Wie eine Greenpeace Studie den Strompreis schlecht rechnet

2. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kernenergie, Kohle, Wirtschaftsförderung

800px-Anti-EPR_demonstration_in_Toulouse_0179_2007-03-17Seitdem in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist, dass die Energiewende nicht, wie einst von Jürgen Trittin fabuliert, zum Preis von einer Kugel Eis im Monat zu haben ist, nimmt die Kritik an der Umstellung unserer Stromproduktion auf „Erneuerbare Energien“ auch in solchen Medien zu, die bis vor kurzem noch vornehmlich pro regenerativer Energien eingestellt waren. Zu offensichtlich ist der Effekt, den immer mehr Wind- und Solarstrom auf den Energiepreis der privaten Haushalte und großer Teile der Industrie hat.

Wer allerdings angesichts dieser erdrückenden Faktenlage mit dem Eingeständnis der Wind- und Photovoltaik-Lobby gerechnet hätte, dass die Sonne eventuell doch eine Rechnung schickt, der ist bislang noch immer enttäuscht worden. Ganz im Gegenteil, die Branche wird nicht müde zu betonen, dass Ihr Strom nicht nur umweltfreundlich sei (was angesichts der riesigen Windparks, die mittlerweile auch in Waldgebieten errichtet werden schon per se ein Witz ist), sondern, ganz im Gegensatzl zum Offensichtlichen, sogar günstiger wäre als der Strom aus konventionellen Quellen.

Ein Institut, das sich die wissenschaftliche Stützung dieser steilen These ganz besonders auf die Fahnen geschrieben hat, ist das Forum Ökologisch Soziala Marktwirtschaftz (FÖS). Dort wird seit einigen Jahren regelmäßig im Auftrag des Ökostrom-Produzenten Greenpeace Energy erforscht, wie man den Preis der konventionellen Energieerzeugung künstlich so lange schlecht rechnen kann, bis die real teuren „Erneuerbaren“ auf wundersame Weise als die „günstige Alternative“ dastehen. Die Langfassung der aktuellen Studie, über die in unseren Medien trotz des offensichtlichen Interessenkonflikts des Auftraggebers wenig überraschend unkritisch berichteten (wie etwa hier und hier), kann man hier herunterladen.

Die üblichen Zahlentricks

Der Trick, den die Studienautoren anwenden, ist eigentlich recht simpel. Die Zauberworte heißen dabei staatlichen Förderungen und gesamtgesellschaftliche Kosten.

Die in der Studie errechneten staatlichen Förderungen der konventionellen Energieträger stammen zu einem großen Teil aus vermeintlichen Steuerbegünstigungen. Soll heißen, diese Energieträger wurden nicht so stark besteuert, wie es die Macher der Studie gerne gehabt hätten. Man nennt dies in der Studie „Staatliche Förderungen mit Budgetwirkung“. Dazu zählen sie zum Beispiel die Subventionierung der Steinkohleförderung („Kohlepfennig“), die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten und die steuerliche Behandlung von Rückstellungen der Atomwirtschaft. Letztere etwa werden, wie jede Art von Rückstellung dieser Art, nicht versteuert. Das scheint jedoch nur im Fall der Kernkraft beachtenswert zu sein.

Gäbe es etwa eine Rückstellung für den Rückbau von Windkraftanlagen (weil durchaus sinnvoll), wäre auch diese steuerfrei. Aber da man den Windmüllern die Verantwortung für den Abbau der Masten und das Entfernen der Tausend Tonnen Stahlbeton-Fundamente nicht in dieser Form aufbürdet, ist diese eher eine theoretische Überlegung.

Auch der Kohlepfennig zur Subventionierung der Steinkohleförderung war selbstverständlich mitnichten eine Förderung der Stromproduktion, wie es die FÖS Studie offenbar findet.Es handelte sich dabei schlicht um eine Subvention zum Erhalt von unrentablen Arbeitsplätzen. Die Stromerzeuger hätten genauso gut billige Kohle aus dem Ausland importieren können, was sie heute auch größtenteils machen.

„Externe Kosten“

Richtig teuer wird Strom aus Kohle, Gas und Kernkraft aber erst, wenn man sogenannte „Externen Kosten“ hinzuzieht. Dies sind per Definition Kosten, die nicht von den Verursachern (z.B. Betreibern von Atom- und Kohlekraftwerken) getragen werden, sondern fiktive Kosten, für die die Gesellschaft infolge von Klimawandel oder Umweltbelastung vorgeblich irgendwann aufkommen muss:

Nach einer UBA-Studie  betragen die externen Kosten der Stromproduktion aus Steinkohle 9,5 Ct/kWh, aus Braunkohle 11,5 Ct/kWh, aus Erdgas 5,2 Ct/kWh, aus Wind 0,3 Ct/kWh, aus Wasser 0,2 Ct/kWh und aus Photovoltaik 1,3 Ct/kWh.

Für Kernenergie kann man einen solchen Wert naturgemäß nicht so einfach ermitteln, da keine Emissionen wie etwa CO2, Stickoxide, Schwefeldioxid oder Quecksilber entstehen. Die FÖS-Studie zu diesem Dilemma:

Zu den externen Kosten der Atomenergie liegen Schätzungen in der Bandbreite von 0,1 Ct/kWh bis hin zu 320 Ct/kWh vor – die verschiedenen Schätzungen weichen also um den Faktor 3.200 voneinander ab.

Die Macher der Studie behelfen sich hier, indem sie für den untersten Wert den des „schlechtesten fossilen Brennstoffs“, Braunkohle, in Höhe von 11,5 Ct/kWh heranziehen. Der Gedanke dahinter ist offensichtlich. Kernenergie MUSS, selbst im besten Fall, schlechter als die ebenfalls bösen fossilen Energieträger sein. Für den oberen Schätzwert in Höhe von 34 Ct/kWh wird etwas nebulös als Quelle „eine breite Literaturauswertung und einer Expertenbefragung“ angegeben. Es beschleicht einen der leise Verdacht, dass unter den befragten Experten kein einziger Befürworter der Kernkraft zu finden ist.

