Mythos Energiespeicher

4. Juli 2016 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Nur mit innovativen Energiespeichertechnologien könne die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden, heißt es oft. Ein Mythos. Wie der neue Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung zeigt, besteht das Ziel der gegenwärtigen Energiepolitik vor allem in der Verknappung des Angebots. Speicher helfen nur, den künftigen Energiemangel besser zu verwalten.

Energie hat keinen Wert, wenn sie nicht jederzeit und überall in bedarfsgerechter Menge zur Verfügung steht. Einem Stromanbieter, der allzu häufig nicht liefern kann, würde kein Kunde sein Vertrauen schenken. Eine Tankstelle, die allzu häufig keine Treibstoffe anbietet, würde niemand anfahren. Versorgungssicherheit ist aber mehr als nur eine Produkteigenschaft, die Energieanbieter gewährleisten müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Ohne das Vertrauen darauf, jederzeit Energie zu deren Betrieb zur Verfügung zu haben, würde man sich weder einen Computer, noch ein Automobil anschaffen. Energie ist nicht nur erforderlich, um unsere Grundbedürfnisse hinsichtlich Nahrung, Kleidung, Wohnraum, Hygiene und medizinischer Versorgung zu stillen, sie bildet auch die Basis aller Wertschöpfung und allen aus dieser entstehenden Wohlstands. Eine gesicherte Versorgung beinhaltet zudem nicht nur die Unabhängigkeit von Zeit und Ort, sondern auch die Bereitstellung beliebiger Mengen. Denn man will sich ja nicht mit seinem Nachbarn darüber streiten, wer nun seinen Fernseher zum Endspiel der Europameisterschaft einschalten darf, weil nicht genug elektrische Energie für beide vorhanden ist. Versorgungssicherheit bedeutet die Möglichkeit zur Bedarfserfüllung, ohne dazu die Freiheiten anderer beschneiden zu müssen.

Die Ausgangsbedingungen für ein Energiesystem, das diese Versorgungssicherheit garantiert, sind auf diesem Planeten nicht gerade günstig. Zur Gewinnung von Energie müssen die Energieflüsse angezapft werden, die in der Umwelt stattfinden. Strömendes Wasser, Sonnenlicht, Wind oder auch Erdwärme sind aber an gewisse geographische Bedingungen gebunden, sind von Wetter, Tageszeit oder gleich von mehreren dieser Kriterien abhängig. Um eine Versorgung ohne räumliche und temporäre Einschränkungen zu ermöglichen, ist es daher erforderlich, diese in energetische Potentiale umzuwandeln, die man in Speichern aufbewahren und mittels geeigneter technischer Vorgehensweisen in der jeweils gewünschten Form zum jeweils gewünschten Zeitpunkt wieder freisetzen kann.

Energiesystem

Bis vor etwa 200 Jahren hat die gesamte Menschheit in einer Welt des Energiemangels gelebt, da nur ein einziger Speichertyp zur Verfügung stand. Viele Regionen außerhalb der industrialisierten Länder leiden noch heute unter ihrer Abhängigkeit von der Biomasse. Pflanzen wandeln durch die Photosynthese Sonnenlicht in chemische Energie um, aus der man Prozesswärme für allerlei Aktivitäten gewinnen kann – vom Kochen bis zur Eisenverhüttung. Auch ernährt die Bioenergie Tiere und Menschen, deren Muskelkraft während fast der gesamten Menschheitsgeschichte fast alle anfallende Arbeit zu leisten hatten. Ein Energiesystem außerordentlicher Fragilität mit geringer Skalierbarkeit bildete über Jahrtausende die Basis der Zivilisation. Eine schlechte Ernte konnte zur Katastrophe führen. Luxus für wenige beruhte auf der Ausbeutung der Arbeitsleistung vieler. Es war die Zeit in der – metaphorisch gesprochen – nur der Adel Fernsehen schauen und sein Auto tanken konnte, aber niemand sonst. Wachstum zur Verbesserung der Lebensbedingungen erforderte Gebietserweiterungen, erforderte die Einverleibung zusätzlicher Ackerflächen, Wälder und Fischgründe, was häufig nur auf Kosten anderer möglich war.

Man mag nun einwenden, die Situation stelle sich heute vor dem Hintergrund der enormen Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft doch anders dar. Dementsprechend sieht die Energiewende ja auch Biomasse als wichtigsten Primärenergieträger der Zukunft. Zu beachten ist allerdings die geringe Effizienz der pflanzlichen Photosynthese. Etwa 1.000 kWh an Energie gelangen aufgrund der Sonneneinstrahlung in jedem Jahr durchschnittlich auf jeden Quadratmeter Deutschlands. Nur etwa 2% davon werden durch die pflanzliche Photosynthese verwertet. Hinzu tritt der Aufwand für die Bodenbearbeitung selbst, für Traktoren, Mähdrescher, für Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Schließlich bedarf auch die Umwandlung der so gewonnenen Biomasse in nützliche Energieträger wie Biodiesel oder Biogas einer gewissen Menge Energie. Netto holt Deutschland derzeit pro Jahr etwa 7,5 kWh an Bioenergie aus jedem dafür genutzten Quadratmeter. Würde die gesamte derzeitige landwirtschaftliche Nutzfläche (Acker- und Weideland) zur Biogas oder Biodiesel-Herstellung eingesetzt, kämen immerhin rund 5.400 Petajoule zusammen. Weniger als die Hälfte des derzeitigen Bedarfs. Gut, man spare noch etwas ein und rode alle Wälder. So könnte Deutschland seine Energie vielleicht auch heute noch fast vollständig aus Biomasse gewinnen, ganz wie im 18. Jahrhundert. Das Land außerhalb der Siedlungen wäre dann vollumfänglich bedeckt von Raps-, Mais-, und Kornfeldern. Sollte aber der Energiebedarf steigen, gäbe es ebenso ein Problem, wie bei einer schlechten Ernte. Biomasse setzt Grenzen, hinsichtlich der Menge an Fahrzeugen, die betankt, der Menge an Gütern, die produziert, der Menge an Elektrogeräten, die betrieben werden könnten.

Es gibt andere Möglichkeiten, das Sonnenlicht zu nutzen, zum Beispiel dessen direkte Verwandlung in Strom durch Solarzellen. Diese Elektrizität wäre für die Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint, durch einen Speicher zu puffern. Als besonders effektives Speichermedium bietet sich Wasserstoffgas an, da es nicht nur Turbinen in Kraftwerken, sondern auch Motoren aller Art antreiben oder die Energie für industrielle Hochtemperaturprozesse liefern kann. Zur Einordnung dieses „Power-to-Gas“-Szenarios seien optimistische Wirkungsgrade von 20% für zukünftige Solarzellen und von 30% für die nachgeordnete Elektrolyse angesetzt. Nach Abzug der für Herstellung, Aufbau und Wartung der Technik erforderlichen Energie könnte diese Umwandlungskette immerhin rund 50 kWh an Energie pro Jahr aus jedem Quadratmeter Deutschlands ziehen. Zur Deckung des gegenwärtigen Energiebedarfes wäre „nur noch“ ein Fünftel der Landfläche mit Solarzellen zu pflastern.

Ganz gleich, welche andere Speichertechnologie (Akkumulatoren, Pumpspeicher, Druckluftspeicher, Schwungräder) genutzt werden soll, ganz gleich, welche anderen natürlichen Energieflüsse man auf welche Weise anzapft (Laufwasser, Wind), ganz gleich, in welcher Kombination diese Möglichkeiten eingesetzt werden sollen, das Ergebnis ist immer dasselbe: Ein enorm hoher Flächenverbrauch, der Fragen nach Realisierbarkeit und Skalierbarkeit aufwirft.

Oft begegnet man der Aussage, Energiespeicher, insbesondere Stromspeicher, wären die Schlüssel zum Erfolg der Energiewende. Das ist falsch. Die Entwicklung neuer Speichertechnologien ändert am grundsätzlichen Problem überhaupt nichts. Das Versorgungssystem, das unserer Bundesregierung vorschwebt, kann nur bei einer massiven Reduzierung des Energiebedarfs funktionieren. Weil es auf die absolut limitierte Ressource „Fläche“ zurückgreift. Es beinhaltet außerdem eine weitere konzeptionell bedingte Obergrenze des möglichen Energieumsatzes, da man die Speicher nicht schneller entleeren darf, als sie wieder gefüllt werden. Sonst bleibt einem am Ende eines kurzen Wintertages bei Windstille nur die Wahl: Entweder heizen oder fernsehen, aber nicht beides. Speicher sind zwingend erforderlich, um auf Basis volatiler Quellen überhaupt ein stabiles Stromnetz errichten zu können. Den Energiehunger der Welt aber können sie nicht stillen.

