„Peak Sand“ und die Kernkraft – Und warum Erneuerbare Energien keine gute Lösung sind

10. September 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Kernenergie, Ökologismus, Ressourcenverknappung, Windkraft

800px-Sahara_Grand_Erg_OccidentalEs gibt einen alten Witz, den man sich im sozialistischen Osten gerne erzählte: „Was passiert, wenn die Sahara kommunistisch wird? Die ersten paar Jahre nichts, danach wird der Sand knapp.“ Das Absurde daran ist natürlich, dass Sand augenscheinlich einer der häufigsten Stoffe auf dieser Welt ist, und daher nicht knapp werden kann. Außer natürlich durch die im Kommunismus übliche Fehlverwendung von Rohstoffen…

Nun scheint diese Vision vom knapp werdenden Sand allerdings in den Augen mancher Umweltbewegter auf eine etwas andere Art Realität zu werden.  Neulich lief auf Arte eine Dokumentation, in der genau dieses Schreckgespenst an die Wand gemalt wurde. In „Sand – Die neue Umweltzeitbombe“ erzählen die Macher eine Geschichte von Raubbau an der Natur, verschwindenden Stränden und einer global agierenden Sandmafia.

Manches davon ist völlig richtig dargestellt. So hat etwa der Bau-Boom in Dubai dazu geführt, dass man dort inzwischen Sand aus Australien importieren muss. Der nahe liegende Gedanke, den Bausand einfach aus der reichlich vorhandenen Wüste zu nehmen funktioniert nicht. Wüstensand hat durch den Wind rund geschliffene Körner und ist somit als Rohstoff für Beton nicht geeignet.

Auch den Bausand einfach vor der Küste aus dem Meer zu baggern oder direkt von Stränden zu verwenden, wie dies etwa auf vielen Südseeinseln gemacht wird, führt zu Erosion und anderen ökologischen Problemen. Nur hat das nichts damit zu tun, dass der Sand weltweit knapp würde. Es hat schlichte ökonomische Gründe und könnte durch entsprechende Gesetze und Regularien leicht unterbunden werden.

Die Mär von der Begrenztheit von Rohstoffen

Die Geschichte von einer bevorstehenden Verknappung von Sand (in der Dokumentation wurde analog zum „Peak Oil“ von „Peak Sand“ gesprochen) ist in etwa so glaubhaft, wie jede andere Geschichte von der baldigen Verknappung beliebiger anderer Rohstoffe. Sollte der einfach zu fördernde Bausand jemals knapp werden, greift man eben zu weniger einfach zugänglichen Vorkommen. Man wird dann neue Technologien entwickeln, um Sand aus ökonomisch bislang uninteressanten Quellen zugänglich zu machen.

Wer von der Begrenztheit der Rohstoffe auf der Erde überzeugt ist wird die Geschichte von einer drohenden Sandknappheit dennoch glauben. Und diese in sein ideologisches Weltbild einflechten, so wie es ein Leser unseres Blogs getan hat, der meinte, schon allein wegen des immensen Bedarfs an Sand wäre die Kernkraft eine nicht zukunftsfähige Energieform.

Kernkraft vs. Windkraft – ein Vergleich

Nun, in einem Punkt hatte unser Leser Recht. Für ein Kernkraftwerk braucht man eine nicht unerhebliche Menge an Beton, zu dessen Herstellung auch sehr viel Sand benötigt wird. Aber die Absoluten Zahlen allein haben keine Aussagekraft. Man muss sie mit anderen Formen der Energieerzeugung vergleichen.

WEA-FundamentNehmen wir zum Beispiel das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. Darin sind 565.000 Tonnen Beton verbaut. Das ist eine Menge. Das Kraftwerk hat in 28 Jahren Betrieb 285.998 GWh Strom erzeugt. Das sind 10.214 GWh pro Jahr.

Um dieses Kernkraftwerk rein rechnerisch durch Windkraft zu ersetzen bräuchte man 2.128 Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 3 Megawatt. Jede dieser Anlagen benötigt für Fundament und Mast etwa 6.000 Tonnen Beton. Das macht für die 2.128 Anlagen einen Gesamtbedarf von 12,8 Millionen Tonnen. Das ist 22,5 mal so viel wie für das KKW.

Hinzu kommt noch, dass man ein Kernkraftwerk 40-60 Jahre betreiben kann. Ein Windrad maximal 20 Jahre. Das ergibt einen Betonbedarf für Windräder, der Faktor 50 oder mehr über dem von Kernkraftwerken liegt. Wenn einen also die Angst umtreibt, dass uns demnächst das Öl und bald darauf auch noch der Sand ausgeht, dann wäre die einzig rationale Antwort darauf die Forderung nach mehr Kernkraft. Allerdings werden wir wohl beides nicht erleben, kein Peak Sand und auch kein Peak Oil.

Peak Oil – eine Gescichte so alt wie die Ölgewinnung selbst

Peak Oil ist ein Phänomen, dass in etwa so alt ist, wie die Geschichte der Ölförderung selbst. Noch  bevor im Jahr 1859 die erste Ölbohrung in Pennsylvania vorgenommen wurde, riet die Firma Kier’s Rock Oil, welche Öl förderte das von alleine an die Erdoberfläche trat ihren Kunden, schnell zuzugreifen, bevor dieses „wunderbare Produkt aus dem Laboratorium der Natur ausgebeutet“ sei. Und im Jahr 1874 schätzte der staatliche Geologe von Pennsylvania, dass die US-Ölvorräte bereits in den nächsten vier Jahren zu Ende gehen würden.

