Fracking in den USA – ‚Gasland‘ und die Fakten

9. März 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl

Gasland - No Facct ZoneUm es gleich vorweg zu sagen: ‚Gasland‘ ist ein betrügerisches Machwerk zum Zweck der Gräuelpropaganda gegen das Fracking.

Das ist an sich schon längst bekannt, aber dennoch halten sich die erlogenen Behauptungen hartnäckig. In der Tat so hartnäckig, dass der Verdacht naheliegt, dass hier von interessierter Seite massiv nachgeholfen wird.

Die bekannteste und gruseligste Szene ist das Wasser, das aus der Leitung fliesst und so viel Methan enthält, dass man es anzünden kann.

Doch was hat es damit auf sich? Einige Fakten:

  • Methan im Wasser ist normal! Methan ist ein typisches Endprodukt des anaeroben Stoffwechsels und in tieferen Erdschichten, dort, wo auch das Grundwasser ist, gibt es keinen Sauerstoff und anaerobe Bakterien haben beste Lebensbedingungen. Auch In Deutschland gibt es Wasserwerke, die ihr Trinkwasser entgasen müssen, damit es nicht brennt. (Methan in der Trinkwasseraufbereitung)
    Hausbrunnen in der US-Provinz haben aber keinen Entgaser…
  • Es hat sich längst herausgestellt, dass das Phänomen der brennenden Wasserhähne schon auftrat, bevor in der Gegend gefrackt wurde. Bereits 1976 veröffentlichte die Wasserbehörde von Colorado eine Meldung, die von ‚Troublesome amounts of … methane“, sprach, lange, bevor zum ersten mal gefrackt wurde.
  • Die Behörden konnten mit Isotopen- und Spurengasanalysen nachweisen, dass das Methan aus dem Wasserhahn nicht mit dem Methan aus den Frack-Bohrungen übereinstimmt, sondern vielmehr aus oberflächennahen Kohleflözen stammt, die der Brunnenschacht durchbohrt. Kohle aber ist immer mit ‚Grubengas‘ (Methan) vergesellschaftet. Im Bergbau ist das Methan deshalb gefürchtet, denn es verursacht, wenn man nicht aufpasst, die gefährlichen ‚Schlagwetter‘-Explosionen.
    Die ‚State of Colorado Oil and Gas Conservation Comission‘ COGCC hat dazu diesen vernichtenden Kommentar zu ‚Gasland‘ veröffentlicht  *
  • …und es gibt ein sehr plausibles Motiv, warum die Bewohner behaupten, das Gas stünde im Zusammenhang mit dem Fracking. Die USA sind das Land der Schadensersatzklagen, wo ein Becher heisser Kaffee, über das Bein geschüttet, einen Kunden zum Millionär machen kann, weil auf dem Becher keine Warnung stand, dass Kaffee möglicherweise heiß sein könnte. Diese Leute haben schlicht und einfach versucht, die Bohrgesellschaft mit einer Lüge zu erpressen!
Schon Jahrzehnte vor dem ersten Frack bekannt: Brennende Wasserhähne. Wieso haben Grüne etwas dagegen, wenn man mit dem Wasser auch heizen kann?

Schon Jahrzehnte vor dem ersten Frack bekannt: Brennende Wasserhähne. Wieso haben Grüne etwas dagegen, wenn man mit dem Wasser auch heizen kann?

Eine der besten Quellen zu Lüge und Wahrheit ist der Report‘Debunking GasLand‚ der IPAA (Independent Petroleum Association of America). Gewiss ist das ein Industrieverband, aber Wahrheit bleibt Wahrheit, egal, wer sie sagt. Dass es die Wahrheit ist, sieht man an nihts deutlicher als an den Angriffen gegen den Report, denn die beschränken sich ausschliesslich auf Vorwürfe des ‚Lobbying‘ also auf die ad hominem-Attacke; in heutiger Zeit ist das ein echtes Qualitätsmerkmal, ein klares Eingeständnis,dass der Report in der Sache richtig ist.

In Gasland behauptet der Macher Josh Fox:

(6:05) „Ich wusste nicht, dass das Energiegesetz von 2005, vob Dick Cheney durch den Kongress gepusht, die Öl- und Gasindustrie von den Gesetzen Clean Water Act, tClean Air Act, Safe Drinking Water Act, dem Superfund law und noch ungefähr einem Dutzend anderer demokratischer Umweltschutzgesetze befreit.“

Tatsächlich ist die Öl- und Gasindustrie von keinem dieser Gesetze befreit. Das Gesetz wurde auch nicht vom Republikaner Cheney ‚gepusht‘, sondern sogar von 75 oppositionellen Demokraten unterstützt.

(32:34) “Die energy task force und 100 Millionen $ Lobby-Gelder waren entscheidend für die Einführung des ‚Halliburton-Schlupflochs‘ im Energiegesetz, das Öl- und Gasgesellschaften erlaubt gefährliche Substanzen unkontrolliert direkt in oder unmittelbar neben Trinkwasserquellen zu pressen.“

Selbstverständlich ist das ein glatte Lüge. Zwischen der Einpresstelle und dem Trinkwasser liegen tausende Meter solider Fels.

(1:00:56) „Weil Fracking-Chemikalien ‚Betriebsgeheimnisse‘ sind, wissen wir nur dank Untersuchungen eines Umweltschützers, was denn da drin ist“

Natürlich sind den Behörden und öffentlichen Stellen alle Chemikalien und Rezepturen genau bekannt und können auf vielen öffentlichen Webseiten von jedermann eingesehen werden:

Fracking Fluid

Solche Datenblätter gibt es für JEDE Frack-Bohrung, sie können bei http://www.fracfocusdata.org/fracfocusfind/ abgefragt werden.

Die bisher in Deutschland verwendeten Fracking-Fluide sind übrigens nicht einmal als ‚Gefahrgut‘ oder ‚Umweltgefährdend‘ eingestuft. Würde ein Tanklastzug mit dem Zeug an Bord einen Unfall haben, würde die Feuerwehr das Zeug einfach in den Straßengraben spülen, so harmlos ist das: Frack-Technologie bei RWE.

Ja, und so geht das weiter, Lüge auf Lüge,

  • Von Gasbohrungen, die angeblich geschützten Antilopen den Zugweg versperren (Es gab und gibt die Art dort gar nicht),
  • Von Trinkwasser-Untersuchungen der EPA, die angeblich durch (gekaufte) Politiker verhindert wurde (Die EPA hat das Wasser untersucht und fand keinerlei Hinweise auf eine Verunreinigung durch Fracking),
  • Einem Fischsterben, das angeblich durch Fracking-Abwässer verursacht wurde (Ursache war einen Algenblüte, die durch Abwässer einer KOHLENGRUBE ausgelöst wurde)

…und so weiter, und so weiter. Praktisch JEDE Behauptung in diesem Film ist erlogen und zuverlässig widerlegt.

So beschreibt 'Gasland' die Gefahr, dass durch das Fracking Gefahrstoffe im Fluid ins Grundwasser gelangen könnten.

So beschreibt ‚Gasland‘ die Gefahr, dass durch das Fracking Gefahrstoffe im Fluid ins Grundwasser gelangen könnten.

...und so verhalten sich Rißtiefe und Abstand zum Grundwasser tatsächlich, gemessen in Barnett Feld, dem ältesten Fracking-Gebiet: Über tausend Meter solider Fels trennen selbst die tiefsten Brunnen von den Fracking-Spalten. ( http://fracfocus.org/hydraulic-fracturing-how-it-works/hydraulic-fracturing-process ) FracFocus ( http://fracfocus.org/ ) ist übrigens für Englischkundige sehr lesenswert.

…und so verhalten sich Rißtiefe und Abstand zum Grundwasser tatsächlich, gemessen in Barnett Feld, dem ältesten Fracking-Gebiet: Über tausend Meter solider Fels trennen selbst die tiefsten Brunnen von den Fracking-Spalten. ( http://fracfocus.org/hydraulic-fracturing-how-it-works/hydraulic-fracturing-process ) FracFocus ( http://fracfocus.org/ ) ist übrigens für Englischkundige sehr lesenswert.

Fracking und die EPA

Entgegen dem gründeutschen Hochmut, der ‚Vorreiter‘ in Umweltschutzbelangen zu sein, sind wir nur Nachzügler und Plagiatoren.

Die US Environmental Protection Agency (EPA) ist die Mutter der Umweltschutzbehörden. Schon in den 1950er Jahren gab es erste Besorgnisse wegen zunehmender Umweltschäden und 1970 (16 Jahre vor dem deutschen Umweltministerium und 10 Jahre vor Gründung der Partei ‚Die Grünen‘) wurde die EPA als Bundesbehörde gegründet und seit 1982 hat sie ein eigenes Ermittlungsbüro, das Office of Criminal Enforcement, Forensics and Training (OCEFT). Seit 1988 haben deren Beamte volle Polizeibefugnisse; davon wagt unser Umweltminister nicht einmal zu träumen.

Insgesamt beschäftigt die EPA 17.000 Mitarbeiter (Das deutsche Bundesumweltministerium nur 814) und hat aktuell ein Budget von 8,7 Milliarden US$ jährlich. Meilensteine, wie die Katalysatorpflicht für KFZ (1975, in Deutschland erst 1984) oder das erste umfassende Umweltschutzgesetz der Welt, der National Environmental Policy Act (1969, in Deutschland erst 1983) kamen aus den USA.

Das Hauptquartier der EPA in Washington DC.Es ist bemerkenswert, wie diese mächtige Behörde in Deutschland heruntergespielt wird: Im englischen Wiki hat die Druckversion einen Umfang von16 Seiten, in der deutschen nur 4, wobei der erste Untertitel 'Kritik' lautet. Die umfangreichen Verdienste werden dagegen mit keinem Wort erwähnt.

Das Hauptquartier der EPA in Washington DC.
Es ist bemerkenswert, wie diese mächtige Behörde in Deutschland heruntergespielt wird: Im englischen Wiki hat die Druckversion einen Umfang von16 Seiten, in der deutschen nur 4, wobei der erste Untertitel ‚Kritik‘ lautet. Die umfangreichen Verdienste werden dagegen mit keinem Wort erwähnt.

Wie kann man glauben, dass so eine mächtige Behörde tatenlos zusehen würde, wie Fracking angeblich das Grundwasser verseuchen würde?

Weil die EPA etwa Angst vor den ‚Konzernen‘ hätte? Die EPA hat Big Tobacco nicht nur mit Mut, sondern sogar mit Haß angegriffen und praktisch ruiniert. Sie hatte keine Angst vor General Motors und vor Exxon.

Und sie hat einen sehr klaren Standpunkt zum Fracking:

Erdgas ist eine Schlüsselkomponente für unsere nationale ‚Saubere Energie‘-Zukunft. Die USA haben enorme Erdgasreserven die durch Fortschritte beim Horizontalbohren und hydraulischen Fracken marktwirtschaftlich aus Shalegas-Vorkommen gefördert werden können. Der verantwortliche Ausbau der amerikanischen Shalegas-Ressourcen ist von großer Nützlichkeit auf den Gebieten der Wirtschaft, der Versorgungssicherheit und des Umweltschutzes.

Das ist die richtige Einstellung! Wer sagt denn, dass ‚Konzerne‘ und Umweltschutz unverträglich sein müssen, wie es in Deutschland schon fester Bestandteil des Öko-Katechismus ist?

Derzeit arbeitet die EPA an einer groß angelegten Studie über den Einfluss des Frackens auf das Trinkwasser. Selbstverständlich gibt es dazu auch umfassende Vorschriften, die im ‚Underground Injection Control Program‘ (Kontrollprogramm für die unterirdische Injektion/Verpressung) niedergelegt sind. Es kann überhaupt keine rede davon sein,dass da unkontrolliert gefrackt wird, womöglich gar mit irgendwelchen ‚geheimen‘ Zusätzen, wie mancher hier in Deutschland behauptet! Die EPA-Agenten (Mit Polizeibefugnissen ausgestattet!) sind über alles informiert und vor Ort.

Die grösste Besorgnis der EPA ist offensichtlich der Zusatz von Dieseltreibstoff zu den Frack-Fluiden. Aber wer eine Gasquelle anbohrt,hat sowieso eine Menge höhermolekulare Kohlenwasserstoffe als Zugabe,die vom Gasstrom mit nach oben gerissen werden, ein paar Liter Diesel spielen da kaum eine Rolle. Wenn sich die EPA also ausgerechnet darum besonders kümmert, hat sie offensichtlich keine grösseren Sorgen und das ist sehr beruhigend.

Fazit:

Die EPA Ist zuversichtlich, dass Fracking keine Gefahren heraufbeschwört, die über das übliche Maß bei solchen technischen Prozessen hinaus gehen. Bisher gibt es keinerlei Erkenntnisse darüber, dass Grund- oder Trinkwasser großflächige gefährliche oder langfristige Schäden genommen hätten. Allen Verdachtsfällen wird jedoch akribisch nachgegangen. Eine Stellungnahme der EPA-Direktorin Lisa Jackson vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuß 2011:

“I am not aware of any proven case where the fracking process itself affected water.”

„Mir ist kein einziger bewiesener Fall bekannt, bei dem der Fracking-Prozess die Wasserqualität beeinflusst hätte“

 Wie viel Gas steckt im Boden?

Die EIA (US Energy Information Administration) hat in einem Report vom Juli 2011 abgeschätzt, wie viel Shalegas und Shaleöl derzeit förderwürdig ist (Das heisst, die zum jetzigen Zeitpunkr bekannten, mit den jetzigen technischen Mitteln erreichbaren und zu derzeitigen Marktpreisen abbauwürdigen Vorhaben): Review of Emerging Resources: U.S. Shale Gas and Shale Oil Plays. Daraus einige Kernpunkte:

Die Shalegas-Produktion im grossen Maßstan setzte erst ein, als die Mitchell Energy and Development Corporation zwischen den 1980er und 1990er Jahren experimentell damit begann die tiefe Shalegaserschliessung im Barnett-Feld in Texas kommerziell zu realisieren. Nachdem der Erfolg der Mitchell Energy and Development Corporation offensichtlich wurde, nahmen weitere Gesellschaften aggressiv am Markt teil, so dass im Jahr 2005 allein das Barnett-Feld jährlich 0,5 Billionen Kubikfuß Erdgas pro Jahr hergab. [ Das sind 15 Milliarden m3. Deutschland fördert pro Jahr 20 Milliarden m3 und verbraucht 100 Milliarden m3] Als die Produzenten die Zuversicht gewonnen hatten, dass sie im Barnett-Feld profitabel arbeiten konnten, was durch Ergebnisse beim Fayetteville-Feld in Arkansas bestätigt wurde, erschlossen sie weitere Felder, einschliesslich Haynesville, Marcellus, Woodfort, Eagle Ford, und anderen.

Obwohl die U.S. Energy Information Administration’s (EIA) in ihrem Nationalen Energiemodell in den Mitt-1990ern begann, die Shalegasresourcen zu berücksichtigen. wurde Shalegas erst in den letzten 5 Jahren als ‚game changer‘ für den US Gasmarkt wahrgenommen. Die Ausweitung der Förderung hat die ‚trockene‘ Shalegas-Produktion* in den Vereinigten Staaten von 1 Billion Kubikfuß in 2006 auf 4,8 Billionen Kubikfuß oder 23% der gesamten US-Erdgasproduktion in 2010 gesteigert. [Das sind 144 Milliarden m3 oder etwa das 1,5-fache des gesamten deutschen Gasverbrauchs.].

In dem Bericht ist eine umfangreiche Tabelle der derzeitigen Reserven enthalten. Sie werden auf 750 Billionen Kubikfuß geschätzt. Das sind 22,5 Billionen m3 oder genug, um den gesamten Gasverbrauch der USA für 30 Jahre oder den Deutschlands für 225 Jahre zu decken.

Das sind aber, wohlgemerkt, die jetzt vorhandenen Reserven. Selbstverständlich ist das nicht die förderbare Gesamtmenge, die liegt nämlich sehr viel höher – Keine Gesellschaft exploriert noch neue Felder, wenn ohnehin genug Gas für die nächsten Jahrzehnte bekannt ist, das kennen wir ja auch vom Öl.

Vor diesem Hintergrund muss auch die Aussage gesehen werden, dass unter deutschem Boden Reserven für vermutlich 15 Jahre des deutschen Gesamt-Gasverbrauchs liegen. Das ist immer nur die Spitze des Eisbergs.

Das Potential Gas Comittee, das mit Fachleuten (keinen ‚Experten‘) aus der Petroleumindustrie besetzt ist, widmet sich besonders dieser Frage. Das Komitee schätzt derzeit die Gesamtressourcen auf 1.898 Billionen Kubikfuß, das wäre genug, um die USA 80 Jahre lang vollständig zu versorgen.

Aber auch das ist, wohlgemerkt, eine unvollständige Schätzung, basierend auf heutigen Kenntnissen und dem heutigen Stand der Technik.

