Wirtschaftswoche: DFR eine der spektakulärsten Neuentwicklungen

25. August 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Medien, Technium, Wirtschaftsförderung, Wissenschaft

ego3-150x150Als Blogger träumt man natürlich davon, mal einen Artikel mit den Worten beginnen zu können: „Aus informierten Kreisen wurden mir vertrauliche Materialien zugespielt…“. Leider ist es auch dieses Mal etwas weniger aufregend, denn die am Montag (26.08.2013) erscheinende gedruckte Ausgabe der Wirtschaftswoche kann man schon als digitale Ausgabe online erwerben. Daher liegt mir der angekündigte Artikel zur Kernenergie bereits heute vor.

Auf immerhin sechs Seiten wagen in diesem die Autoren einen Blick auf aktuelle technische Entwicklungen, ergänzt durch bunte Grafiken und Tabellen. Rein optisch ist das Ding gelungen.

Inhaltlich startet man mit dem Verweis auf den Film „Pandoras Promise„. Zwiespältig, denn ich halte einen Wettkampf der Ängste („Klimakatastrophe“ gegen „Strahlentod“) für kontraproduktiv. Obwohl es sicher eine gute Idee ist, die inneren Widersprüche des Ökologismus zu thematisieren. Aus dieser Einführung leitet man über zu modernen Konzepten für neue Reaktoren, die inhärente Sicherheit versprechen, also die Unmöglichkeit einer Kernschmelze („Super-GAU“) aus physikalischen Gründen.

Angesprochen werden:

  • der Flüssigsalzreaktor durch seinen prominenten Vertreter „Dual Fluid Reaktor“ DFR
  • kleine, kompakte Reaktoren am Beispiel des mPower-Systems von Babcock & Wilcox (man beachte auch Günter Keils Übersicht hier bei uns)
  • mit Teilchenbeschleunigern betriebene Transmutationsanlagen („Rubbiatron“) am Beispiel der geplanten Anlage im belgischen Myrrha

Zum DFR schreibt man folgendes:

Eine der spektakulärsten Neuentwicklungen kommt ausgerechnet aus Deutschland: der Dual Fluid Reaktor (DFR). Ihm haben sich Physiker des privaten Instituts für Festkörper-Kernphysik (IFK) in Berlin verschrieben. Die Idee solcher Flüssigsalzreaktoren wurde in den Fünfzigerjahren geboren – und teilweise getestet.

Das besondere an diesem Reaktortyp: Er wird nicht mit festen Brennstäben bestückt. Der Brennstoff, aufbereitete Uransalze, fließt stattdessen in einer Schmelze durch den Reaktorraum. Sie transportiert die Hitze von einigen Hundert Grad Celsius, die durch die Kernspaltung entsteht, zu einem Wärmetauscher, der heißen Dampf für die Stromproduktion erzeugt.

Im weiteren wird auf die besonderen Vorteile der Flüssigsalztechnologie im allgemeinen und des DFR im besonderen eingegangen:

  • die Möglichkeit, Spaltprodukte während des Betriebs aus dem Flüssigsalz zu entfernen
  • die Möglichkeit zur Transmutation langlebiger Brut- und Spaltprodukte
  • die hohe Effizienz des DFR durch den zusätzlichen wärmeübertragenden Bleikreislauf
  • die inhärente Betriebssicherheit, da eine Änderung der Geometrie des Reaktorkerns durch passive Systeme bei einem Störfall zu einem unterkritischen Zustand führt
  • die Möglichkeit, die produzierte Wärme nicht nur zur Strom-, sondern auch zur Kraftstoffproduktion zu nutzen

Der Artikel zeigt, daß die (private) Blogosphäre tatsächlich Einfluß auf die Berichterstattung in den großen Mainstream-Medien nehmen kann. Denn er ist natürlich eine Reaktion auf den Proteststurm, der sich anläßlich des Ausschlusses des DFR von den Greentec-Awards nach gewonnener Online-Abstimmung erhob. Über ihre Tochtermarke „Wiwo Green“ ist die Wirtschaftswoche ja Medienpartner dieser Veranstaltung. Die teils heftige Kritik, der man sich auch als Jurymitglied ausgesetzt sah, bewog die verantwortlichen Redakteure zunächst zu einer entsprechenden Stellungnahme im Diskussionsforum von Wiwo-Green und nun auch zu diesem Text im Printmagazin.

