Speicher leer? Was dann? – Eine provokative Betrachtung

10. November 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel

Es ist schon recht amüsant, wenn man so liest, welche Fantasie die gründurchtränkten Weltenretter -hier manchmal vertreten durch den einen oder anderen Ökozwerg- entwickeln, wenn es um die Stromversorgung eines Industrielandes wie Deutschland geht. Da sollen dann Miefquirle und Krähenspiegel mal eben so locker die quasikomplette Versorgung übernehmen. Spricht man diese Typen auf das volatile Verhalten von „Puste- und Blende-Strom“ an, dann kommt mit sturer Regelmäßigkeit das Argument: *Es gibt ja Speicher und wenn nicht, müssen sie eben gebaut werden und die Firma soundso oder das Institut sowieso hätten dies und das bereits entwickelt.*

Schlagworte wie „Pumpspeicher“, „Lithium-Ionen“, „Redox-Flow“, oder völlig unreflektiert so Exoten wie „Natrium-Schwefel“, „Natrium-Nickelchlorid“, oder Laborgeister wie „Lithium-Schwefel“ und „Zinn-Schwefel-Lithium“ werden mit verklärtem und wissenden Blick in die Runde geworfen. Das ist dann meist der Schlusspunkt der Diskussion. Ein „ABER“ wird garnicht erst zugelassen. Jeder Zweifel ist da schon Häresie.

Aber mal Akku hin, Speicher her, gleichgültig welche Technik, alle unterliegen den gleichen „Zwängen“. Sie müssen schnellstens geladen werden, wenn sie leer sind, sonst gehen die Lichter aus und es ist „Schicht im Schacht“ (wie Litium so schön sagt). Dass die Speicher bei Ersteinsatz „irgendwie“ gefüllt sind, davon sollte einfach mal ausgegangen werden. Aber was ist dann, wenn sie leergelutscht sind und wieder gefüllt werden müssen?

Nehmen wir mal folgendes Szenario an: Es ist Winter und eine 30 tägige Wetterlage mit  max. Windstärke 2 Bft (die Miefquirle schlafen) und bedeckter Himmel mit Regen oder Schnee (die Krähenspiegel haben alle Augen geschlossen).

Der landesweite Verbrauch liegt bei 1,8 TWh/p.d. Der/die Speicher haben eine Ladung/Kapazität für 30 Tage = 54 TWh.

Die Kapazität ist erschöpft und die Speicher –gleichgültig wo sie stehen- müssen geladen werden. Hoffen wir mal, dass jetzt der Wind weht und die Sonne scheint. Diese Ladung  muss  innerhalb von 5 Tagen erfolgen, weil die Fenster für optimale NIE-Bedingungen im Winter recht kurz und selten sind. So ergibt sich folgende Rechnung (Daumen mal Pi):

 

Bedarf bei Lasttage = Ladetage:

Kapazität für 30 Tage Winter = 54 TWh

Laden bei η 0,80 ist Ρzu (54 ./. 80 x 100) = 67,5 TWh

das sind  67,5 ./. 30 = 2,25 TWh + 1,8 TWh =  4,05 TWh p.d.  (ganz schön, schön schon)

 Soll bei Ladezeit von 5 Tagen zzgl. Tagesversorgung:

Ladesoll in 5 Tagen = 20% aus 67,5 =  13,5  TWh p.d.

Das ergibt einen Gesamttagesbedarf = 13,5 TWh + 1,8 TWh =  15,3 TWh/p.d.

Wo um alles in der Welt soll diese Menge herkommen? Die gesamte EU hat nur eine Produktion von ca. 10 TWh p.d. 

Da eine solche  nur  30 tägige Reserve für eine fast 100 %ige Versorgung durch NIE wohl zu kurz gegriffen ist (weil in Bezug auf das Wetter zu risikoreich) sprechen sich Prof. Hans-Peter Beck (efzn) und Prof. Dr. Helmut Alt (FH Aachen) wohl auch für eine Speicher-Reserve von ~ 100 TWh (d.s.~ 60 Tg.) aus. Das würde aber selbst bei einer gestreckten Ladezeit auf dann 10 Tage an dem Mengengerüst kaum etwas ändern. Lediglich die Wahrscheinlichkeit kleinerer Zwischenladungen würde sich erhöhen. Irgendwann aber müssen auch die größten und schönsten Speicher auf Biegen und Brechen innerhalb kürzester Zeit gefüllt werden, denn auf das Wetter ist kein Verlass.

 

Die nicht ganz ernstgemeinte Lösung des Problems könnte folgendermaßen aussehen:

Es werden Speicher installiert mit einer Gesamtkapazität von mindestens 200 – 300 TWh. Dazu tausende offshore WKA und Krähenspiegel auf allen Dächern, die alle nur und ausschließlich die Aufgabe haben, dafür zu sorgen, dass die Speicher nie leer werden. Die Versorgung des gesamten Landes incl. Industrie und Bahn erfolgt dann ausschließlich über die Speicher. Selbstverständlich sind hierzu getrennte Netze erforderlich, eines von den NIE-Erzeugern zu den Speichern und eines von den Speichern zu den Verbrauchern. Das ist aber nicht so tragisch, weil ohnehin etliche 1000 km neu gebaut werden müssen, da kann dann auch gleich die Trennung vorgenommen werden.

Mit der Realisierung können wir uns ruhig etwas zeitlassen, weil zwischenzeitlich unsere Industrie und das mittelständige Gewerbe unter absingen schmutziger Lieder das Land verlässt und wir uns so allmählich dem Niveau von Burkina Faso nähern und das Problem der Versorgung mit „elektrischer Energie“ dann nicht mehr so im Vordergrund steht.

 

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113 Kommentare
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  1. Sie sehen das zu verkniffen. Mit trommeln und tanzen kommen wir auch über den Winter. In Burkina Faso kommen die damit über das ganze Jahr (zumindest vermitteln manche Medienproduktionen diesen Eindruck). Wir können uns ja auch abwechseln. So bundeslandweise, mal hat NRW Strom, dann Bayern, dann Sachsen usw. Die andern füllen in der Zwischenzeit ihre Speicher. Dann müssten auch die Fernsehsender nicht mehr soviel produzieren. Immer nur für für ein Bundesland und die anderen bekommen dann, wenn sie Strom haben, die Wiederholung. Die Priveligierten mit den Notstromagregaten müssten sich den gleichen Mist xmal ansehen. Irgendwie ist das eine schöne Vorstellung.

  2. Lieber Herr Moosgeist,
    eine kWh Speicherkapazität eines Li-Ionen Akkus kostet zur Zeit nur etwa 50 cent.
    Das Solarmodul und die Windmühle können das schon billiger. Sieht man mal wieder wozu die NIE fähig sind.
    Das heißt mit gerade mal 100 -- 150 Tera€ können wir ihre Speicher doch bereitstellen.
    Auch diese Rechnung schickt dann die Sonne nicht. Die schicken ab 2014 der Per, Sigmar, Jürgen und die Katrin.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  3. Lieber Herr Moosgeist,

    Korrektur zu meinem #2:

    Die Speicherkapazität kostet mehr.
    Die gespeicherte und entnommene kWh kostet dann umgerechnet 50 cent bei Li-Ionen Akkus.
    Ihre Rechnung braucht also 100 -- 150 Tera€ fürs aufladen und entnehmen.

    Grüße
    Günter Heß

  4. @ Leute was wuiselt ihr denn! Die” Holzmühle” meine Stammkneipe von 1950 ,war völlig Energie autark.
    Wenn da der Speicher leer war (angestauter Bach ) schaltete der Müller dem Wirt das Licht ab um seine mickrigen Batterien zu schonen und Kerzen mußten in der Wirtsstube ran . (Wie romantisch, war “Das”, doch dann!)
    Der Wasser- Speicher mußte gefüllt werden, damit der Müller am nächsten Tag wieder mahlen konnte.
    Große Quintessenz bei Trockenheit : Wenig Wasser ,wenig Mehl! Und in der Gaststube-” im dunkeln ist gut…munkeln”..!
    Tiah, wo sind sie geblieben, die kleinen Müller von anno Dazumal?Und damals konnte der Mahlen auch wenn weit und breit 45/46 / 47 kein Strom im Netz gewesen ist! Ein nachträgliches Danke!

  5. Es ist schwer zu sagen wieviele TWh an speicher man wirklich braucht, das hängt sehr stark von den Annahmen ab die man trifft. Jedoch haben sich unterschiedliche Institute mit dieser Aufgabe beschäftigt und sind so in einem Bereich von 10 bis 85 TWh gekommen.

    5 Tage von 30 Tagen Winter sind dann 16,67% und nicht 20%
    Daraufhin sollte man die Rechnung noch etwas korrigieren!

    Wo um alles in der Welt soll diese Energie herkommen?
    Bei einem voll ausgebauten Deutschland mit PV-Anlagen, die meiste Energie wird vom Frühling bis Herbst eingespeist, kann man die Speicher mit PV-Anlagenstrom speisen. Das was zur Spitzenlast zuviel war einfach rein zu den Speichern. Davor muss man sie erst aber bauen.

    Wie die Realisierung im Detail aussehen wird, ist schwer zu sagen, aber es steigt die Tendenz zur Selbstversorgung bei Privatpersonen und Unternehmen, also ohne Belastung der EEG-Umlage somit wird die eigene Stromrechnung gekürzt.

  6. @ admin

    Danke für das schöne Bildchen.
    Ich sag‘s ja immer wieder: Der Moosgeist ist einfach zu dumm zum zum :)

  7. Artur,

    1.bitte sag mir , wieviel sind 150 T€ ???? ;-)

    2. google nach “Prinz Philip+ wind ist nutzlos” Wenn das der alte Eugeniker Philip begreift, müsstest du es auch auf die Reihe kriegen ;-)

  8. @ Gerhard Straten #1

    Die Idee, die Speichernutzung nach Bundesländern zu regeln, ist eine Überlegung wert. Da könnte die Einteilung nach Geber- und Nehmerländern eine völlig neue Bedeutung erfahren.
    Die Leute an der Nordsee-Küste sind ja ohnehin fein raus. Die holen sich einfach mit ‚nem Eimer so viel Watt aus dem Meer wie sie gerade brauchen.

  9. @moosi

    Die holen sich einfach mit ‚nem Eimer so viel Watt aus dem Meer wie sie gerade brauchen.

    ….hi hi, da wo 5 Kilo Fisch reingehn, passen logger auch 5 Kilo-Watt rein. Lass doch mal den Troll ausrechnen, wieviele Eimer man braucht, um 1 Atomkraftwerk stillzulegen.

  10. @moosgeist

    Die Leute an der Nordsee-Küste sind ja ohnehin fein raus. Die holen sich einfach mit ‚nem Eimer so viel Watt aus dem Meer wie sie gerade brauchen.

    Ausm Meer oder ausm Watt ? Und wat denn für ‘n Watt? Sandwatt, Mischwatt oda Schlickwatt? Oda etwa so’n Watt? Wat Watt is, dat is nu ma nich eindeutich. Also wat meint’n der mossjeist nu? <;-)

  11. @C-O

    ….nee, natürlich das vom ollen Shakespeare, der hat sogar ’n Stück davon geschrieben: „Watt ihr Volt”

  12. Sehr geehrter Herr Rassbach,

    überfordern Sie doch Artur nicht mit solchen Aufgaben! Der Gute weiß doch noch nicht einmal, wie eine Überschlagsrechnung geht, wie sein Kommentar #5 eindrucksvoll beweist!

    MfG

  13. @ Günter Heß # 2, 3

    Hallo Herr Heß,

    Was sind schon 100 – 150 Tera€ gegen das Gefühl die Welt zu retten?
    Die Zahlen wurden mir bei der Berechnung einfach zu groß :)
    Das ist auch mit ein Grund, warum ich den Stromverbrauch für die Speicherung „Power to Gas“ geflissentlich „übersehen“ habe. Das Ergebnis wäre nämlich um etwa
    das Fünffache höher ausgefallen.

    schöne Grüße aus dem Moos

  14. @ C-O # 10

    Wat willst’e? Watt is Watt, Oder watt sonst?

    grient der Moosgeist

  15. Lieber Herr Moosgeist,

    Die Weltverbesserer nehmen das ja nach dem Prinzip „GAL“ wie beim EEG.

    „Geld Anderer Leute“

    Das gibt sich leichter aus und der Begriff Pumpspeicher bekommt eine ganz andere Bedeutung.

    Schöne Grüße ins Moos
    Günter Heß

  16. @ Wilhelm Leonhard Schuster # 4

    Ja das waren noch Zeiten, als die Spatzen noch Gamaschen trugen, die Gebetbücher Henkel hatten und hinterm Altar der Zapfhahn war. Der Pfarrer sagte damals nach seiner Predigt auch nicht Amen sondern Prost. Und vor dem Dorf spielte nachts die Flak zum Tanz auf.

  17. @ Artur # 5

    Wenn 5 Tage = 100% sind, wieviel % ist dann 1/5 davon (also 1 Tag)?
    In welcher Baumschule hat denn das Kerlchen Rechnen gelernt?

    Bei einem voll ausgebauten Deutschland mit PV-Anlagen, die meiste Energie wird vom Frühling bis Herbst eingespeist, kann man die Speicher mit PV-Anlagenstrom speisen

    Na dann stellen Sie mal ein Mengengerüst mit Ladezeitbearf auf. Aber vergessen Sie nicht dabei, dass Krähenspiegel lediglich ~ 800 Vollaststunden von 8760 haben.
    Was wollen Sie mit Frühling bis Herbst, wenn Ihnen im Winter der Saft fehlt?

    Mann, Sie plappern einen Unsinn daher, der laut zum Himmel schreit.
    Entweder Sie sind tatsächlich so dumm, oder Sie spielen hier nur den Idioten

    >++++(°>

  18. @moosi

    Entweder Sie sind tatsächlich so dumm, oder Sie spielen hier nur den Idioten

    tri-tra-trollala ….nee, ganz so dämlich isser net, zumindest wirft er fleißig Stöckchen, das einige hier brav apportieren. Das scheint auch seine Mission zu sein, hier seine zusammengestoppelten Nullsätze abzuspulen…. er meint offenbar, das hier alle nur darauf gewartet haben.