Peak Oil ist bis heute nicht eingetreten und es spricht vieles dafür, dass uns das Öl niemals ausgehen wird (eine Auswahl an Artikeln hier im Blog zu dem Thema). Ein Peak Sand werden wird es genauso wenig geben. Wenn man sich allerdings darum sorgt, dass Anlagen zur Energieerzeugung durch ihren hohen Sandbedarf zu einer Verknappung beitragen könnten, dann ist ein Ausstieg aus der Kernkraft und ein Umstieg auf Erneuerbare Energien ganz gewiss keine gute Idee.

Titelbild: By Albert Backer (Own work) [CC BY-SA 3.0 ], via Wikimedia Commons
Bild  Fundamentes einer Windenergieanlage: Störfix, Lizenz: Creative Commons, via Wikimedia Commons

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48 Kommentare
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  1. Da darf Harald Lesch natürlich nicht fehlen: Schuld sind Spekulationsblasen in Form von Immobilien, und wenn die Zeit für Recherche nicht reicht, ist das organisierte Verbrechen schuld, und eine nachhaltige Entwicklung ist das auch nicht.

    Leschs Kosmos vom 1.9.2015, ZDF -- Kampf um Sand: Der neue Goldrausch (in der mediathek)

  2. Es sollte sich eigentlich herumgesprochen dass Ressourcen etwas sind, was der Mensch dazu macht. Nur wenn ein Mensch die Idee für eine Verwendung hat, dann wird das zur Ressource. Diese Ideen ändern sich ständig und die alten bleiben auch nicht ewig erhalten. Somit ist es auch nicht Paradox, dass wir auf einem endlichen Planeten unendliche Ressourcen haben. Es hätte allerdings einen Vorteil, wenn Peak-Ideen eintreffen würde. Das Gerede von Peak-Ressource würden sich dann vielleicht auch erschöpfen. Ich befürchte aber, dass das nicht eintreten wird und wir weiter damit leben müssen, dass noch nie eine Idee am Ressourcenmangel gescheitert ist, außer wenn man fehlendes Interesse für die Idee als Ressourcenmangel bezeichnet.

  3. Das Weltall und die Dummheit der Menschen ist unendlich, bei ersterem bin ich mir nicht sicher.( Albert Einstein) Freie Ideen sind unendlich. Ideologien sind beschränkt/beschränkend und tendieren in der Durchführung zu totalitären Methoden.
    Noch dürfen wir frei wählen, aber der grüne Blockwart steht schon in den Startlöchern und wird dann Sand und fertige Wahlzettel „gerecht“ zuteilen. Der „intelligente“ Stromzähler ist auch nichts anderes als eine „Lebensmittelkarte“ zur „gerechten“ gesteuerten Verteilung des selbst (ideologisch) erzeugten Mangels. Der ebnso anfallende Überschuß geht mit einem „Sandsturm von Kwh’s, für uns nutzlos bis schädlich, in die Nachbarstaaten. Aber dank Toyota können wir mit von Sonne und Wind grün erzeugtem Wasserstof,f mit Brennstoffzelle unbegrenzt ökologisch/ideologisch richtig? unbegrenzt und nachhaltig Auto fahren. Für 78.000 €/ Auto. Die Kröte mit 50 fachem Sand/Betonverbrauch muß der Glaübige eben schlucken. Die Medien werden ihn per Zangsernährung schon zum Schlucken bringen. Die gleichen Medien brachten heute früh im Staatsfernsehen kein Wort zu Wirkungsgrad, Lagerfähigkeit von Wasserstoff und Gesamtenergiebedarf. Wieder nur smarte Worthülsen statt belastbaren Daten.

  4. Auf unseren Planeten Erde geht nichts verloren. Es wird nur von einer Form in die andere gewandelt und kann wieder zurück gewandelt. Ob durch den Menschen oder die Natur….Recycling oder Rückgewinnung oder Zurückwandeln….es geht nichts aber auch gar nichts auf unserer rotierenden Erde verloren.
    Und das schlimmste für die Menschen wäre es, wenn Sie ihr Wissen und Ihren Verstand verlieren würden. Aber selbst dieser Verlust würden die Kreisläufe auf der Erde nicht beeinflussen und die Erde wird nur dann etwas verlieren, wenn diese sich zum Drehen aufhören würde bzw. langsammer wird oder wenn sie die Umlaufbahn zur Sonne verlassen würde. Also wie auch immer….nur EXTREME Kräfte können die Erde überhaupt etwas verlieren lassen und ihr Schaden zufügen…der Mensch wird dazu jedoch niemals in der Lage sein. Dazu ist er einfach nur eine Laus zu den Verhältnissen der Kräfte der Erde und des Sonnensystem/Weltall.

  5. Wo is dat Problem……Mutter Natur sorgt doch ständig für Nachschub.

    Erst die Erosion……..dann die Klastische Sedimente…..und schon ham wa jede Menge neuen Sand…..müssen ihn bloss noch ausbuddeln.

    In Europa drohen dramatische Bodenverluste

    Es ist eine Zahl, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt: Jahr für Jahr werden in den Staaten, die zur EU zählen, schätzungsweise 970 Millionen Tonnen lockerer Boden durch Regen weggeschwemmt. Mit der Menge an Erde könnte die ganze Stadt Berlin um einen Meter angehoben werden, schreiben Forscher des EU-Forschungszentrums JRC zu einer Studie.

    Wenn es eine erneuerbare Reccource gibt….dann isses Sand.
    Übrigens….man kann Beton auch recyceln…..so das man daraus wieder neuen Beton machen kann.

    H.E.

