The Moral Case For Fossil Fuels – Alex Epsteins Gegenrede zur päpstlichen Enzyklika

15. Juli 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Karbonsteuer, Kohle, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl

ego150Seit vielen Jahren versuche ich, ein Buch zu schreiben. Es gelingt nicht, weil mir die Zeit fehlt. Es gelingt auch deswegen nicht, weil mir ständig neue Themen und Argumente einfallen, die mich veranlassen, immer wieder von vorne zu beginnen. Manch ein Ansatz endet als Artikel bei Science Skeptical. Wäre es vielleicht eine gute Idee, die hier veröffentlichten Texte zu redigieren und als Sammlung herauszugeben? Was käme wohl dabei heraus, wie würde es sich im Zusammenhang lesen?

Ganz so, wie Alex Epsteins The Moral Case For Fossil Fuels, denke ich. Das mit dem Buch hat sich für mich erst einmal erledigt. Denn was schon geschrieben wurde, bedarf keiner neuen Fassung. Auch wenn es nur in Englisch verfügbar ist. Ob es jemals ins Deutsche übertragen wird? Sinnvoll wäre es, denn kaum ein Land könnte so von Epsteins klarsichtiger Rationalität profitieren, wie das unsere.

Das Buch ist schon einige Monate auf dem Markt, es erschien im November 2014. Besprechen möchte ich es trotzdem jetzt, weil es als (vorweggenommene) Antwort auf einige aktuellere Debattenbeiträge angesehen werden kann. Gelesen habe ich es außerdem erst in den vergangenen Tagen. Es wurde mir geschenkt. Von einem unserer vielen stillen Mitleser, die uns seit Jahren treu sind, ohne sich jemals in den Diskussionen hier zu Wort zu melden. Wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken möchte. In seiner Freizeit zu Bloggen lohnt sich eben doch.

Epstein beginnt seine Ausführungen mit einer Rückschau auf die Dystopien der 1970er Jahre. Ebenso wie er wurde auch ich damals in der Schule erstmals mit den Vorhersagen eines Club of Rome oder eines Paul Ehrlich konfrontiert. Ökologistisch motivierte Lehrer sind keine Erfindung der Gegenwart. Das nahe bevorstehende Ende der Zivilisation durch Hunger, Krankheiten und Umweltzerstörung wurde damals von den genannten und anderen Protagonisten mit Nachdruck prophezeit.  Hätten sie richtig gelegen, wäre die Welt schon vor zwanzig oder mehr Jahren untergegangen.

Tatsächlich aber hatten sie sich geirrt. Und zwar, wie Epstein anhand von Daten und Fakten zeigt, nicht nur in einzelnen Aspekten oder in den zeitlichen Abläufen. Vielmehr ist in allen, wirklich allen Punkten das genaue Gegenteil dessen eingetreten, was orakelt wurde. Die Katastrophe ist nicht einfach aufgeschoben, sie wird zunehmend unwahrscheinlicher. Auch wenn lokal gelegentlich für begrenzte Zeiträume gegenläufige Trends zu beobachten sind, zeigen in der globalen und langfristigen Perspektive alle Entwicklungen in eine positive Richtung. Der Wohlstand steigt, der Hunger nimmt ab, die medizinische Versorgung wird immer besser, die Zahl der durch wetterbedingte Naturkatastrophen getöteten Menschen sinkt ebenso rapide wie der Eintrag von Schadstoffen in die Umwelt – bei gleichzeitig zunehmender Bevölkerungszahl.

Diese einfach zu belegende Beobachtungstatsache hat Epstein zum Nachdenken angeregt. Könnten solche fundamentalen Irrtümer der Untergangspropheten auf einem ebenso fundamentalen, prinzipiellen Denkfehler beruhen? Ja, sagt er, und zeigt diesen Denkfehler in seinem Buch mit einer rhetorisch und stilistisch herausragenden Argumentation auf.

In Wahrheit, so die Zusammenfassung seiner provokanten These, seien die als Ursache allen kommenden Übels ausgemachten fossilen Energierohstoffe genau gegenteilig wirksam. Man solle sie daher nicht verdammen, sondern ihre Nutzung weiter forcieren. Dieser Denkfehler liege natürlich nicht nur den alten apokalyptischen Szenarien zugrunde, sondern auch moderneren wie der Klimakatastrophe.

Energie, so Epstein, ist weit mehr als Wärme und Licht. Sie treibt auch unsere Maschinen, mit denen von der Nahrung bis hin zur Kleidung alle zu unserer Grundversorgung notwendigen Produkte in ausreichender Menge und Verfügbarkeit hergestellt werden können. Sie ermöglicht Mobilitäts- und Kommunikationssysteme, die nicht zuletzt als Rückgrat des Handels Wohlstand erzeugen. Je preiswerter und sicherer die  Energieversorgung eines Landes, desto besser geht es seinen Bürgern. Eine triviale Wahrheit, keine Frage, aber diese ständig wiederholen zu müssen ist nur ein Ausdruck der fehlgeleiteten Debatte, in die uns die Ökologisten (Epstein verwendet den Begriff Evironmentalists) seit Jahrzehnten zwingen.

Daß Kohle, Öl und Gas mehr als 80% des globalen Primärenergiebedarfes decken, wird beispielsweise als Abhängigkeit gesehen, die uns teuer zu stehen käme, wenn denn diese endlichen Ressourcen (in naher Zukunft) erschöpft seien. Epstein verweist hier auf das Primat der Technologie (ohne es so zu nennen). Je größer der Rohstoffbedarf, desto mehr wird in dessen Gewinnung investiert. Deswegen steigen die bekannten Reserven und Ressourcen mit steigendem Verbrauch. Auch ermöglichen die fossilen Energieträger auf direkte und indirekte Weise technische Fortschritte in anderen Bereichen (Informationstechnologie, Materialwissenschaften), durch die wiederum Prospektion und Förderung effektiver und effizienter werden. Immer mehr Vorkommen gelangen technisch und wirtschaftlich in Reichweite. Immer deutlicher stellt sich heraus, daß die verfügbare Menge für alle sinnvollen Planungszeiträume als unbegrenzt angesehen werden kann. Der zentrale Denkfehler der Ökologisten besteht in deren Ignoranz gegenüber der entscheidenden, tatsächlich unendlichen Ressource: Der menschlichen Kreativität und Schaffenskraft.

Aber verschmutzt die Verbrennung fossiler Kohlenwasserstoffe nicht unsere Umwelt? Werden nicht Schadstoffe wie Stickoxide, Schwefeloxide und Feinstäube produziert, die auch der menschlichen Gesundheit abträglich sind? Auch hier stellt sich die Wirklichkeit nach Epstein gegenteilig dar. Die Belastungen sinken rapide, weil eben die durch Kohle, Öl und Gas geschaffene industrielle Basis eine immer bessere Reinigung der Abgase ermöglicht. Viele asiatische Metropolen, insbesondere in China, durchleben nach Epsteins Ansicht derzeit im Rekordtempo die Phase, die die westlichen Städte schon im Verlauf des 19. Jahrhunderts durchmachten. Und ebenso wie hierzulande wird es auch dort bald moderne Anlagen geben, die die Luft nicht mehr verpesten.

Bleiben das Kohlendioxid und die mit diesem verbundene Klimadebatte. Epstein weist auf die Erwärmungswirkung des Treibhauseffektes deutlich hin. Nur sei diese eben, im Gegensatz zu dem, was uns die Ökologisten glauben machen, nicht relevant. Nicht ein potentieller Klimawandel, auch nicht ein potentiell anthropogen induzierter würden eine Reduzierung oder gar ein Verbot aus fossilen Quellen gewonnener Energie rechtfertigen, sondern eben nur ein katastrophaler Klimawandel. Die Klimakatastrophe aber habe mit dem Treibhauseffekt nichts zu tun.

Die wirklich relevante Frage ist nach Epstein, ob die Menschen in einem veränderten Klima besser oder schlechter leben könnten. Seine Antwort beinhaltet zwei Aspekte: Jede Veränderung unserer Umwelt beinhaltet Risiken und Chancen. Mit und durch die fossilen Energieträger würden wir resilienter gegen die Risiken und könnten die Chancen besser nutzen. Letzteres ist übrigens ein Element der Anpassung, das in der Debatte häufig vergessen wird.

An diesen drei Beispielen wird Epsteins zentraler Ansatz deutlich: Ein konsequentes Abwägen der Vor- und Nachteile fossiler Kohlenwasserstoffe. Er verfällt nicht in den Fehler der anderen Seite, nur die negativen Aspekte zu betrachten. Vielmehr gelangt er nach sorgfältiger, mit vielen Zahlen und Fakten unterstützter Analyse zu dem Ergebnis, daß die Vorteile die Nachteile bei weitem überwiegen.

Gäbe es denn einen Energieträger, der Kohle, Öl und Gas gleichwertig ersetzen könnte, ohne deren Schwächen aufzuweisen? Epstein entlarvt diese ökologistische Phantasie als unhaltbare Illusion. Es existiert keine Alternative, weder hinsichtlich Verfügbarkeit, noch hinsichtlich Verläßlichkeit, Kosten und Skalierbarkeit. Die Argumente, die er gegen Wind, Sonne und Biomasse anführt, unterscheiden sich nicht von denen, die wir bei Science Skeptical seit Jahren erläutern. Einzig die Kernenergie (Spaltung und Fusion) und die Wasserkraft weisen nach seiner Meinung entsprechende Potentiale auf. Bei weiter steigendem Energiebedarf werden diese aus seiner Sicht aber eher ihre Marktstellung als Ergänzung zu Kohle, Öl und Gas festigen und nicht als Substitute in Frage kommen.

Wenn denn diese Tatsachen so klar auf der Hand liegen, warum kämpfen so viele intelligente Menschen gegen die Nutzung fossiler Energierohstoffe? Warum ist deren Opposition gegen die Säulen der modernen industrialisierten Welt so populär? Weil sie, wie Epstein herausarbeitet, nicht über objektive Wahrheiten streiten, sondern aus einer moralischen Position heraus bewerten.