  19. @Tim , und Leute vor,(von wegen watt) selten so gelacht :” Watt ihr Volt” dann der@ Moosgeist flak er t und die gut Laun is wech.!
    Nun ,über Moos zu gehn
    war nie noch schön
    die Geister dort wallen
    Allen .
    Nun, Flak, Bomben und Granaten
    tatsächlich ,zu Führers Geburstag , spielten zum Tanz
    am 18/20 April uns die nicht trafen
    Weil Moosgeist die schluckte ( 200 Meter ) vorm Haus, im Rasen,( in der Wiese)
    der Zeit ,vergißt man so manches-
    doch aufsteigt der Moosgeist
    und zeigt
    “den Mann im Moor” der trug Gamaschen
    und Spatzen von Dächern Pfiffen
    Geschichte (n) aus alten Tagen.
    Laß Pfaffen reden der Alte sagte
    weil des doch ALLES ganz annersch is
    un net nur der Zapfhahn ,uns Prosten wichti is.

  20. Man kann das Ding überarbeiten . …”. is wichti” beispielshalber klingt besser!

  21. @ moosgeist

    Anscheinend haben sie Erfarhung mit Baumschulen.
    100% = 67,5 TWh = 30 Tage
    So weit könne sie noch folgen
    1 Tag = 2,25 TWh = 0,03333% ” Periode-strich sich über der 3 Vorstellen ”
    5 Tage = 11,25 TWh = 16,67% ” Hier habe ich von 6 auf 7 gerundet ”
    6 Tage = 13,5 TWh = 20%

    Und jetzt damit die Rechnung stimmen sollte, müsste man von 5 Tagen auf 6 Tage ändern oder wenn man 5 Tage behalten will, die Restliche Rechnung abändern.

    Da ich ja Ihre Behauptung wiederlegt habe, darf ich Sie dann der Lüge anprangern. Ich bin mir da nicht sicher, denn das ist von Person zu Person vielleicht anders.

    Das nächste ist, das in Deutschland es 900 Volllaststunden im Durchschnitt sind.
    Natürlich sind es von Region zu Region etwas mehr oder weniger. Von Norden bis Süden sind ca im Durchschnitt 700 bis 1100 Volllaststunden.
    Wobei es nach diesem Link sogar 1050 bis 1350 in Deutschland möglich sind. http://solargis.info/doc/_pics/freemaps/1000px/ghi/SolarGIS-Solar-map-Germany-en.png

  22. # 21

    Das nächste ist, das in Deutschland es 900 Volllaststunden im Durchschnitt sind.
    Natürlich sind es von Region zu Region etwas mehr oder weniger. Von Norden bis Süden sind ca im Durchschnitt 700 bis 1100 Volllaststunden.
    Wobei es nach diesem Link sogar 1050 bis 1350 in Deutschland möglich sind. http://solargis.info/doc/_pics/freemaps/1000px/ghi/SolarGIS-Solar-map-Germany-en.png

    Artur, Sie ticken wirklich nicht ganz richtig, wie das in den letzten paar Stunden von Herrn Kipp und Tritium auch in den Kommentaren zu Ihren Ergüssen in den Nachbarartikeln festgestellt wurde!
    JH

  23. @ Artur # 21

    Dass Sie nicht alle Gurken im Glas haben, ist ja nun hinreichend bekannt.
    Dass Sie aber auch völlig unfähig sind, selbst einfachste Rechenaufgaben intellektuell zu erfassen, ist eine weitere Erfahrung.

    Die Aufgabe lautet:
    Soll bei Ladezeit von 5 Tagen zzgl. Tagesversorgung:
    Ladesoll in 5 Tagen = 20% aus 67,5 = 13,5 TWh p.d.
    Das ergibt einen Gesamttagesbedarf = 13,5 TWh + 1,8 TWh = 15,3 TWh/p.d.

    Und was die Volllaststunden für Krähenspiegel betrifft, so sollte wir doch eher von der Realität ausgehen und nicht von irgendwelchen Wünschen oder PR von der Solarlobby.

    >++++(°>

  24. Hiho Moosi, Du alter Poltergeist
    Nun tut mal Onkel Heinz die gebührliche Anerkennung für Dein tollen Artikel rüberträufeln lassen, es freut mich ehrlich, das es Dir so halbwegs wieder gut geht.
    Ick wäre nich Energie-Ossi….wenn ich nich auch noch a bisserl Senf für Dich übrig hätte.

    Die tollen Stromspeicher sollen ja zwei Aufgaben erfüllen, den Tag/Nachtausgleich und die Langzeitspeicherung für den Winter.
    Tja…..und da kommt ein Faktor, den man nirgends hört bei den tollen Grünlingen…….die Selbstentladung.

    Prinzipiell ist jeder Speicher davon betroffen…..selbst der Natrium-Schwefel-Hochtemperaturakku, der ja Energie braucht um auf Temperatur zu bleiben.
    Ja mein Freund, selbst der tolle Redox-Flow hat ne versteckte Selbstentladung….

    Durch intelligentes Temperaturmanage- ment wird die Innentemperatur zwischen 20°C und 30°C gehalten. Geeignete Isolierung (zum Heizen oder Kühlen) er- möglicht den Einsatz in allen Klimazonen.

    (Einer von Arturs Links)
    Dat Dingens scheint weder Frost noch große Hitze zu mögen, deshalb der energetische Aufwand zur Klimatisierung.
    Auch ein Pumpspeicherwerk hat eine Art Selbstentladung……von undichten Armaturen bis zur Verdunstungsrate, was bei kurzzeitigen Laden/Entladen nicht weiter ins Gewicht fällt aber bei langfristiger Speicherung auch Verluste mit sich bringt.

    Tja, so siehts aus in der Ökowelt….rechnen können se net und Physik ist ein echte Fremdwort.
    Ausserdem und sowieso…….sind zu den neuesten Artur-Jubelakkus so gut wie keine Preise zu finden.
    Beim Kolibri munkelt dat Netz von 1000 Euro/kWh Speicherkapazität……..da kostet dann sein 10.000 kWh Eigenheimakku auch wieder 10 Mille, wie cool.

    PS. Ick sehe, Team-Artur hat sich langsam eingeschossen….nun muss wohl Papi ran um die Kastanien aus den Feuer zu holen, wie peinlich is dat denn.
    MfG
    Kopp hoch alter Knabe……wünscht Dir ganz lieb, olle Heinzi

  25. Mit der Realisierung können wir uns ruhig etwas zeitlassen, weil zwischenzeitlich unsere Industrie und das mittelständige Gewerbe unter absingen schmutziger Lieder das Land verlässt und wir uns so allmählich dem Niveau von Burkina Faso nähern und das Problem der Versorgung mit „elektrischer Energie“ dann nicht mehr so im Vordergrund steht.

    moin moosi,

    tja, damit wäre dann auch das Problem der “Vergreisung” in Teutschen Landen gelöst! Im Dunkeln ist schließlich gut munkeln :-)

    In diesem Sinne
    karl.s

  26. Vielleicht kann er ja aber ganz toll seinen Namen tanzen?!

  27. Grundsätzlich ein sehr schöner Artikel, leider verwenden Sie Begriffe wie “Krähenspiegel” und “Miefquirl”. Dies bringt eine gewisse Voreingenommenheit zum Ausdruck und wertet die Windkraftanlagen und die Solar-Energie pauschal ab. Das ist als Grundlage für einen Dialog denkbar suboptimal denn Artikel wie diesen müssen vorallem die Ökoutopisten lesen und auch verstehen. Sobald aber jemand der an die NIE’s (auch so ein abwertender Begriff) glaubt den Begriff “Miefquirl” oder “Krähenspiegel” oder auch “NIE’s” liest erübrigt sich jede weitere Diskussion. Das finde ich sehr Schade weil ich der Meinung bin das wir was die Energieversorgung angeht große Teile der Bevölkerung erst mal aufklären müssen. Es wäre doch schade wenn grundsätzlich gute Artikel wie obiger, pauschal als Polemik abgetan würden.

  28. @Ariton
    Grundsätzlich stimme ich Ihnen da zu. Um bei größeren Teilen der Bevölkerung anzukommen, sollten abwertende Bezeichnungen der zu Recht als schlecht und unzuverlässig bezeichneten Energieformen Solar- und Windenergie weitmöglichst unterbleiben.
    Aber -- man sollte auch unsere Frustration darüber nicht außer Acht lassen, dass alles was von den sog. “Klimaleugnern” und “Verhinderern der Energiewende” prophezeit wurde eintritt und trotzdem die erkenntnisresistenten Politiker aller Coleur weitermachen als sei nichts geschehen.
    Dass die Lage ernst ist, kann dann nur noch durch deftige Formulierungen und nicht durch schöngeistige Rednerei herübergebracht werden.
    Daher sollten solche Texte eben doch beides haben: Fakten und wahrheitsbezogene Schmähbezeichnungen -- Ersteres zum nachvollziehen und Letzteres um die eigene Empörung zum Ausdruck zu bringen.
    Schließlich hat man des Königs neue Kleider doch auch verlacht und nicht seriös darüber diskutiert, gell?

  29. Hallo Ariton,

    das Problem sehe ich ähnlich. Ziel eines solchen Artikels kann es nicht sein, einen Artur zum Nachdenken zu bewegen oder Onkel Heinz die Speicherproblematik nahe zu bringen. Es geht doch darum, dass Otto Normalverbraucher, der nach Erklärungen sucht, warum seine Strompreise explodieren und warum die Energiewende so gegen den Baum läuft, Antworten und Anregungen zu geben. Da ist ein solcher Artikel, der von (fast) Jedem problemlos nachvollzogen werden kann, hilfreich – wir brauchen viel mehr davon! Die wichtigsten Argumente der Energiewendeverfechter sind so einfach zu widerlegen.
    (Man könnte z.B. ja auch mal ausrechnen, wie die Stromversorgung einer Autobahntankstelle aussehen müsste, wenn da 10 Elektroautos gleichzeitig ihre 100kWh-Akkus im Schnellladeverfahren aufladen wollen. Und wie sieht das aus, wenn alle ein Elektroauto haben und es über Nacht aufladen wollen. Wir müssten Deutschland komplett neu „verkabeln“! Das Märchen vom „Elektroauto für alle“ wäre sofort erledigt!)
    Bezeichnungen wie „NIEs“ oder „Krähenspiegel“ sind bei solchen Argumentationen aber kontraproduktiv. Dann sollte man lieber „Erneuerbare Energien“ und „Solaranlage“ nehmen (auch wenn es erneuerbare Energien gar nicht geben kann – Wasserhähne krähen ja auch nicht). Da weiß dann jeder, worum es geht und es ist auch egal, ob jemand bei „Erneuerbare Energien“ erst einmal denkt „wie toll“ oder „so´n Schit“!

    MfG

  30. Wie heißt es in der Überschrift so schön……Eine provokative Betrachtung……also sollten sich die Leser auch auf starken Tobak einstellen.

    Und ja, es darf ruhig kräftig gewürzt werden, denn was wir Energiewendekritiker die letzten Jahre über uns ergehen lassen mussten, geht auf keine Kuhhaut.
    Atomlobbyisten, Bremser des erneuerbaren Fortschritts, Konzernknüttel, EXXON-Beauftragte……und der Unmenge an Schmähungen mehr, die uns die grünen Weltverbesserer um die Ohren gehauen haben.
    Nöö, politisch Korrekt war gestern……und ick halt nie die zweite Wange hin.
    Wie sagte ein Mitglied von Greenpeace so schön?
    Wir wissen wer Ihr seid, wir wissen wo Ihr wohnt, wir wissen wo Ihr arbeitet…..Ihr könnt Euch vor uns nicht verstecken.

    Sorry……irgendwann ist die Geduld zu Ende, irgendwann entwickelt sich ein Gefühl von Hass auf Menschen, die uns die Krätze an den Hals wünschen oder uns Skeptiker gern im Knast sehen würden, weil wir ja Leugner-Abschaum sind und der neuen tollen Weltordnung im Weg stehen.

    Jaa liebe Leuts…..Onkel Heinz ist erst durch diese Typen zu diesen Pittbull geworden…….also müsst Ihr jetzt auch damit leben, Ende der Durchsage.
    PS. Ach übrigens, hier gibbet auch Artikel die möglichst neutral und ohne Herabwürdigung der NIE daherkommen….und trotzdem von der Gegenseite verschmäht werden……ergo, hat übergebührliche Rücksichtnahme eh keinen Sinn.
    Onkel Heinz…….knurr und wech

  31. Tja, und weil die Energiewende sich langsam zum Desaster entwickelt……reagieren auch andere Menschen zunehmend lauter….

    Dena-Chef Kohler fordert radikale Reform der Ökostromförderung

    Die aktuellen Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bezeichnet er als “Wahnsinn”: “All denen, die von diesem Wohlfühl-Gesetz profitieren, müssen wir jetzt sagen: Liebe Leute, so geht es nicht weiter!” Der Zubau bei Solar- und Windkraft müsse mit dem Ausbau des Gesamtsystems synchronisiert werden, “sonst geht die Energiewende schief”, so Kohler im SPIEGEL weiter. …

    Die Betreiber von Ökostromanlagen sollten künftig stärker gezwungen werden, ihren Strom selbst zu vermarkten, nach dem Motto: “Lass dir was einfallen, sonst bleibst du darauf sitzen, und dann gibt’s auch keine Förderung.”

    Langsam reißt auch den Experten der Geduldsfaden………langsam nimmt man zur Kenntnis was wir schon seit Jahren predigen…………für mich immer noch ein Stück zuuuu langsam, aber man kann ja nicht alles haben.
    H.E.

