Fukushima 5.0

11. März 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Fünf Jahre Abstand sollten auch in Deutschland genügen, die richtigen Lehren aus dem Störfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi zu ziehen. Der Atomausstieg war nicht nur unbegründet, sondern auch falsch, weil rings um uns die Welt in ein neues nukleares Zeitalter eintritt.

Am 11. März 2011 um 6:46 mitteleuropäischer Zeit ereignete sich am Grunde des pazifischen Ozeans 130 Kilometer östlich der japanischen Küstenstadt Sendai ein schweres Seebeben. Es löste einen Tsunami aus, dessen über zehn Meter hohe Wellen ungefähr 45 Minuten später das Festland trafen. Beide Heimsuchungen zusammen vernichteten mehrere hunderttausend Gebäude und rissen 18.456 Menschen in den Tod.

Dieses fernöstliche Geschehen katapultierte Deutschland zurück ins Mittelalter.

Denn zu den betroffenen japanischen Infrastrukturen zählte auch das Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Während es dort zu Kernschmelzen und zur Freisetzung radioaktiven Materials in die Umgebung kam, entwickelte sich hierzulande eine von voraufklärerischer Ignoranz und Hysterie geprägte Debatte, die in die sofortige Stilllegung von acht Kernkraftwerken und in ein Vorziehen des damals gültigen Ausstiegsdatums von 2040 auf 2022 mündete.

Dabei ist in Fukushima bis heute niemand wegen des Störfalls an Strahlenschäden gestorben. Auch ist das von der Weltgesundheitsorganisation für die Bewohner der betroffenen Regionen ermittelte zusätzliche Krebsrisiko zu gering, um jemals statistisch nachweisbar zu sein. Wahrscheinlich wird man in einigen Jahrzehnten in der Präfektur Fukushima sogar eine Verringerung der krebsbedingten Todesfälle gegenüber dem Rest Japans registrieren. Denn von Fortschritten in der Krebsfrüherkennung und Krebstherapie wird man dort aufgrund intensiver medizinischer Betreuung besonders profitieren.

Trotzdem stellen die Massenmedien bis heute den Störfall direkt oder indirekt als eigentliche Ursache der Verheerung dar, obwohl er nüchtern gesehen nur ein vergleichsweise unbedeutender Kollateralschaden war. Immer noch nehmen die Bürger dies ohne zu hinterfragen hin. Der Irrtum, die Havarie des Kraftwerkes hätte tausende an Opfern gefordert, ist weit verbreitet. Kernenergie wird nicht mehr unter technischen und ökonomischen Gesichtspunkten diskutiert, sondern ausschließlich nach moralisch/ethischen Kriterien bewertet. Die Ablehnung der Kerntechnik hat dogmatische Züge angenommen, die längst nicht mehr nur die Stromerzeugung, sondern auch Anwendungsbereiche wie die Nuklearmedizin oder die Raumfahrttechnik betrifft. Die Grünen wollen sogar die kernphysikalische Forschung von den Universitäten verbannen. In der Energiepolitik ist mit der Übernahme der Deutungshoheit durch ideologisierte Fanatiker die Inquisition wieder auferstanden. War es vor Jahrhunderten das Verbot, menschliche Körper zu öffnen, das den medizinischen Fortschritt behinderte, so gilt heute jede Manipulation von Atomkernen als verwerflich. In einer solchen Atmosphäre kann sich selbst FDP-Chef Lindner mit dem Ausruf „In einem liberalen Paradies hätte es die Kernenergie nie gegeben!“ des Beifalls der Zuhörer sicher sein.

Man könnte aus Fukushima auch zwei völlig andere Botschaften ableiten. Erstens erscheint gegen eine Naturgewalt, die ein Kernkraftwerk so massiv beschädigen kann, jeder zusätzlicher Schaden als Marginalie. Und zweitens wäre es eine kluge Idee, Reaktoren zu bauen, die selbst bei vollständiger Zerstörung ihre Umgebung nicht beeinträchtigen. Fast alle Länder, in denen vor dem 11. März 2011 Kernreaktoren betrieben wurden, haben sich nach der ersten Schlussfolgerung gerichtet. Die Ausnahme ist Deutschland. Manche Länder begannen, dem zweiten Ansatz zu folgen. Deutschland verbietet sich solche Ideen. Fukushima konnte hierzulande nur deswegen diese Reaktion auslösen, weil jahrzehntelanges Versagen von Politik und Industrie eine Situation schufen, in der die Propaganda der Anti-Atomaktivisten gewinnen musste.

Eine kurze Geschichte der Kernenergie

Schon der Impuls ihres Geburtshelfers, des amerikanischen Manhattan-Projektes, lenkte die weitere Entwicklung der Kerntechnik in eine ungünstige Richtung. Denn es etablierte den Mythos, sie sei eine staatlicherseits zu fordernde und zu fördernde „Großtechnik“, die nur in einem künstlich geschaffenen institutionellen Rahmen gedeihen könne, der Großforschungseinrichtungen, Großindustrie, Verwaltung und gegebenenfalls auch das Militär einschließt. Als die zivile Nutzung der Kernenergie in Deutschland im Jahr 1955 wieder möglich wurde, etablierte man daher eine vergleichbare planwirtschaftliche Struktur und begrenzte sich auf die Übernahme amerikanischer Technologie.

Dort hatte sich mittlerweile der Leichtwasserreaktor durchgesetzt. Aufgrund seiner Eignung als Schiffsantrieb favorisierte ihn das Militär. Das auf angereichertem Uran basierende Brennstoffkonzept erforderte zudem den Zugriff auf die Ergebnisse des Manhattan-Projektes und konnte den USA eine weltweite Führungsposition in der Nukleartechnik für Jahrzehnte sichern. Der Export der kompletten Kette vom Reaktor bis zum Brennstoff schuf nicht nur langfristige Abhängigkeiten, sondern auch Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich der künftigen Verbreitung der Kerntechnik.

Deutschland erwies sich als dankbarer Partner. In den 1960er Jahren wurden zwischen Siemens und AEG auf der einen und General Electric und Westinghouse auf der anderen Seite Lizenzvereinbarungen geschlossen, die die Tür für den Transfer des Leichtwassersystems nach Deutschland weit öffneten. Die einen (AEG) favorisierten dabei Siede-, die anderen (Siemens) Druckwasserreaktoren.

Immerhin, so könnte man meinen, bei zwei konkurrierenden Systemanbietern sollte ein innovationstreibender Wettbewerb immer noch möglich sein. Tatsächlich aber gab es keinen Markt, auf dem sich ein solcher Wettbewerb hätte entfalten können. Die möglichen Kunden für stromproduzierende Leistungsreaktoren waren ausschließlich die Energieversorgungsunternehmen, gering an Zahl und außerdem auch nicht interessiert. Denn eine funktionierende, skalierbare, preiswerte und robuste Stromversorgung war in Deutschland bereits vorhanden, basierend auf fossilen Energieträgern und der Wasserkraft. Große Investitionen in eine neue, weitgehend unerprobte Technologie schienen aus Sicht der Zielgruppe nicht erforderlich. Erneut hatte die öffentliche Hand lenkend einzugreifen und die Stromversorger zu Kauf und Betrieb von Leistungsreaktoren zu tragen. So wurden die ersten deutschen Kernkraftwerke (beispielsweise Gundremmingen und Obrigheim) mittels staatlicher Zuschüsse oder günstigen staatlichen Krediten finanziert.

Von Anfang an hatte man dabei mit Vorbehalten in der Bevölkerung zu kämpfen. Politik und Verwaltung reagierten auf diese Stimmungslage und erschwerten den Bau von Kernreaktoren durch immer neue Auflagen und immer komplexere und langwierigere Genehmigungsverfahren. In der Folge waren Versorger und Hersteller dazu gezwungen, an immer weniger verfügbaren Standorten immer leistungsstärkere Einheiten zu bauen. Was den Betreibern ermöglichte, Siemens und AEG auf eine den Kostendruck enorm steigernde Art und Weise gegeneinander auszuspielen. Folgerichtig verloren die beiden Konzerne die Freude am Wettbewerb und führten ihre jeweiligen kerntechnischen Branchen 1973 in einer gemeinsamen Tochterfirma zusammen (der Kraftwerk Union KWU). Es gab fortan in Deutschland nur noch einen Anbieter, der sich auf den Druckwasserreaktor konzentrierte und an technischen Lösungen vor allem Kraftwerksboliden in der Leistungsklasse oberhalb von 1200 Megawatt im Angebot hatte. Statt Vielfalt entstand Einfalt.

Zumindest in der Forschung betrachtete man weiterhin die Alternativen. Doch die Möglichkeit, Konzepte wie den Schnellen Brüter oder den Thorium-Hochtemperaturreaktor ähnlich behutsam und sorgfältig wie Leichtwasserreaktoren zur Reife zu bringen, bestand bereits nicht mehr. Die Stimmungslage in der Bevölkerung wechselte zunehmend von Befürwortung zu Ablehnung und die Politik brachte die erforderliche Geduld nicht mehr auf. Beide Konzepte sollten daher den Sprung vom Labor in den Markt ohne Zwischenschritte nehmen, was nicht gelang.

Am Ende zerfiel das „deutsche Manhattan-Netzwerk“, die künstlich geschaffene Allianz aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Übrig blieben eine Handvoll Forschungseinrichtungen, ein Anbieter und vier Kernkraftwerksbetreiber, alle ausgerichtet auf nur eine Technologie, leistungsstarke Druckwasserreaktoren, für nur einen einzigen Einsatzzweck, die Stromproduktion. Innovationen, durch die sich die Kerntechnik an ein verändertes Umfeld hätte anpassen, durch die neue Märkte hätten erschlossen werden können, waren nicht mehr möglich.

Diese Geschichte der Kernenergie in Deutschland ist ein Paradebeispiel für die zwangsläufige Folgen staatlicher Lenkung der technischen Entwicklung. Innovationsprozesse verlangsamen sich oder stoppen ganz. Monokulturen mit geringer Stressresistenz verbleiben, deren Überleben nur unter idealen Rahmenbedingungen gesichert ist. Jeder Wandel der äußeren Umstände wird zu einer existentiellen Bedrohung.