  6. Selten einen so bloeden Artikel gelesen.

    Zum Einstieg:

    „Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an economist.“

    Limits to Growth–At our doorstep, but not recognized
    http://www.resilience.org/stories/2014-02-12/limits-to-growth-at-our-doorstep-but-not-recognized

    Wealth And Energy Consumption Are Inseparable
    http://www.declineoftheempire.com/2012/01/wealth-and-energy-consumption-are-inseparable.html

    „There is No Steady State Economy (except at a very basic level)“
    http://ourfiniteworld.com/2011/02/21/there-is-no-steady-state-economy-except-at-a-very-basic-level/

    Galactic-Scale Energy
    http://physics.ucsd.edu/do-the-math/2011/07/galactic-scale-energy/

  7. @ Yuri

    Dass die „Grenzen des Wachstums“ immer wieder beschworen werden ist hinlänglich bekannt. Nur müssen diese von den Verfechtern der Begrenztheit der Ressourcen immer wieder nach hinten verlegt werden. Einfach, weil neue Technologien wieder neue Rohstoffe erschließen oder manche Ressourcen durch neue Entwicklungen schlicht uninteressant werden (Hier einige Beispiele). Was bei dem Gedanken an begrenzte Ressourcen immer übersehen wird ist die technologische Weiterentwicklung und der menschliche Erfindergeist. Und bei letzterem handelt es sich um keine begrenzte Ressource, sondern um eine stetig wachsende.

  8. @Yuri
    Selten einen so dusseligen Kommentar gelesen…..

    Wenn Du was zu sagen hast….dann bitte in klaren Worten und nicht mit „Grenzen des Wachstums-Linkgedöhns“
    Oder……ist dieser Kommentar nur Spam?

    Hmm….mal drüber nachdenken…..mit dem Finger über die Löschtaste schwebend…
    H.E.

  9. Da haben wir schon den ersten Verweis schmeißenden Nichtselbstdenker. Der erste Verweis spricht doch schon für sich selbst. Aber solchen Menschenschlag erwähnt der Artikel ja auch schon.

    LINK THROWER halt.

  10. Leider hat die Erde ein Gewicht von 5,974 x 10^24 kg, also weniger als Unendlich.
    Also ist Sand ein endlicher „Rohstoff“!

    Eine Windkraftanlage kann auch länger als 20 Jahre betrieben werden.

    Die Preise theoretisch endlicher Rohstoffe steigen, sobald es auch nur kleine Anzeichen einer Verknappung gibt.

    Daher ist es ratsam auf regenerative bzw. erneuerbare Materialien zurückzugreifen.

    Wie in dem Arte-Film genannt, bietet sich beispielsweise beim Bau von Gebäuden die Nutzung
    von Holz sowie Stroh an. Stroh bietet dabei eine wesentlich bessere Wärmedämmung als z. B. Stahlbeton.
    Nebenbei sind die Holz-Stroh-Häuser erdbebensicher.

  11. #10

    Leider hat die Erde ein Gewicht von 5,974 x 10^24 kg, also weniger als Unendlich.
    Also ist Sand ein endlicher „Rohstoff“!

    öhm nö…, nix endlich.
    wer sagt denn das wir, sollte uns der sand wirklich mal ausgehen, diesen nicht einfach auf einem anderen planeten fördern?

  12. @10
    … zumal Gebäude als Holz auch weniger entzündlich sind, gelle!
    also, zurück ins Mittelalter!
    Ne, ne, auf was für Gedanken doch manche Leute kommen!
    Übrigens, das „Gewicht der Erde als ganzes ist völlig irrelavant zum Vorkommen von Sand als Ressource.
    JH

  13. Die „Sand-Doku“ hatte ich schon mal im Jahr 2013 gesehen.
    Das einzig Interessante war die Feststellung, das Sand eben auch ein Rohstoff ist, und wenn jemand damit Geld verdienen kann, dann wird man dies eben tun --> Marktwirtschaft. Natürlich nur dort machen, wo es Mensch und Natur nicht gefährdet. An einem öffentlichen Strand Sand wegschaufeln, ist eben Diebstahl am öffentlichem Eigentum. Ich geh‘ ja auch nicht einfach in einen Wald und hau mir soviel Holz daraus, wieviel ich brauch.

    Am Ende wird es allerdings ziemlich lächerlich. Da wird als Ersatz für Sand GLAS gezeigt. Aber Glas wird aus Sand gemacht. Und das soll Sand ersetzen, zb. als Baumaterial ? Das wäre genaus so, als würde man als Erdöl-Ersatz alte Reifen propagieren, die ja ursprünglich aus Erdöl gefährtigt wurden.

    Wisst ihr, was Sand ersetzen kann, also wie es noch produziert werden kann? Zermahlenes Gestein. Natürlich ist Ufersand, Meeressand oder auch Rheinsand (=industrielles Produkt) billiger als aufwendig zermahlenes Gestein, doch woraus besteht letztendlich Sand? Gestein!
    Die Steinzeit ging nicht zu Ende, weil es keine Steine mehr gab.
    Unser Sandbedarf wird auch nicht zu Ende gehen, weil es nur noch die Sandreserven gibt, die wir jetzt kennen.

    #1: hab mir mal die Sendung vom Lesch angeschaut… Manchmal habe ich wirklich Zweifel am Realitätssinn dieses Menschen. Dessen „Sand-Katastrophenfilm“ ist noch platter als die ARTE-Doku. Einfach LESCH-erlich.

  14. gibt das einen quelle für den satz von kiers rock?

