Wie der WDR sich das EEG zum Erfolgsmodell zurechtbiegt

18. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Medien, Politik

Gastbeitrag von Steffen Hentrich

WDR-Journalist Jürgen Dörschner singt aus Seoul eine Lobeshymne auf das EEG und meint, dass eine Kritik an dieser Förderpolitik und Befürchtungen, das EEG sei eine Bedrohung des Wohlstands, Volksverdummung und ein Lügengebilde sei. Es wäre zum einen eine Lüge, wenn überwiegend das EEG für steigende Haushaltsstrompreise verantwortlich gemacht würde, zum anderen ebenfalls gelogen, dass die Preissteigerungen zu mehr Armut führen würden. Schließlich sei Armut doch kein Problem der Energiepolitik, sondern Falle in den Verantwortungsbereich der Sozialpolitik. Die Privathaushalte würden durch “Heiz- und Spritkosten wesentlich stärker belastet – und deren Preise steigen noch schneller als die für Strom”.

bdew_strompreise_2013Natürlich hat er recht, dass der Haushaltsstrompreis in den vergangenen Jahren um mehr als 11,5 Eurocent/kWh (BDEW 2013: 11,3 Eurocent/kWh, siehe Abbildung) gestiegen ist und die EEG-Umlage nur um 4,9 Eurocent/kWh, wobei er jedoch die anteilig dafür gestiegene Mehrwertsteuer von 0,9 Eurocent/kWh unter den Tisch fallen, die insgesamt also die auf das EEG zurückzuführende Strompreissteigerung auf knapp 5,8 Eurocent/kWh ansteigen lässt. Das ist mehr als die nicht vom Staat zu verantwortende Kostensteigerung für Erzeugung, Transport und Vertrieb, die sich auf 5,45 Eurocent/kWh beziffert. Ohne die besondere Ausgleichsregelung für energieintensive Unternehmen läge die EEG-Umlage 2013 zwar um gut 1 Eurocent/kWh niedriger, wäre damit aber immer noch der zweit wichtigste Strompreistreiber der letzten zehn Jahre. Dabei macht der Autor des Artikels mit dem Zehnjahreszeitraum ein beispielloses Rosinenpicken. Mit einem Blick auf die vergangenen fünf Jahre hätte er seinen Lesern nämlich vorrechnen müssen, dass die von den Stromversorgern zu verantwortende Preiskomponente unverändert geblieben ist, während die EEG-Umlage um fast 4 Eurocent in die Höhe schnellte. Dazu sollten die Leser des WDR auch wissen, dass sich in den steigenden Strompreisen auch immer höhere Kosten der technischen Netzintegration der erneuerbaren Energieträger wiederspiegeln und im laufenden Jahr erstmals die Offshore-Haftungsumlage in Höhe von 0,25 Eurocent/kWh dazu kam. Da sich der Rest der Strompreisbestandteile nur marginal im genannten Zeitraum veränderte, trägt zumindest für die vergangenen fünf Jahre die Förderung der erneuerbaren Energieträger die alleinige Verantwortung für den Strompreisanstieg.

Vor diesem Hintergrund ist es natürlich ein leichtes die Energiepolitiker von der Verantwortung für die sozialen Folgen ihres Handels zu entlasten und der Sozialpolitik den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben. Eigenartig, dass dies immer nur beim Staat eine akzeptierte Strategie der Journalisten ist. Sollte ein Unternehmen es wagen das Armutsrisiko betriebsbedingter Entlassungen vollmündig dem Sozialsystem zu übertragen, könnte man sich auf empörtes Geschrei aus dem Lager der Journalisten verlassen. Ebenso abwegig ist es die Preissteigerungen für andere Energieträger, deren Umfang von der Politik nicht in diesem Maße zu vertreten ist, sondern viel stärker von der Situation auf den Weltmärkten abhängt, in einen Topf mit der Strompreisexplosion zu werfen, die einzig eine Folge eines politischen Planspiels ist. Im Übrigen ist laut amtlicher Statistik lediglich der Verbraucherpreis für flüssige Brennstoffe (+55%) schneller gestiegen als der Strompreis (+42%), bei Erdgas (+33%), Fernwärme (+38%), Benzin (+30%) und Diesel (+38%) fielen die Preissteigerungen niedriger aus.

Es bedarf einer Menge Phantasie das EEG als Erfolgsmodell zu verkaufen, mindestens so viel, wie frühere DDR-Politiker brauchten, um an den ökonomischen Erfolg des nächsten Fünfjahrplans zu glauben. Insofern bringen der Vorwurf des Journalisten, man hätte es bei der Kritik am EEG mit Volksverdummung und Lüge zu tun, den WDR in eine gefährliche Nähe zum “Schwarzen Kanal”.

Zuerst erschienen im Blog des Liberalen Instituts der Friedrich Naumann Stiftung.

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169 Kommentare
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  1. Jürgen Döschner ist die grünrote Reinkarnation des Eduard von Schnitzler. Er studierte Geschichte und Journalismus und wird dennoch beim WDR als „Energieexperte“ gehandelt. Nach eigener Aussage in einem privaten E-Mail-Verkehr mit mir ließ er durchblicken, dass das auch legitim sei, da er sich schließlich schon sehr lange mit dem Thema beschäftige. Allerdings mangelt es Döschner am MINT-Verständnis, was seine ideologisch gefärbten Kommentare beweisen. Quellen werden sehr selektiv gewählt. Zum Thema „Fracking“ bezog er sich in einem Kommentar auf ein Rechtsgutachten im Auftrag der Grünen (http://tinyurl.com/lnc424m) oder auf die Energy Watch Group (http://tinyurl.com/d4lagad). Kürzlich sehnte er in einem Kommentar auf WDR 2 mit einer Wortwahl, die dem Boulevard oder dem genannten von Schnitzler nahekommt, das vorzeitige Ende der Braunkohleverstromung herbei: „Raus aus der schmutzigen Energie!“ wurde sein Kommentar (http://tinyurl.com/m58fxbr) betitelt. Was auch immer, Herr „Energieexperte“, unter „schmutziger Energie“ zu verstehen ist. Er ist ein ideologisch verblendeter Verfechter der EE (NIE), der nicht erklären könnte, warum bei 66 GW installierter Leistung PV+Wind aktuell < 1 GW geliefert werden können, wo doch Wind in Deutschland irgendwo immer bläst. Nein, den Mann kann man nicht ernst nehmen.

  2. Dörschner ist m.E. ein forscher Öko-Schwätzer und argumentiert ähnlich wie Prof. Dr. Claudia Blond als Fachlobbyistin.
    Personen, die die Realität der Zahlen offensichtlich gar nicht unvoreingenommen einschätzen wollen, sondern rein spekulativ an einem Trend partizipieren, sind die nun „grünen“ Trittbrettfahrer unseres aktuellen Zeitgeistes.
    So wie es solche Figuren schon immer gab, denen ihre persönliche Karriere wichtiger ist, und die sich darum auch als eigentlich eselige Scharlatane betätigen.
    Möglicherweise bleiben sich da Familientraditionen treu. Die einen, die sich dem konstruktiven Verhalten, als einer vernünftigeren Einstellung verbunden fühlen und es unverantwortlich finden, die Mitmenschen hinters Licht zu führen, um damit Karriere zu machen.
    Schauen wir mal, wie sich die Realität gegenüber diesen Dummschwätzern entwickeln wird, denn rationale Analyse ist absolut nicht deren Ding.

  3. Im Übrigen ist laut amtlicher Statistik lediglich der Verbraucherpreis für flüssige Brennstoffe (+55%) schneller gestiegen als der Strompreis (+42%), bei Erdgas (+33%), Fernwärme (+38%), Benzin (+30%) und Diesel (+38%) fielen die Preissteigerungen niedriger aus.

    In den USA sank der Erdgaspreis dank Fracking dramatisch: Nahe an den Förderfeldern wird heute teilweise nur noch 20% des frühren Preises verlangt!
    Und in Deutschland wurde der Strompreis, den die ‚Konzerne‘ verlangen (Ohne Steuern, Abgaben und Subventionen) inflationsbereinigt billiger!

  4. Ja ja, die deutschen Journalisten. Im Handelblatt wurde berichtet, dass in Texas der Strompreis innerhalb eines Jahres stark gestiegen sei. Grund: Nachfragesteigerung durch boomende Ölförderung in Verbindung mit ausgelasteten Kapazitäten. Wie teuer jetzt der Strom in Texas ist, das schrieben die Qualitätsjournalisten vom Handelsblatt nicht. Also habe ich nachgeschaut:

    Wer heute in Texas einen 12-Monats-Vertrag mit seinem Lieferanten abschließt, muss mit rund 10 bis 11 Cent(US) pro Kilowattstunde rechnen. Beim derzeitigen Umrechnungskurs sind sind dies etwa 8,5 Eurocent.

    Auch in Ontario gab es Proteste wegen steigender Strompreise, doch für unsere Verhältnisse ist das dort geradezu ein Paradies:

    Der private Stromendkunde in Kanada muss also umgerechnet 6,36 Eurocent je Kilowattstunde bezahlen.

    Darüber wurde in der deutschen Presse gar nicht erst berichtet.

  5. Auf die Schnelle bei Wikipedia: Electricity pricing (UScent kw/h)

    Canada 6.3 to 11.8
    Denmark 40.38
    France 19.39
    Germany 34.14
    Italy 28.39
    Netherlands 28.89
    Portugal 25.25
    Spain 22.73
    United Kingdom 20.0
    United States 8 to 17

    Die Liste ist länger, sind nur Beispiele

  6. Auch ganz interessant:
    http://www.eia.gov/electricity/sales_revenue_price/pdf/table6.pdf

    Es gibt wohl in den Staaten ein paar Ecken wo Strom richtig teuer ist (Alaska, Hawei), aber ansonst sind die Strompreis rund ein Drittel von dem was wir hier in Deutschland haben. Warum ist das so?

  7. @ r. kipp

    Das ist mehr als die nicht vom Staat zu verantwortende Kostensteigerung für Erzeugung, Transport und Vertrieb, die sich auf 5,45 Eurocent/kWh beziffert.

    nur der form halber, aber obige aussage stimmt nur bedingt.
    die transportkosten (StromNEV seit 29.07.2005) werden vom staat vorgegeben und duch die netzpolitk zusätzlich nach oben getrieben.

    rechnet man die netzkosten raus, dann sieht man ’sogut wie keinen‘ anstieg bei den erzeugungs- und vertriebskosten..

    dumm is nur, das die versorger selber zu blöd sind und mit solchen irreführenden grafiken hausieren gehn…

  8. Woran lag eigentlich der Rückgang der Strom(erzeugungs)kosten um das Jahr 2000?

  9. # 8:
    Da wurde der Strommarkt freigegeben und die Erzeuger lieferten sich eine Dumpinng-Schlacht um sich im neuen Markt zu positionieren

  10. Ich habe mir mal die Kommentare zum Beitrag von Döschner durchgelesen. Es ist erschreckend, wieviel Zustimmung er erfährt.

  11. Mal eine Berechnung, die Herrn Dörschner gar nicht gefallen wird:

    BUND Ortsverband Darmstadt

    Dr. Werner Neumann – 11.12.2006
    Energiepolitischer Sprecher
    AK Energie des BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

    Das Kohlekraftwerk habe eine elektrische Leistung von 750 MWel, die Investitionskosten betragen ca. 860 Mio. €. Es ergibt sich folgende Wirtschaftlichkeitsberechnung auf der Basis jährlicher Kosten. Der Zinssatz von 7% ist ein Mischzins von 4% Fremdkapital und 12% Eigenkapital.

    Kapitalkosten bei 30 Jahren, 6% Zins, Annuität 7,3% 65 Mio. €
    Wartung, Instandhaltung 25 Mio. €
    Kohleverbrauch 750 MW*7000 h/ 43% * 1,0 ct/kWh Kohle 122 Mio. €
    Sonstige Betriebskosten 7 Mio. €
    Personalkosten 6 Mio. €
    Summe 225 Mio. €

    plus CO2-Zertifikate für 3,5 Mio. to * ca. 50 € ca. 175 Mio. €
    Gesamtkosten 397 Mio. €

    In Bezug auf eine Stromproduktion von ca. 5,0 Mrd. kWh im Jahr betragen damit die Stromproduktionskosten ohne CO2-Zertifikate ca. 4,5 Cent/kWh.

    (Korrektur: 750 MW * 7000 h = 5,25 Mrd. kWh -> 225 Mio. € / 5,25 Mrd. kWh = 4,29 Cent/kWh)

    Damit ist Kohlestrom viel günstiger als die durch das EEG hoch subventionierten EE. Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorrang der EE durchs EEG die Betriebsstunden/ Auslaststunden der Kohlekraftwerke senkt und dadurch der Betrieb von Kohlekraftwerken teuer und unwirtschaftlicher wird. Man muss die Kohlekraftwerke als volle Reserve vorhalten, um grundlastfähig zu sein, wenn der Wind mal nicht weht, oder die Sonne nicht scheint.

  12. Zu ergänzen wäre noch:
    1) Am 1. April 2000 wurde das EEG in Kraft gesetzt.
    2) Die Amtszeit des G.W. … begann im Januar 2011.

    und von nun an gings bergauf mit den Kosten (siehe Grafik)

  13. Korektur:
    Die Amtszeit begann 2001
    sorry

  14. Zu bedenken bei den Kosten für die EE ist neben der EEG-Umlage auch:

    1. Ausbau der Netze, der aufgrund des Ausbaus der EE notwendig wird.

    2. Ausbau der Stromspeicher, der aufgrund des Ausbaus der EE notwendig wird.

    3. Schädigung von Umwelt und Natur, aufgrund des Ausbaus der ernergiearmen und flächenintensiven EE.

    4. Ökostrom wird durch das EEG Vorrang gegeben. Konventionelle Kraftwerke werden deshalb immer weniger ausgelastet und unwirtschaftlich. Eine Notreserve aus fossilen Kraftwerken vorzuhalten ist extrem teuer und unwirtschaftlich.

    5. Das Netz wird durch den Ausbau der EE und den Vorang von Zufallsstrom aus EE für Ausfälle immer anfälliger. Und wer bezahlt dann die Folgekosten von Stromausfällen? …

    Von der EEG-Umlage profitieren zudem die reichen Investoren in EE. Die Zeche zahlen hingegen die Stromkunden. Leidtragende sind vor allem sozial Schwache, wie Geringverdiener, Rentner mit kleiner Rente, kinderreiche Familien und Hilfeempfänger von Sozialleistungen. Letztere zahlen den Strom aus der Regelleistung/ dem Grundbedarf. Durch das EEG und den Ausbau der EE findet also eine Umverteilung von arm nach reich statt.

  15. Die EEG-Umlage ist nicht der einzige, wenn auch ein gewichtiger Strompreistreiber. Ein Stadtwerk mittlerer Größe hat es im Detail mit folgenden vier Komponenten zu tun:

    (1) Direkte staatlich induzierte Umlagen: EEG plus KWK, §19, Offshore, abschaltbare Leistung (bisher gibt es nur zum EEG die definitive Angabe + 0,97 ct/kWh, die übrigen werden erst in Kürze veröffentlicht und sind geschätzt). In der Summe ca. + 1,32 ct/kWh.

    (2) Netznutzungsentgelte (NNE): Hier ist man einem von der Kartellbehörde vorgegebenen Rechenmodus unterworfen. Die Erhöhung resultiert auch aus dem NNE-Anteil vorgelagerter Netze. Es sind ca. + 0,80 ct/kWh.

    (3) Der gesunkene Strom-Börsenpreis korrigiert etwas die vorgenannten Erhöhungen. Dabei kann nicht einfach der stichtagsbezogene Vergleich herangezogen werden (sprich Strompreis zum Tag x im Vergleich zum Vorjahr). Die Preisdifferenz ergibt sich aus den Beschaffungsportfolios für die relevanten Jahre, da Strommengen aus Gründen der Risikostreuung zu unterschiedlichen Zeitpunkten gekauft werden. Der Stichtagsvergleich würde zu einem Delta von ca. 1 ct führen, die realistischere Kalkulation hingegen nur zu einer Differenz von ca. -- 0,3 ct/kWh.

    (4) Umsatzsteuer: auch der Fiskus partizipiert. Es kommen damit noch ca. + 0,35 ct/kWh hinzu.

    Damit ergibt sich aktuell in diesem Fall insgesamt ein Erhöhungsbedarf von ca. + 2,17 ct/kWh.

  16. Wie die Grünen auch rechnen und manipulieren mit Ziffern: Für den Verbraucher ist die Stromrechnung massgeblich. Und die ist gestiegen. Den Verbrauchern intressiert es nicht ob er für das Klima was extra bezahlt. Die letzten Winter waren scheisskalt, Klimaveränderung ist aus für Otto Normalverbraucher. Man hat ihm Mittelmeerklima versprochen aber man bekam die scheiss Winter aus den 70-ern zurück. Gewiss sind grosse Teile der deutschen Bevölkerung so dumm das sie an eine Kernkraftkatastrophe in Japan glauben mit fast 20 000 Toten. Aber das Problem hat Mutti Angela beseitigt für Deutschland. Man hat gerne höhere Preise für Elektrizität -- solanga man sie nicht selbst bezahlen muss.
    Ich will mal ein Scheit ins Feuer werfen: die Energiewende wurde von den Lobbyisten der Kohleindustrie in Gang gesetzt. Oder?
    Wieso haben die Grünen NUR 8,4 % bekommen- Vor 2 Jahren waren sie doch schon vorbei an der SPD? Weils kälter geworden ist? Oder weils kälter geworden ist! Oder weil alle jetzt selbst zu Kasse gebeten werden…

  17. „Die Energiewende droht nach Einschätzung von Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin für viele Kommunen zur finanziellen Katastrophe zu werden. Besonders im Ruhrgebiet seien dramatische Folgen zu befürchten, sagte der SPD-Minister der „Wirtschaftswoche“.“
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energiepolitik/energiewende-kommunen-im-ruhrgebiet-fuerchten-finanziellen-kollaps-12625812.html

  18. @ spicywiener#17: Das sollte der Herr Minister mal seinem Sprachrohr Jürgen Döschner stecken. Der ist ja begeistert vom Niedergang des „Dinosauriers“ RWE.

  19. Bei dem Anstieg der EEG-Umlage verstehe ich eins nicht:
    Sie kommt zustande, weil die Differenz zwischen Börsenpreis und garantiertem Festpreis gerößer geworden ist, sprich der Börsenpreis konnte sinken. Wenn Das so ist, müsste doch eigentlich diese Differenz auch beim Verbraucher ankommen und am Ende der gleiche Preis trotz gestiegener EEG-Umlage rauskommen. Tut er aber nicht. Einzige Schlossfolgerung: Die Differenz wird satt als Gewinn eingestrichen und der schwarze Peter für den hohen PReis den EE in die Schuhe geschoben. Das nenne ich mal effiziente Lobbyarbeit! Ich bin wahrlich nicht begeistert von der gestiegenen Umlage, aber ich frage hier mal „economic-skeptical“ nach, wie denn die Preise tatsächlich zustandekommen.
    Danke für jede Antwort, lasse mich auch gerne aufklären, wenn ich irren sollte.
    Beste GRüße, Olaf.

  20. Als Beispiel:
    30 ct Strompreis (alt)
    sinkt um 5 ct auf 25ct („günstiger Börsenpreis“)
    => EEG-Umlage steigt um 5 ct, damit die Produzenten vom Börsenpreis wieder auf ihren Garantiepreis kommen.
    Konzerne rechnen 30ct +5ct ab anstelle von 25ct + 5ct.
    Das ist echt ein Geniestreich!

  21. Empfehlenswert auch dieser Artikel in der faz:

    Ökostrom-Umlage Die Rechnung

    18.10.2013 · 24 Milliarden Euro für die Ökostromförderung, das sind rechnerisch 300 Euro für jeden Bürger. Die Stromkunden werden die EEG-Kosten noch über Jahre abzahlen müssen.

    Eine Konsequenz aus der zerstörerischen Wirkung des EEG-Systems wird ernsthaft diskutiert: Eine neue Prämie für Kraftwerksbetreiber soll sicherstellen, dass die ihre Kraftwerke betriebsfertig halten, wenn niemand ihren Strom braucht. Hier gibt es eine Analogie zur Ökostromförderung. Da bekommen Erzeuger Geld, wenn die Anlage läuft, sie ihren Strom aber nicht ins Netz einspeisen kann. Der Kunde soll also zweimal zahlen: für die Versicherung gegen einen Notfall, den der Ökostromausbau erst herbeiführt.

    Ehe neue Zusatzkosten beschlossen werden, muss die Umlage für Neuanlagen radikal gekürzt werden. Sie muss absehbar eingestellt, neue Subventionsgräber wie bei der Windstromerzeugung auf See müssen vermieden werden. Das Siechtum der Solarindustrie zeigt, wie wenig nachhaltig Industrien sind, die auf Staatshilfe gründen.

    Nicht einmal die Hälfte der EEG-Rechnung wurde bisher präsentiert. Die Stromkunden werden die Kosten noch über Jahre abzahlen müssen. Es ist höchste Zeit zu handeln.

  22. @Olaf

    Die Erklärung finden Sie auch im von mir genannten Artikel:

    Wichtiger sei der Preisverfall an der Börse. Denn je stärker dort die Preise sinken, desto höher steigt die Umlage wegen der Preisgarantie für die Erzeuger. Unterschlagen wird dabei, dass die Börsenpreise gerade deshalb so stark fallen, weil so viel Ökostrom eingespeist wird. Zusätzliche Anlagen erhöhen das Angebot, das führt zu weiteren Preisabschlägen und höherer Umlage

    .

  23. @Olaf

    P.S.:

    Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Börsenstrompreis für Grundlaststrom (Baseload) von Januar bis Juni 2013 im Durchschnitt von 4,29 Cent pro kWh auf 3,75 Cent pro kWh gesunken. Also um 0,54 Cent pro kWh. Und nicht von 30 auf 25 Cent pro kWh.

  24. @Olaf

    P.P.S.:

    Und natürlich steigt die EEG-Umlage auch mit dem Ausbau der EE, da immer mehr Anlagen durch das EEG gefördert werden müssen.

  25. @olaf

    Bei dem Anstieg der EEG-Umlage verstehe ich eins nicht:
    Sie kommt zustande, weil die Differenz zwischen Börsenpreis und garantiertem Festpreis gerößer geworden ist, sprich der Börsenpreis konnte sinken. Wenn Das so ist, müsste doch eigentlich diese Differenz auch beim Verbraucher ankommen und am Ende der gleiche Preis trotz gestiegener EEG-Umlage rauskommen. Tut er aber nicht.

    doch, die differenz kommt beim endkunden an!
    aber, sie müssen dabei berücksichtigen das nur so ca. 20% der erzeugten strommengen an der börse gehandelt werden. der rest wird von den versorgern über zeiträume von bis zu 3 jahren im vorraus eingekauft.
    dies bedeutet nix anderes, als das in 2013 die strommengen verkauft werden, welche in den vorherigen jahren von den versorgern eingekauft wurden.
    grundlage für die langfristigen lieferverträge ist dabei natürlich der mittlere börsenpreis.

    der preissenkende effekt der sinkenden börsenpreise macht sich dabei nur mit verzögerung bemerkbar.
    sie sollten dabei aber nicht dem irrglauben verfallen, das sie nun in 2 oder 3 jahren einen sinkenden endkundenpreis erleben werden. haupttreiber des endkundenpreises war und ist der staatlich beeinflusste anteil (inkl. netznutzungsendgelte)

    Einzige Schlossfolgerung: Die Differenz wird satt als Gewinn eingestrichen und der schwarze Peter für den hohen PReis den EE in die Schuhe geschoben. Das nenne ich mal effiziente Lobbyarbeit! Ich bin wahrlich nicht begeistert von der gestiegenen Umlage, aber ich frage hier mal “economic-skeptical” nach, wie denn die Preise tatsächlich zustandekommen.

    ihre schlussfolgerung ist leider falsch.
    dies lässt sich mit einfachsten mitteln belegen…
    lesen sie sich die (halb-)jahresabschlüsse der versorger durch. wenn ihr argument stimmen sollte, das die differenz als gewinn eingestrichen würde, dann müsste man einen signifikanten gewinnanstieg vermelden können.

    diesen anstieg werden sie aber leider vergeblich suchen…

    lg
    micha

  26. @ Olaf # 19:

    Wenn Das so ist, müsste doch eigentlich diese Differenz auch beim Verbraucher ankommen und am Ende der gleiche Preis trotz gestiegener EEG-Umlage rauskommen.

    Erst mal musst Dir klar werden, dass der EEG-Strom direkt von den Verbrauchern gekauft wird, die Versorger handeln nur im Auftrag der Bürger.
    Nehmen wir mal eine Verbrauchsmenge von 100 kWh und einem durchschnittlichen Anteil von 20% EEG-Strom.

    1. Schauplatz
    Die Verbraucher kaufen 20 kWh EEG-Strom zum Preisvon 30 Ct/kWh.
    Den verkaufen sie wieder an der Börse für 3 Ct/kWh.
    Es entsteht ein Verlust von (30-3) * 20 = 5,40 €.

    2. Schauplatz
    Der Versorger kauft 100 kWh Strom für den Verbraucher.
    80 % kauft er zum Fixpreis von 5 Ct/kWh von einem Steinkohlekraftwerk, 20% kauft er an der Börse.
    Der normale Börsenpreis wäre 7 Ct/kWh gewesen.
    Dann hätte er dem Kunden die kWh für 5,4 Ct verkauft.
    Num kauft er aber an der Börse für 3 Cent. Dem Kunden kann er deshalb Strom für 4,6 Ct liefern, 0,8 Ct billiger dank des Preisverfalls an der Börse.
    Aber er muss auf diesen Preis nun die EEG-Umlage draufschlagen, die 5,40 €, die als Verlust beim Verkauf des EEG-Stroma an der Börse entstanden und die der Verbraucher zu zahlen hat.
    Das sind 5,4 Ct auf jede der 100 kWh -- So entsteht die EEG-Umlage.
    Der Kunde muss also 4,6 Ct + 5,4 Ct = 10 Ct für die Herstellung seines Stroms zahlen.
    Oder anders gesagt: Der Verbraucher hat zwar durch den billigen Börsenstrom 0,8 Ct gespart, muss für diese Ersparnis aber 5,4 Ct zusätzlich zahlen.
    Das hat NICHTS mit dem Gewinn des Versorgers zu tun! Der verdient so oder so das gleiche (Wir können z.B. annehmen, dass er konstant 10% oder 20% Gewinnmarge aufschlägt, das ändert an der grundsätzlichen Rechnung gar nichts).

    Die einzige (und recht dumme) Frage, die man stellen könnte, wäre: „Wieso kauft der Versorger nicht den ganzen Strom an der Börse, wenn er dort billiger ist als vom Kohlekraftwerk?“
    Das kann der Versorger nicht,weil der Strom nur MANCHMAL billiger ist.
    Würde der Versorger keine langfristigen Kontrakte mit dem Kohlekraftwerk abschliessen, müsste er bei Nacht und Flaute an der Börse auch manchmal 10 oder 20 Ct/kWh zahlen, statt der 3 Ct und das käme den Kunden sehr viel teurer als der Mix aus vertraglich geliefertem Kohlestrom + wenig EGG-Börsenstrom.

    Tatsächlich ist die Ersparnis für den Verbraucher natürlich noch niedriger als die 0,8Ct, die wir oben berechnet haben. Der Versorger MUSS nämlich auch dann Kohlestrom abnehmen, wenn er eigentlich an der Börse billigeren Strom haben könnte, denn der Betreiber des Kohlekraftwerks liefert nur dann für garantiert 5 Ct, wenn er auch eine Abnahmegarantie hat, denn sonst müsste er sein Kraftwerk drosseln, wenn gerade der Börsenpries niedrig ist und sein Kunde, der Versorger, zeitweise nichts abnimmt. Das würde aber seine Kosten hochschrauben und er kann dann nicht mehr für 5 Ct liefern, sondern müsste mehr verlangen.
    Andererseits bindet ihn der Liefervertrag auch dann, wenn er seinen Strom (Nachts bei Flaute) eigentlich auch zu einem viel höheren Preis an der Börse verkaufen könnte.
    Für den Verbraucher ist also dieser Mix am günstigsten!
    Aber es bedeutet eben, dass der Versorger nicht den ganzen billigen Börsenstrom aufkaufen kann. Viel davon muss z. B. ins Ausland abgegeben werden und davon hat der Verbraucher gar nichts, er muss nur die EEG-Differenzkosten tragen, bekommt aber keinen Preisvorteil. Realistischer wäre es wohl, statt der 0,8 Ct/kWh Ersparnis durch die gesunkenen Börsenpreise („Merit Order“) eher 0,4 Ct anzunehmen.

