Liebe Leute von den GreenTec-Awards,

13. Juni 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus

ego150was hatte ich mich bei der Durchsicht der zur Online-Abstimmung gestellten Projekt gefreut. Gleich zwei fliegende Autos waren dabei, der Carplane und das wahrscheinlich bald „XDreeme“ getaufte Projekt der Firma Fresh Breeze. Dazu der Volocopter, der bionische Flügel, die Brennstoffzelle für Linienjets und gar der Getriebefan von MTU. Endlich mal vernünftige Leute, so mein erleichterter Stoßseufzer, die wissen, wie wichtig Technologie für den Naturschutz wirklich ist. Endlich Leute ohne Scheuklappen und ohne ideologische Vorbehalte. Flugs habe ich einen Text für Science Skeptical erstellt, um Werbung für meine beiden Lieblingsthemen, den Carplane und den XDreeme, zu machen. Als mich dann Rudolf Kipp im Kommentarbereich darauf hinwies, beim „Galileo Wissenspreis“ gäbe es mit dem Dual Fluid Reactor DFR ja auch noch einen Flüssigsalzreaktor, war ich geradezu begeistert. Ich hatte das Ding vor lauter fliegenden Kisten doch glatt übersehen. Ausgerechnet ein Flüssigsalzreaktor. Und das auch noch von einem deutschen Team. Fantastisch. Sofort habe ich den Artikel ergänzt und die Information so weit gestreut, wie ich konnte. Also gerade mal bis EIKE, aber ich bin ja auch nur Hobbyblogger mit begrenztem Zeitbudget.

Ich habe den DFR noch nicht einmal gewählt. Meine Stimme gehörte in der Kategorie „Galileo Wissenspreis“ dem „Fliegenden Auto“. Vor meinem geistigen Auge malte ich mir schon aus, wie Aiman Abdallah in dem Gefährt Platz nimmt (ein „Proof-of-Concept“ mit voller Funktion existiert ja schon) und mit dem Erfinder als Piloten abhebt – nachdem er mit 170 Sachen über die Autobahn gebrettert ist. Tja, war nix. Weder die Online-Voter, noch die Jury haben nach meiner Meinung das Vorhaben richtig verstanden. Vielleicht ist es auch nicht ausreichend erklärt worden, was weiß ich. Nun gut, so sind die Regeln. Ich bin ein fairer Verlierer, Nachtreten gehört sich nicht.

Aber der DFR hat es tatsächlich geschafft. Mit großem Vorsprung wurde er durch die Internetgemeinde nominiert. Damit war den Regeln entsprechend klar, der neuartige Flüssigsalzreaktor würde als eines von drei Projekten auf der großen Gala im August der Öffentlichkeit präsentiert. Einen Sieg hatte ich nicht unbedingt erwartet, aber das endlich mal „Green“ in passender Weise mit „Tec“ verbunden wurde, gefiel mir natürlich sehr. Das Team vom IFK bedankte sich für unsere Unterstützung. Sie stellten den Sieg per Mail an das IFK fest und luden die Firma entsprechend zur Preisverleihung Ende August ein. Alle waren glücklich. Was mir ein wenig fehlte, war das Dankschreiben Ihrerseits. Denn schließlich haben auch wir hier zu einer Rekordbeteiligung beim Online-Voting beigetragen. So großen Zuspruch, so viel Aufmerksamkeit hatte Ihr Wettbewerb noch nie erfahren. Und Aufmerksamkeit ist doch die Währung, die letztendlich Ihr Auskommen sichert. Das Fehlen einer entsprechenden Pressemitteilung zu diesem Umstand machte mich schon stutzig.

Meine Mitautoren und auch meine Leser hier hatten mich gewarnt. Ich hatte diese Befürchtungen nie wirklich ernst genommen. Regeln sind schließlich Regeln und mit der Zulassung des DFR zur Abstimmung bestätigten Sie seine Berechtigung. Sie haben ihn doch entsprechend geprüft, oder etwa nicht? Ihr Medienpartner WiWo Green beginnt sich das nun auch zu fragen.

wiwogreen

Dann haben Sie die Regeln nachträglich geändert. Sie haben erst nach der Jury-Sitzung am 4. Juni festgelegt, daß die Auswahl der drei Nominierten eben doch nur durch die Jury erfolgt und diese daher die Möglichkeit hat, die Internetabstimmung zu ignorieren respektive gegen den erklärten Willen der vielen tausend Wähler zu handeln.

Das ist respektlos gegenüber allen, die sich am Voting beteiligt haben. Denn dieses und alle aufgelaufenen Stimmen – gleich für welches Projekt – wurden damit entwertet.  Sie hätten ahnen können, was dies auslöst. Hatten Sie denn wirklich erwartet, damit einfach durchkommen zu können? Ich habe nicht für den DFR gestimmt, trotzdem fühle ich mich verschaukelt.

Warum haben Sie das in Kauf genommen? Was hat Sie zu diesem falschen Spiel gebracht? Vor einigen Tagen war ich überzeugt, zu einer solch dummen und vor allem nachweisbaren Dreistigkeit  hätte Sie nur einer Ihrer Auftraggeber zwingen können. Freiwillig macht man so einen Fehler doch nicht.

Offenbar doch. Das Studium Ihrer Äußerungen bei Facebook belehrte mich eines besseren. Sie entblöden sich nicht, die 19.000 Todesopfer eines Tsunamis dem Störfall im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi zuzuschreiben? Wo doch erst vor kurzem die WHO festgestellt hat, daß durch die freigesetzten radioaktiven Stoffe bis heute niemand gestorben ist und auch niemand sterben wird? Das grenzt an Fanatismus und ideologische Verblendung. Aber ich denke, eigentlich spricht daraus nur Verzweiflung. Sie schlagen wild um sich, weil Sie sich nicht mehr zu helfen wissen.

greentecfukushima

Was Sie hätten anders machen können, wo das Kind doch schon in den Brunnen gefallen war? Nun: Nichts. Einfach nichts. Sie hätten es einfach über sich ergehen lassen sollen. Vor allem, da doch jetzt Anwälte miteinander kommunizieren. Alles, was Sie nun sagen oder schreiben, kann gegen Sie verwendet werden.

Beispielsweise die Pressemitteilung, mit der sie ihre eigene Inkompetenz verdeutlichen. Es hilft nicht, sich hinter einer Jury zu verstecken, die keinerlei kerntechnische Expertise aufweist. Es zeugt nicht von Cleverness, sich mit dem Projektteam auf eine fachliche Debatte einzulassen. Denn ihre erkennbar mühsam konstruierte Argumentation kann sich nur auf herkömmliche Leichtwasserreaktoren beziehen. Die Flüssigsalztechnologie ist doch gerade die Antwort auf alle Ihre Bedenken.

Genau, ich mag Flüssigsalzreaktoren. Eine erprobte Technologie, die sich leider gegen gewisse politische Argumente nicht durchsetzen konnte und daher in den letzten Jahrzehnten fast schon in Vergessenheit geraten ist. Ich setze mich für den DFR ein, weil er eine neue, innovative Möglichkeit zeigt, diese Technologie umzusetzen. Ein Prinzip, die Kernenergie, die Bindungsenergie der Nukleonen im Atomkern zu nutzen, das in jeder Hinsicht vielversprechend ist. Ich werbe seit Jahren dafür. Ich habe Artikel dazu geschrieben, hier, bei Novo Argumente, und in einem Sammelband der Friedrich-Naumann-Stiftung. Ich habe Vorträge dazu gehalten. Davon einer öffentlich, im vergangenen Jahr, beim Technology Camp in Hannover. Ich habe die Idee in den Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin eingebracht und immerhin mehr als 3.500 Stimmen bekommen. Weil die Flüssigsalztechnologie, vor allem in Verbindung mit Thorium als Rohstoff, der Welt das verschaffen kann, was sie braucht: Preiswerte und saubere Energie im Überfluß.

Sie sollten mal darüber nachdenken: Die Stimmen für den DFR kamen ja nicht aus dem Nichts. Das waren Leute, die sich aus guten Gründen für dieses Konzept entschieden haben. Sie hätten sich überlegen können, welche Gründe das wohl waren. Und mit ein wenig Recherche, wäre auch bei Ihnen der Groschen gefallen. Oder denken Sie wirklich, das Institut für Festkörperkernphysik hätte sich nur bei Ihnen beworben, um zu provozieren?  Ich versichere Ihnen, die Leute sind überzeugt von Ihrer Idee und haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Man hat sich am GreenTec-Award beteiligt, weil man glaubte, dort richtig aufgehoben zu sein. Und das ist man ja auch.

Stattdessen beleidigen Sie mit Ihren Äußerungen die Intelligenz nicht nur des Teams vom IFK, sondern auch die der Online-Voter und am Ende auch die meine. Glauben Sie denn wirklich, wir wären alle so verantwortungslos, daß wir uns die von Ihnen gestellten Fragen nicht längst selbst beantwortet haben? Und zwar zugunsten der Flüssigsalztechnologie.

Wenn Sie schreiben radioaktiver Abfall würde „dezentral bei Betriebstemperaturen über 1.000 Grad Celsius und flüssigem Metall zur Kühlung energetisch in seinem Abklingverhalten genutzt“, so ist das ausgemachter Unsinn. Im Reaktorkern des DFR würden die langlebigen und toxischen Transurane aus vorhandenem Abfall (Plutonium, Curium, Neptunium usw.) durch Transmutation in kurzlebige Kerne verwandelt, die schnell (in Stunden oder Tagen) zu stabilen Metallen oder zu für beispielsweise medizinische Zwecke nutzbare Stoffe zerfallen. Es sind dafür auch nicht viele Anlagen erforderlich. Eigentlich genügt eine, um unser Problem mit langlebigen radioaktiven Stoffen aus abgebrannten Brennelementen vorhandener Kernkraftwerke zu lösen. Ohne Endlager.

Wenn Sie schreiben, die verwendeten Materialien wären „hochgiftig“, dann frage ich mich, welche Sie meinen? Schwermetalle aus Solarzellen? Blausäure, die bei der Produktion von Verbundwerkstoffen für Windräder anfällt? Oder doch das Natriumchlorid aus dem DFR? Letzteres nennt man umgangssprachlich übrigens auch Kochsalz.

Wenn Sie schreiben, der DFR würde die Umgebung radioaktiv kontaminieren, ist das auch mit großer Phantasie kaum nachvollziehbar. Es gibt keinen Phasenübergang flüssig-gasförmig oder fest-gasförmig im Reaktor. Im Falle eines Lecks würden sowohl das Flüssigsalz, als auch das flüssige Blei erstarren und im Reaktorgebäude verbleiben.

Dann stören Sie sich an den hohen Betriebstemperaturen. 1000 Grad? Ich bitte Sie. Flugzeugturbinen arbeiten bei über 2000 Grad und den Getriebefan von MTU haben Sie ja auch als Projekt zugelassen. Nebenbei zum Thema „hochgiftig“: Trinken Sie denn gerne Kerosin?

Und schließlich behaupten Sie entgegen der Darstellung der Projektverantwortlichen, der DFR benötige doch aktive Sicherheitssysteme. Haben Sie das Prinzip wirklich verstanden? Der DFR regelt seine Temperatur selbst. Die Wärme zur Verflüssigung entsteht durch die Kernreaktionen im Reaktorkern. Je höher die Temperatur steigt, desto geringer wird die Dichte des flüssigen Salzes, die Anzahl der Kernreaktionen nimmt ab, die Temperatur sinkt wieder. Eine Überhitzung wie bei Festkörperbrennstäben ist physikalisch ausgeschlossen.

Aus dieser fachlichen Inkompetenz heraus erdreisten Sie sich tatsächlich, dem IFK die Einreichung unzutreffender oder falscher Angaben vorzuwerfen? Es wird jetzt auch nicht mehr gelingen, Ihren Unwillen zu eigener Fortbildung auf diese Weise zu vertuschen. Oder war es nicht mangelnder Einsatz, sondern schlicht Unvermögen? Sie hätten die ausführlichen Seiten über den DFR im Web aufsuchen oder auch an dieser Stelle alles über die Flüssigsalztechnologie nachlesen können. Das Online-Formular für die Bewerbungen ermöglichte ja keine umfangreicheren Darstellungen. Zwischen dem Online-Voting und der Jury-Sitzung bestand ausreichend Zeit, alle offenen Fragen in einem direkten Gespräch zu klären. Wenn Sie diese Möglichkeit nicht wahrnehmen, können Sie das nicht dem Bewerber vorwerfen.

Sind Sie nun verstockte Ökofundamentalisten ohne Lernfähigkeit? Ich weigere mich noch immer, das zu glauben. Weil Sie in diesem Fall auch viele andere Projekte hätten ablehnen müssen. Nein, ich glaube, Sie haben einfach Angst.  Ihren Stellungnahmen merkt man an, Sie fürchten um Ihre Zukunft, um Ihr Geschäftsmodell, um Ihre Firma. Und jetzt haben Sie nicht nur eine Meute aufgebrachter Blogger gegen sich, sondern verlieren vielleicht auch noch den Rückhalt Ihrer Sponsoren und Partner. Denn diese möchten sicher nicht in den Sog aus Glaubwürdigkeits- und Reputationsverlust hineingezogen werden. Und wer auch immer jetzt den Greentec-Award gewinnt, der kann sich nicht mehr sicher sein, ob das nun ein Preis für ein tolles, fundiert von Experten geprüftes Projekt oder nur Geschmacksfragen und dem Zufall geschuldet ist. Wer auch immer gewinnt, kann sich mit dem Preis nicht mehr schmücken, ohne sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Eine Holzkugel kann keine Auszeichnung sein, wenn sie aus den Brettern besteht, die andere Leute vor dem Kopf tragen.