Wer aber ein Thema aus dieser Perspektive betrachtet, hat offenzulegen, nach welchen Maßstäben er zu Einschätzungen wie „gut“ und „böse“ gelangt. Man kann sich dabei an theologischen Vorstellungen orientieren. Der Papst gelangt auf diese Weise in seiner Enzyklika zu einer Ableitung von Grenzen, die der Mensch hinsichtlich seiner Einflußnahme auf die Umwelt nicht überschreiten dürfe, wenn er nicht gegen gottgegebene Gebote handeln wolle. Auch das zentrale Dogma der Ökologisten ist seinem Wesen nach spiritueller Natur. Denn deren moralischer Maßstab beruht auf dem Grundsatz der absoluten Nichteinmischung. Im Zweifel habe der Mensch alles zu unterlassen, was seine Umwelt verändert – vom Bergbau bis hin zur Emission von Gasen. Diese Idee vom Menschen als Zerstörer, der ein der Natur eigenes Recht auf unveränderte Existenz schon durch seine bloße Anwesenheit auf diesem Planeten bricht, zeigt sich nicht nur in den bekannten Zitaten über das „Krebsgeschwür Menschheit“, sondern auch im hier schon diskutierten ökomodernistischen Manifest. Auch die Ökomodernisten halten an dem Prinzip fest, die Beeinflussung der Umwelt durch den Menschen so weit wie nur möglich zu minimieren – im Idealfall durch eine vollständige, durchaus technologiebasierte Trennung der beiden Sphären.

Auf dieser Grundlage spielen natürlich die mit der Nutzung fossiler Energiequellen verbundenen Vorteile keine Rolle. Sie finden keinen Eingang in die moralische Bewertung.

Alex Epsteins Buch ist der Gegenentwurf zu dieser Weltsicht. Sein moralischer Maßstab ist allein der Mensch. Gut ist, was den Menschen ein besseres, längeres und gesünderes Leben ermöglicht, was Sicherheit und Wohlstand schafft.  Aus dieser zutiefst humanistischen Perspektive schneiden die fossilen Energieträger herausragend ab. Mit diesen geht es uns besser, viel besser, als ohne sie. Deswegen ist es moralisch geboten, nicht weniger, sondern mehr Kohle, Öl und Gas zu fördern, zu verteilen und zu nutzen. Dadurch steigt auch unsere Fähigkeit, die Umwelt zum Nutzen der Menschheit neu zu formen und zu gestalten.

In Epsteins eigenen Worten ausgedrückt:

We don’t want „to save the planet“ from human beings; we want to improve the planet for human beings.

(Wir wollen nicht den Planeten vor den Menschen retten, wir möchten den Planeten für die Menschen verbessern.)

Epstein1

Meine Empfehlung als Urlaubslektüre: Alex Epstein, The Moral Case For Fossil Fuels, Penguin-Verlag (November 2014), 256 Seiten, Preis ca. 30 Euro (als E-Book ca. 20 Euro)

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63 Kommentare
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  1. Ich denke auch, dass es genau der Weg ist den Planeten für den Menschen zu verbessern und dabei werden uns die
    fossilen Energieträger noch gute Dienste leisten. Sollte es dadurch, um ein oder zwei Grad wärmer werden, werden sie uns helfen uns daran anzupassen. Auf der Klimazwiebel habe ich gelesen, dass gestritten wird auf welche Mitteltemperatur man sich einigen sollte, wenn man Geoengineering in Betracht zieht, weil es wohl Länder gibt die sich von 1.5 -- 2 Grad höhere Mitteltemperatur einen Vorteil versprechen.

  2. Für mich steht die Frage.

    Welchen Einfluss hat die heutige zuverlässige Energieversorgung auf die heutige mittlere Lebenserwartung?

    Im Umkehrschluss kann man sich dann ausrechnen, wie viele Menschen die Grüzis mit ihrer Mangelversorgungsideologie schleichend umbringen wollen.

  3. Vollkommen zutreffende Analyse (ausser der Tatsache dass CO2 keine Erderwärmung verursachen kann) der aktuellen Situation. Wohlstandsverwahrloste Ökos predigen Wasser und trinken Wein (Al Gore, Asbeck…) und die grünen Schlümpfe löhnen an den Kassenhäuschen der Klimakirche (Ablasshandel) weil sie CO2 ausatmen. Da verwundert es nicht dass der Papst auf diesen Zug aufspringt, darin hat sein Verein ja 2.000 Jahre Erfahrung. Auch die Politik mischt munter mit, denn ohne das Klimagespenst im Fokus kämen die Leute vielleicht auf die Idee unangenehme Fragen zu stellen (50 Mrd. €/anno Steueraufkommen aus dem Autoverkehr aber eine total desolate Infrastruktur! Wo versickert z. B. dieses Geld? . Aber mit dem Argument „Klimarettung“ lässt sich ALLES durchdrücken bzw. übertünchen und deshalb wird diese Lügengeschichte so lange weiter getrieben wie es nur geht.

  4. Ich bin ganz auf der Seite von Alex Epstein, ich finde wir sollten Fracken, Kohle und Öl fördern, aber wir sollten dennoch die Kernkraft nicht vernachlässigen.

    Wir leben aber inzwischen in einem perfekten 1984. Alles was die Ökologisten tun schadet der Natur. Ich habe ernsthaft gesucht, und bisher nichts gefunden. Ob der Flaschenpfand, die Mülltrennung, klein aber lokal, Wärmedämmung der Häuser, Biomasseenergie, Solar und Wind, demnächst das Plastiktütenverbot, wenn man genauer hinschaut stellt man immer fest, das ihre Lösung der Natur mehr schadet als die, die die freie Marktwirtschaft wählen würde. So als würden sie Angst haben überflüssig zu werden, wenn sie nicht mehr die Natur schädigen würden.

    Genauso ist es bei den Linken, ob Mindestlohn, Mietpreisbremse oder was auch immer, alles was sie tun verarmt und schädigt vor allem die Schwächsten der Gesellschaft am Meisten. So als hätten sie Angst in Zukunft nicht mehr gebraucht zu werden, wenn sie nicht einen Großteil der Bevölkerung arm und in Abhängigkeit vom Staat halten.

    Man könnte nun meinen, diese zwei Gruppen seien das Problem, aber was würden sie tun, wenn sie nicht den Staat hätten, um ihre Vorstellungen allen anderen aufzuzwingen? Ursächlich verantwortlich für unsere Probleme ist der Staat, der mit seinen Gesetzen die Kernkraft verteuert und verhindert, der das Fracking verhindert, durch dessen EEG wir veramt werden und die Industrie zum Abwandern gezungen wird.

    Wer heute noch glaubt, die Politiker würden im Interesse der Bürger arbeiten, muss wirklich sehr naiv sein. Sie arbeiten vor allem am eigenen Machterhalt, und um diesen zu erreichen machen sie was gerade populär ist, selbst wenn sie selbst wissen, dass es für Deutschland oder die EU schädlich ist. Um ihre Macht zu erhalten bestehen sie einzelne Gruppen mit dem Geld anderer, mal die Bauern, mal die Rentner und Pensionäre, mal die Beamten, mal die Ökos, usw. Sie interessieren sich nicht für die Langzeitschäden, die sie mit ihrer Politik anrichten. Hauptsache sie werden wiedergewählt und so lässt dann eine Merkel auch schon mal die Kernkraftwerke abschalten, aus wahltaktischen Gründen.

    Da der Staat so fett ist und inzwischen so viel Geld über den Staat läuft, und so viele Menschen so vom Staat abhängig sind, wird sich eine grundlegende Verbesserung nicht mehr durchsetzen lassen. Jedem Leistungsträger kann ich nur raten so schnell wie möglich auszuwandern und die anderen ihrem Etatismus, Sozialismus und Ökologismus zu überlassen.

  5. was die xxxxxxxxxx und auch die Politik verschweigt:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-energiebericht-oettinger-verschweigt-atom-und-kohlesubventionen/8928750.html

    Oettinger verschweigt Atom- und Kohlesubventionen
    Autor:

    afp

    Datum:

    14.10.2013 10:39 Uhr

    Laut Medienbericht fördert die Europäische Union Atom- und Kohle-Anlagen deutlich mehr als erneuerbare Energien. EU-Kommissar Oettinger wollte das offenbar nicht in einem Bericht stehen lassen -- und ließ es streichen.

    (mäßige Dich….H.E.)

  6. @InvestorMC 15. Juli 2015 15:40

    „Laut Medienbericht fördert die Europäische Union Atom- und Kohle-Anlagen deutlich mehr als erneuerbare Energien. EU-Kommissar Oettinger wollte das offenbar nicht in einem Bericht stehen lassen — und ließ es streichen.“

    Und das scheint schon richtig zu sein, den anders als Kernenergie und Kohle werden die „Erneuerbaren“ in allen europäischen Ländern nach dem deutschen EEG-Prinzip gefördert.
    Und das EEG ist keine Förderung oder Subvention, weil

    „Fakt ist: Die EEG-Umlage für den Ökostrom ist keine Förderung oder Subventionierung aus Staats- bzw. Steuermitteln. Der Staat legt beim EEG, wie im Fall der Mindest-Lohndebatte die Lohnuntergrenze, die Mindestpreise für den Strom aus erneuerbaren Energien fest. “
    Quelle: http://www.iwr-institut.de/de/presse/presseinfos-energiewende/erneuerbare-energien-werden-subventioniert-staat-zahlt-keinen-cent

    Das heißt aber nicht, daß die Zahlungen aus dem EEG kleiner sind, als die direkten Zahlungen des Staates an Kohle und Kernenergie!
    Und wer zahlt am Ende alles? Der Verbraucher/Steuerzahler.
    Dem kommt es nicht darauf an, ob er eine Subvention aus seinen Stueern bezahlt oder den Subventionierten direkt aus einer Umlage.
    Den Steuerzahler interessiert nur die Höhe seiner Zahlung und dort häufen die „Erneuerbaren“ eine Hypothek auf, die griechischen Verhältnissen sehr nahe kommt.

  7. Seit vielen Jahren versuche ich, ein Buch zu schreiben

    Hier ist der , überflüssig…ich hoffe, sie haben einen guten Lektor…

  8. Hier ist der gewaltige Denkfehler, den Epstein begeht, auf den Punkt gebracht:

    How many people in Nigeria, for example, dubbed the “world oil pollution capital” and where much of the wealth generated has been siphoned off through corruption, would argue that “fossil-fuelled development is the greatest benefactor our environment has ever known”? It is true that for many people (but by no means all) the fossil fuel age has brought great benefits.

    However, Epstein’s argument is rather like staying with a psychotic and abusive partner because the first couple of months of the relationship were very lovely. Just because the first half of the oil age enabled some remarkable things does not mean logically that therefore the second half will be the same. Last year the IPCC stated that unchecked climate change will be “severe, widespread and irreversible”. You would think that that, along with the overwhelming body of scientific opinion, suggests that the second half of the oil age might not quite be the bed of roses the first half was (for some at least). But not for Epstein.

    Quelle

    Wenn man sich von der naiven Technikeuphorie löst, die Epsteins Denken zugrunde liegt, zeigt es sich sehr schnell, dass sein Argument logisch nicht haltbar ist und dass er, um es überhaupt vorbringen zu können, allzu viele Fakten unter der Tisch fallen lassen muss. Er zeichnet ein extrem einseitiges Bild der Entwicklung und merkt nicht, dass ein „Weiter so!“ in keiner Weise gerechtfertigt ist.

