ITER und die Chinesen
22. Juli 2012 | Von Quentin Quencher | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Technium
2009 wurde der Verein IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) mit Sitz in Potsdam gegründet. Der Spiegel schrieb damals:⁽¹⁾
“Vorbild ist der Ministerin zufolge das Institute for Advanced Study im amerikanischen Princeton, wo auch Albert Einstein forschte. Ähnlich wie an dem US-Elite-Institut könnten die “klügsten Köpfe” in Potsdam ein frei gewähltes Thema bearbeiten und bis zu zwei Jahre lang am Institut in der Potsdamer Kleist-Villa forschen und wohnen.”
Klaus Töpfer ist zur Zeit der Exekutivdirektor und neben anderen wichtigen Posten gibt es auch noch einen Strategiebeirat, dessen Vorsitzender Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber ist. Dies nur kurz zur Erläuterung, um die politische Ausrichtung dieses Vereins zu verstehen. Im März diesen Jahres wurde unter dem Dach des IASS eine Plattform Energiewende (TPEC) vorgestellt, die sich als unabhängiger wissenschaftlicher und transdisziplinärer Begleitprozess der Energiewende versteht.⁽²⁾
Am 28. Juni fand nun eine Expertenanhörung statt mit dem Thema: “Energiewende: Wo stehen wir? Was ist zu tun?” Siebzehn Experten konnten jeweils fünf Minuten zu einem Fachgebiet sprechen, und etwa die doppelte Zeit stand noch mal für Rückfragen der Jury zur Verfügung. Die Videoaufzeichnung dieser Veranstaltung ist in zwei Teilen auf der Seite des IASS zu sehen.⁽³⁾. Die Vorträge waren von unterschiedlicher Qualität, am untersten Ende würde ich den Vertreter von Germanwatch, Christoph Bals, nennen, dessen Ausführungen recht substanzlos daherkamen, was aber das Dilemma der NGOs verdeutlicht, den Spagat zwischen Energiewende und Ausbau der NIE (Neue Ineffiziente Energien) auf der einen Seite, und Naturschutz auf der anderen, hinzubekommen. Recht interessant fand ich die Ausführungen von Hans-Joachim Ziesing, der sich der Frage stellte, wie denn unsere Infrastruktur im Jahre 2050 aussehen würde, wenn man die Klimaschutzziele der Bundesregierung ernst nimmt.⁽⁴⁾ Wenn nämlich 180 Milliarden Kilowattstunden eingespart werden sollen, dann sind zumindest Teile des geplanten Netzausbaus, welcher heute notwendig erscheint, für die Zeit nach 2050 nicht notwendig. Zu diesem Thema wird sicher noch einiges gesagt werden müssen, doch hier will ich es dabei belassen. Ebenfalls aufschlussreich waren die Ausführungen von Ines Zenke, Fachanwältin für Verwaltungsrecht und Partnerin einer auf Energiefragen spezialisierten Sozietät, die unter anderem ausführte, dass es vor der Liberalisierung (1998) etwa 20 Paragraphen zum Energiewirtschaftsgesetz gab, heute sind es über zehntausend Normen und Regeln, die auch noch miteinander in Bezug gebracht werden müssen.⁽⁵⁾
Hauptsächlich möchte ich auf den Beitrag von Sibylle Günter, Wissenschaftliche Leiterin im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, hinweisen, deren Thema die Kernfusion war.⁽⁶⁾ Sie weist darauf hin, dass für eine CO₂-neutrale Energieversorgung die Kernfusion in Zukunft ebenfalls ihren Beitrag leisten könne. Womit die Brücke zum Thema der Anhörung geschlagen ist, denn gegenwärtig wird nur geforscht, von einer Anwendung in der Praxis ist nicht vor 2050 zu rechnen. Einem Hinweis von ihr, dass auch die Endlichkeit der fossilen Energieträger diese Forschungen notwendig machen, wurde entgegnet, dass diese Endlichkeit bei weitem nicht so gesichert scheint wie noch vor einiger Zeit angenommen. Es scheint sich also die Erkenntnis durchzusetzen, dass Peak Oil und Peak Sonstwas, nur statistische Artefakte sind, wie auch schon bei der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität deutlich angemerkt wurde. Dies aber nur nebenbei, dieser Aspekt spielte bei den weiteren Ausführungen keine Rolle.
Frau Günter trat energisch Vorstellungen entgegen, wonach bei der Kernfusionsforschung bislang wenig Fortschritte erzielt worden wären, und sprach von einem Erfolgsparameter der um den Faktor einhunderttausend erhöht werden konnte, und nun nur noch einen zusätzlichen Faktor 10 benötige. Das Problem zum Erreichen dieses Zieles ist die Wärmeisolierung, da dies nur mit größeren, und damit teureren, Anlagen möglich ist. Die langen Zeitskalen, die bis zur Verwirklichung der Projekte notwendig sind, resultieren daraus, dass es sich auch um Grundlagenforschung handelt und der nächste Schritt immer auf den Ergebnissen des vorhergehenden aufbaut. So soll ITER⁽⁷⁾ erst einmal zeigen dass es funktioniert und mehr Energie rauskommt als man reinsteckt. Dann überarbeitet man die Ergebnisse und feilt am Design um dann 2035 ein Demonstrationskraftwerk zu bauen (bis 2045).