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Dabei widerlegt man die inhaltlichen Vorbehalte der Greentec-Macher gegenüber dem DFR in vollem Umfang. Was zu der Frage führt, warum dies nicht zu einem Umdenken der Veranstalter führt und ob die anderen Jurymitglieder (bspw. Pro 7, vertreten durch das Team von Galileo) lernfähig sind.

Natürlich gebietet die Reporterehre, sich nicht mit einem Anliegen gemein zu machen, sondern neutral und kritisch das Für und Wider darzustellen. Im Vergleich zur üblichen Umweltberichterstattung, in der Meinungsmache die Aufklärung deutlich überwiegt, stellt der Artikel auch in dieser Hinsicht eine wohltuende Ausnahme dar.

Es werden aber – neben dem allgemeinen Verweis auf hohe Entwicklungsaufwände und -risiken – drei konkrete Aspekte herausgegriffen, die man bei genauerem Hinsehen als nicht entscheidend oder gar unbegründet zurückweisen muß:

Die Materialfrage beim DFR bzw. bei Flüssigsalzreaktoren allgemein: Das Team vom IFK ist in zahlreichen Texten ausführlich auf dieses Thema eingegangen (u.a. auch hier bei uns). Aus meiner Sicht zeigen schon die Entwicklungen am ORNL aus den 1960er Jahren ausreichend Lösungsmöglichkeiten auf.

Die Kosten: Am Beispiel des neuen französischen Kernreaktors in Flamanville wird behauptet, Strom aus Windenergieanlagen könne preiswerter hergestellt werden, als solcher aus Kernkraftwerken. Dabei bleibt unberücksichtigt, daß die genannten 8 Cent pro Kilowattstunde nur für Onshore-, nicht aber für die von der Bundesregierung und den norddeutschen Küstenländern propagierte Offshore-Energie gelten. Letztere ist weit teurer. Dann hat man mit Flamanville (geschätzt 10 Cent pro Kilowattstunde) ein im internationalen Vergleich sicher extremes Beispiel herausgesucht. Schließlich ist bei der Berechnung von Investitions- und Betriebskosten über die geplante Laufzeit immer zu beachten, daß Kernkraftwerke letztere meist deutlich übertreffen, während Windmühlen diese fast nie erreichen (was im Moment in Deutschland durch das Repowering überdeckt wird). Und man sollte immer Gleiches mit Gleichem vergleichen. Ein Windkraftwerk kann ohne Stromspeicher keine verläßliche Versorgung garantieren. Die Speicherkosten aber sind in den 8 Cent nicht enthalten.

Die Reichweite von Uran: Gerade Flüssigsalzreaktoren können mit dem überreichlich vorhandenen Thorium betrieben werden (der eigentliche Brennstoff, Uran 233, wird dann erst im Reaktorkern erzeugt). Wie sagt Kirk Sorensen so schön: „We will never run out. It is simply too common.

In dem Artikel fehlt nicht nur der Verweis auf Thorium, auch die anderen Entwicklungslinien der vierten Generation neben dem Flüssigsalzreaktor werden nicht angesprochen. Aber dem Leser wird deutlich, daß Fukushima keinesfalls das Ende der friedlichen Nutzung der Kernenergie darstellen muß, sondern vielmehr Auftakt für ihre Renaissance auch in Deutschland sein kann. Vielleicht widmet sich die Wirtschaftswoche dem Thema auch weiterhin. Sie wird es ganz sicher, wenn jetzt viele Menschen das Heft kaufen und über die üblichen Kanäle On- wie Offline konstruktive Rückmeldungen geben. Dazu sei hiermit aufgerufen. Als erster Autor zeichnet Dieter Dürand (dieter.duerand@wiwo.de).

