Polen sichert seine Netze gegen deutschen Ökostrom – BMWi nennt das „Meilenstein beim Netzausbau in Europa“

20. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Photovoltaik, Windkraft

Umspannwerk_01_KMJDer Ausbau der Produktion von Strom aus Windkraft und Photovoltaik  in Deutschland schafft nicht nur hierzulande wachsende Probleme. Neben der durch die Zwangseinspeisung von teurem „Ökostrom“ stetig steigenden Energiepreise bereiten vor allem die  starken Fluktuationen der wetterabhängigen Stromerzeugung denjenigen die für die Stabilität der Netze verantwortlich sind zunehmend Kopfschmerzen. Schließlich muss in einem stabilen Stromnetz zu jeder Sekunde genau so viel Strom verfügbar sein, wie in diesem Verbraucht wird. Zu wenig oder zu viel Strom führen zunächst zur Instabilität und schließlich zum Zusammenbruch, also dem was man landläufig einen Black Out nennt.

Im März wieder kritische Situation

Deutlich wurde das Ausmaß der Probleme welche die Energiewende für eine sichere Stromversorgung schafft wieder am letzten Wochenende. Auf der unten dargestellten Grafik werden die Einspeisung von Wind- und Photovoltaik-Strom, sowie die Erzeugung mit konventionellen Kraftwerken und die Netzlast, also der jeweils aktuelle Strombedarf, im Zeitraum vom 1. bis zum 20. März gezeigt.

Last und Produktion März 2014

Während in der ersten Hälfte des Monats lediglich die Photovoltaik einen nennenswerten Beitrag zur Stromerzeugung leisten konnte, und das auch nur an wenigen Stunden des Tages, wandelt sich dieses Bild am Freitag den 14. März grundlegend. Die nächste Abbildung zeigt das noch deutlicher.

Einspeisung Wind 13. bis 17. März

Man erkennt sehr gut den Anstieg der Windstrom-Produktion von weniger 2.500 Megawatt auf über 20.000 Megawatt innerhalb von wenigen Stunden. Das entspricht der Leistung von gut 15 Großkraftwerken. Für die Netzbetreiber bedeutet eine solche Situation, daß die vorher in Betrieb befindlichen konventionellen Kraftwerke schnellstmöglich abgeschaltet werden müssen. Wenn dies nicht möglich ist, versucht man den überschüssigen Strom ins Ausland zu verkaufen. Und das meist zu äußerst ungünstigen Konditionen. Schließlich führt der überschüssige Strom auch jenseits der Grenze zu den gleichen Problemen wie hierzulande. Mit dem Ergebnis daß unsere Nachbarn man den Zufallsstrom aus Deutschland auch nur dann abnehmen, wenn dieser besonders günstig ist.

Wenn geschenkter Strom noch zu teuer ist

In manchen Fällen kommt es dabei sogar zu der abstrus anmutenden Situation, daß die deutschen Netzbetreiber dafür bezahlen müssen, wenn jemand ihren Strom abnimmt. man nennt das dann negative Strompreise. Zu solchen kam es dann auch wieder am.16. und 17. März. Dafür, daß sie den Deutschen ihren überschüssigen Strom abnahmen, haben sich die Netzbetreiber unserer Nachbarländer zeitweilig bis zu 6 Cent pro kWh bezahlen lassen. Also mehr als der Strom hier an der Strombörse üblicherweise kostet.

Stombörse 13.-17. März 2014

Allein der Umstand daß so etwas wie negative Preise überhaupt entstehen können macht klar, daß das benachbarte Ausland nicht gerade auf deutschen „Öko-Strom“ wartet. Es kann daher kaum verwundern, wenn der eine oder andere versucht, die unplanbaren wetterabhängigen Stromlieferungen nur noch kontrolliert über seine Grenzen zu lassen.

Polen riegelt seine Netze ab

Bislang hatten unsere Nachbarstaaten jedoch kaum eine Möglichkeit, ihre Netze vor dem deutschen Zappelstrom zu schützen. Schließlich sind diese innerhalb Europas alle miteinander verbunden. Mit dieser Situation will sich unser östlicher Nachbar Polen in Zukunft nicht mehr einfach abfinden müssen. Was dort bereits seit einigen Jahren geplant war, nimmt nun konkrete Gestalt an. Mit Hilfe von Phasenschiebern können die Polen ab Ende 2015 dann ihre Grenze für nicht benötigten Strom aus Deutschland dicht machen.

Für Deutschland bedeutet das, daß bei zu viel Windstrom in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern ab dann Polen nicht mehr einfach als Senke herhalten wird. Ein Umstand, der für die Stabilität des deutschen Stromnetzes sicher keine gute Nachricht ist. Was allerdings das Bundesministerium für Wirtschaft in einer Pressemeldung am Montag völlig anders darzustellen versucht hat. Dort wird die Installation der Phasenschieber umgekehrt sogar noch als wegweisende Einigung auch zur Sicherung der deutschen Stromnetze bezeichnet.

Die beiden Übertragungsnetzbetreiber Polskie Sieci Elektroenergetyczne S.A. (PSE) und die 50Hertz Transmission GmbH (50Hertz) wollen gemeinsam dafür sorgen, dass das Stromnetz in Deutschland und Polen stabil und die Stromversorgung sicher bleibt.

