. 500 Teuro (Nischenprodukt, Kleinmengenproduktion, Preis auch für kleine Anschlußleistungen gültig)
    PV-Anlage: 1 MW ca. 2.000 Teuro (größere Anlage, Großmengenproduktion, Preis für kleine Anschlußleistungen deutlich höher)
    Windkraftanlage: 1 MW ca. 1.000 Teuro (größere Anlage, Großmengenproduktion, Preis für kleine Anschlußleistungen deutlich höher)

    Wartungsintervall Windkraftanlage: 3-monatig, Eigenwartung praktisch ausgeschlossen
    Wartungsintervall Solaranlage: abhängig von Umfeld, kann bis zu täglich sein (Staubentfernung z. B.), Eigenwartung wie bei Diesel/Gasgenerator vermutlich möglich, aber sicher nicht einfacher

    Patroullienbootgleichnis: gilt für jegliche technische Anlage, da macht es keinen Unterschied, ob es ein Dieselgenerator oder eine PV-Anlage ist.

    Viel wichtiger für die Kosten ist aber der Aspekt der Dimensionierung einer Anlage, um einen sinnvollen Nutzen zu erzielen (was nutzen mir tausende von Kilowattstunden in einer windreichen Woche, wenn der Rest des Jahres praktisch nichts kommt). Dazu müssen die EEG-Anlagen erheblich größer und damit teurer gebaut werden, als ein bedarfsgerecht regelbarer Diesel/Gasgenerator. Na klar gibt es seltene Sondersituationen, in denen das praktisch keine Rolle spielt -- z. B. das Saharadorf, dass PV-Panele zum Betrieb von Grundwasserpumpen/Bewässerung einsetzt -- aber selbst in solchen Fällen ist der Diesel/Gasgenerator vermutlich überlegen (Verfügbarkeit fossile Energieträger vorausgesetzt), weil eben bedarfsgercht einsetzbar und wesentlich kleiner -- kostengünstiger -- dimensionierbar.

    Fazit: Tritium, stimme nicht mit Ihnen überein, wenn Sie sagen, dass PV/Wind-Strom billiger als fossil erzeugter in Afrika ist -- selbst in idealisierten Fallsituationen -, stimme erst recht nicht überein, wenn gesagt wird, dass PV oder Wind wartungsärmer oder weniger betreuungsintensiv sind als etwa ein Dieselaggregat und ich bin wieder völlig mit Herrn Hofmann #92 einig, dass wir hier den Afrikanern etwas zumuten möchten, was wir hier als mittelalterlich und völlig inakzeptabel bezeichnen würden: nämlich Strom nach Launen der Natur.

    Warum: es gibt doch die andere Technologie (Kohlekraftwerke, Diesel- und Gasgeneratoren etc.), sie kostet weniger und sie bringt einen zivilisatorisch sinnvollen Nutzen.

    Viele Grüße und allen Foristen ein gutes Neues Jahr !

    H. Hoffmeister (Pessimist)

  100. @Günter Heß #97
    Doch, weil diese Politik uns die sog. Erneuerbare Energietechnik (eine Technik, die von der Launen der Natur abhängig ist) als etwas Fortschrittliches verkaufen (propagieren) will und alle Techniker und Wissenschaftler auf diesen „Sackgassenzug“ aufspringen und das auf Kosten unseres zukünftigen Wohlstands und Wettbewerbsfähigkeit!
    Ich würde ja nichts sagen, wenn man wirklich mal eine zukunftsweisende und fortschrittliche Forschung im Bereich Energie-Strom von politischer und gesellschaftlicher Seite angeht, aber dazu müsste man erst mal wieder in die Kernkrafttechnik einsteigen!

  101. @Quentin Quencher #98
    Na klar wissen wir es besser, was eine gute und schlechte Stromversorgung ist. Und auch China weis, dass wirtschaftlicher Erfolg nur mit einer stabilen und zuverlässigen Stromversorgung durch einen Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran möglich ist. Und markt-wirtschaftlicher Erfolg führt zu mehr Wohlstand. Erst nur für einige und mit einer klugen und guten Regierung dann auch für fast ALLE in diesem Land. Um so mehr Energie/Strom rund um die Uhr zu Verfügung steht, um so besser! Die Erneuerbaren Energien und das predigen von Energieeinsparung bewirkt das genau Gegenteil von Erfolg und Wohlstand!
    Und das wir schon seit über 100 Jahre WISSEN, das eine Energieversorgung, die unabhängig von den Launen der Natur (Wind, Sonne) ist, die BESTE weltweit (Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran) ist, sollten wir dieses Wissen weitergeben und nicht den Afrikaner etwas von einer schönen neuen grünen Erneuerbaren Energiewelt predigen und die Sahara mit Fotovoltaik-Halbkraftwerken zupflastern, die nach dem ersten Sandsturm nicht mehr funktionsfähig sind. Nicht nur der Bau von diesen Erneuerbaren Energietechniken ist unwirtschaftliche, sondern auch die Ausbeute (geringe Energiedichte) und die Instandhaltungs- und Wartungskosten. Die werden auch uns deutsche Stromendverbraucher auch noch zukommen. Und diese Instandhaltungskosten werde die Baukosten um etliches überbieten. Schaut so ihre Empfehlung für den Rest der Welt aus?!

  102. @Hofmann,M

    Schaut so ihre Empfehlung für den Rest der Welt aus?!

    Bleiben Sie mal bisschen auf dem Teppich, Herr Hofmann,M, und unterstellen Sie mir nichts, was ich nicht gesagt habe.

  103. @ Hofmann:

    Nun, zum Jahreswechsel würde ich mir wünschen, daß Sie etwas weniger aggressiv und dogmatisch argumentieren und vor allem Ihren Mitdiskutanten nicht immer Dinge unterstellen, die diese nicht gesagt haben.

    Gerade China ist nämlich ein gutes Beispiel für die Argumentation, die Sie sich zu verstehen weigern. In den entlegenen und unterentwickelten Gegenden baut China die Wind- und PV-Kapazitäten massiv aus. Weil man auf diese Weise eine „Behelfsbrücke“ über 10 bis 20 Jahre schlagen kann, bis dort auch ausreichend Infrastrukturen (vom Transport über Leitungsnetze bis hin zu ausgebildeten Fachkräften) vorhanden sind, um eine konventionelle Stromversorgung zu ermöglichen.

  104. @Peter Heller #103
    China will bei jeder Energieerzeugungsform „technisch“ mitsprechen wollen. Nur deshalb gibt es einige EE-Projekte in China. Von einer wirtschaftlichen, fortschrittlichen und zukunftsweisenden Energieversorgung mit Windmühlen und Fotovoltaik versprechen sich die Chinesen da nicht viel. Die Kernkraft steht für die Chinesen im Mittelpunkt, wenn es um die Zukunft der Energie geht.
    Ich wünsche Ihnen und allen anderen auch einen guten Rutsch ins Jahr 2014 und ein Gesundes und Energiegeladenes 2014.

  105. @ # 96
    Zur Dekontamination von biologisch verseuchtem Trinkwasser taugen bereits einfache Plastikflaschen, die man zwei -drei Tage lang nach dem Befüllen in die Sonne legt.
    Zwar wird die so gewonnene Bouillabaisse nicht nach jedermanns Geschmack sein, aber sie rettet Menschleben in Notsituationen (Überschwemmungen wie zuletzt Taifun «Haiyan» auf den Philippinen ) nicht nur vor dem Verdursten.

    Prost Neujahr!

  106. dass wir hier den Afrikanern etwas zumuten möchten…

    *seufz*
    Ich dachte, wenigstens das wäre von mir und anderen klar genug ausgedrückt worden:
    Niemand(!) will hier irgend einem anderen irgend etwas ‚zumuten!
    Die Beispiele, die ich brachte, suchte ich ausdrücklich NICHT im Breich der ‚Zumuter‘ („Hier mal Beispiele, wohlgemerkt KOMMERZIELL…“) sondern auf dem freien Markt. Es ist Sache der Afrikaner selbst, ob sie sich für PV oder Diesel entscheiden, niemand soll ihnen da reinreden, sondern sie sollen frei unter allen Angeboten wählen können.
    Wer den Afrikanern PV verbieten will, weil wir es ja aus Erfahrung besser wissen usw usw. steht auf der selben Stufe wie der Ökologist, der uns Nuklearenergie verbieten will und spielt sich, mit Verlaub, so auf wie ein Neokolonialist.
    So nicht!
    Lassen wir die Afrikaner entscheiden. Die wissen es besser als wir.

    So, und jetzt mach ich mich dran, mal so ein richtig fieser Luftverschmutzer zu sein, total unökologisch, rücksichtslos, laut, betrunken, rauchend, lachend und gut drauf:

    Kommt gut ‚rüber ins neue Jahr!!!

  107. Sehr geehrter Herr Hofmann,

    nutzen Sie den anstehenden Jahreswechsel um vielleicht in einer ruhigen Stunde des ersten Tages im Jahr 2014 den Unterschied zwischen einer Technologie und dem politischen Gesetzeskonstrukt EEG zu beleuchten.
    Die Nutzung von PV, Windenergie und auch Biomasse ist doch nichts böses das man auf keinen Fall anwenden darf.
    Die Geschichte der Windenergienutzung sollte doch ausreichen um einiges im Kopf in Bewegung setzen zu können.
    Wer heute beschließt diese Techniken für sich zu nutzen und andere damit nicht finanziell oder gesundheitlich schädigt sollte nicht bekämpft werden. Ohne EEG- Gesetzgebung gäbe es auch diese Technologien.
    Der Rückfall in die Zeit der „Maschinenstürmer“ oder der schlesischen Weberaufstände sollten wir anderen überlassen.
    Einen angenehmen und berauschten Jahreswechsel für alle !!!

  108. @Tritium
    Ich finde sehr bedauerlich, daß HofmannM hier so abgewatscht wird. Das erwartet man eher auf Primaklima, und dort paßt es hin.

    Seine Einschätzungen sind alle nahe an der Realität, was man vom Projekt „Smart Grid Pellworm“ wirklich nicht sagen kann. Die vielen klugen Gedanken, die hier zum Bereich Forschung und Entwicklung geschrieben wurden, wären vor 20 oder15 Jahren für dieses Projekt angemessen gewesen, als der ungesteuerte und ungehemmte Ausbau der „Erneuerbaren“ abzusehen war. Dann hätten die Forschungsergebnisse noch in einen Plan für den Umbau der Stromversorgung einfließen können. Aber dafür ist es längst zu spät. 70000 MW für Wind, Sonne, Agrargas sind installiert. Kein einziger Haushalt wird dadurch verläßlich mit Strom versorgt.

    Ist es Zufall, daß die Diskussion plötzlich bei Hilfestellungen für afrikanische Dörfer landete? Daß niemand eine Perspektive skizziert, eine Stadt, ein Stahlwerk oder einen Flughafen in Deutschland mit einem Smart Grid auf der Basis der „Erneuerbaren“ zu versorgen? Niemand braucht das Projekt Pellworm. Es entstand nur, weil man versucht, die Folgen der Energiewende und des EEG irgendwie zu reparieren oder zu mildern. Und es soll der Eindruck vermittelt werden, es gehe voran.

    Herzlichen Dank für Ihren wie immer sorgfältig recherchierten Artikel.

  109. @Tritium

    So, und jetzt mach ich mich dran, mal so ein richtig fieser Luftverschmutzer zu sein, total unökologisch, rücksichtslos, laut, betrunken, rauchend, lachend und gut drauf:

    Klasse Schlußwort………wie sag ich immer in solchen Situationen?
    Die ganzen Bedenkenträger können mir heute mal den Buckel runter rutschen……wo ich feiere wächst anschließend kein Gras mehr……auch wenn der Kater am nächsten Morgen 6 Beine hat….Scheißegal, lassen wir uns die gute Laune wenigstens zu Silvestern nicht verderben.

    Das einzige Lebewesen das mir derzeit wirklich leid tut ist mein geliebter Hund……aber auch er muss halt heut mal da durch, da beißt die Maus kein Faden ab…….es gibts ja bestimmt was Gutes von Ratiopharm…oder Bayer oder……

    Guten Rutsch und kommt gesund ins neue Jahr.

    Onkel Heinz…….wird langsam Zeit den Whisky aus dem Keller zu holen

  110. @heraklit #96
    Vielen Dank für das Video……….war echt interessant.

    @Helmut
    Ähm……bitte nicht in den falschen Hals kriegen……Herr Hoffmann wurde nicht abgewatscht, er hat da bloß etwas falsch verstanden. Wir Deutschen haben eine existierende Stromversorgung die seit über 100 Jahre wachsen konnte und nun wegen dem angeblichen Klimawandel plötzlich transformiert werden soll.

    Wo annerscher gibbet nix…..ausser Kerzen, offene Feuerstellen und verseuchten Trinkwasser……da wir hier wohl alle Humanisten sind……geht uns das Leid dieser Länder nicht am Arsch vorbei…..weswegen wir auch mal wieder abgedriftet sind, nach Lösungen zu suchen, damit es dort endlich auch aufwärts geht…….es ist halt so, das ein Thread immer abdriftet……..Naturgesetz halt.

    Jede Technologie die in der Lage ist Strom zu erzeugen, sollte daher als Option für Sonderlösungen ins Auge gefasst werden um die dortige Lage zu verbessern.
    Und eins können wir ja als Deutsche uns stolz auf die Brust tätowieren lassen…….das unser völlig zügelloser Ausbau mit Sonnenpaddeln deren Preise gesenkt hat. Das ergibt für Menschen, die bisher überhaupt keinen Strom aus der Steckdose hatten……wenigstens eine Möglichkeit für wenig Geld, doch etwas von dem Saft abzubekommen……der das Leben lebenswerter macht.

    Das diese bekloppten EE-Gesetze unsere Nation an den Rand des technischen und finanziellen Wahnsinns treibt……wissen wir alle hier…….nur dürfen wir im deutschen Egoismus nicht die Menschen aus dem Auge verlieren, denen es heute noch dreckiger geht als unseren Vorfahren vor 150 Jahren.

    PS. Man sollte nicht mit schlechter Laune ins neue Jahr gehen……denn das wird schon übel genug für uns alle.

    MfG
    Onkel Heinz………zwei Seelen in einer Brust

  111. Erst mal: Alles gute für’s neue Jahr! 🙂

    Nun aber:
    Ich bin, offengestanden, sehr erstaunt darüber, dass dieses Thema doch tatsächlich 110 Kommentare bekam und so viele Kontroversen auslöste.
    Eigentlich wollte ich, bewusst mal ein ‚technisches‘ Thema ansprechen, da doch recht viel der Philosophie und Politik gewidmet ist. Dass dann ausgerechnet dies so viele Emotionen frei setzt, hätte ich niemals für möglich gehalten.

    Na gut, zu einem Konsens werden wir nicht kommen, deshalb will ich auch gar nicht noch mal in die Diskussuion einsteigen, obwohl man noch etlisches dazu sagen könnte. Es war jedoch sehr interessant, die verschiedenen Standpunkte kennen zu lernen und schon deshalb hat es sich gelohnt. Wäre ja auch schlimm, wenn wir einer ‚Parteilinie‘ folgen würden.
    Auf jeden Fall war das nicht das letzte zu Pellworm. Die Smart Region bleibt bei mir im Fokus.

