Japan zum Jahrestag von Fukushima – Eine rückblickende Presseschau

24. März 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Kernenergie, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen

helicopter_flies_over_SendaiEine Reihe japanischer Tageszeitungen und Magazine hat englische Ausgaben. Die bedeutendsten Tageszeitungen sind:

Yomiuri shimbun http://www.yomiuri.co.jp/dy/

Asahi shimbun http://ajw.asahi.com/

Mainichi shimbun http://ajw.asahi.com/

Wikipedia sagt, Asahi und Mainichi gälten als linksliberal, Yomiuri als konservativ. Zusätzlich sind englisch zugänglich:

The Japan Times http://www.japantimes.co.jp/

Japan Today http://www.japantoday.com/

Was schreiben diese Zeitungen zum Jahrestag der Tsunami Katastrophe und wie stellt sich die japanische Sicht im Vergleich zur deutschen dar? Suchbegriff war in allen Fällen ‚Fukushima anniversary‘ bzw ‚Tohoku anniversary‘ Tohoku ist die Bezeichnung für das Gebiet der Erdbeben- und Tsunamikatatrophe, die die Fukushima-Havarie auslöste. Beginnen wir mit der auflagenstärksten Zeitung Japans:

Yomiuri Shimbun

Das Editorial am 11 März:

http://www.yomiuri.co.jp/dy/editorial/T130313003692.htm

Keeping memories of the March 11 disaster alive

Die Erinnerungen an den 11 März wach halten.

[Welche Erinnerungen? Die an die ‚Atomkatastrophe‘? Nein]

Scars of the massive tsunami triggered by the Great East Japan Earthquake remain all-too-vivid in some affected areas. A large fishing vessel remains stranded ashore, and buildings reduced to their bare frames dot the landscape…

Die Narben des massiven Tsunamis, der vom Großen Ostjapanischen Erdbeben ausgelöst wurde sind in einigen betroffenen Gebieten nur all zu lebendig. Ein grosses Fischerboot liegt gestrandet, Bauwerke, von denen nur die Rahmen blieben, sind in der Landschaft verstreut…

Das Editorial am 12. März:

 http://www.yomiuri.co.jp/dy/editorial/T130312003628.htm

Relay lessons from disaster to next generation

Die Erfahrungen der Katastrophe an die nächste Generation weitergeben

Along with expediting reconstruction in the Tohoku region, it is vitally important to pass the lessons learned from the March 11, 2011, disaster on to the next generation….

Zusammen mit den beschleunigten Aufbauarbeiten in der Tohuku-Region ist es von grösster Bedeutung, die Lektionen des 11. März-Katastrophe an die nächste Generation weiter zu geben.

Die Nation hat am 2. Jahrestag des Großen Ostjapanischen Erdbebens einen Markstein gesetzt: In Tokyo wurde von der Regierung eine Gedenkzeremonie abgehalten, der der Kaiser und die Kaiserin beiwohnten…Sie beteten für die Seelen der Verstorbenen.

Verzögerungen in der Fukushima Präfektur

Verzögerungen beim Wiederaufbau sind besonders in der Fukushima Präfektur auffallend, wo im Gefolge der Krise des Kernkraftwerks im Vergleich zu anderen Präfekturen, die ebenfalls schwer getroffen wurden noch eine ganze Reihe von Schritten aufzuholen sind.

In Bezug auf die Rückkehr der Evakuierten von Gebieten rund um das Kernkraftwerk sagte Ministerpräsident Abe bei einer Pressekonferenz „Mit einem Zielpunkt etwas Mitte des Sommers werde ich einen konkreten Plan vorstellen, wie Strassen, Wasserversorgung, Gesundheits- und Wohlfahrtsdienste wieder aufgerichtet werden sollen und wie die Einwohner wieder zurückkehren sollen.

Das Editorial am 14. März:

http://www.yomiuri.co.jp/dy/editorial/T130313003686.htm

Government should draw up realistic nuclear power policy

Die Regierung sollte ein realistisches Nuklearprogramm vorstellen

[Die vorhergehende Regierung der Demokratischen Partei wurde von der konservativen Regierung abe abgelöst. In Folge wurde aus den Energieberatungskomittee von ursprünglich 25 Mitgliedern 10 Mitglieder entfernt, die dafür eintraten, die Kernenergie in Zukunft ganz aufzugeben.]

