JETZT REICHT’S !!! Oder, was ist am 11.03.2011 wirklich passiert?

12. März 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Kernenergie, Medien, Politik

US_Navy_110320-M-0145H-063_A_large_ferry_boat_rests_inland_amidst_destroyed_houses_after_a_9.0_earthquake_and_subsequent_tsunami_struck_Japan_MarchÜber die Sender der „Öffentlich rechtlichen Sendeanstalten“ liefen am 11.03.2013 im Wesentlichen zwei Textvarianten über die seinerzeitigen Ereignisse in Japan:

„Mit einer Schweigeminute hat Japan dem GAU in Fukushima und den fast 19.000 Toten der Katastrophe gedacht.“

„Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte am 11.03.2011 den Nordosten Japans erschüttert und eine bis zu zwanzig Meter hohe Tsunamiwelle ausgelöst und es kam zum Super-Gau im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen mehr als 16.000 Menschen ums Leben. Tausende werden immer noch vermisst.”

Dagegen war das ehemalige RMVP der reinste Wahrheitshort.

Was geschah nun wirklich an jenem denkwürdigen Tag

Am 11.03.2011 um 14:46h Ortszeit hatte ein Erdbeben mit der vernichtenden Stärke 9,0 Mw (Momenten-Magnituden-Skala) die nördliche Ostküste der Hauptinsel Honshu getroffen. Das Hypozentrum wurde in einer Tiefe von 24 bis 30 Kilometer und ca. 130km östlich von Sendai im Japangraben verortet. 6 – 8 Min. hat die Erde gebebt und jeder Stoß stärker als der vorhergegangene, eine Ewigkeit für die Betrffenen.
Der dem Epizentrum am nächsten liegende Teil von Honshu um den Regierungsbezirk Sendai (ca. 130km) bekam die Gewalt am deutlichsten zu spüren. Alles was an Bausubstanz nicht stabil genug (betoniert) war wurde zerlegt. Und das war viel, sehr viel, zu viel. Die Leute liefen ins Freie um sich aus und vor einstürzenden Häusern zu retten. Alles vielfach eingeübt.
Japan lebt ja seit altersher mit Erdbeben und es wird auch dem entsprechen gebaut.
Dennoch gab es viele schwere Schäden und es entstanden auch gefährliche Brände
Im Bereich der Öl-, Gas- und Chemie-Industrie. Es gab Tote und Verletzte, aber in einem überschaubaren Rahmen.

Die Züge blieben, wie vorgesehen, auf der Strecke im Nothalt stehen.
Die Kernkraftwerke gingen wie vorgesehen und erwartet ins „Notaus“ und fuhren ordnungsgemäß herunter. Hierzu sei erwähnt, dass die Kernkraftwerke in Japan mit einer Standfestigkeit gegen Erdbeben der Stärke 7 nach der JMA-Skala (Japan Meteorological Agency) ausgelegt sind. Dies ist die höchste der Stufe dieser in Japan offiziell gültigen Intensitätsskala für Klassifizierung von Erdbebenstärken und entspricht etwa der Stärke 8,4 Mw (Momenten-Magnituden-Skala). Das Erdbeben der Stärke 9 Mw, das die Kernkraftwerke zu verkraften hatten war entsprechend des logarithmischen Aufbaus der Magnituden-Skala also etwa um das 10fache stärker als die Sicherheits-Auslegung für Japanische AKW vorschreibt.

Aus dem Gebiet Sendai meldeten so gegen ~ 15:oo h die im Zentrum der Gefahr und an der Küste liegenden Kernkraftwerke Onagawa mit allen 3 laufenden Blöcken, Fukushima (I) Daiichi mit 3 (von 6) laufenden Blöcken, Fukushima (II) Daini mit allen 4 laufenden Blöcken und Tokai mit 1 laufenden Block den Vollzug der Schnellabschaltung aller 11 am Netz befindlichen Blöcke der 4 genannten Kraftwerke. Alle Reaktorblöcke hatten dieses zerstörerische Erdbeben ohne besonders besorgniserregende Schäden relativ heil überstanden. Lediglich das Kraftwerk Onagawa meldete einen Brand in einem Turbinengebäude, der aber bedeutungslos war und auch schnell gelöscht werden konnte.

Mitten in die „Konsolidierungsphase“ hinein wurden die Kraftwerke durch ein sehr starkes Nachbeben mit 3 Erdstößen in der Stärke von 6,5 bis 7,9 bzw. 8,1 Mw nochmals kräftig durchgerüttelt. Aber auch das verursachte an den Kraftwerken keine weiteren Schäden.

Doch es bahnte sich neues Unheil an und die Katastrophe nahm ihren Lauf.
Für das Gebiet um Sendai wurde so gegen 15:20h über alle Nachrichtensender und sonstige öffentlichen Kanäle eine Warnung vor einem Tsunami mit 6m Höhe und höher gegeben.
Durch jahrelange Schulungen und Übungen wussten die Bewohner dieser Küstenregion, was zu tun war und so versuchten sie sich schnellstmöglich in Richtung Landesinnere in höher gelegenes Gelände vor dem zu erwartenden Tsunami in Sicherheit zu bringen. Viele allerdings vertrauten auf die Schutzwälle und Betonwände. Viele Einwohner Onagawa’s suchten auch Schutz in IHREM Kraftwerk, so groß war ihr Vertrauen und wie sich herausstellen sollte auch zu Recht.

Dann so gegen ~15:45h kam die erste „Welle“ des Tsunami. Mit einer Gewalt, mit der wohl kaum ein Mensch gerechnet hatte. Die Höhenangaben gehen von 10 – 23 Meter. Lokal sollen es sogar bis zu 38 m gewesen sein. Das ist durchaus realistisch, denn die Höhe der „Wasserwand“ und der nachfolgenden Massen ist abhängig von der Meerestiefe vor der Küste wo der Tsunami an Land geht. Je tiefer der Meeresspiegel unmittelbar vor dem betroffenen Küstenstreifen ist, umso höher die „Wasserwand“ und desto stärker die vernichtende Energie, die in ihr steckt. Ganz vereinfacht gesehen, handelt es sich hier um eine plötzliche zeitlich begrenzte signifikante Meeresspiegel-Erhöhung, deren Wassermasse sich über das Land ergießt. Oder etwas genauer ausgedrückt:
Ein Tsunami hat eine Wellenlänge (von Wellenkamm zu Wellenkamm) die um ein vielfaches größer ist als die Wassertiefe vor der Küste. Diese Wellenlänge kann durchaus, bei entsprechender Meerestiefe eine Länge von 150 – 200sm (= ~ 280 – 370km) annehmen. Der Japangraben in dem das Beben stattfand ist an der Stelle ~ 70sm östlich Sendai ca. 10.000m tief und somit kann durchaus mit einer Wellenlänge von ~ 350 km gerechnet werden. Die relativ kurze Entfernung zum Epizentrum bedeutet allerdings, dass sich die der Tiefe entsprechende Wellenlänge in Richtung Küste vor Sendai noch nicht in voller Länge (mit Wellental) ausprägen und strecken konnte und somit die volle Wucht der ersten kompletten Welle hoch aufgesteilt die Küste traf. Dem entsprechend ist auch die Wassermasse, die das Land ersäuft. Das bedeutet aber auch, dass die zweite Welle in einem kürzeren Abstand folgt und ggf. mehr Energie mit sich führt als die Erste.

Wer Lust hat, kann sich ja mal die Wassermassen ausrechnen. Faustregel: M = Hw * Th * Bk / 3
(M=Masse; Hw= Wellenhöhe; Th= horizontale Tiefe der Welle; Bk= Breite der Küstenzone)
Für unseren Fall ist Hw = 6(m); Th = 130.000(m); Bk=z.B. für Fukushima 10.000(m)

Bei dem hier in Rede stehenden Ereignis haben wir es mit einem echten Tsunami zu tun, der durch eine vertikale Verschiebung bzw. horizontale Bewegung des Meeresbodens (2 Platten haben sich übereinander geschoben) verursacht wurde. D.h. die darüber liegende Wassersäule wird vom Meeresgrund her in Schwingung gesetzt. Ein so erzeugter Tsunami verhält sich daher auch bei größter Wassertiefe wie eine Flachwasserwelle, d.h. die Energie setzt die gesamte Wassersäule vom Meeresboden zur Wasseroberfläche in Bewegung. Zum besseren Verständnis: Das Wasser wird bewegt(vertikal), aber nicht fortbewegt(horizontal). Es ist die Energie, die sich mit rasender Geschwindigkeit (bis zu ca. 800 – 900 km/h) fortpflanzt. Erst wenn der Tsunami an Land geht, treibt die Energie das Wasser samt Bodengeröll vorwärts.
Ein Tsunami ist, anders als eine sog. Monsterwelle, auf offener See für die Schiffe relativ ungefährlich, der entfaltet seine zerstörerische Gewalt erst wenn er an Land geht. Auf den ersten Schlag des aufgesteilten Wassers des sog. Brechers ergießt sich dann die gewaltige Wassermasse landeinwärts. Dabei verringert sich die Geschwindigkeit, weil jetzt die Wassermassen mit in die Vorwärtsbewegung einbezogen sind. Diese Wassermassen drängen sich jetzt mit einer Geschwindigkeit von rund 20 – 50 km/h landeinwärts.

Ein solcher Tsunami traf nun auf einen rd. 400km breiten Küstenstreifen, des bereits kurz zuvor von einem Erdbeben der Jahrtausend-Klasse aufs ärgste durcheinander geschüttelten Nordostens von Honshu und dies mit besonderer Heftigkeit im Gebiet um Sendai.
Die Katastrophe, die da über die Region hereinbrach überstieg die Vorstellungen dessen, was sich selbst pessimistischste Vorstellungen ausmahlen konnten. Schier unvorstellbare Wassermassen überrollten mit vernichtender Gewalt die niedrig gelegenen Küstenregionen bis weit über 20 km ins Landesinnere hinein.
Tausende von Menschen wurden von den Fluten elendiglich ersäuft oder wie Korken mit dem ablaufenden Wasser ins Meer gespült. Wer es nicht mehr schaffte höher gelegenes Gelände zu erreichen wurde Opfer der Fluten.
Besonders fatal wirkte es sich aus, dass der „relativ flache“ Küstenstreifen lediglich eine Tiefe von ca. 10 km hat und dahinter das Gelände mehr oder weniger stark ansteigt. Das bedeutet dann, dass sich die Wassermassen nicht in der Weite ausbreiten können, sondern dass der „Pegelstand“ in dem überfluteten Gebiet blitzschnell ungeahnte Höhen erreicht. So wird es auch erklärlich, dass selbst seegängige Schiffe (keine Boote) weit ins Landesinnere getragen wurden und einige sogar auf den Dächern von 2 stöckigen Häusern landeten.
Einige, wegen des Erdbebens gestoppte Züge, wurden von den Wassermassen des Tsunamis samt ihren Passagieren kilometerweit ins Landesinnere gespült und galten eine Zeitlang als vermisst.