  112. @Tritium #111
    Ich glaube, wir sollten auch mal trennen zwischen der Technik, die sich nach den „Launen der Natur“ richten muss und somit abhängig ist von der Natur und einer Technik, die auf fossilen Energieträgern und der Kernkraft basiert und somit unabhängig von der Natur ist.
    Auch sollte man eine Technik danach trennen, was für eine Bedeutung diese für eine sich entwickelnde und fortschritliche Gesellschaft (Menschheit) hat. Und meine feste Auffassung dazu ist es, dass eine Gesellschaft, die als Wohlstandsgesellschaft und Technologie-IT-Gesellschaft im 21 Jahrhundert bestehen will, nicht auf die Energieerzeugung (Arbeitskraft) von Kraftwerken, am besten einen Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran verzichten kann! Und wenn ich das Wissen schon habe, dass ein Kraftwerkmixpark-Energieversorgungsystem für eine Gesellschaft, die die moderen und den Wohlstand sucht, unerlässlich ist und einem sog. Erneuerbaren Energiesystem hoffnungslos unterlegen ist (wirtschaftlich, wie auch technisch), dann ist es für mich eine Sache des Anstandes, den armen Ländern dieser Welt, die Technik der Kraftwerke nicht vorzuenthalten und diese Länder sachlich und klar über die Vorteile der fossilen Energieträger-Erzeugungstechnik gegenüber der sog. Erneuerbaren Energieerzeugung aufzuklären.
    Weil eines wird IMMER GEGEN die sog. Erneuerbaren Energien sprechen und das sind die „LAUNEN DER NATUR“, die Abhängigkeit von diesen Launen!
    Und diese Launen machen die sog. Erneuerbaren Energieversorgung gegenüber der fossilen Energieversorung einfach unproduktiv und unwirtschaftlich. Aus der Sicht des Mittelalters mögen die sog .Erneuerbaren Energietechnik ein Fortschritt sein aber im heutigen 21. Jahrhundert sind diese sog. Erneuerbaren Energietechniken einfach nur unwirtschaftlich, unproduktiv und Museumsreif gegenüber der fossilen und kerntechnischen Kraftwerks-Dampfmaschinentechnik! Und 2 Millionen Afrikanern in einer Großstadt ist mit einen oder mehreren fossilen-kernkrafttechnischen Kraftwerken mehr geholfen als mit jeder Windmühle oder Fotovoltaikanlage bzw. Dunggärgasgewinnung.
    Erneuerbare Energietechnik = Just for Fun und etwas für „Ausprobier-Techniker“
    Fossile- und Kernkraftwerkstechnik = Basis und Zukunft für unseren Wohlstand und unverzichtbar für unsere industrie- und hochtechnologische Energie (IT) Gesellschaft!

  113. Lieber Herr Hofmann,

    wenn’s denn unbedingt wollen, dann rechnen Sie mir doch mal vor, was günstiger ist und besser ist:

    Ein Dorf in Afrika, 50 km von der nächsten Stadt entfernt, nur über eine unbefestigte Piste erreichbar, 10 Familien, Gesamteinkommen (Bar, durch Handel) 50 $/Monat.

    1. Versorgung mit Kleingenerator für 500 US$ und Kerosin bzw Diesel für 1,70 US$/Liter (So viel kostet das tatsächlich im ländlichen Afrika!)
    2. Anschluß an das Stromnetz der nächsten Stadt einschliesslich Wartung und Instandhaltung (gehen Sie davon aus, dass die Leitungen alle paar Monate gestohlen werden und wenn ein paar Elefanten kommen, werden sie zerrissen.)
    3. Gar kein Strom, statt dessen für die Beleuchtung Petroleumlampen, 1 kWh kostet aufgrund des schlechten Wirkungsgrads 8 US$.
    4. PV für Anschaffungskosten von 50 US$ pro Familie, über Jahre wartungsfrei.

    Sie brauchen nicht selbst zu rechnen, das haben andere schon gemacht:
    Energy solutions in rural Africa: mapping electrification costs of distributed solar and diesel generation versus grid extension*

    Und noch mal: was die Menschen dort letztendlich wollen, entscheiden die Menschen dort und nicht Sie oder ich. Man nennt das Markt und ich bin sehr erstaunt, dass ausgerechnet SIE den Markt ausschalten wollen und meinen, Sie könnten den Menschen dort vorschreiben, dass sie gefälligst Kern- oder andere Kraftwerke zu bauen haben, weil hochentwickelte Industriegesellschaften das ja auch haben. Ich muss gestehen, dass ich über so viel Engstirnigkeit nur den Kopf schütteln kann. Ganz bestimmt habe ich aber keine Lust, das noch zehn mal zu diskutieren.

  114. Um zum Thema „Afrika und Energieversorgung “ noch eins draufzulegen:
    http://www.cicero.de/kapital/photovoltaik-in-uganda/56725
    Schön ist auch die entwaffnende Ehrlichkeit zu lesen, mit der der Mann seine Solarmillionen in Deutschland verdient hat (“ Wenn es Brei regnet, brauchst du einen grossen Löffel“). Aber sein Solarkonzept für Uganda macht wesentlich mehr Sinn als der Energiewendemurks in Deutschland. Vor allem, weil er Solartechnik dort installiert wo es Sinn macht: im sonnigen Süden mit geringer bis nicht vorhandener Infrastruktur.

  115. Allen ein gesundes Neues Jahr auch für Pellworn, dieses learning by doing ding 😉

    @Hofmann,M #112,

    hier steht eigentlich alles drin:
    http://www.welt.de/politik/article5340532/Afrika-braucht-keine-Energiediaet-sondern-Strom.html

    Der Kolonialismus wird gerade neu organisiert, da brauchen die keinen Strom auf dem Land.

  116. Der Kolonialismus wird gerade neu organisiert, da brauchen die keinen Strom auf dem Land.

    Dummes Geschwätz!

    Das zeigt nur, dass absolut nichts angekommen ist.
    KEINEN Strom auf dem Land haben sie jetzt.
    Und das wird sich nicht so schnell ändern, weil an ein konventionelles Stromnetz fürs Land genau so wenig zu denken ist wie an ein konventionelles Telefon-Netz zu denken war.
    Was hat es denn bitte schön mit der ‚Neuorganisation des Kolonialismus‘ zu tun, wenn Afrikaner auf dem Land die Wahl zwischen dem Kauf eines Dieselgenerators und dem Kauf eines Wind- oder PV-Systems haben?
    Richtig.
    Nichts.
    Sogar von Ihnen habe ich schon intelligentere Verschwörungstheorien gehört.

  117. @Oliver Bernd #14
    Auch das ist ein Trugschluss, das ein Solarkonzept in sonnigenden Gegenden dieser Welt besser und sinnvoller ist, als ein fossiles Kraftwerk bzw. ein fossiler Kraftwerkmixpark.
    Der entscheidente Wissens- und Fortschrittssprung in der Menschheitsgeschichte, hin zu unseren modernen Wohlstandsgesellschaft basiert doch auf der Fähigkeit sich ENDLICH von der LAUNEN DER NATUR (Sonne, Wind, Regen) unabhängig zu machen. Die Energieträger Kohle, Gas, Oel, Uran (fossile Energieträger) haben uns doch diese Unabhängigkeit von den Launen der Natur gebracht und uns somit in eine neue Epoche der Menschenheitsgeschichte (moderner Energie-Strom Wohlstandsmensch).

  118. @113.Tritium
    Was würden Sie machen, wenn Sie in z.b. Uganda das sagen hätten und durch ihre Rohstoffe, die sie gefördert haben und verkauft haben 100 Mrd. EURO zur Verfügung hätten. Welche Energieinfrastuktur würden Sie für Ihr Volk wählen?
    Eine, die auf fossilen Energieträger basiert, oder eine die auf den sog. Erneuerbaren Energien basiert. Würden Sie auch nicht versuchen in diesem Land eine Energieintensive Industrie anzusiedeln um Wirtschaftswachstum und Exprot zu generieren. Um würden Sie auch nicht versuchen einen Wirtschaftskreislauf und Wertschöpfungskreislauf in diesen Land zu instalieren. Die ganze Grundstoffindustrie benötigt, wie in Deutschland eben auch, sehr viel Energie (wie Sie ja selbst auch wissen). Würden Sie diese Energie auf der Basis von Fotovoltaik in Uganda herbei bringen können? Und könnten Sie ihre Industrie damit rund um die Uhr mit diesen Energiemengen versorgen können?
    Ich will den Afrikaner NICHTS VERBIETEN ich will diesen Afrikaner helfen und ehrlich und offen über UNSER WISSEN der Strom-Energiegewinnung reden. Die sog. Erneuerbaren Energien bringt Afrika die nächste Abhängigkeit und diese Abhängigkeit kommt da nicht nur von den Launen der Natur, sondern auch von westlichen Abzockerfimen der sog. Erneuerbaren Energiebranche.

  119. @116.Tritium
    Es tut mir ja recht leid, aber ich glaube, Sie sind es, der da etwas auf der Leitung steht.

    Und das wird sich nicht so schnell ändern, weil an ein konventionelles Stromnetz fürs Land genau so wenig zu denken ist wie an ein konventionelles Telefon-Netz zu denken war.

    Aber genau das ist es doch, das Afrika braucht, damit dieser Kontinent aus diesem Armutskreislauf herauskommt.
    Europa/Deutschland sollte doch sein Wissen mit den Afrikaner teilen. Dazu bedarf es aber erstmal einer stabilen und volksfreundlichen Regierung in den jeweiligen Staaten in Afrika. Es ist eine Frage des politischen Willen und der politischen Stabilität in den jeweiligen Afrikanischen Ländern, damit aus Armut Wohlstand wird.

  120. @ 119 und Vorausgehende

    Herr Hoffmann, Sie sind kurios, Sie verwechseln Hoffen und Wünschen mit der Arbeit unter vorhandenen Gegebenheiten.

  121. Hallo Tritium

    Ich habe immer mal wieder auf dieses, auch von dir verlinktes, Schaubild geschaut, welches die Energieflüsse anzeigt. So wie es aussieht, ist da noch gar keine Fotovoltaik dabei. Steht jedenfalls immer auf Null.

  122. @ QQ:

    Ja, auch die Batterien zeigen immer das gleiche, sind also entweder noch gar nicht angeschlossen oder das Schaubild ist nicht OK.
    Aber offiziell ist das Projekt eröffnet und in Betrieb.

  123. Jaja, Herr Hofmann.
    Sie haben es jetzt geschätzt 30 mal erzählt, was Sie glauben.
    Ist zur Kenntnis genommen.

  124. @Hofmann, 119

    Für größere Städte würde man konventionelle Kraftwerke wählen dort das Stromnetz ausbauen und Industrie ansiedeln.
    Dort wo ein größerer Fluß zur Verfüguzng steht würde man ein Wasserkraftwerk bauen und Industrie ansiedeln.

    Im Dorf, das dann aber immer noch 100 km vom nächsten normalen Kraftwerk entfernt liegt und der Liter Diesel wirklich über 1$ kostet, wäre aber sogar PV billiger. KLar geht damit keine großartige Industrie, aber Strom für Beleuchtung, Telefon, Laptop, Fernseher ist drin. Kühlschrank vielleicht…

    Es gibt Regionen in Afrika, da wird Benzin per Flugzeug eingeflogen!
    Da kostet dann der Liter Benzin mehrere Dollar!

    EE ist nichts für Industrie, aber für abgelegene Ecken, die auch in 50 Jahren ncoh abgelegen sein werden, die Bewohenr aber auch nicht wegziehen werden.

    mfg

  125. @mrotz #124
    Mit der Infrastruktur kommt der Wohlstand. Abgelegene Ecken gibt es in Deutschland auch. Bayerischer Wald oder Schwarzwald z.b. aber haben diese Regionen deswegen keinen Anschluss an die Kraftwerk-Infrastruktur der Industrie-und Ballungsräume in Deutschland bekommen?!
    Mit dieser „Erneuerbaren Energiedenke“ hätte es für diese entlegenden Gegenden des Bayerischen Wald auch nur Fotovoltaik und Wasserkraft gegeben.
    Wissen Sie, ich habe nichts gegen die EE-Technik, ich habe nur etwas dagegen, dass man Menschen diese EE-Technik als etwas gutes anpreisen will, wenn man schon genau weis, dass dieses EE-System schlechter ist als eine Kraftwerk Infrastruktur. Ich brauche auch kein Benzin irgendwo in Afrika hinfliegen, wenn ich die passende ausgebaute Infrastruktur von Tankstellen, Raffenerieren, Straßen usw. schaffe.

  126. Ich denke beide Seiten reden hier einfach aneinander vorbei.

    Ein Netz wäre zwar wünschenswert, wird es aber auf absehbare Zeit im ländlichen Afrika kaum geben. China schafft das seit Jahrzehnten nicht und die sind hochentwickelt. Dem zügigen Ausbau eines Netzes in Afrika stehen sehr viele Faktoren entgegen (unter anderem die gigantischen Entfernungen), so dass dort Solarzellen durchaus vorerst die effizientere Variante sein können (und an manchen Ecken vermutlich auch bleiben werden)

  127. Ich denke beide Seiten reden hier einfach aneinander vorbei.

    Jepp!
    Genau.
    Ich versuche seit gefühlten 30 Beiträgen (ab # 11), dieses Mißverständnis aufzuklären, aber genau so gut könnte ich mit einer Betonwand reden.
    Ich bin es leid. Es nervt nur noch.

  128. Wen interessieren diese deutschen Sandkastenspiele eigentlichen noch? China kauft und baut dort im großen Stil, wie ich gelesen habe. Vielleicht entwickeln sich dadurch nach und nach Handel, stabilere Verhältnisse und die Anfänge einer Marktwirtschaft? Wenn es klappt, können sich unsere Enkel ja später in Maputo als Schuhputzer versuchen. 🙂

  129. Tritium #116,

    Der Kolonialismus wird gerade neu organisiert, da brauchen die keinen Strom auf dem Land.

    Dummes Geschwätz!

    Die haben seit 60 Jahren keinen ausreichenden Strom auf dem Land, war ironisch gemeint, weil in keinem afrikanischen Land entscheidet der Bürger, was investiert wird, weil die Rohstoffe des Landes am Volk vorbei geraubt werden. Somit ist kein Geld für Investitionen da, die Entwicklungshilfegelder sind völlig wirkungslos seit 60 Jahren und nur ein wohlmeinender Gutmensch glaubt noch, dass es um Entwicklungshilfe geht, eher um Bestechung der Beamten zur Unterdrückung ihres eigenen Volkes.
    So verstehe ich die Frau aus Uganda in #116, sie will keine Krähenspiegel, sie wollen Wohlstand für alle:

    Das Problem ist, dass sie uns Afrikanern vorschreiben wollen, keine Kohle- oder Erdgaskraftwerke zu errichten. Gerade das fast völlige Fehlen von Elektrizität behindert uns doch bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und von modernen Gesellschaften. Tatsache ist, dass diese Politik tötet.

    Kann man einer Frau aus Uganda trauen?

  130. Wenn ich schon ‚geraubte Rohstoffe‘ höre… *Rolleye*

    Mensch, wenn wir Rohstoffe rauben wollten, säßen die Araber in Stacheldraht-Ghettos. Dauert bekanntlich nur 100 Stunden, eine arabische Armee zu vernichten und sich so ein Land mitsamt dem Öl zu holen.

    Fohstoffe werden fair bezahlt, genau zu dem Preis, den der Markt hergibt.
    Rohstoffe sind aber nichts wert. Wer glaubt, ein Volk könne reich werden, weil es ja Rohstoffe hat, ist ein Dummkopf.
    Der einzige Rohszoff, der wirklich was wert ist, nennt sich GEHIRN, denn nur was erarbeitet wird, bringt wirklich Wohlstand.
    Saudi-Arabien sitzt auf den grössten und lukrativsten Ölquellen des Planeten, aber das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen ist nicht grösser als das von Israel und Israel hat kein Öl oder andere nennenswerten Rohstoffe, dafür aber gut ausgebildete und fleissige Einwohner und Marktwirtschaft.
    Die Sowjetunion saß auf gigantischen Rohstoffquellen aller Art und wurde ganz sicher nicht vom Ausland ausgebeutet, hatte alles in eigener Hand -- und was wurde aus ihr? Richtig! Sie ging pleite.