Erstaunt zeigte sich die Runde als die Rede aufs chinesischen Fusionsforschungsprogramm kam. China plant bis 2100 rund 100 Gigawatt aus Fusionskraftwerken erzeugen. Ambitionierte Ziele, vor allem wenn man sich den Fahrplan anschaut. Bereits ab 2016 soll ein Fusionskraftwerk gebaut werden, welches die Prinzipien demonstrieren soll. Dies soll 2025 fertig sein, 2 Jahre früher als ITER. Dazu sollen 2000 Fusionsforscher ausgebildet werden, es herrsche ein großer Boom in dem Bereich, man will schnell vorankommen. Dies veranlasste Reinhard Hüttl, Präsident von Acatech, zu der flapsigen Nachfrage, ob die Chinesen schlauer seien als wir. Nein, sind sie nicht, antwortete Frau Günter, bislang können die uns nicht das Wasser reichen, doch sie lernen extrem schnell und schaffen eine Infrastruktur an die vor 10 Jahren noch nicht zu denken gewesen wäre. An ITER arbeiten die Chinesen mit Freuden mit, hier lernen sie wie es geht, und bringen dann aber einen völlig neuen Drive rein wenn es um die Umsetzung der Erkenntnisse geht. Und sie haben kein Problem damit, sollte einmal irgendein Schritt zum Versagen führen. Dann machen sie es eben noch mal, aber besser. Frau Günter verglich das Vorgehen der Chinesen mit dem Apollo-Programm, es wird in viele verschiedene Richtungen geforscht, um dann das Beste weiter zu entwickeln. Demgegenüber steht die europäische Strategie, wonach immer erst die Ergebnisse der gegenwärtigen Versuche ausgewertet werden, bevor der nächste Schritt getan wird.
Noch ist Deutschland führend in der Fusionsforschung, sagt Frau Günter, um hinzuzufügen: “Die Betonung liegt auf noch.”
Verweise / Erläuterungen:
(1) Das Institut werde zunächst für sieben Jahre mit neun Millionen Euro von Bund und Land jährlich gefördert.
[Spiegel: Potsdam bekommt eine Denkfabrik für Klimaforschung]
[IASS: Über uns]
(2) Das Projekt wird von IASS-Exekutivdirektor Prof. Dr. Klaus Töpfer geleitet, gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Kleiner und Dr. Günther Bachmann.
[Plattform Energiewende (TPEC)]
(3) Eine gemeinsame Veranstaltung des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) mit acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Max-Planck-Gesellschaft.
[Aufzeichnung der Experten-Anhörung am 28. Juni 2012 in Berlin]
(4) Videomitschnitt des Statements von Hans-Joachim Ziesing (20:02 min).
[Youtube: Die Infrastruktur im Energiesektor im Jahr 2050]
(5) Videomitschnitt des Statements von Ines Zenke (16:07 min).
[Youtube: Die Energiewende aus Sicht einer Rechtsanwältin]
(6) Videomitschnitt des Statements von Sibylle Günter (11:10). Einen ähnlichen Vortrag hielt sie auf den 10. Münchner Wissenschaftstagen unter dem Titel: “Energie erzeugen wie die Sonne – die Kernfusion im Energiemix der Zukunft.” Hier werden aber wesentlich mehr technische Details allgemeinverständlich dargestellt.
[Youtube: Zukunft der Kernfusion]
[Energie erzeugen wie die Sonne - die Kernfusion im Energiemix der Zukunft (PDF | 1,3 MB)]
(7) Der Reaktor soll die technische Machbarkeit sowie Gebrauchstauglichkeit der Energiegewinnung aus Kernfusion demonstrieren. Den Berechnungen zufolge soll etwa zehnmal so viel Energie aus dem Plasma freigesetzt werden, wie zu dessen Aufheizung und Stabilisierung notwendig ist.
[Wikipedia: ITER]
Beitrag ist auch erschienen in Glitzerwasser.





Advanced Studies … An alle Verehrer Albert Einsteins: Bitte bleiben Sie ganz ruhig! Es handelt sich nur um einen kurzen, vorübergehenden Schwindelanfall, durchatmen bitte …
Ist eventuell die Diplomarbeit des hochverehrten Herrn Rahmstorf noch irgendwie erreichbar (Uni Konstanz 1987, irgendwas mit Relativität un so)? mfG
Diese beschissene deutsche Arroganz…….wird sich eines Tages noch rächen.
Millionen Chinesen studieren und schwärmen anschließend in die ganze Welt aus um sich WISSEN anzueignen, schon alleinen die gewaltige Anzahl an Menschen die da unterwegs sind, ist erschreckend.