  9. Es kommt noch schlimmer:

    It’s a book that will often have you pausing to think “did he really say that?” You’ll hear stuff like:

    “There is no inherent reason to think that the extinction of any given plant or animal is bad for humans”

    and…

    “Not only can our way of life last; it can keep getting better and better, as long as we don’t adopt “sustainability” policies”.


    Quelle

    30 Euro für so einen Schmarrn?

    Wer es auf Herrn Hellers „Rat“ hin schon gekauft hat, vielleicht gibt es einen kleinen Trost: möglicherweise eignet es sich zur analen Rektifikation. 🙂 Dann ist es wenigstens zu etwas nütze.

  10. Mit dem Wort Gottes haben es seine Stellvetreter auch nicht mehr so richtig. Siehe 1 Mos 1, 26.: Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt! 27. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib schuf er sie. 28. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!

  11. @nLeser,

    Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes

    Das ist schon einmal falsch: Nicht irgendein Gott schuf den Menschen, sondern die Menschen haben sich im Laufe der Jahrtausende unzählige Götter „nach ihrem Bilde“, also nach ihren Vorstellungen geschaffen. Und die Chancen stehen ganz gut, dass wir sie noch in diesem Jahrhundert komplett wieder abschaffen. 🙂

  12. @jonas schimke
    Epstein hat wohl auf jeden Fall Recht, wenn er darauf hinweist, dass wir ohne fossile Brennstoffe nicht da wären, wo wir sind. Wenn sie eine der denkbaren Alternativen gegenüber einer Welt in der das Lebensalter ansteigt, das Verhältnis von Arbeit zur Freizeit immer günstiger wird, die Armut trotz ansteigender Bevölkerung zurückgeht und Kommunikation und Handel immer mehr zunehmen, bevorzugen, dann ist das ihre Sache. An ihrer Quelle fällt jedenfalls auf, das sie einige Probleme, die durch fossile Brennstoffe enstanden sind und noch entstehen, anspricht und dann das Hauptaugenmerk auf das Jammern über den Klimawandel legt. Man spürt richtig die Angststarre vor einem Ereignis, dass nach Auffassung des IPCC vielleicht in 50 Jahren gefährlich werden könnte. Ich lege da schon die alarmistischsten Annahmen zu Grunde. Vielleicht sollte sie einmal diese Quelle lesen. Vielleicht können sie sich da einordnen.

  13. @Gerhard Straten

    Inder Goklany belegt schon seit Jahren mit Daten zum Beispiel hier
    Dass Epstein Recht hat.

  14. @Günter Heß,

    erwarten Sie im Ernst, dass ich einen Artikel ernst, der bei WUWT erscheint und der dann auch noch schon im 2. Absatz auf GWPF verweist? An dem Punkt habe ich aufgehört zu lesen. Irgendwelche Links, bei denen ein gewisser Monckton die Fäden in der Hand hat, interessieren mich nicht im Geringsten.

    Und nein, Epstein hat eben nicht Recht, weil in seiner Logik fundamentale Irrtümer verwoben sind. Aber wenn man etwas glauben will, dann glaubt man es halt und merkt die vielen Unstimmigkeinten nicht. Auf so etwas sind schon viele Klima-„Skeptiker“ hereingefallen.

    @Gerhard Straten

    Gehen Sie doch mal auf die Original-Wordpress-Website (kann sich wohl keine eigene leisten?) uns sehen Sie selbst, wie mentally deranged dieser Mensch ist: Collected articles of Tony Thomas – climate, politics, silly stuff, oder besser: Collected articles of Tony Thomas – climate, politics = silly stuff

    Wenn Sie auf solchen BS hereinfallen, ist das Ihr Problem, mich überzeugt das in keiner Weise.

  15. @Günter Heß,

    “There is no inherent reason to think that the extinction of any given plant or animal is bad for humans”

    and…

    “Not only can our way of life last; it can keep getting better and better, as long as we don’t adopt “sustainability” policies”.

    Schön, dass Sie meinen, dass jemand, der solche „starken“ Sprüche von sich gibt, recht haben könnte. Damit belegen Sie nur, dass SIE nicht recht haben, we 🙂

  16. … wenn Sie so leicht auf derartigen Unfug hereinfallen. 🙂

  17. @Jonas Schimke

    Für sie habe ich den auch nicht verlinkt, denn sie sind ein Erleuchteter und Gläubiger der alles weiß ohne zu lesen oder zu zweifeln.
    Nein, der Artikel war für Herrn Straten der erwiesenermaßen kritisch ist und mitdenkt. Ihnen würde ich sowas nicht empfehlen, da sie den Schock der Fakten sicher nicht vertragen. Sie wollen ja nur ihre „ad Hominem“ Argumente loswerden, das können sie auch ohne zu lesen. Am Besten sie beschränken sich auch hier nur auf ihre „ad Hominem“ Argumente, denn ihr Glaubensbekenntnis interessiert hier vermutlich keinen. Das spart dann Platz. Ich mache ihnen auch gerne eine Schimkeecke auf. Noch lieber wäre es mir allerdings sie würden auf Primaklima so eine Ecke kriegen, aber da ist ja Andreas und der kann ihrem Zeugs sicher auch nichts abgewinnen oder noch besser sie lesen ihr Zeug jeden Abend ihrer Familie vor bevor sie es posten. Vermutlich aber Posten sie ja bei uns, weil ihre Familie ihre Predigten und Glaubensbekenntnisse auch nicht mehr hören können.

    Nein, da haben sie schon Recht von Fakten lassen Sie sich nicht überzeugen, auf Fakten und Daten fallen sie nicht herein.
    Sie glauben es einfach besser.

  18. @ Mayr, #7:

    Infinitivgruppen, die von einem Substantiv abhängen („ein Buch“) werden mit einem Komma abgetrennt. Allgemein darf man auch nach der Rechtschreib“d“eform jede Infinitivgruppe durch ein Komma abtrennen, um die Satzgliederung und den Sinn zu verdeutlichen.

    Eigentlich sollte man nur dann eine Infinitivgruppe nicht durch ein Komma abtrennen, wenn diese ohne Substantiv auskommt („Er versprach zu helfen“ ist möglich, aber nicht zwingend. „Er versprach, dem Besucher zu helfen“ ist zwingend mit Komma abzutrennen.)

    Ein Lektor wäre eine gute Sache. Aber dafür brauche ich keinen.

  19. @ Potratz, #14:

    An dem Punkt habe ich aufgehört zu lesen.

    Ein Lehrer, der sich weigert, etwas Neues zu lernen? Wow. (@Mayr: Beachten Sie das Komma…)

    Und nein, Epstein hat eben nicht Recht, weil in seiner Logik fundamentale Irrtümer verwoben sind.

    Dann bin ich gespannt, welche dieser Irrtümer Sie benennen können. Nicht durch Links, sondern durch eigene Gedanken und Argumente. Oder sind Sie ein Lehrer, der keine solchen entwickeln kann?

  20. @Günter Heß #13
    Epsteins Buch ist sicher korrekt. Die Historie und Bedeutung der fossilen Energien ist wohl weitgehend fehlerfrei aufgearbeitet. Die Entstehung des Buches war auch mit viel Kommunikation quer über die Welt verbunden. Epstein hält sich auch mit seinem ideologischem Standpunkt sehr zurück. In einer Rezension auf NOVO-Argumente wurde sogar angemerkt, dass man es nicht merkt, dass er Objektivist ist. Man kann sich natürlich über seine Sicht der Zukunft von fossilen Energieträgern streiten, aber man bewegt sich wohl auf sehr dünnem Eis, wenn man weltweit irgendwelchen Alternativen kurzfristig eine Change gibt, auch wenn das IPCC sich festlegen sollte, dass es bis 2150 8 Grad wärmer wird. Da wird auch der Papst nichts dran ändern.
    Mal aus einem anderen Blickwinkel sieht das dieses Zitat:

    It is hard to credit that Francis, or any person of intelligence and a presumed advanced awareness of the human capacity for wickedness, could imagine that a trillion dollar global fund could or should be created by pillaging the Western middle classes and then funnelling that swag to the masses in Botswana, Bolivia, Swaziland, South Africa, the Philippines and innumerable other supplicant nations without seeing corruption, incompetence, and maladministration on an utterly unprecedented scale.

    So bleibt unseren Weltrettern wohl bloss die Flucht ins Jammern.

  21. @Gerhard Straten
    Wenn Sie nur jammern würden.
    Einige aus der politischen Kaste aus Grünen, Linken, Klimaaktivisten ähnlichen Alarmisten schafft es in den Medien Deutschland und seine Erfolge schlecht zu reden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie genau wissen, dass ihre Politik und ihre Aktivitäten wenig dazu beigetragen haben. Viele Lehrer scheinen auch frustriert zu sein weil sie das Schulsystem immer weiter degeneriert haben, die Studierfähigkeit früherer Jahre scheint immer weiter abzunehmen, wenn ich mir die Bachelorabsolventen so anschaue. Schade dass man ihnen die Chance nimmt wenigstens ein Diplom zu machen. Gottseidank international immer noch gut. Unabhängig von der Politik und diesen Alarmtrompeter haben wir den Wohlstand vor allem unseren hart und erfolgreich arbeitenden Menschen in der Industrie und den fossilen Energien zu verdanken. Interessant ist für mich die Beobachtung, dass in dieser ganzen Griechenlanddiskussion einige Journalisten gemerkt haben welch billiges Deutschlandbashing da vor allem von den Linken und Grünen gefahren wird.

  22. @Heller,

    offensichtlich sind wir jetzt wieder bei den kranken Spielchen von Stasi-Krüger angelangt. Schön, dass Sie sich auch wieder beteiligen, dadurch entlarven Sie Ihren wahren Charakter, wenn Sie sich in die Enge getrieben fühlen. 🙂

    Ihr Posting beweist mal wieder, dass Spekulation und fixe Ideen das tägliche Brot eines Klima-„Skeptikers“ sind. Und wenn der dann auch noch an Logorrhö leidet, kommt eine Menge Unsinn heraus.

    Ich denke, JEDER Mensch sollte bereit sein, jederzeit etwas Neues zu lernen. Wann fangen Sie denn damit an?