Etwa eine halbe Stunde nach der ersten Tsunamiwelle folgte eine zweite Welle. Sie traf insbesondere die Stadt Sendai und das Gebiet der Präfektur Fukushima. Wer bis dahin geglaubt hatte in dem bedrohten Gebiet dem Inferno entronnen zu sein und sein Leben gerettet zu haben musste erneut um sein Leben kämpfen. Wiederum verloren Tausende diesen schier aussichtslosen Kampf. Noch Wochen nach der verheerenden Katastrophe wurden täglich Leichen an den Strand gespült.
Um Seuchen vorzubeugen, mussten die Toten vorerst in Massengräbern beerdigt werden, weil es einfach keine Särge mehr vor Ort gab.

Die Städte Minamisanriku, Rikuzentakata, Ishinomaki, wurden total zerstört.
Städte wie Hachinohe, Kamaishi, Kesennuma, Onagawa und Sendai erlitten schwere bis schwerste Verwüstungen. Weitere ca. 8 Städte erlitten schwere Schäden, ebenso alle Dörfer in dem betroffenen Gebiet.
Entlang des vom Tsunami betroffenen Küstenstreifens wurden ca. 150.000 Gebäude völlig zerstört und weitere rd. 300.000 so stark beschädigt, dass sie als Totalschaden angesehen werden müssen. Es bleib de facto kaum ein Gebäude ohne erheblichen Schaden. Straßen, Wege und Brücken waren zum größten Teil zerstört bzw. unpassierbar. Bis alles wieder aufgebaut ist und der Letzte seine alte Heimat wieder „in Besitz“ nehmen, kann werden Jahre vergehen.
Meerwasser in Verbindung mit Öl, Chemikalien, Fäkalien und Unrat aller Art hat die Böden in den Überflutungsgebieten derart verseucht, dass es Jahre dauern wird, bis die Böden soweit saniert sind, dass auf den ehemals fruchtbaren Äckern wieder etwas wachsen kann. Größtenteils ist ein Bodenaustausch erforderlich.

Ca. 400.000 Menschen mussten wegen der Zerstörungen durch Erdbeben und insbesondere Tsunami ihre Heimatorte fluchtartig verlassen und mussten, soweit sie nicht bei Verwandten oder Freunden Unterschlupf fanden, in Notquartieren untergebracht werden. Ein Großteil dieser Menschen lebt heute noch in diesen Massenunterkünften.

Nach vorsichtigen Schätzungen sind bis zu 20.000 Menschenleben zu beklagen. Bis zu 6.000 Personen sollen immer noch als vermisst gemeldet sein.

Ja, und dann gab es da noch einen Kollateralschaden

Vor dem KKW Fukushima Daiichi erreichte der Tsunami eine Höhe von über 15m.
Die Schutzmauer war aber nur auf 4m ausgelegt, sodass die gesamte Wucht der Wassermassen das Betriebsgelände verwüsten konnte. Das hatte zur Folge, dass sämtliche Notstrom-Aggregate für die Notkühlung der Reaktorblöcke 1 – 4 zerstört werden konnten. Aus Kostengründen hatte es der Betreiber unterlassen für einen angemessenen Schutz gegen Tsunamis zu sorgen, obwohl geraden diese „Ecke“ aus der Vergangenheit her bekannt für höhere Tsunamis im Vergleich zu z.B. Onagawa war.

Auch die Pumpen für die Meerwasserkühlung der Blöcke 1, 2, 3 und 4 wurden zerstört, weil sie unzureichend geschützt zu nahe an der unmittelbaren Küste standen. Es hätte also wenig genutzt, wenn die Notstrom-Aggregate Strom geliefert hätten, es konnte einfach kein Kühlwasser gepumpt werden. Reserven gab es keine.
Der Technische Stand dieser Reaktoren was General Electric der 1960er Jahre. Der Reaktor 1 war ein original General Electric Siede¬wasser¬reaktor BWR/3 (Mark I)
Die Reaktoren 2, 3 und 4 waren „Nachbauten“ von Toshiba bzw. Hitachi.
Block 4 wurde bereits im Nov. 2010 endgültig vom Netz genommen und sollte durch den Bau eines Reaktors neuerer Bauart ersetzt werden. Die Blöcke 1, 2, und 3 sollten in Kürze folgen. Die Pläne sollten angeblich bereits genehmigungsfähig vorliegen. Der Betreiber hatte also in seiner verantwortungslosen Art wenig Interesse in die Sicherheit dieser Blöcke noch zu investieren.

Die Blöcke 5 und 6 hatten einen wesentlich höheren technischen Stand und waren auch in einem besseren technischen Zustand. Sie sollten ja auch noch einige Jahre weiterlaufen. Diesen Blöcken konnte der Tsunami auch nichts anhaben, weil das Sicherheitskonzept (Notstrom und Pumpen) ausgereifter war. Die Blöcke sind heute noch voll funktionsfähig und könnten sofort ans Netz gehen.

Betrachtet man rückblickend, mit welch primitiven Mitteln (Feuerwehrschläuche, Wassersäcke und umfunktionierte Putzmeister-Betonpumpen) die Kräfte vor Ort die Havarie in den Griff bekamen und die Gefahr für die Bevölkerung der dichtbesiedelten Umgebung bannen konnten, so lässt sich daraus konstatieren, dass die „Kernkraft“ durchaus beherrschbar ist. Weder in dem havarierten Kraftwerk noch außerhalb der Anlage hat es einen Todesfall durch Strahleneinwirkung gegeben und es ist auch nicht zu erwarten, dass es noch einen gibt.

Über den detaillierten Verlauf dieses Desasters will ich mich hier nicht weiter auslassen. Der ist hinreichend in den öffentlichen Medien mehr oder weniger emotional kolportiert worden.

Bei allen Ressentiments gegenüber Kernkraftwerken sollte doch klar und deutlich sein, dass das KKW Fukushima-Daiichi nicht infolge seiner Nutzung der Kernenergie havarierte, sondern durch eine Naturgewalt äußersten Ausmaßes so stark in seinen Einrichtungen beschädigt wurde, dass es nicht mehr zu retten war.

Ach ja, es gab doch noch Tote, die mit dem KKW in Verbindung gebracht werden könnten.
Die auf massivem Drängen hinlänglich bekannter internationaler Anti-Atom-Bewegungen -wie z.B. Greenpeace- von der Japanischen Regierung hektisch betriebene Erweiterung des ursprünglich 2 – 3 km weiten Evakuierungsbezirkes auf 20km forderte ca. 700 Menschenleben. Wie man heute weiß, war eine Evakuierung in diesem Umfang gar nicht erforderlich.

Fazit
Eine Katastrophe war die Verwüstung des Nordostens von Honshu durch ein Jahrtausend-Erdbeben mit anschließendem verheerendem Tsunami, den zig-tausende von Menschen zum Opfer fielen und fast eine halbe Million Menschen obdachlos wurden, von denen auch heute 2 Jahre danach noch ein großer Teil in engen Notunterkünften bzw. Massenquartieren hausen und vegetieren muss.

Die Havarie des KKW Fukushima-Daiichi ist keine und wird auch keine Katastrophe. Es handelt sich hier allenfalls um ein Desaster, oder wenn man so will ein Fiasko für den Betreiber, an dem er im Endeffekt sogar noch selber zumindest eine Teilschuld trägt, weil er die Sicherheitsbestimmungen –wahrscheinlich aus Profitgründen- sträflich ignoriert hat.

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54 Kommentare
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  1. super Artikel. Bitte mehr davon!

    Die letzten zwei Tage sind wirklich unerträglich. Ich bin gestern im Handelsblatt auf etwas gestoßen, was ich noch in keinem Qualitätsmedium gelesen habe.

    Nach neuen Berechnungen der Mediziner-Organisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) wird es allein durch die äußere Strahlenbelastung 40 000 bis 80 000 zusätzliche Krebsfälle in Japan geben. Außerdem erwarten die Wissenschaftler noch gut 37 000 zusätzliche Krebserkrankungen durch strahlenbelastete Nahrungsmittel.

  2. wenigstens hat die Claudia mal auf’n Kopp bekommen

    http://www.bild.de/politik/inland/claudia-roth/shitstorm-facebook-post-zum-fukushima-jahrestag-29475274.bild.html

  3. Schöner Text. Eine Frage habe ich aber doch:

    Die auf massivem Drängen hinlänglich bekannter internationaler Anti-Atom-Bewegungen -wie z.B. Greenpeace- von der Japanischen Regierung hektisch betriebene Erweiterung des ursprünglich 2 – 3 km weiten Evakuierungsbezirkes auf 20km forderte ca. 700 Menschenleben. Wie man heute weiß, war eine Evakuierung in diesem Umfang gar nicht erforderlich.

    Gibt es dafür eine Quelle? Ich habe das mit den 700 Todesfällen infolge der Evakuierung noch nicht gehört.

    (Bitte ein Bild ergänzen (Rechte beachten), unsere Blog-Software verlangt für jeden Artikel mindestens ein Bild, sonst ist auf der Startseite dieses häßliche rote x zu sehen.)

  4. Die beiden Textvarianten haben vielleicht etwas in Teilen der Bevölkerung ausgelöst. Variante 1 ist nun schlicht und einfach gelogen und das ist vielen Menschen auch klar. Variante 2 ist auch nicht anders, lässt aber Rückzugsmöglichkeiten (wie Missverständlich formuliert o. ä. ) zu. Wenn diese Rückzüge stattfinden, dann werden noch mehr Menschen auf den Schrott, den sie in den Medien ausgesetzt sind, aufmerksam. Die Unverschämtheit mit der unsere Medien die Fakten im Sinne grüner Ideologie verdrehen, fällt irgendwann auf sie zurück. Im Falle der Kernkraft hat man da offensichtlich überhaupt keine Hemmungen und läuft da hoffentlich ins Messer.

