Uran und Mensch – Großartige Dokumentation zum Thema Kernkraft auf Arte

4. August 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Medien

Twisting the Dragons TailDie Geschichte beginnt im bömischen Sankt Joachimsthal, dem heutigen Jáchymov. Dort wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts reiche Silbervorkommen entdeckt, welche die Grafen Schlick zu einem der reichsten Adelsgeschlechter Böhmens machten. Aus dem Silber prägten sie eine Münze, den Joachimsthaler, nach dem der deutsche Taler und später der amerikanische Dollar benannt wurde. Aber darum geht es eigentlich nicht.

In der Dokumentation „Uran und Mensch – ein gespaltenes Verhältnis“ erzählt der australische Physiker und Dokumentarfilmer Derek Muller die spannende Geschichte eines Minerals, dass von den Bergleuten in Joachimsthal sehr wenig geschätzt wurde. Bedeutete nämlich ein Fund immer, dass man das Ende der Silberader erreicht hatte und auf wertloses dunkles Gestein gestoßen war. Folglich nannten die Bergleute das Mineral dann auch Pechblende (wobei strittig ist, ob die Bezeichnung von der pechartig schwarzen Farbe stammt, oder weil man, wenn man auf es stieß einfach Pech gehabt hatte).

Pechblende – Vom Abfall zum wichtigsten Stoff der Welt

Für die folgenden 400 Jahre war die Pechblende wertloser Abfall, der auf Abraumhalden vor den Minen gesammelt wurde, der ab dem 19. Jahrhundert lediglich Verwendung in Malerpigmenten oder zur Einfärbung von Urangläsern genutzt, wo es durch seine fluoreszierenden Eigenschaften auffiel.

Uranglas fluoresziert unter Schwarzlicht - Bildquelle:  Z. Vesoulis via Wikimedia Commons

Uranglas fluoresziert unter Schwarzlicht – Bildquelle: Z. Vesoulis via Wikimedia Commons

Letzteres führte dazu, dass sich der französische Physiker Henri Bequerel für das Uran zu interessieren begann. Wobei er fand, dass ein Klumpen Uranerz eine lichtdicht eingepackte Fotoplatte verfärben konnte. Die Radioaktivität war entdeckt.

Wie Uran alles veränderte

Diese Entdeckung sollte alles verändern. Und die Geschichte dahinter, wie Marie Curie das Radium fand, Otto Hahn und Lise Meitner die Kernspaltung, wie das Manhattan Projekt zur Entwicklung der ersten Atombomben führte, die Geschichte der Kernkraft, die Unfälle in Tschernobyl und Fukushima, all das wird in dieser brilliant gemachten Dokumentation erzählt.

Und das Beste daran ist: Die Geschichte kommt beinahe völlig ohne die sonst übliche Angstmache aus, die solche Dokumentationen üblicherweise begleitet. Da wird eine Strahlenmedizinerin auf ihren Ausflügen ins verstrahlte Pripyat begleitet oder eine Familie die ihr Haus in der Sperrzone von Fukushima besucht. Dabei wird die Gefahr, die von radioaktiver Strahlung ausgeht, keinesfalls verharmlost. Nur wird dabei eben auch erwähnt, dass es dabei vor allem auf die Dosis ankommt. Und dass die Kernkraft eines von vielen Risiken ist.

Der Zuschauer erfährt etwa, dass bislang durch den Unfall in Tschernobyl weniger Menschen umgekommen sind, als in Großbritannien in jedem Jahr durch Stürze aus dem Bett sterben. Und das in Fukushima kein einziger Mensch durch die Strahlung starb, nicht wenige aber durch übertrieben panische Evakuierungsmaßnahmen.

Kernkraft ohne Panik

Die Macher von „Twisting the Dragon’s Tail“, wie die Dokumentation im englischen Original heißt, sind dabei weit davon entfernt, kritiklos das hohe Lied auf die Segnungen der Kernkraft zu singen. Die Gefahren der Strahlung, Unfälle, die Bombe oder radioaktive Abfälle, all das ist Thema. Allerdings wird bei der Gefahr durch Strahlung eben auch erwähnt, dass die Dosis das Entscheidende ist. Und zu der Information über die Langlebigkeit radioaktiver Abfälle gehört auch, dass diese für Kraftwerke der 4. Generation eben keine Abfälle mehr sind, sondern wertvoller Rohstoff. Genauso wie die Pechblende von störendem Abfall zu einem der wichtigsten Mineralien der Menschheit geworden ist.