P.S.: Gegen die erstinstanzliche Entscheidung im Hauptsacheverfahren, der Ausschluß vom Wettbewerb sei rechtens (wodurch die erwirkte einstweilige Verfügung zunächst unwirksam wird), hat das IFK umgehend Einspruch am Berliner Kammergericht eingelegt. Es geht also weiter.

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21 Kommentare
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  1. Hat alles keine Chance. Die Ökopriester haben beschlossen, dass „Atom“ und „Strahlen“ böse sind. Und die ändern ihre Meinung so gerne wie der Papst.

  2. Hat alles keine Chance. Die Ökopriester haben beschlossen, dass “Atom” und “Strahlen” böse sind. Und die ändern ihre Meinung so gerne wie der Papst.

    Nun ja, zumindest wird das Thema einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Das eröffnet die Chance, Interessierte zu gewinnen die bereit sind, sich tiefergehend zu informieren.

    Gruß vom Segelboot

  3. @Sepp
    Ich nehme an, Sie sind kein Schachspieler…wer nicht für das Wohl der Aufklärung durch Wissen kämpft, der muss sich mit der ihm diktierten Ideologie eines Glauben geiseln

  4. @ Sepp
    Ihre Meinung ändern werden die Hohenpriester der Ökologie mit Sicherheit nicht.
    Aber es könnte ihnen gerade so gehen wie dem Papst: daß sich der eine Teil der Bevölkerung einfach nicht mehr um sie kümmert, während der andere bewusst nach dem Gegenteil verlangt.

  5. Drann bleiben, es tut sich gegenwärtig sehr viel, die Meinungen bilden sich neu -- nicht nur wegen der BT-Wahl. Die Leute begreifen langsam, dass man sie für dumm verkaufen wollte. Der grüne Lack hat kräftige Kratzer abbekommen und darunter sieht man den Rost. Das färbt auf alle Themen ab. So viele Bekenntnisse zur Kernenergienutzung wie beispielsweise in den Kommentaren von FAZnet hat es noch nie gegeben. Und die Wirtschaftswoche hat Wort gehalten, die Blogger und andere nicht enttäuscht.

  6. @ J.Gneveckow

    Ich habe Ihnen in den letzten Tagen mehrere Emails geschickt. Haben Sie diese erhalten?

    MfG,
    Rudolf Kipp

  7. Ich bin gerade durch das lesen eines Artikel im The European auf den Begriff Exaptation gestoßen.

    Evolution ist aber meistens nicht so geordnet. Stephen Jay Gould hat den Begriff „Exaptation“ erfunden, um zu beschreiben, dass bestimmte Eigenschaften im Laufe der Evolution ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen können.

    Dies lässt sich sich auf die Technik ebenfalls anwenden. Der DFR stellt neue Materialien her, liefert Prozesswärme und entsorgt radiaktiven Abfall. Alles Dinge für das die ersten Kernkraftwerke nicht gebaut wurden. Vielleicht steht eines Tages die Produktion von Materialien im Vordergrund? Wer weiß. Strom kann man auch anders produzieren. Aber wenn die Kraftstoffproduktion, sozusagen als erstes Ergebnis möglich wird, zu vertretbaren Preisen, ist auch diese ganze Power zu Gas Diskussion hinfällig. Dann noch benötigte Elemente aus den Kernspaltungsprozessen. Vielleicht steht das eines Tages im Vordergrund, das das Ding auch noch Strom liefern kann wird eben als zusätzlicher Nutzen mitgenommen. Wäre eigentlich mal interessant einen Artikel über Exapation in der Technikgeschichte zu lesen.

  8. Ich glaub auch nicht, dass man die selbsternannten Hohepriester des grünen Gutmenschentums bekehren kann. Aber ich denke, dass alle, die ihren Verstand nicht gegen Glauben eingetauscht haben und diesen auch benutzen, sich wieder mehr Gehör verschaffen sollten. Das betrifft auch Ihren letzten Artikel, Herr Heller, wo ist denn eine Lobby für vernünftige Energiepolitik und gegen grüne Träumerei? Sie wurde überschrien. Man wurde selbst im Kreis von Bekannten und Verwandten schief angesehen, wenn man sich als Befürworter von Kernenergie outete. Wir haben uns zu wenig Gehör verschafft. Die meisten Politiker waren der Meinung der mainstream ist grün. Ist er das wirklich, oder haben die Grünen nur lauter geschrien? Bekennende Gläubige kann man mit Sachargumenten sicher nicht bekehren, aber Leute, die nachdenken, hoffentlich schon.