  5. @nemon #1
    Wenn sie das nach LNT-Hyphotese rechnen, kommen sie da sicher hin. Erinnern sie sich nur daran, was nach Tschernobyl für Zahlen aufgetischt worden sind. Noch ist die LNT-Hyphotese wohl offizielle Doktrin der WHO. Das könnte sich aber ändern und dann haben solche Rechnungen es schwer noch ernst genommen zu werden.

  6. Über die Sender der „Öffentlich rechtlichen Sendeanstalten“ liefen am 11.03.2013 im Wesentlichen zwei Textvarianten über die seinerzeitigen Ereignisse in Japan:

    Deutschland Funk brachte keine der beiden Variante, soweit ich mich erinnern kann. Die haben sauber zwischen Tsunami und Reaktor getrennt …

  7. Geradezu als Lichtblick muß man da schon die DLF-Doku vom letzten Sonntagnachmittag ansehen, die zwar nicht ohne alarmistischen Grundton, dafür aber auf immerhin knapp 30 Minuten ohne Pflugbeil, IPPNW- und Greenpeace-„Experten“ auskommt, und die dem Hörer wenigstens noch eine gute Chance läßt, sich anhand der präsentierten Fakten eine eigene Meinung zu bilden..

  8. Hallo Herr Heller,

    mit dem Bildeinfügen stell ich mich offensichtlich etwas, na sagen wir mal, dumm an.

    Die 700 Evakuierungstoten stammen aus 3 Quellen

    Diese hier geht von ca. 600 aus
    diese von 537.
    Während ein befreundeter ehemaliger Arbeitskollege mir vor etwa 1 Jahr die Zahl Mehr als 700 nannte. Der hatte die Zahl von den Eltern seiner japanischen Frau, die den ganzen Schlamassel in Sendai miterlebt hatten. Von daher auch die Information über das aggressive Verhalten von Greenpeace und Konsorten. Die müssen dort wohl den Japanern sehr, sehr unangenehm aufgefallen sein.

    schöne Grüße aus dem Moos

  9. #5

    Bericht der WHO zu Fukushima http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/78218/1/9789241505130_eng.pdf
    Fazit: in den schwerst betroffenen Gebieten gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit für erhöhten Krebsinzidenzen für Kleinkinder. LNT haben die da zwar auch einfliessen lassen, allerdings doch sehr mit Augenmaß.

  10. Die Organisation «Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges» (IPPNW) hat herausgefunden:

    Neun Monate nach der Fukushima-Katastrophe gab es einen signifikanten Einbruch der Geburtenzahlen in Japan», berichtete der Kinderarzt Winfrid Eisenberg. Im gesamten Land «fehlten» demnach 4362 Babys, die statistisch zu erwarten gewesen wären. «Wir gehen davon aus, dass viele Embryonen strahlenbedingt gestorben sind.»

    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article114189599/Aerzte-befuerchten-nach-Fukushima-zehntausende-Krebskranke.html

    Ich würde ganz vorsichtig anfragen, ob der Geburtenknick nicht auch etwas damit zu tun haben könnte, dass die Menschen unmittelbar nach der Naturkatastrophe andere Probleme als Kinder zu zeugen, hatten? Dazu kommt, dass auch die Verstorbenen keine Kinder zeugen können, oder dass evakuierte Leute in ihrem Heimatgeniet ebenfalls aus der Statistik fallen.

    Schon manchmal bizarr, was alles für die grüne Ideologie zurechtgebogen wird.

  11. Sehr passender Artikel. Es macht auch ein wenig Hoffnung, dass wenigstens ein Teil der Presse die Aussage von Frau Roth zum Thema gemacht hat. Man scheint also doch nicht mit jeder Propaganda durchzukommen. Gut dass den Grünen das einmal aufgezeigt wird.

    Für Das Einfügen eines Titelbildes musst Du dieses auf deinem Rechner speichern und unter „Datei hinzufügen“ (oben links über dem Editor) hochladen. Nur so kann WordPress es auch als Titel einfügen. Ich habe das hier mal gemacht.

  12. @moosi

    danke für die klaren und wieder einmal sehr notwendigen Worte.

  13. Hallo ConstanzeW, #10
    der Originaltext des IPPNW

    Der Nürnberger Wissenschaftler Dr. Alfred Körblein fand für ganz Japan einen signifikanten Rückgang der Geburten genau 9 Monate nach Fukushima. Von 4.362 fehlenden Geburten im Dezember 2011 entfielen nur 209 auf die Präfektur Fukushima.


    unterstützt sogar Ihre Überlegungen.
    JH

  14. Dass etwa die verdrehende Darstellung der Tagesschau kein Ausrutscher oder Einzelfall ist, darin werden die meisten hier (zumindest gefühlt) übereinstimmen. Einer der solche Fehler aufgedeckt hat und die wohl beste Berichterstattung zu Fukushima im deutschsprachigen Raum geboten hat ist der leider viel zu früh verstorbene Zettel. Hier ein Kommentar zu einer Sendung der Tagesschau vom 18.03.2011, also eine Woche nach dem Tsunami.
    Die „Tagesschau“ gestern über Fukushima: Vierzehn sachliche Fehler

    Wer es noch nicht getan hat, dem empfehle ich die gesamte Serie „Kurzberichte zu Fukushima Daiichi“ zu lesen. Auch die Serie „Die Deutschen und das Atom“ hat nichts an Aktualität verloren.

  15. Eigentlich Zeit für ein Massenmailing, noch besser Shitstorm. Diese Beiträge in den öffentlich rechtlichen und im überwiegenden Teil der Printmedien werden pietätlos und arrogant gegenüber den Opfern in Japan in den Dienst der Grünen Propagandamaschine gestellt. In diesem Zusammenhang Habich an den Hörerservice der Deutschlandsender folgende Mail gesendet: ( wird dort wahrscheinlich als Text eines Teufelsanbeters sofort gelöscht )

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Immer wieder wird in Ihren Sendungen transportiert, die Katastrophe in Japan 2011 sei in erster Linie eine Atomkatastrophe gewesen, was Sie mit der Zahl von 19.000 Toten unterlegen. Mich wundert es dass ein ansonsten von mir als Qualitätssender empfundenes Highlight in der Rundfunkwelt derartige Falschmeldungen verbreitet und offensichtlich gar nicht recherchiert. Sie betrauern nämlich Opfer die es überhaupt nicht gibt.

    Gerne unterstütze ich Sie , damit derartige Fehler nicht wieder vorkommen:

    In Japan hat es 2011 ein Erdbeben mit einer extremen Magnitude gegeben und in Folge eine Flutwelle in noch nie dagewesener Höhe. Durch beide Ereignisse in kurzer zeitlicher Abfolge wurden entlang der Küstenlinie liegende Städte komplett zerstört, etwa 19. 000 Menschen starben bei diesem Ereignis. Da Ihnen wahrscheinlich auch nicht bekannt ist dass diese Küste eine der dichtest besiedelten Regionen der Welt ist, was die hohe Zahl der Opfer erklärt, und wo Japan überhaupt liegt, empfehle ich Ihnen einen Blick in einen Schulatlas oder einen Surf zu Google Earth.
    Das in diesem Zusammenhang havarierte Kraftwerk Fukushima Daichi konnte trotz der Bindung der Einsatzkräfte an den vielen Hilfspunkten entlang der Küste, durch geschulte und mutige Einsatzleitung sowie der Spezialfeuerwehren unter Kontrolle gehalten werden. Todesfolgen, aus dieser Havarie waren nicht zu beklagen. Sicherlich möchten Sie mir nicht glauben, daher verweise ich gerne auf den folgenden Link. Hier können Sie den kompletten Ablauf zum Teil im Stundentakt nachlesen.

    http://www.kernenergie.de/kernenergie/themen/fukushima/index.php

    Mir stellt sich die Frage wie es möglich sein kann dass der Verfasser dieser Beiträge derart uninformiert ist und die Redaktion solche Falschmeldungen durchgehen lässt. Es wird sich doch wohl nicht um bewusste Fehlinformation handeln? Werden die Hörer bewusst belogen, vielleicht auch bei anderen Themen? Nein das ist doch gar nicht möglich, denn der öffentliche Rundfunk hat doch einen Auftrag, welcher lautet Ausgewogenheit und Wahrheit, da ist die Verbreitung von manipulativen Lügen nicht vorgesehen. Naja wahrscheinlich hat den Beitrag der unbezahlte Praktikant verfasst, Shit happens.

    Sicher können Sie Ihren verantwortlichen Praktikanten aufklären:
    In Japan waren im betroffenen Küstenstreifen zum Zeitpunktes des Unglücks 19 Blöcke in KKWs in Betrieb, 4 davon wurden zerstört, in 2 von diesen gab es eine Kernschmelze. Todesfolgen keine. Die Explosion in zwei Blöcken war eine Wasserstoffexplosion -- Chemiebuch nachlesen -- und nichts in der Art einer Atombombe!

    Mein Mitgefühl gehört nicht den Todesopfern der Kraftwerkshavarie, denn es gab gar keine, sondern den Opfern dieser schrecklichen, traurigen Erdbebenkatastrophe. Meine Bewunderung und mein Respekt galt und gilt der Besonnenheit der betroffenen Menschen und der Kompetenz der Einsatzkräfte in Japan.

    Mit freundlichen Grüssen,

  16. Mir reicht’s auch 😉

    Gibt es eigentlich ein Thema, wo nicht gelogen wird?
    Wir merken doch nicht einmal, wenn uns Krieg als Frieden verkauft wird.

  17. So oft kann man sich garnicht irren!
    Hier steckt Vorsatz dahinter!
    Hier ein Ausschnitt aus einer Sendung auf Phönix, die im November 2012 mehrfach gesendet wurde:
    http://tellert.de/~public/rt/img/Phoenix-Fukushima.ts

  18. Toller Brief, bks, gefällt mir gut:

    Gerne unterstütze ich Sie , damit derartige Fehler nicht wieder vorkommen:

    Das sollten viel mehr Menschen machen, da haben Sie recht. Wer also auch immer die Zeit dafür findet, sollten loslegen. Claudia Roths Facebook-Seite erhält ja jetzt viel Aufmerksamkeit…

    Falls man Ihnen tatsächlich eine Antwort zusendet, bks, dann würde ich mich freuen, wenn Sie uns hier daran teilhaben lassen könnten.