  32. #27,29 Ariton, Herr Langer,
    warum so empfindlich?
    Die Wortschöpfung NIE (Neue Ineffiziente Energien) beschreibt doch im Vergleich zur Wortschöpfung EE ( Erneuerbare Energien) die tatsächlichen Verhältnisse etwa so wie die Worte Kernkraftwerk zu Atommeiler.
    JH

  33. Ich denke auch, eine mittelalterliche Technologie, herrlich energieschwach und nur zufällig verfügbar, verdient auch deftige mittelalterliche Namen. Mir gefällt Fledermausklopfer auch sehr oder Solarpaddel.
    Auf Narren muß man keine Rücksicht nehmen ;-)

  34. @Ariton #27

    …..hinsichtlich des hier verwendeten Vokabulars schließe ich mich im Wesentlichen meinen Vorrednern an. In Zeiten, da beflissene ZEIT-Schreiberlinge wie Frank Drieschner, Christiane Grefe und Christian Tenbrock genüsslich ihre dümmlich-diffamierenden Pamphlete über Kritiker wie Fritz Vahrenholt ausgießen dürfen……

    Störenfritz des Klimafriedens

    …..Die wirklich wichtige Frage aber ist die nach der politischen Wirkung: Bleibt Vahrenholt ein wissenschaftlicher Esoteriker mit Ausstrahlung auf Seite zwei der Bild-Zeitung – oder wird er womöglich zur Galionsfigur einer neuen ökoreaktionären Bewegung? In Deutschland sind die »Klimaskeptiker«, wie sie selbst sich nennen, bislang nahezu bedeutungslose Rabulisten am rechten Rand der etablierten Politik – dort, wo auch Islamhasser, deutsche Neocons und andere Verächter liberalen »Gutmenschentums« sich tummeln…..

    …..sollten die Klötze, die wir hier schlagen, ruhig etwas dicker sein.

  35. #34. Tim Hardenberg

    …..sollten die Klötze, die wir hier schlagen, ruhig etwas dicker sein.

    genauso ist es Tim, Vogelschredder bleibt Vogelschredder und Krähenspiegel bleibt Krähenspiegel. Wir wollen doch diese nutzlosen Geräte nicht noch aufwerten ;-)

    karl.s

  36. #33. W.Rassbach

    Mir gefällt Fledermausklopfer auch sehr oder Solarpaddel.

    ich glaube, da würden sich noch viele passende Bezeichnungen finden :-)

    karl.s

  37. In gewisser Weise muß ich Ariton recht geben.

    Wer die Begrifflichkeiten bestimmt, prägt eine Debatte. Denn Wörter transportieren immer auch Nebenbedeutungen. In dem Wort “erneuerbar” schwingt beispielsweise die Vorstellung von “niemals Mangel” mit. Es wäre daher schon vorteilhaft, Vokabeln einzusetzen, die das Potential haben, sich allgemein durchzusetzen. Climategate war vielleicht nicht so sehr wegen des Inhalts ein Wendepunkt in der Klimadebatte (den haben die meisten Menschen ohnehin nicht verstanden), “Climategate” hat uns Skeptiker als Begriff an sich in die Offensive gebracht. “NIEs” hat nach meiner Meinung ähnliches Potential, vielleicht wäre es noch klüger, das Kürzel mit “NaturInvasive Energien” statt “Neue Ineffiziente Energien” zu übersetzen.

    Etwas vergleichbar wirkungsmächtiges für “Windenergie” oder “Solarenergie” ist mir aber noch nicht eingefallen…

  38. @ Ariton #27

    Das freut mich, dass Ihnen der Artikel grundsätzlich gefällt.
    Tja, und was die „Miefquirle“ und „Krähenspiegel“ betrifft, was haben Sie gegen Ironie? Ich will provozieren. Was sind denn diese sog. „Windkraft“- und „Photovoltaik“-Anlagen? Das sind doch „low-tech“ Spielereien, allenfalls für Jahrmärkte oder andere Volksbelustigungs-Veranstaltungen geeignet. Oder will hier jemand ernsthaft behaupten, dass man mit solchem Plunder eine echte Stromversorgung –mit der Betonung auf Versorgung- betreiben kann?
    Es erschließt sich mir nicht, warum falsche Rücksichtnahme auf die Befindlichkeit irgendwelcher Ideologen und deren Nachbeter suboptimal sein soll. Mit diesen Kreaturen ist ohnehin kein Dialog möglich. Diese Art von Weltbeglücker wird nur wach, wenn sie mal wieder -wie in der Vergangenheit bereits mehrfach geschehen- mit dem Kopf voran gegen die Wand laufen.

    Wie nennt man Leute, die anderen eine Sache aufschwatzen, die dem Versprochenen nicht entspricht und die zugesagten Eigenschaften nicht besitzt?
    Richtig! Diese Zeitgenossen nennt man mit Recht Betrüger . Ja und die, die den vollmundigen Versprechungen geglaubt haben, sind ja wohl dann die Betrogenen .

    Ja, da ist dann noch die Voreingenommenheit. Selbstverständlich sind wir gegen ideologische Volksverdummung und Katastrophenschwafelei voreingenommen. Auch hier gehen oft die Meinungen auseinander, so nach dem Motto: *Wir sind nicht immer unserer Meinung*. Und das ist auch gut so. Nichts wäre schlimmer, als eine uniformierte Meinung. Wir wollen auch nicht Amboss sein, die Rolle des Hammers und der Beißzange liegt uns einfach besser. Hier sind auch alle Schriftarten vertreten. Von der feinziselierten Feder bis zum kräftigen Filzstift ist hier alles zu lesen. Und so soll es auch bleiben.

    meint der Moosgeist

  39. Ich bilde mir ein, mit einen verfeinerten, zeitreihenbasierten Verfahren -- es ist dennoch trivial -- den Speicherbedarf physikalisch korrekt bestimmen zu können. Ich habe das hier in einer verwandten Diskussion mal erarbeitet.:
    http://83273.homepagemodules.de/t5512f14-Zitat-des-Tages-Energie-Planwirtschaft.html
    In den Postings trete ich unter ‘wflamme’ bzw ‘Wolfgang Flamme’ auf.

    Fragen dazu, die Interesse und keine plumpen Anfeindungen vermuten lassen, beantworte ich gerne -- auch hier.

    Grüße,
    Wolfgang Flamme

  40. @W.Flamme
    Wenn ich es bei Zette richtig verstanden habe, gehst Du von 27 TWh Speicherbedarf aus, liege ich da richtig?
    H.E.

  41. @Peter Heller wie wäre es denn mit : ” WoS !? “

  42. …aber machen denn die oben gegebenen und kontrovers diskutierten Zahlen nicht uns allen deutlich, daß wir auf einem schön pervers hohen Verbrauchsniveau surfen (ich ja jetzt auch), so daß durch keine Art der Versorgung allein dies in diesem Maße auf Dauer sicher gestellt werden kann?! Ein Streit auf dem Elfenbeinturm. Entweder gibt es, gemessen am Stand heute und wenn man jetzt nicht in viele Richtungen weitermacht, Knappheit oder “sozioökonomische Verteilungsprobleme” (in anderen Worten: Krieg / Unruhe mindestens Preisexplosion). Weder können heute schon die sog. NIEs den immensen Bedarf wie vorgerechnet auffangen, noch CAOS (CoalOilAtomShalegas) weiterhin den status quo halten, ohne in den Kosten davonzulaufen bzw. durch größere Emmissions- und Abbauprobleme aufzufallen -- (nicht Klima, sondern eher “Ruß” und Gewässerverschmutzung bleiben Probleme). Zwar gibt es mit Meldung heute eine Schlagzeile über die kommende “Autarkie der USA” durch massive Förderquotensteigerung bei Öl und Gas, aber ein Strohfeuer macht ja auch erst mal warm und der große Bruder wird seine Ressourcen nicht über den Teich verschenken und lieber weiterhin eigene V8 und M1 damit erwärmen. Was bleibt wieder mal? Die Mischung aus vielem. und -- massiv sparen! (Ist doof -- ok -- vorderhand aber wohl die simple und traurige Konsequenz. Die Biertrinker beim Müller habens auch überlebt… (off…. -- 0,15kW))

  43. @W.Flamme

    Fragen dazu, die Interesse und keine plumpen Anfeindungen vermuten lassen, beantworte ich gerne — auch hier.

    Falls diese Anspielung auf mich gemünzt sein sollte….keine Angst, wird nie wieder passieren.
    Erstens weiß ich nicht was mich damals geritten hat, zweitens bist Du der absolute Profi in Statistikdingens und drittens…….mag ich nicht schon wieder gesperrt werden.
    Ich hoffe, Du nimmst meine ernstgemeinte Entschuldigung an……auch ein “Energie-Ossi” kann sich mal bessern.
    Mit freundlichen Grüßen
    Heinz Eng

  44. @Mitdenker
    Berechne den finanziellen Bedarf für 27 TWh Speicher……wenn bisher 1000 Euro/kWh im Raum stehen.
    Lege uns dar, wer diese Summe am Ende zu bezahlen hat……….und bedenke, das Deutschland eine ausreichende Primärenergiequelle besitzt, nämlich die Braunkohle.
    Gehe weiterhin davon aus, das jeder Haushalt, der eh schon an den Strompreisen zu knabbern hat, jede erdenkliche Sparidee umgesetzt hat, nur wird einem das vom Handel sehr erschwert.
    Ich zum Beispiel versuche standhaft meine Beleuchtung auf LED umzurüsten…….aber im Baumarkt kostet eine 4 Watt LED-Lampe mit E-14 Fassung je nach Hersteller zwischen 9,99 -- 12,99 Euro.
    Meine neue Gefrierkombi (Ausfallaustausch) schlug mit 1100 Euro zu Buche, welcher Minderverdiener soll denn diese Ausgaben stemmen?
    Willst Du etwa, das wir Deutschen auf unseren hart erarbeiteten Wohlstand verzichten, das dann andere Nationen die Rohstoffe verbruzeln?
    Wer das energieintensive Internet benutzt, sollte nach anderen Menschen keine Vorwurfs-Klamotten werfen.
    H.E.

  45. …na mitgedacht? sorry -- my brain is a mess -- es (CAOS) muß natürlich CoalAtomOilShalegas heißen… thumbs up wer es auch lustig findet…

  46. @Heller
    Ich bitte zu bedenken, das Kohlekraftwerke grundsätzlich als Dreckschleudern oder Klimakiller bezeichnet werden, daher sollten wir den Zufallsstromerzeugern oder biologischen Hungermaschinen auch die gebührenden Hochachtung entgegenbringen…..im Sinne des Arten/Naturschutzes halte ich die Bezeichnung “Vogelschredder” für durchaus angebracht, da es den grausamen Tatsachen entspricht.
    Die Gegenseite spricht mit klar definierten Anti-Wörtern um beim Leser eine grünfundamentale Reaktion auszulösen, deshalb bin ich der rein persönlichen Meinung, das die superkorrekte Wortbildungen unsererseits im gegenpropagandistischen Sinne nicht zielführend ist.
    Und ja, ick hab jetzt einen Knoten in der Zunge.
    MfG
    H.E.

  47. @HE…on again (+0,15kW). Na Verzicht ist doof -- habe ich ja geschrieben, übrigens befunzelt auch LED mein Haupt während ich hier tippe und es rechnet sich -- zumindest, wenn es in ein paar 1000h immer noch funzelt. Phoebus läßt grüßen? An die Braunkohle will ich gar nicht denken, auch wenn unter dem eigenen Häuschen keine liegt, so kann ich mich als Nachfahre von Heimatvertriebenen in das Schicksal von -- immerhin relativ zivilisiert -- umgesiedelten Baggerflüchtlingen hineinversetzen. Wohlstand will ich auch niemandem abknappsen, sondern wie an anderer Stelle von R.Kipp zitiert war ja mal die Idee der EE auf dem Schwerpunkt Umweltschutz im Sinne von Luft-Wasser-Reinhaltung. Das mit dem Klima war zwar schon latent dabei -- hat aber niemanden so richtig interessiert und kam ja erst viel später durch Frau M. so uranschwer auf die Waagschale. Was also das Ressourcenverbrauchen angeht, kann aber der Imperativ nicht lauten: “Wenn ichs nicht tu, dann machts ein anderer”. Das ist mir mit Verlaub zu kindisch und damit kann ich auch einer Frau im Stadtpark nachstellen (warum hat sie denn auch den Mini ran die olle….). Wollte also unterstreichen, daß es eben echt viel ist, was wir ziehen und daß da auch keine 27TWh Speicher helfen. (habe übrigens im Kundenauftrag ein aktuelles 55kWh Speicher-Angebot nebst Insel-WR und allem pipapo vorliegen, Preis 373,00EUR/kWh, zzgl. MWSt. nachzuladen über Diesel-Notstrom und zur Krönung: ironischerweise für das Privathaus eines 90GWh/a-Kunden, der sich vor dem blackout fürchtet….kein Witz)

  48. @Mitdenker
    Sorry, gelegentlich erschließt sich mir die Ironie nicht, selbst wenn sie vor meinen Füssen liegt.
    Es ist ja nicht so, das ich EE komplett ablehne, helfen sie doch die Rohstoffe zu strecken, aber was derzeit in Deutschland abgeht, ist eine rein lobbyistengesteuerte Verarschung der Bevölkerung samt Gewinnversprechen für die vorgenannte EE-Lobby.
    Dat is keene Energiewende sondern das hirnlose Dahinpappen von Zufallsstromerzeugern, ohne Netze zu haben, ohne ausreichende Speicher zu besitzen……und fein artig sämtliche auflaufende Kosten auf Otto-Normalo abzuwälzen.
    Inzwischen verdienen derart viele Leute an der ungesteuerten Energiewende ihr Geld, das dieser Irrsinn nicht mehr in realistische Bahnen zu lenken ist.
    Während die Chinesen mit Thorium rumexperimentieren…..ham wir Deutschen erschreckt den Kopp in den Sand gesteckt, ohne zu ahnen, dat auch der geringfügig atomar strahlt.
    H.E.