Denn Energiespeicher sind keine Energiequellen. Sie sind Maschinen, die Arbeit leisten, um eine Energieform in eine andere umzuwandeln, und dabei Energie verbrauchen. Sie speichern Energieflüsse als Energiepotentiale entweder durch die Veränderung der Lage oder des Bewegungszustandes von Materie im Feld der Gravitation, oder durch die Veränderung der Lage von Ladungsträgern in elektromagnetischen Feldern. Mehr Optionen bietet die Physik nicht. Da die elektromagnetische Wechselwirkung stärker ist als die der Schwerkraft, weisen (elektro-)chemische Speicher höhere Energiedichten auf und bedürfen weniger Ressourcen. Sie sind daher grundsätzlich effektiver und meist auch (kosten)effizienter. Das in dieser Hinsicht beste denkbare Speichermedium ist bereits bekannt. Es handelt sich um den oben erwähnten Wasserstoff, dessen atomare Struktur die höchste massenbezogene Energiedichte aller chemischen Speicher ermöglicht. Einen Wunderspeicher, der die Eigenschaften des Wasserstoffes in dieser Hinsicht übertrifft, kann es nicht geben.

Leider ist Wasserstoff unter irdischen Temperaturbedingungen ein Gas, das viel Volumen einnimmt und daher nur mit hohem Aufwand lager- und transportfähig wird, beispielsweise durch Verflüssigung bei tiefen Temperaturen. Eine Option besteht allerdings darin, ihn mit langen Ketten aus Kohlenstoffatomen zu verbinden. Dann ist er ohne weitere Schwierigkeiten als Flüssigkeit oder gar als Feststoff handhabbar.

Kohlenwasserstoffe als Energiespeicher der Zukunft? Moment mal, war da nicht was?

Genau, Kohlenwasserstoffe sind bereits als Energiequellen etabliert. Weil sie neben der Biomasse (Kohlenhydrate) der einzige chemische Energiespeicher sind, den uns die Natur bereits zur Verfügung stellt. Andere, wie Azane (Verbindungen aus Stickstoff und Wasserstoff, beispielsweise Ammoniak) oder Schwefelwasserstoffe, sind schlicht zu selten, um eine Option zu bedeuten. Aber Kohlenwasserstoffe wie Braun- und Steinkohle, Erdöl, Erdgas oder Methanhydrat finden sich massenhaft in weiter Verbreitung. In ihnen werden seit Jahrmilliarden Sonnenlicht, Schwerkraft und Erdwärme ohne menschliches Zutun abgelegt und aufbewahrt. Ihre Nutzung ist kostenlos, denn so wenig, wie uns die Sonne eine Rechnung schickt, formulieren auch Karbon, Perm und Trias diesbezügliche Ansprüche.

Als Ursache der industriellen Revolution gelten häufig Fortschritte in der Maschinentechnik. Tatsächlich aber liegt ihr eine Veränderung des Energiesystems weg von der Biomasse hin zur Nutzung fossiler Kohlenwasserstoffe zugrunde. Aus einem fragilen Mangel entstand in wenigen Jahrzehnten eine gesicherte Energieversorgung, die auch wachsende Bedarfe jederzeit erfüllen konnte. Heute leben wir in der westlichen Welt in Gesellschaften, in denen Wohlstand nicht auf Ausbeutung und Sklaverei basiert und daher für alle möglich wird. Der Rückgriff auf die von der Natur in Kohlenwasserstoffen gespeicherte Energie weist auch eine moralische Komponente auf. Noch mehr Energie steckt nur im Potential der starken Kernkraft, aber das ist eine andere Geschichte.

Alle Diskussionen über Kosten entlang der unterschiedlichen Energieumwandlungssysteme sind Scheindebatten. Zumal diese meist nicht die Effektivität einer Technologie wiederspiegeln, sondern das Ausmaß politischer Eingriffe. Alle Hoffnungen auf neuartige Speichertechnologien sind fehlgeleitet, denn Speicher, die uns nicht von der Natur geschenkt werden, sind Wandler und keine Erzeuger. Die Kernaufgabe einer zukunftsfähigen Energiepolitik ist die Sicherstellung von Versorgungssicherheit. Und da geht es primär nicht um ein stabiles Stromnetz, sondern vor allem um die Bereitstellung der Menge an Energie, der die Menschen bedürfen, um ihr Leben wie heute gestalten und stetig verbessern zu können.

Ein Versorgungssystem, das nicht auf die natürlichen Speicher Kernkraft oder fossile Kohlenwasserstoffe zurückgreift, das neben Biomasse nur das Anzapfen von Energieflüssen aus der Umwelt, wie der solaren Einstrahlung, dem fließenden Wasser oder tanzenden Luftmolekülen gestattet, mag in bestimmten Regionen genügen. Für ein hochindustrialisiertes und dichtbesiedeltes Land wie Deutschland bedeutet es dagegen vor allem eine Begrenzung der absoluten Menge an verfügbarer Energie. Auf ein Maß, das weit unter dem heutigen Bedarf liegt. Auf ein Angebot, das nicht mehr ausgeweitet werden kann. Die Energiewende soll ein solches System erzwingen. Sie beinhaltet nicht in erster Linie den Umstieg auf volatile Energieflüsse als Basis der Stromproduktion. Sie bedeutet vor allem eine Verknappung des Angebotes. Weswegen angenehm leuchtende Glühbirnen, leistungsstarke Staubsauger, wirksame Waschmaschinen, effektive Heizungen, flexible Fahrzeuge oder saftige Steaks gar nicht unbedingt im Rahmen eines „Klimaschutzplans“ verboten werden müssen. Man wird sie sich im klimaneutralen Deutschland das Jahres 2050 schlicht nicht mehr leisten können. Über die Frage, wer dann zum Endspiel den Fernseher einschalten darf, entscheidet ein smartes Stromnetz per Zufallsgenerator. Die Digitalisierung gestattet, Energiearmut gleichmäßig zu verteilen. Dies ist die energiepolitische Vision unserer Regierung. Für diese subventioniert sie Biomasse, Windkraft und Photovoltaik, für diese will sie „intelligente Stromzähler“ vorschreiben, für diese steckt sie Mittel in die Erforschung von Speichertechnologien. Die Verbesserung unserer Lebensumstände durch eine Ausweitung des Energieangebotes, man denke an moderne Bergbautechnologien wie das Fracking, an Kernreaktoren der vierten Generation, an die energetische Nutzung von Atommüll, steht nicht auf ihrer Agenda.

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59 Kommentare
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  1. Zur Netzstabilität: Derzeit bzw. früher war die Last das nicht vorhersehbare (sagt der Chef von 50 Hertz) -- jetzt halt die Erzeuger.
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energiewende-80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem/13688974.html

    Zitat: „Über die Frage, wer dann zum Endspiel den Fernseher einschalten darf, entscheidet ein smartes Stromnetz per Zufallsgenerator.“

    Da muss ich wiedersprechen! Ich befürchte, dass es dann wie im Gesundheitswesen eine zwei-Klassen-Gesellschaft gibt: teurere Stromtarife ohne „Lastabschaltung“ und günstigere für den armen Teil der Bevölkerung aber mit Stromabschaltungen.
    Aber mal abwarten. Wenn jetzt schon Li-Speicher für 500 €/kWh realisierbar (aber nicht kaufbar :() sind, dann werden die noch deutlich günstiger (Produktionserhöhung, Forschung; aber halt nicht in Deutschland :().

  2. Unbegreiflich, welch absurder Realitätsverlust bei den unbeirrbaren Verfechtern und Gläubigen der erneuerbaren Energie herrscht. Selbst der Dümmste lädt nicht 20 Gäste zur Feier ein, kauft eine Flasche Schnaps nebst Sechserpack und glaubt, es würde eine feuchtfröhliche Party. Aber in der Energiewende scheint alles möglich. Mir sind diese Menschen unheimlich.
    So erzählt mir z.B. ein selbständiger Computerfachmann mit dem Brustton der Überzeugung, es wäre alles nur eine Frage der Zeit, bis genügend Speichermöglichkeit zur Verfügung steht. Selbst Flugzeugbauer wie Airbus und Boing bauen bereits an elektrobetriebenen Passagierflugzeugen. Man bräuchte schließlich nur die Tanks als Batterielager nutzen. Mein Einwand, 1 kg Batterie wären gerade mal 300 W und 1 kg Kerosin 11 kw ließ er nicht gelten, den schließlich wären bei einer Turbine ja nur 30% des Kerosins nutzbar. Im Übrigen werden dann die Tragflächen mit Solarzellen überzogen und das erhöhe die Reichweite ungemein……. Dieser Mann ist nicht dumm, aber irgendetwas fehlt, mindestens die Erkenntnis, das auf Tag auch Nacht folgt.
    Andere wiederum sehen in der Wasserkraft enorme Möglichkeiten der Speicherung. Spätestens bei der Frage nach dem zweiten, höherplazierten Speicherbecken und der erforderlichen Wasserzufuhr schauen viele ungläubig drein. Endgültig für einen Schwachkopf, der alles nur kaputtreden will, halten sie mich, wenn ich den Bodensee als adäquaten Speicher bennene, der die erforderliche Energiemenge für Deutschland für einen oder zwei Tage bereithalten könnte. Wenn ich dann noch den zweiten Bodensee in 200 m über dem eigentlichen See in Spiel bringe, wenden sie sich ab und reden über die enormen Gewinnchancen für Anleger im Markt der „eneurbaren“ Energie.