Es hatte doch so gut angefangen. Mensch, was tut mir der Volocopter leid. Und was bin ich froh, daß es die fliegenden Autos nicht geschafft haben.

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110 Kommentare
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  1. „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
    Antoine de Saint-Exupéry (Werk: Der Kleine Prinz)

    „Mutter, Vater, was habt Ihr getan?“, so werden sie uns eines schönen Tages fragen. Und wir werden antworten und erzählen, wie wir tagein tagaus wie Don Quichotte gegen Windmühlen anritten, für verrückt erklärt wurden und immer wieder uns selbst hinterfragten, weil die Massen der hirnlosen Biogasschafe, Solarschafe und Windschafe der Propaganda der Ökofundamentalisten gefolgt sind. Sie haben mit ihrem ständig schwankenden Strom, der unter dem Erzeugerpreis verkauft werden musste, weil ihn niemand brauchte, das Verbundnetz destabilisiert. Sie haben die Strompreise erhöht, Deutschland deindustrialisiert, die Staatsverschuldung zu ungeahnten Höhen getrieben und und und ….

    „Und da fragst du mich, was ich getan habe? Als Gustl Mollath bereits sieben Jahre unschuldig in der Psychiatrie eingesperrt war, weil er kriminelle Geschäfte aufgedeckt hat? Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnte, musste um seine wirtschaftliche Existenz fürchten, den es gab stets genug Vollzugsbeamte, die zu feige waren, sich korrupten Vorgesetzten zu widersetzen. Und so nahm alles seinen Lauf, was bereits in den fünfziger Jahren begonnen hatte. Die meisten Menschen waren gelähmt wie ein Frosch im heissen Wasser, dessen Temperatur in unmerklichen Schritten von 0,1 Grad Celsius erhöht wurde. Er fand es nicht merkelhaft, er blieb sitzen. Eines Tages war er vorgegart und starb.“

    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

    Hans Kolpak
    Deutsche ZivilGesellschaft

  2. Sehr geehrter Herr Heller,

    haben Sie diesen Artikel „nur“ auf Ihrem Blog veröffentlicht oder z.B. auch per email an die Jurymitglieder verschickt?
    Dann wäre es doch mal interessant, ob einer der vielen Experten dort den A… in der Hose hätte, zu antworten oder ob das kollektive Schlange-Maus-Syndrom einsetzt.

    MfG

  3. Das war deutlich. Danke, Peter!

    Auf die Reaktionen vom GreenTec-DreamTeam bin ich gespannt. ….. Wahrscheinlich „keine“.

  4. Volltreffer, Lieber Peter Heller.

  5. Lieber Peter
    Mal janz unter uns…….dieser spontan-emotionale Stil, in Minuten in die Tatstatur gehämmert…..ist wieder mal einer Deiner Besten, so wie ick dat am liebsten mag……janz tolles Kino, Danke.

    Eine Holzkugel kann keine Auszeichnung sein, wenn sie aus den Brettern besteht, die andere Leute vor dem Kopf tragen.

    Ein janz tolles Bild und reif für den Grimme-Preis.

    Zum Sachverhalt selber……ham wa wohl fast alles gesagt und warten nun ganz gespannt, wie sich die Truppe nun winden wird um ihre Blamage zu verschleiern.

    PS. Eigentlich wäre das die Aufgabe eines Journalisten gewesen, diese Ungeheuerlichkeit an die Öffentlichkeit zu zerren……aber da die ja selber dunkelgrün ticken, würden se ja gegen die eigene Überzeugung anschreiben müssen.
    Tja…….dann müssen halt wir Hobby-Blogger ran…..um den Dreck an die Oberfläche zu spülen.

    MfG
    Heinz Eng

  6. Danke Herr Heller für passenden Worte,

    ich fühle mich wirklich beschämend in einem Land zu leben in dem anderen Meinungen neben den der Ökofundamentalisten nicht mehr erwünscht sind. Nachträglich einen Sieger aus fadenscheinigen Begründungen zu disqualifizieren gleicht den Methoden des 3.Reiches. Und da wir gerade schon beim 3.Reich sind gleicht der Award eher dem Versuch die Misslungene Energiewende durch „Wunderwaffen“ aufrecht zu erhalten. Mit unserem Umweltminister an der Spitze des Awards haben sich die Herren vom Green Dreck Award gleich den dicksten Ochsen vor Karren spannen lassen.

  7. Ich kann mich meinen Vorkommentatoren nur anschließen. Deutliche Worte, die hoffentlich die Adressaten auch erreichen werden. Ich glaube, in dem Fall ist irgendwo eine imaginäre Grenze überschritten worden. Ich will hier nicht den Rubikon bemühen, aber für jeden, der nicht der grün-roten Ideologie verfallen, ist das tatsächlich so eine Art Kriegserklärung.

    karl.s

  8. Mein Kommentar an die WiWo Redaktion:

    D.Köhler 13. Juni 2013, 11:22
    “Ein weiteres Argument: Mit der Entscheidung für den Atomausstieg in Deutschland sei diese Technologie hierzulande nicht mehr relevant”

    Klar und das ist unveränderlich für alle Zeiten! Fast, wie für Tausend Jahre… Daran können auch zukünftige Erfahrungen und andere demokratische Mehrheitsverhältnisse nichts ändern. “Unsere” Generation hat entschieden, und wir wissen am besten, was für zukünftige Generationen das Beste ist. Mein Großvater dachte bis zu seinem gewaltsamen Ableben im Raume Minsk genau so…

    “- Auch die Marktchancen des Projektes – ein besonders wichtiges Kriterium für die Auswahl der Projekte für den Award – wurden von einigen Jurymitgliedern in Frage gestellt.”

    Welche “Marktchance” haben die anderen Vorschläge in einem ideologiefreien Wettbewerb? Welche Marktchance haben Solarzellen und Windräder im freien, unsubventionierten, EEG-losen Wettbewerb — keine! Aus diesem Grunde findet die deutsche Energiewende auch keine Nachahmer — Deutschland ist der globale, energiepolitische Geisterfahrer!

    “Da bisher aber eine Technikfolgeabschätzung des Projektes durch anerkannte Wissenschaftler fehle, könnten über die tatsächliche Sicherheit der Technologie, deren Umweltfreundlichkeit und behaupteten Vorteile keine Aussagen getroffen werden.”

    Die Technikfolgeabschätzung für das ebenfalls dort zur Wahl gestellte “Perpetuum mobile” möchte ich bitte sehen… danach wären global wohl die Gestze der Physik ausser Kraft – mit unabsehbaren Folgen für die Intergrität dieses Planeten und des Universums.

    “Die Jury des Cleantech-Awards hat sich nach eingehender und sehr kontroverser Diskussion entschieden, dass das Projekt nicht in der Endausscheidung verbleiben kann.”

    Es wurde zur Entscheidung gestellt, hat die meiste Online -Zustimmung erhalten und hat damit nach eigenen Regularien in die Endausscheidung kommen müssen — egal, was irgendwelche “Wächterräte” davon halten mögen. Die Jury hätte das Projekt auf die Plätze verweisen dürfen, sonst nichts.

    Eine Schande so etwas und ein schwarzer Tag für Pluralismus sowie Freie Forschung und Lehre in Deutschland – aber sicherlich beispielhaft, was wir in einer “transformierten”, “postdemokratischen” Gesellschaft, mit “postnormaler” Wissenschaft zu erwarten haben: Meinungs- und Gewissensdiktatur!

  9. Ich wurde übrigens von einem Leser auf eine Pressemitteilung der Greentec-Macher vom 16.04.2013 hingewiesen. Diese kann hier heruntergeladen werden:

    Zitat:

    Die Projekte, die im Online-Voting die meisten Stimmen in ihrer Kategorie bekommen, qualifizieren sich automatisch als einer von drei Nominierten der GreenTec Awards 2013. Zur Nominierung der weiteren zwei Bewerber stimmen rund 50 prominente Jurymitglieder ab.

    Diese Formulierung läßt nun nichts im unklaren. Den Regeln nach hatte die Jury nicht die Berechtigung, den DFR hinauszuwerfen, ganz einfach.

  10. Sehr geehrter Herr Heller,
    ich habe an die green tech awards eine Mail gechickt mit der Frage nach der Richtigkeit Ihres Beitrags vom 09.06.. Eine Antwort habe ich bis jetzt nicht erhalten. Daraus muß ich schließen, daß Sie bis auf das letzte I-Tüpfelchen recht haben.
    Es wird immer schlimmer und hoffnungsloser
    M.f.G.
    Wilhelm Lohmar

  11. Geht alle auf die Facebook-Seite von GreenTec und gebt denen ordentlich die Meinung durch! Kann man, ohne mit denen „befreundet“ zu sein.
    Solche Öko-[gelöscht, Admin]-Scheisse darf nicht unbeantwortet bleiben!

    [Bitte nicht über das Ziel hinausschießen. „Scheiße“ ist Ok und genügt doch auch…, Admin Heller]

  12. Maxeiner & Miersch:

    Wie man einen Reaktor verschwinden lässt

    Beim Wettbewerb „GreenTec Awards“ erhielt ein neuartiger Kernreaktor im Internet die meisten Stimmen. Daraufhin änderte die Jury rückwirkend die Nominierungsregeln. Simsalabim!

    …… Doch als die dritte durch die Webgemeinde ermittelte Nominierung auf den Tisch kam, staunten die Preisrichter: Das unberechenbare Internet-Volk erkor den „Dual Fluid Reactor“ (DFR) des Berliner Instituts für Festkörper-Kernphysik (IFK) zu seinem Favoriten.

    Der soll Wärme und Elektrizität besonders umweltfreundlich produzieren und nebenbei auch das Problem der langlebigen radioaktiven Reststoffe aus den bestehenden deutschen Leichtwasserreaktoren lösen, indem er sie vernichtet.

    Ein Reaktor? Pfui Teufel!

    Reaktor? Festkörper-Kernphysik? GAU im Chinaclub! Nun wäre es ja kein Problem gewesen, die unerwünschte Erfindung einfach nicht zum Sieger zu küren. Aber das böse Ding musste offenbar komplett von der Bildfläche verschwinden. Deshalb wurden Nominierungsregeln kurzerhand rückwirkend geändert.

    Die Jury behielt sich plötzlich das letzte Wort für alle drei Nominierungen vor. Simsalabim, der Reaktor zählte plötzlich nicht mehr dazu und die unbotmäßige Webgemeinde war draußen.

    An Stelle des „Dual Fluid Reactor“ wurden hohle Dachziegel nominiert, in die Kleinstwindräder integriert sind. Die Welt ist wieder in Ordnung.

  13. Tim, #12:
    Yeppp! :-)))
    Der Shitstorm wächst!

    Und, weisst was? Ich glaube, wir sind inzwischen sehr viel stärker, als wir selbst glauben; warum auch nicht -- wir sind der Mainstream von Übermorgen!

  14. übrigens, sehr schöner und beitrag @heller

  15. Es gibt jetzt auch eine Facebook-Gruppe „Greentec-Skandal“:

    https://www.facebook.com/GreentecSkandal#!/GreentecSkandal

    Ich bin allerdings nicht auf FB aktiv und möchte das auch nicht ändern. Aber wer mag, kann hier ja beitreten bzw. „liken“.

  16. @ Tritium #13

    Wir sind, waren und bleiben die hinterfragenden Grundlastkraftwerke der Gesellschaft, da kann über uns der Mainstream fließen, wie er will. In solch einem extremen Fall, wie den GreenTec Award Skandal, merkt man nur, wie viele wir eigentlich sind.

    @ Peter Heller

    Danke für den tollen Beitrag.

    Beste Grüße B.

  17. Toller Beitrag, Herr Heller !
    Viel kann ich nicht tun, habe aber alles auf Facebook bei Green-Tec-Awards reingestellt :).
    Da rauchts in der Hütte.

    Ich hab nur immer so einen Brechreiz, wenn ich den Hannes Jaenecke sehen muss….

  18. Tri-Tra-Trullalla….seid ihr denn noch immer da?

    Während sich unsere Medienvertreter voller Freude in ihren selbstgestrickten Pfuhl ob ihrer tollen Weltrettungs-Bemühungen suhlen, wie die Sau kurz vorm Schlachter, gibbed doch tatsächlich immer noch verstockte Mitmenschen, die dem eitlen Sonnenschein der Selbstbeweihräucherung, der stupiden Grün-Onanierer irgendwie nix abgewinnen können.

    Anscheinend gibbed bei der Weltrettung nur Super- Experten…..die durch hohle Dachziegel-Gassen den großen Sprung nach vorn erkennen, während der eigene fette Arsch, schier endlos am gemütlichen Amts-Schimmel-Pups-Sessel klebt.
    Marginale Nebensächlichkeiten wie die schnöde Versorgungssicherheit, ermöglicht durch solch komplizierte Sachen wie Kraftwerke und Stromnetze, stören den Bionade schlürfenden Guckindiewelt nur bei seiner selbsterzeugten Scheinwelt der fliegenden, gebratenen Bio-Tauben, die sich sogar auch noch nachhaltig selbst verdauen.