    Im übrigen, mal nachdenken: Wieso soll denn ein Kameltreiber in Arabien überhaupt ein RECHT auf das Öl im Boden haben? Weil er da zufällig oben drauf lebt? Das ist ja platter Feudalismus! Wieso soll jemand das Recht haben, die anderen Menschen mit Fantasiepreisen für Rohstoffe auszubeuten, die er nicht mal selbst aus dem Boden holt (Ja, nicht mal selbst aus dem Boden holen KANN, weil ihm das Knowhow und das Geld fehlt) und für deren Gewinnung er nichts tut ausser die Hand aufzuhalten? Weil sein Urgroßvater da schon Kamele gehütet hat?
    Nicht wirklich, oder?
    Die einzigen ‚Ausbeuter‘, die sich unrechtmässig bereichern, sind die Landbesitzer, die zufällig das Glück hatten, auf dem Zeug zu sitzen.
    Und wenn diese Ausbeuter ihr eigenes Volk um seinen Anteil betrügen, dann ist das Freiheit, Autonomie, Soubveränität -- genau das was diese Völker wollten oder etwa nicht?
    Sollen wir etwa wieder einmarschieren, das Land als Kolonie beschlagnahmen und das Geld gerechter verteilen?

    Und dass ausgerechnet ‚Antikapitalisten‘ und ‚Linke‘ das hohe Lied dieser mühelosen Ausbeutung singen und beklagen, dass diese faulen Feudalisten nicht genug Geld für das Zeug bekommen, auf dem sie rein zufällig sitzen und für das sie niemals etwas getan haben, ist ja der grösste Slapstick und die grösste Dummheit, die man sich nur denken kann. Der Traum vom Schlaraffenland, lächerlich und infantil.

    Man kann’s als Fazit auch ganz kurz sagen: Erst nachdenken, dann schreiben! Aber das, Herr Rassbach, ist zu viel verlangt, ich weiss…

  131. Tritium,
    ich hatte nichts anderes erwartet, wenn man denkt, die Demokratie wird an der Straße von Hormus verteidigt.

    Aber diese gefestigten Grundüberzeugungen kannste behalten, da will ich nicht antworten.
    Die Afrikanerin ist klüger und weiß was sie sagt.

    Ich habe Bekannte, die für die unseelige ddr dort arbeiteten. Dort leben ganz normale Menschen, die Wohlstand verdient haben und kein einziger Bürgerkrieg dort ist zw. Afrikanern entstanden, sondern immer durch ausländisches Geld , heute durch finanzierte Privatarmeen.

    Wenn die Afrikaner ihr ÖL selbst vermarkten dürften, würden sie niemals Krähenspiegel dafür kaufen und wir hätten auch was davon, der Weltmarktpreis von Öl und Gas würde deutlich sinken und diese Energiewende wäre beerdigt.

  132. klar …hutu und tutsi hatten sich vorher immer ganz dolle lieb

    araber und südsudanesen sowieso ebenso wie die clans in somalia

  133. Ja, wir können ja so froh sein, dass die Araber die Ölindustrie damals verstaatlicht und die OPEC gegründet haben, denn dadurch, dass sie das Öl selbst vermarkteten, sind ja die Weltmarktpreise deutlich gesunken; haben die alles nur uns zuliebe gemacht…

    Und Krieg war ja in Afrika völlig unbekannt, bis die bösen Kolonialherren kamen.
    Niemals haben Häuptlinge dort ihre Untertanen als Sklaven verkauft, alle lebten in schönster Harmonie im Paradies Afrika und dass die Araber für ‚Neger‘ und ‚Sklave’das selbe Wort (Abid) verwenden, ist nur folkloristisch.
    Es gab auch nie Leute wie Shaka, der mit seiner Zulu-Armee seine Nachbarn unterwarf und, wen sie nicht wollten, abschlachtete.
    Das Tutsi-Massaker in Rwanda wäre auch niiie passiert, wenn nicht weisse Bösewichter dahinter gesteckt hätten -- Dumm nur, dass Rwanda für Investoren absolut wertlos (Absolut kein Öl, keine Bodenschätze, nix!) ist und dass das Massaker nicht mal Kalaschnikows brauchte, es auch keine Privatarmeen gab, Pangas (Haumesser) und Keulen genügten und der schönste Bürgerkrieg war im Gang.
    Früher, vor der Kolonialzeit, waren die Hutu die Sklaven der Tutsi. Dann gewannen die Hutu wegen ihrer zahlenmässigen Überlegenheit die Macht und unterdrückten die einstigen Herren. Und dann wurden sie von ihren eigenen Führern aufgehetzt, angeblich wollten die Tutsi sie wieder versklaven und es wäre besser, sie alle umzubringen und ihnen ihre Frauen und das Vieh zu rauben. Doch die Tutsi begannen aus ihrem Gebiet heraus einen Gegenangriff und begannen Hutu zu schlachten.
    Happy Africa…

  134. @Tritium

    Sie haben als Author das Projekt „Pellworm“ kritisch beleuchtet und eher negativ bewertet.
    Sie sind aber trotzdem gleichzeitig offen geblieben für andere Perspektiven zu dem Projekt und zur Photovoltaik. Für diese Offenheit möchte ich mich ausdrücklich bedanken und ein Lob rüberbringen.
    Denn so konnten wir in den Kommentaren herausarbeiten, dass Technologien unter den jeweiligen Randbedingungen (Infrastruktur, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit,etc) bewertet werden müssen. Technologien lösen auch keine politischen Probleme wie Postkolonialismus, etc, sondern müssen unvoreingenommen bewertet werden und für den jeweiligen Zweck eingesetzt werden. Kernenergie, Kohle, Gas und Photovoltaik sind technische Optionen für die wir uns je nach wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entscheiden können und müssen. Die Afrikanischen Länder und Kommunen müssen das selbstverständlich auch tun. Wir sollten ihnen unsere technischen Lösungen weder vorenthalten noch vorschreiben. Wenn sie wollen können sie von uns Photovoltaik, Gaskraftwerke oder Kohlekraftwerke kaufen, Kernkraftwerke ja leider nicht mehr.
    Ich denke es macht dieses Forum hier aus , dass wir offen sind, bzw. das anstreben, für unterschiedliche Perspektiven und nicht die eine Religion (Photovoltaik gut) durch die andere Religion (Photovoltaik schlecht) ersetzen wollen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß
    P.S. Zu mindestens lese ich das bei den meisten Kommentatoren heraus und wir führen auch immer wieder Diskussionen die dem Nahe kommen, aber manchmal auch nicht.

  135. @ Oliver Bernd #114

    Schön ist auch die entwaffnende Ehrlichkeit zu lesen, mit der der Mann seine Solarmillionen in Deutschland verdient hat

    Ja, auch auf einem durch Subventionen verzerrten Markt müssen sich Unternehmer einstellen. Ob Handwerker oder Konzern, das macht keinen prinzipiellen Unterschied.

    Das Beispiel im Cicero zeigt aber schön wie es gehen kann. Der eigentliche Pionier in Uganda ist hier nicht die Fotovoltaik, sondern der Mobilfunk. Ist schon interessant zu sehen, wie hier Vernetzungen entstehen. Mobilfunkmasten sind sozusagen Inseln um die herum dann kleine Gemeinschaften entstehen, weil hier Strom vorhanden ist. Mich lässt dass an an Kreuzungen von Handelswegen denken, dort entstanden auch gerne Ortschaften, anfangs vielleicht nur Unterkünfte und Pferdeställe, später Handelsplätze, Städte.

    Beispiele dafür finden sich ja auch in der Biologie. Erst kommen die Pionierpflanzen und Stück für Stück baut sich ein komplexes System auf, in dem allerdings die Pioniere wieder verdrängt werden.

  136. @.nLeser #128
    Da haben sie vollkommen recht!
    China erreicht mit dem Aufbau einer Infrastruktur, für die Afrikaner mehr, als jeder andere Investor für diesen Kontinent.
    Eine Fotovoltaikanlange auf einer Hütte irgendwo im nirgendwo in Afrika schafft keine wertschöpfenden Arbeitsplätze und Infrastruktur. Und den Hunger, Krieg und Krankheiten/Unfälle kann so eine Fotovoltaikanlage auch nicht besiegen. Wenn es in Afrka jedoch mehr „Kraftwerkszentren“ geben würde und sich damit eine Infrastrukur um diese „Kraftwerkszentren“ aufbaut, dann kann hier wirklich von einen wertschöpfenden Fortschritt, hin zu einer Wohlstandsgesellschaft, für Afrika sprechen. Und die Landbevölkerung wird dann automatisch von diesen „Kraftwerks-Wirtschafts-Zentren“ angezogen. Ist ja in Deutschland, zum Großenteil auch so.

  137. Lieber Herr Heß,

    dank‘ schön für die Blumen.

    Auf eines möchte ich gerne nähger eingehen:

    …Technologien…

    Ja, Technologien müssen sehr differenziert betrachtet werden. Vor allem muß man sich klar machen, dass sie völlig wertfrei sind.
    ‚Gut‘ und ‚Böse‘ sind philosophische Begriffe, die auf Technologien überhaupt nicht anwendbar sind, ebenso wenig wie auf die Sonne die Leben spendet aber auch töten kann.

    Um das zu verdeutlichen, verweise ich gerne auf Fritz Haber und vor kurzen las ich eine kluge Geschichte über ihn: Forscher an vorderster Front
    Haber und Bosch erfanden die Ammoniaksynthese, sie verlängerten den Weltkrieg um Jahre, waren damit wahrscheinlich die wichtigsten Auslöser des Zweiten Weltkriegs, schufen aber auch die Grundlage für die Bevölkerungsexplosion und speziell Haber war auch noch der Erfinder des Gaskriegs und der C-Waffen.
    Wie soll man so etwas aber in Kategorien wie ‚Gut‘ und ‚Böse‘ einteilen? Haber wurde als Kriegsverbrecher angeklagt, erhielt aber gleichzeitig den Nobelpreis für Chemie.

    Wie hätte man alternativ mit der Erfindung umgehen sollen?
    Hätte man das Haber-Bosch-Verfahren ächten oder verbieten sollen, weil es ermöglichte, Millionen Menschen zu töten? Oder sollte man es preisen, weil es Milliarden Menschen Nahrung gibt? Oder ist auch das böse, weil es zur Überbevölkerung führt? Und ist es gut oder böse, dass in Nordkorea Millionen verhungerten, weil die Ammoniak-Produktion zusammenbrach, die aber nie geboren worden wären, wenn es die Ammoniak-Produktion nicht gegeben hätte?
    Nichts von dem ist zutreffend, nichts ist realistisch. Die Haber-Bosch-Synthese ist, da sie nun einmal erfunden wurde, ebenso ein Faktor wie die Sonne; weder gut noch böse sondern einfach real existent und philosophisch überhaupt nicht fassbar. Und das gilt natürlich für jede Art von Technologie: Weder ist Technologie Ursache noch ist sie Heilmittel, wie Sie richtig sagten. Sie ist nur ein Werkzeug und als solches wertneutral.

  138. #132. Helium

    klar …hutu und tutsi hatten sich vorher immer ganz dolle lieb

    araber und südsudanesen sowieso ebenso wie die clans in somalia

    yep, und solange regelmäßig Stammesinteressen vor Staatsinteressen gehen, solange wird sich da auch an dieser Misere nichts ändern.

    karl.s

  139. Lieber Karl,

    ich glaube, ‚Staaten‘ sind in Zenralafrika mehr oder minder ein Illusion.
    Dort herrschen Warlords, die ihre Interessengebiete abstecken und sich dabei herzlich wenig um offizielle Staatsgrenzen kümmern und zwischen Kongo, Uganda, Tanzania und dem Süd-Sudan operieren als wäre da nichts.
    Ähnlich am Rand der Sahara, die Beduinen scheren sich doch gar nicht darum, ob sie grade in Libyen, dem Tschad oder Mali sind.

    Dass es die alten Stammesloyalitäten und -Systeme sind, die Afrika beherrschen, sieht man am unterschiedlichen Schicksal der ehemaligen Kolonien sehr gut, finde ich: In Asien entstanden ‚Tigerstaaten‘, oft sehr erfolgreich, auch wenn Despotismus seinen Preis forderte.
    Doch in Afrika findet sich nichts dergleichen, ausgerechnet der Ex-Apartheid-Staat Südafrika ist das einzige Land, das wirtschaftlich halbwegs prosperiert, doch ein Singapur, ein Südkorea sucht man vergeblich. Und das kann ja wohl kein Zufall sein.

  140. @139.Tritium
    In Europa/Deutschland gab es auch genug Adelsgeschlechter, Königreicher, Fürstentümer usw.
    Franken, Sachsen usw.
    Aber mit der Zeit und dem technischen Fortschritt und Wettbewerb (Kriegs-Energietechnik usw.) hat sich nach und nach eine neue Gesellschaftsordnung gegründet. Auch die Zeit der Aufklärung durch die Naturwissenschaften hat zum Fortschritt und zur Weiterentwicklung in Deutschland/Europa beigetragen.
    Und die europäischen Mächte (Adelsgeschlechter) waren schon immer selbstbewusster, eigenständiger und damit Forschungsmutiger als die Afrikanischen Stämme, die einen von grundauf minderwertigen Kolonialkomplex immer noch in sich tragen. Und dieser Minderwertigkeits-Komplex wird von vielen Europäern und Amerikanern immer noch bestätigt und weiter ausgenutzt.

  141. #139

    das würde ich nicht so pessimistisch sehen. auch länder wie kenia, tansania und andere machen erhebliche fortschritte (natürlich gibt es auch rückschritte in vielen ländern) aber schlussendlich werden auch in afrika ruhigere zeiten anbrechen, alleine weil auch dort die geburtenraten extrem rückläufig sind und damit die altersstruktur sich mehr zu den nicht ganz so kriegsgeilen verschiebt (wenn sie verstehen was ich meine)

  142. #139. Tritium

    ich glaube, ‘Staaten’ sind in Zenralafrika mehr oder minder ein Illusion.
    Dort herrschen Warlords, die ihre Interessengebiete abstecken und sich dabei herzlich wenig um offizielle Staatsgrenzen kümmern und zwischen Kongo, Uganda, Tanzania und dem Süd-Sudan operieren als wäre da nichts.

    so ist es, zumal ein Großteil der „Staatsgrenzen“ recht willkürlich gezogen wurde und Stammesgebiete dabei in vielen Fällen wenig berücksichtigt wurden. Das birgt dann zwangsläufig „Sprengstoff“ in sich.

    karl.s

  143. @ Hofmann,M

    als die Afrikanischen Stämme, die einen von grundauf minderwertigen Kolonialkomplex immer noch in sich tragen.

    Also, einen von grundauf minderwertigern Komplex den Bewohnern ganzer Länder, gar halber Kontinente, zu attestieren, dazu gehört schön ein gerütteltes Maß an Naivität. Ach muss das schön sein, wenn man sich die Welt so simpel einteilen kann.

  144. #140. Hofmann,M

    Und die europäischen Mächte (Adelsgeschlechter) waren schon immer selbstbewusster, eigenständiger und damit Forschungsmutiger als die Afrikanischen Stämme, die einen von grundauf minderwertigen Kolonialkomplex immer noch in sich tragen. Und dieser Minderwertigkeits-Komplex wird von vielen Europäern und Amerikanern immer noch bestätigt und weiter ausgenutzt.