Würden in Deutschland mehr Filme wie dieser gezeigt, hätten Panikmacher wie die Grünen nicht so leichtes Spiel dabei, Angst vor dem „bösen Atom“ zu machen. Dann könnte man neben den Risiken auch über die Chancen und Möglichkeiten diskutieren, welche sich aus der Nutzung der Kernkraft ergeben.

Ich kann daher allen Lesern wärmstens empfehlen, diese Dokumentation anzusehen und diese Empfehlung weiterzugeben. Unterhaltsamer kann sachlich fundierte Aufklärung kaum sein. Und gerade beim Thema Kernenergie tut Aufklärung Not. Vor allem in Deutschland.

Hier der Link, unter dem „Uran und Mensch – ein gespaltenes Verhältnis“ noch bis zum 14.08. angesehen werden kann. Unter diesem Link wohl auch darüber hinaus. Dr. Derek Muller betreibt außerdem den Youtube-Kanal „Veritasium“, wo er physikalische Phänomene für Nicht-Physiker anschaulich erklärt.

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13 Kommentare
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  1. Einige kurze Teile sah ich nebenbei und war positiv überrascht. Da wurde sogar über moderne schnelle Reaktoren berichtet und die mögliche Lösung der Endlagerfrage. Da dies alles im Bereich von Vernunft und Information ablief, werden die „Massenmedien“ das Thema nicht aufgreifen, Angst und Schrecken verbreiten -- und noch ein paar „Leeren“ für die zukünftige Gesellschaft , sind für Medien und Politik das „bessere“ Geschäftsmodell.

  2. Naja, ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Veritassium, hauptsächlich wegen diesen Aussagen zum Klimawandel: https://www.youtube.com/watch?v=OWXoRSIxyIU und diesen: https://www.youtube.com/watch?v=eNx9tvCrvv8.

  3. @ Karl Reichart
    Ich hatte auch zufällig reingeschaltet und war sehr positiv überrascht. Ich habe mir dann die gesamte Sendung noch einmal über die Mediathek angesehen und bin nach wie vor begeistert.

    Es ist natürlich bezeichnend, dass man für die Sendung Freitags spät abends Arte schauen muss, aber es ist schon mal ein Anfang. Mir geht es hier ja auch darum, dieser großartigen Sendung etwas mehr Verbreitung zu verschaffen. Den Film sollten aus meiner Sicht möglichst viele zu sehen bekommen. Besser kann man Wissen kaum vermitteln.

    @ Dirk Rammenstein
    Mir geht es ähnlich mit Rainer Klute von Nuklearia. Beim Thema Klimawandel sind wir unterschiedlicher Meinung. Aber was er zur Kernkraft zu sagen hat ist immer lesenswert, fundiert und informativ. Genauso würde ich es hier auch sehen.

  4. @ Rudolf Kipp, das war gestern Vormittag, also eine Wiederholung. Ich mußte mich nur um Flüchtlingsprobleme kümmern und hing an Telefon und mail. Die „Kern“ -Probleme der Menscheit, einschließlich der Lösung mit Vernunft und Naturwissenschaft wollen von Medien und Politik nicht angegangen werden. Nach der Gehirnwäsche wird gewählt. Nur die dümmsten Kälber wählen…. . Ei oder Henne?

  5. Die „Kern“ -Probleme der Menscheit, einschließlich der Lösung mit Vernunft und Naturwissenschaft wollen von Medien und Politik nicht angegangen werden. Nach der Gehirnwäsche wird gewählt. Nur die dümmsten Kälber wählen…. . Ei oder Henne?

    Dann gäbe es keine Probleme mehr, welche die Politik „lösen“ könnte und welche wir ohne diese eigentlich nicht hätten. Konsekutiv würde diese Politik dann nicht mehr „gewählt“.