    Da Sie wieder einmal einen Gish-Gallop hingelegt haben (eine schnelle Aneinandereihung von falschen Behauptungen, die man nur mit großem Aufwand Punkt für Punkt widerlegen kann), begnüge ich mich mit einem oder zwei Punkten. Denn da sowohl Epstein als auch Sie ständig mit Analogie-Schlüssen arbeiten, die sich bei genauerem Hinsehen als non-sequitur erweisen, reicht es eigentlich aus, wenn ich an einem Beispiel zeige, wie falsch Ihre Behauptung ist, denn dann folgt daraus -- zumindest nach Ihrer Logik -- dass auch alle anderen Ihrer Behauptungen falsch sind.

    „Je preiswerter und sicherer die Energieversorgung eines Landes, desto besser geht es seinen Bürgern. Eine triviale Wahrheit, keine Frage, …. “

    Jau, die Wahrheit ist so trivial, dass es mühelos gelingt, das Gegenteil zu beweisen. Es gibt eine ganze Reihe von Ländern, bei denen das definitiv nicht stimmt. Nehmen wir die USA, ein hochtechnisiertes Land, mit billiger und sicherer Energieversorgung, aber ständig zunehmender Armut in breiten Bevölkeurngsschichten. Was ist mit den reichen Ölförderländern, die billige Energie im Überfluss haben, aber in denen das Reichtumsgefälle noch viel größer ist, als in den USA, bis hin zur Sklaverei, wie in Quatar? Ist es Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass es eine ganze Reihe anderer Faktoren gibt, die bestimmen, ob es den Bürgern eines Landes gut geht? Offensichtlich nicht!

    Ihr Problem ist, dass Sie einem festgestampften, neo-liberalem Weltbild frönen und dabei nicht davor zurückschrecken, große Teile der Wirklichkeit auszublenden, um dieses Weltbildes aufrecht erhalten zu können. Sie brauchen einfache „Wahrheiten“, die Sie plakativ in Ihre Texte hineinstreuen können und die meisten Ihrer Leser merken nicht, dass Sie von wohlgesetzten Worten, die im Wesentlichen dazu dient, eine Scheinlogik zu kaschieren, in die Irre geführt werden.

    Jede Veränderung unserer Umwelt beinhaltet Risiken und Chancen.

    Was soll eine solche unsinnige Behauptung? Sie verabsolutieren Gedanken, die Ihnen gefallen, bemerken nicht die Schwäche in der Logik: Jede? Dann müssten Sie ja ALLE Veränderungen der Vergangenheit und auch ALLE Veränderungen der Zukunft, die Sie nach eigener Definition gar nicht kennen können, analysiert haben.

    Ich könnte noch eine ganze Reihe von Beispielen aus Ihrem Text aufgreifen und ad absurdum führen, aber dann würde es schließlich doch ein ganzes Buch werden und ich habe keine Lust, einen derartigen Aufwand zu treiben, nur um zu zeigen, was für weltfremde Fantasten unter den Klima-„Skeptikern“ zu finden sind.

    Was WUWT und GWPF betrifft, so habe ich in der Vergangenheit oft genug, eigentlich zu oft, auf deren Seiten gelesen und habe dabei erkannt, dass von dort kaum etwas Ehrliches zu erwarten ist. Ab und zu schaue ich dort mal wieder vorbei und habe dann immer wieder festgestellt, dass sich nichts geändert hat. Warum also sollte ich noch mehr Zeit damit verschwenden, neuen Unsinn zu lesen? Und wenn jemand meint, diesen Unsinn als Beleg verlinken zu müssen, gibt er auch sehr viel von sich preis.

  23. #5:

    Laut Medienbericht fördert die Europäische Union Atom- und Kohle-Anlagen deutlich mehr als erneuerbare Energien. EU-Kommissar Oettinger wollte das offenbar nicht in einem Bericht stehen lassen — und ließ es streichen.

    Warum wird Atomstrom (korrekterweise müsste es Nuklearstrom heißen, aber im Deutschen nimmt man es mit der Physik nicht so genau) denn so teuer, dass er Subventionen benötigt? Matt Ridley nennt den Grund:

    In meeting the safety concerns of environmentalists, politicians and regulators added requirements for extra concrete, steel and pipework, and even more for extra lawyers, paperwork and time. The effect was to make nuclear plants into huge and lengthy boondoggles with no competition or experimentation to drive down costs. Nuclear is now able to compete with fossil fuels only when it is subsidized.

    Sein höchst lesenswerter Essay ist die beste und erhellendste Zusammenfassung zur Kontroverse um fossile Energien, Wohlstand, Umwelt und Klima, die ich bisher gelesen habe. Viele der hier aufgeworfenen Punkte finde ich darin bestens beleuchtet.

  24. #23: Unterstreichung war ein Versehen.

  25. #23: ist mir missglückt, sollte auch der Link zu dem Post darin stehen:

    http://www.rationaloptimist.com/blog/fossil-fuels-are-not-finished,-not-obsolete-nor-a-bad-thing-%281%29.aspx

    Warum gibt es keine Vorschau?

  26. @ Potratz, #22:

    Ich habe Sie vor einigen Tagen, als Sie hier nach längerer Abstinenz mal wieder aufgeschlagen sind, gefragt, ob Sie Potratz-Vennecke sind oder nicht. Sie haben nicht geantwortet. Das werte ich als Zugeständnis.

    Ich schreibe hier unter meinem Realnamen. Sie dürfen Ihren auch benutzen, wenn Sie nicht zu feige sind. Wüste Beschimpfungen unter Pseudonym kann jeder. Stehen Sie doch zu Ihrer Haltung. Dies ist ein freies Land. Ich frage Sie noch einmal: Sind Sie Herr Potratz? Ein einfaches Nein genügt -- und ich werde Sie unter „Schimke“ ansprechen. Und wissen, ob Sie ein Lügner sind oder nicht.

    Nehmen wir die USA, ein hochtechnisiertes Land, mit billiger und sicherer Energieversorgung, aber ständig zunehmender Armut in breiten Bevölkeurngsschichten.

    Kleiner Klassenkämpfer? Armut ist ein relativer Begriff. Wenn neben Ihnen ein Millionär einzieht, fallen Sie automatisch unter die lokale Armutsgrenze. Das Durchschnittseinkommen in den USA ist höher als das in Deutschland. Und nach diesem Parameter ist Katar das reichste Land der Welt. Da „Armut“ eben relativ zum jeweiligen Durchschnittseinkommen gemessen wird, wäre ich lieber in den USA arm, als hierzulande.

    Als ich Student war, lag ich auch mal unter der damaligen Armutsgrenze. Jedenfalls hat das der DGB behauptet. Ich hatte ein Auto (schrottreif aber fahrbar) und eine vollausgestattete kleine Wohnung (alles altes Zeugs, aber die Geräte funktionierten und erfüllten ihren Zweck), genügend Kleidung und auch noch genug zu essen. Tja, Armut im Kongo sieht dann doch wohl anders aus.

    Jede? Dann müssten Sie ja ALLE Veränderungen der Vergangenheit und auch ALLE Veränderungen der Zukunft, die Sie nach eigener Definition gar nicht kennen können, analysiert haben.

    Es geht nicht um die Ausprägung der Veränderung, sondern um die möglichen Reaktionen darauf.

  27. Ab etwa der 70iger machten sich zunehmend Dystopien breit. Gegeben hat es diese schon vorher, dennoch war die allgemeine Stimmung nicht so. Das verrückte ist, beim Faktencheck kommt genau das Gegenteil heraus: Die Welt ist besser geworden, nicht zuletzt durch die Nutzung der fossilen Brenn- und Rohstoffe. Dieser Widerspruch beschäftigt mich auch seit geraumer Zeit, und je länger ich in diesem Thema grabe, um so facettenreicher wird es. Nichts davon ist neu, die Narrative gehen teilweise bis in die Antike zurück. Nur die Rechtfertigungen für diese dystopischen Weltbilder werden nun zunehmend mit scheinbar wissenschaftlichen Argumenten geführt. Nehmen wir als Beispiel den Ausdruck »Ökologischer Fussabdruck« oder »Nachhaltigkeit«. Beides kann man, um bei diesen Beispielen zu bleiben, auch humanistisch begründen. Den Ausspruch:

    Sein moralischer Maßstab ist allein der Mensch.

    können auch die Ökologisten für sich reklamieren. Nach ihrer Logik wohlgemerkt, nicht nach meiner.

    Manchmal denke ich, die Antwort ist vielleicht ganz simpel. Je besser es uns geht, um so mehr haben wir Angst vor Veränderung und wollen diese Veränderungen kontrollieren. Die unbestimmte Hoffnung, dass es zukünftigen Generationen besser als uns geht, hat der unbestimmten Befürchtung Platz gemacht, dass es in Zukunft schlechter wird. Spinnt man diesen gedanklichen Faden zu Ende, dann ist diese Zukunftsangst ein Wohlstandsproblem. Nur dort wo der Wohlstand in der Vergangenheit auch gewachsen ist, dort wo es spürbar besser geworden ist, machen sich die Dystopien breit.

  28. @Heller,

    Ihre Frage nach meiner Identität werde ich nicht beantworten. Solange ein Stasi-Krüger hier ungehindert sein Unwesen treiben kann, wäre ich wohl schlecht beraten, etwas dazu zu sagen.

    Sie brauchen auch ja das Video mit Epstein zu betrachten, wo im im Fossil-Fetischisten T-Shirt verantwortungsvolle Menschen provoziert, ohne dass er auch nur im geringsten befürchten muss, physische Gewalt zu erfahren. Und nun stellen Sie sich den umgekehrten Fall vor. Wer auf einer pro-Atom-Demonstration die wahren Zusammenhänge anprangern würde, müsste um Leib und Leben fürchten.

    Würde ich meine Identität hier offenlegen, bin ich mir sicher, dass Stasi-Krüger alles versuchen würde, um mir beruflich und privat zu schaden. Und da er auch nicht vor moralisch verwerflichen Methoden zurückschreckt, hätte ich alle Hände voll zu tun, mich dagegen zu wehren.

    Da „Armut“ eben relativ zum jeweiligen Durchschnittseinkommen gemessen wird, wäre ich lieber in den USA arm, als hierzulande.

    Sie wissen ja wieder einmal gar nicht, wovon Sie reden! UnserSozialsystem ist dem der USA haushoch überlegen. Gäbe es dort nicht eine Reihe von gemeinnützigen (und auch kirchlichen) Gruppierungen, die sich der wirklich Armen annehmen und zum Beispiel Suppenküchen organisieren , dann wäre das Verhungern auf offener Straße dort wohl eine alltägliche Erscheinung.

    Es geht nicht um die Ausprägung der Veränderung, sondern um die möglichen Reaktionen darauf.

    Sehr schwache Reaktion! Warum geben Sie nicht einfach zu, dass dieser Satz von Ihnen

    Jede Veränderung unserer Umwelt beinhaltet Risiken und Chancen.

    bestenfalls eine triviale Leerformel ist? Wie so vieles, was Sie in diversen Artikeln hier von sich geben.