Wundersame Kostenvermehrung durch Anpassen der Preisbasis

Den Studienautoren hat allerdings der mit diesen Mitteln gefundene „reale“ Preis der konventionellen Energien augenscheinlich noch nicht ausgereicht. Um den Betrag der vorgeblichen Subventionen noch weiter aufzublähen, bedienten sie sich eines weiteren Rechentricks. Und zwar, indem sie die über viele Jahre angefallenen Kosten auf die Preisbasis von 2014 bezogen. Warum das unredlich ist und wie sehr das Ergebnis die Realitäten auf den Kopf stellt, beschreibt Joachim Volz auf Novo Argumente sehr treffend:

Hier wird der Sinn der Operation klar, die rückgerechnete Fördersumme ist deutlich gestiegen. Die Forschungsförderung lag zwischen 1974 und 2006 nominal bei rund 14,6 Milliarden Euro, rückgerechnet in Preisen von 2006 bei 23,8 Milliarden Euro. Und je weiter nun zurückgerechnet wird, desto größer wird der Abstand zwischen dem nominalen und dem ja nur errechneten und dann „real“ genannten Preis. Dass die Förderung der „Erneuerbaren“ genauso berechnet wird, verschärft das Problem noch. Denn eine Forschungsförderung der „Erneuerbaren“ begann in nennenswertem Umfang erst um 1990. Bei der Rückrechnung öffnet sich die Schere zwischen nominal und „real“ nur langsam,  vergrößert also noch die Kluft zum genannten Riesengebirge. Beim bloßen Zurückrechnen kann nur eine Chimäre, ein irrationaler Zahlenberg, herauskommen.  Genau darum nenne ich dies Trickserei.

Und nach all diesen Zahlenspielen und Taschenspieler-Tricks kommt dann auch das gewünschte Ergebnis heraus. Nämlich, dass nicht die „Erneuerbaren“ die eigentlichen Preistreiber sind, sondern im Gegenteil die Konventionellen nur viel zu billig gerechnet würden. Die Autoren beziffern auch analog zur „Erneuerbare-Energien-Umlage“eine fiktive „Konventionelle-Energien-Umlage“. Und diese soll, oh Wunder, mit 11 Cent pro kWh noch höher ausfallen, als die EEG-Umlage mit ihren 6,17 Cent.

Dass es sich bei den 6,17 Cent um ganz reale Kosten handelt, die jeder Stromkunde Monat für Monat über seine Stromrechnung zu bezahlen hat, die von der Studie herbei fabulierten Kosten jedoch größtenteils Luftbuchungen sind, ficht die Autoren offenbar nicht weiter an. Wer sich allerdings angesichts der Umstände wie diese Zahlen zustande gekommen sind, bei der Darstellung es handele sich hierbei um einen wahren, oder gar ehrlichen Strompreis, an Orwellsches Neusprech erinnert fühlt, der dürfte so falsch nicht liegen.

Titelbild: People from Greenpeace during the Anti-EPR demonstration in Toulouse. Guillaume Paumier via Wikimedia Commons.

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48 Kommentare
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  1. Das was das FÖS hier für Greenpeace macht ist für mich ein typischer Fall von „activist research“ in Zeiten der „postnormalen Wissenschaft“ (die Klimaforschung als ein Urquell dieser neuzeitlichen Plage ist voll davon). Es wird mit scheinbar wissenschaftlichen Methoden das von vornherein feststehende „gute“ ideologische Ziel „bewiesen“. Dabei ist Orwellscher Neusprech ein wichtiges Kommunikationselement.

  2. ich möchte mich mal selber zitieren, da sich nachfolgende punkte eigtl auf diese studie beziehen:

    ps: hab auf die schnelle 3 pkt. ‘geklaut’, welche ihnen als denkanstoss dienen sollten:

    * Zu kritisieren sind der kritiklose Bezug auf nicht nachvollziehbare externe Kosten konventioneller Energieträger. Externe Kosten durch CO2-Emissionen, Luftschadstoffe, Rekultivierung und Umsiedlungen sind bereits durch eines der weltweit strengsten Umweltgesetze sowie den europäischen Emissionshandel einbezogen.

    * Zu kritisieren sind der methodische Ansatz im Braunkohlebereich, Vorsorgeaufwendungen für Rekultivierung und Rückbau als Steuerfreistellung von Gewinnen und damit als Förderung zu bewerten. Vergleichbare, die Steuerlast senkende Rückstellungen, sind in allen Wirtschaftsbranchen üblich.

    * Zu kritisieren sind der methodische Ansatz, die Aufsummierung des Betriebes bzw. Förderung von 44 Jahren konventioneller Energieerzeugung mit der erst 14-jährigen Förderung der erneuerbaren Energien zu vergleichen. Dabei ist für die Aussage über einen aktuellen reinen Preisvergleich nicht jedoch der Rückblick in die Vergangenheit entscheidend, sondern die aktuelle Förderentwicklung.

  3. Will der Dreck nich weichen, musste eben streichen……..am besten fangen wir damit an, GP die Gemeinnützigkeit zu streichen…..gemein sind sie zwar, aber nützlich…….bähh.

    Ausserdem und sowieso….nenne mir den Auftraggeber und ich erzähl Dir dann, wie das Ergebnis der Studie aussieht….in diesen Falle wäscht eh eine Hand die andere, wenn man sich mal etwas genauer diesen eigenartigen Verein, namens FÖS anguckt (klingt irgendwie nach stinkige Füsse).

    http://www.politik-poker.de/massstab-der-loesung.php
    Dr. Anselm Görres …seines Zeichens Vorsitzender des FÖS

    Seien Sie misstrauisch, wenn Leute nur über Energieeffizienz reden und nicht darüber, dass wir die Inputs und Outputs drastisch reduzieren müssen. Für mehr Energieeffizienz waren auch schon Helmut Kohl und George W. Bush. Der Verbrauch fossiler Energien muss sinken! Und die drei wichtigsten Hebel dazu heißen: Preis, Preis und Preis. Ein hoher Energiepreis ist der größte Gefallen, den wir der Natur und unseren Kindern tun können. Dieser Punkt ist der wundeste Punkt für alle Politiker. Es ist nicht leicht, den Menschen zu erklären, dass billige Energie in Wahrheit schlecht für sie ist. Vielen Politikern fällt es schwer, diese Wahrheit auszusprechen.

    Ich glaube, ick muss dazu nix weiter sagen….man erkennt deutlich, welch geistig Kind dieser Mann ist.
    Achso…..und mit der ÖDP ( http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologisch-Demokratische_Partei )……kommt man dann weiter auf die Spur einen Gruhl…….und landet am Ende bei Franz Alt…….und wer sich bis dahin noch nicht übergeben hat…..denke mal daran, wer das Rauchverbot in Bayern so toll vorangetrieben hat.

    Und morgen beauftrage ich EXXON mit einer Studie über die Schädlichkeit von Bio-Kraftstoffen…..ätsch.

    Onkel Heinz……da isser wieder, dieser verdreckte schleimige Ökosumpf

  4. Richtig teuer wird Strom aus Kohle, Gas und Kernkraft aber erst, wenn man sogenannte “Externen Kosten” hinzuzieht.

    Wie sieht eigentlich der Ökostrompreis aus, wenn man „Externe Kosten“ der NIEs mal auf die kwh umlegt, diese sind u.a.