Der Fukushima-Schock war absehbar  

In Bezug auf den Leichtwasserreaktor lassen sich zu viele Szenarien konstruieren, in denen technisches oder menschliches Versagen zur Freisetzung radioaktiven Materials führt. Dies betrifft neben den vor- und nachgelagerten Prozessen der Urananreicherung sowie der Herstellung, des Transports und der Lagerung von Brennelementen eben auch den Betrieb. Ein Ausfall der Kühlung führt zwar zu einem Ende der Kettenreaktion, aber nur kleinere Anlagen der 100- oder 200-Megawatt-Klasse würden automatisch in einen sicheren Betriebszustand übergehen. Bei größeren Reaktoren genügt die Nachzerfallswärme zur Auslösung einer Kernschmelze. Aufgrund des Vorhandenseins von Wasser und Dampf ist es zudem im Falle einer durch innere oder äußere Einflüsse ausgelösten Zerstörung fast unmöglich, die Verbreitung radioaktiver Substanzen über ein großes Gebiet zu verhindern.

Die planwirtschaftliche Begrenzung auf eine bestimmte Entwicklungslinie lieferte den Gegnern der Kerntechnik zwangsläufig wirkmächtige Schreckensszenarien. Der Einbau von immer mehr Sicherheitssystemen in immer größerer Redundanz war die falsche Taktik. Der Verweis auf ein immer kleineres „Restrisiko“ unterstützte in Wahrheit bereits vorhandene Ängste, da er die Existenz der Gefahr einräumte. Mehr als 90 Prozent der weltweit installierten Kernkraftwerke sind Leichtwasserreaktoren. Ein großer Störfall war immer absehbar. Wäre es nicht in Japan geschehen, hätte es irgendwann einen anderen Reaktor an einem anderen Ort getroffen.

Man hätte ja auch Reaktoren bauen können, bei denen der Brennstoff erst im Reaktorkern gebildet und dort vollständig verbraucht wird – Anreicherung, Wiederaufarbeitung und Transport und alle diesbezüglichen Sorgen wären unnötig. Man hätte auf ein anderes Brennstoffkonzept setzen können, durch das im Reaktor gar keine langlebigen und toxischen Abfälle mehr entstehen – und sich somit das Endlagerproblem nicht mehr stellt. Man hätte kleinere und trotzdem effiziente Systeme entwickeln können, in denen einfach nicht genug Spaltstoffe erzeugt werden, um gefährliche Mengen an Nachzerfallswärme zu produzieren. Man hätte auch auf die Idee kommen können, einen Kernreaktor zu einem völlig anderen Zweck einzusetzen, als nun ausgerechnet zur Herstellung elektrischer Energie.

Am Ende konnte der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland vor allem deshalb erfolgen, weil er so einfach war. Die wenigen verbliebenen Fürsprecher in der Politik und in der Industrie versagten daran, ihren einzigartigen Nutzen herauszustellen. Da half auch das Verpulvern von Millionen für die Kampagne „Deutschlands ungeliebte Klimaschützer“ nichts. Einen Wettlauf der Angst, „Klimakatastrophe“ kontra „Strahlentod“, kann man nicht gewinnen. Zumal die Klimaschutzideologie hierzulande als Religion des Verzichts etabliert wurde, die jeglicher fortgeschrittener Technologie feindlich begegnet. Die breite Masse der Bevölkerung und die Medien setzen seit jeher Kerntechnik mit dem Leichtwasserreaktor gleich, der ausschließlich der Stromerzeugung dient und daher ohnehin leicht zu substituieren ist. Man hat ihnen nie eine andere Perspektive aufgezeigt. Obwohl nicht nur für die technische Realisierung, sondern auch für die Nutzung eines Kernkraftwerkes eine Vielzahl an Möglichkeiten existiert.

Ein neuer Blickwinkel?

Wären Kernkraftwerke abgeschaltet worden, die hohe Temperaturen für industrielle Prozesse wie der Produktion von Stahl oder Zement liefern? Wären Kernkraftwerke abgeschaltet worden, die Stoffe für die Diagnose und Therapie von Krankheiten produzieren? Wären Kernkraftwerke abgeschaltet worden, die der Herstellung von Treibstoffen, von chemischen Grundstoffen, von Industriemetallen oder gar von sauberem Trinkwasser dienen?

Sicher nicht.

Das Wesen der Kerntechnik besteht in der Freisetzung von Neutronen zur Herbeiführung von Kernumwandlungen. Sie erfüllt den alten Traum der Alchimisten, aus nutzlosen Stoffen wertvolle zu machen, metaphorisch gesprochen Blei in Gold zu transmutieren. Ein Kernreaktor ist primär eine chemische Fabrik, die Isotope von Elementen fast des gesamten bekannten Periodensystems hervorbringt. Neben radioaktiven Substanzen für die Nuklearmedizin, für neuartige bildgebende Verfahren oder für neuartige Sensorsysteme, neben seltenen Metallen für Hochleistungselektroniken, neben Edelgasen für Ionenantriebe und Treibstoffen für Radionuklid- und Betavoltaikbatterien könnten viele weitere nützliche Stoffe ihrer Entdeckung harren. Denn da sich der Leichtwasserreaktor für diese Anwendung wenig eignet, sind große Regionen der Nuklidkarte noch immer nicht erkundet.

Rund um den Erdball, mit Schwerpunkten in China, in den USA und in Russland arbeitet man an neuartigen Systemen, die neue Möglichkeiten bieten und gleichzeitig die oben beschriebenen Sicherheitsmerkmale aufweisen. Vor allem in der westlichen Welt hat sich in den letzten Jahren eine Graswurzelbewegung etabliert, die nicht mehr dem alten Manhattan-Prinzip, einer überkommenen „Top-Down“-Strategie, sondern einem neuen „Bottom-Up“-Ansatz folgt. New Nuclear besteht aus privaten Initiativen, aus Netzwerken, aus Start-Ups und kleinen Unternehmen, die bereits mit einigem Erfolg Risikokapital und sogar staatliche Fördermittel generieren konnten. Dort entstehen Pläne, Modelle und Demonstratoren für Kernkraftwerke einer neuen Generation, deren physikalisches Konzept Fukushima-Ereignisse ausschließt und auch alle anderen Bedenken der Anti-Atombewegung gegenstandslos macht. Natürlich wird es immer Gegner dieser Technologie geben. Aber sie werden durch Innovationen ihre Meinungsmacht verlieren. Weil die Ereignisse in Japan nicht auf der Nutzung der Kernenergie an sich beruhen, sondern lediglich die Mängel einer spezifischen technischen Umsetzung verdeutlichen. Masse und Energie sind einander äquivalent und daraus kann man nicht aussteigen. Nicht auf Dauer und nicht in einer globalisierten Welt, in der Ideen keine Grenzen kennen. Fukushima hat uns ins Mittelalter katapultiert. Mit fünf Jahren Abstand sollten wir beginnen, diesen Zustand als vorübergehend zu erkennen.

 

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57 Kommentare
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  1. Ich frage mich, ob Sie in Frankreich nicht besser aufgehoben wären, Herr Heller?

  2. „Dabei ist in Fukushima bis heute niemand wegen des Störfalls an Strahlenschäden gestorben.“

    stimmt, aber der WDR will das nicht zur Kenntnis nehmen, siehe:
    http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/fukushima-nrw-100.html

  3. @ Olaf Nitzsche
    Ihr Link ist leider tatsächlich die übliche Volksverdummung.
    http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/fukushima-nrw-100.html

    Das bisher schwerste Erdbeben in der Geschichte des fernöstlichen Landes und die anschließende Tsunami-Welle führten zu Kettenreaktionen in mehreren Reaktorblöcken der Atomanlage von Fukushima. Es kam zu Kernschmelzen, Hunderte starben, Tausende wurden verstrahlt.

    Tatsächlich wurde niemand verstrahlt und auch Strahlentote sind reine Erfindung. Tatsächlich gab es mehrere Fälle von einer Strahlenexposition über den Grenzwerten. Das aber führte weder zu Strahlenkrankheit, auch nicht in leichten Fällen, oder erkennbaren Folgeerkrankungen. Und dann beschweren sie sich, wenn von ‚Lügenpresse‘ die Rede ist.

  4. Auf allen Kanälen lügen heute die gern gesehenen „Aktivisten“ und selbst ernannten Spezialisten. Nur eine kleine Verbesserung gab es bezüglich der 15 bis 20.000 Toten. Sie werden heute bereits dem Erdbeben und dem Tsunami zugerechnet. Schon nach 5 Jahren wird nicht mehr nur gelogen. Über Evakuierung, Kontamination, Strahlung, rdiaktives Materials in Luft, Boden und Meer wird weiter auf allen Sendern munter weiter gelogen. Wenn jegliche Forschung in D sogar verboten werden soll, werden die Grünen den neuen dummen Menschen haben, der auch zu sonstigen komplizierteren Sachverhalten nichts mehr sagen kann. Im finsteren Mittelalter gab es trotz Kirchenverboten dennoch Wissen, es wurde nur im Verborgenen gehortet und war nicht öffentlich zugänglich. Die Bibliotheken wurden in den Klöstern und auch im Vatikan nicht verbrannt.

    Die Ablehnung der Kerntechnik hat dogmatische Züge angenommen, die längst nicht mehr nur die Stromerzeugung, sondern auch Anwendungsbereiche wie die Nuklearmedizin oder die Raumfahrttechnik betrifft. Die Grünen wollen sogar die kernphysikalische Forschung von den Universitäten verbannen. In der Energiepolitik ist mit der Übernahme der Deutungshoheit durch ideologisierte Fanatiker die Inquisition wieder auferstanden. War es vor Jahrhunderten das Verbot, menschliche Körper zu öffnen, das den medizinischen Fortschritt behinderte, so gilt heute jede Manipulation von Atomkernen als verwerflich.

    Das ist ideologische Bücherverbrennung 2.0

  5. Auch Radio-Bremen berichtet in den Nachrichten um 10 Uhr im Radio, aufgrund des Atomgaus in Fukushima starben 19.000 Menschen.