  19. Interessante Linksammlung des FZ Jülich zu Fragen der Kernergie.
    http://www.fz-juelich.de/iek/iek-6/DE/ueberuns/weiterf%C3%BChrende_links/_node.html

  20. Ach naja, vielleicht war die verlogene Berichterstattung ja sogar ganz gut, vielen wurden die Augen geöffnet.
    Die Tagesschau hat das im Morgenmagazin 7mal so gesendet.
    Auf Facebook ist die Hölle los :), also alle bitte mitmachen. Die Claudi ist jetzt nicht mehr mit mir befreundet…lol.
    Ja, die neuen sozialen Medien können manchmal echt nützlich sein.
    Da kann man auch wunderbar die Lügen der Grünen über Energie und Klima diskutieren…
    Und ich habe das Gefühl, dass es sehr viel kritische Bürger gibt.

  21. Jetzt reichts…….unsere linkspopulistischen-öffentlich-rechtlichen Wahrheitsverdreher sind wieder in volle Fahrt, wie einst die aktuelle Kamera.
    Lügen, Lügen und nochmals Lügen und nebenbei auch noch etwas Propaganda.

    Mit Anti-Euro-Parolen in den Bundestag?

    Das Euro-Währungsgebiet auflösen -- mit dieser Forderung will die „Alternative für Deutschland“ (AfD) punkten. Experten werfen den namhaften Gründern der neuen Partei Rechtspopulismus vor. Dass viele Ökonomen das Projekt unterstützen, sei zudem eine „Schande für die Zunft“…..

    ….Politikwissenschaftler Häusler kritisierte zudem, durch den Populismus verrohe die politische Kultur. Dies hatte auch schon der Wissenschaftler Wilhelm Heitmeyer in seiner Langzeituntersuchung „Deutsche Zustände“ betont. Heitmeyer kam zu dem Ergebnis, dass Abstiegsängste den Mittelstand in Deutschland schon seit der Einführung von Hartz IV plagten -- „und sie sind nach der Finanzkrise von 2008 noch stärker geworden“. Er sprach von einer verrohenden Bürgerlichkeit: Zivilisierte, tolerante, differenzierte Einstellungen in höheren Einkommensgruppen wandeln sich in unzivilisierte, intolerante Einstellungen.

    Aha, kaum gibt es ein neuen Versuch eine Partei zu gründen, die sich den EURO-Wahn und den ausufernden Brüsseler-Bürokratenstadle entgegenstellt, kommt schon fast automatisch….berechenbar wie ein Schweizer Uhrwerk……die berühmt-berüchtigte Keule für alles und jeden…….Rechts-Populisten……
    Verrohende Bürgerlichkeit………oder verblödende Medien, dat is hier die Frage.
    Auch Mutti hat schon reagiert……..und hat Angst, dat diese neue Partei ihre Stammwähler klauen könnte.

    Die eigentliche Manipulation sieht man im Bericht des hessischen Rundfunks……fast leere Sitzreihen bei der Eröffnungsveranstaltung dieser Partei, samt süffisante Bemerkung, die hätte eh keine Chance, weil denen der passende Kopf fehlt.

    Dummerweise zeigt dann anschließend die FAZ einen prall, mit 1200 Menschen gefüllten Saal.……wie blöd auch.

    Liebe linkspopulistischen GEZ-Zwangsbezahl-Medien………der Herr Beppe hat in Italien gezeigt, das man auch ohne Euch auskommt und trotzdem bei Wahlen 25% holen kann, obwohl die dortigen Medien noch mehr Gülle über diesen Herren ausgeschüttet hatten.

    Ja Moosi…….sie lügen wie vor 1989……und trotzdem hatte das Volk die Nase voll und hat se übern Jordan gejagt, der Shitstorm zu der verlogenen Japan-Katastrophen-Geschichtsverdrehung war erst der Anfang…….wir lassen uns nicht weiter belügen und haben mit dem Internet ein freies Medium zum freien Gedankenaustausch, wat dieses verlogene Gesindel natürlich ein Dorn im Auge ist.
    Naja, fast hätten ja die EU-Parlametsabwinkhansel dat EU weite Porno-Verbot abgewunken……damit wäre der Zensur des Internets Tür und Tor weit geöffnet worden.

    Um freundschaftlich mit meinen europäischen Nachbarn zu leben, brauch ick keinen Euro…..und kein Bürokratiemonster in Brüssel, denn gerade diese Institutionen fördern mit ihren Massnahmen den Nationalismus, wie unsere Grünen bei der bekloppten Energiewende.

    Ups….Thema verfehlt, 6 setzen….sorry.
    Onkel Heinz……..etwas in Rage

  22. Weil wir gerade so schön bei den „verlogenen Medien“ sind…….es gibt auch Ausnahmen, nämlich Bettina Röhl.

    Die grüne Katastrophe

    Der Stern der Zeit ist grün und das ist nicht gut so. Die Grünen tragen einen wesentlichen Teil der Verantwortung dafür, dass die Gesellschaft zerfleddert, sich in Parallelgesellschaften aufspaltet, und sich unregelmäßig rhythmisch mit einer gewissen manischen Selbstzerstörung befasst oder sich an nebensächlichen Sinnlos-Themen abarbeitet……….

    Die demokratische Katastrophe dieser Zeit besteht darin, dass die Diskurshoheit der Grünen auch die Hoheit der Bewertung ihrer selbst einschließt. Die Grünen diktieren, was die Gesellschaft von ihnen zu halten hat, was die Gesellschaft ihnen verdankte. Und da die vierte Gewalt in Gestalt der Medien mehrheitlich grün fühlt, ist der gesamte öffentliche Diskurs zu einem gewissen Grad eine grüne Gespensterveranstaltung. Der intellektuelle Horizont dieser Gesellschaft ist grün verengt. Das ist der „grüne Star“ dieser Gesellschaft.

    Grüne Gespensterveranstaltung…….erleben wir tag-täglich in den Medien, bisweilen oft weit über allem Erträglichen, wat ein gesunder Menschenverstand noch aushalten kann.

    Im September kommen die Bundestagswahlen……lasst uns dafür sorgen, das diese Typen nie wieder Regierungsgewalt bekommt.
    Wieder Thema verfehlt….und nochmals Sorry, lieber Moosgeist.
    Duck und wech
    H.E.

  23. Möchte mich ebenfalls bedanken!

    Auch die sogenannte Wende in der DDR begann mit Kleingkeiten. Paar Prozente zum Beispiel in den offiziellen Wahlergebnissen zu den Kommunalwahlen 1989. Lassen wir uns überraschen!

    mfG

  24. So, wieder mal was zum Thema Atom…….

    China will Kapazitäten für Nuklearenergie um 20 Prozent erhöhen

    Laut einem im vergangenen Oktober veröffentlichten Regierungsbericht verfügt China derzeit über 15 Atomkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 12,54 Gigawatt. In den kommenden Jahren sollen 30 weitere Atommeiler gebaut und die Energiekapazität so um weitere 32,81 Gigawatt erhöht werden, fügte He hinzu. China werde dann im Jahr 2020 bei der Anzahl der Atomkraftwerke weltweit auf Platz drei liegen – hinter den USA und Frankreich…

    Der Bau der chinesischen Atomkraftwerke war nach der Fukushima-Krise in Japan zunächst auf Eis gelegt worden. Im ganzen Land waren die Atommeiler auf ihre Sicherheit hin überprüft worden. Mit Blick auf die Geschehnisse von Fukushima haben die chinesischen Behörden beschlossen, dass neue Atomkraftwerke in China nur mit den höchsten Verfügbaren Sicherheitsstandards gebaut werden dürfen.

    Jaja, diese menschenfeindlichen Kommunisten wieder……machen einfach ungerührt weiter, wo doch Deutschland der Welt gezeigt hat, wie es auf keinen Fall weiter gehen darf.
    Mein Vorschlag….wir schicken Claudia Roth und Jürgen Trittin nach China……sozusagen als Entwicklungshilfe, zurück in die Steinzeit.
    H.E.

  25. Ergänzungen zu „was ist am 11.03.2011 wirklich passiert?“: (Teil I)

    Zunächst einmal vielen Dank für den klasse Artikel! Wieder einmal ein Highlight hier -- im Kontrast zur Main Stream Presse, deren Mitarbeiterstäbe offenkundig Voluntäre bei der „Aktuellen Kamera“ oder der „Prawda“ gewesen sind.
    Ich möchte noch einige Fakten ergänzen, die so -- in weiten Teilen- von einem „virtuellen Freund“ in einem kleinen, geschlossenen Forum zusammengtragen wurden. Ich denke, die deutsche Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, die Hintergründe zu verstehen, auf Basis derer sie in die Katastrophe der „Energiewende“ getrieben wurde.

    Historisches und regulatorisches Umfeld:
    1896 ereignete sich for der Küste Japans ein großes Seebeben und der darauf folgende Tsunami war so hoch wie der von 2011. In Fukushima´s Nachbarprovinz Ibaki wies die Uni Tokio inzwischen Tsunami Höhen bis zu 38 m nach. Nach 1960 begann man mit der Planung der AKWs in Fukushima. Man übernahm die damaligen US Sicherheitsvorschriften, in denen keine Vorkehrungen gegen einen Tsunami vorgesehen waren.

    Die europäische Vorschrift, daß die Naturkatastrophen der letzten 1000 Jahre die Sicherheit des AKWs nicht beeinträchtigen dürfen, wird in Japan nicht angewendet.

    Nach der TMI Kernschmelze 1979 zentralisierten und verschärften die USA ihre AKW Überwachung und nutzten Residenten in den AKWs, um die neuen Sicherheitsvorschriften zu überwachen. Das systematische Ausmisten des üblichen Betreiber- Schlendrians durch die bestens ausgebildeten Residenten erhöhte die Verfügbarkeit der AKWs von 60 auf 90 %. Wir sehen das auch bei den Flugzeugen, je strenger die technische Überwachung ist, desdo höher ist die Verfügbarkeit. Deutschland und Japan hielten an ihren wenig hilfreichen (siehe Asse) Überwachungsstrukturen fest. 1990 stellte die japanische Überwachungsbehörde die Entwicklung von Notfall-Robotern für AKWs ein. Die Begründung war, daß diese Störfälle in japanischen AKWs nicht vorkommen.