Gas Ressourcen USA

Doch meiner Ansicht nach wird das Methaneis aus dem Meer längst der nächste ‚game changer‘ sein, bevor das Ende des Shalegas auch nur abzusehen ist.

Und zum Schluß:

…ein Beispiel, wie absurd und auf welchem Niveau selbsternannte Umweltschützer und ‚Experten‘ gegen Fracking ‚argumentieren‘. Einige Forenbeiträge aus Deutschland:

…Dabei ist es vollkommen gleichgültig ob und wieviel Uran 234, 236 und 238, Cobald, Cäsium, Arsen und tausend andere Giftstoffe der Quarzsand enthält,…

Wenn Quarzsand so ungefährlich wäre, wieso gibt es bei den Herstellern folgende Hinweise zu finden

Das starke und/oder längere Einatmen von alveolengängigem Quarzfeinstaub kann zu Staublunge führen; auch als Silikose bekannt. Das Lungenkrebsrisiko ist bei Silikose-Erkrankten erhöht. Die Staubexposition muß gemessen und überwacht werden.

Die benötigte Menge an Quarzsand ist gewaltig und beim umladen gelangt eine erhebliche Menge in die Umwelt und damit in die Luft, die wir und unsere Kinder atmen. Und wer es nicht wusste, feiner Quarzsand ist hochgradig Krebseregend wenn er eingeatmet wird! Hochgradig!

…Ja, deshalb stellen wir ja Buddelkisten voller Quarzsand auf die Kinderspielplätze.

———————————————-

* Eine Übersetzung der wichtigsten Absätze:

Biogenes Methan entsteht bei der Zersetzung von organischem Material durch Fäulnis, wie es allgemein in Sümpfen beobachtet wird, oder durch chemische Reduktion von Kohlendioxid. Dieses Methan findet man in einigen flachen wasserführenden geologischen Schichten, die manchmal durch Trinkwasserbrunnen erschlossen werden.

Thermogenes Methan entsteht bei der thermischen Zersetzung von organischem Material. Man findet es in Gesteinen tief in der Erde und es tritt auf, wenn nach Öl oder Gas gebohrt oder gefrackt wird.

Durch die Untersuchung von hunderten Gasproben aus Colorado während vieler Jahre kann die COGCC zwischen biogenem und thermogenem Methan aufgrund von Isotopen- und chemischen Analysen unterscheiden.

Wie wir zeigen werden, wird im Film ‚Gasland‘ in mehreren Fällen fälschlicherweise behauptet, dass Trinkwasserverunreinigungen durch die Öl-und Gas-Bohrungen entstanden sein sollen, während unsere Untersuchungen ergaben, dass dass die fraglichen Brunnen biogenes Methan enthalten, das nicht von solchen Bohrungen stammen kann….

Die zusammenfassende Stellungnahme des COGCC:

Als Antwort auf Befürchtungen bezüglich des Auftretens von Methan in Trinkwasserbrunnen im im Laramie/Fox Hills Aquifer, wurden von uns 28 Brunnen auf einer Fläche von etwa 170 Quadratmeilen untersucht. Es zeigte sich, dass diese Brunnen entweder kein Methan enthalten oder dass das Methan biogenen Ursprungs ist. Keiner der Brunnen (Mit Ausnahme des Ellsworth-Brunnens, der eine Mischung aus biogenem und thermogenem Methan enthielt) enthielt thermogenes Methan.

** ‚Trockenes‘ Erdgas ist reines Methan. ‚Nasses‘ Erdgas enthält zusätzlich höhermolekulare Anteile wie Ethan und Propan. Das Marcellus Feld, derzeit das mit Abstand grösste, ist sehr ’nass‘, es enthält bis zu 16% Ethan. Ethan ist der Ausgangsstoff für den Kunststoff Polyethylen (PE). Das führte in den USA wegen des besonders billigen Gases bereits zu einem ‚rauschartigen‘ Boom der Kunststoffproduktion.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

111 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Ein klarer und guter Beitrag lieber Herr Tritium. Werden wir gerne übernehmen.
    Passen dazu: Ich habe mir gerade den tollen Film von Phelim McAleer und seiner kleinen Truppe angeschaut. Ein Muss für jeden, der an der Wahrheit über Fracking interessiert ist. Details hier. Wir werden versuchen die Rechte für eine deutsche Version zu bekommen, und, wenn wir genügend Geld sammeln können, eine deutschsprachige Version zu erstellen. Im deutschen Fernsehen werden wir diesen Film wohl nie sehen.
    mfG
    M.L.

  2. Ein echter Schlüsselsatz ist das Zitat von EPA Direktorin Lisa Jackson.

    “I am not aware of any proven case where the fracking process itself affected water.”

    “Mir ist kein einziger bewiesener Fall bekannt, bei dem der Fracking-Prozess die Wasserqualität beeinflusst hätte”

    Diese Aussage ist an Klarheit nicht zu überbieten.

  3. Super recherchiert und aufbereitet! Danke, Tritium. :-)

  4. Danke Tritium für den wirklich gelungenen Artikel. Der dürfte für einige Klarheit sorgen, zumindest bei denen, die nicht ideologisch total vernagelt sind. Da ist eh Hopfen und Malz verloren.

    karl.s

  5. Liebe/r Tritium,

    darf ich diesen absolut Klasse-Artikel als link an Freunde und Bekannte schicken?

    MfG Chris Frey

  6. #1. Michael Limburg

    Im deutschen Fernsehen werden wir diesen Film wohl nie sehen.

    Traurig genug ist das ja, lieber Herr Limburg, aber solange unsere Medienlandschaft, abgesehen von ein paar Ausnahmen, von grün-roten Traumtänzern dominiert wird, wird sich da wohl auch nicht viel ändern. Andererseits erkennen aber auch immer mehr Leute diese Einseitigkeit in der Berichterstattung und holen sich ihre Antworten/Infos aus dem Internet. Daher halte ich Blogs wie EIKE und Science Skeptical für so überaus wichtig! In diesem Sinne noch einen schönes Wochenende.

    Gruß
    karl.s

  7. @ Chris Frey #5

    Ich denke ich kann Ihre Frage an Stelle von Tritium mit einem klaren und deutlichen „ausdrücklich erwünscht“ beantworten. Sollten Sie den Text per E-Mail versenden wollen empfiehlt es sich, vorher ein PDF zu erzeugen. Das geht ganz einfach mit der Schaltfläche „Print PDF“ unter dem Artikel. Ich habe für diesen Artikel eine PDF-Datei erzeugt, die Sie hier herunterladen können.

    Herzliche Grüße,
    Rudolf Kipp

  8. Danke an Tritium, für Ihr Engagement!

    und der Vorrednern schließen ich mich an

  9. @ Michael Limburg & Chris Frey:

    Ganz selbstverständlich sollte diese Informationsquelle so weit wie möglich bekannt werden und jede Verbreitung ist ausdrücklich erwünscht und erbeten, wobei nur ein Link/Hinweis auf die Herkunft ScSk Bedingung ist.

    Die in Deutschland geschürte Hysterie wegen des angeblich durch Fracking ‚verseuchten‘ Trinkwasser ist eine Desinformationsionskampagne von den Ausmaßen eines ‚Fukushima II‘, es ist, wenn man es nicht mit eigenen Augen sähe, unglaublich, wie eine angeblich freie und unabhängige Presse sich hier vor einen ideologischen Karren (und natürlich auch handfeste wirtschftliche Lobby-Interessen) spannen lässt.
    Wieder einmal sieht die Welt ausserhalb Deutschlands ganz anders aus als im linksgrünen Märchenland, doch wer kein Englisch kann, ist heutzutage von sachlichen Informationen so abgeschnitten wie einst die DDR-Bürger im ‚Tal der Ahnungslosen‘, in das kein Westsender reichte. Da tut Samisdat not!
    Aber Fakten wirken!
    Ich besetzte zwei mal Forendiskussionen in der ‚Welt‘ mit diesen Informationen, insbesonders mit dem an Klarheit nicht zu überbietenden EPA-Statement “Mir ist kein einziger bewiesener Fall bekannt, bei dem der Fracking-Prozess die Wasserqualität beeinflusst hätte”.
    Beim ersten mal beschwor das einen Sturm der Empörung herauf, der erahnen liess, wie sich wohl Ketzer vor dem Inquisitionstribunal fühlten. Doch die hartnäckigen Quellenhinweise sind nun einmal unwiderlegbar.
    Wenige Tage später, anlässlich eines weiteren Artikels über Fracking, wagten es nur noch wenige Agitprop-Schreiberlinge, dagegen zu kreischen. Zu aussichtslos war die Lage für sie.
    Und da wurden dann immerhin ein paar tausend Köpfe in Deutschland erreicht, die das lasen und einen Zipfel Realität kennenlernten und nun anders denken.

  10. Bei ARD / WDR ist die Berichterstattung zum Thema fest in der Hand vom „Energieexperten“
    Jürgen Döschner,
    der dazu auch mit Vorträgen über die Dörfer zieht.

    Dort schlägt er dann auch gleich noch die Brücke zur deutschen Lieblings-Angst Nr. 1 „radioaktive Verseuchung“, (damit meint er offenbar nicht seine Hörfunkbeiträge), und damit dürfte das Thema wohl hierzulande gestorben sein.

  11. Tritium@ Mit Fracking direkt hätte ich auch kein problem , nur mit den Chemikalien die eingesetzt werden , wo heuer nicht weiss wie die in ein paar jahren wirken besonderst mit Trinkwasser oder gibt es andere mittel um das Gas zu Fördern?

  12. Ein bemerkenswertes Dokument, das ich nur wegen seiner Länge nicht nutzte, verdient dennoch Erwähnung:

    STATE REGULATORS ON HYDRAULIC FRACTURING
    Stellungnahmen staatlicher Behörden zum hydraulischen Fracken

    Alaska Oil and Gas Conservation Commission:
    “There have been no verified cases of harm to ground water in the State of Alaska as a result of hydraulic fracturing“

    Es gibt keine nachgewiesenen Fälle der Schädigung von Grundwasser im Staat Alaska durch Fracking.

    Colorado Oil and Gas Conservation Commission:
    “There has been no verified instance of harm to groundwater caused by hydraulic fracturing“

    Es gibt keinen bewiesenen Fall einer Grundwasserschädigung durch Fracking.

    Indiana Dept. of Natural Resources:
    “There have been no instances where the Division of Oil and Gas has verified that harm to groundwater has ever been found to be the result of hydraulic fracturing“

    Die Abteilung Öl und Gas konnte in keinem Fall nachweisen, dass es jemals zu einer Schädigung des Grundwassers durch Fracking kam.

    Louisiana Dept. of Natural Resources:
    We are unaware of any instance of harm to groundwater in the State of Louisiana caused by the practice of hydraulic fracturing

    Uns ist kein einziger Fall bekannt, bei dem im Staat Louisiana eine Schädigung des Grundwassers durch Fracking verursacht wurde.

    Michigan Dept. of Environmental Quality:
    “There is no indication that hydraulic fracturing has ever caused damage to ground water“

    Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Fracking jemals Schaden am Grundwasser verursacht hätte

    Oklahoma Corporation Commission:
    “We have no documentation of such an instance“

    Uns ist kein solcher Fall bekannt

    Railroad Commission of Texas: [Die ‚Eisenbahn-Komission‘ ist in Texas aus historischen Gründen für die Überwachung von Öl- und Gasbohrungen zuständig]
    “Though hydraulic fracturing has been used for over 60 years in Texas, our Railroad Commission records do not reflect a single documented surface or groundwater contamination case associated with hydraulic fracturing“

    Obwohl Fracking in Texas seit über 60 Jahren angewendet wird, ist uns keine einzige dokumentierte Oberflächen- oder Grundwasserkontamination bekannt, die mit Fracking in Verbindung steht.

    South Dakota Dept. of Environment and Natural Resource:
    “In the 41 years that I have supervised oil and gas exploration, production and development in South Dakota, no documented case of water well or aquifer damage by the fracking of oil or gas wells, has been brought to my attention. Nor am I aware of any such cases before my time“

    In den 41 Jahren in denen ich die Öl- und Gasexploration, -Produktion und -Entwicklung in South Dakota überwachte, wurde mir kein dokumentierter Fall einer Trinkwasserbrunnen- oder Aquiferschädigung durch das Fracken in Öl- oder Gasbohrungen bekannt und es ist mir auch kein einziger Fall bekannt, der vor meiner Amtszeit läge

    Wyoming Oil and Gas Conservation Commission:
    “No documented cases of groundwater contamination from fracture stimulations“

    …kein dokumentierter Fall einer Grundwasserkontamination durch Fracking

    Gleichartige Stellungnahmen von Behörden füllen noch mehrere Seiten dieses Dokuments, alle Quellen sind belegt.

  13. @ Andy # 11:

    Lesen bildet.
    Besonders bei diesem Artikel. Der handelt nämlich genau von dieser ‚Gefahr‘ für das Trinkwasser.

  14. Dort schlägt er dann auch gleich noch die Brücke zur deutschen Lieblings-Angst Nr. 1 “radioaktive Verseuchung”

    …auf typisch grüne Manier, das heisst, auf die gleiche Art, wie Verkäufer auf Kaffeefahrten den Omis Rheumadecken andrehen: primitiv, demagogisch, verlogen und ganz leicht erkennbar falsch, wenn man auch nur elementare Allgemeinbildung hat.
    Allein, dass da angeblich 200 oder gar 2000 Tonnen(!) ‚Radium 226′ als Abfall anfallen sollen, ist doch haarsträubend absurd, wenn man -- was eigentlich zur grundlegenden Algemeinbildung gehört -- weiss, wie ausserordentlich selten dieses extreme Spurenelement in der Erde zu finden ist: Ein Kilogramm Radium kostet deshalb 90 Millionen US$ und ist damit 1780 x wertvoller als Gold!
    Natürlich sind damit nur die kontaminierten Bauteile gemeint, Rohre, an deren Innenwand winzige Spuren im Mikrogrammbereich abgelagert sind, welche die Radioaktivität leicht erhöhen, so dass man das Zeug sicherheitshalber als ’schwach radioaktiv‘ einlagert, doch die Wortwahl suggeriert es anders und dadurch wird es zur glatten Lüge und primitiven Bauernfängerei.

    Dass er mit so etwas bei den Grünen punkten kann, statt unter allgemeinem Gelächter davongejagt zu werden, wirft ein bemerkenswertes Licht auf den tatsächlichen Bildungsgrad der doch angeblich ‚überdurchschnittlichen‘ und ‚gehobenen‘ Grün-Stammwähler. Naja, Einbildung ist auch ’ne Bildung…

  15. @Tritium

    Gasland……..dient den Medien weiterhin als Schreckgespenst……letztens beim ZDF in Form der Heute Show mit Oliver Welke.
    Früher hab ich diese Sendung mal ganz gerne gesehen, wat die aber in der letzten Zeit fabrizieren, löste bei mir ein mittelschweren Brechreiz aus.

    Hier kann man sich mal schön ansehen, wie man die Bevölkerung nach Strich und Faden verarscht, ab 4 min mal reinsehen, dann weißt Du auch wat Fracking ist………..und janz wichtig, beim Gucken hinsetzen und den Kübel nicht vergessen.

    Würg und wech
    H.E.

  16. Apropos Trinkwasser…….wat für eine verlogene Diskussion, die mir gelegentlich dat Gesicht einschlafen lässt.

    Man mache sich einmal die Mühe und begutachte die Einkaufswagen vor der Kasse eines beliebigen Supermarktes…….jede Menge Kästen mit Wasser, stilles und CO2 verseuchtes, wat die Kunden da so wegschleppen.
    ich tippe mal, dat 98 % des tollen Trinkwassers aus der Leitung im Klo oder in der Badewanne/Dusche landet und nicht im Magen.

    Reisen bildet…….in China zum Beispiel gibbet in den Hotels im Waschraum die obligatorische Wasserflasche, mittels der man sein Zahnputzgeschäft flüssigkeitstechnisch durchführen kann. Beim Duschen kam immer der Hauch Chlor mit durch, das Zeuch konnte man auf keinen Fall trinken.
    Auch auf meiner Lieblings-Mittelmeerinsel gibt es kein richtiges Trinkwasser aus Leitung, denn wenn man schon die teilweise oberflächennahen Leitungen (felsiger Untergrund) sieht, weiß man, dat dort Legionellen wachsen würden, hätte die dortige Wasserversorgung nicht mit reichlich Chlor vorgesorgt.

    Ich tippe mal, das die Leute, die am lautesten wegen den Trinkwasser rumjammern, am wenigsten davon auch wirklich trinken……aber nicht einmal wissen, welch ein hohen Aufwand deutsche Wasserwerke betreiben, um unser Wasser so sauber zu kriegen, wie es derzeit ist.

    Ähmm, dat lag mir schon lange mal auf dem Herzen……nun konnt ick dat auch endlich mal rauslassen, sorry Tritium.
    MfG
    H.E.