    Das erscheint mir doch all zu vereinfacht. Ein Großteil der heutigen Bevölkerung Afrikas kennt doch die Kolonialzeit aus eigenem Erleben gar nicht mehr. Diese Alibibegründung kaschiert nur die eigentlichen Probleme. Wir brauchen uns doch nur mal Simbabwe (Ex-Rhodesien) anschauen. Das war mal die Kornkammer Südafrikas und heute? Bitterste Armut! Und das hat nichts, rein gar nichts mit irgendwelchen Minderwertigkeitskomplexen zu tun.

    karl.s

  145. @ Helium # 141:

    Ich bin letztendlich keineswegs pessimistisch.
    Ich glaube nur, das braucht Zeit. Hat ja in Europa auch lange gedauert und es war eine Zeit voller ‚Blut und Eisen‘. Erst herrschte die Guillotine, dann der ‚Warlord‘ Napoleon, dann kamen die Sozialunruhen 1848, dann wurden Grenzen neu gezogen, vor allem in Deutschland 1864 (Dänemark), 1866 (Österreich) und 1870 (Frankreich) und letztendlich gehört sogar der Weltkrieg dazu, der vor 100 Jahren begann -- 125 Jahre nach der Französischen Revolution.

    Ich glaube jedoch leider nicht, dass man sehr viel an diesem Verlauf ändern kann sondern ich fürchte, diese Länder und Völker müssen da einfach durch*. Und trotz des nun sehr negativen Images des ‚Arabischen Frühlings‘ glaube ich, dass er ein sehr wichtiger und notwendiger Schritt dazu ist.ist, um nur ein Beispiel zu nennen.

    *was nicht heissen soll, dass wir bei ALLEM zuschauen sollten. Es gibt durchaus gute Gründe und Anlässe, ‚Polizei‘ zu spielen.

  146. @ Karl seegert:

    Es ist ganz sicher falsch, die Kolonialzeit pauschal als Ursache zu nennen.

    Ich möchte dazu Indien als Beispiel nennen:
    Vor der Kolonialisierung war der Subkontinent ein Flickenteppich aus über 500 Staaten, feudalistisch regiert, in Religionskriege verwickelt, durch das unsägliche Kastensystem sozial extrem ungerecht und auf mittelalterlichem Niveau.
    Unter der ‚Raj‘, der britischen Herrschaft, wurde das Land geeint, Recht und Gesetz statt Willkür eingesetzt, eine fähige Verwaltung aufgebaut, deren einheimische Führungskräfte auf britischen Universitäten ausgebildet wurden, ein modernes Verkehrsnetz aufgebaut, eine Armee, deren einigende Kraft enorm war und in der Einheimische bis zum Rang eines Hauptmanns, also als Offiziere, dienten. Ärzte wurden ausgebildet, die Kastenschranken durchbrochen, eine moderne Forstwirtschaft aufgebaut(deren ‚Vater‘ von Kipling ein Denkmal gesetzt bekam, der Inspector-General of Indian Forests, im Dschungelbuch ‚Muller‘, war ein deutscher Förster, namens Ribbentrop). Industrie, Bergbau wurden gefördert und als Indien unabhängig wurde, hatte es alles, was ein moderner Staat benötigt. Der letzte Vizekönig, Lord Mountbatton, wird von ihnen heute noch verehrt.
    Wie wäre das ausgegangen, wenn 500 Feudalherren durch diverse Revolutionen abeschüttelt worden wären? Ganz sicher sehr viel blutiger und langsamer!

    Das sagte die indische Regierung selbst darüber:

    500 centres of feudal autocracy had, with little loss of life, been converted into free and democratic unit of the Indian Union. Now, for the first time, millions of people, accustomed to living in narrow, secluded groups in the States, became part of the larger life of India. They could now breathe the air of freedom and democracy pervading the whole nation.

    Und man kann keineswegs sagen, die Inder hätten ‚Minderwertigkeitsgefühle‘ entwickelt.

  147. Um zu verstehen, was den Unterschied zwischen den Völkern der 3-Welt und den Industrieländern ausmacht, sollte wir uns mal mehr mit der Geschichte/Entwicklung der Technik beschäftigen. In Europa war die Triebfeder für die technische und damit Wohlstandsentwicklung der Wettbewerb der verschiedenen Königreiche, Länder, Fürstentümer untereinander. Die Kriegstechnik steht hier mit am Anfang einer Entwicklung, die später in den industriellen Kraftwerk-Zentren mündet. Und damit unseren heutigen industriellen basierenden Wohlstand begründet hat.
    Und genau diese Entwicklung hat Afrika nie durchmachen müssen. Afrika bzw. die Stämme dort haben die ganze Technik (Kriegstechnik und andere Technik) immer von uns fortgeschrittenen „Verkäufer“ Menschen der Industriewelt erhalten. Es wurde immer nur Material verkauft und selten Wissen. Die Kolonialzeit hat diese Abhängigkeit Afrikas von den Industrienationen (technische Wissensnationen) nur noch verstärkt und mit der Zeit der Sklaverei dazu geführt, dass viele Afrikaner heute immer noch in Armut und mit einen Minderwertigkeitskomplex aufwachsen. Wie schon von Tritium angesprochen, fehlt Afrika noch der Schritt der durch Blut und Leid eine selbstbestimmte und selbstbewusste technische Entwicklung innewohnt
    Nehmen wir z.b. China her. Die Chinesen begnügen sich mittlerweile nicht mehr damit die Autos vom Ausland zu kaufen, sondern bauen ihre eigenen Autos und Fertigungsstraßen. Genauso wie beim Kraftwerks (kernkraftwerksbau). China ist gerade ein Musterbeispiel dafür, wie in einigen Jahrzehnten ein Bauern- und Arbeiterstaat durch technische Entwicklung zum weltweiten Wirtschafts-Drachen geworden ist. Auch Japan hat so eine ähnliche Entwicklung in der Anfangszeit des technischen Aufschwungs gemacht.
    Afrika sollte von uns mehr Wissen zum Aufbau einer funktionierenden wirtschaftlichen Infrastruktur bekommen und dazu gehört auch das Wissen über ein Stromerzeugungs- und Versorgungsnetz, das von der Launen der Natur unabhängig zu jeder Zeit genügend Strom/Energie liefert.

  148. @Tritium #146

  149. @Tritium #146

    Und man kann keineswegs sagen, die Inder hätten ‘Minderwertigkeitsgefühle’ entwickelt.

    Nein, es soll Inder gegeben haben, die sich in der Zeit, als viele in Südafrika lebten, als die „besseren“ Schwarzen gefühlt haben sollen, weil sie heller waren, was durch die Klassifizierung als „Coloured“ unterstützt wurde.
    Das war auch ein Angriffspunkt für Gandhis Politik seinerzeit.
    btw wurden die Inder von den Deutschen unterstützt, um gegen England aufzumucken ( im II Weltkrieg ).

  150. Die Kriegstechnik steht hier mit am Anfang einer Entwicklung

    Nein, sicher nicht, Herr Hofmann.
    Am Anfang stand die Französische Revolution, die soziale Ursachen hatte und die wiederum auf der philosophischen Renaissance-Aufklärung aufbaute.
    Erst Napoleon brachte eine militärische Reorganisation auf operativem und strategischen Niveau ins Spiel und erst das Zündnadelgewehr bewirkte den Beginn des miltärtechnologischen Fortschritts. Wohlgemerkt: erst der soziologische Fortschritt hatte den technischen Fortschritt im Gefolge!
    Davor war das Steinschloßgewehr und die Schützenlinie der Lineartaktik im Zeitalter der Kabinettkriege wie ‚eingefroren‘. Preussen trat 1806 bei Jena und Auerstädt nicht anders an als die Truppen Ludwigs des XIV 1688 im Pfälzischen Erbfolgekrieg (‚Brulez le Palatinat!‘).

  151. China ist gerade ein Musterbeispiel dafür, wie in einigen Jahrzehnten ein Bauern- und Arbeiterstaat durch technische Entwicklung zum weltweiten Wirtschafts-Drachen geworden ist.

    Auch das sehe ich anders:
    In China war eine zentralistische Staatsverwaltung, ein ‚Beamtenstaat’* schon viele Jahrhunderte zuvor ausgeformt und in China wurde Bildung auch für die Massen schon vor den europäischen Anfängen der Volksbildung praktiziert.
    Da kam nichts ‚plötzlich‘, sondern da wurde nach der kurzfristigen Unterbrechung durch Mao ein alte (konfuzianische) Tradition wieder geweckt.

    * Die Mandarine wurden nicht nach Herkunft, sondern durch strikte staatliche Prüfung ausgewählt und selbst die höchsten Führungspositionen waren grundsätzlich jedermann zugänglich, als in Europa noch das Adelsprädikat für die Karriere genügte.

  152. @Tritium #150
    Mit was hat der Mensch das Wild gejagt und sich gegen die Raubtiere verteidigt. Was waren Waffen. Stein und Feuer!
    Vielleicht sollte ich nicht nur Kriegswaffen sagen, sondern auch Jagdwaffen Technik.
    Ohne diese Jagd-Kriegswaffen Technik-Wissen würde es uns Menschen heute so nicht mehr geben.

  153. Lieber Herr Hofmann,

    Mit was hat der Mensch das Wild gejagt und sich gegen die Raubtiere verteidigt. Was waren Waffen. Stein und Feuer!

    Sie wirbeln da ziemlich viel durcheinander.
    Was fangen Sie denn jetzt mit der Steinzeit an?

    Sie sagten und ich antwortete auf:

    In Europa war die Triebfeder für die technische und damit Wohlstandsentwicklung der Wettbewerb der verschiedenen Königreiche, Länder, Fürstentümer untereinander. Die Kriegstechnik steht hier mit am Anfang einer Entwicklung,

    Da sprechen wir ja wohl von der Neuzeit bzw. dem Beginn der Industrialisierung.

    Auch Afrika war in Königreiche und Länder/Stammesgebiete aufgeteilt, die untereinander im Wettbewerb standen und Kriege führten, ganz wie in Europa.
    Doch das führte NICHT zu einer bemerkenswerten technologischen Entwicklung. Da ist also keine Zwangsläufigkeit.

    Und in Europa stand die Kriegstechnik eben auch NICHT am Anfang der Entwicklung, weil der Weg in die Industrialisierung zu einer Zeit begann, in der die Waffentechnologie fast 200 Jahre lang stagnierte. Zur Zeit Ludwigs XIV kämpfte ein Soldat schon mit praktisch der selben Waffe wie die Österreicher bei Königgräz und das galt auch für die Artillerie, die glatten Bronzekanonen zeigten jahrhundertelang keine Entwicklung.

    Entscheidend waren vielmehr soziale Veränderungen, die in Afrika eben nicht statt fanden:
    In Europa wurden Handel und Erfindergeist durch die Freiheit beflügelt, die aus der Französischen Revolution wuchs und in deren Folge die Kriegstechnik gewaltigen Aufschwung nahm und auch tatsächlich zu einem der wichtigsten Motoren des Fortschritts wurde -- Aber wohlgemerkt als FOLGE, nicht als Ursache!
    Napoleon war ein Revolutionär der Kriegskunst, aber seine Truppen hatten keine besseren Waffen, sie wurden nur besser geführt.
    In Afrika (und eigentlich dem Rest der Welt) blieben feudale Strukturen bestehen und deshalb bewegte sich auch technisch nichts. Sehr gut zu erkennen an Japan, das zwar schon sehr früh Feuerwaffen importierte und nachbaute und auch im Kampf der Samurai-Heere benutzte, aber nicht fortentwickelte, sondern nur sklavisch immer wieder kopierte. Es gab eben noch keine Unternehmer, die im wirtschaftlichen Konkurrenzkampf nach Neuerungen strebten.

    Es wäre auch Shaka zu nennen, der ‚Napoleon Afrikas‘, dessen Zulu-Heer Afrikas politische Landkarte völlig veränderte. Doch wie bei Napoleon beruhten seine Erfolge auf Organisation und Taktik, nicht auf Technologie:
    Er rüstete seine Truppen vom Wurfspeer auf eine Kurzspeer um, der wie ein Bajonett gehandhabt wurde, disziplinierte sie zu geschlossenen und vor allem schnellen Angriffsformationen und organisierte die Logistik. Shaka lehnte Feuerwaffen ausdrücklich ab und seine Taktik war sogar noch gegen britische Truppen bei Isandlwana erfolgreich; wohlgemerkt 1879, gegen Martini-Henry-Hinterlader mit Metallpatronen und Feldartillerie!

    Herr Hofmann, lösen Sie sich von simplen monokausalen Betrachtungen, die sind stets falsch, bei der Kriegskunst ebenso wie beim Klimaalarmismus.

  154. @Tritium #153
    Dem Menschen ging es immer darum sein Überleben auf diesen Planeten zu sichern und sich einen Vorteil durch technischen Fortschritt zu verschaffen gegenüber der Tierwelt und anderen Menschen (Stämmen).
    Dazu gehörte eben die Waffentechnik (egal ob für den Angriff, die Verteidigung oder der Abschreckung). Und zum anderen war es immer einen Anpassungsvorteil gegen über den Wettbewerber der Überlebens auf diesen Planeten zu haben. Und die Anpassung war immer an der rauen und launischen Natur zu sehen.
    So zu sagen vom Holzspeer zur Drohne. Von der Höhle zum Luxuspalast. Vom Laufen zum motorisierten Fahren und Fliegen. Vom Feuer zum Strom. Vom Energiemangel zum Energieüberfluss.
    Wenn Sie heute auf sich alleine gestellt wären, ohne Technik und nur mit ihrem Wissen und ihren Körper bewaffnet. Was würden Sie als erst tun? Wie beschaffen Sie sich Nahrung, wie würden Sie sich von Wildtieren schützen? Wie würden Sie sich gegen die Launen der Natur schützen? Würden Sie sich nicht erst mal einen Holzsperr oder einen Stein zulegen, um sich verteidigen zu können (ihr Leben abzusichern)? Würden Sie nicht versuchen diesen Holzsperr für die Beschaffung von Nahrung einzusetzen? Würden Sie ihr zuhause nicht erst mal mit Feuer und Waffen verteidigen/schützen?

  155. Tritium,
    so wohltätig war das Britische Empire dann doch nicht in seinen Kolonien, wenn aus jetzt veröffentlichten Akten des Außenministeriums hervorgeht, dass zahlreichen Akten vor Jahren vernichtet wurden.

    Großbritannien: London vernichtete Dokumente über britische Kolonialschuld

    Das Außenministerium in London gab nun Akten frei, aus denen hervorgeht, dass die britische Regierung nach dem Zweiten Weltkrieg in der „Operation Erbschaft“ tausende kompromittierende Dokumente über die Kolonialschuld im Meer versenken oder verbrennen ließ.

    So wurden massenweise Unterlagen aus Singapur, Kenia, Tansania, Jamaika, Uganda und aus anderen ehemaligen Kolonien des britischen Imperiums zerstört.

    Zahlreiche kolonisierte Länder seilten sich nach dem Zweiten Weltkrieg von ihrem Besetzer Großbritannien los.

  156. Herr Rassbach,

    In Ihrem Link steht in Klartext:

    In China ist ein Sack Reis umgefallen.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie keine Verbrechen begangen haben.
    Dennoch werden Sie ganz bestimmt nicht Ihre privaten Papiere öffentlich zugänglich machen.

    Im übrigen habe ich nie behauptet, dass die Briten als ‚Wohltäter‘ gekommen wären. Das haben Sie dazu fantasiert. Genau so, wie Sie aus einer Nicht-Nachricht wieder mal versuchen, eine Verschwörungstheorie zu konstruieren.