  6. Lieber Herr Krüger, als Bayer fallen mir bei den Nordlichtern schon lange sonderbare Erscheinungen auf. Manche Dinge kapieren sie zumindest beim Regieren und nachgeordnet, einfach nicht. Also in Bremen ist es schon wieder zum Medien-Gau gekommen. Erst beim Schulden-Gau und beim Black Out werden den Nordlichtern die Lichter aufgehen. Am Black Out sind die Münchner aber recht nahe dran, wenn die Leitungen nach Tschechien nicht halten. Ganz München hängt an einer einzigen rotierenden Maschine, angetrieben von einer „atomaren Höllenmaschine“. Also nichts für ungut, ich bin ja gerne unterm Nordlicht.
    Viele Grüße
    K R

  7. ein gutes Beispiel für die weitere Verdummung des Publikums war heute morgen im ZDF Morgenmagazin zu hören und zu sehen. Eine absolut unqualifizierte Medizinerin berichtete aus ihrer ideologisch verblendeten Sicht über ihren Aufenthalt in Japan. Dabei redete sie einer derartigen Mist, das einem beim Zuhören schon schlecht werden konnte. Solange derartige Propaganda ungefiltert und ungeprüft, ohne sachliche Richtigstellung von wirklichen Fachleute, verbreitet werden kann, dann -- armes Deutschland!

  8. Lieber Herr Heller,
    ein kluger und wichtiger Beitrag. Danke dafür. Werden wir, wenn ok, heute noch übernehmen.
    Leider haben die grünen Dogmatiker seit längerem die Deutungshoheit hierzulande übernommen. Zu ihren Erfolgen gehört auch die (gelungene) Verteufelung der Kernkraft. Viele Journalisten schließen sich der vermeintlichen Mehrheitsmeinung an. Und berichten falsch, was das Zeug hält. Ob aus Unwissenheit oder Vorsatz ist eigentlich unerheblich, denn heute kann jeder mit ein paar Mausklicks die reale Situation in und um Fukushima kennen lernen.
    So berichtet wissentlich lügend u.a. heute der ndr

    :“Am 11. März 2011 löst ein Erdbeben die Reaktor-Katastrophe von Fukushima aus. Etwa 18.500 Menschen sterben, Land und Wasser sind verseucht -- ein Umdenken beginnt.“

    Eine wohltuende Ausnahme bildet der Artikel „Japan gedenkt der Opfer von Fukushima von vor fünf Jahren Erdbeben hatte Tsunami- und Atomkatastrophe ausgelöst“ (hier) der zwar in der Überschrift beide Ereignisse vermengt, aber im Text sauber herausarbeitet, dass durch die Strahlung direkt niemand zu Schaden gekommen ist. Der chronisch atomfeindliche Deutschlandfunk verpackt seine Katastrophenmeldung subtiler

    Bewohner der von der Flutwelle überschwemmten Region beteten für die fast mehr als 18.500 Todesopfer. Im Atomkraftwerk Fukushima war es kurz nach dem Beben zu Kernschmelzen gekommen. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Atomruine vollständig zurückgebaut ist.

    Juristisch vielleicht nicht angreifbar aber inhaltlich so aufgebaut, dass jeder zu der Überzeugung kommen muss, die Reaktorhavarie war die Ursache für die Todesfälle.

    Mein Fazit:
    Solange wir Medien haben, die eine politische Agenda zur Richtschnur ihres Tuns machen, aber nicht „berichten was ist“ solange wird sich auch nichts ändern. Zum Glück gibt es nun das Internet und die AfD. Deswegen können wir uns darüber wehren. Die AfD wird -- wenn der kommende Parteitag zustimmt- die Frage nach der Nutzung der Kernenergie wieder auf die politischen Tagesordnung setzen wird. Demokratisch über eine Volksabstimmung.

  9. Es geht aber machmal auch anders, wie der Tagesspiegel zeigt, auch wenn hier offensichtlich ein ambitionierter Klimaschützer am Werk ist:
    http://www.tagesspiegel.de/wissen/fuenf-jahre-nach-fukushima-atomkraft-ja-bitte/13070978.html

    Wer es ernst meint mit Klimaschutz und einer adäquaten Energieversorgung für alle Menschen auf der Erde, kann auf Atomkraft schwer verzichten. Wie groß ihr Anteil am Strommix letztlich ist und welchen die fossilen Rohstoffe übernehmen, muss jedes Land für sich entscheiden. Ohne die beiden geht es nicht. Leider.

  10. Auch gerade im RTL-Mittagsmagazin. Das explodierende AKW wird gezeigt und eine Moderatorin mit Mundschutz und Geigerzähler in der Hand, welche vor erhöhter Strahlung warnt. Der 19.000 Opfer von Fukushima wird gedacht.

  11. @Michael Limburg #8
    Wenn über die Kernkraftnutzung bzw. die Zukunft der Energienutzung in der AfD über einen Volksentscheid abgestimmt werden soll, dann sollte man diesen Aritkel hier http://nuklearia.de/2015/03/11/maschinen-der-freiheit-vortrag-zum-download/
    den Wählern und Bürgern zuvor zur Meinungsfindung mitgeben/diskutieren.

    Danke!

  12. @ Limburg #8:

    Klar dürfen Sie übernehmen.

    @ Strahlemann, #1:

    Ich spreche kein Französisch. Mein Doktorvater meinte immer, jemand wie ich gehöre in die USA. Er wollte mir sogar dort bei der Jobsuche helfen. Ich wollte das nicht. Deutschland ist toll. Wäre ich Flüchtling, würde ich auch hier leben wollen und nirgendwo anders. Falsche politische Entscheidungen kann man kritisieren und sich dafür einsetzen, diese zu ändern, ohne gefährdet zu sein. Auf der anderen Seite: Gäbe es die Energiewende nicht, gäbe es keine Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsideologie, hätte ich kein Thema, über das ich schreiben könnte.

    @ all:

    Die Desinformation war heute auch bei NDR Info. In den Radionachrichten, die ich auf dem Weg zur Arbeit hörte. Es wurden 19.000 Tote und der Reaktorunfall in Beziehung gesetzt. Tsunami und Erdbeben wurden erst gar nicht erwähnt.

  13. Die verstrahlte Korrespondentin von RTL in Fukushima mit Geigerzähler und Mundschutz:

    http://rtlnext.rtl.de/cms/fuenf-jahre-nach-dem-gau-in-fukushima-regierung-draengt-menschen-zu-rueckkehr-in-verstrahltes-gebiet-2778352.html

  14. Sehr geeherter Herr Limburg

    Ob das eine gute Idee ist?

    Die AfD wird — wenn der kommende Parteitag zustimmt- die Frage nach der Nutzung der Kernenergie wieder auf die politischen Tagesordnung setzen wird. Demokratisch über eine Volksabstimmung.

    Ich würde natürlich selbst pro-Kernkraft werbung machen, fürchte aber, das ich zu einer marginalen Minderheit gehöre. Der gemeine Bundsbürger fühlt doch den Grusel nach medialer Dauerberieselung. Das kann darum heute nur zu einer Bestätigung der Anti-AKW Bewegung führen.

    Dagegen ist es m.E. sinnvoller, verstärkt eine nüchterne Debatte im öffentlichen Raum zu führen, dass wieder Sachargumente, und weniger Ideologie zählen. Erst dann, wenn die Menschen wieder zuhören und selbser denken, kann man sie als dan mündige Bürger auch befragen. Doch da sind wir noch nicht.

  15. die grünen U-Boote, die anfangs noch in der AfD waren, sind mit Lucke abgetaucht.
    Seitdem sind die meisten Landesfachausschüsse für Nuklearenergie.
    In BW wurde ein 10-jähriges Energiewende-Moratorium vom Landesparteitag angenommen.
    In der Mitgliederbefragung zum BTW-Wahlprogramm wird der Weiterbetrieb der KKWs knapp befürwortet
    und weitere nukleare Forschung mit großer Mehrheit.
    So wie die Altparteien immer mehr auf Positionen der AfD einschwenken, werden auch die Medien das tun.
    Ich werde mich im Bfundesfachausschuß dafür einsetzen, daß wir eine Medienstrategie entwerfen.

  16. Verstand und Wissen können nicht marginal sein. Wenn selbst Verfassungsgerichte knapp abstimmen, 2 x 2 = 4 ist und bleibt keine Mehrheitsentscheidung. Wir müssten uns nur zusammenschließen, gegen den dummen Zeitgeist.
    Wer geht hin? nach Neuss Jeder kann den Lügenmedien immer wieder mit sachlichen Briefen auf den Geist gehen. Sie dürfen sich nicht in der Deutungshoheit wähnen. Wir sollten die Picadores im Stierkampf sein, Der Matador kommt, wenn der grüne Stier müde wird.

    Ich würde natürlich selbst pro-Kernkraft werbung machen, fürchte aber, das ich zu einer marginalen Minderheit gehöre.

    Also ein jeder stichle mit seiner Lanze. Viele Hunde sind des Hasen Tod.

  17. Heute morgen musste ich im DLF auch wieder vernehmen:

    „In Japan gedenkt man der Toten des Erdbebens und der Atomkatastrophe von Fukushima“

    Leider kann ich dem Begriff „Lügenpresse“ täglich mehr und mehr abgewinnen…

  18. @Peter Heller

    Eben ist Ihr Artikel -ich schätze, ohne Ihr Wissen -- auf PI erschienen. Naja, für die reine Verbreitung sicherlich positiv…

  19. @ FK 9 Pilot, #18:

    Eben ist Ihr Artikel -ich schätze, ohne Ihr Wissen — auf PI erschienen. Naja, für die reine Verbreitung sicherlich positiv…

    Nein, das ist nicht positiv. Das geschah ohne meine Einwilligung und ohne mein Wissen. Ich habe soeben eine Mail an die PI-Redaktion geschickt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Sie haben meinen Artikel „Fukushima 5.0“ ohne meine Genehmigung auf Ihrer Webseite veröffentlicht (http://www.pi-news.net/2016/03/fukushima-5-0/).

    Da ich Ihnen eine solche auch nicht nachträglich erteile, bitte ich um umgehende Löschung des Textes.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ich hoffe, man reagiert dort entsprechend schnell.