Das Kabinett Abe plant, die Kernkraftwerke zu reaktivieren, sobald die Sicherheitsprüfungen positiv sind….

Die nukleare Sicherheitstechnik hat bedeutende Fortschritte gemacht. Der Ersatz veralteter Kernkraftwerke durch neueste Modelle muss die Leitlinie für die Verbesserung der Sicherheit werden. Es ist unumgänglich, bei den Beratungen über den Energiefahrplan auch die Optionen der Aufrüstung bestehender Reaktoren und den Neubau von Kernkraftwerken einzubeziehen.

 Der nationale Wohlstand wird ausgesaugt

Die meisten Kernkraftwerke stehen derzeit still und die Nation muss auf Kohle- und Gaskraftwerke zurückgreifen.

Dadurch wird der nationale Wohlstand verringert, denn der Import des Brennstoffs addiert sich auf mehr als 3 Billionen Yen pro Jahr, die unser Aussenhandelsdefizit vermehren.

Eine Expansion der erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind ist möglicherweise ebenfalls eine wichtige Option bei der Beratung des neuen Energieplans.

Erneuerbare Energien haben jedoch Nachteile, wie z. B. die heftigen Schwankungen bei der Erzeugung. Dies zu lösen ist eine hohe Hürde.

Wir sollten uns davor hüten, von den Erneuerbaren zu viel zu erwarten, so lange es keinen technischen und finanziellen Lösungen für die vorhandenen Probleme gibt.

Das Editorial am 09. März:

Diese Karte zeigt die natürliche Hintergrundstrahlung in Europa. Würde man die 1 mSv/Jahr Grenze auch bei uns einführen, wäre der allergrößte Teil unseres Kontinents damit auf einen Schlag per Definition unbewohnbar.

Diese Karte zeigt die natürliche Hintergrundstrahlung in Europa. Würde man die 1 mSv/Jahr Grenze auch bei uns einführen, wäre der allergrößte Teil unseres Kontinents damit auf einen Schlag per Definition unbewohnbar.

Dazu eine vergleichende Vorbemerkung: In Deutschland liegt die mittlere Strahlenbelastung bei 2,3 mSv/a (Millisievert/Jahr), mit Spitzen von 7 mSv/a. Europäische Spitzenwerter liegen bei ca. 10 mSv/a

Die höchste natürliche Radioaktivität wird in Ramsar/Iran gemessen. Sie liegt bei 200 mSv/a. Auch diese sehr hohe Strahlung verursacht keine merklichen Gesundheitsschäden.

 http://www.yomiuri.co.jp/dy/editorial/T130309003348.htm

1-millisievert problem prevents return of Fukushima residents

Das 1-Millisievert-Problem verhindert die Rückkehr der Einwohner von Fukusima

 Eine effiziente Dekontaminierung ist die wichtigste Aufgabe des Wiederaufbaus in der Präfektur Fukushima. Zentrale und lokale Behörden müssen zusammenarbeiten um die Arbeiten zu beschleunigen, so dass 160.000 Einwohner so schnell wie möglich wieder in ihre Heimat zurückkehren können.

Im September begann die umfassende Dekontaminierung in Nahara. Diese Stadt ist als ‚In Vorbereitung der Rückkehr der Einwohner‘ klassifiziert. In solchen Zonen liegt die Radioaktivität bei jährlich kleiner 20 mSv. Dekontaminationstrupps haben die Dachziegel, Abflüsse und Fenster der Häuser gereinigt und Gartenerde abgetragen.

Es war geplant alle Dekontaminationsmaßnahmen in diesen Zonen mit Ende des nächsten Haushaltsjahrs abzuschliessen. Dieses Ziel wird jedoch durch das sogenannte ‚1-Millisievert-Problem‘ behindert.

Aufgrund der der Standards der Internationale Kommission für Strahlenschutz wurde ursprünglich von den [ehemaligen Regierungspartei] Demokraten geplant, dass die Einwohner ab einem Strahlungspegel von 20 mSv/a zurückkehren sollten, während 1 mSv/a nur als langfristiges Ziel ins Auge gefasst wurde.

Doch aufgrund der Forderungen von Einwohnern, die die vollständige Dekontamination forderten, wurde dann der 1 mSv/a-Wert als definitiv und sofort zu erzielend eingeführt.