  157. Tritium,

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie keine Verbrechen begangen haben.

    ist das ein Witz ? Oder ist das Ihre (ich sag jetzt auch lieber „Sie“) NLP ? Kolonialzeit = Verbrechen

    Und die Briten wissen das, alles konnte nicht vernichtet werden.

    Britain’s colonial shame: Slave-owners given huge payouts after abolition

    Slavery on an industrial scale was a major source of the wealth of the British empire, being the exploitation upon which the West Indies sugar trade and cotton crop in North America was based. Those who made money from it were not only the slave-owners, but also the investors in those who transported Africans to enslavement. In the century to 1810, British ships carried about three million to a life of forced labour.

    Das ist nur das dunkelste Kapitel. Die Sklavenhalter haben aber auch jede Menge prominente Nachfahren:

    Among those revealed to have benefited from slavery are ancestors of the Prime Minister, David Cameron, former minister Douglas Hogg, authors Graham Greene and George Orwell, poet Elizabeth Barrett Browning, and the new chairman of the Arts Council, Peter Bazalgette. Other prominent names which feature in the records include scions of one of the nation’s oldest banking families, the Barings, and the second Earl of Harewood, Henry Lascelles, an ancestor of the Queen’s cousin. Some families used the money to invest in the railways and other aspects of the industrial revolution; others bought or maintained their country houses, and some used the money for philanthropy.

    Erstaunlich die industrielle Revolution finanziert mit Sklavenhandel.
    Trotzdem wurden die Briten ind der industriellen Revolution ab 1870 von Deutschland und Rußland überflügelt. Die Produktivität war in D doppelt so hoch wie in England. Der Zar hatte noch höhere Steigerungsraten…

  158. @ W.Rassbach:

    Wir sprachen, das zur Erinnerung, vom Einfluß der Kolonialherrschaft auf Indien.
    Sie war zweifellos positiv und hat dem Land geholfen, eine schwierige Transformation mit relativ wenig Blutvergiessen zu meistern.

    Was Sie sich dazu nun zusätzlich zusammen fantasieren, ist für diese Aussage völlig ohne Zusammenhang. Ich möchte Sie bitten, mich mit weiteren Fortsetzungen dieses Geschwurbels zu verschonen.

  159. Ein Hinweis:

    Die Online-Anzeige der Energieflüsse auf Pellworm scheint nun vollständig zu sein, sowohl der Ladestand der Batterien als auch die PV-Einspeisung zeigen nun Daten an.

  160. Tritium,
    diese „minutengenaue Verfolgung“ ist kompletter Unfug.

    Die PV speisen Tag und Nacht mit 11 KW ein, die Temperatur sinkt auch mal auf -448°C, der Wind weht seit Tagen mit exakt 11,3 m/s, wobei die Windräder zwischen 270 und über 6000 KW einspeisen. Die Summen aus den Einzelbeträgen stimmt nie mit der EE-Einspeisung in der Pellworm-Land-Grafik überein, der Rekord liegt bei über 1 Mio KW Leistung, die Last lag knapp darunter; der Redox-Flow-Akku läd und leert sich ohne Strom, der Li-Ionen-Akku füllt sich innert 1 Stunde mit 10 Watt Ladeleistung. Nicht weniger irre ist der Import/Export vom Festland, denn der wird ständig vertauscht, immer so, dass es nach Export aussieht…
    Momentan (13:35 Uhr) leisten die EE 379.029,88 KW, die Last liegt höher bei 383.654,43 KW und trotzdem werden 4625 KW exportiert.
    Das Tool ist nur peinlich.

  161. @ Lentje:
    hab‘ ich leider auch feststellen müssen, offenar wird noch gebastelt.
    Zur Entschuldigung.
    Ich habe etliche Tage nicht mehr draufgeschaut, wei PV und Akkus stets ‚tot‘ waren.
    Heute fand ich dann bei einem Besuch dort Daten, die auf den ersten Blick plausibel waren (die irrsinnigen KW-Angaben mit Nachkommastellen gab es in diesem Moment nicht) und habe daher etwas voreilig gepostet.
    Immerhin wird aber wohl versucht, das Ding endlich funktionsfähig zu machen.

  162. @Tritium, Lentje

    Dem stimme ich zu. Das ist ein peinliches Tool auf Kindergartenniveau.
    Für ein Forschungsprojekt an dem eine Fraunhofergesellschaft beteiligt ist sollte man etwas besseres erwarten.
    Wie wollen die den einen Smartgrid (Deppen-Netz) einrichten, wenn sie es nicht schaffen die Daten vernünftig online zu stellen.

    Im übrigen ist es natürlich so, wenn man Transparenz erzeugen möchte müßte man täglich die Bilanz in Kilowattstunden (kWh) veröffentlichen. Einfach einen ASCII -- File zum runterlasen.

    Meine Bewertung. Das Projekt präsentiert sich peinlich und entspricht nicht dem Niveau den Forschungsprojekte haben sollten.

    Grüße
    Günter Heß

  163. Im übrigen ist es natürlich so, wenn man Transparenz erzeugen möchte müßte man täglich die Bilanz in Kilowattstunden (kWh) veröffentlichen. Einfach einen ASCII — File zum runterlasen.

    Das ist selbstverständlich richtig.
    Momentaufnahmen ohne Aufzeichung (zumindest graphisch) sind völlig wertlose Pseudo-Transparenz, eben en buntes Bildchen ohne irgend einen wirklichen Aussagewert.
    Aber das ist wohl auch beabsichtigt. Mit harten Daten ist das ganze Projekt ja auffallend zurückhaltend.

  164. Die scheinen aber noch nicht mal die Leistungsbilanz im Griff zu haben.
    Ich habe mal einen Schnappschuss
    gemacht.
    Gerade verbrauchten sie 19921,73 kW, erzeugten 16955,49 kW und speisten angeblich mit 3866 kW ins Netz des Festlandes ein. Dabei haben sie vermutlich gerade 3866 kW bezogen.

    Wie gesagt peinlich, peinlich, peinlich

  165. Korrektur zu #164: Erzeugte Leistung ist 16055,73 kW

  166. Herr Hess,

    das hat Methode und läuft seit Tagen so, ich habe eine Menge Screenshots davon. Toll ist auch, dass sie, wenn sie tatsächlich mal Strom aus dem Netz beziehen, die Li-Ionen-Akkus laden, wenn sie enorme Überschüsse erzeugen, die Akkus aber leer stehen lassen.
    Es fällt dort keinem auf, dass eine Last von bis zu 1000 KW/Kopf kompletter Irrsinn ist, genauso wie eine Einspeisung von über 1 Mio KW, wenn man nur etwa 10.000 KW installiert hat.

    Und es ist nicht nur Fraunhofer beteiligt, sondern auch die RWTH und die Fachhochschule Westküste.

    Die Frage ist doch, warum das Tool online steht und nicht erstmal offline getestet wird. So sieht es aus, als wäre es Absicht. Wer kann denn schon die Zahlen richtig einordnen, zumal die Grundinformationen (installierte Nennleistung von PV, Wind und Biogas, die Speicherkapazitäten mit Lade- und Entladeparametern) fehlen?

  167. @ Lentje,

    was erwarten Sie denn bei einer so lächerlichen Projektföderung von 10 Millionen € durch das Bundesumweltministerium?
    Dass da etwa genug Geld für einen 2-Wochenvertrag mit einem halbwegs passablen Web-Programmierer übrig bleibt? 😉

    …Wo doch schon der Fotograf, der die bunten Bildchen gemacht hat, einen Tausender wollte…

  168. @Lentje

    Das zeigt eine erschreckende Nachlässigkeit wie das technische Reporting von diesen Organisationen betrieben wird.
    Das lässt darauf schließen, dass die wissenschaftliche Sorgfalt mit der diese Organisationen ihre Gutachten verfassen ebenfalls nachlässig ist.

    Die geben sich entweder keine Mühe oder machen das absichtlich. Beides zeigt jedoch sehr deutlich an, wie inkompetent diese Projekte von diesen Organisationen durchgeführt werden.

    Die RWTH ist doch angeblich eine Elite-Uni und auf die FHG Gesellschaften sind wir ja so stolz.

  169. was erwarten Sie denn bei einer so lächerlichen Projektföderung von 10 Millionen € durch das Bundesumweltministerium?

    Wissenschaftliche Sorgfalt kostet nichts, die hat man oder man hat sie nicht. Das kann man auch nicht mit Geld erkaufen.

  170. Ich bin der Meinung, dass es sich hier um leichte Anfangsschwierigkeiten handeln könnte. Auch besteht die Möglichkeit, dass es sich hier um geschätzte Daten handelt, die dann im Rahmen eines Inselquiz Online gestellt werden um auch der angeschlossenen Bevölkerung einen optimistischen Ausblick zu verschaffen. Letztendlich ist die Bereitstellung von Daten freiwillig erfolgt und dem allgemein Interessierten sind möglichst große Zahlen schon ein Staunen wert. Dem gefestigten Geist aller Natur-Energie-Beführworter sind oft Zahlen nur schmückendes Beiwerk einer ohnehin zementierten Weltsicht.
    Am Ende ist die Zahlenwelt wieder in Ordnung und das Ergebniss wird sich sehen lassen können.
    Mit einem großen Sack voller Daten kommen alle Beteiligten zu dem Schluß, die Wende könnte machbar sein.

  171. Meine Vermutung ist, dass die nicht mal richtig messen, sondern nur rechnen.

  172. Lieber Herr Heß,
    was meinen Sie denn, würden die rechnen? So kompliziert, dass sie selbst nichts mehr verstehen?
    Heraus kommt jedenfalls nur Müll:

    Wind gesamt plus PV gesamt plus Biogas gesamt = Einspeiseleistung von Pellworm
    573 kW + 11 kW + 420 kW = 19.012,44 kW

    Oder Einspeisung minus Last = Import bei negativem Betrag, Export bei positivem Betrag.
    19012,44 kW -- 18689,68 kW = -323 kW (minus 323 !)

    Toll. Wenn die nicht einmal addieren oder subtrahieren können, sollen sie es lassen.
    Und wenn sie nicht erkennen, dass sie derzeit mehr EE-Einspeisung haben als sie verbrauchen und trotzdem Strom importieren -- was machen die denn damit?
    (Daten von gerade eben, 0:00 Uhr)
    Ich hatte die letzte Woche angeschrieben, mal abwarten, was da kommt.

  173. Lieber Herr Lentje,
    Ich dachte eigentlich, dass die grundsätzlich alles ins Netz einspeisen. Der Strom muss ja irgendwohin.
    Dann beziehen sie Strom aus dem Netz. Das ist der Verbrauch. Die Differenz schreiben sie an die Pfeile hin.
    Dabei ist denen der peinliche Vorzeichenfehler unterlaufen.
    Wenn das stimmt ist das natürlich keine Autarkie.
    Grüße
    Günter

  174. Gerade erzeugen die mal wieder 15000 kW, verbrauchen 18000 kW und speisen 3000 kW ein.
    Wundersame Leistungsvermehrung. Dahaben die ja ein besonders smartes Meter.
    Es herrschen auf Pelleorm auch immer Beaufort 6 und eine Globalstrahlung von 6.66 W/m2.

  175. Verbrauch 198000 kW, Erzeugung 194000 kW, Einspeisung 4000 kW
    Die haben das Perpetuum Mobile auf Pellworm erfunden.
    Passt doch

    PPM = Pellworm Perpetuum Mobile

  176. Immerhin straft Pellworm all jene Lügen, die behaupten, nachts scheint die Sonne nicht:

    Die PV-Leistung ist dort nämlich völlig unabhängig von der Tageszeit. Ein großartiger astronomisch-technischer Fortschritt!

  177. @Günter Heß
    Mann muss auch Lug und Betrug am deutschen Bürger (Verbraucher) mit Unterstützung der deutschen EEG-Politik dazu sagen.

  178. @Günter
    Ähmm…..kleine Korrektur………sachlich richtig muss es heißen…….Frau Lentje.
    Grins und wech
    H.E.

  179. @Lentje, Günter Heß

    Auch ich betrachte nun schon eine Weile fasziniert die lebendige Infographik. Die in der grünen Kartusche neben dem grünen und blauen Pfeil angezeigte Zahl ist offenbar der Absolutbetrag des Leistungstransfers vom/zum Netz, bezieht sich also auf beide Pfeile und ist insofern gewissermaßen nicht verkehrt (nur raffinierte Beschönigung).

    Mich wundern aber zwei andere Dinge mehr:
    * Bei den Pfeilen vom/zum Li-Ionen-Akkumulator stehen Zahlen wie 20 W, 100 W, die sind ja im Vergleich zu den Zehntausenden kW der anderen Angaben völlig vernachlässigbar und in deren Rundungsbereich, d.h. den Batteriespeicher könnte man der bloßen Information wegen einfach aus der Graphik weglassen.
    * Zum andern werde ich nicht schlau, wie sich die interne Einspeisung (rechter Pfeil) zusammensetzt, da steht oben auf der Seite
    Erzeugte Leistung PV gesamt : 11 kW,
    Erzeugte Leistung Wind ges. : 1563 kW,
    Erzeugte Leistung Biogas : 456 kW,
    zusammen 2030 kw, aber als interne Einspeisung wird 97966,16 kW angegeben?

    Da muß ich wohl etwas falsch verstanden haben…

  180. @Fluminist

    Die in der grünen Kartusche neben dem grünen und blauen Pfeil angezeigte Zahl ist offenbar der Absolutbetrag des Leistungstransfers vom/zum Netz, bezieht sich also auf beide Pfeile und ist insofern gewissermaßen nicht verkehrt (nur raffinierte Beschönigung).

    Nein. Die beiden Pfeile sind getrennt, wie die Infofelder i zeigen und auch das Bild manchmal.
    Ab und an stimmt auch die Bilanz wie man hier sieht.

    Die sind nur schlampig.
    Mit dem Lithium-Ionen Akku kann man anscheinend so 3 -- 8 Energiesparlampen betreiben.

    Grüße
    Günter Heß

  181. Danke Heinz

    Sorry Frau Lentje

  182. @Fluminist

    aber als interne Einspeisung wird 97966,16 kW angegeben?

    vor allem sind ja laut Tritium nur 10000 kW installiert.

  183. @Günter
    Hihi….kann ja mal passieren.
    Lentje ist der Beweis dafür, das wir keine Frauenquote brauchen…….denn Qualität hat sich schon immer durchgesetzt.
    Ups……..meine Frau ist auch so ein hammerhart-starker Typ Mensch…….also kein Einzelfall.

    Und nein, bevor ich anfange zu schleimen, beiss ick mir lieber die Zunge ab.