    Meine eigenen Erfahrungen mit solarer Energie sind beschränkt auf 10 Jahre Brauchwassererwärmung mit Solarpanelen. Im Sommer können 20 Leute am Tag warm duschen (manchmal) und im Winter niemand. Zähle ich Wartung und Reparatur zusammen, habe ich nur draufgezahlt und persönlich nichts gespart. Zwar sind viele Liter Öl bei mir nicht verbraucht worden, aber die Energiebilanz der Anlage macht diesen Vorteil zunichte.

    Wie im richtigen Energiewende-Leben. Stets verfügbare Hintergrundenergie ist unverzichtbar.

    Herr Heller, vielen Dank für Ihre detaillierte Schilderung der wahren Umstände. Sie passen 1 : 1 zu meinen Erfahrungen.

    Andreas II

  3. Danke Herr Heller. Ich befürchte nur, dass diese von Ihnen aufgezeigte Realität von unseren maßgeblichen „Entscheidern“ in Regierung, diversen Ämtern, NGO`s, Parteien etc. pp. weiterhin nicht zur Kenntnis genommen wird. Diese Leute haben um sich einen Schutzwall wider der Erkenntnis aufgebaut, auf dass davon ja nix durchdringen möge. Wenn ich mir den Schwachsinn im sog. „Klimaschutzplan“ 2050 so ansehe, muß am Verstand der Planer gezweifelt werden. Es ist für mich nach wie vor unbegreiflich, wie mit vollständiger Abwesenheit von Verstand Politik gemacht wird! Aufgrund meiner fortgeschrittenen biologischen Uhr werde ich 2050 wohl kaum erleben, mir tut es nur leid für meine Kinder und Enkelkinder, die diesen „Sch****“ ausbaden müssen.

    karl.s

  4. @ Heller:

    Sie haben natürlich recht mit ihrer Vermutung, dass der Kern des gesamten Energiewendeplans eine drastische Reduzierung des Verbrauchs ist -- die Verfechter das Plans sind natürlich schlau genug zu wissen, dass diese auch notwendig ist, um ihre Utopie umzusetzen. Und „sparen“ klingt ja zunächst nicht schlecht; nur leider werden eben die Konsequenzen nicht beim Namen genannt.

    Ein anderer Punkt, den man vielleicht noch erwähnen könnte: Sie gehen in Ihrem Artikel von einer Energieautarkie Deutschlands aus. Das ist m.E. aber selbst auf dem Strommarkt gar nicht erwünscht (und sicherlich auch nicht sinnvoll, wenn man die gesamte Energiebilanz betrachtet).

    Stichwort des Ministeriums: „Wie können wir die Potentiale des EU-Binnenmarktes (z. B. beim EE-Ausbau, Speicherkapazitäten, gesicherte Kraftwerksleistung) optimal nutzen?“

    Sprich: Warum soll man seinen Strombedarf selbst decken, wenn man auch die Nachbarn anzapfen kann? KKW scheinen ja niemanden sonderlich zu stören, so lange sie von der deutschen Grenze aus nicht zu sehen sind. Und auch CO2 ist kein Problem, so lange es nicht in Deutschland entsteht. Dass die „Vorbildrolle der Enegiewende“ in so einem Nullsummenspiel zur Lachnummer wird: Egal. Kennt man schon vom Emissionshandel. Was zählt, ist der Wille.

  5. #2 Andreas II

    Unbegreiflich, welch absurder Realitätsverlust bei den unbeirrbaren Verfechtern und Gläubigen der erneuerbaren Energie herrscht.

    das nennt man eine komplette Gehirnwäsche.

    Als ich einem PC Service Mann sagte, dass in Fukushima 30000 nicht verstrahlt wurden, sondern ertranken, fing er an hysterisch zu lachen über meine Blindheit.
    Der Klimaschutzplan für D ist Makulatur. 2050 werden wir ein Kalifat sein und die Scharia wird gelten. Conchita Wurst wird keine Überlebenschance haben und die Kommunisten sind am Ziel.

    [@ Rassbach: Unter meinen Artikeln wird über Energiepolitik diskutiert -- und nicht über Flüchtlinge. Video daher gelöscht. Ihre Bestrebungen, jedes, aber auch wirklich jedes Thema hier immer und immer wieder mit der Flüchtlingskrise zu verbinden, gefallen mir nicht. Lassen Sie das, sonst sperre ich Sie. Sie können über Flüchtlinge überall im Netz diskutieren, Sie finden dazu nun wirklich genug Material auf der Achse des Guten und bei Tichys Einblick. Hier gehört das nicht hin. Und das hat nichts mit Ihrer Meinung zu tun, sondern mit dem Konzept dieser Seite. Admin Heller]

  6. Richtig, Deutschlands Energiewende setzt vor allem auf Energieeffizienz und Einsparung. Anders ist das aufgrund des Flächenbedarfes der EE nicht zu machen.

    Da muss ich wiedersprechen! Ich befürchte, dass es dann wie im Gesundheitswesen eine zwei-Klassen-Gesellschaft gibt: teurere Stromtarife ohne „Lastabschaltung“ und günstigere für den armen Teil der Bevölkerung aber mit Stromabschaltungen.

    Sehe ich auch so. Strom wird nur noch unbegrenzt für Leute zur Verfügung stehen, die es sich leisten können.

    Und die Stromkunden bekommen Stromkontingente zugewiesen, nach Geldbeutel. Und es wird Sperrstunden für Waschmaschinen, E-Heizungen, etc. geben. Jeder bekommt ein Strommeter ins Haus (rot, Sperrstunde, grün, alle Geräte nutzbar) und darf energieintensive Geräte nur einschalten, wenn die Sonne scheint und der Wind wehrt. Ausgenommen die Reichen.

  7. PS

    Und das wird richtig lustig, wenn man den Verkehr auf E-Mobilität umstellt und der Tank nach 100 km leer ist und die Stromampel auf rot steht. Oder Autos als Energiespeicher verwendet/ Smartgrid und der Tank am Morgen leer ist. Dann dürfen nur noch Autos mit dem Kennzeichen XYZ betankt werden und fahren und alle anderen nicht mehr.

  8. PPS

    Und eine Energiekrise hatten wird schon mal … Ölkrise in den 70er Jahren …. Da gab es Fahrverbote und man konnte auf der Autobahn zu Fuß gehen und Rad fahren. Bei den EE wird das hingegen ein Dauerzustand.

  9. PPPS

    1990 haben meine Eltern ein Sommer-Blockhaus auf der Sonneninsel Fehmarn gebaut. Einner der sonnenreichsten Plätze in Deutschland. Mein Vater hat sich ein PV-Modul (Monokristalin mit hohen Wirkungsgrad) besorgt und Gel und normale Akkus und richtetet das Modul immer nach der Sonne aus. Damit konnte man ein kleines 12 V TV am Abend einige, wenige Stunden betreiben. Für Licht/ Dauerbeleuchtung reichte es nicht. Wir zündeten Kerzen an. Einen Kühlschrank gab es nicht, auch keine Waschmaschine, oder Staubsauger. Erdloch und Waschsalon und Besen mussten reichen. Das ging von April bis September. Im Herbst und Winter war Schicht im Schacht.

    So sah das aus:

    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=9b83ad-1467714464.jpg

    Ich weiß daher genau, wie ein Leben mit EE aussieht. Diejenigen, welche sich als EE-Experten bezeichnen und ihren EE-Strom nur gewinnträchtig ins Netz einspeisen offensichtlich nicht.

  10. Herr Heller,

    Die Energiewende geht weiter, trotz Diskussion, die Flüchtlinge kommen mit oder ohne Diskussion, ich sprach eigentlich nur über gehirngewaschene Gutmenschen, die sich über ihren eigenen Nieder-oder Untergang freuen.

  11. Übrigens habe ich gerade festgestellt, daß mich Simone Peter (BuVo Grüne) auf Twitter blockiert hat. Ich habe allerdings keine Ahnung, warum und auch kann ich nicht sehen, wann das geschehen ist. Scheint sich über meine Texte zur Energiewende sehr zu ärgern, ein anderes Motiv erkenne ich nicht.

  12. Michael krüger sagt.

    Mein Vater hat sich ein PV-Modul (Monokristalin mit hohen Wirkungsgrad) besorgt und Gel und normale Akkus und richtetet das Modul immer nach der Sonne aus.

    Ich weiß daher genau, wie ein Leben mit EE aussieht. Diejenigen, welche sich als EE-Experten bezeichnen und ihren EE-Strom nur gewinnträchtig ins Netz einspeisen offensichtlich nicht.

    Nein Herr Krüger,

    Sie wissen lediglich wie ein EE Leben genau mit „Einem“ PV Modul aussieht.

    Ihre Aussage ist symptomatisch für diese ideologische Diskussion hier.

  13. Ich möchte noch hinzufügen…

    Es bedarf nicht nur einer Stromversorgung die unbegrenzt und zu jeder Zeit den benötigten Strom liefern kann sondern auch ein System dass diesen Strom billigst erzeugen kann. Erzeugen heißt nich Anschaffungskosten sondern Produktions- Betriebs- und Instandhaltungskosten.
    Nur wenn der Strom/Energie ausreichend zu jeder Zeit und billigst zur Verfügung steht, dann werden wir eine Gesellschaft haben, die in Wohlstand und Frieden leben kann.