  15. @Manfred Ly #10 Dann fachen wir noch einmal ein Strohfeuer an und das war’s dann. Danach der Rückfall in die überwunden geglaubte Frühzeit des Menschheit. Die schöne und so nachhaltige Zeit mit nachhaltigem Hunger, nachhaltigen Seuchen, nachhaltigem Leid. Getreide mit Wind mahlen, mal öfters, mal gar nicht, Mangel und Überfluß intelligent verwalten (itelligente Stromzähler, früher Lebensmittelkarten) und vor allem für eine Ideologie bezahlen. Grüner und dümmer geht’s leider nicht, oder? Die Pyramiden wurden aus Stein gebaut, obwohl die auch ganz toll mit Lehm und Stroh bauen konnten.
    Ach dieses Ökogewasch aus seit dem Walddorf-Kindergarten eingeübten Worthülsen geht mir auf den Zeiger.

  16. @ Heraklit

    Stammt aus dem Buch „Reinventing Energy -- Making it Right“ Seite 17

    https://books.google.de/books?id=oIkl3PUsOBcC&pg=PA17&lpg=PA17&dq=wonderful+product+laboratory+earth+kiers+rock&source=bl&ots=UwEduc8VAo&sig=21kG9mNe9W4X7IfJN7C913xja4A&hl=en&sa=X&ved=0CB8Q6AEwAGoVChMI-erD7enxxwIVi7IUCh3oDgK9#v=onepage&q&f=false

  17. Ich besitze ein Haus an der Nordostküste Brasiliens und erlebe die Erosion der Sandstrände quasi vor meiner Haustüre. Erstaunlich ist dabei, wie schnell das geht. Es dauert nur ein paar Jahre oder wenige Jahrzehnte, bis die Strände verschwunden sind und sich das Meer ins Festland hineinfrisst (was man dann mit Steinwällen und Betonmauern zu verhindern versucht). Das Verschwinden der Sandstrände ist offenbar ein globales Problem und -- das macht die Sache besonders schlimm -- ein weitgehend irreversibler Prozess, dessen Ursache noch nicht ganz verstanden wird. Eine Hypothese besagt, dass die weltweiten Flusssysteme wegen der Nutzung durch den Menschen nicht mehr genügend Nachschub an Geschiebe (Kies und Sand) in die Meere spülen. Der ‚Sand-Peak‘ ist natürlich Unsinn, aber vielleicht müsste man in Zukunft genauer darauf achten, wo und wie man den Sand gewinnt, der zur Deckung des globalen Bedarfs an Beton nötig ist.

  18. #17,
    könnte man dort keine Mangroven anpflanzen. Ich kenne dieses Problem von den Philippinen her. Dort hatte man auch Raubbau an der Natur betrieben, an den Stränden. Erst die Neuanpflanzung von Mangroven stoppte dies. Ich muss wohl dazu sagen, dass es sich hierbei nicht um einen Sandstrand, sondern eher um felsigen Untergrund handelte (wo auch Überreste von Korallen angetrieben wurden, nicht nur Sand), und das man dort wieder Mangroven anpflanzte, wo man die natürlichen Barrieren vor Jahrzehnten weggemacht hatte (war damals „modern“).
    Würde mich gern interessieren, ob dies in Brasilien dort auch möglich wäre…

  19. Natürlich wird es speziell bei Sand einen Peak geben! Der angesprochene menschliche Erfindungsgeist führt dazu, Ressourcen zu aktivieren, die zu noch mehr Zerstörung von (relativ) unberührter Natur führen wird. Diesbezüglich ist meiner Meinung nach die Schonung von Ressourcen die bessere Variante!

    Ein für mich beispielgebender Vortrag zu „Peak Mining“:

  20. @erwin: Mit Ausnahme der Brennstoffe sind alle jemals von den Menschen geförderten Rohstoffe noch auf der Erde, nur an anderen Orten und in anderer Form. Meistens veredelt und leichter wiederzuverwerten. Sand gehört zu dieser Gruppe.

  21. @anorak2
    Brennstoffe sind sicher auch zumeist noch auf der Erde, nur halt in anderer Form (Asche, Gas) und an anderen Orten. Was meinen sie mit der veredelten Form von Sand, die man leicht wiederverwerten kann. Betonrecycling gibt es zwar, wird aber erst passieren, wenn es wirklich knapp wird mit billig abgrabbarem Sand (siehe Südostasien, dort sind die Auswirkungen ja massiv). Bei vielen anderen Rohstoffen ist die Wiederverwertung auch nicht leicht , siehe Platinen. Eher wird dort noch derart Schindluder betrieben, dass dieses Recycling in Entwicklungsländer verschoben, wird, da man dort weniger gezwungen ist, auf Mensch und Umwelt zu achten. Weiters ist, wie aus dem Vortrag zu entnehmen, der Bedarf derart steigend, dass Wiederverwertung nur einen kleinen Teil ausmachen kann. Im Gegenteil, müssen immer grössere Erdbewegungen und immer energieintensivere Prozesse eingesetzt werden, um diese Rohstoffe in diesen Mengen herzustellen zu können.
    Also sehe ich ihren kurzen Kommentar nur als Hinweis auf das nötige Recycling.

    @Karl Reichart:
    Ich lebe in einem Haus mit Strohdämmung, bin aber bis jetzt noch nicht in die Steinzeit zurückverfallen, auch haben mich noch keine Seuchen hingerafft und die Feuersicherheit ist auch gegeben. Mich würde interessieren, was ihre Wohnsituation weniger „rückfällig“ macht?