  27. Ich bins nochmal,
    ich fasse zusammen:
    Fürs „teurer werden“ gibt es an der Börse Gründe.
    Fürs „billiger werden“ nicht.
    Hört sich für mich so an wie das Gejammer, „wenn der Eurokurs hoch ist, ruiniert es die deutsche Wirtschaft, weil uns die Exportgüter keiner mehr abkauft“ und bei niedrigem Kurs „Oh je, der Euro verfällt, Europa ist am Ende“.
    Das mag undifferenziert sein, aber meine Abneigung gegen die gestiegene EEG-Umlage richtet sich nur zum Teil an gegen die garantierten Festpreise, zum größeren Teil aber gegen die Marktmechanismen und die Vernebelungsstrategien der Ökonomen. Ich finde es fair, wenn jemand in saubere Energie investiert, dass er weiß, wann seine Investition sich amortisiert hat. Dass das mittlerweile ein ebensogroßes Milliardengeschäft mit genauso wenig Moral geworden ist, ist mir nicht entgangen, aber trotzdem finde ich es im Grundsatz richtig, nachhaltige Energieformen zu bevorzugen, auch wenn es teuer ist. Was ich nicht richtig finde, wenn man es schafft, durch marktwirtschaftliche Mechanismen eine Subventionspolitik as absurdum zu führen.
    Mein Alternativvorschlag: Die Differenz zw. Börsenpreisen und Garantiepreis dem Energiekonzern Nachhaltigkeitsmalus in Rechnung stellen, das er umgehen kann, wenn er dieselbe Summe in Erneuerbare investiert.
    Aber mich fragt ja keiner…

  28. @27

    lieber olaf,

    hast du meine bzw tritiums antwort auf deine frage überhaupt gelesen?
    scheinbar nicht, sonst würdest du nicht so einen unsinn schreiben.
    hier mal eine darstellung der zusammensetzung des endkundenpreises, der die (vom staat vergegebenen netzkosten) separat betrachtet:

    Was ich nicht richtig finde, wenn man es schafft, durch marktwirtschaftliche Mechanismen eine Subventionspolitik as absurdum zu führen.

    umgekehrt wird ein schuh draus!
    die subventionen haben die preisbildung am markt ausgehebelt!
    der einzige durch die versorger direkt beeinflussbare anteil am endkundenpreis, die kosten für beschaffung und vertrieb, ist seitdem jahr 2000 nahezu konstant geblieben.

  29. grafik einbinden hat nicht funktioniert, darum hier der link

  30. @ midael m.:

    Das ist die Generation PISA.
    Das schlimme ist nicht, dass sie mathematische Analphabeten sind, sondern dass sie glauben, Schwafeln wäre ein Lösungsweg.

    @ olaf:
    Wenn es zwei Bäcker gibt, einen, der Brötchen für 5 Cent bäckt und einer, der Brötchen für 30 Cent macht und es gibt ein Gesetz, dass erst alle Brötchen des teuren Bäckers verkauft werden müssen, bevor der billige Bäcker liefern darf:
    Werden die Brötchen dann für die Kunden billiger oder teurer?

  31. Es ist einfach Schwachsinn, ein Produkt das einen festen Preis hat, in eine Börse zu werfen, wo alle anderen mit dem Preis schachern wollen oder müssen.
    Der NIE-Strom hat nix an der Börse zu suchen…….die derzeitige Strombörse verdient den Namen nicht…….die dient nur noch der Verarschung aller Beteiligten.
    Es sind nun mal 24 Mrd. Euro NIE-Stromkosten unters Volk zu verteilen…….egal wie das auch geschieht, es geschieht zu den Kosten, die uns Dank EEG aufgezwungen werden…….ein Anschubfinanzierung über Generationen, ohne das überhaupt schon die nötigen Speicher stehen, ohne das der Netzausbau auch nur im Ansatz dort ist, wo ihn die NIE hinzwingen werden.
    Alles andere………ist grüner Bullshit, von Medien und Wendekriegsgewinnler verbreitet und vom dummen Pöbel widerspruchslos intellektuell aufgesaugt, BASTA.
    Onkel Heinz………..ich hasse dumme Menschen, die zu faul sind……mal den eigenen Taschenrechner zu aktivieren

  32. Das Problem der Festpreise und Abnahmegarantie ist das staatlich subventionierte Dumping.

    Dumping kennt man in anderen Bereichen der Wirtschaft: Es werden Produkte unter den Produktionskosten verramscht, um Marktanteile zu gewinnen und den Konkurrenten zum Aufgeben zu zwingen. Das entspricht nicht der Merktlehre, sondern ist ein dubioses Geschäft, gegen das vereinzelt Gesetze erlassen werden. Im internationalen Handel geht man mit Strafzöllen dagegen vor.

    Bei den NIE wir das Dumping über die Börse geregelt. Der niedrige Börsenpreis zwingt konventionelle Anbieter, ihre Produkte billger zu verkaufen, was dessen Rentabilität zerstört. Finanziert wird das über die EEG-Umlage.

    Am Ende gibt es einige wenige Gewinnler und viele Verlierer.

  33. #32
    Sehr gut beobachtet! Der Einspeisevorrang und die Vergütung am Bedarf vorbeiproduzierten (genauer: -bereitgestellten, denn Strom kann man ja naturgemäß nicht auf Halde produzieren) Stroms sind gewissermaßen gesetzlich vorgeschriebenes Dumping. Nach den Gesetzen des Marktes gehen die anderen Anbieter kaputt.

    Und am Ende wird dann immer die böse Marktwirtschaft dafür verantwortlich gemacht. Das ist so, wie wenn man sich an der Wand den Kopf einrennt und der Wand die Schuld gibt.

  34. #33. Fluminist

    Das ist so, wie wenn man sich an der Wand den Kopf einrennt und der Wand die Schuld gibt.

    So geht Grünen-Logik 🙂

    karl.s

  35. Ich bins nochmal, der Pisa-Junge 😉
    leider bin ich Jahrgang 1974 und unterscheide mich in einem wichtigen Punkt von der Generation Kohl 2.0: Mir sind die Folgen des gesellschaftlichen Handelns wichtig. Und ja: Ich möchte, dass wir heute schon an eine Energie für morgen denken.
    Dass ich Eure Beiträge dabei vereinfacht und meine eigene „Interpretation“ etwas polemisch reduziert habe, mag zutreffen und der ein oder andere als Geschwafel abtun. Der Wunsch, sich einer neuen Energie zuzuwenden ist aber authentisch, ich bin auch bereit dafür mehr zu bezahlen. Und ich wäre froh, wenn endlich mal jemand der Regierung eine konkrete ToDo-Liste schreiben würde, wie man die derzeit unbefriedigende Situation der Energiewende verbessern kann (und bitte nicht die Rolle Rückwärts à la Duin in NRW, „erstmal wieder Kohle subventionieren“).
    D.h. konkrete Maßnahmen einleiten:
    -- Pumpspeicherkraftwerke bauen
    -- andere Optionen der Stromspeicherung (welche?) realisieren und weitere erforschen
    -- Netzausbau
    -- …
    Und so lange muss man (meiner Meinung nach) halt den Irrsinn mit der verteuerten Umlage hinnehmen.
    Bzw. man könnte ja vielleicht auch konkrete Übergangsfristen für die Strompreisgarantien für EE erarbeiten.
    Aber das EEG stoppen und „erstmal wieder zurück“, damit man dann langsam was Vernünftiges aufbauen kann, dass ist für die gewinnorientierte Firmenpolitik der Stromlobby eine Einladung zum Nichtstun (außer heuchlerische Werbespots zum Thema voRWEggehen zu drehen).
    Jetzt bin ich schon wieder nicht auf Eure Sachargumente eingegangen -- sorry 😉
    Es ist halt letztendlich eine ideologische Frage, ob man zu der Einsicht gelangt ist, dass man nicht mehr weitermachen kann wie bisher. Die Einsicht ist bei der Regierung (ex schwarz/gelb) da und auch durch den Wähler legitimiert. Jetzt so zu tun, als sei die Energiewende etwas, das nur 8,9% reaktionäre Grünwähler wollten, ist schon recht anmaßend.
    Insofern laufen manche hier genannten Argumente tatsächlich bei mir gegen eine Wand, weil ich finde, dass es jetzt Zeit ist, die EE-Gewinnung auszubauen -- auch wenn`s erstmal unprofessionell gemacht ist. Jede Minute, die man mit Warten verschwendet, kommt uns in der Zukunft dolppelt so teuer zu stehen.

  36. @Olaf #35
    Bevor das Volk nicht direkt über dieses politische Diktat einer Energiewende abgestimmt, solange bleibt es auch kein Volkswillen!
    Mit deiner Denkte, Olaf, passt du gut in eine Diktatur. Ein politisches Diktat zählt für dich mehr als die Freiheit des Menschen. Die staatliche Planwirtschaft einer Diktatur steht dir näher als die freiheitliche Selbstbestimmung der Marktwirtschaft.
    Anscheinend brauchst du die Knute der politischen-ideologischen Knechtschaft und die Freiheit der naturwissenschaftlichen Aufklärung und damit der wirtschaftlichen Vernunft und des technischen Verstand, ist dir ein Dorn im Auge.

  37. @ Olaf:

    Es ist halt letztendlich eine ideologische Frage, ob man zu der Einsicht gelangt ist, dass man nicht mehr weitermachen kann wie bisher.

    Genau. Ohne Ideologie gibt es keine Begründung für die Energiewende. Es ist ja schließlich nicht so, daß die gegenwärtige Form unserer Energieversorgung ideologisch bedingt wäre. Sie hat sich schlicht auf Basis technischer Einsicht und im Wechselspiel von Angebot und Nachfrage über 100+ Jahre so entwickelt.

    Jede Minute, die man mit Warten verschwendet, kommt uns in der Zukunft dolppelt so teuer zu stehen.

    Warum? Wissen über die Zukunft zu haben, behaupten eben nur Verblendete. Ideologie ist eine Ursache für Verblendung.

  38. #35. Olaf

    Jetzt bin ich schon wieder nicht auf Eure Sachargumente eingegangen — sorry 😉
    Es ist halt letztendlich eine ideologische Frage, ob man zu der Einsicht gelangt ist, dass man nicht mehr weitermachen kann wie bisher.

    Und damit, mein lieber Olaf, hast Du Dich vollends disqualifiziert. Sachargumente sind Dir also egal, Hauptsache Deine Ideologie wird umgesetzt. Was Ideologien bewirken können, solltest Du aber als „Enddreißiger“ schon wissen. Beispiele gibt es ja in der Vergangenheit genug. Um Deine Ideologie durchzusetzen, bist Du also bereit, den Wohlstand der heutigen und der zukünftigen Generation aufs Spiel zu setzen. Du tust mir leid. Ende.

    karl.s

  39. @Olaf

    Und so lange muss man (meiner Meinung nach) halt den Irrsinn mit der verteuerten Umlage hinnehmen.

    Tja……wenn man jetzt einfach mal sein Hirn auf ON stellt und gaaanz einfach logisch weiter denkt……..kommt man zu welchem Schluss?
    Richtig….die Strompreise werden explodieren……..über den wahnsinnig komplizierten Netzausbau uff der letzten Meile mit jeder Menge Elektronikfirlefanz…….bis hin zu Speicher in gigantischen Dimensionen, die natürlich auch bezahlt werden müssen…….weiter geht es dann mit der Erneuerung der Erneuerbaren (weil meist nur 20-25 Jahre lebensfähig)…..von den Gaskraftwerken zum Verheizen der Windgase mal ganz abgesehen……..können wir das Jahr X mit Strompreisen um die 50Cent/kWh schon mal in näherer Reichweite erkennen und ab 1 EURO wird auch Dir das Verbraucherblut in den Adern gefrieren.
    So weit wird es aber nicht kommen………entweder uns fliegt der Schlamassel in näherer Zeit um die Ohren oder der Pöbel wird aufmüpfig……oder beides gleichzeitig, da nutzt auch die beste Ideologie nix, die Verursacher werden aus dem Land gejagt oder hängen zur Belustigung des Lynchmobs an vollgedämmten Hausfassaden.

    Die DDR ist gescheitert…….aber ihr denkt, mit der Neuauflage DDR 2.0 wird schon alles gut gehen………schön naiv, meinste nich auch.
    Das Zauberwort heißt Energiedichte…….alles andere is nur kalter Kaffee.

    Für mich sind die wahren Elektroenergie-Experten, die a) den Beruf eines Elekrotechnikers/Energieelektronikers erlernt haben, b) jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb und Planung von Energienetzen haben und wenns dann noch geht c) ein weiterführendes Studium hinter sich gebracht haben.
    Alle anderen…….können zwar fehlerfrei einen Schalter an und aus machen……..sollten aber die Installation den Profis überlassen.
    Und ja……ich bin bei weiten nicht so gut und erfahren, als das ich mich in jedes Gebiet der E-Versorgung reinhängen dürfte….aber wenn Schwachmaten irgendwelchen Bullshit im Netz loslassen, dann hole ich mir halt Hilfe um den geistigen Dünnschiss wieder dorthin zu packen, wo gewöhnlich nie die Sonne hin scheint.

    H.E.

  40. Ich freue mich über die lebhafte Diskussion! Insbesondere, da es jetzt ans Eingemachte geht…

    #36
    Bevor das Volk nicht direkt über dieses politische Diktat einer Energiewende abgestimmt, solange bleibt es auch kein Volkswillen!
    Mit deiner Denkte, Olaf, passt du gut in eine Diktatur.

    Wow! Alles, was keine Volksabstimmung ist, ist Diktatur? Auch ein Demokratieverständnis!

    #37
    Warum? Wissen über die Zukunft zu haben, behaupten eben nur Verblendete.

    Ich weiß, dass die Ölreserven endlich sind, dass es kein Endlager für Atommüll gibt und dass die CO2-Konzentration der Athmosphäre nicht so weiter steigen darf, wie in den letzten 100 Jahren. Ich weiß nicht, wie wir das auf die Schnelle sinnvoll änern können, aber ich finde, wir müssen damit anfangen. Wenn nicht heute, dann verplempern wir Zeit.

    Um Deine Ideologie durchzusetzen, bist Du also bereit, den Wohlstand der heutigen und der zukünftigen Generation aufs Spiel zu setzen.

    Wenn der Strom 1Euro/KWh kostet, geht es uns sicherlich wirtschaftlich schlechter. Aber das der Wohlstand gefährdet ist, ist immer eine Frage der Relation. Ich zahle gerne mehr für Öko-Strom und Bio-Fleisch, weil ich weiß, unter welchen zukunftsfeindlichen Bedingungen die Normalprodukte produziert werden. Andersherum gefragt: Was setze ich denn aufs Spiel, wenn ich nichts daran ändre? Ach ja, nur das Weltklima und die Strahlungssicherheit. Das hat ja mit „Gefährdung des Wohlstands der zukünftigen Generationen“ nichts zu tun…

    #38
    Die DDR ist gescheitert…….aber ihr denkt, mit der Neuauflage DDR 2.0 wird schon alles gut gehen………schön naiv, meinste nich auch.

    Ich möchte weder in der alten noch in irgendeiner neuafgelegten DDR oder anderen sozialistischen Staatsform leben, ich will nur eine Steuerung gegen ökonomische Gewinnmaximierung hin zu einer dauerhaft praktikablen (eben „nachhaltigen“) Stromerzeugung. Wenn Gewinne und billige Verbraucherpreise die Maxime sind, läuft die Entwicklung weiter wie bisher. Und eines Tages fällt jemandem auf, dass die Erde verstrahlt und ganz Afrika eine Wüste ist.

    #38
    aber wenn Schwachmaten irgendwelchen Bullshit im Netz loslassen, dann hole ich mir halt Hilfe um den geistigen Dünnschiss wieder dorthin zu packen, wo gewöhnlich nie die Sonne hin scheint.

    Ich finde, wenn Menschen in Diskussionen ausfällig werden, ist das das erste Anzeichen dafür, dass sie von einem eigenen Fehler ablenken wollen. Immer schön freundlich bleiben 🙂

  41. #40 Ich zahle gerne mehr für Öko-Strom und Bio-Fleisch, weil ich weiß, unter welchen zukunftsfeindlichen Bedingungen die Normalprodukte produziert werden.

    Nein, Du machst das weil Du Dir das leisten kannst.
    70+% der Weltbevoelkerung haben Dein gruenes Luxusproblem nicht.

  42. #40 Ich möchte weder in der alten noch in irgendeiner neuafgelegten DDR oder anderen sozialistischen Staatsform leben, ich will nur eine Steuerung gegen ökonomische Gewinnmaximierung

    Also doch wieder DDR?

  43. @ Olaf

    Ich weiß, dass die Ölreserven endlich sind, dass es kein Endlager für Atommüll gibt und dass die CO2-Konzentration der Athmosphäre nicht so weiter steigen darf, wie in den letzten 100 Jahren. Ich weiß nicht, wie wir das auf die Schnelle sinnvoll änern können, aber ich finde, wir müssen damit anfangen. Wenn nicht heute, dann verplempern wir Zeit.

    Typisches Beispiel für ideologisches Denken. Exklusives Wissen mit universeller Gültigkeit. Wachturm-Olaf wäre der bessere Nick, weil derartiges Denken typisch für fundamentalistische Sekten ist.

  44. @Olaf #40

    Was setze ich denn aufs Spiel, wenn ich nichts daran ändre? Ach ja, nur das Weltklima und die Strahlungssicherheit.

    Bei Ihnen haben jedenfalls Indoktrination und Gehirnwäsche nachhaltig funktioniert, dass Sie hier das ökologistische Mantra brav herunterbeten.

  45. Ich weiß, dass die Ölreserven endlich sind, dass es kein Endlager für Atommüll gibt und dass die CO2-Konzentration der Athmosphäre nicht so weiter steigen darf, wie in den letzten 100 Jahren.

    Mein Staatsbuergerkundelehrer in der verflossenen DDR wusste „Der Sozialismus siegt!“. Der hat das sogar richtig ernst gemeint…

  46. @ Olaf:

    Ich weiß, dass die Ölreserven endlich sind, dass es kein Endlager für Atommüll gibt und dass die CO2-Konzentration der Athmosphäre nicht so weiter steigen darf, wie in den letzten 100 Jahren.

    Interessant. Würde mich interessieren, warum Sie so viel mehr wissen, als ich. Immerhin arbeite ich auch als Zukunftsforscher und ich kann mit solchen Erkenntnissen bislang nicht dienen. Irgendwas mache ich wohl falsch. Haben Sie denn eine Zeitmaschine und schon mal in der Zukunft nachgesehen? Haben Sie eine vernünftig funktionierende Glaskugel (bei mir funktionierte bislang keine)? Nutzen Sie vielleicht Tarot-Karten (damit kenne ich mich nicht aus)? Oder ist Ihre Quelle vielleicht Nostradamus? Oder vielleicht irgendein anderer Zukunftsforscher, dessen Prognosen bislang unfehlbar waren? Am besten wäre natürlich, wenn Sie durch eigene Forschung selbst zu diesem Wissen gelangt sind. Was ich zwar nicht glaube, aber ich habe gelernt, nichts auszuschließen.

    Insbesondere nicht, daß über alle sinvollen Planungszeiträume hinweg eben doch noch genug Erdöl vorhanden ist und daß sich das Klima vielleicht unabhängig von CO2 entwickelt. Solch weitreichende Entscheidungen wie die Energiewende dürfen von verantwortungsvoll handelnden Politikern eben nur getroffen werden, wenn man diese möglichen Entwicklungen absolut sicher ausschließen kann. Sie können das scheinbar. Ich kann das nicht. Da sind Sie vielleicht einfach klüger.

    Aber ein Endlager für hochradioaktive Reststoffe gibt es tatsächlich schon. Ein zweites ist in Bau.

    Da Sie sich also in diesem Punkt geirrt haben, wäre es da nicht sinnvoll anzunehmen, Sie könnten die anderen beiden Punkte ebenso falsch einschätzen? Ich halte das für mich jedenfalls so. Berufsethos könnte man überhöht dazu sagen. Oder vielleicht einfach Realismus. Denn Experten unterscheiden sich von Laien nur in der Fähigkeit, den unendlichen Umfang der eigenen Unkenntnis in ihr Kalkül einbeziehen zu können.

  47. @Olaf #40

    weil ich weiß, unter welchen zukunftsfeindlichen Bedingungen die Normalprodukte produziert werden

    Was bitte sind denn zukunftsfeindlichen Bedingungen? Unter zukunftsfeindlich könnte ich verstehen, dass die Menschheit in Armut gehalten wird und ihre weitere Entwicklung behindert wird. Das ist eigentlich genau das, was mit Bioproduktionsweisen und der Erzeugung von Energie mit Hilfe von Methoden, die eine geringe Energiedichte haben und dazu noch volatil sind, erreicht wird. Das ist ineffizient und teuer und trägt sicher nichts positives zur Entwicklung der Menschheit bei.
    Man kann sicher der Meinung sein, dass konventionelle Methoden zerstörerisch sind und die Lebensgrundlagen verschlechtern können. M.E. ist die einzig sinnvolle Reaktion darauf, diese Methoden zu verbessern und die negativen Effekte zu vermeiden. Wenn das dann auch noch effizienter wird, dann wird die Menschheit in der Zukunft umsomehr davon profitieren. Eigentlich ist das mindestens seit dem Beginn der Industrialisierung so gelaufen. Den Kopf in den Sand stecken und jammern, wie schlimm das Alles ist und zurück zur Natur zu wollen, das ist wirklich zukunftsfeindlich.

  48. Tja Olaf….dann musst Du erstmal die Deutschen nachhaltig umerziehen, dann könnte auch der Kommunismus klappen.

    Ansonsten, guck mal extra-drei, die ham ein Experiment auf der Straße gemacht……extrem billige Klamotten mit Bildern von eingestürzten Fabriken aus Bangladesch….man hat kurz geblinzelt und am Ende doch die Klamotten gekauft, es interessiert am Ende keine Sau, wo die Billigklamotten herkommen……Hauptsache die kosten nur einen Euro.

    Deswegen und deshalb geht eure Ideologie ins Leere………..und Du quatscht Dir den Mund völlig umsonst dumm und fusselig, der deutsche Pöbel will Billig……..weil sein Einkommen eben auch nur unter aller Sau ist.

    Ihr steht auf verlorenen Posten……,.und das zu erkennen, muss echt schmerzhaft sein.

    Onkel Heinz…..kann verwirrten Menschen nich wirklich böse sein

  49. @ Olaf #35

    leider bin ich Jahrgang 1974

    Wie soll dieser Hinweis zu deuten sein? Etwa – Salonrevoluzzer und Kind aus den Dunstkreis der abgehalfterten 68er?

    und unterscheide mich in einem wichtigen Punkt von der Generation Kohl 2.0:

    Wer oder was ist die „Generation Kohl 2.0“ ?

    Mir sind die Folgen des gesellschaftlichen Handelns wichtig.

    „Gesellschaftliches Handeln“? Ist das jetzt die Neusprech für Kollektivismus, die Unterordnung des Individuums unter das Kollektiv? Also doch Salonrevoluzzer.

    Und ja: Ich möchte, dass wir heute schon an eine Energie für morgen denken.

    Das tun wir ja. Im Gegensatz zu Dir denken wir dabei allerdings an eine solide und zuverlässige Energieversorgung.

    Dass ich Eure Beiträge dabei vereinfacht und meine eigene “Interpretation” etwas polemisch reduziert habe, mag zutreffen

    Mit anderen Worten: Du hast Nichts verstanden und weißt auch nicht, worum es hier eigentlich geht.

    und der ein oder andere als Geschwafel abtun.

    Richtig getroffen. Es wird wohl auch „Geschwafel“ sein, weil einfach auch der kleinste Teil von Substanz fehlt.

    Der Wunsch, sich einer neuen Energie zuzuwenden ist aber authentisch,

    Was ist „Neue Energie“? Oder meinst Du „Neue Energie-Quellen/Träger“?
    Sonne und Wind sind ein alter Hut mit Preißelbeeren und haben sich bereits seit Jahrtausenden als äußerst unzuverlässig erwiesen. Als dann auch noch das Holz nicht mitspielen wollte, haben dann die schlauen Kerlchen in der Erde gebuddelt und gucki da, es kamen Kohle, Öl und Gas zum Vorschein. Und für die spätere Zukunft haben die schlauen Kerlchen sich die Kernenergie vorgeknöpft und zwar weil‘s so schön ist sowohl die Fision als auch die Fusion. So ist das nun mal, der Mensch lernt von der Natur.

    ich bin auch bereit dafür mehr zu bezahlen

    Von jemandem, der nichts Anderes gelernt hat als seinen Mitmenschen in die Tasche zu greifen, ist wohl kein anders Statement zu erwarten.

    Und ich wäre froh, wenn endlich mal jemand der Regierung eine konkrete ToDo-Liste schreiben würde, wie man die derzeit unbefriedigende Situation der Energiewende verbessern kann

    Eine solche Liste hätte geschrieben werden müssen, bevor man daran ging eine funktionierende Stromversorgung zu sabotieren. Dann hätte man sehr schnell gemerkt, dass der Plan mit den sog. EE hirnrissig ist und mit den NIE keine zuverlässige Versorgung aufzubauen ist.

    (und bitte nicht die Rolle Rückwärts à la Duin in NRW, “erstmal wieder Kohle subventionieren”).

    Ja, auf die Rolle Rückwärts wird es wohl hinauslaufen, wenn man noch retten will, was die Grüne Kamarilla mit ihrer Mischpoke versaubeutelt hat.

    D.h. konkrete Maßnahmen einleiten:
    -- Pumpspeicherkraftwerke bauen
    -- andere Optionen der Stromspeicherung (welche?) realisieren und weitere erforschen
    -- Netzausbau

    Pumpspeicherkraftwerke, die den Bedarf für den Ernstfall ( > 6 Wochen) decken könnten, würden eine Platzbedarf von der Fläche des Saarlandes und er Hälfte von Rheinland-Pfalz benötigen.
    Welche Optionen der Stromspeichrung?
    1. Strom kann man nicht speichern. Strom wird umgewandelt eine andere (Energie)-Form und muss bei Bedarf wieder in Elektrische-Energie zurück gewandelt werden.
    2. Gleichgültig welche Speicherform man wählt, sie müssen auch wieder mit den vorhandenen eigenen Mitteln (Miefquirle und Krähenspiegel) gefüllt werden können.
    Spätestens dann wird es ein Erwachen mit Schrecken geben. Dieser Umstand ist bekannt, aber er widerspricht der Ideologie (besser Idiotie) vom ÖKO-Strom und deshalb rast die sog. Energiewende immer schneller dem Abgrund entgegen. Und hinterher will es mal wieder keiner gewesen sein.
    Und ja, Netzausbau. Wofür? Wir haben eines der besten uns stabilsten Netze weltweit. Unsere Stromversorgung (Erzeugung und Verteilung) in DE ist über Jahrzehnte und teilweise 100 Jahre gewachsen und wurde immer wieder den Bedürfnissen einer hoch effizienten Industrie-Nation angepasst. Unsere Kraftwerke stehen/standen so dezentral wie möglich und so zentral wie erforderlich.

    Und so lange muss man (meiner Meinung nach) halt den Irrsinn mit der verteuerten Umlage hinnehmen.

    Diese Äußerung ist wohl das Dreisteste und Arroganteste das ich bisher im Zusammenhang mit der Deindustrialisierung eines Industrielandes gelesen habe. Es ist das Zeugnis totaler Verdummung oder einer Kreatur, die einer Menschen verachtenden Ideologie verfallen ist.

    Bzw. man könnte ja vielleicht auch konkrete Übergangsfristen für die Strompreisgarantien für EE erarbeiten.

    Der einzig gangbare Weg ist der sofortige Stopp der Einspeisungs- und Preisgarantie. Der Spuk hätte sofort ein Ende.

    Aber das EEG stoppen und “erstmal wieder zurück”, damit man dann langsam was Vernünftiges aufbauen kann,

    Das EEG ist ersatzlos zu streichen (am besten rückwirkend) und die Windmüller und Sonnenpaddler mit den Kosten belasten, die sie mit Ihrer unkontrollierten Einspeisung verursachen.

    dass ist für die gewinnorientierte Firmenpolitik der Stromlobby eine Einladung zum Nichtstun

    Typische Sprechblase eines Öko-Faschisten, der glaubt ohne ihn ginge die Welt unter.

    Jetzt bin ich schon wieder nicht auf Eure Sachargumente eingegangen

    Außer ökofanatische Sprechblasen wiederzukäuen, dürftest Du ohnehin dazu nicht in der Lage sein.

    Es ist halt letztendlich eine ideologische Frage, ob man zu der Einsicht gelangt ist, dass man nicht mehr weitermachen kann wie bisher.

    Wenn Du schon zu dieser Einsicht gelangst, dann erhebt sich die Frage, warum Du versuchst hier mit Deiner kruden Ideologie zu landen und weitermachst wie bisher.

    Die Einsicht ist bei der Regierung (ex schwarz/gelb) da und auch durch den Wähler legitimiert.

    Bei dieser Regierung gibt es keine Einsicht, sondern lediglich den Willen zur Machtausübung und den Erhalt der Macht. Für das Gros der Bevölkerung wurde und wird auch heute noch die sog. Energiewende als alternativlos verkauft, obwohl mittlerweile bekannt ist (und eigentlich immer war), dass diese sog. Wende ein verantwortungsloses Spiel ist, das die energieabhängige Industrie außer Landes treiben würde. Hierzu gibt es keine Legitimation durch den Wähler.

    Jetzt so zu tun, als sei die Energiewende etwas, das nur 8,9% reaktionäre Grünwähler wollten, ist schon recht anmaßend.

    Bist Du einer von diesen Wählern?