    Man möge diese, im Fast-Nirwana schwebenden Gesellen, bloss nicht beim Kreisen stören….könnte doch der anschließende Sturz voll auf den Steiß, all zu sehr Lebenswirklichkeit ins Eingeweide dringen lassen.

    Während sich Frankfurter Narren, Anno 2050 vollständig mit Bionade…ähm, Erneuerbaren Strom versorgen wollen….haben gestern unsere Bundestags-Abnick-Volkstreter, das Verschenken unser sauer verdienten Steuerkröten an die EZB beschlossen, ist es doch am Ende eh wurscht, wer uns immer tiefer in die Taschen langt…..wech is nun mal wech, da beisst die Maus kein mehr Faden ab.

    Digitale Prügel hin…Shitstorm her…..ab Morgen rennen die Lemminge eh wieder in Richtung Klippe als ob nie etwas gewesen wäre, betrachtet die Greentec-Pleite nur als so ne Art Boxenstop…..um anschließend noch vehementer das selbstzerstörerische Endziel anzugehen.
    Wer das Leben derart hasst, wer die Zukunft derart fürchtet………den kann man einfach nicht mehr helfen, dumm nur, das diese Leute uns mit in den Strudel des Wahnsinns ziehen werden.
    In diesen Sinne, lasst uns weiterhin der Stolperstein sein, damit der endlose Zug der Blöden doch gelegentlich ins Stocken kommt…….und unsere Nachfahren nicht schon wieder beschämt, die eigene Historie verleugnen müssen.

    Onkel Heinz………dichtender Aushilf-Philosoph für Arme

  19. #13. Tritium

    Und, weisst was? Ich glaube, wir sind inzwischen sehr viel stärker, als wir selbst glauben; warum auch nicht — wir sind der Mainstream von Übermorgen!

    Schön gesagt :-) das baut auf und ist Ansporn, nicht nachzulassen.

    karl.s

  20. #17. rüganer

    Ich hab nur immer so einen Brechreiz, wenn ich den Hannes Jaenecke sehen muss….

    da gehts den Leuten wie den Menschen 😉

    karl.s

  21. Bravo Herr Heller,
    für mich ist das DFR Konzept die gelungene Kombination von MFR (molten salt reactor) und dem russischen BREST und SVBR Reaktor. Ich hatte während meiner Zeit in Russland (im Rahmen des Tacis Programmes der EU) reichlich Gelegenheit mich mit der russischen Kernenrgietechnik und deren Weiterentwicklungen zu beschäftigen. Dass der DFR die Holzkugel nu nich gekriegt hat, sondern die Dachziegel mit Miniwindkreiseln zeigt sehr anschaulich was die Juroren unter der Zipfelmütz haben, noch lächerlicher kann man sich gar nicht mehr machen. Übrigens soll der erste SVBR in Obninsk 2015 in Betrieb gehen. Und eine Stromleitung von Kaliningrad nach Lubmin ist auch geplant. Heimlich wissen wir schon, was „Atomstrom“ wert ist. Wann platzt endlich die Blase?

  22. Die Zensur im real existierenden Ökofaschischmus der Ökodiktatur ist schon weit fortgeschritten. Heute wurde meine Anzeige gegen eine Tageszeitung wegen Zensur und einseitiger Berichterstattung von der Staatsanwaltschaft eingestellt.
    Das gezielte Underdrücken von Meldungen und objektive falsche Meldungen sind rechtens. Wo lebe ich, oder wann?
    1933 eventuell?

  23. bevor es irgendwie verschwindet (jeder möge doch bitte eine kopie der pdf ziehen)
    der beweis der regeländerungen:

    aus dem google cache vom 24 mai:
    http://s1.directupload.net/file/d/3286/6iry7nmk_pdf.htm

    Es gibt insgesamt
    drei nominierte
    Projekte. Die
    unabhängige Jury
    nominiert pro
    Kategorie zwei
    Projekte. Ein drittes
    Projekt wird durch
    eine öffentliche
    Online-Abstimmung
    für die spätere
    Jurysitzung
    nominiert.

    wurde
    http://s1.directupload.net/file/d/3286/gln2vdvc_pdf.htm

    Es gibt insgesamt
    drei nominierte
    Projekte. Die
    unabhängige Jury
    nominiert pro
    Kategorie zwei
    Projekte. Ein
    drittes Projekt wird
    durch eine
    öffentliche Online-
    Abstimmung für
    die spätere
    Jurysitzung
    nominiert*
    […]
    * Die Auswahl der Nominierten und Preisträger erfolgt letztendlich unabhängig durch die
    Jury der GreenTec Awards, der Rechtsweg ist ausgeschlossen

    Also: ich würd mal sagen erwischt. wenn ein paar das auf facebook tragen würden (mit den beweisen, damit das mal wirklich eindeutig dasteht), wär ich euch sehr verbunden.

    mfg

  24. @mrotz

    * Die Auswahl der Nominierten und Preisträger erfolgt letztendlich unabhängig durch die
    Jury der GreenTec Awards, der Rechtsweg ist ausgeschlossen

    Auf gut deutsch………ihr Internetidioten, wählt doch was ihr wollt…..wir machen am Ende eh, wat wir wollen.
    Pseudo-Demokratie…….wir dürfen uns äussern aber bei den eigentlichen Entscheidungen zählt unsere Stimme nix, juhu….ick hab endlich meine DDR wieder.

    Würg und Wochenende.
    H.E.

  25. #22 und andere:
    „Zensur“, „Staatsanwalt“, „Rechtsweg“, „1933“ usw. usf.
    Macht man mit solchen Reaktionen die ganze Geschichte nicht wichtiger als sie ist? Mal ehrlich, die „GreenTec Awards“ sind so eine Art „Eurovision Song Contest“, nur grün angestrichen, mit mäßig technischem Anspruch und mit viel geringerer Publikumswirkung. Und „grüne Technik“, das sind nun mal Windrädchen, so lächerlich man das auch finden kann. Darüber, daß der Kernreaktor überhaupt als Kandidat zugelassen wurde, haben sich sicherlich die Kernkraftbefürworter hier, die ja längst wissen, wohin der grüne Hase läuft, am meisten gewundert. So viel geistige Offenheit und Einsicht hätte man von den Veranstaltern eines Spektakels, dessen Name mit „green“ beginnt, nicht erwartet und war deshalb positiv überrascht.
    War alles ein Irrtum, heißt es nun, und das ist keine Überraschung und kein Wunder mehr. Das Weltbild hängt wieder gerade, die Fronten sind klar gezogen.
    Freilich kann man sich nun an dem peinlichen Voraus-Spektakel weiden, wie die Veranstalter verzweifelt versuchen die Vergangenheit richtig hinzudrehen und dabei die Geisteshaltung offen an den Tag legen, die sich aus dem Festhalten an einer letztlich unrealistischen Weltanschauung mehr oder weniger zwangsläufig ergibt: die Arbeit am memory hole, in dem alles, was nicht in die gerade gültige politische Meinung paßt, verschwindet, so wie in Stalins Photoalbum die Köpfe auf wundersame Weise nach und nach verschwanden.

    Aber trotzdem haben wir eine pluralistische Demokratie, in der man das offenlegen und diskutieren kann. Es ist wichtig, die totalitären Tendenzen beizeiten aufzuzeigen, so wie es hier geschieht. Es ist aber ebenso wichtig, bei der Benennung und bei den Schlußfolgerungen maßvoll und sachlich zu sein, sonst bekommt man allzu schnell (und nicht grundlos) den Stempel des fanatischen Kernkraftaktivisten, Schwarzsehers und Verschwörungstheoretikers aufgedrückt, und dann ist man diskreditiert und die ganze Mühe vergebens.

    Viel besser als Hyperaktivität ist es, ruhig dabeizubleiben und lässig mit dem Finger darauf zu deuten, wie die GreenTecher sich selbst diskreditieren.

  26. #25

    Und “grüne Technik”, das sind nun mal Windrädchen, so lächerlich man das auch finden kann.

    Ich biete zu „Green“ noch eine weitere Erklärung an:

    „Green“ bedeutet im kalifornischen Slang „Gras“, also Pott. Der Name „Green Day“ einer US-Punk-Rock-Gruppe bezeichnet einen „Langweiligen Tag“, den man mit Pott besser übersteht.

    Auf „GreenTec“ bezogen: Eine ziemlich langweilige Technik, nur mit „Gras“ zu ertragen bzw. sich schön zu prämieren.

  27. @Flumi

    Ick würd hiermit mal ein Strategiewechsel vorschlagen…….
    http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/nominierte.html
    Nicht jammern das der Reaktor rausgeflogen ist, sondern die nominierten Projekte in ihre Einzelteile zu zerlegen und wenn möglich zu zerfetzen.
    Man könnte ja mal ausrechen, wie viel Strom denn dat hohle Dachprojekt erzeugen kann……..oder wie viel Pferdemist denn in Deutschland anfällt oder ob den die Idee der Wärmerückgewinnung wirklich so neu ist, dat man uns dat als grüne Innovation unterjubeln will.
    Ach so……die Meeres-Müllsammler……..hab ick in China am 3-Schluchten-Staudamm gesehen, die den Müll aus den Jang-tse geklaubt haben.
    Und naja….dat DZ-4 is ja nun auch keine neue Idee…….hat Lichtblick schon mit BHKW versucht…..

    Liegengeblieben -- Eine 2. Chance für Ihr Elektrogerät.……..bei uns heißt dat Zweite-Hand oder Flohmarkt, oder die Polen, die dat Zeuch bei uns aus den Mülltonnen holen.

    Öko-Institut e.V Energiewende -- Wir fangen schon mal an! 1000 Euro Strom sparen……………1000 kWh Strom sparen im Jahr…….na ganz toll, wo ick gerade mal 1900 kWh verbrauche…….auch den Unfug kann man sich mal genauer angucken.
    Ehh Leute…….es gibt Arbeit, ran an die Buletten………und wenn dann die Gala der Preisverleihung ansteht, können wir die Preisträger auch mal auf unsere Art „würdigen“.

    Onkel Heinz……..der, mit den genialen Ideen

  28. THERMICON GmbH
    Abgaswärmerückgewinnung

    Nennt sich bei uns…..https://de.wikipedia.org/wiki/Brennwertkessel…und gibbed seit ….

    Die ersten Brennwertkessel wurden von Richard Vetter entwickelt (1982 für Gas serienreif, 1984 für Öl)[1] und sind mittlerweile Standard, wenn ein neuer Heizkessel eingebaut werden soll.

    Sorry, Innovativ ist dat nun wirklich nich besonders…..alter Wein in grünen Schläuchen.
    H.E.

  29. @Heinz Eng

    zu den Elektrogeräten:
    ich habe meine Spülmaschine aus zweiter Hand. Ne uralte Siemens, würde definitiv kein Ökozertifikat und so Schrott kriegen, einmal Magnetventil gewechselt, läuft die und läuft und läuft und läuft….

    Heute gibts nur noch Schrott. Weil man Wasser sparen muß, damit man ja Energie spart, ist bei den Siemensdingern die Umwälzpumpe jetzt so dimensioniert, daß die sich beim ersten Sandkörnchen im DRECKWASSER!!! selbst zerlegen. Impellerpumpe statt unkaputtbarem Flügelrad…
    Da bei niedirgerem Wasserstand auch der Heizstab so nciht mehr funzt, hat man die Heizwicklung halt um die Umwälzpumpe rumgelegt. Ein paar flachbandwicklungen, die gerne dann auch mal durchbrennen und die Pumpe natürlich mit ins Verderben ziehen, ….

    Der ÖKO-dreck zerstört auf jedem Gebiet (hier eher unscheinbar) solide technik. ok ok. die BWler auch.

    mfg

    PS hier hat mal jemand den Spülmaschinenvergleich gemacht
    http://fmso.de/forum/messages/862110.htm

  30. @Heinz eng

    Zum Brennwertkessel: Die sind wirklich genial. Allerdings nur die echten Vetterkessel. Das was Vissman und Co so als Brennwertkessel anbieten ist das, was jemand macht, wenn er die Technik nicht verstanden hat und sie trotzdem anbietet.
    Ein guter Freund von mir hat beide und ärgert sich ständig darüber statt dem Vissmann nicht doch nochmal einen echten Vetterkessel genommen zu haben.

    mfg

  31. Nachtrag zu #28
    http://german.alibaba.com/products/exhaust-heat-recovery.html

    Jeeeede Menge Green-Award verdächtige Deliquenten, grins.

    H.E.

  32. Wir bloggen nicht nur über Globuli und Impfgegner, unser Senf dazu:
    http://blog.psiram.com/2013/06/greentec-awards-was-nicht-passt-wird-passend-gemacht/

  33. @ Fluminist, #25:

    Viel besser als Hyperaktivität ist es, ruhig dabeizubleiben und lässig mit dem Finger darauf zu deuten, wie die GreenTecher sich selbst diskreditieren.

    Sehe ich auch so. Auf die Pressemitteilung mit den „inhaltlichen Argumenten“ wollte ich schon noch reagieren, deswegen der obige Text. Jetzt habe ich aus beruflichen Gründen ohnehin erst einmal Blog-Pause (falls nicht etwas total Aufregendes passiert und ich wieder gezwungen bin, auf meinen Schlaf zu verzichten). Die Debatte ist ja jetzt ein Selbstläufer geworden.