  17. Heinz,

    das lustige an dem Flaschen-Wassser ist ja, dass es in den allermeisten Fällen sehr viel SCHLECHTER ist als der Leitungsheimer Urquell.
    Wenn ich die glasklaren Plasikpötte im Gtränkehandel in der Sonne stehe sehe, dreht’s mir den Magen um bei den Algentanks -- Leitungswasser könnte ich mir unbesorgt in die Vene spritzen, so wenig Keime darf das enthalten (und pathogene schon gar nicht). Mein Wasser hier hat überdies 40° dH, jede Menge Calcium und Magnesium, richtiges ‚Mineralwasser‘. Schlecht für die Kaffeemaschine, aber gut für den Körper. Was besseres krieg‘ ich nirgends in Flaschen!

  18. # 16 Heinz Eng

    …..der Grüne trinkt (bei uns in der Gegend) natürlich „Volvic“ das gesunde Vulkanwasser aus Frankreich. Das wird beim langen LKW Tranport durch den Ideologisator von CO2 befreit. Ausserdem ist die PET-Flasche in diesem Fall kein Problem, da sie ja „vom Guten“ gekauft wurde, also per Definition keinen Umweltschaden anrichten kann.

  19. Man kann ja durch die Trinkwasserschicht nicht nur Gas fördern, sondern auch Öl und Gas nach unten pumpen und dort lagern. Und das in Deutschland !

    http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Westfalen_Regional/Wirtschaft/Bergbau/Salzbergbau

    Tipp für die Grünen: „Wir werden alle sterben, wenn da eine Gaskaverne explodiert“

    Also, Schild gemalt, Fratz in die Jacke gestopft, Trauergesicht schminken und Juuuhuuuu, it’s Demo time !

  20. # 10 B. Keseler

    > Bei ARD / WDR ist die Berichterstattung zum Thema fest in der Hand vom “Energieexperten” Jürgen Döschner,

    Und das ist wirklich schlimm! Unvergessen auch folgende Szene kurz nach Fukushima im ARD-Morgenmagazin:

    Jürgen Döschner und Dunja Hayali unterhalten sich über die „schreckliche Nuklearkatastrophe“ während als Hintergrundbegleitung Bilder von zerstörten japanischen Häusern und Industriegebäuden im MoMa zu sehen sind. Die Zerstörungen des Tsumanis zu einer Folge des Reaktorunfalls umzudichten ist Geschichtsfälschung der schlimmsten Art.

    Döschner ist der mit Abstand schlimmste und verlogenste Öko-TV-Propagandist, abgesehen natürlich von der Agitprop-Kloppertruppe von Nano/3SAT.

  21. Tritium,
    danke für den Artikel, schicke ihn doch bitte gleich auch an Oliver Welke- Heute Show- der ist jetzt auch verblödet und macht Witze über brennende Wasserhähne- warum muß ich diesen GEZ Scheiß zwangsbezahlen????

  22. Ach ja, böses Fracking, wohingehend ja das grüne Superprojekt „Geothermie“ sowas von clean ist………..dat Oma Else sich jeden Tag drin baden könnte.

    Bei der Förderung von Thermalfluiden (Wasser/Gas) stellen ggf. die Wasserinhaltsstoffe eine Umweltgefahr dar, falls das Fluid nicht reinjiziert wird. Die Reinjektion der Thermalfluide ist jedoch mittlerweile Standard.
    Nach gesetzlichen Bestimmungen muss ausgeschlossen werden, dass Quellen oder sogar Heilquellen durch das Geothermieprojekt beeinträchtigt werden. Enthalten die durchströmten Erdschichten Sulfide, so kann
    giftiger und brennbarer (Gefahrstoffeinstufung hochentzündlich)
    Schwefelwasserstoff freigesetzt werden.
    Wichtig ist es auch, den Aspekt der Versauerung von Wasser aus tiefen, sauerstofffreien Grundwasserschichten wegen Oxidation von Eisen II zu Eisen III (Bildung von braunem Eisenocker) zu beachten.
    Durch Ableitung von Eisen-II-haltigem Wasser in eine Vorflut (Bach oder Fluss) findet die Oxidation zu Eisen III unter Sauerstoffverzehr im Fluss statt, wodurch, je nach Konzentrationen, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Fischsterben eintritt, da dann kein gelöster Sauerstoff im Wasser für die Fische zur Atmung zur Verfügung steht und
    auch die Fische beim Luftschnappen an der Oberfläche über die Kiemen keinen Sauerstoff aufnehmen können, da die Kiemen mit Eisenocker zugesetzt und damit für den Sauerstoff undurchlässig, also verstopft werden. Das Verursachen eines Fischsterbens ist eine Straftat nach § 324 (Gewässerverunreinigung), § 326 (Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen), § 329 (Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete), § 330 Abs. 1 Nr. 1 „ein Gewässer … derart beeinträchtigt, daß die Beeinträchtigung nicht, nur mit außerordentlichem Aufwand oder erst nach längerer Zeit beseitigt werden kann“ (Besonders schwerer Fall einer Umweltstraftat) Strafgesetzbuch.
    Im Bereich der oberflächennahen Geothermie besteht das Risiko, bei Nutzung eines tieferen Grundwasserleiters den trennenden Grundwassernichtleiter derart zu durchstoßen, dass ein die Grundwasserstockwerke verbindendes Fenster entsteht, mit der möglichen Folge nichterwünschter Druckausgleiche und Mischungen. Bei einer ordnungsgemäßen Ausführung der Erdwärmesonde wird dies allerdings zuverlässig verhindert.
    Ein weiteres potenzielles Risiko bei einer Geothermiebohrung ist das Anbohren von Artesern, da der artesische Austritt von Grundwasser nur schwer beziehungsweise kostenaufwändig zu stoppen ist und sehr große Schäden durch eine dann eintretende Überschwemmung eintreten können.[69]
    Auch gespannte Gase können unvermutet angetroffen werden. Denkbar sind Kohlendioxid und Stickstoff, aber auch Erdgas gegebenenfalls in Zusammenhang mit Erdöl. Solche Funde sind meistens nicht wirtschaftlich verwertbar, führen aber zu hohen Zusatzkosten auch wegen zusätzlicher Maßnahmen zum Explosionsschutz und
    zusätzlicher Kontamination der Bohrspülung mit Kohlenwasserstoffen.
    Bei der Planung sollte daher sorgfältig untersucht werden, welche geologischen Risiken bei der Planung durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen wie Preventer, Verrohrung, Schwerspülung etc. nachweislich mit ausreichender Sicherheit beherrscht werden müssen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie

    Wat so ne ideologische rosa Brille doch ausmacht……

    H.E.

  23. Man kann ja durch die Trinkwasserschicht nicht nur Gas fördern, sondern auch Öl und Gas nach unten pumpen und dort lagern. Und das in Deutschland !

    Ausgezeichnet! 😀
    Das muss ich mir unbedingt als Argument merken!

  24. Deutsche Medien…………autsch.
    Ausser dümmliche Verteidigungsversuche der bekloppten Energiewende, sind se ja besonders geil drauf die Eurokraten und das Lügengeld „EURO“ zu verteidigen, scheiß doch uffs Volk……Hauptsache Mutti ist zufrieden.

    Die Kraft des Internets + einen geeigneter Mann mit Charisma und den richtigen Wahlprogramm hat etwas erreicht, was unseren Leit (d) medien das Gruseln gelernt hat.

    Beppe Grillo

    Denn vor einer Woche sind alle Gewissheiten der letzten Jahrzehnte auf den Kopf gestellt worden: Eine Bewegung, die kein Geld hat, keine Fernsehsender, keine Tageszeitung, kein Verlagshaus, keine Banken, schaffte es, stärkste Partei zu werden. Ein Viertel der Italiener hat für die Bewegung Fünf Sterne gestimmt, die sich so nach den fünf Leit-„Sternen“ (Wasser, Umwelt, Transport, Internet, Entwicklung) ihres Gründungsprogramms nennt – und die hinter dem erstarrten Rücken der italienischen Politkaste im Netz gewachsen ist…..

    Beppe Grillo saß in keiner Talkshow, er ist weder Milliardär noch Parteikader, er hatte keine Leitartikler an der Leine und wurde schon lange vor Berlusconis Säuberungswelle aus dem Fernsehen beseitigt

    Kurz vor den Wahlen steigerten sich die Zeitungen in ein wahres Fünf-Sterne-Delirium, das man hätte belächeln können – wenn die Diffamierungen nicht in Copy-and-Paste-Manier auch in Deutschland angekommen wären. Kaum eine deutsche Zeitung berichtete über das neue politische Phänomen, ohne es als „populistisch“ und „antipolitisch“ zu verdammen. Aus der „Welt“ war zu erfahren, dass Beppe Grillo einen „wüsten Hass auf die ‚Schmarotzer‘ da oben“ predige, weshalb das Blatt vor einem „Tsunami der Politclowns“ warnte: „Fünf Sterne existiert erst seit dem Jahr 2009, die Bewegung kommt quasi aus dem Nichts….

    Tagesspiegel

    Ein Vorgang das der einheimischen Medienmeute ein gewaltigen Schreck eingejagt hat, samt vieler parlamentarischer Dummköpfe und Aushilfskanzlerkandidaten……..ein deutliches Zeichen dafür, das ein Potential an Menschen da ist, die vom System die Schnauze voll haben und bisher als Wahlverweigerer dieses System nicht auch noch ihre Stimme geben will.

    Vllt kommt in Deutschland auch eine Alternative auf uns zu, die unter Umständen wählbar wird….wenn se sich nicht auch so unterwandern lassen wie die Piraten, die uns aber immerhin gezeigt haben, das man sogar ohne Programm aus dem Stand 10% Stimmen bekommen kann.
    In Italien sind die Medien Berlusconie-hörig……und in Deutschland Grünen-hörig………wat uns ja am Ende auch die häßliche Energiewende mit eingebrockt hat, weil die Medien nicht ihre Aufgabe als 4. Macht wahrgenommen hat.

    Man mag jetzt denken, nun hat Onkel Heinz dat Thema nu völlig verfehlt……..aber an Hand des „Fracking-Bashing“ in unseren Medien ist uns allen klar, welchen Herren diese Typen wirklich dienen und woran sie in den letzten Jahrzehnten besonders Schuld sind.
    Und ja, Italien macht optimistisch, das auch wir es schaffen, diesen Wahnsinn mal das „Stop-Schild“ aufzuzeigen.

    PS. Tritium, bitte nich hauen……manche Sachen muss man sich einfach mal von der Seele reden.
    MfG
    H.E.

  25. zu #17 Hallo Verehrter Tritium, ich anerkenne ihren Enthusiasmus,
    den ich bei der Kritik an der politischen Erdklimarettung absolut teile,

    aber bezüglich Trinkwasser und Leitungswasser würde ich etwas vorsichtiger sein,
    siehe
    http://tinyurl.com/a4de8pt

    in die Vene bitte nicht.
    Daumenregel Nitratkonzentration (immer menschlich verunreinigt) unter 50 mg/l,
    für Säuglinge ist das noch zu viel, unter 10 mg/l, in öffentlichen Leitungen in der Regel überschritten.
    Vergessen sie nicht, dass im Trinkwasser auch vom Gesetzgeber her nur das gefunden wird,
    was auch gemessen wird.
    Trinkwasser wird für eng zusammen lebende Menschen ganz sicher ein Dauerthema bleiben,
    gerade weil hier die Behörden WESENTLICH fahrlässiger kontrolieren als z.B. im „Strahlenschutz“,
    der imho einfach irrational übertrieben ist.
    Demnächst wird Radioaktivität auch im Trinkwasser kontrolliert.

    Ich bin Arzt und mit guten Argumenten davon überzeugt,
    dass das, was wir essen und trinken
    nicht nur notwendig sondern auch potentiell gefährlich für unsere Gesundheit (=Lebensprognose) ist,
    jedenfalls unendlich wichtiger, als das zukünftige Klima.
    Schließlich leben Menschen sowohl (sehr gut) am Äquator,
    als auch (weniger gut) nahe am Nordpol.

    Kämpfen Sie weiter!

    mfG

  26. OT

    Als alter Ossi möchte ich die (geschmacklich) oft guten heutigen Mineralwässer in Schutz nehmen; Hauptsache mit viel CO2 und allerlei Mineralien -- lecker! :-)

  27. Ausgezeichnet!
    Das muss ich mir unbedingt als Argument merken!

    …..der ist aber auch nicht schlecht, wenn über Trinkwasser gesprochen wird:

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/geldern/nachrichten/biogas-grundwasser-in-gefahr-1.2962382

  28. @ DrPaul # 25:

    Die TVO (Trinkwasserverordnung) sagt:
    Anlage 1: Keine Colis und Enteros, also frei von eventueller fäkaler Belastung
    Anlage 3: Keine Clostridien, nicht mehr als 100 Keime/ml am Zapfhahn.

    Klar ist das noch kein Ampuwa und klar, kein Arzt würde es gutheissen, aber tatsächlich wäre das Risiko bei einer iv-Injektion praktisch Null, sofern der Zapfhahn sauber ist (Geflammt, gespült etc.). Ich habe übrigens zwei nette Kolleginnen, die sind Fachärzte für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, ich hab‘ also schon gute Info-Quellen.

  29. Entlarvend ist immer wieder die Bezeichnung „Chemikalien“, wenn von Fracking die Rede ist. Nun, selbst Wasser ist eine Chemikalie und wenn man nicht erfährt, welche genau das sind, kann man auch nicht sagen, dass diese per se gefährlich sind. Zumal Wasser gefährdende Stoffe in Deutschland sehr streng überwacht werden, wird es wohl kaum der Fall sein, dass diese ausgerechnet in die Nähe von Grundwasserleitern eingebracht werden. Aber das Wort „Chemikalien“ klingt so schön gefährlich, da erübrigen sich nähere Erläuterungen. Da wird ein Riesenbuhmann aufgebaut.

  30. #25 Dr. Paul:
    „Daumenregel Nitratkonzentration (immer menschlich verunreinigt) unter 50 mg/l,
    für Säuglinge ist das noch zu viel, unter 10 mg/l, in öffentlichen Leitungen in der Regel überschritten.“

    Nö. Selbst das Wasser aus einer Quelle im Wald kann 10 mg/l als natürliche „Hintergrundbelastung“ haben. Auch aus einer Brachfläche, die sich selbst überlassen bleibt, können je nach dem jahreszeitlichen Ablauf die Nitratwerte im TW steigen (siehe z. B. http://www.geodz.com/deu/d/Mineralisierung). „Immer menschlich verunreinigt“ trifft also nicht pauschal zu. 50 mg/l ist der TVO-Grenzwert, die EU empfiehlt 25 mg/l, ab dem z. B. mit den Landwirten bei der Ausweisung von TW-Schutzgebieten i.d.R. Kooperationsvereinbarung zwischen Wasserversorger und Landwirten getroffen werden.

    Was Säuglinge betrifft: http://www.waterquality.de/trinkwasser/TWNITRAT.HTM
    Selbst die Belastungen mit 50 mg/l sind demnach noch nicht besorgniserregend. Wie viele Fälle von Blausucht verursacht durch TW kennen Sie aus Ihrer Praxis?
    Ich halte das Nitratproblem für übertrieben. Schon deswegen, weil das meiste Nitrat über Salat und Gemüse aufgenommen wird und nicht durch das Trinkwasser. Als Arzt wissen Sie, dass der Mensch je nach Körpergröße täglich etwa 2-3 Liter Wasser ausscheidet, das eben auch nachgeführt wird. Dabei ist der Anteil aus dem Wasserhahn davon eine Teilmenge.

    „Trinkwasser wird für eng zusammen lebende Menschen ganz sicher ein Dauerthema bleiben, gerade weil hier die Behörden WESENTLICH fahrlässiger kontrolieren als….“

    Auch hier Nö. Trinkwasser ist das best überwachteste Lebensmittel, das es in D gibt.
    Kennen Sie die Maßnahmepläne, die schon bei der Verunreinigung des TW durch E. coli oder coliforme Keime greifen?

    Die Wirkungskette von Nitrat/Nitrit/Nitrosamine z. B. hier: http://www.inform24.de/nitro.html

    Mfg

    Heinz Reeg

  31. Ach ja und noch etwas, was viele Menschen nicht wissen. Die TVO dient nicht nur der Gesundheit der Verbraucher, sondern auch zu einem wesentlichen Anteil zum Schutz der Wasserleitungen und Armaturen. Wird oft vergessen.

  32. Da wir hier mit dem Nitrat schon im Off-Topic sind, hier ein Beitrag von Udo Pollmer zu dem Thema. Man scheint mittlerweile von der schädlichen Wirkung den Nitrats nicht mehr so überzeugt zu sein und rechnet ihm sogar therapeutischen Nutzen zu.

    Und nun soll alles ganz, ganz anders sein: Eben dieses „böse“ Nitrat entwickelt sich zu einem Superstar der Medizin: Aus dem Umweltgift wurde in aller Stille ein begehrtes Therapeutikum. Schon seit längerem ist bekannt, dass der Körper mit Nitrat bzw. mit Nitrit Krankheitserreger bekämpft.