Zweiter Grund, die enormen Geldmittel die den Chinesen zur Verfügung stehen, während bei uns ja an jeder Ecke gespart werden muss…….und mit diesen Mitteln können die Chinesen auch Forscher aus aller Welt anlocken, was man auch nicht unterschätzen sollte.
China ist inzwischen zur Raumfahrtnation aufgestiegen mit eigener kleiner Raumstation, China hat einen der gewaltigsten Staudämme geschaffen die es auf unseren Planeten gibt, China wird wohl auch einer der ersten Nationen sein, die ein funktionierendes Fusions-Kraftwerk baut, da bin ich mir so ziemlich sicher.
Bildung als Resource……der Effekt tritt erst mit Verzögerung ein……….aber darf auf keinen Fall unterschätzt werden.
MfG
H.E.
Das mit der ‘Schlauheit’ ist ganz einfach:
Es sind immer nur wenige Menschen, die wirklich innovativ sind und etwas finden, das die Menschheit weiterbringt: Das Rad, die Dampfmaschine, die Relativitätstheorie. Ein paar mehr, aber immer noch sehr wenige, sind fähig, die Erkenntnisse der Spitzenleute zu begreifen und umzusetzen: Die Riege der Ingenieure, Techniker, Wissenschaftler.
Diese Menschen sind auch gleichmässig verteit. Aber das heisst, dass ein Land mit 1 Milliarde Einwohnern davon 10 x mehr hat als ein Land mit 100 MIllionen Einwohnern.
Die Kunst ist es, diese wenigen zu finden, zu fördern und dann produktiv werden zu lassen.
#3. Tritium
ja, Cina hat es drauf. Erst eine eigene Raumstation, jetzt eine eigene Tiefseestation mit dem lgfr. Ziel des Abbaus von Rohstoffen.
karl.s
mein #4.
soll natürlich China heinßen, und nicht Cina
#3 Tritium.
Ich denke nicht, dass Innovation nur ein paar wenigen Menschen vorenthalten ist.
Ich denke, dass jeder innovativ sein kann. Der entscheidende Punkt ist aber das Klima, das in einer Gesellschaft herrscht.
Ein wichtiger Punkt sind dafür Träume für eine bessere Zukunft, wie Neil deGrasse treffend beschrieben hat.
Ähmmm, ist jetzt nich so toppig aber trotzdem eine schöne Informationsquelle was chinesische Nachrichten in deutscher Sprache betrifft.
http://german.china.org.cn/news/node_7031225.htm
Und hier eine Fotodokumentation über die Überschwemmung, die mindestens 37 Menschen das Leben gekostet hat.
Beachtenswert…….bei einigen Bildern sieht man eine Hochspannungstrasse, die mitten durch eine Stadt überirdisch verläuft.
http://german.china.org.cn/china/2012-07/23/content_25986189.htm
@Quentin, bitte nicht böse sein, aber beim Thema China gehen mir immer meine Urlaubserinnerungen durch den Kopp.
MfG
H.E.
Lieber Onkel Heinz,
auch ich finde die deutsche Gelehrten-Arroganz zum Kot… (“sind die schlauer..”). Dazu mal ein Faktum, dass unsere Pisa-Republik noch älter aussehen lässt…(und die Chinesen die Fusion auf alle Fälle zum Laufen kriegen)
@Onkel Heinz
…..jo, is ne interessante Nachrichtenquelle.
Weltweit erste Konferenz über grüne Entwicklung Ende Juli in Guiyang
…..tja, liebe Deutschländer, nicht die Mutti der Nachhaltigkeit steht auf der Gästeliste, sondern Putins oberster Gasableser…. was das wohl bedeuten mag…..
Juhu……ick hab sogar was zum Thema gefunden…..
China bildet 2000 Kernfusions-Experten aus
Ende Teil 1
# 8:
Das ist nun ein Beleg für die These, dass Intelligenz gleichmässig verteilt ist. Länder mit vielen Einwohnern haben dadurch zwangsläufig die Nase vorn, wenn die anderen Bedingungen einigermassen gleich sind.
Es gab allerdings mal eine Zeit, da wurde die Förderung von Talent in Deutschland weit besser beherrscht als in allen anderen Ländern, eine Zeit, in der Deutsche mehr Nobelpreise kassierten als die anderen Nationen zusammen.
Diese ausserordentliche Leistung ist um so bemerkenswerter, als damals (Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, eine ausgesprochene Klassengesellschaft und ein ausgepräfgtes Stadt/Land-Gefälle die Bildungschancen höchst ungleichmässig verteilte.
Ich sage ganz offen: Ich habe keine Ahnung, warum das damals so gut funktionierte, alle Erklärungsversuche sind irgendwie nicht sehr überzeugend; doch ich denke, es waren nicht nur ‘harte’ (z. B. die ‘Kaiser-Wilhelm-Institute’) sondern auch ‘weiche’ Faktoren wie gesellschaftliche Anerkennung geistiger Leistungen und ein ausgesprochener gesellschaftlicher Optimismus.