    @ Heinz:

    Ich würde empfehlen, die fachliche Bewertung der Nominierten nicht im Kommentarbereich, sondern als eigenständigen Artikel durchzuführen. Und ich halte das auch für sinnvoll. Vielleicht mögen sich hier ein paar Leser zusammentun und gemeinsam etwas verfassen. Wäre toll. Die Kategorie „Luftfahrt“ bitte zunächst ausnehmen, denn die dort Nominierten kenne ich und denen könnte man Gelegenheit geben, sich ähnlich wie der DFR hier selbst vorzustellen.

  34. @ Fluminist # 25

    Grundsätzlich möchte ich mich deinem Kommentar anschließen. Wir haben hier mit dem Ausschluß des DFR aber einen Vorgang der stellvertretend für viele Vorgänge in der Gesellschaft steht. Und an einem Beispiel kann man eben Dinge viel besser darstellen als in theoretischen Konstrukten. Es sind ja auch viele Ebenen betroffen, die nicht nur die Aspekte Technik, Totolitarismus oder Nachhaltigkeit betreffen, auch die Frage, wie wird Mitbestimmung und Bürgerbeteiligung organisiert und bewertet. Was geschieht wenn ein Ergebnis heraus kommt, welches nicht erwartet wurde? Parallelen zum Bürgerdialog, oder zum Desaster um den Nationalpark Nordschwarzwald sind erkennbar.

    Ich bin vielleicht ein wenig altmodisch, aber für mich sind Wahlen, und solche Abstimmungen haben ja ähnlichen Charakter, die Stunde der Wahrheit. Das Ergebnis einer Wahl in Frage zu stellen, in dem man zum Beispiel nachträglich die Bedingungen ändert, halte ich für einen hochdramatischen Vorgang. Ich sehe unser Demokratieverständnis gefährdet. Nicht wegen dem DFR, dazu ist dieser Vorgang zu unbedeutend, doch er zeigt mir an, dass es Tendenzen gibt, den Wert von Wahlen zu relativieren. Wenn der Unterlegene nicht respektiert, dass er unterlegen ist, sind wir auf den Weg zurück in Verhältnisse in denen mit nichtdemokratischen Methoden um die Macht gerungen wird.

    Dass wir uns in unserem Miteinander nicht mehr gegenseitig die Köpfe einschlagen wenn es darum geht Interessen deutlich zu machen, liegt daran, dass das Ergebniss einer demokratische Abstimmung von allen respektiert wird. Ich sehe hier auch Parallelen zu den allseits angestrebten Bürgerbeteiligungen, bei denen sich in Realität nur die zeitreichen und arktikulationsstarken durchsetzen können. Eine Abstimmung ist wie eine Schlacht, da wir aber auf jegliche weitere Gewalt verzichten, können wir uns nach dieser Abstimmung die Hände reichen. Jede hatte das gleiche Gewicht, wenn es mir also darum geht die nächste Schlacht zu gewinnen, muss ich mich um mehr Stimmen bemühen. Wer Wahlen fälscht ebnet den Weg bis hin zu physischer Gewalt.

  35. @ cohen, #32:

    Wow, tolle Seite, die Sie da aufgebaut haben. Habe jetzt natürlich nur mal kurz drübergeschaut, aber gefällt mir richtig gut. Danke für den Hinweis und die Links auf uns.

  36. @ Quentin, #34:

    Auf den Punkt. Die inhaltliche Debatte mache ich ja deswegen mit, weil sich nun ein Fenster öffnet, durch das man Innovationen aus der Kerntechnik vielen Menschen näher bringen kann.

    Eigentlich entscheidend ist aber die Mißachtung des Wahlergebnisses. Und da geht es nicht so sehr um Kernenergie ja oder nein. Das habe ich auch versucht in meinen Artikeln zu sagen. Auch Kernenergie-Gegner sind betroffen, auch alle, die nicht für den DFR gestimmt haben (wie bspw. ich).

    Magst Du Dein Statement nicht noch etwas anreichern und als Artikel einstellen?

  37. Yeah!!

  38. #37 cool

  39. @Peter Heller #33

    Auf die Pressemitteilung mit den “inhaltlichen Argumenten” wollte ich schon noch reagieren, deswegen der obige Text.

    … der auch notwendig und sehr gut gelungen ist! Den Punkt mit der Arbeitstemperatur beispielsweise, die in der Stellungnahme als Argument angeführt wurde, so als spräche sie allein — als quasi unbeherrschbar — schon gegen den Entwurf, hatte ich noch nirgendwo anders explizit genannt gesehen, und analog kann man die Hohlheit des Giftigkeitsarguments nicht oft genug betonen.

  40. Geil. Dem Tichy hatte ich auch getwittert und angefragt:

    @RolandTichy Ist Ihnen bekannt was gerade bei WiWo-Green abgeht im Zusammenhang mit den Greentec-Awards. http://is.gd/Htzwmx

    Offensichtlich war ich da nicht der einzigste.

    @ Peter # 36

    Ok. Ich mache mir noch mal ein paar Gedanken, eigentlich schwirrt dieses Thema schon lange in meinem Kopf herum, muss es nur noch ein wenig sortieren. Kommt dann in den nächsten Tagen.

  41. @ #37

    Ganz groß! Ich war gestern in Berlin und habe es kurzfristig geschafft mich mit Herrn Huke und Herrn Ruprecht von IFK zu treffen. Die beiden sind wirkliche Idealisten, die viel privates Geld in ihre Idee investieren, dass die Kerntechnik in Deutschland weiter erforscht werden kann. Man ist dort natürlich mächtig stolz auf das bislang erreichte und freut sich über die aktuelle Entwicklung.

    Ich werde in den nächsten Tagen einen Artikel zu meinem Besuch dort schreiben. Bis dahin möchte ich schon einmal auf die Seite Hundert gute Antworten … auf die „100 guten Gründe gegen Atomkraft” hinweisen, die ebenfalls von den Leuten vom IFK erstellt wurde und gepflegt wird.

  42. @Peter #33

    Na klar……sowas schwebte mir eh vor, wir wollen doch noch nicht alles öffentlich verraten….den großen Brocken lassen wir erst los……wenn die Greeen-Lämmerparty steigt.

    Der Einfachhalber fahren wir dat über meine E-Mail-Adresse ab…wie in guten alten Zeiten oder wir kriegen endlich mal ne zentrale Lösung zusammen, wie schon kurz vor meinem Urlaub in der Plauderecke angesprochen.
    Übrigens…..Deine Luftfahrtdingens hatte ick jetzt eh nich im Visier, zumal se mir sogar recht Innovativ erscheinen…..ick hab da ganz andere Sachen im Auge.

    An die Chemiker hier…..INTERSEROH Dienstleistungs GmbH recycled-resource….was für bahnbrechende Verfahren ham die denn um aus Kunstoffabfällen hochwertiges Granulat herstellen zu können?

    ONE EARTH -- ONE OCEAN e.V. Maritime Müllabfuhr…….aus einer Tonne Platikmüll wollen die 900 Liter Öl herstellen, wat is da denn dran? Stimmt oder Stimmt net.

    Physiker/Dachdecker.……..ick hab im Moment nun überhaupt kein Gefühl für die hohlen Dachziegel-Propellerchen, wat kann man da an Energie rausholen oder wat passiert mit dem unterhöhlten Dach bei schweren Stürmen, hebt es ab?

    Dat wars erstmal…..nun guck ich gespannt, wie dat Projekt jetzt anläuft.
    H.E.

  43. Liebe Leute von ScSk,

    seid mit den Leuten von Psiram (dieser „cohen“ u.a.) vorsichtig. Die geben zwar vor gegen Esoterik und „Nazis“ vorzugehn, -- aber das mit Methoden die sich normale Leute nicht erlauben würden. Das reicht von Denunziation über Stalking im Netz bis ins reale Leben. Deswegen haben diese Leute auch Klagen am Hals, -bis zum Stehkragen uns sie operieren im Dunklen, -- mit staatlichen Ermittlungsteams.

    Macht euch nicht mit denen gemein, googlet mal über die, besonders die Betreiber der Seiten, die auch noch andere Webseiten betreiben die auf regierungskritische Leute und „alternative Wissenschaftler“ zielen. Da hier quasi regierungskritisch „geschossen“ wird -- völlig berechtigt -- könnte das für diese Leute des Systems ein weiteres Ziel sein bzw. werden.

    Dieser Kommentar muss nicht veröffentlicht werden, -- er dient eher dazu die Admins hier zu warnen.

    Beste Grüße,
    H.C.M.

  44. Nächstes Jahr wird folgendes Produkt den greentech-award gewinnen. Es ist zwar nicht mehr ganz taufrisch aber gute Ideen wie diese sind quasi zeitlos. Ich möchte die Science-Sceptical-Leser jetzt schon dazu motivieren die Werbetrommel für dieses Produkt zu kräftig zu schlagen. 2014 werden wir gewinnen.

  45. Hallo Peter,

    super Artikel. Erstmal Danke.

    Ob es Galileo schon weiß?

    http://www.prosieben.de/tv/galileo/wissenspreis-2013/

    Die Nominierung
    Bis zum 10. Mai konnte jeder online für seinen Favoriten voten. Eine unabhängige, hochkarätig besetzte Experten-Jury nominierte außerdem zwei Projekte für das Finale.
    Insgesamt gibt es also drei Nominierte für den Galileo Wissenspreis, über die ein Trailer gedreht wird. Dafür besuchen wir die Nominierten mit einem Kamerateam.
    Die Preisverleihung im September findet im Rahmen einer einzigartigen Gala in Berlin statt.
Hier werden dann auch die Trailer gezeigt.

    Grüße
    Günter

  46. @Cendrillon #44
    Guter Vorschlag! Wenn’s noch eine Idee innovativer sein soll: wie wär’s mit dem

    ABC Atom-Biostrom-Converter
    Das Gerät wandelt den teuflischen Atomstrom verlustfrei und CO2-neutral in Ia hochwertigen Biostrom um. So kann der Kunde schon vor Laufzeitende der deutschen Kernkraftwerke den Totalausstieg praktizieren und auch später mit bestem Gewissen Importstrom aus Frankreich und Tschechien nutzen. Das Gerät erkennt zuverlässig Atomstrom und wandelt ihn in erneuerbare Energie, die für Mensch und Tier absolut gefahrlos und zukunftssicher verbraucht werden kann.
    Alternative Stromversorger wie Greenpeace-Energy nutzen das Prinzip schon heute; der ABC Converter macht es nun für jeden einzelnen Haushalt erschwinglich!

  47. Alternative Stromversorger wie Greenpeace-Energy nutzen das Prinzip schon heute

    Das stimmt. Greenpeace, Lichtblick und EWS Schönau nutzen dieses Prinzip in der Tat heute schon aus. Man sollte analog dem Geldwäschegesetz ein Stromwäschegesetz in die Wege bringen. Ich werde mal Peter Kraftmaier Altmaier anschreiben.

    Ein weiterer Ökoskandal ist übrigens die Verwendung von gentechnisch erzeugtem Holz für Pellet-Heizungen. Greentech hilf!

  48. @ Rudolf, #41:

    Toll. Da freue ich mich schon drauf.

  49. @Cendrillon #47

    Ein weiterer Ökoskandal ist übrigens die Verwendung von gentechnisch erzeugtem Holz für Pellet-Heizungen.

    MERKE: Ob Gene und Atome böse sind, entscheidet immer die Art der Verwendung. Der BUND hat jedenfalls kein Problem mit gentechnisch verändertem Mais für Biogasanlagen, denn der ist ja schließlich „erneuerbar“, „nachhaltig” und „bio”….. also guuuuut !!!

    Einfallstor für die Agro-Gentechnik

    Folgendes Szenario ist für den Umweltverband BUND denkbar: „Landwirte, die Biogasanlagen in industriellem Maßstab und allein nach betriebswirtschaftlichen Erwägungen betreiben, werden ihre Rohstoffe aus großen Maismonokulturen ohne Fruchtfolge beziehen und zudem auf pfluglose Bodenbearbeitung setzen, um Arbeitskräfte und Treibstoff zu sparen – beste Bedingungen, um einen starken Befall mit dem wichtigsten Maisschädling, dem Maiszünsler, herbeizuführen. Und dort, wo der Maiszünsler die Produktion von Biomasse schmälert, könnte die gentechnische Lösung des Problems, der Anbau von insektengiftigem Bt-Mais, ins Spiel kommen.“

  50. Ach, es ist so traurig.

    Die Greentec-Macher verzapfen in kürzester Zeit mehr Blödsinn, als ein Mensch beantworten könnte.

    Folgendes schreiben Sie auf Ihrer Facebook-Seite:

    Die Angaben des Einreichers sind jedoch: „Der DFR kann langlebigen „nuklearen Abfall“ aus heutigen Reaktoren vollständig nutzen, ohne neuen zu produzieren…“

    Das ist korrekt. Werden in den Thorium-Brennstoffzyklus sukzessive Transurane (also der langlebige Rest aus verwendeten Brennelementen, für den zur Zeit in Deutschland mal wieder ein Endlager gesucht wird) eingebracht, werden diese über Transmutation, Zerfall und Spaltung in kurzlebige oder stabile Stoffe verwandelt. Gleichzeitig entstehen im Thorium-Uran-Kreislauf keine neuen Transurane.