    @ all:

    Dem ein oder anderen ist sicher auch aufgefallen, daß es heute eine konzertierte Aktion gab. Der Text -- ursprünglich für Tichys Einblick geschrieben (er enthält ja erneut Wiederholungen aus älteren Texten von Science Skeptical) wurde von vielen Portalen übernommen. Mit meinen Einverständnis und auf meinen Wunsch hin:

    Tichys Einblick: http://www.rolandtichy.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/fukushima-5-0/
    Achse des Guten: http://www.achgut.com/artikel/fuenf_jahre_und_kein_plan_fukushima_5.0
    Novo Argumente: http://www.novo-argumente.com/artikel/fukushima_5.0
    Nuklearia: http://nuklearia.de/2016/03/11/fukushima-5-0/
    EIKE: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/fukushima-50/

    Es mag interessant sein, auch dort die Kommentare zu verfolgen (sobald welche vorliegen, die meisten dieser Seiten moderieren den Kommentarbereich). Ich erreiche auf diese Weise heute und in den nächsten Tagen vielleicht hunderttausend Leser (vor allem durch den Einblick und die Achse natürlich).

    Bloggen lohnt sich und macht Spaß, wie man sieht, Da für mich jetzt mal Pause angesagt ist (beruflich viel zu tun), der Aufruf an unsere Leser: Bloggen Sie doch auch mal. Gastbeiträge und auch neue regelmäßige Autoren sind immer gern gesehen.

  20. Aufruf von Roland Tichy bei Twitter:

    Wir veröffentlichen die grandiose Beispiele für Fukushima-Qualitätsjournalismus am Wochenende. Bis jetzt führt der #ndr. aber auch #dlf vorn

    Bitte Beispiele an den Einblick senden: http://www.rolandtichy.de/kontakt/

  21. Auch von höchst offizieller Stelle
    https://m.facebook.com/Bundesregierung/photos/a.769938079764597.1073741828.768905426534529/998211650270571/?type=3&source=48

  22. #19
    „Aufruf an unsere Leser: Bloggen Sie doch auch mal. Gastbeiträge und auch neue regelmäßige Autoren sind immer gern gesehen“
    Kompliment für den Aufwand und Einsatz!

  23. @LS #15

    die grünen U-Boote, die anfangs noch in der AfD waren, sind mit Lucke abgetaucht.

    Lucke wirkt wie ein „liberaler Konservativer“. Die Vorwürfe, dass die AfD eine rechte Partei sei, schienen zu seiner Zeit völlig unberechtigt. Da mir einige Punkte der AfD damals gut gefielen (Kritik am Euro und verhaltene Kritik an der „Energiewende“) habe ich sie einmal gewählt. Die Tatsache dass sie wohl so ein bisschen Ex-CDU-Anhänger anzog, störte mich nicht.

    Seit Luckes Ausscheiden ist die AfD mit dem Apellieren an niedere Instinkte beim Thema Flüchtlinge doch in der rechten Ecke gelandet. Ich werde sie deshalb nicht noch einmal unterstützen.

    So wie die Altparteien immer mehr auf Positionen der AfD einschwenken

    Das sehe ich höchstens bei den rechten Stammtisch-Themen, aber nicht bei denen wo es mir wichtig wäre.

  24. Tatsächlich wurde niemand verstrahlt und auch Strahlentote sind reine Erfindung.

    Und was ist mit den hunderten Strahlenopfern auf der USS Ronald Reagen und den mittlerweilen 3 Totesopfern im Zusammenhang mit der Hilfeaktion des Flugzeugkreuzers vor Fukushima?

  25. @Herr Heller

    Deutschland erwies sich als dankbarer Partner. In den 1960er Jahren wurden zwischen Siemens und AEG auf der einen und General Electric und Westinghouse auf der anderen Seite Lizenzvereinbarungen geschlossen, die die Tür für den Transfer des Leichtwassersystems nach Deutschland weit öffneten. Die einen (AEG) favorisierten dabei Siede-, die anderen (Siemens) Druckwasserreaktoren.

    Große Investitionen in eine neue, weitgehend unerprobte Technologie schienen aus Sicht der Zielgruppe nicht erforderlich. Erneut hatte die öffentliche Hand lenkend einzugreifen und die Stromversorger zu Kauf und Betrieb von Leistungsreaktoren zu tragen.

    Das ist m-E. alles richtig, ich hätte nur eine kleine Anmerkung:
    Es wurden in Deutschland damals trotzdem ein Kugelhaufen- Hochtemperatur Reaktor (THTR Hamm. Uentrop) und ein schneller Brüter (Kalkar) nicht nur entwickelt, sondern auch gebaut. Ersterer wurde sogar getestet und betrieben. Wegen unserer lieben grünen Bedenkenträger wurden beide zu Investruinen gemacht und die Entwicklung auf dem Gebiet nicht weiter betrieben. Dafür haben wir heute grüne Hochtechnologie wie Windmühlen und Photovoltaik.
    Aber Sie haben sicher Recht, dass immer größere Einheiten und weitere Verringerung des „Restrisikos“ nicht die Lösung sein können. Die Leute sehen im Begriff das Risiko und vergessen den Rest, mit diesen 10 hoch minus xxxx Angaben kann eh keiner was anfangen.
    Das wird ja auch international so gesehen. Weltweit werden kleinere, dezentral einsetzbare Einheiten im 100 MW- Bereich arbeitende Reaktoren und Kraftwerksblöcke entwickelt, die keine jährliche Revision und Brennstoffnachladung brauchen und außer Überwachung keine dauernde Betriebsmannschaft. Und die inhärent sicher sind, aus der Fabrik geliefert und installiert und nach etlichen Jahren Betrieb wieder dahin zurück gebracht und aufbereitet werden. Weltweit heißt hier natürlich außer Deutschland, wobei es natürlich trotzdem außerhalb der Politik diesbezügliche Forschung gibt (Institut für Festkörperphysik, z.B.).
    Natürlich werden künftig alle Länder wie Russland, China, USA, Japan, Korea, Frankreich usw. einsehen, dass diese bedenklichen Aktivitäten unsinnig sind und unsere Windmühlen und Sonnensegel kaufen. Davon bin ich überzeugt.

  26. gelöscht

    [Sorry, Herr Steinbock, hier geht es um Kernenergie und nicht um die Befindlichkeiten von AfD-Mitgliedern. Ich habe Ihren Kommentar oben durchgehen lassen -- aber das war es dann auch. Bitte beim Thema bleiben. -- Admin Heller]

  27. „You can’t reduce risk to nothing, it’s just impossible to do that,“ said Thomas, calling for society to balance the risk of a nuclear accident against the risks of other forms of generation, particularly fossil fuels that damage health and the environment. Regarding nuclear power, she proposed the question, „Are we trying to be too safe?“
    „I think that the balance of scientific opinion,“ she said, is looking to „assess what the real health consequences have been of these accidents and put things into perspective with other risks in our lives. Most of the scientific community is saying, we have to take notice of what’s happened, we have to re-appraise because in two or three generations they might look back and say we are completely mad because we’ve been over-cautious.“
    Geraldine Thomas was speaking in an interview with the BBC.
    Geraldine Thomas of Imperial College London specialises in molecular pathology of cancer and is head of the Chernobyl Tissue Bank.

    Das hab ich grade noch zum Thema „Restrisiko“ auf „world nuclear news“ gefunden. Passt grad zum Thema find ich.

  28. geehrter Herr Heller u.Komentatoren,
    ich denke alles was man in unseren bekannten u.“geliebeten“Massenmedien über den Supergau von Fukushima lesen u.sehen kann ist NICHTS gegenüber der Darstellung eines Hernn Michael Müller vom Bund für Naturfreunde.
    Dieser Dogmatiker sogar die Unverfrorenheit,ja Frechheit besitzt die Opfer der beiden Atombombenabwürfe mit den „Opfern“ der Kernschmelze in Fukushima in einem Atemzug zu benennen u.zu vergleichen!
    Einfach alles nur Unterirdisch.Noch mehr Verblödung u.Volksverdummung
    siehe hier
    http://www.klimaretter.info/meinungen/standpunkte/20829-fukushima-eine-katastrophe-der-moral

  29. Deutschland ist also wieder im Mittelalter angekommen. Nach meinem letzten Besuch in Wien muss ich sagen, Mittelalter ist gar nicht so schlecht. Österreich ist schließlich seit 1979 in dieser Periode angekommen, trotz schon fertig gebautem Reaktor. Naja, wer gewinnen will bedient sich halt aller zur Verfügung stehenden rethorischen Mittel.

    In Japan sieht es auch nicht besser aus. 2 von 48 Reaktoren nach 5 Jahren. Man hat zwar eine AKW-affine Regierung gewählt, aber die Präfekturen sehen dies dann doch etwas anders. Also, Atomkraft ja, aber bitte nicht aus dem örtlichen AKW.

    Dass durch den Super-GAU kein Mensch an der Strahlung gestorben ist, macht die ganze Sache nicht besser. Denn während an den anderen verwüsteten Küstenabschnitten das Leben weiter geht, sitzen die Menschen aus Fukushima weiterhin in Übergangslagern, was für die Psycho beschissen ist, siehe Drogen- und Selbstmordrate. Wer Geld oder Verwandte in anderen Teilen Japans hatte, hat sich daher auch schon ein neues Leben aufgebaut. Nur die Armen und Alten gehen zurück nach Fukushima, denn die Mietzuschüsse sollen gekürzt werden. Gut, für die Alten ist es egal, nur die, die Kinder haben, machen sich große Sorgen. Radioaktivität kann der Mensch nun mal nicht wahrnehmen und selbst wenn sich nach dem nächsten Regen keine Hotspots bilden, die Angst bleibt.

    Die aus Fukushima abgeleiteten Sicherheitsmaßnahmen wurden auch nur dort getroffen, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, siehe Fessenheim. Ein Schaltschrank incl. Reserve darf einfach nicht absaufen, weil dann Blindflug in der Messwarte.

    Erstens erscheint gegen eine Naturgewalt, die ein Kernkraftwerk so massiv beschädigen kann, jeder zusätzlicher Schaden als Marginalie.