Es muss allerdings auch beachtet werden, dass die Sonderstellung Deutschlands immer auch auf den ‘Unteroffizieren’ beruhte, nicht nur bei der Wehrmacht, sondern auch in den Fabriken: Gut ausgebildete, fähige Facharbeiter und Meister taten dazu genau so viel wie die Ingenieure und Doktoren.
Energieressourcen und die Energiepolitik Chinas
Presseamt des Staatsrats der Volksrepublik China
Dezember 2007 Beijing
Ziemlich langer Text aber stellenweise echt interessant.
Bei nachfolgenden Satz musste ich etwas grinsen….
Diese Nation ist Hungrig nach Wissen, Entwicklung und Wohlstand……..Deutschland dagegen scheint völlig Überfressen zu sein.
MfG
H.E.
@Tritium
Weißt Du, was mir besonders bei meiner China-Reise aufgefallen ist?
So gut wie keine Kinder auf der Strasse, ausser wenn se mit ihren Schuluniformen schnurstraks nach Hause gedackelt sind.
Aufgrund der strikten Ein-Kind-Politik versuchen die Eltern aus diesen einen Kindlein einen Wundknaben/Tochter zu machen, stecken viel Geld in die Ausbildung und Erziehung…..dahingegen scheint es in Deutschland heutzutage schon auszureichen, wenn Du Deinen Namen tanzen kannst.
Vllt ist bei uns kaum noch jemand bereit sich zu quälen, ist doch die soziale Hängematte einfach zu verlockend.
Ups….
H.E.
Heinz,
Deutschland wird auch scheinbar von irgendjemand gezwungen, sich auf mittelalterliche Technologien zu stützen.
Nach Windmühlen können auch die Pferdekutschen einen deutschen Technologieschub vertragen
Ach übrigens, warum noch Technologie klauen wenn man heute auch ganz legal die Firmen samt Patente kaufen kann?
Für ein neues Image
China kauft ein
Apropos deutsche Arroganz….
Leider…
H.E.
@Bächlein
…..vielleicht versucht’s die Automobilbranche ja bald mal mit nachhaltigen Pellet-Mobilen.
“Öffnen Sie die Schnüffelklappe”, eine Fahrt im Holzvergaser-Auto im Jahr 1946
…..aus den Brettern, die unsere Energiewendehälse vor’m Kopp haben, könnte man jedenfalls ’ne Menge „Tankholz” machen…..
Die hohe Intelligenz und Strebsamkeit chinesischer Jugendlicher erlebte ich auch schon; da haben sich die Eltern im Hintergrund (lächelnd) den Arsch aufgerissen. Ein Mädel war mit Spitzenmathematik und -physik nicht ausgelastet und musizierte nebenei konzertmäßig; ein so perfektes Deutsch findet man bei Deutschen kaum noch. Ich freue mich, schweren Herzens, für diese Leute und drücke China die Daumen.
Über die kometenhafte wissenschaftliche Entwicklung der deutschen Mathematik und Naturwissenschaft seinerzeit habe ich auch schon gegrübelt, lieber Tritium. Möglicherweise muß man sich Preußen näher ansehen, die Bildungspolitik vielleicht? Oder nur mal das Wirken Friedrich Theodor Althoff’s?
mfG
gelöscht. Hat nichts mit dem Beitrag hier zu tun. Bitte noch mal in der OffTopic posten.
QQ
Ich habe mal eine Frage. Im Video, ab 8:50min, spricht Frau Günter von den verschiedenen Strategien, ich habe das oben im Text angesprochen. Die europäische “Lores-Strategie” gegenüber der chinesichen “Hayres-Strategie.” Keine Ahnung ob das so richtig geschrieben ist. Mit Lores kann ich etwas anfangen (lore, engl. = Wissen), aber mit dem anderen nicht. Sie umschrieb das noch mit dem Apollo-Programm, damit ist eigentlich klar was sie meint. Dennoch würde mich eine etwas genauere Definition interessieren, und wie es aus aussieht, wenn man diese verschiedenen Strategien gegenüber stellt.
Die europäische ist wohl sehr auf Sicherheit bedacht, man hat Angst Geld unnütz auszugeben, deshalb werden Ergebnisse immer erst abgewartet. Während die chinesische Strategie risikoreicher ist und ein Scheitern in Kauf nimmt. Dafür kann man aber, wenn es gut geht, erheblich Zeit gewinnen kann.
Hier der Link zu der Stelle im Video:
Ups, Link zum bestimmten Punkt springen, funktioniert offensichtlich nicht. Die entscheidende Stelle ist ab 8:50 min. Bitte manuell zu der Stelle springen.
@ T.Mollet #6:
Ich sehe da eigentlich gar keinen Widerspruch.
Ganz gernau: Jeder kann potentiell. oder besser: Jeder könnte es potentiell sein. Sehr weinge sind es am Ende allerdings tatsächlich. Das Problem ist, sie zu finden und ihnen die Gelegenheit zu bieten. Das ist gleichzusetzen mit dem gesellschaftlichen Klima, welches ermuntert, belohnt und die Voraussetzungen bietet.