Wobei im weiteren Text klar wird, daß nur Polen davon profitiert sich gegen das deutsche Netz abriegeln zu können. Deutschland verliert dadurch die Möglichkeit überschüssigen Strom wie bislang ins polnische Netz zu drücken.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder kritische Situationen bei der Stabilität des Stromnetzes gegeben. Ein Grund dafür ist, dass im Nordosten Deutschlands mehr und mehr Windräder und Solaranlagen errichtet werden. Wenn der Wind kräftig weht und die Sonne scheint, wird viel Strom ins Netz eingespeist, oft mehr als in Deutschland verbraucht werden kann. Sind die Leitungen in Deutschland voll, fließt der Strom weiter nach Polen. Ungeplante Stromflüsse können so zu negative Auswirkungen auf die Systemstabilität und bei der Versorgungssicherheit führen. Der polnische Netzbetreiber muss dann zum Beispiel kurzfristig Kraftwerke abschalten.

Solche Eingriffe sollen künftig möglichst vermieden werden (…)

Und dadurch, daß dieser Strom bei vollen Leitungen dann eben nicht mehr nach Polen fließen kann, bleiben diese voll. Was dann ab Ende 2015 in Deutschland bei solchen Situationen geplant ist, wäre sicher auch eine Information die manch ein Bürger von seinem Wirtschaftsministerium erwarten würde. Stattdessen wird einfach mal behauptet, die Maßnahme der Polen diene auch der Stabilität der deutschen Netze. So bleibt der Eindruck daß durch diese (falsche) Darstellung lediglich von dem Umstand abgelenkt werden soll, daß man einfach keinen Plan hat, was mit dem überflüssigen Strom passieren soll, wenn unsere Nachbarn ihn nicht mehr von uns abnehmen wollen.

 Titelbild von KMJ via Wikimedia Commons
Abbildungen der Lastflüsse und Strompreise von Rolf Schuster

 

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38 Kommentare
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  1. Was jedem technisch und physikalisch gebildetem Bürger selbstverständlich und bekannt ist, ist der in der Fläche gehirngewaschenen ideologisch desinformierten Masse leider nicht bekannt. Alles was hinter der Steckdose liegt, läßt sich für Viele fast beliebig mit Wünschen nach „Erneuerbaren (Unsinn) -Energien“ füllen. Eine Auflösung auf 2/3 Monat ist eigentlich erhellend genug, aber das muß ja sekundengenau passen. Die Polen sehen die Probleme ohne Scheuklappen. Dabei gilt in Polen die gleiche Physik, nur Deutschland weicht per politischem Beschluß davon ab. Die Folgen werden noch kommen, das Aufwachen auch, -- aber zu spät!
    Naturwissenschaften werden nur noch Ansatzweise in Schulen gelehrt, bis die Lichter ausgehen, kann man denen alles erzählen.

  2. Das Thema wurde schon mal bei EIKE besprochen, Hintergrund war ein Artikel in „Der Welt“
    http://tinyurl.com/o5g6xpg

  3. Es wird wohl darauf hinauslaufen, das die Netzbetreiber die überschüssige Einspeisung stoppen, um ihr Netz nicht „abzufackeln“ und den potenziellen Strom-Überschuss trotzdem, aufgrund der Kartellprivilegien an die Öko-Strom-Erzeuger, auszahlen müssen.
    Damit wird die bisherige Verlustumlage von derzeit 6,24 Cent pro Kilowattstunde zügig weiter steigen, weil ja noch hurtig weitere Anlagen an den Start drängen, die sich an den per EE, pseudo-legalisierten Kartellabsprachen mit Fest-Preisen und Einspeise-Vorrang, einen Profit an den so aus lobby-politischen Kartellabsprachen entstehenden Erhöhungen der Stromkosten versprechen.
    Für morgen haben sich die Werbe-Campangneros die als NGO`s Lobbyarbeit machen, mit Demos angesagt, um für ihre Auftraggeber Stimmung in der Öffentlichkeit zu machen und schaut man sich den Link in #2 von Hans an, dann dreht da schon seit Tagen die Windmühlen-Werbung in der Welt online am Rad.
    Also bleibt in den werbefinanzierten Medien weiter nur verwirrende, falsche Darstellung, um ein Kartell von gierigen Öko-Spekulanten, als die Edlen Helden der Rettungs-Märchen-Fantasiebranche mit einem täuschenden Image, mit der Tarnkappe der Tugendbolde zu versehen.
    Nach der Darstellung der Lobby-Trolle, die den technischen Funktionszusammenhang der Netz-Steuerung ignorieren, sind natürlich die konventionellen Kraftwerke an dem Dilemma schuld, die in naiver Darstellung wie leistungsstarke Groß-Motoren „gasgeben“ oder auf „Leerlauf“ gehen sollen, damit der teurere Ökostrom weiter Vorrang hat.
    Die Motorisierung, die in der industriellen Entwicklung erst zur steuerbaren Regulierung und gezielten Nutzung der Energie führte, wird nun von absoluten Tölpeln ins Gegenteil verkehrt.
    Bei den Verlautbarungen aus dem Wirtschaftsministerium entstehen erhebliche Zweifel an der Kompetenz und am Sachverstand, der dort Agierenden.

  4. Einzige Gegenmassnahme…….Abschaffung (oder Reduzierung auf 80-90%) des Einspeisevorranges, so das bei Überangebot von Wind und Sonne diese „halben“ Kraftwerke ohne finanziellen Ausgleich abgeschaltet werden können.
    Diese Maßnahme wird umso nötiger, je mehr von diesen Zufallsstromerzeugern im Lande rumlungern werden.