  22. Ok, Ok, ihr habt mich durch euer Schweigen konvertiert. Ich geb auf, werd mir jetzt auch angewöhnen mit mehr Kraftausdrücken als bisher in solchen Diskussionen teilzunehmen. Ich habe mir auch gerade ein paar hundert Liter Öl bestellt (soviel halt in den Gartenteich passt) und mache dann fröhliche Grillabende.
    Apropos, dafür hätte ich gern Onkel Heinz dabei, dann kann ich immer seinen rechtskonservativen, Macht-euch-die-Erde-Untertan-christlichen Geschichten zuhören. Denn eins weiss ich jetzt, Ökologilinke sind Schwächlinge, die sich nicht trauen, ihre Freiheiten voll anzupacken. Ich bin auch schon dabei, intensiver darüber nachzudenken, weniger verstehen zu wollen, dafür aber mit viel mehr Nachdruck.

    Ich weiss, ich kann bei eurer hohen Diskussionskultur noch nicht ganz mithalten, aber ich habe mich jetzt mal bemüht!!

  23. @Erwin
    Ohh…wollen die großen Jungs nicht mit Dir spielen?
    Hier haste ne Tüte Mitleid…….und ein Taschentuch für die Tränchen…..Gummibärchen bekommste leider nich von mir, da ist tierisches drin und dat will ick Dir (anzunehmender Veganer) nun wirklich nicht antun.

    Kleine Korrektur zu Onkel Heinz…….der is nämlich Atheist und Ex-Kommunist, steht noch voll im Berufleben und darf sich dienstlich mit den Folgen rumärgern, die Typen wie Du….verursachen, weil sie unbedingt meinen, mit ungeeigneten Maßnahmen den Planeten retten zu müssen…..Viertel oder Halbwissen reicht da leider nicht aus….in dieser komplexen Welt tatsächliche Veränderungen herbeizuführen.

    Öl im Gartenteich….würd ick nich so laut hinausposaunen…..denn es würde Tage dauern, alle Umweltgesetze aufzusagen, die sowas verbieten und verabscheuen. …da sollte schon ein doppelwandiger Tank her, der zertifiziert ist und regelmäßig kontrolliert wird.

    …darüber nachzudenken, weniger verstehen zu wollen, dafür aber mit viel mehr Nachdruck.

    …noch weniger als derzeit schon bewiesen…..geht dat denn noch?

    Onkel Heinz…….auch nur ein popeliger Untertan

  24. Danke, Onkel Heinz. Ich bin froh, endlich die richtige Sprache gefunden zu haben. Als Atheist und Nicht-Veganer haben wir dann ja schon viele Gemeinsamkeiten. Dass du dich mit Typen wie mir herumärgern musst, tut mir echt leid, aber du wirst das schon durchstehen, um in dieser komplexen Welt endlich die richtigen Veränderungen herbeizuführen. Ich frage mich nur, welche hellseherischen Fähigkeiten dich meine ungeeigneten Massnahmen wissen lassen?

    Ich hoffe, wir können uns gegenseitig noch viel mehr beweisen, wie wenig wir wissen.

    Neffe Erwin

  25. @Neffe
    Siehste…..jeht doch wenn man will…..und nun Lektion 1.

    Urban Mining

    Urban Mining (englisch für Bergbau im städtischen Bereich) bzw. Stadtschürfung bezeichnet die Tatsache, dass eine dicht besiedelte Stadt als riesige „Rohstoffmine“ anzusehen ist.[1] Dabei umfasst Urban Mining die Identifizierung anthropogener Lagerstätten, die Quantifizierung der darin enthaltenen Sekundärrohstoffe, Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor dem Hintergrund der zu Verfügung stehenden technischen Rückgewinnungsvarianten und den derzeitig erzielbaren und zukünftig prognostizierten Erlösen, die wirtschaftliche Aufbereitung und Wiedergewinnung der identifizierten Wertstoffe sowie die integrale Bewirtschaftung anthropogener Lagerstätten.[2] Hierbei wird der Mensch nicht nur als Verbraucher, sondern auch als Produzent wertvoller Ressourcen betrachtet.[3]

    Und nun mein Kleiner….welche Schlussfolgerungen ziehst Du aus dem, soeben neu erworbenen Wissen?
    Richtitsch……es gibt antropogene Lagerstätten……und mit genügend Energie…..kann man janz lekker recyclen.

    Frag ruhig, wenn Du mal was nicht weist, und keine Angst mein Kleiner…..für Deinen Sandkasten ham wir immer genug frischen Sand parrat……nur musst Du besser auf Deine Förmchen aufpassen….und Dir nich ständig klauen lassen.
    Onkel Heinz……..kleine Kinder, kleine Probleme……..große Kinder….Luxusprobleme

  26. @ erwin #19

    Der angesprochene menschliche Erfindungsgeist führt dazu, Ressourcen zu aktivieren, die zu noch mehr Zerstörung von (relativ) unberührter Natur führen wird.

    Das genau entspricht nicht meiner Erfahrung. Meist hat Weiterentwicklung schließlich dazu geführt, dass Ressourcen schonender behandelt werden und mehr Wertschöpfung mit weniger Einsatz von Energie und Rohstoffen erwirtschaftet werden kann. Und auch moderne Produktionsverfahren sind deutlich umweltschonender als vorherige. So hat sich der Zustand der Umwelt in sämtlichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten dramatisch verbessert. Eine Entwicklung, die in den Schwellenländern nach einer Übergangszeit ganz genauso eintreten wird.

    Umgekehrt gibt es gerade im ehemaligen Ostblock Beispiele zuhauf, wie eine Wirtschaftsweise die auf Verzicht und Mangelverwaltung ausgelegt ist, zu mehr Zerstörung in Natur und Umwelt führt.