Ein Ministeriumssprecher gab zu, dass diese Senkung des Grenzwerts ein haupthindernis für die Dekontamination und die Rückkehr ist und sogar der Präfekt (Regierungspräsident) von Fukushima forderte die Regierung dazu auf, ein besser erreichbares Ziel zu setzen.

Jetzt, nachdem 2 hahre seit der Nuklearkrise vergangen sind, können mehr und mehr Menschen die Gefahren ruhiger und besonnener einschätzen. Patienten können eine Dosis von 7 mSv bei einer einzigen Röntgenuntersuchung bekommen und das Krebsrisiko durch Übergewicht ist genau so groß wie das durch eine Strahlendosis von 200 bis 500 mSv.

Die Regierung sollte das derzeitige Dekontaminationsziel überdenken und darauf hin wirken, die öffentliche Meinung in Bezug auf den 1-Millisievert-Grenzwert zwischen Sicherheit und Gefahr zu ändern.

So viel zur konservativen Meinung in der grössten Tageszeitung Japans, der Yorimuri Shimbun. Doch was sagt die Opposition?

Asahi Shimbun

http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/fukushima/AJ201303160052

Weekly anti-nuke protests still going strong, but with far fewer people

Die wöchentlichen Anti-Kernkraft-Proteste sind weiterhin stark, aber die Teilnehmerzahl ging stark zurück

Die Anti-Kernkraft-Proteste, die seit einem Jaht regelmässig am Freitagabend vor dem Büro des Premierministers in Tokyo stattfinden versammeln immer noch ansehnliche Mengen, nicht annähernd so viele wie früher.

http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/fukushima/AJ201303160055

‚Anti-nuclear‘ voices are weak as government begins energy policy revision

‚Anti-Kernkraft‘-Stimmen sind schwach bei Regierungsberatungen zur Energiepolitik

Am 15 März begannen Regierungsvertreter damit, die japanische Energiepolitik neu festzulegen. Ein Ausschuß diskutierte den wert der Alternativen Energien, doch eine Verpflichtung zum Ausstieg aus der Kernkraft, wie von der Vorgänger-regierung vorgeschlagen, wurde demonstrativ abgelehnt.

Man beachte, wie hier auch nicht von einer ‚Atomkatastrophe‘ gesprochen wird, sondern vom Tsunami:

http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/recovery/AJ201303110120

Recovery slow as Japan marks 2 years since tsunami

Zwei Jahre nach dem Tsunami sind die Aufbauarbeiten immer noch langsam

Mit zunehmender Unzufriedenheit über den langsamen Wiederaufbau beging Japan den zweiten Jahrestag der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März, die 19.000 Menschen tot oder vermisst hinterliess und über 300.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieb.

Über gefährliche Rückstände denkt man so:

http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/recovery/AJ201303110057

Japan’s cleanup lags from tsunami, nuke accident

Japans Säuberung vom Tsunami und dem Nuklearunfall ist langsam

Zwei Jahre nach der dreifachen katastrophe von Erdbeben, Tsunami und kernkraft-Unfall , die die japanische Nordost-Küste verwüstete, sind Trümmer, die Asbest, Blei, PCB und – vielleicht am gefährlichsten – auch Radioaktive Stoffe aus dem beschädgten Kernkraftwerk Fukushima I enthalten, immer noch eine ständige Gefahr für die Region.

http://ajw.asahi.com/article/0311disaster/recovery/AJ201303110005

About 60 percent of Fukushima evacuees cannot return home by 2017

Etwa 60% der Fukushima-Evakuierten wird bis 2017 noch nicht heimkehren können

Selbst sechs Jahre nach dem Nuklearunfall 2011 werden etwa 54.000 Menschen, oder etwa 60% der Fukushima-Einwohner, die evakuiert wurden, immer noch nicht in ihre Heimat zurückkehren können.

Dies war, wohlgemerkt, die Stimme der ‚linksliberalen‘ Opposition in Japan.

Andere Pressemeldungen:

Japan Today

http://www.japantoday.com/category/national/view/two-years-after-fukushima-japans-nuclear-lobby-bounces-back

2 Years after Fukushima, Japan’s nuclear lobby bounces back

Zwei Jahre nach Fukushima ist Japans Kernkraft-Lobby zurück

Die Massen der Anti-Kernkraft-demonstranten sind seit dem ‚Sommer der Unzufriedenheit‘ imletzten Jahr geschwunden und die neue Regierung arbeiztet daran, die Nuklearenergie wiederzubeleben, doch Morishi Izumata sagt, er würde nicht das Handtuch werfen.