    Dies wird die Politik in absehbarer Zeit beschließen müssen !…….denn auf ewig können wir unsere europäischen Nachbarn nicht unendlich als Strommüllkippe missbrauchen.

    Wenn nicht……dann BUMM
    H.E.

  5. das Problem der Netzstabilität ist bald erledigt:

    1. in dem Welt-Artikel (zu #2) -- und auch überall sonst in den Medien -- lese ich, dass das Problem nur deswegen besteht, weil die Strom-Strasse Nord-Süd in Deutschland fehlt. Ergo ist sie einmal gebaut, haben die Polen (und wir) kein Problem mehr.
    2. die Überversorgung mit Strom ist eine Idee von gestern, wie Werner Sturbeck Wirtschaftskorrespondent der FAZ meint. Eine zeitgemäße Versorgung beinhaltet auch das stundenweise Abschalten von Strommfressern wie ALU-Werken oder von privaten Haushalten

    Denn die kurzen Augenblicke im Jahr (meist im Winter), wenn der Verbrauch für einige Stunden das absolute Maximum erreicht, treten nicht schlagartig auf.

    Die Stromwirtschaft kann sich auf solche Extremsituationen vorbereiten, zum Beispiel Importe prüfen und an einen sparsameren Verbrauch appellieren, wie man das bei extremer Trockenheit von der Wasserwirtschaft kennt. In der nächsten Stufe könnten sehr große Fabriken, zum Beispiel Aluminiumhütten, vom Netz genommen werden. Bei sich anbahnenden Engpässen wäre es zuletzt denkbar, auch private Haushalte -- mit rechtzeitiger Ankündigung -- mal einige Stunden zum Verzicht auf Elektrizität zu zwingen.

    3. man kann auch viel selbst tun: z.B. habe ich mich darauf vorbereitet, dass heute die Sonne kein Strom liefert und mein Kommentar schon gestern geschrieben. OK, der Tee von gestern ist leider kalt, aber man kann nicht alles haben.

    So einfach ist das.

  6. Also ich war ja bisher der Meinung, dass Stromabschaltungen ein typisches Merkmal von Entwicklungsländern der dritten Welt sind…

  7. @6.Tritium
    Solange man noch etwas zum Abschalten hat……

  8. @Hofmann M:

    Da gibt es Vorbilder: Nordkorea bei Nacht
    Planwirtschaft eben…

  9. @8.Tritium
    Ich frag mich nur, was die da die ganze Zeit so planen….

  10. @9 ja, das bleibt im Dunkeln

  11. Wenn Polen sich pysisch vor dem Strom-Überschuss schützen kann, so ist das nur die Spitze des Eisbergs.

    1: Durch einen weiteren Anstieg der Wetterabhängigen Energien, und auch durch die Abschaltung von Poolen und Andderen vom Energieüberschss, wird sich die Lage für die anderen Nachbarn weiter destbilisieren. Auch diese werden dem Beispiel Polens folgen. Und dann müssen wir alleine mit diem Straom fertig werden, den keiner will.

    2. Auch bei physikalischer Drosselung bleiben monetäre Schwankungen an der Strombörse. Auch für Polen, Tschechien Frankreich und all die anderen Erzeuger-Länder. Das bringt die Wirtschaftlichkeit der Erzeuger nicht nur im Inland, sondern in ganz Europa in Gefahr. Ich kann nicht verstehen, warum man das so lange klaglos hingenommen hat.

  12. Den Artikel in der FAZ habe ich auch gelesen. Sehr gut, ich stimme dem zu, es wird auf Rationierungen hinauslaufen und auch sonst werden einige Nachteile auf uns zu kommen. Aber kann mir irgendwer erklären warum für die gravierende Verschlechterung des Produktes Strom in Deutschland 20 Milliarden jährlich Aufschlag bezahlt werden soll? Warum hat man einen Kraftwerkspark gebaut der nur manchmal liefert, dafür oft zu viel. Jetzt haben wir doppelt installiert, dreifach bezahlt und werden rationiert. Für die Verwendung der Überschüsse hatte Professor Sinn in der WiWo eine gute Empfehlung: “ Tauchsieder in der Elbe “
    Als Planwirtschaft kann man das Chaos eigentlich nicht bezeichnen denn die Planung fehlt komplett, der richtige Begriff heißt Misswirtschaft. Die Energiewende ist inzwischen eine echte Bedrohung geworden und gehört schnellstens angeschafft.

  13. gehört schnellstens angeschafft.

    muss natürlich abgeschafft heißen,

  14. @BvK #12
    Das ist bereits Betrug an der deutschen sozialen Marktwirtschaft was hier abläuft. Diese diktierte Ethik-Energiewende auf Basis eine Zwangs-Subventionsgesetzes EEG ist und bleibt ein Sabotageakt an der deutschen Wirtschaft und Wertschöpfung. Damit steigen die Lebenshaltungskosten und die Arbeitslosenzahlen von gut bezahlter Arbeit in Deutschland an. Die Folge von dieser Kostensteigerung wird Armut und Mangel nach sich ziehen. Auch Wohlstandsverlust genannt. Das Leben wird dadurch für vielen Menschen in Deutschland zum LUXUS.
    Ein DDR System durch die Hintertür wird mit dieser staatlichen diktierten Energiewende eingeführt. Die soziale Marktwirtschaft wurde durch Merkel Schritt für Schritt in Deutschland abgeschafft. Und ALLE Unionspolitiker sollten sich Fragen, warum keiner den Mut hatte diese grünsozialistische Ideologie MERKEL im schwarzen Witwengewandt zu stoppen!