    Die Fehlleistungen der japanischen Behörden:
    Nach dem 11.3.2011 dauerte die Genehmigung, eine Honeywell Drohne zur Temperaturüberwachung der havarierten Reaktoren zu nutzen, ewig lange 6 Wochen, obwohl die Kontrollräume der Reaktoren Fukushima Daiichi 1-4 durch den Tsunami nicht mehr funktionierten. Gemeinsame Tochterfirmen der deutschen und französischen AKW Betreiber haben Roboter, die auch in stark verstrahlten AKWs arbeiten können. Das fängt bei kleinen Quattro-Koptern mit Kamera an und geht bis zu 35 to. schweren Räumbaggern.

    Der Betrieb dieser Roboter wird ständig geübt. Da deutsche Robots keine japanischen Nummernschilder haben, können sie in Japan auch nicht eingesetzt werden. Japan begnügt sich mit Putzmeister Betonpumpen. Der japanische Premier meinte öffentlich und diplomatisch, daß es mit der Unabhängigkeit der japanischen Atom-Kontroll-Behörde von den AKW Besitzern nicht weit her sei. Die höheren Beamten der Behörde arbeiten zu oft nach ihrer Frühpensionierung in gut bezahlten Jobs bei den AKW Betreibern.

    Frau Merkel und ihr damaliger, grüner Chafideologe, Minister- ade Röttgen, bezeichneten Japan seinerzeit als nukleares „High-Tech-Land“ um ihren „über Nacht“ beschlossenen Ausstieg eines wirklichen „High-Tech-Landes“ (Deutschland) rechtfertigen zu können. Japan war allerdings eher ein nukleares Bimbesland, welches elementare Genehmigungs- und Aufsichtspflichten in krassem Maße verletzte. Von High-Tech keine Spur.

  26. Ergänzungen zu “was ist am 11.03.2011 wirklich passiert?”: (Teil II)

    Warum das Fukushima Ereignis das „statistische Risiko“ der friedlichen Nutzung von Kernkraft (ausserhalb von Tsunami -- Regionen) vermindert und nicht erhöht hat.
    Kernkraftwerke messen die Beschleunigung ihrer Bauteile durch Erdbeben und Explosionen an vielen Stellen. Wird an einer Stelle die Querbeschleunigung überschritten, wird das AKW abgeschaltet. Bei modernen AKWs wie den CANDUs fallen die Regelstäbe durch ihr eigenes Gewicht in den Reaktor, bei alten AKWs ist Dampf, Druckluft oder Strom nötig um die Regelstäbe einzufahren. Die Regelstäbe fangen die Neutronen ein und damit endet die Kettenreaktion sofort.

    In wassermoderierten AKWs kann man immer die Regelstäbe einführen, in dem Graphit-Reaktor von Chernobyl war dies nach der Überhitzung nicht mehr möglich, die Regelstäbe klemmten. Auch deshalb werden im Westen graphitmoderierte Reaktoren nicht für zivile Zwecke zugelassen.

    Auch wenn das Einfahren der Regelstäbe nicht gelingen würde, was in 14 000 wassermoderierten Reaktorjahren nicht der Fall war, dann gibt es weitere Mechanismen um die Kettenreaktion zu stoppen. Die bekannteste ist Borsäure, die auch in Fukushima zusätzlich beigemischt wurde, da man nicht 100 % sicher war, ob die Regelstäbe eingefahren waren. Es gab nach dem Tsunami keine funktionierenden Leitstände mehr. Schwerwasser-Reaktoren tauschen in äußersten Notfall einfach den Moderator schweres Wasser durch normales Wasser.

    Vereinfacht: Wenn Sie einem brennenden Kohleofen die Luftzufuhr abstellen, dann wird keine Kohle mehr verbrannt, aber der Ofen bleibt noch lange heiß und gibt Wärme ab. Das gleiche geschieht mit dem Reaktor in einem AKW in dem die Kettenreaktion gerade gestoppt wurde. Zudem zerfallen in den Brennelementen noch radioaktive Isotope, was mit Wärmeeintrag verbunden ist. Das ist aber keine Kettenreaktion mehr. Diese Restwärme muß abgeführt werden. Sie fällt innerhalb eines Tages auf wenige Prozent der Nennleistung des Reaktors.

    Ein üblicher Reaktor mit 1000 MWe hat eine Nennleistung von 3000 MW Thermisch, einige % davon sind immer noch mehr als 100 MW. Die Reaktoren in Fukushima werden zur Zeit per Wasserverdampfung gekühlt und brauchen dazu 6 m3 Wasser pro Stunde. Dazu dann mehr in Teil C: Der Tsunami. Der sog. Cold Status des Reaktors ist erreicht, wenn seine Temperatur unter 100 Grad fällt. Da die Dampfbildung wegfällt ist dieser Status sicher.

    10 nukleare Kraftwerksblöcke stehen in Fukushima, davon 6 in Fukushima Daiichi und 4 in Fukushima Daini. In Daiichi stehen als Gruppe 1 die Reaktoren 1 bis 4 und als zweite Gruppe die Blöcke 5 bis 6.

    1) Alle 10 Blöcke in Fukushima schalteten wie geplant nach dem Erdbeben ab.

    2) Alle 10 Blöcke versuchten den Cold Status zu erreichen.

    3) Die 4 Blöcke in Fukushima Daini erreichten Cold Status wie geplant automatisch.

    4) Die 6 Blöcke in Daiichi wurden nach dem Erdbeben bis zum Tsunami nach Plan heruntergekühlt.

    5) Von dem, dem Erdbeben folgenden Tsunami wurden 12 der 13 Notstrom-Diesel beschädigt und die Stromversorgung des AKW durch das Netz unterbrochen.

    6) Mit dem einzigen noch funktionierenden Notstrom-Diesel konnten die Blöcke 5 und 6 in den nächsten Tagen den Cold Status erreichen.

    7) Die Kühlung der Reaktoren 1 bis 4 in Daiichi lief bis zum 15 m hohen Tsunami nach Plan.

    Damit ist klar, daß auch ein Erdbeben, das viel stärker als „genehmigt“ war, nicht zur Zerstörung der Uralt-Reaktoren und ihrer Kühlung führte. Fukushima hat bewiesen, daß auch große Erdbeben von nicht dafür gebauten Reaktoren ohne Schädigung der Umwelt überlebt werden.

    Das Erdbeben vor Fukushima hat das gerechnete nukleare Risiko empirisch vermindert. Genau das Gegenteil wurde von unseren Energiewendern in Politik und Medien, samt einer ominösen „Ethikkomission“ wider besseren Wissens oder unter sträflicher Vernachlässigung ihrer eigenen Informationspflicht verkündet um eine bereits 2010 avisierte Agenda zu pushen, die ohne einen symbolischen „Reichstagsbrand“ nicht durchsetzbar gewesen wäre.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/energie-poker-warum-roettgen-den-atomausstieg-anpeilt-a-677746.html

  27. Ergänzungen zu “was ist am 11.03.2011 wirklich passiert?”: (Teil III)

    Ein Fukushima Daiichi kann es in Deutschland nicht geben.
    Fukushima Daiichi hätte (siehe oben, auch nach europäischen Recht) nie dort gebaut werden dürfen, wo bereits 60 Jahre vor der Genehmigung ein ähnlich starker Tsunami die Küste überschwemmte. Bewegte Wassermassen übertragen große Momente auf die in ihrem Weg stehenden Hindernisse und nur entsprechend gebaute Betonstrukturen halten dem Druck stand. Dazu gehören auch die meterdicken Wände des äußeren Containments des Reaktors.

    Nach dem Erdbeben und dem Ausfall der Verbindungsleitungen zum Stromnetz übernahmen Batterien und große Notstromdiesel die Strom-Versorgung der Kühlpumpen. Der 35 Minuten später in das AKW herein brechende Tsunami war im AKW etwa 5 m hoch und führte dazu, daß von 13 Notstrom-Diesel 12 davon Wasser ansaugten, was diese unter Last laufende Motoren unreparierbar zerstörte.

    Der einzige verbleibende Diesel genügte, um die Reaktoren 5 und 6 in den sicheren Cold Status zu überführen.

    Die mit voller Drehzahl laufenden Kühlpumpen und ihre Elektromotoren der Reaktoren 1 -- 4 wurden überflutet und das Salzwasser führte zu Kurzschlüssen. Die Pumpenmotoren waren unreparierbar beschädigt.

    Auch die Kontrollräume der Reaktoren 1 bis 4 wurden mit Salzwasser überflutet und fielen komplett aus. Die Betriebsmannschaften konnten ab diesem Zeitraum die Wasserstände in den Reaktoren und Abklingbecken nur noch schätzen. In den überfluteten Batterieräumen führte das Salzwasser zu Kurzschlüssen.

    Um eine Kernschmelze zu verhindern, beschaffte sich der Betreiber 70 Feuerwehrautos um mit deren Wasser die Reaktoren auf Verdampfungskühlung um zu stellen. Dies gelang nicht im nötigen Umfang, weil die Feuerwehrautos wegen des Schutts auf den Straßen (als Folgen von Erdbeben und Tsunami) nicht zum Reaktor kommen konnten. Pro Reaktor werden pro Stunde 6 000 Liter Wasser benötigt.

    Die Kernschmelze setzte wenige Stunden nach dem Tsunami ein, da die Brennstäbe immer weniger mit Wasser bedeckt waren. Die Kernschmelze führt zum Verlust des finanziellen Restwertes des Reaktors und führt selbst bei uralten Reaktoren nicht zu einer wesentlichen Schädigung der Umwelt (siehe auch: TMI) UND BIS HEUTE, FRAU ROTH: ZU NICHT EINEM EINZIGEN STRAHLENTOTEN!

    Neue Reaktoren wickeln einen GAU ohne Schädigung der Umwelt ab.