    Das hat uns veranlasst den Beitrag der Jury und den Votern zu präsentieren

    Ja, perfekt. Das ist zwar nur einer von vielen „grünen“ Aspekten (im Sinne der Wettbewerbsvorgaben) dieser Technologie, aber wenn er als entscheidend angesehen wird, will ich nichts dagegen sagen.

    in einer Publikation des IFK ist aber auch zu lesen: “It has much simpler design, and produces much less nuclear waste than currently used nuclear power reactors…“ (Dr. Ahmed Hussein, wiss. Mitarbeiter am IFK).

    Auch das ist korrekt. Der DFR produziert erstens keine Transurane (im Thorium-Brennstoffkreislauf) und zweitens (bspw. bezogen auf die produzierte Energiemenge) weit weniger schwach- und mittelaktiven Abfall geringer oder mittlerer Lebensdauer. Falls ein DFR mal rückgebaut werden sollte, müssten die dort enthaltenen radioaktiven Stoffe nur mehr 300 bis 500 und nicht mehr einige 10.000 Jahre gelagert werden.

    Wir bedauern, diese Publikation nicht schon früher gesehen zu haben, denn dann wäre der Beitrag nicht zum Wettbewerb zugelassen worden.

    Warum? Zwischen den beiden zitierten Aussagen besteht kein Widerspruch.

    Wie würden Sie entscheiden?

    Mal googeln und Herrn Heller fragen? Ein Fachbuch zu Rate ziehen? Den Antragsteller selbst fragen, was denn nun die beiden Aussagen jeweils bedeuten?

    Auf jeden Fall würde ich nicht die gefärbte Darstellung aus der deutschen Wikipedia zu Rate ziehen. Sondern lieber in die von fachkundigeren Menschen erstellten Einträge der englischen schauen:

    Advantages

    The molten salt reactor offers many potential advantages compared to current light water reactors
    Inherently safe design (safety by passive components and the strong negative temperature coefficient of reactivity of some designs).
    a low pressure, improves safety and simplifies the design
    In theory a full recycle system can be much cleaner: the discharge wastes after chemical separation are predominately fission products, most of which have relatively short half lives compared to longer-lived actinide wastes. This can result in a significant reduction in the containment period in a geologic repository (300 years vs. tens of thousands of years).
    The fuel’s liquid phase is adequate for pyroprocessing for separation of fission products. This may have advantages over conventional reprocessing, though much development is still needed.
    There is no need for fuel rod manufacturing
    Some designs can „burn“ problematic transuranic elements from traditional solid-fuel nuclear reactors.
    A MSR can react to load changes in less than 60 seconds (unlike „traditional“ solid-fuel nuclear power plants that suffer from Xenon poisoning).
    Molten salt reactors can run at high temperatures, yielding high efficiencies to produce electricity.
    Some MSRs can offer a high „specific power“, that is high power at a low mass. This was demonstrated by the ARE, the aircraft reactor experiment.
    a possibly good neutron economy makes the MSR attractive for the neutron poor thorium fuel cycle.

    Disadvantages
    Little development compared to most Gen IV designs -- much is unknown.
    Need to operate an on-site chemical plant to manage core mixture and remove fission products.
    Lithium containing salts will cause significant tritium production (comparable with heavy water reactors), even if pure 7Li is used.
    Likely need for regulatory changes to deal with radically different design features.
    Corrosion may occur over many decades of reactor operation and could be problematic.
    Nickel and iron based alloys are prone to embrittlement under high neutron flux.

    Dann würde ich mir anschauen, welche Antworten das IFK auf die genannten Disadvantages gibt. Und dann würde ich mich ziemlich gut fühlen, weil es einfach Spaß macht, etwas Neues zu lernen und es zu verstehen.

    Ich dachte, „Wohlfühlen“ wäre ein grundlegendes Ziel des Ökologismus?

  51. @ Fluminist #46

    Hier ist das Wunderding.
    An so einem Eumel hängt mein PC dran :)

  52. Ich hätte da auch eine Idee für einen nachhaltigen Kleinwagen
    mit 0.7457 kWh der das Biogetreide direkt umsetzt ohne Umweg über den Bioethanol.

    Aber Achtung der produziert auch Bio-Methan, allerdings kaum Stickoxide oder Feinstaub.
    Seine Abfallstoffe aber sind absolut biokompatibel.
    Selbst das verschrotten kann vollständig nachhaltig passieren.
    Die Wiederverwertung kann in geeigneten Handwerksbetrieben völlig unbedenklich organisiert und durchgeführt werden.

  53. Folgenden Kommentar soeben bei Wiwo-Green abgesetzt:

    Ich freue mich sehr, von Roland Tichy bei Twitter zu lesen, man wolle sich dem DFR mit einem Artikel in der Wirtschaftswoche widmen. Nur bitte kommen Sie jetzt nicht auf die Idee, zur Beruhigung der Lage eine kleine Lobhudelei zu verfassen. Ich hoffe auf kritischen und distanzierten Journalismus ohne jede ideologische Komponente.

    Aber ich habe noch eine Bitte: Berücksichtigen Sie bei Ihren Recherchen den Unterschied zwischen dem „physikalischen Prinzip“ und dem „technischen Realisierungskonzept“. Denn dieser ist hier sehr wichtig, da es den DFR ja noch nicht gibt und er als „Idee“ bei den Greentec-Awards eingereicht wurde. Leider werden diese beiden Aspekte oft nicht scharf unterschieden. Und das führt zu völlig falschen Schlußfolgerungen. Einige Hinweise (Stichpunkte, auf die Sie achten sollten) dazu im folgenden.

    Zum physikalischen Prinzip:

    -- Im Thorium-Uran-Brennstoffkreislauf entstehen freie Neutronen, die zur gezielten Transmutation langlebiger Aktiniden eingesetzt werden können, ohne dabei neue solche Aktiniden zu erzeugen. Es sind allein und einzig diese Aktiniden aus den vorhandenen Leichtwasserreaktoren in Deutschland, die ein Endlager erforderlich machen. Der DFR löst damit eine Problematik, die andere zur Zeit in Realisierung befindliche Transmutationstechnologien aufweisen (bspw. Mol).

    -- Leider ist der Th-U-Kreislauf nicht besonders effektiv (schlechte Neutronenökonomie). Die ideale Umgebung, ihn durchzuführen, ist ein flüssiges Salz. Dieses schafft weitere Vorteile: inhärente Sicherheit (d.h. eine Überhitzung, der berühmte GAU durch eine Kernschmelze, ist ausgeschlossen), passiver Schutz bei äußerer Zerstörung (Terroranschlag, Flugzeugabsturz, Erdbeben -- die Geometrie des Reaktorkerns verändert sich automatisch hin zu einem unterkritischen Zustand und nichts geschieht), keine Freisetzung radioaktiver Materialien (aus einem Leck ausfließendes Salz würde ebenso wie das flüssige Blei des DFR sofort erstarren und im Reaktor verbleiben, es gibt keinen Phasenübergang fest-flüssig oder flüssig-gasförmig), einfaches Einbringen und Abtrennen von Stoffen in und aus dem Reaktorkern durch Destillation

    -- die zentrale Innovation des DFR ist der zweite Kreislauf, durch den mittels flüssigem Blei die produzierte Energie nach außen abgeführt wird. Dies ermöglicht eine enorme Effizienz- und Effektivitätssteigerung.

    Einige Kritiker setzen hier an und sagen, daß der Th-U-Kreislauf die Proliferation erleichtert, weil in diesem eben mit U 233 ein waffenfähiges Material entsteht. Aufgrund der Verwendung des flüssigen Salzes ist aber das Gegenteil der Fall. Bin gespannt, ob Sie herausfinden, warum das so ist.

    Auf Basis seines physikalischen Prinzips erfüllt der DFR die Wettbewerbsvorgaben des Galileo-Wissenspreises. Sie mögen anderer Meinung sein, aber die Online-Voter haben es eben so gesehen.

    Alle ins Feld geführten Einsprüche beziehen sich nun auf die konkrete technische Realisierung und sind bei dieser zu berücksichtigen. Hinsichtlich der Eleganz des Prinzips besteht Einigkeit in der Fachwelt. Die Vorstellung, man könne so etwas niemals in akzeptabler Weise bauen, ist mir fremd. Natürlich ist es schwierig, keine Frage. Aber soll man sich bei der Entwicklung neuer Technologien wirklich nur auf das stürzen, was jeder einfach nachmachen kann (bspw. Windräder oder Solarzellen)? Das Schwierige verspricht mehr Nutzen, mehr Wertschöpfung und mehr Erkenntniszuwachs.

  54. zu #52 Jetzt bin ich schon ganz Jeck sind natürlich kW.

  55. #41

    Bei den Antworten auf die hundert Fragen sind aber verdammt viele fachliche Fehler drin. Da sollte man schon mal noch nacharbeiten. Ein Sicherheitsbehälter eines DWR beispielsweise ist nicht intertisiert, etc. pp

  56. @Günter #52

    Klasse Idee…….passt dann auch zu der Truppe…

    Technische Universität Hamburg-Harburg, Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft
    Energieerzeugung aus Abfällen

    Pferdeäpfel aufbereiten zur energetischen Verwendung…….und schon schließt sich der Kreis…..und ick produzier dann die Säcke, die man den Pferden am Arsch hängt um die nachhaltigen Verdauungsendprodukte auch fachgerecht sammeln zu können.
    Ick werd Reich………und kauf mir dann ein Lamborghini.
    Ups….ich muss ins Bettchen.
    H.E.

  57. @ Tim #49:

    Ich sagte schon vor Jahren voraus, dass der Anbau von Energiepflanzen der zwangsläufige Wegbereiter der Gentechnik sein wird und dass jeder, der für ‚Erneuerbare Bio-Energie‘ ist, auch automatisch für Gentechnik ist.
    Das ergibt sich einfach aus der Logik und den Sachzwängen der realen Welt und des Markts -- Etwa so, wie jeder, der ernsthaft(!) für cO2-Reduktion ist, auch automatisch für Kernkraft votiert

  58. Heinz,
    .

    und ick produzier dann die Säcke, die man den Pferden am Arsch hängt

    pass aber auf, sonst hängen sie dir noch einen dran 😉

  59. @ Helium #55:

    Bei den Antworten auf die hundert Fragen sind aber verdammt viele fachliche Fehler drin. Da sollte man schon mal noch nacharbeiten

    Nacharbeiten ja.
    Mir sind auch eine Reihe verbesserungswürdiger Antworten aufgefallen.
    Aber ist bei so einer Masse und der gebotenen Kürze etwas anderes zu erwarten?

    Ich sehe da die Relation zu den Schönau-‚Argumenten‘, die schlicht und einfach unterirdisch sind.
    Einmal davon abgesehen, dass ich es für eine falsche Taktik halte, mir vorgeben zu lassen, was ich zu sagen habe -- Bekanntlich kann ein Narr an einem Tag mehr falsche Behauptungen aufstellen wie ein Weiser in senem ganzen Leben widerlegen kann -- ist die Sammlung jedoch im Kern gesund und brauchbar und Kritik sollte am besten konstruktiv sein und helfen, die Fehler zu verbessern. Aber da sind wir uns wohl ohnehin eingig.

  60. @Tritium #57

    Da bin ichmmir nicht so sicher. Es gint bestimmt einige, die meinen, das sei auch noch -- neben der Ernährung -- mit „Bio“-Landwirtschaft hinzubekommen.

  61. Energieerzeugung aus Abfällen

    Nunja, Müllkraftwerk halt…..

    Biogaserzeugung aus Lebensmittelabfällen und anderen tierischen Abfällen ist nicht so ganz einfach, denn vorher muss das Zeug aus seuchenhygienischen hygienisiert werden, d.h. die Keime werden mittels Hitze abgetötet, was sich natürlich negativ auf die Gesamtenergiebilanz niederschlägt. Damit beugt man auch einer Fehlgärung im Fermenter vor. Tut man das nicht und zufällig treibt sich da ein antibiotikaresistenter Keim herum, kann der sich vermehren, gelangt mit den Gärresten auf den Acker und dann haben wir -- gelinde gesagt -- ein Problem. EHEC könnte da nur ein Vorgeschmack sein.

    Und so ganz nebenbei ist Schwefelwasserstoff ein größeren Problem, als bei der Vergärung von Pflanzenbiomasse, es gab da auch schon einige fiese Unfälle. Nicht ganz ungefährlich und auch man hat auch mehr Schwefeloxide nach der Verbrennung.

  62. Sry, ich habe aus Versehen meinen Text als Zitat gesendet….kann es aber nicht mehr ändern.

  63. @Tim Hardenberg:

    Mit der Gentechnik ist es wie mit der Kernenergie. Es ist nicht so heiß, wie es Greenpeace kochen will. Und bei beidem laufen die Bestrebungen Richtung Forschungsverbot. Es ist falsch Bioenergie durch Gentechnik diskreditieren zu wollen.
    Das beste Argument bleibt (für immer) der Flächenbedarf.

    mfg

  64. @ConstanzeW #60:

    Ich glaub‘ es ist besser, wir plaudern in der Ecke weiter

  65. #55

    dem stimme ich zu. Aber wenn man schon Antworten gibt, dann sollten die wenigstens fachlich fehlerfrei sein. Und mir als Mitarbeiter einer Fachinstitution (ich verrate nun nicht welcher) läuft es bei mancher Antwort doch kalt den Rücken runter. So einfach sind die Antworten dann nämlich doch meistens nicht. Wenn dann Leute die Werte aus einer PSA nehmen und eiskalt behaupten das wäre die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Die haben die Zielsetzung und die Ergebnisse einer PSA falsch verstanden.