    Jeder zusätzliche Schaden, der vermieden werden kann, ist zu vermeiden. Das AKW wurde schließlich auch erdbebensicher gebaut. Und ist es wirklich eine Marginalie? Wieviel kostet die Beseitigung der verstrahlten Gebiete? Wieviel kostet der Verlust von 3 geschmolzenen Kernreaktoren incl. Abriss usw? Man weiß ja anscheinend selbst nach 5 Jahren noch nicht wo genau sich die Brennstäbe befinden?

    Man hätte ja auch Reaktoren bauen können, bei denen der Brennstoff erst im Reaktorkern gebildet und dort vollständig verbraucht wird – Anreicherung, Wiederaufarbeitung und Transport und alle diesbezüglichen Sorgen wären unnötig. Man hätte auf ein anderes Brennstoffkonzept setzen können, durch das im Reaktor gar keine langlebigen und toxischen Abfälle mehr entstehen – und sich somit das Endlagerproblem nicht mehr stellt. Man hätte kleinere und trotzdem effiziente Systeme entwickeln können, in denen einfach nicht genug Spaltstoffe erzeugt werden, um gefährliche Mengen an Nachzerfallswärme zu produzieren. Man hätte auch auf die Idee kommen können, einen Kernreaktor zu einem völlig anderen Zweck einzusetzen, als nun ausgerechnet zur Herstellung elektrischer Energie.

    Hätten sie mal ihren Artikel um diesen Abschnitt aufgebaut, dann hätten sie sich nicht mit den unterschiedlichen Moral- und Ethikvorstellungen herumschlagen müssen. Ihr Blickwinkel ist zu sehr auf AKWs ausgerichtet, so dass sie andere Sichtweisen als logisch falsch betrachten müssen. Sie ignorieren die Emotionen, obwohl sie selbst auch ein Mensch sind und daher Emotionen besitzen.
    Dieser Abschnitt stellt Fragen, die auch beantwortet werden können und befasst sich nicht mit politischen oder gesellschaftlichen Entscheidungen an deren Ende nur Grabenkämpfe ausgefochten werden und man allenfalls als moralischer Sieger vom Platz geht.

    Welche anderen Möglichkeiten hat man denn mit einem Kernreaktor? Mit den Neutronen kann man zwar trasmutieren, nur laufen die Reaktionen nicht ganz so eindeutig ab. Man kann den Neutronen nun mal nicht sagen, welche Atome sie treffen sollen. Transmutation macht nur Sinn, wenn man einen Stoff erzeugt, der quasi alternativlos ist und nicht in der Erdkruste vorkommt. Da fällt mir gerade nur die Radionuklidbatterie ein, aber möglich, dass es da noch andere Anwendungen gibt.

  30. @ oxybenzol, #29:

    Das „Mittelalter“ bezieht sich auf die Art, wie die Debatte über Kernenergie hierzulande geführt wird. Einen sehr schönen Beleg für meine These hat Matthias G. in #28 verlinkt. Texte wie der von Michael Müller fußen auf „mittelalterlichem“ weil voraufklärerischem Denken.

    Ob man Kernkraftwerke wirklich benötigt -- und wenn ja, für was -- sind Fragen, die auf andere Weise zu beantworten sind.

  31. Der Irrtum, die Havarie des Kraftwerkes hätte tausende an Opfern gefordert, ist weit verbreitet.

    Dieser „Irrtum“ hat aber auch viel Steuergeld gefordert. Er ist nicht nur das Ergebnis der Propaganda in den letzten 5 Jahren. Die Grundlagen wurden in den Erziehungs-und Bildungsplänen der letzten 45 Jahren gelegt.

    Dieser Irrtum ist kein Zeitgeist, er ist geplant.

  32. Auf dem Blog Tichys Einblick ist ein toller Artikel über die „Mediale Kernschmelze“ http://www.rolandtichy.de/feuilleton/medien/5-jahre-fukushima-die-mediale-kompetenzschmelze/

    Zu dem was sich in den Medien bezüglich Atom-Panik und Desinformation abspielt lässt sich feststellen, es ist ein „Kernthema“ der Grünen und Energiewender, die da bedient werden, es ist das „Atomkraft nein Danke“ Statement.
    Diese emotionale kindliche Haltung von den „Angst-Berauschten-Grünen“ wird für ihre treuesten Grünen-Wähler gemacht, der sie eine liberalisierte Drogen-Politik versprechen.
    Man sollte sich eine informative Doku des RBB ansehen: „Kiffer, Dealer, Coffeeshop“ https://goo.gl/erkSKD

    Dort ist die signifikant hohe Häufigkeit von neurotischen Ängsten infolge regelmäßigen Kiffens von warnenden klinischen Fachleuten zu sehen, weil dauerhafter Marihuana-Konsum „ganz weiche Birnen“ verursacht, also das was Grüne, bzw. kiffende Journalisten vereint die berauscht Desinformation betreiben und Ängste schüren.
    Für die Grünen ist „legalize it“ genauso Programm, wie Atomausstieg und Windmühleneinstieg oder weiterer völlig irrationaler Aktionismus in dem berauschtes Fühlen, mit nüchternem Denken verwechselt und vertauscht wird.

  33. @HM #32

    Für die Grünen ist „legalize it“ genauso Programm, wie Atomausstieg und Windmühleneinstieg oder weiterer völlig irrationaler Aktionismus in dem berauschtes Fühlen, mit nüchternem Denken verwechselt und vertauscht wird.

    Das geht etwas durcheinander. Drogen- und Energiepolitik haben inhaltlich überhaupt nichts miteinander zu tun. Und eine Position ist nicht schon deshalb falsch, weil sie zufällig auch von den Grünen geteilt wird.

    Die Dekriminialisierung von Drogenkonsum ergibt sich zwanglos aus dem Grundrecht auf persönliche Freiheit. Es sollte grundsätzlich nichts strafbar sein, was Dritten keinen Schaden zufügt. Drogenkonsum schadet Dritten nicht, und welche Substanzen jemand seinem eigenen Körper zuführt sollte jeder für sich frei entscheiden dürfen, ohne dafür Bestrafung fürchten zu müssen. Außerdem ist es sachlich nicht einzusehen, wieso bestimmte Drogen wie Alkohol von dem Verbot ausgenommen werden. Man muss selber keine Drogen nehmen, um das einzusehen.

    Die ökologistische Energiepolitik bleibt derweil falsch, weil sie „Gefahren“ abzuwenden vorgibt, die es in der Form gar nicht gibt oder die stark übertrieben dargestellt werden (menschengemachter Klimawandel, ausgehende Rohstoffe, atomarer GAU), und weil die vorgeschlagenen Alternativen untauglich sind, und bereits der -- wenn auch zum Scheitern verurteilte -- Versuch ihrer volkswirtschaftlich desaströs ist.

    Das sind zwei absolut diskjunkte Standpunkte ohne jede Verbindung zueinander.

  34. @Hans

    Dort ist die signifikant hohe Häufigkeit von neurotischen Ängsten infolge regelmäßigen Kiffens von warnenden klinischen Fachleuten zu sehen, weil dauerhafter Marihuana-Konsum „ganz weiche Birnen“ verursacht, also das was Grüne, bzw. kiffende Journalisten vereint die berauscht Desinformation betreiben und Ängste schüren.
    Für die Grünen ist „legalize it“ genauso Programm, wie Atomausstieg und Windmühleneinstieg oder weiterer völlig irrationaler Aktionismus in dem berauschtes Fühlen, mit nüchternem Denken verwechselt und vertauscht wird.

    Und welches Kraut ist für die Angst der Amis verantwortlich? Da wird schließlich auch aufgrund der Angst vor dem Staat ein Arsenal an Waffen im Keller gebunkert. Davon ab, ohne Fukushima würde Panikmache gegenüber AKW auf weniger fruchtbaren Boden fallen, der Mensch ist nun mal vergesslich. Komisch nur, dass man weder Tepco noch der japanichen Atombehörde eine Teilschuld am deutschen Atomausstieg gibt.

  35. Nichts liegt mir ferner, dem Hellerschen Artikel zu widersprechen. Einen Abschnitt, „zusätzliche Krebsrisiko zu gering, um jemals statistisch nachweisbar zu sein“, möchte ich wegen des meiner Meinung nach überbordenden Zynismus klarstellen.
    Statistisch nicht nachweisbar heisst nicht inexistent. Im Gegenteil, die Berechnungen können sehr genau erfolgen, da kein Schadmechanismus auf den Menschen dermassen exakt bekannt ist, wie derjenige der ionisierenden Strahlung. Bei Tschernobyl etwa muss mit mindestens 30’000 Todesfällen aufgrund der Reaktorkatastrophe gerechnet werden; die Kollektivdosen sind bekannt, auch unser Institut hat ja mehrere Messkampagnen am Ort durchgeführt. Auch diese 30’000 Todesfälle werden statistisch nicht nachweisbar sein, da der Effekt durch die rasant ansteigende Mortalität aufgrund der sozio-ökonomischen Verwahrlosung überdeckt wird. Und letzterer ist, nebenbei bemerkt, ja ebenfalls eine Folge der Katastrophe. 30’000 Todesfälle und Verelendung einer Region durch Verweis auf die Statistik wegzuleugnen, ist eine Verhöhnung der Opfer, die ich nicht akzeptieren kann.

  36. Ach ja…..Tschernobyl und die unendliche Anzahl von Angaben, wie viele denn nun dort gestorben sind.

    Wahre Zahl der Tschernobyl-Opfer bleibt im Dunkeln

    In der Frage, wie viele Opfer das Unglück forderte, klaffen die Angaben jedoch weit auseinander. 2005 wurde hierzu der wohl bekannteste Report von internationaler Seite veröffentlicht. Das Tschernobyl-Forum – angeführt von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) -- geht darin davon aus, dass es „weniger als 50 Tote“ gibt, die direkt in Verbindung mit dem Unfall stehen. Schätzungsweise 4000 Menschen würden infolge der Katastrophe an Krebs sterben. Diese Zahl, die aus einer Pressemitteilung von IAEA und WHO stammt, wurde weltweit in den Medien aufgegriffen.