  49. @Mitdenker #42

    …aber machen denn die oben gegebenen und kontrovers diskutierten Zahlen nicht uns allen deutlich, daß wir auf einem schön pervers hohen Verbrauchsniveau surfen (ich ja jetzt auch)

    Ich weiss ja nicht wen sie mit “wir” meinen. “Ich ja jetzt auch” verleitet mich zu der Annahme, dass “wir” so der durchnittliche Bürger eines OECD-Landes sein soll. Ich kann mir da locker deutlich höhere Niveaus vorstellen. Kriege ich ja täglich in den Medien vorgeführt. Aber gut 2 Drittel der Menschen auf dieser Erde surfen auf einem deutlich niedrigeren Niveau und ich habe so den Eindruck, dass die das ändern wollen. Die NIEs können wir uns schon nicht leisten, eine Weiterentwicklung der Kernenergie vielleicht schon. In der sich industriell entwickelden Welt werden bis auf Weiteres die fossilen Energieträger Vorrang haben. Sehen sie auf China, obwohl die die Kernenergie schon fest im Blick haben. Das muss weder zu zu unlösbaren Verteilproblemen noch zur Zerstörung der Umwelt führen, wenn wir das nicht mit dem Versuch, die Probleme, die wir mit unserem Verbrauchsniveau so intellektuell haben, zu exportieren, herbeiführen. Verbrauchsniveau verbessern, uns möglichst unabhängig von der Natur machen, diese möglichst wenig zu zerstören und mit den aufstrebenden Nationen zusammenzuarbeiten wäre aus meiner Sicht erstrebenswert. Das bedeutet aber so in etwa die Verdoppelung von CO2 in der Atmosphäre. Das ist keine Verschmutzung. Kann man wahrscheinlich gut mit leben.

  50. @Heinz Eng #48

    helfen sie doch die Rohstoffe zu strecken

    Das tun die EE sicher in Gegenden, wo kein ausreichendes Netz vorhanden ist und Backup durch Kleingeneratoren gewährleistet wird. Bei einem vorhandenen Netz mit Grossgeneratoren müssten sie das erst einmal belegen. Eigentlich sieht das nach der Literatur nicht so aus und ob ein Schwarm von Gasmotoren die Effizienz eines GUD-Kraftwerks erreicht, ist wohl auch eher anzuzweifeln. Eigentlich ergibt sich das schon aus den Kosten. Die EE-Befürworter versuchen ja verzweifelt die Kosten der konventionellen Energierzeugung hochzusetzen und die eigenen Kosten herunterzurechnen, obwohl sie sich damit der Gefahr aussetzen, dass man nach dem Sinn der Subventionierung fragt. Bei uns helfen die nicht, die Rohstoffe zu strecken, selbst die Biogasanlagen hätten Probleme mit so einer Argumentation.

  51. @Heinz Eng

    #41
    Das wäre das Ergebnis der Rechnung (unter den dort aufgeführten Annahmen), wenn man die etwas seltsame Wind-Zeitreihe glaubt, die beim Kombikraftwerk(I)-Projekt ausgewiesen wurde. Zieht man den Verlauf der EEG-Windeinspeisereihe heran, landet man eher bei 30TWh.

    Was allerdings zunächst wenig zu sagen hat außer daß das die Rahmenbedingungen sind, mit denen wir ein exemplarisches Jahr 2006 etwa hätten durchstehen können. Was machen wir aber, wenn wir mal ein windschwaches Jahr haben -- so -5% oder gar -10%, oder gar einige solcher Jahre hintereinander erleben?
    Dann fehlen uns -- je nach Windanteil im EE-Mix -- in überjähriger Betrachtung ganz schnell mal zusätzliche Kapazitäten in mindestens der gleichen oder gar mehrfacher Größenordnung; Zusatzkapazitäten, die allenfalls überjährig mal umgeschlagen würden und deshalb ökonomisch noch viel ruinöser wären als es ein unterjähriges Ausgleichsvorhaben allein schon wäre.
    Also würde es wieder darauf hinauslaufen, die EE-Kapazitäten um eine entsprechende Sicherheitsreserve aufzustocken und die in normalen oder guten Jahren anfallenden Überschüsse einfach zu verwerfen. Und ähnlich sieht es auch für das unterjährige (saisonale) Ausgleichsvolumen mit seiner geringen Umschlaghäufigkeit 1/Jahr aus.

    #43
    War nicht auf Sie gemünzt; ich bin nicht so nachtragend und hab ein recht dickes Fell. Es gibt aber immer wieder mal Menschen, denen das Ergebnis ideologisch einfach nicht paßt und die deshalb auch nicht sachlich darüber diskutieren wollen, wie es zustande gekommen ist -- egal wie trivial das Verfahren eigentlich ist.

    Nochmal zur Erläuterung: Die angenommene EE-Produktionszeitreihe abzgl. des zeitgleichen Lastverlaufs ergibt eine Serie von Überschuß- bzw. Mangelsituationen, den sog. Residualleistungsverlauf. Wenn man den absteigend sortiert als Dauerlinie darstellt, dann besteht die Speicheraufgabe darin, Arbeit (Flächen unter der Kurve) von der Habenseite auf die Sollseite zu verschieben. Dabei sind zunächst Kappungen zu berücksichtigen, die durch die Maximalleistungen der verwendeten Speicher beim Ein- und Ausspeichern entstehen (dh die Residualleistungen werden ggfs. oben und unten beschnitten).
    Und zuletzt gibt’s dann eben noch die Vorgabe, daß die verbleibende Fläche auf der Habenseite entsprechend dem Speicherwirkungsgrad größer sein muß als die verbleibende Fläche auf der Sollseite. Dazu optimieren wir den Substitutions-(Abdeckungs-)grad mit EE eben so, daß sich das gewünschte Flächenverhältnis einstellt.

    Nun noch die ursprüngliche zeitliche Reihenfolge wiederherstellen und den aus Zu- und Abflüssen resultierenden Speicherverlauf im Jahresgang durch laufendes Aufsummieren rekonstruieren … fertig.

  52. @W.Flamme
    Erstmal vielen Dank für Deine Erklärungen, somit haben wir eine halbwegs verlässliche Hausnummer, mit was wir an Speicherkapazitäten in der Zukunft zu rechnen haben.
    Wie gesagt….die Bandbreite der Aussagen diverser Institute geht ja von knapp 10 TWh bis zu 85 TWh bei einer Vollversorgung mit Zufallststromerzeugern, wobei anzumerken ist, das dort die Biomasse ein Großteil an Ausgleichsleistungen stellen sollte…und somit bei derzeitigen Einspeisepreisen sofort unrentabel werden würden.
    Weiterhin hast Du natürlich auch beim Windindex völlig recht…..ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die Windverbände die guten Wind-Jahre bis 2008 einfach weiter hoch gerechnet haben um dann miterleben zu müssen, das plötzlich der Windindex bis auf unter 90% gerutscht ist.
    Ergo kommt zum Tag/Nacht….Sommer/Winter auch noch der 10-Jahresausgleichsstromspeicher auf uns zu, wenn man den irrsinnigen Wahn konsequent bis zu Ende denkt.
    Tja, auch das ist nur die halbe Wahrheit, weil die tollen EE-Vollversorgungspläne ganz stark mit bis zu 25% Stromimporten aus dem Ausland (natürlich nur grünen Strom) gerechnet haben. So wie es aber jetzt aussieht, dürfte in ganz Europa in einigen Jahren einen Mangel an Kraftwerkskapazitäten herrschen…..vor allem auch, weil sich Deutschland schnöde aus der energetischen Solidargemeinschaft mittels Atomausstieg verabschieden will.

    Während deutsche Politiker noch das Hohelied auf die Erneuerbaren singen, hat sich wohl heute, neben Siemens; nun auch die Firma Bosch aus den Desertec-Projekt verabschiedet, was ja 2050 einen Teil unserer grünen Stromimporte abdecken sollte.
    Energetisch denke ich europäisch….was ja der UCTE-Stromverbund auch unbedingt erzwingt, deshalb habe ich ja schon vor Jahren vor den irrsinnigen Alleingang Deutschland gewarnt…….wurde aber, wie Du auch…..nur verlacht.

    Tja…und dann kommt der absolute Treppenwitz des Jahrtausends, während Deutschland krampfhaft versucht mittels ungeeigneten Stromerzeugern das Klima zu retten, bohren die Amis tiefe Löche in die Erde um in ein paar Jahren von Brennstoffimporten unabhängig zu werden.

    MfG
    Heinz Eng
    PS. Schön das Du wieder da bist

  53. @Mitdenker

    Ick hatte gestern Abend wohl schon mehr Schlaf in den Augen als gut war, deshalb ist mir bei Dir auch was entgangen….

    55kWh Speicher-Angebot nebst Insel-WR und allem pipapo vorliegen, Preis 373,00EUR/kWh,

    Ick bin neugierig, Du musst hier auch keine Firmennamen und solchs Zeuchs freigeben…….mich würde nur der Akku interessieren, wat is dat für einer?…..Blei oder Lithium…..oder wat ganz anderes?
    MfG
    H.E.

  54. # 53

    apropos Akku: ibc macht doch so schön Werbung für ihren Akku. Solstore irgendwas… ich hab mal nachgeschlagen: das Ding kostet etwa 7200 Euro, hat ne Kapazität von 6,8 kWh, und hält bei 50% Entladung 2000 Zyklen …

    Fazit: nen teuerer Spaß für Idealisten, Gläubige oder Dumme

  55. Apropos “Speicher leer”……anscheinend tritt dieser Mangel nun auch bei “Flexstrom” ein.

    Stromkonzerne zweifeln an Flexstrom

    Ein Jahr nach der Pleite von Teldafax steht der deutsche Strommarkt nach Recherchen des Handelsblatts vor einer erneuten Belastungsprobe. Flexstrom, mit 570.000 Kunden derzeit größter unabhängiger Anbieter, befindet sich bei allen vier großen Stromkonzernen nach häufigem Zahlungsverzug unter Beobachtung. …

    Die Umlagen, Steuern, Konzessionsabgaben und Netzentgelte für Strom belaufen sich laut Verbandsangaben auf 19 bis 20 Cent pro Kilowattstunde – und in dieser Summe sind die Kosten für den Strom selbst sowie den Geschäftsbetrieb noch gar nicht enthalten. Flexstrom bietet Neukunden den Strom aber schon ab 11 Cent pro Kilowattstunde an – sofern sie per Vorkasse zahlen…..

    Gero Lücking, Vorstandsmitglied des Flexstrom-Konkurrenten Lichtblick AG sagte dazu dem Handelsblatt: „Man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass hier mit Dumpingangeboten offenbar schnell Geld eingesammelt werden soll.

    Tja, hier scheint wohl die nächste Pyramide in sich zusammen zu brechen……..arme Kunden die schon ein ganzes Jahr bezahlt haben…..Geld weg und neuen Anbieter suchen und nochmals löhnen.
    Übrigens…..bei Teldafax begann sich die Pleite auch damit anzukündigen, das sie immer unregelmäßiger die Durchleitungsgebühren an die Netzbetreiber zu überweisen……..ham wa bald den nächsten Skandal?
    H.E.

  56. Folgende Meldung wird wohl bei einigen Menschen ein schadenfrohes Grinsen aufs Gesicht zaubern…….

    E.On kippt Gewinnprognose
    Der Konzern stehe “im Stromerzeugungsgeschäft vor immensen Belastungen”, sagte Konzernchef Johannes Teyssen. Das angestrebte Ziel eines nachhaltigen Gewinns von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro erscheine 2013 angesichts der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und der strukturellen Veränderungen im Energiesektor nicht mehr möglich.

    Nun ja……war abzusehen beim Irrsinn, der sich da “Energiewende” nennt……..das eigentlich interressante ist aber hier versteckt:

    Das schnell wachsende Angebot an Solarenergie führe dazu, dass inzwischen “gerade die sauberen und flexiblen Gaskraftwerke derzeit kaum rentabel zu betreiben” seien, beklagte Teyssen in einem Brief an die Aktionäre. Deshalb werden auch die Schließung von Standorten geprüft. Bei Anlagen, die für die Stabilität der Stromversorgung wichtig seien, suche das Unternehmen mit Netzbetreibern und Behörden nach Lösungen.

    Tja, wir alle ahnen wohl wie die Lösung aussehen wird…….wir werden auch dafür noch extra zahlen…..egal wie man auch die Umlage nennen wird.
    Gaskraftwerke…..nach Träumen der Energiewendlinge ein wichtiges Standbein für die Zukunft……bricht wohl schneller wech als geplant und geahnt. Ick werde mal unseren Pummelchen ein paar Kopfschmerztabletten schicken…..denn dat wird er unter Garantie kriegen….. Kopfweh.
    Und flott geht es weiter mit der Fahrt….nächste Station……der Abgrund.
    H.E.

  57. @Heinz Eng (#52)

    wobei anzumerken ist, das dort die Biomasse ein Großteil an Ausgleichsleistungen stellen sollte…

    Diese müßten dann natürlich in einem weiter verfeinerten Modell nach Leistung und Jahreskapazität berücksichtigt werden. Grafisch würde die Integration dieser Strategie dann bedeuten, die Residualleistung auf der Mangelseite maximal um diese Leistung anzuheben, wobei die angehobene Fläche der zur Verfügung stehenden Jahresarbeit entsprechen muß.
    Klar ist aufgrund des generellen Verlaufs der Residualdauerlinie, daß es um die Biomasse-Vollaststunden dann dürftig bestellt ist, was in der Folge auch noch einen Gutteil der angeschlossenen KWK-Konzepte knicken dürfte.

  58. @W.Flamme

    Wenn Du mal was lustiges lesen möchtest…..hier eine Studie zur 100% igen Energieversorgung Deutschland mit regenerativen Energien von Juni 2010.
    http://www.fvee.de/fileadmin/politik/10.06.vision_fuer_nachhaltiges_energiekonzept.pdf
    Lauter honorige Institute, Fraunhofer so weit man blicken kann……und schon heute voll an den Realitäten vorbeigeschrammt. Interessant wirds ab Seite 35…..bis hin zu den Differenzkosten….die schon heute doppelt so hoch sind als in der Studie für 2012 angegeben sind. Besonders auffällig an dieser Studie….jede Menge Quellverweise auf “WWF”-Machbarkeitsstudien.
    Diese Studie geht zum Beispiel von 20 TWh Speicherbedarf aus, bei einen Stromimportanteil von 20 %.
    Dat Dingens ist mir bei der Blindsuche bei “Gackel” als erstes unter gekommen, eigentlich suche ich die neuste UBA-Studie…wo die Bioenergie bei der Stromversorgung noch eine größere Rolle gespielt hatte.