    -- die Gesamtkosten des Netzausbaus, welcher ohne die NIEs völlig unnötig wäre
    -- die Gesamtkosten für die Entwicklung, Einrichtung und Betreibung von Speicherlösungen, welche ohne die NIE’s völlig unnötig wären;
    -- die Versicherungskosten bezüglich Fologen möglicher Blackouts, deren Risiko durch die Instabilität der weitgehend wetterabhängigen NIEs steigt;
    -- der Ausgleich der Umweltfolgen für den Neodymabbau in den betroffenen Staaten
    -- der Ausgleich für erhöhte Lebensmittelpreise durch Flächennutzung für NIE’s, inkl. Anbau von Bioenergiepflanzen

    -- bitte ergänzen

  5. @Testpilot
    -Den Ausbau der so-genannten „intelligenten Netze“ ….mit dem ganzen smarten Zählergedöhns und den fernabschaltbaren Verbrauchern im Haushalt.

    Nochmals zum FÖS ……..wer Mut hat……und einen starken Magen besitzt……darf sich mal den Vorstand und den Beirat angucken…….aber bei möglichen Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem und der seelischen Gesundheit…..übernimmt Onkel Heinz keine Haftung.
    http://www.foes.de/ueber-uns/beirat/
    http://www.foes.de/ueber-uns/vorstand/

    Uwe Nestle
    Uwe Nestle ist Diplom-Ingenieur für technischen Umweltschutz und Mitarbeiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

    Bettina Meyer
    Bettina Meyer ist Diplom-Volkswirtin und Regierungsvolkswirtschaftsdirektorin im schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

    Kai Schlegelmilch (Stellv. Vorsitzender)
    Kai Schlegelmilch ist Bankkaufmann und Diplom-Volkswirt. Seit 1999 arbeitet er im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

    -Sven Giegold, MdEP
    -Prof. Dr. Hartmut Graßl
    -Ernst Ulrich von Weizsäcker ist Ko-Präsident des Club of Rome und Leiter des International Resource Panel von UNEP.
    -Angelika Zahrnt ist Ehrenvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung.
    -blah
    -blah-blah

    Der Verein sieht aus wie die Aussenstelle vom BUM……..und der Rest ist auch recht unappetitlich…..wenn man es mal bei Licht näher betrachtet.
    Energie muss schweineteuer werden…..damit der Pöbel in seiner Kate den Feudalherren nicht zu aufmüpfig wird…..komisch….die Gründer des „Club of Rome“ waren Unternehmer…….die Gründer vom FÖS waren Unternehmer……gibbet da einen irgendwie gearteten Zusammenhang?
    Am Ende isses wieder der kleine Mann/Frau/Sonstwas……der für die Visionen einer selbsternannten Elite, bluten darf.

    Ende der Durchsage……mein Mageninhalt fängt an zu rebellieren.

    Onkel Heinz……mir is übel, wo is mein Kübel?

  6. Ich habe die Studie nicht gelesen, allerdings ist mir die Argumentation seit Jahren bestens vertraut. Kalkulationen mit diesen »Externen Kosten« laden immer zu Taschenspielertricks ein. Vollends unseriös wird es, wenn die Kosten für Almende (öffentliche Güter) eingerechnet werden. Dazu muss ein Schaden angenommen werden, und wie nicht anders zu erwarten, entdecken Ökologisten an jeder Ecke einen Schaden der durch die industrielle Moderne entstanden ist, der dann jeweils nach Gutdünken beziffert wird, und in die Kalkulation einfließt.

  7. @ FK 9 Pilot #4

    Ich glaube einer der größten externen Kostenpunkte bei den „“Erneuerbaren“, und zugleich ein nur selten beachteter, ist der Wertverlust bei Grundstücken und Immobilien. Ich habe zu dem Thema auch keine konkreten Zahlen, aber man liest immer mal wieder über Hausbesitzer die darüber klagen, dass Haus und Hof etwa in Schleswig-Holstein inzwischen unverkäuflich sind, weil der ganze Horizont mit WKA-Masten voll steht. Interessant wäre auch zu wissen, wie sich Tourismus-Zahlen entwickeln, wenn in deutschen Mittelgebirgen ganze Gebirgskämme mit Windrädern zugebaut werden.

    Das ist ein Thema, über das ich gerne mal was schreiben würde. Wenn jemand Input dazu hat, bitte immer her damit.

  8. Energie muss schweineteuer werden…..damit der Pöbel in seiner Kate den Feudalherren nicht zu aufmüpfig wird…..komisch….die Gründer des “Club of Rome” waren Unternehmer…….die Gründer vom FÖS waren Unternehmer……gibbet da einen irgendwie gearteten Zusammenhang?

    Oh jetzt wird es kompliziert… Ich versuch es mal a la Obelix GmbH & Co KG:

    Alles scheint im Moment auf Inlationsgenerierung durch Mischung friedmannscher sowie keynesianischer Methoden hinauszulaufen.

    Friedman: Draghi und Yellen weiten die Geldmange exorbitant aus, dat kennen mer ja…

    Dat nötzt aber nix, weil trotz vorhandenen Geldes so manch einer kaum Wachstum seiner Waren und Dienstleistungen generieren kann -- weil sie keiner haben will, Nachfragesog (Keynes) in unsrern gesättigten Märkten kaum besteht. Also wird politisch Angebotsdruck (Keynes) generiert -- diese gipfelt in der Generierung einer staatlichen Zwangsnachfrage (FK 9 Pilot), beispielsweise für Ökoprodukte (E-Autos, Windstrom, etc, aber auch ÖR Rundfunk, kostenpflichtige Bedienung behördlicher Auflagen, etc.), die eigentlich nur teure Nischenprodukte und/oder aufgrund fehlender Kundenvorteile kaum einen Markt besitzen. Unter anderem auch über diese Zwangsnachfrage wird Inflation (und Steuern) generiert.

    Und die brauchen sowohl Politik (Inflationierung der nicht tilgbaren Staatenverschuldung), als auch Wirtschaft (Inflation korreliert eng mit Wachstum), und wenn wir uns kein drittes Auto, da nur einen Ar***h, und auch kein drittes Eifon (nur zwei Ohren) anschaffen wollen, wird unsere Nachfrage, sagen wir mal freundlich: gepusht, indem wir z.B. gezwungen werden, Strom aus teueren Windmühlen und deren Netzen abzunehmen, weil wir ansonsten unser Geld unters Kopfkissen legen würden und dann auch keine Verbrauchssteuern zahlen würden.