    Insofern laufen manche hier genannten Argumente tatsächlich bei mir gegen eine Wand

    Mal abgesehen davon, dass Du wohl der Erste aus der grünen Mischpoke sein wirst, der sein Brett vorm Kopp als Wand bezeichnet, dürfte es Deine ideologische Verbohrtheit wohl kaum erlauben Argumente als solche zu erkennen.

    weil ich finde, dass es jetzt Zeit ist, die EE-Gewinnung auszubauen

    Richtig künftig wird par ordre du mutti auch nachts Solarstrom und auch bei Flaute Windstrom erzeugt. Es geht auch nichts über Mais-Monokulturen und Bodenbrüter und sonstiges Getier haben auf „Deutschen-Öko-Agrarflächen“ ohnehin nichts zu suchen. Und wenn das Grundwasser durch Nitrat-Überdüngung der „Energie-Pflanzen-Äcker“ versaut wird, was soll’s es gibt ja Trinkwasser in Pfandflachen bei Aldi&co. Wenn die Bäche, Flüsse und Seen durch die Gülle aus den Faulgasreaktoren verseucht sind, halb so schlimm, frischen Fisch kriegt man auch beim Lidl. Aber den veganen Fraß müsst Ihr euch abschminken, dafür ist kein Platz mehr auf’m Acker. Müsst Ihr halt nach Polen oder Frankreich rübermachen, die haben sicherlich noch ein paar Gemüseabfälle vom Großmarkt.

    auch wenn`s erstmal unprofessionell gemacht ist.

    Die „Unprofessionalität“ mit der die ÖkoPaxe die sog. Energiewende praktizieren sorgt mittlerweile international erst zu Kopfschütteln und nun zu schallendem Gelächter. Wie sagte doch Euer Kampfgruppen-Führer Trittin: „Die Welt soll von Deutschland lernen, wir müssen der Welt zeigen was möglich ist.“ Jau, da sind wir gerade dabei der ganzen Welt zu zeigen, wohin es führt, wenn Ideologen glauben eine Industrienation planwirtschaftlich beglücken zu können.

    Jede Minute, die man mit Warten verschwendet, kommt uns in der Zukunft doppelt so teuer zu stehen.

    Richtig!! Jede Minute und jeder Euro die wir weiter in diese hirnrissige Öko-Strom-Idiotie investieren wird uns teuer zu stehen kommen und aus der prosperierenden Industrienation Deutschland ein Armenhaus machen.

    Zu Schluss noch eine Frage: Das mit Jahrgang 1974 ist doch sicherlich ein Schreibfehler und sollte wohl 2004 lauten?

  50. #40. Olaf

    Wenn der Strom 1Euro/KWh kostet, geht es uns sicherlich wirtschaftlich schlechter. Aber das der Wohlstand gefährdet ist, ist immer eine Frage der Relation. Ich zahle gerne mehr für Öko-Strom und Bio-Fleisch, weil ich weiß, unter welchen zukunftsfeindlichen Bedingungen die Normalprodukte produziert werden. Andersherum gefragt: Was setze ich denn aufs Spiel, wenn ich nichts daran ändre? Ach ja, nur das Weltklima und die Strahlungssicherheit. Das hat ja mit “Gefährdung des Wohlstands der zukünftigen Generationen” nichts zu tun…

    Kannst Du mir bitte erklären, was zukunftsfeindliche Bedingungen bei der Produktion von Normalprodukten sein sollen? So einen Quatsch habe ich schon lange nicht gelesen. Du bist ein grün-rot lackierter Schnösel, der meint, seine ideologischen Verirrungen, und die auch noch für Allgemeingültig hält, auf den Rest der Menschheit überwälzen zu müssen. Hast Du überhaupt schon mal darüber nachgedacht, dass es auch eine Wahrheit jenseits Deiner abstrusen grün-roten Vorstellungen gibt. Aber das wäre wohl zuviel verlangt. Man, brat mir einen Storch!

    karl.s

  51. @Olaf #40

    Ach ja, nur das Weltklima und die Strahlungssicherheit.

    Was bitte darf ich mir denn genau unter dieser „Strahlungssicherheit“ vorstellen?
    Die Tatsache, daß Radioaktivität Teil unseres natürlichen Lebensraums ist?
    Die Gewißheit, daß wir von einer heftigen Dosis kosmischer Strahlen durchflutet werden, wenn die Sonne mal zufällig in unsere Richtung hustet?
    Oder die Aussicht, daß wir unseren Strom, wenn die ach so schönen „Erneuerbaren“ wetterbedingt wieder mal nicht in Form sind, aus einem von den Tschechen extra liebevoll für uns grenznah hingebauten Kernkraftwerk russischer Bauart (Marke „Tschernobyl“, nix da mit deutscher dreifacher Sicherheitsparanoia) kaufen werden; fragt sich nur mit welchem Geld, wenn die deutsche Industrie erst auf nachhaltigem Bioniveau angekommen ist?

  52. Es hat lange gedauert, bis der Groschen gefallen ist, dass ich hier in der Höhle des Löwen gelandet bin. Jetzt wird mir manches klarer. Aufgrund zunehmender Beleidigungen (die m.E. gegen die Blog-Richtlinien verstoßen, aber egal…) ist es für mich nun an der Zeit, einen Ausstieg aus der Diskussion einzuleiten.

    Fangen wir mit dem Positiven an:
    Meine Ausgangsfrage war, warum die steigende EEG-Umlage nicht durch den sinkenden Strompreis an der Börse kompensiert werden kann. Dazu habe ich hier kompetente Antworten bekommen, die mir die komplexe Materie, was das Zustandekommen des Strompreis an den Märkten anbelagt, erläutert haben. Vielen Dank dafür.

    Dann die kleinste mögliche Schnittmenge zwischen uns allen hier:
    -- Die EEG-Umlage ist zu teuer geworden
    -- Das EEG ist handwerklich schlecht gemacht

    Mit Heinz Eng teile ich noch, dass ich „verwirrten Menschen nicht böse sein“ kann, was leider nicht auf alle hier zutrifft.

    Nun zum Unüberwindbaren:
    Ich unterliege einer ideologischen Wertvorstellung („Nachhaltigkeitsgedanke“), die Mehrheit in diesem Forum jeodch auch. Nämlich der, dass die Freiheit des Einzellenen, Gewinnmaximierung, Effizienz und Wohlstandsmehrung für die Gewinner der Gesellschaft (kurzum: die Ökonomie) die unumstößlichen Maximen sind. Dass wir da nicht zueinanderfinden, liegt ja in der Natur der Sache, was ich halbwegs entspant ertragen kann.
    Ich möchte mir es aber nicht nehmen lassen, diese ideologischen Anschauungen abschließend zu vergleichen:

    Sie sagen (das scheint das wichtigste Axiom zu sein): Keiner weiß, wie die Zukunft sein wird. D´accord.
    Ihre Schlussfolgerung ist: Wir waren bisher erfolgreich, wir werden es auch in Zukunft sein.
    Meine ist: Ich sehe potenzielle Gefahren, die unter Umständen unumstößlich das Leben auf unserem Planeten gefährden könnten.

    Beides mag ja zutreffen. Aber wenn Sie Ihre eigenen Argumente auf sich selbst anwenden heißt es ja, dass Sie es eben auch nicht wissen können.
    Und wenn ich dann in die Vergangenheit blicke, und konstatiere, dass es dem Menschen gelungen ist, in ca. 150 Jahren Industrialisierung den Planeten stark zu schädigen (Artensterben, Desertifikation in Afrika, unaufhörliche Vergrößerung der Schere zwischen Arm und Reich, Klimawandel*), dann scheint es mir anmaßend zu glauben, dass der Mensch es in Zukunft schon irgendwie hinkriegen wird, dass das ales keine Rolle mehr spielt.
    *zum Klimawandel: Dieses Forum hier wird ja offenkundig von Klimaskeptikern betrieben, daher möchte ich mich auf die Frage, ob er nun menschengemacht ist oder nicht nicht einlassen, nur insoweit als dass ich frage: Wenn Sie sagen, die Daten der Klima-Hysteriker stimmen nicht, kann ich genauso behaupten, das Ihre Gegenmodelle nicht stimmen. Das ist müßig.

    Weil ich Kinder habe, ist mir meine Ideologie lieber als Ihre. Wenn Sie es alle lieben, so skeptisch zu sein, sollten Sie bezüglich Ihrer Verharmolsungenm, was die glorreiche Zukunft des Industriezeitalters, wo wir ungetrübt weiter machen und gewinnschöpfen können, wie bisher, ohne iregendwem zu schaden, mal auch etwas mehr Skepsis gegenüber an den Tag legen.
    Danke fpür die Diskussion (solange sie freundlich verlief), Olaf.

  53. Nun, Olaf, Sie sind hier nicht unter „Ideologen gegenteiliger Auffassung“ gelandet, sondern unter Skeptikern. Das ist etwas völlig anderes. Die Abwesenheit von Ideologie ist keine Ideologie.

    Wenn wir uns darüber einig sind, daß die Zukunft unbekannt und ungewiß ist, dann sollten wir uns auch darüber einig werden können, daß auf dieser Grundlage keine bindenden Entscheidungen getroffen werden können. Die gegenwärtige Klima- und Energiepolitik basiert aber auf solchen Entscheidungen. Auf Maßnahmen, die nur dann Sinn ergeben, wenn die von Ihnen befürchteten Risiken tatsächlich eintreten. Eine Politik, die beides berücksichtigt, die in jedem Fall Vorteile bringt, ganz gleich, ob die Klimakatastrophe nun eintritt oder nicht, ganz gleich, ob Kohlenwasserstoffe nun knapp werden oder nicht, eine solche Politik ist möglich.

    Im Bereich Energie war eine solche Politik bis in die 1990er Jahre hinein in Deutschland auch etabliert. Sie besagt im Bereich Energie schlicht und ergreifend: Wir nutzen alles, was uns zur Verfügung steht. Wir unterscheiden nicht zwischen „Gut“ und „Böse“. Bei einer solchen Politik schaffen die Märkte Nischen für alles (letztendlich besteht die Welt aus der Summe aller Nischen), ganz gleich ob fossil oder nuklear, ob Wind, Sonne oder Biomasse, ob Erdwärme, Lauf- oder Speicherwasser. Durch diesen Wettbewerb wird Energie erstens immer billiger und zweitens die Versorgung immer robuster. Dieser Weg hat (übergreifend über alle Branchen, alle Technologiesegmente und alle Bedarfsbereiche) die Menschheitsgeschichte geprägt und beispielsweise auch dafür gesorgt, daß Sie sich heute überhaupt Gedanken über andere (beispielsweise Ihre Kinder) machen können, statt nur an sich selbst denken zu müssen (um überhaupt zu überleben). Wenn Sie also möchten, daß Ihre Kinder auch mit dieser Freiheit aufwachsen, sollten Sie Ihre Haltung überdenken.

    Denn Ihr Ansatz ist das genaue Gegenteil von Verantwortlichkeit. Er ist höchst egoistisch, da er allein der Befriedigung Ihrer seelischen Bedürfnisse dient. Er gibt Ihnen ein gutes Gefühl (und zwar nur Ihnen individuell), weil Sie einer ideologisch motivierten Propaganda aufgesessen sind. Mit „Wissen“, wie Sie ja nun auch in #52 einräumen, hat das nichts zu tun.

  54. Der Virus nennt sich….“Grenzen des Wachstums“……und hat sich in vielen Gehirnen ausgetobt, wat uns ja olle Olaf janz prächtig vorführt.
    Joo…….eine Grenze ham wa wahrscheinlich schon erreicht, das „Denken“………….dreht sich im spießerischen Kleinkreis der ideeenlosen Einfaltspinsel, die entschieden haben…….keine Visionen mehr sehen zu wollen.
    Begrenztes Denken…….und ein Egoismus des Jetztseins…..den eigenen Arsch im warmen Haus gepaart mit ein paaar kleine Pseudo-Klimaschutzmassnahmen…..reichen aus den grünen Vordenker mimen zu können.
    Wer das Streben nach Höherem ablehnt…….bleibt im eigentlichen Sinne weiter auf den Bäumen sitzen…..denn am Ende kraucht wieder die irre Idee des Kommunismus aus seine teuflischen Löchern, als vermeintliche Lösung aller Menschheitsprobleme.

    Olaf…….hättest Du vorher ein paar Threads hier uff´n Blog gelesen, hättest Du wissen müssen, auf was Du Dich hier einlässt……..also spiel jetzt nicht die gekränkte Mimose, das ist unglaubwürdig.
    Und ja…….wer sich mit substanzlosen Gelaber nur etwas wichtig tun will, weil er meint das seine Ideologie die Bessere wäre………muss schon damit rechnen, verbal geohrfeigt zu werden, so sind wir nun mal…….wir Bremser, Klimaleugner, Energiewendeablehner und unangepasste Quertreiber.

    Man, da gibbet so viele Blogs im Internet, die die selbe Öko-weinerliche Schiene fahren……..warum gehst Du nicht dort hin, wenn Du nur Deine Meinung bestätigt haben willst?
    Naja….wenn sich Verwirrte verirren……..kann das schon mal zu Missverständnissen führen……..als Mensch versteh ich das und als Seelen-Klempner würd ick dat janz schnell wieder reparieren.
    Onkel Heinz……….ungewöhnlich friedlich

  55. @Olaf #52

    Wenn Sie sagen, die Daten der Klima-Hysteriker stimmen nicht, kann ich genauso behaupten, das Ihre Gegenmodelle nicht stimmen. Das ist müßig.

    Stimmt, das ist müßig. Die Prämisse ist aber auch fiktiv. Was hier hin & wieder aus gegebenem Anlaß gesagt wird, ist daß die Modelle der Klima-Hysteriker nicht zu ihren Daten passen.
    Daß hier Gegenmodelle aufgestellt würden, wäre mir neu. Die meisten hier sind ja keine Klimatologen.

    Sehen Sie, Olaf, ein Skeptiker ist nicht jemand, der das Gegenteil behauptet.

  56. Ein paar Anmerkungen auch von mir zu Olaf #52

    Sie kommen in Ihrem Weltbild zu Schlüssen, die zum Teil auf falschen Annahmen beruhen. Vor allem, indem Sie alles was aus Ihrer Sicht verkehrt läuft der bösen Industrie in die Schuhe schieben.

    …konstatiere, dass es dem Menschen gelungen ist, in ca. 150 Jahren Industrialisierung den Planeten stark zu schädigen (Artensterben, Desertifikation in Afrika, unaufhörliche Vergrößerung der Schere zwischen Arm und Reich, Klimawandel*), dann scheint es mir anmaßend zu glauben, dass der Mensch es in Zukunft schon irgendwie hinkriegen wird, dass das ales keine Rolle mehr spielt.

    Können Sie zum Beispiel Fälle nennen, wo die Industrialisierung zu einem Artensterben geführt hat? Mir sind keine bekannt. Wenn es eine Bedrohung für die Artenvielfalt gibt, dann liegt diese hauptsächlich in der Vernichtung von Lebensräumen. Und diese Vernichtung geht hauptsächlich mit der Ausweitung landwirtschaftlicher Nutzflächen einher. Eine solche Ausweitung ist nun aber zwingende Folge der Nachhaltigkeits-Agenda. Ein Umstellen der landwirtschaftlichen Produktion auf „Bio“ etwa erfordert deutlich mehr Fläche als eine industriell optimierte Landwirtschaft. Und der größte Zuwachs an Flächenverbrauch kam in den letzten Jahren durch den weltweiten Boom bei Bio-Treibstoffen.

    Eine zunehmende Desertifikation ist in Afrika im übrigen in den letzten Jahren überhaupt nicht zu beobachten. Im Gegenteil, die Wüsten und die Flächen in der Sahel-Zone werden kleiner. Über die Ursachen ist man sich nicht ganz einig, aber das scheint sowohl durch Klimaveränderungen als auch durch menschliches Zutun (Bäume pflanzen) verursacht zu sein.

    Ähnlich ist es mit der viel zitierten „Schere zwischen Arm und Reich“. diese geht in Deutschland seit Jahren nicht weiter auseinander. Und auch weltweit kann man konstatieren, dass die Armut sowohl in relativen wie auch in absoluten Zahlen in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen hat. Die Welt wird mit zunehmender Industrialisierung wohlhabender.

    Und zum Klimawandel ist auf dieser Seite eigentlich schon alles gesagt worden. Natürlich hat der Mensch Einfluss auf das Klima. Das haben Elefanten und Termiten auch. Die Frage ist, ob dieser Einfluss maßgeblich ist und ob diese Entwicklung insgesamt einen totalen Umbau der weltweiten Wirtschaft mit dem einhergehenden weltweiten Wohlstandsverlust rechtfertigt. Und diese Frage wird von den allermeisten hier mit nein beantwortet. Die Gründe dafür sind vielfältig und hier im Blog alle zu finden. Versuchen Sie sich einfach mal von dem Gedanken zu lösen, dass menschliches Handeln per se schlecht sein muss. Sie werden sich wundern, auf was für neue Erkenntnisse man dann kommen kann.

  57. @ Olaf:

    Und ich wäre froh, wenn endlich mal jemand der Regierung eine konkrete ToDo-Liste schreiben würde, wie man die derzeit unbefriedigende Situation der Energiewende verbessern kann

    Jede vernünftige industrielle Planung beginnt im Labor, geht von dort aus ins Technikum und dann erst in die Realisation.
    Die ‚Energiewende‘ machte es genau umgekehrt: Es wurde auf Teufel komm raus produziert und nichts geplant oder erprobt.

    Logisch wäre folgender Ablauf gewesen:

    Schritt 1:
    Optimierte Windräder und PV-Elemente entwickeln
    Test-Windräder bauen, dazu hätte ein Dutzend gereicht.
    Halbleiter-Forschung betreiben! Silizium ist, schon heute erkennbar, eine Sackgasse. Organische Halbleiter versprechen eine Kostenreduzierung um 90 -- 95%! Also erst mal reine Laborarbeit, Grundlagenforschung in Instituten, zusammmen mit der chemischen industrie.
    Sobald brauchbare Ergebnisse vorliegen:

    Schritt 2:
    Eine Versuchsanlage in großem Maßstab
    Das kann ein durchschnittlicher Landkreis sein oder zum Beispiel das ganze Saarland, das einen guten Mix aus ländlichen und industriellen Gebieten hat.
    Oder mehrere Versuchsgebiete an der Küste (Wind), in Bayern (Sonne) in Meklenburg (Biomasse)und repräsentative Verbrauchsgebiete (Land, Stadt, Industrie).
    Dort den Ausbau studieren,und im kleinen die ganze Energiewende vorwegnehmen, bis zum 80%-Ausbau. Dabei genaue Bilanzen machen, Probleme erkennen, Prognosen prüfen, Verbesserunen realisieren und ehrlich abrechnen, Zähler an jedem Stromein- und Ausgang, exakte Bilanzen der Finanzströme.
    Sobald das geschafft ist und für diese Erzeuger Autarkie erreicht ist, also auch Speicherund Netz realisiert und erprobt sind:

    Schritt3:
    Vorlage der Untersuchungserebnisse, Kalkulation der Kosten für die Umstellung ganz Deutschlands einschliesslich Zeit- und Flächenplan.
    Zusätzlich Klärung der politischen Folgen (Wer soll wie bezahlen, wie kann die Last sozial gerecht verteilt werden etc.) und Abstimmung mit den Nachbarländern bis hin zum Abschluss konkreter, verbindlicher Verträge über alle Themen, die durch diesen Umbau tangiert werden.
    Nach Ferigstellung des Konzeps.

    Schritt 4:
    Und nun erst, als allerletztes, die politische und wirtschaftliche Entscheidung, vorzugsweise per Volksabstimmung, und anschliessender Baubeginn.

    Wir haben es genau umgekehrt gemacht und die logische Folge ist, dass wir daran pleite gehen, wie jede x-beliebige Firma, die so dumm handelt und das kleine Management-Einmaleins missachtet.

  58. #52. Olaf

    Mit Heinz Eng teile ich noch, dass ich “verwirrten Menschen nicht böse sein” kann, was leider nicht auf alle hier zutrifft.

    Ich schon. Warum? Nun, ich gehe stramm auf die 60 Jahre zu, bin in der DDR geboren und aufgewachsen. Ich habe keine Lust, noch einmal in meinem Leben in einer Diktatur oder in Diktaturähnlichen Zuständen zu enden. Genau das möchte ich ebenso meinen Kindern und Enkelkindern ersparen. Deine Ideologie, eine Ideologie, die auf Bevormundung und Verbote, auf Einschränkung der persönlichen Freiheit beruht, ist nicht die meine. Und wenn mir jemand kommt und will mir vorschreiben was ich aus Gründen, die lediglich einer irrationalen Sichtweise und eines irrationalen Glaubens entspringen, zu tun und zu lassen habe, dann werde ich schon mal gallig. Von mir aus lebe Deinen Bio- und Ökokult, mir egal, aber verlange nicht von anderen, dass sie ebenso leben sollen.

    karl.s

  59. Weil ich Kinder habe, ist mir meine Ideologie lieber als Ihre.

    Lieber Olaf, Sie sollten einmal darüber nachdenken, dass genau diese Einstellung zu den fürchterlichsten katastrophen der Neuzeit führte:

    Kaiser Wilhelm argumentierte so, als er einen ‚Platz an der Sonne‘ beanspruchte, nach Kolonien trachtete und seine Kriegsmarine ausbaute, um die Zukunft für die Kinder zu sichern.

    Adolf Hitler argumentierte so,als er eine düstere Zukunft für die Kinder voraussagte, denen es an Lebensraum fehlen würde, weshalb ein Eroberungskrieg notwendig sei.

    Die Kommunisten legitimierten sich mit der Zukunft, alle Anstrengungen müssten gemacht werden, um den Kindern eine schönere neue Welt aufzubauen.

    Und Sie fallen schon wieder auf den selben Müll herein!
    Irgend jemand drückt auf Ihre Tränendrüsen, zeigt hnen Bilder von niedlichen Tier- oder Menschenbabys, appeliert an Ihren Brutpflegeinstinkt und schon sind Sie eine hirnlose Marionette, die sich willig ausbeuten lässt.
    …und fühlen sich dabei sogar noch so schön moralisch überlegen *Rolleyes*

  60. Langsam eröffnet sich mir, worum es eigentlich geht.
    Im Zuge dessen bin ich auch auf diese Seite gestoßen: http://www.freiheitsmanifest.de/
    Der Turbo-Liberalismus der dort (und offenbar auch in diesem Forum) propagiert wird, kann nicht funktionieren:
    Man stelle in einen Raum mit 30 MEnschen eine Schüssel Gummibärchen hin und sagt: Los: Jeder soviel er kann und wie er will.
    Das Ergebnis wird sein, dass viele leer ausgehen und sich womöglich nachher noch drum geprügelt wird. Eine schützende Regel, die da vorher sagt: „Jeder nimmt sich eins und dann schauen wir mal, ob noch was übrig bleibt“ erscheint mir da wesentlich gesellschaftsfreundlicher. Solche Regularien werden hier aber als Gängelung, Diktatur oder Verzichtsfolter abgetan.
    Ich bin sehr froh in einem Staat und in einer Staatengemeinschaft zu leben, die der Freiheit des Einzelnen Grenzen setzt, um mich zu schützen. Das mögen manche Menschen anders sehen und die AfD wählen, dürfen sie gerne.
    Dass Ex-DDR-Bürger mit Bevormundung große Schwierigkeiten haben, dafür habe ich ehrliches Verständnis. Es gibt aber grundlegende Unterschiede in der Qualität der Bevormundung: Sie ist demokratisch legitimiert, bedarf keiner Bespitzelung der Bürger und erst recht keines Schießbefehls an der Grenze. Jeder, dems hier bei uns nicht passt, ist herzlich eingeladen auszuwandern.
    Und nochmal zum Tonfall, der hier scheinbar auch unter dem Deckmäntelchen der Freiheit immer wieder gerne daneben ist: Ich würde hier nie schreiben, dass es für mich z. B. „klar ist, dass die Ossis nach jahrzehntelanger Askese vom Kapitalismus danach durchdrehen und im fortgeschrittenen Alter merken, dass sie irgendwie zu kurz gekommen sind und es daher nur logisch ist, dass sie nach allem geifern, was der Markt zu bieten hat.“ So ein Ton würde sich einfach nicht gehören. Angekommen?

  61. @ Olaf:

    Der Turbo-Liberalismus der dort (und offenbar auch in diesem Forum) propagiert wird, kann nicht funktionieren:
    Man stelle in einen Raum mit 30 MEnschen eine Schüssel Gummibärchen hin und sagt: Los: Jeder soviel er kann und wie er will.
    Das Ergebnis wird sein, dass viele leer ausgehen und sich womöglich nachher noch drum geprügelt wird.

    Nein, das würde nicht geschehen. Die meisten würden nicht wollen, weil sie etwas anderes viel lieber mögen.

  62. @ Olaf #60

    Eine schützende Regel, die da vorher sagt: “Jeder nimmt sich eins und dann schauen wir mal, ob noch was übrig bleibt”

    Klingt für mich nach kommunistischer Politik des Verteilens des Mangels von oben. Und das hat wo noch mal funktioniert?

  63. @Tritium 30. Oktober 2013 12:28 (#57)

    Herzlichen Dank! Das ist ein Plan, den ich mittragen würde! Es ist vor allem einer, der die EE nicht per se ablehnt (habe in den letzten Tagen hier den Begrif der NIEs kennengelernt, verbunden mit der impliziten Aussage, diese Technologie als komplette Fehlentwicklung nicht mehr weiter zu verfolgen).
    Allerdings wären mir Verpflichtungserklärungen und konkrete Zeitpläne dabei wichtig. Andernfalls sähe ich die Gefahr, dass man sich zu lange in Phase 1 aufhält und sich alle darin so lange wohlfühlen, bis irgendwann jemand merkt, dass noch gar nichts passiert ist. So würde ich nämlich die heutige Situation beschreiben.

  64. zeigt hnen Bilder von niedlichen Tier- oder Menschenbabys, appeliert an Ihren Brutpflegeinstinkt und schon sind Sie eine hirnlose Marionette

    Haha, das werde ich mir merken. Brutpflegeinstinkt.

    Und ich wäre froh, wenn endlich mal jemand der Regierung eine konkrete ToDo-Liste schreiben würde, wie man die derzeit unbefriedigende Situation der Energiewende verbessern kann

    Sind sie Demokrat? Abgesehen davon habe ich gehört, das die Frau Merkel unsere Energiewende jetzt mit Absicht an die Wand fährt. Dann dürfen wir uns freuen und ihr euch einmal ärgern.

    Ach Olav, kennen sie eigentlich die Netzfrauen? Das wäre bestimmt etwas für sie! Da können sie gänzlich konform sein. Hier werden sie immer ein komischer Vogel sein.

  65. @ Rudolf:

    In Nordkorea beispielsweise. Dort gibt es nicht genug Gummibärchen und daher könnte das „Olaf-Experiment“ dort wirklich stattfinden. Hier in Deutschland würden wohl die meisten den Raum verlassen und sich eine anzünden -- oder den nächstgelegenen Laden aufsuchen und sich kaufen, was sie wollen.

    M.a.W.: Sie würden die Regeln des Experimentes brechen, um sich die Freiheit zu verschaffen, die sie wollen. Das bedroht niemanden -- außer vielleicht das Seelenleben des Experimentators. Deswegen, Olaf, ist Ihre Prämisse völlig falsch. Der Staat „beschützt“ Sie nicht, wenn er der Freiheit Grenzen setzt (und hier reden wir nicht von Mord und Totschlag, sondern von „Gummibärchen“, sprich Energie, Ressourcen und allerlei daraus hergestellter Güter). Er entmündigt Sie. Denn es liegt keine Bedrohung für Sie darin, wenn andere Menschen Ihre Freiheitsrechte wahrnehmen.

    Außerdem sind die meisten hier keine „Ossis“. Allein schon diese Kategorisierung widerspricht meiner liberalen Weltanschauung. Es gibt hier nur Individuen.

  66. O.K., das Gummibärchenbeispiel war zu stark vereinfachend. Nehmen wir konkrete Regeln und Vorschriften, über deren Existenz ich mich freue:

    Ich freue mich über Vorschriften, weil sie mich schützen:
    -- Grenzwerte für Schadstoffe bzw. von Emissionen:
    o Landwirtschaft, Industrie, Verkehr etc.
    o Alltagsgegenständen (z. B. Lacke)
    o in Lebensmitteln (-> Regulierung der Landwirtschaft)
    -- Sicherheitsnormen (CE, TÜV)
    -- Nichtraucherschutzgesetz
    -- Polizeikontrollen (Tempo, Alkohol), ja sogar über die Politessen vor meiner Haustür, die meine Anwohnerparkzone von Nicht-Parkticket-Lösern sauberhalten
    -- maximale Gebühren für Roaming-Tarife
    -- …

    Ich freue mich über Vorschriften, die die Tier- und Pflanzenwelt schützen:
    -- Landwirtschaft (Emissionen, Tierschutz bei Haltungsbedingungen)
    -- Flächennutzung (z. B. für Ausgleichsflächen bei Neubebauung)
    -- Naturschutzgebiete und Nationalparks
    -- effizienter Energieverbrauch von Alltagsgeräten (wie stehen Sie hier eigentlich dazu? Ineffizienz müsste doch alle hier so raderdoll machen, dass dieses Verbot vielleicht sogar mal ausnahmsweise nicht so kritisch gesehen wird. Ach, ich will’s lieber nicht wissen).
    -- …

  67. Olaf,

    dann bist du schon bereit für den RFID-Chip, den Obama ab 2016 seiner Bevölkerung einpflanzen lassen will 😉

    Die kommunistische Indoktrination der ddr bemerkten deutlich mehr als die grünsozialistische Indoktrination der der brd der letzten 40 Jahre.

    Wie sagte Goethe , niemend ist hoffnungsloser versklavt als der, der es nicht weiß.

    Ich freue mich für dich.