    Ihr Grundproblem ist und bleibt, dass Sie mit einer stark vereinfachten Weltsicht nur einen Teil der Realität wahrnehmen und aufgrund Ihrer Vorurteile, die keine differenzierte Sichtweise erlauben und zum Beispiel in einer überaus naiven Technikgläubigkeit gipfeln, laufend zu Fehlschüssen kommen. Deshalb können Sie auch mit Ihren Scheuklappen bestückt ein Buch wie das von Epstein lesen, ohne dessen extrem schwache Ausgangsbasis und dessen logische Fehltritte zu durchschauen.

  29. Sehr geehrter Herr Quencher,

    Je besser es uns geht, um so mehr haben wir Angst vor Veränderung und wollen diese Veränderungen kontrollieren.

    Da sagen Sie etwas sehr Wahres! So viel Einsicht hätte ich Ihnen eigentlich gar nicht zugetraut, aber ich wüsste nicht, wie man die Motivation der Klima-„Skeptiker“ (zumindest derer, die keine finanziellen Interessen am Thema haben), besser auf den Punkt bringen könnte: Verlustangst!

    Uns geht es ja wirklich gut und so ist es durchaus verständlich, angesichts der notwendigen Veränderungen, dass viele Menschen befürchten, es können ihnen in Zukunft weniger gut gehen oder sie müssten etwas von ihrem Reichtum an diejenigen zurückgeben, denen sie es genommen haben.

    So greifen sie denn zu immer abstruser werdenden Rechtfertigungen und bemerken gar nicht, wie sie sich Schritt für Schritt von der Realität entfernen.

    Ob es der Menschheit insgesamt in Zukunft besser oder schlechter gehen wird, liegt nicht zuletzt in unserer Verantwortung, aber die Entschlossenheit der Klima-„Skeptiker“, sich dieser Verantwortung zu entziehen, ist nicht gerade dazu geeignet, die Hoffnung auf Besserung zu befördern.

    Leider ist es nicht damit getan, diese relativ kleine, aber trotzdem einflussreiche Gruppe von Realitätsverweigerern (man betrachte nur einmal, welchen unheilvollen Einfluss sie auf die Politik der USA ausüben) einfach rechts liegen zu lassen. Man muss ihnen schon argumentativ entgegen treten.

    Nur dort wo der Wohlstand in der Vergangenheit auch gewachsen ist, dort wo es spürbar besser geworden ist, machen sich die Dystopien breit.

    Dem kann ich nicht so ganz zustimmen: Dystopien sind quasi der Gegenentwurf zu den Utopien. Beide zusammen bilden ein Genre der Literaturgeschichte, wobei die Dystopien in dem Maße zugenommen haben, wie das Wissen um Zusammenhänge im Weltgeschehen und Möglichkeiten der Entwicklung (positiv und negativ) gewachsen ist. Ein weites Thema, dass man in wenigen Sätzen nicht sinnvoll behandeln kann.

    Klar ist nur so viel, dass heute die Menschheit vor Herausforderungen steht, die sich in ihrer bisherigen Geschichte in dieser Tragweite noch nicht gestellt haben und dass noch lange nicht ausgemacht ist, ob der größere Teil der Menschheit diese Herausforderungen wird meistern können.

    Die Hoffnung auf weitere, bahnbrechende Erfindungen ist unbesteitbar vorhanden, inwieweit sie berechtigt ist, kann durchaus bezweifelt werden. Nehmen wir als Beispiel die Kernenergie: Noch in den 50er Jahren des vorigen Jahunderts war eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler und Politiker davon überzeugt, dass mit ihrer Nutzung geradezu paradiesische Zustände für die gesamt Menschheit anbrechen würden. So zum Beispiel der Philosoph Ernst Bloch, der träumte durch Kernenergie würde „aus Wüste Fruchtland und aus Eis Frühling“. Heute wissen wir, dass Kernenergie schlimmstenfalls die Randerscheinung, die sie immer war, bleiben wird, bestenfalls im Laufe dieses Jahrhunderts sogar ganz von der Bildfläche verschwinden wird -- bis auf die Altlasten natürlich, die wir vielen nachfolgenden Generationen als fluchwürdiges Erbe hinterlassen.

    Wer also auf technische Durchbrüche hofft, durch die sich unsere heutigen Probleme praktisch wie von selbst lösen, tut nichts anderes als einen völlig ungedeckten Scheck auf die Zukunft auszustellen. Naive Technikgläubigkeit, wie die von Herrn Heller, hilft uns nun wirklich nicht weiter.

  30. sorry, nahezu doppeltes Posting. #28 bitte löschen, da nicht vollständig.

  31. @ Schimke

    Gruppe von Realitätsverweigerern

    Genau darum geht ja der Streit, wer denn eigentlich die Realität verweigert. Für Sie ist die Beschreibung von kommenden Katastrophen bereits Realität, für die Skeptiker nicht.

    Wer also auf technische Durchbrüche hofft, durch die sich unsere heutigen Probleme praktisch wie von selbst lösen, tut nichts anderes als einen völlig ungedeckten Scheck auf die Zukunft auszustellen.

    Welche heutigen Probleme? Das Klima etwa, oder die Ressourcen? Nein, genau die Klimaschützer stellen diese ungedeckten Schecks aus, indem sie vor einer Katastrophe in der Zukunft warnen, sie bereits als Realität annehmen, so als ob Zukunft schon geschehen wäre. Offenbarungen nennt man dies auch. Wie viel diese mit der Realität zu tun haben, zeigen die Blicke in vergangene Offenbarungen. Offenbarungen werden von den Gläubigen als kommende Realität empfunden. Es wird so kommen; kein Konjunktiv.

    Ich will ja zugeben, dass es auf beiden Seiten der Kampflinie mit diesen Offenbarungen gearbeitet wird. Skeptiker warnen vor der Ökodiktatur und setzen diese mitunter zu leichtfertig gleich mit Nazis oder Kommunisten und malen orwellsche Visionen, ebenfalls als Offenbarung, an die Wand. Hier ist nun Peters Ansatz ein ganz anderer, weil er mehr auf die evolutionäre Kraft der Technik setzt, dass diese die Gesellschaft zu verändern im Stande ist, eben nach den Gesetzen der Evolution. Obwohl ich in Einzelfragen durchaus mitunter Peters Darstellungen kritisiere, vor allem wenn es um das Wesen von Menschen geht, so bin ich doch was das Technium betrifft ganz auf seiner Seite. Kultur und Technik gehören zur Natur der Menschen und entwickeln sich evolutionär weiter, sich jeweils gegenseitig befruchtend, manchmal auch sich gegenseitig behindernd. Ein interessantes Spannungsfeld.

    Visionen in diesem Bereich dienen der Verdeutlichung der Gedanken. Offenbarungen wie sie die Klimaschützer verwenden, sind allerdings bar jeder Realität. Womit wir geklärt hätten, wer die eigentlichen Realitätsverweigerer sind.

  32. @Quentin

    Die unbestimmte Hoffnung, dass es zukünftigen Generationen besser als uns geht, hat der unbestimmten Befürchtung Platz gemacht, dass es in Zukunft schlechter wird. Spinnt man diesen gedanklichen Faden zu Ende, dann ist diese Zukunftsangst ein Wohlstandsproblem.

    Das glaube ich nicht. In unserer Gesellschaft ist doch die Zukunftsangst Programm. Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not.
    Früher (vor 50 -- 100 Jahre) war unsere Gesellschaft aber nicht so widerstandsfähig und die Hungersnot durch eine vom Wetter verursachte Missernte gefühlt immer nur 1 Jahr weg.

    Die fossilen Energien, die Düngemittel, unsere moderne Industrie und die moderne Landwirtschaft haben das geändert. Wetter und Klima sind für uns keine Bedrohung mehr.

    Früher wurden die Menschen durch die Zukunftsangst zum Sparen für sich selbst angeregt, Heutzutage werden sie dazu ermutigt den Klingelbeutel zu füllen, damit ihn andere leeren können. Früher ging der nur in den Kirchen rum , heute wird er eben auch auf Klimakonferenzen rumgereicht.

    Ich denke mit Zukunftsängsten von der Klimaänderung lässt sich ein großer Geldtopf zusammensammeln.Je reicher ein Land ist, umso besser lässt er sich füllen.Den Geldtopf zu leeren ist dann ein wirtschaftliches Interesse.

    Da uns die fossilen Energie und unsere erfolgreiche Industrie uns unabhängig vom Wetter gemacht haben, haben die Angsttrompeter schnell gelernt, dass es keinen Sinn macht vor der Katastrophe des nächsten Jahres zu warnen. Das wäre schnell widerlegt, deshalb verlegt man die Katastrophen in die nächste Generation

    Im übrigen ist schon interessant zu Beobachten wie der Erfolg dass in den letzten 30 Jahren die Armut sank, der Wohlstand stieg, die Gesundheit und die Lebenserwartung sich verbesserten, obwohl die Bevölkerung wuchs,also die Faktenlage von diesen Angsttrompetern völlig ausgeblendet wird. Unsere Medien plappern es nach

  33. 1 Monat harte Feldarbeit achwas1 Woche reicht aus, für solche Leute wie Jonas.
    Die würden sofort zu Hilfsmitteln greifen und sie würden den Moral Case for Fossil Fuel am eigenen Körper erfahren.
    Ist meiner Meinung eh besser als ein Buch.
    Aber toller Artikel: Wenn es manche auch nicht gern hören. Immer noch Fan von Herrn Heller.

    Grüße
    St

  34. @Jonas

    Richtig ein super Sozialsystem haben wir. Daher werden Flüchtlinge auch immer öfter in Zelten untergebracht, vom Sozialamt. In Bremen werden immer neue Zelte aufgestellt, eines jetzt auch an der Uni. Und Bremen hat eine Regierung aus linksgerichteter SPD und Grünen. Und die Tafeln nehmen immer weiter zu. In Bremen gab es gerade eine kostenlose Groß-Speisung vor dem Bahnhof.

    In den USA kann ich mich wenigstens an die Straßenecke stellen und dort als Standbetreiber (Wasserverkäufer, etc.), oder Autowäscher mein Geld verdienen. Hier kommt gleich die Polizei und man bekommt einen Platzverweis. Oder es kommt das Gewerbeaussichtsamt und der Zoll.

    Oder man macht es wie der Joe Kelly. Der ist gerade durch die USA ohne Geld gereist. Hat in wenigen Stunden 2.000$ verdient indem er Kleeblätter als Glücksbringer verkauft hat und die Leute auf der Straße unterhalten hat. Versuchen Sie das mal im sozialen Deutschland. Da bekommen Bettler einen Ärschtritt und die Polizei erteilt Platzverweise.