    (…) Seit neuestem soll das Nitrat sogar Krankheiten wie Schlaganfall und Demenz verhindern. Der Hintergrund: Unser Körper bildet aus Nitrat nicht nur Nitrit sondern daraus wiederum den Botenstoff Stickoxid. Stickoxid weitet die Gefäße und fördert so die Durchblutung. Das Erstaunliche ist, dass das Stickoxid im Gehirn gezielt dort wirkt, wo die Durchblutung nachlässt und die Versorgung mit Sauerstoff leidet. Das ist der Grund, warum Nitrat das Schlaganfallrisiko senkt und der Demenz vorbeugt. Dieser Nachweis gelang jetzt erstmals direkt am Menschen. Und zwar unter realistischen Bedingungen: Die Testpersonen mussten besonders nitrathaltige Produkte essen.

  33. Um die Frage nach der pöhsen Fracking- Chemie zu beantworten: (falls noch nicht geschehen)
    Woraus besteht die Frackingflüssigkeit?

    http://www.europaunkonventionelleserdgas.de/home/der-prozess/woraus-besteht-das-frac-wasser?gclid=CN3wv538-LACFQrN3wodIX0k9g
    Gruss an alle vom
    Yogi.Baer

  34. Hallo Leut’s,
    Hier mal etwas zur „Aufklärung“.
    Die Inhaltsstoffe und allgemeine Verwendungen der Bestandteile von Fracturing-Flüssigkeiten

    Zusatzstoff: Säure
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Salzsäure
    Einsatzzweck: Hilft, Mineralien aufzulösen und unterstützt die Rissbildung im Gestein bei der hydraulischen Behandlung
    Allgemeine Verwendung: Beseitigung von Kalkablagerungen in Bad und Schwimmbad

    Zusatzstoff: Antibakterielles Mittel
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Glutaraldehyd
    Einsatzzweck: Tötet Bakterien im Wasser ab, die mit ihrem Stoffwechsel korrosive Abfallprodukte produzieren
    Allgemeine Verwendung: Desinfektionsmittel, Sterilisationsmittel für medizinische und zahnärztliche Geräte

    Zusatzstoff: Kettenbrecher
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Ammoniumpersulfat
    Einsatzzweck: Reduziert die Viskosität der gelhaltigen Behandlungsflüssigkeit durch den Abbau langkettiger Moleküle in kurzkettige Moleküle.
    Allgemeine Verwendung: Wird beim Haarfärben, als Desinfektionsmittel und bei der Herstellung von haushaltsüblichen Kunststoffen verwendet

    Zusatzstoff: Korrosionsschutzmittel
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Formamid
    Einsatzzweck: Verhindert Korrosion an der Bohrlochsverrohrung
    Allgemeine Verwendung: Nutzung in Pharmazeutika, Acrylfasern und Kunststoffen

    Zusatzstoff: Kettenverlängerer und Vernetzer
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Boratsalze
    Einsatzzweck: Erhält die Viskosität der Behandlungsflüssigkeit bei ansteigender Temperatur
    Allgemeine Verwendung: Wird in Waschmittel, Handseife und Kosmetika verwendet

    Zusatzstoff: Reibungsminderer
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Erdöldestillat
    Einsatzzweck: Vermindert die Oberflächenspannung des Wassers und damit die Reibung der Frac-Flüssigkeit im Bohrloch
    Allgemeine Verwendung: Wird in Kosmetika einschließlich Make-up sowie Haar-, Nagel- und Gesichtspflegeprodukten verwendet

    Zusatzstoff: Gel
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Guargummi oder Hydroxyethylzellulose
    Einsatzzweck: Erhöht die Viskosität der Flüssigkeit (verdickt das Wasser), damit diese den Sand besser transportieren kann. Bindemittel, das für Kosmetika, Allgemeine Verwendung: Backwaren, Eiscreme, Zahnpasta, Soßen und Salatdres sings genutzt wird

    Zusatzstoff: Eisenfällungskontrolle
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Zitronensäure
    Einsatzzweck: Verhindert die Ablagerung von Metalloxiden
    Allgemeine Verwendung: Nahrungsergänzungsmittel, Getränke und Lebensmittel, Zitronensaft ~7% Zitronensäure

    Zusatzstoff: Ton-Stabilisator
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Kaliumchlorid
    Einsatzzweck: Formt die Trägerflüssigkeit zu einer Salzlauge, die eine Wechselwirkung mit den Tonen der Gesteinsformationen verhindert
    Allgemeine Verwendung: Wird in natriumarmen Tafelsalzersatzstoffen und Medikamenten verwendet

    Zusatzstoff: pH-Regulierer
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Natrium- oder Kaliumcarbonat
    Einsatzzweck: Erhält die Wirksamkeit anderer Additive, darunter Kettenverlängerer und Vernetzer
    Allgemeine Verwendung: Verwendung in Waschmittel, Seife, Wasserenthärter und Spülmittel

    Zusatzstoff: Keramische Stützmittel
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Kieselerde, Quartzsand
    Einsatzzweck: Ermöglicht, dass die Risse im Gestein offen bleiben, damit das Gas zum Bohrloch gelangen kann
    Allgemeine Verwendung: Trinkwasseraufbereitung, Spielsand, Beton und Mörtel

    Zusatzstoff: Ablagerungshemmer
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Ethylenglykol
    Einsatzzweck: Verhindert die Bildung von Ablagerungen und Krusten in der Rohrleitung
    Allgemeine Verwendung: Kommt vor in Haushaltsreinigern, Enteisungsmitteln, Farben und Schutzanstrichen

    Zusatzstoff: Tensid
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Isopropanol
    Einsatzzweck: Reduziert die Oberflächenspannung der Frac-Flüssigkeit, um die Flüssigkeitsrückgewinnung aus dem Bohrloch nach dem Frac-Vorgang zu verbessern.
    Allgemeine Verwendung: Wird verwendet in Glasreiniger, Antitranspirant, Deodorant und Haarfärbemittel

    Zusatzstoff: Wasser / Trägerflüssigkeit
    Chemischer Bestandteil/Wirkstoff: Wasser
    Einsatzzweck: Wird dazu verwendet, die Risse auszudehnen und Stützmittel (Sand) zu verteilen.
    Allgemeine Verwendung: Landschaftsbau, Fabrikationsprozesse

    Quelle

  35. Yogi.Baer #33

    Da wars’te wohl etwas schneller als der alte Moosgeist :)

  36. Hi
    ich weiss nicht, wo ich es sonst posten soll, vielleicht ist euch ja auch einen kleinen Bericht wert:

    Wir haben daran zu glauben.
    „Eine Eisregenfront zog über Deutschland. In der Folge kam es zu einem Massenunfall auf der A2. Dabei kamen 20 Menschen ums Leben“.
    Was sagt uns diese Meldung. Ist sie nicht eindeutig? Räumen wir die Sache von hinten auf, so ist die Botschaft doch folgende: Es starben 20 Menschen bei einem Massenunfall auf der A2, der wegen dem Eisregen passierte.
    Oder soll diese Meldung sagen: Es starben 20 Menschen in Deutschland und es gab einen Massenunfall auf der A2, wegen dem Eisregen.
    Ich glaube, wir sind uns einig, dass die erste Aussage richtig ist.
    Was hat das aber mit dem Thema des Blogs hier zu tun? Die Menschen in Deutschland werden unruhig, sie können Ihren Strom nicht mehr bezahlen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt, also müssen wir den Mitmenschen wieder einhämmern, wieso sie leiden, wieso sie ihr Geld zum Fenster rauswerfen. Kernkraft tötet.
    Was ist schon ein Erdbeben der Stärke 9, was ist schon 20 m hoher Tsunami? Die Berichterstattung der Erdbebenkatastrophe vor zwei Jahren reduzierte sich damals schon nur auf das Kernkraftwerk. Heute kam für mich persönlich der Super-Gau der Berichterstattung.

    Thorsten Schröder
    Tagesschau 11.03.2013 (6:00 Uhr)
    http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts40756.html
    Die erste Meldung des Tages
    „In Japan wird heute der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor zwei Jahren gedacht. Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu 20 m hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kann es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen etwa 16.000 Menschen ums Leben, tausende gelten immer noch als vermisst“

    Martin Frank
    Ps: Für alle ARD-Gläubigen … die Menschen kamen NICHT bei dem Reaktorunfall ums Leben.

  37. @ Martin Frank # 36

    Das erinnert sehr an die Berichterstattung der Deutschen Welle.

    Durch das verheerende Erdbeben und den anschließenden Tsunami war das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Nordosten Japan schwer beschädigt worden. In drei Kraftwerksblöcken kam es zur Kernschmelze, tausende Menschen starben.

  38. Tagesschau 11.03.2013 (6:00 Uhr)
    http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts40756.html
    Die erste Meldung des Tages
    „In Japan wird heute der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor zwei Jahren gedacht. Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu 20 m hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kann es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen etwa 16.000 Menschen ums Leben, tausende gelten immer noch als vermisst“

    Wer glaubt, dass es sich dabei um ein „Versehen“ handelt, lebt ausserhalb der heutigen Medienrealität.

    Das ist billigste Propanda, welche man mit dem Ende der „Aktuellen Kamera“ eigentlich aus Deutschland verbannt geblaubt hatte!

    In den Deutschen Medien wir zur Zeit mehr gelogen, als am offen Grab!

    Für eine solche, manipulative „Berichterstattung“ zahlt jeder Haushalt eine Zwangsgebühr! Es ist eingfach nur noch erschreckend, wie in diesem Lande die pluralistische, demokratische Gesellschaftsordnung von unverantwortlichen Ideologen und Demagogen bewusst gegen die Wand gefahren wird. Im vorliegenden Fall wird nicht einmal vor der Beschmutzung des Andenkens von mehr als 16.000 Opfern der Erdbeben- und Tsaunamikatastrophe durch deren Misbrauch für billige politische Zwecke zurückgeschreckt. Es ist einfach nur noch eine Schande und nach meiner Auffassung kriminell.

    Es gab nicht einen Toten durch mittel- oder unmittelbare Folgen der Reaktorhavarie und nach Einschätzung der WHO wird es dabei auch bleiben. Die meisten von uns haben genau dieses schon unmittelbar nach dem Ausstiegsbeschluss (z.B. im Rahmen des Schavan-Forums) vermutet.

  39. Respektiert diejenigen die eine andere Meinung haben, verachtet diejenigen die die Wahrheit kennen und aus Gier Lügen verbreiten.

  40. http://www.fr-online.de/energie/fracking-energie-aus-der-tiefe,1473634,21907940.html

  41. „In Japan wird heute der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor zwei Jahren gedacht. Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu 20 m hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kann es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen etwa 16.000 Menschen ums Leben, tausende gelten immer noch als vermisst“

    Genau so habe ich es auch gehört in der von mir zwangsfinanzierten gez-ard, das ist nicht nur mit der ddr vergleichbar, sondern auch mit der Zeit davor-ich verzichte auf den Nazivergleich, weiß aber nicht warum, will nur nicht auffallen und die politisch korrekt ausgerichteten Zeitgeistigkeiten erschrecken, man kommt sonst in ein schlechtes Licht 😉

    In der gleichen Zeit hörte ich dies:

    -Durch „Winter“ stieg der Heizungsaufwand bei Gas um 13% und Öl um 16%, auch durch Erhöhung der Preise.

    -Der Ölpreis wird sich bis 2020 verdoppeln.

    Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren.

  42. Im Falle der „Flaminia“ hat sich interessanterweise kaum daran gestört, dass die wirklich gefährlichen Chemikalien praktisch nicht an die Öffentlichkeit kamen.

    Ein interessantes Beispiel fürr die unausgewogene Berichterstattung hierzulande im Vergleich mit dem Fracking.

  43. Zum Film Gasland:
    Die Gas produzierende Industrie weist immer wieder gern darauf hin, dass es sich bei den Methan-Kontaminationen des Wassers um von Bakterien produziertes (biogenes) Methan handele und nicht um so genanntes thermisches (von der Gasindustrie induziertes). Dazu wird eine Stelle aus dem Bericht des Departments of Natural Resources des US-Bundesstaates Colorado

    http://cogcc.state.co.us/library/GASLAND%20DOC.pdf

    durchaus richtig zitiert. Desweiteren heißt es in diesem Bericht aber auch (übersetzt): Wir schlossen daraus, dass Aimee Ellsworth’s Brunnen eine Mischung aus biogenem und thermogenem Methan enthielt, die in Teilen der Öl- und Gasförderung zuzuschreiben sind. Aimee Ellsworth und der Betreiber erreichten eine Einigung.“ Der besagte Bericht stellt auch Untersuchungsergebnisse von zwei Sickerstellen vor. Davon war eine natürlichen Ursprungs und die andere (West Divide River Creek) wiederum Folge der Gasförderung. Insgesamt handelte es sich wohl um Kombinationsschäden.

    Mit Kombinationsschäden befassen sich auch die wissenschaftlichen Untersuchungen von Stephen G. Osborn et al., Duke University, Durham (2011) „Methane contamination of drinking water accompanying gas-well drilling and hydraulic fracturing“

    http://www.biology.duke.edu/jackson/pnas2011.pdf

    Hier wurden in ähnlichen geologischen Formationen 60 Brunnen untersucht, von denen 26 innerhalb eines Radius von 1 km zu einer Gas-Förderstelle lagen und 34 außerhalb davon. In 51 Brunnen fand sich Methan; innerhalb des 1 km-Radius war die Konzentration im Durchschnitt siebzehn Mal höher als außerhalb dieses Radius und hier fanden sich auch mit Beimengungen von Ethan, Propan und Butan typische Marker, die den thermogenen (durch die Gasindustrie induzierten) Ursprung belegen.

    Weiterhin wird häufig vorgetragen, mit Deutschland sei die Situation nicht vergleichbar. Das deutsche Rechtssystem biete gute Voraussetzungen für eine konsequente Risikovermeidung. Das deutsche Rechtssystem hat allerdings keinerlei Schutz vor den Benzolkontaminierungen in Söhlingen, Völkersen, Hengstlage usw. geboten. Der volle Umfang der Umweltschäden ist noch nicht einmal bekannt.

  44. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren.

    „Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.“ ( Abe Lincoln)

    Man merkt, dass die ganze Ökobande aufgrund der jüngsten Entwicklungen mit dem Rücken zur Wand steht und beschleunigt versucht, ihre Transformationsaktivitäten durchzupressen, bevor die bislang medial getäuschte Öffentlichkeit die ganze Bandbreite der Tatsachen wahrnimmt, welche die Ziele des öko-industriellen Komplexes als Absurdität entlarvt.

    In diesem Zusammenhang sehe die politisch-medialen Aktivitäten gegen Fracking, gegen Kernkraft, das Verdrehen des Fukushima-Ereignisses und -ja- auch die jüngsten Ergüsse eines Herrn Schellnhuber.

    Die merken, dass die Zeit gegen sie spielt und sie die totale Kontrolle, zumindest über die Meinung, erreichen müssen, bevor denen der Wind mit extremwetterstärke entgegenbläst:

    -- die ganzen Horrorszenarien eines angeblich menschengemachten „Klimawandels“ scheitern an den Realitäten stagnierender, globaler Durchschnittstemperaturen -- zuletzt auch am einfachen Blick aus dem Fenster!

    -- „Wendeenergie“ wird für beträchtliche Teile der Bevölkerung zunehmend unerschwinglich.

    -- die Horrorszenarien eines Club of Rome’s bezüglich der angeblichen Endlichkeit der Ressourcen, i.e. fossiler und nuklearer Energieträger scheitern an der Entdeckung immer neuer Vorkommen und der Entwicklung neuer Technologien. In den USA sinkt der Gaspreis aufgrund der Nutzung von Fracking. Die USA sehen auf absehbare Zeit ihrer Energieautarkie entgegen und benötigen keinen „Nahen Osten“ mehr für ihre Ölversorgung. Dieses wird zunehmend öffentlich ruchbar. Also müssen hierzulande die Ressourcen politisch verknappt werden, indem man mit fadenscheiniger Risikoargumentation die Menschen medial täuscht und vorsätzlich, gemeinschaftlich betrügt.

    -- Das immense Potential für eine gesichterte, umfassende, nukleare Energieversorgung über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende (Schnelle Reaktoren, Thoriumreaktoren, Wiederaufbereitung) wird ebenfalls politisch torpediert, mit Argumenten, die längst obsolet sind, wie der (in dieser Form nicht benötigten) Endlager“problematik“, dem Wiederaufbereitungsverbot, dem Ausstieg aus der Transmutation, dem Verbot der friedlichen Nutzung von Fissionsenergie (genannt: „Energiewende“).