    Wenn Sie die Energiewende konsequent weiterdenken, werden Sie dieses Muster wiederfinden. Dann wird ganz Deutschland in eine Industrie und Ackerfläche verwandelt, um genug Energie mit Photovoltaik, Windkraft und Bioenergie erzeugen zu können. Und trotzdem wird die Versorgung mit Energie qualitativ und quantitativ schlechter sein, als das mit einer konventionellen Stromerzeugung der Fall wäre.

  27. @Neffe
    Ach, noch so ein Ding….

    …Ich lebe in einem Haus mit Strohdämmung, bin aber bis jetzt noch nicht in die Steinzeit zurückverfallen

    Es freut mich für Dich, das Du so toll den Vorzeige-Öko spielen kannst……dumm nur, wenn der Rest des Präkariats auf billige Sozialwohnungen angewiesen ist.

    Die Wohnungsnot verschärft sich

    Nach dessen Berechnungen sind seit 2009 etwa 770.000 Wohnungen zu wenig gebaut worden. Um dieses Defizit auszugleichen, müsse Deutschland in den nächsten fünf Jahren 400.000 Wohnungen jährlich bauen. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte vergangene Woche noch von einem Bedarf von 350.000 neuen Wohnungen pro Jahr gesprochen………

    Weiterer zentraler Punkt ist Bauland, das zu möglichst günstigen Preisen verfügbar sein müsse. Erneuert wurde die Forderung nach einer Aussetzung der nächsten Verschärfung der Energieeinsparverordnung ab 2016 (EnEV) für die nächsten vier Jahre.

    Und nun stellen wir uns mal vor……wir bauen jährlich 400.000 wunderbar Strohgedämmte Holz-Eigenheime…..wie da sich die Umwelt drüber freut, gelle.
    Nee….es wern wohl doch nur Betonhütten…..shit, ne Menge Sand, die da wieder drauf geht.
    Du kannst es drehn und wenden wie Du willst….ein paar gutbetuchte Vorzeigeökologisten machen noch keine Transformation……und global gesehen, interessiert dat wohl auch nur ne reiche Minderheit, die mit genug Knete, den Vorzeigebessermenschen spielen können.

    Onkel Heinz……Wunschdenken vs. Realität, wer da wohl gewinnen wird?

  28. Tja, Onkel Heinz, ich sehe da wohl den Recyclinggedanken aufkeimen unter einem nicht vorbelasteten Namen. Onkel Heinz, die eigene Sch… auf einen Haufen zu werfen, damit wieder was draus wird, macht man doch schon lange!!

    Rudolf, ich sehe allerdings, dass die angesprochene Weiterentwicklung leider nur ein „Luxus“ von Industrieländern ist. Solange niemand mit Bedacht drauf schaut, passiert die wirkliche Zerstörung in Entwicklungs- und Schwellenländern und dort regiert aus ökonomischen Gründen No-Tech oder Low-Tech. Der frühere Ostblock ist für mich eher die Variante, dass man bei offenen Fenstern heizt, weil das Kraftwerk ja schon mal läuft und man dann weniger Arbeit damit hat. Also erstmal nicht vergleichbar.
    Bei der Energiewende aus meiner Sicht steht natürlich nicht das Zupflastern im Vordergrund, sondern Energie-Effizienz.

    Beim Sand als Ressource sehe ich jetzt allerdings keine Möglichkeit, ihn durch Weiterentwicklungen schonender zu behandeln und einen passenden Ersatz für Beton kenne ich keinen.

  29. @Neffe
    Bist Du Sandsüchtig?

    Festbetonrecycling

    Das Recycling von Festbeton beginnt bereits beim Abbruch von Gebäuden durch eine möglichst sortenreine Vorsortierung. Betonabbruch wird anschließend durch Brecher zu Betonsplitt und Brechsand zerkleinert. Beim Abbruch von Stahlbeton gehört auch die Aussortierung von Bewehrungsstahl dazu. Dieser Stahlschrott kann durch Einschmelzen zu neuen Stahlerzeugnissen geformt werden.

    Betonsplitt und Brechsand stehen für verschiedene Zwecke zur Verfügung. Mit klassiertem Betonsplitt kann Recyclingbeton hergestellt werden. Die Anforderungen an diese „rezyklierte Gesteinskörnung“ werden in der deutschen Norm DIN 4226-100 festgelegt. Da Betonsplitt immer aus der natürlichen Gesteinskörnung die bei der Herstellung verwendet wurde und aus anhaftendem Zementstein besteht, müssen bei der Herstellung von Recyclingbeton u. a. ein veränderter Wasseranspruch berücksichtigt werden.[1][3]

    Ein weiteres großes Einsatzgebiet für Splitt und Sand aus dem Festbetonrecycling ist der Straßen- und Wegebau. Betonsplitt kann z. B. für ungebundene Tragschichten eingesetzt werden und dabei Splitt aus Primärquellen ersetzt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Betonrecycling

    H.E.

  30. Übrigens……der Sand-Peak kann ja wohl nich so schlimm sein, wenn andere Länder sowas machen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/The_World_%28Inselgruppe%29

    The World ist eine auf der Basis von Felsschüttungen aus verdichtetem Sand aufgespülte künstliche Inselgruppe in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, 4−10 km vor der Küste des Stadtteils Jumeirah.

    Streit um Aufschüttung: China verteidigt Inselbau als Umweltschutzmaßnahme

    Die Nachbarn und der Westen sind alarmiert: China lässt auf Riffen und kleinen Inseln im Südchinesischen Meer, die auch andere Länder beanspruchen, Anlagen bauen. Jetzt erklärt Peking, das diene lediglich dem Umweltschutz.