  15. Misswirtschaft Ist pure Verniedlichung.Womit wir es hier zu tun haben, Ist staatlich legalisierte, organisierte Kriminalitaet. Auch in diesem Punkte sind die Perspektiven kaum anders, als Nordkorea.

  16. Übrigens: Für morgen haben Campact! und andere obskure Gruppierungen dazu aufgerufen, unter der Parole „Energiewende retten. Wind und Sonne statt Fracking, Kohle und Atom!“ FÜR den abermals hier dargestellten Irrsinn „Energiewende“ zu demonstrieren. Das ganze soll in mehreren deutschen Landeshaupststädten stattfinden.

  17. Also ich seh das so ähnlich wie Onkel Heinz : Wenn zwei der Paragrafen im EEG komplett gestrichen würden, hätt sich das Ganze schon erledigt: §8 -- Vorrang Einspeisung und §12 „Härtefallregelung“. Beide Paragrafen sind m. E. sittenwidrig. Die Regierung beschließt per Gesetz, dass wir unsere Brötchen nur bei vorher ausgesuchten Bäckern kaufen dürfen, die halt etwas teurer sind. Wenn die zu wenig gebacken haben, dürfen wir auch die „normalen“ besuchen aber wenn die zu viel gebacken haben, müssen wir natürlich alles bezahlen, auch wenn wir gar nicht so viel fressen können. Der Vergleich mit der DDR hinkt hier, ich bin gelernter Ossi und kann aus Erfahrung sagen, dass da so mancher ökonomische Blödsinn verzapft wurde, aber so ein schlimmer Mist wie das EEG ist nicht mal der staatlichen Plankommission eingefallen. Ich bin nur mal gespannt, wie weit unsere Staatenlenker und ihre glatt gebürsteten Stimmungsmacher (im voraus eilenden Gehorsam) den Karren noch in die Sackgasse fahren wollen. Je später das Umlenken erfolgt, desto peinlicher wird es doch wohl.

  18. Oh Gott, ihr werdet wieder Mainstream.
    Passend zum Thema Ökoenergie:
    Im Staatsmedium „Österreichischer Rundfunk“, kurz auch ORF genannt, gibt es seit gestern einen Artikel über Thorium als neuen Kernkraftbrennstoff für neue Kernkraftwerke.
    Was umso erstaunlicher ist, da sich die Berichterstattung auf ORF über Atomkraft bisher ausschliesslich nur um die „Atomkatastrophe Fukushima“ und die verheerende Verseuchung unseres Mutterplaneten aufgrund des Auslaufen einiger Liter Kühlwasser drehte.
    Ich lese und staune.
    „AKW-Revolution dank Thorium“
    http://orf.at/stories/2222875/2222876/

  19. @Istvan Adler #16
    Diese gezielt geführten Demonstrationen von Campact, B.U.N.D und Co unter dem Motto „Energiewende Retten“ oder Ausstieg aus der Kernkraft UND Kohlekraft sind nichts anderes als ein Sabotageakt an unserer Wohlstandsgesellschaft! Das System einer sozialistischen/kommunistischen Staatsform ala DDR soll so über die Hintertür in Deutschland wieder eingeführt werden. Die soziale-freie Marktwirtschaft wird durch eine schrittweise Einführung der staatlich geführten „Plan“-Ideologie Wirtschaft (Ideologische Sichtweise) ersetzt. Dank einer grünsozialistischen Wölfin Merkel im Schwarzen Schafsgewandt.

  20. Betr: Demonstrationen von Campact, B.U.N.D und Co „Ausstieg aus der Kernkraft UND Kohlekraft“

    „Bedenke wohl worum Du bittest, es könnte Dir gewährt werden“

    Ich warte schon lange darauf, das die Energieversorger mal gemeinsame Sache machen, gemeinsam ihre Kraftwerke herunterfahren und die Kraftwerksangestellten in Kurzarbeit schicken.

  21. @Fred Feuerstein #20
    Das wird auch in Zukunft einer ethisch politisch diktierten Energiewende auf Basis eines Zwangssubventionsgesetz EEG so kommen. In Zukunft wird dann der Staat die freie Marktwirtschaft in der deutschen Energiewirtschaft ersetzen. Und neben dem Staat wird auch noch der Bürger mit seinen vielen gierigen Windmühlen und Solarmodul und Faulgasanlagen für die Finanzierung und die zuverlässige Stromversorgung (Aufrechterhaltung) der deutschen Volkswirtschaft (Infrastruktur) sorgen müssen. Und das dies nicht gut geht, beweist schon alleine die Planlosigkeit der ethischen Energiewende Politiker. Und wenn die Politiker schon keinen Plan und keinen Sinn für die Verantwortung und Zuverlässigkeit einer volkswirtschaftlichen Stromversorgung-Infrastruktur hat, weil soll dann erst der von GIER gesteuerte EEG-Bürger eine Verantwortung und Ahnung davon haben.
    Die Folgen dieser ideologischen politisch diktierten Energiewende werden Armut und Mangel und der Absturz der deutschen Wohlstands Volkswirtschaft sein.
    Eine freie MARKTWIRTSCHAFT kann nur Wohlstand und Fortschritt für eine Gesellschaft garantieren.