    -- Das ultimative Argumentationsschiene gegen Kernkraft, die „Restrisiko“-Diskussion über viele tausend „Verstrahlte“ im Falle eines Gau’s , mit der noch die „Energiewende begründet wurde, hat der Mehrfachgau von Fukushima nachträglichfaktisch zur Farce werden lassen:
    — trotz der Havarie von 3 Reaktoren aufgrund eines 9.0 Erdbebens (Energieäquivalent: ca 1000 Minuteman III oder Topol M Systeme an einem Punkt gezündet), mit anschließendem Tsunami
    --trotz zestörter Infrastruktur, die Rettungs- und Krisenmanagementmassnahmen im KKW Fukushima Daiichi extrem erschwerten
    --trotz eklatanter Baumängel (Notstromaggregate im Keller) und eklatanter Aufsichtsfehler einer korrupten Behörde
    --trotz mangelhafter Entscheidungsstrukturen, die z..B. eine frühzeitige Kühlung mit Meerwasser verhinderte
    (alles nachzulesen in IAEA Berichten)

    gab es 0! -- in Worten NULL Tote aufgrund freigesetzter ionisierender Strahlung, gerade mal 3 Leichtverletzte KKW- Beschäftigte, die mit einer Einmaldosis belastet wurden, die zu einem statistisch erhöhten Krebsrisiko i.H. von 5% führt, d.h. deren individuelle Risiko, an Krebs zu sterben, erhöhte sich von 25% auf 26%.

    Der Windmühlenausbau in Deutschland im Rahmen der Energiewende hat somit mehr Opfer gefordert als Fukushima -- Daiichi.

    Genau DAS wäre die „ehrliche“ Schlagzeile des heutigen Tages, dass all die 2011 medial geladenen Greenp***ss, PPNW und sonstigen NGO -- „Experten“, die 2011 vor Betroffenheit nur so triefend vor die Kamera traten, nichts, als einen kollektiven Bullsh***t abgeblasen haben und die deutschen „Qualitätsmedien“ seit den „Hitlertagebüchern“ keinen eigentlich so offensichtlichen, medialen Super-Gau mehr erlebt haben.

    Die „ehrliche“ Schlagzeile wäre, dass die gesamte entwickelte Welt ihre Risikoanalysen auf Basis des Fukushimaereignisses zu Gunsten der Kernkraft revidiert hat, und verstärkt auf den Ausbau dieser Energiequelle setzt -- es sei denn man sitzt auf ökonomisch günstigeren Frackingvorkommen.

    Die „ehrliche“ Schlagzeile wäre, dass keine relevante Volkswirtschaft Energiewendedeutschland folgt, Deutschland nichts anderes, als zu einem energiepolitischen Geisterfahrer verkommen ist.

  45. @ IG Fracking-freies Artland # 43:

    Ja, im Fall des Aimee Ellsworth-Brunnens gab es ein unklares Ergebis und bevor man lange hin und her prozessierte, zahlte die Bohrgesellschaft einen Ausgleich. Ein typisches Verhalten in solchen Fällen, da ein Rechtsstreit teurer wäre.
    Aber ob es wirklich durchs Fracking ausgelöst wurde, weiss man nicht.
    Vor allem aber würde es absolut keine Rolle spielen!
    Wollen Sie 23% der gesamten US-Gasproduktion gegen einen(!) möglicherweise(!) kontaminierten Hausbrunnen aufrechnen?
    Wie irre ist denn das!

    Was Ihre zwieite Quelle betrifft:
    Erlauben sie bitte, dass ich zweifle. Das ist nämlich, mit dieser schön regelmässigen Gasanreicherung rund um den Frack eonfach viel zu schön um wahr zu sein, wenn in allen offiziellen Untersuchungen nichts dergleichen feststellbar ist.
    Sobald Sie dazu eine Bestätigung durch amtliche Untersuchungen haben, können wir ja noch mal drüber reden.

    Und so was:

    Der volle Umfang der Umweltschäden ist noch nicht einmal bekannt.

    ist Neusprech für „Ist so minimal dass wir besser keine Zahlen nennen weil wir sonst ausgelacht werden“
    Was Benzol-Kontaminationen betrifft, möchte ich Ihnen übrigens raten, sich mal mit Tankstellen zu beschäftigen. Benzin enthält nämlich ganz schön viel Benzol und das kann man in der ganzen Umgebung einer Tanke deutlich nachweisen. Nicht umsonst ist die Beschäftigung von Schwangeren in Tankstellen verboten.
    Wenn also Ihre Benzol-‚Katastrophen‘ nicht SEHR viel grösser sind als die von ganz gewöhnlichen Tankstellen ausgehende Belastung, sind sie überhaupt nicht der Rede wert.

  46. @moosgeist, dass man die beim Fracking zur Anwendung kommenden „Chemikalien“ nicht nachschlagen kann, war nicht meine Aussage, sondern dass dieser Begriff eine schöne Nebelkerze abgibt, mit der man die behauptete Gefährlichkeit des Frackings unterstreicht und Stimmung dagegen macht. Eine objektive Auseinandersetzung darüber habe ich in den Medien noch nicht gesehen, kann aber sein, dass ich etwas verpasst habe.

    @ FK9 Pilot, sehr schöner Kommentar, fehlt noch die Sabotierung des Hannover-Gen-Projektes in Ihrer Aufzählung, denn auch das unterstreicht schön, wie die Ökos unter Zugzwang sind, wenn sie schon das Wissen über sog. “ böse“ (im grünen Sinne“) Technologien behindern.

  47. Hallo zusammen,

    mal was ganz Freches: Ist nicht Dihydrogenoxid auch eine Chemikalie? Noch dazu die, zu der das Frackzeug hauptsächlich besteht?

    Huu, wie gefährlich! Und wir müssen das auch noch trinken…

    Chris Frey

  48. Nur weil man Dihydrogenoxid schreiben kann ist man nicht schon ein ganz Kluger. Kluge Menschen unterschätzen nicht die Gegenseite, die übrigens auch nicht so verblödet ist um zu wissen, dass nicht durch den Reaktorunfall zigtausend Menschen verschwunden sind.

  49. @ 39
    Die Kurznachrichten des SWR1 von 8.30 h haben noch einen draufgesetzt, die haben unverblümt behauptet, dass es in Fukushima zu Strahlungstoten gekommen wäre.
    Warum fällt mir immer öfter dieser bösartige, klumpfüßige Giftzwerg namens Josef Göbbels ein, wenn ich so etwas höre?

  50. Dihydrogenmonoxid (klingt ein wenig gefährlicher) -- lieber Chris Frey.

    Lustig dazu: http://www.youtube.com/watch?v=T995bBYC-0Y

    😀

  51. #48. Marianne Juhre

    Kluge Menschen unterschätzen nicht die Gegenseite, die übrigens auch nicht so verblödet ist um zu wissen, dass nicht durch den Reaktorunfall zigtausend Menschen verschwunden sind.

    Was diese Typen aber nicht davon abhält, es genauso zu verkünden und denken, das der deutsche Durchschnittsmichel das für bare Münze nimmt. Ich glaube nicht, dass hier einer die Gegenseite unterschätzt, schon gar nicht Herr Frey.

    karl.s

  52. @ FK 9 Pilot # 44 et al.

    Deine scharfen, doch treffsicheren und durchdachten Kommentare sind immer wieder Highlights.
    Musste ich einfach mal sagen wie sehr ich die schätze (und natürlich den Kopf, der dahinter steckt)
    Danke! :-)

  53. Claudia Roth auf Facebook:

    Heute vor zwei Jahren ereignete sich die verheerende Atom-Katastrophe von Fukushima, die nach Tschernobyl ein weiteres Mal eine ganze Region und mit ihr die ganze Welt in den atomaren Abgrund blicken ließ. Insgesamt starben bei der Katastrophe in Japan 16.000 Menschen, mehr als 2.700 gelten immer noch als vermisst. Hunderttausende Menschen leben heute fernab ihrer verstrahlten Heimat. Unsere Gedanken sind heute bei den Opfern und ihren Familien. Die Katastrophe von Fukushima hat uns einmal mehr gezeigt, wie unkontrollierbar und tödlich die Hochrisikotechnologie Atom ist. Wir müssen deshalb alles daran setzen, den Atomausstieg in Deutschland, aber auch in Europa und weltweit so schnell wie möglich umzusetzen und die Energiewende voranzubringen, anstatt sie wie Schwarz-Gelb immer wieder zu hintertreiben. Fukushima mahnt.

    http://www.facebook.com/Roth/posts/10151525525735664

    Ohne Worte…..

  54. @Tritium.
    Danke. Ich wäre froh, wenn ich mich nicht genötigt sähe, die Kommentare zu schreiben, wie wohl alle hier. Aber wie Goethe sagte: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“

    Gleiches gilt für den Fall, wenn Unwahrheit zu Wahheit wird.

    Aber so langsam scheinen einige aufzuwachen:
    http://www.n-tv.de/politik/Shitstorm-ueberzieht-Claudia-Roth-article10277716.html

  55. @ IG Fracking-freies Artland e.V. #43

    Mit Kombinationsschäden befassen sich auch die wissenschaftlichen Untersuchungen von Stephen G. Osborn et al., Duke University, Durham (2011) „Methane contamination of drinking water accompanying gas-well drilling and hydraulic fracturing“

    Ich habe mal nachgesehen, was hinter dieser Studie steckt; diese Stellungnahme des Umweltschutzministeriums von Pennsylvania DEP sagt dazu:

    (Michael L. Krancer, Sekretär (das heisst Leiter) des Department of Environmental Protection machte diese Aussage vor einem Parlamentsausschuß, also amtlich und unter Diensteid)

    There has been a misconception that the hydraulic fracturing of wells can or has caused
    contamination of water wells. This is false.

    Es hat das Mißverständnis gegeben, dass Fracking Trinkwasserbrunnen kontaminiert hat oder kontaminieren könnte. Das ist falsch.

    Even the limited recent Duke Study of Dimock, Susquehanna County, water samples reports that there was no evidence of fracing fluids in any sample from any of the 68 wells they tested. The study states, “[w]e found no evidence for contamination of drinking-water samples with deep brines or fracturing fluids.”
    Selbst die beschränkte Duke-Studie von Dimock -- Wasserproben sagt, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass in irgendeiner Probe von den 68 Brunnen, die sie testeten, Frack-Fluide gewesen sein könnten. Die Studie sagt: „Wir fanden keinen Hinweis für die Kontamination von Trinkwasserproben mit Sole aus tiefen Schichten oder Fracking-Fluiden“

    Unfortunately, we have seen some examples of very suspect science lately in this area. There are many examples but let me point out four prominent ones: (1) the May 2011 Duke University Paper regarding methane in Pennsylvania water wells in Dimock;…
    Leider gab es auf diesem Gebiet kürzlich einige Beispiele für sehr unseriöse Wissenschaft. Es gibt viele Beispiele, aber lassen Sie mich auf vier bekannte hinweisen: (1) Das Duke University Paper vom Mai 2011 das sich mit Methan in Trinkwasserbrunnen in Dimock beschäftigt…

    The Duke paper seems to be based on only a few selected samples in a selected area with previously documented problems. This would indicate that the study itself is statistically and technically biased. Also, the fact is that the methane in the area being seen is the product of the shallower, Upper Devonian formation which is about 1,000 to 3,000 feet deep, not the deeper shale formations which are about 7,000 feet deep. Yet the Paper improperly attempts to link the source to the deeper Marcellus Shale. Finally, the authors of the study have inexplicably declined DEP’s reasonable request that they share with us their data and their sample locations. This in itself raises credibility questions.
    Das Duke Paper scheint auf nur wenigen ausgesuchten Proben eines bestimmten Geiets zu beruhen, welches schon vorher nachweislich [Methan-]Probleme hatte. Das würde bedeuten, dass die Studie selbst statistisch und technisch nicht neutral ist.
    Es ist weiterhin eine Tatsache, dass das Methan das in diesem Gebiet auftritt aus der flacheren Ober-Devon-Formation stammt die ca. 350 -- 1000 Meter tief liegt [und in der nicht gefrackt wird!] und nicht aus den tiefen Shale-Formationen des Marcellus-Felds in 2500 Meter Tiefe [in denen tatsächlich gefrackt wird]. Dennoch versucht das Paper fälschlich, die Gasquelle im tiefen Marcellus-Feld zu verorten. Und schliesslich haben sich die Autoren der Studie unerklärlicherweise geweigert, der vernünftigen Anfrage des DEP zu entsprechen, in der sie aufgefordert wurden, ihre Rohdaten und Probenahmestellen offenzulegen. Schon allein das macht die Vertrauenswürdigkeit der Studie fraglich.

    So etwas als ‚Fraglich‘ zu bezeichnen ist sehr höflich. Tatsächlich ist es das Todesurteil für die Qualität jeder Art von analytischer Untersuchung, wenn das verweigert wird -- vor allem, wenn eine Staatsbehörde die Anfrage stellt.
    Diese ‚Sudie‘ ist nicht mal das Papier wert, auf dem sie gedruckt ist.

  56. 54. FK 9 Pilot

    Es kann gar nicht genug shit für die grüne Claudia und ihre menschenverachtenden GenossenInnen ( :-) ) geben…

    Aber, in dem n-tv-Beitrag wird weichgespült und verharmlost. So sei es ja wahrscheinlich nur ein klitzekleines redaktionelles Versehen gewesen usw. Die Wahrheit und Absicht derartiger grüner Absonderungen ist dagegen offensichtlich -- aber eben nicht für grüne Redaktionsstubenhocker…

  57. die Facebook-Kommentare
    http://www.facebook.com/Roth/posts/10151525525735664

    auf der Claudi ihre Seite sind aber echt lesenswert. Da meint man, echt berechtigte Hoffnung für dieses Land entwickeln zu können.

    Aber, in dem n-tv-Beitrag wird weichgespült und verharmlost

    .

    Ich war überrascht, dass die grünen n-tv-Redakteure das überhaupt bringen. Mehr kann man von dem Sender nicht erwarten, der mal Ted Turner und Kohlberg Kravis Roberts gehört hat. Die bringen (fast) jeden Tag einen neuen „Beweis“ für „globale Erwärmung“.
    Heute fällt es schwer. In Belgien wurde der kälteste 12.März seit 1888 ausgerufen.

  58. Bei 60mSv/a liegt die Strahlungsenergie in, um und um Fukushima herum. In Europa gibt es bis zu 20mSv/a natürliche Strahlung und im Iran sogar 200mSv/a.

  59. Angesichts der hyperventilierenden Journalisten infolge der „Atomkatastrophe“ ist der Eintrag in Wikipedia über Verletzte dieses „GAU“ fast schon Realsatire:

    Durch das Erdbeben wurden laut NISA fünf Mitarbeiter leicht verletzt. Ein weiterer brach sich beide Beine und einer erlitt einen Herzinfarkt. Zwei Personen wurden danach vermisst und drei Wochen später im Keller eines Turbinenhauses tot aufgefunden.
    Die Explosion des Reaktorgebäudes 1 am 12. März und der dabei entstandene Rauch verletzten laut NISA vier Personen leicht. Ein weiterer Mitarbeiter erlitt an diesem Tag einen Schlaganfall.
    Durch die Explosion in Reaktorblock 3 am übernächsten Tag wurden nach NISA-Angaben elf Personen leicht verletzt, darunter vier Mitglieder der Streitkräfte. Ein Bericht des Daily Telegraphs, bei der Explosion seien sechs Mitarbeiter der Japanese Central Nuclear Biological Chemical Weapon Defence Unit unter den Trümmern begraben worden, blieb unbestätigt.
    In der nachfolgenden Zeit meldete die NISA verschiedene, überwiegend kleinere Verletzungen und Erkrankungen, die mit Arzt- oder Krankenhausbesuchen verbunden waren: Mehreren Arbeitern wurde unter den Atemschutzmasken unwohl, einer stolperte daher und verletzte sich am Knie, einer erlitt eine Augenverletzung durch austretendes Kühlwasser an einer Betonpumpe, und ein anderer verletzte sich beim Fall von einer Leiter.
    Am 14. Mai wurde ein 60-jähriger Arbeiter beim Tragen von Material im Abfallentsorgungsgebäude bewusstlos und verstarb. Eine radioaktive Kontamination lag nicht vor; die Ärzte vermuteten einen Herzinfarkt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima#Opfer_und_Verletzte

  60. Auf FACEBOOK, wo Campact dazu aufruft „TRINKWASSER SCHÜTZEN -- GEGEN FRACKING UNTERSCHREIBEN UND INFO TEILEN” wird gerade um die Wette hyperventiliert …. frei nach dem Motto:

    „Keine-Ahnung-was-das-ist-aber-ich-bin-natürlich-dagegen! …..Klingt ja schließlich böse und nützt sicher nur den Scheiß-Fossilkapitalisten.”

    Fernando Delgado ich will so ne fracking scheiße nich okay !! was auch immer des is

    Mimmi Wimmi verrecking, ja , kriminelle geldgierige leute wollen die umwelt schädigen und die erde verschandeln, solche leute müßten sofort angezeigt werden und in vorbeugehaft, unsere natur muß auch noch in 1000 jahren menschen dienen und nicht jetzt gierigen abzockern auf kosten der steuerzahler

    Klaus Hoffmann hallo Dennis Bikowski, vor 1-2 Wochen war eine Sendung in den Öffentlich rechtlichen…. die Ammis habe ganze Landstriche mit diesem System Verwüstet..In einigen kleinen gemeinden ist das Trinkwasser nicht mehr geniesbar…las das doch in deinem Garten machen..