    Es geht aber noch viel krasser…

    „Ich war außer mir vor Wut“, erinnert sich Alexej Jablokow von der russischen Akademie der Wissenschaften. Der ehemalige Umweltberater von Boris Jelzin geht von weitaus größeren Opferzahlen durch Tschernobyl aus: nämlich 1,44 Millionen Toten weltweit, wenn vorgeburtliche Todefälle miteinbezogen werden sogar von 1,6 Millionen.

    Tja….und dann kommt einem sofort wieder der Gedanke an Hiroshima und Nagasaki……den schlimmsten Atomunfall aller Zeiten (ich weiß, klingt ziemlich zynisch im Angesicht des Elends)……und guckt mal, wieviele Tote dort so über die Jahre zusammengekommen sind….und ist auch dort, zahlenmäßig verwirrt:

    Die Überlebenden der Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki werden in Japan hibakusha genannt. Am 31. März 2008 betrug ihre weltweite Zahl offiziellen japanischen Angaben zufolge 243.692 bei einem Durchschnittsalter von 75,1 Jahren. Nach den Kriterien der japanischen Regierung leiden etwa ein Prozent von ihnen an Strahlenfolgen. …

    Allerdings sind die inzwischen etwa 400.000 Namen auf den Rollen der Kenotaphe in Hiroshima und Nagasaki nach offizieller japanischer Lesart die Zahl der Menschen, die bis heute als direkte Folge der Atombomben gestorben sind. Und zwar ungeachtet der Tatsache, dass bei dem jetzigen Verfahren in einigen Jahrzehnten alle Bewohner von Hiroshima und Nagasaki vom August 1945 auf diesen Listen stehen werden.

    Quelle

    Du siehst also……Zahlen sind relativ, ganz besonders…….wenn man prüft, wer sie mit welcher Absicht in Umlauf bringt.

    Onkel Heinz…traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

  37. @Tschernobyl-Nachtrag…..

    Risikoforscher Ortwin Renn über Ängste nach Japan und die Gefahren der Atom-Alternativen.

    In Tschernobyl sind in den ersten beiden Jahren nach dem Unfall zwischen 50 und 300 Menschen an akuten Strahlenschäden gestorben -- mehr auf keinen Fall. Nachgewiesen sind als Langzeitfolgen zudem 6000 Fälle von Schilddrüsenkrebs, der aber zu 98 Prozent heilbar ist. Zwar stieg auch die Leukämie-Rate, aber dies auch in Gegenden, wo es keine erhöhte Strahlung gab.

    Umweltschützer sprechen aber von zehntausenden Krebstoten durch Tschernobyl.

    Das sind hypothetische Werte. Wissenschaftler gehen bislang davon aus, dass jede Strahlung über Null das Krebsrisiko erhöht. Genau weiß das aber keiner. Durch Tschernobyl stieg das Krebsrisiko für den Einzelnen von 24,01 auf 24,0102. Wenn Sie dieses minimal erhöhte Risiko nun mit den 380 Millionen Menschen multiplizieren, die einer erhöhten Strahlung ausgesetzt waren, kommen Sie auf die rund 30000 Erkrankungen, die häufig genannt werden.

    Mir is die eigenartige Zahl „30.000 Tote“ aufgefallen…….nun wissen wir, wie die entstanden ist.
    H.E.

  38. Den grünlinken Moralterroristen geht und ging es nicht darum die Kernkraft zu besiegen. Dieses ist nur Mittel zum Zwecke der Destabilisierung der verhassten kapitalistischen Industriegesellschaft. Schließlich haben die Macher der Grünen ihre ideologischen Wurzeln im Steinzeitkommunismus. Folgerichtig wurden multiple Destabilisatoren über Jahrzehnte tatkräftig unterstützt und gefördert:

    -- Schulen in denen Kinder lernen sollen was man sich von wem in verschiedene Körperöffnungen stecken lässt.
    -- natürlich die gesamte Energiewende, die erfolgreich destabilisiert weil hunderte Milliarden in den Wind geschossen werden.
    -- Zerstörung der familiären Solidargemeinschaft
    -- Förderung nach ungeregelter chaotischer Zuwanderung und Unterstützung krimineller Verhaltensweisen
    -- Exklusivrecht der Werteinterpretation
    -- Fakten und Wissenschaftsmanipulation im Sinne von NEWSPEECH und NEEWTHINK
    Alles fein garniert mit selbstüberheblicher, moralarroganter Desavouierung Andersdenkender.

    Leider waren und sind die Grünenlinken äußerst erfolgreich beim „Marsch durch die Institutionen“ sie hatten Propaganda und Linkspopulismus im Hauptfach schon während der Studienzeit. Seit Jahren beherrschen sie mit ihrer Meinungsmacht alle politischen Parteien,und konnten sich in Staat und Medien kuschelige Nester bauen. Natürlich nimmt man noch gerne die „Staatsknete“ mit während man „Deutschland du mieses Stück Scheiße“ skandiert. (Claudia Roth, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages)

    Nun, Fehler machen Sie auch mit Koks und Chrystal enhancten Gehirnen. So kann man seit 13.3. 2016 erfreut feststellen, dass es endlich Leute gibt die sich dem Meinungsterror erfolgreich entziehen und Grüngut auf den Kompost kippen wollen.
    Jedenfalls habe ich am Abend den Champagner aufgemacht !

  39. @ Rolf Bombach

    Sie schreiben:

    Im Gegenteil, die Berechnungen können sehr genau erfolgen, da kein Schadmechanismus auf den Menschen dermassen exakt bekannt ist, wie derjenige der ionisierenden Strahlung.

    Der mir bekannte Stand zur stochastischen Wirkung ionisierender Strahlung ist der, dass hier für hohe Dosisleistungen bzw. hohe Gesamtdosen schon eine gut bekannte Wirkungsbeziehung vorliegt, für niedrigere Dosen aber nicht. Daher geht man von der LNT (Linear non Threshold) Hypothese aus, d. h. die Wirkung wird linear mit der Dosis extrapoliert (in dem Fall zu geringeren Dosen hin) und man unterstellt keinen Schwellenwert, bei dessen Unterschreiten gar keine Wirkung vorliegt. Letzteres ist aber sicher zu pessimistisch, da das Leben auf der Erde seit Anbeginn einer natürlichen Strahlung ausgesetzt ist und daher evolutionsbedingt eine Anpassung zu erwarten ist. „Exakt bekannt“ ist meiner Meinung nach was anderes.
    Ihre Aussage:

    die Kollektivdosen sind bekannt,

    für Chernobyl gilt eben auch nur für Personen, die sehr hohen Dosen ausgesetzt waren (deutlich über dem natürlichen Hintergrung von ca. 2,5 mSv in Jahr), mögliche „Abschätzungen“ für Folgeschäden extrapolieren aber eben immer auch für niedrigere Dosen. Aber selbst dann sind die genannten 30.000 Totesfälle (für welchen Zeitraum eigentlich) sicher eine sehr pessimistische Zahl, zumal die Kollektivdosis seit vielen Jahren nicht mehr signifikant steigt (nur sehr wenige Personen sind bei den jetzigen Arbeiten in der Sperrzone erhöhter Dosis ausgesetzt und die wenigen illegal dort lebenden Menschen bekommen auch nicht wirklich viel ab)

    Ich will hier nicht die Folgen des Unfalls kleinreden, muss aber darauf hinweisen, dass bei Strahlenwirkung eben nicht alles so „bestens bekannt“ ist und ins horrende übertriebene Folgebewertungen mehr schaden als nützen. Wenn man einige Übertreibungen ernst nehmen würde, so käme man an Umsiedlungen von Menschen aus Gebieten mit erhöhter natürlicher Belastung nicht vorbei (gibt’s auch in Deutschland).

  40. @Rolf Bombach 15. März 2016 12:10

    die Berechnungen können sehr genau erfolgen, da kein Schadmechanismus auf den Menschen dermassen exakt bekannt ist, wie derjenige der ionisierenden Strahlung.

    Genau wie beim Klima gibt es Modelle, die sehr exakte Zahlen ausspucken, ohne allzuviel mit der Realität zu tun zu haben. Besonders beliebt ist das LNT-Modell: Linear-No-Threshhold. Da kann man einfach sämtliche Strahleneinwirkungen linear aufaddieren, um einen Gesamtschaden zu erhalten, der sich proportional in eine Sterbewahrscheinlichkeit umrechnen läßt. Bei Mäusen hat man mal versucht, das zu quantifizieren: man hat eine Gruppe von Mäusen mit einer nicht-tödlichen Dosis „vorgeschädigt“ (und die Kontrollgruppe unter „normalen“ Bedingungen leben lassen) und nachdem die Tiere sich einigermaßen erholt hatten, wurde sowohl die „vorgeschädigte“ Gruppe als auch die kontrollgruppe einer LD-50 Strahlendosis ausgesetzt. Die Kontrollgruppe zeigte erwartungsgemäß ca. 50% Todesfälle. Bei der „vorgeschädigten“ Gruppe hatte man erwartet, daß die Schäden sich addieren („Lineares Modell“) und entsprechend mehr Mäuse sterben. Tatsächlich starben aber signifikant weniger „vorgeschädigte“ Mäuse als in der Kontrollgruppe. Die vorherige Bestrahlung hatte die Tiere also nicht geschwächt, sondern im Gegenteil sogar gestärkt bzw. immunisiert!

    Das LNT-Modell versagt also an der Realität.

    Im Übrigen ist der größte Risikofaktor für Krebs immer noch das Lebensalter -- alles, was das Leben verlängert, erhöht also implizit auch das Krebsrisiko.

  41. Bombach,

    Der Zeitzeuge Galen Winsor

    Von nun an, will er alles wissen und verstehen über Kerntechnik. Er studiert Chemie und fängt schon in der Wiederaufbereitungsanlage in Hanford an, bevor er noch sein Studium abgeschlossen hat. Dort arbeitet er mit „blossen Händen“ mehrere Jahre mit Plutonium. Er ist noch in hohem Alter stolz darauf, daß alle genau wussten, was sie taten und deshalb kaum Unfälle zu verzeichnen waren. An dieser Stelle sei nur daran erinnert, daß der Mann 82 geworden ist und nicht etwa an Krebs gestorben. Alle, die immer noch an das Märchen von „Millionen Toten in Tschernobyl und Fukushima als Spätfolgen“ glauben, sollten nicht versäumen, sich das Video anzuschauen.