  14. 11. Peter Heller

    Scheint sich über meine Texte zur Energiewende sehr zu ärgern

    Tja, Herr Heller, sowat kommt von sowat 😉 sagte meine Oma immer. Wer gegen das grüne Gutmenschentum schreibt, ist da natürlich nicht gut gelitten. Da sorgt sich dann auch schon mal die Obergrüne höchstpersönlich um eine „Abstrafung“. Ich gehe mal davon aus, dass die Gutste hier dann auch schon mal reingeschaut hat. Vielleicht kann Sie sich ja mal erklären. Aber das wäre wohl zuviel verlangt. Sachliche Auseinandersetzung ist ja nicht unbedingt die Stärke der Grünen.

    karl.s

  15. @Diehl

    Sie wissen lediglich wie ein EE Leben genau mit „Einem“ PV Modul aussieht.

    Herr Diehl, mein Vater hatte noch ein 2tes und 3tes Modul hinzu gekauft. Im Sommer reichte das, um ein Klein-TV einige Stunden am Abend zu betreiben und ein wenig Licht einzuschalten.

    Meine Mutter hatte nach ca. 5 Jahren genug und dann kam der Stromanschluss. Kühlschrank, Waschmaschine, Staubsauger, Warmwasserkocher, Elektrokochplatte …

  16. Übrigens habe ich gerade festgestellt, daß mich Simone Peter (BuVo Grüne) auf Twitter blockiert hat. Ich habe allerdings keine Ahnung, warum und auch kann ich nicht sehen, wann das geschehen ist. Scheint sich über meine Texte zur Energiewende sehr zu ärgern, ein anderes Motiv erkenne ich nicht.

    Die übliche Reaktion der Grünen und Klimaschützer. Ohren zuhalten und LALALA … singen. Nicht hören, nicht sehen, aber lauthals schreien, wenn die eigene Ideologie in Frage gestellt wird. Bücherverbrennung 2.0

  17. Die im Beitrag genannten Potentiale der Biomasse in Deutschland für die Energiebereitstellung sind nach meinen Kenntnissen über landwirtschaftliche Erträge in Deutschland deutlich zu hoch gegriffen. Die Hälfte des genannten Betrages ist schon reichlich. Außerdem kommen noch bedeutende Stoffumwandlungsverluste hinzu. Schließlich kann man nicht mit Stroh Stahl schmelzen oder mit Getreidekörnern ein Auto betreiben. In der Vergangenheit gab es dazu schon gute Veöffentlichungen, die ich nachgerechnet habe. Insgesamt könnte von der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands ca. 10 prozent der Primärenergie bereitgestellt werden. Leider dreht sich damit kaum ein Rad, aber es gibt dann nichts mehr zu essen.

  18. Für an diesem Thema Interessierte kann ergänzt werden:

    „Auch Stromspeicher würden diese Energiewende nicht retten“ (Dresdner UniversitätsJournal 18/2014, S. 4) mit Hinweis auf die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die sich 2010 auch zu Elt- Speichern äußerte. Prof. Kobe, Institut für Theoretische Physik schrieb im Heft 19 als Antwort darauf: “ ….Der größte Feind der Energiewende ist das Ignorieren der physikalischen Gesetze, die ihr zugrunde liegen.“
    Weiterhin gilt: „Energiewende ohne Speicher ist nicht machbar, mit Speichern unbezahlbar“ oder nach Sachsens ehemaligem Umweltminister Arnold Vaatz: „Energiewende, …als ob man aus dem Flugzeug springt, obwohl der Fallschirm erst in zwei Jahren erfunden wird“. Den Schildbürgern wäre diese Energiewende peinlich.

    Jedoch, wenn genug Geld da wäre, sind „Vanadium- Redox- Flow -- Elt- Speicher“ großtechnisch möglich, Prototypen dazu wurden beim „Fraunhofer Umsicht- Institut“ Oberhausen entwickelt. Mit diesem Institut hatte ich als TU- Mitarbeiter vor ca. 20 Jahren ein energietechnisches Verbundforschungsprojekt bearbeitet.

  19. @ Blücher, #17:

    Die im Beitrag genannten Potentiale der Biomasse in Deutschland für die Energiebereitstellung sind nach meinen Kenntnissen über landwirtschaftliche Erträge in Deutschland deutlich zu hoch gegriffen.

    Stimmt. Ich habe sehr großzügig aufgerundet. Ist Absicht. Die Leser sollen ruhig selbst schätzen und dann selbst erkennen, daß alles noch viel schlimmer ist. Außerdem will ich mich nicht dem Verdacht aussetzen, die Dinge absichtlich schlecht zu rechnen.

  20. Die Energiewende war von Anfang an krimineller Unfug. Die politischen Entscheider sind jetzt Verbrecher gegen das eigene Volk. Gut, anfangs konnte noch nicht jeder informiert sein. Also milderne Umstände. Aber inzwischen pfeifen die Spatzen die Misere technisch physikalisch und kostenmäßig vom Dach. Man darf nur nicht Gehirnwäsche-Medien ausschließlich konsumieren.@ Peter Heller, Danke für die Zusammenfassung. Ab und zu muß den grün Denkern in Politik und Bevölkerung im Überblick das Horn geschäuert werden. Wer kann noch rechnen? Dazu eine Geschichte: Ein junger Techniker in einer Firma (Weltmarktführer) rief in den Raum, was ist 7,9 : 100? Seine Antwort zum Erstaunen aller anderen, 0,08 Er hatte in seinen Taschenrechner mit Rundungsfunktion getippt. Welche Taschenrechner mit welchen Hintergrundrechenfunktionen werden in den Ministerien verwendet? Unbemerkt von den „Entscheidern“

  21. @ Herrn Heller:

    Übrigens habe ich gerade festgestellt, daß mich Simone Peter (BuVo Grüne) auf Twitter blockiert hat. Ich habe allerdings keine Ahnung, warum…

    Nun, nachdem Ihr Text auch auf Achgut veröffentlicht wurde, sind Sie ja faktisch ein Nazi. Da muss man sich als gute Grüne natürlich distanzieren, damit die Anhängerschaft nicht auf falsche Ideen kommt. 😉

  22. Weder die vorhandene Solartechnologie noch die Windenergie Nutzung kann die gesetzliche Energieversorgungs- Sicherheit des Landes sichern, geschweige erfuellen, denn die Sonne scheint keine 24 h, und stetigen Wind gibt es auch nicht. Weshalb hier Sackgassentechnologien staatlich gefoerdert werden, ist aus rationellen Begruendungen nicht nachvollziehbar.
    Hier werden per finanzieller Umschichtung von Konsumenten zum Produzenten realisiert. Wuerden jene Umschichtungen entfallen, so sind weder Wind noch Solarenergie ein Verlustgeschaeft. Dafuer muss halt der deutsche Michel haften.

    Seit Nicola Tesla wird von der privaten Geldmacht, mit deren politischer Hilfe die Entwicklung und Realisierung der Nutzung von Raumenergie erfolgreich verhindert. Tausende Patente sind aufgekauft, lagern in unbekannte Schubladen , und auch involvierte Forscher von Raumenergie sind verschwunden worden….
    Allein diese Erde produziert an Gravitationsenergie pro m2 mehr als alle Atomkraftwerke dieser Erde.
    Offenkundig muessen insbesondere in Deutschland das Patenamt in Muenchen einer geistigen Entstaubung unterzogen werden, denn Raumenergie ist technisch Nutzbar……, und hier ist ein O/U von ueber 100 % vorhanden. und solch ein physikalische Juckelpunkt darf dann nicht weiter erforscht noch finanziell gefoerdert werden….

    Es fehlt nur der politische Wille, denn mit 10 Milliarden Euronen,den besten Physikern und Ingenieuren, und in 5 Jahren ist die industrielle Massenproduktion von Raumenergie Konvertern fertig. eine Kooperation mit der russischen Forschung auf diesem Gebiet ist dringenst zu empfehlen!

    Aber fuer die Kriegsindustrie verschenkt und versenkt man hunderte Milliarden Euros zum toeten von Menschen. Wie pervers ist das alles!

  23. Was ist hier los?
    Mit obigem Artikel stimme ich weighehend überein.
    Aberk kaum Antworten, auch konträre. Ich wundere mich.
    Alle gesperrt? Reine Privatunterhaltung einiger weniger?
    Hier, und jetzt? Eigentlich tote Hose hier, auch als Mitleser.
    Antwort wäre von Interresse; Das Sommerloch kann es
    noch nicht sein. Oder gibt es das nun schon bei Blogs?
    Ist durchaus als Kritik, und Ironie zu sehen.

    M.f. G. 🙂 😉

  24. Das Sommerloch kann es noch nicht sein

    1. Andere, durchaus ähnlich bederohliche „Herausforderungen“ haben der Klima-Energiewende Problematik mden Rang abgelaufen. Auf beiden Seiten der Diskussion, auch in den Medien.