  66. ich mein natürlich #59 … sorry

  67. @Helium 65

    sehe ich auch so. habe auch schon einen KOmmentar dort zur verbesserung geschrieben. Ich shclage vor, jeder bringt sich ein, damit das zeug optimiert wird und am ende die argumente nciht gelich so dämlcih wie die schönauer sind, sondern überragend besser.

    mfg

  68. @53 Peter Heller

    Brilliant!

    Danke

  69. @Günter Heß #45

    Die Nominierung
    Bis zum 10. Mai konnte jeder online für seinen Favoriten voten. Eine unabhängige, hochkarätig besetzte Experten-Jury nominierte außerdem zwei Projekte für das Finale.
    Insgesamt gibt es also drei Nominierte für den Galileo Wissenspreis, über die ein Trailer gedreht wird. Dafür besuchen wir die Nominierten mit einem Kamerateam.
    Die Preisverleihung im September findet im Rahmen einer einzigartigen Gala in Berlin statt.
Hier werden dann auch die Trailer gezeigt.

    Ja, das ist rührend naiv. Immerhin dokumentiert es für die, die an ihrem Gedächtnis zweifeln, noch einmal die ursprünglichen Regeln. Kann schon sein, daß das nur noch nicht „aktualisiert“ wurde, denn wenn die Galileo-Webleute ihre rechts danebenstehende Kommentarbox lesen, dann müßten sie eigentlich von der DFR-Geschichte wissen.
    Oder handelt es sich hier schon um die nächste Stufe der Vergangenheitsbewältigung, bei der die ganze Affäre um den DFR aus der Vergangenheit getilgt wird: der DFR wurde nie zur Wahl gestellt, und der ganze Vorgang lief immer nach der oben zitierten Regel ab?
    Hei, was muß das für ein Spaß sein im Wahrheitsministerium zu arbeiten!

  70. @fluminist 59

    Ayman Abdallah ist Jurymitglied. Insofern ist anzunehmen, daß die von Gallileo bescheid wissen.

    mfg

  71. @mrotz und fluminist

    Ich habe das nochmal angeschaut.
    Vermutlich muss man das so lesen, dass ja die Jury nur den 1. Platz ausgeschlossen hat und der 2. Platz des online-voting
    nachgerückt ist. Insofern kann man konstruieren, dass die Jury ja nur 2 nominiert hat.
    Undemokratisch bleibt es trotzdem.

    Und ja. Die wissen Bescheid.

    Grüße
    Günter Heß

  72. @ Günter:

    Vermutlich muss man das so lesen, dass ja die Jury nur den 1. Platz ausgeschlossen hat und der 2. Platz des online-voting
    nachgerückt ist. Insofern kann man konstruieren, dass die Jury ja nur 2 nominiert hat.

    Die erste Verteidigungslinie war, die Jury habe den DFR ausgeschlossen und man müsse und wolle das als Veranstalter akzeptieren.

    Dann wurde nachgewiesen, daß diese Vorgehensweise nicht den ursprünglichen Wettbewerbsregeln entsprach. Nach denen hatte die Jury schlicht nicht das Recht, einen durch das Online-Voting nominierten Beitrag zu denominieren.

    Die zweite Verteidungslinie war: Kernkraft ist böse wegen Fukushima. Das diente wohl der Aktivierung von Kernkraftgegnern, man hatte sich Zuspruch erhofft. Das hat aber auch nicht funktioniert.

    Nun ist die dritte und bislang letzte Verteidungungslinie: Der DFR habe die Teilnahmebedingungen (wohl zu unterscheiden von den Wettbewerbsregeln) nicht erfüllt, man habe gar unrichtige Angaben in der Bewerbung gemacht. Dies ist aber nachweislich falsch, wie ich oben im Text und auch im Kommentarbereich herausgearbeitet habe. Die GreenTec-Macher haben schlicht nicht verstanden, daß bei Kernkraftwerken unterschiedliche Sorten von Abfällen entstehen. Einmal die langlebigen und toxischen Stoffe, auf deren Vernichtung durch Transmutation der DFR zielt, und einmal die kurzlebigen Spaltprodukte, die auch beim DFR entstehen. Zu keinem Zeitpunkt haben die Leute vom DFR behauptet, es entstünden gar keine Abfälle. Wer das in die Bewerbung hineinliest zeigt nur seine Ahnungslosigkeit.

    Es ist traurig und peinlich. Wenn ich mir anschaue, wie vehement die Greentec-Veranstalter auf ihrer Facebook-Seite die Linie verteidigen, das IFK hätte gelogen, muß ich mich fast schon fremdschämen. Wie blöde kann man eigentlich sein?

  73. Da ick gerade wenig Zeit hab…….meld ick mich trotzdem schnell mal zurück.
    Morgen schreib ich mal ein kleinen Blog um dat Organisatorische für unser Projekt „Greentec-Analyse“ den geneigten Mitmachwilligen zu erklären.

    Lol….jetzt muss ich nur noch mit Google Drive klar kommen und schon kanns in die Vollen gehen.
    Zu den einzelnen Ergebnissen der Recherchen werden wir uns hier aber nicht mehr öffentlich äussern, wir wollen den mitlesenden Leutchens der Jury die kommende Überraschung doch nicht verderben, gelle.

    Ick freu mir schon auf die Zusammenarbeit…….Danke schon mal vorab für das große Interesse.

    Onkel Heinz………die Familie fordert auch ihr Tribut, grins

  74. @Peter

    Es ist traurig und peinlich.

    In der Tat ist es traurig und peinlich für einen Preis der sich Galileo-Award nennt.

    Das diente wohl der Aktivierung von Kernkraftgegnern, man hatte sich Zuspruch erhofft. Das hat aber auch nicht funktioniert.

    Nun ja. Ich kenne viele respektable Kernkraftgegner, die sich für das undemokratische Verhalten der Greentec-Jury ebenfalls fremdschämen würden.
    Ich denke das hat einen guten Grund, dass das nicht geklappt hat.

    Grüße
    Günter Heß

  75. Errstmal vielen Dank an die Herren Heller und Kipp für die Artikel im Fall Green Tec- Awards. Ich schliesse mich dem Voschlag Onkelchen´s Heinz g an einzelner Beiträge dieses „Wetttbwerbees“ auseinander zu nehmen an. Nach Dresden 2013 ,dem dem gallischen FDP Dorf, gibt es einn zweiten Pittbull.

    Varus
    Ps.Sauer und angagiert

  76. @ Varus, @ Heinz:

    Super. In den kommenden beiden Wochen bin ich dienstlich viel unterwegs und kann daher leider nicht mitwirken. Ich bin aber sehr gespannt auf die Ergebnisse.

  77. Sorry verkaufe ein „dem“ und kaufe ein „m“ bei gallisechem..

  78. @Peter
    Mach Dir mal keine Platte….Du warst derjenige, der Onkel Heinz wieder aktiviert hat…….nun lehn Dich entspannt zurück und guck zu, wat das Netzwerk zustande bringt.
    Ähmm. die besten Sachen lager ick hier eh schon als „Vorabversion“ ab….da kannste schon mal gucken, wenn Du neugierig bist.
    Du hast die Vorarbeit gemacht, nun lass uns mal den Rest erledigen.

    @Varus…..
    Hihi…..Auch die Wasserfuzzis bekommen Arbeit…..speziell Wasser-Ossi sollte sich angesprochen fühlen.

    Teamwork is angesagt…….auch ein Ergebnis der Dresden-Zusammenkunft, grins.

    Onkel Heinz……..ein völlig neuer Mensch

  79. @42
    Hallo Herr Eng

    An die Chemiker hier…

    nee, gegen sowas:


    Liebe Mitglieder,
    liebe Umweltfreunde!
    Jährlich landen 6,4 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in
    unseren Weltmeeren. Eins ist klar: Der Plastik-Müll in den
    Meeren ist nicht nur ein optisches Problem. Schadstoffe
    gelangen aus dem Plastik in die Umwelt und letztlich in
    unseren Körper. Wir nehmen sie durch Einatmen, über
    die Haut oder den Mund auf. Was solche Schadstoffe
    beim Menschen genau bewirken, ist oft noch gar nicht
    erforscht. Aber viele dieser Stoffe stehen im Verdacht,
    krebserregend zu sein oder den Hormonhaushalt zu
    beeinflussen. Aktuelle Zahlen sprechen davon, dass jeder
    Erwachsene durchschnittlich bereits 15 Gramm
    Plastikbestandteile im Körper hat


    als Chemiker zu argumentieren ist mir zu blöd.
    (Der letzte Satz stimmt wahrscheinlich sogar, wenn man z.B. Prothesen usw. mitrechnet.)
    Und warum so kleinlich, warum nicht 1000 L Öl aus einer Tonne Plaste -- kann man doch mit der Dichte der Plaste ausgleichen -- 100-120% Wirkungsgrad vorrausgesetzt!
    JH

  80. @Jürgen
    Einwände akzeptiert…….aber wir wollen die Preisträger mit echten Fakten an die Karre fahren.
    Morgen geb ich die Kontaktdaten bekannt und dann basteln wir uns die entsprechenden Gegenargumente zusammen, so das die „innovativen“ Vorschläge im Mülleimer landen, dort, wo sie hingehören.

    Deswegen und deshalb, wäre ick persönlich echt glücklich, wenn Du da mitmachst…….die Möglichkeit, absolut anonym zu bleiben, hab ick schon mal einberechnet.

    Am Ende zählt dat Ergebnis…..egal, wie dat zustande gekommen is.
    H.E.

  81. weiter zu @42
    interseroh ist eine Tochter der ALBA Gruppe, die versucht „hochwertige“ Recyclingprodukte wie folgt zu gewinnen:

    Interseroh gewinnt seine Rohstoffe aus den Gelben Tonnen, die in jeder Stadt am Straßenrand stehen. „Diese Wertstoffe wird es immer geben. Somit bieten wir eine hohe Versorgungssicherheit zu kalkulierbaren Kosten“, so Mendel. Und nicht zuletzt trägt die Verwendung von recycelten Rohstoffen zu nachhaltigem Verhalten bei: Denn die weggeworfenen Einwegverpackungen aus den Gelben Tonnen werden in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Damit werden natürliche Ressourcen geschont, was sich nachhaltig positiv auf die CO2-Bilanz auswirkt.

    Hierbei handelt es sich zum Beispiel um die Herstellung von Eimern für Dispersionsfarbe für den Baumakrt toom (na ja, vielleicht hochwertiger als ein Tray für Blumentöpfe) oder um Gefässe für den Haushaltwarenhersteller curver.
    Also, ich denke, interseroh ist sicher eine Firma, die den Stand der Technik in Deutschland mitbestimmt.
    Wer sich übrigens ein Bild vom Verbleib des Hauptanteils aus der Gelben Tonne machen möchte, dem sei z.B.ein Besuch auf der MBA Cröbern empfohlen, wo auch die ALBA-Gruppe hinliefert.
    JH

  82. @80
    Gut, machen wir so.
    Mein @81 war nun zu schnell, zeigt aber, dass ich bereit bin, ordentliche Vorschläge zu akzeptieren.
    Gute Nacht
    JH

  83. Es gibt eine Petition zum Thema DFR

    https://www.openpetition.de/petition/online/greentec-awards-beruecksichtigen-sie-das-publikumsvotum-und-nominieren-sie-den-dual-fluid-reaktor

  84. Rechnet man die Plastikabfälle im Meer um, sind das 20 Liter/km2.
    Ein Quadratkilometer ist verdammt groß und des dürften weit mehr als 20 Liter Treibstoff für das ‚Möllsammelboot‘ notwendig sein um die Fläche zu reinigen.
    Übrigens sind 6,4 Millionen Tonnen 0,16% des gesamten globalen Ölverbrauchs. Es erscheint mir trotz dieses vergleichsweise winzigen Anteils allerdings viel zu viel, was da angegeben wird.
    Es wären nämlich 3,2% der jährlichen Kunststoff-Produktion.

  85. @ Heinz:
    Taktisch halte ich es für geschickt, vor allem auf eine Gegenüberstellung des DFR mit seinem ‚Ersatz‘, diesem unsäglichen ‚Dachkraftwerk‘ zu setzen.
    Das wirkt einfach besser weil es den eigentlichen Skandal in den Fokus bringt und die Wirkung wird kaum besser, wenn dann auch noch das Müllsammelboot o. ä. verrissen wird.
    So eine schöne zweispaltige Gegenübestellung von Features und Fakten hat einfach mehr Biss, denke ich.

    Ansonsten denke ich an ein paar ganz fiese und unsinnige, jedoch höchst ideologiekonforme Fake-Vorschläge für den nächsten Award (Falls es einen nächsten überhaupt noch geben wird), um mal zu sehen, was die so zur Abstimmung durchlassen.

  86. @Jürgen Hartung #81

    MBA Cröbern

    Der Link war falsch, hier ist der richtige.

  87. Tri… tra… trullala….. wir sperren und zensieren!

    Diesmal isses das Karlchen aus der Kälte, das den GreenTec-lingen bei Facebook wohl zu frech war.