  35. @Jonas

    Ihre Frage nach meiner Identität werde ich nicht beantworten. Solange ein Stasi-Krüger hier ungehindert sein Unwesen treiben kann, wäre ich wohl schlecht beraten, etwas dazu zu sagen.

    Ich weiß doch längst das Sie Herr Potratz sind. Das Problem ist doch, gestehen Sie das ein, so stehen ihre Klimaschutzfreunde, die Sie jahrelang mit hinters Licht geführt haben, schlecht da. Das scheint aber gang und gäbe zu sein unter Klimaschützern, seine Klimaschutzfreunde mit zu bescheißen.

  36. Im übrigen ist schon interessant zu Beobachten wie der Erfolg dass in den letzten 30 Jahren die Armut sank, der Wohlstand stieg, die Gesundheit und die Lebenserwartung sich verbesserten, obwohl die Bevölkerung wuchs, also die Faktenlage von diesen Angsttrompetern völlig ausgeblendet wird. Unsere Medien plappern es nach

    Hier der offizielle Beleg. Komisch, wenn die UN bei anderen Themen „rülpst“, hört man das Gejammer der Gutmenschenszene über Wochen, aber so etwas passt natürlich nicht ins Weltbild:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/un-vollversammlung-in-new-york-zwischenbilanz-zu-millenniumszielen-a-924976.html

  37. Ihre Frage nach meiner Identität werde ich nicht beantworten. Solange ein Stasi-Krüger hier ungehindert sein Unwesen treiben kann, wäre ich wohl schlecht beraten, etwas dazu zu sagen

    Jetzt muss ich doch noch mal nachhaken…
    Was droht Ihnen aufgrund penetranter Verbreitung systemkonformer Mainstreampropaganda in Grüzi-Deutschland denn anderes, als schlimmstenfalls eine Auszeichnung für „Zivilcourage“?

  38. @FK 9 Pilot,

    ohne das jetzt Erreichte mies machen zu wollen, Sie haben dem Artikel nur die halbe Wahrheit entnommen:

    Seither zieht die UNO jährlich Bilanz, jeweils aus Anlass ihrer Vollversammlung, die am Dienstag in New York zu Ende geht. Der Zwischenstand: In fast allen Bereichen der sogenannten Millenniumsziele wurden im Vergleich zu 1990 Fortschritte erzielt. Bei genauerem Hinsehen stellt man aber fest: Konkret werden bis 2015 wohl nur drei der 21 Unterpunkte erreicht. Und die Zahlen des UN-Millenniumsberichts zeigen: Vor allem im südlichen Afrika ist die Lage weiter dramatisch.

    Das erste und wohl wichtigste Millenniumsziel war die Halbierung der extremen Armut und des Hungers. Die Vereinten Nationen setzten sich das Ziel, zwischen 1990 und 2015 den Anteil der Menschen zu halbieren, deren Einkommen weniger als 1 Dollar pro Tag beträgt -- heute rechnet man aufgrund der Preisentwicklungen mit 1,25 Dollar. Dieses Ziel ist erreicht worden. Heute leben etwa 700 Millionen Menschen weniger in extremer Armut als 1990.

    Dazu beigetragen hat vor allem die positive Entwicklung in Südostasien und China. In China wurde der Anteil von 60 Prozent auf 12 Prozent (2010) verringert. Ein Erfolg -- allerdings leben immer noch 162 Millionen Chinesen in extremer Armut.

    Große Sorge bereitet der südlich der Sahara gelegene Teil Afrikas. Noch immer leben dort 48 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut. Der Rückgang beträgt hier nur acht Prozent. Zudem ist die absolute Zahl extrem armer Menschen in der Region aufgrund des enormen Bevölkerungswachstums stark angestiegen: Von 290 Millionen auf 414 Millionen Menschen.

    Extreme Armut entsteht oft durch einen Teufelskreis: Wer arm ist, findet durch fehlende Bildung und schlechte Gesundheit keinen Zugang zu produktiver Beschäftigung. Auch mit fehlenden Umweltressourcen, Krieg, Korruption oder schlechter Regierungsführung haben die Menschen in den Entwicklungsländern zu kämpfen.

    Quelle in #37, Hervorhebungen von mir

    Und weiter heisst es:

    Eines der Millenniumsziele war auch ökologische Nachhaltigkeit. Davon kann momentan keine Rede sein. … Fast ein Drittel der Meere ist überfischt und in Südamerika und Afrika werden jährlich Millionen Hektar Wald zerstört. Das Artensterben hält an. Immerhin stehen heute etwas mehr Land- und Meeresflächen unter Schutz als noch 1990.

    Ich fürchte Erfolg auf der ganzen Linie sieht anders aus. Vor allem ist es fraglich, ob sich die Lage in Afrika in den nächsten Jahfre wesentlich verbessern wird. Darauf deutet bislang wenig hin, obwohl dieser Kontinent den Herren Heller und Heß zufolge ja eigentlich wegen seines Rechtums an fossilen und nuklearen Rohstoffen mit an der Spitze des sozialen Fortschritts stehen müsste. Leider ist die Wirklichkeit doch etwas komplexer als mancher Klima-„Skeptiker“ sich einreden möchte.

  39. #38

    haben Sie schon einmal etwas vonerwendeten Mobbing gehört?

    Würde man die Aktivitäten Krügers mal unter dem Gesichtspunkt des Cyber-Mobbings betrachten, würde man sicher sehr schnell fündig. Zum Glück für Krüger ist Cyber-Mobbing in Deutschland (noch) kein Straftatbestand.

    Allerdings muss sich Herr Heller fragen lassen, warum er solchen Leuten nicht nur als Autoren eine Plattform bietet, sondern sich soagr selbst an deren kranken Spielchen beteiligt. Ich habe zu keinem Zeitpunkt einen Hinweis auf die reale Identität des von mir von mir verwendeten Nicks gegeben. Wenn es Leute gibt, die trotzdem meinen, mir hinterherspionieren zu müssen und dann die vermeintlichen Ergebnisse ihrer widerlichen Schnüffelei herausposaunen zu müssen und damit unbeteiligte Dritte in ihre miesen Machenschaften mit hineinziehen zu müssen, zeigt das lediglich, wie krank die im Kopf sind.

    Wenn die Verwendung von Klarnamen so unproblematisch wären, wie Sie andeuten wollen, geht natürlich auch an Sie die Fra

  40. … die Frage, warum Sie dann ebenfalls einen Nich verwenden?

    Haben Sie etwa Angst vor Stasi-Krüger, dass Sie einmal wegen einer „falschen“ Ansicht bei ihm in Ungnade fallen könnten und dann ebenfalls seinen Schnüffeleien ausgesetzt sein könnten?

  41. … die Frage, warum Sie dann ebenfalls einen Nich verwenden?

    …weil ich keine gefahrlos verbreitbare, systemkonforme Propaganda betreibe, was in Grüzi-Deutschland von heute t a t s ä c h l i c h Nachteile haben könnte…

    Nehmen wir mal die Spargelautorenmeinung raus:

    In fast allen Bereichen der sogenannten Millenniumsziele wurden im Vergleich zu 1990 Fortschritte erzielt
    Heute leben etwa 700 Millionen Menschen weniger in extremer Armut als 1990.
    (…)Noch immer leben dort 48 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut. Der Rückgang beträgt hier acht Prozent.
    (…) Auch mit fehlenden Umweltressourcen, Krieg, Korruption oder schlechter Regierungsführung haben die Menschen in den Entwicklungsländern zu kämpfen

    Hervorhebungen jetzt mal von mir…

    Und:

    Dazu beigetragen hat vor allem die positive Entwicklung in Südostasien und China.

    Hat nur Afrika ein Recht auf Entwicklung? Oder zeigt gerade das Beispiel Asien, dass massiver technischer Fortschritt eine Perspektive bietet, um aus kolonialem Miserbe und Rückstand eine echte Perspektive zu entwickeln. Ganz im Gegensatz zu Afrika, welches sich von den Gutmenschen der NGO-Industrie in neoimperialer Manier durchfüttern lässt und daran nur weiter verreckt.

    Hat übrigens jemand behauptet, dass innerhalb von 25 Jahren alle Probleme der Welt beseitigt wurden?

    Ach ja, zu Zeiten von Robert Malthus lebten die allermeisten der etwa 700 Millionen Menschen zu weitaus schlechteren Bedingungen, als heute die allermeisten der 7000 Millionen Menschen … soviel zu den begrenzten Ressource des Pfarrers Malthus, der technischen Fortschritt nicht (er)kannte und als einzige Korrektive bezüglich „begrenzter Ressourcen“ Krankheiten, Elend und Tod intellektuell zuließ.

    Wer fällt mir da jetzt noch ein…

  42. Bevor ich es vergesse, zum Thema Fortschritt:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article143986716/Boeing-patentiert-Triebwerk-mit-Laser-Kernfusion.html

    @Peter Heller
    Hatte wir auf dem Gebiete nicht vor knapp ’nem Jahr etwas ähnliches auf dem Gebiete?

    Wenn ich jetzt mal unterstelle, dass es sich dabei nicht um ein reines „Störpatent“ (was ich aufgrund des „First-to-Invent“ Prinzips in US nicht nachvollziehen könnte) handelt und man Patente eigentlich deshalb anmeldet, um am Markte einen Exklusivitätsvorteil zu erreichen dürfte sich da mittelfristig etwas praktikables anbahnen, derweil Deutschland auf Windmühlen setzt.

  43. @FK 9 Pilot,

    ich sag’s doch die ganze Zeit: ortschrittsgläubigkeit. Aus Ihrem Link:

    Das Konzept ist allerdings so abenteuerlich, dass es derzeit technisch nicht zu realisieren ist. … Wie realitätsfern die Idee derzeit ist, zeigt sich an den internationalen jahrelangen Forschungen für einen Fusionsreaktor zur Stromerzeugung auf der Erde. Hier gibt es noch sehr viele technische Herausforderung zu bewältigen.

    Der Satz mit der Realitätsferne hätte fast von mir sein können. 🙂

    Ich fürchte, Wunschdenken hilft uns nicht dabei, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen:

    …. dürfte sich da mittelfristig etwas praktikables anbahnen, …

    Mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit nicht!