  28. Ergänzungen zu “was ist am 11.03.2011 wirklich passiert?”: (Teil IV)

    Warum das Reaktorgebäude explodierte.
    Wasserstoff gehört nicht zu den Betriebsmitteln einer kerntechnischen Anlage. Im normalen Betrieb taucht er in der Nähe der Brennstäbe nicht in nennenswerten Mengen auf. Die Kühlung des Reaktors erfolgt mit Wasser über Wärmetauscher. Diese Kühlung war in Fukushima wegen des Tsunamis nicht mehr möglich.

    Die Hüllen der Brennstäbe, die den Kernbrennstoff zusammenhalten, bestehen hauptsächlich aus dem Metall Zirkonium. Wenn die Brennstäbe im Störfall nicht mehr ausreichend gekühlt werden, erreichen sie weit höhere Temperaturen als vorgesehen. Bei etwa 1000 °C beginnt das Metall an den Oberflächen zu oxidieren. Da es aber rund um den Reaktorkern keinen freien Sauerstoff gibt, reagiert das Metall mit dem Wasserdampf und entzieht diesem den Sauerstoff. Nimmt man dem Wasser den Sauerstoff weg, bleibt Wasserstoff übrig. Das gilt auch für die Abklingbecken, besonders im Reaktorblock 4, der die meisten Brennelemente gebunkert hat.

    Durch die im nuklear abgeschalteten Reaktor weiter anfallende Nachzerfallswärme und die exotherme Oxidation der Metalle durch den Dampf erhöht sich aber der Gasdruck im Reaktorgefäß und man muß den mit Wasserstoff durchsetzten Wasserdampf entweichen lassen. Dieses Gemisch ist nicht zündfähig. Normalerweise geschied die Notfall-Druckentlastung über Filteranlagen, die radioaktiven Partikel binden und über die hohen Kamine des AKWs. Im inneren und äußeren (dem Atomei) Containment wird Wasserstoff katalysiert in Wasser zurück verwandelt.

    Der Wasserstoff entwich in die Luft des das äußere Containment umgebenden Gebäudes und wurde dort nicht abgeführt, was durch einfache Lüftungsklappen in den Decken möglich gewesen wäre (und bei jedem deutschen KKW Standard ist). Bei den Reaktoren 5 und 6 bohrte man rechtzeitig Löcher in die Decken. Wasserstoff ist bekanntlich leichter als Luft.

    Der Wasserstoff vermischte sich mit der Luft und erzeugte mit dem Sauerstoff Knallgas, das bei einer Wasserstoffkonzentration von 23 % extrem zündwillig ist.

    Es kam, wie es nach dem Katastrophendrehbuch kommen mußte und die die Reaktoren umgebenden Gebäude flogen in die Luft, ohne das “Atom-Ei“ oder Containment zu beschädigen. Heute wissen wir, daß die Ausbreitung des Wasserstoffs durch nicht abgeschottete Kabelkanäle erfolgte. Auch eine deutsche Dorffeuerwehr hatte bei einer normalen Feuerschau den Weiterbetrieb untersagt. Das war statt High Tech, wie Frau Dr. Merkel meint, nur unendliche gewissenlose Schlamperei und Korruption.

    Die Explosionen verteilten größere Mengen radioaktiven Staub in der Umgebung und bis heute ist nicht klar, wo der her kam. Der Wartungszustand der 40 Jahre alten Reaktoren soll suboptimal gewesen sein. Amakudari eben,
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Amakudari) -- Von nuklearem High-Tech-Land keine Spur.

    In den deutschen Medien mit seinen technik-fernen Journalisten wurde daraus die Explosion der Atomkraftwerke und man wartete verzweifelt auf die ersten 10 000 Toten (man wartet bis heute…). Die Botschaften flüchteten aus Tokio und die Mitarbeiter wurden nach Hause ins EHEC- Europa ausgeflogen, wo zur gleichen Zeit die Biolandwirtschaft über 50 Tote und über 4000 Schwerverletzte forderte.

    Zunächst wollte die Kanzlerin angeblich ein Moratorium bis die Ursache der Havarie geklärt wäre. Die Realität aber war eine Andere…

  29. Ergänzungen zu “was ist am 11.03.2011 wirklich passiert?”: (Teil V)

    Wie man selbst den (weitgehend ökonomischen) Schaden von Fukushima verhindern kann:
    Wir haben bis heute nach insgesamt 14 500 Betriebsjahren noch keinen AKW-Block im regulären Stromerzeugungs-Betrieb verloren. Kaum zu glauben, ist aber so. Es ist übrigens kein einziger „Strahlentoter“ durch die friedliche Nutzung wassermoderierter Kernergie bekannt -- und schon gar nicht durch modernere Technologien.

    TMI wurde 1979 bei Wartungsarbeiten durch unglaubliche Bedienungsfehler oder Sabotage zur Kernschmelze gebracht. Keine Auswirkungen auf die Umwelt. Westliche AKWs wurden danach massiv nachgerüstet und die Kontroll-Behörden in einigen Staaten neu aufgestellt. Den Sozialisten im Osten fehlte Geld und vor allem die Einsicht. Die eigentliche Ursache des nächsten Unfalls.

    Chernobyl 1986 war im abgeschalteten Wartungszustand, als ungenehmigte Experimente mit dem „extrem preiswerten“, Graphit moderierten Reaktor durchgeführt wurden. Der Reaktor hat kein Containment und einen positiven Leistungs-Koeffizienten. Im Westen nicht zugelassen, weil er sich nicht von selbst in der Leistung begrenzt und abschaltet.

    Die in Betrieb befindlichen Reaktoren der 10 AKW-Blöcke in Fukushima schalteten sich nach dem Erdbeben ordnungsgemäß ab und waren dabei, den Cold Status zu erreichen. Der 15 m hohe Tsunami, etwa 30 Minuten nach dem Erdbeben, verwüstete die Stromversorgung, die Notstromdiesel und die Kontrollräume. Es gab bis heute keine Toten durch Strahlung. Die beschädigten AKW-Blöcke sind 40 Jahre alt, aus der Zeit vor TMI.

    Bei dem Bau von AKWs vor TMI 1979 war man davon ausgegangen, daß der einzige Kühlkreislauf mit 2 unabhängigen Pumpen sicher genug sei, um eine Kernschmelze für immer zu verhindern. Man konnte in TMI noch nicht einmal den Wasserstand im Reaktor sicher messen. Seither geschah folgendes:

    1) Die Ausbildung des Personals und die Kontrolle der AKWs wurden erheblich verbessert und Effektiv-Tests unterzogen. In vielen Staaten geschieht die Überwachung online und durch Residenten im AKW, bei uns per Post. Beamten-Deutschland hat da wenig dazu gelernt, aber die viel gescholtenen Betreiber haben das gemeinsam hervorragend mit einem von ihnen bezahlten „Nuklearen THW“ kompensiert. Behörden-Deutschland ist „Asse“-Standard mit seinen „nuklearen“ Juristen in den Sozialministerien.

    2) Man installiert heute 2 oder 3 von einander völlig unabhängige Kühlkreisläufe mit eigener Notstrom Apparatur..

    3) Man nutzt die riesigen Fortschritte bei den Sensoren und der Prozess-Rechentechnik, um Kraftwerke erheblich besser zu überwachen und Fehlbedienungen nicht zuzulassen.

    4) Umwelt-Ereignisse wie Erdbeben, Tsunamis in der Größenordnung wie sie in den letzten x tausend Jahren vorgekommen sind, dürfen die Sicherheit nicht beeinträchtigen. X ist größer gleich 1 und von Land zu Land unterschiedlich. Diese Vorschrift wurde in Japan nicht beachtet. Selbst die japanische Regierung spricht von Tsunami-Folklore und Amakudari.

    5) Das äußere Containment („Atom-Ei“) hält gezielte Angriffe mit Verkehrsflugzeugen aus. Dabei werden 95 % der eingebrachten Energie in die Zerstörung des Flugzeuges umgewandelt. Das ergibt sich aus physikalischen Gesetzen. Siehe auch:
    http://www.youtube.com/watch?v=1Le-seyS-HA
    Der größte Schaden entsteht durch die Triebwerke nicht den Rumpf. Die „Delle“ im 1 bis 2 m dicken Containment ist wenige mm tief.

    6) Moderne AKWs haben mehrere Notabschaltsysteme, z. B. mit Borsäure, auch davon gab es zu wenig im „High-Tech- Land“. High Tech Korea konnte aushelfen.

    Die Punkte 1 bis 6 kann man auch für alte AKWs durchführen, wobei eben auch die Wirtschaftlichkeit zu prüfen ist und evtl. ein Neubau besser ist.

    7) die neuen AKWs haben genügend Wasser-Vorräte oberhalb des Reaktors um längere Zeit ohne Strom gekühlt zu werden. Das Wasser fliest durch seine Schwerkraft in den Reaktor. Ein sog. Thermosyphon-Kreislauf schafft die Wärme ohne Pumpen aus dem Reaktor.

    8 )Moderne Reaktoren sind Gau fest. Die Kernschmelze wird geteilt und in durch Hitzekacheln geschützte Wannen geleitet.

    9) Die neuen AP1000 können zusätzlich das innere Containment durch ein äußeres Wasserbad kühlen , so daß die Kernschmelze nicht mehr das Reaktorgefäß durch Schmelzen beschädigen kann.

    10 ) Gefordert werden nun Blindleitungen, damit man Reaktor und Abklingbecken auch von außerhalb der direkten Umgebung des Reaktors kühlen kann. Das kostet kaum einen höheren Betrag. Es hätte in Fukushima viel geholfen.

    Alle im Westen zugelassenen Reaktoren haben, im Gegensatz zu Chernobyl, einen negativen Leistungskoeffizienten der durch die Geometrie des Reaktors erreicht wird. Damit kann der Reaktor nicht mehr als die vorgegebene Maximal-Leistung produzieren. Er kann also nicht wie der in Chernobyl „durchgehen“. „Atomexplosionen“, wie Greenpeace immer meint, sind wegen der geringen Anreicherung nicht möglich. Die Kernschmelze in TMI kam nur wenige cm im Fundament weit und nicht wie die Presse meint, bis nach China.

    Seit TMI wissen wir was bei einer Kernschmelze passiert und in Fukushima ist das wegen des Tsunamis bei 3 AKW-Blöcken zur etwa gleichen Zeit geschehen. Die dortige Kernschmelze lief wie vorausberechnet ab. Die Franzosen wußten deshalb über Fukushima besser Bescheid als die Japaner !