    Onkel Heinz…….Kompetenzbewunderer

  184. Auf die Anfrage

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    mit Interesse verfolge ich seit einiger Zeit die Veröffentlichung Ihrer Betriebsdaten. Leider werde ich aber nie aus den Angaben schlau:
    z.B. heute, 14.1.14, 18:15 Uhr (es ist dunkel seit mehreren Stunden)
    Leistung
    PV 11 kW (?)
    Wind 553 kW
    Bio 401 KW
    soll(?) eine Summenleistung von 18 895, 75 kW ergeben wobei 18 735,45 kW eingespeist werden, was noch einen Zuschuss von 160 kW von Land erfordert? Also hier passt doch gar nichts. Die 20 Watt (!) für den Li-ION kann man dabei glatt weglassen.
    Auf eine Erklärung hoffend verbleibt
    mit herzlichen Grüßen aus Leipzig
    Dr. Jürgen Hartung

    habe ich heute die folgende Antwort erhalten:

    Sehr geehrter Herr Dr. Hartung,

    zunächst vielen Dank für Ihr Interesse an dem laufenden Projekt. Wir haben Ihren Hinweis geprüft und feststellen müssen, dass tatsächlich etwas fehlerhaft ist und zu grundlegenden Falschaussagen auf der Seite führt. Wir haben bereits Schritte zur Behebung des Problems eingeleitet und hoffen eine schnelle Lösung zu finden.
    Wir würden uns freuen, wenn Sie weiterhin interessiert am Projekt bleiben und hoffen, so bald wie möglich eine korrekte Datenlage anzubieten.
    Freundliche Grüße
    Marten Thomsen
    SmartRegion Pellworm
    T +49 41 06-6 48 90 13
    smartregion-pellworm@sh-netz.com
    Schleswig-Holstein Netz AG
    „SmartRegion Pellworm“
    Schleswag-HeinGas-Platz 1
    25450 Quickborn

    Da ich offensichtlich den entscheidenden Hinweis gegeben habe (im Moment sind die Werte halbwegs stimmig, wobei allerdings immer noch Tag und Nacht 11 kW PV geleistet werden) hoffe ich nun auf die Zahlung eines Teils der Fördermittel.
    JH

  185. Also ich war weniger nett:

    Einspeisedaten Smart Region Pellworm

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich versuche nun schon seit Wochen immer wieder mal, die Einspeisedaten Ihres Projekts online zu lesen.
    Doch alles, was da angezeigt wird, ist Unsinn.
    Wenn schon so eine simple Webseite nicht funktioniert, fürchte ich für das Projekt das schlimmste!
    Finden Sie nicht auch, dass so etwas einfach nur beschämend ist? Vor allem, wenn man sich die hochkarätigen Partner anschaut: Fraunhofer-Institut, Fachhochschule Westküste, RWTH Aaachen…

    Wann besteht denn Aussicht, dass diese Inkompetenz-Demonstration mal lauffähig wird? Noch vor Elbphilharmonie, Berliner Flughafen und Stuttgart 21?
    Oder reichen 10 Millionen € Fördergeld, zu der ich als Steuerzahler auch meinen Teil beigetragen habe, nicht aus, um diese Aufgabe zu lösen?
    ‚Smart‘ ist jedenfalls was anderes. Gnade den Insulanern Gott, wenn der Rest des Programms ebenso dilettantisch durchgeführt wird.

    Mit Verwunderung und kopfschüttelnd

    Eine Antwort ist noch nicht da, aber ich werd‘ sie posten.

  186. #185
    Sie haben doch nicht etwa mit Tritium unterschrieben.
    Als Silizium hätten Sie sicher eine Antwort bekommen
    meint JH

  187. Nein.
    Ich hab‘ mir auch verkniffen, drauf hinzu weisen, dass es mich als kritischer Blog-Autor besonders interessiert 😉

    Naja, die Mail ging am WE ab, als ich mich wieder mal ärgerte. Für die Antwort ist noch Zeit.

  188. Uih, ich habe heute auch eine Antwort bekommen, fast gleichlautend wie die an Herrn Hartung, nur, mein Mail war schon ein Stückchen älter. Allerdings war ich wohl netter, denn ich habe auch Daten bekommen, was auf Pellworm tatsächlich installiert ist:

    Die Daten der vorhandenen Betriebsmittel kann ich Ihnen hiermit aber gerne zur Verfügung stellen:
    Leistung Photovoltaikanlage (Freifläche): ca. 880kWP
    Leistung Windkraftanlage: 300kW
    Leistung Lithium-Ionen Batterie: Laden 550kW / entladen 1.100kW Kapazität: 540kWh
    Leistung Redox-Flow-Batterie: Laden/entladen 200kW / Kapazität 1.600kWh

    Die weiteren Erzeugungsanlagen auf der Insel haben folgende Leistung.
    Leistung Biogasanlage: 530kW
    Leistung Windenergieanlagen: ca. 5MW
    Leistung Photovoltaik: ca. 2,5MW
    Energiebezug pro Jahr (gesamte Insel): ca. 7.000MWh
    Einspeisung pro Jahr (gesamte Insel): ca. 22.000MWh

    Ich war nett geblieben, obwohl ich mich so tierisch über diese ganzen „Wunder von Pellworm“ geärgert hatte. Mein letztes Liieblingswunder vorgestern war: EE-Einspeiseleistung plus Last = Summe Export.

    Mal abwarten, ansonsten kriegen die die ganzen Wunder noch vorgelegt, dann aber ohne jede Nettigkeit.

  189. @Lentje und Jürgen Hartung

    Die Zahlen sehen zur Zeit vernünftig aus.
    Für 22000 MWh pro Jahr braucht man falls ich richtig gerechnet habe im Mittel 2.5 MW.
    Vermutlich haben Sie was erreicht.
    Dafür braucht es halt Skeptiker. Die Konsenswissenschaftler merken so was ja nicht solange es in die Ideologie passt.

    Forschung mit den Daten wollten die wohl eh nicht machen, sonst hätten die es selber bemerkt.

    Grüße
    Günter Heß

  190. Lieber Herr Heß,

    weder die Wind- und Wetterdaten noch die PV-Lesitungsanzeige noch die Ladeströme der Batterien stimmen bis jetzt.

    Wetterstationen mit wlan-Computeranbindung gibt’s für 50 €…

  191. @Tritium

    Das stimmt, aber die Einspeise-,Verbrauchs- oder Erzeugungsdaten machen schon mal Sinn.
    Das mit den Wind- und Wetterdeten kriegt die Jugend-forscht-Ortsgruppe Pellworm/EON/FHG bestimmt noch bis zum Ende der Förderdauer hin. Irgendwas müden die doche erfinden, auch wenn es beim Conrad die Lösung schon für weniger als 10 Millionen Euro gibt.

    Grüße
    Günter Heß

  192. @ Jürgen Hartung

    Vielleicht hatten die ja Dilithiumkristalle auf ihren PV -- Anlagen, dann konnten die auch schon mal 20 MW.
    Aber das Copyright hat Hollywood.

    Grüße
    Günter Heß

  193. @Tritium #185

    Gnade den Insulanern Gott

    In diesem Falle bedarf es keiner höheren Instanz.
    Es reicht das Kabel zum Festland.

  194. Wer sich wundert, weshalb die Einspeisedaten offline sind:
    Da war wohl meine Mail schuld.
    Jedenfalls stand das in der Antwort. Sie soll gründlich überarbeitet werden.

  195. @Tritium
    Hihi……sowas passiert halt, wenn die fiesen Skeptiker den visionären Visionäre zu genau auf die Fingerchen schauen.
    H.E.

  196. @Tritium Heinz Lentje Jürgen Hartung
    Hab es auch gerade gesehen.
    Die sind noch offline.
    Nun ja, ein ASCII File täte es auch.
    Wie aufwändig ist es denn für diese Spezialisten so etwas einfaches zu programmieren.
    Grüße
    Günter Heß

  197. roflmao

    ihr seid klasse 😀

  198. aso, hat ma wer nach nem ascii-file über den bisherigen ‚forschungs‘-zeitraum gefragt?^^

    ps: gibts in dt. eigtl sowas wie ne FOIA-anfrage? 😉

  199. @Günter Heß,
    na ja die Wetterdaten sind/waren seit dem 21. Januar auch nicht so berauschend: Wind 4-6 bft, die sonne scheint kaum bzw. nur über kurze Zeit. So braucht man keine Stromimporte zu publizieren.
    unterstellt
    JH

  200. @ michael m
    Ja, hatte ich. Antwort war:

    Die Daten für die Stromflüsse und die Last sind nicht als Excel-Datei frei verfügbar. Es ist Kernaufgabe dieses Projektes mit dem Energiemanagementsystem die erfassten Daten zu verarbeiten und daraufhin die Lasten und Batterien zu steuern.
    Es sind Messungen im Mittelspannungsnetz, im Niederspannungsnetz, bei Kunden (Erzeugung + Bezug), der Speicheranlage und für Meteorologische Daten errichtet worden.
    Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir diese Vielzahl an Daten nicht einfach so zur Verfügung stellen können.

    Das ist natürlich Blödsinn.
    Die Daten sind ja ohnehin schon für die Grafiken aufgearbeitet, es wäre also überhaupt kein Problem die in einer Datei zur Verfügung zu stellen. Es muss ja keine minutengenaue Auflösung sein (die es ohnehin nie gewesen ist), stündlich würde mir zumindest erstmal völlig reichen. Ich habe nochmal nachgefragt.

    @ Jürgen Hartung
    Der Wind bläst auf Pellworm seit Wochen ziemlich gleichmäßig mit 10-11 m/s (über windfinder.com), bei 12m/s erreichen die WEA Nennleistung. Das ist schon ziemlich ideal.

  201. #200 Lentje
    ok. ich hatte die Daten in bft, was mit Ihren erwähnten m/s konkruent ist, falsch interpretiert.
    Aber die von Ihnen zitierte Antwort ist ja nun wirklich dümmlich:

    Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir diese Vielzahl an Daten nicht einfach so zur Verfügung stellen können.

    (Ironie on) Da sollen sie diese doch zweifach zur Verfügung stellen (Ironie off)
    Freundliche Grüße
    JH

  202. Nach 15 Tagen offline hat man nun die Zwischeninformation verändert.
    JH

  203. @202

    lol

    😀

  204. Nun, wie schrieb ich an die Betreiber:

    Gnade den Insulanern Gott, wenn der Rest des Programms ebenso dilettantisch durchgeführt wird.

    Die hätten jetzt schon wochenlang Blackout…

  205. @Lentje 200

    Super Anfrage. Das sind ja nun echt billige Ausreden. Das Niveau ist unterirdisch und so eine Antwort kann eigentlich nur ein Pressesprecher geben der kein Ingenieur oder Naturwissenschaftler ist sondern Klimasoziopolitologe..

    Vielleicht sollten wir ihnen anbieten in der Zwischenzeit die Daten bei uns auf der Webseite manuell ins Netz zu stellen, denn deren Programmier scheint ja länger zu brauchen. Wir importieren sie ihnen auch in Excel. vielleicht auch der tip mit einem Texteditor Punkte in Komma umzuwandeln oder ähnliche Raketenwissenschaft.

    Man muss sich das mal vorstellen die wollen eine Energiemanagementsystem steuern und kriegen einfache Rohdaten nicht verarbeitet.

    Haben die schon mal was von Labview oder ähnlichem gehört.

    Das ist ja nun superpeinlich.

    Grüße
    Günter

  206. Ach, da geht’s doch einfach darum, dass die Fraunhofer NIE-Jubler ihr Deutungs-Monopol schützen wollen.
    Wo kämen wir denn hin, wenn auf einmal jeder selber nachrechnen könnte, da wäre doch gar kein Spielraum für kreative Datengestaltung a la Hockeystick übrig…

    Für 0,001% der 10-Millionen-Fördersumme gibt’s übrigens schon ein eine nette Lösung für die Wetterdaten

  207. Klasse Jungs und Mädels. Genau so funktioniert kritische Öffentlichkeit. Die wissen nun dass sie beobachtet werden und dass diese Beobachtung keine Eintagesfliege ist.

  208. #205. Günter Heß

    so eine Antwort kann eigentlich nur ein Pressesprecher geben der kein Ingenieur oder Naturwissenschaftler ist sondern Klimasoziopolitologe..

    „Klimasoziopolitologe“ ist gut, den muß ich mir merken 🙂

    karl.s

  209. Der Smart-Region ist nun wohl der Strom total ausgegangen
    glaubt JH

  210. Die Pellworm-Grafik ist seit heute Mittag wieder online und meldet weiterhin jede Menge Unsinn.

    @ tritium und Herr Heß,
    Können Sie sich mal bei mir melden, bitte?
    Lentje.Nenrel wohnt bei web.de

  211. Für mich hat sich der Verein, der der zur Zeit -minutengenau- 1390 KW Pv ins Netz einspeist erledigt. Ich schreibe noch eine harsche mail und das wars dann.
    verärgert, JH

  212. Schade, Herr Hartung,

    Jetzt geht es doch erst richtig los! Fehler können ja nunmal passieren, aber nun hatten die ihre Chance, und die haben sie so richtig versemmelt. Was jetzt abläuft, spottet tatsächlich nur noch jeder Beschreibung.

    Unglaublich aber wahr: nachdem das Ding schon wieder online war, bekam ich heute Nachmittag eine Mail mit dem Hinweis, das Tool laufe immer noch nicht richtig und bleibe deswegen weiterhin offline.

    Ich hatte mir schon damals beim Kombikraftwerk vorgenommen, solchen Müll nicht weiter hinzunehmen. Damals hatte ich mich noch nicht getraut -- und Wolfgang Flamme war da ja in der Richtung toll aktiv -- aber jetzt reicht es.

  213. @ Lentje
    Na gut, die mail ist raus, schau mer mal
    Grüße von JH

  214. #211

    …der Verein, der der zur Zeit -minutengenau- 1390 KW Pv ins Netz einspeist…

    Auch jetzt sind es 1390 kW bei konstanter „Globalstrahlung“ 187,21 W/m2. Hmm… entweder ist es der Vollmond, oder aber es handelt sich um die berühmten spanischen Wunder-Solarzellen, die auch nachts arbeiten.
    Immerhin muß man den Pellwormern zugute halten, daß sie den Segen nicht für sich behalten, sondern großzügig 1.108 kW ans Festland einspeisen.

  215. Offenbar ist die böse Mail angekommen:

    Aktualisierung

    Wir überarbeiten im Moment den Inhalt dieser Seite.

    Bitte besuchen Sie uns zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

    Ich glaube, ich kenne jetzt die Ursache der Probleme: Die haben ein Murmeltier als Programmierer eingestellt und stecken jetzt in einer Zeitschleife 😀

  216. #215. Tritium

    Ich glaube, ich kenne jetzt die Ursache der Probleme: Die haben ein Murmeltier als Programmierer eingestellt und stecken jetzt in einer Zeitschleife 😀

    und täglich grüßt es, das Murmeltier 😉 aus Punxsutawney.

    karl.s

  217. @Tritium #215
    Das Murmeltier war tatsächlich der Programmierer, der die Seite aus Versehen wieder freigeschaltet hatte, bevor sie richtig repariert ist. Man arbeite weiter daran.
    Vielleicht schafft es Ihr Artikel dadurch auf 300 Beiträge, die 200 wurde ja schon überschritten. Da müssten Sie der smart-region eigentlich dankbar sein.
    JH

  218. Und jetzt erwischt es auch die Biomasseheizkraftwerke : Heizkraftwerk Feldberg in Meck-Pomm pleite.
    Von wegen nachhaltig -- das Holz wurde zu teuer.

  219. Energiewende im Mikrokosmos Uckermark: Bald Vorreiterrolle für die ganze Republik?

    Die Folgen der Energiewende sind unkalkulierbar. Das spüren jetzt auch die Feldberger. Ihr Biomasse-Kraftwerk ist insolvent. In Klinik, Altenheim und Privathaushalten droht kommende Woche der Heiz-Notstand. Die Schulleitung hat Eltern bereits aufgefordert, ihren Kinder vorsorglich wärmende Kleidung anzuziehen.

    http://www.nordkurier.de/neustrelitz/warme-kleidung-als-vorsorge-215210502.html

    Und wenn man schon am Abgrund steht:

    „Wir kommen nur in sehr kleinen Schritten vorwärts“, sagte Bürgermeisterin Constance Lindheimer (SPD) dem Nordkurier.