    Es geht darum, die Vernunft in machtpolitisch „vernünftigen“ Grenzen zu halten. Mit einer wachsenden Zahl mündiger, sich aus eigener Kraft versorgender Bürger sinkt die Bereitschaft, sich von einer Nomenklatura bis in private Belange beherrschen zu lassen. Somit muss eine möglichst große Zahl Abhängiger geschaffen werden, die von den großzügigen Scheinzuwendungen der Nomenklatura abhängig ist.

    Umverteilung ist für den Sozialstaat und dessen politischen Parteien nicht nur Hauptwahlkampfinhalt geworden, sondern auch dominier­ender Staatszweck- und Hauptstaatstätigkeit. „Umverteilung“ ist das „Machtgeheimnis“ des politischen Systems. Weder Regierung, noch Opposition stellen „Umverteilung“ in Frage, Jeder will sich die Möglichkeit offenhalten, im Falle eines „Machtwechsels“ Wahlgeschenke an sich selbst und die Anhänger zu verteilen. Bei einem Machtwechsel werden bestenfalls die vorher Bereicherten wieder entreichert und die vorher Entreicherten wieder bereichert. Die Richtung der Umverteilung ändert sich gegebenenfalls, nicht das Umverteilungssystem, egal welche politische Konstellation.

    Um diese System zu erhalten, gilt es möglichst viele Menschen für Umverteilung „empfänglich“ zu machen. Dieses bedeutet zu verhindern, dass eine Mehrheit ihre Ansprüche aus eigener Kraft befriedigen kann ohne, dass die Minderheit der Nettosteuerzahler zu gering wird, um den Umverteilungs-Topf zu bedienen, oder so groß wird, dass sie gegebenenfalls aufmuckt. Wenn nötig muss man die aufstrebenden „Schwellenschichten“ mit noch so sinnlosen politische Projekten und deren Folgekosten belasten, nur um sie in Abhängigkeit vom System und seiner Nomenklatura zu halten. Diese Projekte kann man „Energiewende“, „Flüchtlinge“, oder „Eurorettung“ nennen, sie sind eines, wie das andere, rational betrachtet sinnlos, aber dennoch „systemrelevant“. Es gilt das Verhältnis von „Arbeiterinnen“ (Nettosteuerzahlern) und „Drohnen“ im deutschen Bienenstock zu erhalten, denn dieses „ernährt die Königin“ (momentan sogar wortwörtlich):

    Nach amtlicher deutscher Statistik gelten von 82 Millionen Einwohnern nur 34,3 Millionen (42%) als „von Erwerbstätigkeit lebend“. Eine Minderheit von 42% Erwerbstätigen muss also bereits nach erster, amtlicher Statistik eine Mehrheit von 58% mit ernähren, darunter allerdings auch ihre eigenen Angehörigen.

    Es gibt hier aber gerade einmal ~15-17 Millionen Arbeitnehmer und Unternehmer, welche ihr Geld überwiegend am Markt verdienen. Das sind die eigentlichen Nettosteuerzahler, also diejenigen, die mehr Steuern und Abgaben zahlen, als sie aus der staatlichen Umverteilung profitieren.
    Schon jetzt sind somit Mehrheiten gegen die Umverteilung systemimmanent unmöglich. Gewählt wird mehrheitlich derjenige, der Leistungen verspricht, welche die Minderheit der 15-17 Millionen erwirtschaftet.

    Ein Beamter oder Staatsangestellter, ein Freiberufler oder ein Lieferant für den Staatsbedarf ist naturgemäß auch Steuerzahler, aber er zahlt seine Steuern aus der Umverteilung des Erwirtschafteten der zuvor definierten „Nettosteuerzahler“. Die Gruppe dieser „berufstätigen Transferempfänger“ macht etwa 12 Millionen aus. Die stille Interessenlage dieser 12 Millionen dürfte klar sein -- mehr Umverteilung, z.B. Erhöhung der Bezüge, Pensionen, Staatsausgaben.

    Auf jeden Nettosteuerzahler kommt dann noch im Schnitt mindestens eine Person als nichterwerbstätiges Familienmitglied (Kind und/oder Hausfrau). Zusätzlich, wie oben gezeigt, kommt auf jeden Nettosteuerzahler knapp ein berufstätiger Transferempfänger.
    Hinzu kommen nichterwerbstätige Angehörige von berufstätigen Transferempfängern, Rentner und alle Sorten Erwerbsloser: aus deren Bevölkerungsanteil somit 3 Personen, die nicht zu seiner Familie gehören + 1 Person aus seiner Familie.