  22. Natürlich ist es einfach, den EE die alleinige „Schuld“ an den Netzproblemen und negativen Strompreisen zuzuweisen -- früher war ja alles einfacher. Aber irgendwie ist mir diese Argumentation zu einseitig. Eine nahende Windfront ist genauso gut planbar wie eine Bedarfs-Leistungsspitze zur Halbzeitpause eines WM-Endpieles im Fussball.

    Ich frage einfach mal an, warum denn nicht die trägen (Braun-)kohlekraftwerke eher heruntergeregelt wurden und für die kurze Zeit bis zum Eintreffen der Windfront die schnell regelbaren Gas-KWs genutzt wurden. Die Kapazitäten sind vorhanden, denn die Betreiber klagen zunehmend über die zu geringe Auslastung der Gas-KWs, da diese früher den Lastpeak am Mittag gestemmt haben -- heute oft durch PV abgedeckt.

    Damit hätte man nicht nur die kritische Belastung des Netzes gesenkt, sondern auch negative Strompreise verhindern können. Auf den Strompreis für die Endkunden hätte dies kaum /keinen Einfluss, da sich dieser (Merit-Order) eh am teuersten Kraftwerk orientiert.

    Natürlich produzieren die Braunkohle-KWs den Strom billiger als Gas-KWs. Aber dürfen die wirtschaftlichen Interessen der Betreiber hier so unkommentiert als Ursache für so manchen „Engpass“ ausgeklammert werden? Viele Kommentare hier lesen sich sehr, sehr einseitig …

  23. Aber dürfen die wirtschaftlichen Interessen der Betreiber hier so unkommentiert als Ursache für so manchen “Engpass” ausgeklammert werden?

    Nein. Die werden nicht ausgeklammert.

    Die Frage ist vielmehr: Dürfen die EE-Protagonisten diese wirtschaftlichen Erwägungen ausklammerm?
    So wie Sie, wenn Sie sagen „Warum verwenden die keine Gaskraftwerke?

    Lesen Sie doch mal hier:
    EEG-Umlage und Börsenpreis

  24. @Joe
    Meinst Du nicht…das die ÜBN und die Bundesnetzagentur nicht heute schon alles menschenmögliche unternehmen das Wirtstier maximal an die Bedürfnisses der Parasiten anzupassen?
    Tja……blöd für euch EE-Träumer wirds dann, wenn die Prognosen zu den tatsächlichen Zufallsströmlingen bis zu 8 GW abweichen…..und unser Stromnetz immer öfters vor dem Kollaps steht.
    Wie wärs denn umgekehrt……ich schreibe den Windmüllern vor, wann sie was zu liefern haben…..wenn se das nich schaffen, wern se abgeschaltet.
    Oder noch besser….ich verpflichte sie, 10-30 % ihrer Erzeugung zu speichern….um dann lastgerecht die Windflauten auszugleichen. Man könnte natürlich bei Schwachwind auch große Industriezweige abschalten……..oder zu Hause bei Kerzenlicht ein Buch lesen……..man macht es aber nicht, ergo werden die Strompreise weiter explodieren.
    Mit jeden Tag der ins Land geht, werden neue Miefquirle und Sonnenpaddel in die Landschaft gepappt….mit jeden Tag der ins Land geht, verschärft sich das Problem……..aber solange noch die Rendite bei den EE-Lobbyisten rein kommt, is ja alles nur halb so schlimm.
    Ich freue mich schon auf den Tag…..wo sich die Windmüller mit den Biogasfritzen streiten werden, wer denn nun bei Starkwind bei Sonnenschein seine Anlagen abschalten muss. (Überkapazitäten durch unkontrollierten Ausbbau der NIE).
    Bis dahin…..schwafel ruhig weiter, ick kann warten.
    H.E.

  25. @ Joe #22

    Ich verstehe nicht ganz, worauf Sie hinaus wollen. Natürlich ist es nicht nur einfach, sondern auch völlig zu Recht, wenn man den EE die Schuld an den durch sie verursachten Problemen gibt. Wem denn sonst?

    Die „Erneuerbaren“ verursachen schließlich mit ihrer wetterabhängigen Einspeisung die hier im Blog immer wieder angesprochenen Probleme. Ausbaden dürfen diese die Netzbetreiber und die Betreiber der konventionellen Kraftwerke. Was ihnen, wenn man etwa auf die Geschäftszahlen von RWE schaut, zunehmend Probleme bereitet.

    Das fängt damit an dass man die EE-Strommenge nicht hinreichend präzise voraussehen kann. Nehmen Sie den oben thematisierten 14.03.2014. Hier haben sie teilweise eine Unterschied von vorhergesagter und tatsächlicher Leistung von 3.500 MW. Das sind 3 Großkraftwerke die auf einmal zu viel am Netz waren.

    Wobei aber auch eine exakte und minutengenaue Prognose, so es eine gäbe, das Grundproblem bestehen lässt. Der wann immer er anfällt zum Preis von 0 Euro ins Netz gedrückte EE-Strom drückt die Preise und macht damit Kraftwerke die über 4 Cent Gestehungskosten haben unwirtschaftlich. Dadurch dass diese eine immer geringere Auslastung haben wird dieser Effekt verstärkt, indem er die Gestehungskosten noch weiter nach oben treibt.