    2. Thematisch kommt nicht viel wirklich neues. Die Positionen sind ad extenso ausgetauscht. Der alarmistenseits beschworene Klimawandel findet faktisch nicht statt. Was die Gläubigen nicht daran hindert, ihn weiter zu zelebrieren. Es ist halt wie mit der biblischen Apokalypse: Er bleibt als Prophezeiung der Computermodelle so lange bestehen, wie ihn die hohen Priester weiter in die Zukunft verschieben. Als religiöses Erbe wird dieser über die Generationen („Gehirnwäsche“) weitergegeben und zunächst nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt warden. Wir haben einfach die Geburt eines neuen Kultes erlebt, einer Variante einer Gaja-Religion ohne wesentliche transzendente Komponenten, eine materialistisch begründete Ersatzreligion, die all denen eine Heimat bietet, die ihr spirituelles, kulturelles Erbe abgelegt haben, aber dennoch ein „geheimes“ spirituelles Bedürfnis hegen. Im 20ten Jahrhundert fing es mit der Esoterik früh an, es gab die Sektenproblematik der 70ger und 80ger. Nun wird das Bedürfnis suprastaatlich organisiert und „wissenschaftlich“ rationalisiert. Es handelt um nichts anderes als organisierte Massenmanipulation zu Sicherung eines Herrschaftsanspruches.

    3. Das unter 2. Genannte, frustriert die Opponenten. gegen eine Religion wissenschaftlich zu argumentieren , ist eine nahezu unlösbare Aufgabe. Neurophysiologisch findet eine solche Diskussion sogar (sehr grob!) in unterschiedlichen Hirnarealen statt, so dass eine gemeinsame Kommunikationsebene kaum zu finden ist. Haben letzteres doch oft genug erlebt hier.

  25. Energiewende und Klimawandel sind auf den absteigenden Ast.

    https://www.google.de/trends/explore#q=Klimaschutz%2C%20Klimawandel&cmpt=q&tz=Etc%2FGMT-2

    Das Interesse geht langsam gegen Null. Damit kann man keinen mehr ängstigen, oder hinter dem Ofen hervor locken. Selbst die altbekannten Klimaschützer geben langsam auf und widmen sich neuen Themen wie der AfD und den Kampf gegen den Rechtspopulismus. Das ist jetzt IN.

  26. Und außerdem haben wir EM.

  27. @Photon…..altes Haus
    Ick hab mal in die Mülltonne geguckt…..3-4 Kommentare, die vor meiner Heimkehr aus dem Urlaub darin versackt sind…..und die ick lieber den beiden Admins überlasse als mich da einzumischen.

    Das Thema „Energiewende“ ist tod…..oder irgendwo zwischen den Aktendeckeln der Bürokratie versackt, derzeit ist Brexit und Flüchtlinge das Thema Nr. 2- und ob heute unsere Fussballmillionäre den Franzmann platt machen oder heulend nach Hause fahren werden.

    Vor ein paar Tagen las ick in unseren Lügenrudi, das das Land Brandenburg nun endlich, nach acht Jahren, wieder ein Plan hat, nämlich den …..wo man denn noch die MIefquirle aufstellen darf und wo nicht.
    Acht Jahre…..wo jeder Dödel ungestraft sein Windrädchen hinstellen durfte (nach anständiger Bestechung der jeweiligen Kommunalvertreter) wo er wollte.
    Eine Energiewende….die als deutsch-nationales Großexperiment ausgerufen wurde und dann kleinteilig, 16-fach Landesirrsinn unterworfen wurde…..weil ja das gierige Auge nur die eigene Landes-Kommunal-Brieftasche im Auge hatte…statt den großen Plan, der größten Bundesschmunzette aller Zeiten, untertänigst zu folgen.

    Die GIer…oder die finanzielle Notlage der Kommunen……hat diesen Irrsinn ausgelöst……und wir verbödeten Deutschen….müssen wieder mal darauf warten, das die Allierten die allumfassende Kapitulation des deutschen Bürokratismus…..an Land ziehen.
    Dummerweise…..hat auch unser wichtigster Besatzer…das Virus der Klimapanik…in sein Regierungsprogramm aufgenommen, weswegen die Hoffnung auf einer Heilung…in weiter Ferne gerückt ist.

    Selbst wenn die Eisberge auf Berlin zurücken sollten….würde die böse Stiefmutter immer noch von einer globalen Erwärmung faseln….so wie es ihr angewiesen wurde.

    Und sollte sie nicht endlich gestorben sein…….werden wir auch übermorgen noch mit leistunsgschwachen Staubsaugern den Dreck vor unserer Haustür…mühsam aufsaugen dürfen.

    Lasset die Hoffnung gen Himmel sausen…..wenn selbst Gottes Stellvertreter plötzlich sein Herz für Gaia entdeckt hat, ist die Menschheit dem Untergang geweiht.

    Onkel Heinz…..alles nur noch im Voll-Suff zu ertragen

  28. Zwei Zeitungsmeldungen:
    Prags Energiestrategie sieht vor, bis 2050 den Atomstromanteil auf 50 Prozent zu erhöhen.
    Osteuropa missbilligt die deutsche Energiewende und setzt auf Atomkraft als Rückgrat der Stromversorgung.

  29. @ Heinz
    „Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.“ sagt der Volksmund. Uns Esel ist es eben zu wohl geworden, sieht man nicht nur an der Energiepolitik. Die Verwurzelung mit dem Gegebenen wurde gekappt um schöne Wohlfühlträume leben zu können. Entweder wir wachen auf und verlassen schnell das Eis, oder es wird ein kaltes Erwachen aus den Träumen geben.

    Wird das Gegebene, von der Physik über die Ökonomie bis hin zu Mentalität und Charakter, ausgeblendet und verdrängt, wird es sich um so eindringlicher zurück melden je länger und tiefer der Traum ist. Dann gibt es kein sanftes Erwachen, sondern ein brutales. Dann, wenn der Esel im Eis eingebrochen ist, geht es nur noch ums überleben, dann träumt keiner mehr. Vielleicht brauchen Gesellschaften hin und wieder so etwas, damit sie wieder den festen Boden des Gegebenen wertschätzen.

  30. @ Photon, #22:

    Es liegt am Sommerloch. Die Menschen machen Ferien, auch unsere Leser. Das Problem hatten wir schon immer. Die Sommermonate und der Dezember sind unsere schwächsten Zeiten.

    Aber das ist nicht alles. Science Skeptical hat es nie geschafft, eine größere Anzahl von Autoren anzuziehen. Im Moment sind Michael Krüger und ich die letzten Mohikaner hier, alle anderen schreiben deutlich seltener. Unsere Zugriffszahlen sind kausal verknüpft mit der Frequenz der Beiträge. Mir geht außerdem langsam die Puste aus. Wie gesagt, ich arbeite auch noch richtig, Vollzeit, und der Job, den ich mache, ist enorm fordernd. Jedenfalls empfinde ich das so. Das Bloggen geht eigentlich nur, weil ich in meinen Texten vieles verarbeite, was mir im beruflichen Alltag begegnet. Ohne diese Synergie wäre es nicht möglich (und weil ich häufig nachts schreibe und dafür auf Schlaf verzichte). Also: Wer diese Seite erhalten und vor allem wieder auf das alte Niveau hinsichtlich der Reichweite zurückführen will, muß Autoren werben. Oder am besten selbst schreiben.

    Ich werde meine Aktivität auch in Zukunft mehr auf den Einblick und die Achse verlagern. Zumal Roland Tichy spannende Pläne hat, die ich gerne unterstützen möchte (mehr dazu im Herbst, man wird es bemerken). Außerdem möchte ich endlich mal wieder was für Novo Argumente schreiben (für die gedruckte Ausgabe). Bei Achse und Einblick erreiche ich einfach sehr viel mehr Leser und vor allem solche, die sich bislang noch nicht so intensiv mit der Energiepolitik beschäftigt haben. Hier ist es dann, leider, eher eine Art Zweitverwertung. Es ist mir nicht möglich, für jeden Blog jeweils spezifische Texte zu verfassen.

    Wenn ich sehe, wie intensiv dieser Artikel beim Einblick und der Achse diskutiert wurde (vor allem bei Facebook), wenn ich sehe, wie häufig er in den sozialen Netzwerken geteilt wurde, dann kann ich den Eindruck nicht teilen, die Energiewende wäre als Thema out. Für manche aus dem Publikum dort eröffnete er scheinbar völlig neue Perspektiven. Man hatte wohl über die o.a. Fragestellung noch nicht so intensiv nachgedacht. Für unser Publikum hier, das sich zu einem sehr großen Teil aus der technischen Intelligenz dieses Landes rekrutiert, ist das oben gesagte schlicht nicht neu und auch nicht besonders aufregend oder erhellend. Und als letzter Punkt: Viele hier lesen ja auch den Einblick und/oder die Achse und kannten den Text daher schon aus einer anderen Quelle.