    Einem Nettosteuerzahler stehen also 4 Personen gegenüber, die von ihm leben, davon 3, die er nicht kennt.
    Diese Verhältnis scheint für das System des Umverteilungsstaates und damit den Machterhalt seiner Nomenklatura optimal zu sein, die Verhältnisse sind in vielen semisozialistischen EU-Wohlfahrtsstaaten ähnlich, oder eine Angleichung in diese Richtung wird betrieben (EZB -- Politik, diverse „Rettungsschirme“). Jede „Störung“ hingegen ist inopportun.

    Jüngstes Beispiel ist Griechenland: Dort gibt es knapp 1,2 Millionen Nettosteuerzahler bei 11,3 Millionen Einwohnern. Nach Adam Riese muss der Nettosteuerzahler 8,4 Leute ernähren, er selbst nicht mitgerechnet. Der fleißige Grieche also die doppelte Leistung bringen, wie ein deutscher Nettosteuerzahler. Das funktionierte nicht. Das Verhältnis war gekippt. Die weitere Geschichte ist uns bekannt.

    Diffiziler ist das mit den Musterknaben: Der fleißige Deutsche erwirtschaftete in den vergangenen Jahren Überschüsse, „sprudelnde“ Steuereinnahmen und höhere Gehälter. Schon wurde auch nur der kleine Mucks in Richtung Abschaffung der kalten Progression laut, für diese aber darf(!) nicht einmal Geld da sein -- ein ausgetüfteltes System der Mehrbesteuerung von Mehreinkommen -- alternativlos systemrelevant . Zu viele könnten als Leistungsempfänger wegfallen, das System destabilisieren. Eine Steuer-, Abgaben- und Gebührenquote von 40 bis 50 % ist eigentlich die obere Grenze für eine funktionierende, freie Gesellschaft (so sieht es sogar das Grundgesetz). Ein Nettosteuerzahler dürfte eigentlich nicht mehr als 2 familienfremde Steuer- und Abgabenempfänger ernähren müssen. Die eigentlichen Kernaufgaben eines Staates könnten erfüllt werden, ohne die nettosteuerzahlenden Familien in ihrer Reproduktion zu gefährden. Zu letzterem weiter unten. Eine höhere Besteuerung hat sich aber offenkundig für eine Umverteilungsgesellschaft als „optimal“ herausgemendelt -- nicht zuletzt auf den Erfahrungen der Schweden in den 70gern -- und erhält gleichzeitig das gewünschte Verhältnis an Zahlendem und Empfangenden Stimmvieh.

    „Höhere Gehälter“ dürfen ebenfalls nur bedingt sein (indem sie weitgehend in das Umverteilungssystem fließen). Diese erreicht man entweder über höhere Steuerquoten (zu auffällig) oder über die Verteuerung essentieller Produkte (z.B. Energie). Brot besser nicht…das könnte zu Nebenwirkungen führen. Dass die Inflationsbemühungen der EZB etwas schleppend verlaufen, liegt z.Zt. allein am Ölpreis. Wehe, der steigt.

    Hinzu kommt die Alterspyramide: Hier droht ebenfalls mittelfristig (nach einem anstehenden, kurzen Strohfeuer) ein Gutteil der „Empfänger“ von Transfers wegzufallen. Ein Bevölkerungsersatz durch zusätzliche Familienmitglieder der Nettosteuerzahler wäre machtpolitisch kontraproduktiv: Ob sich die Mehrheit der Leistungsträgerkinder als Anhänger der Umverteilung herausstellen würde?
    Da eignet sich die gerade praktizierte Form der Zuwanderung deutlich besser, dürften doch die meisten der Neubürger am Ende eher auf der Empfängerseite zu finden sein und schon sind „gesunde“ Verhältnisse wieder hergestellt. Das, was wir gerade sehen, ist nicht einfach nur Inkompetenz.