    Natürlich sind Bio und KWK die Verlierer, denn schon heute darf bei Starkwind jede Anlage ab 100 kW abgeschaltet werden, wenn der ÜBN das anweist.
    Hmm, inzwischen ist es um die Machbarkeitsstudien so ziemlich still geworden oder ick hab dat Thema nur aus den Augen verloren…….vllt traut sich auch keine mehr solchen Unsinn zu fabrizieren.
    Ups….ich muss wech
    MfG
    Heinz Eng

  59. Herr Flamme,
    ist eine Verfeinerung wirklich nötig?
    Für 30TWh bräuchten wir doch schon 3500 mal die PSW Goldisthalklasse a 0,0085 TWh mit je 12 MIo.m^3 Wasser. Der Bodensee wäre fast leer.

    Zügellos ausgebaute EE wird alles in den Bankrott reiten, auch Biomasse, auch die KWK, auch die putzige SchwarmKW von Lichtblick, auch Gas GUDs, und alle fossilen KW.

    Es sei denn, wir hätten den Kommunismus. Auf niedrigen Niveaus ist alles möglich ;-)

  60. @W.Rassbach (#59)

    Ja, ich denke schon, daß diese Verfeinerung wichtig ist.

    Dabei geht es nicht so sehr um Biomasse an sich, sondern um ihre Charakteristik als steuerbare Quelle. Sie könnte also auch repräsentativ für Anforderungen und Leistungsfähigkeit an vergleichbare Quellen (auch konventionelle) stehen. Im ungünsigsten Fall erfahren wir also etwas über Größe und Eigenschaften unserer unvermeidlichen fossilen Abhängigkeiten.

    Oder anders formuliert:
    Momentan scheint mir die öffentliche EE-Diskussion stark von den großen Freiheiten Wind und Sonne dominiert zu sein. Hier haben wir aber die Möglichkeit, etwas wichtiges (vielleicht entscheidendes) über die begleitenden Zwänge und Unfreiheiten zu erfahren, die die zukünftige Gestaltung dieser Wende womöglich entscheidend mitbestimmen werden.

  61. @W.Flamme

    Verfeinerung……ick hab mir nochmal das Energiekonzept der Bundesregierung angesehen, da sind aber kaum Zahlen vorhanden, eher ne Menge unkonkreter Wunschvorstellungen.
    Richtig exakt und mit Modellen und tollen Statistiken ausgerüstet ist die UBA-Studie von 2010, die mit Wetterdaten von 2006-2009 operiert und für mich die derzeit “beste” Studie darstellt, die auf dem Markt zu finden ist.
    http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3997.pdf
    Mal ein paar Eckdaten um im Jahre 2050 unseren Energiebedarf vollständig aus Regenerativen zu decken:
    Gesamt: 259,9 GW installallierte Leistung für durchschnittlich 534 TWh Jahresbedarf.
    Photovoltaik…120 GW…..104 TWh….867 Vollaststunden
    Onshore….60 GW…..170 TWh……2.829 Vollaststunden
    Offshore….45 GW……177 TWh…..3.929 Vollaststunden
    Geothermie…6,4 GW….50 TWh…..7.889 Vollaststunden
    Biomasse…23,3 GW…..11 TWh…472 Vollaststunden
    Laufwasser….5,2 GW…..22 TWh….4.288 Vollaststunden

    Speicher: 44 GW Methan/Wasserstoff……der über die Zeit mit 10….-….85 TWh gefüllt ist, weiterhin sollen 10 Millionen KFZ mit einen Akku von 40 kWh im Lande rumkurven…..und allerlei anderer Mätzchen.
    Tja…..zumindest wissen wir, was auf uns zu kommen könnte, wenn die so bauen dürften, wie se wollten. Da aber die Photovoltaik schon jetzt bei 52 GW gedeckelt wurde, ist auch diese Modellierung nicht mehr aktuell.

    Sorry, stastistisch sehe ich hier keinen Stich mehr…..aber die Volllaststunden bei Onshore und Offshore erscheinen mir etwas zu fett, dafür sieht man aber an der Biomasse, wer der Verlierer sein wird.
    Ach übrigens…..die PSW sollen +/-4.000 MW Regelleistung übernehmen und die Importe liegen dann bei 23 TWh.
    Dat wird teuer.

    Heinz Eng

  62. Diese müßten dann natürlich in einem weiter verfeinerten Modell nach Leistung und Jahreskapazität berücksichtigt werden.

    Ich habe kürzlich einige Zeit mit dem Sammeln von Daten verbracht. Dazu gehören die Erzeugungsdaten von Wind und PV der letzten Jahre in 15minütiger Auflösung von Transparency EEX und teilweise den einzelnen Netzbetreibern. Was mir noch fehlt sind gute Daten zur Netzlast.

    Wenn das als hilfreich angesehen wird könnte ich die Daten in einem Netzlaufwerk o.Ä. zur Verfügung stellen.

  63. Ist nicht bisher 2007 das Jahr mit den meisten Volllaststunden Windenrgie (Onshore) mit nicht ganz 1700 Stunden?
    Mal eben locker 66% mehr Vollaststunden dazu dichten ist schon komisch.

    Ebenso Offshore fast 4000 Volllaststunden sind schon merkwürdig, weil nur alpha ventus diese 4000er Marke erreicht und 2011 war gutes Windjahr “da draussen”. Allgemein sieht es aber auch anders aus

    http://windmonitor.iwes.fraunhofer.de/windwebdad/www_reisi_page_new.show_page?page_nr=470&lang=de

    Aber mit Phantasie bekommt man die Wende hin

  64. Solarnews aus Australien:

    Australia’s $1.3 billion massive Solar Dawn solar thermal project has been canceled.

  65. @Rudolf Kipp

    Ich verwende dazu standardmäßig die (auf Durchschnittsleistung skalierte) Lastzeitreihe des Kombikraftwerk1-Projektes; die geben die täglichen, wöchentlichen und saisonalen Veränderungen mE plausibel wieder. Die EE-Einspeisungen sind ja nicht wochentagabhängig, von daher ist dieser Verlauf in diesem Zusammenhang auch für andere Jahre gut.
    Ansonsten wird das ein größerer Erhebungsaufwand, denn die ÜNB erfassen ja nur Zu-/Abflüsse ihres jeweiligen Übertragungsnetzes, was sich an horizontalem Ausgleich in den unterlagerten Subnetzen abspielt, können sie nicht erfassen. Und da hängen eben nicht nur die EE dran (die ja meßtechnisch erfaßt werden und zur vertikalen Netzlast addiert werden könnten) sondern eben auch andere Eigenerzeugungsanlagen (zB Industrie, Stadtwerke). Und diese Erzeugung macht etwa 1/3 der Jahresarbeit aus und die Verläufe dieser Erzeugung sind meist undokumentiert, da kommt man als Normalbürger nicht an ausreichendes Stichprobenmaterial.

    PS: Veröffentlichung/Dokumentation von Rohdaten ist immer gut. :-)

  66. @Andreas Baumann

    Ich vermute mal, daß bei Onshore-Wind von einer verstärkten Erzeugung im Binnenland ausgegangen wird. Und da wird wg der geringeren Windgeschwindigkeiten eben meist ein kleinerer Generator verwendet, weil ein großer viel zu selten ausgelastet wäre. Die geringe Nennleistung dieser Binnen-WEA führt dann natürlich zu rechnerisch besserer Auslastung.

  67. @HE 53: also ohne Werbung zu machen (von der 3-Buchstabenfirma, die hier schon mal zitiert wurde): es sind 24 Bleizellen des Typs 10-OPzVsolar-1530-2V mit 1150/1530Ah in Serie. Im zitierten Preis sind Zellen, Batteriemanagement/-ladung, dreiphasiger 3x5kVA WR mit Umschaltung auf Inselbetrieb in 20ms und Montagematerial enthalten, so daß man nominal nach der gröbsten Entladekurve 55kWh, bzw. nach der flacheren 73kWh mit 80% nutzbarer Entladetiefe bei minimal 1500 bis max. 12000 Zyklen (bei 10% DOD) hat. Finde ich also tatsächlich sehr gut. Sind zwar ganz schöne Brummer, spart dem Kunden dafür den Kauf eines 30kVA Synchrongenerators, bei dem evtl. noch bei dieser Anwenundung mit Spannungsänderung durch Sternpunktverschiebung zu rechnen wäre, was unbedingt vermieden werden soll. Er hätte dann auch immer noch die Startpause von ein paar Sekunden. Zum Nachladen -- wenn notwendig -- reicht mit den Akkus dann ein 7,5kVA Diesel, zur Not auch noch kleiner.

  68. Nach meinen Recherchen bei TenneT sind nach §52EEG 200MW installierte Leistung von Bard und Alpha Ventus in Betrieb genommen.
    Tatsächlich wurde in 2012 max. 144MW einspeist. Ich bin gerade daran, diese Daten aufzuarbeiten.
    Hiernach ist der Volllaststundenäquivalent wie folgt:

    Jahr | Aquivalent
    2009 | 36,61%
    2010 | 34,96%
    2011 | 40,67%
    2012 | 26,43%
    Hier scheint etwas mit der Anlagentechnik nicht zu stimmen, oder TenneT hat etliche WIndmühlen nicht angeschlossen.
    mfG R.Schuster

  69. @MItdenker
    Vielen Dank für die Info…….also Bleiakkus….deswegen auch der relativ günstige Preis.
    Aber jetzt kommts……84,6 Kg pro Zelle * 24 Stück = 2030 Kg…..2 Tonnen Akku im Keller, boah eyh.
    Der Kunder muss ein echt großen Keller haben, *grins*
    MfG
    H.E.

  70. Der Keller muss nicht nur groß sein:

    Er braucht eine Zwangsbelüftung wegen des möglichen Gasaustritts (mit Explosionsgefahr!) aus den Akkus, eine säurefeste Bodenwanne, eine hohe Versicherung wegen der vielen Gefahren, die Wartung muss von einem ausgebildeten Fachmann durchgeführt werden, für die Feuerwehr ist das eine besondere Gefahrenzone und ein paar Tonnen Blei sind stets höchst umweltgefährdend und wenn die Batterie am Ende ist, ist eine Menge Giftmüll teuer zu entsoregen.
    Von den Kollateralschäden, z. B. beim Abbau und der Verhüttung des Bleierzes (Wahrscheinlich in China, mit Arbeitern ohne Arbeitsschutz) usw. gar nicht zu reden.
    Halt so richtig ‘Öko’ *grins*.

  71. @Baumann
    Onshore 2800 Volllaststunden……die Diskussion hatte ich schon vor zirka 2 Jahren mit Wolfgang……..sind in erster Linie ein Artefakt aus einer Studie der EE-Lobby, der sich durch jede weitere Nachfolgestudie schleppt.
    Bis 2007 ging ja der Windindex Jahr für Jahr schön nach oben…..und man hat dann einfach weiter aufwärts skaliert als ob es kein Morgen gibt., da diese Studie wohl noch von 2008 war, kam der Hammer erst später.

    Hohe Windräder mit relativ kleiner Leistung (2 MW)…..selbst da macht die Realität ein größenwahnsinnigen Strich durch die Rechnung.
    Wir ham jetzt am Lausitzring einer der größten Windräder der Welt stehen…eine E-126.….7,58 MW Leistung, Nabenhöhe=135 Meter, Rotordurchmesser=127 Meter, Gewicht=2800 Tonnen, Gewicht des Fundaments=3.500 Tonnen und soll angeblich 17.000 MWh Strom erzeugen.
    Diese Energiemenge sind aber auch nur 2600 Volllaststunden….und keine 2800.

    Dritter Kritikpunkt……an der Praxis des ausufernden Ausbau der Landschaft mit diesen Dingern ist klar zu sehen, das auch windschwache Standorte gewählt werden……Hauptsache Platz, scheiß doch auf die Wirtschaftlichkeit.

    Deshalb sagt mir mein Bauchgefühl (an Betriebsdaten ist schlecht ranzukommen) das diese 2800 Volllaststunden im Onshorebereich extrem stark übertrieben ist…….und somit die Simulationsrechnung für 100% EE der tollen UBA-Studie fehlerhaft sein muss und das Endergebnis falsch ist.
    Ich dachte eigentlich, die ham endlich mal dazu gelernt.
    MfG
    H.E.

  72. @Tritium
    Zu Ostzeiten hab ick in einer Firma gearbeitet die Gabelstapler auf Elektrobasis hatten.
    Hinten waren Bleiakkus mit knapp einer Tonne Gewicht eingebaut……die Stecker waren Verschleißmaterial, die Ladestation und der Akkuraum immer ein Garant für Säure-Löcher im Arbeitsanzug.
    Es war eine schwere und echt stinkige Arbeit mit der Wartung dieser Viecher…….nie wieder, sag ich Dir.
    Hmm, wenn aber Bleiakkus noch so große Anwendung als Puffer finden, scheint es praktisch noch ziemlich dünn mit den Lithiumdingens bestellt zu sein.
    H.E.

  73. @ heinz

    Ich hätte hier zahlen von klein Betreibern
    http://www.windfang.net/cms/index.php?id=73475&s=windfang
    http://www.netohg.de/4.html

    Hier aus meiner Ecke mit denen man sich herum ärgert.

  74. @ Rolf Schuster #68

    Das Thema der installierten und tatsächlichen Offshore Leistung hat Günter Keil hier vor kurzem ausführlich behandelt:

    Das Offshore-Chaos

  75. @Heinz Eng (#71)

    Es geht mir doch darum zu zeigen, daß Vollaststunden im Rahmen der üblichen (ggfs. impliziten) Annahmen durchaus manipulierbar bzw begründbar sind -- weshalb der Nachweis kaum zu führen ist, daß dies ein Fehler ist oder gar Täuschungsabsicht dahinter steckt.

    Nehmen wir mal an, es wird eine installierte Leistung von 1895MW geplant, mit diesen 7,58MW-Anlagen. Sie rechnen mit einem bestimmten Preis pro kW_inst, der Preis für diese Gesamtleistung ist also eine Konstante. Und dann kommen Sie beispielsweise auf 2600 Vollaststunden im Jahr und halten 2800 Stunden für geschönt.

    Wenn Sie aber davon ausgehen, daß die Generatoren nur 5MW Leistung haben, dann verschiebt sich die Vollaststundenzahl deutlich nach oben. Vollast wird ja dann nicht erst bei zB 13m/s Windgeschwindigkeit, sondern schon bei zB 11m/s erreicht, ein Zugeständnis an die ungünstigeren Windverhältnisse. Erkennen kann man so eine Prämisse nur dann, wenn ausdrücklich auf die Zahl der Anlagen Bezug genommen wird, da stehen dann nämlich 379 5MW-Anlagen statt wie vorher 250 7,58MW-Anlagen.