@Quentin #19
Wenn man mal mit eigenen Augen gesehen hat, was die Chinesen für ein Bautempo hinlegen, kann ich mir auch gut vorstelle, dat die so ein Werk viel schneller hinpappen können als wir.
Bei uns besteht doch die Angst, das bei einen eventuellen Fehlschlag sofort die Fördergelder zusammengestrichen werden, deshalb auch die betuliche Vorgehensweise. In Europa und vor allem Deutschland ist doch sogar die Kernfusion irgendwie anrüchig, dat hat was mit Atomen zu tun und da schwingt die selbe Angst mit wie bei der Kernspaltung.
Dat ist aber nur meine eigene unmaßgebliche Meinung, vllt ham wir auch nur zu wenig Geld um richtig losmachen zu können.
MfG
H.E.
Da ist die Aussprache etwas undeutlich (verstärkt noch durch Audiokompression) : Fr. Günter spricht von europäischer “low-risk” vs. chinesischer “high-risk”-Strategie, vulgo: Kleckern vs. Klotzen..
@ Heinz
Ich denke auch, es steckt eine Stück weit Angst dahinter, bei einem gravierenden Rückschlag wird das ganze Projekt aufgegeben. Die Angst haben die Chinesen nicht.
Aber genau genommen, arbeiten wir ja viel risikoreicher. Da werden NIE mit hohen Subventionen in den Markt gedrückt, ohne dass wesentliche Komponenten überhaupt theoretisch vorhanden sind (Speicher). Immer schön in der Hoffnung, irgendwie wird es sich schon regeln.
@ B. Kesler
Danke. Jetzt wo Sie es sagen, verstehe ich es auch.
@Quentin
Tja, dat is ja auch Mutter Natur höchst persönlich, also gut………bloss blöd, das Mutter Natur etwas ineffizient bei der Energiewandlung arbeitet und keine Speichertechnik im Portfolio hat, die wir mal eben klauen/abkupfern können.
Dat einzige was Gaia in Massen gespeichert hat, ist ja böse fürs Klima beim Verbrennen und soll also auch gefälligst im Boden bleiben.
Was bleibt uns arroganten Deutschen am Ende “Power to Gas” oder Methanol als Speicher.
http://de.wikipedia.org/wiki/Methanolherstellung
Wirkungsgrade abseits von gut und böse, teilweise auch noch giftiges Zeuch……..aber was will man machen, wenn man sich blitzartig wenden muss und Geld bisher keine Rolle gespielt hat.
PS……eigentlich ist schon die reine Diskussion über Fusion und Kernspaltung ein Tabu…….ein No-Go, Blasphemie……in den Augen deutscher grüner Bessermenschen, leider.
MfG
H.E.
#24. Quentin Quencher
moin Quentin,
ich denke mal, das hat -- zumindest teilweise -- auch viel mit dem jeweiligen politischen System zu tun. Es ist natürlich in einem politischen System wie ich China einfacher Projekte in Angriff zu nehmen, ohne das gleich Konsequenzen drohen, sobald etwas nicht von Erfolg gekrönt ist. Das ist sicherlich in einer Demokratie anders. Wo allerdings die Ideologie und nicht rationaler Sachverstand federführend ist -- siehe “Energiewende” -- kann sich das schnell aber auch ins Gegenteil verkehren. Da spielen die politischen Systeme dann keine Rolle mehr.
gruß
karl.s
#17. nLeser
Wenn man sich Preußen hierbei näher ansieht, kommt man sehr schnell zu den Napoleonischen Kriegen. Die schwere Niederlage Preußens (bei Jena u. Auerstedt), einhergehend mit großen Gebietsverlusten und hohen Tributzahlungen rief Männer auf den Plan, die in einer umfassenden Modernisierung des Preußischen Staates die Grundlage dafür sahen, dass Napoleon besiegt werden kann und dass solch eine Niederlage keine Wiederholung findet (Hardenberg, Stein, Scharnhorst, Gneisenau, W. Humboldt um nur einige zu nennen). Dazu wurden auf allen Gebieten Reformen angestossen wie im Militärwesen, Verwaltung, Agrar und Gewerbe sowie Bildung. Dazu ein treffender Satz aus Wikipedia:
Auch wenn die Reformprozesse ab etwa 1820, insbesondere im Punkt Verfassung nicht weitergeführt, teilweise sogar wieder umgekehrt wurden, so blieben doch wesentliche Teile, insbesondere das Primat der Waffen und der Wissenschaft erhalten. Diese Zeit kann sicherlich als ein Ausgangspunkt für die spätere Entwicklung mit angesehen werden.
gruß
karl.s
# 27.
Da ist zweifellos etwas dran.
Aber zwischen en neupreussischen Reformen und der Zeit der wissenschaftlichen Blüte liegen viele bewegte Jahre.