  42. @ Archophob
    Zur Ergänzung:
    Die LNT-Hypothese geht zusätzlich davon aus, dass es keinen Schwellenwert gibt, d. h. es gibt keine Dosis, unterhalb derer keine Wirkung auftritt. Das ist auf jeden Fall pessimistisch (bzw. konservativ, wie man das im Strahlenschutz nennt), da das Leben auf der Erde seit Anbeginn einer natürlichen Strahlung ausgesetzt ist und man davon ausgehen kann, dass die Evolution hier zu Anpassung geführt hat. Außerdem wird die LNT-Hypothese zur Abschätzung der stochastischen (späten) Wirkung angewandt, das beschriebene Mäuseexperiment scheint eher auf die deterministische (unmittelbare) Wirkung abzuzielen.

    @ Rolf Bombach
    In Chernobyl hat ma die akute Dosis der direkt Beteiligten tatsächlich etwas genauer rekonstruieren können, ebenso die akute Dosis der umliegenden Bevölkerung (da schon mit größeren Unsicherheiten). Die beim LNT-Modell für stochastische Wirkungen mit heranzuziehende länger andauernde Dosis (durch Inkorpoarion) im niedrigeren Bereich ist dagegen sehr unsicher und wird in den meisten Fällen konservativ ermittelt. Daher sind Abschätzungen zu möglichen Folgewirkungen (auch Totesfälle) nicht wirklich belastbar und fast immer überschätzend. Bei den meisten dieser Zahlen wird außerdem nicht angegeben, für welchen Zeitraum diese gelten sollen und was die betroffene Gruppe ist. Falls sich Ihre hypothetischen 30.000 auf den Zeitraum der nächsten 5 Jahre auf alle aus dem Oblast Chernobyl beziehen, wäre das stark erhöht, falls da die gesamte Population der Ukraine und Weißrusslands, die vor 1987 geboren wurde und deren gesamte Lebensspamnne gemeint ist, würden Ihre Zahlen im Grundrauschen der nicht strahlungsbedingten Fälle untergehen.
    Fakt ist: Chernobyl hat Totesfälle durch deterministische Schäden verursacht und es gibt bei den betroffenen Gruppen auch Totesfälle (und weitere sind zu erwarten) durch stochastische Schäden, aber deren Zahl ist nicht so hoch, dass eine genaue Zählung möglich ist.

  43. Weder die Dosisleistung noch die Kollektivdosis war in Tschernobyl speziell hoch. Der Fallout zog sich ja nach Weissrussland, einerseits Richtung Masyr, andererseits in nördliche Richtung, wo er eigenartigerweise erst nach Homel abregnete. 10 Jahre nach dem Unfall waren dort noch riesige Gebiete mit über 1 MBq/m2 Cäsium, so etwas kann gar nicht unbedenklich sein. Ich denke auch, unser Institut hat klare Vorstellungen von der Inkorporation, haben wir doch, logischerweise nur stichprobenartig, diese mit fahrbaren Ganzkörperdetektoren nuklidspezifisch vermessen. Andere Mitarbeiter haben auch eine geführte Reise für Journalisten organisiert, inklusive Besuch des havarierten Reaktors, um zu zeigen, dass die Hauptdosis während des Flugs „verabreicht“ wurde, und nicht beim Reaktor. Hier in der Schweiz herrscht nicht so eine Atompanik; Castortransporte werden nicht nur nicht behindert (ausser einmal von mir, unbeabsichtigt allerdings), sondern gar nicht mehr wahrgenommen (auch nicht mehr von mir, sie führen direkt vor meinem Bürofenster durch). Die Zahlen habe ich aus Berechnungen von Leuten, welche aktiv die Kerntechnik in der Schweiz aufgebaut und damit Jahrzehnte Erfahrung haben, und die auch dadurch sicher nicht zu den Alarmisten gehören. Und ja, die Zahlen beziehen sich auf 30 Jahre und auf alle betroffenen Gebiete.
    Mir ging es einzig um den Zynismus, „statistisch nicht nachweisbare“ Opfer als inexistent abzutun, was übrigens bereits im Sinne der Statistik falsch ist.
    Herr Rassbach möge übrigens seinen Zeitzeugen wegstecken, ich gehöre selber zu den doch eher seltenen Personen, die schon mal den abgesoffenen Keller eines Reaktors, der u.a. zur Produktion von Waffenplutonium diente, im Alleingang abgepumpt haben. Implitzite Unterstellungen, ich wäre ein Atom-Weichei oder AKW-Gegner, laufen ins Leere.

  44. Herr Bombach,
    warum wollen Sie Galen Winsor verstecken oder wegstecken, was auch immer das ist ?

    Er belegt nur, dass die Sicherheitsrichtlinien bzgl. Kerntechnik von Politikern bestimmt wurden, um entsprechende Angstpropaganda zu erzeugen. Hat ja auch geklappt.

    Herr Heller weiß, dass Kerntechnik nicht automatisch gesund ist, ihm ging es um die 18000 Atomtoten in Fukushima und diese sind hier in Deutschland Grundüberzeugung.

    Im Januar bekamen wir einen neuen Drucker geliefert. Der Techniker fand den „Atomausstieg“ gut wegen dieser 18000 Atomtoten. Als ich ihm sagte, dass bisher kein Atomtoter bekannt ist, nur 18000 Ertrunkene, hat er mich mitleidig angeschaut… ich kenne 100%ig überzeugte aus ddr Zeiten, der war 150%ig überzeugt, heißt Diskussion zwecklos.

    Wie hieß denn der Reaktor, in dem Waffenplutonium produziert wurde?
    Die Alliierten teilten sich die Aufgaben dazu. Ich glaube nicht, dass die Schweiz oder Deutschland Plutonium für Waffen produzierte.

  45. #41 Rolf Bombach

    10 Jahre nach dem Unfall waren dort noch riesige Gebiete mit über 1 MBq/m2 Cäsium, so etwas kann gar nicht unbedenklich sein.

    Das hört sich in der Tat seltsam an. Aber daraus folgt eben nicht, dass dies auch zu nachweisbaren Schäden führen muss. So lange man hier keine weitergehenden Untersuchungsergebnisse hat, sollte man aber nicht in Panik verfallen.

    Ich denke auch, unser Institut hat klare Vorstellungen von der Inkorporation, haben wir doch, logischerweise nur stichprobenartig, diese mit fahrbaren Ganzkörperdetektoren nuklidspezifisch vermessen.

    Die Ergebnisse wurden sicher dokumentiert und veröffentlicht?

    Mir ging es einzig um den Zynismus, „statistisch nicht nachweisbare“ Opfer als inexistent abzutun, was übrigens bereits im Sinne der Statistik falsch ist.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Sind unmittelbare Wirkungen am Einzelnen nachweisbar, so spielt die Statistik keine Rolle. Dann sollten der Opferstatus auch dokumentiert sein.

    Sind dagegen derartige Wirkungen im Einzelfall nicht klar zuordenbar, müsste die Statistik hier Argumente liefern. Sie könnte durch erhöhte Werte bestätigen, dass hier ein vermuteter Einfluss vorliegt. Wenn aber keine erhöhten Werte vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass es keine vermutete Wirkung gab. Worin sollte da ein Zynismus liegen?

  46. Ein wenig zur Aufklärung. 1 MBq/m2 Cs-137 ist bezüglich des Chernobyl-Fallouts (und Washouts) schon einen ganze Menge. Außerhalb der Exklusion-Zone lag der in der Ukraine 1986 gemessene Wert meist deutlich darunter (maximal 0,4 MBq/m2 in der Ortschaft Narodytsky unmittelbar westlich der Zone, ggf. war es in Weißrussland tatsächlich mehr, der Wind hat of dahin geweht). Die Dosis durch Direktstrahlung wird für diesen Wert mit 12 mSv im Jahr angegeben. Das ist auch plausibel. Wenn man annimmt, dass das ganze Cäsium auf der Oberfläche bleibt, berechnet man etwa 10 mSv/a. Nimmt man zusätzlich 1986 direkt nach dem Unfall noch I-131 und insbesondere Cs-134 dazu, dann wird es mehr.

    Nach 10 Jahren und insbesondere heute ist das Cäsium sicher auf eine bestimmte Bodenmächtigkeit verteilt. Geht man hier von 30 cm aus, so resultieren aus den 1 MBq/m2 noch etwa 2,5 mSv im Jahr, wenn man sich ständig im Freien aufhalten würde, real ist es sicher weniger.

    Inhalation von Staub trägt nichts wirklich zur Dosis bei.

    Was verbleibt, ist die Ingestion. Wenn man insbesondere Milch getrunken hat, die von Kühen stammte, die auf einem derart kontaminierten Gras geweidet haben, dann kann da schon eine erhebliche Dosis resultieren (einige mSv pro getrunkenem Liter Milch, dass summiert sich). Heute, wo die Aktivität nur noch im Boden ist (und nicht mehr auf dem Gras direkt), kommt man selbst bei hohen Verzehrsmengen nur noch auf deutlich weniger als 1 mSv/a. Da liefert ggf. Sr-90 mehr, da dieses höhere Ingestionsdosiskoeffizienten aufweist und auch besser vom Boden in die Pflanzen transferiert wird.

    Insofern: 1 MBq/m2 Cs-137 hat 1986 schon zu einer signifikanten Dosis geführt, ist heute aber eher unproblematisch. Zum Vergleich: natürliche Dosis (extern und intern) im Mittel ca. 2,5 mSv/a

  47. @ Bombach, #34:

    Einen Abschnitt, „zusätzliche Krebsrisiko zu gering, um jemals statistisch nachweisbar zu sein“, möchte ich wegen des meiner Meinung nach überbordenden Zynismus klarstellen.

    Ich kann hier keinen Zynismus erkennen. Ich zitiere lediglich die Ergebnisse und Aussagen der WHO, auf die ja auch im Artikel verlinkt wird. Was nicht nachweisbar ist, darf für politische Entscheidungen keine Rolle spielen. Sonst landen wir ja bei einer esoterischen Politik. Ach ja, stimmt, da sind wir ja schon längst.