    Man sieht EZB und EEG sind nur zwei Seiten der selben Medaille…

    Dem mkarktwirtschaftlichen (Über-)angebot fehlt zur Zeit einfach die Nachfrage. Offensichtlich sind viele Produkte in gesättigten Gesellschaften zu wenig attraktiv (man liest ja eher die „Landlust“ und „Mein schönes Landhaus“), dann schwächeln noch die kaum noch aufstrebenden Volkswirtschaften und Afrika hat eh kein Geld und auch keine Bonität…

  9. Interessant. Das mit der 20jährigen Laufzeitbegrenzung wußte ich nicht, ebenso wr mir der Gebrauchtmarkt nicht bekannt: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/das-ungewisse-schicksal-ausgedienter-windraeder-a-1016301.html

  10. Die Studie wurde vor knapp 3 Wochen veröffentlicht und dafür ist das Echo bisher richtig mager. Ich habe zumindest keine Artikel dazu gelesen bei denen, die sonst immer ganz vorne mit dabei sind wie Spiegel-Online, Süddeutsche, BR und BILD. Das finde ich bemerkenswert.

  11. @lentje

    Man brauche sich nur die Kommentare in deren Online Pendants anschauen ( so diese comments noch erlauben)
    Da hat sich seit geraumer Zeit der Wind gedreht, dass werden die auch beobachte.

  12. „Deutsche opferten sich recht eigentlich für die Menschheit, gaben ihren Nationalcharakter preis, um Weltbürger zu spielen und wurden – nichts!“

    „Karl Julius Weber

    (1767 -- 1832), deutscher Jurist, Privatgelehrter und Schriftsteller

    Quelle: »Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen«, Stuttgart: Rieger’sche Verlagsbuchhandlung, 1852“
    http://www.aphorismen.de/zitat/130725

    Sorry, mir war grad so nach schlauen Sprüchen……
    H.E.

  13. @ Lentje
    Das habe ich auch gedacht. Ich bin viel mit dem Auto unterwegs und hatte das Thema im Radio (dlf und WDR5) wahrgenommen. Wenn man im Netz sucht, findet man fast nur was bei den ARD-Sendern und unbedeutenden EE-Portalen. Bei den meisten Journalen scheint der Jubel über die EE so langsam aber sicher der Ernüchterung zu weichen. Als nächstes kommt dann der Kater…

  14. @Heinz Eng, 3

    Ein hoher Energiepreis ist der größte Gefallen, den wir der Natur und unseren Kindern tun können.

    Also müsste nach Grüner Logik, bei der Strom aus Kernenergie, oder fossilen Quellen eigentlich teuerer ist als der „regenerative“, somit ja der bessere sein 🙂

    mfg

  15. @Lentje #10
    Vielleicht hat ja bei den Medien das Umdenken auch mit dem Stromausfall in Berlin am Sonntag bei „Günther Jauch“ zu tun. 😉
    Die Einschläge kommen halt immer näher. Und auch die Medien und vor allen die Printmedien werden nicht auf Dauer daran interessiert sein, dass der Strom immer öfter einmal weg bleibt (Druckereien usw.) und vor allen das der Strompreis durch die Decke schießt. Das Produkt Strom ist schließlich immer noch ein Kostenblock in unserer Marktgesellschaft….ein Kostenblock wie die Löhne und Gehälte eben auch. Und diese Kostenblöcke kongorieren im weltweiten Standortwettbewerb der Länder/Volkswirtschaften miteinander.
    Auch der Rückgang des Anzeigengeschäfte ist eine Auswrikung der Strom-Energie Mangelerscheinung.

    Langsam aber sicher wird JEDER in EU-Deutschland merken, wie Zentral und wichtig ein niedriger und zuverlässig erzeugter Strom/Energiepreis für das Wohlergehen einer Volkswirtschaft (Industrie, Wirtschaft, Medien usw.) ist.
    Die Politik wird dies von selbst nicht einsehen, weil die Poltiik nicht dem wirtschaftlichen Wettbewerb unterliegt.
    Da kann nur der Bürger via Abwahl weiterhelfen. Somit sollte der Marktbürger endlich mal seine Nachfrage = Wahlkreuzchen sprechen lassen 😉

  16. Der Einsatz von Wind- oder Solarstrom verursacht Kosten für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit. Bei der Berechnung der Stromgestehungskosten wird meist nicht berücksichtigt, inwieweit der Strom bedarfsgerecht erzeugt wird und die aktuell bestehende Nachfrage besser bedienen kann als andere Erzeuger. Strom aus Wind oder Sonne ist ein rein additiver Energieträger, der den Launen des Wetters unterliegt und keine Gewähr für eine stets dem Bedarf entsprechende Stromversorgung bietet. Die Windstromanlagen machen also konventionelle Kraftwerke mitnichten überflüssig, diese sind zur Aufrecherhaltung der Versorgungssicherheit unverzichtbar. Durch den gesetzlichen Ökostrom-Vorrang können diese aber nur zeitweise produzieren und somit nicht mehr rentabel betrieben werden. Das bedeutet aber, dass durch den erzwungenen Standby-Betrieb dieser Kraftwerke den Betreibern Verluste entstehen, die als Folgekosten der Windstromerzeugung anzusehen sind. Diese Kosten müssen letztendlich von den Verbrauchern getragen werden. Beim Vergleich der Stromgestehungskosten müssen also fairerweise die Kosten die Sicherung der Versorgungsicherheit dem Produkt zugerechnet werden, das diese verursacht und dürfen nicht etwa der zurückgesetzten konventionellen Stromerzeugung angelastet werden, die ja weit günstiger liefern könnte, wenn sie nicht zwangsweise zurückstecken müsste.
    Die Windmüller bzw. Solarbauern würden nur dann einen wirklichen Beitrag zu einer sicheren Stromversorgung leisten, wenn sie in der Lage wären, ihren Kunden Strom zum Zeitpunkt des Bedarfs zu liefern. Sie dürften nur für den Strom bezahlt werden, den sie bedarfsgerecht und günstiger als andere Anbieter liefern. Um aber den Strom entsprechend der Nachfrage liefern zu können, müssten sie selbst für für die benötigten Back-Up-Kapazitäten sorgen. Dann wäre es vorbei mit den behaupteten niedrigen Stromgestehungskosten.
    Bei der Betrachtung der Kosten der Stromversorgung ist nach den gesamten Kosten für die Verbraucher zu fragen. Es ist also zu vergleichen, zu welchen Kosten die Summe von annähernd 600 TWh, die im Jahr 2014 verbraucht wurde, hätte bezogen werden können, wenn wir ganz auf Wind- und Solarenergie verzichtet und allein die konventionellen Stromerzeuger (Kohle, Gas und Kernenergie) in Anspruch genommen hätten.