    Gabriele Schiele Der folgende Kommentar von Karl Rannseyer wurde offenbar versehentlich gelöscht und wäre bestimmt wieder online gestellt worden, wenn das GreenTec Awards Team die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Leider wurde Karl Rannseyer geperrt, und die Aufhebung der Sperrung scheint nicht möglich zu sein. Deshalb füge ich einen seiner Kommentare hier noch einmal ein:

    „Wenn die Damen und Herren von den GreenTec Awards lesen koennten, dann haetten sie die Vorzuege des Dual Fluid Reactors mitbekommen -- und dass er (unter anderem) das sogenannte Atommuellproblem geloest haette. So sind es aber ein paar weitere „Oeko“-Heinis, die von Naturwissenschaft und Technik keine Ahnung haben und auf vorsintflutliche Technologien setzen (wobei es eine Beleidigung fuer jede Technologie ist, mit Solarzellen und Windraedern auf eine Stufe gestellt zu werden).“

  88. Zum Kunststoffrecycling.

    Ich habe private Kontakte zu unserer lokalen ‚Gelbe-Sack‘-Verwertung.
    Wenn lokalpolitiker zu Besuch sind, wird das Personal an den Sortierbändern verdoppelt und die Geschwindigkeit heruntergesertzt und man erzählt den Besuchern etwas von 80% Recycling. Wenn die Besucher weg sind, wird das Sortierband wieder beschleunigt und 80% gehen in die Verbrennung, hat mir ein Insider gesagt.

    Na, und bei der ‚Bio‘-Tonne hab‘ ich denen mal ihren Tag der offenen Tür im Kompostwerk ganz schön vermiest, als ich darauf herumbohrte, wie es denn, bei dem offensichtlichen Pilzbefall (erkenntlich am typischen Modergestank) mit der Arbeitssicherheit bestellt sei, also Atemschutz, Betriebsärztliche Untersuchungen, auffälliger Krankenstand etc und ob sie schon mal von so Sachen wie Farmerlunge, Pilzarbeiterlunge gehört hätten und wie es mit der Aflatoxinkonzentration im Betrieb und im Umkreis aussieht und ob ich die Messwerte vielleicht irgendwo einsehen könnte?

    Ich weiss nicht, wer da am Schluss blasser war, der Betriebsleiter oder die geführte Besuchergruppe…

  89. @Cohen #32

    Ick hab mal ne Weile den Kommentarbereich bei Euch mitgelesen und musste mit erschrecken etwas feststellen.

    Bei Euch treiben sich einige User rum, die auch in den Foren und Kommentarbereichen der großen Online-Zeitungen ihr grünes Unwesen treiben.
    Anscheinend sind die berufsmäßig im Netz unterwegs um die grüne Agende dem Volke unter zu jubeln oder Rentner, die sonst keine Hobbys haben. Im Prinzip sollte mir das ja eigentlich egal sein aber wenn dann unser Blog als „Pseudowissenschaftlich“ hingestellt wird, platzt mir dann doch einmal der Kragen.
    Ich weiß, wer überwiegend ohne Zensur seine Kommentarbereiche betreibt, muss auch mit solchen Leuten rechnen und klar kommen……..nur wollte ick diese Tatsache hier mal klar darstellen, denn es gibt da draussen jede Menge Menschen, die mit dem grünen Wahn ne gute Mark machen…wohingehend wir hier unsere Freizeit kostenlos opfern um die grüne Agenda zu entlarven.
    Durch den hohen Organisationsgrad hat die grüne Gegenseite eine enorme Schlagkraft……es herrscht Info-Krieg um die Meinungshoheit, diese Tatsache sollte man nie aus den Augen verlieren.
    Holzauge sei Wachsam.

    MfG
    Heinz Eng

  90. Ich habe mal ein paar Tage den Atem angehalten….

    Was hier im Zusammenhang GreenTec passiert ist, das hat schon was.

    -- Erst gewinnt ein Gen IV Reaktorkonzept einen solchen Wettbewerb.
    -- Dann entblödet sich die Organisation nicht, im Nachgang Regeln zu ändern, denn es kann nicht existieren, was nicht existieren darf…
    -- Die Community deckt dieses Verhalten auf
    -- Selbst Main Stream Media nehmen sich des Themas an

    -- die gesamte Social Media Kommunikation der GreeTec wird eine öffentliche Blamage, die Moderatoren dort verhalten sich aggressiv, wie auf frischer Tat ertappte Kriminelle im Polizeiverhör -- selbst das 19.000 -- Fukushima-Tote Märchen wird bemüht --und zum sofortigen Rohrkrepierer a la Claudia Roth.

    Blos nicht nachgeben -- Ihr habt viel erreicht, vielleicht vielmehr als bei einem Award Sieg des Reaktorkonzeptes:

    -- die Grüne Mischpoke steht als „Cheater“ da
    -- Leute kennen jetzt Gen IV Reaktoren, die solche eigentlich gar nicht kennen lernen wollten…;-)
    -- Grün hat sich öffentlich als intolerates, die Meinungsfreiheit nur im eigenen Sinne respektierendes ideologisches Konstrukt dargestellt
    -- Die Maske ist mal wieder gefallen.

    Kein gewonnener Krieg, aber sicher ein taktischer Sieg.

  91. Auch ein schöner Beitrag:
    http://meinungen.1und1.de/forum-1und1/post/18788137

    Gott erhalte uns die „Unlösbarkeit“ unseres Atommüllproblems….

  92. #88. Tritium

    Wenn lokalpolitiker zu Besuch sind, wird das Personal an den Sortierbändern verdoppelt und die Geschwindigkeit heruntergesertzt und man erzählt den Besuchern etwas von 80% Recycling. Wenn die Besucher weg sind, wird das Sortierband wieder beschleunigt und 80% gehen in die Verbrennung, hat mir ein Insider gesagt.

    Also, ich dachte immer, Potemkinsche Dörfer gabs nur in der DDR und Bruderländern. Aber ich vergaß, wir befinden uns ja bereits auf dem Weg in die DDR 2.0 😉

    karl.s

  93. Also ich hab jetzt mal nachgeforscht… was ist da neu dran? Ich habe mir sagen lassen: „Flüssigsalzreaktoren mit einem oder zwei wasserfreien Kreisläufen gibt es im Konzept schon seit den 1960er Jahren, ein paar Versuche haben auch statt gefunden. Ergebnis war immer wieder, dass die hohen Temperaturen in Kombination mit Flüssigsalz oder sogar Flüssigmetall als Kühlmedium einen Dauerbetrieb sehr kritisch machen. 800-1000°C sind halt ein Bereich in dem fast alle Materialien einen großen Teil ihrer Festigkeit bereits verlieren und zu Reaktionen mit dem Kühlmedium neigen.

    Die Erfahrung hat man auch mit dem Superphenix in Frankreich gemacht, da entwich immer wieder Natrium aus dem Kühlkreislauf und sorgte für Störungen.“

    Also eine alte Technik als neu eingereicht? Wo ist der Skandal dann?

    Und soweit ich gelesen habe gabs auch kräftig Aufrufe bei Atomkraftbefürwortern für den Reaktor zu voten. Ist halt der Nachteil von solchen Abstimmungen dass sie manipulierbar sind.

    Momentan erscheint mir der Skandal eher darin zu liegen das Projekt zugelassen zu haben. Nachträglich ablehnen ist schon schlechter Stil. Aber ein grünes Projekt? Ich weiß nicht.

  94. @ Tim # 87
    Das war nicht meiner, ich war nicht annähernd so direkt wie der Kommentator den Frau Schiele dort zitierte, das war der gute El Schlens. Ich hab in meinem letzten kommentar lediglich gewagt die PR-„Profis“ dort ob ihres desaströsen Schadensmanagements als Schande für die Zunft zu bezeichnen. Nachdem ich vorher schon etwas nervig war, ist das wohl als Gelegenheit gesehen worden einen Störer zu entfernen. Ich bin mit dieser Begründung gesperrt worden, auf ewig :( :

    „Herr Karl Rannseyer: Personen die uns beschimpfen „seid ihr eine Schande…“ melden wir 1. weiter Facebook und werden 2. von dieser Seite für immer verbannt. Konstruktive Beiträge sind willkommen.“

    Ich bin denen wohl mächtig auf die Nüsse gegangen, so daß diese konstruktive Kritik auf wenig Gegenliebe stieß und den Vorwand zur Sperrung lieferte.

  95. #93

    Momentan erscheint mir der Skandal eher darin zu liegen das Projekt zugelassen zu haben. Nachträglich ablehnen ist schon schlechter Stil.

    Da haben Sie vollkommen recht. Wäre der Vorschlag von vornherein ablehnt worden, dann wäre es kein Skandal; ich glaube selbst die wenigsten Atomkraftbefürworter hätten sich darüber gewundert.

    Ist halt der Nachteil von solchen Abstimmungen dass sie manipulierbar sind.

    Das ist schon ein interessanterer Punkt. Warum führt man überhaupt solche Abstimmungen durch?
    Soll hier die durchschnittliche Volksmeinung erfaßt werden? Unter den unkontrollierten Bedingungen wohl kaum, auch wenn das Ergebnis günstigenfalls gerne so interpretiert wird.
    Soll die Veranstaltung beworben werden, indem man den Leuten da draußen die Illusion der Mitbestimmung, des Mitmachens gibt? Das wäre im vorliegenden Fall gründlich danebengegangen, und zwar nur weil man es nicht über sich brachte dem Reaktor einen 3. Platz mit öffentlicher Erwähnung zuzuerkennen. Wenn das Projekt tatsächlich undurchführbar ist und an grundsätzlichen technischen Mängeln scheitert, dann besteht doch überhaupt keine Gefahr, daß Deutschland demnächst mit DF-Reaktoren vollgestellt wird; jede Angst davor ist also unbegründet.

    Und ist es schon Manipulation, wenn Werbung für eine Abstimmungsgelegenheit gemacht wird? Wäre es nicht auch eine Manipulation, wenn die Abstimmung nur im geschlossenen Gehege einer „grünen“ Internetgemeinde stattfände, dann aber einen Allgemeinvertretungsanspruch erhöbe?
    Von Manipulation der Abstimmung kann man nur dann sprechen, wenn Einzelne wiederholt ihre Stimme abgeben und damit das Ergebnis verzerren können; das war aber hier doch nicht der Fall, oder?

    Ich fürchte, so wie sich die Geschichte diesmal entwickelt hat, wurde eher enthüllt, wie sehr solche Abstimmungen generell der Meinungsmanipulation dienen sollen.

  96. @Karl

    Ich bin denen wohl mächtig auf die Nüsse gegangen, so daß diese konstruktive Kritik auf wenig Gegenliebe stieß und den Vorwand zur Sperrung lieferte.

    …..ich glaub’, mit Kritik haben die dort generell Probleme, egal welcher Art. Besonders irritiert sind sie, wenn die Kritiker eine „gewisse Kompetenz” an den Tag legen.

  97. …..ich glaub’, mit Kritik haben die dort generell Probleme, egal welcher Art. Besonders irritiert sind sie, wenn die Kritiker eine „gewisse Kompetenz” an den Tag legen.

    Merke: Kompetenz hat nur der zu jedem Thema herbeigerufene Greenpeace-„Experte“.

  98. …gabs auch kräftig Aufrufe bei Atomkraftbefürwortern für den Reaktor zu voten. Ist halt der Nachteil von solchen Abstimmungen dass sie manipulierbar sind.

    Um mal eines klar zu stellen: Werbung für den eigenen Standpunkt ist keine ‚Manipulation‘, sondern ein demokratisches Grundrecht!
    Ihre Behauptung zeigt, dass Sie entweder ziemlich unbedarft sind oder verfassungsfeindlich denken!

    Was sind denn politische Parteien anderes als Zusammenschlüsse, die dafür werben, für ihre Überzeugungen möglichst viele Stimmen zu gewinnen?
    Ist es eine Manipulation, wenn eine grüne NGO bei einem Volksentscheid dazu aufruft, in ihrem Sinn zu stimmen?

    Lieber Herr Jurk: Einem Gegner mundtot machen und die Werbung zu verbieten ist ein typisches Merkmal von totalitären Staaten,von Diktaturen. So etwas ist antidemokratisch und freiheitsfeindlich.

  99. @Jurk

    https://www.campact.de/

    Zitat dort:

    Aus für das Fracking-Gesetz -- das beschloss am 4. Juni die Fraktionssitzung von CDU/CSU. Ein klasse Erfolg für die vielen Bürgerinitiativen überall vor Ort und die mehr als 160.000 Unterzeichner/innen unseres Appells. Vor der entscheidenden Sitzung waren wir vor Ort mit unserer grünen Giftspritze. Was zu dem Erfolg geführt hat? Lesen Sie mehr im Blog!

    und ebenfalls dort:

    Am Erfolg des Volksbegehrens haben auch viele Campact-Aktive einen großen Anteil. Ende Mai schickten wir allen Berlinerinnen und Berlinern, die bei uns mit Postadresse registriert sind, eine Unterschriftenliste. Viele stiegen sofort ein – und lösten eine Einsendewelle aus. “Jeden Tag kamen mehrere hundert Unterschriften bei uns an”, schrieb uns Michael Efler vom Berliner Energietisch. “Das hat einen richtigen Schub gegeben und uns unglaublich motiviert.” Am Ende sammelten Campact-Aktive mehr als 7.000 Unterschriften. Herzlichen Dank für den Einsatz!

    Auch finanziell konnten wir dem Volksbegehren unter die Arme greifen. Mit 10.000 Euro finanzierten wir die Beilage von 70.000 Flyern in der Berliner Zeitung sowie Spots im U-Bahn-Fernsehen. Dafür danken wir allen Spender/innen und unseren Förderinnen und Förderern, die mit ihren regelmäßigen Beiträgen solche kurzfristigen Einsätze möglich machen!