  31. @Peter

    Während sich Deutschland um ineffiziente Technologien kümmert und seine Ressourcen dafür verschwendet, werden in anderen Ländern Technologie weiterentwickelt. Ein interessanter Artikel in der FAZ:

    Wechsel der Technologieführerschaft historisch bedeutend
    Deutschland indes hat im kerntechnischen Anlagenbau seine Spitzenposition abgegeben, ohne dass hierzulande, wo jeder Schnupfen der Automobilindustrie zu Krisensitzungen im Kanzleramt führt, dieser Abstieg nennenswert thematisiert würde.

    Nun vielleicht dämmert es auch einigen in welche Richtung die große Koalition fährt:

    Unionsfraktion: Klimaschutzplan gefährdet Deutschland

    Mit dem Entwurf, der derzeit im Kanzleramt geprüft wird und der im Herbst vom Kabinett beschlossen werden soll, zeichne Hendricks „faktisch den Weg in eine ,Klima-Planwirtschaft‘ vor“.

    Interessantes Statement. Ich bin schon gespannt auf die Debatten.

  32. An diesem Beispiel kann man schön sehen, was unser BMWi Siggi unter Energieeffizienz versteht. Weniger verbrauchen:

    Schon mit dem Senken der Raumtemperatur um ein Grad werden sechs Prozent Energie eingespart. Dabei muss natürlich niemand frieren, es geht nur darum, nicht unnötig zu viel Energie zu verbrauchen. Die optimale Tempe- ratur im Wohnzimmer liegt etwa bei 20 Grad Celsius, in der Küche bei 18 bis 20 Grad, im Bad bei 23 Grad und im Schlaf- zimmer bei 16 bis 18 Grad.

    Was ich interessant finde ist, dass angeblich die optimale Temperatur für das Wohnzimmer bei etwa 20 Grad Celsius liegt.
    Dabei ist das gerade mal die Mindesttemperatur für einen Büroarbeitsplatz. Empfohlen wird für Büroarbeitsplätze hingegen 22°C. Das bedeutet, dass diese Empfehlung vom BMWi reine Propaganda ist, zudem unrealistisch.
    Man kommt vom Büro nach Hause und zieht erstmal einen Pullover an.
    Im übrigen zeigt es, dass unsere Bundesregierung den Begriff Effizienz nicht verstanden hat:

    Schon mit dem Senken der Raumtemperatur um ein Grad werden sechs Prozent Energie eingespart.

    Diese Massnahme ist effektiv aber nicht effizient. Effizient bedeutet, dass ich im Wohnzimmer kuschelige 23° habe und weniger Energie brauche. Bzw. ich bei gleicher Energie weniger Kosten habe.
    Beides ist bei der Energiewende nicht der Fall. Es wird mehr Energie erzeugt und die Energie wird teuerer.
    Wie Peter oben ausgeführt hat setzt unsere Bundesregierung vor allem auf effektive Massnahmen, koste es was es wolle.
    Was eine effiziente Energiepolitik wäre hat sie nicht verstanden. Eine Politik die eine zweite Energieversorgung investiert und ineffiziente Technologien fördert, sowie Kernkraftwerke abschaltet ist weder effektiv noch effizient.
    Sie mag teilwirksam (teileffektiv) sein. Effizient wird sie aber nur indem man den Begriff effizient umdeutet.

    Energiewende und Effizienz können also nur in Einklang gebracht werden wenn man die Begriffe mit Propagandamaterial anders besetzt.

  33. @ Peter

    Für manche aus dem Publikum dort eröffnete er scheinbar völlig neue Perspektiven.

    Das ist genau der Punkt. Manchmal ist es eben sinnvoll den Baum zu verlassen um den Wald zu suchen. ScSk hat tolles geleistet, nun ist es aber an der Zeit, das was hier erarbeitet wurde, auch einer breiteren Leserschaft nahe zu bringen. Für uns, die wir die Diskussionen und die Beiträge hier kennen, kommt dabei kein großes Aha-Erlebnis mehr auf. Wie wichtig es dennoch ist, merkt man spätestens bei Diskussionen im persönlichen Umfeld.

    Ja, es wäre schön, würden sich neue Autoren einfinden. Deshalb mal eine Frage an solche Leser die sich eine Mitarbeit vorstellen können: Was müsste ScSk bieten, wo müsste es sich verändern, damit das hier begonnene weiter geführt werden kann?

    @ Günter

    … effektiv aber nicht effizient. Effizient bedeutet, …

    Du spricht etwas Wichtiges an, nämlich die unsaubere Verwendung von Begriffen und Bezeichnungen. Dies ist leider immer wieder zu beobachten.

  34. ,,,und schon nreden wir wieder miteinander, es bedarf also nur des Anstoßes:

    Für unser Publikum hier, das sich zu einem sehr großen Teil aus der technischen Intelligenz dieses Landes rekrutiert, ist das oben gesagte schlicht nicht neu und auch nicht besonders aufregend oder erhellend.

    PH hat da sicher nicht unrecht und ich nehme mich isofern etwas zurück, dass das gefestigte Bild (auf der einen, wie auf der anderen Seite) wohl nur bei denen vorhanden ist, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

  35. Und außerdem haben wir EM.

    Gottseidank ist das jetzt vorbei und von dem Turnier bleiben nur noch die für unser Ausscheiden einzig entscheidenden
    drei Handspiele von:

    1. Boateng
    2. Schweinsteiger
    3. Löw

    Was mal wieder symbolisch, symptomatisch zeigt: Wenn die Deutschen historisch ins Abseits geraten, dann eigentlich nur über Eigentore.

  36. Im Moment sind Michael Krüger und ich die letzten Mohikaner hier, alle anderen schreiben deutlich seltener.

    Finde ich auch sehr bedauerlich. Ich möchte hier auch nicht alleine Blogbeiträge und Artikel einstellen. Die Vielfalt macht es aus.

    Aber so ist das nun mal, wenn ein Thema an Bedeutung verliert.

    Andererseits ist es auch gut, wenn das Klimathema langsam verschwindet.

    Einen Latif, Rahmstorf oder Schellnhuber habe ich auch schon lange nicht mehr im TV gesehen. Schon gar nicht Prime-Time.

    Die haben den Bogen eindeutig überspannt. Da schalten alle ab und denken, nicht schon wieder.

    Und langsam werden den Leuten die Folgen der Energiewende bewusst. Stromtrassen, Windparks, Biogasanlagen, Vermaisung, Pumpspeicher, etc.. Will keiner vor der Haustür haben. Selbst nicht ein noch so überzeugter Klimaschützer.

    Und schon gar nicht wollen sich die Leute weiter einschränken. Wir sind eine Spaßgesellschaft. Und Energie sparen und Klimaschutz machen nun mal keinen Spaß.

  37. Ach so, am Wochenende brechen hier die Zahlen auch immer ein. Die meisten Leser schauen hier während der Arbeitszeit rein.

  38. @Peter Heller #29
    Sie sind auf den richtigen Weg und bringen es auf den Punkt. Es geht nicht darum, dass man sich in seiner Fachwelt unter gleichtgesinnten verschanzt sondern darum, dass man sich für die Gesellschaft öffnet. Diese Abschottung der Fachwelt gegenüber der restlichen Gesellschaft hat der Deutschen Kernkrafttechnik (Branche) schon das Genick gebrochen. Wenn man was erreichen will, dann muss man die Mehrheit der Gesellschaft von seinen Produkt und Tun überzeugen und sich nicht von anderen die Deutungs- und Meinungshoheit nehmen lassen die dann für die gesamte Gesellschaft als Faktum im Raum steht. Die nicht geführte gesellschaftlich Kernkraftdebatte der Kernkraft-Fachleute mit der restlichen Gesellschaft ist ein gutes Beispiel dafür, wie man eine Hochtechnologie im Energiesektor aus Deutschland über die Jahre kleingehalten und zum Schluss verbannt hat.
    Danke das Sie den Kampf um die Aufklärung in der Gesellschaft gegen die Widerstände einer aufgeklärten Gesellschaft aufgenommen und angenommen haben.

  39. Ach so, am Wochenende brechen hier die Zahlen auch immer ein. Die meisten Leser schauen hier während der Arbeitszeit rein

    Was schon mal zeigt, dass hier wenigstens noch alle arbeiten.

  40. @Peter
    Das Thema „Energiewende“ ist gestorben….am deutschen Bürokratismus.
    Wir wurschteln so weiter wie bisher……da eine Korrektur an der EEG….dort a bisserl krampfhafte Markwirtschaft……aber im Großen und Ganzen….ziehen wir durch, als ob wir Deutschen den Stein der Weisen gefunden haben.

    Ein paar Blubberköppe wie wir…..stellen doch den Endsieg nicht in Frage, wo doch 108% der Deutschen die Energiewende wollen….und sie bis zum blutigen Ende durchziehen.
    Die Energiewende zieht keine Sau mehr im Zweifel….einzig die Umsetzung ist zu bemängeln, aber das Ziel steht fest…wir Deutschen retten das Weltklima….auch ganz ohne Kernkraft……kraft unser Wassersuppe…und weil es so lustig aussieht, wenn sich 200 m-Giganten so fröhlich im Wind drehen…ob nun sinnlos oder kostenlos ist doch egal, wir Deutschen sind die Vorreiter und der Rest der Welt ist dusselig, weil sie unsere Klimaschutzvorreiterrolle einfach nicht nachmachen wollen.