  17. Ich bin mir sicher,
    man arbeitet bereits Pläne aus,

    den z.Z. günstigen Ölpreis zu besteuern.

    Die „NIE“ werden sonst unrentabeler als sie bereits sind.

  18. Diese FÖS-/Greenpeace-Energy-„Studie“ ist ja nur das jüngste, wenn auch nicht schlimmste Machwerk in einer Reihe tendenziöser Ausarbeitungen zu diesem Thema. Man muss ihr immerhin zugestehen, dass bezüglich der Kosten der Kernenergie jetzt einige völlig absurde Subventionstatbestände weggelassen wurden. In der noch von Greenpeace e.V. beauftragten Studie von 2010 zu den staatlichen Förderungen der Atomenergie, wurden z.B. die Kosten für die Wismutsanierung, den Rückbau der DDR-KKW oder die Folgekosten von Tschernobyl als Förderung westdeutscher KKW gezählt.
    http://www.foes.de/pdf/2010_FOES_Foerderungen_Atomenergie_1950-2010.pdf

    Abgesehen davon, dass sich in der allgemeinen Berichterstattung offensichtlich niemand daran stört, dass diese Studie durch einen kommerziellen Ökostromanbieter beauftragt ist (bei Vorgängerversionen war auch noch der Bundesverband Windenergie mit im Boot), hinterfragt auch mal wieder niemand den Umstand, dass die Erneuerbaren nicht aufgeschlüsselt werden. So wird die Wasserkraft zu den Erneuerbaren gezählt, wohlwissend, dass diese ohne nennenswerte Subventionen seit vielen Jahrzehnten zuverlässig Strom liefert. Rechnet man die relativ konstanten Zahlen der AG-Energiebilanzen hoch, so zeigt sich, dass die Wasserkraft gut und gerne die Hälfte der in Tabelle 2 aufgeführten Strommenge bei den Erneuerbaren geliefert haben dürfte.
    http://www.ag-energiebilanzen.de/index.php?article_id=29&fileName=20140207_brd_stromerzeugung1990-2013.pdf

    Würde man den Kostenvergleich konsequenterweise auf die hochsubventionierten Erneuerbaren Wind, PV und Bioenergie beschränken, so sähe die Rechnung deutlich schlechter aus. Dies zeigt die Studie ja auch anhand der Zahlen für das Jahr 2014, wo aufgrund des rückläufigen Anteils der Wasserkraft an den Erneuerbaren die Kosten im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt geradezu explodieren. Deutlich wird diese auch in den Kurvenverläufen der Abb. 3 -5.
    Schreitet die Entwicklung der Kosten der Erneuerbaren so wie in den letzten fünf Jahren fort, so können wir zumindest die begründete Hoffnung haben, zukünftig von weiteren Studien dieser Art verschont zu bleiben, da dann alle Kunstgriffe und Rechentricks nicht mehr ausreichen, um die Erneuerbaren günstiger zu rechnen.

  19. @ Rudolf Kipp, #13:

    Wenn man im Netz sucht, findet man fast nur was bei den ARD-Sendern und unbedeutenden EE-Portalen. Bei den meisten Journalen scheint der Jubel über die EE so langsam aber sicher der Ernüchterung zu weichen.

    Eigentlich müsste man die gebührenfinanzierte Windmühlenwerbung auch als „externen Effekt“ in den Strompreis der NIEs einrechnen. 🙂

  20. @Hofmann, M # 15

    Die Einschläge kommen halt immer näher.

    Das stört doch den Staatsdiener nicht. Er verzichtet am Arbeitsplatz auf weitere Anwesenheit („Arbeit“ wollte ich nicht schreiben) geht nach Hause, freut sich bei Kerzenlicht, Kamin und einer Flache Chateau Lafite Rothschild über Konsumverzicht und CO2 Einsparung, zieht dem Vermieter 10% für die kalte Wohnung ab, lamentiert über die angeblich sabotierenden Grossversorger und meldet sich am nächsten Morgen wegen Erkältung krank.

    Besser kann Energiewende doch für ihn nicht laufen.

  21. @Sonnenanbeter :#20

    (“Arbeit” wollte ich nicht schreiben)

    Dann schreib doch „Beamten Mikado“ -- wer sich zuerst bewegt, hat verloren (08:00 -- 15:00)

  22. @Krishna Gans #21

    „Beamte“ trifft es ja heutzutage auch nicht mehr ganz:

  23. Grrrr -- Link nicht übernommen

    href=“http://http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_02_01_dav_aktuelles_volkswohlfahrt.html“>

  24. Besonders lächerlich wird es immer, wenn bei der konventionellen Stromerzeugung sämtliche „externen Kosten“ zusammen gesponnen werden, aber bei den Erneuerbaren die „externen Kosten“ schlichtweg aussen vor gelassen werden.
    Biogas nimmt riesige Flächen ein, verseucht das Grundwasser mit Nitrat und Unmengen an Diesel werden verfahren.
    Windkraft versaut die schönsten Gegenden, stört Anwohner, Wälder werden für Binnenlandwindparks mit ihren lächerlichen Erträgen gerodet, der Tourismus vergrault usw…
    Biomasse-Kraftwerke verbrennen ganze Wälder, entziehen der deutschen Holz- und Zellstoffindustrie den Werkstoff und zerstören dort Arbeitsplätze, da diese Industriezweige dann ins Ausland gehen, wo man noch günstig genügend Holz beziehen kann…

    WENN man also externe Kosten berücksichtigt, dann doch von sämtlichen Erzeugungsarten. Alles andere ist hoch unseriös!

  25. @Karl-Heinz Dehner #16
    Sie schreiben es. Volle Zustimmung, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Danke!

  26. Man sollte bei den externen Kosten auch noch berücksichtigen, dass die eingelagerten Brennstäbe im technischen wie auch wirtschaftlichen Sinn, kein Abfall, und somit kein Kostenbestandteil in der VWL darstellt, sondern einen WERT, der wie unsere Kohle, unser Erdgas und unser Erdoel in unserer Erde/Lager eingebracht ist bzw. worden ist.
    Schließlich ist die Kerntechnik vorhanden bzw. schon soweit fortgeschritten, das das heutige Wissen ausreicht um aus den eingelagerten Brennstäben weiter Energie und damit „Wohlstand“ für unserer Gesellschaft heraus zu holen. Und unsere Energie/Strom Unabhängigkeit hat sich mit diesen eingelagerten Brennkernstäben um einige Jahrhunderte in die Zukunft verschoben.
    Also, aus der Sicht der Volkswirtschaft gibt es keinen Kernkraftabfall, sondern nur einen eingelagerten Kernbrenn-Wertstoff.