  9. Der DFR stellt neue Materialien her, liefert Prozesswärme und entsorgt radiaktiven Abfall. Alles Dinge für das die ersten Kernkraftwerke nicht gebaut wurden

    Das stimmt nicht ganz:
    Das erste Kernkraftwerk überhaupt wurde zur Herstellung des Elements Plutonium (Ein ’neues Material‘) gebraucht, die Energie war nur Abfall.
    Die folgenden Kraftwerke wurden für Schiffsantriebe als Dampferzeuger eingesetzt, im Grunde so etwas wie ‚Prozesswärme‘.
    Die Produktion von Elektrizität war erst die dritte Nutzungsstufe.

  10. Jetzt auch in WiWo.de: Schöne neue Atomkraftwerke

  11. @ Rudolf Kipp

    Nein, nur dasjenige mit der identischen Frage.

    Gruß
    J. Gneveckow

  12. Ein sehr schöner Text bei der Deutschen Welle:

    http://www.dw.de/darf-kernkraft-umweltfreundlich-sein/a-17050926

  13. #12. Peter Heller

    Ein sehr schöner Text bei der Deutschen Welle:

    Es geschehen noch Wunder :-) Was ist nur geschehen mit den Medien, dass diese auf einmal „pö a pö“ anfangen, kritischer und ausgewogener zu berichten? Nicht dass ich das schlecht finde, aber es überrascht mich doch einigermaßen.

    karl.s

  14. …es deutet sich wirklich eine Trendwende an.

    Die gedruckte Ausgabe der Technology Review (9/2013) bespricht das Thema ebenfalls auf 4 Seiten. Hier widmet man sich vor allem den neuen russischen BN-Reaktoren, in denen Atommüll vernichtet werden soll.

    Aber der DFR und auch die Vorgänge um den Greentec-Award werden in einem Extra-Kasten erwähnt:

    …Trotz Atomausstieg und Energiewende: Bei den von der Zeitschrift „Wirtschaftwoche“ und dem Fernsehsender Pro 7 vergebenen Greentec-Awards wählte das Publikum ausgerechnet das Konzept für einen neuartigen Atomreaktor in die Nominiertenliste…

    Auch hier ausgewogene und objektive Berichterstattung. Besser kann es für das IFK kaum mehr kommen. Gut, die Titelstory im Spiegel fehlt noch, aber wer weiß…

  15. @ Peter

    …es deutet sich wirklich eine Trendwende an.

    Wieviel Anteil haben wir daran? Mit wir meine ich die Blogger (Science-Skeptical, EIKE, Zettel), wo überall sonst noch berichtet wurde weiß ich jetzt nicht, doch nehme ich mal an, dass das Thema DFR und Greentec-Awards nur eines im Netz war. Deutet sich auch eine Trendwende dahin an, dass die Printmedien, die das Thema ja tot geschwiegen haben, an Bedeutung verlieren.

    Wie auch immer, es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

  16. *Lacht*

    Es scheint, als sei der Schuß für Greentec Awards nach hinten los gegangen. Sie haben einem Kernreaktor erst recht zu Publizität verholfen und sich selbst zu einem denkbar schlechten Image.

    Gab es denn schon mal einen anderen, „guten“ Greentec-Nominierten, der so viel Aufmerksamkeit bekam?

  17. Apropos Trendwende:

    Knackpunkt ist das Portemonnaie: 52 Prozent der Befragten lehnen eine Finanzierung der Energiewende über Zuschläge zum Strompreis grundsätzlich ab. Lediglich 44 Prozent halten die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für richtig. Allerdings sind auch unter den Befürwortern einer Umlage 42 Prozent nicht bereit, in Zukunft noch höhere Finanzierungsbeiträge zur Energiewende zu leisten.