    Nun prüfen die Behörden, ob ausreichend gültige Unterschriften dabei sind – doch bei der enormen Anzahl dürfte dies locker der Fall sein. Anschließend ist das Berliner Abgeordnetenhaus dran: Entweder setzen die Abgeordneten die Forderungen der Bürger/innen um oder es kommt zum Volksentscheid. Dann könnten alle Berlinerinnen und Berliner im September endgültig abstimmen, wem das Berliner Stromnetz in Zukunft gehören soll. Die Chancen für „Neue Energie“ stehen also gut!

    wäre also nach Ihrer Sicht ein professionell organisiertes Netzwerk von Manipulierern?

    Oder reden wir nur von Manipulation, wenn das Ergebnis nicht in die Grüne Soße passt -- ansonsten von „Demokratie in Aktion“?

  100. @ FK 9 Pilot:
    der Herr Jurk redet natürlich darüber, dass nur die führende Partei der Ökologistenklasse das Recht hat, sich zu organisieren und zu artikulieren. Insofern ist er ein typischer Apparatschik der rotgrünen DDR 2.0.
    Mich interessiert eigentlich nur, ob er ein Dummkopf ist, der den Sozialkunde-Unterricht verschlafen hat oder ein antidemokartischer Agitprop-Aktivist, der ganz bewusst verfassungsfeindliche Parolen streut.
    Eine dritte Möglichkeit gibt es ja nicht.

  101. Berliner Stromnetz und Campact…….viel Spass beim Geld aus dem Fenster werfen.

    Strom um jeden Preis – die Energie-Rechnung der Koalition

    Der Aufbau eines Stadtwerkes und die Übernahme der Stromnetzkonzession durch das Land werden Kosten in Millionenhöhe verursachen. Um die Risiken der diversen Rekommunalisierungsprojekte abzusichern, will der Senat darüber hinaus Bürgschaften von bis zu sechs Milliarden Euro in den künftigen Doppelhaushalt einstellen………

    Für das Stadtwerk kalkuliert Müller mit Betriebsverlusten von acht Millionen Euro pro Jahr der Laufzeit des Doppelhaushaltes. Zusätzlich will sich Müller weitere acht Millionen Euro als sogenannte Verpflichtungsermächtigungen garantieren lassen, um auch im Folgejahr ein Minus ausgleichen zu können. Zusätzlich sieht Müller für die Stadtwerksgründung Ausfallbürgschaften von bis zu fünf Millionen Euro für zwei Jahre vor.

    Tja…….dummerweise ham sa aber net mit den Europäischen Wettbewerbsgesetz gerechnet…….

    Finanziell riskanter und obendrein politisch im Grundsatz innerhalb der Koalition weitaus strittiger ist aber die Übernahme des Stromnetzes von Vattenfall. Trotz des möglichen Volksentscheids lässt sich das per Gesetz nicht einfach verordnen. Das Stromverteilnetz muss entsprechend dem europäischen Wettbewerbsrecht in einem „diskriminierungsfreien Verfahren“ an den besten Bieter vergeben werden.

    Dumm gelaufen, würd ick mal so sagen……..oder anders gefragt, wer bezahlt denn Campact dafür, Vattenfall aus den Rennen zu schubsen?
    Das liebe Berliner Pleitejungens und -Mädels…….werdet ihr erfahren, wenn die Berliner Stromnetze an so ein geilen Finanzhai gehen, der euch auch noch die letzten Groschen aus der Rippen zerrt.
    Joo……Ihr könnt nicht mal „Flughafen“…….bildet euch aber ein, dat Stromnetz in Bürgerhand zu kriegen…..bähh, wer rechnet sich denn da wieder ein paar gut bezahlte Posten aus?
    Sorry…….ick lach mich schon heute scheckig über so viel Naivität.

    H.E.

  102. Es gibt ein paar News zum Greentec-Skandal.

    Auf die Online-Petition und den offenen Brief der Nuklearia an die Jury wurde ja oben bereits hingewiesen. Hier noch einmal die Links, damit das auch niemand versäumt:

    Petition

    Offener Brief

    Dann hat Wiwo-Green seine Stellungnahme zum DFR um einen erklärenden Text erweitert. Der Text gefällt mir gut. Er ist sehr sachlich und faßt die Vorteile des Systems noch einmal zusammen, Zitat:

    Ist der Dual Fluid Reactor (DFR) Teufelswerk? Oder bietet er die Lösung für die Energieprobleme der Welt? Wie immer, wenn eine Diskussion auf ideologischer Basis geführt und von Ängsten geleitet wird, könnte sie aus dem Ruder laufen. Dabei ist der DFR lediglich die Weiterentwicklung eines Konzepts, das bereits in den Fünfziger- und Sechzigerjahren teilweise erfolgreich realisiert wurde. Flüssigsalzreaktoren gehören zu den Systemen, denen Experten gute Zukunftschancen einräumen. Sie produzieren keine Spaltprodukte, die Jahrtausende lang von der Umwelt abgeschlossen werden müssen, sie explodieren nicht wie die Reaktoren in Tschernobyl, Three Mile Island und Fukushima und sie haben keinen Kern, der schmelzen könnte. Da sie den Brennstoff um ein Vielfaches besser ausnutzen als herkömmliche Reaktoren würde der DFR die Energieversorgung für viele Jahrhunderte sicherstellen. Vor allem China arbeitet intensiv an der Entwicklung dieses Reaktortyps…

    Ich hoffe mal nicht, daß dies nun der von Tichy per Twitter angekündigte Text ist. Eine Reportage mit Bildern und ggf. ein „pro“ und „contra“ in der gedruckten Ausgabe hätte ich schon erwartet.

    Man beachte aber, daß Wiwo-Green die Fakten korrekt wiedergibt und die Funktionsweise des Systems korrekt beschreibt. Hiermit ist klargestellt, daß das IFK in seiner Bewerbung keine falschen Angaben getätigt hat, wie seitens der Greentec-Macher seit einigen Tagen behauptet. Auch ist klar, daß die Pressemitteilung der Greentec-Macher, in der inhaltliche Zweifel am Konzept thematisiert werden, fachlich unhaltbar ist.

  103. Folgenden Kommentar habe ich dann auch bei Wiwo-Green abgesetzt:

    Klasse. Vielen Dank für die Ergänzung des obigen Textes, der hoffentlich die Diskussion versachlicht.

    Ich hoffe mal nicht, daß dies nun der von Herrn Tichy per Twitter angekündigte Text ist. Eine Reportage mit Bildern und ggf. ein “pro” und “contra” in der gedruckten Ausgabe hätte ich schon erwartet.

    Aber Sie geben die Fakten korrekt wieder und beschreiben die Funktionsweise des Systems (soweit dies allgemeinverständlich möglich ist) ebenfalls korrekt.

    Hiermit ist klargestellt, daß das IFK in seiner Bewerbung keine falschen Angaben getätigt hat, wie seitens der Greentec-Macher seit einigen Tagen behauptet. Auch ist klar, daß die Pressemitteilung der Greentec-Macher, in der inhaltliche Zweifel am Konzept thematisiert werden, fachlich unhaltbar ist.

    Die Frage, ob wir ein solches System tatsächlich mit heutigen Technologien (bspw. mit modernen Materialien) so bauen können, daß es alle seine Vorteile ohne Abstriche bei der Sicherheit ausspielen kann, ist in der Tat offen. Ich denke, man sollte es nicht nur versuchen, man muß es sogar. Gesetze müssen dafür auch nicht geändert werden, Forschungsreaktoren und im Prinzip auch solche, die nicht “gewerbsmäßig Elektrizität” produzieren, sind weiterhin genehmigungsfähig.

    Es ist einfach nicht zukunftsweisend, wenn ein Hochtechnologieland wie Deutschland sich aus einer wichtigen Spitzentechnologie ohne jede Not zurückzieht.

    Sie schreiben weiter oben:

    “Ein weiteres Argument: Mit der Entscheidung für den Atomausstieg in Deutschland sei diese Technologie hierzulande nicht mehr relevant. Die beim Award ausgezeichneten Technologien sollen aber eine Vorbildfunktion für deutsche Ingenieure und Unternehmen haben.”

    Man darf die Realitäten nicht ausblenden, das wäre fahrlässig. Wir haben nun einmal die LWR in Deutschland und wir haben abgebrannte Brennelemente mit teils langlebigen und toxischen Nukliden sowie schwachaktive verstrahlte Anlagenteile. Für Rückbau, Zwischen- und Endlagerung sowie Transport und sichere Handhabung dieser Dínge benötigen wir auf Jahrzehnte hinaus kerntechnische Expertise. Tatsächlich ist der Ausstieg eine Jobgarantie für jeden mit entsprechender Ausbildung. Schaut man sich die Studentenzahlen in diesen Fächern an, kommt man schwer ins Grübeln. Es absolut notwendig, um wissenschaftlichen und technischen Nachwuchs in diesem Bereich zu werben.

    Weiterhin müssen wir auch im eigenen Land die Expertise vorhalten, die Aktivitäten anderer Ländern bewerten und beurteilen zu können. Gerade auch in sicherheitstechnischer Hinsicht.

    Schließlich – und das ist mal meine Einschätzung – wird es in Deutschland nie ein Endlager geben. Ein solches ist politisch an keinem denkbaren Standort durchsetzbar. Nicht nach Möglichkeiten zu suchen, die langlebigen und toxischen Stoffe zu vernichten, wäre verantwortungslos, gerade auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten. Warum wollen wir denn unseren Nachkommen dieses Problem unbedingt überlassen, wenn wir es doch selbst lösen können?

  104. @heller #103
    toller kommentar.

    aber ich hab trotzdem wasim nachtrag zum meckern gefunden 😀
    is aber eigtl harmlos:

    @redaktion

    vielen dank für den sachlich korrekten nachtrag.

    eine anmerkung jedoch…: “Der gesamte Prozess findet bei Umgebungsdruck statt, sodass dicke Reaktorbehälter, wie sie heutige Anlagen mit Drücken von ein paar 100 bar benötigen, überflüssig sind.”
    drücke von ein paar 100bar werden sie in kernkraftwerken nicht finden. diese aussage trifft eher auf konventionelle kraftwerke zu (derzeit frischdampfdrücke von um die 270bar, speisewasserseitig >300bar)
    in kernkraftwerken sind die gefahrenen drücke um einiges niedriger

  105. #103

    klasse, Peter!

  106. #102

    sie explodieren nicht wie die Reaktoren in Tschernobyl, Three Mile Island und Fukushima

    Pedanterie: Explodiert im engeren Sinne (durch eine außer Kontrolle geratene nukleare Reaktion) ist nur der Reaktor in Tschernobyl; Three Mile Island und Fukushima hatten wohl „nur“ eine Kernschmelze.

  107. #85 Moin Tritium,
    ich möchte auch mal zu Fortschritt unseres Landes beitragen!
    Neben dem täglichen „Geschäft“ kommen mir auf Klo immer fantastische Iden:
    Der KOPRO-SEPARATOR. Er hält die fiesen Bakterien zurück und entlastet so die Kläranlagen.
    Wie wär`s?

    MfG GS

  108. Leute schaut euch erst den Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert an. Und Brennwertkessel erreichen i.d.R. eine max. Abgasabkühlung auf 60°C, da erreichen die noch nicht einmal den gesamten Heizwert = noch nicht einmal Heizwertkessel. Das ist lediglich ein Marketing Gag. Die kondensieren im Kamin und mind. 11% der Energie ist nicht genutzt. Man sollte sich zu solchen Themen nicht lediglich mit Halbwissen äußern

  109. @Aufklärer
    Wat nützt der beste Brennwertkessel…..wenn der hydraulische Abgleich fehlt.

    Wichtig ist es auch, in der Heizungsanlage einen hydraulischen Abgleich durchzuführen. Hierbei wird für jeden Heizkörper die Durchlaufmenge des Heizwassers auf die Menge begrenzt, welche zur Erreichung der Heizleistung notwendig ist. Nur so ist sichergestellt, dass ein nah an der Heizungsanlage montierter Heizkörper, von dem warmes Rücklaufwasser zurückfließt, nicht die Rücklauftemperatur anhebt und damit den Brennwerteffekt vernichtet. Eine Studie der Verbraucherzentrale weist nach, dass bei der Mehrzahl der Heizungsanlagen kein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde und in diesen Anlagen kein zufriedenstellender Brennwerteffekt erzielt wird.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Brennwertkessel

    Dat liegt aber allermeist am Heizungsmonteur……..und net am Kessel.
    Wenn dat nämlich vernünftig eingestellt ist, kann man sich den nachträglichen Einbau eines Abgaswärmetauschers sparen……und dessen Verkäufern ne lange Nase drehen….gelle.
    Ähmmm Halbwissen…….leg Dir nich mit Onkel Heinz an…….der is nämlich Heizer.
    Verkauf Dein Scheiß wo anders aber nich hier bei den Profis.
    H.E.

  110. Einstweilige Verfügung des Berliner Kammergerichts: Der Dual-Fluid-Reaktor ist nun doch für GreenTec Awards nominiert. Hier die ganze Geschichte: http://rainerklute.wordpress.com/2013/07/31/einstweilige-verfuegung-dual-fluid-reaktor-nun-doch-fuer-greentec-awards-nominiert-2/

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