  68. @ Olaf #66
    Sie wünschen sich regeln zum effizienten Energieverbrauch von Alltagsgeräten? Was wollen Sie damit erreichen? Wenn Alltagsgeräte effizienter sind als Wettbewerbsprodukte werden sie dadurch auf dem Markt automatisch attraktiver, bieten dem Kunden Vorteile und werden von daher automatisch mehr gekauft. Da Bedarf es also überhaupt keiner Regelung von oben.

    Es sei denn es handelt sich um Produkte die eben keinen wirklichen Vorteil bieten und politisch durchgesetzt werden sollen. Das war beim Verbot der Glühlampen der Fall und aktuell beim Verbot von Staubsaugern mit einer Leistung größer als 900 Watt. Sind das die Art von Regulierungen, die Sie sich mehr wünschen?

  69. @Olaf #66

    Ich freue mich über Vorschriften, die die Tier- und Pflanzenwelt schützen:
    […]
    -- Naturschutzgebiete und Nationalparks

    Darüber freue ich mich auch, wir können gern auch noch Landschaftsschutzgebiete und Denkmalschutz hinzunehmen.

    Deshalb würde es mich interessieren, was Sie denn davon halten, daß Naturschutzgebiete jetzt zur industriellen Nutzung durch Windräder und die dazugehörigen elektrotechnischen Einrichtungen freigegeben werden.

  70. Hallo

    der Stoiker versucht die Menschen im Raum zum Verzicht (Nachfrageverzicht) zu bewegen. Alle fühlen sich Mies.
    Der Hedonist versucht das Angebot zu erhöhen. Er legt zu den Gummibärchen noch die HARIBO-Mischung und ne Tafel Schokolade bei.
    Bleiben Sie ruhig ein Stoiker! Die Haltung bringt unsere Gesellschaft aber nicht voran.
    Ich lebe viel lieber in einer Überflußgesellschaft als in Ihrer Mangelwirtschaft.

    Gruß
    Steinzeit

  71. Bei Olaf fällt mit Nietsche ein.
    „Es ist der Mensch der stets das Gute will und gerade deshalb das Schlechte fördert. Es ist der Mensch der seiner lauteren Gesinnung folgt und an der Wirklichkeit scheitert. Es ist der Mensch der die Folgen seines Handelns anderen überläßt. Es ist der Mensch der es gut meint und die böse Welt immer wieder gegen sich hat.“

  72. Ach, der Herr ist Verbotsfetischist……..sicherlich würde er auch ein Fleischverbot akzeptieren…….ein Geburtenverbot ab den 2. Kind………ein Spassverbot, was sämtliche Hobbys betreffen würde, die mit Material- oder Energieverbrauch verbunden sind……..ach, als alten Ossi würden mir noch Hunderttausende Sachen einfallen, die man seinem Mitmenschen verbieten könnte, wenn man dann die Macht dazu hätte.

    Tja, leider muss ich mich bezüglich der Einschätzung des Herrn Olaf grundlegend revidieren………..er ist kein Verwirrter sondern komplett Irre………nachdem er jetzt endlich mit den Schmalzstullen rausgerückt hat.
    Blöd nur, das er für seinen Öko-Feldzug ausgerechnet eine Infrastruktur benutzt, die inzwischen im Jahr 5-7 TWh Strom verbraucht, anstatt sich in seiner Heimatstadt auf den Marktplatz zu stellen und energiearm die eigene Stimme zu benutzen um seine Mitmenschen zu überzeugen.

    Jaja……immer diese inkonsequenten Teilzeit-Öko-Spinner…….dumm geboren, nix dazu gelernt und dann noch die Hälfte davon vergessen……….ein Hoch auf die Verblödung der Deutschen………..wahrscheinlich kriegt er im Notfall nich mal ne Konservenbüchse auf und müsste verhungern.
    Ok…….wird Zeit auch Olafs zu verbieten……
    Onkel Heinz…………völlig Relaxt

  73. Hallo Skeptiker, hallo Olaf,

    Olaf’s Argumente sind in ihrer qualitativen Formulierung zunächst nicht von der Hand zu weisen. Denn beispielsweise ist auch uns „Skeptikern“ klar, dass in Gesellschaften Regeln aufgestellt und eingehalten werden müssen, die verschiedene Individuen in ihren Freiheitsrechten einschränken, um das Gemeinwohl zu schützen. Genausowenig kann man etwas dagegen haben, Vorsorge zu treffen in Situationen des „Nichgenauwissens“. Z. B. in Bezug auf die sich angeblich anbahnende Klimakatastrophe, vorsorglich kann man ja mal die kostengünstige, funktionierende Stromversorgung eines Industrielandes in eine wesentlich teurere und unsichere umbauen.

    Das tiefgreifende Problem ist doch, dass Olaf erst durch Strategien, wie wir sie für richtig halten -- nämlich den technologischen Fortschritt und die freie Marktwirtschaft (mit möglichst wenig gesellschaftlich vorgegebenen Restriktionen) zu unser aller Nutzen wirken zu lassen -- in die Lage versetzt wurde, sein -- vermeintliches -- Gutmenschentum so zu zelebrieren. Anders ausgedrückt: Würde Olaf das Wohl seiner Kinder unter Umständen, wie sie beispielsweise in den ländlichen Gebieten China’s noch heute herrschen, im Blick haben, dann wär ihm Klima, EEG etc. so was von wurscht. Aber Olaf hat das Glück im reichen Deutschland sein Dasein zu fristen, sich auf den Effizienzsteigerungen mehrerer Generationen von technik- und marktwirtschaftbegeisterten Menschen ausruhen zu können und die Wirkungen seiner Vorstellungen nicht zeitnah erfahren zu müssen.

    Olaf hat die große Mehrheit der Deutschen Bevölkerung auf seiner Seite und wir versprengtes Trüppchen von Andersgläubigen versuchen auch noch mit aller Kraft, Olafs Lebensstandard -- ganz offensichtlich gegen seinen Willen -- aufrechtzuerhalten.

    Sollten wir nicht langsam aufhören, dagegen zu kämpfen und den Olaf’s in diesem Land das Steuer übergeben ? Denn in einem Punkt hat er Recht: Wir leben nach wie vor in einem demokratischen Staat und können gehen, wenn es uns nicht passt.

    Aber nein, ich jedenfalls werde nicht aufhören, weil:

    1) ich habe auch Kinder und im Gegensatz zu Olaf meine ich, dass ich deren Wohl nur mit dem Gegenteil seiner Auffassungen absichern kann

    2) auch in den anderen reichen Industrienationen gibt es Olaf’s zuhauf

    3) und die Olaf’s dieser Welt spätestens dann zur Vernunft kommen, wenn sie selbst von den „Erfolgen“ ihrers eigenen Gutmenschentums betroffen sind und andere Schuldige (Konzerne, Kapitalisten, Konservative, Manager, Atomkraftbefürworter, Unternehmer etc.) nicht mehr verfügbar sind.

    Solange harre ich halt aus und versuche in der Zwischenzeit den Schaden zu begrenzen.

    Hat einer ne bessere Idee ?

    Hans Hoffmeister

  74. @ Olaf, # 63:

    Herzlichen Dank! Das ist ein Plan, den ich mittragen würde!

    Wir sind uns also einig, dass die ‚Energiewende‘ eine absolut dilettantische, extrem dumme Fehlplanung ist, verursacht durch den Staat.
    Staatliche Pläne und Kampagnen können also extrem dumm, demagogisch geprägt, unwirschaftlich und schlicht und einfach falsch und zerstörerisch sein.
    Dann wundert es mich allerdings, welches Vertrauen Sie andererseits in genau diesen Staat setzen, dass er weise Gesetze erlässt und zwingend durchsetzt.
    Ihre Beispiele ,welche Sie ‚freuen‘, (# 66) enthalten sehr, sehr viele weitere Dummheiten.

    Aber ich greife nur mal ein anderes heraus, was auch mit der ‚Energiewende‘ zu tun hat:
    Die grauenhaften Umweltzerstörungen durch Windräder.
    Nein, ich meine nicht die Vögel.
    Ich meine das Neodym, das in den Magneten verbaut wird. Über 50% der Welt-Neodymförderung wird in Windrädern eingesetzt.
    Lesen Sie mal das;
    Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder
    Selten Unnachhaltig – Seltene Erden und Umweltverschmutzung in China
    Und jetzt machen Sie sich klar, dass Ihr hochgelobter STAAT an dieser Sauerei schuld ist, er hat sie finanziell gefördert und gesetzlich verlangt!
    Sie sagten, Sie würden die Energiewende unterstützen, weil Sie an Ihre Kinder denken und gaben damit ganz schön an, als moralischer, altruistischer Saubermann gegenüber diesen skeptischen Egoisten, die Ihnen hier widersprechen.
    Aber, Olaf: Sie gründen das Wohl Ihrer Kinder auf Leid, Krankheit und Tod chinesischer Kinder!

    Ihre einzige Entschuldigung dafür kann nur ihre bisherige Naivität sein, doch ab heute gilt das nicht mehr, denn nun wissen Sie über die Folgen.

  75. @tritium #74

    Danke für den konstruktiven Beitrag.

    @Rest der Mischpoke

    Ich bin beeindruckt, mit welcher Inbrunst Sie alle davon überzeugt sind, dass das Leben im Überfluss auch in Zukunft noch möglich sein wird. Wahrscheinlich bin ich da auch wieder nur einer Verschwörungstheorie aufgesessen, aber meiner Kenntnis nach reichen die Ressourcen unseres Planeten nicht einmal für unseren jetzigen Lebensstil (Stichwort „ökologischer Fußabdruck“).

    @Hr, Kipp #68 Wenn Alltagsgeräte effizienter sind als Wettbewerbsprodukte werden sie dadurch auf dem Markt automatisch attraktiver, bieten dem Kunden Vorteile und werden von daher automatisch mehr gekauft. Da Bedarf es also überhaupt keiner Regelung von oben.

    Der VW Lupo 3L ließ sich real mit 3l/100km fahren. Gekauft wurden aber SUVs und den Lupo gibts nicht mehr. Nix is‘ -- von wegen „Selbstregulation der Märkte“.

    Wieder an alle:
    Wie auch hier von anderen schon bemerkt wurde: Der Mensch kauft so billig er kann und will dafür das geilste Produkt. Wenn der Mensch tun und lassen kann, was er will, denkt er nicht an die Zukunft und da ist staatliche Regulierung in meinen Augen eine Möglichkeit, die Gesellschaft zu einem Verhaltenskodex anzuhalten.
    -- Bei Verbrechen ist das Jedem nachvollziehbar: Wenn es keine polizeilichen Konsequenzen gäbe, wenn man Diebstahl begeht, würden viele Menschen klauen.
    -- Bei der Frage, wie viel Schwefeldioxid aus dem benachbarten Kohlekraftwerk emittiert wird, sind sich zumindest die Anwohner alle einig, dass man das reglementieren sollte.
    -- Bei …?
    Wo ist denn nun die Grenze, ab der eine Reglementierung von Ihnen allen nicht mehr als sinnvoll erachtet wird, sondern als „Freiheitsentzug, Diktatur, Faschismus“ und Ähnliches gebeutelt wird?
    Die Frage ist doch nur: Welcher Wert ist der Mehrheit der Gesellschaft so wichtig, dass die diesen Wert gefährdenden Aktivitäten reglementiert werden sollten. Und da ist halt ein Wandel im Gange. Der Nichtraucherschutz ist das jüngste Beispiel, was sich in der Gesellschaft etablieren konnte, vielleicht wird es bald auch das Tempolimit auf Autobahnen sein. Und mit der Energiewende ist es eben genauso. Jetzt, wo die Kostenexplosion daherkommt, knicken zwar die ersten wieder ein (s. Frau Kraft in NRW -- hat wohl Angst, auch noch die Wähler aus dem Kohlenpott zu verlieren und auch bei 8,9% zu landen…), aber es ist halt im Moment ein Wert, der mehrheitlich genügend Bedeutung hat, um reglementiert zu werden.
    Und (von dieser Perspektive aus betrachtet), ist Ihrer aller Überzeugung hier eben nicht zukunftszugewandt sondern reaktionär, weil Sie alle weiter machen wollen wie bisher, nur noch verschwenderischer.
    Jetzt kommt das Problem mit dem „Verschwenden durch NIEs“. Es ist richtig, dass man sich die Frage nach nachhaltig produzierten Lebensmitteln oder nachhaltiger Energieformen nur stellen kann, wenn man einen gewissen Wohlstand hat. Darin sehe ich aber genau die Verpflichtung: Weil die Gesellschaft sich durch Ausbeutung von Mensch und Natur bereichert hat, muss sie lernen, mit weniger Ressourcenverbrauch auszukommen, auch wenn das teurer ist, das ist halt die „Rückzahlung“, die in Deutschland bislang kaum geleistet hat. Japan spürt gerade eben, was die Kilowattstunde Atomstrom sie tatsächlich gekostet hat. Wir sollten froh sein, uns vorher durch Investitionen in („teure, ineffiziente“) Nachhaltigkeit vor einem großen „Zahltag“ (entgleister Castor, GAU, Folgen des Klimawandels usw.) schützen zu können.

    Ich selbst empfinde es als Widerspruch, dass Sie in meinen Augen reaktionäre Ziele verfolgen („immer weiter so“) und sich dabei als „Freigeister und Querdenker“ zu sein und nicht stumpf „jedem Trend hinterherrennen“.
    Aber was soll’s: Betreiben Sie ruhig weiter Lobbyarbeit und lassen Sie sich unbezahlt (tsss…) vor den Karren der Energieriesen spannen. Und wenn am Ende die AfD tatsächlich von der CDU als Koalitionspartner akzeptiert werden sollte, hätten Sie auch eine demokratische Legitimation. Arbeiten Sie ruhig darauf hin! Wenn die Gesellschaft mehrheitlich diese Rolle Rückwärts vollziehen will, bin ich Demokrat genug, um auch das auszuhalten (wenn auch nur mit Kopfschütteln ungefähr in der Intensität, mit der Sie bei meinen Postings den Kopf schütteln). Ich werde aber auch nicht auswandern sondern hierzulande weiter meine Meinung verbreiten. Mal sehen, wer am Ende näher am Ziel ist.
    In der Zwischenzeit wünsche ich Ihnen, dass niemandes Kinder, der ein AKW in Wohnortnähe hat, an Leukämie erkranken, keinem ein Castor im Vorgarten entgleist und keinem bei einem Orkan ein Baumstamm durch die Windschutzscheibe kracht. Ach, und sollten es tatsächlich mal Flüchtlinge von Lampedusa bis in ihr Wohnzimmer schaffen, wünsche ich Ihnen, dass sie nicht gelyncht und beklaut werden, sondern dass man Ihnen begeistert bei Ihren Geschichten von einem Leben im Überfluss zuhört.

  76. @Peter Heller #53

    Nun, Olaf, Sie sind hier nicht unter “Ideologen gegenteiliger Auffassung” gelandet, sondern unter Skeptikern. Das ist etwas völlig anderes. Die Abwesenheit von Ideologie ist keine Ideologie.

    Leider unterliegen auch Sie alle als Skeptiker einer Ideologie:

    Als wertfreier Begriff ist Ideologie „die allen politischen Bewegungen, Interessengruppen, Parteien, aber auch Konzepten immanente“ Summe der jeweiligen Zielvorstellungen. (Wikipedia)

    Ihrer aller Zielvorstellung scheint mir etwas wie „Leben im Überfluss bei Maximierung der individuellen Freiheit und dem ökonomischen Nutzen“ zu sein. „Marktliberalismus“ ist halt auch eine Ideologie (wie alle -ismen; lustigerweise gibt es bislang keinen Begriff wie „Nachhaltigismus“).
    Und nochmal zur Klarstellung: Alle die meinen, ich hinge dem Sozialismus oder dem Kommunismus an: Nein! Ich bin Demokrat und genieße die Pluralität unserer Gesellschaft, die Differenzen, wie sie zwischen uns bestehen, aushält, ohne sich die Köpfe einzuschlagen und man sich am Ende sich auf das einigt, was die beschließen, die von der Mehrheit gewählt wurden. Wenn man damit nicht einverstanden ist, kann man sich im gesellschaftlichen Diskurs „nach vorne arbeiten“ und versuchen, seine Interessen durch sein Verhalten (nicht zuletzt bei der Wahl) zu stärken.

  77. @Olaf
    all Ihre Argumente von Ökologischem Fußabdruck, 3L Lupo etc. sind inkonsequent und auch langweilig.
    Aber hier der Hammer:

    Weil die Gesellschaft sich durch Ausbeutung von Mensch und Natur bereichert hat, muss sie lernen, mit weniger Ressourcenverbrauch auszukommen, auch wenn das teurer ist, das ist halt die “Rückzahlung”, die in Deutschland bislang kaum geleistet hat.

    Sie haben keine Ahnung von 60 Stunden Wochen oder 48Stunden Wochen. Der Weg den ein Industriearbeiten noch in den späten 60ern und Anfang 70er gegangen ist.
    Der Flüchtling der es bis zu uns schafft wird uns begeistert zuhören--Ihre Geschichten der Verzichts und Mangel kennt er in-und auswendig. Vorsicht mit dem Lynchen, Nachts sind alle Katzen grau.

    Gruß
    ST

  78. Boah eyh………….das hätte ick zu meinen besten Zeiten als Agitator nich besser sagen können……Scheiße in Bonbonpapier verstecken war damals auch meine Spezialität, nun macht es halt der Olaf………Oil of…….oder Hirn up……sind hier nur noch die Frage.

    Naja….als Rindvieh ist Wiederkäuen überlebenswichtig, wie für ein Öko das ständige Wiederholen…..selbst wenn die Thesen Käse sind, man fühlt sich doch gleich viel wohler im eigenen Gutmenschensud.
    Ach übrigens….3 L Lupo…….gabs da nich ein „Energieexperten“ im Kommentarbereich der Welt-Online, der auch so faktenresistent war wie unser Olaf hier?
    Egal……..als abschreckendes Beispiel is der Knabe ja ganz nützlich………..oder als Zeichen, was Dekadenz bei Menschen ausrichten kann.
    Und nein…..ick lass heut mein Blaumann stecken……denn die Leutchens müssen für ihr bisserl Geld immer noch verdammt hart arbeiten.

    Zwecklos…….der Typ ist zwar Sattelfest in Sachen Öko-Bibel…….aber das Hirn scheint wohl im selben Masse den Weg alles irdischen gegangen sein……..wie mein gestriges Mittagessen.
    Mahlzeit
    Onkel Heinz………….so, erstmal janz ruhig ne neue Kippe anstecken

  79. @ Olaf,

    das Problem bei allen Vorhaben mittels Nachhaltigkeitspostulat und dergleichen ist, dass egal was gemacht wird, sei es in Hinblick auf die Ressourcen, sei es in Hinblick auf die »Senken« (nur die stellen ein Problem dar, wenn man der Theorie vom ökologischen Fussabdruck folgt), das Problem ist, die Unwirksamkeit im globalen Maßstab. Natürlich kann man davon träumen die Menschheit zu retten, wenn man denn schon solche Ängste hat wie sie, doch wenn man seine Träume verwirklichen will, dann sollte man vorher aufwachen und die Realitäten anerkennen.

    Und so bleiben eben alle Maßnahmen wie CO₂ Reduzierung, wie Kreislaufwirtschaft oder Nachhaltigkeitsdoktrin, lediglich rituelle Handlungen, ohne irgendwelche messbare Erfolge. Eigentlich ist das genaue Gegenteil der Fall. Dadurch das alle Maßnahmen Rückkoppelungen haben, tritt zumeist nicht der gewünschte Effekt ein, sondern das Gegenteil. Dem können Sie nur begegnen, wenn es ein globales Regime diesbezüglich gibt. Das ist aber so fern jeglicher Realität, dass derartige Hoffnung nun wirklich ins Reich der Träume gehört.

    Von diesen Überlegungen trennen muss man aber den lokalen Umweltschutz, weil der auch nur lokale Auswirkungen hat. Das heißt, dass es bestimmte Emissionsgrenzen für anerkannt giftige Stoffe gibt, und alles was in diese Richtung geht, wird hier sicherlich als notwendig angesehen und erachtet. Alles was über den lokalen Bereich hinausgeht, bedarf eine globalen Regelung.

    Wir hier sind aber mehrheitlich der Meinung, dass es geradezu ein evolutionärer Prozess ist, dass sich die Menschheit durch Innovationen, vor allem in Wissenschaft und Technik, unabhängiger von ihrer natürlichen Umwelt macht. Zur Natur der Menschen gehört es, dass er sich seine Umwelt schafft. Deshalb sind auch diese Gedanken von einem ökologischen Fußabdruck in unseren Augen abwegig, weil sie von heutigen Annahmen unter heutigen Bedingungen ausgehen. Der Trend ist aber ein anderer, nämlich, dass mit immer weniger Ressourcen ein immer größerer Nutzen geschaffen wird. Das war seit je her so, und es ist nicht anzunehmen, dass sich das ändert. Dies hat nichts mit „reaktionär“ zu tun.

    Wussten Sie das „reaktionär“ ein linker Kampfbegriff ist. OK, die Nazis haben ihn auch benutzt, wie das Horst Wessel Lied zeigt: „Kam’raden, die Rotfront und Reaktion erschossen, Marschier’n im Geist In unser’n Reihen mit“. Aber zugegeben, heutzutage wird das Wort nur noch in linken Kampfkreisen benutzt. Es sind manchmal nur einzelne Worte die die wahre Intention verraten.

  80. @ Olaf:

    Ihrer aller Zielvorstellung

    Meine Zielvorstellung ist eigentlich nur, daß Leute wie Sie mit Ihrem Vorschriftenwahn mich in Ruhe lassen. Sie können von mir aus sich selbst so viele Vorschriften und Zwänge auferlegen, wie Sie mögen. Ich möchte Ihnen nichts aufzwingen. Sie aber anderen Menschen. Das ist der Unterschied. „Es soll jeder nach seiner Facon glücklich werden“ ist wohl kaum das, was man gemeinhin als „Ideologie“ bezeichnen kann.

    Ihr Posting #66 erzeugt bei mir nur Mitleid. Sie müssen ein zutiefst unglücklicher Mensch sein, wenn Sie so viele Gefahren um sich herum erkennen. Auch sind Sie tief in Ihrem Inneren offensichtlich ein Menschenfeind. Denn es scheint Ihnen alles das nicht zu gefallen, mit dem andere Menschen wirklich oder vermeintlich auf Ihr Leben einwirken. Es ermangelt Ihnen offensichtlich an Selbstvertrauen, wenn Sie Ihre Eigenverantwortung nicht wahrnehmen wollen, sondern hoffen, daß Obrigkeiten das für Sie übernehmen. Dieser Mangel an Selbstwertgefühl zeigt sich auch in Ihrer weinerlichen Reaktion auf vermeintliche „Beleidigungen“ anderer Kommentatoren (seit wann kann man eigentlich Pseudonyme beleidigen?). Sind Sie Mann oder Memme?

    Sie haben außerdem weder das Manifest noch den dort vertretenen Freiheitsbegriff verstanden. Und die Demokratie auch nicht.

    und man sich am Ende sich auf das einigt, was die beschließen, die von der Mehrheit gewählt wurden.

    Demokratie ist nicht die Diktatur der Mehrheit. Sondern der Schutz der Minderheit. Mit jeder Entscheidung gehen die Verpflichtung und die Verantwortung einher, die Interessen der Minderheit zu wahren. Noch einmal: Wir reden hier nicht über die Sanktionierung kriminellen Verhaltens. Der sogenannte „Nichtraucherschutz“ ist ein gutes Beispiel. Wer immer Rauchverbote ausspricht, hat gleichzeitig anzuerkennen, daß Rauchen ein legales Vergnügen ist, das sich erwachsene Menschen selbstbestimmt gönnen dürfen. Und er hat sorgsam darauf zu achten, daß dieses diesen Menschen dann auch weiterhin möglich gemacht wird. Bei Menschen wie Ihnen ist diese Balance leider verloren gegangen.

    Der VW Lupo 3L ließ sich real mit 3l/100km fahren. Gekauft wurden aber SUVs und den Lupo gibts nicht mehr. Nix is’ — von wegen “Selbstregulation der Märkte”.

    Im Gegenteil ist dies ein gutes Beispiel für die positive Funktion von Märkten. Offensichtlich hat der Lupo den Bedarf der Kunden nicht erfüllt. Die SUV’s aber schon. Daraus zu schließen, man müsse den Menschen verbieten, ihre Bedarfe zu erfüllen, ist totalitär. Wenn Sie glauben, durch ein bestimmtes Verhalten „Verantwortung für den Planeten“ übernehmen zu müssen, darf Ihnen das niemand verbieten. Im Gegenteil macht es staatliches Handeln Ihnen ja auf vielfältige Weise möglich. Ich nun sehe darin aber keinen Sinn und möchte das daher nicht. Auch hierfür hat staatliches Handeln mir den entsprechenden Freiraum zu schaffen.

    Wahrscheinlich bin ich da auch wieder nur einer Verschwörungstheorie aufgesessen, aber meiner Kenntnis nach reichen die Ressourcen unseres Planeten nicht einmal für unseren jetzigen Lebensstil (Stichwort “ökologischer Fußabdruck”).

    Nicht Verschwörung, sondern Propaganda. Betrachtet man den „ökologíschen Fußabdruck“ ausschließlich hinsichtlich der Ressourcen, findet keine Übernutzung statt. Hier die Analyse dazu.

  81. @Olaf #75

    Wenn der Mensch tun und lassen kann, was er will, denkt er nicht an die Zukunft und da ist staatliche Regulierung in meinen Augen eine Möglichkeit, die Gesellschaft zu einem Verhaltenskodex anzuhalten.

    -- Bei Verbrechen ist das Jedem nachvollziehbar: Wenn es keine polizeilichen Konsequenzen gäbe, wenn man Diebstahl begeht, würden viele Menschen klauen.

    Was haben Sie eigentlich für ein Menschenbild? Ist „der Mensch” für Sie ein gieriges Ungeheuer, das unbedingt an die Kette zu legen ist, weil es ansonsten mordend, raubend und brandschatzend durch’s Land zieht, wenn es nicht von einer weisen Obrigkeit ständig gemaßregelt und kurzgehalten wird?

    Sie verwechseln außerdem „Spielregeln” (wie die Straßenverkehrsordnung), die völlig sinnvoll und notwendig sind, mit Gängelung und Entmündigung erwachsener Menschen (z.B. Glühlampenverbot und anderen für notwendig befundene Maßnahmen zur „Rettung des Weltklimas”)…… Menschen bringen ihre Mitmenschen nicht deshalb NICHT um, weil es lt. Strafgesetz verboten ist, sondern, weil sie diesen Wertekanon von ihren Eltern und anderen Menschen ihrer Lebensumgebung von Kindheit an vorgelebt und vermittelt bekommen haben. Dazu bedarf es keiner staatlichen Restriktionen, dafür allerdings Verantwortung durch das Elternhaus.

    Vielleicht haben Sie ja ein Problem damit, als freier, verantwortungsbewusster Bürger in einem freien Land zu leben und wünschen sich stattdessen eine Erziehungsdiktatur, in der dem dummen Plebs von großen klugen Staatsonkels vorgeschrieben wird, was gut für ihn ist und wie er gefälligst zu leben hat.

    Es gibt aber grundlegende Unterschiede in der Qualität der Bevormundung: Sie ist demokratisch legitimiert, bedarf keiner Bespitzelung der Bürger und erst recht keines Schießbefehls an der Grenze.

    ……auch damit befinden Sie sich gewaltig im Irrtum. Bevormundung ist per se undemokratisch, da gibt es keine „Qualitätsunterschiede”. Sie haben offenbar zu viel vom „wohlmeinenden” oder „netten” Diktator gehört / gelesen.

    Jeder, dems hier bei uns nicht passt, ist herzlich eingeladen auszuwandern.

    Das gilt auch für Sie, werter Olaf. In Cuba gibt’s so einen netten Bevormunder, den guten Onkel Fidel Castro, dessen Land hat einen der kleinsten „ökologischen Fußabdrücke” der Welt…… also, das wär’ doch was für Sie.

    …..ach, und seien Sie in Zukunft bitte so freundlich, Ihre Mitdiskutanten nicht als „Mischpoke” zu bezeichnen.

  82. @Olaf #75

    Der Mensch kauft so billig er kann und will dafür das geilste Produkt. Wenn der Mensch tun und lassen kann, was er will, denkt er nicht an die Zukunft und da ist staatliche Regulierung in meinen Augen eine Möglichkeit, die Gesellschaft zu einem Verhaltenskodex anzuhalten.

    Was ist denn gegen so ein Verhalten zu sagen? Staatliche Regulierung wir auch von Menschen ausgeführt und die sind genauso, wie die, die sie regulieren. Da kriegen wir nur einen Verhaltenskodex, der die Regulierer gut leben lässt. Das können sie ja auch am Versorgungsstandard unserer Regulierer gut ablesen. Das wird auch nicht zu vermeiden sein, wegen des von ihnen beschriebenen menschlichen Verhaltens. Deshalb sollte es immer Ziel sein, die Macht der Regulierer auf das notwendige Minimum zu beschränken.
    Zumindest sollte man sich informieren, wenn einem Angst gemacht werden soll, damit man die Aktionen der Regulierer so einfach hin nimmt.
    Zum ökolokischen Fussabdruck hat ihnen Herr Heller ja schon einen Link geliefert, aber wenn ihnen Englisch nichts ausmacht dann der
    Zu Leukämie und Kernkraft würde ich einfach ein bisschen googeln. Es würde natürlich helfen, wenn Grundkenntnisse in der Statistik vorhanden sind. Es ist ihnen ja wohl auch schon aufgefallen, dass die die Aussagen über die Zukunft meistens statistische Aussagen sind und die sollte man sich sehr genau ansehen.