Da wäre die Gründung des II. Reichs zu nennen, das Ende des Partikularismus, die enomen Kriegsentschädigungen, die Frankreich nach 1871 zahlen musste und die, neben anderen Faktoren, einen Wirtschaftsboom auslösten…
Aber im Grunde waren die Deutschen damals die ‘Chinesen’:
Aus politischen Gründen bis zur Reichseinigung im Vergleich zur führenden Welt- und Weltwirtschaftsmacht Großbritannien rückständig und arm.
Dabei eine Bevölkerungsexplosion und eine starke Wanderung vom Land in die Städte (Mit ausgeprägten Slums, Wanderarbeitern, Zuwanderung aus dem Ausland, wo es den Menschen noch schlechter ging)
Gleichzeitig dieser enorme Wirtschaftsaufschwung aufgrund herausragender Innovationen in Metallurgie, Chemie, Maschinenbau, dies unterstützt von staatlichen Großprojekten wie dem Eisenbahn- und Kanalbau.
Die aklteingessenen Wirrtschaftsmächte, insbesonders GB, bekamen Angst vor diesem dynamischen Newcomer:’Made in Germany’ war als ein abwertendes Zeichen für Billigware geplant und zu Beginn des deutschen Aufstiegs waren deutsche Erzeugnisse auch tatsächlich minderwertig.
Aber dann, wenige Jahrzehnte später, eben diese unglaubliche Weltstellung: Praktisch ein Monopol auf synthetische Farben, ‘Apotheke der Welt’, hervorragende Schwerindustrieerzeugnisse (Wilhelms Schlachtschiffe waren ein unsinniges Projekt, aber technologisch gesehen waren sie sehr gut und Kriegsschiffe waren damals wie heute ausserordentlich anspruchsvolle Produkte) und eine wissenschaftliche Elite, die beispiellos in der Welt war.
Die Ähnlichkeit dieses Wegs mit dem heutigen China ist frappant, es wird interessant, zu sehen, wie die Geschichte weitergeht.
¨IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies)¨ à la Princeton — eine Nummer kleiner ging’s natürlich nicht. Aber die in den Namen geschmuggelte Nachhaltigkeit heißt wohl, daß
bearbeiten dürfen, nur so lange diese freie Thema
dient.
Wie wäre es, wenn jemand ein Institute for Advanced Cartomancy Studies gründete (oder gibt’s das etwa schon)? Der Kenner fühlt sich etwas an Strugazky erinnert: AN SSSR NIIChAWO (auf deutsch etwa “wissenschaftliches Forschungsinstitut für Hexerei und Zauberkunst der Akademie der Wissenschaften der UdSSR — aber das Wortspiel geht leider bei der Übersetzung verloren).
Tritium,
vor über 100 Jahren waren die Deutschen nicht die einzigen “Chinesen”. Rußland hatte zeitweise ein noch größeres Wachstum. Bisher dachte ich, Lenin hat die Russen aus dem Feudalismus/Leibeigentum zum Kommunismus geführt, nein, Rußland war auch gefährlicher Konkurrent GBs wegen großen wirtschaftlichen Wachstums und Handelsüberschuß.
Ich glaube, ein Großprojekt der Deutschen war sehr gefährlich für das British Empire, die Bagdadbahn. Sie war geplant und etwa 1906 auch finanziell abgesichert. Schneller und billiger Zugang zum Orient und Indien. Parallel wurden dort auch die ersten Ölvorkommen entdeckt. Die Bagdadbahn wurde durch den WKI verhindert.
Die Russen bekamen Lenin und die Deutschen bekamen den Versailler Vertrag? Beides nicht gut. Mein Opa hat noch in den 60iger Jahren vom Kaiser Wilhelm geschwärmt, es ging ihnen gut und der Kaiser war friedlich, stimmte nie mit meinen, mir vermittelten, Geschichtskenntnissen überein…
#28. Tritium
genau, und die man grob in 3 Phasen einteilen kann. Für Interessierte findet sich hier eine gute Übersicht dazu.
karl.s
QQ,
leider weiß ich nicht, was ich in #18 geschrieben habe, so kann ich es nicht auf offtopic posten.
Ich würde diese Versammlung von Töpfer auch in offtopic verschieben. Diese Anbiederung gegenüber dem Präsidium ist like ddr . Jeder macht seinen Kotau gegenüber EE.
-sicherlich ist die EEwende wichtig
-die knapper werdenden Ressourcen
-Kapazitätsmärkte
Keiner möchte so verstanden werden, dass er die Ziele kritisiert, kann man gar nicht , weil die EUKommission doch alles beschlossen hat.
Das ist keine Diskurs, das ist eine typische deliberative Bestätigungsveranstaltung für Nachhaltigkeitspabst Töpfer.