    Die Realität kann ja sooo grausam sein.
    H.E.

  31. Hab ich jemanden beleidigt?

  32. @ Erwin #28

    ich sehe allerdings, dass die angesprochene Weiterentwicklung leider nur ein „Luxus“ von Industrieländern ist

    Und? Über die Entwicklung vom Entwicklungsland über ein Schwellenland werden Länder zu Industrieländern. Das war in Europa im 19. und frühen 20. Jahrhundert doch nicht anders. Auch bei uns ist diese Entwicklung zunächst mit einer Verschlechterung der Umweltsituation einhergegangen. Der Unterschied heute ist wohl eher, dass der Übergang schneller vonstatten geht. England hat vom Agrarland zur modernen Industrienation 150 Jahre gebraucht. Bei Deutschland waren es vielleicht noch Hundert. In China wird dieser Übergang keine 50 Jahre brauchen.

    Eine Sache kann man sicher sagen. je wohlhabender eine Gesellschaft ist, desto besser geht es der Umwelt. Daher ist die beste Maßnahme für den Umweltschutz (und auch gleichzeitig gegen ein zu starkes Bevölkerungswachstum) schlicht und einfach das Schaffen von Wohlstand.

  33. Herr Kipp, sehen sie irgendwo den Prozess, dass in Entwicklungsländern Wohlstand geschaffen wird. Eher ist es die Regel, dass man diese so kurz wie möglich hält und andere Länder sich die Rohstoffe billig beschaffen. Politik, Kriege, Krisen, Dürren, Schulden … schaffen nicht gerade dieselben Voraussetzungen für Wohlstand!

  34. Nun, Erwin, Ich sehe viele Beispiele, wo dieser Übergang klappt oder geklappt hat. Die meisten Länder dieser Kategorie liegen in Asien. Und ich sehe Beispiele, wo das bislang noch nicht geklappt hat. Die meisten Länder dieser Kategorie liegen in Afrika. Wobei ich hoffe, das die afrikanischen Länder den Übergang auch noch hinbekommen. Die Ursachen dafür sehe ich allerdings weniger von außen, wie Sei das tun, sondern eher in den Ländern selbst begründet. Wobei man einen Zusammenhang schon findet. Die Länder, welche die meiste Entwicklungshilfe bekommen, zeigen am wenigsten Entwicklung.

  35. #32

    Herr Kipp,
    vollste Zustimmung und die Schaffung von Wohlstand ist unauflöslich mit der wirtschaftlichen Verfügbarkeit von ausreichend Energie und Elektrizität verbunden, was EE nicht liefern können. Wohlstand ist auch der einzige Parameter der positiv mit einer Abnahme des Bevölkerungswachstums verknüpft ist.

    #33 Erwin
    Ja sehe ich z. B. China, vor 30 Jahren Entwicklungsland, jetzt Schwellenland, in 20 Jahren höchst wahrscheinlich bedeutendste und damit reichste Industrienation auf dem Planeten.

  36. @Neffe

    Hab ich jemanden beleidigt?

    Ach nöö…..da sind wir Schlimmeres gewohnt.
    Wenn Du jetzt aber anfängst zu bejammern, das Skeptiker die armen Andersdenkenden ausgrenzen……kannste gleich ganz abtreten, denn die Masche (Erfahrungswerte) zieht seit 5 Jahren nich mehr…..also versuchs erst garnich.
    Obwohl…..Du bist hier mit #19 und diesen eigenartigen Video aufgeschlagen…..und dat ist irgendwie wirklich ne intellektuelle Beleidigung…..wenn man grade die absackenden Rohstoffpreise bei Öl sieht, weil uns die Erdölproduzenten, um hohe Preise durchsetzen zu können, immer vom versiegenden Öl vollgelabert haben….weiß man, wer da etwas übertrieben hat.
    Mal ehrlich….vor 200 Jahren war Holz voll der Bringer, bis abzusehen war, wann der letzte Wald gefällt wird……erst die Kohle hat den Restwald gerettet, den Ökos nun plötzlich wiederentdeckt haben um irgendwie nachhaltig rum zu sabbeln.

    Das Jahr 2100……kann niemand vorhersehen, selbst das Universalgenie, Onkel Heinz, nicht.
    Anzunehmen, das wir in 85 Jahren immer noch Kohle verbrennen…ist nur kurzsichtigen Menschen zu verdanken, die nich weiter als von Zwölfe bis Mittag denken können. Der Expansionsdruck der Menschheit wird sich im All fortsetzen…und in 100 Jahren wird die Erde vllt nix weiter sein, als ein Pilgerziel für Sentimentale.

    Deine Imperialismuskritik…..kommt eher aus der Indymedia-Ecke…..und damit ham wir hier wenig Berührungspunkte…..wenn Du also die globalen Ungerechtigkeiten anprangern willst, biste hier im falschen Blog…..da gibbet Besseres um sich gegenseitig die Verschwörungstheorien um die Ohren zu hauen.

    Nix für ungut…..aber Dein Benehmen, ist im Gegensatz zu denen, die sonst hier aufschlagen……fast schon tadellos zu bezeichnen.
    Onkel Heinz….bitte enttäusch mich nicht, indem Du gleich anfängst zu heulen.

  37. Mal allgemein zu der gesamten Diskussion hier:

    Ich weiß nicht, warum man Ressourcen „schonen“ sollte. Dadurch entstehen schließlich weder Nutzen noch Werte.