  83. Was ich leider im vorigen Kommentar noch vergessen habe ist ein Link auf ein paar Daten, die bei der Berechnung des ökologischen Fussabdrucks immer völlig unter den Tisch fallen. Die positiven Externalitäten des CO2-Zuwachses lassen sich nämlich durchaus berechnen. Leider ist das auch wieder nur in Englisch.

  84. @Olaf
    Wenn ich mal so all deine Kommentare/Ansichten revue passiere, dann frage ich mich schon ernsthaft, warum DU noch auf dieser Erde wandelst!?
    Wenn DU mal selbst deine Gedankengänge bis zum Bitteren Ende durchdenken würdest, dann würde als Ziel für DICH doch nur der Suizid der einzige Weg in eine menschenleere Pardiesgesellschaft sein. DU als EINZIGER MENSCH in einer Welt von Tieren und Pflanzen. Viel Spass dabei!

  85. Olaf liegt richtig, er hat die Gehirnwäsche gut vertragen und folgt gut seinen geistigen Führern( in der ddr hieß es : seine Grundüberzeugungen sind gut ausgeprägt):

    „Wenn wir uns nicht ändern, wird unsere Spezies nicht überleben… Offen gesagt, wir könnten zu dem Punkt gelangen, wo der einzige Weg, die Erde zu retten der Kollaps der industriellen Zivilisation wäre“. (Maurice Strong, erster Chef der UNEP, Organisator der Rio-Konferenz und Chefberater Kofi Annan’s, zitiert in National Review, 1. Sept. 1997)

    „Ein weltweiter Klimaschutzvertrag muß geschlossen werden, auch wenn es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz des Treibhauseffektes gibt“. (Richard Benedick, Präsident des nationalen Umweltinstituts, zitiert von Dixy Lee Ray in ihrem Buch Trashing the Planet (1990)

    „Kinderkriegen sollte ein strafbares Verbrechen an der Gesellschaft sein, sofern die Eltern keine Genehmigung der Regierung haben. Alle potentiellen Eltern sollten verpflichtet werden chemische Verhütungsmittel zu nehmen und die Regierung Gegenmittel an die Bürger geben, die für das Kinderkriegen ausgewählt wurden“. (David Brower, Umweltidol in den USA und Chef diverser Umweltorganisationen, zitiert von Dixy Lee Ray in ihrem Buch „Trashing the Planet“, 1990)

    „Ich vermute, daß die Ausrottung der Pocken falsch war. Sie spielten eine wichtige Rolle im Gleichgewicht des Öko-Systems“. (John Davis, Herausgeber von Earth First Journal, zitiert in Organization Trends, Capital Research Center, Januar 1991)

    „Es wäre katastrophal für uns, wenn wir eine Quelle sauberer, billiger, reichlicher Energie entdecken würden aufgrund dessen, was wir damit tun könnten. Wir müssen nach Energiequellen suchen, die uns keinen Überschuß an konzentrierter Energie bieten, mit der wir Unheil für die Erde und für uns gegenseitig anrichten könnten“. (Amory Lovins, in Mother Jones, November/Dezember, 1977)

    „Der einzige Weg, die Zerstörung unseres Heims aufzuhalten, ist die Geburtsrate zu senken oder die Sterberate zu erhöhen. Es bringt nichts, einige ausgewählte Leute umzubringen. Das ist Einzelhandel. Der einfache Behelf ist biologische Kriegführung“. (Earth First Journal, zitiert von Lynn Wallis in „Vital Speeches of the Day“, November 1991)

    Olaf, über was freust du dich am meisten ?

  86. #Olaf,

    Fahren oder fuhren Sie einen Lupo 3L. Wenn Nein, warum nicht?

  87. @ Olaf

    -- Bei Verbrechen ist das Jedem nachvollziehbar: Wenn es keine polizeilichen Konsequenzen gäbe, wenn man Diebstahl begeht, würden viele Menschen klauen.
    -- Bei der Frage, wie viel Schwefeldioxid aus dem benachbarten Kohlekraftwerk emittiert wird, sind sich zumindest die Anwohner alle einig, dass man das reglementieren sollte.
    -- Bei …?
    Wo ist denn nun die Grenze, ab der eine Reglementierung von Ihnen allen nicht mehr als sinnvoll erachtet wird, sondern als “Freiheitsentzug, Diktatur, Faschismus” und Ähnliches gebeutelt wird?

    Diese Frage wurde schon vor 100 Jahren diskutiert, anlässlich der Alkohol-Prohibition (Dem Vorläufer der Raucherdiskriminierungskampagne,die bei uns vor wenigen Jahren aufflackerte) und es gibt dazu eine Reihe guter Antworten.
    Eine der besten ist von James C. Carter, einem herausragenden Juristen dieser Zeit:

    Nichts ist attraktiver für die wohlmeinende Eitelkeit als der Gedanke, man könnte große gesellschaftliche Verbesserungen erreichen, indem man falsches Verhalten einfach verbietet und alle Bürger gesetzlich zu gutem Verhalten verpflichtet. Die grundsätzliche Gefahr dieses oft versuchten Verfahrens liegt darin, dass man Dinge kriminalisiert, die von einem großen Teil des Volks, vielleicht sogar von der Mehrheit, als unschuldig und harmlos angesehen werden – und das ist praktizierte Tyrannei.
    Während wir alle zustimmen, dass Tyrannei ein sehr unheilvolles Ding ist, wird oft nicht verstanden, was Tyrannei denn eigentlich ist. Manche denken, Tyrannei sei typisch für Despoten und könne in einer Demokratie nicht ausgeübt werden. Sie denken, dass die Regierung durch die Mehrheit es rechtfertigt, dass diese Mehrheit alles darf was sie will, und die Minderheit sich allen Beschlüssen der Mehrheit ergeben und vergnügt unterwerfen muss, als ob Demokratie, die Regierung durch das Volk, ein Schema wäre, bei dem wechselnde Teile der Bevölkerung abwechselnd das Privileg hätten, sich gegenseitig zu tyrannisieren. Ein besonders verderblicher Effekt solcher Gesetze ist die Spaltung der Gesellschaft in Freunde und Feinde der repressiven Gesetze. Diese gegensätzlichen Parteien wer-den zu Feindschaft angeregt und dadurch daran gehindert, gemeinsam an der Verbesserung der Gesellschaft zu wirken. Doch das schlimmste ist, dass das generelle Ansehen und die Befolgung aller Gesetze dadurch verschlechtert werden. Die Auswirkungen dieses schädlichen Unheils können kaum abgeschätzt werden.

    Senator James A. Reed formulierte es deutlicher:

    Der moderne Reformer besteht darauf, ethische Normen durch Gesetze und Moralität durch Überwachung zu ersetzen. Er will die Beachtung seiner eigenartigen Lehrmeinung mit Strafen durchsetzen.
    Das alte und wahre Konzept der Freiheit umfasste das Recht des Bürgers, sich seine eigene Religion zu wählen, seine eigenen Gedanken zu haben, seinen eigenen Gewohnheiten nachzugehen und sein eigenes Leben zu leben, vorausgesetzt, dass er dabei nicht die Rechte anderer verletzt.
    Statt dieser Mischung aus persönlicher Freiheit und Verantwortung schlägt der Reformer vor, dass das Leben des Bürgers wie durch ein stählernes Netz von der Wiege bis zur Bahre gesetzlich reglementiert werden soll. Die Menschen sollen als Sklaven der Mehrheit leben und sterben, welche die Gesetze macht.
    Die Menschenrechte können durch die Gesetze einer Demokratie genau so effektiv zerstört werden wie durch die Dekrete eines Despoten.
    Die Doktrin, dass die Welt tugendhafter und glücklicher wird, wenn man die Naturrechte der Wahlfreiheit und Verantwortlichkeit durch Verbote und Vorschriften ersetzt, ist so alt wie die menschliche Tyrannei. In jedem Zeitalter wurde es versucht und ist stets gescheitert. Die Doktrin verbot die Meinungsfreiheit, sie zwang Menschen bei Todesstrafe, bestimmte Glaubensbekenntnisse anzunehmen, befahl Menschen, bestimmte Kirchen aufzusuchen oder barbarische Strafen zu erleiden. Die Doktrin kerkerte ein, folterte oder tötete alle, die nicht jedes Wort des alten und neuen Testaments genau so auffassten wie die Exegeten der dominanten Hierarchie. Sie regelte das Verhalten der Menschen bis ins letzte Detail. Sie bestrafte Gotteslästerer mit dem Tod. Und gelegentlich wurde, wie jeder Schuljunge weiß, eine Hexe verbrannt.
    Der moderne Intolerant unterscheidet sich nur wenig von seinem alten Prototyp. Wie sie hat er sich der Logik der brutalen Gewalt unterworfen. In der Vergangenheit war die Strafe Pranger und Schafott. Heute ist es Geldstrafe und Gefängnis. Gesetzliche Verbote sollen die ethische Erziehung, das elterliche Vorbild und die überzeugende Argumentation ersetzen. Der gesetzliche Reformer stellt sich selbst als Generalarzt der öffentlichen Moral dar und besteht darauf, dass jedermann seine Medizin schlucken oder ins Gefängnis gehen muss.
    Lasst uns zugestehen, dass der Gesetzesmoralist im Allgemeinen ehrlich und ernsthaft ist. Unglücklicherweise ist Ehrlichkeit der Meinung und Ernsthaftigkeit der Beweggründe nur zu oft von grober Ignoranz begleitet. Eifer, Ehrlichkeit und Ignoranz ergeben zusammen immer Intoleranz, Intoleranz steigert sich zum Fanatismus, zerstört bereitwillig alle natürlichen Freiheiten, wenn nur die Ziele des Eiferers erreicht werden. Egal, welchen Universitätsgrad er erreicht hat, der Fanatiker ist unweigerlich intolerant. Toleranz ist ein Kind der Intelligenz. Der intelligente Mensch weiß, dass er irren kann. Der Ignorant ist sicher, dass er recht hat. Zeige mir den Radius der Intelligenz eines Menschen und ich beschreibe dir den Umfang seiner Toleranz

    Ungeachtet ihres unterschiedlichen Glaubens und Kults, sind alle modernen Reformer der Meinung:
    -- Dass unsere Politik nicht perfekt ist und deshalb durch eine neue ersetzt werden muss.
    -- Dass alle, die ihnen widersprechen, „Im Bund mit der Hölle und im Pakt mit dem Tod“ sind.
    -- Dass sie eine unfehlbare Medizin haben, die jedermann gesetzlich verordnet schlucken muss und dass, anschließend, das Böse verschwindet, das Leid beendet sein wird, Mann und Weib sich in Engel verwandeln und alles eitel Freude sei – vor allem, wenn es dem Reformer gelingt, sich damit eine lukrative Karriere zu sichern.

    Dementsprechend beginnt die Agitation, Bekehrte werde geworben, die Dummen werden geködert, die Gesprächsrunden besetzt, und die Damenkränzchen weinen. Derweil ziehen zahlreiche angeheuerte Frauen und Männer an den Fäden, indem sie sich als selbstlose Repräsentanten der Moral ausgeben. Der politische Kandidat, der den aufziehenden Sturm beobachtet, hängt prompt sein kleines Segel in den Wind und steuert damit in ein Amt.
    Zweifel plagen den modernen Reformer nicht. Wie der Quacksalber, der Patentmedizin verkauft, macht er sich selbst zum Herrn aller menschlichen Leiden und geht schnurstracks seinen Weg. Nur zu oft ist das Publikum überzeugt. Noch öfters wird eine aktive und organisierte Minderheit gewonnen und furchtsame Abgeordnete gehen in Deckung, obwohl sie nicht überzeugt sind. So werden unausgegorene Pläne, gefördert von Intoleranten, Marktschreiern und Träumern, über das Land gestülpt. Und bevor das gutmütige Volk es merkt, wird es gezäumt, seine Rechte beschnitten und seine Vorrechte abgeschafft.

    Das waren Gedanken, die nun schon 100 Jahre alt sind, aber viele haben sie nie gelernt oder wieder vergessen.
    Die Alkoholprohibition endete in einem Desaster, ihr Bruder, der Faschismus, in einer Katastrophe. Nun, scheint es müssen die Deutschen wieder mal die Lektion lernen.

  88. @Olaf #75

    Der Mensch kauft so billig er kann und will dafür das geilste Produkt. Wenn der Mensch tun und lassen kann, was er will, denkt er nicht an die Zukunft und da ist staatliche Regulierung in meinen Augen eine Möglichkeit, die Gesellschaft zu einem Verhaltenskodex anzuhalten.

    Das ist genau das, was Ulbricht und Honnecker in der DDR predigten und es ist genau das, woran die DDR scheiterte.
    Das, was Sie da vorschlagen, ist mehr als nur Planwirtschaft, es ist eine totalitäre Entmündigung der Bürger.

    Wenn der Staat bestimmt, dann kommen auch solche Sätze heraus:
    „Bitter not tut uns eine starke deutsche Flotte!“ (Wilhelm II)
    „Kanonen statt Butter!“ (Hermann Göring)
    Natürlich werdeSie nun sagen „Halt, so war das nicht gemeint, ich meinte natürlich, dass der Staat dieses Recht nur haben darf, wenn er GUTE Ziele verfolgt“
    Also soll der Staat das Recht doch nicht haben?
    Und wer entscheidet, welches Ziel gut oder schlecht ist? Der Staat ja wohl ganz sicher nicht, der kann sich irren, siehe oben?
    Also muss der Bürger es selbst entscheiden.
    Und damit ist ein unlösbarer Widerspruch in Ihrer Argumentation.

  89. @Tritium #87
    Danke für diese Zitate. Das sind Zitate die einen freien und selbstbestimmenden Menschen aus dem Herz/Seele sprechen.

    Nur wer diese Zitate verinnerlicht hat und damit verstanden hat, wird verstehen können, wie eine Gesellschaft per Politik in Kriege, Armut und Ausbeutung geführt werden kann…

    Noch öfters wird eine aktive und organisierte Minderheit gewonnen und furchtsame Abgeordnete gehen in Deckung, obwohl sie nicht überzeugt sind. So werden unausgegorene Pläne, gefördert von Intoleranten, Marktschreiern und Träumern, über das Land gestülpt. Und bevor das gutmütige Volk es merkt, wird es gezäumt, seine Rechte beschnitten und seine Vorrechte abgeschafft.

  90. @HHoffmeister #73

    Olaf’s Argumente sind in ihrer qualitativen Formulierung zunächst nicht von der Hand zu weisen. Denn beispielsweise ist auch uns “Skeptikern” klar, dass in Gesellschaften Regeln aufgestellt und eingehalten werden müssen, die verschiedene Individuen in ihren Freiheitsrechten einschränken, um das Gemeinwohl zu schützen.

    Das ist kein Wunder. Olaf stellt da nur einen Strohmann auf, gegen den er leichter argumentieren kann als gegen die tatsächlich vorgebrachten Einwände.

    @Tritium #87
    Das sind ausgezeichnete Zitate, die heute (da viele tatsächlich Demokratie als Diktatur der Mehrheit auffassen) hinter alle Ohren geschrieben gehören. Allerdings:

    Das alte und wahre Konzept der Freiheit umfasste das Recht des Bürgers, sich seine eigene Religion zu wählen, seine eigenen Gedanken zu haben, seinen eigenen Gewohnheiten nachzugehen und sein eigenes Leben zu leben, vorausgesetzt, dass er dabei nicht die Rechte anderer verletzt.

    Das ist der Hebelpunkt, an dem die Verbieter und Vorschreiber erfolgreich ansetzen und sich dabei auch noch das Etikett „liberal“ (dessen Beliebtheit erstaunlich ist, wenn man dagegen vergleicht, wie unbeliebt eigentlich Liberale sind) ans Revers heften können. Man braucht sich ja nur passende Rechte wie ein „Recht auf Strahlensicherheit“ (Danke an Olaf für dieses Wort!), ein „Recht unserer Kinder auf ein atomfreies und genfreies Leben“, ein „Recht der Nachwelt auf unsere Ressourcen“ zurechtzulegen: wenn solche Rechte einmal im Bewußtsein verankert sind, dann kann man die nachhaltige Bevormundung auch leicht aus James C. Carters Spruch ableiten.

  91. @Fluminist #90

    Das ist der Hebelpunkt, an dem die Verbieter und Vorschreiber erfolgreich ansetzen und sich dabei auch noch das Etikett “liberal” (dessen Beliebtheit erstaunlich ist, wenn man dagegen vergleicht, wie unbeliebt eigentlich Liberale sind) ans Revers heften können. Man braucht sich ja nur passende Rechte wie ein “Recht auf Strahlensicherheit” (Danke an Olaf für dieses Wort!), ein “Recht unserer Kinder auf ein atomfreies und genfreies Leben”, ein “Recht der Nachwelt auf unsere Ressourcen” zurechtzulegen: wenn solche Rechte einmal im Bewußtsein verankert sind, dann kann man die nachhaltige Bevormundung auch leicht aus James C. Carters Spruch ableiten.

    Ja, an diesem „Hebelpunkt“ habe ich mir auch schon den Kopf zerbrochen….Wie kann man es Allen Recht machen??
    Das geht nicht! Meiner Meinung muss man sich dann auf einen Nenner einigen. Und dieser Nenner, ist meiner Meinung nach in auf dem Markt (freie Marktwirtschaft) zu finden. Ein Staatsdiktat per Gesetzen und Verboten (Ideologiengefahr) wird diesen Nenner weniger bzw. überhaupt nicht gerecht.
    Freie Angebots-Menschen und Freie Nachfrage-Menschen treffen sich auf einen freien Markt und tauschen/handeln zum Wohle des menschlichen Fortschritt. Ein nachhaltiger innovativer Markt. So zu sagen.
    Das beste an Technik wird sich durchsetzen. Und somit auch das Beste zum Wohl der Menschheit, der Natur, der Tierwelt.

  92. Die Antworten zeigen eindeutig, wie ich bereits in #52 sagte, dass Sie alle einer anderen Ideologie anhägen als ich, sodas unsere Positionen ja naturgemäß unvereinbar sein müssen -- eine Tatsache, die das Forum hier mehr aufzuregen scheint, als mich. Aus dem Teil der Diskussion steige ich also hiermit aus.
    Das einzige was mich noch interessieren würde, ist die Frage nach dem persönlichen Nutzen für die Politiker, den Sie ebendiesen unsterstellen, wenn sie die ach so dummbräsige Bevölkerung mit der Heraufbeschwörung des Weltuntergangs gängeln. Was ist deren Motivation? Es ist doch auch für Politiker schon immer einfacher gewesen, alles auszusitzen und zu behaupten „Der Wohlstand ist sicher -- wir müssen nichts ändern“. Was ist die Motivation für die europaweit angelegte „Gehirnwäsche“, der ich ja vielleicht auch zum Opfer gefallen bin?

    Eine sachliche Frage interessiert mich aber eigentlich mehr: Warum soll mein Lebensstil (wenn ich nachhaltig produzierte Güter konsumiere etc.) der Welt schädigen? Für mich ist das Gegenteil evident! Einige Beispiele:

    1) Wenn ich Biofleisch esse, ist zwar mehr Fläche pro Kg in Verwendung, diese wird aber eben nachhaltig genutzt und nicht verbraucht. Zudem reduziere ich meinen Fleischkonsum. Wo liegt der Schaden? Es ist doch sogar in ökonomischer Hinsicht von Nutzen, weil ich Nachfrage für eine neue Produktsparte generiere.
    2) Wenn ich fair gehandelten Kaffee kaufe, fördere ich die Entwicklung der anbauenden Regionen und wir haben langfristig weniger Flüchtlinge.
    3) Wenn ich Öko-Strom kaufe und meinen Stromverbrauch reduziere, werden weniger Ressourcen verbraucht und weniger CO2 wird frei.
    … Sie können die Liste sicher selbst ergänzen.

    Die Kausalketten, Inwiefern ich damit der Menschheit schaden zufüge, würden micht ernsthaft interessieren.

    Im Übrigen scheint mein Verhalten auf Sie den Eindruck zu machen, als müsse ich gequält von dem ganzen Verzicht gebückt und gepeinigt mich durchs Leben ächzen. Das Gegenteil ist der Fall: Ich bin ein sehr glücklicher und lebensfroher Mensch. Mir geht es sehr gut, wenn ich ein Stück Fleisch esse, von dem ich weiß, wie es produziert wurde. Wenn ich an die Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung denke, dann wird mir schlecht. Willsagen: Ich nehme meinen Lebensstil als Positives Gegengewicht zur (von mir nicht unmittelbar beeinflussbaren) Ausbeutung unseres Planeten war, was meine Befindlichkeit beflügelt.
    Ich habe bereits gelesen, dass das einige hier nur als selbstverliebte Feigenblattmentalität beurteilen. Sei’s drum -- ich fühle mich gut dabei und bin überzeugt, dass ich einen kleinen (vielleicht kaum messbaren, aber immerhin vorhandenen Schritt) zur Verbesserung der Gesamtsituation auf unserem Planeten beitrage.

  93. @ Fluminist # 90:

    … vorausgesetzt, dass er dabei nicht die Rechte anderer verletzt…

    Auch dieser ‚Trick‘ ist nicht neu und, ehrlich gesagt, ziemlich dumm und primitiv.
    Auch dafür habe ich ein schönes Zitat:

    Prohibition: Eine Theorie der Bürgerrechte, die besagt, dass es das absolute Recht jeden Bürgers ist, dass jeder andere Bürger sich in jeder Beziehung genau so zu verhalten hat wie er selbst; dass der kleinste Verstoß gegen dieses Verhalten meine Bürgerrechte verletzt und mir das Recht gibt, vom Gesetzgeber die Abschaffung dieser Abweichung zu fordern.
    Ein so monströses Prinzip ist weit gefährlicher als jeder individuelle Verstoß gegen die Rechte anderer, denn es gibt keinen Verstoß gegen die Freiheitsrechte, der damit nicht gerechtfertigt werden könnte.
    (John Stuart Mill)

    Davon abgesehen, ist es sehr leicht, diese ‚Verletzung meiner Rechte‘ zu kontern:
    Gegen die Strahlensicherheit steht meine Versorgungssicherheit, meine finanzielle Sicherheit, mein Recht auf Naturschutz, das durch Windräder und Faulgas verletzt wird usw.
    Es muss daher -- und das war für den Juristen James C. Carter selbstverständlich -- eine Abwägung stattfinden
    -- Es ist erst einmal mein Recht, Alkohol zu trinken.
    -- Das führt möglicherweise dazu, dass die Rechte anderer, z.B. auf Verkehrssicherheit, gefährdet werden.
    -- Doch daraus erschliesst sich NICHT das Recht, Alkohol gänzlich zu verbieten, sondern es ist nur gerechtfertigt, als Kompromiss ein Gesetz gegen Alkohol im Strassenverkehr zu erlassen, das zudem ebenfalls kein totales Verbot rechtfertigt, sondern nur eine Obergrenze des zuässigen festlegt.

    Carter hat das auch selbst präzisiert:

    „The function of law [is] the marking out of the largest area within which each individual could move freely and act without invading the like freedom in every other—that is, to insure the largest possible freedom.“

    „Der Zweck des Gesetzes ist die Absteckung des grösstmöglichen Freiraums, in dem sich jedes Individuum bewegen und handeln kann ohne gleichwertige Freiheiten anderer zu verletzen -- Oder kurz, die grösstmögliche Freiheit [für jeden] zu sichern.“

    Wer Rechte fordert, ohne anderen Rechte gewähren zu wollen, ist intolerant in Vollendung und daher ein antidemokratischer Despot und Tyrann.

  94. *Gähn*
    Olaf, Sie weichen ja schon wieder der Diskussion aus.
    Alles, was ein bisschen Gedankenarbeit erfordert, schieben Sie auf Seite und stellen sich dann hin wie ein Lehrer, der neue Fragen stellt und Antworten abfragt, von denen Sie wieder die unpassenden unter den Tisch gfallen lassen.

    So geht das nicht.

    Wir sind gerade bei der Frage, ob Sie das Recht haben, allen anderen die Energiequellen vorzuschreiben, aus denen sie Strom beziehen dürfen.

    Äussern Sie sich dazu!

    Und halten Sie Ihre Kontrahenten nicht für blöde!
    Der Versuch, nun Ihr PERSÖNLICHES Verhalten als Strohmann aufzubauen, ist durchsichtig und plump.
    PERSÖNLICH können Sie machen, was Sie wollen, es geht mich nichts an, woher Sie Ihren Kaffee beziehen.
    Es geht mich erst etwas an, wenn Sie mir vorschreiben wllen,dass ich meinen Kaffee ebenfalls dort kaufen soll.

  95. Die Antworten zeigen eindeutig, wie ich bereits in #52 sagte, dass Sie alle einer anderen Ideologie anhägen als ich, sodas unsere Positionen ja naturgemäß unvereinbar sein müssen

    Olaf, Sie sind weder Demokrat noch haben sie auch nur einen Funken Liberalität in sich.
    Unsere Positionen sind daher tatsächlich unvereinbar.

  96. Weil es so schön lustig ist, gehe ich tatsächlich mal auf ein Beispiel von Ihnen ein, Olaf:

    Wenn ich Biofleisch esse, ist zwar mehr Fläche pro Kg in Verwendung, diese wird aber eben nachhaltig genutzt und nicht verbraucht. Zudem reduziere ich meinen Fleischkonsum. Wo liegt der Schaden? Es ist doch sogar in ökonomischer Hinsicht von Nutzen, weil ich Nachfrage für eine neue Produktsparte generiere.

    1. ‚Bio‘-Anbau ist NICHT nachhaltig, es ist Raubbau, denn dem Boden werden durch den Anbau die lebenswichtigen Mineralien entzogen, so dass der Boden verarmt und unfruchtbar wird.*
    Der konventionelle Landbau dagegen ersetzt diese Mineralien planmässig durch Mineraldüngung und optimiert sie sogar, so dass die Pflanzen bestmögliche Lebensbedingungen haben und der Boden nachhaltig ertragfähig bleibt.
    2. Vermehrter Landverbrauch ist zwangsläufig vermehrter Naturverbrauch und daher unökologisch.
    3. Schmeckt Biofleisch schlechter, weil Sie dadurch Ihren Freischkomsum einschränken? Oder welche andere Kausalität soll denn da vorliegen?
    4. Warum ist es denn besser, weniger Fleisch zu essen?
    5. So lange sie diese Nachfrage nur für sich generieren, ist das einzig und allein Ihre Sache und niemand hier will es Ihnen verbieten.

    *Ein (un-)schönes Beispiel für diesen Raubbau durech ‚Bio‘-Landwirtschaft ist übrigens die Lüneburger Heide, eine Halbwüste,die durch agrarische Übernutzung entstand.

  97. @Olaf #92

    Die Antworten zeigen eindeutig, wie ich bereits in #52 sagte, dass Sie alle einer anderen Ideologie anhägen als ich, sodas unsere Positionen ja naturgemäß unvereinbar sein müssen — eine Tatsache, die das Forum hier mehr aufzuregen scheint, als mich.

    Lieber Olaf, ich glaube, Sie verstehen da grundsätzlich etwas falsch, können es durch Ihre ideologische Perspektive wohl gar nicht anders als falsch verstehen. Daß wir die von Ihnen angerissenen Punkte angeregt diskutieren (und in #92 1) -- 3) haben Sie wieder mal 3 cans of worms geöffnet, zu denen Sie mit etwas Suchen auf Science Skeptical reichlich augenöffnendes Material finden können), ist keine Aufregung des Forums, sondern das skeptische Abklopfen von Ideen. Die Ideen, die Sie vorbringen, sind hier im Laufe der Zeit schon sehr gründlich abgeklopft worden, deshalb werden Ihnen hier ziemlich scharf pointierte Antworten präsentiert: sie sind so eindeutig, nicht weil sie einer Ideologie entspringen, sondern weil hier lange Erfahrung im Umgang mit Ihrer Ideologie spricht.

  98. @Tritium #94

    Wir sind gerade bei der Frage, ob Sie das Recht haben, allen anderen die Energiequellen vorzuschreiben, aus denen sie Strom beziehen dürfen.

    Gerne. Ich finde ja, Sie finden nicht.
    Meine Grenze, an der aus einer sinnvollen Verordnung einen untragbaren Eingriff in die Freiheit der Gesellschaftsmitglieder darstellt, ist an einer anderen Schwelle angesiedelt. (s. #73).
    Es tut mir Leid., dass ich nicht auf alle Stränge der Diskussion konkret eingehen kann, dafür habe ich hier zu viele „Gegner“.

    Sie sind weder Demokrat noch haben sie auch nur einen Funken Liberalität in sich.

    Ich bin mit voller Überzeugung Demokrat (s. entsprechendes Posting).
    Liberalismus? Ist bei mir anders ausgeprägt als bei Ihnen. Ich toleriere die Freiheit aller Menschen unserer Gesellschaft (s. mein Posting zum Pluralismus). In dem Moment, wo ein demokratisch legitimiertes Gremium die Freiheit anderer nun zu meinem Schutz einschränkt, begrüße ich das aber. Ich habe mehr Vertrauen in die Richtlinien der EG als in die liberalistische, an Gewinnmaximierung orientierte Firmenpolitk der Konzerne am Markt. Ich bin sehr froh, dass es da Kontrollgremien gibt, die z. B. Planfeststellungsverfahren regeln.