    Jetzt kann man den Umstand dass Stromerzeuger Geld verdienen müssen wie Sie es tun als „wirtschaftliche Interessen“ diffamieren. Der vorherrschende linke Zeitgeist unterstützt diese Art des Denkens schließlich. Wobei es schon seltsam ist. Ein Betreiber der diesen wirtschaftlichen Interessen nicht folgt ist ziemlich bald pleite.

    Was Sie vorschlagen ist dass Betreiber von Gaskraftwerken Strom produzieren und verkaufen, obwohl sie dabei Verlust machen. Sie sollen das tun, damit die Schwankungen der Erneuerbaren im Netz besser ausgeglichen werden können. Wer soll denn dann aus Ihrer Sicht für die Mehrkosten des Gasstroms bezahlen. Irgendwo her muss das Geld ja schließlich kommen.

  26. #22. Joe

    Natürlich ist es einfach, den EE die alleinige “Schuld” an den Netzproblemen und negativen Strompreisen zuzuweisen — früher war ja alles einfacher.

    Ja, es ist einfach. Wer soll denn sonst Schuld daran sein? Wir hatten mal ein funktionierendes, am Bedarf ausgerichtetes System zur Stromversorgung, ohne die Widrigkeiten, die das System heute aushalten muß. Das haben wir nicht mehr. Wozu bitte benötigen wir die Zufallsstromerzeuger denn? Wir brauchen Sie nicht, nicht gestern, nicht heute und nicht morgen. Desto früher das eingesehen wird, desto besser ist das. Geld wurde schon genug verbrannt dadurch.

    karl.s

  27. Logisch, dass hier die Meinungen kontrovers sind und dabei Tatsachen gelegentlich „vergessen“ werden:
    Auch konventionelle (vor allem große, zentrale Einheiten) Kraftwerke und herkömmliche Versorgungsstrukturen brauchen „Schattenkraftwerke“, Netzausbau und Regelkapazität, …! Und da wird wohl einiges den EE angelastet, was schon in Jahrzehnten vorher aufgelaufen ist wie bspw. der Investitionsstau bei Netzerneuerung und Ausbau zugunsten höherer Dividenden und Ausschüttungen …

    Ach ja, die Stromausfälle:
    -- Kurzschluss+Feuer auf dem Gelände des AKW Krümmel mit Folgen für Hamburg
    -- Schnellabschaltung des Reaktors führt zu Stromausfällen
    -- Stromausfall in Hannover ist Ausnahmeerscheinung
    -- Stromausfall in 36 000 Haushalten in Berlin
    -- Panne im Kraftwerk -- Stromausfall legt VW-Werk in Wolfsburg komplett lahm

    Jetzt schreibt nicht, das sei eine Folge von EE …
    Aber man kann natürlich versuchen, es den erneuerbaren Energien in die Schuhe schieben -- zu Lasten der „nichtprivelegierten Endverbraucher“:
    Stromhilfe-Österreich: Tricksen die Versorger die Verbraucher aus?

    Nach Meinung der meisten Schreiber hier also alles Schuld der EE -- vom verschleppten Netzausbau bis zur überalterten Kraftwerkstechnik. Sicher ist die Netzregelung komplexer und teurer geworden -- aber an die hier propagierten Losungen „Weiter wie bisher mit Kohle, Atom und (Fracking-)Gas“ kann ich irgendwie nicht recht glauben. Das erscheint mir als Vater nicht recht nachhaltig und erst recht nicht kostenstabil für die Zukunft. Hier wird mir viel zu einseitig auf die EEG-Umlage und den Strompreis geschimpft und andere, massive Kostentreiber stillschweigend ausgeblendet.

  28. Nein Joe, die EE sind nun wirklich nicht Schuld an allen Problemen bei der Stromversorgung. Aber schon an einer ganzen Menge. Nehmen Sie den Netzausbau. Es liegt auf der Hand dass eine Stromerzeugung mit Produzenten die nur 10% (Solar) bis 20% (Wind) ihrer theoretischen Nennleistung produzieren, mehr Netze erfordern. Momentan ist unser Stromnetz so ausgelegt, dass (mit einiger Sicherheit) die bei uns auftretende Maximallast transportiert werden kann. Wenn wir jetzt, wie von der Bundesregierung gefordert, 2040 45% unseres Stroms aus solchen Quellen beziehen, dann benötigen wir an Tagen mit viel Wind und Sonne ein Netz, dass die 3-fache Menge an Strom transportieren kann. und außerdem noch Speicher, die doppelt so viel Strom verarbeiten können, wie in Deutschland von sämtlichen Netzteilnehmer, also Industrie, Verkehr, private Haushalte etc. verbrauchen.

    Das mit dem Netz wird sehr teuer, für die Speicherung haben wir noch nicht einmal theoretische Konzepte.

  29. Hallo Heinz

    „Wie wärs denn umgekehrt……ich schreibe den Windmüllern vor, wann sie was zu liefern haben…..wenn se das nich schaffen, wern se abgeschaltet. Oder noch besser….ich verpflichte sie, 10-30 % ihrer Erzeugung zu speichern….um dann lastgerecht die Windflauten auszugleichen. Man könnte natürlich bei Schwachwind auch große Industriezweige abschalten…“

    Ja, speichern muss dann schon wer den regenerativ erzeugten Strom,
    oder den Stromverbrauch anpassen (was teilweise geht und nicht unbedingt ein Rückschritt ist),
    leider oder zum Glück können wir Sonne und Wind noch nicht vorschreiben was Sie zu tun haben.