  44. @Quentin

    Hier ist nun Peters Ansatz ein ganz anderer, weil er mehr auf die evolutionäre Kraft der Technik setzt, dass diese die Gesellschaft zu verändern im Stande ist, eben nach den Gesetzen der Evolution. Obwohl ich in Einzelfragen durchaus mitunter Peters Darstellungen kritisiere, vor allem wenn es um das Wesen von Menschen geht, so bin ich doch was das Technium betrifft ganz auf seiner Seite. Kultur und Technik gehören zur Natur der Menschen und entwickeln sich evolutionär weiter, sich jeweils gegenseitig befruchtend, manchmal auch sich gegenseitig behindernd. Ein interessantes Spannungsfeld.

    Dass ist genau richtig, aber nicht nur das. Die evolutionäre Weiterentwicklung sorgt dafür, dass sich aufbauend auf den vorhandenen Möglichkeiten der Wohlstand immer weiter verbessert. Darüber hinaus gibt es aber revolutionäre Entwicklungen wie zum Beispiel das Haber-Bosch-Verfahren oder auch den Ottomotor bzw. die Kernspaltung die auf einen Schlag unsere Möglichkeiten revolutionär und oft über die Vorstellungskraft hinaus erweitern. Obwohl man diese Revolutionen nicht planen kann, werden in einer pluralen Gesellschaft solche technischen Revolutionen stattfinden.
    Hätte man nicht den Dünger entwickelt und fossile Energiequellen statt Holz benutz, Traktoren statt Pferde, hätte die Bevölkerungs Entwicklung so vermutlich nicht stattgefunden. Hätte sie ohne diese Revolutionen stattgefunden, wären wir alle ärmer.

    Planwirtschaftliche Gesellschaften wie etwa die DDR wird zwar so eine technische Revolution nicht ausschließen aber aufgrund des Mangels und des Ausschließend von Möglichkeiten eher behindern.
    Deshalb war die DDR auch groß im Reverse Engineering von Westprodukten, so haben sie für ihren ihren 1 MB Chip einen Motorola Chip „reverse engineered“. Im Westen hatte sich aber eher der Intel Chip durchgesetzt.

    Für die Bedrohung „Klimawandel“ jedoch reichen unsere technischen Möglichkeiten die wir aufgrund der fossilen Energien und der Kernenergie schon heute längst aus. Es gilt nur sie besser zu verteilen und auch in die Länder Afrikas und ähnliche zu bringen. Damit das dort auch Wirken kann braucht es aber wie man am Beispiel Griechenland sieht effiziente Verwaltungen. Auch die gibt es längst. Man bräuchte sich nur ein Beispiel an Deutschland, USA oder Frankreich nehmen.
    England würde ich nicht nehmen, weil die zwar eine funktionierende Verwaltung haben, aber immer nichts aufschreiben, so dass man die schlecht kopieren kann.

  45. @Jonas

    Würde man die Aktivitäten Krügers mal unter dem Gesichtspunkt des Cyber-Mobbings betrachten, würde man sicher sehr schnell fündig. Zum Glück für Krüger ist Cyber-Mobbing in Deutschland (noch) kein Straftatbestand.

    Ja Herr Potratz, genau aus diesem Grund schreiben Sie selbst unter Pseudonym, unter diversen Pseudonymen. Da Sie sonst ganz schnell strafrechtlich wegen Beleidigung, Denunzierung, Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen und Verleumdung angezeigt würden. Wegen Unterstellungen von Ihnen wie Ganoven, Erzlügner, Lügburg, Rosstäuscher, alles Handlanger von BigOil, die gemeinsame Sache machen und gemeinsam abkassieren, alles Rechte Klimaleugner und Klimadeppen, etc.. Um nur einige Beispiele zu nennen. In fast jedem Kommentar von Ihnen tätigen solche Unterstellungen.

  46. @Jonas

    PS

    Was Sie alles den Klimaleugnern unterstellen, betreiben vorrangig Sie selbst und das an vorderster Stelle und versuchen es dann dummdreist den Klimaleugnern zuzuschieben. Alte Taktik der Alt68er. Er mit Pflastersteinen die Polizei beschmeißen und sich dann aufregen, wenn die Polizei mit den Knüppel kommt und schreien, wir sind die Opfer.

  47. Wie ist es moralisch zu bewerten, wenn jemand, der unter Pseudonym schreibt, andere als Leugner oder miese Charaktere beschreibt, und sich generell in Beschimpfungen Andersdenkenden ergeht?

    Wie ist es moralisch zu bewerten, wenn hinter Pseudonymen hinterher geschnüffelt wird, um dann Personen bloß zu stellen?

    Ich beantworte diese Fragen für mich selbst danach, wie ich mich verhalten würde, säße ich mit den entsprechenden Personen gemeinsam in einem Biergarten. Nichts was ich hier schreibe, was ich an Argumenten oder Einschätzungen vortrage, würde ich mir im Biergarten verkneifen. Jedes meiner Worte würde ich auch von Angesicht zu Angesicht verwenden.

    Gerade wer unter Pseudonym im Internet unterwegs ist, hat eine größere Verantwortung den Umgangsformen gegenüber, weil er ansonst immer Gefahr läuft, als feige und hinterhältig klassifiziert zu werden. Wer allerdings unter Realnamen im Internet postet, der darf sich auch eher mal im Ton vergreifen, die Klassifizierung als hinterhältigen Feigling muss er nicht fürchten.

  48. @Powers, es gibt keine Hassprediger hier, sondern nur recht beschränkte und überfanatische Grüne wie J. Schimke oder auch Sie. Ihre Drohung eines „Nachspiels“ ist vollkommen lächerlich, vor alem wenn diese von einem zahnlosen Grünspüler kommt. Da werden die Gegner Ihrer komischen Ideologie nur lachen: hahaha

  49. @ Potratz, #40:

    Natürlich akzeptieren wir hier Pseudonyme. Und wir respektieren den Wunsch von Kommentatoren und Autoren nach Anonymität. Nur für Sie gilt das nicht. Denn Sie haben sich keinen Respekt verdient. Wenn Sie mich beschimpfen und verunglimpfen möchten: mir ist das egal. Wenn ich mich im Web exponiere weiß ich, daß Leute wie Sie unvermeidbar auftauchen werden. Leute, die sich nur unter einem Pseudonym trauen, ihr wahres Gesicht zu zeigen.

    Ich habe Sie mal machen lassen. Weil: Wer auch immer nun Alex Epsteins Buch liest, wird Sie darin wiederfinden. Denn Epstein charakterisiert ganz genau, was Ökologisten sind und was diese ausmacht. Sie haben hier die Gültigkeit seiner diesbezüglichen Thesen belegt.

    Damit ist es nun genug. Sie dürfen sich gerne unter Ihrem realen Namen hier weiter beteiligen. Ich verlange das. Nur von Ihnen, von niemandem sonst. Das ist nicht gerecht. Aber das haben Sie sich redlich verdient.

    Folgendes Angebot: Ich komme an Ihre Schule. Dann diskutieren wir. Öffentlich. Vor allen Schülern und vor dem Kollegium. In einer Aula oder einer Turnhalle. Nur Sie und ich auf einem Podium. Dann können Sie mir alles, was Sie schon immer einmal loswerden wollten, direkt ins Gesicht sagen. Dafür nehme ich mir sogar Urlaub.

  50. @ Beobachter, #48:

    Es ist sehr schade, daß ich nun nach fast sechs Jahren erstmals gezwungen bin, so intensiv zu moderieren wie noch nie. Das liegt an diesem offensichtlich in einer Art Wahn gefangenem Kölner, der sich hier immer wieder unter einem immer neuen Nick und unter einer immer neuen IP-Adresse zu Wort meldet. Eigentlich müßte man den Herrn identifizieren (ich befürchte, der denkt, wir könnten das nicht) und ihn zu einem Arzt schleppen. Allein schon, um ihn vor sich selbst zu schützen.

    Nun gut, unser Spamfilter ist in gewissen Aspekten ein lernendes Expertensystem. Daher denke ich, der Typ wird hier bald nicht mehr durchkommen. Da ich nicht den ganzen Tag Online sein kann, bitte ignorieren und nicht auf ihn antworten, wenn er doch mal wieder am Automaten vorbeikommt. Seine Kommentare werden doch gelöscht. Bei Drohungen, übler Nachrede und versuchter Erpressung hört der Spaß auf. Ich an seiner Stelle würde mich da vorsehen.

  51. @Peter #49

    Dazu haben Charaktere wie der Herr Schimke die unter einem Pseudonym hier ihre „ad hominem“ Sprüche loswerden sicher nicht den Mut.

  52. @ Quentin:

    Den Ausspruch:

    Sein moralischer Maßstab ist allein der Mensch.

    können auch die Ökologisten für sich reklamieren. Nach ihrer Logik wohlgemerkt, nicht nach meiner.

    Genau das können die Ökologisten nach meinen Beobachtungen nicht. Epstein hat dazu eine ganze Reihe an belegenden Zitaten in seinem Buch. Bspw.:

    Human happiness, and certainly human fecundity, are not as important as a wild and healthy planet. (David M. Graber, LA Times, 1989)

    Oder Bill Mckibben (ebenfalls 1989) über eine Welt, die er sich wünscht:

    Human happiness would be of secondary importance.

    und viele mehr (ich bin jetzt zu müde, um noch mehr herauszusuchen, man lese das Buch). Die schreiben tatsächlich „happiness“ und nicht etwa „wealth“…

  53. @ Günter, #51:

    Man wird sehen. Der Nick „Schimke“ ist gesperrt. Die IP-Adresse aber sicherheitshalber noch nicht. Denn damit hat er nun die Gelegenheit, unter seinem Realnamen auf mein Angebot einzugehen.

  54. Peter Heller schrieb am 16. Juli 2015 23:40

    @ Potratz, #40:

    Natürlich akzeptieren wir hier Pseudonyme. Und wir respektieren den Wunsch von Kommentatoren und Autoren nach Anonymität. Nur für Sie gilt das nicht.

    Das gilt in den Augen einiger Autoren[1] auch für mich nicht. Nachdem mein Aufenthaltsort zum Zeitpunkt meines Kommentars veröffentlicht wurde, habe ich mich schon gefragt, wie weit das noch geht. Den Respekt betonen reicht nicht. Wenn die Informationen erst mal öffentlich sind, ist es zu spät.

    [1] zweier Autoren, einer schreibt schon lange nicht mehr hier

  55. @Peter

    Human happiness, and certainly human fecundity, are not as important as a wild and healthy planet.

    Im übrigen steht diese Aussage im Gegensatz zu Enzyklika:

    Die Schuld dem Bevölkerungszuwachs und nicht dem extremen und selektiven Konsumverhalten einiger anzulasten, ist eine Art, sich den Problemen nicht zu stellen. Es ist der Versuch, auf diese Weise das gegenwärtige Modell der Verteilung zu legitimieren, in dem eine Minderheit sich für berechtigt hält, in einem Verhältnis zu konsumieren, das unmöglich verallgemeinert werden könnte, denn der Planet wäre nicht einmal imstande, die Abfälle eines solchen Konsums zu fassen.