  99. Gerne. Ich finde ja, Sie finden nicht.

    Sie finden ja, bemühen sich aber in keinster Weise um eine Begründung.
    Das ist keine Diskussion.
    Und #73 ist nicht von Ihnen.

  100. zu #98
    Die Schwelle ist übrigens genau durch mein Demokratieverständnis definiert:
    Wenn jemand mehrhelítlich gewählt wurde und etwas mehrheitlich beschlossen wird, ist es zunächst einmal zulässig. Wenn ich trotzdem dagegen bin, muss ich das mir unliebsame Ergebnis solange tolerieren, bis ich oder jemand anders über demokratische Wege etwas am Ergebnis ändert. Das ist dann eben auch mein Liberalismus: Ich toleriere Dinge, die mir nicht passen (was nicht heißt, dass ich sie wortlos schlucke, nicht agiere, tatenlos zusehe…), ich habe viele demokratische Wege darauf Einfluss zu nehmen (Petitionen etc.).

  101. @#99

    Und #73 ist nicht von Ihnen.

    Sorry, meinte #75.

    Sie finden ja, bemühen sich aber in keinster Weise um eine Begründung.

    Sehrwohl. Es geht um die Schwelle. Und die ist ideologisch bedingt bei Ihnen eben anders gesetzt als bei mir. Zur Legitimation führe ich mich die parlamentarische Demokratie an (s. #100).

  102. In dem Moment, wo ein demokratisch legitimiertes Gremium die Freiheit anderer nun zu meinem Schutz einschränkt,

    Wie schaut’s denn umgekehrt aus? Verhalten Sie sich ähnlich „demokratisch“, wenn ein solch legitimiertes Gremium IHRE Freiheit einschränkt, beispielsweise wegen des Risikos (Bienenbüttel, über 40 Tote mehr als der gleichzeitige „Fukushima GAU) den Biolandbau verbieten würde, oder aus Gründen des Artenschutzes (Fledermäuse) Windräder, oder aus Gründen des Vermögensschutzes anderer Solarpaneele?

    Ich habe mehr Vertrauen in die Richtlinien der EG als in die liberalistische, an Gewinnmaximierung orientierte Firmenpolitk der Konzerne am Markt. Ich bin sehr froh, dass es da Kontrollgremien gibt, die z. B. Planfeststellungsverfahren regeln.

    OK, ein Etatist, mit Feinbild „Böse Konzerne“. Letzteres können im übrigen nichts verkaufen, was der Kunde nicht möchte, sie unterliegen dem strengsten Richter, dem Markt.
    Hingegen kann z.B. die EU (mit sehr limitierter demokratischer Legiutimation und Kontrolle) nahe zu jede Zwangsabnahme von Waren und Dienstleistungen initiieren, auch wenn diese Niemand braucht oder will (900 Watt Staubsauger, teuere Sondermüllsparlampen).
    Sie trauen am Ende also dem Staat mehr, als sich selbst -- denn schließlich sind Sie der Kunde, der die Nachfrage am Markt bestimmt -- und wenn eine Mehrheit andere „Kundenwünsche“ entwickelt, fragen Sie sich vielleicht gelegentlich mal, ob diese vielleicht richtig liegen, oder immer nur Sie?

  103. Ach Olaf, lass gut sein….wir wissen ja nun, das Du die Öko-Bibel hoch und runter auswendig gelernt hast…..deswegen wird der Bullshit aber nicht besser, den Du hier so beliebst in die Runde zu kotzen.

    3) Wenn ich Öko-Strom kaufe und meinen Stromverbrauch reduziere, werden weniger Ressourcen verbraucht und weniger CO2 wird frei.

    Den Betrug hab ick schon 2008 aufgedeckt…..

    Warum ist Öko-Strom eigentlich so billig?
    Wenn man den Norwegern hypothetisch den Wasserkraft-Strom wegkauft…….wat ham dann die Norweger in der eigenen Steckdose?

    Dat hier…http://www.science-skeptical.de/politik/zu-besuch-im-gallischen-dorf-der-vernunft-die-alternative-ökokonferenz-der-fdp-fraktion-im-sächsischen-landtag/0010153/#comment-279045

    Seite 12…..Norwegens Strommix für das Jahr 2010.
    Produktionsmix….96% Erneuerbare Energie
    Verbrauchermix …36% Erneuerbare Energie
    Residual-Mix………24% Erneuerbare Energie

    Alles damit sich Ex-Waldorfschüler wie Du sich ökologisch wertvoll fühlen dürfen, hat aber mit der elektrischen Realität nix zu tun, na Hauptsache man kann ein paar Dumme hereinlegen, vor allem wenn man den entsprechenden Beruf hat.
    Lass gut sein…………..solche Typen wie Du schlagen hier regelmäßig auf und das mit immer den selben Unfugs-Argumenten……..es wird langweilig, extrem langweilig mit Tonbändern diskutieren zu müssen.
    Schöne Grüße ans Klimabündnis Köln, die verweichlichten Wessis fahren ja auf solche Propaganda viel besser ab als wir verstockten Ossis………aber versuch hier Dein Öko-Brei nicht länger in den Threads zu verbreiten, es ist einfach nur noch öde.

    Ende der Kommunikation, mit Überzeugungstätern kann man nicht diskutieren.

    H.E.

  104. Lieber Heinz
    Das mit dem verweichlichten Wessis nehme ich persönlich. das mit den verstockten Ossis mag stimmen.
    Gibt hier ja so´nn Beispiel. 😉
    Aber, wie ich schon einmal versuchte zu posten, ein so gutes Thema wie das EEG zerschellt hier leider an einem lernresistenten Jünger der „Ökowissenschaften“.

  105. @Tyron
    Grins……nich alles so persönlich nehmen, wat ick manchmal so absondere, auffällig ist halt nur, das besonders in westdeutschen Großstädten der Öko-Virus besonders weit verbreitet zu sein scheint.
    Naja…..das Olaf ist halt auf Öko-Feldzug……wie das bisher schon jede Religion gemacht hat um die Ungläubigen zu missionieren……..kann man nix machen.
    Gelegentlich brauchen wir solche Leute auf dem Blog, damit wir wieder wissen, warum wir uns hier eigentlich freiwillig den Arsch aufreißen um Licht ins Dunkel der Öko-Hölle zu bringen.
    Im Prinzip schreiben wir ja auch nich an Olaf, denn das wäre rausgeschmissene Zeit………..wir schreiben für die stillen Leser, damit die solchen Unfug nicht auf dem Leim gehen.

    H.E.

  106. @Heinz #103

    aber versuch hier Dein Öko-Brei nicht länger in den Threads zu verbreiten, es ist einfach nur noch öde. Ende der Kommunikation

    Hey, wir sind doch alle freiwillig hier. Will mir da ein Freier Bürger den Mund verbieten? Absonderlich…

    mit Überzeugungstätern kann man nicht diskutieren.

    Sie alle sind genauso Überzeugungstäter wie ich.
    Und dass unsere Idealvorstellungen unvereinbar miteinander sind, erwähnte ich bereits mehrfach.
    Ich versuche lediglich die Argumente Ihrer Ideologie besser kennenzulernen. (know your enemy…)

  107. PS.: Dabei fing alles so harmlos an!

    Wer gerne regelmäßig ScSk besucht, womöglich spätabends, der wundert sich in den letzten Tagen etwas über die grassierende „Olafmanie“. Aus einer harmlosen Frage zum EEG hat sich ein fast schon philosophischer Disput u.a. über energiepolitische Grundsatzfragen entwickelt, bei dem folgendes auffällt:

    Zum einen geht es alle gegen einen, was vorkommen kann. Aber Olaf fesselt in unglaublicher Manier gekonnt Ressourcen des Bloggs – was, wenn dies seine einzige Absicht ist? (Erfreulich, dass sich Peter Heller dennoch – quasi nebenher – tiefschürfende Gedanken über Technik und Freiheit machen und diese zu Papier bringen kann).

    Zum anderen lassen sich fast alle führenden Köpfe des Bloggs so richtig aus der Reserve locken. Das imponiert, führt aber leider offensichtlich nur zu marginalem Erkenntnisgewinn beim Einzelkämpfer. Mich erinnert dies etwas an Glasperlenspiel (nicht das von Hermann Hesse).

    Zeitgleich laufen entscheidende Koalitionsverhandlungen über unser Leib- und Magen-Thema und erste Konturen treten hervor. Wir hören von der SPD, dass die Förderung neuer „Ökostromanlagen“ radikal vereinfacht und dort auch gespart, dass an Ausnahmen für industrielle Großverbraucher festgehalten und auf Fördersysteme für konventionelle Kraftwerke verzichtet werden soll. Und Klaus Töpfer (dem ich am 11. September „unser“ Plädoyer in die Hand drücken konnte) schreibt Brandbriefe „… an alle, die jetzt politische Verantwortung tragen“, und plädiert für einen radikalen Kostenschnitt bei der Energiewende (vermutlich, um sie zu retten). Dabei ist sein Vorschlag, die milliardenschweren Verpflichtungen aus dem EEG in einen Altschuldenfonds zu überführen, gar nicht so dumm (http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/579302/Kassensturz-beim-OEkostrom).

    Ich frage mich, ob der hier versammelte Sachverstand nicht in der Lage wäre, eine „Blaupause“ für die künftige Energiepolitik zu skizzieren, statt mit einzelnen Personen endlos zu diskutieren. Also liebe Leute – nicht ganz so ernst gemeint –, zurück an die Arbeit!

  108. Lieber Herr Gneveckow,

    die Koalitionsverhandlungen verfolgen viele hier sicher sehr genau (also ich zumindest). Aber mir scheint es derzeit sinnvoller, das Endergebnis abzuwarten und dann dieses zu kommentieren bzw. zu analysieren. Beeinflussen können wir ohnehin nicht mehr, was dort geschieht. Auch die meisten Journalisten spekulieren ja nur herum. Wenn ich mir anschaue, was in den letzten Tagen auf Spiegel Online (bspw.) zu lesen war, beginne ich ernsthaft mit Frau Kraft zu sympathisieren. Und das kann ja wohl nicht sein…;)

    Ich frage mich, ob der hier versammelte Sachverstand nicht in der Lage wäre, eine „Blaupause“ für die künftige Energiepolitik zu skizzieren, statt mit einzelnen Personen endlos zu diskutieren.

    Das Problem von Töpfer und Co. ist doch der Wahn, die Energiewende auf irgendeine Weise weiterzuführen zu müssen. Das gilt für so ungefähr jeden halbwegs prominenten Kommentator, den ich in den letzten Tagen gelesen habe. Alle reden immer davon „die Energiewende müsse gelingen“. Ich sehe das aber genau nicht so. Und ich vermute mal, die meisten Kommentatoren, Leser und Autoren hier auch nicht. Ginge es nach mir, würde die Energiewende sofort und unmittelbar beendet. Durch ersatzlose Streichung des EEG. Und ich würde auch den „Bestandsschutz“ für die Förderung von Altanlagen nicht gelten lassen. Es gibt viele andere Beispiele, in denen sich die Politik auch nicht um „Vertrauensschutz“ geschert hat. Man denke nur an den Merkelschen Atomausstieg. Von daher denke ich nicht, daß nun ausgerechnet von hier ein Impuls kommen sollte oder könnte, wie man denn die Energiewende anders gestalten könnte. Man sollte sie einfach gar nicht „gestalten“, sondern bleiben lassen.

    (Interessant wäre übrigens mal eine Partei, die sich um Wählerstimmen mit dem Versprechen bewirbt, vier Jahre lang gar nichts zu tun. Also gar keine neuen Gesetze erlassen, höchstens alte wieder streichen. Ich würde eine solche Partei vielleicht sogar wählen. Wer weiß, ob man es überhaupt bemerken würde, wenn es keine Regierung gäbe, sondern nur eine Verwaltung, die wie gewohnt weiterarbeitet. Vom „Shutdown“ haben die meisten Amerikaner wahrscheinlich auch nichts bemerkt.)

    Solange also eine parteiübergreifende übergroße Mehrheit der Politiker an der Energiewende festhält, mag ich weder Optimierungsideen entwickeln oder einzelnen Ideen der „Wenderetter“ auch noch Beifall klatschen. Stattdessen lehne ich mich lieber zurück und schaue beim Scheitern zu.

    Der Text für die Novo ist übrigens schon vor Monaten entstanden. Das Problem der meisten Autoren hier ist einfach, voll im Berufsleben zu stehen und daher zu selten Zeit zu haben, etwas Neues zu schreiben. Mir geht es im Moment jedenfalls so. Kommentare hingegen sind schnell zwischendurch geschrieben und bedeuten keinen großen Aufwand. Deswegen lebt der Blog manchmal mehr in den Kommentarspalten, als durch neue Texte.

  109. @Peter Heller

    Interessant wäre übrigens mal eine Partei, die sich um Wählerstimmen mit dem Versprechen bewirbt, vier Jahre lang gar nichts zu tun. Also gar keine neuen Gesetze erlassen, höchstens alte wieder streichen. Ich würde eine solche Partei vielleicht sogar wählen.

    Eine ausgezeichnete Idee! Das wäre eine Partei nach meinem Geschmack. Und dabei ausnahmsweise eine, die man noch begieriger in das Europaparlament wählen würde als in den Bundestag.

  110. Wer gerne regelmäßig ScSk besucht, womöglich spätabends, der wundert sich in den letzten Tagen etwas über die grassierende „Olafmanie“. Aus einer harmlosen Frage zum EEG hat sich ein fast schon philosophischer Disput u.a. über energiepolitische Grundsatzfragen entwickelt, bei dem folgendes auffällt:

    Jaa, mal wieder die Hilfsskreuzertaktik, unter falscher Flagge anpirschen und dan Feuer eröffnen… QQQ…QQQ

  111. @ Olaf, #92 pp.:
    Ich habe erst mal das schöne Wetter genossen, nun gehen wir in medias res:

    In dem Moment, wo ein demokratisch legitimiertes Gremium die Freiheit anderer nun zu meinem Schutz einschränkt, begrüße ich das aber.

    Haben Sie meine Beiträge gelesen, vor allem den hier:

    Nichts ist attraktiver für die wohlmeinende Eitelkeit als der Gedanke, man könnte große gesellschaftliche Verbesserungen erreichen, indem man falsches Verhalten einfach verbietet und alle Bürger gesetzlich zu gutem Verhalten verpflichtet. Die grundsätzliche Gefahr dieses oft versuchten Verfahrens liegt darin, dass man Dinge kriminalisiert, die von einem großen Teil des Volks, vielleicht sogar von der Mehrheit, als unschuldig und harmlos angesehen werden – und das ist praktizierte Tyrannei.
    Während wir alle zustimmen, dass Tyrannei ein sehr unheilvolles Ding ist, wird oft nicht verstanden, was Tyrannei denn eigentlich ist. Manche denken, Tyrannei sei typisch für Despoten und könne in einer Demokratie nicht ausgeübt werden. Sie denken, dass die Regierung durch die Mehrheit es rechtfertigt, dass diese Mehrheit alles darf was sie will, und die Minderheit sich allen Beschlüssen der Mehrheit ergeben und vergnügt unterwerfen muss, als ob Demokratie, die Regierung durch das Volk, ein Schema wäre, bei dem wechselnde Teile der Bevölkerung abwechselnd das Privileg hätten, sich gegenseitig zu tyrannisieren. Ein besonders verderblicher Effekt solcher Gesetze ist die Spaltung der Gesellschaft in Freunde und Feinde der repressiven Gesetze. Diese gegensätzlichen Parteien wer-den zu Feindschaft angeregt und dadurch daran gehindert, gemeinsam an der Verbesserung der Gesellschaft zu wirken. Doch das schlimmste ist, dass das generelle Ansehen und die Befolgung aller Gesetze dadurch verschlechtert werden. Die Auswirkungen dieses schädlichen Unheils können kaum abgeschätzt werden.

    Und nun eine konkrete Frge:
    Wenn es eine ‚Olaf-Partei‘ gibt, die eine parlamentarische Mehrheit hat und die ein Gesetz erlässt, dass alle Nicht-Olafs 50% ihres Vermögens an die Nicht-Olafs abgeben muss:
    1. Begrüssen Sie dann diese Entscheidung, da sie ja in Ihrem Sinn ist?
    2. Halten Sie das für einen legitimen demokratischen Prozess?

    Zum nächsten Punkt.
    Sie sagen

    Ich habe mehr Vertrauen in die Richtlinien der EG als in die liberalistische, an Gewinnmaximierung orientierte Firmenpolitk der Konzerne am Markt. Ich bin sehr froh, dass es da Kontrollgremien gibt, die z. B. Planfeststellungsverfahren regeln.

    Ich brachte Ihnen einige Beispiele über fehlgeleitete staatliche Kampagnien:

    “Bitter not tut uns eine starke deutsche Flotte!” (Wilhelm II)
    “Kanonen statt Butter!” (Hermann Göring)

    Frage:
    Hat eine ‚liberalistische, an Gewinnmaimierung ausgerichtete Firmenpolitik der Konzerne‘ jemals so viel Leid und so viel Grausamkeit und so viele Millionen Todesopfer gefordert wie diese staatlichen ‚Richtlinien‘?
    Wir kommt es, dass Sie trotz dieser ungemein negativen Erfahrungen so blauäugig glauben, dass ausgerechnet der Staat alles besser weiss und besser kann?
    Ist nicht vielmehr der ‚Starke Staat‘ die Wurzel allen Übels: Faschismus, Stalinismus, Maoismus? Krieg, Massenmord, Elend, Unterdrückumg, Hunger, Grausamkeit -- Kam das von den ‚Konzernen‘ oder vom ’starken‘ Staat?

    Sie sagen (# 100):

    Wenn jemand mehrhelítlich gewählt wurde und etwas mehrheitlich beschlossen wird, ist es zunächst einmal zulässig.

    Sagen Sie mal, in welcher Klippschule haben Sie denn geschlafen?
    Ein Mehrheitsbeschussist erst mal grundsätzlich zulässig?
    Und Sie bezeichnen Sich als einen ‚Demokraten‘?
    Olaf, Sie haben nicht die geringste Ahnung, was Demokratie überhaupt ist!
    Sonst würden Sie nämlich nicht so einen Blödsinn verzapfen.
    Zulässig ist in einer Demokratie NUR das, was den demokratischen Prinzipien, den Menschenrechten und der Verfassung nicht widerspricht!
    Ihrer Meinung nach, um einmal ein Extrembeispiel zu nennen, wäre die Judenvergasung rechtmässig, weil sie ja demokratisch beschossen wurde (Hitler wurde demokratisch gewählt).
    Hätten Sie in Ihrer Klippachule im Sozialkunde-Unterricht aufgepasst, wäre Ihnen nicht entgangen, dass es unveräusserliche Menschenrechte gibt, die unter allen Umstände unantastbar sind (und die auch in Deutschland unveräusserliches Recht sind, das von keiner Mehrheit angetastet werden darf!)!

    Olaf, ich fürchte, dass unser Hauptproblem Ihre intellektuelle Inferiorität ist.
    Sie haben bestenfalls höchst verschwommene Vorstellungen von Demokratie, Menschenrechten, Liberaität und anderen Begrigfen und dasist der Grund, weshalb Sie nicht mehr abliefern als oberflächliches Geschwafel ohne Sinn und Verstand.

    Kommen Sie mal wieder, wenn Sie was dazu gelernt haben….

  112. @ Tyron Booker #104:
    Also zur Ehrenrettung von Heinz muss ich sagen, dass ich, als bekannter Wessi(!) schon manchmal ein gewisses Lob („Nicht alles falsch“) von Heinz gekommen habe.
    Heinz ist also keineswegs ein Wessie-Fresser, er stellt nur gewisse Mindestansprüche.

    @ Heinz:
    Kein Wort, Herr Eisenbeiss!
    Das war IRONIE! (Auch ‚frozzeln‘ gennannt)
    😉

  113. @Tritium
    Joo, es gibt die goldenen Ausnahmen…….aber flieg jetzt nicht zu hoch, nur weil sich Onkel Heinz mal herabgelassen hat Dir ein Lob auszusprechen.
    Und wenn ick was fresse……dann allermeist Idioten…..und da isses mir völlig wurscht aus welcher Landesecke die auch kommen mögen.
    So…….eine kleine Auflockerung zwischendurch war mal wieder nötig, Danke für den Lacher, alter Haudegen.

    Onkel Heinz………..kann auch lustig……aber nich lange.

  114. 😀

  115. @Olaf #106
    Lass stecken Herr Lehrer, auf derart plumpe rhetorische Tricks fall ich schon lange net mehr rein.
    Ideologie……hatte ich mal als strammer Ex-Kommunist im Lande des ersten Arbeiter und Bauernstaates auf deutschen Boden…….ich hatte also schon mal den Mangel durchgemacht, den ihr Ökopransen nun wieder für uns vorgesehen habt, und ihr benutzt die selben Propagandamethoden wie anno Knipse die ollen Kalkleisten im Staatsrat der DDR.
    Ergo……bin ich ideologisch abgehärtet, da ich aber eure Methoden aus dem FF kenne, kann ick euch auch so schön effizient nieder machen.

    Ick, der einzig wahre Onkel Heinz auf der Welt, bin praktizierender Energietechniker bei einen kleinen Verteilnetzbetreiber, habe fast 30 Jahre Berufserfahrung, setze die irrsinnigen Gesetze um, die ihr Pfeiffen uns per EEG und sonstigen Vorschriften untern Latz geknallt habt. Meine dienstlichen Informationskanäle sind bei weitem besser als alles, was ich hier öffentlich sagen darf, wenn ick mein Job nich riskieren will……..weswegen ich so zirka 2005 die ersten Fragen gestellt habe und nun zum Vollblutskeptiker mutiert bin.

    Und wenn ich etwas auf den Tod nich ausstehen kann, wenn mir ein Laie erklären will wie ick mein Job zu machen habe……..da gibbet Backpfeiffen ohne Ende, zumindest verbal.

    Ihr ökobesorgten Sesselpupser habt meiner Branche den heiligen Klimakrieg erklärt….und das nehm ick verdammt persönlich….deshalb ist es einfach meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit euch zu bekämpfen, wo ick euch antreffe im Internet.
    Und solltet ihr die Frechheit besitzen eine meiner Anlagen zu kapern, dann sehe ich das als terroristischen Angriff auf unsere Infrastruktur an und werde euch mittels Wasserwerfer vom Gelände spülen.
    Joo, die Russen ham es vorgeführt, wie man mit Öko-Terroristen umzuspringen hat…….und der große Bruder war schon zu DDR-Zeiten unser großes Vorbild.

    Und ja, ich kann zwar meinen Namen nicht tanzen, habe aber mal mit der Waffe in der Hand die sozialistischen Errungenschaften vor den imperialistischen Konterrevolutionären des faulenden Kapitalismus beschützt (meist in der Kaserne)……einiges von dieser Ausbildung ist immer noch hängen geblieben.
    So…….winke winke nach Köln, bei euern Bier auch kein Wunder………bähhh

    Onkel Heinz………..nu is endgültig Sendepause

    Edit musste mal ran H.E.

  116. @ Heinz Eng #115: Endlich mal wieder ein klassischer „Heinz Eng“-Kommentar. Und du drohst mit Sendepause? Bitte nicht.

    Viele Grüße. Dein kleinster Fan! 😉

  117. @Istvan
    Keine Angst……..die Sendepause gilt nur dem Tonband….ähm „Oil of Olaf“…….oder wie sich das denkfaule Dingens auch nennen mag.
    Ne Zeit lang sind se ja echt putzig, aber irgendwann langweilt auch das neuste Spielzeug.

    Komm ick jetzt ins Fernsehn???

    Duck und wech
    Onkel Heinz……….muss wohl am Feiertag liegen, oder an den nervenden Gören, die ständig meine Klingel malträtieren

  118. @111

    Kommen Sie mal wieder, wenn Sie was dazu gelernt haben….

    Schon wieder werde ich aufgefordert, still zu sein. Soweit ist es mit der Freiheit dann hier also auch hier nicht mehr her.

    Haben Sie meine Beiträge gelesen, vor allem den hier:

    Ja, hatte ich. Dass jemand das Leben in unserem Staat als Tyrannei vorkommt, das ist für mich diesmal so daneben, dass ich nicht drauf eingehen wollte. Aber von mir aus: Unsere Demokratie ist auf einen größtmöglichen Interessensausgleich bei Interessenkonflikten aus, das Gemeinwohl und die Interessen der Einzelnen werden so gut es geht versucht, in Einklang zu bringen. Ich kann nicht erkennen, das Willkür, Despotismus oder Faschismus irgendjemanden in unserer Gesellschaft tyrannisieren.

    Ich brachte Ihnen einige Beispiele über fehlgeleitete staatliche Kampagnien:

    Der historische Vergleich mit dem Detuschen Kaiserreich und dem Dritten Reich hinkt keider gewaltig: Wir verfügen inzwischen über ein wunderbares Grundgesetz, auf das ich große Stücke halte und wir leben seit Adenauer in einer Sozialen Marktwirtschaft (nicht im Turbokapitalismus). Derjenige, der da was nicht mitbekommen hat, scheint mir im Moment eher Sie zu sein. Sorry…

    Wenn es eine ‘Olaf-Partei’ gibt, die eine parlamentarische Mehrheit hat und die ein Gesetz erlässt, dass alle Nicht-Olafs 50% ihres Vermögens an die Nicht-Olafs abgeben muss:
    1. Begrüssen Sie dann diese Entscheidung, da sie ja in Ihrem Sinn ist?
    2. Halten Sie das für einen legitimen demokratischen Prozess?

    Wenn es eine Partei gäbe, die soetwas will, dass eine Bevölkerungsgruppe 50% ihres Kapitals an jemand anders abtreten soll, dann gehe ich davon aus, dass dies im Einklang mit einer grundlegenden Absicht dieser Partei und in deren deren Wahlprogramm steht, was wiederum im Einklang mit unserem Grundgesetz stehen muss. Derlei Enteignungen tun dies aber mitnichten:

    Grundgesetz Art 14
    (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.
    (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

    Daher ist das eine selten dämliche Frage, die wiederum Ihre fehlende Bildung zutage treten lässt. Eine solche Partei dürfte bei uns gar nicht erst kandidieren.

    Frage:
    Hat eine ‘liberalistische, an Gewinnmaimierung ausgerichtete Firmenpolitik der Konzerne’ jemals so viel Leid und so viel Grausamkeit und so viele Millionen Todesopfer gefordert wie diese staatlichen ‘Richtlinien’?

    Mir ist keine Einzige EU-Richtlinie bekannt, die auch nur annähernd eine derartige Dimension an Todesopfern zur Folge gehabt hätte. Ich bin zwar unlängst aufgeklärt worden, dass die Neodym-Förderung durch Windkrafträder vorangetrieben wird, was Menschenleben in China kostet, aber da wird man sicherlich nachsteuern können. Und was ungebremster Industrialismus zur Folge hatte, konnten Sie im 19. Jhd. in Großbritannien sehen (Smog mit mehreren 1000 Toten), in der jüngeren Vergangenheit immer seltener, da es eben zum Glück Kontrollinstanzen gibt.
    Der einzige Aspekt der EU-Politik, der derzeit viele Todesopfer fordert, ist die unfassbar menschenverachtende Flüchtlingspolitik (für FRONTEX ist Geld da, für die Rettung von Flüchtlingen nicht). Aber ich glaube das ist eine „starke Politik“, die Sie wahrscheinlich gerne noch stärker in Aktion sähen.
    Sicher gibt es auch viele problematische Verordnungen, die mittlerweile anerkanntermaßen den Nachhaltigkeitsgedanken ad absurdum führen (die Biosprit-Verirrung, die Exportsubventionierung von Nahrungsmitteln in Entwicklungsländer u.v.m.), aber ich traue der Politik zu, dass Sie Fehler verbessern kann. Schließlich wurde die Atomenergie zunächst auch von Grünen als „super öko weil ohne CO2“ gefeiert. Die Mühlen mahlen halt nur sehr langsam, nicht zuletzt, weil Lobbyisten immer wieder so viel Druck aufbauen, dass Veränderungen erschwert werden.

  119. @ J.Gneveckow #107:

    Wer gerne regelmäßig ScSk besucht, womöglich spätabends, der wundert sich in den letzten Tagen etwas über die grassierende „Olafmanie“. Aus einer harmlosen Frage zum EEG hat sich ein fast schon philosophischer Disput u.a. über energiepolitische Grundsatzfragen entwickelt

    Ds ist doch alles andere als ein Schaden, Herr Gneweckow!
    Erstens dient das zur Sensiilisierung gegenüber meinem eigenen Standort, was SEHR wichtig ist-Ich würde ja ein ausgesprochener Dummkopf bzw ‚Betonkopf‘ sein, wenn ich über meine Position nicht beständig selbst nachdenken würde, sie nichtständig neu formulieren würde und sie auch für mich selbst nicht in Frage stellen würde! Dazu sind die Olafs hervorragende Sparringspartner!
    Zweitenshat natürlichjederKritikerdasrecht, eineAntwortzu bekommen -- auch wenn es möglicherweise ein Trollist. Weiss ich‘?
    nein!
    Ich nehmean, dassdiesallesehrlichist.
    Undd darunterleidet ja nichts andees.
    Ich verstehe Ihre Vorbehalte ‚da gibt es doch wichtigeres!‘, aber dies ist nun einmal ein Blog und für das ‚wichtigere‘ habe ich mich,denke ich,mit einer Reihe von Artikeln mehr als ausreichend engagiert.
    Es ist jedoch auch wichtig, dass ein Gegner mit gebotener Aufmerksamkeit, Sachlichkeit und Intellekt ‚bedient‘ wird, das hat jeder verdient -- oder sind wir eine Sekte die nur unter sich kommuniziert?