    Die Bedienmannschaften in Fukushima haben die Uraltmeiler ziemlich gut unter Kontrolle gehalten. Sie haben dies unter extremsten Negativ-Bedingungen bewerkstelligt, ohne Licht und ohne Meßinstrumente.

    Die Lehre aus Fukushima ist nicht, daß der Ausfall der Kühlung die Kernschmelze verursacht, sondern daß der Schaden am Ende viel kleiner als befürchtet ist.

    Genau Gegenteiliges will man der deutschen Bevölkerung suggerieren um dieser das Morgenthauprogramm Energiewende schmackhaft zu machen. Wie man in den letzten Tagen gesehen hat, spielt nicht nur Frau Roth das Spiel mit, sondern weite Teile der offenkundig strahlengeschädigten deutschen Presse.

  30. Nachtrag:
    Ich konnte es mir nicht verkneifen, nachdem ich diese gequirlte Sch*** lesen musste, die wieder mittels üblicher Massenverblödungswaffen verbreitet wird:
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/energiewende/hat-sie-sich-fuer-uns-gelohnt-29496786.bild.html

  31. @Testpilot #30

    Hat sich die Energiewende für uns gelohnt?

    ….. na für den hier ganz bestimmt.

  32. @ FK 9 Pilot

    ich habe etwas gezögert mich zu Ihrer Aufstellung zu äussern. Ich stimme Ihnen auch in einigen Teilen uneingeschränkt zu, andere Teile wiederum sind aus meiner Sicht fachlich sehr fraglich.

    Kurz zu meinem Hintergrund: ich bin Physiker und arbeite seit einigen Jahren im Bereich der kerntechnischen Sicherheit in Deutschland, zum Teil auch mit internationaler Erfahrung.

    Tatsache ist, wie sie es darstellen, durch das Gau-Szenario in Fukushima wurde unmittelbar kein Mensch verletzt (so erkrankte niemand an der Strahlenkrankheit) und auch zukünftig sind nach allen mir vorliegenden Ergebnissen, die sich auch gut mit den Ergebnissen aus früheren Vorfällen decken kaum nennenswerte Opferzahlen zu erwarten.

    Auch unterstütze ich ihre Aussage, dass es in Deutschland (Westeuropa und USA) mehr Redundanz bei Sicherheitssystemen gibt (üblicherweise 3 fach redundant um Einzelfehler und Wartung abdecken zu können) im Bereich der Not- und Nachkühlkette. Redundante und Diversitäre Abschaltsysteme sind 2 fach vorhanden, die sowohl die Schnellabschaltung als auch den (kompletten) Ausfall der Schnellabschaltung abdecken.

    Kurz noch zu einigen Kritikpunkten:
    1. In Tschernobyl kam es schlussendlich zur Leistungsexkursion WEIL die Abschaltstäbe eingefahren wurden, diese waren nicht verklemmt, sie hatten bloss leider auch noch eine Graphitspitze (und diese sorgte kurzfristig für prompte Überkritikalität). Es wäre allerdings auch ohne diese Abschaltung zur Lesitungsexkursion gekommen.

    2. Die deutsche Aufsicht ist anders organisiert als die amerikanische, aber auch in Deutschland befinden sich ständig gut ausgebildete Ingenieure/Sachverständige auf den Anlagen (TÜVs) die den Betreibern regelmäßig auf die Finger schauen. In der Asse war das nicht möglich, da diese nach Bergrecht organisiert war.

    3. Ihre Aussage zur Verbreitung von radioaktivem Staub (der da schon vorher rumlag?) durch die Wasserstoffexplosionen ist nicht haltbar. Wenn das Zeug schon in der Anlage gelegen hätte, wäre kein Iod-131 festgestellt worden. Ebensowenig hätte es Strahlungspegelanstiege VOR den Explosionen geben dürfen. Diese gab es aber (Venting).

    usw.

    Bezüglich der Darstellung der Unfallabläufe verweise ich mal auf die GRS in Köln die erst jetzt wieder einen Bericht zu Fukushima herausgebracht hat.

  33. hm, irgendwie scheint ein kommentar von mir im spamfilter gelandet zu sein

    [ist erledigt. mg]

  34. Hallo FK 9 Pilot

    Danke für Deine Kommentare. Durch die wird der Artikel eigentlich erst komplett.

    Nur nebenbei bemerkt: Nach meinem Wissensstand besaßen die Reaktorgebäude der Blöcke 5 und 6 bereits Entlüftungen. Sie wurden nur nicht benötigt, weil die Reaktoren und auch die Pumpen und die Notstromer sowie die übrigen Sicherheitseinrichtungen den Tsunami überstanden hatten. Diese beiden Blöcke hatten einfach einem weit höheren Technischen-Stand und auch ein anderes/besseres Sicherheitskonzept. Sie hätten im Prinzip bereits wenige Tage (nach Inspektion) wieder ans Netz gehen können.

    schöne Grüße aus dem Moos

  35. Es ist wieder soweit! Oft und viel haben mir meine Eltern über die Zeit der Nazi-Herrschaft erzählt. Manches davon habe ich nicht so recht glauben können; dazu zählte auch, wie sich Menschen von der Propaganda beeinflussen und manipulieren lassen. So blöd kann man doch gar nicht sein, war mein Gedanke.
    Nun werde ich eines Besseren belehrt: Doch, so blöd kann man sein! Doch, Meinungsmanipulationen wirken! Jetzt, nachdem ich mir die Tagesschau -- betreffend des 2. Jahrestages der Tsunami-Katastrophe -- angeschaut habe, weiß ich, wie Propaganda funktioniert. Josef Göbbels wäre stolz auf seine Musterschüler…

  36. #34

    die blöcke 5+6 hatten zweifellos einen höheren standard als die anderen blöcke, sie hatten aber auch einfach nur gewaltiges glück.

    1. liegen sie 2 meter höher
    2. der einzig überlebende notstromdiesel wurde zufällig weiter oben eingebaut, weil im keller kein platz mehr war
    3. waren beide schon länger im stillstand, so dass die nachzerfallsleistung nicht sehr hoch war
    4. wurde mit dem noch funktionsfähigen notstromdiesel realtiv schnell wieder eine behelfsmäßige intermittierende kühlung aufgebaut

  37. Was ist los mit unseren Medien?

    Da berichtet doch tatsächlich heise online über den Flüssigsalzreaktor. Und das sogar ohne den üblichen pauschalisierend, abwertenden Unterton. Das ist das erste Mal, dass ich in den von mir verfolgten „Großmedien“ etwas über diese Technologie lese.
    Bewegt sich da etwas in unserer weitgehend gleichförmig über Energiepolitik und -technik informierenden Medienlandschaft?

  38. @Helium
    Zunächst: Die dargestellten Detail-analysen bezüglich des Unfalls wurden von einem mir bekannten Ingenieur in mühevoller Kleinarbeit in den Jahren 2011 und 2012 zusammengestellt. Es war wohl nicht ganz einfach, zuverlässige Quellen zusammenzutragen, vor allem in -- bzw. aus Deutschland heraus. Manches mag sich auch inzwischen anders darstellen. Mir fehlen hier die Originalquellen (und auch das nukleartechnische Detaillwissen) um es genau zu beurteilen. Bei deutschen Quellen zum Thema Kernergie bin ich inzwischen (vielleicht über-)vorsichtig.

    Ein paar Punkte noch:

    die blöcke 5+6 hatten zweifellos einen höheren standard als die anderen blöcke, sie hatten aber auch einfach nur gewaltiges glück.
    1. liegen sie 2 meter höher

    Offenbar war das gesamte Kraftwerk sowieso 10m tiefer gebaut, als ursprünglich genehmigt.

    3. Ihre Aussage zur Verbreitung von radioaktivem Staub (der da schon vorher rumlag?) durch die Wasserstoffexplosionen ist nicht haltbar. Wenn das Zeug schon in der Anlage gelegen hätte, wäre kein Iod-131 festgestellt worden

    Ja, Iod-131 lebt ja nicht lange… ich habe das mal auf die ebenfalls „übergekochten“ Abklingbecken zurückgeführt. Aber da weiß der Fachmann sicherlich mehr, ob das denkbar ist.

    Ein paar illustrierte Fakten zur Havarie:
    http://www.tepco.co.jp/en/nu/fukushima-np/f1/images/f12np-gaiyou_e_1.pdf

    Trotz aller offenen, wissenschaftlichen Detailfragen, für die ich sicher nicht der kompetente Ansprechparner bin, denke ich dennoch , dass die faire energiepolitische Bewertung eigentlich reichlich eindeutig ist:

    In Fukushima hat sich nicht das generelle Restrisiko verwirklicht (wie damals durch die politische Führung behauptet), sondern eine höchst verantwortungslose, individuelle auf diesen Einzelfall beschränkte Missachtung essentieller Sicherheitsanforderungen, wie schon in TMI und Chernobyl.

    So hat es ja auch kürzlich ein deutsces Gericht entschieden, welches den Betreibern recht gab, dass die Merkel’sche Abschaltung aufgrund einer angeblichen Gefahrenlage rechtswidrig war.

    Somit gibt es keinen in der Kernenergietechnologie intrinsisch vorhandenen, technischen Grund für die sogenannte „Energiewende“

    Die Abschaltung der KKWs in Deutschland führte zu einer völlig verantwortungslosen, inzwischen wohl > 1 Billionen €. teuren „Energiewende“, Strompreisen von mal grob geschätzt von über 60Ecent die kWh Wendeenergie und zur konsekutiven Desindustrialisierung Deutschlands.

    Für das Geld könnte man über 200 moderne und intrinsisch sichere KKWs bauen und Europa von den fossilen Importen nahetzu autark machen. Ideologie und Rechtsbruch durch eine Politische Klasse des Intellektuellen Mittemaßes erleben wir stattdessen.

  39. @fk9 pilot

    ich wollte Ihnen nicht „ans Bein pinkeln“. Ich wollte nur ein paar Dinge -- aus meiner Sicht -- richtig stellen. Glauben Sie mir, ich bin genauso entsetzt und fassungslos über die Reaktion der Bundesregierung wie Sie.

    Nebenbei sei bemerkt, dass ich durch diese „Wende“ 7 Monate in Kurzarbeit war, und dann anschliessend den Arbeitgeber wechseln musste um der Arbeitslosigkeit zu entgehen.