  27. Man sollte auch nicht unerwähnt lassen, dass die Landschaftszerstörungen durch den Bergbau nach dessen Beendigung durchaus sehr wertvolle neue Lanschaften entstehen lassen -- für die Natur und für den Menschen.
    Siehe hier: https://www.ufz.de/export/data/1/28968_082_091.pdf

    Die NIEs aber können das nicht. So lange Faulgas, Wind und Solar laufen, werden die Flächen dauerhaft anderen Nutzungen entzogen, mit allen sekundären Folgen wie Bodenerosion bei den Maismonokulturen, Artenschwund, Grundwasserkontamination, usw. Ein weiterer Aspekt sind steigende Futterpreise, vor allem für Heu, weil man lieber Mais anbaut, anstatt die Wiesen zu belassen. Den Rückgang von Grünlandflächen zugunsten von Maisflächen habe ich in meinem Artikel bereits thematisiert.

    Ganz dolle extern sind die Kosten, die anderen Länern aufgebürdet werden, damit der Öko sich als Weltenretter fühlen darf: Rodungen für Energiepflanzen, Schadstoffe, die beim Abbau und Verarbeitung seltener Erden und bei der Herstellung/Entsorgung von Solarzellen freigesetzt werden usw. Aber das passiert eben z.B in China und Brasilien, auf die dann besagte Öko mit dem Finger zeigen, weil diese ach so schlimme Umweltschweine sind.

    Heuchlerischer gehts nimmer.

  28. @FK9 #8

    weil sie keiner haben will, Nachfragesog (Keynes) in unsrern gesättigten Märkten kaum besteht

    Aber nicht deshalb, weil schon alle Bedürfnisse befriedigt wären, sondern weil es denen, die Nachholbedarf auf Konsum hätten, an Kaufkraft fehlt. Die Antwort darauf wäre nicht Rumspielen mit der Geldmenge, sondern klassische Umverteilung. Also Sozialleistungen rauf, gleichzeitig Einkommens- und Vermögenssteuern rauf.

  29. @ FK9, #8 und anorak2, #4:

    Off-topic, aber meine 2 Cents:

    -- Sowas wie gesättigte Märkte gibt es nicht… die Nachfrage ändert sich, wird aber nie gesättigt. Ansonsten würde eine Tauschwirtschaft komplett einfrieren, was m.W. so noch nie passiert ist.
    Die Ideen von Keynes machen -- nebenbei bemerkt -- selbst theoretisch nur in einer Situation Sinn, wie sie Beispielsweise Japan erlebt hat: Wenn es einen Deflations-Dominoeffekt gibt, oder sowas in der Art. Allerdings müssen die Rezepte von Keynes schon deshalb versagen, weil es keine Modellwelt gibt, in der nur die Regierungsverantwortlichen perfekte Informationen haben und alle Marktteilnehmer zu doof sind, um die Maßnahmen der Regierung zu antizipieren.

    Aus dem exakt selben Grund funktionieren auch geldpolitische Maßnahmen nicht… man kann damit die großen Probleme nur kurzfristig aus der Welt schaffen; und je länger man das versucht, umso teurer wird es am Ende.

    -- Die Finanzierung einer Umverteilung mit höherer Einkommens- und Vermögenssteuer führt leider auch immer zu geringeren Investitionen… die Armen haben mehr Geld, um weniger Dinge zu kaufen. Darüber sollte man sich bewusst sein.

    Umverteilung sehe ich in einem Land wie Deutschland als notwendig an und ist o.k., solange sich alle darüber bewusst sind, dass man damit volkswirtschaftlich einen Wohlfahrtsverlust in Kauf nimmt, und die Umverteilung nicht als eine Art Perpetuum Mobile für Reichtum für alle versteht.

  30. @ConstanzeW #27
    Man sollte sich auch vor Augen führen, wie und aus was Kohle überhaupt entstanden ist. Vor der Kohle waren Wälder/Pflanzen und diese Wälder und Pflanzen sind ja nicht „unterirdisch“ gewachsen.
    Das ausbaggern von Kohle ist für mich nur das Bergen von Humus/Rohstoffen, die die Erde/Natur vor langer Zeit nicht mehr gebraucht und für uns Menschen zur weiteren Nutzung gespeichert hat.
    Das gleiche gilt auch für Oel, Gas, Uran, Thorium.
    Nichts passiert zufällig in der Evolution, alles braucht seine Zeit und alles hat seine Zeit. Und die Zeit, in der der Mensch von den Launen der Natur (Wind und Sonne) abhängig war, ist mit der Nutzung der Energieträger Kohle, Gas, Oel, Uran vorbei und gehört, jedenfalls in den ziviliesierten Vernunft und Verstand Gesellschaften, der Vergangenheit an.

  31. @anorak2 #28
    Und auf was basiert der wirtschaftliche Wohlstand eines Landes. Auf einer zuverlässigen und billigen Energie-Stromversorgung. Und dies ist nur mit den Energieträgern Kohle, Gas, Uran und Oel zu haben.
    Desweiteren müssen noch die politischen und sozialen Rahmenbedingungen für Wirtschaft / Industrie und Gesellschaft passen.
    Vor der Grün-Roten Diktatur im schwarzen Merkel Mantel mit ihrer Öko-Diktatur von Energieeinsparzwang, CO2 Verbot und Energiewende mit einen marktfeindlichen und damit gesellschaftfeindlichen EEG, hatten wir das auch einmal in Deutschland. Jetzt herrscht nur noch Gier, Lug und Betrug, im Land der grünen Gutmenschen.

  32. @F.Alfonzo #29
    Eine Umverteilung ist der Größte Schwachsinn in einer Welt, die ihre Fortschritt (Evolution) und Wohlstand dem Wettbewerb zu verdanken hat. Mit der Umverteilung wird der Wettbewerb abgeschafft.
    Das beste Beispiel erleben wir in Deutschland doch schon seit Jahrzehnten mit den Bundesländer Finanzausgleich = Umverteilung.
    Wettbewerb, Wohlstand, Wirtschaft, Innovation ist kein „Wünsch Dir Was Umverteilungskindergarten“, sondern knallharte Leistungerbringung (Energieaufwand in Form von Wissen, Ideen, Problemlösungen usw.)
    Eine Umverteilung führt nur dazu, dass die „Faulen“ von den „Fleißigen“ abhängig bleiben.

  33. Solche, ich nenne sie mal „Dr.-Marlboro“-Studien, wie die der „FÖS“, haben den Kardinalfehler, dass bei den Vergleichen neben den Kosten nicht auch der Nutzen beziffert wird. Die Frage nach dem Nutzen sollte man daher in Diskussionen immer den EE-Befürwortern auch stellen.