    Aber warum sollen gerade die Stromerzeuger den Strom speichern?
    Ist doch bei anderen Waren auch getrennt.
    Wie wäre es denn damit dass die Stromerzeugerverbraucher sich den regenerativ erzeugten Strom speichern,
    wenn Sie Versorgungssicherheit haben wollen?
    Machen wir bei anderen Waren doch auch.

    Es ist schon komisch wie die Denkweise mittlerweile ist,
    der Stromverbraucher muss keine Rücksicht auf gar nichts nehmen und der Stromerzeuger muss
    beliebig zur Verfügung stehen. Sorry Leute so funktioniert Strom von Wind und Sonne nicht.

    Grüße

  30. @Frank #29

    Sorry Leute so funktioniert Strom von Wind und Sonne nicht.

    Sagen wir doch immer, also brauchen wir den auch nicht.
    Just in Time Lieferungen sind en vogue, und verantwortlich ist nun mal der Lieferant. So funktioniert Strom. 😀
    Wenn Wind und Sonne das nicht können, kommen sie als Lieferant nicht in Frage.

  31. @Frank
    Hmm……eigenartige Ansicht, meinste nich auch?

    Ick produziere Strom, aber mir isses egal, wie der abtransportiert wird und wer den dann speichert, wenn mal wieder zu viel davon im Netz rumlungert…….denn ick bekomm ja jederzeit einen festen Preis dafür, weil der Rest der Gesellschaft den Schwachsinn bezahlen muss, obber nu will oder nicht……..tja, dann verstehst Du weder was von Marktwirtschaft noch von Energiewirtschaft etwas.
    Ach ja….der Stromkunde nimmt auf nix Rücksicht…..stimmt, in der Marktwirtschaft ist der Kunde auch König, und wir Energiefuzzis der Dienstleister, der das auch rund um die Uhr garantieren muss.
    Wenn jetzt aber, wie in alten guten DDR-Zeiten, der absichtlich herbeigeführte Mangel wieder mal am kleinen Mann hängen bleibt, kommt bei mir die Frage auf, wessen geistig Kind Du eigentlich bist.

    Zu DDR-Zeiten gab es mal ein Propaganda-Spruch…..“Meine Hand für mein Produkt“…….wenn ick dat auf heutige Zeiten umbrechen würde, müssten alle Windmüller und jeder einzelne Solaranlageneinspeiser…..einhändig rumlaufen.
    Wenn die nämlich denken, hier habt ihr unseren unnützen Scheiß, und jetzt her mit der Knete……ham se nix anderes verdient.

    Und dann fragt ihr euch, warum der Ökologismus so sehr dem Sozialismus ähnelt, wenn ihr schon wieder den selben Schwachsinn als Staatsdoktrin unter die Leute jubeln wollt…..und die dann plötzlich Montags wieder auf die Straße gehen, weil se sich wieder mal voll verarscht fühlen.
    Lass gut sein……ich bin wie ein Drogenhund……und rieche Rote schon meilenweit.

    Onkel Heinz………nicht schooon wieder den Scheiß

  32. Hallo Heinz und Krishna,
    erst einmal vielen Dank dass ihr auf mein Posting reagiert und euch mit meiner Meinung auseinander setzt.

    @Krishna
    Du hast recht, es kommt nicht nur auf das Produzieren der Ware Ware ‚Strom‘ an sondern,
    sogar wichtiger, auf das Verteilen und liefern der Ware zum richtigen Zeitpunkt.
    Nun Gas, Öl, Kohle, Uran, Thorium sind endliche Energieträger.
    Mittel- und vor allem langfristig kommt man an Strom aus Wind und Sonne nicht vorbei oder siehst du da andere Möglichkeiten?
    Nur weil wir den Zeitpunkt für Wind und Sonnenstrom nicht definieren können heißt das noch lange nicht dass man diesen Strom nicht verwerten kann. Ein ähnliche ‚Problem‘ haben wir doch auch z.B. bei Lebensmitteln,
    hier brauchen wir Techniken zum Lagern, Verteilen und Haltbarmachen um Versorgungssicherheit zu garantieren.
    Das machen ja auch nicht mehr die Bauern selbst. Auch hier kommt es teilweise zu Überproduktion,
    ein Effekt den ich der höher zu bewertenden Versorgungssicherheit zuschreibe.

    @Heinz
    Was zur Zeit geschieht ist Planwirtschaft mit den üblichen folgen, z.Z. Überproduktion. Das EEG, so wie es ist, kann und wird nicht ewig bestehen bleiben. Es sind nicht nur einmal Änderungen und Anpassungen vorgenommen worden, das Ziel muss ganz klar sein mittelfristig zumindest größtenteils marktwirtschaftliche Prinzipien einzuführen. Vollständige Marktwirtschaft wird wohl nie möglich weil wir Versorgungssicherheit gewähren wollen.
    Wenn sich Strom von Wind und Sonne marktwirtschaftliche Prinzipien stellt wird es dazu kommen,
    das bei Strom Überfluss die Preise für Strom von Wind und Sonne sinken.
    Das muss auch so werden, denn nur so entsteht ein funktionierender Markt für Speicherung und Verteilung.
    Auch werden dadurch regelbare Kraftwerke: Gas, Öl, Kohle (Atom ist nicht wirklich gut regelbar) nicht nur an den Erstehungskosten bewertet sondern auch an ihrer Regelbarkeit, bekommen also mehr Geld, wenn Sie bei Strommangel liefern.