„Wir können nicht aufgeben, ich bin ede Woche hier“ sagt der 64-jährige, einer von hunderten Demonstranten die sich vor dem Büro des Premierministers versammeln, fast zwei Jahre, nachdem ein grosses Erdbeben und der Tsunami den schlimmsten Kernkraftunfall seit Tschernobyl auslösten. [‚hunderte‘ bei einer Einwohnerzahl von Tokyo, die bei 13 Millionen liegt, scheinen mir nicht wirklich viele]…

Am Vorabend des zweiten Jahrestags scheint die Anti-Atom-Bewegung in einem Abstiegskampf und die einst geschmähten Por-Atom-Kräfte sammeln sich.

Obwohl eine kürzliche Umfrage zeigte dass 70% der Bevölkerung für einen langsamen Ausstieg aus der Kernkraft sind, unterstützen genau so viele den Pro-Kernkraft Ministerpräsidenten Abe, der die Kernreaktoren wieder in betrieb nehmen will wenn sie den neuen Sicherheitsstandards genügen um damit die lahmende Wirtschaft wieder zu beleben…

The Mainichi

http://mainichi.jp/english/english/perspectives/news/20130313p2a00m0na003000c.html

Editorial: Strict standards needed on extending use of nuclear reactors

Leitartikel: Für Verlängerung der Laufzeit werden strikte Sicherheitsstandards benötigt

Die Rekatorsicherheitsbehörde begann mit der Ausarbeitung von Standards für die Laufzeitverlängerung von kernreaktoren über das 40-jahre-Limit hinaus das im Juni letzten Jahres verabschiedet wurde.

Die Behörde sollte die Bestimmungen sehr strikt setzen…

Das Titelbild zeigt die Zerstörungen durch den Tsunami in der Stadt Sendai. Bildquelle: Wikipedia.

Die Karte der natürlichen Hintergrundstrahlung in Europa stammt aus dem Artikel „Die Welt nach Fukushima – Teil 1: Gefährliche Orte“ von der äußerst lesenwerten Website kerngedanken.de.

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9 Kommentare
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  1. Pfui Teufel, jetzt wird sogar schon die UNO von der teuflischen Atomlobby bezahlt !!!

    Atomunfall: Uno sieht keine Krebsgefahr durch Fukushima

    Der Atomunfall von Fukushima löste weltweit Ängste vor Radioaktivität aus -- besonders in Deutschland. Doch die Vereinten Nationen geben jetzt Entwarnung: Die Kraftwerkshavarie werde weder zu Todesfällen noch zu einer erhöhten Zahl von Krebserkrankungen führen……

  2. Ich habe grosse Zweifel daran, das man die natürliche kosmische und terrestrische Strahlung mit der Strahlung durch AKWs in einem Topf wirft. Statistiken belegen das im Umfeld von AKWs, Atommüll-Lagerstätten und in Regionen wo Zwischenfälle und Katastrophen stattgefunden haben Anomalien im Gesundheitsbild der Menschen zu finden sind.
    Mehr Information zu dem Thema würde mich sehr interessieren.

  3. @2:
    Könnten Sie uns solche Statistiken in verifizierter Form nennen, d.h. zumindest peer reviewed, oder von unabhängigen und anerkannten Fachleuten (also keine sogenannten Greenpeace-Experten ) überprüft.
    Die deutsche Kinder Leukämie-Studie Krebs, mit der vor einigen Jahren auch in den einschlägigen deutschen Meiden wie SZ, Zeit oder SPON massiv Angst geschürt wurde, hat sich ja inzwischen auch als manipuliert und falsch herausgestellt („mexikanische Scharfschützen“ -Methode).

    Ich wäre persönlich sehr daran interessiert.

  4. Statistiken belegen das im Umfeld von AKWs, Atommüll-Lagerstätten und in Regionen wo Zwischenfälle und Katastrophen stattgefunden haben Anomalien im Gesundheitsbild der Menschen zu finden sind.