    Vielleich können da ja ein paar Windparks oder Solardächer Abhilfe schaffen…

  220. @rüganer #218
    Ich glaube eher, die Fördermittel (Subventionen) sind für dieses GRÜNE Projekt einfach nur ausgelaufen. 😉
    Da werden in Zukunft noch einige Pleiten folgen….das Öko Projekt „Gemeinde Güssing“ in Österreich hat ja letztes Jahr schon den Vorreiter für Deutschland gemacht….
    http://www.unzensuriert.at/content/0013545-ko-Stadt-G-ssing-funktioniert-nur-mit-Millionen-F-rderung

  221. Mit dem Vorreiten und dem Energiewenden ist es halt wie mit den Zitronenfaltern…

  222. Wenn man voran reitet, sollte man ab und zu einen Blick nach hinten werfen, um zu sehen, ob das Feld noch folgt.

    Ganz grosser Voranreiter:
    Attacke der Leichten Brigade

    Führung durch illusionierte Dummköpfen, befeuert von Mut und Siegswillen, diese Mischung war schon oft tödlich.

    Balaklawa

    »Eine halbe Meil‘, eine halbe Meil‘,
    Auf Sattel und Schabracke,
    Vor, in Sturmeseil‘,
    Vor, zur Attacke.
    Zählt nicht der Kanonen Zahl,
    Hinein, hinein ins Todestal…«
    (Alle hören’s verwundert)
    »Vorwärts, Leichte Brigade, vor« --
    Und hinein ins Feuer- und Höllentor
    Reiten die Sechshundert…

    A. Tennyson, ‚The Charge of the Light Brigade‘ Übersetzung durch T. Fontane

  223. Die ganzen Vorreiter würde ich gene mal auf meinem alten Hobel sehen:
    http://www.hvt.de/web/traberstamm.nsf/WebTraberbyID/87164?OpenDocument&row=1

  224. Naja, wenn die projekthompage vom pellworm-wunderland bis heut immer noch ni funzt, wie solln wir denn erst den rest hinbekommen 😀

    Deutsche ingenieurskunst ade… 🙁

    Vieleicht ham die aber auch nur bemerkt, das saemtlichE daten fuern arsch sind 😉

  225. Pellworm programmiert immer noch

  226. Pellworm programmiert immer noch

    und wenn sie nicht gestorben sind………….., das Ende der Energiemärchen?

  227. Ja, das ist für mich völlig unverständlich wie man so ein Forschungsprojekt durchführen kann, ohne
    Diese Daten aufzunehmen. Das sind Dilettanten.

  228. Very nice! cfeedfedae

  229. smart is dead, isnt it?

  230. aktueller Stand Betriebsdaten/Einspeisedaten 🙂

    Aktualisierung

    Wir überarbeiten im Moment den Inhalt dieser Seite.

    Bitte besuchen Sie uns zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

    karl.s

  231. 10 Wochen warn die Daten krank, jetzt sind sie stimmig -- Gott sei Dank.
    JH

  232. @ Jürgen Hartung

    Nein, da muss ich Sie enttäuschen, da ist gar nichts stimmig. Ich beobachte das seit heute Mittag. Inzwischen beherrschen sie Addition und Subtraktion, das ist aber auch alles.
    Die PV-Einspeisung ist nachwievor festbetoniert auf 1048 kW, die Windräder erzeugen halbe Nennleistung bei einer Windgeschwindigkeit von 0 m/s, die Biogasanlage erzeugt mehr als die Nennleistung der Anlage hergibt, die Akkus werden trotz Importsituation geladen, oder eine wird geladen, während die zweite entladen wird. Oder auch gerne andersherum: obwohl die EE mehr einspeisen als gebraucht wird, speist der Li-Io-Akku mit voller Kraft auch noch für den Export ein. Unter einer minutengenauen Verfolgung verstehe ich auch etwas anderes als eine Aktualisierung der Daten 4 x die Stunde.

    Unglaublich. 7 Wochen und nicht mehr gelernt als 5 Werte richtig zu addieren und zu subtrahieren.

  233. Und nochwas, Herr Hartung:

    Heute, 14:15 Uhr lag die Last bei knapp 5300 kW. Das heißt, die Pellwormer Stromverbrauch ist pro Kopf etwa 5 x so hoch wie der Verbrauch auf dem Festland. Und das, obwohl es auf Pellworm kein nennenswertes Gewerbe gibt. Und an den Elektroheizungen kann es auch nicht liegen, denn die werden nach Beschreibung nachts geladen, oder wenn die EE besonders viel einspeisen. Taten sie aber nicht, es wurde Strom importiert.
    Da stimmt einfach nichts.

  234. Lentje,
    ok. ich habe die Seite nur gegen 16:30 kurz angesehen. Die Addition wird beherrscht. Stimmig ist es offensichtlich trotzdem nicht. Wir beobachten weiter, ihnsbesondere ob es sich um Manipulation oder einfaches Unvermögen handelt. Vielleicht wurde auch nur die falsche Daten-DVD eingelegt 🙂
    Grüße
    JH

  235. nochmal zu #232
    Jo, auch bei völliger Dunkelheit, also jetzt nachts halb zwölf liefert PV gnadenlos seine 1048 KW.
    Liegt vielleicht an den neuen Wechselrichtern, die auch nachts (denn im Dunkeln sieht man nichts) Blindleistung liefern 🙂
    JH

  236. So, ich hab mir jetzt auch noch mal den genazen Pellworm-Quark etwas näher angesehen…….und komme zu folgende Ergebnisse.
    1.) Stromverbrauch
    Derzeit knapp 3.000 KW, erscheint mir etwas zu hoch…..hab mal jetzt bei meinen 15.000 Hanseln-Städtchen geguckt…..und liege bei knapp 4.500 kW Stromverbrauch.
    2.) Die Windmessung scheint halbwegs stimmig zu sein……zum Vergleich kann man hier gucken:
    http://www.wetteronline.de/wettertrend/pellworm
    3.) Solar……der Wert der Globalstrahlung könnte auch stimmen……da helfen dann Webcams weiter, um die Lichtverhältnisse zu vergleichen:
    http://www.pellworm.de/so-schoen-ist-es-hier/impressionen/webcams.html
    Natürlich ist die 1048 kW Einspeiseleistung Bullshit.
    4.) Biogas……scheint stimmig zu sein, leider kann ich da auch nix genaueres zu finden.

    5.) Import/Export…….= Bullshit.
    Dabei ist es doch ganz einfach….es sollten die entsprechenden Zähler an der Übergabestelle der Kabel vorhanden sein, so das man eigentlich diese Dinger direkt auslesen könnte……oder aber mit dem Eigenverbrauch der Insel stimmt etwas hochgradig nicht. Blöd is nun, das man die Werte der Solareinspeisung nicht sehen kann….um da mal genauer rechnen zu können.

    Ach noch was….die Gesamtbilanz….wenn man den Quark auf ganz Deutschland hochrechnen will……ich rechne mal mit 2000 Menschen (Touristen im Jahresdurchschnitt einberechnet)……die installierte elektrische Gesamtleistung auf der Insel beträgt knapp 10 MW………….also pro Nase 5 kW………..das würde für ganz Deutschland bedeuten, wir müssten 400 GW an erneuerbarer installierter Leistung in die Landschaft pappen.
    Na dann, viel Spass noch……..
    H.E.

  237. Schluß mit der Spekulation.
    Die Smart Region ist genervt.
    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/

  238. #237. Helmut Erb

    Schluß mit der Spekulation.
    Die Smart Region ist genervt.

    Tja, peinlich ist eigentlich noch geschmeichelt. Aber was soll`s, zeigt es doch schon im Kleinen, auf welcher „soliden“ Basis das „Jahrtausendprojekt Teutsche Energiewende“ steht. Passt hinten und vorne nicht zusammen 🙂

    karl.s

  239. @Helmut
    Grins….

    „““Wir überarbeiten im Moment den Inhalt dieser Seite.
    Bitte besuchen Sie uns zu einem späteren Zeitpunkt erneut.““““

    07.04.2014…….15:00 Uhr………………mal sehen wie lange sie diesmal rumwurschteln.

    Und ja……wir gucken weiterhin ganz kritisch hin, bis ihr endlich mal vernünftige Daten liefert.
    H.E.

  240. Jetzt hat es einen Malwettbewerb gegeben. Kinder sollten darstellen wie sie sich die „Smart“Region Pellworm vorstellen. Ich habe es hier kommentiert:

    Im Bilder malen sind sie ganz groß, die Verfechter der NIE, nicht nur auf Pellworm. Ständig wird uns in Bildern vorgegaukelt, die neue schöne grüne Stromversorgung sei die Zukunft. Wenn es allerdings um die Gegenwart geht, wird man man sehr wortkarg, weil eben nichts so klappt wie uns die schönen Bildchen suggerieren sollen.

  241. Mittwoch den 16.04.14….23:25 Uhr…und immer noch nix.

    „“““Aktualisierung
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    „“““

    Lol……die sollten mal das Software-Team wechseln, langsam wird/wirkt es nämlich echt peinlich.

    H.E.

  242. @Quentin

    Das mit den Kindern ist doch der richtige Weg. Eine 10. Klasse Gymnasium mit Neigungskurs Informatik
    müsste eigentlich genügen, um die Einspeisedaten transparent ins Netz zu bringen.
    Wissenschaftler die das können scheinen die im Projekt nicht zu haben, deshalb ist es konsequent auf Kinder zurückzugreifen. Jugend forscht wäre auch noch eine Option.

    Grüße
    Günter

  243. #240 Quentin Quencher

    ja, ja, die grünen „Weltverbesserer“ und die Realität. Damit hat man es halt nicht so, stört nur! Aber zu dämlich Einspeisedaten etc. in Echtzeit darzustellen. Aber wie Du schon sagst, im Bildchen malen sind se top.

    karl.s

  244. Günter

    Das mit den Kindern ist doch der richtige Weg.

    Mir spukt seit gestern die Beschreibung eines Bildes aus dem Wettbewerb durch den Kopf:

    die tollen Ideen von lautlosen Wind-energieanlagen aus Plexiglas, die weder Geräusche erzeugen noch das Landschaftsbild beeinträchti-gen,

    Was bedeutet das eigentlich, wenn Kinder auf die Idee kommen, Windmühlen aufzustellen, die man nicht sieht, und nicht hört? Offensichtlich hat dieses Kind den Eindruck, Windkraftanlagen müssten sein, das stellt es nicht in Frage. Warum? Nun, zuerst einmal ist dies ja durch das Thema des Malwettbewerbes so vorgegeben, aber ich denke auch, das allgemeine Meinungsklima, die Wertediskussion, in seinem Umfeld hinterfragt die Notwendigkeit auch nicht.

    Aber sehen sollen wir die Dinger nicht mehr, und auch nicht hören. Ist das beginnender Skepitizismus gegenüber einer Entwicklung die nicht gefällt? Im Ansatz schon, so denke ich. Vielleicht bleibt es dabei, dass das Kind nur bestehendes innerhalb der Wertediskussion verbessern will, es ist aber auch ein gedanklicher Weg vorstellbar, der da nicht halt macht und weiter fragt. „Kindesmund tut Wahrheit kund“, heißt es so schön, nur ist die Wahrheit nicht immer gleich direkt zu erkennen, Kindesmund muss man auch deuten können.

    Das Kind spürt, dass hier irgendwas falsch läuft. Die Heimat wird verschandelt, das möchte es nicht, kann es aber noch nicht in größere Zusammenhänge einordnen. Ich fühle mich hier an meine eigene Kindheit erinnert. Ich spürte auch, dass da irgendwas falsch läuft im Sozialismus, konnte es aber nicht richtig einordnen:

    unter der Knute des Sozialismus musste ich aufwachsen und kann mich nicht erinnern, jemals Sympathien gegenüber dieser Ideologie, die ich als Kind ja sowieso nicht verstand, gehabt zu haben. Irgendwas war falsch, mit dem Wort Klassenfeind konnte ich schon nichts anfangen.

    Der Versuch aller möglicher Ideologen, auch die grünen Weltverbesserer, Kinder zu indoktrinieren ist möglicherweise weit weniger erfolgreich als es sich diese Ideologen wünschen. Offensichtlich hat der Mensch einen Schutzmechanismus dagegen, der schon im Kindesalter zu sehen ist. Man stellt in Frage was man sieht und hört, und die Phantasie schafft einen Ausweg. Ist also Phantasie die Möglichkeit den Versuchen der Indoktrination zu entkommen?

  245. @Quentin

    Das ist ja nun eine beliebte Masche der Linken und Rechten, Kinder vorschieben, um Propaganda zu betreiben.
    Das Ziel solcher Malwettbewerbe sind ja nicht die Kinder, sondern die Erwachsenen die dann sentimental werden.
    So ähnlich wie
    Fackeln und Lagerfeuer.

    Aber vielleicht hast Du Recht, dass die Kinder längst bemerkt haben, dass Windräder unsere Küsten und unsere Höhenlagen verschandeln.

    Grüße
    Günter

  246. Dienstag den 06.05.2014….und immer noch nix….



    Aktualisierung

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    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/

    Fast ein Monat lang ist nix passiert……rein garnix……..wie peinlich.
    Joo….wir ham immer noch ein Auge drauf……..nicht das ihr denkt, wir pennen genauso wie die Macher der Website dieser Jubelanlage….nöö.
    H.E.

  247. #246. Heinz Eng

    Fast ein Monat lang ist nix passiert……rein garnix……..wie peinlich.

    jo Heinz, wollen die „Welt retten“ aber sind zu doof, Einspeise- und Verbrauchsdaten in Echtzeit darzustellen 🙂

    karl.s

  248. Der Moment wird zur Unendlichkeit!
    JH

  249. Ob sie wenigstens einen Datenspeicher haben der langsam voll wird?

  250. Schau mer mal!
    JH

  251. UNFASSBAR!
    Bei Null-Wind errechnen die wundersame Windenergieeinspeiseleistungen (1586 kW), die Globalstrahlung sinkt, macht aber nix, die PV-Leistung steigt, und mit Festlandstrom lassen sich die Speicher anscheinend auch sicherer laden, als mit Zufalls-EE. Die haben immer noch nichts gelernt.

  252. Neu ist (Lentje korrigieren Sie mich, falls nötig), dass die veröffentlichen Daten nun unterteilt werden in
    -- Messwerte ( Globalstrahlung, Temperatur, Windstärke -- conrad wetterstation(?) -- und Leistung Biogas(!))
    -- Berechnete Werte(!) (Verbrauch auf Pellworm, Export zum Festland -- Import bisher unklar) und
    -- Hochrechnungen (!?) (Leistung PV und Wind)
    Da Leistung PV und Wind allerdings nicht aus den Daten der Globalstrahlung bzw. der Windstärke hochgerechnet sein können, wie Lentje schon in # 251 festgestellt hat, frage ich ich mich, was das Ganze dann soll.
    Im Moment werden übrigens m.E. ohne Grund die Batterien entladen und es wird exportiert, während heute Nachmittag bei guter Sonne importiert wurde um die Batterien zu laden.
    Schau mer mal weiter
    JH

  253. Ergänzung zu #252
    -- Messwerte: + Entladung Batterien

  254. @Jürgen Hartung #252
    Meiner Meinung nach ist dies ein reines Abzocker-Geschäftsmodell.
    Bei Nacht werden die Batterien entladen, damit man an der EEG (Einspeisevorrang+Vergütung) gut verdienen = den Bürger abzocken kann. Und bei gut Sonne werden die Speicher durch den billig vorhanden, weil für das Netz überflüssig, Strom die Speicher wieder gefüllt. Ein Abzocker-Geschäftsmodell auf Basis eines perfiden und asozialen EEG!