    Paul Superdrohne die die das abbauen leben nicht hier die sitzen auf ihrer insel und schlürfen ihren sekt!

    Jürgen Beitzel wer möchte schon, daß sein trinkwasser wie in den usa brennt

    Gerd Huber unterzeichnet! keine Lust auf brennendes Trinkwasser!

    Christian Weber gab es schon in teilen der usa inkl schwersten nervenschädigungen bei menshcen durch verseuchtes grundwasser! hat russland nicht genug ungefährliches gas!!???

  61. Ich bin einmal auf Anregung eines kritischen Lesers, der monierte, dass ich zu sehr auf Aussagen von Behörden poche, einem Fall nachgegangen. Er soll zeigen, dass man keineswegs ‚glauben‘ muss, sondern durch kritisches Denken und ein wenig Wissen selbst zu einem fundierten Standpunkt gelangen kann.

    Derzeit wird in Deutschland die schreckliche Benzol-Verseuchung als Stimmungsargument gegen Fracking aufgebaut.
    Auf der Seite Bürgerinitiative: „No Fracking“ im Erdgasfeld Völkersen wird sie als Hauptgrund dafür kommuniziert, dass Fracken verboten werden soll.

    Der Leitsatz dieser Bürgerinitiative ist: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Erdgasförderung, es darf nur keine Gefährdung für Mensch, Tier und Umwelt geben. Weder jetzt noch in der Zukunft.“

    Die erste Frage: Ist das realistisch?
    Gibt es IRGENDETWAS, das völlig gefahrlos für Mensch, Tier und Umwelt ist?
    Man braucht eigentlich gar nicht nachzudenken, um das mit einem klaren Nein zu beantworten. NICHTS, was ein Mensch tut, ist völlig gefahrlos, das ist gar nicht möglich.
    Man braucht dazu gar kein spezielles Wissen, denn es ist allgemein bekannt: Für den Strassenverkehr zahlen wir jährlich mit tausenden von Menschenleben, zerstören die Natur, vergiften die Umwelt.
    Aber wenn man sich einfach mal die ‚Konkurrenzprodukte‘ ansieht und ein bisschen recherchiert, findet man noch naheliegendere Beispiele.
    Der erste Nachdenk-Anstoß: Prüfe die Alternativen genau so kritisch wie das, was verdammt wird!
    Selbst Photovoltaik-Anlagen sind gefährlich, sie fordern pro Jahr etwa 5 -- 10 Menschenleben und ein Vielfaches an Schwerverletzten schon allein deshalb, weil Monteure bei der Arbeit abstürzen. Die bei der Herstellung verwendeten Chemikalien sind hochgiftig und schädigen die Beschäftigten und stellen bei der Entsorgung ein erhebliches Umweltproblem dar.
    Die seltenen Erden, die in Windräder eingebaut werden, sind die Ursache von verheerenden Umweltkatastrophen in China, wo sie abgebaut werden -- 50% der gesamten Neodym-Produktion gehen in die Windräder!
    Die Produktion von ‚Bio‘-Gas ist einfach eine einzige riesige Sauerei, ständig passieren dabei schwerste Umweltschäden.
    Die erste Antwort: Die Ziele dieser Bürgerinitiative sind völlig unrealistisch und absurd. Diese Leute fordern etwas unmögliches und man kann sie nicht ernst nehmen.

    Es kam in Völkersen zu einem Austritt von ‚Lagerstättenwasser‘ aus Rohrleitungen, die dieses schmutzige Tiefenwasser zur Entsorgung ableiten sollten. Dabei wurde der Boden mit Benzol kontaminiert.

    Die zweite Frage: Hat das etwas mit Fracking zu tun?
    Scheinbar ja, denn wenn dort nicht gebohrt worden wäre, wäre ja auch kein Lagerstättenwasser nach oben gekommen.
    Aber halt!
    Der zweite Nachdenk-Anstoß: Prüfe genau, ob eine wirkliche Beziehung gegeben ist
    Tatsächlich werden hier Äpfel mit Birnen vermengt, denn solches ‚Lagerstättenwasseer‘ tritt natürlich IMMER auf, wenn man tief in die Erde geht, auch beim ganz normalen Gas- oder Ölbohren, beim Kohlebergbau, bei jeder Art von Bergbau. Es wurde nicht durch die spezifischen Methoden des Frackens verursacht
    Die zweite Antwort: Das ist KEIN Argument gegen das Fracking, sondern höchstens gegen den Bergbau ganz allgemein und niemand, der geistig gesund ist, kann verlangen, dass JEDE Art von Bergbau verboten werden soll, weil das riskant ist.

    Nun muss man der BI zugute halten, dass sie recht gute Basisinformationen anbietet. Sie weist z.B. selbst darauf hin, dass das giftige Benzol auch in Benzin drin ist, sogar in erheblichen Mengen.
    Aber in der Öffentlichkeit und den Medien wird von einer ‚Katastrophe‘ gesprochen, die da passiert ist. Wir erinnern uns gerade nur zu gut daran, dass vor zwei Jahren in Fukushima auch eine ‚Katastrophe‘ passierte, die aber aus einem Tsunami bestand und nicht aus der Havarie der Kernkraftwerke: An der Strahlung ist nämlich NIEMAND gestorben und, mit Verlaub, ein Ereignis, das kein einziges Menschenleben forderte, ist keine Katastrophe!

    Deshalb die dritte Frage: Wie groß ist denn die ‚Katastrophe‘?
    Benzol ist ein starkes Gift. Nur sachkundige Personen dürfen es überhaupt handhaben. Aber jedes Gift hat Schwellenwerte, bei denen es eben nicht mehr giftig ist. Beim Benzol liegen die bei einer Verdünnung auf 0,1%. Solche Verdünnungen sind nicht mehr giftig. Für Ottokraftstoff gilt sogar eine Sonderregeln, Benzin darf 1% Benzol enthalten und dennoch an Nicht-Sachkundige abgegeben werden obwohl es durch diesen hohen Benzolgehalt als ‚Gift‘ klassifiziert ist.
    Da das Lagerstättenwasser von Völkersen nur 0,05% Benzol enthält, ist es also erst mal nicht giftig.
    Dennoch soll es nicht in den Boden gelangen, sagt der Gesetzgeber, das ist auch gut so. Aber wie viel Benzol ist denn in den Boden gelangt?
    Die RWE als Betreiber gibt hier Informationen: http://tinyurl.com/dxcywqj
    Entlang der undichten Leitung besteht auf einer Fläche von ca. 15.000 m2 Sanierungsbedarf bis zu Tiefen von 5 Meter. Das sind 75.000 m3. Aufgrund der Analysen ist mit einer mittleren Benzolkonzentration von grob geschätzt 250 µg/Liter zu rechnen.
    Insgesamt sind also wohl etwa 20 Kilogramm Benzol ins Erdreich gelangt.
    Der dritte Nachdenk-Anstoß: In welchem Verhältnis steht denn das?
    Da Benzin so viel Benzol enthält und sehr viel Benzin umgeschlagen wird und dabei auch viel Benzin verschüttet wird und verdampft, werden auch sehr große Mengen Benzol freigesetzt. Man schätzt, dass in Deutschland pro Jahr ca. 57.000 Tonnen(!) in die Luft gelangen. 20 Kilogramm mehr sind da schlicht und einfach gar nichts.
    Zusätzlich ergaben Untersuchungen, dass in Völkersen weder in Trinkwasser noch in Feldfrüchten oder Fleischprodukten erhöhte Benzolwerte auftraten.
    Die dritte Antwort: In Völkersen hat es, nüchtern betrachtet, einen kleinen Betriebsunfall gegeben, der für nichts und niemand eine echte Gefahr darstellte. Der Schaden wird saniert, Unkosten werden entschädigt (Z. B. die Bauern, die sicherheitshalber die Felder entlang der Trasse auf einer Fläche von 40 ha vorläufig nicht mehr bewirtschaften). Es gibt keine Langzeitfolgen und eigentlich sollten alle, bis auf die RWE vielleicht, glücklich sein.

    ——————————————————————————————

    Das sind also die erschröcklichen Gefahren des Fracking, wenn man genauer auf die Propaganda schaut und sich selbst Gedanken macht: Sie existieren einfach nicht, Fracking ist harmlos und sicher, die ganze Abwehr und Angst ist reine Hysterie.

  62. Sehr schön, dass sich doch einige Leute mit dem Thema Hydraulic Fracturing unaufgeregt und umfassend auseinandersetzen. Ich selbst betreibe einen Blog, der sich unabhängig mit der Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland auseinandersetzt und dabei natürlich auch die Propaganda der BI und der Medien (insbesondere NDR) thematisiert und deren Lügen anhand von seriösen Quellen aufdeckt/widerlegt.

    Für alle, die es interessiert: erdoelerdgasdeutschland.wordpress.com

    sowie: http://www.facebook.com/pages/Erd%C3%B6l-und-Erdgas-in-Deutschland/516793265039487 (bitte „liken“).

    Ich bedanke mich für Eure Unterstützung.

    Euer Istvan

  63. Recht gute Zusammenfassung was Shalegas und -oil für die USA und darüber hinaus bedeutet, ist im Wall-Street-Journal zu lesen:

    Der dämpfende Effekt des größeren Angebots auf die Energiepreise ist ein weiterer wichtiger Vorteil für die US-Wirtschaft. Auch wenn es bisher noch nicht so aussehen mag, aber das steigende Angebot aus den USA deckelt auch die globalen Preise. Die Analysten der Bank of America-Merrill Lynch schätzen, dass die USA im vergangenen Jahr gerade mal 76 Milliarden Dollar für Erdgas bezahlt hat. Das sind 140 Milliarden weniger als noch 2008. Diese Ersparnis ist größer als die Senkung der Einkommenssteuer 2011 gebracht hat. Und anders als diese fällt sie wohl auch in den nächsten Jahren noch an.

    Die billigere Energie hilft auch Bernanke, die Inflation im Griff zu behalten – immerhin die größte Sorge, die mit der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank einhergeht. Und das Extrageld in den Portemonnaies der Verbraucher, sowohl wegen des eingesparten Benzinkosten als auch der neu geschaffenen Jobs aufgrund der steigenden Ölproduktion im Lande, fördert die Konjunkturerholung<> nach der jüngsten Rezession.

    Diese, die amerikanische, Energiewende hat zur Folge, dass die Verbraucher Extrageld in den Portemonnaies haben. Und bei uns?

  64. @ Gefährdung für Tier und Mensch. Ich habe über einen pingback bei American Viewer Artikel zu Unfällen im Zusammenhang mit dem Windkraftausbau gefunden:
    Windmühlen Unfälle Grossbritannien. bis heute 99 Tote, (incl. Zulieferer) http://www.caithnesswindfarms.co.uk/accidents.pdf
    Tödliche Unfälle global http://www.wind-works.org/cms/index.php?id=340&tx_ttnews%5Btt_news%5D=164&cHash=286b80c2e2af695492a9bb1d94513821

  65. Hat jemand von Euch eigentlich eine Ahnung, wovon er da redet? Mich würde gleich zu Beginn mal interessieren, wie viele Chemiker, außer mir, hier noch anwesend sind, denn bei allem, was ich gerade eben so gelesen habe, bekomme ich leider Brech-Durchfall…

    Ich habe leider weder die Lust, noch genügend Opium , um die ständigen Schmerzen meiner, sich windenden Gehirnzellen zu unterdrücken, um hier jetzt alle Halb- und Unwahrheiten vom Tisch zu fegen. Die ein oder andere gravierende Falschaussage werde ich jedoch gnädiger Weiße nun korrigieren:

    1.) RWE sagt, sie würden laut deutscher Gefahrenstoff weder umweltgefährdende Stoffe, noch giftige Stoffe einsetzen. Das ist richtig, aber Säuren, wie z.B. Schwefelsäure sind weder als N noch als T oder T+ gekennzeichnet. Die meisten Säuren laufen unter C für ätzend, aber nicht mehr. Ich würde als zu gern den ein oder anderen User hier ein frisches Glas konzentrierte Schwefelsäure trinken sehen. -> Weder umweltgefährdend noch giftig und trotzdem würde es manchen sauer aufstoßen….

    2.) Radioaktivität. Ja es gibt sie und Fracking hat durchaus was damit zu tun. Wer das leugnet, hat erstens keine Ahnung und sich zweitens wohl noch nie damit beschäftigt, was Fracking eigentlich bedeutet! Durch Fracking wird Gestein und unerwünschtes Mineral aufgebrochen, bzw. aufgelöst. Wie auf der Radonkarte für Deutschland des Bundesamtes für Strahlenschutz ersichtlich, befindet sich an manchen Stellen durchaus einiges von diesem Spaltprodukt des Urans, welches damals in der DDR sogar bergmännisch abgebaut wurde. Crackt man nun das Gestein, kann dieses radioaktive Edelgas Radon ungehindert mit dem Erdgas zusammen an die Oberfläche strömen, bzw. die festen Substanzen, wie das Uran selbst, werden mit dem Flowback zurückgespült und in offenen Becken gelagert, in dem dann der Rest der leichtflüchtigen Chemikalien in die Umgebung entfleucht. Das Radon wird mit dem Erdgas dann direkt in die Haushalte geliefert. Für eine strahlende Zukunft.

    --> Fakt: Erst informieren und dann posten. Und vor allem mal Fakten und nicht immer so Verschwörungstheorien!
    Wenn wir wirklich fracken und sich der Scheiß dann doch bewahrheitet, sollte man Euch Alle jeden Tag was aus’m Hahn zapfen lassen, damit ihr seht, wie ungefährlich doch das ganze ist. Na dann, prost…

  66. #66

    Bravo !!! ……Beinchen gehoben, zorngerötete Denkblase entleert….. ahh, erleichtert !!!

  67. @Smith
    Na, wer schickt Dich denn zu uns?
    Schon mal davon gehört, das man auch bei der Tiefengeoethermie fracken muss?
    Schon mal davon gehört, das die natürliche Radioaktivität zu unseren Alltag gehört?
    Schon mal ne Konzentrationsangabe zu den Frack-Flüssigkeiten gesehen oder gelesen oder sogar verstanden?
    Schon mal ne Tüte Erdgas geschnuffelt…….oder eine undichte Gasleitung im Haus gehabt, ansonsten wandert dat Gas nämlich nur in den Heizkessel und dann als Verbrennungsprodukt übern Schornstein wieder raus.

    Und hier noch die ultimative Frage…..wieviel Trinkwasser aus dem Hahn säufst Du so am Tag…..und wo kommt dieses Wasser ursprünglich her?
    Zusatzinfo……ist Dir bewusst, das uns Morgen schon der Himmel auf den Kopf fallen kann oder Deine nächste Schiffsreise am Ende der Erdscheibe runterfallen kann?
    Ok……Nur immer schön weiter ungefragt die üblichen Parolen verbreiten, denn inzwischen kichern hier uff´n Blog sämtliche Wissenschaftler und Techniker dermassen drüber, dat die Gefahr besteht, dat unser Zwerchfell ernsthaften Schaden nimmt.
    Winke, winke Po
    Onkel Heinz…….hat schon totales Frack-Sausen

  68. Hat jemand von Euch eigentlich eine Ahnung, wovon er da redet? Mich würde gleich zu Beginn mal interessieren, wie viele Chemiker, außer mir, hier noch anwesend sind, denn bei allem, was ich gerade eben so gelesen habe, bekomme ich leider Brech-Durchfall…

    Soso, Sie sind Chemiker. Dann ist aber Ihr 1.) sehr ärmlich. Denken Sie mal an Salzsäure im Magen oder Phosphorsäure in Cola. Viel Erfolg!
    JH

  69. 66. ist bisschen sehr arm.

    Zumal in Deutschland auch schon seit Jahrzehnten gefrackt wird.

  70. @ Smith #66

    Zum Glück kann ich ,mit einiger Sicherheit annehmen, dass Sie kein Chemiker sind. Ihre Ahnungslosigkeit ist fast noch penetranter als Ihre schlechten Manieren. Sollten Sie sich weiter in diesem Tonfall äußern wollen, würde ich die entsprechenden Passagen löschen.

    Sie, scheinen wie Sie in Punkt 1) offenbaren, nicht das geringste Verständnis dafür zu haben, dass die Dosis ausmacht ob etwas als gefährlich oder als völlig unbedenklich einzustufen ist. Es müsste für Sie daher eigentlich schockierend sein, dass sie in Ihrem Magen 0,5%ige Slzsäure mit sich tragen. Und, Schwefelsäure spielt beim Fracking keine besondere Rolle und kommt dort kaum zum Einsatz. Die in Deutschland eingesetzten Fracking Flüssigkeiten stellen aufgrund der geringem Konzentration der eingesetzten Chemikalien kein kennzeichnungspflichtiges Gemisch dar (Hier eine Übersicht über eingesetzte Chemikalien bei verschiedenen Frac-Maßnahmen in Deutschland). in der BGR-Studie aus dem letzten Jahrkommen die Geowissenschaftler zu dem Schluss:

    “Die Risiken von Fracking-Maßnahmen im geologischen Untergrund stellen sich im Vergleich zu möglichen Unfällen bei obertägigen Aktivitäten als gering dar. durch standortbezogene Voruntersuchungen können Fracking-Maßnahmen so geplant werden, dass ein unkontrolliertes Entweichen der Fracking-Fluide aus dem unterirdischen Riss in angrenzende Formationen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.”