    Das „Warum“ bezüglich der gegenwärtigen Situation ist eigentlich ganz einfach zu beantworten: Es ist genau so gewollt. Sowohl von den Spitzen der Politik, als auch von den kopfnickenden Paladinen, die zu gar nichts anderes zu gebrauchen wären, als für das Umverteilen -- und die genau wissen, dass sie in einem anderen System, indem es keine Gender-Professuren, Gleichstellungsbeauftragte, Profiteure des EEG-Gesetzes, Armutsverwalter, etc. gibt, auf der untersten Empfängerebene vegetieren würden.

  6. …da wäre was, wahrscheinlich im Spamfilter. Falls ihr mögt, freischalten

    (Ich habs mal freigelassen, das scheue Reh…..H.E.)

  7. @FK9 Pilot

    Exzellente Beschreibung, als Kontrapunkt.
    Aber man sollte nicht vergessen, dass eine effiziente Verwaltung und ein effizientes Gesundheitswesen eine wichtige Unterstützungsfunktion für Diejenigen ist die die Nettoverdiener sind. Darüber hinaus gibt es wichtige Funktionen in der Ausbildung die Menschen zu Nettosteuerzahlern ausbildet. Dazu gehören an den Hochschulen die klassischen Naturwissenschaften und die Ingenieurdisziplinen, Klimafolgenforschung und Genderforschung aber nicht.
    Unsere Industrie ist eben Gottseidank so effizient geworden, dass wir uns auch die letzteren Beiden und ähnliche andere Unproduktive Fächer leisten können. Auch die NGOs die von Armut ind Katastrophen Leben werden locker mit durcgefüttert. Was wir jetzt in Europa sehen ist doch, dass Lasten von den ineffizienten schwächeren Ländern ebenfalls auf die effizienteren stärkeren umverteilt werden. Ich finde das durchfüttern und das unterstützen der ärmeren Länder sogar ok, wenn man mir nicht versuchte einzureden ich bin auch noch selbst Schuld daran. Weil ich in Deutschland in einer effizienten Industrie gute Arbeit leiste, mit den von mir erarbeiteten Steuern, Abgaben und Beiträgen andere Menschen und andere Länder unterstützt werden bin ich Schuld an der Misere in Griechenland, Europa Afrika sowieso und am Klimawandel, sowie am Aussterben der Eisbären.
    Das Is ja so ungefähr der Tenor unserer öffentlich rechtlichen Medien die völlig unnütz die Gebühren verballern und letztendlich ein korruptes System darstellen wie jetzt festgestellt wurde.

  8. Rudolf,
    Sorry war Off topic.

  9. Zur Ergänzung und Erinnerung: Die Mäuse von Tschernobyl.

  10. Aber man sollte nicht vergessen, dass eine effiziente Verwaltung und ein effizientes Gesundheitswesen eine wichtige Unterstützungsfunktion für Diejenigen ist die die Nettoverdiener sind. Darüber hinaus gibt es wichtige Funktionen in der Ausbildung die Menschen zu Nettosteuerzahlern ausbildet

    Absolut d’accord. Aber wie richtig erkannt:

    Klimafolgenforschung und Genderforschung aber nicht.

    kommt es auf das Verhältnis an, und darauf ob die „rückwertigen Einheiten“ (mal eine militärische Parallele), die „fechtende Truppe“ tatsächlich unterstützen, oder behindern (auch durch Konkurrenz um finanzielle Ressourcen) und ob das Verhältnis nur der Stabilisierung eines Machtgefüges (wie dargestellt) dient, oder tatsächlich „dem Menschen“.

    Eingangs wurde nach der „Rationalität“ gegenwärtigen Politik gefragt. Sie in Gänze rational mit Blick auf das Machtgefüge und dem Rotweingürtel der Profiteure und Paladine, ähnlich wie die entsprechende Politik Stalins rational in diesem Sinne war.
    Sie ist aber gänzlich irrational im wissenschaftlichen Sinne und aus dem Blickwinkel derer, denen es um die bestmögliche Wohlstands-und Lebensqualitätsmehrung einer Mehrheit geht.
    In unserer wissenschaftlichen, wie gesellschaftlichen Diskussion hier stoßen wir doch bei nahezu jedem Thema auf den Rationalitätwiderspruch. Es bleibt uns eigentlich nur, zu erkennen, dass es der Gegenseite am Ende um ganz andere Ziele geht, welche in unserer Denkschiene irrational sind.