    Das belegt nur, wie leicht es ist, mit statistischen Methoden ‚Beweise‘ zu fälschen.
    Nur einmal als Anhaltspunkt:
    Als mit den selben statistischen Methoden auch Orte geprüft wurden, an denen Kwrnkrftwerke nur GEPLANT, aber nie gebaut wurden, fand man ebenfalls vergleichbare ‚Anomalien‘.
    Der Trick ist eigentlich sehr primitiv:
    Er nennt sich ‚Data Dragging‘; man untersucht die Daten nach allem möglichen. Man zieht Keise von 1, 2, 3 , 4, 5 , 10 km, man differenziert nach Altersgruppen, Geschlecht, Krankheiten (Vorzugsweise seltenen, wie Leukämie, weil da die Streuung besonders groß ist), Windrichtung usw und bekommt daurch hunderte von statistischen Auswertungen.
    Selbstverständlich ist ein gewisser Prozentsatz von denen ZUFÄLLIG ‚unwahrscheinlich‘ -- Nrmelerweise sagt man, wenn ein Ergebnis nur in weniger als 5% der Fälle auftritt, ist es kein Zufall.
    Aber war passiert, wenn ich beliebige Daten auf 100 verschiedene Arten statistisch durchrechne? Dann finde ich ZUFÄLLIG auch im Durchschnitt 5 Datenkombinationen, die scheinbar nicht normal sind (oder, in der Sprache der Statistik, eine ’signifikante Abweichung‘ zeigen).
    Nun muss ich nur noch die 95 normalen Ergebnisse in den Papierkorb werfen und von den 5 scheinbar abnormalen die heraus suchen, die zu meiner Agenda passen und schwupp, ist ‚bewiesen‘, dass im Umkreis von KKWs die Leukämie zunimmt.

    Mit der gleichen Methode kann ich aber auch nachweisen, dass im Umkreis von Claudia Roths Wohnort auffällig viele Krebsfälle auftauchen und dass die Orte der letzten grünen Parteitage nachher von gehemnisvollen Krankheiten und Sterbefällen heimgesucht wurden.
    Das ist also alles nur plumpe, billige Bauernfängerei, wirklich primitiv.

    Falls Sie englisch verstehen: Science Without Sense: The Risky Business of Public Health Research von Steven Milloy, ein echter Augenöffner!

  5. Ich hätte da auch noch ein Schmankerl

    Die wenigsten Krebstoten in Europa verzeichneten neben Süddeutschland und Österreich Finnland, Schweden und die südeuropäischen Länder.

    Quelle

    Da kommt mir doch fast das Lachen, denn genau da (Süddeutschland, Finnland, Schweden) gingen maßgebliche Teile des Fallouts von Tschernobyl nieder.

    Gut, das ist natürlich kein Hinweis darauf, dass das prinzipiell ungefährlich wäre, aber witzig ist es.

  6. Man sollte den unterschied zwischen Gay und Sievert sowie zwischen Äquivalenzdosis, Effektiver Dosis und Organdosis kennen. Zumbeispiel ist es überhaupt nicht zulässig Sievert eins zu eins in Gay umzurechnen, da es sich u gewichtete Energiedosen aus der medizin handelt während Gay eine rein physikalische Grösse ist.

    Scheinbar wird das hier alles in einen Topf geworfen, der Verfasser hat also entweder keinen Ahnung, oder er will absichtlich Irre führen.

    Ausserdem handelt es sich bei der gemessenen strahlung um externe, also von aussen kommende zusätzliche Strahlung. die hintergrundstrahlung ist da nicht mit drin. 😛

  7. Mein Gott, was es so alles gibt! Gut, daß sich nach Jahren endlich mal ein Fachmann der Sache annimmt.

  8. Da es Gray heißt und nicht Gay (ein Verschreiber ist immer möglich, aber grundsätzliche Verschreiber machen mich dann doch stutzig) und da Kommentar #6 mit dem Artikel oben nicht in Verbindung steht, bezweifele ich, daß sich hier ein „Fachmann“ zu Wort meldet.

    Ausserdem handelt es sich bei der gemessenen strahlung um externe, also von aussen kommende zusätzliche Strahlung. die hintergrundstrahlung ist da nicht mit drin.

    Das ist mal ein echter Kracher.

  9. Da es Gray heißt und nicht Gay

    Folgen jahrelanger Genderstudien…:-)

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