    Denn der Papst sieht also das Bevölkerungswachstum nicht als das Problem, sondern die Verteilung. Dabei hatte ich gedacht, dass die planwirtschaftlichen Experimente in Venezuela, Kuba, DDR etc auch einen Papst aus Südamerika empirisch gezeigt haben, dass man durch gelenkte Verteilung lediglich Mangel für Alle erzeugt.

    Katholische Kirche: In Venezuela wird der Messwein knapp

    Ich denke das ignoriert eben vollständig, dass Menschen die sich ihren Wohlstand erarbeiten, sich für berechtigt halten das Erarbeitete auch zu konsumieren.

    Dazu wiederholt er das Märchen der Planet könne die Abfälle nicht bewältigen. Selbstverständlich kann man mit genügend Energie und entsprechender Organisation die Abfälle die wir produzieren auch bewältigen. Das beste Beispiel ist das trennen von Müll. Im Grunde ein völlig überholter und unnötiger Vorgang, da man ja mittlerweile in der Lage ist den Müll maschinell zu trennen und einer entsprechenden Verarbeitung zuzuführen. Die Ersatzhandlung Müll trennen wieder abzuschaffen gestaltet sich aber schwierig. Insofern bindet und verschwendet die planwirtschaftliche Vorgabe Mülltrennung im Haushalt völlig unnötig Ressourcen.

    Im Grunde ist es ja auch ein Märchen, dass es immer noch eine Minderheit ist die konsumiert. Wenn man sieht, dass Flüchtlinge in Malta mit dem Iphone Selfies mit dem Gauck schießen sieht man dass es mittlerweile die große Mehrheit ist die einen vernünftigen Wohlstand hat.

    Die Griechenlandkrise zum Beispiel ist ein Ausdruck dessen, dass eine Minderheit einen Wohlstand konsumiert hat den sie sich nicht erarbeitet hat. Welchen Aufruhr das erzeugt sehen wir gerade. Meiner Meinung nach würde aber einsweltweit geplante und angeordnete Verteilung die Welt sicher in eine Katastrophe führen. Es gibt allerdings ein experimentell geprüftes Rezept das eine ausreichend gute Verteilung des Wohlstands erreicht das ist unsere Demokratie mit einer effizieren Verwaltung und die soziale Marktwirtschaft. Denn dadurch werden Rahmenbedingungen geschaffen die es den Menschen ermöglichen ihren Wohlstand selbst zu erarbeiten. Die Schwierigkeit nun ist, dass jedes Land für sich da seine Hausaufgaben machen muss.

    Schade dass der Papst das nicht in seiner Enzyklika aufgeschrieben hat. Epstein aber hat das verstanden.

  56. Ei interessanter Satz:

    Human happiness, and certainly human fecundity, are not as important as a wild and healthy planet. (David M. Graber, LA Times, 1989)

    Den Angriff auf „Happiness“ darf man (im US -- Binnen-Kontext) getrost als Angriff auf die Unabhängigkeitserklärung von 1776 verstehen:

    We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.

    welche Glück als Menschenrecht definiert.
    Im dystopen Weltbild des Grüzis darf es aber kein Glück geben. Es würde dieses Weltbild per se in Frage stellen. Das Weltbild ist antihuman, destruktiv gegen die eigene Spezies gerichtet. Es ist vollendet „krank“.

    Immer wieder erleben wir die komplette Humorresistenz der hier (und nicht nur hier) auftretenden Grüzi-Trolle die sich umgekehrt proportional zu der von dieser Seite verwendeten Anzahl an Smileys verhält.

    Interessant ist bei diesen Charakteren die Häufung von Merkmalen verschiedenster Persönlichkeitsstörung. Allein der Graber -- Satz oben deutet auf eine ausgeprägte, dissoziale Persönlichkeitsstörung hin. Bei einigen Diskutanten hier vermutet man eher paranoid-schizotype oder narzisstische Persönlichkeitsstörungen.

    Das bedeutet klar nicht, dass alle Grünlinge per se Psychopathen sind, aber die Häufung ist schon auffällig. Offenbar ziehen in der Konsequenz totalitäre Ideologien solche Persönlichkeiten an. Neu wäre das nicht.

  57. Zum Thema noch ne Buchbesprechnung…

    Der Bausatz des Dritten Reiches
    Vera Lengsfeld

    Die „Überzeugungen der Nationalsozialisten waren schon im späten Kaiserreich fast allgemeiner Konsens.

    Entwickelt und verbreitet wurden all diese Ideen nicht vom gemeinen Volk, sondern von der Intelligenz, die maßgeblich das intellektuelle Klima prägte(und prägt): Schriftsteller, Maler, Regisseure, Journalisten, Moderatoren, Politiker, Pressure Groups, nicht zuletzt Medienzare. Deutschlands Besonderheit gegenüber anderen europäischen Ländern war und ist lediglich, dass es auf Grund der historischen Kleinstaaterei besonders viele staatsabhängige Intellektuelle hat: frühere Hofschranzen, Hofbibliothekare, Hofkapellmeister, Hofbibliothekare, Prinzenerzieher, Hofschauspieler, Hofmaler, Hofmeister, Hofnarren.

    Was Prabels Buch brandaktuell macht ist die bedenkliche Tatsache, dass viele dieser Ideen, die nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise in der Versenkung verschwanden, mittlerweile fröhliche Urständ feiern, nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen westlichen Welt.

    „Fast alle totgeglaubten Gespenster des Kaiserreichs und der Weimarer Republik sind am Erwachen. Wie vor 100 Jahren glaubt sich jener Teil der deutschen Intelligenz, welcher die Medien und den Kulturbetrieb kontrolliert, im Besitz globaler Weisheit; egal ob es sich um den Weltfrieden, den Welthandel oder das Weltklima handelt…

    Wie ham wir immer so schön gesagt….währet den Anfängen…..und die Idee, zur Rettung des Weltklimas eine Diktatur auf Zeit zu errichten…..gab es ja auch schon……und die passenden Fanatiker und Mitläufer krauchen ja auch schon seit Jahren durchs Netz und durch die Großstädte, und wieder verrichtet der Deutsche Dienst nach Vorschrift…..oder auf Weisung von oben, egal wie sinnig oder unsinnig die Massnahme auch sein möge……und am Ende, will es wieder keiner gewesen sein und alle sind erschüttert, wie das passieren konnte ……und Kritiker sind wieder mal Zersetzer….oder Konterrevolutionäre.

    Ach ja……gerade Lehrer, die sich auch zur Intelligenz zählen…..sind ganz besonders auffällig, anfällig für blöde Ideen.

    H.E.
    PS. Marvin…..mein Gott, bist Du ein Mimöschen…..hier haste ein Taschentuch

  58. @FK 9 Pilot

    Immer wieder erleben wir die komplette Humorresistenz der hier (und nicht nur hier) auftretenden Grüzi-Trolle die sich umgekehrt proportional zu der von dieser Seite verwendeten Anzahl an Smileys verhält.

    Das ist ein interessanter Punkt. Ich denke in diesem Kontext ist zu sehen was Quentin gesagt hat. Mit Smileys und ihren Äußerungen versuchen einige Haltung zu demonstrieren. Es geht also nicht um Wissen und Fakten oder um Diskussion, sondern darum eine politische Haltung zu demonstrieren.

    Deshalb zeichnen sich solche Charaktere auch durch „ad hominem“ Angriffe und Beschimpfen des politischen Gegners aus.

    Dieses Fehlverhalten wird wiederum damit gerechtfertigt, dass man die eigene Haltung für überlegen hält. Ich glaube das findet man auf allen Seiten der politischen Diskussion. Aber sie haben Recht totalitäre Ideologien ziehen solche Persönlichkeiten und Charaktere an. Leider suchen diese Ideologen aber vor allem liberale und freiheitliche Blogs die Pluralität gut finden wie unser Blog hier heim, statt in die Foren ihrer Ideologie zu gehen.

  59. @Heller

    Man wird sehen. Der Nick „Schimke“ ist gesperrt. Die IP-Adresse aber sicherheitshalber noch nicht. Denn damit hat er nun die Gelegenheit, unter seinem Realnamen auf mein Angebot einzugehen.

    Hervorragende Idee/ Angebot. Ich würde dann vielleicht auch vorbeikommen. Jonas und Sie wohnen ja nicht so weit weg.

  60. Herzlichen Dank, Herr Dr. Heller (soviel Zeit muss sein ;-),
    habe mich gerade geärgert über den Werbeaufsteller von Oxfam hier am viel frequentierten Scillerplatz in Dresden: „Kohle tötet… Klimakatastrophe… Bla Bla “ mit einem Bild einer Mutter mit Kindern -- am Boden kauernd und in Lumpen gehüllt. Man möchte einen Aufkleber drüberpappen: Irrtum: Keine Kohle tötet!
    Ich bin einer der Leser, der hier seit Jahren mitliest aber sich bisher nicht mit einem Kommentar gemeldet hat. Herzlichen Dank für die stets fundierten Beiträge. Habe mir gleich das eBook von Epstein bei Amazon bestellt und werde die Lektüre beginnen.
    Christian

  61. Alex Epsteins Buch habe ich bei der hiesigen Bibliothek anschaffen lassen, auf einen früheren Hinweis auf diesem Blog hin- Danke dafür! Epstein ist brillant. Das Buch hat mich verblüfft und begeistert wie zuletzt Sam Harris‘ „The End of Faith“, weil es so viele Denkfehler aufzeigt und falsches „Allgemeinwissen“ auseinandernimmt. Auch positiv: Epsteins Englisch ist einfach, im besten Sinne. Sam Harris „muss“ alle 5 Sätze ein ungebräuchliches Wort verwenden, was seine Texte leider mühsam macht.

  62. @MM #54

    Das gilt in den Augen einiger Autoren[1] auch für mich nicht. Nachdem mein Aufenthaltsort zum Zeitpunkt meines Kommentars veröffentlicht wurde, habe ich mich schon gefragt, wie weit das noch geht. Den Respekt betonen reicht nicht. Wenn die Informationen erst mal öffentlich sind, ist es zu spät

    sehen sie die positive seite, auch science skeptical macht fehler…
    ich glaube, mittlerweile sind sie ein liebgewonnenes korrektiv. oder anders ausgedrückt, der finger in der wunde eines eines ’schlecht formulierten‘ argumentes… 🙂

    und ohne sie währe es hier doch bisl langweilig 😀

  63. passt glaub ich recht gut zum thema:
    Is our certain fate a coal-burning climate apocalypse? No!

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