    Noch einmal: Es geht hier um ein Erkrankungsrisiko für viele unterschiedliche Krebsarten. Von denen einige schon heute heilbar sind. Und andere es zunehmend sein werden. Aus diesem Erkrankungsrisiko Todesfälle abzuleiten, ist daher überaus fahrlässig.

    Zur „Klarstellung“ kommen Sie dann mit Tschernobyl. Um das es in dem obigen Artikel nicht geht. Aber gut.

    Bei Tschernobyl etwa muss mit mindestens 30’000 Todesfällen aufgrund der Reaktorkatastrophe gerechnet werden

    Nein. Das ist komplett falsch. Zunächst einmal werden (beim gegenwärtigen Stand der Technik -- auch das mag sich ändern) alle sterben, die Tschernobyl erlebt haben. Ausnahmslos alle. Das Leben selbst ist letal.

    Wenn überhaupt, könnte man mit „vorzeitigen Todesfällen“ argumentieren. Dieser gedanklichen Verwirrung werde ich mich irgendwann noch einmal in einem eigenen Text widmen. Bis dahin: Wissenschaft operiert mit Fakten und nicht mit Glauben. Da man niemals auch nur irgendein Individuum wird identifizieren können, dessen Todesursache eindeutig auf die Havarie des Reaktors zurückgeführt werden könnte, muß man konstatieren: Außer den unmittelbar betroffenen Arbeitern (50+) wird Tschernobyl keine weiteren Todesopfer fordern. Der Tod ist eben immer individuell. Und manchmal multikausal. Wie viele Menschen werden eigentlich möglicherweise irgendwann einen Arzt aufsuchen, weil sie Beschwerden haben, die sie auf eine Verstrahlung zurückführen? Bei wie vielen dieser Menschen wird dann möglicherweise etwas entdeckt, was anders nie zum Vorschein gekommen wäre? Wie viele Menschen werden deswegen paradoxerweise sogar länger leben?

    Das mag jetzt für Tschernobyl ein marginaler Effekt sein. Für die Bevölkerung von Fukushima allerdings, in einem anderen gesellschaftlichen und ökonomischen Umfeld, wird sich dies als bedeutender Faktor herausstellen. Niemand wird so gut betreut werden, wie die Kinder von Fukushima. Die daher alle wesentlich länger leben werden, als wir das heute annehmen.

    Sie könnten also höchstens sagen: Es wäre theoretisch möglich gewesen, daß durch Tschernobyl bis zu 30.000 Menschen vorzeitig hätten gestorben sein können -- was auch immer „vorzeitig“ angesichts aller anderen Lebensrisiken bedeutet.

    Wie viele hätten eigentlich in den Jahren zuvor theoretisch „vorzeitig“ sterben können, wenn ohne den Reaktor die Versorgungssicherheit mit Strom geringer gewesen wäre?

    Sie sehen, wie man auf diese Weise Zug um Zug den Boden der Wissenschaft verläßt und in den Bereich der Astrologie vordringt. Es findet sich daher kein Zynismus in meinem Text, sondern nur faktenorientierter Realismus.

  48. ein wenig zur Aufklärung, auch wenn es nicht direkt zu Fukushima passt: 1 MBq/m² Cs-137 ist bezüglich des Chernobyl-Fallouts (und Washouts) schon einen ganze Menge. Außerhalb der Exklusion-Zone lag der in der Ukraine 1986 gemessene Wert meist deutlich darunter (maximal 0,4 MBq/m² in der Ortschaft Narodytsky unmittelbar westlich der Zone, ggf. war es in Weißrussland tatsächlich mehr, der Wind hat of dahin geweht). Die Dosis durch Direktstrahlung wird für diesen Wert mit 12 mSv im Jahr angegeben. Das ist auch plausibel. Wenn man annimmt, dass das ganze Cäsium auf der Oberfläche bleibt, berechnet man etwa 10 mSv/a. Nimmt man zusätzlich 1986 direkt nach dem Unfall noch I-131 und insbesondere Cs-134 dazu, dann wird es mehr.

    Nach 10 Jahren und insbesondere heute ist das Cäsium sicher auf eine bestimmte Bodenmächtigkeit verteilt. Geht man hier von 30 cm aus, so resultieren aus den 1 MBq/m² noch etwa 2,5 mSv im Jahr, wenn man sich ständig im Freien aufhalten würde, real ist es sicher weniger, da der Aufenthalt in Gebäuden abschirmend wirkt.

    Inhalation von Staub trägt nichts wirklich zur Dosis bei.

    Was verbleibt, ist die Ingestion. Wenn man insbesondere Milch getrunken hat, die von Kühen stammte, die auf einem derart kontaminierten Gras geweidet haben, dann kann da schon eine erhebliche Dosis resultieren (einige mSv pro getrunkenem Liter Milch, dass summiert sich). Heute, wo die Aktivität nur noch im Boden ist (und nicht mehr auf dem Gras direkt), kommt man selbst bei hohen Verzehrsmengen nur noch auf deutlich weniger als 1 mSv/a. Da liefert ggf. Sr-90 mehr, da dieses höhere Ingestionsdosiskoeffizienten aufweist und auch besser vom Boden in die Pflanzen transferiert wird, aber dramatisch ist das auch nicht.

    Insofern: 1 MBq/m² Cs-137 hat 1986 schon zu einer signifikanten Dosis geführt, ist heute aber eher unproblematisch. Zum Vergleich: natürliche Dosis (extern und intern in Summe) im Mittel ca. 2,5 mSv/a.

  49. Grüne sind halt einfach einfältig und ungebildet, einfach recht blöde und noch stolz darauf. Arme Irre.

  50. #24 bernie

    Und was ist mit den hunderten Strahlenopfern auf der USS Ronald Reagen und den mittler-weilen 3 Totesopfern im Zusammenhang mit der Hilfeaktion des Flugzeugkreuzers vor F.?

    siehe #41

    um zu zeigen, dass die Hauptdosis während des Flugs ‚verabreicht‘ wurde, und nicht beim Reaktor

    oder …when radiation isnt the real risk (Westwinddrift 🙂

    Most of the fallout was swept out to sea by easterly winds

    Wie kann ich hier einen Gastbeitrag einreichen? CO2-Bilanz 2015 – Exportstrom

  51. @I.Thum
    Gastbeitrag…….einfach hier hin:

    webmaster(at)science-skeptical.de

    Den Rest erledigen dann die Admins.

    MfG
    H.E.

  52. Hier paßt es doch besser:
    http://www.novo-argumente.com/artikel/fukushima_evakuierung_ohne_nutzen

  53. #3, Martin Landvoigt


    Winston Smith war inzwischen tätig. Neue Version bei WDR:

    Das bisher schwerste Erdbeben in der Geschichte des fernöstlichen Landes und die anschließende Tsunami-Welle führten zu Kettenreaktionen in mehreren Reaktorblöcken der Atomanlage von Fukushima. Es kam zu Kernschmelzen, Hunderte starben, Tausende wurden verstrahlt radioaktives Material verseuchte die Umgebung des Kraftwerks, 170.000 Menschen wurden evakuiert.

    Deutsche Welle: Hier muss er noch tätig werden.

    Vor fünf Jahren verwüsteten ein Erdbeben und ein Tsunami das Atomkraftwerk in Fukushima. Die Folge: ein Super-GAU mit fast 19.000 Toten.

    Mal sehen wie lang das dauert.

  54. Hat jemand ein besseres Wort für dies plumpe Volksverdummung als ‚Lügenpresse‘ ?

    Zum Thema Evakuierung: Es wird eigentlich gar nicht diskutiert, ob diese notwendig war. Im Besonderen wurden als Grenzwerte 20 mSv / a unterlegt, um nicht nur Evakuierungen zu begründen, sondern die Wiederbewohnung der ‚verstrahlten‘ Bereiche. Wenn man dagegen weiß, dass eine dauerhafte niedrigdosierte Strahlung weit geringere Wirkung hat als eine Kurzzeit-Bestrahlung, und selbst bei dieser noch nie eine Wirkung nachgewiesen wurde, wenn kurzzeitig eine Exposition von < 100 mSv auftrat, erscheinen die Maßnahmen reichlich überzogen.

  55. „Weil die Ereignisse in Japan nicht auf der Nutzung der Kernenergie an sich beruhen, sondern lediglich die Mängel einer spezifischen technischen Umsetzung verdeutlichen“ -- Wieviele mangelhafte technische Umsetzungen kann sich die Menschheit denn noch leisten?

    Wahrscheinlich ist das in Ordnung solange Herr Heller weit genug von den Ereignissen entfernt ist!

  56. @Schwalbe
    Ganz richtig, mangelnde technische Umsetzung, denn das Problem war lediglich die Abfuhr der Nachzerfallswärme…..hätte man die Notstromer im Tsunamigefährdeten Gebiet nicht in den Keller gepappt sondern auf erhöhten Standort…..wäre garnix passiert.
    Aus diesem Grunde werden die neuen Generationen von KKW so konstruiert das diese Wärme auch dann abgeführt werden kann, wenn kein Strom mehr da ist (passive Systeme).
    Man sollte sich schon mal etwas mit der Materie beschäftigen und nicht bloß den dusseligen Systemmedien nachhecheln, nur weils grad so schön in die eigene Ideologie passt.

    H.E.

  57. @Schwalbe

    Wieviele mangelhafte technische Umsetzungen kann sich die Menschheit denn noch leisten?

    Ziemlich viel! Das passier alle Nase lang bei allen möglichen technischen Anlagen -- Ob Autos -- Bahnverkehr, Staudämmen …

    Kernkraftwerke werden hierbei besonders dämonisiert. Dabei ist einerseits bekannt, dass die Sicherheitsanforderungen hier sehr hoch sind. Entsprechend wurde in neueren Designs aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

    Andererseits sind die Schäden durch die ‚Super‘-GAUs verhältnismäßig gering: Monetär fraglos gewaltige Kosten, aber die Gefahren für Leib und Leben im Vergleich mit anderen technischen Unfällen eher gering. Ein nüchterner Blick auf nachgewiesene Opferzahlen sollte zu einem Umdenken führen.

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