    Grüße Frank

  33. Gas, Öl, Kohle, Uran, Thorium sind endliche Energieträger

    Das ist sicher richtig. Die Frage ist allerdings, ist das auch relevant. Als Einsieg hierzu:
    Von Ressourcen und Rohstoffen – Eine Zeitreise
    Mußten die Menschen in der Steinzeit sich um die Endlichkeit der Ressource Stein sorgen? Oder in der Bronzezeit darum, dass es irgendwann das Zinn aufgebraucht sein würde? Hat der Raubbau an den Steinsalz-Vorkommen im Mittelalter letztendlich zum Zusammenbruch der Zivilisation geführt? Offensichtlich nicht. All diese Ressourcen waren zu ihrer Zeit überlebenswichtig und wertvoll und haben denen, die darüber verfügen konnten Wohlstand gebracht.

    Nur, irgendwann brauchte man sie nicht mehr. Lange bevor die Rohstoffe zur Neige gehen konnten, verloren sie ihren Wert, weil sie nicht mehr essentiell waren. Stein wurde ersetzt durch Bronze, und Bronze durch Eisen. Und das Salz wurde zur Konservierung nicht mehr zwingend gebraucht, als die ersten Kühlschränke aufkamen. Genauso wird es unseren Energieträgern gehen, ohne die wir uns unsere Zivilisation heute nicht vorstellen könnten. Bei der Kohle ist dieser Trend schon zu beobachten. War diese vom Beginn der Industrialisierung bis zum 2 Weltkrieg der wichtigste Energierohstoff, ist sie seitdem mehr und mehr von Öl und Gas verdrängt worden. Waren die Kohlevorkommen im Ruhrgebiet zu Kaiser Wilhelms Zeiten noch Deutschlands wichtigste strategische Reserve, lässt man sie heute einfach dort unten liegen. Einfach weil man sie nicht mehr braucht.

    Und genau so wir es dereinst dem Öl gehen. Zur Kunststoffherstellung und als Kraftstoff wären synthetische Kohlenwasserstoffe weit besser geeignet. Und diese werden in nicht zu ferner Zukunft auch Öl als Rohstoff ablösen. Allerdings besteht kein zwingender Grund, diese Entwicklung künstlich zu beschleunigen, weil wir von einer Knappheit heute weiter entfernt sind, als jemals in der Menschheitsgeschichte. Die bekannten Reserven liegen heute bei 50 Jahren und auch an absoluter Menge haben wir mehr Öl zur Verfügung als je zuvor.

    Und trotzdem wird das Ölzeitalter zu Ende gehen, sobald uns etwas Besseres eingefallen ist, was, wie man in der Menschheitsgeschichte sehen kann, zwingend passieren wird.

    Was bei allen Gedankenspielen über die Endlichkeit von Ressourcen immer übersehen wird, ist die Entwicklung, der Wissenstrieb und er Forschergeist. Und diese Ressourcen sind, so weit man das beurteilen kann, wirklich unendlich.

  34. @Frank #32

    Ein ähnliche ‘Problem’ haben wir doch auch z.B. bei Lebensmitteln,
    hier brauchen wir Techniken zum Lagern, Verteilen und Haltbarmachen um Versorgungssicherheit zu garantieren.

    Das sollte aber eben alles in einer sinnvollen Reihenfolge geschehen, weil ich sonst die überschüssigen Lebensmittel in die Tonne treten kann.
    Gilt, logo, auch für Strom.

    Nun Gas, Öl, Kohle, Uran, Thorium sind endliche Energieträger.
    Mittel- und vor allem langfristig kommt man an Strom aus Wind und Sonne nicht vorbei oder siehst du da andere Möglichkeiten?

    Wie endlich wird sich zeigen, bisher lagen sämtliche Szenarien mehr als daneben, oder ?
    Bis jetzt kämen wir ohne aus, und was es langfristig an Technologien geben wird wird sich zeigen.
    Quirle sind technologisch das Allerletzte, Krähenspiegel für Insellösungen sicher sinnvoll, aber nicht für eine flächendeckende Stromversorgung oder Teil davon.

  35. @Frank #32

    Leider ist aus physikalischen Gründen das Lagern von Elektrizität (Bewegung von elektrischen Ladungsträgern (Elektronen) entlang eines Potentialunterschieds) extrem viel schwieriger, aufwendiger (geht nämlich nur indirekt nach Energieumwandlung z. B. in die potentielle Energie des Wassers eines Speichersees) und verlustreicher als das von Lebensmittelen. Wer einen Weg findet Elektronen durch z. B. Einkochen in Marmeladengläsern langfristig haltbar und lagerbar zu machen, wird steinreich und bekommt mindestens 3 Nobelpreise auf einmal.

  36. #35. Bert Robel

    Wer einen Weg findet Elektronen durch z. B. Einkochen in Marmeladengläsern langfristig haltbar und lagerbar zu machen,

    och neee, wo soll ich die denn alle hinstellen? 😉

    karl.s

  37. @Karl Seegert #36
    Da haben es die Ostfriesen leichter, die holen sich mal eben ihr Kilo Watt mit dem Eimer vom Ufer der Nordsee 😀

  38. Wir brauchen ein Endlager für die Stromabfälle 😉

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