    No bad feelings, Herr Gneveckow! Ich verstehe Sie durchaus. Doch ich glaube, Ihre Sichtweise ist in diesem Fall zumindest für mich persönlich nicht wirklich überzeugend.

  120. Boah eyh, das Tonband is nich nur blöd…..sondern ganz besonders naiv.

    „Tyrannis oder Despotie“

    FOCUS-MONEY: Herr Professor Schachtschneider, laut ihrer Klageschrift gegen den EU-Vertrag von Lissabon vor dem Bundesverfassungsgericht ermöglicht der Vertrag die Wiedereinführung der Todesstrafe und das Töten von Menschen. Das klingt ungeheuerlich. Worauf gründet sich Ihre Argumentation?

    Karl Albrecht Schachtschneider: Die Grundrechtecharta ermöglicht ausdrücklich in den aufgenommenen „Erläuterungen“ und deren „Negativdefinitionen“ zu den Grundrechten, entgegen der durch das Menschenwürdeprinzip gebotenen Abschaffung der Todesstrafe in Deutschland (Art. 102 GG), Österreich und anderswo, die Wiedereinführung der Todesstrafe im Kriegsfall oder bei unmittelbar drohender Kriegsgefahr, aber auch die Tötung von Menschen, um einen Aufstand oder einen Aufruhr niederzuschlagen.

    Dann gaggel man noch nach Eugendfor……………..und man weiß, wie uns der kleine Olaf verscheißern will.

    Der Typ geht garnich………..so viel Dummheit auf einem Haufen is mir ja noch lange nich unter gekommen.

    Ich muss wech…………
    H.E.

  121. oder noch was feines von der lobbyistengesteuerten EU-Kommission……

    Online-Petition zur EU-Saatgutverordnung

    Gegen Saatgutvielfalt und zum Nutzen der Saatgut-Industrie ist die neue EU-Saatgutverordnung, die derzeit in Brüssel vorbereitet wird. Diese Gefahr sehen viele Initiativen, die im Öko-Saatgutsektor tätig sind. „Sollten die Pläne der Kommission für Gesundheit und Verbraucherpolitik aufgehen, werden noch mehr seltene und alte Sorten von Obst, Gemüse und Getreide vom Markt verschwinden. Diesen Vielfaltssorten und auch den Öko-Sorten werden bürokratische Steine in den Weg gelegt, während die Macht der Agroindustrie weiter gestärkt wird“, heißt es in der Online-Petition.

    Die derzeit bekannten Entwürfe für eine neue EU-Saatgutverordnung förderten die Konzentration von Saatgut in den Händen weniger Konzerne der Saatgut-Industrie. Das sei inakzeptabel. Vielmehr müsse eine neue EU-Saatgutverordnung geeignete Voraussetzungen für Vielfaltssorten, bäuerliche Sorten und Öko-Züchtungen schaffen. Die Initiatoren der Petition fordern daher: keine amtliche Zulassungspflicht! Außerdem müssten die derzeitigen Zulassungsbedingungen bei Sorten für den Öko-Landbau erleichtert werden, damit die Landwirtschaft sich an veränderte Bedingungen wie den Klimawandel, an neue Krankheiten, Schädlinge und einen ökologischeren Lebensstil anpassen könne.

    Leider würden weder das geltende Saatgutrecht noch die bisher informell vorgelegten Reform-Entwürfe diese Anforderungen erfüllen. „Sie bedrohen die Saatgut-Vielfalt und damit das gemeinsame agri-kulturelle Erbe der Menschheit, sie greifen nachhaltige Ernährungssysteme und die ökologische Landwirtschaft an und stehen im Dienst der agro-chemischen Industrie“, heißt es weiter.

    Ok…..sonst nich meine Art, solche Quellen auszusuchen………aber für Blöde muss halt auch mal BIO reichen.
    H.E.

  122. *Gähn*
    Olaf, sie schwafeln weiterhin, ohne wirklich zu diskutieren.
    Es wird langweilig…

    Unsere Demokratie ist auf einen größtmöglichen Interessensausgleich bei Interessenkonflikten aus, das Gemeinwohl und die Interessen der Einzelnen werden so gut es geht versucht, in Einklang zu bringen.

    Unere Demokratie ist derzeit darauf aus, bedingungslos Lobbyisten der ‚Energiewende‘ zu bedienen und das grösste Umverteilunsgprogramm von Arm nach Reich in der Geschichte der Bundesrepublik durchzusetzen.
    Ds gibt absolut keinen Interessenausgeich mehr, da alles dem absoluten Primat der ‚Energiewende‘ untergeordnet wird.
    Das Geremeinwohl wird völlig vernachlässigt und ausgeblendet und die Interessen der Geringverdiener werden überhaupt nicht beachtet.

    Der historische Vergleich mit dem Detuschen Kaiserreich und dem Dritten Reich hinkt keider gewaltig…

    Keineswegs
    Niemals haben ‚Konzerne‘ auch nur annähernd so viel Leid und Tod veranlasst wie Staatsregierungen! Und Hitler kam demokratisch an die Macht, in dem selben Staatsgebilde,das stolz auf Stresemann verweisen konnte. Ihr Hinweis auf Adenauer läuft also ins leere!

    Wenn es eine Partei gäbe, die soetwas will, dass eine Bevölkerungsgruppe 50% ihres Kapitals an jemand anders abtreten soll, dann gehe ich davon aus, dass dies im Einklang mit einer grundlegenden Absicht dieser Partei und in deren deren Wahlprogramm steht, was wiederum im Einklang mit unserem Grundgesetz stehen muss

    Sosos, Sie gehen davon aus…
    Ich will aber von Ihnen wissen, warum es Sie so bedingungslos freut, wenn eine Partei etwas in Ihrem Sinn tut!
    Erkennen Sie nicht,dass etwas,was in Ihrem Sinn ist, keineswegs ‚demokratisch‘ sein muss, nicht einmal,wenn es formal demokratisch ist?

    Grundgesetz Art 14
    (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.
    (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

    Sie Zitieren das Grundgesetz. Eine sehr gute Idee!
    Und nun: Ist es etwa KEINE Enteigung, wenn ich gezwungenermassen sehr viel Geld an eine bestimmte Gruppe zwangsweise abführen muss, wie es das EEG bestimmt? Mann, ist Ihnen nicht klar, dass Sie selbst(!) darauf hin weisen, dass das EEG offensichtlich verfassungswidrig ist?

    Mir ist keine Einzige EU-Richtlinie bekannt, die auch nur annähernd eine derartige Dimension an Todesopfern zur Folge gehabt hätte. Ich bin zwar unlängst aufgeklärt worden, dass die Neodym-Förderung durch Windkrafträder vorangetrieben wird, was Menschenleben in China kostet, aber da wird man sicherlich nachsteuern können.

    Ich sprach nicht von EU-Richtlinien.
    Ich sparch von staatlichen Programmen.
    Und mir ist keine Konzernpolitik bekannt, die auch nur annähernd so viel Schaden, Leid und Tod aisgeübt hätte wie staatliche Programme.
    Und was Sie unter ’nachsteuern‘ verharmlosend zugeben, ist MORD (Tötung bzw. die Billigung des Todes aus niedrigen Beweggründen, wobei Geldgier der klassische ’niedrige Bewegrund‘ ist), der durch das EEG ausgelöst wurde -- Nicht viel anderes als Juden ins Gas zu schicken : Der Tod und das Leid von tauenden wird nicht nur billigend in Kauf genommen,sondern BEZAHLT, um die Ziele der Ideologie durchzusetzen — In unserer hochgelobten Demokratie in der so etwas doch angeblich gar nicht möglich ist, weil die so ganz anders ist.
    Wenn wir übrigens von ‚Nachsteuern‘ reden, wie halten Sie es mit den Verantwortlichen?
    Gehört zu Ihrem ‚Nachsteuern‘ auch ein Internationaler Gerichtshof, der die Verantwortlichen für diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Die Sie ja nicht abstreiten!) zur Verantwortung zieht und bestraft?
    Oder sollen die etwa straffrei davon kommen?
    Weil das ja ein ganz anderer Staat ist, wegen Adenauer, blabla, kann das ja gar nicht sein und nur Konzerne sind böse und der Staat hat es ja nur gut gemeint und so was kann ja mal vorkommen,dass tausende krepieren, da muss man eben nachsteuern, aber dafür kann man doch niemanden schuldig sprechen,Schwafel, Bla…

    Olaf, mal ganz ehrlich: Deine selbstgerechte Überheblichkeit KOTZT MICH AN!
    Ich hab‘ keine Lust mehr, ich hab‘ das Gedühl, ich mach‘ mich dreckig, wenn ich weiter mit dir rede.
    Geh mir aus den Augen!

    PS.
    Herr Gneweckow, villeicht haben Sie recht.
    Momentan ist mir nur schlecht.

  123. @Tritium

    Wegen dem Olaf brauch man sich nun wirklich nicht aufzuregen. Der schwafelt ein bisschen rum, was so an die eine oder Person erinnert. Er trägt hat seine Meinung kund, und nur darum geht es ihm, auf konkrete Fragen antwortet er mit allgemeinen, unverbindlichen, vorwiegend seiner Ethik zugrunde liegenden, Phrasen.

    Das ist aber gar nicht mal so schlecht, wenn so jemand hin und wieder hier auftaucht. Dass da keine Subtanz da ist, außer seine Überzeugungen, das hat er deutlich gemacht. Eigentlich stellt er sich selbst bloß, es bleibt ja auch dem stillen Leser nicht verborgen, dass da nur heiße Luft ist.

  124. @ Quentin:

    …Ethik…

    Was für eine Ethik?
    Er freut sich, wenn ein Gesetz erlassen wird, das ihm dient und nebenbei tausende chinesische Kinder ermordet.
    Wo ist denn da der ethische Unterschied zum Holocaust?

    …Aber du hast natürlich recht. Im Grund ist es nur das Brett vor dem Kopf und dafür kann er nichts.
    Es vkotzt mich aber trotzdem an.

  125. @Tritium

    Ich meinte »seine« Ethik, also im Sinne von Moral die auf einem Wertegerüst sitzt. Wenn also ein paar hundert, oder mehr, Chinesen dabei hops gehen weil die Welt gerettet werden muss, dann kann man dies entsprechend ethisch begründen. Das tut Olaf auch, bedauert zwar dass dies so ist, was aber momentan nicht zu ändern ist.

  126. Es sollte neben dem Verbot des Holocaust-Leugnens noch ein weiteres geben: Irgendwelche Dinge mit dem Holocaust zu vergleichen. Mann, das regt mich echt auf, dass Sie die Politik der Energiewende mit dem SS-Regime vergleichen.
    Unabhängig davon wird es langsam inkonsistent: Schuld an den toten Kinden in China hat primär die chinesische Regierung, weil sie eben keine Konstrollinstanzen schafft, gegen die Sie hier fleißig wettern. Noch interessanter ist dann, dass China hier als „Paradies auf Erden“ gehandelt wird:

    In Deutschland dürfen die Pessimisten auf das Podium, die Warner und Mahner. In China dagegen die Optimisten, die Macher, die Visionäre. In China wird man nicht über 1,3 Erden fabulieren. Sondern über Gigawatt. In Deutschland wirbt Siemens mit Problemen. In China mit Lösungen.
    Schreibt Herr Heller auf http://www.science-skeptical.de/blog/okologistische-mythen-teil-2-einskommadrei-erden/002696/

    Dazu wieder Ihr verallgemeinernder Vorwurf

    Niemals haben ‘Konzerne’ auch nur annähernd so viel Leid und Tod veranlasst wie Staatsregierungen!

    Wenn Sie die Nazis, China und die BRD undifferenziert als „Regierungen“ in einen Topf schmeißen, unterschlagen Sie dabei dass wir die Errungenschaften des Grundgesetzes und der Sozialen Marktwirtschaft haben. Das ist nicht vergleichbar!!! Und am Ende finden Sie China sogar noch besser als Deutschland. Wenn ich an China denke, wird mir schlecht. Und bei Ihrem Demokratieverständnis:

    Erkennen Sie nicht,dass etwas,was in Ihrem Sinn ist, keineswegs ‘demokratisch’ sein muss, nicht einmal, wenn es formal demokratisch ist?

    Wenn Sie zwischen „echter Demolratie“ und „formaler Demokratie“ unterscheiden wollen, können Sie ja jeder Entscheidung, die IHnen nicht passt, sagen, Sie entspräche nicht Ihrem Willen, berufen sich dabei auf Mindeheitenschutz (oh je, arme RWE-Minderheit, duziDuzi, musst Du geschützt werden? Komm mal her, och je…). Demokratie heißt eben manchmal, eigene Interessen unterzuordnen, nicht Ihr kindisches „Ich will aber anders“. Und wenn Sie die EEG-Umlage als „Enteignung“ empfinden, dann sprechen Sie bitte mal mit jemandem, dessen Haus und Hof auf Braunkohle stand. Langsam zeigt sich das Ausmaß der Polemik.

  127. Olaf,

    das mußte ja mit HolocaustLeugnern enden, das hat aber deine Programmierung so gewollt- bei Widerspruch endet dein Denken. Du bist aber hier bei den Klimaleugenern .

    Deine Unsicherheit in bezug auf deine Fähigkeit Glauben und Wissen zu unterscheiden, ist normal, das sieht deine Programmierung so vor. Ich stelle mir es so wie im Turmbau zu Babel vor. Jeder sagt etwas und keiner hört zu.
    Schäuble sagt , Deutschland ist seit dem 8.5.1945 nie voll souverän gewesen, es glaubt ihm nur keiner.

    Selbst die Skeptiker hier sind nicht homogen, in Bezug auf Energie und Klima ja, auf andere Dinge natürlich nicht.

    Also, kein Streß, die Wissenschaft ist auch hier fortgeschritten und kann dir das erklären:

    Vera F. Birkenbihl -- Viren des Geistes

    Diese Erklärung ist gehirngerecht aufbereitet, du müsstes dies eigentlich ohne Streß verstehen.

  128. @Olaf #118

    Schließlich wurde die Atomenergie zunächst auch von Grünen als “super öko weil ohne CO2″ gefeiert.

    Das ist ja interessant. Haben Sie dafür einen konkreten Beleg?
    Würde mich sehr interessieren, denn nach meiner Erinnerung haben die Grünen seit ihrer Entstehung die „Atomkraft nein danke!“-Schiene gefahren.

  129. @ Olaf, #126:

    Es sollte neben dem Verbot des Holocaust-Leugnens noch ein weiteres geben: Irgendwelche Dinge mit dem Holocaust zu vergleichen. Mann, das regt mich echt auf, dass Sie die Politik der Energiewende mit dem SS-Regime vergleichen.

    Das Verbot des „Holocaust-Leugnens“ führt am Ende nur dazu, daß zu viele Menschen die Notwendigkeit nicht mehr erkennen, sich mit dem Holocaust und seinen Ursachen zu befassen. „Vergleichen“ und „gleichsetzen“ sind zwei verschiedene Dinge. Der Vergleich ist wichtig, denn er führt zu Erkenntnisgewinn. Albert Einstein hat in Bezug auf den Holocaust einmal sinngemäß ausgeführt, ein tadelloses Mitglied einer Schafherde könne nur sein, wer selbst ein Schaf ist. Hannah Arendt hat es vielleicht noch besser auf den Punkt gebracht:

    Keiner hat das Recht zu gehorchen.

    Ob das bei Ihnen zur Selbstreflektion beiträgt, wage ich zu bezweifeln. Sie vermeiden es ja tunlichst, auf Sachargumente einzugehen und Sie verweigern sich dem Erkenntnisfortschritt. Um zu verstehen, was das alles mit dem Holocaust zu tun hat, empfehle ich Ihnen einen Besuch des Berliner Mahnmals. Sehr erhellend. Wenn Sie auch danach das Thema „Obrigkeit“ immer noch mit denselben Augen betrachten wie jetzt, dann wissen Sie, warum der Holocaust möglich war.

  130. Einheit für grünes Spießertum, ein Olaf.
    Spießertum zeichnet sich unter anderem durch Denkfaulheit und Überheblichkeit aus.

  131. : Schuld an den toten Kinden in China hat primär die chinesische Regierung, weil sie eben keine Konstrollinstanzen schafft, gegen die Sie hier fleißig wettern.

    Schuld sind die Käufer des Neodym.
    Schuld sind ‚Energiewender‘, die Neodym in die Windräder bauen,obwohl es gar nicht nötig ist. Aber es bringt ein bisschen mehr Profit.
    Schuld sind die Politiker, die zwar Kinderarbeit in der Textilbranche anprangern, arr beim profitablen Neodym die Augen schliessen -- Sind Sir etwa der Meinung, man solle ruhig Textilien kaufen, die durch Kinderarbeit entstanen, weil daran ja nur das Herstellerland schuld sei? Halten Sie so Ihr Gewissen sauber?
    Schuld sind Leute wie Sie, die so tun, als wären sie unschuldig und einfach weiter machen.

    Der Strohmann, den sie aufbauen wollen, indem Sie ‚Kontrollinstanzen‘ konstruieren, ist plump und primitiv.
    Arbeitsschutz und Umweltschutz haben absolut nichts mit der Einführung der EEG-Planwirtschaft zu tun.
    Richtig ist allerdings,dass auch in Deutschland der Umweltschutz mit Füßen getreten wird, wenn er der ‚Energieewende‘ im Weg steht. Da werden ja bekanntlich auch mal Windräder in ein Vogelschutzgebiet gebaut.

    Wenn Sie die Nazis, China und die BRD undifferenziert als “Regierungen” in einen Topf schmeißen, unterschlagen Sie dabei dass wir die Errungenschaften des Grundgesetzes und der Sozialen Marktwirtschaft haben.

    Die Nazis kamen in der Weimarer Republik an die Macht, unter einer demokratischen Verfassung, aber das nur nebenbei.
    Demokratie, das zeigte ich oben,kann ohne weiteres zur Tyrannei ausarten. Ich zitiere es noch einmal für Sie:

    Während wir alle zustimmen, dass Tyrannei ein sehr unheilvolles Ding ist, wird oft nicht verstanden, was Tyrannei denn eigentlich ist. Manche denken, Tyrannei sei typisch für Despoten und könne in einer Demokratie nicht ausgeübt werden. Sie denken, dass die Regierung durch die Mehrheit es rechtfertigt, dass diese Mehrheit alles darf was sie will, und die Minderheit sich allen Beschlüssen der Mehrheit ergeben und vergnügt unterwerfen muss, als ob Demokratie, die Regierung durch das Volk, ein Schema wäre, bei dem wechselnde Teile der Bevölkerung abwechselnd das Privileg hätten, sich gegenseitig zu tyrannisiere

    Und was das asoziale, die Armen ausbeutende und die Reichen privilegierende Planwirtschafts-EEG mit ’sozialer Marktwirtschaft‘ zu tun hat, wissen doch nicht mal Sie selbst, einen grösseren Widerspruch kann es ja gar nicht geben.

    Und wenn Sie die EEG-Umlage als “Enteignung” empfinden, dann sprechen Sie bitte mal mit jemandem, dessen Haus und Hof auf Braunkohle stand. Langsam zeigt sich das Ausmaß der Polemik.

    Ja. Plumpe Polemik -- Ihrerseits.
    Denn wer wegen der Braunkohle umsiedelt, wird großzügig entschädigt, der bekommt für Haus und Hof viel Geld und steht danach in der Regel besser da.
    Wer die EEG-Zwangsumlage zahlt, ist sein Geld los.

    Und solcher plumpe Agitprop zieht auch nicht; einen Popanz aufbauen und dann draufhauen,als ob die pööhsen ‚Konzerne‘ die Opfer wären:

    (oh je, arme RWE-Minderheit, duziDuzi, musst Du geschützt werden? Komm mal her, och je…).

    Oh jeee, arme Omi, reicht die Rente nicht mehr wegen der eplodierenden Strompreise?, willst du geschützt werden?
    Och ja, das geht aber nicht, weil der Bauer, auf dessen Feld die Windräder stehen, sich doch noch einen Ferrari kaufen will, da muss eben im Dunkeln sitzen.

  132. Interessant ist ja an dieser Stelle, dass Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, also Beamte und Angestellte bei Arbeitssicherheit ein sogenanntes Haftungsprivileg haben im Vergleich zu Arbeitnehmern in der Wirtschaft.
    Während ein Arbeitnehmer in der Wirtschaft schon bei Fahrlässigkeit haftet, haftet man im öffentlichen Dienst erst bei grober Fahrlässigkeit. Soviel zum verantwortungsvollen Staat.

    Mehr Staatsinstanzen schaffen eben auch mehr Privilegien.

    Gerade der Bereich Arbeitssicherheit ist ein gutes Beispiel wie effizient private Organisationen in der freien Wirtschaft funktionieren.
    Es gibt einen gesetzlichen Rahmen und der funktioniert Im Vordergrund steht gemeinsames verantwortliches Handeln,
    was mit den deutschen Unternehmen wesentlich besser funktioniert als starre Vorschriften.

    Grüße
    Günter Heß

  133. Unser Olaf ist ein Paradebeispiel für ein immer häufiger zu beobachtendes Denkverhalten vieler Menschen:

    Unsere immer komplexer werdende Welt macht vielen Menschen Angst, da sich immer mehr Fragen nicht mehr klar und eindeutig beantworten lassen. Für dieses Dilemma gibt es nur zwei Möglichkeiten: sich entweder mit dieser zunehmenden Komplexität auseinanderzusetzen – unbequemerweise ein schwieriger, nicht endender Prozess – oder eben zu den sehr einfach strukturierten und idealisierten Denkmustern früherer Epochen zurückzukehren, die die Welt in Kategorien wie „Gut oder Böse”, „Richtig oder Falsch”, „Ja oder Nein” einteilen.

    Bei unserem Olaf überschreitet dieses Denkverhalten jedoch bereits den Grad totalitärer Denkstrukturen, bei dem der Wunsch entwickelt wird, solche „Unterscheidungen” müssten einer autoritären Instanz vorbehalten bleiben. Deshalb meint er z.B. auch, „China” unbedingt in eine von zwei Schubladen packen zu müssen: „Gut” oder „Böse”. Zu einer differenzierteren Betrachtung ist er nicht in der Lage (oder nicht willens oder zu bequem – das sei einmal dahingestellt).

    Im Grunde ist das nach psychologischen Gesichtspunkten ein klassisches Borderline-Denken. Es existieren ausschließlich „Schwarz” oder „Weiß”, Abstufungen und Grautöne können nicht erkannt werden, oder sie werden hartnäckig ausgeblendet.

  134. @Tritium
    Gestern hab ich Dich noch gelobt………und heute muss ich Dir ne kleine Rüge aussprechen, denn der lüdde Olaf hat Dich rhetorisch an den Nasenring durch die Arena gezerrt………..und Du bis voll drauf abgefahren.
    Du magst ein wundervoller und kompetenter Chemiker sein……..aber überlass den Klassenkampf lieber Onkel Heinz, der wie immer…….die Krallen scharf und die Messer gewetzt hat.
    Grins…….nix für ungut….ich kann auch frotzeln.

    Ach ja, wie man vom Thema „wie lügen sich die Medien die Energiewende schön“…..so mir nichts, Dir nix auf „Holocaustleugner“ umschwenken kann ist schon erstaunlich………und ein beliebter Trick der Öko-Anbeter, wenn es darum geht ihren Bullshit bis aufs Messer zu verteidigen.

    Obwohl…….unser Peter hat das schon angedeutet……..ham die jämmerlichen Vögel mit dem Windrad an der Backe eine Heiden Angst davor, wenn man geschichtliche Parallelen aus dem Desaster vor 80 Jahren ziehen will.

    Fragt man Beteiligte am Judenmassacker……bekommt man meist die Antwort……wir haben nur Befehle befolgt, befragt man die IM-Spitzel der Stasidurchseuchten DDR, ham se auch nur Befehle befolgt…..und befragt man heutige Öko´s, folgen auch die den Befehlen widerstandslos.
    Denn eins haben wir aus der Geschichte gelernt, der Deutsche ist effizient bis in den letzten Knochen, sei es die industrielle Vernichtung von Millionen von Menschen, sei es die absolute Überwachung der eigenen Bevölkerung in der sozialistischen DDR, seien es die effizientesten Maschinen die die deutsche Industrie erzeuget und sei es das Gebrabbel der Energiewendlinge……..wir Deutschen sind die Besten auf der ganzen Welt, wenn wir Deutschen das nich packen, wer denn sonst auf dieser primitiven Welt, wir müssen den restlichen Untermenschen zeigen, wo der Frosch die Locken hat, denn an unseren Wesen wird dieser Planet genesen.

    Und diese genetische Wurzel zieht sich nun schon seit 100 Jahren durchs deutsche Obrigkeitshörigkeitswesen, Führerin befiehl, wir folgen Dir…….und befolgen halt nur Befehle, egal wie bescheuert diese auch sein mögen.
    HURRA……..wir lieben es, willenlose Lemminge zu sein, Denken überlassen wir der Elite, denn Denken ist anstrengend und geistig anstrengen mögen wir uns auf keinen Fall.

    Das einzige was mich wirklich nachdenklich macht, wenn Olaf ein Lehrer wäre und seine krude Gedankenwelt unseren Kindern einimpft………dann haben wir bald ein echtes Problem.
    Onkel Heinz……….steht über den Dingen……..denn ich bin der einzig wahre Checker…..grins

  135. Fragt man Beteiligte am Judenmassacker……bekommt man meist die Antwort……wir haben nur Befehle befolgt, befragt man die IM-Spitzel der Stasidurchseuchten DDR, ham se auch nur Befehle befolgt…..und befragt man heutige Öko´s, folgen auch die den Befehlen widerstandslos.

    Siehst du, genau das ist der Punkt, der durch einen Vergleich deutlich wird.
    Vor allem aber bietet eben auch eine Demokratie keinerlei Gewährleistung gegen totalitäre Tyrannei, wenn sie nicht vom Geist der Toleranz durchdrungen ist.
    Demokratie ist NICHT die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit, sondern Vielfalt und Individualität unter dem Schutz des Rechts:

    Eine Verfassung ist ein Instrument oder eine Zusammenfassung, in welcher die Rechte des Einzelnen und der Macht und Verantwortung der Regierenden beschrieben und festgelegt werden. Das Hauptanliegen einer Verfassung ist die Einschränkung der Macht von Mehrheiten. Ein Moment des Nachdenkens macht klar, dass die unkontrollierte, unbegrenzte Macht von Mehrheiten die schlimmste Form der Tyrannei wäre; Die jeweilige Minderheit würde zu bloßen Sklaven degradiert, denen Rechte auf Leben, Besitz und Wohlbefinden von niemandem aus der Mehrheit respektiert werden müsste.
    (Nordhoff, Politics for young Americans 1875)

  136. @ J.Gneveckow #107

    Ich frage mich, ob der hier versammelte Sachverstand nicht in der Lage wäre, eine „Blaupause“ für die künftige Energiepolitik zu skizzieren, statt mit einzelnen Personen endlos zu diskutieren.

    Ich würde mich hier dem anschließen was Peter Heller in #108 geschrieben hat. Bei nüchterner Betrachtung kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen dass die Energiewende und das EEG in die Tonne gehören. Und weil’s so schön passt dazu hier noch einmal ein Kommentar von Wolfgang Flamme aus 2012, der die Misere sehr treffend auf den Punkt bringt:

    When you find yourself in a hole, STOP DIGGING!

    Aber Vernunft steht ja gar nicht mehr zur Debatte — nirgendwo. Stattdessen lauten die progressiven Vorschläge, das Graben sorgfältiger zu planen, koordinierter zu graben, cleverer zu graben, verstärkt zu graben, ökonomischer zu graben, vernetzter zu graben, vorausschauender zu graben, intelligenter zu graben …

    Was passiert denn eigentlich? Wir finanzieren mit erheblichen Förderungen die ziemlich wahllose Substitution von fossilen Brennstoffen durch regenerative Erzeugung. Wir substituieren damit fast nur Brennstoff und so gut wie keine Kraftwerke, weil eine bedarfsgerechte regenerative Erzeugung erst recht nicht finanzierbar wäre. Wir brauchen also weiterhin fossile Kraftwerke, nur daß insbesondere der flexibelste Teil dieses Kraftwerksparks mit deutlich geringerer Auslastung betrieben werden muß. Die zugehörigen Investitions- und Verfügbarkeitskosten verteilen sich also notgedrungen auf weniger Betriebsstunden und damit steigen die Stromgestehungskosten aus solchen Anlagen entsprechend an.

    Und das ist letztlich der zusätzlich erforderliche Preis für eine weiterhin gesicherte Stromversorgung, den wir Verbraucher werden zahlen müssen. Ob wir das auf Gewerbe, Kommunen, zusätzliche Investitionsanreizfonds, EEG-Vergütungsänderungen, Masterpläne, Marktanreizprogramme, Integrationsbeihilfen, ‘Negawatt’ (die hirntote taz) oder sonstwie abwälzen spielt überhaupt keine Rolle, denn sie alle werden ohne Ausnahme die daraus entstehenden Kosten (oder Opportunitätskosten) letztendlich vom Verbraucher einfordern oder an ihn weiterreichen müssen.