    Und…unsere böse Stiefmutter, die so gerne mit Obama kuschelt…..wird uns zeigen, wo 2017 der Frosch die Locken hat..und der (verfettete) Erzengel wird weiterhin die Stange halten, bleibt ihn ja nix anderes übrig…ansonsten stutzt sie ihn die ohnehin verkrüppelten-SPD-Flügel noch weiter ein.

    Ist die Lawine erstmal angerollt…halten auch wir sie nicht mehr auf.
    Onkel Heinz…..Scheiße, Morgen darf ick mich wieder in Live und in Farbe, mit den Folgen des Irrsinns auseinandersetzen

  41. Ja Herr Heller und Mitkommentatoren ich meine auch die Themen Klima- oder Erderwärmung und Energiewende sind durchgekaut. Es wurde eigentlich alles gesagt, nur noch nicht von allen. Blöder Spruch mit ellenlangem Bart , triffts aber irgendwie. Es ist wie Stellungskrieg 1914 -- 18 mit einem gewaltigen Unterschied: Die Offiziere und Capos der Feinde stehen mit dem Rücken zueinander und beschwören die eigenen Reihen mit immer den selben Parolen (oder Argumenten). Die lernen aber nichts Neues mehr und gähnen. Die Stromversorgung funktioniert schließlich wie immer und wie das in 10 Jahren aussieht, weiß man nicht. Wir sehen als Fachleute die Gefahr aber die selbsternannten Experten haben die größeren Lautsprecher. Bis alle Kern- und Kohlekraftwerke abgeschaltet sind, dauert es noch eine Weile. Ich für meinen Teil hoffe, dass vorher schon richtige Probleme mit der Stromversorgung passieren, die man bemerkt und nicht nur vorhersieht. Ich weiß, dass das gefährlich ist, aber mir fällt dazu nichts passenderes ein.

  42. @Rolf Pietzsch

    Ich sehe das aus EU Sicht nicht so schwarz. Schließlich haben wir Nachbarn.
    Was wir aufgeben ist eine Chance für die anderen europäischen Länder.
    Eine Integration des europäischen Strommarktes und Stromnetzes zum Beispiel würde ja Deutschland wieder für die Kernkraft öffnen.
    So eine Integration wäre ein lohnendes Projekt. Der Kunde könnte dann seinen Strom auch aus dem EU Ausland beziehen.
    Statt Leitungen an die Nordsee könnte man dann Leitungen nach Tschechien und Ungarn bauen.

    Schließlich schreibt die EU Kommission im April 2016:

    As a low carbon technology and a significant contributor to security of supply and diversification, nuclear energy is expected to remain an important component of the EU’s energy mix in the 2050 horizon.

    Allerdings verliert die EU den technischen Vorsprung vermutlich an China und Russland wie mein Link in #30 zeigt.
    Aber auch dieses Statement der EU Kommission:

    Finally, the fast development of the use of nuclear energy outside the EU (China, India, etc.) also calls for keeping our global leadership and excellence in the technological and safety areas, for which continuous investment in research and development activities will be essential.

    zeigt, dass Deutschland ein Feld frei räumt das andere als Chance nutzen können. Gerade für kleine osteuropäische Länder ist die Kernenergie eine gute Chance wenn die EU zum Beispiel eine CO2 Steuer einführt. Die können dann mit eine Kombination aus Wind und Kernenergie ihren Strombedarf CO2-frei mit wenigen Kernkraftwerken decken, eventuell nach Deutschland exportieren bzw. Strom aus Deutschland bei Überschuss zu negativen Preisen abnehmen. Und sie müssen nicht die teure Vergütung für die ineffiziente Biomasse und Photovoltaik aufbringen.

  43. Ich möchte mal den Blick auf ein altes neues Thema lenken.

    http://www.naturspeicher.de/de/pilotprojekt/pilotprojekt.php

    Eigentlich ist zu diesem Thema ja schon alles gesagt. Bei Eike gibt es auch aktuell einen Artikel darüber.

    Wenn es nicht so traurig wäre könnte man ja darüber lachen. So ein „einzigartiges Pilotprojekt“ wird auch noch subventioniert. Daran erkennt man, dass in den Behörden nur noch Ideologen, ungebildete Apparatschiks samt Seilschaften sitzen, wenn so eine alte Technologie gefördert wird. Hoffentlich wird das Projekt wenigstens auch mit Natursekt (garantiert CO2-frei) eingeweiht, wenn es schon als „Naturstromspeicher“ bezeichnet wird.

  44. Das Projekt
    http://www.naturspeicher.de/de/pilotprojekt/pilotprojekt.php

    Hat ein Speichervolumen von ca. 28.000kWh so über dem Daumen gerechnet (4 X 160.000m³ und H=200m).

    Damit kann das Netz mit -28.000kWh negative „Leistung“ und +28.000kWh positiver „Leistung“ unterstützt werden, (56.000kWh Gesamtausgleich).

    Das ist natürlich nur ein Zwischenspeicher der die tageszeitlichen Schwankungen aufnimmt oder abgibt.

    Die Speicher reichen um die ca. 12.000 Einwohner der Ortschaft fast einen Tag komplott mit Strom zu versorgen.
    Tagesverbrauch von 12.000 Bewohnern sind so ca. 32.000kWh
    Gut eine komplett Versorgung ist ja nicht angestrebt nur ein Leistungsausgleich so wie ich das verstanden habe.

    Rein rechnerisch reicht der Strom aus den 4 Windkraftanlagen locker um alle Einwohnen zu versorgen aber eben nicht zu jeden Zeitpunkt.
    Deshalb hat man das mit den Wasserspeichern jetzt gebaut um das mal in der Praxis zu testen was da so alles möglich ist.

  45. @Körner #44
    Während das Wasser hoch gepumpt wird, bleibt aber nicht mehr viel „Saft“ für Einwohner übrig 😀

  46. …und es bleibt nicht sehr viel Wasser im Bottich, wenn der Wind nicht 24/7 weht. 🙂

    Schon witzig dass es ein „Pilotprojekt“ braucht um das rauszufinden. Aber gut, wenn’s dem Erkenntnisgewinn dient… offensichtlich scheint es ja wirklich so zu sein, dass der Deutsche den Quatsch erst bauen und ausprobieren muss um zu merken, dass er nicht funktioniert.

  47. @F.Alfonzo #46

    dass der Deutsche den Quatsch erst bauen und ausprobieren muss um zu merken, dass er nicht funktioniert.

    Ansonsten gibt es für alles „Modelle“, auf die man sich verlässt. Aber wenn man mit falschen „Windwerten“ modelliert…..

  48. Ansonsten gibt es für alles „Modelle“, auf die man sich verlässt.

    Die Klima- und Energieaktivisten verlassen sich ja auf Klimamodelle und Wettermodelle für ihre EE.

    Ich frage mich, wozu bedarf es da eines Praxistest?

    Wenn der Wind nicht weht und der Speicher leer ist, dann gibt es keinen Strom. Windkraft in der Region liegt bei 5 Vollaststunden pro Tag. 😉

    Und der Tag hat 24 Stunden.

    Und bei Hochwasser wird es dann heiter, wenn der Stausee überläuft.

  49. 7,15 Millionen Euro Fördergeld….da kann man ne Menge Unfug aus den Boden stampfen…..obs was nützt, is ne ander FRAGE.
    H.E.

  50. Einen einfachen Dreisatz können/wollen Politiker nicht rechnen. Den Dreisatz von Naeb e.V. können die Bürger immer noch nicht begreifen. Wählen kann man den leider auch immer noch nicht, auch nicht in MeckPom.
    Nachts wird es dunkel.
    Meist passt der Wind nicht.
    Wechselstrom läßt sich nicht speichern. Außer Speicherspielkram.
    Also Energiewende = Energielüge

  51. #45 Krishna Gans sagt
    „Während das Wasser hoch gepumpt wird, bleibt aber nicht mehr viel „Saft“ für Einwohner übrig“

    Da muss natürlich auch die Windkraftleistung über dem Strombezug der Pumpen sein, dann bleibt auch was übrig für Einwohner. Die Pumpenleistung (16MW) ist ja sowieso geringer als die mögliche Windkraftleistung (20MW).

    #47 Krishna Gans sagt:
    „dass der Deutsche den Quatsch erst bauen und ausprobieren muss um zu merken, dass er nicht funktioniert.“

    Da haben die Deutschen ja bereits Übung.
    Erst die Kernkraftwerke bauen und dann merken das die Kosten und die Entsorgung nicht funktioniert

    #48 Michael Krüger sagt:
    „Wenn der Wind nicht weht und der Speicher leer ist, dann gibt es keinen Strom. Windkraft in der Region liegt bei 5 Vollaststunden pro Tag.
    Und der Tag hat 24 Stunden.“

    Für eine 24 Stundenversorgung bei nur 5 Volllaststunden muss die Windkraft in 5 Stunden (besser sind 4 Stunden) die gesamten kWh erzeugen die auch in 24 Stunden verbracht werden, mit dem entsprechenden Speichervolumen, das ist auch klar.
    Bei dem Projekt ist ja keine Rundum-Versorgung vorgesehen so wie ich das sehe ist nur ein gewisser Leistungsausgleich vorgesehen.