    Kurzum, bei Ansätzen, die auf installierter Nennleistung und festen, nennleistungs-proportionalen Kosten basieren, sind die Vollaststunden eine ziemlich variable und damit manipulierbare Größe. Und da die Vollaststunden ja proportional zum kWh-Ertrag sind, sind auch die Erzeugungskosten je kWh eine ziemlich variable und manipulierbare Größe. Wie kann das sein?

    Der Fehler liegt natürlich in der Prämisse, daß die Kosten je kW_inst eine konstante Größe sind. Denn wenn ich lediglich die Leistung des Generators von 7,58MW auf 5MW (also um etwa 1/3) reduziere, reduzieren sich die Anlagenkosten nicht ebenfalls um 1/3.

    Wenn also ein Täuschungsmanöver vorliegen sollte, dann liegt das nicht in überhöhten Vollaststundenangaben, sondern in Annahmen auf der Kostenseite -- sofern überhaupt erwähnt. Da zieht man dann womöglich die ‘Kosten-Lernkurven’ windhöffiger Standorte heran, standardisiert sie auf die dort installierte Leistung und überträgt diese Kennzahl blind auf deutlich ungünstigere Standorte.

  76. @Tritium
    Das sind Gel-Akkus… (hätte ich auch nicht anders erwartet).

  77. @W.Flamme
    Rechengenie gegen Technikerbauch……..ohne eine anständige Datenbasis können wir wohl beide nur raten.
    Was wir bräuchten, wären die Lebenslaufakten von 10 baugleichen WKA mit 2 MW Leistung über 6-8 Jahre, alle ohne größere technische Ausfallerscheinung und dann noch gleichmäßig über Deutschland verteilt, samt den Zeiten der Zwangsabschaltung durch den ÜBN durch Starkwindereignisse. (EnWG §13).
    Alle sollten 100 m Nabenhöhe haben, ein Drittel in Küstennähe, ein Drittel Flachland und ein drittel auf den Bergen installiert sein…..da hätte man zumindest eine Basis um den Taschenrechner mal quälen zu können.

    Nimm bitte die 2.600 Volllaststunden nicht so ernst, dat sind nur Prognosen des Windradaufsteller, dat Windmonster am Lausitzring läuft ja erst seit Mitte diese Jahres und Daten…….wern wir wohl nie zu sehen bekommen.
    Nur eins noch, dat Dingens hat wohl 15 Millionen Euro gekostet…..ganz schön fetter Happen…..und wenn man auf der Autobahn Richtung Dresden fährt, sieht man erst richtig, wie groß dat Viech wirklich ist.
    MfG
    Heinz Eng

  78. @Heinz Eng #77
    Warum ist das denn ausser für Investoren in Windparks relevant, ob die nun 2000 oder 3000 Vollaststunden im Jahr haben? Sicher, wenn ich einen Windpark von den frustierten Erstinvestoren kaufen will, dann, kann ich meinen Gewinn damit abschätzen, da ich ja meine erzielte Leistung bezahlt bekomme, egal wann das ist und ob sie irgendwer braucht. Wenn mein Interesse aber einer funktionierenden Energieversorgung gilt, dann muss ich Windparks daraufhin untersuchen, ob sie berechenbar Leistung zu bestimmten Zeiten liefern. Da das aber vom Wind abhängt, werde ich das nie können und muss Speicher haben. Über deren Grössenordnung ist sicher schon genug gesagt worden und über die Grösse des Gebiets, wo die Aussage “irgendwo weht immer Wind” halbwegs stimmt, eigentlich auch schon.

  79. @Gerhard

    Warum ist das denn ausser für Investoren in Windparks relevant, ob die nun 2000 oder 3000 Vollaststunden im Jahr haben?

    Tja……weil es dann um die WKA-Stückzahl geht, mit der man uns dann die Natur zusätzlich zupappt….und an der Stückzahl hängt dann wieder der Netzausbau, den wir auch noch über unsere Stromrechnung zu bezahlen haben.

    Bei einer wirklich durchdachten “Energiewende” hätte jeder Windpark einen eigenen Speicher mitbringen müssen, denn dann hätten wir nicht derart wahnsinnige Netzausbaumassnahmen zu stemmen……die absoluten Stromspitzen wären kleiner und die Flauten etwas weniger katastrophal.
    Aber wie gesagt…..wir haben keine Energiewende, sondern nur das masslose und planlose verteilen von Zufallsstromerzeugern über die gesamte Flächer der Bundesrepublik, was für die bis dahin völlig ausreichenden Stromnetze zur Belastung wird, was für den bis dahin völlig ausreichenden Kraftwerkspark zum Effizientsgrab wird und den Stromkunden zunehmend Löcher ins Etat reisst.

    Gier und Neid fressen Hirn auf.…..so kann man die Energiewende ja auch bezeichnen.
    H.E.

  80. Was passiert, wenn man eine Energiewende plant ohne auch die Energiewirtschaft in seine Pläne mit einzurechnen?
    Die wehrt sich zunehmend…..aus Kostengründen.

    Eon legt zwei Kraftwerksblöcke still

    Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon kündigte “wegen mangelnder Rentabilität” die Schließung zweier Gaskraftwerke an. Sowohl die ältere Anlage Irsching 3 bei Ingolstadt (Bayern) als auch Staudinger 4 bei Hanau (Hessen) sollen stillgelegt werden. Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT wolle die beiden Kraftwerke aber als Notreserve für den Winter nutzen. Konzernchef Johannes Teyssen zufolge sind entsprechende Verträge kurz vor der Unterzeichnung. Des Weiteren gab Eon bekannt, dass das Neubauprojekt Block 6 im Kohlekraftwerk Staudinger nicht fertiggestellt werde.

    So weit, so übel…….aber es geht den nächsten Speicher auch an den Kragen, dat Pumpspeicherkraftwerk Atorf….

    Großinvestitionen für Energiewende auf Wiedervorlage

    Der Ausbau eines risikoarmen Kraftwerksparks für die Energiewende gerät immer mehr ins Stocken. Mehrere Pumpspeicherprojekte und Offshore-Windfarmen sind gestoppt worden. “Wir haben derzeit keine konkreten Investitionspläne für die nächste Zukunft”, sagte der scheidende RWE-Finanzchef Rolf Pohlig am Mittwoch bei der Präsentation der Quartalszahlen. Die Bemerkung bezog sich auf das größte Wasserkraftprojekt in Deutschland, das rund 1,6 Mrd. Euro teure Pumpspeicherwerk Atdorf im Schwarzwald. RWE wollte es gemeinsam mit dem EnBW-Konzern errichten……
    Auch Eon will den Ausbau eines Pumpspeicherwerks, Waldeck, verschieben.

    Speicher ade…….und zusätzlich dürften auch die Netzkosten explodieren…

    Der Netzbetreiber Tennet will zwei Eon-Gaskraftwerke als Notreserve buchen, die ansonsten stillgelegt würden. Sie spielen ihre Kosten danach nicht mehr über den Stromverkauf, sondern über eine Bereithaltungsgebühr ein, die über die Netzentgelte auf den Strompreis aufgeschlagen wird.

    Jut, man kann ja gerne auf die pösen Strommonopolisten rumschimpfen……aber dat ist nun mal so, wenn man erst die Liberalisierung durchprügelt und dann diese Unternehmen zwingt den Sozialismus einzuführen.
    Ergo….werden wohl demnächst große Teile der Energiewende in den Netzkosten versteckt und wir zahlen uns dann dumm und dämlich für dat bisserl Strom, was wir uns dann noch wagen zu verbrauchen.
    Dat sind eben die Konsequenzen wenn Ethikräte, Politiker und EE-Lobbyisten eine Infrastruktur umbauen…..es wird ein teures Experiment mit offenen Ausgang und das Volk zahlt auch noch freiwillig dafür, weil ideologisch verblendet.

    Und weit und breit kein Kübel da, der auch nur annähernd die Kapazität hat, das Erbrochene noch aufzufangen.
    Würg und wech
    H.E.

  81. …das rund 1,6 Mrd. Euro teure Pumpspeicherwerk Atdorf

    Ups!
    Ursprünglich war nur von Kosten von 1,0 Milliarden die Rede.
    Da muss ich ja meine überschlägigen Kostenrechnungen für den endgültigen Speicherausbau bis 2050 glatt um 1000 Milliarden € nach oben korrigieren.

  82. @Tritium

    Hihi…..vlllt ham se schon die Schmiergelder mitgerechnet, die an diverse Umweltverbände, Bürgerinitiativen und sonstige Handaufhalter gezahlt werden müssen um diese ruhig zu stellen.
    Ich glaube mich da ein paar Vorfälle zu erinnern, die beim Bau von Goldistal vorgekommen sind, müsste jetzt aber erst suchen……wozu ich aber weder Zeit noch Lust habe.
    H.E.

  83. Tja Leute. So was kommt kommt von so was

    Blackout legt München lahm

    Ausgefallene Ampeln, steckengebliebene Fahrstühle, chaotische Szenen in Haushalten und im Nahverkehr: Nach einer Explosion in einem Umspannwerk sind Teile der Münchner Innenstadt und des Umlands seit dem frühen Morgen ohne Stromversorgung. Langsam normalisiert sich die Lage jedoch.

    Angeblich war ein Schaden im Heizkraftwerk Nord die Ursache für den Stromausfall. Betroffen waren demnach die Innenstadt, Schwabing, Laim, Pasing, Lehel, Giesing, Sendling, Riem, Berg am Laim und Solln -- und damit beinahe die gesamte Landeshauptstadt.
    Primäre Ursache soll allerdings ein zu hoher Bedarf (Verbrauch) gewesen sein, der von den verbliebenen Zuleitungen nicht gedeckt werden konnte.
    Vielleiht war es ja auch nur eine Übung für den zu erwartenden Ernstfall.

    feixt der Moosgeist

  84. @Moosi
    Hmm, eigenartige Sache, die Süddeutsche spricht von explodierten 110KV Isolatoren……und eigentlich dürfte früh um Sieben auch noch nicht ein so hoher Strombedarf da sein…..der steigt erst steil bis zirka 11:00 Uhr an.
    Na mal gucken, was die SWM noch freiwillig an Infos rausrücken.

    Interessant dagegen wieder mal die Bevölkerung, die sich beschwert hat, das ja die Stadtwerker nicht ans Telefon gegangen sind…….auch die Medien moserten rum, das sie nicht gleich augenblicklich umfassende Infos bekommen haben.
    Meine lieben Mitbürger und Stromkunden, als elektrotechnischer Mitleidensgenosse möchte ich euch um eins bitten……wenn der Strom schon mal flächig ausfällt…..bitte, bitte, bitte….. ruft nicht an, blockiert uns nicht die Telefananschlüsse, nur weil ihr wissen wollt wie lange das noch geht, was los ist…..wann der Strom endlich wieder kommt…..oder ob wir zu blöde sind….und allerlei sonstig sinnfreies Begehren, dat selbe gilt natürlich auch für die Medien……wenn wir selber auf Störungssuche/Beseitigung sind, ham wa keine Zeit mit Hunz und Kunz zu quatschen.
    Wir reissen uns den Arsch auf um die Stromversorgung schnellstmöglich wieder zum Laufen zu kriegen, da ham wa einfach keine Zeit mit den eng begrenzten Mitarbeiterstab auch noch Jeden Rede und Antwort zu stehen…….dat hat nämlich Zeit.
    Entweder ihr wollt Strom oder Antworten……beides gleichzeitig geht nun mal im Havariefall net, besonders nicht bei kleineren Stadtwerken ohne aufgeblähten Wasserkopp.

    MfG
    Energie-Ossi…….alias Heinz Eng

  85. Jetzt aber im Ernst mal was grundsätzliches zur Kalkulation des Speicherbedarfs:

    1. Da Speicherkosten sich etwa umgekehrt proportional zum Effektiv-Faktor des Zufallserzeugers verhalten (Wenn Effektivleistung = Nennleistung =F=1, dann 0 Speicherkosten, wenn Effektivleistung <>Speicherkosten) ist es von entscheidender Bedeutung, welche NIE betrachtet werden bzw. welcher NIE-Ausbau vorangetrieben wird.
    Bei einer groben Abschätzung hat Offshore-Wind trotz der exorbitant hohen Kosten, insgesamt klar die Nase vorn, er ist mit Abstand am preisgünstigsten, da Speicher-und Netzkosten relativ gering bleiben.

    2. Es ist völlig unmöglich, 100% des erzeugten NIE-Stroms zu verwerten, da die dafür benötigten Speicher unbezahlbar wären:
    Es müsste ja nicht nur kurz- und mittelfristig, sondern sogar über Jahre zwischengespeichert werden.
    Tatsächlich kann man sicherlich erwarten, dass ein deutliches Überangebot der NIE-Erzeuger und einer teilweisen Vernichtung des Überschussproduktion in Verbindung mit einem dadurch deutlich verringertem Speicherbedarf das wirtschaftlich und technisch günstigste Szenario wäre.

    Insgesamt ist das jedoch ein hochkomplexes Problem der operations research, worin die Faktoren NIE-Spitzenerzeugung, NIE-Effektivitätsfaktor, Speichertechnik und –Kosten, korrespondierende Netzkosten sowie konventioneller Backup einfliessen.
    Die 100% -Ausnutzung der NIE-Erzeugung wäre nur ein Grenzwert dieses mehrdimensionalen Optimierungsmodells. Es ist in meinen Augen daher ziemlich sinnlos, hier weiter ins Detail zu gehen, solange praktisch alle Variablen des Systems weitgehend unbestimmt sind.
    Dass es sehr, sehr teuer bzw unbezahlbar wird, ist auch bei oberflächlicher Betrachtung ohnehin klar.
    Immerhin könnte es sich als sinnvoll erweisen, eine Variante durchzuspielen, bei der vielleicht 50% der NIE-Erzeugung im derzeitigen Mix nicht genutzt wird (was natürlich den Herstellungspreis der kWh verdoppeln würde), dafür aber bedeutend schwächere Winde genügen um noch den Bedarf gerade eben zu decken ohne auf Speicherstrom zugreifen zu müssen wodurch wiederum bei Spitzenerzeugung ein Grossteil der Produktion kostensparend gekappt werden kann.