    So geht es z.B. bei der Energiewende nicht darum, eine saubere, sichere und (für Jedermann) bezahlbare Versorgung, unabhängig von Importen und Endlagern aufzubauen, sondern um den Aufbau eines Systems zur Umverteilung von Kapital und darum, ein Machtinstrument zu erhalten, welches noch lange viele „Experten“ aus Nomenklaturien samt eines politindustriellen Komplexes beschäftigt: Eine Problemzone, die es ohne die Politik nicht gäbe, aber für welche die Politik sämtliche Schlüssel in der Hand hält Die Profiteure auf allen Ebenen werden dankbar die fütternden Hände küssen -- aber sicher nicht beißen..

  11. Heute in der FAZ gelesen: Man suche in der Endlagerfrage koperative Lösungen.

    Das halte ich durch und durch für gelogen. Man sucht m.E. keine Promlemlösungen, sondern will mittels selbstfabrizierter Probleme den Kostendruck beliebig nach oben treiben, um dies als Argument zu verwenden, die eigene Ideologie durchzusetzen.

    Mir ist dabei nur nicht klar, ob hier ein bewusstes und geplante Strategie Pate steht, oder ob hier mehr oder weniger unbewusst die Mechanismen zu selbstläufern werden.

    Darum ist zur Zeit die Atomenergie -- außer in kleinen interessierten Zirkeln -- in D nicht diskussionsfaähig. Unermüdliche Aufklärung wird von der Masse der volksverdummenden Meldungen erdrückt. Ich zweifele darum, ob es auch Kleinparteien wie FDP oder AfD in die Programmatik aufnehmen können, ohne damit negative Wirkung der Massenzustimmung zu bekommen.

  12. Ganz allmählich wagen sich ein paar Journalisten vor die sich gerne mit Meinungen abseits des Mainstream profilieren möchten. Und wenn man dieses tut so muss man sich zunächst informieren. Besonders überraschend war für mich ein ganzseitiger Artikel in einer Ausgabe der „Zeit“ in diesem Jahr. Der Verfasser stellte im Fazit fest dass die Nutzung der Kernkraft vermutlich die einzige wirksame Waffe gegen CO 2 Pollution sei, und fand auch sonst noch so einiges Gute darüber zu berichten. Es war zwar nicht gerade ein mitreißendes Pro Nuke Statement, aber für das mittelgrün intellektuelle Leservolk sicher ein gewagtes Statement, zumal in dieser Zeitung das Geheule bz. Energiewende und Atomausstieg seit vielen Jahren einen prominenten Platz eingeräumt bekommt. Ein Shitstorm blieb interessanterweise aus. Das mag damit zusammenhängen dass die Leserschaft der Zeit, wenigstens in einer wahrnehmbaren Minderheit, nicht mehr zur direkt indoktrinierten Generation Birkenstock zählt.
    Übrigens ,was die meisten vergessen haben, wurde der Kampf gegen die Kernenergie ausschließlich deshalb begonnen weil extremsozialistische Gruppen dem „Schweinesystem“ der BRD schaden wollten. Obwohl ich deren Meinung keinesfalls teile und die resultierenden Folgen für absurd und katastrophal halte muss ich leider einräumen dass es selten eine derart erfolgreiche propagandistische Kampagne gegeben hat. Die Antiatomkraftbewegung hat die Ziele der Extremsozialisten, ohne diese zu wollen und zu begreifen, zu den ihren gemacht und den Deutschen jahrzehntelange Horrormärchen erzählt. Absurderweise war die friedliche Nutzung der grässliche Dämon, nach der militärischen Nutzung krähte damals und auch heute nicht einmal ein kleines Hähnchen.

  13. Den angesprochenen Film möchte ich nochmal empfehlen, auch wenn er an manchen Stellen zum Widerspruch juckt. Der Besuch vieler Originalschauplätze, das Gespräch mit Zeitzeugen, historische Szenen, wenig Belehrung, nüchterne Tatsachen und immer ein Meßgerät in der Hosentasche -- das ist faszinierend.

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