    #48 Michael Krüger sagt:
    „Und bei Hochwasser wird es dann heiter, wenn der Stausee überläuft.“

    Bei Hochwasser sind ja in der Regel hohe Windgeschwindigkeiten vorhanden die mit Tiefdruckgebieten einhergehen, da kommt auch von den Windrädern in Deutschland genügend Strom auch wenn es in einigen Landstrichen zu Hochwässern kommt.

    #49 Heinz Eng sagt:
    „7,15 Millionen Euro Fördergeld….da kann man ne Menge Unfug aus den Boden stamp-fen…..obs was nützt, is ne ander FRAGE.“

    Das ist doch ein Schnäppchen wenn man nur mal darüber nachdenkt was die Polizei kostet um einen Castor-Transport zu bewachen.
    Ca. 25 Millionen Euro kostet der Polizeieinsatz rund um den Castor-Transport.
    Die Deutsche Polizeigewerkschaft nennt sogar schon Gesamtkosten von circa 50 Millionen Euro.
    Das zahlt auch der Steuerzahler, da sind die ca. 7,15 Millionen Euro Fördergeld ja quasi um sonst, ca. 0,09 Euro von jedem.

    Übrigens das Speichervolumen von 28.000 kWh ist falsch da die Speicherbecken unterschiedliche Größen haben usw.
    Das gesamte Speisevolumen beträgt 70.000 kWh somit können die 12.000 Einwohner etwas länger als 2 Tage mit Strom zu 100% versorgt werden auch in der Nacht und bei Flaute.

    ZAHLEN UND DATEN
    Leistung Windenergieanlagen: 4 x 5 MW = 20MW
    Jahresstromerzeugung aus Wind: 44 GWh
    Leistung Pumpspeicherkraftwerk: 16 MW
    Elektrische Speicherkapazität: 70 MWh
    Die 12.000 Einwohner verbrauchen aber nur so um die 12GWh-14GWh im Jahr, das ist ca. 1/3 der Strommenge die an den Windrädern abzugreifen werden.

  52. Das ist doch ein Schnäppchen wenn man nur mal darüber nachdenkt was die Polizei kostet um einen Castor-Transport zu bewachen.
    Ca. 25 Millionen Euro kostet der Polizeieinsatz rund um den Castor-Transport.

    Würde man die Terroristen, und nichts anderes sind die Hardliner, so behandeln, wie man sie zu behandeln hat, würde der Spuk ganz schnell ein Ende haben.

    ZAHLEN UND DATEN
    Leistung Windenergieanlagen: 4 x 5 MW = 20MW
    Jahresstromerzeugung aus Wind: 44 GWh
    Leistung Pumpspeicherkraftwerk: 16 MW
    Elektrische Speicherkapazität: 70 MWh
    Die 12.000 Einwohner verbrauchen aber nur so um die 12GWh-14GWh im Jahr, das ist ca. 1/3 der Strommenge die an den Windrädern abzugreifen werden.

    und dennoch braucht man ein Backup Kraftwerk in der Hinterhand, wenn die 12.000 Einwohner nicht ein paar Tage im Jahr im dunkeln sitzen wollen.

  53. Weiß überhaupt einer von den „Grüngeistern“ wie unser Netz in D und Europa funktioniert (noch funktioniert)? Haben die in der Walddorfschule auch nur ansatzweise etwas von Physik gelernt? Wissen die was Regelenergie ist? Kennen die überhaupt den Unterschied von Leistung und Energie? Heute wurde das in der SWP wieder völlig falsch dargestellt. Lügenpresse oder nur Dummpresse? Wer kennt eine mathematische Gleichung zur Beschreibung des Stromnetzes? In jeder Millisekunde muß eingespeiste Leistung und abgenommene Energie, Frequenz und Phasenlage stimmen, sonst gibt es Black Out. Kennt jemand von den „Guten Geistern“ die Stunden eines Jahres und die Nachtstunden und die Flautenstunden? Kennt jemand die Speichermöglichkeiten?
    Ich kenne nur Dummschwätzer.

  54. #53 „Weiß überhaupt einer von den „Grüngeistern“ wie unser Netz in D und Europa funktioniert (noch funktioniert)?

    Ja E.ON z.B.

    E.ON stabilisiert mit 10 Megawatt Batterielösung Stromnetz in Großbritannien.

    http://www.eon.com/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen/2016/9/13/eon-stabilisiert-mit-batterieloesung-stromnetz-in-gro%C3%9Fbritannien.html

    Die Jungs von E.ON habe zumindest verstanden in welche Richtung die Reise geht.

    MfG

  55. Als letztes Argument wird von unserer Regierung und allen von ihr abhängigen Instituten mit ihren “ Wissenschaftlern“ die notwendige Reduzierung des CO2 ( Kohlenstoffdioxyd) genannt. Dabei ist das C ( Kohlenstoffatom) in diesem Gas mit nur 0,04 Volumenprozent in der Luft für alle Pflanzen lebensnotwendiger Baustoff und nur aus der Luft mit der Photosynthese
    zu gewinnen. Alle Pflanzen dieser Welt danken den Menschen für diese Nahrungsquelle durch Verbrennung der C-Vorräte in der Erde dadurch, daß sie als Abfall der Photosynthese das Sauerstoffmolekül O2 für unsere Atmung liefern.
    Die “ Klimakatastrophe“ durch vom Menschen produziertes CO2 ist eine großartige politische Lüge zur Vermehrung des Reichtums einiger Weniger! Die Komputermodelle für diese Behauptung sind konstruiert, der Nutzen des CO2 für unsere Ernährung in Glashäusern bewiesen!

  56. #24

    2. Thematisch kommt nicht viel wirklich neues. Die Positionen sind ad extenso ausgetauscht. Der alarmistenseits beschworene Klimawandel findet faktisch nicht statt. Was die Gläubigen nicht daran hindert, ihn weiter zu zelebrieren. Es ist halt wie mit der biblischen Apokalypse: Er bleibt als Prophezeiung der Computermodelle so lange bestehen, wie ihn die hohen Priester weiter in die Zukunft verschieben. Als religiöses Erbe wird dieser über die Generationen („Gehirnwäsche“) weitergegeben und zunächst nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt warden. Wir haben einfach die Geburt eines neuen Kultes erlebt, einer Variante einer Gaja-Religion ohne wesentliche transzendente Komponenten, eine materialistisch begründete Ersatzreligion, die all denen eine Heimat bietet, die ihr spirituelles, kulturelles Erbe abgelegt haben, aber dennoch ein „geheimes“ spirituelles Bedürfnis hegen. Im 20ten Jahrhundert fing es mit der Esoterik früh an, es gab die Sektenproblematik der 70ger und 80ger. Nun wird das Bedürfnis suprastaatlich organisiert und „wissenschaftlich“ rationalisiert. Es handelt um nichts anderes als organisierte Massenmanipulation zu Sicherung eines Herrschaftsanspruches.

    Danke für diesen Kommentar. Ich finde das haben sie perfekt formuliert und auf den Punkt gebracht.

  57. Nur ein Verfechter der Kernkraft kann solch einen Unnsin verzapfen.

    Erst das Problem mit dem Atommüll lösen und die Sicherheit der Kernkraftwerke.

    Wer glaubt eigentlich den Unnsinn das Die Energiewende nicht durch Sonne und Wind gedeckt werden kann?

  58. #57 Helmut

    auch wenn Sie hier ein altes Thema exhumieren, den Unsinn verzapfen nur Sie, da sie mit Ihrer Aussage alle Entwickelungen ignorieren.

    Das „Problem“ mit dem Atommüll ist ein rein politisches. Schnelle Reaktoren die das „Müllproblem“ lösen gibt es sogar schon im kommerziellen Betrieb und die Sicherheitsfeatures moderner Reaktoren der Generation III+ oder sogar inhärent Sicher in Generation IV im Bau (z.B. Shidaowan)

    Wer das das glaubt , alle die das Wort Volatilität, Energiedichte und Ökonomie kennen und auch nur grob verstehen

  59. #58 Sie haben völlig recht. Diese politisch grün antretenden Ideologen, haben nur ein Ziel, den Machtanspruch über Ihre unsinnigen Klimaziele zu zementieren. Ginge es wirklich um Klima und nicht um politische Macht über das Vehikel Klima, dann müssten sofort jede Menge schnelle Reaktoren gebaut werden. Die Technik gibt es, den Brennstoff gibt es statt Endlagerr im Überfluß, Geld für die Volkswirtschaft dann auch reichlich. Nur mit Klima und Energiewende zesrtören wir einen sozialen Staat mit noch Leistungskraft. Ist er erst einmal zerstört und die Ideologen um Trittin und Strähnen Toni aberbeiten intensiv daran, können wir den Sozialstaat auch vergessen..Mit Klima und Energiewende verjubeln wir lt damalogem Minister 1.000 Milliarden Volksvermögen, -- für nichts!

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