Hochzeit für arschkriecherische Rituale im Theaterstück des Kaisers neue Kleider
Sind die Chinesen schlauer als wir?…….ja und nein
Ick hab mich gestern doch noch mal intensiver mit dessen Schulsystem beschäftigt, das aus Sicht eines deutschen Schülers wohl die Hölle darstellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schulsystem_in_der_Volksrepublik_China
Im Prinzip wird stark auf Disziplin und Auswendiglernen geachtet, denn alles dreht sich um DIE Prüfung, die entscheidet ob und in welche Universität der Deliquent am ende darf.
Das chinesische Schulsystem gilt wohl als das härteste der Welt und nun weiß ich auch, warum ich in China keine Kinder auf der Strasse gesehen habe, die haben schlichtweg Hausaufgaben gemacht.
Ende Teil 1.
Teil 2.
Beim Kramen im Internet bin ich auf einige Artikel gestoßen, die bei differenzierter Betrachtungsweise ein Zipfelchen davon freigeben, was derzeit in China passiert.
“Im Hirn so leer wie die Unterhose eines Eunuchen”
So, nun gucken wir mal, was eine deutsche Austauschschülerin berichtet….
“Selbst die netten Lehrer sind sehr streng”
Ende Teil 2.
Teil 3.
Das ganze erinnert mich etwas an den alten preussischen Drill….aber es scheint auch in China eine langsame Einsicht zu geben, das Wissen alleine nicht reicht wenn es nicht auch kreativ angewendet werden kann…..
«Chinas Schüler müssen selbständiges Denken lernen»
Chinas harte Schule
Weiterhin sollte man die Augen auch nicht vor anderen Problemen verschließen, die Kinder der Wanderarbeiter haben kaum Chancen an den regulären Schulen des Arbeitsortes angenommen zu werden und die bis heute großen Unterschiede zwischen den reichen Städtern und der armen Landbevölkerung.
Sorry Quentin, ist mal wieder viel zu lang geworden, wenn ick mir festbeisse….dann richtig.
Zumindest sollte ein realistisches Gesamtbild erstellt werden, ohne Chinas Bildungssystem nur blöd mit Vorurteilen zuzupflastern.
Sind die Chinesen schlauer als wir?
Diese Frage sollte jetzt jeder für sich selbst beantworten können.
Ich danke für die Aufmerksamkeit.
MfG
Onkel Heinz……..hat wieder mal voll übertrieben, Tschuldigung
Heinz, Gunnar Heinsohn hat eine Antwort:
.
In China ist Physik zugelassen, wir haben einen Verein , der IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) heißt, das erklärt doch alles. Hier spricht auch ein Greenpeacer , der eine Art Wachsamkeit fordert. Ist das die alte revolutionäre Wachsamkeit, mit der sich die ddr schützte?
Zum chinesischen Schulsystem habe ich keine Kenntnis / Meinung, vermute jedoch (angesichts der Größe und der internationalen Verbindungen), daß auch Talente oder Genies durchaus eine Chance haben abseits der Hauptstraße. mfG
@ Onkel Heinz #35
Schlauer als wir, sind sie in jedem Fall. Denn wenn wir schlauer wären, würden wir unser Know-how nicht wie abgetragene Klamotten den Chinesen überlassen.
Wir mögen vielleicht glauben klüger zu sein als die Chinesen, aber das grenzt dann schon wieder an Dummheit.
philosophiert der Moosgeist
Man sollte vielleicht auch nicht vergessen, dass die Chinesen ein spezielles Problem haben und das ist ihre Schrift. Um so Tageszeitungen zu lesen muss man schon ca. 3000 Schriftzeichen memoriert haben. Für anspruchsvollere Texte sind es eher 5000 oder mehr. Das erfordert schon eine Menge Drill. Wenn da die Kreativität nicht auf der Strecke bleibt, dann sind das richtig gute Leute. Der Pool aus dem sich diese rekrutieren können ist aber auch sehr gross.
Wer hat es sich auch angetan, dieses Pännell anzuhören?
Dort geht es doch noch höfischer zu als in der ddr. Meine wissenschaftlichen Eliten wagten sich in der Verteidigung der Physik nur bis an eine unsichtbare Grenze vor, die auch in der ddr niemand überschritt.
Wenn sich doch mal einer zuweit vorwagte, fühlte er sich äußerst unwohl, was seine jeweilige Körpersprache und seine gehorsamen Wiedergutmachungsäußerungen belegen.
Töpfer mit seinem höfischen Präsidium stellte die kritischeren Fragen, um deren Beantwortung sich jedermann herumdrückte. Das sind auch die Fragen, die hier diskutiert werden aber unbeantwortet bleiben.
Die EEWende in seinem Lauf hält werder Ochs noch Esel auf
Nur Frau Iter war unbelastet und konnte sagen, noch haben wir einen Vorsprung in der Forschung und man wagte sogar darüber zu lächeln
@ W.Rassbach
Der Vergleich mit der DDR ist durchaus angebracht. Wenn man da einer offiziellen Rede lauschte, oder einen Zeitungsartikel las, dann musste man auch “zwischen den Zeilen” lesen. Und manchmal war es nur die Wortwahl, die einem aufhorchen ließ, oder das was nicht gesagt wurde, man aber als Insider wusste was gemeint ist.