  86. *Grummel*

    wenn Effektivleistung Speicherkosten

    …ist natürlich Unfug, aber die Mathe-Symbole blieben im Sicherheitsfilter hängen. Aber was gemeint ist, ist ja ohnehin klar.

  87. @Tritium
    Machs doch nich so kompliziert…….
    Die Bundesregierung wird zwangsweise in der nächsten Zeit den absoluten Vorrang der EE-Einspeisung kippen…..kippen müssen, dann dürfen auch WKA und Solarparks ihre Leistung drosseln oder abschalten, wenn es zu Überkapazitäten kommt, natürlich ohne finanziellen Ausgleich.
    Die EE wollen ja unbedingt “Kraftwerk” spielen, also ham se sich gefälligst auch ans nationale Fahrregiem anzupassen, wie jedes Kohle oder Gaskraftwerk auch, Punkt um und Basta.
    Versaut zwar etwas die Rendite……aber gleiches Recht für alle, sag ich da mal ganz salopp.
    MfG
    H.E.

  88. Stromspitzen sollen Schuld gewesen sein

    Laut SWM kam es in der Folge der technischen Störung unter anderem zu einer Explosion im Umspannwerk Bogenhausen. Schwarz betonte, der Vorfall “hatte mit der Energiewende und der ganzen Diskussion um sichere Netze nichts zu tun”. Was heute passiert sei, “hätte auch vor 20 Jahren passieren können”.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/defekte-freileitung-loeste-stromausfall-in-muenchen-aus-a-867448.html

    Stromspitzen…aha…und die haben nichts mit der Energiewende zu tun… soso, na denn.

  89. Noch mal zum Black Out in München…….Auslöser soll wohl eine 110 KV Leitung zwischen München und Moosbach gewesen sein, leider wurde erst von Freileitung geredet und dann von Kabel, da erscheinen die Nachrichten etwas Widersprüchlich.
    Natürlich werden dann auch augenblicklich Schuldige gesucht….schön, wenn dann der Leitungsabschnitt bei E.ON Bayern betroffen war, hat man doch gleich einen Regresspflichtigen an der Backe.

    Die Erfahrungsberichte der Münchner, die ja zu Unmengen im Netz herumkrabbeln, zeigen aber eins ganz deutlich……wie weit wir schon abhängig sind vom Strom aus der Steckdose.
    Inzwischen sind die Menschen beim Ausfall der Informationsinfrastruktur (Telefon, Internet) gleich doppelt betroffen, weil die Gier nach Nachrichten/Kommunikation nicht mehr befriedigt wird.
    Dat nenn ick dann “doppeltes Blackout”…….
    Andererseits ham die Münchner aber doch sehr ruhig und gelassen auf den Stromausfall reagiert….und teilweise sogar den Verkehr geregelt (natürlich ordentlich mit Warnweste)…..so das es zu keiner erhöhten Unfallzahl gekommen ist. Das macht doch ein Stück weit Mut, das immer noch genug Mitmenschlichkeit in uns steckt…….um auch solche Krisen unbeschadet zu überstehen……wenn se dann nicht allzulange dauern.
    MfG
    H.E.

  90. @Testpilot……Vorsicht, diesmal sollte man nicht gleich die Wendekeule rauskramen…..es gibt auch “ganz normale Störungen”.

    12:44 Uhr
    Nun erklärt Eduard Bauer, Leiter Netz und Anlagenservice bei den SWM, was am Morgen wann passiert ist: Demnach hat der Blackout um Punkt sieben Uhr begonnen, betroffen war der südwestliche Teil des Stadtgebiets. 50 Prozent von München waren ohne Strom -- plus Moosburg. 18 der insgesamt 35 Umspannwerke in der Stadt waren nach und nach ausgefallen. Im Umspannwerk Bogenhausen kam es als Folge zu einer kleinen Explosion. ….

    12:16 Uhr
    München verfüge über zwei Versorgungsbezirke, nur der südliche Teil sei von dem Ausfall betroffen gewesen, erklärt SWM-Chef Schwarz jetzt. Eine Leitung des Stromnetzes gehe nach Moosburg an der Isar. An genau dieser Schnittstelle habe der Schaden begonnen.

    Sueddeutsche

    Klingt für mich als Techniker erstmal nachvollziehbar……die Spannungs- und Stromspitzen bei Erdschluss oder Kurzschluss können enorm hoch sein und auch mal ein Isolator oder Schalter sprengen.
    Ich tippe mal (ins Blaue)….Tiefbauschaden beim Kabel…oder einen anderen menschlich-bautätigen Einfluss, die Uhrzeit ist ja auch interessant…Punkt um Sieben ging dat ja los.
    H.E.

  91. Has’t sicher recht, das es viele andere Gründe geben kann.

    Was mir aufstieß war, dass gleich das Wende-Energiedementi kam, ohne dass die Primärursachen tatsächlich bekannt waren.

    Ansonsten fällt auf, dass Grünstrom, vor allem Wind, heute im Grunde gar nichts abgeliefert hat:
    http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber

    was bei mir natürlich ein wenig die Nachtigall trapsen ließ…

  92. @Testpilot

    Hihi…..diesmal waren die NIE nicht dran Schuld…….ham aber auch nix beigetragen zum Netzaufbau, dat durften dann wieder die Ekel-Kraftwerke mit dem Schmuddelimage bewerkstelligen.
    War heute wieder ein glorreicher Windtag…….15:00 Uhr noch glatte 200 MW Leistung, bei installierten 23.000 MW…..mächtig gewaltig, Egon.
    Ick bin ja nich schadenfroh als Kollege…….aber den SWM tut dat mal ganz gut, denn die wollen ja mittels Brandenburger Windparks (und anderer) bis 20xx komplett auf “Grün” umgestellt haben……Greenwashing vom Feinsten……aber ohne Kohlekraftwerke würden se dann so manchen Tag blöd aus der Wäsche gucken.
    Sorry, wenn Stadtwerke diesen ideologischen Müll mitmachen, wenn Stadtwerke solch ein Quatsch daherlabern……sehe ich für die Branche schwarz.
    Ich lüg Dir in die Tasche, Du lügst mir in die Tasche……und wenn´s knallt…..waren es die anderen.
    Die Verblödung hat die ganze Nation erfasst……die ganze?……….nööö, ein paar tapfere Recken hier uff´n Block wehren sich standhaft, wenn dabei auch der eine oder andere Liter Zaubertrank drauf geht.
    MfG
    Onkel Heinz…….ick erhebe mein Glas und proste den Münchnern zu…..nochmal Glück gehabt, wa Burschis und Madels.

  93. @Tritium (#85)

    Der Speicherbedarf ist von seinem Wesen her die fortlaufende Summe (Bilanz) aller Differenzen zwischen Erzeugung und Verbrauch. Deshalb schlagen besonders längerdauernde systematische Differenzen stark auf die benötigte Speicherkapazität durch. Bei PV sind also weit weniger die Nächte als vielmehr der ausgeprägte saisonale Verlauf die Ursache für den vergleichsweise enormen Kapazitätsbedarf und mit Abstrichen gilt das auch für die Windenergie. Für Offshore stellt sich die Sache nicht so grundlegend anders dar -- denn auch da existiert ein ausgeprägter saisonaler Verlauf. Aus dem Bauch heraus würde ich schätzen, daß bei Offshore etwa 3/4 der Onshore-Speicherkapazität benötigt würde.

  94. #92. Heinz Eng

    Onkel Heinz…….ick erhebe mein Glas und proste den Münchnern zu…..nochmal Glück gehabt, wa Burschis und Madels.

    moin Heinz,

    dito :-) ja, Glück gehabt. Aber jeder konnte mal ganz klar sehen, welch eine Auswirkung bereits ein lokal begrenzter black out so haben kann. Und nun stellen wir uns mal die große Variante vor. Ich mag gar nicht dran denken. So abwegig ist das aber nicht. Ich rechne höchstpersönlich (gemäß Blick in die Glaskugel ;-) ) mit einem eher kalten Winter. Ich kann mich noch ganz gut an den Winter 78/79 mit dem mehrtägigen Stromausfall erinnern. Und wir hatten als Heizung Nachtspeicheröfen! Das war nicht so angenehm.

    In diesem Sinne
    karl.s

  95. @ Wolfgang Flamme:
    Das, was Sie ausführen, ist natürlich völlig richtig.
    Allerdings legt die Diskrepanz zwischen den Erzeugungs- und Speicherkosten auf jeden Fall nahe, eine erhebliche rechnerische Überkapazität bei der Erzeugung zu schaffen um auch in schwachen saisonalen Zeiten noch möglichst ohne Speicher auszukommen; natürlich um den Preis, dass eine Menge Windräder in der guten Saison einfach abgeschaltet werden.
    Das war eigentlich der Hauptgedanke, den ich vermitteln wollte. Eine Speicherung ‘um jeden Preis’ wäre nicht rational.
    Gar so weit liegen wir mit unseren Schätzungen übrigens gar nicht auseinander und wir sind uns sicher in einem einig: PV ist wegen der zu erwartenden Speicherkosten selbst dann weit abgeschlagen, wenn die eigenlichen Erzeugungskosten gleichauf mit oder sogar unter die Kosten von Windstrom sinken würden

  96. Hihi…..diesmal waren die NIE nicht dran Schuld…….ham aber auch nix beigetragen zum Netzaufbau, dat durften dann wieder die Ekel-Kraftwerke mit dem Schmuddelimage bewerkstelligen.

    Aber doch mal die Nachfrage an den Fachonkel: Kommen Spannungsspitzen nich auch ganz wesentlich von der ständigen Umschalterei, da Ökostrom immer mit Vorrang eingespeist werden muß? In einem Netz mit dauerlaufenden Dampfgroßkraftwerken, wird da nich viel weniger oft umgeschaltet, als in einem Ökostromnetz? Ist deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein Trafo beschädigt wird, in konventionellen Netzen nicht wesentlich geringer? Ich bin ja bekanntlich Medicus und nicht Inschenjör aber Ökostromnetze, habe ich mir sagen lassen, sind nicht phasentreu, deshalb gäbe es auch dort keinen sauberen Nulldurchgang, in dem man ohne relativ große Schalt-Ströme schalten kann.
    Kann auf diese Art- und Weise nicht doch die ständige, politische Energiewenderei dazu ganz wesentlich beigetragen haben, dass die gestern im Dunkeln saßen?

  97. Nachtrag:
    Ich kleide es mal in andere Worte:
    Wenn ich gewohnt bin, brav morgens auf der Autobahn zu fahren und nix schlimmes passiert in aller Regel, von Ausnahmen abgesehen, und mich die Regierung dann zwingt, weil in Japan eine Autobahnbrücke eingestürzt ist, auf selbiger zu wenden und wie ein wildgewordener Wechselstrom sinuskurvig mit Tempo 50 um den Mittelstreifen und den konventionellen Gegenverkehr zu phasieren, dann mag es wohl unmittelbar daran liegen, dass ich mal vor lauter Stress versehentlich mit 55 die Kurve nahm und deshalb die Planke küsste, aber der eigentliche Grund für die Faltblechverschwendung ist ja nun doch nicht die Gaspedalfehlbedienung…

  98. @Tritium (#95)

    Wenn Sie die Diskussion zu ‘Zettels Raum’ verfolgen, die ich oben verlinkt hatte, dann werden Sie sehen, daß ich genau diesen Punkt -- das Verwerfen von Überproduktion (oft als ‘Management’ beschönigt) -- berücksichtigt habe. Und zwar, indem ich eine Vorgabe für die zur Verfügung stehende Einspeicherleistung mache.

    Die Residualleistung (RL) wird ja ermittelt als (stundengenaue) Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch. Die zug. Residualleistungs-Dauerlinie (RDL) ordnet diesen zeitlichen Verlauf lediglich der Übersicht halber geordnet um. Idealerweise sollten RL und RDL zu jeder Stunde des Jahres bei Null liegen, dh die Erzeugung entspricht genau dem Verbrauch. Und wo das nicht der Fall ist -- also nahezu überall -- muß man dies herstellen, indem man Überschüsse verwirft oder einspeichert und bei Unterdeckung Speicherinhalte auflöst.

    Grafisch auf die RDL übersetzt heißt das, Fläche (also Arbeit) aus der linken, positiven Überschußseite auszuschneiden und sie rechts, auf der negativen Mangelseite einzuflicken, Dabei sind natürlich die Wirkungsgrade beim Ein- und Ausspeichern zu berücksichtigen, so daß die links ausgeschnittenen Flächen entsprechend größer sein müssen als die rechts eingeflickten.

    Sie sehen die Schritte hier:
    http://i171.photobucket.com/albums/u304/wflamme/Residualleistung_119EEGWind1.png
    -- Die ursprüngliche RDL in schwarz (die Linie ist im rechten Teil deckungsgleich mit der blauen).
    -- Den durch die begrenzte Speicherleistung beschnittenen Verlauf in blau
    -- Die Zuwächse bzw Abflüsse aus dem Speicher in grün (sie liegen im Überschußbereich unter dem Stromüberschuß, weil wir Wirkungsgradverluste haben und aus demselben Grund müssen wir im Mangelbereich entspr. mehr Speicherinhalt auflösen)

    Es wird aber schnell klar: Wenn Sie die schwarze RDL durch Kappen von Überschüssen an die Nullinie bringen wollen, dann bleibt Ihnen nicht mehr ausreichend Überschußfläche, um sie rechts auskömmlich einzuflicken. Entsprechend müssen Sie den Abdeckungsgrad -- die Überversorgung mit EE auch deutlich erhöhen.

    Ich mache Ihnen demnächst mal ein paar Grafiken, die die Resultate Ihres Vorschlages exemplarisch zeigen, ok?

  99. Ich mache Ihnen demnächst mal ein paar Grafiken, die die Resultate Ihres Vorschlages exemplarisch zeigen, ok?

    Das wäre großartig! :-)

  100. @Karlchen
    Der doofe BlackOut in München geistert mir immer noch im Kopp rum……irgendwat ist da oberfaul.