    Ist das überhaupt eine Trendwende? War das nicht schon immer so, und uns wurde nur durch Propaganda ein anderes Meinungsklima vorgegaukelt?

  18. @Quentin
    Ach……Du meinst wohl die 80+% Deutsche, die jubelnd bisher ihr Geld freudig den glänzenden Eigenheimbesitzern in den Rachen geworfen haben?
    Hmmm……..in meinen Umfeld haben knapp 5 min Agitation gereicht um diese Rate gegen Null zu bringen.
    Obwohl……ich tippe mal, in Freiburg hätte ich mehr Zeit dazu gebraucht……sind halt Wessis.
    Ups….und wech
    H.E.

  19. @ Quentin:

    Wieviel Anteil haben wir daran?

    Wahrscheinlich mehr, als ich zu glauben bereit bin…

    (Nein, ich bin nicht bereit, weniger kryptisch zu werden. Das Bloggen hier lohnt sich wirklich.)

    Die Stimmung hat sich weitgehend unbemerkt in den letzten Wochen ziemlich entscheidend gedreht, betrachtet man bspw. die aktuellen Wahlumfragen. Es gibt seit vielen Jahren erstmals keine strukturelle linke Mehrheit mehr in Deutschland (rot-rot-grün-piraten). In der jüngsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen kommen CDU/CSU/FDP/AfD (ja, ich fasse diese tatsächlich unter „mitte-rechts“ zusammen) gar auf 50%. Kaum zu glauben, aber wahr.

  20. Zur Technology Review:

    http://www.heise.de/tr/magazin/2013/9/64/

    (nicht les- aber doch erkennbar)

  21. Wäre doch schön, wenn wir den Glauben in die Vernunft zurück gewinnen könnten. Wenn man diesen ganzen Wahn verfolgt von der Klimarettung über EEG und gigantischen Vogelschreddern, die die Grünbewegten flächendeckend im ganzen Land aufstellen wollen, und dafür auch deren Brüder dieselbetrieben ohne Netzanschluss in der Nordsee drehen lassen. Und dann naoch eine Einheitsfront deutscher Parlamentarierer, die Hurra Deutschland jubeln, wenn die Energiepreise explodieren -- wir müssen nur noch die Zertifikate für die Kohle und damit den weiteren Strom verteuern und alles für den Blackout vorbereiten. Deutschland sei Vorreiter für die Energiepolitik der ganzen Welt, denn am deutschen Wesen soll bekanntlich die Welt genesen. Dann ist das ja nur der Anfang einer kafkaesken Szene.

    Denn schuld an dem potenzierten Unsinn sind ja die energeiintensiven Betriebe, die durch EEG-Befreieung ihr Schärflein nicht beitragen wollen und gar mit Massenauswanderung und Konkurs drohen. Auch heute noch, seit über 15 Jahre Pause in Sachen Erderwärmung, durfen die ‚Prophets of Doom‘ ihre Horrormeldungen noch ungestraft dem Massenpublikum einbläuen.

    Da fragt man sich schon: Bin ich nach Schilda verbannt worden oder doch nur ein Don Quixote, der an Realitätsverlust leidet? Auch wenn die Community hier sicher Erhebliches zum Seelenfrieden beträgt, so bleibt dieser gedämpft durch die Wahrnehmung, dass auch die Schar der Vernünftigen erschreckend klein bleibt. Eine erschlagende Mehrheit wird bei den kommenden BT-Wahlen die Klimakanzlerin wählen, deren gelbe Steigbügelhalter oder deren rot-grüne Einpeitscher -- in Sachen EEG die gleiche Mischpoke. Von umfassenden EEG-Reformen wir geraunt. Ich erwarte nicht mehr als weitere Rohrkrepierer.

    Da wirkt es schon wie ein Lichtlein am Ende des Tunnels, wenn sich auch Vernünftige ins Licht der Öffenltichkeit wagen, und der allenthalben fächendecknden ideologischen Verblendung trotzen. Ein paar Artikel in Medien mit Auflage könnte ein Tropfen auf einen AGW-heißen Stein sein, es könnte aber auch der Anfang eines Regens sein.

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