  38. Hallo Peter,

    Richtiger Punkt. Als ich oben in # 26 verwendet habe meinte ich damit den effizienteren Einsatz von Ressourcen. Das Grünsprech ist tatsächlich schon weit in unsere Gesellschaft eingedrungen…

  39. Heller, dein Name scheint ja nicht gerade Programm. Aber was solls, solange man seinen Wohlstand über das Wohlstandsbäuchlein definiert, reichts ja, wenn die Ressource Bier nicht ausgeht, die braucht man wirklich nicht zu schonen.

    Rudi, da hast du dich grad noch retten können, nicht als Grünschnabel erkannt zu werden.

    Ach ja, Onkelchen ist ja auch noch da. Dem ist sogar aufgefallen, dass Bäume nachwachsen können. Ich bin schon richtig stolz auf ihn!! Da kann ich ein paar Tränen gar nicht zurückhalten.

  40. @39 Erwin
    Haben Sie den 2. und 3. Satz aus #37 überhaupt verstanden? Ich glaube nicht!
    Und die Admins vollpöbeln darf auch nicht jeder
    meint JH

  41. Hallo Jürgen, die Sätze hab ich verstanden, sagen aber nicht viel aus.
    Dürfen nur die Haustrolle pöbeln? Dann nehm ich natürlich alles zurück!!

  42. @39 Erwin#41
    „… die Sätze habe ich verstanden…“ damit meinten Sie wohl, dass sie den Text haben lesen können, den was sollen in Ihrer Entgegnung die Worte „Wohlstandsbäuchlein“ „Bier“ usw.
    Es gibt hier gerade hier bei ScSk zig Artikel über die Problematik Ressource/ Reserve, die es lohnt, sie zu lesen.
    Ja und die effiziente ( oder meinen Sie die Marktwirtschaft fördert ineffiziente) Ausbeutung (schlimmes Wort, gelle) von Ressourcen führte eben zu unserem heutigen Wohlstand, an dem Sie auch sicher teilhaben, sonst würden Sie sich nämlich keine Gedanken machen über die Zustände in Entwicklungsländern. Deren Bewohner kommen übrigens gerne zu uns, habe ich so gehört.
    „Dürfen nur die Haustrolle pöbeln?“ Ja!
    meint JH

  43. @Neffe
    Naja….zumindest weiß ick jetzt wie Du tickst, Danke für diese Einsicht.

    Bäume……wie lange dauert es, bis so ein Baum ein Stammdurchmesser von 20 cm hat?
    Und wie lange dauert es, bis so ein Baum im Ofen verbrannt ist?
    Siehste……Jahre gegen Stunden….und wenn mehr Menschen Bäume fällen als nachwachsen können…bleibt genau was übrig?
    Du bist einer der übelsten Sorte…aber lass mal….auch mit sowas werden wir hier spielend fertig.

    Danke, für die Einsicht in Deine Inkompetenz.
    Onkel Heinz……und wieder mal den richtigen Riecher…..die Schweine erkennt man immer am Gang

  44. JH, mit Worten wie Ausbeutung kannste wen anderen schockieren. „Effizient“ und „Schonen“ schliessen sich allerdings nicht aus.

  45. Ach Onkel. Zuerst hast du mich noch lieb, dann bin ich wieder von der übelsten Sorte. Was sagt das über deinen Riecher?

  46. @Erwin#44
    Ok.
    Aber effiziente Nutzung bedeutet Fortschritt, schonen , ohne Ersatztechnologie, also aus ideologischen Gründen, dagegen Rückschritt. Und hallo, wir sind beim Thema Sand! und nicht etwa bei Erdöl!
    JH

  47. „Schonen“ steht für die ökologistische Idee, Ressourcen nicht zu nutzen, also zu sparen und zu verzichten. Gerne auch verbunden mit dem Argument, man müsse etwas „bewahren“ für kommende Generationen.

    Jede Effizienzsteigerung hingegen führt über Rebound-Effekte zu einer noch stärkeren Nutzung von Ressourcen. Die Effizienz zu steigern ist somit das genaue Gegenteil von „schonen“.

    Recycling ist eine zentrale Herausforderung für die Zukunft. Im Moment betreiben wir mit wenigen Ausnahmen ja nur ein Downcycling. Sich gegen die Entropie zu stemmen, verlangt viel Energie. In die Entwicklung und die Einführung von Recycling-Technologien (vielleicht sogar Upcycling) wird daher nur investiert, wenn der Ressourcenbedarf wächst. Je intensiver wir Ressourcen nutzen, desto höher wird der Bedarf und desto mehr wird sowohl in ihre effiziente Nutzung, als auch in ihre effiziente Gewinnung und in diesem Zusammenhang auch in Recyclingtechnologien investiert.

    Der Ökologismus stemmt sich gegen diesen Kreislauf. Schonen, sparen und verzichten machen am Ende die Welt nicht nur ärmer, sondern auch dreckiger.

  48. Weltrekord:
    Solarstrom für 2,91 Cent pro Kilowattstunde bei neuer PV, da wird selbst bei abgeschriebenen AKW’s und Kohlekraftwerken die Luft dünn.
    Mit Neuen Konventionellen Kraftwerken braucht in diesen Region der Erde keiner um die Ecke kommen wenn es um den kWh Preis geht.

    http://www.heise.de/tp/artikel/49/49247/1.html

    und was machen die Kernkraft Musterschüler so?

    Frankreich schreibt 3 GW Freiflächen-PV aus.
    Das sind mit Sicherheit die ersten PV-Anlagen am Netz und beim AKW-Neubau (mit ca.1,6 GW) Flamanville-3 sind die AKW-Jungs noch beim betonieren.

    Mit freundlichen Grüßen

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