  255. @Hofmann,M. #254
    Herr Hoffmann, ich glaube das sind in diesem Fall aber Peanuts. Der LIO-Speicher dort ist in einer Stunde bei Entnahme von 1 MW leer und in 6 Stunden mit 200 KW wieder gefüllt. War heute übrigens 2 x am Tag so, unabhängig von den Einspeisedaten. bzw. Importen vom Festland.
    Nee, ich glaub dem Ganzen nicht, doch dazu später.
    JH

  256. Die Startseite ist unfreiwillig entlavend.
    http://windenergiepark-westkueste.de/

    Unter der Überschrift „Aktuelle Betriebsdaten“ finden sich folgende Werte:

    Versorgung Haushalte
    2.6. 200
    3.6. 300
    4.6. 1300
    Heute 3700

    Wurden die 2400-3500 Haushalte 3 Tage lang mit einem „Smartmeter“ geregelt, hat der Akku gereicht oder sind die Leutchen in der Zeit auf Ölfunzel umgestiegen? Fragen über Fragen.

  257. Nochn Schmankerl zu Pellworm:
    „Importe“ aus dem EON-Bereich des Festlandes werden gemessen, „Exporte“ also die Einspeisungen aufs Festland berechnet.
    Warum fragt
    JH

  258. Hallo Jürgen Hartung,

    laut blauem i-Button hinter „Herkunft der Werte“ steht, Im- und Export würden „live gemessen“, klickt man den i-Button am Exportpfeil an, heißt es berechnet.
    Auch irre: Wenn nur der Li-Ionen-Akku geladen wird und der i-Button erscheint (erscheint nicht immer), heißt es: „Gespeicherte erneuerbare Energie wird abgerufen.1 “

    Archivieren Sie eigentlich die Daten, oder verfolgen Sie das Tool einfach nur?

  259. Liebe Lentje: Heute hatte ich mal Zeit einige Daten zwischen 10:20 und jetzt zu „notieren“:
    Ich schreibe hier einen eine besonders verrückten Datenatz, damit Sie wissen um was es sich handelt:
    Zeit:11:54; Temp. 13 Grad C; Strahlung 42 W/m2, Leistung PV 2,1 KW; Wind 4 B,Windleistung 755 KW (später bei 0 B 1651KW); Verbrauch 141 KW (14 min später:3167KW); LIOleer nachdem vordem 1h 1000 KW abgesaugt wurden; Bio immer um ca 500KW.
    Jo, mir reicht das eigentlich, um zu sagen: Wenn darauf die zukünftige Energieversorgung Deutschland aufgebaut werden soll, dann im wahrsten Sinne des Wortes „Gute Nacht“
    freundliche Grüße JH

  260. Lieber Jürgen,

    zur Info: die Daten werden immer aktualisiert nach folgendem Schema: Volle Stunde plus +10, +20, +40 , +50 Minuten. Ab und an auch „verspätet“, +11, +21 … Minuten. Mehr gibt es nicht.

    Ich habe einfach Screenshots geschossen, und die warten dann auf Weiterverarbeitung, da ich leider nicht programmieren kann um das zu automatisieren.

    Mir reicht das nicht. Das Laden der Akkus mit Strom vom Festland widerspricht der Beschreibung des Forschungsprojekts und da will ich mehr wissen.
    Vielleicht könnten wir zusammen weiterkommen. Dann nehmen Sie Kontakt per mail mit mir auf.
    Lentje.Nenrel wohnt bei web.de
    LG, Lentje

  261. @Jürgen Hartung #255
    Bedenken Sie noch eines….es sollte immer im Zusammenhang gedacht werden. Also nicht nur von der technischen Seite her sondern, bei dieser Energiewende (EEG), vor allen von der „Abzocker) Ökonomie her.
    Ist es denn nicht so, dass wenn zuviel Strom (z.b. bei zuviel Sonnenschein in Deutschland) im Netz ist, dieses Netz überlastet wird und deswegen der Strom so schnell als möglich abgeschüttelt werden muss.
    Und dass man diesen „überflüssigen“ Strom dann noch bezahlen muss, um diesen los zu werden. Und genau dieses Abzockergeschäft -Negative Strompreise- ist doch auf einen Stromspeicher optimal zugeschnitten.
    Für das Einspeichern von Strom wird Geld verlangt und für den Verkauf des gespeicherten Strom wird dann auch nochmal Geld verlangt. Eine Abzock-Batterie-Speichermaschine eben.

  262. @Lentje
    Ich melde mich nächste Woche bei Ihnen, bis dahin schöne Pfingsten“!
    JH

  263. @Hofmann,M #261
    Herr Hoffmann, Sie haben ja recht, aber darum geht es im Moment gar nicht. Lesen Sie bitte noch mal oben den Beitrag #53 von Tritium. Da wurde doch schon gesagt, was ich und einige weitere Mitstreiter/Innen mit der Verfolgung dieses Pilotprojektes eigentlich vorhaben.
    Schöne Pfingsten!
    JH

  264. Guck da gerade mal rein. Die erzeugen ca. 440 kW, verbrauchen ca. 660 kW, speisen ins Netz ca. 690 kW ein und laden ihre Batterien mit ca. 410 kW auf. Das ist die Energiezukunft Deutschlands. Werde nie wieder etwas gegen die NIEs sagen. Das hat mich endgültig überzeugt.

  265. @ Jürgen Hartung
    Prima, ich freue mich. Ihnen auch schöne Pfingsten.

    @Gerhard Straten
    Da scheint ein Feierabend-Bastler rumzuwerkeln. Seit ein paar Stunden stimmen (auf den ersten Blick) die Berechnungen Windgeschwindigkeit und Globalstrahlung mit den Erzeugungswerten und die Last hat zwei Dezimalstellen geschenkt bekommen, aber es gibt eben nichts umsonst: jetzt klappt es halt erneut nicht mehr mit der Bilanz.

  266. @Lentje #265
    Sie haben wahrscheinlich recht. Jetzt stimmt es wieder. Sie haben nur ihre Faulgasanlage. Sonne und Wind liefern 0 kW.
    Sie beziehen aus dem Netz und aus ihren Batterien und es geht auch auf. Ich dachte schon sie hatten das Ei des Kolumbus einfach in der Mehrfachnutzung gefunden. Träume sind eben nur von kurzer Dauer.

  267. Zu früh gefreut, Herr Straten, schon ist es wieder vorbei mit der korrekten Bilanz. Aber die „Mehrfachnutzung“ gefällt mir sehr. Klingt wunderbar grün und nachhaltig.

  268. Vielleicht sollte man diese Software einfach vergessen. Ich glaube nicht, dass das jetzt irgendwer rumspielt. Wind und Sonne liefern 0 kW. Die Faulgasanlage liefert 490 kW. Davon bedienen sie die Haushalte mit ca. 157 kW das Netz mit 337 kW und ihre Batterien mit ca. 300 kW. Hat jetzt gerade gewechselt und sieht noch schlechter aus.

  269. Nöö, Herr Straten. Dafür hat das BUM über 4 Millionen Euro bezahlt. Da wird nichts vergessen.

  270. Hallo Lentje. Das BUM ist nun wirklich ein völlig überflüssiger Verein, oder haben sie irgendeine positive Bilanz seit es das BUM gibt. Mag sein, dass die nichts vergessen. Sie sollten es aber vielleicht, um sich nicht durch die kritische Bilanz zukünftiger Historiker jetzt schon die Suppe versalzen zu lassen.

  271. Hallo Lentje,

    kannst Du mir vielleicht die Daten schicken, die Du gesammelt hast.

    Grüße
    Günter

  272. @Werner Seibt

    Danke für den Link

    Was vor allem interessant ist, dass die Betreiber für den ganzen Vormonat in dem sie 840.2 MWh eingespeist haben, die Zahl der versorgten Haushalte mit 87600 angegeben haben.

    Wenn man mal den 6.6.2014 betrachtet. An diesem Tag haben sie 36.0 MWh eingespeist.
    Dafür geben sie die Zahl der versorgten Haushalte mit 3800 an. Das heißt, dass nach deren Rechnung ein Haushalt 9.5 kWh pro Tag verbraucht.

    Im Mai wurden also 840.2 MWh eingespeist. Nach meiner Kenntnis hat der Mai 31 Tage.
    Das heißt im Mai wurden pro Tag im Mittel 27.1 MWh pro Tag eingespeist. Damit kann man aber nur 2852.6 Haushalte versorgen die 9.5 kWh pro Tag verbrauchen.

    Teilt man hingegen die Zahl 840.2 MWh für die Einspeisung des gesamten Monats durch den mittleren Verbrauch ihres mittleren Haushalts von 9.5 kWh pro Tag kommt man darauf, dass man mit der Einspeisung des gesamten Monats 88442 Haushalte einen Tag lang versorgen kann.

    Die verlinkte Tabelle suggeriert aber man könne 87600 Haushalte den ganzen Monat versorgen.

    Ein Musterhaushalt verbraucht laut Musterhaushalt.de ca. 9.2 kWh pro Tag. Aber auch damit kommt man nicht auf die Zahl 87600.

    Wenn ich das mit Pellworm vergleiche verfestigt sich das Bild, dass in dem Bereich der NIE von diesen Konsortien sehr schlampig gearbeitet wird.

    Grüße
    Günter Heß

  273. Das Pewllwormer Wunder-Tool meldete heute um 20:00 Uhr einen neuen Kälterekord: -100.133°C

    @ Günter Heß
    Hat das mit den Daten eigentlich geklappt?
    Gruß, Lentje

  274. Hallo Lentje,
    das mit der Dropbox klappt.
    Ich finde aber das Opencalc Dokument nicht.
    Kannst Du das nochmal schicken?
    Ich suche gerade noch ein Programm, das Bilder auswerten kann.
    Grüße
    Günter

  275. Günter,
    du hast Post mit neuem Link und den Dokumenten extra.

  276. pellworm

    bild ich mir das nur ein oder wurde das energieflußbild mittlerweile offline genommen und komplett von der seite entfernt?

  277. Pellworm ist wieder online.
    Mit dem selben Müll wie vorher.
    Es weht zwar so gut wie kein Wind, macht aber nix, sie speisen trotzdem kräftig ein.

  278. Pellworm ist der Leuchtturm für die Eon Werbung.
    „Eon sag mal, was sit, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht?
    Antwort: Wir haben intelligente Steuerung und intelligente Speicher…..“

    Die EE Lüge läuft ohne Probleme. Allerdings haben die GEZ Einheitsmedien ein Problem mit ihrer Ukrainelüge. Schon der Rundfunkprogrammbeirat hat sie aufgefordert, auf ihr Publikum einzugehen.
    Jetzt gibt es auch Erklärungen:
    „Medien dürfen den Dialog nicht verweigern“

  279. @Lentje

    Guck Dir mal das Kleingedruckte an……die Windstärke wir real gemessen (1)…….aber der Windstrom is ne „Hochrechnung“(3).

    Wie doof und primitiv ist dat denn……sind die zu geizig, mal ne Strommessung für die Miefquirle einzubauen?

    Sehe grad, bei PV der selbe Unsinn….wen wollen die eigentlich verarschen…..uns oder sich selber?

    H.E.

  280. Nach anfänglichen Problemen und längerer Überarbeitung ist nun ein großer Wurf gelungen. Die Windräder Pellworms stellen rund um die Uhr 3590 kW ins Netz, vollkommen unabhängig vom Wind. Das ist Verstetigung und Verläßlichkeit at it’s best.
    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/

    Verdientermaßen wurde das Projekt inzwischen mehrfach ausgezeichnet, zuletzt durch das „Land der Ideen“. Es geht voran.
    http://tinyurl.com/mnyv8d4

  281. Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt

    Trotz optimaler Bedingungen scheint das Projekt SmartRegion ein vorzeitiges Ende gefunden zu haben. Das Ergebnis des Versuchs lautet kurz und bündig: Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt. E.on habe das Projekt abgeschlossen und werde bald weiterziehen, berichtet die Welt. Zurück bleibe eine Insel, der große Hoffnungen und Versprechungen gemacht wurden, die sich ganz und gar nicht erfüllt haben.

    http://ruhrkultour.de/pellworm-das-ziel-der-autarkie-wurde-verfehlt/

  282. Hast Du etwas anderes erwartet ?

  283. Sogar Nachts um 3:10 Uhr deckt Pellworm zu 100% seinen Strombedarf, obwohl einige glauben das Nachts die Lichter aus gehen.
    Die schicken sogar noch einen Überschuss von ca. 400kW zum Festland.

    Da sind die Aktuellen Messwerte zu sehen die so in Pellworm bei der Stromerzeugung, Stromverbrauch so anstehen.

    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/pellworm

    Smart Region Pellworm – Ein Vorgeschmack JA

    MfG

  284. Jetzt ist Pellworm aufgewacht und der Verbrauch ist auf 2.354 kWh angestiegen (ca. 10:05 Uhr) ist immer noch eine 100% Stromversorgung aus EE-Quellen.
    Die schicken sogar noch einen Überschuss von ca. 200kW zum Festland.

    Da sind die Aktuellen Messwerte zu sehen die so in Pellworm bei der Stromerzeugung, Stromverbrauch so anstehen.

    Smart Region Pellworm – Ein Vorgeschmack JA

    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/pellworm

    MfG

  285. Die schicken ca. 200 kWh ans Festland und die Akkus sind so gut wie Leer und werden nicht aufgeladen, da passt doch irgend was nicht.

    Ein Privater Hausbesitzer würde ja erst mal die eigene Akku aufladen und dann erst Strom ans Netz abgeben.

    Hab so den Eindruck das E.on da absichtlich nicht den Akku voll mach um später dann doch wieder Strom nach Pellworm liefern zu können.
    Können natürlich auch Wirtschaftliche Gründe sein, das man für das Einspeisen mehr erzielen kann als bei der Zwischenlagerung da man ja auch vom Festland was zuführen kann an Strom.
    Wird vermutlich nicht die allzeit 100% Stromversorgung auf Pellworm das Ziel gewesen sein bei der Konzeptentwicklung.

    MfG

  286. Jetzt ist Pellworm beim Mittagessen kochen und der Verbrauch ist auf 3.280 kWh angestiegen (ca. 12:30 Uhr) ist immer noch eine 100% Stromversorgung aus EE-Quellen.
    Die schicken sogar noch einen Überschuss von ca. 160kW zum Festland.

    Da sind die Aktuellen Messwerte zu sehen die so in Pellworm bei der Stromerzeugung, Stromverbrauch so anstehen.

    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/pellworm

    Smart Region Pellworm – Ein Vorgeschmack JA

    MfG

  287. Jetzt ist der Verbrauch auf Pellworm auf 3.296 kWh angestiegen (ca. 15:00 Uhr) ist immer noch eine 100% Stromversorgung aus EE-Quellen.
    Die schicken sogar noch einen Überschuss von ca. 40kW zum Festland.

    Da sind die Aktuellen Messwerte zu sehen die so in Pellworm bei der Stromerzeugung, Stromverbrauch so anstehen.

    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/pellworm

    Smart Region Pellworm – Ein Vorgeschmack JA

    MfG

  288. Jetzt ist der Verbrauch auf Pellworm auf 429 kWh (ca. 6:50 Uhr) ist immer noch eine 100% Stromversorgung aus EE-Quellen.
    Die schicken sogar noch einen Überschuss von ca. 40kW zum Festland.

    Da sind die Aktuellen Messwerte zu sehen die so in Pellworm bei der Stromerzeugung, Stromverbrauch so anstehen.
    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/pellworm

    Smart Region Pellworm – Ein Vorgeschmack JA

    MfG

  289. Jetzt ist der Verbrauch auf Pellworm 1182kWh (ca. 16:50 Uhr) ist immer noch eine 100% Stromversorgung aus EE-Quellen.
    Stromerzeugung auf Pellworm 1193 kWh aus EEG-Quellen

    Da sind die Aktuellen Messwerte zu sehen die so in Pellworm bei der Stromerzeugung, Stromverbrauch so anstehen.
    http://windenergiepark-westkueste.de/pellworm/pellworm

    Pellworm – Ein Vorgeschmack JA

    MfG

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