  137. Ich verstehe auch nicht warum ihr so ein Theater wegen diesem Typen macht. Eine windige Bruchbude hat er zu seiner Ideologie gemacht. Überall zieht’s, nichts passt so recht. Und wenn’s dann richtig kalt wird, so wird sich in eine rote Fahne gehüllt. Das ist dann die Energiewende. Und wenn es dann Tote gibt? Heil Energiewende!

    Olaf, wir werden dagegen halten. Man wird sich noch an uns und unseres Gleichen erinnern, nur wird diese Bruchbude dann nicht mehr stehen.

  138. …und, Heinz, schaut man sich mal die grossen Staatsprojekte an, dann findet man noch mehr, die grandios scheiterten.
    Ein Musterbeispiel ist die Maginot-Linie.
    Sie hat verflixt viel mit der Energiewende gemein:
    -- Geboren aus Angst vor der Zukunft, versprach man sich durch materielle Bauten Schutz und Sicherheit.
    -- Ein riesiges, äusserst kostenzehrendesProjekt, das das französische Volk regelrecht ausbluten liess.
    -- Eine gigantische Fehlinvestition, weil die Mittel an anderer Stelle fehlten und weil die Technik von vorgestern war.
    Am Schluß erwies es sich nicht als Schutz, sondern als Falle, Frankreich fiel in 14 Tagen, die Soldaten in den Forts waren Gefangene ihrer Bunker.

  139. Ich bedanke mich für die offen ausgesprochenen Beiträge, die mir endlich Klarheit darüber verschafft haben, was die Kernprobleme in der Argumentation von Skeprikern und Liberalisten wie Ihnen hier sind:
    Vorweg: Über die unwissenschaftliche Arbeit und die Winkelzüge von Klimaskeptikern haben sich zum Glück schon genügend Menschen geäußert (z.B. hier: http://www.pik-potsdam.de/~stefan/klimaskeptiker.html). Das kann ich mir hier sparen. Daher hier meine (für mich neuen) Erkenntnisse:
    1.) Für Sie ist jeder Eingriff des Staates in das Marktgeschehen gleichbedeutend mit Tyrannei und Despotismus, Sie scheuen nicht, offen unsere BRD und erst recht die EU mit totalitären Systemen der Vergangenheit zu vergleichen und Menschen, die sich an das Grundgesetz halten, als „unmündige Mitläufer“ aus der Nazizeit zu vergleichen und damit suggerieren, dass Demokraten in letzter Konsequenz eine Diktatur heraufbeschwören. Damit offenbaren Sie, dass die liberalistische Ideologie, der Sie sich verschrieben haben, unser Stattssystem ablehnt, gewissermaßen demokratiefeindlich ist. Wenn Sie einen Staat nur per Volksabstimmung Entscheidungen treffen lassen wollen (wenn sie nicht ohnehin dem Markt überlassen werden), führen Sie die Demokratie ad absurdum.
    2.) Menschen, die auf die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft verweisen, werden in beißendem Ton als Kommunisten, Menschenverachter, Langeweiler, Griesgräme etc. verunglimpft. Polternde Beleidigungen gehören zum Teil der Argumentation.
    3.) Ihre Argumentation ist nicht kohärent: Als Paradebeispiel für eine freie Entwicklung auf dem Energiemarkt wird China angeführt, desen Regime nun wirklich totalität und menschenverachtend ist. Dann werden einzelne Gegenbeispiele dafür angeführt, dass das gesamte System falsch ist. Richtig wäre hier, diese (für die berechtigterweise kritisierten Beispiele) Lösungsansätze zu suchen (mal von der Generalkeule „bitte alles deregulieren“ anbgesehen).
    4.) Das Märchen von der „Selbstregulationsfähigkeit des Marktes“ wird auch durch permanente Wiederholung nicht wahrer. Sätze wie „Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an jeden gedacht“ (was ich mal als vereinfachte Grundthese dieses Modells heranziehen) sind eine schallende Ohrfeige für alle, die in Armut leben. Die Nachhaltigkeitstheorie zeigt auf, dass das Gleichgewicht zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem in der Modernisierungstheorie (derer Sie sich bedienen) nicht gegeben ist. Daher sind Marktsteuerungsmenchanismen dirch die Politik nötig, um zu gewährleisten, dass folgende Generationen unter vergleichbaren Bedingunen leben können, wie wir (und zwar im Idalfall alle Bewohner des Planeten). Die Modernisierungstheorie hat versagt. Der Ressourcenverbrauch steigt stetig (bzw. expnentiell) trotz steigender Effizienz der Technologien.

    Das wars, was mir fürs Erste am Wichtigsen erschien, insgesamt bin ich dankbar, mir hier die Argumentationswerkzeuge zurechtzulegen, um auf die Winkelzüge der schmierigen Fatzkes der AfD besser vorbereitet zu sein.

  140. Na endlich Olaf, wurde auch Zeit dass Sie die Ihnen nicht passende Maske haben fallen lassen:

    um auf die Winkelzüge der schmierigen Fatzkes der AfD besser vorbereitet zu sein.

    Schon die Verwendung des Wortes »reaktionär« hatte angezeigt, wo Sie in Wirklichkeit politisch verortet sind. Das ganze Klima- und Umweltgedöhns interessiert Sie nur, wenn es ihnen nützlich ist, befasst haben Sie sich nicht damit.

  141. @Olaf #139

    Das wars, was mir fürs Erste am Wichtigsen erschien, insgesamt bin ich dankbar, mir hier die Argumentationswerkzeuge zurechtzulegen, um auf die Winkelzüge der schmierigen Fatzkes der AfD besser vorbereitet zu sein.

    Sagen Sie mal, Olaf, sind Sie sicher, daß Sie hier im richtigen Bus sitzen? Sie führen jetzt schon zum x-ten Male die AfD an, so als hätte dieser Blog irgendetwas mit dieser (zunächst mal nicht sonderlich bedeutenden) Partei und ihrem lächerlichen energiepolitischen Programm zu tun. Würden Sie mal ein bißchen herumlesen auf diesem Blog, dann müßte Ihnen auffallen, daß hinsichtlich der AfD hier positive wie kritische Worte gefallen sind, die sich grob geschätzt die Waage halten dürften. In diesem Thread kommt „AfD“ aber nur in Ihren Kommentaren (und nun leider auch in diesem) vor.

    Ihre Punkte 1) -- 4) lassen zwar einige Rückschlüsse darauf zu, was in Ihrem Kopf vorgeht, aber als Generalcharakterisierung der Autoren und Kommentatoren von Science Skeptical sind sie ungeeignet. Es fängt schon damit an, daß eine soche Generalcharakterisierung ein unsinniges Unterfangen ist; Sie tun so, als schriebe hier nur einer unter einem Dutzend Pseudonyme, und weisen dann Widersprüche nach.
    Alle in einen Topf, kräftig umgerührt, Einheitssoße aus dem Klassenkampf-Giftschrank drüber: das ist das Rezept für einen Strohmann.

    Und meinen Sie ja nicht, ich finge jetzt auch an bloß auf Ihnen herumzuhacken. Auf meine konkreten & sachlichen Rückfragen haben Sie ja nicht reagiert, schön, das ist Ihre Sache. Pauschalverunglimpfungen, nur weil man Ihre Meinung nicht teilt, braucht man sich aber nicht gefallen zu lassen.

  142. @Quentin

    Recht so………..bisher hat sich jeder einzelne Öko-Spießer auf die selbe Art und Weise als das enttarnt, was er in Wirklichkeit ist……..ein grün lackierter Kommunist, der das Klimagedöhns nur als Krücke benutzt um seine wahren Ziele durchzusetzen.
    Man muss se bloss etwas an der richtigen Stelle kitzeln……und schon offenbaren sie ihren Hass auf Andersdenkende.

    @Rassbach
    Vielen herzlichen Dank für das Video…#127………das mich ganz persönlich zum nachgrübeln gebracht hat, jetzt prüfe ich auch, ob es ein MEM oder ein Virus ist, wat man mir erzählen will.

    Und ja, Olaf ist ein Virus, gekennzeichnet von absoluter Intoleranz und geistiger Beschränktheit, ein Virus das das Denken in den Knast steckt, ein Virus das für die Entwicklung der Menschheit tödlich werden könnte.
    Danke….
    H.E.

  143. *Lach*
    Olaf, ich weiss ja nicht was Sie nachts träumen, aber Ihre Tagträume snd bemerkenswert.

    Ich bin mir nicht klar, ob es der intellektuellen Inferiotität geschuldet ist, dass Sie aus der Diskussion so reinen Blödsinn ableiten wie

    Als Paradebeispiel für eine freie Entwicklung auf dem Energiemarkt wird China angeführt, desen Regime nun wirklich totalität und menschenverachtend ist.

    Oder ob Sie sich da selbst einen veritablen Strohmann gebastelt haben, um Ihre Selbstzweifel zu ünterdrücken.

    Auf jeden Fall zeigt Ihr ‚Fazit‘, dass Sie absolut nichts verstanden haben.

    Ich wünsche Ihnen viel Glük bei Ihrem weiteren Kreuzzug gegen die ‚Fatzkes‘! 😀

  144. @Tritium
    Nach der letzten Antwort des Oil of Olaf……..kann ich Dich nur beglückwünschen, Du hast dafür gesorgt, das diese Type seine Maske fallen lassen hat……….vllt war es ja umgekehrt…..Du hast ihn durch die Arena gezerrt, wie einen Dackel, der auf Befehl Männchen macht……..und er steht immer noch und bettelt nach Leckerli.

    Ach ja, Klassenkampf kann was Feines sein, fordert es doch den freien Geist heraus, neue Denk-Dimensionen zu erschaffen.

    Ok, Nase voll……Thema „Olaf“ ad Akta gelegt…….und weiter im Konzept.
    H.E.

  145. @ Tyron Booker #104:

    Hasst du DAS gesehen?
    # 144?

    …kann ich Dich nur beglückwünschen

    Da siehst mal!
    Morgen als erstes muss ich mir einen Goldrahmen kaufen und Schuckpapier für den Ausdruck!

    Vielleicht, in ein paar Jahren…bei guter Führung! … werd‘ ich sogar Ehren-Ossi… *schmacht*

  146. Zum Auflockern mal was andres zum Thema:

    Nicht mehr nur mit Kühen oder Kartoffeln, sondern auch mit Windrädern verdienen Bauern heutzutage ihr Geld. Das Geschäftsmodell reicht von der Verpachtung eines Ackers für den Bau einer Windkraftanlage bis zur finanziellen Beteiligung an einer Projekt- oder Betreibergesellschaft.

    Doch wo reichlich Subventionen in Gestalt von Zwangsabgaben der Stromkunden für erneuerbare Energie fließen, wächst offenbar auch die Gefahr der Selbstbedienung.

  147. Heinz,
    jetzt bin ich aber froh, dass du es zur Kenntnis gehommen hast. Das bedeutet, dass du ziemlich frei von memetischen Viren bist. Schuld daran ist wohl die ddr, die uns mit anderen unwirksamen, jedenfalls für viele, Viren versorgte 😉

    Diese Video fand ich erst vor ein paar Tagen, davor begnügte ich mich mit schwer verständlichen Aufsätzen. Die vier Prüfpunkte von Vera funktionieren, habe ich hier ausprobiert mit verschiedenen Themen. MIt diesen Wissen kann man einfach den Müll im Internet aussortieren.

    Für Olaf ist das nichts, er ist bereit für den RFID Chip, wenn der kommt, wird er sich in der Schlange noch vordrängeln.
    Wir sind am Arsch 😉

  148. Auch jenseits des großen Teiches ist man nicht zimperlich: http://tinyurl.com/ll3lpub

  149. @ J.Gneveckow #107 / Rudolf Kipp #136

    Es gab vor einigen Jahren eine aufwendige Simulation nach dem „Was-wäre-wenn-Prinzip“, ob der Untergang der Titanic hätte verhindert werden können, wenn…
    Daran erinnert mich die aktuelle Diskussion in der Energie-Runde der Koalitionäre. Keiner traut sich oder zieht in Erwägung, das EEG radikal zu stoppen (so wie es ja auch Peter Heller und die meisten hier für richtig halten).
    In der Titanic-Analogie würde dies nämlich zum Ergebnis haben, was die Titanic mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gerettet hätte: Volle Kraft zurück und stur Kurs halten auf den Eisberg. Die Simulation hatte ergeben, dass in diesem Falle nur wenige Kammern im Bug beschädigt worden wären und es nicht den tödlichen Übergang hinter das Schott 5 gegeben hätte – die Titanic wäre schwimmfähig geblieben.
    Unsere Politiker wollen aber nur Kurskorrekturen, die nichts verbessern und nur weitere Löcher im Rumpf der Energiepolitik aufreißen. Um im Bild zu bleiben, das Sinken dieses Wendewahns ist unausweichlich.

    Da klingen Worte wie die von Töpfer in etwas so, als hätte jemand auf der Titanic gerufen:
    „Keine Panik, Leute, das Wasser läuft gleich wieder ab.“

  150. @Olaf #139
    Also irgendwie muss du mal gegen eine Wand gelaufen sein…soviel „Durcheinander“ wie bei Dir im Kopf zuhause ist.
    Fang erst mal an etwas Ordnung in dein Geist hineinzubringen und mach Dir erst mal darüber Gedanken, was das Wort „MARKT“ überhaupt bedeutet. Das Wort „MARKT“ gibt es schon solange, solange die Menschen Handels- und Tauschgeschäfte betreiben. Der MARKT ist das zentrale Element JEDER GESELLSCHAFT. Markt oder seit der Einführung von Geld/Währung auch Marktwirtschaft genannt ist das Kernstück für die Innovation und den Fortschritt einer Gesellschaft. Besorg Dir auch mal ein Buch über Ludwig Erhard. Und wenn Du nach langen Studium durch das Thema „MARKT und MARKTWIRTSCHAFT“ durch bist, dann wirst Du im Geiste hoffentlich so weit sein, dass DU erkennen kannst, dass MARKT = GESELLSCHAFT und GESELLSCHAFT = MARKT ist.
    Wo keine Gesellschaft, da kein Markt und wo kein Markt, da keine Gesellschaft. Der Markt ist der Ort, an dem sich Menschen zum Handeln, zum Tauschen, zum Wissensaustausch usw. treffen. Angebot und Nachfrage eben.
    Übrigens befindest DU DICH selbst auf diesen Blog auf einen Markt. Dieser Blog ist der Ort, an dem DU als „Nachfrager“ von anderen (ANBIETERN) etwas Wissen (in Erfahrung bringen) willst/wolltest. Du wolltest in Erfahrung bringen, WIE WIR Skeptiker ticken, um für die Zukunft, auf diese Skeptiker die passenden „Abwehrstrategie“ zu haben/entwickeln.
    Wenn DU also gegen den Markt bzw. die Marktwirtschaft zu Felde ziehst, dann ziehst DU auch IMMER gegen den Staat (Gesellschaft) zu Felde. ZUM SCHLUSS WIRST DU IMMER DEN KÜRZEREN ZIEHEN. Du sägst nämlich, mit deiner Denke, immer am eigenen Ast, auf dem DU und deine Glaubensbrüder, sitzen.

  151. @Tritium
    Den Ehren-Ossi haste doch schon längst…….denn niemand kann den Chemie-Erklärbär besser als Du.
    Ähm, auch Günter Hess ist in der noblen Riege der Ehren-Ossis aufgestiegen………gleichberechtigt mit Dir, denn beide konntet ihr Onkel Heinz, in unendlicher Geduld, noch etwa in seinen bekloppten Kopp an Wissen einhämmern.

    Ämm, auch die anderen Wessis, die sich hier wagen gegen den Klima-Mainstream anzuschreiben….haben meine vollste Hochachtung.
    Wenn ick nich gerade auf Olafs losgehe….bin ick ein sehr emphatischer Mensch, der sich die kindliche Freude an kleine Verarschungen bis heute bewahrt hat………wie sagte olle Mielke mal so passend……ich liebe euch doch alle.

    So, und nun is Schluss mit Schmusekurs……jezt wern wieder Warmaholics angeheizt.
    Onkel Heinz……..im Prinzip doch ein ganz Lieber

  152. @all (…..außer einem)

    Das wars, was mir fürs Erste am Wichtigsen erschien, insgesamt bin ich dankbar, mir hier die Argumentationswerkzeuge zurechtzulegen, um auf die Winkelzüge der schmierigen Fatzkes der AfD besser vorbereitet zu sein.

    ……quod erat demonstrandum.

    Schwarz-Weiß-Krieger Olaf will hier nix lesen oder seinen Horizont a bisserl erweitern….. oder gar was neues dazu lernen, ……. er wollte lediglich neue Munition sammeln (besser gesagt: neue Platzpatronen) für seinen Missionierungs-Vorderlader, den er in seinem gerechten Kampf gegen Klimaskeptiker, schmierige AfD-Fatzkes und anderes reaktionäres Gesocks mit sich herumschleppt…… der aber trotzdem immer wieder nach hinten losgehen wird.

  153. Eine Sache muß ich aber schon noch klarstellen. Olaf schreibt in #126:

    Noch interessanter ist dann, dass China hier als “Paradies auf Erden” gehandelt wird:

    In Deutschland dürfen die Pessimisten auf das Podium, die Warner und Mahner. In China dagegen die Optimisten, die Macher, die Visionäre. In China wird man nicht über 1,3 Erden fabulieren. Sondern über Gigawatt. In Deutschland wirbt Siemens mit Problemen. In China mit Lösungen.
    Schreibt Herr Heller auf http://www.science-skeptical.de/blog/okologistische-mythen-teil-2-einskommadrei-erden/002696/

    Für alle, die den Artikel nicht noch einmal lesen wollen: Es geht in der zitierten Passage nicht um China, sondern darum, wie der Siemens-Konzern den chinesischen Markt im Unterschied zum deutschen bewertet. Und mit welcher Strategie er entsprechend dort für sich wirbt.

    Mir ist kein Text auf Science Skeptical bekannt (und ich kenne sie natürlich alle), in dem China auch nur ansatzweise als „Paradies auf Erden“ bezeichnet würde.

    Die Leseschwäche unserer Kritiker fällt hier einmal mehr deutlich auf. Ich glaube mittlerweile nicht mehr, daß das Absicht ist, um Munition für Desinformation zu erhalten. Es scheint wirklich ein intellektuelles Defizit zu sein, Texte über komplexe Fragestellungen nicht erfassen zu können.

  154. Einen kleinen Nachtrag noch zu meinen Kommentar #150
    Es geht mir hier nochmal um das Wort „Wirtschaft bzw. wirtschaften“.
    Das Wort Wirtschaft bzw. wirtschaften ist natürlich tiefgreifender und beschränkt sich nicht nur auf das Geld. Wirtschaften sagt ja etwas über den Fleiß, die Arbeitsleistung, die Einteilung eines Menschen aus. Die Wirtschaft ist so zu sagen nichts anders als die Beurteilung über die Nachhaltigkeit einer Tätigkeit.
    In der Anfangszeit der Menschheit, wo es nur Sammler und Jäger gab, da war das richtige wirtschaften (Wirtschaft) überlebenswichtig für Menschen, die sich mit Vorräten über die dunkle Winterzeit bringen mussten. Hier hieß es fleißig im Sommer/Herbst schon Vorräte für den Winter anzulegen. Fleisch, Beeren, Pflanzen usw. Nur der, der fleißig gesammelt und Vorräte angelegt hat und diese über den Winter auch gut eingeteilt hatte, der konnte damit rechnen, den ersehnten und nahrhaften/warmen Frühling wieder zu Gesicht zu bekommen. Kältezeiten und Dürrezeiten waren und sind die Bedrohung des Menschen. Und in diesen Zeiten kommt nur der durch, der gelernt hat, gut zu wirtschaften.
    In der heutigen Zeit heißt die, wer auf dem Markt das Wirtschaften beherrscht, der hat die besten Voraussetzung, seinen Wohlstand/Vorrat zu mehren. Nachhaltiges wirtschaften heißt nichts anders als den vorhanden Wohlstand mindestens zu sichern und am besten zu mehren.
    Deutschland hat mit der politisch diktierten Energiewende sich von diesem wirtschaftlichen Wohlstandspfad für unser Volk verabschiedet. Und dies bedeutet nichts anders als der schrittweise Rückgang unseres erarbeitenden Volkswohlstand!

  155. #154 HofmannM,

    „Nachhaltiges wirtschaften heißt nichts anders als den vorhanden Wohlstand mindestens zu sichern und am besten zu mehren.“

    Yep! Und das bedeutet, dass Überschuss dem Mangel auf jeden Fall vorzuziehen ist. Und Wachstum heißt das Gute durch das Bessere zu ersetzen.

    Mfg

  156. #153. Peter Heller

    Die Leseschwäche unserer Kritiker fällt hier einmal mehr deutlich auf. Ich glaube mittlerweile nicht mehr, daß das Absicht ist, um Munition für Desinformation zu erhalten. Es scheint wirklich ein intellektuelles Defizit zu sein, Texte über komplexe Fragestellungen nicht erfassen zu können.

    Das zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Diskussionen, ob hier oder woanders, mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Da, wo es an Intellekt oder Wissen mangelt, werden diese vorhandenen Lücken durch Glauben ersetzt. Raus kommt dann solch ein Geschwurbel wie bei den „Olafs“ dieser Welt.

    karl.s

  157. @P. Heller

    #80

    Nicht Verschwörung, sondern Propaganda. Betrachtet man den “ökologíschen Fußabdruck” ausschließlich hinsichtlich der Ressourcen, findet keine Übernutzung statt. Hier die Analyse dazu.

    cool!
    diesen artikel (und den artikel von Thilo Spahl) hatte ich schon ewig lange gesucht, nur nie gefunden 😀

    thx

  158. #75 Olaf

    In der Zwischenzeit wünsche ich Ihnen, dass niemandes Kinder, der ein AKW in Wohnortnähe hat, an Leukämie erkranken, keinem ein Castor im Vorgarten entgleist

    da die castortransporte eh nur, dank greanpeace und co, mit schrittgeschwindigkeit unterwegs sind, wird dann nicht viel mehr passieren, als dass der ganze zug umkippt. und das wars dann such schon mit schaden (sofern ich da nicht gerade daneben steh und unbeeindruckt weiter demonstriere 😉 )

    sollte der castortransport doch mal schneller unterwegs sein,…
    mein gott…, jeder güterzug der bei höchstgeschwindigekeit endgleist macht mehr schaden!

    und übrigens, amerikanische statistiker haben „bewiesen“, dass auch katholische kirchen leukämie erzeugen.
    wollen sie nun auch noch die katholische kirche verbieten?

    Unstatistik des Monats: Die verlorenen Mädchen von Gorleben ist übrigens auch sehr erhellend 🙂

  159. Was Castoren betrifft, lass‘ sie ruhig mal umkippen, die können noch viel mehr wegstecken:

    Castor-Test 1: Aufschlagtest
    Castor-Test 2: Feuertest
    Castor-Test 3: Gasexplosion
    Castor-Test 4: Flugzeugabsturz
    Lokomotive gegen Castor: 160 km/h-Aufprall

    Castoren sind unzerstörbar, sicherer als Fort Knox. Natürlich könnten Kriegswaffen die Panzerung durchschlagen; eine TOW (schwere Panzerabwehr-Lenkrakete) brennt sich mit dem Plasmastrahl ihrer Hohlladung durch1 Meter massiven Stahl, aber das ist nur ein Loch, etwa daumendick, und die radioaktive Kontamination die dadurch nach aussen tritt wäre minimal und auf mehr als 50 Meter im Umkreis könnte die sich gar nicht verteilen. Das zu beseitigen könnte man getrost der Dorf-Feuerwehr von Hintertupfing überlasssen.


  160. Deutscher Industrie droht Super-GAU aus Brüssel

    Die große Koalition will Privilegien der Industrie bei der Energiewende streichen. Es eilt: Eröffnet die EU ein Verfahren wegen der Ökostrom-Rabatte, ist der industrielle Kern Deutschlands in Gefahr. Von Daniel Wetzel

  161. Den Lacher der Woche………bringt mal wieder das Fraunhofer-Institut ISE……………..

    Neue Studie zu Gestehungskosten

    Die Studie zeigt: Die Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren stark gefallen und haben den Anschluss an die Kosten der konventionellen Stromerzeugungstechnologien erreicht. Bis zum Jahr 2030 werden die Kosten für Strom aus PV- und Windanlagen in Deutschland sogar unter denjenigen von fossilen Kraftwerke liegen…………………

    Als Referenzwerte zieht die Studie die Stromgestehungskosten von neuen konventionellen Braun-, Steinkohle- und Erdgaskraftwerken heran. Abhängig von den angenommenen Volllaststunden, Brennstoff- und CO2-Zertifikatspreisen liegen die Stromgestehungskosten von Braunkohle aktuell bei bis zu 0,053 €/kWh, von Steinkohle bei bis zu 0,080 €/kWh und von Gas- und Dampfkraftwerken (GuD) bei bis zu 0,098 €/kWh. …………..

    Wer solche Institute hat, brauch sich um den Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft nicht mehr sorgen.
    CO2-Zertifikatspreise……also der Handel mit Luft…….verteuert künstlich die Brennstoffkosten und wird dann als Negativum den Fossilen angerechnet, wie bekloppt sind die eigentlich?
    Gestehungskosten von Zufallsstromerzeugern……………..dessen Abfallprodukt erst durch Speicher zum vollwertigen Produkt „Strom“ wird……..sind doch nur blanke Verarschung von Pseudowissenschaftler, die schnell mal zur Koalitionsverhandlung zeitgenau eine Studie auf den Krabbeltisch für Doofe geworfen haben, damit dann die Medien schön Druck ausüben können.

    Ich kann nich mehr, ist denn die ganze Nation irre geworden?
    Hmm, wenn der Wind doch so ne tolle Sache ist, warum fahren dann unsere Handelsflotten alle mit Schweröl?

    Egal……..wenn das ein Fraunhofer Institut sagt, muss es ja wohl stimmen.
    Würg und janz weit wech
    H.E.

  162. Hmm, wenn der Wind doch so ne tolle Sache ist, warum fahren dann unsere Handelsflotten alle mit Schweröl?

    …Warum brauchen wir dann noch das EEG!

  163. Hier kann man die ENtwicklung der EEG-Umlage und des Strompreises nachrechnen.

    Hier scheinen mir doch sehr viele Pseudoexperten in Sachen Energiewende unterwegs zu sein. Und mal ganz ehrlich: Wer den Klimawandel immer noch leugnet darf sich nicht Zukunftsforscher, sondern Dummschwätzer nennen.

  164. EEG-Rechner

  165. @ralfn
    Ja wo wandelt er denn, wo wandelt er denn hin ?

  166. Dabei war es doch der Mann, der heilige Michael, der den (stetigen, natürlichen) Klimawandel leugnete, als er die Mittelalterliche Warmzeit aus seinem Hockeystick verschwinden lies.

    Was hier „geleugnet“ wird, ist eine CO2 Klimasensitivität, die zu einer athropogen verursachtetn, katastrophalen Erwärmung führt -- wie vom IPCC sowie der Warming-Imdustrie samt EEG Profiteuren um der eigenen Bereicherung wegen behauptet wird -- aber das dürfte AgitPropTrollen und Klimasektenashrambewohnern zu hoch sein, die rechnen lieber aus, um welchen Betrag sie ver**scht werden.

    Wohl wieder „Trolling by Crocodile“: Aus dem Brack Auftauchen, Maul weit aufreißen und im Trüben wieder verschwinden.

  167. @ ralfn

    …EEG-Rechner…

    Oooch,weisst, wir hier können selber rechnen und brauchen keine vorprogrammierte Software,deren Parameter und Algorithmen vorgegeben sind.

    Ich hab’da ein schönes Beispiel dafür, wie so was geht:
    Dezentral ist ideal? Vom Glück der Autarkie.
    Da wird gezeigt, wie man die voraussichtlichen Kosten für ein Haus mit eigener Stromversorgung mit PV abschätzen kann.

    Und wenn man diese Rechnungen für ein ganzes Land durchdenkt, wird’s nicht viel billiger: 100% EE ist keinesfalls für weniger als 1 Euro/kWh zu haben, also mehr als 10 x teurer als konventionell erzeugter Strom (In den USA wird Strom für 11 US-Cent an Haushalte verkauft).
    Und das wird sich auch in den nächsten paar hundert Jahren nicht ändern, denn Gas und Kohle werden BILLIGER.

  168. #167 tritium

    @ ralfn

    …EEG-Rechner…

    Oooch,weisst, wir hier können selber rechnen und brauchen keine vorprogrammierte Software,deren Parameter und Algorithmen vorgegeben sind.


    ‚Agora Energiewende‘
    is schon ne geile truppe 😉
    nur direktoren, projektleiter und manager… (und ne sekretärin)

  169. @ michael m.
    Du musst aber zugeben, dass der Sachverstand der Truppe höchst beeindruckend ist:

    Diplom-Volkswirt
    Kunstgeschichte, Politikwissenschaft
    Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften
    Expertin
    Berater
    Soziologe und Diplom-Wirtschaftswissenschaftler
    Diplom-Geograf
    Diplom-Kommunikationswirtin
    Informatik und Psychologie (Univ. Habana, Cuba)

    Naja, gut, es fehlen noch ein bis zwei Theologen, aber ansonsten sind wirklich alle relevanten Sachgebiete bestens vertreten.
    Da ist doch unsere zukünftige Energieversorgung in besten Händen!

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