    Ich habe zum Thema Fracking in einem frühren Artikel einiges an Informationen zusammengetragen.

    Gleiches, nämlich dass die auftretende Dosis so gering ist dass man sie vernachlässigen kann,gilt auch für das Radon. Davon gast in jeder Sekunde eine solche Menge ohnehin aus dem Boden in die Atmosphäre, dass der Beitrag den die Gasförderung dazu leistet völlig zu vernachlässigen ist. An vielen Stellen in Deutschland und Europa ist auch das aus dem Boden entweichendes Radon dafür verantwortlich dass die natürliche Radioaktivität dort deutlich höher als etwa in den gesperrten Gebieten um Fukushima ist. Das bisschen Radon mehr führt da zu keiner messbaren Veränderung.

    Ihren Appell Erst informieren und dann posten hätten Sie besser mal selbst beherzigt. Und, penetranten Beleidigungen und Unterstellungen werde ich ab sofort konsequent löschen. Wenn Sie nur rumpöbeln wollen sind Sie hier falsch.

  71. @ Jürgen Hartung

    Da hatten Sie wohl beim Lesen von Smiths Ergüssen die gleiche Assoziation.

  72. @ 72 Hallo Herr Kipp,
    Jo.
    Sie haben allerdings mit Recht noch darauf hingewiesen, dass grundsätzlich solche überheblich pöbelhaften Beiträge nicht in diesen Blog gehören.
    Herzliche Grüße von JH

  73. So, nun hat sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen auch geäußert

    Das Ergebnis war mir längst klar: Eine Alterntive zur Energiewende wird es in diesem Land nicht geben.

    Wie man diversen Kommentaren zu dieser Meldung in anderen Medien entnehmen kann -- bei SPON sind diese noch recht ausgewogen -- trägt die monatelange mediale Gehirnwäsche „Fracking ist böse,böse,böse“ nun ihre Früchte.
    Echt traurig alles, meint
    JH

  74. @ Hartung:

    Das sehe ich etwas anders. Das Ergebnis ist weit besser, als zu erwarten war:

    Der Umweltrat setzt nun auf Tests: Fracking solle „zunächst nur im Rahmen von Pilotprojekten, die aussagekräftige Erkenntnisse zu den Risiken des Frackings ermöglichen“ zugelassen werden, heißt es im SRU-Gutachten.

    Nach Ansicht des Sachverständigenrats ist die Technologie erst dann verantwortbar, „wenn Pilotprojekte zu einem positiven Ergebnis führen“. Die Kosten für die Pilotprojekte und Probebohrungen müssten „selbstverständlich“ von der Industrie getragen werden, sagt der SRU-Vorsitzende Martin Faulstich.

    Mehr als solche Pilotprojekte will die Industrie derzeit auch nicht. Daß diese zu einem positiven Ergebnis führen, scheint mir sicher. Der SRU öffnet also die Tür fürs Fracking, statt sie zu schließen.

    Ich werde an diesem Kongreß teilnehmen und auch darüber berichten.

  75. Ich habe mir die Mühe gemacht und den Fracking report des SRU einmal durchgelesen. Umweltrat_Fracking
    M.M. nach besteht er im wesentlichen aus Bedenken die durch das Vorsorgeprinzip getragen werden und dieses wiederum basiert darauf dass der SRU erklärt dass man (er schliesst von sich auf den Rest der Welt) eigentlich nichts genaues weiss. Dafür werden dann eben dann auch mit entsprechenden Vermutungen das Nichtwissen ersetzt (besonders im ökonomischen Bereich. da keines der Mitglieder einen entsprechenden Hintergrund hat, die Situation in den USA wird mit Begründungsschemata relativiert die stark an die bekannten Pseudo-Argumente von Energywatch erinnern).
    Interessant ist dann die Zusammenfassung am Ende (S.45):

    „Im Ergebnis kommt der SRU hinsichtlich des Frackings zur Schiefergasförderung zu folgenden Schlussfolgerungen:

    – Fracking ist energiepolitisch nicht notwendig und kann keinen maßgeblichen Beitrag zur Energiewende leisten.
    – Fracking ist im kommerziellen Umfang derzeit wegen gravierender Wissenslücken nicht zuzulassen.
    – Fracking ist erst auf der Basis positiver Erkenntnisse aus systematisch zu entwickelnden Pilotprojekten verantwortbar. “

    Diese Allzweck-Formulierung ist m.M. nach als Begründung dafür geeignet, dass kein Politiker aus Angst vor den gleichgeschalteten Medien jemals Fracking öffentlich unterstützen wird.

    Interessant in diesem Report ist auch, dass hier ausdrücklich nur Fracking zur Gas- und Ölförderung behandelt wird. Fracking zum Aufschliessen von Geothermie Aquiferen ist ausdrücklich nicht erwähnt. Da gilt auch das sonst so strapazierte Vorsorgeprinzip nicht. Der SRU weiss also offenbar genau, was seine Auftraggeber im BMU und insbesondere die dortige Zweigstelle der EEG-Lobby von ihm erwartet und hat entsprechend gehandelt.

  76. Ich hab auch in den Bericht kurz reingeschaut.
    Darin stand u.a. niedrigere Haushalts -Wärmepreise seien aus Klimaschutzgründen nicht wünschenswert, weil sie Anreize zur Wärmedämmung verringerten.
    Das brauch man wohl nicht zu kommentieren.

  77. #76

    Fracking ist energiepolitisch nicht notwendig und kann keinen maßgeblichen Beitrag zur Energiewende leisten.

    Das sieht nach einem pathologischen Fall von Tunnelblick* aus.

    *Wikipedia: „im übertragenen Sinne die Unfähigkeit oder Unwilligkeit, Dinge wahrzunehmen, die außerhalb dessen liegen, wofür sich der Betroffene aktiv interessiert – „Scheuklappen““

  78. @ Smith #27:
    Ich bin Chemiker und ich bin hier nicht der einzige.
    Sind Sie denn einer?
    Das möchte ich bezweifeln, denn wer die Wirkung von -- noch dazu getrunkener! -konzentrierter Schwefelsäure mit der Wirkung einer stark verdünnten Säure im tiefen Fels einer Bohrung vergleicht, ist, mit Verlaub, ein Schwachkopf.
    Trinken Sie mal ein Glas konzentrierte Salzsäure! Sie sterben daran. Doch als 0,1 M in ihrem Magen ist sie völlig harmlos.
    Trinken Sie mal reine Essigsäure! Sie sterben daran. Doch verdünnt im Salat ist sie völlig harmlos.

    Und dann zeigen Sie sich auch noch als Musterschüler des falschen Denkens, das ich in meinem Beitrag # 61 ansprach.
    ALLES, was aus der Erde kommt, ist mit Radon kontaminiert: Konventionelles Erdgas, Kohle, Wasser (Auch Trinkwasser!) Erze, Erdöl. Auch die Steine, aus denen Häuser gebaut werden gasen Radon aus und Radon strömt in die Keller.

    !. Was hat das speziell mit Fracking zu tun?
    Nichts.
    Es ist ein allgemeines Problem des Bergbaus. Wollen Sie JEGLICHEN Bergbau verbieten?

    2. In welcher Relation steht das?
    Es ist völlig unbedeutend.
    Andere Radon- bzw. Strahlungsuellen haben einen sehr viel grösseren Einfluss auf die Gesamtdosis, insbesonders sind regionale Unterschiede der Strahlungsdosis um mehrere Grösseordnungen gewichtiger als die Mengen, die durch die Gasförderung in die Biospäre gelangen.

    Kurz: Sie reden Unfug. damit können Sie vielleicht Omis bei Kaffeeefahrten Angst einjagen, aber weiter reicht’s nicht. Und als Chemiker sind Sie schlicht und einfach eine Schande für die Zunft.

  79. Sorry, soll natürlich heissen:
    @ Smith # 66

  80. Man kann sich hier
    mal anschauen, was wir mit Gülle auf die Felder bringen.

    Da gast ein giftiges Gas aus. Ammoniak.

  81. Wollen Sie mir die herzhaften Lakritz-Bonbons madig machen? :-(

  82. Nein.
    Vielleicht geben sie es nicht unbedingt zu häufig ihren Kindern.
    http://www.chemieunterricht.de/dc2/nh3/nh4-toxizitaet.htm

    Aber immerhin Gülle essen wir nicht direkt.

  83. Ich glaube nicht, dass dieser Link schon mal gepostet wurde:
    Truthland -- Dispatches from the real Gasland

    Ein Filmprojekt als Antwort auf ‚Gasland‘ -- Leider nur in Englisch.
    Der 35.Minuten Film ist frei in voller Länge abrufbar. Frischt auch das Englisch ein bisschen auf 😉

  84. zur info: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/methan-im-grundwasser-gase-durch-fracking-im-trinkwasser-a-907694.html

  85. #85. karl

    zur info: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/methan-im-grundwasser-gase-durch-fracking-im-trinkwasser-a-907694.html

    was willst Du damit sagen????

    karl.s

  86. Ich denke, Karl möchte darauf hinweisen, dass die Fälscherwerkstatt in der Duke University immer noch aktiv ist.
    Siehe dazu # 55.

  87. #87. Tritium

    Ich denke, Karl möchte darauf hinweisen, dass die Fälscherwerkstatt in der Duke University immer noch aktiv ist. Siehe dazu # 55.

    hmmm, meinst wirklich 😉 na gut, interpretieren wir das mal so.

    karl.s

  88. Allmählich, aber noch unter falschem Blickwinkel, dämmert es ein paar Journalisten nun auch:
    Fracking ist ein geopolitischer game-changer, die Supermacht USA hat immer weniger Gründe, für andere die Kastanien us dem Feuer zu holen:

    China und der Nahe Osten: Die widerstrebende Weltmacht

    Vor allem aber setzt der Wechsel an der Spitze der Öl-Importeure allmählich einen Grundsatz der Weltpolitik außer Kraft, der fast 60 Jahre lang galt: Der Westen brauchte Öl aus dem Nahen Osten, also sorgte die Supermacht des Westens dafür, dass das Öl sicher fließt. Die Stabilität des Nahen Ostens ist ein teures Gut, die Patrouillenfahrten der US-Flugzeugträger zwischen dem Suez-Kanal, der Straße von Hormus und dem Horn von Afrika haben Milliarden verschlungen -- von Amerikas Kriegen in der Region zu schweigen.
    Wie lange wird Amerika diese Kosten noch tragen?

    Im Spiegel ist von China die Rede.
    Aber genau das geiche gilt für Europa und insbesonders Deutschland!
    Wie wollen WIR denn unsere Öl-Importe ohne die US Navy sichern, auf deren Carrier Battle Groups (Flugzeugträger-Schlachtflotten) unsere Versorgungssicherheit letztendlich beruht?
    Die ‚Energiewende‘ wird uns keinen Ausweg bieten, das ist klar: Selbst das utopische Ziel von 1 Million E-Mobilen wird NICHTS an unserer Abhängigkeit vom Öl ändern!

    Ich wollte wirklich, dass meine Vorhersagen über genau diese Situation, die ich schon lange antizipierte, falsch gewesen wären…

  89. Thomas Sowell hat vor einigen Jahren gesagt.
    „Das Risiko die Menschen eingehen wenn Sie für 50 Jahre im Umkreis von 7 Kilometern eines Kernkraftwerkes leben ist vergleichbar mit 16 Kilometer auf einer Autobahn zu fahren oder eine halbe Stunde in einer Kohlemine zu arbeiten oder sechs Minuten in einem Kanu zu fahren. Und ich denke an alle diese Umweltschützer die angst für die Sicherheit eines Kernkraftwerkes haben während sie in ihrem Kanu sitzen.“

    http://youtu.be/5ukj8qNcj1s?t=5m20s

  90. Ehrlich gesagt sitze ich da doch lieber in meinem Kanu. Für mein Kanu bin ich immer noch selbst verantwortlich. Ich glaube nicht das da ein Fall ins Wasser mein Erbgut angreifen würde…ausser es passiert vor der Küste in Fokushima. Was für ein aberwitzig lustiger Mann ist doch dieser Thomas Sowell. Um und in Tschernobyl wächst wieder Idylle. Nichts weist auf den dortigen Unfall hin. Seltene Tiere siedeln sich wieder an. Diese Tiere leben im allgemeinen naturgemäss nicht solange das die Folgen dieser Katastrophe bei ihnen eine Auswirkung zeigt. Ob es da zu Fehlgeburten diesbezüglich kommt oder gekommen ist weiss ich leider nicht. Was ist mit der Atombombe in Hiroshima? Gibt es etwa keine Spätfolgen an den menschlichen Nachkommen -- oder können sie da eher froh sein das sie nicht Kanu gefahren sind? Ich bin kein Chemiker aber hier zu den wissenschaftlichen Untermauerungen für die „böse“ Energie den „deutschen Mut“ raushängen zu lassen der keine Angst vor Kernkraft hat ist irgendwie lächerlich. Ja ja…diese Ökofreimaurer.

  91. Ps.: Keine Angst vor der Kernkraft aber Schiss vor der Pornoindustrie. : ))

  92. Mir ist schon klar das auch die Energiewende mit Lügen arbeitet, dass da eine bestimmte komplexer werdende Lobby am entstehen ist. Das Machtverhältnis verschiebt sich lediglich. Ich glaube das die Angst eher dahin zielt, das aus der Energiewende heraus Technologien heranreifen könnten, die den Menschen weitgehend aus der Abhängigkeit von Wirtschaft und Staat entlässt. Fiktion? Probieren wir es doch mal aus. Angst vor dem Feuer??? Oder lachen wir lieber über die Ängstlichkeit der Ökolobby? Der Spieß lässt sich eben doch leicht herumdrehen.

  93. @ Marcel Happich

    #91: Wenn Sie vor der Küste von Fukushima mit dem Kanu unterwegs sind, dann stellt das Paddeln im Meer sicher eine größere Gefahr dar, als die Radioaktivität im Wasser. Die ist an vielen Stellen der Welt höher, dort allerdings aufgrund natürlicher Ursachen. Besonders vorsichtig sollten Sie vor der Küste von Guarapari in Brasilien sein. Dort ist die natürliche radioktive Strahlung etwa 20 mal höher als in den „Todeszohnen von Fukushima“. Die 1679 gegründete Stadt hat im Vergleich zum Rest Brasiliens keine erhöhten Raten von Krebs, Geburtsdefekten oder anderen Erkrankungen.

    #93: Die Energiewende in der jetzigen Form ändert ja nichts an unserer Abhängigkeit von den konventionellen Stromproduzenten. Es kommt nur noch hinzu, daß wir ein paralleles System mit durchzufüttern haben das seinerseits davon abhängig ist, daß es nach wie vor eine konventionelle Stromerzeugung gibt. Und das zu horrenden Extra-Kosten ohne irgendeinen Mehrwert.

    Selbstverständlich dürfen Sie sich gerne unabhängiger machen und Ihren Strom selbst per PV-Anlage und Speicher produzieren. Dieser Strom wird halt nur deutlich teurer sein, als der den Sie von Ihren Stadtwerken beziehen.

  94. Ich glaube das die Angst eher dahin zielt, das aus der Energiewende heraus Technologien heranreifen könnten, die den Menschen weitgehend aus der Abhängigkeit von Wirtschaft und Staat entlässt.

    Das ist sehr unrealistisch.

    1. Es gibt keine ‚Abhängigkeit von der Wirtschaft‘, denn jedermann ist selbst Akteur der Wirtschaft. Ich erwirtschafte etwas und verkaufe es und versuche einen möglichst guten Marktpreis zu erzielen. Wohlgemerkt als Arbeitnehmer; ich verkaufe eben meine Arbeitskraft.
    Andererseits kann ich mit dem Erlös etwas kaufen oder auch nicht und ich kann mir aus den verschiedenen angeboten das frei aussuchen, welches mir am meisten zusagt.
    Wirtschaftlich bin ich also völlig unabhängig, ausser von den Marktgesetzen, die für alle Menschen gelten und die nicht aufhebbar sind.
    ‚Abhängigkeit von der Wirtschaft‘ ist nur ein ziemlich dummer, auf jeden fall anachronistischer Kampfbegriff, der auf dem (marxistischen) Konstrukt einer kapitalistischen Verschwörung gegen die Arbeiterklasse beruht.