  34. Und die nächste „Studie“, an Dreistigkeit kaum zu übertreffen:

    http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/uni-studie-strom-waere-auch-ohne-energiewende-so-teuer-wie-heute_id_4450805.html

  35. @

    29.F.Alfonzo 4. Februar 2015 05:32

    stimme ich zu 99% zu, auch was „gesättigte“ Märkte gibt. Trotzden glaube ich an so etwas , wie eine momentane, allgemeine „Nachfragekrise“, resultierend in einer „Wachstumskrise“…

    Worum es mir ging ist, dass die Politik eine künstliche (Zwangs-)Nachfrage nach Produkten schafft, die eigentlich in Bezug auf Preis (hoch) und Produkteigenschaften (unzuverlässig) keinen Markt haben, z.B. NIE Strom…

  36. Greenwar sollte man diese Fundis nennen, nicht Greenpeace!

    ich muss zugeben, vor ca. 15 Jahren hatte ich das letzte mal für Greenpiss gespendet und dachte, die würden tatsächlich etwas Gutes bewirken.
    Seit einigen Jahren weiß ich jedoch, dass Greenpiss mehr Schaden anrichtet, als andere NGO´s, ja mehr als viele radikale Gruppen zusammen. Dumme oder besser, höchst naive Menschen fallen leider ganz leicht auf deren Propaganda rein. Seit dem Ausbruch der Klimahysterie ist es nun ganz vorbei bei Greenpiss.

    Wie entartet, ja kriminell diese Fanaten geworden sind, steht ua. auch hier bei R. Tol:

    http://www.thegwpf.com/richard-tol-radical-greens/

    Wenn so was ein rechtradikaler schreibt. landet er im Gefängnis. Bei Greenpiss ist es „politisch korrekt“!

  37. Die Nürnberger Nachrichten überraschen heute den Leser mit dem Hinweis auf eine Studie des Prof. Dr. Jürgen Karl, Inhaber des Lehrstuhls für Energieverfahrenstechnik an der Uni Erlangen-Nürnberg, die zu dem Ergebnis kommt, „dass die Strompreissteigerungen ohne Wind- und Sonnenenergie noch deutlich höher ausgefallen wären als die Strompreissteigerungen infolge des EEG. Elf Mrd. € haben Deutschlands Stromverbraucher allein in 2013 gespart, weil in großem Umfang erneuerbare Energien ins Stromnetz eingespeist wurden. Grund ist der Rückgang der konventionellen und nuklearen Stromerzeugung. Noch gravierender, so der Lehrstuhlinhaber, sei die Erkenntnis, dass ohne Ökostrom herkömmliche Kraftwerke im Jahr 2013 die Nachfrage gar nicht hätten decken können“.
    Ja was denn nun? Ich kann mich also glücklich schätzen, dass mein persönlicher Kilowattstundenpreis 20 Jahre zwar nahezu konstant blieb, von 2010 bis 2014 aber nur um ganze 67% dank EEG zugelegt hat. Wer soll da noch Achtung vor unserer Wissenschaftselite haben?

  38. Dr. Mengele hat mit entsprechenden „wissenschaftlichen“ Vorgaben bereits vor 70 Jahren „geforscht“. Heute noch verdienen/empfangen solche Wissenschaftler ihr Salär für willfährige Aussagen zu dem was ideologisch gewünscht wird. Fakten spielen keine Rolle mehr, die Grundlagen werden schön grün gerechnet. Lügenpresse, Lügenwissenschaft, Lügenbande, möchte man im ersten Zorn undifferenziert sagen. An den Schulen fängst es an. Heute früh mein Aufwecker im um 6:00 im Radio. Wegfall der Hauptschulepfehlung in BW. 4 bis 6 mal mehr Sitzenbleiber in den „weiterführenden“ Schulen. Also schnell Sitzenbleiben streichen. Ideologie berichtigt Fakten. 100 % Abiturienten ohne Naturwissenschaften, Sprache nur noch Gebrabbel mit Geschreibsel der Daumen. Grün ist die Farbe der Zukunft, bei allen Parteien. Die Chnesen werden die „depperte“ Farbtafel löschen.

  39. @ Wilfried # 37
    Prof .Dr. Kack und Pups
    Verdient H4, wer weiß das Hups.
    Von grünem Wissen wir besoffen
    als Zahler werden wir betroffen.
    Gail auf Geld sind Professoren
    Belehren sie doch nur noch Toren.
    Medien mit größter Macht
    Haben Strohfeuer reichlich angefacht.
    Ist die schnelle Glut dann ausgegangen,
    bei echtem Wissen wird nochmals anfangen.
    Die zwischenzeitlich nutzlos in in privat verschleuderte Milliarden,
    verprassen grüne Öko Garden.

  40. @ Karl Reichart #38

    Dr. Mengele hat …

    Solche Vergleiche sind unpassend und echt nicht zielführend. Bitte in Zukunft darauf verzichten.

  41. #37
    „Wer soll da noch Achtung vor unserer Wissenschaftselite haben?“
    Genau. Dieser Prof. Karl trifft fadenscheinige, unrealistische Annahmen, rekonstruiert phantasievolle Marktpreise und liefert am Ende ein Ergebnis, das die EE-Fans jubeln lässt.
    Richtiger wäre es wohl gewesen, wenn er die Strompreisentwicklung mit einer Nation, die eben bislang kein EE im Netz hatte vergleichen würde.

  42. Richtiger wäre es wohl gewesen, wenn er die Strompreisentwicklung mit einer Nation, die eben bislang kein EE im Netz hatte vergleichen würde.

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/13020/umfrage/strompreise-in-ausgewaehlten-laendern/
    http://www.kwh-preis.de/strompreis-dossier-teil-5-strompreise-im-europaeischen-vergleich
    oder graphisch:
    http://www.stepmap.de/karte/strompreise-2013-in-ct-kwh-2-1272288

  43. @FK 9Pilot #42

    Was? Das kann nicht sein:

    Über 28 Milliarden Euro haben deutsche Stromkunden dank der erneuerbaren Energien von 2011 bis 2013 gespart. Das haben Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf Basis historischer Daten der europäischen Strombörse EEX errechnet.

    Wir müssen jetzt nur warten, bis uns das Geld ausgezahlt wird. Das machen die doch, oder?

  44. Juhuuu, die werden mir fast 1.500 Euro überweisen, die ich gespart, aber noch nicht bekommen habe!

  45. @Hoffmann, #30

    ganz so sehe ich das nicht. Ein Tagebau ist zunächst ein heftiger Eingriff in die Natur und in das Leben der betroffenen Menschen. Das darf man nicht einfach so abtun. Doch die Tabula rasa, die da gemacht wird, schaft viele Potentiale. Ich habe solche Bergbaufolgelandschaften untersucht. Mich hat es fasziniert, welche Artenfülle sich da einstellt, im Gegensatz zu diesen unsäglichen Maiswüsten.