    Wie der Technik-Chef der Stadtwerke, Stephan Schwarz, bei einer Pressekonferenz bekannt gab, habe es in der Nähe der Schnittstelle zwischen dem 110-kV-Netz der SMW und von Eon Netz eine Störung gegeben, die vermutlich eine Stromspitze verursachte. Die Folge: Im Hauptumspannwerk Unterföhring flammte ein Lichtbogen auf, weil es zu einem Überschlag gekommen war. Vermutlich rühren daher die falschen Gerüchte von einem Brand im Umspannwerk. Zugleich explodierte der Endverschluss eines 110-kV-Gasaußendruckkabels. Weiter wurde die Erdung eines 110-kV-Transformators beschädigt. Die Techniker der Stadtwerke nahmen den Umspanner außer Betrieb.

    Die eigentliche Abschalltung von 18 Schaltstationen war der Schutztechnik geschuldet, die ja genau für solche Zwecke existieren…um Schäden im nachgelagerten Netz zu verhindern…..diese konnten dann auch relativ zügig wieder zugeschalltet werden.
    Tja, nun die Frage….explodierte Endverschlüsse und Lichtbögen weisen auf Überspannungen hin, die ja eigentlich von sogenannten Überspannungsableitern entschärft werden sollten. Lichbögen an Isolatoren können auch eine Folge von Verschmutzung sein……hab sowas schon mal bei 20 KV Kabelendverschlüssen in einer Kundenstation erlebt, wo die Wartungs/Putzrythmen nicht eingehalten wurden.
    Oftmals können im Netz Folgeschäden entstehen bei Erdschluss/Kurzschluss, die auf vorgeschädigte Kabel/Anlagen hinweisen…….passiert oft bei Erdkabel, die aufgrund von versteckten Tiefbauschäden schon angenagt sind.
    Kann es sein, das SWM lieber in kroatische Windparks investiert als seine Netze in Ordnung zu halten?
    Diese Störung wirft mehr Fragen als Antworten auf…….und all zu schnell hat man versucht E.ON die Schuld in die Schuhe zu schieben, ohne überhaupt zu wissen, welcher Fehler diese Kette ausgelöst hat.
    Es stinkt gewaltig….und dat nicht nur nach abgebrannte Kabel.
    H.E.

  101. @Testpilot
    Natürlich werden die Netze durch die fluktuierenden Zufallsströmlinge oft bis an der Rand des erträgliche getrieben, oft werden Transportnetze mit bis zu 120 % belastet bei Starkwindereignissen…..oft macht Solar im Verteilnnetz Schwierigkeiten an Netzendstellen, wat gelegentlich für zu hohe Spannungen führt, wenn der Netzbetreiber noch keine intelligenten Trafos verbaut hat, oft gibbet auch Phasenverschiebungen und jede Menge Oberwellen, die schon die eine oder andere Elektronik zerfetzt hat…….ja, die Netze werden instabiler und die Stromqualität sinkt beständig.

    Dadurch steigt auch der technisch/finanzielle Aufwand der Netzbetreiber für Kompensationsmassnahmen und Sicherheitstechnik….also nicht bloss schnöde Kabel verlegen oder Schalter ….sondern echt teures Gelumpe einbauen.
    Natürlich kann ick nur für Mittelspannung/Niederspannung sprechen…..alles wat höher gespannt ist, entzieht sich meinen Erfahrungs/Wissenschatz.
    Im Fall “München” kann man aufgrund einer praktischen EE-Nullproduktion zu diesen Zeitpunkt aber nicht den NIE die Schuld in die Schuhe schieben…….da scheint technisch was anderes im Argen gelegen zu haben.
    In einer Pressemeldung wurde ein IT-Mensch zitiert, das es wohl schon am Nachmittag des Vortagen einige Stromschwankungen gegeben haben soll…..leider konnte ich diese Einzelmeldung nirgendwo verifizieren.

    Ich tippe mal….die SWM werden die große Decke ausbreiten über die Ursachen und wenn dann der Medienrummel weiter gezogen ist, kräht eh kein Hahn mehr danach.
    MfG
    H.E.

  102. Danke!

  103. @Tritium

    Die Grafiken zu erstellen, das habe ich noch nicht automatisiert, deshalb macht das das noch einen handgestrickten Eindruck.. Aber einige Zahlenwerte kann ich Ihnen schon auf die Schnelle liefern.

    ZB habe ich gerade die Nennleistung der deutschen PSW nachgeschlagen und fand da die Angabe von 6,6GW. Nehmen wir mal an, dies sei die zur Verfügung stehende Pumpleistung. Normiert auf die deutsche Jahresdurchschnittsleistung von etwa 60GW erhalten wir ein normiertes inP von 0,11 (=6,6/60). Für den Speicher setzen wir mal einen Speicherwirkungsgrad von 0,8 an. Der Windanteil im Wind-PV-Mix betrage 80%.
    Und zum Vergleich rechne ich dasselbe mal mit einer unbegrenzt hohen Einspeicherleistung, dh wir speichern alles und werfen nichts weg.
    Im letztgenannten Idealfall benötige ich einen EE-Ausbaugrad von ~1,06. Dh ich muß etwa 106% meines Jahresverbrauches an EE-Strom erzeugen, um Verbrauch und Speicherverluste abzudecken.
    Im Fall der stark beschränkten Einspeicherleistung benötige ich einen EE-Ausbaugrad von über 2,7(!).

    Die Grafik hier:
    http://i171.photobucket.com/albums/u304/wflamme/RDLmitSpitzenkappung.png
    zeigt die Gegenüberstellung der Fälle. Einmal die untere RDL, gepunktet, die den Fall mit S=1,06 zeigt. Die RDL verläuft mal oberhalb (Überschüsse) mal unterhalb (Mangel) der Abzisse. Die Fläche (Arbeit=Leistung x Zeit) der Überschüsse, multipliziert mit dem Wirkungsgrad 0,8 entspricht der Fläche zwischen RDL und Abzisse im Mangelbereich.

    Die obere RDL zeigt den Fall mit S=2,7. Hier kann man schätzen: Etwa 7000 Stunden Überschüsse mit P=0,11=770 Arbeitseinheiten stehen auf der Mangelseite einer ungefähren Dreiecksfläche mit 1800h*0,8/2=720 Arbeitseinheiten gegenüber. Es geht bei dem Ergebnis also tatsächlich alles mit physikalisch richtigen Dingen zu.

    Aus der Gegenüberstellung der beiden RDL wird auch deutlich, daß das Kappen von Überproduktionsspitzen ein extrem verschwenderischer Vorgang ist. Zwar haben Sie die Zeiten des Mangels so um 2/3 reduziert, mußten aber dafür die Verschwendung fast verdreißigfachen (von 6% auf 170%).

    Und damit ist natürlich nicht gesagt, daß man so immerhin mit den deutschen PSKW auskäme, denn da steht ja neben der Frage der Speicherleistung auch noch die Frage des benötigten Speichervolumens im Raum…

  104. @69/70: (war länger nicht mehr hier) 2 Tonnen Blei und die aufgeführten Sicherheitsmaßnahmen (nicht alle) sind korrekt. Gebe aber zu bedenken, daß Millionen deutscher Haushalte 5-15t Heizöl in Ihren Kellern bunkern. (ölfeste Bodenwanne, Belüftung, Überfüllsicherung, etc.) Hat uns bisher auch nicht gestört, wieso also nicht Blei (oder Lithium)? choose your poison…

  105. @ Mitdenker

    Das Blei scheint auch nicht der Hauptgrund dafür zu sein, dass niemand eine solche Anlage im Keller hat. Da stehen immer noch die Kosten im Weg.

  106. @ Mitdenker:
    Heizöl mit einem Flammpunkt von 55° gilt nicht einmal als leichtentzündlich.
    Austretendes Wasserstoffgas (Mit dem muss jederzeit gerechnet werden!) ist jedoch in den Kategorien ‘Hochentzündlich’ und ‘Explosionsgefährlich’. Sicherheitstechnisch ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.
    (Um das mal anschaulich zu machen: Neben Heizöl kannst fast unbedenklich rauchen und man könnte sogar das Streichholz in den Tank werfen, es passiert nichts. Wenn Wasserstoff in der Luft ist, genügt der elektrostatische Funke in einem Wollpullover für die Himmelfahrt.)

    Wenn, dann wäre eine Propangas-Anlage näher dran. Propan wird aber nie im Haus und schon gar nicht im Keller gelagert, da baut man einen Aussentank, mit gutem Grund. Für 2 Tonnen Bleiakkus heisst das dann in der Regel: Ein garagengrosser oberirdischer Batterieraum in einem eigenen Bauwerk, ausgeführt nach den entsprechenden Normen, ist nötig.

    Das hier sagt die BG zu den vergleichbaren Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien

  107. Bevor der Lageenergiespeicher nach Prof. Heindl zur Wunderwaffe der NIE-Fraktion wird, sollten wir hier auch zu diesem Thema die Argumente schärfen. Wobei ich vermute, dass die meisten NIE-Freunde ein mulmiges Gefühl bei einer solchen Großtechnologie haben, zumal die notwendigen Investitionen wohl nur durch die bösen Großversorger zu leisten wären.
    Anlaufpunkte zur Technologie findet man z. B. in
    Prof. Heindls Lagespeicher Erklärungsseite oder Prof. Heindls Energiespeicherblog

    Ich denke Bau und Abdichtung in diesen Dimensionen sind sicher eine große Herausforderung, aber sicher kein grundsätzliches Ausschlußkriterium. Ein grundsätzliches Problem sind sicher die enormen Leistungen, die solche Speicher zu- und abführen können müssen, wie moosgeist in seinem Artikel treffend dargestellt hat.
    Woher die von Prof. Heindl in seinen Betrachtungen angenommen 7 Tage Speicher kommen, während moosgeist von 30 Tagen Speicherkapazität ausgeht, wäre auch zu hinterfragen (wenn ich mir die aktuellen Kapazitäten und den daraus gewonnen Strom anschaue und das auf die Ausbaukapazitäten 2050 der Leitstudie des BUM hochrechnete, käme wahrscheinlich für diesen Januar ein ziemlich geringer Wasserdruck in den 7-Tage-Speichern raus sprich Flasche leer. Ich schaue mal, ob ich das in den nächsten Tagen konkretisieren kann, ggfs. auf 2011 Daten)
    Am Ende der Rechnung wird wieder stehen, dass die Systemkosten zu einem deutlich höheren Strompreis führen werden, als wenn man die Speicherung im Brennstoff durchführt.

  108. So jetzt habe ich, wie angedroht, eine kleine Abschätzung aufgrund der IST-Daten aus diesem Januar gemacht. Ich habe am 20. Januar erst einmal aufgehört. Den Rest mache ich, wenn die Daten für den gesamten Januar verfügbar sind.

    Details zu meinem Ansatz gibt’s auch erst zur fertigen Monatsauswertung. Nur mal ein paar Häppchen (neudeutsch für die Neudeutschen = teaser) für die datenhungrige Meute:

    Ich habe die installierten Wind + PV -- Kapazitäten aus der Leitstudie 2010 für 2050 genommen und die aktuellen NIE-Strommengen aufgrund der aktuellen Kapazität großzügig hochskaliert. Dann bin ich zum Neujahr mit vollem (hicks, tschuldigung) Lagespeicher von 11 TWh gestartet und habe tagegsweise den aktuellen IST-Verbrauch und die hochskalierten NIE-Erzeugung verglichen.
    Preisfrage: Hat der Speicher bis zum 20. Januar gehalten, und wenn nicht, wann war er leer?
    Bei meiner Abschätzung hat er gerademal bis zum 15. gehalten und ist dann bis zum 20. auf (theoretischen) Negativsaldo von über 6 TWh runtergerauscht. Die 7 Tage Speicherkapazität scheinen also ziemlich sich schön simuliert worden zu sein und die Abschätzung von 30 Tagen, wie oben von moosgeist vorgenommen wohl deutlich näher am real existierenden Wetter.
    Interessant war, das die erzeugten NIE-Mengen gerade mal an drei Tagen überhaupt in die Nähe der Deckung des Verbrauchs kamen und ansonsten bei weitem nicht ausreichten.

  109. Es hat etwas gedauert, aber jetzt habe ich den Januar fertig ausgewertet.

    Wie schon in #108 angedeutet war der 11TWh-Speicher im berechneten Szenario am 15. Januar leer. Bis zum 31. Januar kam es zu einem Negativsaldo im Speicher von fast 15 TWh. Lediglich an den Starkwindtagen 30./31.01. war der Saldo zwischen Erzeugung und Verbrauch leicht positiv, so dass der Speicher an diesen Tagen um sage und schreibe 226 MWh aufgefüllt werden konnte.

    Um also den Januar zu überstehen hätte man zu Beginn des Monats mindestens 26 TWh gespeichert haben müssen.

    Das zeigt schön, wie die schöne NIE-Welt im Winter ganz schön kalte Füße bekommt.

  110. @mad-2.max

    kannst daraus ni nen beitrag für scb schreiben?
    würde mich im deteil wirklich ma interessieren was und wie du da gerechnet hast und welche annahmen getroffen wurden :)

  111. #110
    deteil mit a bitte ;)

  112. Hier der Link zur Grafik, leider hatte gestern das Einfügen des Bildes nicht funktioniert:
    http://www.flickr.com/photos/93770609@N05/8531228953/lightbox/

    Wie ich vorgegangen bin steht weitgehend in #108.
    Zusammengefasst bin ich von einer reinen Stromerzeugung aus Windkraft und PV ausgegangen, ohne Import und andere konventionelle oder sonstige NIE-Erzeugung. Die Erzeugungskapazitäten von Windkraft und PV habe ich im Vergleich zur aktuellen (letztjährigen) Kapazität jeweils verdreifacht. Den täglichen Verbrauch habe ich aus der Erzeugung abgeschätzt.

    Natürlich ist das eine Abschätzung, mit genaueren Daten sieht das sicher etwas anders, aber die Grundaussage, dass deutlich mehr Speicher als 11 TWh notwendig sind, um über den Winter zu kommen, kann man daraus ohne Weiteres schließen.

  113. @112
    schreib bitte, bitte, bitte einen kleinen artikel für scb dazu :)

    musst ja erstma nur deine kommentare zusammenfassen ;)

    PS:
    ich winke jetzt ma mitm zaunpfahl

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