    2. Die Abhängigkeit vom Staat dagegen wird durch die planwirtschaftliche ‚Energiewende‘ unermesslich vermehrt. Jetzt und auch in zukunft, denn das System funktioniert nur durch Zwang.
    Zwang, Subventionen zu zahlen, Zwang den Verbrauch zu regulieren, Zwang bestimmte Infrastrukturen zu schaffen usw.
    Der Staat wird zur Umverteilungsmaschine, zum ‚Großen Bruder‘, der den Markt ausser Kraft setzt.
    Sie mögen nun denken, dass vielleicht eine zukünftige Selbstversorgung mit fortschrittlicher Technik Unabhängigkeit gäbe -- aber für wen denn?
    Nur für eine relativ kleine Gruppe, die sich diese Selbstversorgertechnik auch leisten kann.
    Und die anderen?

  95. LÜCKENHAFTE PROPAGANDA FÜR FRACKING -- WICHTIGE PUNKTE AUSGELASSEN
    Nun, die Grundwasserverseuchungen durch Fracking sind mehr als bewiesen. Und wer das Leben schützen will, bohrt nicht in die Erde hinein, denn die Rückstände bei der Gewinnung von Fracking-Gas, Fracking-Öl oder Metallen sind HOCHGIFTIG und können bei Überschwemmungen alles vergiften. Fracking zu verbieten und stattdessen Sonnenstrom vorzuschreiben wäre eine gangbare Möglichkeit, das Fracking zu umgehen. Es gibt auch freie Energien, die bis heute von gewissen Öl-Magnaten (Rockefeller etc.) blockiert werden.

    Die Propaganda dieser Webseite für das kriminelle Fracking lässt jegliche Grundwasseruntersuchungen und Verseuchungen aus -- und das ist wirklich KEINE gute Propaganda!

    Hier sind drei gute Webseiten über Energie:
    1. Fracking=nationaler Selbstmord: http://www.geschichteinchronologie.ch/welt/fracking-me002.html

    2. Erneuerbare Energien: http://www.soziologie-etc.com/energien-erneuerbar/alle-zusammen/komb003-an-energiewende-festhalten-m-fotos.html

    3. Vortrag über freie Energien: http://www.soziologie-etc.com/energie-freie-technologien-FET/2012-11-24-vortrag-Robert-Stein-an-AZK-Chur-filmprotokoll.html

  96. Die Grundwasserverseuchung durch Fracking-Chemikalien ist viel groesser als angenommen. Die USA werden sich in 20 Jahren wünschen, nie damit angefangen zu haben…

  97. @ #96 und #97

    die Grundwasserverseuchungen durch Fracking sind mehr als bewiesen

    und

    Die Grundwasserverseuchung durch Fracking-Chemikalien ist viel groesser als angenommen

    Ja, diese Aussagen vernimmt man tatsächlich immer wieder. Allerdings gibt es gerade mal einige wenige Fälle, wo im Grundwasser aufgrund unsachgemäßer Bohrlochverkleidung Spuren von Fracking-Flüsigkeiten gefunden werden konnten. Und das bei mehr als 1 Millionen durchgeführten Fracking-Maßnahmen. Auf eine „Verseuchung“ des Grundwassers wartet die Umweltbewegung hierzulande und auch in den USA bislang vergeblich. Tatsache ist, dass die Risiken von Umweltschützern übertrieben dargestellt werden und Aussagen wie die obigen in der realen Welt keine Grundlage haben.


  98. Der Name ihrer WEB-Seite sagt ja schon alles.
    Möchtegernwissenschaft im Namen des Kapitals !

  99. Nur weil es aufgrund der verdrehten Beweislast keine bis wenige Fälle von bewiesenen Grundwasserverseuchungen gibt, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt. Die Unternehmen müssten beweisen, dass sie es nicht waren, die an den Verunreinigungen schuld sind und nicht umgekehrt. Sind die aufgezeigten Fälle im Film Gasland alle erfunden? Alles Schauspiel? Eine wahrlich waghalsige These.

  100. Eben kam auf NDR panorama eine geradezu objektiv anmutende Reportage zum Thema.
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Uebertriebene-Panik-Das-schlechte-Image-von-Fracking,fracking556.html

    „Wir fragen beim Leiter der Studie, dem Hydrogeologen Uwe Dannwolf, nach, warum genau Fracking eine „Risikotechnologie“ ist. „In unserem Gutachten stehen solche Worte nicht drin“, sagt Dannwolf. „Was Frau Krautzberger macht, kann ich ihr nicht vorschreiben, wir können nur auf das Gutachten verweisen und sagen, ich würde es so nicht auslegen.“

  101. Ich wohne hier in Niedersachsen direkt über einen der grössten Gasfelder Deutschlands.
    Das Trinkwasser stammt aus dem Brunnen. Vor Jahrzehnten gab es hier wegen eines Vorfalls bei der BEB / Brigitta Sauergasförderung (jetzt Exxon) zum einen einen Todesfall, ein paar Jahre später noch einen „Zwiwchenfall“ mit den austretenden Nebenprodukten der Förderung. Dann des öfteren Felder unmittelbar neben den Bohrtürmen, die in voller Frucht nicht geerntet, sondern umgepflügt werden. Erdbeben sind hier eigentlich ungewöhnlich, aber wenn mal eins vorkommt, dann ist das Epizentrum unter den Gasfeldern.
    ___________ Man könnte mich mit einen Bewohner aus Gorleben gleichsetzen. Nur halt mit dem Unterschied dass hier bei uns schon mal etwas passiert war. Ich habe Gasland gesehen und sehr wahrscheinlich auch die erste Panorama Reportage die das Thema danach aufgriffen. Ebenso hab ich die heutige Reportage gesehen die aktuell in die PRO Fracking Fraktion zielt. Alle diejenigen die weit entfernt von den Fracking Zentren wohnen, wird es im ersten Moment relativ egal sein, wenn der Bohrschlamm oder die Chemieplörre sich im Grundwasser verbreitet. Allerdings ist hier auch ein Cluster der Obstindustrie, und der Viehwirtschaft. Das Zeug wird auch auf euren Teller landen. Vegetarier und Fleischkonsument. Es reicht mir schon eine einzige Aussage aus, dass es NICHT ausgeschlossen werden kann dass etwas schwerwiegendes passiert um eindeutig GEGEN Fracking zu sein.

  102. Was für eine Trollplattform und manche springen drauf an. Es gibt Menschen die verlangen tatsächlich nach einem wissenschaftlichen Beweis, ob der Schnee von zugeschneiten Straßen, tatsächlich vom Himmel gefallen ist. (Facepalm)Soll heißen, die Mietmaul-Wissenschaft hat das Denken abgeschafft genau so wie die Prävention!

  103. Hallo Gustav

    Am 4. September 2014 22:43

    Ich wohne hier in Niedersachsen direkt über einen der grössten Gasfelder Deutschlands.
    Das Trinkwasser stammt aus dem Brunnen.

    Ich nehme mal an, dass das konventionelle Förderung ist, denn das klassische Fracking machen wir ja nicht in D.

    Und das Trinkwasser wird ggf. auch regelmäßig untersucht? Woher sollte ein mögliche Verunreinigung stammen?

    Vor Jahrzehnten gab es hier wegen eines Vorfalls bei der BEB / Brigitta Sauergasförderung (jetzt Exxon) zum einen einen Todesfall, ein paar Jahre später noch einen “Zwiwchenfall” mit den austretenden Nebenprodukten der Förderung.

    Es sollen auch schon Leute gestorben sein, als sie die Treppe herunter fielen. Unfälle will man gerne vermeiden, schafft es aber nicht völlig. Und nun?

    Ich habe Gasland gesehen …

    Ich auch, und auch Filme von Michael Moore. Sollte uns das nicht zu denken geben? Ich meine: Nein!

    Es reicht mir schon eine einzige Aussage aus, dass es NICHT ausgeschlossen werden kann dass etwas schwerwiegendes passiert um eindeutig GEGEN Fracking zu sein.

    Kann eigentlich ausgeschlossen werden, dass eine Meinung auf Irrtümern beruht? Definitiv: Nein! Sollte das dann auch reichen, einfach keine Meinung zu haben?

  104. Ich habe mir „Gasland“ angesehen und war auch in Alabama auch arbeitstechnisch Unterwegs.
    Was ich gesehen habe ist der lachse Umgang mit Chemikalien und massive Missachtungen/nicht befolgen der Umwelt/Sicherheitsbestimmungen, die wiederum auf eine massive fachliche/sachliche Unkenntnis zurückzuführen ist!
    Zumeist sind angelernte Hilfsarbeiter mit geringer bzw. keiner Schulbildung dort tätig.
    Bei einer derartigen Arbeitsumgebung ist eine vernünftige Borlochabsicherung eher fragwürdig, auch die Gruben , bei der die Bohremulsion quasi „verrieselt“ wird, sind auch die Realität!
    Wer soetwas anordnet? Der zuständige Vorarbeiter, der eher ein Mann der Zahlen ist, denn ein Bohrfachmann!
    Was ich auch festgestellt habe ist, das es evtl. aufgrund des Mangels an fachlichem Wissen, fehlgeschlagene Bohrungen (Gestänge festgegangen oder abgerissen) nicht ordentlich verschlossen (Zementiert) werden und das aus diesen „verreckten“ Bohrlöchern eben doch Chemikalien in höhere Gesteinsschichten gedrückt werden, leider!
    Das interessiert die Vorarbeiter nicht, die müssen ihre Quoten erfüllen und die Kosten so gering wie möglich zu halten!
    Aber hey, New York hat Fracking nun verboten, eben weil die Sicherheitsvorschriften so derart missachtet wurden und noch werden!
    Zum Thema Nachweise, die „intelligenten Amerikaner“ die ihr Land verpachtet hatten, haben im Vorfeld eben keine Analyse ihres Trinkwassers/Bodens vornehmen lassen, da sie nicht mit der Möglichkeit rechneten, das beim Bohren Fehler gemacht werden (keine teuren Fachleute, sondern billiges angelerntes Personal) bzw. technische Probleme (Bohrgestänge reißt ab und das Bohrloch muss fachgerecht Zementiert werden) auftreten würden!

    Aber was Schreibe ich hier, ist eh‘ für die Katz!

  105. @ Emile
    Ich habe einige Jahre für einen amerikanischen Chemiekonzern gearbeitet. Ihre Erfahrungen, als Sie „arbeitstechnisch in Alabama unterwgs“ waren, kann ich Ihnen daher so nicht abnehmen. Ich will ehrlich zu Ihnen sein, ich halte Ihren Bericht für von vorne bis hinten, na ja, ausgedacht.

    Wenn amerikanische Firmen auf eins besonders achten, vor allem solche die speziell im Fokus stehen, wie etwa Öl- und Chemie-Unternehmen, dann ist es Sicherheit am Arbeitsplatz. Zustände wie Sie sie schildern würden auch in den USA öffentlich thematisiert werden, wir wären da nicht auf Insiderberichte von anonymen Kommentatoren in Blogs angewiesen.

    Dass der Staat New York das Fracking verbietet scheint mir nicht Erkenntnissen geschuldet, wie Sie sie hier präsentieren, sondern schlicht dem Vorsorgeprinzip:

    The state’s health commissioner, Howard Zucker, said there is not enough scientific information to conclude that fracking is safe.

    „The potential risks are too great, in fact not even fully known, and relying on the limited data presently available would be negligent on my part,“ Zucker said.

  106. @Rudolf Kipp, die Förderanlage, die abgenommen wird, ist zumeist auch Tadellos, die Filter, die Quecksilberabscheider, funktionierte alles Wunderbar!
    Das Personal auf diesen Anlagen ist auch Top, wurde mir auch präsentiert, fand ich Toll, allerdings hatte mein Arbeitgeber mir auferlegt, mir auch die „Nebenanlagen“ anzusehen, quasi „ohne Dolmetscher“!
    Das habe ich auch getan!
    Wir haben dann entsprechende Verträge mit Firmen abgeschlossen, deren „Nebenanlagen“ ebenfalls den Vorschriften genügten!
    Ich persönlich Glaube Ihnen, das Sie in einer der Firmen tätig sind bzw. waren, die sich an die Vorschriften halten, aber ich hatte es auch mit den „schwarzen Schafen“ zu tun!
    Zwei Firmen haben eben z.B. die Probebohrlöcher aus Kostengründen nicht richtig versiegelt und den Rest können Sie sich denken!
    Das Verfahren an sich, in tektonisch stabilen Regionen, stellt weniger ein Problem dar, es ist eher ein Problem der Durchführung und einer entsprechend soliden Kalkulation der Grundkosten.
    Das war ein Hype und viele wollten Absahnen, leider leiden darunter die Firmen, die sich wirklich an die Auflagen halten!

  107. Emile, das sind aber doch keine fracking-spezifischen Fragen, die Sie hier aufwerfen.

    Jede Technologie ist riskant, wenn sie falsch bzw. fahrlässig eingesetzt wird. Das gilt für den Bergbau allgemein, aber auch für alles andere. Die zu klärende Frage ist doch, ob man Fracking akzeptieren kann oder sollte, wenn es fachgerecht, also gemäß der nach bestem Wissen und Gewissen erlassenen Vorschriften, eingesetzt wird.

    Einige Politiker und Bürgerinitiative sagen nein, weil sie glauben, eine Verseuchung des Grundwassers wäre zwingend. Auch bei Einhaltung noch so guter Vorschriften. Und sind zu dieser Auffassung auch durch die Darstellung in Gasland gelangt. Weil der Film dies nahelegt.

  108. Hallo,
    Sie haben sich ziemlich viel mühe gegeben bei dem Artikel, auch respektiere ich ihre persönliche Meinung zu Fracking. Mein problem aber mit Fracking ist das:

    In Amerika ist erst dann etwas schädlich, wenn man es beweisen kann. Solange man keine Beweise hat, ist es gut/okai.

    Wir in Europa sehen das in der Regel anders, wir müssen erst beweisen das es „eine Sache oder Verfahren“ nicht schädlich für Mensch und Umwelt/Natur ist.

    Ich kann Sie wirklich verstehen, dass sie fest davon überzeugt sind das Fracking eine gute Sache ist. Ich bin ebenfalls fest davon überzeugt das Gen-Technik gut und extrem wichtig für die Zukunft sein wird. ( Ich bin selber Pflanzenbiologe und kenne die „risiken“ zu genveränderten Pflanzen“ )

    Mein Problem allerdings an Fracking ist, dass man sich letztlich noch nicht sicher ist welche Nebenrisiken wirklich enstehen für uns als Mensch und vorallem für die Natur. Wenn ich mit einen Chemiegemisch da ganz unten im Boden ein Gasvorkommen aufbreche, dann wird aufjedenfall der Boden reagieren. Blos wie wird der Boden reagieren?

    Fracking könnte möglich sein in Wüsten, weil es dort überwiegend kein Leben gibt.

    Bei uns gerade in Deutschland finde ich es schon fraglich, aufgrund der Tatsache das wir uns unsere Böden noch mehr kaput machen könnten/würden.
    Selbst wenn das Grundwasser erstmal nicht betroffen sein sollte, so werden mit der Zeit aufjedenfall unsere Umwelt und vorallem Pflanzen Reaktionen abzeichnen. Noch kann anscheind keiner sagen wie diese Reaktionen aussehen werden allerdings ist ein gewisses Risiko schon vorhanden. Und wenn es im „worstcase“ Szenario zu einer toten Wüsten kommen würde um das Bohrloch herum, so könnte man nicht von heute auf morgen diesen Fehler beheben. Es könnte Jahrzehnte dauern das sich darum herum Leben wieder ansiedelt. Zudem problematisch wäre der Platzbedarf der Bohrrungen. So wäre die Gefahr dar das nicht wenige m² sondern vielleicht ha zu Wüsten würden.

    mein Fazit und Frage an Sie: Wieso sollte Deutschland seine einigermaßen Fruchtbarenböden aufs Spiel setzen? Vorallem die immer weniger werdenden Schwarzerden? Brauch das Deutschland jetzt schon überhaupt?

    LG

  109. Comfortabl y, the post is really the sweetest on that laudable topic. I fit in with your conclusions and also will thirstily look forward to your future updates. Saying thanks definitely will not simply just be sufficient, for the fantastic clarity in your writing. I will promptly grab your rss feed to stay privy of any kind of updates. Pleasant work and much success in your business efforts!

  110. Das klingt ja alles sehr interessant.

    Bei Ihrer Angabe der Bestandteile fielen mir da gleich die „petroleum distilates“ auf. Die CAS-Nr. 64742-47-8 ergibt bei meiner Suche Kerosin, welches laut http://www.sigmaaldrich.com/catalog/product/sial/329460?lang=de&region=DE sowohl Krebserregend, als auch umweltgefährdend ist. Im Hinblick darauf frage ich mich, warum die Menschen zum verlassen ihrer Häuser aufgefordert werden, wenn doch mal ein paar hundert tausend Liter des angeblich ungefährlichen Frac-Fluids daneben gehen.

    Darüber hinaus wäre es mal interessant wie sie den immensen Wasserverbrauch bei dieser Technologie schön reden.

Schreibe einen Kommentar