  46. @ConstanzeW #45
    Aus der emotionalen Sicht der Menschen, die dort vor Ort wohnen und ihr Dorf umsiedeln müssen, ist dass natürlich ein starker Einschnitt in ihr Leben. Die Menschen in Deutschland werden jedoch auch dafür finanzell entschädigt und nach einer Generation kräht kein Hahn mehr danach. Anders sieht das in China aus, wo Millionen von Menschen einen Staudammprojekt weichen mussten und dies auch noch zum Teil ohne entsprechenden Entschädigungen.
    Das herrscht in Deutschland schon eine gewisse sozialverträgliche Umsiedlungspolitik. Da werden zum Teil ganze Kirchen mit umgezogen. Und wie gesagt, die alte Generation wird darunter noch „leiden“, die neue Generation hat sich eh schnell an die neue Umgebung angepasst. Vor allen in einer Welt, in der wir frei und schnell von einen Ort zum anderen reisen/umziehen und uns niederlassen können.
    Es ist also in erster Linie ein menschliches emotionales Problem, wenn wir den „Humus“ = Oel, Gas, Kohle, Uran, Rohstoffe im allgemeinen aus der Erde holen. Der Natur ist das schnurz egal. Die ist in manchen Fällen ganz froh, wenn diese wieder Neu aufblühen kann. Und wie gesagt, das Land/Natur verändert sich ständig. Wo heute Braunkohle gefördert wird (Ebene), war zuvor mal ein Grünes Tal.

  47. Karl Reichart #38,

    Fakten spielen keine Rolle mehr, die Grundlagen werden schön grün gerechnet. Lügenpresse, Lügenwissenschaft, Lügenbande, möchte man im ersten Zorn undifferenziert sagen. An den Schulen fängst es an.

    seit mindestens 100 Jahren

    CHRONOLOGIE der Ereignisse
    die zum globalen Bildungsprogramm der UNESCO geführt haben

    1989 (November)

    Präsident George H. Bush rief alle Gouverneure des Landes zusammen. Der Bildungssekretär Lamar Alexander plante zusammen mit den Gouverneuren Bill Clinton, Richard Riley und anderen die 6 Ziele für „America 2000“ („Amerika 2000“). Auf der Gouverneurskonferenz sprach Shirley McCune, langjährige Direktorin bei MCREL (Mid Continent Regional Educatinal Laboratory) (Regionales Bildungslabor des Mittelkontinents), welches Lehrpläne entwickelt) und sagte:

    „Was heute in Amerika geschieht…ist eine vollständige Transformation unserer Gesellschaft…Eine neue Ära ist angebrochen…Ich bin mir nicht sicher, ob wir wirklich angefangen haben…den unglaublichen Beitrag der organisatorischen Umstrukturierung und der Umstrukturierung der Entwicklung der menschlichen Ressource zu verstehen…Was die Revolution des Lehrplans anbelangt, ist es so, dass wir den Kindern nicht länger Fakten beibringen…“ (34)

  48. Hier ein weiteres hochaktuelles Beispiel (vom heutigen Tage) der Schlechtrechnung des konventionellen Strompreises bzw. des Nachweises wie günstig uns die EE kommen. Interessanter Weise hat die Siemens AG es beauftragt (ob es die WKA Sparte war??).

    http://www.evt.cbi.fau.de/files/aktuelles/FAU-Diskussionspapier_-_Deutschland_ohne_Erneuerbare_Energien__-_Januar_2015.pdf

    Die Kurzfassung lautet wie folgt:
    „In den Jahren 2010 bis 2013 stieg der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien von ca. 17 auf 24%. Für diesen Anteil fallen gegenüber konventioneller Erzeugung wesentlich erhöhte Stromerzeugungskosten an, die über die EEG-Umlage auf die Endverbraucher umgelegt werden.
    In der öffentlichen Diskussion wird bei der Wertung dieser Kosten allerdings vielfach nicht beachtet, dass der rasante Anstieg des Anteils Erneuerbarer Energien zu einem Überangebot an Strom und daher zu sinkenden Strompreisen insgesamt führte. Durch das Überangebot wurde der Trend der in den Jahren 2000 bis 2008 stark steigenden Strompreise an den Europäischen Strommärkten gebrochen.
    Ziel dieses Diskussionspapiers ist es, auf Grundlage historischer Preisdaten des Spotmarktes der Leipziger Strombörse zu rekonstruieren, welche Preise sich an der Strombörse in den Jahren 2011 bis 2013 ohne die Einspeisung aus Wind und Photovoltaik eingestellt hätten.
    Die Analyse zeigt, dass sich im „Day-Ahead“-Handel des Spotmarktes die Strompreise ohne Wind und Sonne beispielsweise für das Jahr 2013 aufgrund des erheblich geringeren Stromangebots im Mittel um 5,29 ct/kWh erhöht hätten. Den Kosten der EEG-Umlage von ca. 20,4 Mrd. Euro stehen also in 2013 Einsparungen für konventionell erzeugten Strom von ca. 31,6 Mrd. Euro gegenüber. Dies sparte für die deutschen Letztverbraucher 2013 insgesamt ca. 11,2 Mrd. Euro ein.
    Über 269 Stunden des Jahres hätte die Nachfrage mit der maximal im Jahr 2013 angebotenen Leistung nicht gedeckt werden können. Dies bedeutet nicht automatisch, dass in diesen Situationen Großstörungen („Blackouts“) entstanden wären, da die Betrachtung Reservekraftwerke für Systemdienstleistungen („Regelreserve“) und mögliche zusätzliche Stromimporte nicht berücksichtigt. Ein stabiler Netzbetrieb war in diesen Situationen allerdings nur durch die Einspeisung Erneuerbarer Energien sicher gewährleistet.
    Durch den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien reduzierten sich also für die Letztverbraucher nicht nur die Gesamtkosten des Strombezugs. Erneuerbare Energien erhöhen vor dem Hintergrund reduzierter konventioneller und nuklearer Kraftwerkskapazitäten auch wesentlich die Versorgungssicherheit am bundesdeutschen Strommarkt.“

    Verfasser:
    „Deutschland ohne Erneuerbare Energien?“
    Stromkosten und Versorgungssicherheit ohne die Einspeisung Erneuerbarer Energien in den Jahren 2011-2013
    Marius Dillig, Jürgen Karl, Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Da bleibt mir die Spucke weg für weitere Kommentare. (Virtual reality at it’s best????)

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