Ganz so schlimm ist es bei dieser Expertenanhörung noch nicht, aber die Tendenz dazu ist da.
QQ,
Ich finde, es ist noch schlimmer, in der ddr drohte bei bei Kritik an den Hauptinsignen die Verbannung und Gefängnis, heute droht Karrierestop.
Sie unterhielten sich über physikalisches Grundwissen. Renn sagte, dazu gehört auch das Wissen, dass es in einem KKW keine Atombombenexplosion geben könne und er bekam ein rotes Gesicht , vor solch frevelhafter Äußerung und empfahl sofort, die Ziele Kernkraft ausstieg, EE Einstieg und Verringerung fossiler Energien nie mehr in Frage zu stellen, mit Hinweisen, die erreichte Zustimmung von 60% in der Bevölkerung durch “kluge” Politik nicht zu gefährden.
Ich habe aber noch Hoffnung, dass Deutschland die Physik wieder zulässt, außer dem Greenpeacer wurde noch alle rot im Gesicht bei ihrer Huldigungsrede
Töpfer fragte mehrmals nach dem Verhältnis Sonnenstunden 1000 Jahresstunden 8760, keiner antwortete.
Ein normaldenkender Mensch würde an dieser Stelle doch sagen, Die Energieumwandlungsmethode EE funktioniert in Deutschland nur ca 1000 Stunden im Jahr. Da es keine Speicher geben wird, die wirtschaftlich arbeiten, sorgt die Solar und Windstromorgie nur für Mehrverbrauch der fossilen KW wegen hoch und runterregeln und wird niemals dazu führen, dass auch nur ein fossiles KW abgeschaltet wird.
Wenn Prinz Philip dies begreift, warum meine Eliten nicht?
Töpfer stellte zwar die kritischsten Fragen, aber wollte nicht die Wahrheit hören, er wollte die deliberative Bestätigung im Scheindiskurs seines Hofstaates.
Deutschalnd wird dann mal den Iter bei den Chinesen kaufen müssen ;-(
#43 W.Rassbach
beim “Bürgerdialog” letztes Jahr war er noch bei 80% Zustimmung. Unterlegen konnte er aber auch diese nicht. Wahrscheinlich sind das “gefühlte” Werte
Die Realität sind aber gewiss anders aus.
karl.s
Selbst wenn die Kernfusion in Deutschland machbar wäre, es finden sich immer genug Verhinderer. Der BUND und andere technologiefeindliche Gruppierungen sorgen schon mal vor:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/sicherheitsdiskussion-um-fusionsreaktor-wendelstein-7-x-a-846625.html
China setzt auf Schutz der Seltenen Erden
Tja, und dafür wird diese Nation auch noch vor dem WTO verklagt, weil andere Nationen zu geizig waren, eigene Reserven anzugreifen.
Nebenbei wird das dann auch noch zusätzlich unsere “Energiewende” einbremsen…….was mich wiederum erfreut.
H.E.
#45. torben hoffmeister
das Projekt Wendelstein X war den Grünen und deren Erfüllungsgehilfen schon immer ein Dorn im Auge. Ich kann mich erinnern, kurz nach dem Erdbeben und dem Tsunami letztes Jahr in Japan, kam von der Seite (ich meine es war Trittihn) schon mal die Forderung, die Forschungsmittel für das Projekt zu streichen bzw. gleich ganz einzustampfen. Da man damit nicht durchgekommen ist, versuchen die Grünlinge das jetzt auf diese Tour und finden bei den Roten und ganz Roten dabei willige Helferlein, die auf diese Tour bei Ihrer Klientel Punkte sammeln wollen. Da ist denen jedes Mittel recht.
karl.s
Vielleicht noch ein kleines Beispiel zum Vergleich Preußen / China.
Ich habe hier ein handliches kleines Büchlein mit mathematischen Formeln (Miniatur-Bibliothek Leipzig 1905), vermutlich zum Spicken für Abiturienten und im Umfang deshalb vermutlich den Lernstoff umfassend. Das ist ein Kulturschock! Keine Farbe, keine Bildchen, keine Dummy-Erläuterungen, kaum Text; nur: Formeln, Formeln, Formeln und wenige knappe Lehrsätze. Die Stichworte Kubische Gleichungen, zyklometrische Reihen und Kugeldreiecke mögen hier genügen, rund 80 kleine Notizbuchseiten. Wer will, man mag über solchen Drill die Nase rümpfen … mfG
Ukraine eyeing Chinese gasification tech
Ich habe gerade keine Zeit mich darum zu kümmern, deshalb hier nur der Hinweis auf diese Meldung in Energy Tech. Es scheint kein ganz kleines Projekt zu sein, da die Kreditlinie für die Urkaine um 3,6 Milliarden Dollar erhöht werden soll.
Ist das jetzt ein Uralttechnik die die Chinesen weiter entwickelt haben und nun auch als Technikexporteur auftreten?