    Im Bezug auf fachlich zuverlässige Informationen aus Deutschland verweise ich hiermit nochmal auf die GRS in Köln.
    http://www.grs.de/sites/default/files/pdf/GRS-S-53_0.pdf

  40. ich wollte Ihnen nicht “ans Bein pinkeln”. Ich wollte nur ein paar Dinge — aus meiner Sicht — richtig stellen

    Habe ich auch nicht so verstanden…
    Für jede Sachverhaltsaufklärung bin ich -- wie wohl alle hier -- dankbar.

  41. Ich kann die Quelle dazu nicht mehr benennen, die das ausführte, war aber eine kompetente Stelle:

    Angeblich sollen die Japaner die Sicherheitsphilosophie von GE aus den USA 1:1 übernommen haben.
    In den USA war aber als grösste Naturgefahr ein Hurrican/Tornado veranschlagt, der, als Musterfall, einen entwurzelten Baum mit hoher Geschwindigkeit ins Kraftwerk schleudert.
    Gegen horizontale ‚Geschosse‘ ist das Schützengraben-Prinzip die beste Wahl, folglich wurden die Dieselmaschinen versenkt, was aber natürlich gegenüber der völlig anderen Bedrohung in Japan so ungefähr das dümmste war, was man machen konnte, denn dadurch sind sie abgesoffen.
    Wenn sie die Pumpen wenigstens in einen abgeschotteten Raum gestellt hätten, mit automatischen Klappen an den Zu- und Abluftschächten, wären wohl zumindest die meisten von ihnen nach Ablauf der Flut sofort wieder startbar gewesen. Zum Anlassen braucht man ja nicht mal Strom, sondern nur einen viel sichereren Druckluft-Starter, falls man nicht gleich noch klüger ist und die Zuluft über einen ‚Schnorchel‘-Kamin ansaugt. dann gehen die Motoren erst gar nicht aus, egal wie hoch der Tsunami ist.
    Was hätten denn diese simplen Maßnahmen gekostet? So gut wie nichts. Geiz war es also nicht. Nur bodenlose Dummheit.

  42. @Rudolf Heinrich #35
    Wie schnell man in eine Diktatur abdriften kann, mit legitimen, demokratischen Mitteln zeigt momentan Ungarn.
    Schweizer Tagesanzeiger

  43. #41

    Nicht umsonst gibt es in Deutschland (ok, fairerweise muss man sagen, auch in anderen Ländern wird das so gehandhabt) die Philosophie nicht alle Eier in ein Nest zu legen. In Unterweser beispielsweise liegen die Notstromdiesel 11m über der Geländeoberkante. Die Notstandsdiesel hingegen sind verbunkert gegen Flugzeugabsturz und Explosionsdruckwelle an einem ganz anderen Ort.
    Bei den Konvoianlagen ist das Ganze dann noch sauberer durchgezogen worden.
    Von den vorhandenen Maßnahmen (deren Einsatz auch regelmäßig geübt wird) für Notstandsfälle die auch zum Ausfall der Notstandsdiesel führen ist hier noch nicht mal die Rede

  44. @ Krishna Gans #42

    Stimmt!
    Zufällig kenne ich die Verhältnisse in Ungarn ziemlich gut: Dort gehen die Menschen aber zu Tausenden auf die Straße und demonstrieren. Und hier?
    In dem hier diskutierten Fall würden uns nur spektakuläre öffentliche Aktionen helfen, die so beschaffen wären, dass auch die gleichgeschalteten Medien sie nicht ignorieren könnten.
    Wehret den Anfängen!

  45. In dem hier diskutierten Fall würden uns nur spektakuläre öffentliche Aktionen helfen, die so beschaffen wären, dass auch die gleichgeschalteten Medien sie nicht ignorieren könnten.

    Tja … bekommen wir so etwas hin?
    Wer sind wir denn?

    Hätten wir (zumindest die westlichen Partizipanten), die wir das Wort „Dissident“ in der „Blüte unserer Jugend“, in den 70gern und 80gern, irgendwie mit Andrej Sacharow oder Alexander Solschenizyn verbandelten jemals geahnt, dass wir 20-25 Jahre später selbst zu Dissidenten per definitionem wurden?

    Wir, die staatstragende, gebildete, angepasste Mittelschicht, brav arbeitender und wählender Bürger, die glaubte, dass die totalitäre Fratze nur auf der anderen Seite des Zaunes existiert?

    Aber vorsicht, Nomenklatura 2.0: Nachdem Sacharow für Eure geistigen Väter die Zar -- Bombe entwickelt hatte, entwickelte er im Anschluss eine Waffe mit weitaus höherer Sprengkraft und am Ende wurdet ihr durch deren Druckwelle weggefegt.
    Es könnte wieder passieren.

    ..So, jetzt aber genuch -- die meisten Pleiten beginnen mit Pathos…;-)

  46. Also SWR3 hatte in der Morning Show so einigermaßen korrekt berichtet.

  47. # 29

    Wir haben bis heute nach insgesamt 14 500 Betriebsjahren noch keinen AKW-Block im regulären Stromerzeugungs-Betrieb verloren.

    Die Betriebsstunden nukleargetriebener Schiffe, sowohl ziviler als auch militärischer, sollte dazu addiert werden. Dieser Teil der Nukleartechnik wird häufig vergessen. Gab es in diesem Bereich jemals einen schweren Reaktorunfall? Ich glaube nicht.

    Ansonsten: hervorragende Informationen.

  48. # 47:
    Die Sowjetunion hat ein U-Boot wegen eines Reaktorunfalls verloren.:

  49. Oh, es gab noch ein paar Vorfälle in der Sowjetmarine:
    Naval reactor accidents causing radiation casualties

    Die US Navy hat zwei Subs mit Nuklearantrieb verloren, jedoch warr bei keinem der Reaktor die Ursache, sondern in beiden Fällen versagte die Tiefensteuerung und die die Schiffe implodierten unterhalb der zulässigen Tauchtiefe.

  50. Sie können es einfach nicht lassen

    In einem heute in Welt.de erschienenen Artikel ist folgender Text zu lesen:

    Damals hatte ein Erdbeben einen Tsunami ausgelöst, in dessen Folge es zum Super-GAU kam. 20.000 Menschen starben, Hunderttausende wurden obdachlos.

    Wieder die hinlänglich bekannte unterschwellige Methode der getarnten Desinformation. “Die Leute sollen glauben dass:“

    Ich habe mal die Meldung um 2 weitere Fakten ergänzt, um zu zeigen wie so etwas funktioniert.

    Damals hatte ein Erdbeben einen Tsunami ausgelöst, in dessen Folge es zum Super-GAU kam. Die Deutsche Regierung verfügte die Abschaltung einheimischer Kernkraftwerke. Auf den Straßen demonstrierten und randalierten eine ungezählte Schar von Anhängern der „Grünen“ und der „Anti-Atom-Liga“. 20.000 Menschen starben, Hunderttausende wurden obdachlos.

    Na, klappt doch.

    Aber die „leitende“ Volksverdummung in diesem WELT-Artikel ist eigentlich die Meldung: Der Kraftwerksbetreiber habe bei dem Fisch 740.000 Becquerel Cäsium pro Kilogramm gemessen, Und zeigt dazu dieses Bild
    Sucht man weitere Informationen, so stößt man auf die The Japan Times und auch dort hin . Da sind die Informationen dann doch etwas anders, als uns die ZEIT glauben machen will.
    Soweit ich das dort Geschriebene richtig interpretiere, wurde der Fisch in einem der den havarierten Reaktorblöcken vorgelagerten Becken, in die auch z.B. zum Teil die Kühlwasser einfließen, gefangen.
    Man hat ja dann wohl mal wieder eine Ecke gefunden mit der man trefflich die „dummen Leser“ in Angst und Schrecken versetzen kann.

    Ach ja, noch was. Der Fisch sieht im realen Leben so aus, ist ca. 28cm lang und soll 564 Gramm wiegen.

    was kommt jetzt noch? fragt der Moosgeist

  51. #5 Gerhard Straten ich habe hier nicht alle Kommentare gelesen,
    aber auch mit der LNT -Hypothese kommen Sie NICHT auf eine messbare Erhöhung von Krebsfällen, sondern landen in einem nicht nachweisbaren Bereich von höchstens 500 auf 100000 in der engsten Umgebung.
    Aber:
    Die „Bestrahlung“ der nächstwohnenden ca. 100000 Menschen ist geringer, als in anderen Orten der Welt, die man bestens kennt, natürlich auch diese Antiatomaktivisten.
    Mit der wissenschaftlich UNBESTREITBAREN positiven Wirkung geringer Strahlenbelastung wird die Zahl der Tumorerkrankungen vermutlich kleiner werden.
    Die Evakuierungen waren also eine populistische Überreaktion.
    Auch vergisst man immer das „Strahlungspotential“ des noch überall herumliegenden Tsunami-Mülls, das NICHTS mit den Atommeilern zu tun hat.

    Diese „Aktivisten“ müssten daher strafrechlich verfolgt werden!

    mfG

  52. zu#50 moosgeist Danke für den Hinweis zum radioaktiven Fisch!

  53. Weltmeister in Strahlenunempfindlichkeit soll ein
    Einzeller mit dem passenden Namen: Deinococcus radiodurans
    sein, der 6000 rad / Std oder über 30000 rad (nach der alten LD50) überleben kann.

    Nach den bei uns geltenden (politischen) „Grenzwerten“
    müssten auch Teile Deutschlands evakuiert werden.

    Das geschieht bekanntlich NICHT.
    Ich frage mich, warum das den Behörden nicht peinlich ist!

    mfG

  54. Noch ein Hinweis:
    in geologischen Zeiträumen gemessen,
    nimmt die natürliche Radioaktivität der Erdoberfläche kontinuierlich ab.
    Unsere biologischen Vorfahren haben also mehr „vertragen“ als wir,
    und die Epidemiologie zeigt ja auch einen gesundheitlichen Vorteil bei etwas höherer Bestrahlung.

    Allerdings soll die Leukämierate in der Nähe von Fernsehsendern ansteigen (Die Birmingham-Studie),
    vielleicht liegts ja auch am Inhalt der Sendungen 🙂

    mfG

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